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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spinnenangst



mamaan
05.11.2007, 10:45
Hallo an alle,

ich suche Euch, die wie ich eine panische Angst vor Spinnen haben. Ich möchte mal mit jemanden kommunizieren, der mich nicht für total bekloppt hält.

Ständig hört man immer nur, man soll sich nicht so anstellen usw., das ist echt leicht gesagt, wenn man nicht davon betroffen ist. Bei mir ist es echt schon stark ausgeprägt, gebe ich ja zu.

Mal ein Bespiel: Jetzt im Herbst ist ja wieder Krabbelzeit und ich werde schlecht meinen Tatter wieder los:-) Stichwort: Waschküche, aha! Jeder Arachnophobiker weiss was los ist. Leider muss ich täglich in obige, da unsere Familie aus 6 Köpfen besteht. Letztens ist mir dort unten wieder so ein Prachtexemplar von Kellerspinne begegnet. Ich merke dann nur noch wie eine Klappe bei mir runtergeht, die Luft wegbleibt und nur noch eins wichtig ist: Flucht...

Ich kann mich dann auch nicht zusammenreissen und mir sagen, wie nützlich diese Tierchen doch sind, die hat mehr Angst vor mir etc. geht nicht! Ich kann sie ja noch nicht mal irgendwie raussetzen, mit z.B. so einem Spider-Catcher oder ähnlichem. Einfach nur weg!!

Das schränkt einen schon total ein und mich nervt es ja auch gewaltig. Ein Therapeut würde sich die Zähne an mir ausbeissen, dass weiss ich. Alleine das Wort Konfrontation, mit Spinnen??? Nie im Leben!

Mir würde es schon helfen, wenn ich wüsste, es geht mehreren so wie mir...

LG von Mamaan

Ila
05.11.2007, 10:56
was musst du denn für sechs Köpfe in der waschküche waschen?:wie?: :wie?: :freches grinsen:

tschuldigung. ich versteh dich. wenn ich so einem schnuckelchen begegne (durchaus noch auf distanz) stoße ich erst mal einen schrei aus, als würde ich unvermittelt von dracula attackiert. Weil mein edler Ritter auf dem Schimmel erstens nicht reiten kann, zweitens keinen weißen Schimmel besitzt und bis xtens JEDESMAL mit einer A...ruhe und größtem Unverständnis reagiert, muss ich selber tapfer sein; das de-sensibilisiert irgendwann tatsächlich ETWAS. Und als mi tatsächlich mal so ein Vieh über den Nacken gekrabbelt ist, hätte ich eigentlich von Rechts wegen einem Herzschlag erliegen müssen. Tatsächlich war Mr. Spider bereits wieder weg, als ich kapiert hatte, was da vor sich gegangen war.

Auch du wirst den Schauplatz der Aug-in-Auge-Konfrontation vielleicht nicht als Siegerin, aber doch in aufrechter Haltng verlassen.

Es gibt hier (http://http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=67622&highlight=Spinnenangst) noch einen netten Fred dazu....ups - klappt auf diesem läppi nicht: such mal spinnen+staubsauger:freches grinsen:

mamaan
05.11.2007, 11:22
Hallo Ila,

danke für Deine Antwort!

Na, ne Unmenge Wäsche halt, meine Jungs können sich immer einsauen, wahnsinn...

Spinnen und Staubsauger - das lass ich lieber - ich kann mir ja noch nicht mal Bilder anschauen von den Viechern. Ich hatte mal im Forum Spinnenangst durchsucht und habe einen alten Thread gefunden, in dem etwas von einer Tegenaria erzählt wurde. Ich war ja mal neugierig - der Laptop klappte so schnell wie noch nie zu!!

LG Mamaan

outing
05.11.2007, 11:23
Huhu Ila,
Ich beschäftige mich gerade (allerdings aus anderen Gründen) mit einer sehr effektiven Heil/Selbstheilungsmethode namens EFT (Klopfakupressur)....
Ich habe selber leider (oder Gott sei Dank) keine Phobien, aber in der Beschreibung und in den Erfahrungsgeschichten habe ich gelesen, daß es SEHR gut gegen Phobien helfen soll. Und es ist einfach, kostet nix und geht schnell...
Ich selber habe schon hartnäckige körperliche Beschwerden damit innerhalb kürzester Zeit verschwinden lassen.... Wenn Du also was dran machen willst, würde sich evtl. ein Blick auf diese Methode lohnen... Bei Amazon gibt es auch ne Menge Bücher... einfach EFT suchen....

Viel Glück!
outing

Ila
05.11.2007, 11:29
H
Na, ne Unmenge Wäsche halt, meine Jungs können sich immer einsauen, wahnsinn...



das können zwei auch schon. und mit einem davon bin ich verheiratet:knatsch:. aber beide erst vom kopf abwärts:smirksmile:

Nocturna
05.11.2007, 14:32
Ist es dein Haus?
Falls ja, würde ich dir raten Geld in Kellerlichtschachtabdeckungen (tolles Wort) zu investieren.

Seitdem wir ein feinmaschiges Drahtgitter auf allen unseren Lichtschächten haben, ist mit dem jährlichen Herbsteinzug der Spinnen Schluss.

mamaan
05.11.2007, 16:59
Hallo Nocturna,

nein, wir wohnen leider in einer Mietwohnung, aber es hört sich echt verlockend an, das hätte ich gerne an jeder kleinen Ritze, wo die Viecher so durchschlüpfen können. Ich habe schon unsere gesamten Fenster mit Fliegengitter "verschönert", aber bestimmt nicht wegen der Fliegen:-)

claudya22
10.11.2007, 13:54
ICh habe auch panische Angst vor spinnen. Diese Mistviecher sind echt der Horror. Ich erschricke sogar vor unechten Halloween spinnen...
Waschküche ist für mich auf der Horror, und das schlimme ist die Wäsche wird bei uns auf dem Dachboden aufgehängt... Das ist auch nochmal der Horror, dort ist es dunkel, man sieht Netze der Spinnen aber keine Spinnen... Und dann klopft mein Herz fast 15 Minuten (bis ich die wäsche aufgehängt habe) und dann renne ich raus. Ja wirklich ich renne raus... Zum Glück wechseln uns mein Schatz und ich ab, so dass ich nicht jede Woche muss. Z.b. der Waschküchenschlüssel hängt hinter der Türe in der ecke, einmal war dort so ein Vieh und ich konnte den schlüssel natürlich nicht nehmen, bin so erschrocken dass mein herz mega klopfte und ich fast anfing zu weinen. Und so richtig nervös wurde ich, dann ging ich nach oben in die WOhnung und sagte meinem Schatz er muss die spinne wegnehmen (er hat keine angst, zum glück!) dann kam er und hat sie weggenommen.
Ich mache auch manchmal die "Eckenkontrolle" :lachen: Das heisst in der wäschküche gucke ich in jede Ecke ob irgendwo so ein Vieh ist... Wenn eins dort ist, wenns weit weg von mir ist und es sich nicht bewegt, dann ganz schnell wäsche in maschine, pulver rein und knopf drücken und dann ganz schnell raus...
Unsere Wohnung liegt auch im Grünen, der Wald ist praktisch hinter uns, und einen kleineren Bach haben wir auch in der Nähe und viele Bäume, Pflanzen, Strächer und Blumen, zum Glück sind wir nicht im Parterre, wir sind im 1. Stock, doch auch da kommen solche Viecher manchmal in die wohnung rein. Einmal war einer auf meinem Nachttisch, so ein ekliger ca 4 Cm gross, schwart mit langen beinen. MEin Gott, mein Horror... ICh wollte gerade ins Bett und als ich das Nachttisch licht anmachte sah ich das Ding das herumlief. Ich schrie auf, hüpfte aus dem Bett und mein Schatz musste mal wieder ran das Ding zu entfernen.
Einmal war ein Riesenvieh im wohnzimmer,das kam von der Terrasse rein, das war im Spätsommer, anfangs September, ich habe es zuerst nicht gesehen und hab in aller ruh TV geschaut, dann sah ich plötzlich an der Wand einen riesigen Schatten, der 8 Beine zeigte.... Von der lIchtstellung her sah man den schatten. Nur schon vom Schatten bin ich erschrocken... Dann guckte ich nach Rechts auf das Möbelstück und da drauf war ein ca 4-5 cm grosses, schwarzes Ding, mit riesigen dicken beinen.... oh gott. schon nur wenn ich daran denke, klopft mein herz wieder. Dann rief ich wieder mein Schatz und er musste das Ding entfernen.

Einmal hatte ich Pech und mein SChatz war nicht da.... Was habe ich gemacht? Der Spinne das Zimmer überlassen. Ja so mache ich das, ich flüchte vor denen. Ich wollte zwar meine Lieblingsserie schauen, aber als ich so ein Ding am Boden rumkrabbeln sah verlies ich das Wohnzimmer, schloss die Türe und ging lieber an den PC. Mein Schatz musste Abends das Ding suchen, denn sonst kann ich nicht mehr ins Wohnzimmer rein...
Es ist echt Horror, ich hasse Spinnen... DIe sind so eklig und horrormässig.

Inaktiver User
17.11.2007, 19:31
Hallo ;)

Das ging mir früher genauso, ist mittlerweile aber ein bisschen besser geworden. Wenn sich so eine Tegenaria in meine Wohnung verirrt, bekomme ich nicht mehr einen Schreikrampf, aber mit anfassen oder Glas drüberstülpen ist ab einer gewissen Größe auch nix. ;)

Was mir tatsächlich geholfen hat, war, dass ich mir im Internet öfter mal so Spinnenseiten angeschaut habe. Und dann habe ich mir vor Jahren eine Gummispinne gekauft, die relativ echt aussieht. Habe ihr sogar einen Namen gegeben. ;)

Am Anfang habe ich mich selbst davor geekelt, aber mit der Zeit hat mich das wirklich ein bisschen desensibilisiert. Fotos und Gummispinnen haben zumindest den Vorteil, dass sie sich nicht plötzlich anfangen zu bewegen, das macht schon eine Menge aus. Kann es nur jedem empfehlen, Schritt für Schritt. Von einer echten Schocktherapie halte ich auch nichts, wäre für mich nicht in Frage gekommen. Obwohl es ja helfen soll. Langsame Gewöhnung hilft aber auch. Die dünnen Zitterspinnen machen mir mittlerweile fast gar nichts mehr aus. Und ansonsten lasse ich die Fenster im Herbst einfach nicht gekippt.

LG
cornflake

Nocturna
18.11.2007, 21:26
Ich habe es ähnlich wie Cornflake gemacht. Man muss sich aktiv mit seiner Angst auseinandersetzen und langsam seine Angstschwelle abbauen.

Ich habe mich gezwungen Spinnen aller Varianten im Internet zu betrachten. Ein paar Spinnenarten gingen gleich von Anfang recht gut, andere wie eben auch unsere liebe Tegenaria kosten Überwindung.

Merkmale seiner „Lieblingsspinne“ erlernen, Größe, Form, Unterscheidung Männchen – Weibchen, Verhalten, Besonderheiten. Je trockener der Stoff, umso mehr hat mich das an ermüdende Schulstunden erinnert und ich konnte mich neutraler mit dem Thema beschäftigen.

Unbedingt eine kleine Plastikspinne besorgen. Martha (meine Tegenaria-Nachbildung) sitzt seit vielen Monaten auf meinem Schreibtisch, an meinem Stifteköcher, auf dem Zifferblatt der Uhr, jetzt aktuell am oberen rechten Bildschirmrand.

Es hilft. Hat es mich noch die ersten zwei Wochen geschaudert, wenn ich beim Nachdenken plötzlich die Spinne ins Blickfeld bekam, gehört sie jetzt zu meiner Büroausstattung. Ich nehme sie aktiv nicht mehr war, der Schatten meiner Plastikspinne auf dem Bildschirm löst keine Panik- und Alarmsignale mehr aus.

Es sind wirklich diese kleinen Schritte, die helfen. Man muss auch bereit sein, für sich zu realisieren, dass es keine Wunder gibt, die einem den Spinnengraus über Nacht nehmen. Zudem habe ich die Abhängigkeit dick bekommen, die man hat, wenn man darauf angewiesen ist, dass einem ein Partner eine Spinne entfernt.

Ich bin heute noch weit davon entfernt, die Viecherl zu lieben, aber ich kann allein handeln. Ich nehme meinen Spidercatcher und versuch das Tier zu fangen. Wenn es, wie neulich, im Wohnzimmer entwischt, kann ich tatsächlich damit leben und darauf warten, dass es am nächsten Tag woanders sitzt, wo ich es erwischen kann.

Almira
19.11.2007, 06:01
Mir würde es schon helfen, wenn ich wüsste, es geht mehreren so wie mir...
Ja? Also, das mag ja dabei helfen, sich weniger blöd mit der Phobie zu fühlen, aber an der phobischen Reaktion ändert es, glaub ich, nix.

Gut, also: Ich hab auch eine Arachnophobie. Die hat im Laufe der Zeit deutlich abgenommen, Panik krieg ich nur noch bei Konfrontation mit genau einer Sorte. Ist das vielleicht die oben erwähnte Tegenaria? Sie sind meist groß und dunkel, haben dicke Beine, kommen besonders im Herbst in die Häuser, können sehr schnell laufen und scheinen nach meiner Beobachtung keine Netze zu bauen. Dünnbeinige Spinnen, Kreuzspinnen, die ja auch oft ziemlich kräftig gebaut sind, selbst riesige Vogelspinnen, wirken nicht so auf mich. Ich find sie nicht hübsch, kann sie aber notfalls sogar berühren (bei Vogelspinnen hab ich das noch nicht ausprobiert).
Bei meinen Angstspinnen ist es so, dass ich mich sehr unwohl fühle, wenn ich weniger als 1 m Abstand zu ihnen habe. Ich kriege Herzrasen, einen Schweißausbruch und werde blass. Es ist mir auch unangenehm, sie aus größerer Entfernung zu betrachten und ich mag nichts berühren, was sie vorher berührt haben.

Ich glaube, dass eine Therapie ohne Konfrontation wenig Erfolg verspricht, wenn du das Problem wirklich loswerden willst. Ich fand es bisher für mich nicht notwendig, mir das anzutun, weil es mich nicht allzusehr belastet. Ich meine, dass ich der Panik leichter ausweichen kann, meine Handlungsfähigkeit durch die Phobie viel weniger eingeschränkt ist, als wenn ich beispielsweise an Klaustrophobie oder Agoraphobie litte.

Was mir geholfen hat:

Ich habe gehört, dass sie Kontakt zu Warmblütern meiden. Sitzen sie an meiner Kleidung, fallen auf mich oder laufen mir über Hände oder Füße, ist das ein echter Unfall. Bemerken sie einen Warmblüter, gehen sie auf Abstand, wenn es ihnen möglich ist.
Da ich die einzige erwachsene Person in unserem Haushalt bin und mein Kind auch Angst hat, musste ich schon öfter mal Spinnen aus dem Haus befördern. Das war mir jedesmal schrecklich, aber eben von mal zu mal auch immer ein kleines bisschen weniger schlimm. Ich mag sie nicht umbringen - was können die Viecher zu meiner blöden Phobie? Also stülpe ich ein nicht zu kleines Glas drüber, schiebe einen dünnen, festen Karton dahinter, trage alles zusammen raus. Dazu muss ich sie aus der Nähe betrachten - scheußlich, aber mittlerweile immerhin möglich. Bei den ersten Versuchen hatte ich solche Angst davor, dass der Pappdeckel verrutscht, dass ich das Glas mit Tesa-Krepp daran festgeklebt habe, den ich zum Freilassen wieder abziehen konnte. Damit nichts schiefgeht, brauche ich dazu absolute Ruhe und gehe langsam und vorsichtig vor. Es ist mir wichtig, dass ich die Situation unter Kontrolle behalte.
Der Dokumentarfilm über Spinnen von Horst Stern, der vor vielen Jahren im Fernsehen lief, hat mir sehr geholfen. Ich fand es zwar auch stressig, mir das anzusehen, aber Faszination hat einen Teil meiner Angst ersetzt.
Ich hab in einem Radiobericht gehört, dass Forschungsergebnisse es wahrscheinlich erscheinen lassen, dass Arachnophobie angeboren und neurophysiologisch nachweisbar sei. Es sei nämlich so, dass es ja früher mal, als Menschen noch in Höhlen wohnten, notwendig war, Krabbelviecher leicht und schnell zu erkennen. Bei manchen Menschen sei diese Fähigkeit ausgeprägter als bei anderen, und das sei bis heute so. Und die, die sie besonders leicht bemerken, seien eben auch die, die mit besonderer Abneigung drauf reagieren. Weiß der Himmel, ob die Theorie stimmt, jedenfalls hat sie mir dabei geholfen, weniger mit mir und meiner Angst zu hadern.

Nocturna
19.11.2007, 08:46
Panik krieg ich nur noch bei Konfrontation mit genau einer Sorte. Ist das vielleicht die oben erwähnte Tegenaria? Sie sind meist groß und dunkel, haben dicke Beine, kommen besonders im Herbst in die Häuser, können sehr schnell laufen und scheinen nach meiner Beobachtung keine Netze zu bauen.[/LIST]
Tegenaria atrica, große Winkelspinne. Ich verzichte auf eine Verlinkung. :freches grinsen:

Sie gehört zu den schnellsten Spinnen der Welt, kann aber an glatten Wänden nicht klettern, weswegen eine Badewanne eine echte Spinnenfalle ist, aber solange es keine Taschenbadewannen gibt, hilft das auch nix. :smirksmile:

Ihr größter Feind ist neben dem Menschen übrigens die große Zitterspinne (die so klapperig aussehen und wackeln, wenn man ihr Netz berührt). Also vielleicht eine Zitterspinne tolerieren in der Hoffnung, dass sie die Tegenaria verspeist? :ooooh:

Es sei nämlich so, dass es ja früher mal, als Menschen noch in Höhlen wohnten, notwendig war, Krabbelviecher leicht und schnell zu erkennen. Bei manchen Menschen sei diese Fähigkeit ausgeprägter als bei anderen, und das sei bis heute so. Und die, die sie besonders leicht bemerken, seien eben auch die, die mit besonderer Abneigung drauf reagieren. [/LIST]
In der Steinzeit wäre ich eine geachtete Spinnenentdeckerin meines Stammes gewesen. Ich habe eine Antenne für sie. Oft betrete ich einen fremden Raum, habe das Gefühl, dass da eine Spinne ist, drehe ich mich um und sehe sie auf den ersten Blick.

Inaktiver User
19.11.2007, 10:39
Ich habe gehört, dass sie Kontakt zu Warmblütern meiden. Sitzen sie an meiner Kleidung, fallen auf mich oder laufen mir über Hände oder Füße, ist das ein echter Unfall. Bemerken sie einen Warmblüter, gehen sie auf Abstand, wenn es ihnen möglich ist.

Ist das wirklich so?
Ich hatte im Sommer letzten Jahres mal so ein Erlebnis: ich lag im Bett, der Hitze wegen so gut wie nichts an. Da spürte ich so ein fieses Kitzeln auf dem Rücken, strich schlafend mit der Hand darüber, und dann war es weg. Ein paar Minuten lang. Dann ging es wieder los.
Das Ganze ein paarmal, bis ich wirklich wach war und erstmal aufstand und etwas anderes machte. Als ich dann ins Bett zurückwollte und die Decke hochhob, sah ich ein recht ansehnliches Vieh darüberhuschen...

Ich kann nicht beschwören, dass wirklich alle paar Minuten dieses Ding auf meinem Rücken saß (habe es ja nicht gesehen), aber das Kitzeln hatte ich mir nicht eingebildet; ich war ja davon aufgewacht.
Meine Theorie: ich hatte geschwitzt, und die Spinne hatte Durst. Sie wurde zwar immer wieder gestört, aber die Feuchtigkeit meiner Haut lockte sie immer wieder an.
Keine schöne Vorstellung, aber wegen ihres Feuchtigkeitsbedarfs sitzen sie ja auch immer wieder in Waschbecken, Badewannen etc.

Meine Spinnenphobie ist auch mäßig ausgeprägt. Bei genügend Abstand mache ich keine Welle, schaffe es aber auch nicht, sie eigenhändig rauszubefördern oder zu töten (Ausnahme: Zitterspinnen, die leicht und träge genug für den Staubsauger sind), und in einem Raum zu schlafen, von dem ich weiß, es sitzt eine Spinne darin: keine Chance.

An den Erfolg so einer Konfrontationstherapie glaube ich nur bedingt. Kommt wohl auf den Einzelnen an, aber so ein rein behavioristischer Ansatz greift bei mir wohl nicht tief genug.
Ich kann mir Spinnen sehr gut hinter Glas oder im Fernsehen ansehen (passiert einem ja auch oft genug als Biologiestudentin), aber wenn so ein Ding in meinem Zimmer sitzt und es ist größer als ca. einen Zentimeter, dann ist bei mir Ende im Gelände.

Ila
19.11.2007, 10:52
uuäääääääääääääää!!!!

Inaktiver User
19.11.2007, 11:53
Das mit den Zitterspinnen habe ich auch irgendwo gelesen. Seitdem sind sie meine besten Freunde. :smile:

Wenn jemand übrigens mal die Geschwindigkeit so einer Tegenaria in Echtzeit erleben oder 'üben' will ... einfach mal nach 'tegenaria' und 'egon' googeln. Da hat jemand ein Video einer ziemlich großen Hausspinne online gestellt. Immer wieder gut für einen Adrenalinkick. Aber nix für Anfänger. :ooooh: :freches grinsen:

Nocturna
19.11.2007, 12:15
Egon ist beeindruckend, ich habe ihn mir auch schon tapfer begutachtet. :freches grinsen:

Almira
19.11.2007, 23:45
'egon'
:ooooh: Ohgottohgott!!!

Almira
20.11.2007, 00:01
@ComaDivine
Also die Theorie mit dem Schweißdurst hast du dir doch bloß ausgedacht, um uns zu ärgern! Ich möchte bitte wirklich lieber glauben, dass Spinnen vor Warmblütern fliehen und dass es einfach Pech ist, wenn sie im Hemd oder Bett Zuflucht gesucht haben, bevor ich mich dazugesellt habe. In dem Bericht hieß es nämlich, dass sie die Körperwärme spüren und auf Abstand gehen.

Die Zitterspinnen umzubringen, finde ich nicht wirklich nötig, aber vor denen hab ich ja nun auch nicht sooo viel Angst. Diejenigen, die es schaffen, können ja bei Gelegenheit mal folgendes ausprobieren: Ich fische die mit einer großen Rührschüssel (so ein Plastikding mit Griff außen) mit einer großen Portion ihres Netzes aus demselben und trage sie auf den Balkon. Dabei schüttele ich die Schüssel die ganze Zeit ein wenig; damit sind sie beschäftigt, wibbeln halt im Netz und haben keine Gelegenheit loszurennen, schaffen also auf keinen Fall den Weg bis zu meiner Hand, zu der sie ja, wie ich glaube, sowieso nicht wollen. Draußen schüttele ich sie mit einer beherzten Bewegung von mir weg aus der Schüssel. Das geht gut!

Inaktiver User
20.11.2007, 08:43
Sicher ist das nur meine Theorie.

Vielleicht war es auch nur Zufall, dass es kribbelte und hinterher eine Spinne übers Bett rannte (übrigens war sie etwas kleiner als eine Tegenaria, etwas gedrungener aber immernoch pechschwarz und sehr fix). Vielleicht hat mir auch bloß meine Wahrnehmung einen Streich gespielt; es war ja im Halbdunkeln, ich war müde und hatte keine Brille auf.

Aber immerhin hat das dazu geführt, dass ich mich um drei Uhr nachts zu Fuß auf den Weg zur Dienststelle meines damaligen Freundes machte und ihm den Rest der Zeit da Gesellschaft leistete. In seinem Zimmer (woanders konnte ich in der Wohnung nicht hin, von wegen WG) konnte ich so jedenfalls nicht bleiben.

Beim späteren Durchsuchen seines Zimmers fanden wir hinterher auch nichts Viecheriges mehr. Trotzdem, schön war das alles nicht. :smirksmile:

Achso, und wenn du eine in abgelegten Klamotten findest, hat das definitiv eher was mit Zufluchtsuchen im Dunkeln zu tun, da mach dir mal keine Gedanken.

lucky716
20.11.2007, 10:47
Egon ist beeindruckend

Ein entfernter Verwandter von Egon saß vor ein paar Jahren mal an der Decke über meinem Bett. Ich wollte ihn mit einem Wischmop einfangen. Er ist mit einem Sprung geflüchtet ...












leider direkt auf meinen nackten Oberarm :ooooh: .
Ich bin ihn leider erst wieder im Wohnzimmer losgeworden. Mich gruselts noch heute.
Die kleinen Spinnenarten kann ich anfassen, die Zitterspinnen auch. Ich kann mir auch ohne Probleme eine Vogelspinne in einem Terrarium ansehen.
Aber ich hasse Tegenaria, und ich glaube nicht, dass ich Spinnenphobikerin bin.

LG
Lucky

Ila
20.11.2007, 11:05
ich schon. aber ich weiß inzwischen, dass man die Begegnung überlebt

Nocturna
20.11.2007, 16:50
Ich lach mich schlapp. :lachen:

Heute ist unsere allseits beliebte Tegenaria atrica zur Spinne des Jahres 2008 gekürt worden!

Artikel (http://idw-online.de/pages/de/news236356) - Vorsicht , enthält Bild.

Inaktiver User
20.11.2007, 20:17
Na dann, herzlichen Glückwunsch. :knatsch:

Inaktiver User
20.11.2007, 21:29
Ich hatte auch eine durchaus panische Angst vor Spinnen, aber vor 12 Jahren hatte ich ein einschneidendes Erlebnis in Mexiko, was mich die ganze Sache nochmals ueberdenken hat lassen ... man setzte mir unvermittelt eine Kreuzspinne auf´s Bein (wirklich, ich schwoer's) und die krabbelte dann hoch bis ca. Kinnhoehe. Bis sie da oben war, da focht ich allerhand fuer Kaempfe mit mir aus, ich konnte mich anfangs nicht mehr bewegen vor Panik, aber der Typ, dem die Spinne gehoerte .. der beruhigte mich und meinte, es koenne nix passieren .. ich hielt es aus. Es war fuerchterlich. Muss aber sagen, dass ich seitdem diesen Kameraden ein ganzes Stueck gelassener begegne. Die Spinne, die ich ueberlebt habe, war gross, dunkelbraun und mit langen, haarigen Beinen ... grauselig.

Lunita

Ich krieg heute noch Gaensehaut, wenn ich nur daran denke ... brrrrr :knatsch:

lisa.61
31.12.2007, 12:10
Hallo zusammen,

ich habe diesen Strang leider erst heute entdeckt und hoffe, dass hier überhaupt noch jemand liest.
Auch ich hatte eine schier entsetzliche Angst vor Spinnen. "Gelöst" habe ich das Problem durch Vermeidungsstrategie (Wohnungen nur ab 3. Etage, Insektenschutzgitter etc.). Vor 2 Jahren bin ich aber doch in eine Erdgeschoss-Whg. mit Terrasse und kleinem Garten gezogen und musste mich dem Problem irgendwie stellen. Meine erste Begegnung mit einer größeren Spinne an der Terrassentür (außen!!) war der blanke Horror. Ich konnte nur zittern, schwitzen und frieren gleichzeitig, aus der Wohnung fliehen und heulen.

Obwohl ich eine Therapie aus Angst vor Konfrontation immer abgelehnt hatte, hat mich die pure Verzweiflung doch zu einer Therapeutin getrieben. Und ich habe eine sehr verständnisvolle und liebe gefunden.
In der ersten Sitzung habe ich nur geübt, das Wort Spinne überhaupt auszusprechen (habe immer Krabbeltier oder Achtbeiner gesagt). Als Hausaufgabe musste ich eine aus 20 Stufen bestehende Angst-Skala erstellen - also eine aushaltbare Konfrontation mit einer Spinne bis hin zur absoluten Horrorversion. In der 2. Sitzung musste ich eine Spinne zeichnen, was mir - stark stilisiert - gelungen ist. Die Hausaufgabe war dann, 50 Spinnen mit schwarzem Filzstift auf ein A4-Blatt zu zeichnen. Auch das hat geklappt (mit schwitzigen Fingern zwar, aber immerhin).
Ich kann jetzt hier nicht jede einzelne Sitzung beschreiben, auf jeden Fall habe ich es geschafft, mich in ganz kleinen Schritten an den Anblick von Spinnen zu gewöhnen (erst kleine Illustrationen, dann Fotos, danach Plastikspinnen).
Im Sommer habe ich es geschafft, eine kleinere Spinne in meiner Wohnung mit einem Glas zu fangen und im Garten auszusetzen. Danach war ich so stolz auf mich, dass ich heulen musste.

Jetzt bin ich auf dem Niveau, dass mir Begegnungen mit mittelgroßen Spinnen nicht mehr allzu viel ausmachen. Ich kann Spinnen in der Natur betrachten, habe im Urlaub sogar eine selber fotografiert. Meine letzte Hürde ist noch nicht genommen, nämlich Vogelspinnen im Terrarium zu betrachten. Aber ich bin auf einem guten Weg dahin.

Ich kann jeder/m nur raten, so eine Therapie zu machen (zahlt bei mir sogar die KK). Habe etwa 15 Sitzungen gebraucht verteilt auf ein Jahr.

Allen einen schönen Jahreswechsel und ein gutes 2008
Grüße
Lisa

Novemberwind
22.09.2010, 18:13
Nanu, ich dachte schon, hier hat keine Angst vor Spiinnen, bis ich endlich diesen Strang fand.

Die Winkelspinne ist mein lebender Alptraum. Und sie ist mein Schicksal, denn ich wohne im Erdgeschoss eines Altbaus mit weinbelaubten Hauswänden. Hauptgewinn!
:ooooh:

Abgesehen davon fahre ich nur in solche Länder in Urlaub, in denen ich keine Spinnen über, sagen wir mal, 3 cm Grösse vermute. Bisher hatte ich Glück- ausser im heimischen Deutschland.

Schon beim Lesen eurer Beiträge hats mich gekribbelt und ich beäuge schon wieder die Wände....

Inaktiver User
23.09.2010, 03:45
Ich bin vor Kurzem in ein fremdes Land gezogen.
Dieses Wochenende habe ich (zum Glück draussen) eine Art Mini-tarantel entdeckt :ooooh:. Mich hat fast der Schlag getroffen.

Mir wurde dann mitgeteilt, DIESE Spinne sei harmlos (ächz). Aber andere (so dünne, schnelle) seien giftig. Und sie beissen gerne. Meist sterbe man aber nicht daran. :pfeifend:

Ich weiss nicht, was ich tue, wenn ich die erste Spinne in meiner Wohnung entdecke :knatsch:.

Bisher tröstete ich mich jeweils mit dem Gedanken, dass die Dinger wenigstens harmlos sind....aber jetzt???

Hilfe! :peinlich:

rockzee
23.09.2010, 07:27
Ich hasse sie auch!!! Und wenn man auch noch alleine wohnt, hat man ja niemanden, den man "vorschicken" kann. Und meine Katzen interessieren die Viecher ja net. Wenigstens setzt sich meine Katze direkt vor die Spinne, wenn sie eine GROSSE an der Wand entdeckt. Aber fressen ist nicht. Dann weiß ich sofort was los ist.

Früher bekam ich noch Schnappatmung und weiche Knie... mittlerweile bringe ich es schnell hinter mich ... Staubsauger holen und weg damit (und nein, sie überleben darin nicht!!) .... Ich muss das tun, ich schaffe es nicht, sie rauszutragen. Hilfe!!!!!! Ich bin froh, dass ich schon so weit bin und nicht mehr eine halbe Stunde brauche, bis ich agiere.

Gestern saß ich im Keller meines Chefs, war so schön am arbeiten... da sah ich sie, die große Spinne...bäääh.... sie krabbelte einmal rund um die Tische... Mein Chef war noch net, ich habe es zumindest geschafft, den Papiereimer über sie zu stülpen. Meinen Chef hat es köstlich amüsiert....

Louisa78
23.09.2010, 11:00
Oh Gott, alleine beim durchlesen von diesem Thread hab ich sooooooooo dick Gänsehaut bekommen. Ich hasse den Herbst extrem, weil dann die Zeit wieder losgeht, wenn die Viecher ins Haus kommen. Ich weiss, dass das ein ganz irrationale Angst ist, aber mir bleibt auch nur eins, wenn ich so ein Vieh entdecke: Flucht!!! Wohne auch Erdgeschoss, Altbau. Aber die nächste Wohnung wird garantiert 10. Stock Hochhaus ;-)

Ila
23.09.2010, 12:19
seufz, Loewenzahn....diese dinge gehören mit zu den gründen, warum ich im Land bleib:knatsch:

wildwusel
24.09.2010, 00:01
Ja, es geht mehreren so wie dir. Bei uns liegt Arachnophobie in der Familie...

Ich habe ein paar interessante Sachen über den möglichen Nutzen davon gelesen: Außer in Europa gibt es auf allen Kontinenten ernsthaft giftige Spinnen. Und ein Arachnophobiker merkt (das wurde ausprobiert) in einem Bruchteil der Zeit, den ein Normalo braucht, ob eine Spinne in der Nähe ist.

Hilft einem natürlich in Mitteleuropa gar nichts :-(

Ich habe mich mehrfach gegen eine Therapie entschieden, weil der Stress bei mir kumulativ ist. Für die erste Spinne des Herbstes hole ich genervt den Staubsauger, bei der fünften bin ich ein zitterndes Wrack und rufe im Hilfe. Ich kann fünf Minuten Blaubeeren sammeln, dann sind die Reserven an Widerstandskraft verbraucht. Es dauert Tage oder Wochen, bis sich die Widerstandskraft regeneriert hat, je nachdem, wie beansprucht sie war.

Meiner Ansicht nach ist es Blödsinn, von "Angst" vor Spinnen zu reden. "Angst" habe ich nicht vor Spinnen. Angst habe ich davor, daß mein Stammhirn jede höhere geistige Tätigkeit ausschaltet, den Blutdruck in den dunkelroten Bereich treibt, mir den Magen umkrempelt, und ich dann bei jedem Augen-Schließen Flashbacks kriege, und hallo, Adrenalin, schlafen kann ich morgen. Es ist, als würde das Gehirn kotzen. Ein schwacher Abklatsch davon ist, in den Kühlschrank zu greifen um einen Apfel rauszuholen und sich dann mit der Hand in dem vergessenen Auflaufrest von vor vier Wochen zu finden. So muß es dem Teufel mit dem Weihwasser gehen.

Und, ja, Kellerschachtabdeckungen. Vielleicht mal bei der Hausverwaltung mosern, daß das voll unhygienisch ist wenn der Wäschekeller voller Spinnenweben und Krabbeltiere... die müssen ja von was leben, das heißt ja wohl, daß auch Fliegen reinkommen, und vielleicht Kakerlaken, und wer weiß was noch, das ist ein Skandal! Könnte ja andere Mieter geben, denen das auch stinkt. (Bei uns werden die Spinnen im Eingangsbereich auch nur weggemacht, wenn ich wie jedes Jahr um diese Zeit bei der Verwaltung anrufe und mich beschwere, daß das verdreckt und vernachlässigt aussieht.) Meine Mutter hat in ihrem Haus Kellerschachtabdeckungen vom Fachmann montieren lassen, und seither ist die Achtbeinerquote von einer pro Tag auf drei im Jahr runter.

rockzee
24.09.2010, 12:37
Und ein Arachnophobiker merkt (das wurde ausprobiert) in einem Bruchteil der Zeit, den ein Normalo braucht, ob eine Spinne in der Nähe ist.


Ääääh ....... Ich habe aber auch dieses Gefühl, dass ich immer genau da hingucke, wo die Viecher sitzen! Und wenn nicht ich es bin, dann ist es mein Katze, die mich aufmerksam macht. :freches grinsen:

Früher bei meinen Eltern war das immer ganz witzig. So bald ich mal wieder ein fieses Vieh entdeckt hatte, habe ich ganz laut nach meinem Papa gerufen. Der wußte anhand der Tonlage sofort, dass es sich nur um eine Spinne handeln konnte... :freches grinsen:

Und als mal eine Freundin bei mir übernachtete, prankte an der Wand auch so ein nettes Exemplar. Nur nachts die Eltern wecken? Nee, geht mal gar net. Ich stand auf dem Schreibtisch und meine Freundin, selbst auch nicht gerade eine Spinnenfreundin, versuchte irgendwie das Vieh zu erschlagen.

Ich muss auch sagen, dass ich mich keiner Spinnen-Therapie stellen könnte. Wenn die im TV als zeigen, wie plötzlich eine Spontanheilung eintritt, wenn die Person eine Vogelspinne auf die Hand gesetzt bekommt... Ich weiß ja nicht. ;-) Außerdem geht es ja um die ekligen dicken, schwarzen Hausspinnen.... bäääh

Inaktiver User
24.09.2010, 18:34
Hallo,
ja die Zeit ist wieder reif, manchmal meine ich ich wohne in Spinnenhausen. IIIIIgitt!!! Und immer wenn ich allein bin, mein Mann geht vor mir aus dem Haus, der sieht und hört nix. Ich brauche nur nach meinen Schuhen, stehen untem im Kellergang (Kellerfenster von 1950 oder so, eigentlich bräuchte man gar keine, müssen sich die Spinnen nicht so durchquetschen, pfui) zu langen schon rennt was auf mich zu. Bin ja schon mutiger geworden und kann mit dem Schuh danach schlagen, früher habe ich immer gedacht die Spinne springt mich an oder krabbelt mir den Arm hoch. Wäre das einmal der Fall könnte man mich wegbringen. Mein Bruder hat mal, als ich noch Kind war, ca. 13-14 Jahre, gemeint er ist ganz lustig und hat so getan als würde er mir eine große Spinne hinterherschmeissen. Habe einen Nervenzusammenbruch bekommen, mit Heulkrampf über mehrere Stunden, meine Mutter meinte ich werd nicht mehr. Mit zunehmenden Alter härtet man ja ab, aber diese Angst nehm ich mit ins Grab.

Meine Katze ist aber eigentlich ein guter Spinnenjäger, wird aber auch alt ....

Ciao,

Inaktiver User
28.09.2010, 09:00
Hier reihe ich mich gerne ein - ich hasse diese Viecher. Nachdem ich aber zig-Jahre einen hysterischen Anfall bekommen habe, kann ich sie mittlerweile immerhin aufsaugen.


Ist es dein Haus?
Falls ja, würde ich dir raten Geld in Kellerlichtschachtabdeckungen (tolles Wort) zu investieren.

Seitdem wir ein feinmaschiges Drahtgitter auf allen unseren Lichtschächten haben, ist mit dem jährlichen Herbsteinzug der Spinnen Schluss.

Das werde ich gleich morgen angehen. Ich hoffe, das hilft dann. Im Keller können sie ja von mir aus bleiben. Aber warum machen sie sich auf die Wanderschaft durchs ganze Haus?

Ila
28.09.2010, 10:03
Die fürchten sich dort unten im Dunkeln, kalt ist es auch. Sie wollen bei dir kuscheln:smile:

Inaktiver User
28.09.2010, 14:13
Die fürchten sich dort unten im Dunkeln, kalt ist es auch. Sie wollen bei dir kuscheln:smile:

Naaaaaaaaaaiiiiiiiiiiiiin - ich will nicht :heul:

MaryB309
28.09.2010, 19:17
Das Thema gab es auch hier schon mal http://bfriends.brigitte.de/foren/aengste-panik-phobien/118341-extreme-spinnenphobie.html, damals von mir eröffnet. Es hat sich auch an meiner Panik und seither mindestens weiteren 100 Spinnenbegegnungen nichts geändert. Ich arbeite in einer psychologischen Praxis, meine Kollegin hat mir eine Konfrontationstherapie angeboten, bräuchte noch nicht mal über die Krankenkasse zu laufen, bisher sträube ich mich noch, zu viel Panik.
Wir wohnen Gott sei Dank im Obergeschoss, trotzdem bleibe ich nicht vor den Riesenviechern verschont. Da hilft wirklich nur Fenster zu im Herbst. Das restliche Jahr bin ich ein absoluter Frischluftfanatiker, aber die 2 Monate bleiben die Fenster dicht. Dann ist Ruhe im Karton.

wildwusel
29.09.2010, 20:08
MaryB: Ich habe eine Abmachung mit einer Freundin, daß die im September und Oktober jede Woche mit dem großen Besen die Fensterrahmen von außen "entspinnt", und auch drinnen einmal auf Safari geht. Dafür kriegt sie jede Woche ein Blech Muffins... Das macht mein Leben so viel angenehmer.

Solange im Jahr nicht mehr als zwei oder drei reinkommen und sich dann brav wegsaugen lassen, werde ich noch so grade damit fertig.

Honigbernstein
02.10.2010, 12:24
Früher hatte ich sehr große Angst vor Spinnen, bin aber im Laufe der Jahre dickfellig bei kleinen und mittelgroßen Spinnen geworden.

Bei uns im Keller sind leider sehr große Exemplare.
Wenn ich eine sehe, rufe ich allerdings meinen Mann, er packt sie in ein Glas und läßt sie (ein Stück weiter weg vom Haus :pfeifend: frei).

Wie war es bei euch, hattest ihr die Spinnenangst schon als Kind?

Ila
03.10.2010, 18:08
und wie! ich bin auch etwas entspannter geworden... auch wenn ich bei s-überraschung den klassischen spitzen schrei ausstoße:peinlich:

Gitta777
03.10.2010, 19:42
Ich hab diese Spinnenpanik, solange ich zurückdenken kann. Mittlerweile werde ich mit kleineren Spinnen und Weberknechten besser fertig als früher. Aber diese großen schwarzen Langbeiner - hiiiiiilfe!!!
Das Problem ist halt, wenn man Single ist und so ein Teil in der Wohnung ist, dann rennt man zum Nachbarn, und dann hat sie sich versteckt. Da hab ich schon schlaflose Nächte verbracht.
Es gibt ja auch Menschen - auch vor allem Frauen - die Angst vor Mäusen haben. Mäuschens finde ich sogar eher süß. Diejenigen, die Angst vor Spinnen haben, haben keine Angst vor Mäusen. Und diejenigen, die eine Mäusephobie haben, denen machen Spinnen nichts aus. Ist euch das auch schon aufgefallen?

Ila
03.10.2010, 19:51
nein. meine mutter hat beides:knatsch:

Honigbernstein
03.10.2010, 20:23
Meine Schwester hat Angst vor Mäusen und keine Angst vor Spinnen.

Den Spinnengrusel habe ich seit meiner Kindheit, neben unserem Haus war eine Wiese und deshalb waren oft große Spinnen im Haus.
Ich glaube, es ist sehr wichtig, wie die Mütter auf Ängste
reagieren, ob das eigene Verhalten durch die Reaktion der Mutter verstärkt wird.
Ich möchte wirklich wissen, warum Frauen in erster Linie so reagieren (ich kenne nur einen Mann mit Spinnenphobie), es gibt ja Theorien, es sind alte Muster, Frauen mußten die Höhle von giftigem Getier freihalten, irgendwie klingt es nicht schlüssig.

Ila
03.10.2010, 21:48
und woher kommt dann meine phobie gegen neue musik?:wie?: irgendwie fühlt es sich an, als läge die erklärung ganz in der nähe

Gitta777
29.03.2011, 21:24
Oh, Mann, seit längerem mal wieder eine Spinne in der Wohnung. Das sind so die einzigen Momente, in denen ich nicht gerne Single bin. Kann es nicht schnell wieder 20 Grad minus haben?
Vielleicht nehme ich das mal in Angriff, mir psychologische Hilfe zu suchen, obwohl ich bestimmt ein hoffnungsloser Fall bin... Ich hab manchmal schon Schlafstörungen, weil ich nur an Spinnen denke.

Feinsinn
29.03.2011, 21:31
die dicken fetten oder haarigen Spinnen mag ich nicht, mit den kleinen dünnen komme ich klar....

Saß neulich im überfüllten Bus samstags und wollte mein Auto in der Werkstatt abholen....

Die Fahrgäste hatte sogar Probleme mit den Stehplätzen. Eine Dame drückte sich an mir vorbei, ich saß in einer Vierergruppe. Sie hatte Handtasche und ein Kleidungsstück unter dem Arm, bei der nächsten Haltestelle schob sie sich eilig durch die Wartenden. Plötzlich schnellte ein riesiges schwarzes Ding mir zweimal mitten ins Gesicht. Eine schwarze Plastikspinne, die an einem Hexenhut am langen Faden hing, den sie unterm Arm trug (sah ich später). Der Mann mir gegenüber konnte es nicht fassen. Zum Glück erkannte ich schnell, dass es keine echte Spinne war. Der Überraschungseffekt war aber groß. Sie hatte richtig Schwung geholt und merkte es nicht mal. Das war die Mutprobe.

Gitta777
29.03.2011, 22:00
Ich hab sogar Angst vor Plastikspinnen, das ist nicht normal, ich weiß. Letztens sah ich in einem Shop in einer Raststätte Schlüsselanhänger in Spinnen-Form. Puuh, ich konnte kaum hinschauen, anfassen ginge gaaar nicht.

Inaktiver User
30.03.2011, 12:36
also ich muss sagen ich kann die auch nicht ab.

am schlimmsten sind so Hausspinnen oder Wolfsspinnen oder Winkelspinnen oder wie die heissen. Mir ekelts jetzt danach nen Bild zu suchen im Netz zwecks Info.

die Viecher find ich auch e-kel-haft.

so schwarzer fetter Körper mit allerlei dran, schlimmer wie ein Alien, und denn die langen fetten Beine. In schwarz, grau und braun sind die mir schon untergekommen. Seit der Kindheit ekel ich mich vor denen. Sitzen im Winter oder Spätherbst vor allem im Keller oder Flur mit vorliebe auf weissen Wänden. Ergreifen bei geringsten Luftzügen die Flucht, sind wohl Lieblingsspeise von Vögeln, etc.

verzehren ihrerseits angeblich Schädlinge wie Asseln, Wanzen, etc. Sollen nützlich sein. :knatsch:

gegen Kreuzspinnen, die draussen im Garten ein Netz machen und auf Mücken warten hab ich eher nix, weil die immer im Netz hocken bleiben.

sanskrit
30.03.2011, 15:29
Schön, dass ich nicht alleine bin :-)

In der Schule hatten wir ein Biologie-Buch, in dem eine Vogelspinne abgebildet war. Wenn ich die Seite zufällig aufschlug, habe ich mich so geekelt, dass ich das Buch fallen ließ.

In der Zoohandlung, wo ich ab und zu hingehe, gibt es eine Vogelspinne. Als ich die das erste Mal gesehen habe bzw. realisiert habe, dass ich quasi ahnungslos im gleichen Raum mit der war (alles sehr eng da) - uaaah.

Die Symptome sind dann Übelkeit, Schwindel und einfach Panik.

Zum Glück wohne ich zurzeit in der Stadt und 2. OG. Habe daher schon länger keine Spinne mehr in meinen eigenen vier Wänden gehabt.

Wenn wäre ich allein völlig hilflos. Habe früher auch schon mal einer Spinne "den Raum überlassen müssen", da ich die Viecher auf keinen Fall selber entfernen kann.

Zum Glück kann das mein Mann. (wichtiges Kriterium bei der Partnerwahl:-)

Da fällt mir ein, ich muss gleich in unseren Waschkeller. Der ist ziemlich übel, weil altes Haus, man sieht auch viele Spinnweben, aber bislang habe ich das immer ausgeblendet... und auch noch nie eine gesehen.

Falls wir irgendwann doch mal ins Grüne ziehen, was ich eigentlich möchte, muss ich mich dem Ganzen vielleicht doch mal "professionell" stellen.


LG sanskrit

Nocturna
30.03.2011, 18:24
Mädels ihr könnt weiter leiden oder etwas dagegen tun.

Und eine psychologische Behandlung gegen Spinnenphobie macht auch nichts anderes als euch schrittweise an die Panik zu gewöhnen, die in euch entsteht, wenn ihr so ein Tier seht. Das könnt ihr doch auch alleine.

Ich war auch längere Zeit Spinnenphobikerin, eigentlich bis 34. Dann habe ich ein Kind bekommen und es hat mir zutiefst wiederstrebt, mich mit dieser Schwäche outen zu müssen. Zudem habe ich einen Jungen und es geht nicht an, dass der meine Phobie übernimmt und später seiner Herzensdame kein Kavalier sein kann. :pfeifend:

Also habe ich Schreianfälle unterdrückt, panische Reaktionen unterlassen und mich mittels Internet meinen "Lieblingsspinnen" ausgesetzt, erst kleine Bilder, dann große, dann Videos, eine Plastikspinne sitzt seit dieser Zeit auf meinem Schreibtisch als unterschwellige Toleranzübung.

Ich mag die Viecher immer noch nicht wirklich, aber ich entwickle keine Panik mehr. Und ich bin stolz, mein Sohn ist bald 14 und er hat keine Ahnung von allem. Er weiß nur, dass ich immer sehr bemüht bin, die "armen hungrigen" Tiere an die frische Luft zu setzen, damit sie dort was zu essen bekommen (auch wenn es Minusgrade draußen hat - sorry Spinne).

Inaktiver User
19.04.2011, 16:14
Ich hab sogar Angst vor Plastikspinnen, das ist nicht normal, ich weiß. Letztens sah ich in einem Shop in einer Raststätte Schlüsselanhänger in Spinnen-Form. Puuh, ich konnte kaum hinschauen, anfassen ginge gaaar nicht.

Das ist aber eigentlich nicht schlecht, weil du dadurch deine Angst mit Hilfe solcher Plastikspinnen gut bekämpfen kannst. Und das ist doch viel angenehmer, als sich gleich mit den echten Exemplaren auseinanderzusetzen. Mein Plastikviech ist mir jedenfalls ans Herz gewachsen und nicht mehr wegzudenken, auch wenn ich mit echten Hausspinnen schon noch große Probleme habe. Vor allem, wenn sie sich bewegen. :pfeifend:

Aber mit meinen hysterischen Anfällen und Fluchtaktionen von früher ist das nicht zu vergleichen. Ich kann mir jetzt immerhin einen Besen greifen und sie notfalls eben töten. Auch wenn es mir immer für die Spinne leid tut. Sie kann ja nichts dafür, dass wir sie hässlich finden. :knatsch:

MaryB309
22.04.2011, 18:59
Mir ist gestern eine Spinne über die Hand gelaufen, sie saß im Handtuch das ich mir vom Handtuchhalter im Bad gegriffen hatte. Die erste Spinne seit letztem Jahr Herbst. Sie war allerdings nicht ganz so fett, ich würde auf Teenager-Alter tippen. Vielleicht war das der Grund warum ich relativ ruhig geblieben bin, ich habe nur "ach Du Scheiße" gesagt. Mein Mann saß im Nebenzimmer und kam dann auch sofort, habe mir die Spinne dann eine zeitlang bewusst angesehen, sie krabbelte über die Erde in einem Affenzahn. Ich hatte Mitleid mit ihr (keine Ahnung warum, früher wäre ich aus dem Zimmer gelaufen und hätte meinen Mann gebeten sie zu erschlagen). Habe dann gesagt er soll sie nicht töten. Mein Mann hat ein Papier geholt, unter die Spinne geschoben und Glas drüber. Wir haben sie dann gemeinsam den Balkon runtergeworfen in den Garten, hoffe sie hat sich nichts gebrochen. Wie gesagt, eine Teenager-Spinne, wäre sie im Rentenalter (also megalange Beine und fetter Bauch) gewesen, keine Ahnung wie ich reagiert hätte.

Inaktiver User
04.10.2011, 19:37
Lilith, muss Dein Avatar wirklich sein??? :krank:
:smile:

Lizzie64
04.10.2011, 19:41
lilith hat doch hier im strang überhaupt nichts geschrieben, deshalb erreicht deine frage sie hier auch eher nicht ;-)

Inaktiver User
04.10.2011, 19:44
Überall sonst wäre die Frage ja OT... :zwinker:

Lizzie64
04.10.2011, 19:46
pn?

Inaktiver User
04.10.2011, 19:52
So wichtig ist es mir nun auch wieder nicht.
Ich zucke einfach immer erst erschreckt zusammen, wenn ich Lilith sehe. Aber dann geht's :smile:

marilyn-74
04.10.2011, 20:35
Benutzt du Firefix als Browser und AdBlockPlus? Dann könntest du das Problem ganz einfach lösen.

Sugarnova
08.10.2011, 02:22
Lilith, muss Dein Avatar wirklich sein??? :krank:
:smile:

Dito. Auch wenn sie hier so nett ist und nix schreibt.

Wir hatten mal eine aufm Bio-Buch. Als COVERbild. WER bitteschön denkt sich sowas aus?!

Was hilft - alleine leben, denn da MUSS man sich damit ja auseinandersetzen.

blauekrake
09.10.2011, 07:00
Hallo Leute,
auch mich plagt noch immer meine Angst. Im realen Leben kann ich meine Angst wenigstens zum Ausdruck bringen, schreien, weglaufen, großen Bogen machen etc. In meinen Träumen sieht es anders aus. Zum Glück habe ich seit Wochen nicht mehr von Spinnen geträumt. Für mich ist aber nicht nur der Herbst schlimm sondern jede Jahreszeit, auch der Winter. Ich habe Ofenheizung (Holz, Kohle) beides lagert in einem Schuppen und diese Viecher spinnen sich in irgendwelche Ritzen und Dellen ein, sind sie dann drinnen im Warmen kommen sie raus. Grauenvoll!!! Einmal sah ich so eine Dicke Schwarze auf einem Stück Holz. Feuer war schon an, ich wollte nachlegen und hatte die glanzvolle Idee das Vieh mit sammt Holz ins Feuer zu werfen. Gedacht getan, da springt die doch Tatsache aus dem Ofen auf meinen Pullover. Also ein Hexentanz war gar nichts gegen meine Aufführung. Zum Schluss bin ich so oft auf das Tier rumgetrampelt das nur Matsch übrigblieb. Habe meine Latschen weggeworfen. Ziemlich blöd oder. Rein theoretisch weiß ich das aber praktisch regiert die Angst.

Inaktiver User
09.10.2011, 11:19
Wuäh, das kann ich nachempfinden, springende Spinnen gehören verboten. Ich bin schon ganz froh, dass ich mitten in der Stadt wohne. :lachen:

Lizzie64
09.10.2011, 14:53
nun ja ... aber kann man nicht auch die spinnen-angst (!) verstehen? wer es schafft, aus einem feuer rauszuspringen, der tut das natürlich auch!

wie ist das - habt ihr mal eine konfrontationstherapie versucht? ich kann mir gut vorstellen, dass das (unter fachlicher anleitung selbstverständlich) gut funktionieren kann.

MaryB
23.10.2011, 18:28
Es soll in Hamburg einen prima Tiertrainer geben der sich speziell auf Spinnenphobien spezialisiert hat. Er hat auch schon Promis therapiert die beruflich bedingt mit Spinnen zu tun haben (müssen). Habe mir die Internet Seite mal angesehen, hört sich interessant und nachvollziehbar an. Die versprechen Heilung in kurzer Zeit. Kostet allerdings eine Kleinigkeit von ca. 280 Euro. Muß ich erst noch für sparen....

Boing
28.10.2011, 16:38
Hallo,
wenn die Spinnenangst so stark ist, dass frau in ihrem alltäglichen Leben eingeschränkt wird bzw. sich eingeschränkt fühlt, dann dürfte die Ausgabe für eine professionelle Konfrontationstherapie sinnvoll sein (mir ist natürlich auch bewusst, dass es nicht wenige gibt, die jeden Cent dreimal umdrehen müssen und am Ende des Geldes ist immer noch Monat über).
Ich selber habe es früher ebenfalls vorgezogen, keinen Raum mit einer behaarten Dicken oder größeren Dünnen zu teilen. Das hat sich allerdings gegeben (und geben müssen) als ich allein in einer Einraumwohnung gelebt habe. Mir hat geholfen, mich "populärwissenschaftlich" mit den Viechern auseinanderzusetzen - die Erkenntnis, dass die große Hausspinne von der Zitterspinne gefressen wird, hat meinen Respekt vor ersterer etwas verringert. Mittlerweile hat sich meine "Fluchtdistanz" erheblich reduziert - ich kann sie unter bestimmten Umständen sogar in einem Glas einfangen und raussetzen (sie darf nicht oberhalb meiner Brusthöhe sitzen, der Weg zum Fenster mus unverstellt und das Fenster offen sein). Zu mehr hat es allerdings bisher nicht gereicht. Meine Mutter meint allerdings, sobald frau Kinder hat, kann sie noch näher ran (so ihre Erfahrung).
Aber letzenendes ist jede Angst anders.