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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankentagegeldversicherung für Selbstständige/Freiberufler?



plueschtiger
06.11.2007, 16:38
Hallo,

mich interessiert, wie andere Selbstständige evtl. längere Krankheitszeiten absichern. Ich bin derzeit teils als Angestellte, teils freiberuflich tätig und über die Angestelltentätigkeit in der KV versichert mit entsprechendem Recht auf Krankengeld. Für meine freiberufliche Tätigkeit habe ich noch eine ergänzende Krankentagegeldversicherung bei einer PKV abgeschlossen.

Demnächst werde ich nur noch freiberuflich tätig sein. Ich hatte vor, dann in die PKV zu wechseln und die Krankentagegeldversicherung entsprechend aufzustocken. Ich weiß von einigen Kollegen, dass diese z. B. keine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen haben.
Ist meine Überlegung so unsinnig? Ich könnte ansonsten bein einer langwierigen Erkrankung nur den Gang zur ArGe antreten. Allerdings ist selbst bei einer Krankentagegeldversicherung eine 100 %ige Absicherung des bisherigen Einkommens auch nicht gegeben, da die Versicherung natürlich meine laufenden Betriebsausgaben nicht decken wird.

Viele Grüße

Inaktiver User
06.11.2007, 16:52
Hallo Plueschtiger.

Es ist zu prüfen, ob für Dich eine Krankentagegeldversicherung oder eine Existenz-Betriebsunterbrechungs-Versicherung die richtige Wahl ist.

Letztere sichert das Unternehmen für den Ausfall eines Verantwortlichen in entscheidender betrieblicher Position durch Krankheit oder Unfall - bereits bei 70% Arbeitsunfähigkeit (Details als PN).

Gruß justii

plueschtiger
08.11.2007, 10:36
Hallo Justii-g,

vielen Dank für den Tip. :blume: Ich war bislang immer der Meinung, diese Versicherungen würden nur in Fällen greifen, in denen der Geschäftsbetrieb z. B. wegen der Zerstörung der Geschäftsräume eingestellt werden muss.

Schade nur, dass mein Versicherungsmakler, der meine Versicherungen auf die aktuelle Situation anpassen soll, mich nicht darauf aufmerksam gemacht hat. :knatsch: Das wäre ja eigentlich seine Aufgabe.

Viele Grüße

Plüschtiger

Peter9
09.11.2007, 09:57
Hallo,

Allerdings ist selbst bei einer Krankentagegeldversicherung eine 100 %ige Absicherung des bisherigen Einkommens auch nicht gegeben, da die Versicherung natürlich meine laufenden Betriebsausgaben nicht decken wird.

Viele Grüße

Hallo,

auch aus diesem Grunde ist eine Krankenhaustagegeldversicherung, eine Versicherung auf die man am besten verzichtet.

Wer so krank ist, daß er monatelang im Krankenhaus verbringen muß, dem wird damit auch nicht geholfen.

Für wenige Tage oder Wochen spielt das Geld für die Existenz keine Rolle.
Also wozu???
Peter

Inaktiver User
09.11.2007, 12:05
Hallo,

ich glaube, hier geht etwas durcheinander.
Plueschtiger schreibt von einer Krankentagegeldversicherung und Peter9 jetzt von einer Krankenhaustagegeldversicherung.

Ich bin auch Freiberuflerin und in der GKV. Ich habe so einen Tarif gewählt, daß ich Krankengeld ab der 6. Woche Arbeitsunfähigkeit bekomme. Ein gewisses finanzielles Polster für die ersten Wochen sollte man schon haben.

Von so einer Betriebsunterbrechungsversicherung habe ich noch nichts gehört. Wenn das überhaupt für einen einzelnen Freiberufler infrage kommt, müßte man Beiträge und Auszahlung im Schadensfall mit der Krankentagegeldversicherung vergleichen.

Viele Grüße Melfeli

Inaktiver User
09.11.2007, 17:07
:-)

Diese kommt generell auch für Freiberufler in Frage.
Wie auch bei der Krankentagegeldversicherung (KT) ist die Existenz-Betriebsunterbrechungs-Versicherung auch von persönlichen Faktoren abhängig, so daß man dies pauschal nicht sagen kann.

Sicher ist jedoch, daß die Existenz-Betriebsunterbrechungs-Versicherung sehr viel mehr Risiken abdeckt als die KT.

Gruß justii

Inaktiver User
09.11.2007, 17:07
......

Schade nur, dass mein Versicherungsmakler, der meine Versicherungen auf die aktuelle Situation anpassen soll, mich nicht darauf aufmerksam gemacht hat. :knatsch: Das wäre ja eigentlich seine Aufgabe.
....

Stimmt, aber dafür bin ich ja da *lächel*

lg. justii

Peter9
14.11.2007, 22:19
Hallo,

ich glaube, hier geht etwas durcheinander.
Plueschtiger schreibt von einer Krankentagegeldversicherung und Peter9 jetzt von einer Krankenhaustagegeldversicherung.

Ich bin auch Freiberuflerin und in der GKV. Ich habe so einen Tarif gewählt, daß ich Krankengeld ab der 6. Woche Arbeitsunfähigkeit bekomme. Ein gewisses finanzielles Polster für die ersten Wochen sollte man schon haben.

Von so einer Betriebsunterbrechungsversicherung habe ich noch nichts gehört. Wenn das überhaupt für einen einzelnen Freiberufler infrage kommt, müßte man Beiträge und Auszahlung im Schadensfall mit der Krankentagegeldversicherung vergleichen.

Viele Grüße Melfeli

Entschuldigung!!

Ich habe die Begriffe nicht klar getrennt und garnicht gemerkt, daß es da noch eine gab, mit ähnlicher Zielrichtung.
Aber im Grundsatz denke ich, ist eine Versicherung für einige Tage nicht sinnvoll.

Wer mehr als 6 Wochen krank ist, hat vermutlich andere , größere Sorgen.
Ob ihm da die "Lohnfortzahlung (nenne ich hetzt mal so), wirklich hilft. Es mag natürlich schön sein, wenn man da etwas bekommt. Wenn man es bekommt.

Ich habe ja gerade feststellen müssen, wie sich Versicherungen um die Leistung drücken. Besser man hat es selbst auf dem Konto.
Aber das wird bei den heutigen Steuern und immer gründlicheren Nachforschungen des FAes immer schwieriger.

Gruß

Peter

plueschtiger
15.11.2007, 10:43
Guten Morgen!

Mir geht es auch nicht um die Absicherung für einige Tage Krankheit. Die Krankentagegeldversicherung, die ich jetzt erstmal etwas aufgestockt habe, greift auch erst ab dem 43. Krankheitstag.

Im Grunde genommen würde bei mir der Verdienstausfall ohnehin erst Wochen oder Monate nach der "Ausfallzeit" eintreten. Eine längere Krankheit wäre ohnehin fatal, würde für mich einen deutlichen beruflichen Rückschritt bzw. Einbruch bedeuten. Deshalb bin ich mir auch noch nicht so schlüssig, wieweit ich das Risiko des Verdienstausfalls absichern soll. Mit dem Krankentagegeld könnte ich wenigstens die nötigsten privaten Dinge wie Miete usw. bestreiten. Die Betriebsausgaben müsste ich schlimmstenfalls deutlich herunterfahren, z. B. durch Kündigung des Mietvertrages für die Büroräume etc. Einen Neustart nach langer Krankheit könnte ich in meinem Beruf theoretisch auch von meiner Wohnung aus starten.

Gegen jegliches Risiko kann man sich nunmal leider nicht absichern oder eben nur zu einem recht hohen Preis.