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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst davor dass die Zeit zu schnell vergeht



shannen
22.11.2007, 23:50
Hallo Ihr Lieben,
ich hoffe ich bin hier richtig und zwar hab ich große Angst davor dass die Zeit viel zu schnell vergeht,dass wenn ich mal wenn ich 80 bin sage:" Oh je dass ging mir jetzt aber viel zu schnell."

Kennt dass jemand von euch oder kann mir jemand Ratschläge geben wie ich mit dieser Angst besser zurecht komme?
Ich bin jetzt 25 Jahre alt und hab dass bis jetzt noch nicht so empfunden aber überall hört und liest man Aussagen wie:" Umso älter man wird umso schneller vergeht die Zeit" ,"Was schon wieder Weihnachten" usw.

Wie empfindet Ihr das? Ist es wirklich so dass man zu schnell alt wird? Dass Kinder zu schnell groß werden?

Außerdem hab ich wie bereits in anderen threads beschrieben auch Angst vor dem Älter werden.Wenn ich wüßte dass es langsam geht könnte ich mich vielleicht damit abfinden aber so Aussagen wie:" Was ich schon 50 mit 25 dachte ich, ich hab ja noch soviel Zeit ,jetzt sind schon wieder 25 Jahre um."
Solche Aussagen machen mir echt Angst.

Ich hoffe mir kann jemand weiter helfen.


Liebe Grüße
shannen

Mirca
23.11.2007, 08:48
Hallo Ihr Lieben,
ich hoffe ich bin hier richtig und zwar hab ich große Angst davor dass die Zeit viel zu schnell vergeht,dass wenn ich mal wenn ich 80 bin sage:" Oh je dass ging mir jetzt aber viel zu schnell."



Hallo Shannen,

gegen solche Ängste gibt es nur 2 Wege:
- die Rationalität oder
- die Therapie.
suchs Dir aus...., such Dir aus ob Du Dein Leben in Deiner Lebenszeit leben willst. Mittendrin, später, überhaupt auf viele tolle Begegnungen, Erlebnisse, Erfahrungen zurueckblicken willst.
ODER Deine Zeit vergeuden willst indem Du wie das Kaninchen auf die Schlange nach der rinnenden Eieruhr vergehender Lebenszeit starren willst und DADURCH keine Zeit mehr hast zu leben....



Ich bin jetzt 25 Jahre alt und hab dass bis jetzt noch nicht so empfunden aber überall hört und liest man Aussagen wie:" Umso älter man wird umso schneller vergeht die Zeit" ,"Was schon wieder Weihnachten" usw.
äh, wenn Du es so nicht empfindest dann ists doch prima. Und warum ist irgendwas was Du wo liest wichtiger als Dein Empfinden?
Und selbst wenn es so wäre: was würde es ändern?
Du bist 25. Normalerweise das Alter in dem frau die Grundlagen für ihr weiteres Leben legt. Ne Idee hat wo sie beruflich landen will und daran arbeitet. Erfahrungen sammelt. Die Welt kennenlernt. Menschen kennenlernt.
Und diese Zeit willst Du lieber damit verbringen mit was zu hadern was sich nicht ändern laesst?
Ist doch bloedsinn... - aber wenn Du es unbedingt lesen musst um es zu glauben: ich bin 55. und würde um nichts in der Welt wieder 25 sein wollen. Ich finde alt werden klasse. mein leben klasse. hab schon viel erreicht und noch mehr plaene. und freu mich drauf diese umzusetzen. Bin gesund. hab nen tollen Mann. Genug Geld um keinen stress im Leben zu haben, nen Job der mir spass macht und mich fordert. und in ein paar wochen ist schon wieder ein wunderbares Jahr vorueber und ein neues fängt an was sicher ebenfalls ganz spannend und toll ist :-)

von mir aus kann die Zeit vergehen so schnell sie will: ich erlebe sie....

gruesse
mirca

shannen
23.11.2007, 12:12
Hallo Mirca,

ich danke dir herzlich für Deine ehrliche Antwort. Du hast recht dass ich mein Leben nicht mit so unnötigen Gedanken verschwenden sollte aber sie lassen mich einfach nicht los vielleicht sollte ich es wirklich mal mit einer Therapie versuchen.

Deine Antwort hat mir gut gefallen und ich hoffe dass ich eines Tages die gleiche Einstellung habe.

Liebe Grüsse shannen

Inaktiver User
23.11.2007, 20:57
Hi Shannen,

ich habe mal irgendwo gelesen, dass die Zeit umso schneller zu vergehen scheint, je mehr Routine man hat. Weil man sich im Nachhinein nur an besondere Dinge erinnert, nicht aber so sehr an den Alltag. Und dann erscheint es natürlich als ob ein Jahr mal wieder nur so verflogen wäre. Für Kinder hingegen ist alles noch so speziell und aufregend, deshalb kommt ihnen zB das Warten auf Weihnachten sooo lange vor.
Was kann man also tun... öfter mal was Neues ausprobieren, dem Leben mehr Abwechslung und Inhalt geben, mehr wagen und mehr erleben und die Zeit, die man hat, nutzen...

Lillan

Inaktiver User
24.11.2007, 06:29
Im Moment leben und achtsam sein.

Das ist das, was mir hilft.

Die Vergangenheit ist vorbei, ich kann sie nicht zurückholen und verändern.

Die Zukunft liegt vor mir; über sie weiß ich nichts, aber ich kann meine Pläne, Wünsche haben.

Die Gegenwart ist das was zählt. Was aber auch - gerade im Alltag in unserer westlichen Kultur - so schwierig ist:
Achtsam und im Moment leben.
Versuchen, den Moment und das, was wir genau in diesem Moment tun und erleben, zu achten.
Nicht allzu sehr mit den Gedanken im Gestern sein, aber auch nicht zu weit voraus im Morgen.

Mir hat bei der Suche nach der Antwort der Buddhismus zur rechten Zeit einige sehr hilfreiche Gedanken beiseite gestellt.
Vielleicht magst du dich damit beschäftigen?

:blumengabe:

shannen
24.11.2007, 18:25
Hey Ihr,

Danke für eure Antworten.

@kazzayye
mit dem buddhismus hab ich mich bis jetzt noch nicht beschäftigt.
Hast du mir einen Buchtipp?

Liebe Grüße shannen

Mondschaf
02.12.2007, 17:36
Lillan,

genau das denke ich auch immer. Wenn wir einen Urlaub machen, in dem wir viel unternehmen und Neues sehen, dann kommt einem die Zeit viiiel länger vor. 5 Tage fühlen sich auch wie 5 Tage an. Aber wenn ich arbeite, auch noch viel zu tun habe und nach dem Prinzip lebe "aufstehen, arbeiten, zwischendurch essen, schlafen"...dann erscheinen 5 Tage wie gefühlte 2 Tage.

@shannen

Mich beängstigen diese Aussagen auch immer wieder. Aber ich empfinde das auch so... Habe Angst, plötzlich in einem Alter zu sein, wo es für Kinder schon zu spät ist. Habe Angst, auf einmal für bestimmte Aktivitäten nicht mehr körperlich geeignet zu sein. Aber Druck machen will ich mir nun auch wieder nicht. Hat aber nichts mit Angst vorm Älterwerden zu tun, glaube ich. Die ersten Fältchen hab ich recht gut weggesteckt und künstlich auf jung trimme ich mich auch nicht.

Ich bin jemand von der langsamen Sorte, versuche Momente bewusst wahr zu nehmen. Brauche für viele Dinge länger als manch anderer. Wenn mein Freund und ich frei haben, dann ist ein Fertigsein für Ausflüge erst gegen 12-13 Uhr der Fall. Das ist ein halber Tag! Aber stressen wollen wir uns nicht. Dafür versuchen wir die Zeit qualitativ hochwertig zu nutzen.

Ricarda44
02.12.2007, 17:44
Das mit der Therapie würde ich doch glatt mal sein lassen. :freches grinsen:
Lieber dafür das Leben LEBEN und genießen.
Sich mit Sachen und Menschen beschäftigen, die einem wichtig sind.
Viel Gutes für Menschen und sich selbst tun.
Wo würde dann im Alter noch ein gewisses Bereuen über vertane oder zu schnell vergangene Zeit sein, wenn sie doch ausgefüllt war?
Klar, man kann sich mit 80 dann auch hinsetzen und sagen: "Ich musste ja so viel über das Leben und Reden anderer Leute nachdenken und von einer Therapie in die nächste, dass ich gar keine Zeit hatte, was Sinnvolles zu tun."

Ich würde das an Deiner Stelle mal anpacken. Das Leben. Dann sind solche Ängste echt hinfällig.

ringelsocke
03.12.2007, 01:11
Hallo Shannen,
ich bin 27, und seit mein Vater gestorben ist, quäle ich mich auch oft mit diesen Gedanken rum; wahrscheinlich weil mir bewusst geworden ist, wie schnell das Leben zu Ende sein kann, obwohl man noch ganz andere Pläne hatte.

Gleichzeitig bin ich aber auch froh, dass ich jetzt schon anfange darüber nachzudenken, wie ich meine Zeit sinnvoll nutzen kann, statt erst am Ende zu denken "was habe ich eigentlich die ganze Zeit gemacht??".

Ich glaube, Ricarda hat recht, sich ins Leben zu stürzen, ist die beste Therapie:smile:
Ich versuche aber auch, "Zeitfresser" zu erkennen und zu vermeiden, so schaue ich z.B. nur selten fern und spiele keine Computerspiele, weil da ja echt Lebenszeit einfach nur "verstreicht".

Ich habe auch manchmal Angst, dass ich eines morgens aufwache und 50 bin, und all die Jahre einfach so "vorbeigerauscht" sind, wie es mir schon von einigen Leuten geschildert wurde.

Auch das Argument, dass die Zeit bei Routinebeschäftigungen schneller verstreicht, stimmt meiner Meinung nach.
Wie wäre es denn, wenn Du jeden Tag was neues ausprobierst, wenn auch nur was Kleines?
Irgendwo (ich glaube, es war sogar in der BriCom) habe ich letzte Woche auch was von einer "Quarter-Life-Crisis" gelesen, die einen erfasst, wenn man so um die 25 theoretisch alle Möglichkeiten offen hat und sich dann festlegen muss.

Bist Du vielleicht auch grade in so einer Situation?

Ansja
04.12.2007, 19:49
Hallo!

Ich kenne das auch bestens. Oft denke ich, dass die Zeit so schnell vergeht.

Euch stimme ich voll zu: Routine wie z.B. stressige schnelle Arbeit macht die Zeit schnell. In der Gegenwart ist so ein Arbeitstag lang. In der Vergangenheit wirkt so eine Arbeitswoche sehr kurz, auch wenn die Tage ja sehr ausgefüllt mit Arbeit waren.

Neues ausprobieren, das ist eine gute Möglichkeit. Und wenn man mal einen anderen Arbeitsweg ausprobiert. Einen Tag mal in der Woche frei nehmen etc.

Ich schreibe mir im Kalender jeden Tag auf in Stichworten, was ich gemacht habe. So habe ich das Gefühl, ein bißchen vom Tage fest zuhalten.

Viele Grüße
Ansja

shannen
12.12.2007, 18:04
Hey Ihr,

@ ringelsocke:das mit deinem Vater tut mir sehr leid! Ja vielleicht bin ich in so einer Situation. Ich finde mit 25 ist deine Jugend vorbei, du bist Erwachsen und mußt dir nun überlegen was du vom Leben willst(bspl. Kinder usw.)

Irgendwie wird mir jetzt erst richtig bewußt dass ich auch eines Tages alt sein werde.Dieser Gedanke erschreckt mich schon, ich find mein jetziges Alter klasse und habe Angst dass die anderen Altersstufen mir nicht gefallen werden bzw. ich mich wieder in mein jetziges Leben zurück sehne. Und mit dem Gedanken dass ich eines Tages graue Haare und Falten haben werde erschreckt mich auch.
Und dann habe ich wie geagt Angst davor mit 80 dazustehen und zu sagen:"Oh dass ging mir aber viel zu schnell, wo ist denn mein ganzes Leben hin." Außerdem je älter man wird umso mehr Leute sterben um einen herum dass ist doch grausam, man sieht seine Großeltern,Eltern usw. sterben. Am liebsten würde ich die Zeit anhalten.

Ich danke euch allen für eure Tipps und werde sie mal ausprobieren.

Liebe Grüße shannen

Upischa
17.08.2010, 18:37
Es ist wie eine kaputte Schallplatte. Man hat die gleichen Gedanken immer wieder. Ich Denke immer an jedem Tag :,, Ist doch eh nur ein Tag der völlig egal ist''. :regen: Wenn wir es loswerden wollen müssen WIR diese Schallplatte zerbrechen. :pc kaputt:[SIZE="1"]

Upischa
17.08.2010, 18:42
Es ist wie eine kaputte Schallplatte. Man hat die gleichen Gedanken immer wieder. Ich Denke immer an jedem Tag :,, Ist doch eh nur ein Tag der völlig egal ist''. :regen: Wenn wir es loswerden wollen müssen WIR diese Schallplatte zerbrechen. :pc kaputt:[SIZE="1"]