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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sozialhilfe statt Riester?



Sealove
17.11.2007, 13:37
Hallo,

ich habe mich bislang nicht weiter mit Altersvorsorge beschäftigt, da eh kaum Geld da war. Das möchte ich nun tun. Sehe aber momentan noch nicht durch im Vorsorgedschungel.

Meine Situation:

w, 32 Jahre, gleich nach Abitur studiert (Soziologie M.A.), mit 25 Jahren mal 6 Monate Sozialhilfe, mit 26 Jahren dann Einstieg ins Berufsleben, 1 Jahr 1000,00 € netto, dann kurz arbeitslos, Existenzgründerlehrgang, dann Ich-AG von 2003 bis 2006. Seit Oktober 2006 fest angestellt als Marketing- und Produktmanagerin. Einkommen: 1.900,00 brutto, 1.200 € netto. Ledig, allein lebend, keine Kinder.

Von der gesetzlichen Rente kann ich mit der Vita sicher nix weiter erwarten. Mein Versicherungsvertreter rät zur Riester-Rente. Aber um die Zuschüsse voll ausschöpfen zu können, müsste ich 70,00 € monatlich einzahlen. Das kann ich nicht, da ich allein lebe und Miete & Co. ziemlich viel auffressen. Kann mir auch kein Auto leisten (hatte noch nie eines).

Nun sagte mir ein anderer (freier) Versicherungsvertreter, dass Riester bei mir keinen Sinn mache, denn wenn ich mal in Rente gehe, muss ich sowieso Sozialhilfe beantragen. Würde ich dann eine Riesterrente beziehen, würde die darauf angerechnet. Ich würde also jetzt was einzahlen, was ich später in Form von Sozialhilfe sowieso vom Staat bekäme.

Wenn etwas Geld übrig ist, lege ich es derzeit immer auf ein Tagesgeldkonto. Davon bezahle ich dann mal Urlaub oder neue Matratzen fürs Bett oder Zahnersatz.

Frage: Gibt es für mich eigentlich eine Anlageform für die Rente, die Sinn macht, wenn es also nicht die Riester-Rente ist?

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand helfen könnte.

Danke und viele Grüße

Sealove

Inaktiver User
17.11.2007, 16:12
Hallo sealove - und Vorsicht: "Bauch"-Antwort...

ich würde Dir einen guten Fonds-Sparplan, ein Gehaltsgespräch mit Deinem Chef -- und ein großes "Weniger" an Resignation empfehlen:blumengabe: !

Du bist bestimmt nicht die Einzige, die erst mit 31 RV-Beiträge zu zahlen begonnen hat, bist erst 32...und hörst Dich schon so resigniert an?

Und vielleicht magst Du auch Deine Frage noch im Geldanlageforum hier stellen?
Alles Gute, T.

akademikerin
18.11.2007, 07:15
Um die Maximalzuschüsse zu erreichen, müsstest du womöglich die 70 Euro monatlich einzahlen. Du kriegst aber auch schon für weniger Geld pro Monat überhaupt Zuschüsse.

Gehst du denn davon aus, dass du niemals mehr verdienen wirst?! Doch nicht wirklich, oder?! Besteht ide Möglichkeit, dass du einen Nebenjob findest? Und daraus dann Beiträge zahlst?

Etwas mehr Optimismus schadet schon mal nicht. Selbst wenn du "nur" 30 Jahre einzahlst, bekommst du etwas aus der gesetzlichen RV.

Betriebliche ALtersvorsorge wäre eine andere Möglichkeit, die du prüfen könntest.

Lass dir nichts von irgendwelchen Versicherungsfritzen erzählen. Die sind nicht unbedingt eine tolle INformationsquelle. Schau mal hier bei Bri u.a. auch bei "Geld anlegen" nach.

Und besorg dir das Heft von Finanztest zum Thema Altersvorsorge.

Inaktiver User
18.11.2007, 13:03
(freier) Versicherungsvertreter
freier versichererungsvertreter ist ein widerspruch in sich. entweder er ist vertreter, oder er ist frei. informiere dich selbst und geh dann mal zu einem ausfürhlichen termin bei der verbraucherberatung.

übrigens: wenn riester dir auf deine zukünftige sozialhilfe angerechnet wird, wird dir auch JEDES andere einkommen angerechnet. deshalb lohnt sich nach diesem denk-modell für dich gar nicht, irgendwas zu sparen.

ich denke, es ist eine frage der persönlichen freiheit. wenn du geld vom staat bekommst, musst du dich deren bedingungen unterwerfen. und du kennst die bedingungen nicht, nach der eine zukünftige sozialhilfe gestaltet sein wird. möglicherweise wird sie nur noch in sachleistungen zur verfügung gestellt. in diesem fall hätte ich lieber mein eigenes geld, ehrlich - auch wenn es nicht mehr ist, als ein sozialhilfeempfänger bekommt.

von 1.200 euro kannst du keine 70 euro monatlich sparen? dann ist deine miete zu hoch, vielleicht auch der konsum. deine warmmiete sollte nicht mehr als 30% deines netto einkommens betragen. dazu kommen maximal 100 euro fixkosten für energie und kommunikation. bleiben also 700 euro.

15 euro pro tag maximalausgaben müssten dich über den monat bringen (davon 10 euro pro tag für den direkten konsum und 5 euro für klamotten, schuhe etc.). hier kannst du mit der zeit und übung noch dran drehen und die ausgaben für deinen direkten konsum auf 5 euro täglich oder weniger senken.

im sparforum gab es die gute idee, nicht mehr als die tagessumme im portemonnaie zu tragen, die ec-karte unbedingt zuhause zu lassen und das nicht ausgegebene geld abends in eine spardose zu tun, die am monatsende aufs konto getragen wird. das gibt dem ganzen eine sportliche note - es macht spass und fordert kreativität und willenskraft, mit den selbstgesetzten zielen für einen tag zurechtzukommen.

bleiben dir noch 250 euro. davon vielleicht 150 euro für versicherungen und transport.

100 euro mtl. würde ich an deiner stelle AUF JEDEN FALL zur seite legen - das sind nicht mal 10% deines netto. davon 50 euro für mittelfristige ausgaben (waschmaschinenreparatur) und 50 für langfristiges sparen. mach es einfach ganz konsequent, dann kannst du in späterer zeit vielleicht noch vom zinseszinseffekt profitieren!! auf dauer würde ich die sparquote auf 15-20% des nettoeinkommens steigern.

bei dieser planung kannst du dir vielleicht erst mal keinen urlaub mehr leisten. so ist das eben. mit der übung lernst du aber, prioritäten zu setzen und dich zu entscheiden, wofür du dein geld ausgeben willst - jetzt für schokolade und fertigpizza oder später für einen urlaub. wenn du irgendwann richtig übung hast, kannst du dir davon durchaus einen urlaub leisten.

und, nicht vergessen. wie jemand anders hier schon schrieb: geh davon aus, dass du dich in deinem einkommen noch verbesserst - und sorge auch aktiv dafür! sparen gut und schön - doch der beste weg, mehr geld zu haben, ist mehr geld zu bekommen.

Sealove
24.11.2007, 14:58
Hallo,

vielen lieben Dank für Eure Tipps. Ich wusste gar nicht, dass ich so resigniert klinge, sondern hielt es bis jetzt für Pragmatismus...!?

Das mit dem Gehaltsgespräch ist eine gute Idee, wird jetzt nur nicht viel bringen. Ich verdiene bei uns im Büro glaub ich noch am meisten und meine Chefin sagt immer, dass wir sowieso zuviel Personal haben und überhaupt ist es bei uns wie im Sanatorium und wir werden fürstlich bezahlt. Ich verschiebe das Gespräch wohl erstmal... :-/. (Die betriebliche Altersvorsorge fällt da wohl mit rein.)

Werde also mein Anliegen noch ins Geldanlageforum posten - vielleicht gibts da Anregungen für einen guten Fondssparplan.

Ja und der Hinweis, dass bei dieser Rechnung natürlich jede andere Sparform auf die Sozialhilfe angerechnet werden würde, ist natürlich richtig. Daran hatte ich gar nicht gedacht. Und wer weiss schon, wie später mal die Sozialhilfe aussehen wird. Stimmt. Vielen Dank.

Klar sind 1.200,00 € nicht zu wenig zum Sparen. Meine Miete ist 339,00 € mtl. Habe jetzt DSL bestellt (ca. 45,00 € im Monat) und hoffe, damit meine Telefonrechnung deutlich zu reduzieren. Immerhin schlägt mein Handy jeden Monat nochmal mit ca. 50,00 € zu Buche (200 Freiminuten, weil mein Freund kein Festnetz hat). Naja, und seit einem Jahr bin ich in einem Fitnessstudio, weil ich lt. Arzt dringend was für meinen Rücken tun muss und ich dort die meiste Motivation habe (ca. 55,00 €/Monat). Und nur 5,00 € pro Tag auszugeben (Essen etc.) ist nicht ganz einfach. Da muss man schon bei Aldi einkaufen und zum Mittag im Büro in die selbstgeschmierte Stulle beißen.

Da kann ich wirklich nur hoffen, dass ich mal später mehr verdiene. Denn verreisen ist was Tolles, das würde ich in Zukunft schon gern tun...

Auf jeden Fall vielen Dank nochmal für die Tipps. Werde also nochmal intensiv über andere Sparformen als den Riester nachdenken. Und nochmal mein allgemeines Konsumverhalten überdenken...

Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht

Sealove

Inaktiver User
26.11.2007, 09:58
Werde also nochmal intensiv über andere Sparformen als den Riester nachdenken.
der riester hat den vorteil, dass er dir bei zeitweiser arbeitslosigkeit nicht aufs vermoegen angerechnet wird und dass die sparbeitraege steuerfrei bleiben. achte darauf, wenn du dich ueber andere sparformen informierst. und die zuzahlungen des staates bei riester finde ich auch durchaus bedenkenswert.

allerdings musst du zusehen, dass du ueber den riestervertrag nur das sparst, was du als minimalsumme brauchst, um die vollen zuzahlungen zu bekommen. weiteres geld legst du besser anderswie an.

informiere dich auch mal ueber das thema betriebsrente - das bleibt auch steuerfrei und kann dir bei arbeitslosigkeit nicht weggenommen werden, ist in der auszahlungsphase aber freier als riester, die auszahlungen sind z.b. nicht an den wohnsitz in deutschland gebunden.

akademikerin
26.11.2007, 13:43
Es gibt ein ganz neues Sonderheft der Finanztest zum Thema Riester-Rente - das würde ich mir mal zulegen.

Was dein Fitnessstudio angeht: frag mal deine Krankenkasse, ob die das bezuschussen. Meine hat ein Bonusheft und ich kann einsparen, wenn ich alles mögliche mache. Nachschauen lohnt sich.

Und was das Telefonieren mit deinem Freund angeht: soll ER doch einen Handyvertrag machen, z.B. mit Zweitkarte, dann könnt ihr untereinander auch umsonst telefonieren. Ich habe einen (grossen) Base-Vertrag (90 Euro p.m. weil beruflich) und eine Zweitkarte dazu, die hat mein Freund, die kostet 10 Euro im Monat zusätzlich. AUch mit der einfachen Variante von Base (20/25 Euro p.m.) geht das. Und die Telefonate untereinander sind kostenlos sowie die ins Festnetz sowieso. Kann man gut mit sparen. Bei mir fallen damit fast 150 Euro p.m. weniger Telefonkosten an, weil ich meistens über Handy telefoniere (muss, weil zuviel unterwegs).

Und die Suche nach einem Nebenjob weiterverfolgen. Im übrigen gibt es Riester-Verträge mit Fondslösungen, die sehr gut abschneiden in der Wertentwicklung. GANZ sicher würde ich niemals eine Versicherung dazu abschliessen.

Ebayfan
26.11.2007, 15:48
Wie wäre es denn mit einer kleinen, aber feinen Immobilie? Die wird auch nicht auf die Sozialhilfe angerechnet. Man wohnt im Alter mietfrei und kann trotzdem noch Grundsicherung (ich glaube, so nennt sich die Sozialhilfe für Rentner) beantragen.

Meine Immobilie konnte ich auch über Zeiten der Arbeitslosigkeit rüberretten. Geldvermögen wäre viel schwieriger gewesen. Und ich wohne bereits heute (15 Jahre nach dem Kauf) mietfrei, abgesehen von einer Instandhaltungsrücklage und den Betriebskosten.

Bei Immoblilien sollte man aber die Maximalgröße beachten, wenn irgendwann Hartz IV oder Gundsicherung o.ä. ins Spiel kommen könnten. Die liegt aber höher als bei Mietwohnungen.

Allerdings sollte man bei all diesen Ansparmodellen nicht vergessen, dass sich unsere Gesetze alle Nase lang ändern und Entscheidungen, die heute gut und richtig sind, vielleicht in 10 - 30 Jahren ganz anders aussehen können.

Deshalb würde ich - ganz egal, was ich machen würde - immer darauf achten, dass das Vermögen im Notfall umschichtbar ist.

Stell Dir nur vor, Du schließt einen Vertrag nach heutigen Bedingungen ab, der eine Auszahlung zum Renteneintrittsalter von 65 vorsieht und der Gesetzgeber ändert das auf 75. Dann schaust Du 10 Jahre lang in die Röhre. Bei Aktien, Fonds, Immoblilien oder Matratzengeld wäre das egal, aber ein Riester-Vertrag????

Flexibilität ist für mich das A und O seitdem ich mitansehen musste, wie meine Mutter mit 60 starb - kurz nachdem die Rente durch war. Jahrzehntelang einbezahlt - und wofür? Immerhin ging es "nur" um die gesetzliche Rente und ihre Immobilie hatte sie schon vorher nutzen können. Zum Glück!

Inaktiver User
27.11.2007, 10:46
der riester hat den vorteil, dass er dir bei zeitweiser arbeitslosigkeit nicht aufs vermoegen angerechnet wird und dass die sparbeitraege steuerfrei bleiben. achte darauf, wenn du dich ueber andere sparformen informierst. und die zuzahlungen des staates bei riester finde ich auch durchaus bedenkenswert.

allerdings musst du zusehen, dass du ueber den riestervertrag nur das sparst, was du als minimalsumme brauchst, um die vollen zuzahlungen zu bekommen. weiteres geld legst du besser anderswie an.

informiere dich auch mal ueber das thema betriebsrente - das bleibt auch steuerfrei und kann dir bei arbeitslosigkeit nicht weggenommen werden, ist in der auszahlungsphase aber freier als riester, die auszahlungen sind z.b. nicht an den wohnsitz in deutschland gebunden.


Generell würde ich die betriebliche Altersversorung auch dem Riestern vorziehen, auch wenn ich damit einigen Riester-Befürwortern hier wieder mal auf den Schlips trete :lachen:

Vermögen wird Dir auch bei anderen Anlageformen bei Arbeitslosigkeit nur angerechnet, wenn es bestimmte Freigrenzen überschreitet. Diese Freigrenzen kannst Du ruhig nutzen und gegebenenfalls danach weitere Lösungen anstreben. So bleibst Du noch einige Zeit flexibel, denn mit 32 ist die Lebensplanung ja noch lange nicht abgeschlossen. Eine größere Ausgabe oder Unglücksfall kann Dich derzeit finanziell noch ganz schön aus der Spur werfen.
Sich Gedanken um die Rente zu machen ist ja ganz schön, aber derzeit solltest Du Dir vielleicht erstmal Gedanken um die finanzielle Seite der Gegenwart machen. Geld, das Du im Rahmen der o.g. Freigrenzen zurücklegst und das nicht gebraucht wird, kannst Du später auch als Altersvorsorge-Baustein verwenden.

Grundsätzlich ist aber zu sagen, daß Du auch in anderer Sache aktiv werden solltest. Dir bleibt in der gegenwärtigen Situation zu wenig finanzieller Spielraum um einigermaßen entspannt in die Zukunft blicken zu können. Welche Lösungen bieten sich an:

Kosten senken (hierauf möchte ich später nochmal kommen)
Einkommen steigern (meine Schwester (allein lebend, ohne Kinder) arbeitet als Küchenhilfe (ungelernt) in einem Krankenhaus und wird genauso entlohnt wie du, das kanns ja nicht sein...)


Die einfachste Form der Einkommenssteigerung und zugleich Möglichkeit zu Kapitalaufbau oder auch zur Altersvorsorge sind die VL (Vermögenswirksame Leistungen). In der Regel zahlt der Arbeitgeber einen Teil der Beiträge oder übernimmt diese ganz. Wer auf VL verzichtet, verschenkt also jeden Monat bares Geld und die staatliche Förderung darauf auch noch. Du solltest also zunächst einmal klären, was in Eurem Unternehmen an Arbeitgeberleistung möglich ist. Dann solltest Du die für Dich richtige Form der VL ermitteln. Umfangreiche Tipps hierzu gibts gern per PN.

Um Dein Einkommen langfristig zu steigern mußt Du erst einmal kostenlos feststellen, ob Du verdienst was Du verdienst (siehe Lohnspiegel (http://www.lohnspiegel.de/main/LohnundGehaltsCheck/) und/oder genz detailliert beim individuellen Gehalts-Check (http://personalmarkt.focus.de/gc.homegc.jsp). Beide sind kostenlos, letztere bieten aber auch kostenpflichtige Leistungen an (lasse Dich zu nichts überreden, was Dich Geld kostet).

Ich würde mir anschließend ein Zwischenzeugnis vom Arbeitgeber erstellen lassen (es gibt zwar kein gesetzlich geregeltes Recht darauf, aber in verschiedenen Situationen ist es vorgesehen) und dieses kostenlos analysieren. So kannst Du feststellen, ob Du noch wo nachlegen kannst/musst und wo Dein Arbeitgeber Deine Schwächen sieht (diese wären Argumente gegen eine Gehaltserhöhung). Du kannst dann Deine Schwächen ab- und Deine Stärken aufbauen und Dich bei Deinem Arbeitgeber positiv ins rechte Licht rücken.

Da die Anbieter von Arbeitszeugnis-Analysen fast alle nur gegen harte Währung analysieren, empfiehlt es sich, hierzu eine kostenlose Software (http://dlc.softwareload.de/dlfree/8068/1d51d575a8497bbfcfc9690d638d391a) (Free-/Shareware) zu downloaden. Notfalls hilft auch eine Checkliste (http://www.zeugnisportal.de/down/index.php?schnelltest.doc).
So kannst Du auch frühzeitig erkennen, wie Dein Arbeitgeber Dir gegenübersteht und gegebenenfalls Unklarheiten ausräumen. Kümmert man sich erst bei Jobverlust um ein mangelhaftes Zeugnis, kann das ganz schöne Lücken in den Lebenslauf reißen.

Gleichzeitig würde ich mich alternativ bei gleichen/ähnlichen Positionen bewerben um zu erkennen, wie mein Marktwert tatsächlich ist. Sollte dabei eine besser dotierte Stelle oder eine Chance ins Haus flattern, umso besser. Jedenfalls verhandelt es sich in Gehaltsfragen sehr viel besser, wenn man gegebenenfalls die eine oder andere Zusage in der Tasche hat...

Ganz interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Tipps der Bewerbungstrainer:

Video 1 (http://www.focus.de/jobs/karriere/karrierevideos/videotraining_aid_56554.html)
Video 2 (http://www.computerwoche.de/job_karriere/594080/)
Video 3 (http://www.berufsstrategie-hesseschrader.de/index.php?t=main&0=6&1=229&id=31)

Man muß Fehler ja nicht unbedingt selbst machen um daraus zu lernen :smile:

Eventuell gibt es im Zusammenhang mit einer Gehaltsverhandlung auch die Möglichkeit, das Thema betriebliche Altersversorung anzusprechen. Jeder Arbeitgeber ist ja verpflichtet, eine solche für die Arbeitnehmer zur Verfügung zu stellen (ob diese zum Einzelnen passt ist wieder eine andere Frage und ob man diesen Weg wählt, bleibt auch dem Arbeitnehmer überlassen).

Ein weiteres Argument in einer Gehaltsverhandlung, aber auch ein Instrument für jeden selbst, sein Einkommen ein wenig zu steigern ist die Wahl der richtigen Krankenkasse zum richtigen Verhandlungszeitpunkt. Es spart sich nämlich nicht nur der Arbeitnehmer bei der Wahl einer günstigeren Kasse den halben Beitragsvorteil sondern auch der Arbeitgeber. Wenn der AN also für den AG günstiger wird, warum sollte der AG nicht etwas von diesem kleinen Vorteil an den AN abgeben? Als Zünglein an der Wage immer wieder gut.

Aber auch generell sollte man eine günstige Kasse mit guten bis sehr guten Leistungen wählen. Gute Leistungen sind im Krankheitsfall unbezahlbar und günstige Beiträge tun dem Geldbeutel gut ;-)

Soviel zunächst mal zum Thema Einkommen. Für die Thematik "Kosten senken" gibts später noch einige wichtige Tipps

lg. justii