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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Essen ist das Allerwichtigste auf der Welt!!



Inaktiver User
26.10.2007, 13:37
...zumindest für manche Leute.
Sie teilen gnadenlos aus, "scheppen" Dir Klöse, Kartoffeln und Nudeln auf den Teller, obwohl Du längst Sattigkeit signalisiert hast. Jedes am Tisch zart aufkeimende Gespräch wird mit energischem "Das muss alle werden!!" oder
"Hier ist noch ein Stück Braten, ds muss gegessen werden!!" abgewürgt. Man wacht mit strengen Argusaugen drüber, daß auch ja ordentlich gefuttert wird. Ständig schwebt drohend ein Servierlöffel hoch angehäuft mit Futter über Deinem Teller.
Und wehe, Du lehnst etwas den Nachtisch ab, dann bekommst du den ganzen hausfraulichen Unmut der Gastgeberin ab.

Sprichst Du o.g. Zustände freundlich und höflich an, bekommst Du ein lippenkräusendes "Ich meins ja nur gut!!" zur Antwort und musst Dich auf eine länger währende Schmollphase einrichten.

Kennt Ihr sowas?
Welche Strategie würdet Ihr anwenden, um die ausgesprochen nette Gastgeberin nicht zu verprellen und trotzdem nicht kugelrund und vollgestopft vom Tisch aufzustehen?

kein wirklich ernstes Problem, aber es beschäftigt mich.
Ruby

Inaktiver User
26.10.2007, 13:49
doch, es ist ein ernstes Problem - zumindest für mich.
Besonders gerne mag ich's in Kombination mit Kommentaren zu meiner Figur ("Spargelwaden", "man sieht ja die Hüftknochen"), am allerliebsten noch von Leutchen, die ne 4 oder 5 vor der Kleidergröße stehen haben.

Ich kündige einmal an, dass ich nichts mehr essen möchte, und bei weiterer Diskussion gehe. Landet etwas auf meinem Teller, wird es nicht angerührt. Kommt dann noch ein Kommentar, gehe ich.
War schwierig - aber mittlerweile hat's die Verwandtschaft gerafft, Sahnetorte bleibt weg von meinem Teller und das (emotionale wie mögliche Gewichtsmäßige) Problem ist gebannt.

parfum
26.10.2007, 15:03
doch, es ist ein ernstes Problem - zumindest für mich.
Besonders gerne mag ich's in Kombination mit Kommentaren zu meiner Figur ("Spargelwaden", "man sieht ja die Hüftknochen"), am allerliebsten noch von Leutchen, die ne 4 oder 5 vor der Kleidergröße stehen haben.

Ich kündige einmal an, dass ich nichts mehr essen möchte, und bei weiterer Diskussion gehe. Landet etwas auf meinem Teller, wird es nicht angerührt. Kommt dann noch ein Kommentar, gehe ich.
War schwierig - aber mittlerweile hat's die Verwandtschaft gerafft, Sahnetorte bleibt weg von meinem Teller und das (emotionale wie mögliche Gewichtsmäßige) Problem ist gebannt.

Genau so und nicht anders! Anders kapieren diese Leute das nämlich nicht.
Wenn ich nichts mehr essen will, dann ess ich nichts.
Wer meint, er müsste dann beleidigt sein - nicht mein Problem.

Nocturna
26.10.2007, 15:24
Jetzt wird ich sicher gleich gehauen, aber ich kanns mir nicht verkneifen. :freches grinsen:
Echt? In eurem Alter, :smirksmile:, habt ihr es noch nicht gelernt, direkt oder weniger direkt euren Willen durchzusetzen?

Es kommt immer sehr darauf, wie höflich man ablehnen muss. Wenn ich bei der Queen eingeladen wäre, würde ich mir sicher etwas dezenteres einfallen lassen. Wenn ich allerdings bei Freunden oder bei Verwandten bin, sage ich die pure Wahrheit, die da lautet: ich bin satt, es passt nichts mehr rein, wenn ich jetzt noch einen Kuchen esse, dann kann ich nichts mehr zu Abend essen, usw.

Ich habe damit null Probleme, nur gaaanz selten (alle Jubeljahre) nehme ich die Kaffeetasse und stelle die auf meinen Kuchenteller drauf oder lege die Serviette drüber. Das ist aber nur für die ganz hartnäckigen Fälle und selbst die haben es danach kapiert.

Inaktiver User
26.10.2007, 16:16
Ich schließe mich Nocturna an, probierts mit Direktheit, kam bisher immer so an wie geplant.:smirksmile:

Ein bissi wundert mich der Thread aber haben wir doch erst letztens noch diskutiert über Leute, die zu knapp auftischen. Man könnt ja meinen uns Bris könne man es nicht recht machen....:freches grinsen: :freches grinsen:

Inaktiver User
26.10.2007, 17:10
Jetzt wird ich sicher gleich gehauen, aber ich kanns mir nicht verkneifen. :freches grinsen:
Echt? In eurem Alter, :smirksmile:, habt ihr es noch nicht gelernt, direkt oder weniger direkt euren Willen durchzusetzen?

Es kommt immer sehr darauf, wie höflich man ablehnen muss. Wenn ich bei der Queen eingeladen wäre, würde ich mir sicher etwas dezenteres einfallen lassen. Wenn ich allerdings bei Freunden oder bei Verwandten bin, sage ich die pure Wahrheit, die da lautet: ich bin satt, es passt nichts mehr rein, wenn ich jetzt noch einen Kuchen esse, dann kann ich nichts mehr zu Abend essen, usw.

Ich habe damit null Probleme, nur gaaanz selten (alle Jubeljahre) nehme ich die Kaffeetasse und stelle die auf meinen Kuchenteller drauf oder lege die Serviette drüber. Das ist aber nur für die ganz hartnäckigen Fälle und selbst die haben es danach kapiert.


Ich kann meinen Willen sehr wohl durchsetzen, wenn es um Leute geht, die mir egal sind. Leider passiert o.g. Siutation ständig bei den Leuten, die ich sonst sehr gerne mag und die es persönlich nehmen, wenn man ihr Essen ablehnt - bin daher etwas in der Zwickmühle.
Scheint aber hier auf kein Verständnis zu treffen...

kayla
26.10.2007, 17:23
Leider passiert o.g. Siutation ständig bei den Leuten, die ich sonst sehr gerne mag und die es persönlich nehmen, wenn man ihr Essen ablehnt - bin daher etwas in der Zwickmühle.
Scheint aber hier auf kein Verständnis zu treffen...
Bei mir triffst du auf vollstes Verständnis...:smirksmile:
Kenne das von meinen Großeltern, die ich ansonsten auch sehr gerne mag, und die ich auch nur ungern verletzen möchte. Beim Thema Essen ist mit ihnen allerdings nicht zu reden - immer rein damit ohne Rücksicht auf Verluste, ist ihr Motto. Sie argumentieren dann noch gerne damit, dass sie im Krieg ja froh gewesen wären, wenn sie etwas zu essen gehabt hätten. Meine Schwester hat sich am Abend einer Geburtstagsfeier bei ihnen, auf der von 10 Uhr vormittags bis 20 Uhr abends quasi ohne Pause gegessen werden musste, mal erbrochen (unabsichtlich!). Noch nicht mal das hat sie zur Raison gebracht...:gegen die wand:

Inaktiver User
26.10.2007, 17:56
Ich würde es so machen: Höflich sagen, dass Du bereits reichlich Essen zu Dir genommen hast (Frühstück o.ä....) und eben nicht mehr so hungrig bist. Wird das nicht akzeptiert, Protest einlegen mit der Bitte, Dir doch eine Kleinigkeit für morgen (Büro) einzupacken.

Habe ich bei meiner entzückenden Tante so gehandhabt und dem Single-Kollegen am nächsten Tag im Büro hat's regelmäßig gut geschmeckt. :freches grinsen: :smirksmile:

Inaktiver User
26.10.2007, 20:50
Lass sie doch auftischen, und iss es einah nicht. Löffel weg und feddich.

Oder anbieten, es mit nach hause zu nehmen, wenn's hilft :-)

Knuffilein
26.10.2007, 21:27
Hallo,

auch wenn das 100x nett und gut gemeint ist, aber wenn ich nun mal satt bin, bin ich satt! Schluss. Punkt. Aus die Maus. Und ob mir da das Essen geschmeckt hat oder nicht, spielt hierbei überhaupt keine Rolle.
Ich mache solchen übereifrigen Gastgebern dann auch unmissverständlich klar - und zwar HÖFLICH, aber auch durchaus BESTIMMT - dass ich nun satt bin und nichts mehr möchte. Das klappt IMMER(!) sehr, sehr gut und die Gastgeber merken dann auch schon an meinem Tonfall, dass nun wirklich Feierabend ist und ich kann mich da auch sehr gut "durchsetzen". Und dass man mir das Essen auf den Teller lädt, kann ich schon mal überhaupt gar nicht leiden und das "erlaube" ich auch nicht, sondern sage IMMER, dass ich mir mein Essen gerne selber auf den Teller tun möchte.

Gastfreundschaft in allen Ehren - aber "gewaltsam" verbal aufzwingen lasse ich es mir nicht!

Karla48
26.10.2007, 21:31
Solche Probleme kenne ich (Gr. 36) überhaupt nicht, ein Segen. Bei uns wird akzeptiert, wenn die "Schlanken" weniger essen als die "Vollschlanken". Und meine Mutter hat begriffen, daß ich ihre seit 100 Jahren ewig gleichen Kuchen nicht mehr sehen kann. Jetzt beglückt sie meinen Mann öfter mal mit ihrer Backkunst, auch eine Lösung :lachen: . Für alle! Gelegentlich probiert sie auch mal zarte Varianten ;-) des Altbewährten, muß ein Riesending für sie sein. *kopfschüttel* Nun ja, wir werden alle mal älter...

Ich glaube, ich würde einer nervig-unhöflich drängelnden Hausfrau einmal unabhängig von einer Einladung sagen, wie ich mich fühle. Dass ich sie nicht verletzen möchte mit meinem "nein, danke, ich möchte nichts mehr". Sondern schlicht zu satt bin, um noch zu essen. Trotzdem dankbar für ihre Gastfreundschaft und Mühe.
Und sie bitten, meine (gute!) Figur nicht zu kritisieren. (Das ist ja überhaupt der Hammer, man sieht die Knochen usw....wo simmer denn...Kindergarten?), daß sie mich damit verärgert und vielleicht verletzt. Fragen, ob sie das möchte (garantiert nicht).

Die Kriegsgeneration hat das teilweise einfach intus, dass man viel essen muß, solange etwas da ist. Kann man ihnen nicht vorwerfen, haben sie sich auch nicht ausgesucht, solche schlimmen Erfahrungen.

Durch Essenlieferungen - so kenne ich das aus dem Bekanntenkreis - wird auch oft Liebe ausgedrückt. Oftmals von Menschen, die nicht so direkt sagen können "du bist mir wichtig", "ich hab dich lieb" oder so etwas. Sie kochen ein Essen für Dich, also ist klar "ich mag dich!".

Bin mir ziemlich sicher, daß ein oben beschriebenes klärendes Gespräch fern aller Tafelfreuden etwas bewegen könnte.

LG Karla
*knusper* *mümmel* *schokomampf* :lachen:

Inaktiver User
26.10.2007, 21:36
Hallo Ruby!

Ich bin selbst oft der Koch und verzweifle bei Menschen, die nicht "nachnehmen" -und das dann mit den Worten "danke, es war köstlich, aber leider schaffe ich nicht mehr" .
Nicht an den Menschen :smirksmile: - sondern weil ich die Frage, ob es nun wirklich geschmeckt hat, nicht klarkriege...:wie?:

Also wäre mein Rat -wie sagt man heute...- proaktiv zu werden, und gleich beim ersten Bissen zu loben. :freches grinsen:
Dann müssen solche wie ich auch nicht die "Feuerprobe der zweiten Portion" machen...

Gruß, T.

Inaktiver User
27.10.2007, 10:11
Komisch, sowas kenne ich gar nicht.
In meiner Familie und in meinem Freundeskreis ist es grundsätzlich so:
Wer essen will, isst, wer nicht essen will, der lässt es bleiben.

Und ich weiß, dass mir jetzt entweder Neid unterstellt wird oder ich sonstwie eins auf die Mütze kriege, aber ich kann es mir jetzt nicht verkneifen:
kann es sein, dass diejenigen hier, die sich selbst als dünn, superschlank o.ä. bezeichnen, irgendwie immer alles auf die Figur beziehen?

Nein, es ist bestimmt nicht jeder, der "eine 4 oder 5 vorne stehen hat" bei der Kleidergröße, neidisch auf die ganzen Schlanken oder unterstellt ihnen Magersucht o.ä.

Auch, wer eine 3 vorne stehen hat, ist u.U. beleidigt, wenn sein Essen abgelehnt wird.

Und sorry, wenn Dünne alles Essen ablehnen, dann liegt der Verdacht ja schließlich nahe, dass sie Tag und Nacht nur an ihre Figur denken. Sind dann nämlich meiner Erfahrung nach auch gerne diejenigen, die ihrer eigenen Aussage nach "essen können, was sie wollen, und trotzdem nicht zunehmen".....widerspricht sich halt dann....
(Wenn "Dicke" Essen ablehnen, wird ihnen höchstens eine Diät unterstellt, und dafür haben ja auch die meisten Leute Verständnis...)

Und ja, ich wäre dann auch beleidigt, wenn ich mich für einen Nachtisch oder einen Kuchen stundenlang in die Küche gestellt hätte, und es würde alles abgelehnt.

Und das hat auch nichts damit zu tun, wie wichtig oder unwichtig mir das Essen ist.
Nur, wenn ich Leute zum Essen einlade, dann mache ich mir vorher Gedanken, was ich koche und/oder backe, und dann bin ich beleidigt, wenn es nicht angerührt wird. (Die Menge ist mir egal, darauf achte ich auch nicht...)

Ich kenne einige, die grundsätzlich kein Süß mögen, also keinen Kuchen oder Desserts. Von solchen Leuten "verlange" ich natürlich auch nicht, dass sie so etwas bei mir dann essen.

Ich packe auch nie ungefragt Anderen was auf den Teller Und kenne das auch überhaupt nicht aus meinem Umfeld). Jeder soll sich selbst nehmen.

Inaktiver User
27.10.2007, 12:32
dieses abfüttern kenn ich auch - und hat letztendlich dazu geführt, daß ich eben nicht mehr hin bin, war mir einfach zu blöde.....und zu unappetitlich. ich mag keine überfüllten teller und mich überfressen, nur damit einer seinen willen hat und net beleidigt ist, schon gleich gar nicht.
gruß von nemesis

Zitronengras
27.10.2007, 12:44
Ich hatte in der Pubertät auch dieses Problem mit meinen Großeltern. Vor allem mein Opa wollte mir immer Gutes tun, auch meine Oma meinte immer, noch dreimal nachfragen zu müssen, ob ich nicht doch noch was wolle. Ich hatte damals Probleme mit meiner Figur, war etwas pummelig und ständig im Selbstzweifel. Ich habe mich von denen uunter Druck gesetzt gefühlt, aber gleichzeitig wusste ich ja, dass die mir nur Gutes tun wollte (ich habe meine Großeltern wirklich sehr geliebt).

Eines Tages bin ich dann ausgerastet und habe sie fast angeschrien, dass sie mich endlich in Ruhe lassen sollen und ich schon selbst entscheide, wann ich noch etwas möchte und es mir dann auch nehmen werde und dass sie aufhören sollen, mir ständig was aufzudrängen. Danach haben sie das nie wieder gemacht.

Ist nicht die feine englische Art, aber es ist einfach aus mir rausgeplatzt. Gut, die beiden waren auch nicht beleidigt. Heute würde ich es natürlich nicht mehr so machen. Ich würde einfach sagen, nein danke, ich möchte nicht mehr. Und dann nichts mehr. Klatscht mir jemand was auf den Teller, würde ich es einfach liegen lassen.

Ich finde aber auch den Vorschlag gut, nach etwas zum Mitnehmen zu fragen. Ein Signal, dass es geschmeckt hat, aber man eben keinen Hunger mehr hat.

Inaktiver User
27.10.2007, 14:03
Bei dem Thema muß ich an meinen ersten "richtigen" Freund denken. Dessen Vater war Spanier und war immer besorgt um mein leibliches Wohl:hunger:. Einmal wollte er mir, trotz meiner Beteuerungen, daß ich pappsatt sei, die dritte Kelle Paella auf den Teller klatschen. Jedenfalls schwang er den Löffel und ich zog vor Schreck den Teller weg, so daß das Essen auf dem Tischtuch landete.:freches grinsen: Alle, außer Papa, schmissen sich weg vor lachen und die Geschichte mußte noch jahrelang als Anekdote herhalten. Denn die Beziehung hielt sensationelle 5 Jahre.:liebe::fg engel:

Aareblitz
27.10.2007, 14:41
Ich sehe es auch eher wie Gretchen.

Ich dränge grundsätzlich niemandem Essen auf und wenn jemand sagt "nein", dann akzeptiere ich das auch beim ersten Mal. Irgendwelche Bemerkungen über die Figur würde ich nie machen. Aber wenn ich Besuch habe und länger in der Küche gestanden habe, bin ich schon etwas enttäuscht, wenn dann kaum einer noch Nachtisch probieren möchte oder keiner etwas Nachschlag verlangt. Allerdings kann man das als Gastgeber ja auch selber etwas steuern. Ich koche selten Menus bei welchen man bereits nach der Hauptspeise platzt.

Trotzdem finde ich es schade, wenn man sich bei Einladungen nur aus Figurgründen zurückhält. Man kann ja den Zusatkilos vorher oder nachher entgegenwirken. Wenn ich abends eingeladen bin, dann schaue ich, dass ich Hunger mitbringe und dann gibts halt tagsüber etwas weniger.

Chatwoman
28.10.2007, 18:04
Ich kann Ruby sehr gut verstehen. Schon als Kind war ich dünn und mir wurde ständig von Eltern und Großeltern Essen aufgedrängelt mit Kommentaren zu meiner Figur. Deshalb bin ich von solchen Attacken sehr genervt.
Gerade von Leuten mit 20 kg Übergewicht kommt dann immer gönnerhaft: Du kannst es dir doch leisten! oder Du darfst doch! oder Du achtest wohl auf die schlanke Linie? Die können anscheinend nicht verstehen, dass nicht bei jedem ständig die Gedanken um das Gewicht, die Essensmenge und die Figur kreisen. Ich esse einfach, bis ich satt bin und Punkt aus.
Eine eigentlich sehr liebe Bekannte hat es auch immer drauf, die Teller einfach noch mal vollzuknallen, obwohl man Nachschlag abgelehnt hat. Ich lasse das dann auch einfach stehen oder wenn ich fies drauf bin, gebe ich ihrem Hund auch schonmal was. Um ihr zu signalisieren: Du respektierst meine Wünsche nicht, also respektiere ich deine auch nicht.

LG Chatwoman

Nocturna
28.10.2007, 18:18
Du kannst es dir doch leisten! oder Du darfst doch! oder Du achtest wohl auf die schlanke Linie? Die können anscheinend nicht verstehen, dass nicht bei jedem ständig die Gedanken um das Gewicht, die Essensmenge und die Figur kreisen. Ich esse einfach, bis ich satt bin und Punkt aus.
Das ist bei mir ähnlich. Ich habe seit zig Jahren dieselben Essensgewohnheiten, ich bin tatsächlich nach einem Teller oder zwei Stück Kuchen satt.

Je nachdem, ob ich aber gerade boshaft bin oder nicht, kann ich auch blöd daherreden mit Sätzen wie: man bleibt nur von dem schlank, was man nicht isst. Da erntet man dann immer so ein süßsaures Lächeln. :freches grinsen:

Wohlgemerkt, das ist nicht meine übliche Art der höflichen Ablehnung, aber manche Zeitgenossen brauchen einfach eine direkte Ansage.

Inaktiver User
28.10.2007, 18:24
das sind ja jetzt 2 verschiedene aspekte:

1. es wird essen aufgedrängt, obwohl man eine portion gegessen hat, und sein individuelles sättigungslevel erreicht hat. So hab ich das als kind und teenager in der familie erlebt, aber das hat sich ausgewachsen - außerdem gibt es meine familie so leider gar nicht mehr wie früher. Ich habe das immer als übertriebenes, aber im grunde nett gemeintes "fütterungsverhalten" verstanden und gäb was drum, das noch mal erleben zu dürfen, aber eher aus gründen der nostalgie..... egal, anderes thema! Menschen, die auf der ebene der nahrungsaufnahme/-verweigerung grabenkämpfe erleben müssen, tun mir leid - aber das gehört wohl auch zum erwachsensein, sich hier respekt zu verschaffen, oder?

2. es wird essen verweigert. Da stimme ich gretchen und aareblitz zu: wenn ich jemand zum essen einlade, erwarte ich auch, daß jemand ein sorgfältig zubereitets 3-gänge-menü mit normalen oder auch auf wunsch kleinen portionen "duchsteht". Ich hatte schon gäste (hm, das waren immer frauen!), die schon nach dem vorspeisensalat "totally stuffed" waren oder sich dann mit dem essen lustlos abgequält haben. Hab ich die jetzt zum essen genötigt? Ich hab es doch nicht mit kleinen kindern zu tun, denen ich mit sprüchen das essen schmackhaft machen muß, oder? Die hatten dann einfach keinen spaß am essen, und das ist für mich als gastgeberin eine zumutung. Die beiden frauen, mit denen ich das mal intensiv erlebt habe, habe ich dann einfach nie mehr zum essen eingeladen. So gehts auch, denke, das war dann für beide seiten eine befriedigende lösung:freches grinsen: !

Nocturna
28.10.2007, 18:31
Ich hatte schon gäste (hm, das waren immer frauen!), die schon nach dem vorspeisensalat "totally stuffed" waren oder sich dann mit dem essen lustlos abgequält haben.
Das würde dir bei mir garantiert nicht passieren. Ich esse gerne und noch viel lieber, wenn ich nicht selber kochen muss! :smirksmile:

Es gibt schlanke Menschen, die sich kasteien, um ja ihre Linie nicht zu verlieren und dabei völlig das Genießen verlernt haben. Das ist für eine Gastgeberin wirklich ätzend. Ich würde mich Genuß bis zur Nachspeise durchfuttern, sofern die Portionen nicht gänzlich ausufern. :hunger:

Malina70
28.10.2007, 19:16
Hallo zusammen,

also ich ärgere mich auch eher über Leute, die ich zum Essen einlade und die auch vorher wissen, dass es etwas zu essen gibt, und die dann in Mikroportionen auf ihrem Teller rumstochern und auf keinen Fall mehr Nachtisch wollen.

Ich würde niemandem den Teller vollscheppen und kann auch verstehen, dass man beim Nachtisch teilweise kapituliert, weil man satt ist. Aber etwas gar nicht zu probieren oder gleich von vornherein zu schreien "aber nur ganz wenig", finde ich auch ziemlich unhöflich.

Ich habe auch den Eindruck, dass Frauen ab Mite 30 aufwärts ihre Topfigur oft vor allem durch dauerhaften Verzicht auf Essen halten. Gut, soll mir egal sein und geht mich auch nix an. Aber zum Essen mag ich solche Leute nicht einladen.

Viele Grüße,

Malina

Inaktiver User
29.10.2007, 08:48
Bis ca. 30 war ich sehr schlank, obwohl ich immer gern gegessen habe. In dieser zeit ist es oft vorgekommen, dass ich gegen meinen Willen eine zweite Portion aufgedrängt bekommen habe, eben weil ich ja ach so verhungert ausehen würde.
Auf einer Geburtstagsfeier hatte die sehr resolute Mutter des Gastgebers mir gegen meinen Willen ein Brathähnchen(mag ich nicht) aufgetan. Der Gastgeber, der sich gegen seine Mutter auch nicht wehren konnte, hatte dann in einem unbeobachteten Moment seinen Teller mit abgenagten Knochen mit meinem vertauscht und bums, hatte ich das nächste Hähnchen, weil ich ja so schnell aufgegessen habe....Und keine Widerworte!

Fassungslos war ich auch, als die Mutter meines EX-EX-Ppartnerst zu mir sagte: "iss doch noch was, wir haben doch kein Schwein mehr"
Jetzt habe ich eine normal-schlanke Figur und das Aufdrängen ist weniger geworden, vielleicht auch, weil ich selbstbewußter geworden bin und mir nicht mehr alles gefallen lasse.

Wenn ich zum Essen eingeladen werde, richte ich mich vorher darauf ein, lasse z. B. den Kuchen aus der Kantine ausfallen und probiere dafür sämtliche Kuchen der Gastgeberin durch.

Inaktiver User
29.10.2007, 11:19
Hallo zusammen,

also ich ärgere mich auch eher über Leute, die ich zum Essen einlade und die auch vorher wissen, dass es etwas zu essen gibt, und die dann in Mikroportionen auf ihrem Teller rumstochern und auf keinen Fall mehr Nachtisch wollen.

Ich würde niemandem den Teller vollscheppen und kann auch verstehen, dass man beim Nachtisch teilweise kapituliert, weil man satt ist. Aber etwas gar nicht zu probieren oder gleich von vornherein zu schreien "aber nur ganz wenig", finde ich auch ziemlich unhöflich.

Ich habe auch den Eindruck, dass Frauen ab Mite 30 aufwärts ihre Topfigur oft vor allem durch dauerhaften Verzicht auf Essen halten. Gut, soll mir egal sein und geht mich auch nix an. Aber zum Essen mag ich solche Leute nicht einladen.

Viele Grüße,

Malina


Hm - Menschen haben nun mal unterschiedlich Hunger. Wenn ich essen gehe, dann esse ich, bis ich satt bin - und das geht bei mir schnell. Da ich die Angewohnheit habe, langsam zur Tat zu schreiten, könnte man meinen, ich stochere im Essen rum. Ganz im Gegenteil - es ist meine Art zu geniessen.
Ich esse dann irgendwann nicht weiter, nicht weil ich verstockt, figurerhaltungsgeil, bösartig oder arrogant oder Genusslegastheniker, sondern weil ich schlicht und einfach satt bin.

Ich liebe gutes Essen - wirklich. Aber ich brauche keinen hoch aufgehäuften Teller irgendwas, möglichst noch mit einem ordentlichen Löffel Sauce luftdicht abgedeckt. Ich bin eher so der Typ kleine schicke Portion, hübsch angerichtet, an einem schön gedeckten Tisch serviert. Dazu noch ein gutes Weinchen, wohltemperiert, in einem netten Glas ( nein, nicht die ganze Flasche) und ich bin glücklich.
Mich erfreut die Qualität der Speise, nicht die Quantität - und ich schätze es sehr, wenn mich jemand die Mühe macht, mich zu bekochen.

Inaktiver User
29.10.2007, 18:34
also, das sind ja krasse beispiele... das mit dem schwein ist echt der hammer!

Also, wenn ich meine gäste bekoche, dann sind die einzelnen gänge des menüs so angelegt, dass sich ein normaler esser gerne noch bei seinem menü-favoriten nachschlag nimmt. Ich lass da auch niemand "auflaufen" und sich an der vorspeise sattessen - wär ja schade um hauptgang und dessert. Und pausen gibt es dazwischen auch!

Ich hab es aber schon echt erlebt, dass 2 size-zero-ausnahmeerscheinungen in meinem bekanntenkreis nach der vorspeise "kapituliert" haben. Die eine hatte noch relativ viel brot gegessen - sorry, wie blöd... naja, egal. Mag ja sein, daß es menschen gibt, deren mägelchen so klein ist. Aber dann bin ich so frei und sage: schade um das schöne essen, dann lassen wir das eben in zukunft bleiben. Ich hatte nicht den eindruck, daß das von diesen frauen bedauert wurde, die hatten einfach nicht so viel spaß am essen... also passt es dann ja auch für alle!

Inaktiver User
30.10.2007, 10:45
also, das sind ja krasse beispiele... das mit dem schwein ist echt der hammer!

Also, wenn ich meine gäste bekoche, dann sind die einzelnen gänge des menüs so angelegt, dass sich ein normaler esser gerne noch bei seinem menü-favoriten nachschlag nimmt. Ich lass da auch niemand "auflaufen" und sich an der vorspeise sattessen - wär ja schade um hauptgang und dessert. Und pausen gibt es dazwischen auch!

Ich hab es aber schon echt erlebt, dass 2 size-zero-ausnahmeerscheinungen in meinem bekanntenkreis nach der vorspeise "kapituliert" haben. Die eine hatte noch relativ viel brot gegessen - sorry, wie blöd... naja, egal. Mag ja sein, daß es menschen gibt, deren mägelchen so klein ist. Aber dann bin ich so frei und sage: schade um das schöne essen, dann lassen wir das eben in zukunft bleiben. Ich hatte nicht den eindruck, daß das von diesen frauen bedauert wurde, die hatten einfach nicht so viel spaß am essen... also passt es dann ja auch für alle!


kann ich nachempfinden. Du gibst dir Mühe, stellst was auf die Beine und die Damen schnuffeln mal lustlos an Deinen Kreationen.
Man merkt ja auch, ob da einer nicht will, sich verwöhnt, pikiert oder zickig anstellt, oder ob jemand zwar aus ganzem Herzen schätzt, was da gekocht wurde, aber eben nicht kann.
Längst nicht jeder, der nicht gewünscht herzhaft zugreift, ist elitär oder sonst wie bösartig (gehe da von mir aus). Ich bin einfach nur schnell satt...

Was ich nicht mag, ist wenn mir jemand gewaltsam Essen aufdrängen will - jemand pampig wird, weil ich satt bin, auf meine Figur anspielt oder mein "Mägelchen" kritisiert, das halt so ist wie es ist. Ich wünsche mir einfach, so akzeptiert zu werden, wie ich nun mal bin. Für mich ist die Atmosphäre, in der ich esse, ausgesprochen wichtig - und wichtiger noch als Essen ist mir, mit netten Menschen, die ich mag, zusammen zu sein.

Schade, wenn ein eigentlich schöner Abend kaputt geht, weil man einfach nur unterschiedliche Eßgewohnheiten hat, sich aber sonst prima versteht und sich mag.

Ruby

Inaktiver User
30.10.2007, 14:04
Ruby,

mir fällt auf, dass Du Dich immer in der Rolle der Eingeladenenen äußerst. Hast Du keine Erfahrungen als Gastgeberin ?

Ich meine, ich koche gerne, genieße gerne und lade gerne ein. Habe also inzwischen ausreichend Erfahrungen gesammelt und kenne viele Essgewohnheiten - und bei vielen auch die Gründe, weshalb sie sich gerade SO verhalten.

Und -wenn ich ganz ehrlich bin- Personen, die IMMER (oft lustlos, gelangweilt....) in ihrem Essen herumstochern und IMMER auf einen (kleinen, winzigen....) Nachschlag verzichten und irgendwelche "Entschuldigungen" benötigen(!), sind mir irgendwie suspekt. Einige werden deshalb auch nicht mehr eingeladen. Das bin ich meinen Genießer-Freunden einfach schuldig!

Inaktiver User
31.10.2007, 08:56
Es gibt schlanke Menschen, die sich kasteien, um ja ihre Linie nicht zu verlieren und dabei völlig das Genießen verlernt haben. Das ist für eine Gastgeberin wirklich ätzend. Ich würde mich Genuß bis zur Nachspeise durchfuttern, sofern die Portionen nicht gänzlich ausufern. :hunger:

ich kann den Ärger - bedingt - schon verstehen. Allerdings will ich mir nicht meine Figur ruinieren, nur damit jemand anders zufrieden ist, sorry. Ich arbeite mit meinem Körper, jedes Kilo ist für meine Tanzpartner ne Last und außerdem find ihc mich hübsch genau so, wie ich bin.

Das heißt nicht, dass die Mühe der Gastgeber nicht schätze, es heißt ganz einfach, dass so ein Essen für mich nicht drin ist. Mach ich zuhaus ja auch nicht. Und 2 Tage hungern für einen Abend mit 2000 Kalorien tu ihc mir nicht an, dazu bin ich zu faul.

Und wenn jemand (zum Abnehmen, nciht zum Gewicht-Halten) Diät hält, dann sind doch auch alle soooo verständig...

Deinen Nachtisch würd ich aber trotzdem futtern, Nocturna. :kuss: Die Kombi aus Salat und Nachtisch ist so grade das Richtige... gesund und genuss :smirksmile:

Lakritze
31.10.2007, 11:04
Ich kenne ein ähnliches Problem:
ich bin einfach keine ausgeprägte Süß-Esserin. Das heißt, ich esse hier und da mal einen Schokoriegel, ein Stück Kuchen oder ein paar Gummibären und brauche dann eine Woche lang nichts Süßes mehr.
Bei Einladungen ist das öfter recht schwierig, gibt es doch fast immer entweder ein süßes Dessert oder Kuchen, wenn man zum Kaffee eingeladen ist. Ich hingegen esse - wenn schon Nachtisch - am liebsten frisches Obst oder Käse.
Meine Familie weiß das schon, wenn ich auch gelegentlich Unverständnis ernte. Es scheint, als seien die Süß-Liebhaber in der Überzahl.
Wenigstens kommt bei mir niemand auf die Idee, ich verzichte der Figur wegen auf Nachtisch - ich kann nämlich von allen anderen Gerichten wahre Unmengen vertilgen :freches grinsen:

Horus
31.10.2007, 11:41
Ruby - es handelt sich also um eine Person, die du sehr gut magst und mit der du dich - neben dem Esstisch - auch sehr gut verstehst?
Nun, da gibts eine einfache Möglichkeit: sprich das Problem offen an - fernab des Esstisches.
Ich nehme mal an, ihr seht/sprecht euch nicht nur im Rahmen von gemeinsamem Essen. Dann bringt das Thema mal im Rahmen solcher Gespräche auf. Es ist einfacher, sachlich über ein schwieriges Thema zu reden, wenn sich das Problem nicht gerade akut stellt.
Deine Botschaft müsste sein: Beschreibung (nicht Rechtfertigung!) deines normalen, üblichen Essverhaltens. Deutlichmachen, dass deine Ablehnung einer zweiten/grösseren Portion nichts, rein gar nichts mit Missachtung der Gastfreundschaft und Kochgünste der Gastgeberin zu tun hat. Klarmachen, dass deine Art, ein ein gutes Essen besonders zu geniessen, eben gerade nicht Vielesserei ist, sondern langsames, massvolles Essen.

Könnte das klappen?

honzina
31.10.2007, 12:36
Ich finde aber auch den Vorschlag gut, nach etwas zum Mitnehmen zu fragen. Ein Signal, dass es geschmeckt hat, aber man eben keinen Hunger mehr hat.

Den Vorschlag finde ich nun wiederum voellig absurd. Fragen wuerde ich das vermutlich nie, und mitnehmen wuerde ich Reste nur z.B. von meiner Mutter oder der engeren Familie, also im informellen Rahmen. (Wenn ich z.B. weiss, dass meine Mutter diesen Kuchen nur fuer einen bestimmten Anlass gebacken und wenn ich ihn nicht mitnehme, bleibt er auf ewig liegen.)

Aber bei anderen Leuten, Freunden oder gar Bekannten, bei denen man zum Essen eingeladen ist? Das finde ich ziemlich befremdlich. Das kaeme mir so vor wie in einem Restaurant, in dem man die Reste des Essens, fuer das man bezahlt hat, mitnimmt.

Ich stelle mir gerade vor, ich koche fuer Freunde. Beim Nachtisch wollen sie nichts mehr essen (was fuer mich kein Problem waere, obwohl ich denke, man sollte als Gast zumindest probieren), sagen aber: "Ich nehme aber gerne etwas davon mit". Faende ich sehr seltsam. Eine Essenseinladung ist ja ein gesellschaftliches Ereignis, bei dem es nicht nur ums Essen geht, sondern eben darum, dass man ZUSAMMEN isst. Sonst koennte ich ja gleich einen Kuchen backen und meinen Freunden jedem ein Stueck schicken.

Inaktiver User
31.10.2007, 13:18
@honzina,

natürlich kommt der Ausspruch: "Ich nehme aber gerne etwas davon mit" nur bei engsten Familienmitgliedern oder sehr guten Freunden vor. Ich erwähnte in meinem Erstbeitrag ja auch meine Tante ??!!!

Ich schrieb ja bereits, dass wir eine Clique sind und uns gegenseitig einladen und bekochen. Und da ist es inzwischen -weil wir uns sehr gut kennen- durchaus üblich, übriggebliebene Portionen mitzunehmen oder auch nicht.

Meist läuft das so ab: Zwischen 19.-21.00 h wird getafelt, zunächst auf den Nachtisch verzichtet; gegen 23./24.00 Uhr verspüren (meist die Männer...) wieder Hunger, langen erneut zu und die Damen "entdecken" den bisher vernachlässigten Nachtisch und wollen den wenigstens probieren. Der erweist sich oft als so lecker, dass dann auch weitere Leut' "probieren" wollen - schon ist mind. die Hälfte der Schüssel leer, was natürlich die Gastgeber erfreut.

Irgendwann ertönt die Stimme der Gastgeberin mit der Bitte: Kinners, da ist noch soviel, bitte langt doch zu, oder nehmt' euch etwas mit, bevor ihr geht, ja ? Und so wird eingepackt oder auch nicht. Wo ist das Problem ?

honzina
31.10.2007, 15:42
natürlich kommt der Ausspruch: "Ich nehme aber gerne etwas davon mit" nur bei engsten Familienmitgliedern oder sehr guten Freunden vor. Ich erwähnte in meinem Erstbeitrag ja auch meine Tante ??!!!

Ich habe ja auch nicht deinen Erstbeitrag zitiert, sondern die Verallgemeinerung dazu.

So, wie du es in deinem Freundeskreis schilderst, klingt das doch nett und entspannt. (Ausserdem geht es mich eh' nichts an, wie das in deinem Freundeskreis gehandhabt wird.)

Ich habe ja auch geschrieben, dass ich so ein Reste-Mitnehmen aus dem engeren Familienkreis auch kenne. Seltsam finde ich die Idee als 'allgemeinen Ratschlag', den man anwenden kann, wenn man irgendwo zum Essen genoetigt wird.

Inaktiver User
02.11.2007, 11:36
Wo siehst Du in Zitronengras' Beitrag eine Verallgemeinerung ? Ich sehe da keinen Zusammenhang, da sie den Besuch bei ihren Großeltern schilderte.

Sehnsuchtsvolle
04.11.2007, 22:01
... manchmal können so Einladungen auch recht entlarvend sein: Als ich einen ganzen Haufen Kollegen zum Essen da hatte, war auch eine darunter, die es figurtechnisch locker mit den Models aufnehmen kann. Sie sagt immer, das lage wohl an den Genen, denn sie würde immer üppig futtern, auch ihr Mann würde immer sagen, wo sie denn das ganze Essen lasse und überhaupt müsse sie sich nie um ihr Gewicht Sorgen machen. An dem Abend konnte ich sehen, dass "üppig futtern" für sie Salat und ein bisschen Suppe bedeutete, dabei lagen die wirklich tollen Sachen doch noch auf dem Buffet! :hunger: :freches grinsen:

Ich fordere/zwinge andere nicht zum Essen, deshalb mag ich Buffets auch ganz gern. Wenn ich Leute zum richtigen Dinner einlade, dann nur, wenn ich weiß, es wird auch geschätzt. Die o.g. Kollegin ist bei mir von der Liste. :smirksmile:

Inaktiver User
05.11.2007, 09:35
... manchmal können so Einladungen auch recht entlarvend sein: Als ich einen ganzen Haufen Kollegen zum Essen da hatte, war auch eine darunter, die es figurtechnisch locker mit den Models aufnehmen kann. Sie sagt immer, das lage wohl an den Genen, denn sie würde immer üppig futtern, auch ihr Mann würde immer sagen, wo sie denn das ganze Essen lasse und überhaupt müsse sie sich nie um ihr Gewicht Sorgen machen. An dem Abend konnte ich sehen, dass "üppig futtern" für sie Salat und ein bisschen Suppe bedeutete, dabei lagen die wirklich tollen Sachen doch noch auf dem Buffet! :hunger: :freches grinsen:

Ich fordere/zwinge andere nicht zum Essen, deshalb mag ich Buffets auch ganz gern. Wenn ich Leute zum richtigen Dinner einlade, dann nur, wenn ich weiß, es wird auch geschätzt. Die o.g. Kollegin ist bei mir von der Liste. :smirksmile:


Ich mach' auch gerne Buffets, wenn ich zum Essen einlade. Jeder darf nehmen - nicht nehmen - so viel wie er mag. Ich gebe mir dann Mühe und mache und tu' - und natürlich freue ich mich, wenn es den Leuten schmeckt. Aber:
Mir ist ihre Gesellschaft wichtiger als ihre Verzehrgewohnheiten. Eine, die ich mag, weil sie eine humorvolle, nette Frau ist, scheint nach Verzehr eines ganzen Salatblattes incl. 2 Tropfen Salatsauce satt zu sein; sie ist halt so. Auf sie verzichten, weil sie vermeintlich mein Essen nicht schätzt? Nee, denn sie ist sonst ausgesprochen unterhaltsam und sympatisch.

Was mich noch stört, ist dieses ständige "Anheizen" beim Essen: "nun greif doch richtig zu - es ist noch da - das muss alle werden - wer soll denn das alles essen - hier, Karl, das ist noch für Dich - nun lasst euch mal nicht so hängen ect"
Jedes interessante Gespräch wird im Keim durch solche Ansagen erstickt - und mir schmeckt es auch nicht besser dadurch.
Ich werde es so machen, wie Horus es vorgeschlagen hat: das Thema mal freundlich ansprechen, nicht bei Tisch.
Vielleicht bewegt sich ja doch was...

Inaktiver User
05.11.2007, 11:19
Was mich noch stört, ist dieses ständige "Anheizen" beim Essen: "nun greif doch richtig zu - es ist noch da - das muss alle werden - wer soll denn das alles essen - hier, Karl, das ist noch für Dich - nun lasst euch mal nicht so hängen ect"
Jedes interessante Gespräch wird im Keim durch solche Ansagen erstickt - und mir schmeckt es auch nicht besser dadurch.
Ich werde es so machen, wie Horus es vorgeschlagen hat: das Thema mal freundlich ansprechen, nicht bei Tisch.
Vielleicht bewegt sich ja doch was...

Ich habe das Gefühl, dass das eine "Generationenfrage" ist, kann das sein?
Wenn ichs mir recht überlege, gibt es nur eine Person, die "anheizt" beim Essen: die Oma meines Mannes.
Vielleicht hat das ja wirklich was mit Kriegs-/Nachkriegshungererlebnissen zu tun.

Sonst kenne ich das wirklich gar nicht (könnte evtl. auch daran liegen, dass man mich nicht groß zum Essen zwingen muss, wer weiß...:smirksmile: ).

Ich wurde z.B. als Kind auch nie gezwungen, den Teller leer zu essen.

Wir machen ab und zu mal Brunch und laden ein paar Freunde ein. Ich könnte noch nicht einmal sagen, wer wieviel isst oder nicht isst - weil es mir wurscht ist.
Was übrig bleibt, schenke ich weg oder friere es ein.

Sandra71
05.11.2007, 12:36
Ich kennes sowas nicht, weil ich mir das von vorneherein verbitte.

Wenn ich nichts mehr essen will, esse ich nichts mehr...und da lass ich mich auch von niemandem vom Gegenteil überzeugen.

Ich bin kein Müllschlucker, der sich noch was reinstopft, obwohl eigentlich nix mehr rein geht, "weil ja alles weg muss".

Luxusproblem...und wer keine Probleme hat, macht sich halt welche :freches grinsen:

Inaktiver User
05.11.2007, 15:44
ich kann den Ärger - bedingt - schon verstehen. Allerdings will ich mir nicht meine Figur ruinieren, nur damit jemand anders zufrieden ist, sorry. Ich arbeite mit meinem Körper, jedes Kilo ist für meine Tanzpartner ne Last und außerdem find ihc mich hübsch genau so, wie ich bin.

Das heißt nicht, dass die Mühe der Gastgeber nicht schätze, es heißt ganz einfach, dass so ein Essen für mich nicht drin ist. Mach ich zuhaus ja auch nicht. Und 2 Tage hungern für einen Abend mit 2000 Kalorien tu ihc mir nicht an, dazu bin ich zu faul.

Und wenn jemand (zum Abnehmen, nciht zum Gewicht-Halten) Diät hält, dann sind doch auch alle soooo verständig...

Deinen Nachtisch würd ich aber trotzdem futtern, Nocturna. :kuss: Die Kombi aus Salat und Nachtisch ist so grade das Richtige... gesund und genuss :smirksmile:

Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Für mich sind Leute dann "Spaßbremsen" (bitte nicht zu wörtlich nehmen :blumengabe: ), wenn man sie immer wieder einlädt und sie schon fast um Hilfe schreien, weils zur Vorspeise mal ne Cremesuppe gibt oder man mal Fondue machen will (das viele Fett :ooooh: ).

Wenn Leute nicht mal im Frühjahr Sauce Hollandaise mit auf die Spargel möchten usw....

Essen ist für mich sehr gesellschaftlich und ich mag, da bin ich dann anders als Du, dann auch keine Rücksicht auf Fette und Kalorien nehmen. Ist ja nicht jeden Tag. Und wenn man eh immer viel unterwegs ist und genug Bewegung hat, wird man von einem 2000-Kalorien-Abend nicht ne Kleidergröße zunehmen.

Falls doch: Dann stellt sich die Frage, wie weit der Stoffwechsel da durch hungern schon runtergefahren wurde.

Solange alles im Rahmen bleibt, finde ich auch ordentlich schlemmen mal völlig ok. Allerdings darf bei mir natürlich JEDER ehrlich sagen, wann er satt ist.:smirksmile:

minstrel
07.11.2007, 16:47
Ich habe das Gefühl, dass das eine "Generationenfrage" ist, kann das sein?

Ich denke das ist eine Kultur-/Mentalitätsfrage.

In Skandinavien wird man zum Beispiel immer mit Nachdruck zum Essen genötigt - das gehört ganz einfach zu den Gastgeberqualitäten dazu.

Bei mir in der Familie heisst das "soll ja keiner sagen, es hätte am *Nötigen* gefehlt".

Ich bin auch so geprägt, dass das zu einem festlichen Essen dazugehört. Ablehnungen werden im Zusammenhang mit wiederholtem glaubwürdigen Lob der angebotenen Speisen (und ihrer Reichhaltigkeit :smirksmile: ) aber akzeptiert.

Rowellan
08.11.2007, 12:35
Bei mir ist es keine Frage des "Wollens" sondern des "Könnens". Ein Überladen des Magens bzw. zu viel Fett (Stichwort "Fondue") quittiert mein Magen mit Übelkeit.
Mit dieser medizinischen Erklärung hab ich inzwischen auch die hartnäckigsten Drängler im Griff :smile:

Inaktiver User
09.11.2007, 10:39
Wie heißt es so schön (und wahr):

"man nimmt nicht von Weihnachten bis Neujahr zu, sondern von Neujahr bis Weihnachten":smirksmile:

Aus diesem Grunde greife ich, wenn ich eingeladen bin, mit Genuß zu (solange ich nicht platze - man kann sich ja auch bemühen, langsam zu essen;-), lobe die gute Küche und lege lieber zuhause, am nächsten Tag, wenn der Gastgeber es nicht sieht, einen Fastentag o. ä. ein.

Oder man kann ja bereits im Vorfeld der Einladung (das weiß man ja meist Tage, wenn nicht gar Wochen vorher) beim Essen "kürzer treten" - dann schlägt ein Schlemmerabend auch nicht so zu Buche.

Eher würde ich, wenn ich partout nichts essen/trinken wollte, einer Einladung komplett fernbleiben (eine Entschuldigung findet sich immer;-), als die Gastgeber zu beleidigen, indem ich nur wie ein Vögelchen oder garnichts esse.

demelza
10.11.2007, 11:46
Die Kriegsgeneration hat das teilweise einfach intus, dass man viel essen muß, solange etwas da ist. Kann man ihnen nicht vorwerfen, haben sie sich auch nicht ausgesucht, solche schlimmen Erfahrungen.

was machst du aber, wenn derjenige, der dir das essen aufdrängt, gar nicht mehr dieser kriegsgeneration angehört, sondern -sagen wir mal- so um die zwanzig ist? sowas passiert mir regelmäßig auf grillabenden: kaum habe ich meinen aufkeimenden hunger mit lecker nudelsalat gestillt (und meistens stopft der ordentlich), kommt jemand dazwischengeplatzt mit dem spruch: "hier - nimm - es gibt lecker fleisch!" dass ich a) schon satt bin und b) mich mitten in einer unterhaltung befinde, scheint derjenige dann meistens gar nicht wahrzunehmen.

ich kann daher das problem der threaderöffnerin gut nachvollziehen.

was ich aber noch übler finde:
wenn man am tisch mit mehreren leuten beisammen sitzt und einige der anwesenden ihren müll am tisch abladen.
oder noch mehr salatschüsseln und geschirr auf den tisch packen, so daß einem das ganze geraffel vor der nase steht und man nicht mal mehr sein eigenes trinkglas auf dem tisch abstellen kann
bzw. ein gemütliches sitzen mit eventuellem aufstützen am tisch oder ablegen der hand unmöglich gemacht wird.

demelza
10.11.2007, 13:03
Was mich noch stört, ist dieses ständige "Anheizen" beim Essen: "nun greif doch richtig zu - es ist noch da - das muss alle werden - wer soll denn das alles essen - hier, Karl, das ist noch für Dich - nun lasst euch mal nicht so hängen ect"
Jedes interessante Gespräch wird im Keim durch solche Ansagen erstickt - und mir schmeckt es auch nicht besser dadurch.
.

genau das war es, was ich damit sagen wollte - so ein abend besteht ja nicht nur aus essen und dauert schätzungsweise länger... warum also diese hetzerei und das antreiben zur eile - ich bin ja schließlich eingeladen, und nicht auf der flucht.

Inaktiver User
11.11.2007, 08:24
...zumindest für manche Leute.
Sie teilen gnadenlos aus, "scheppen" Dir Klöse, Kartoffeln und Nudeln auf den Teller, obwohl Du längst Sattigkeit signalisiert hast. Jedes am Tisch zart aufkeimende Gespräch wird mit energischem "Das muss alle werden!!" oder
"Hier ist noch ein Stück Braten, ds muss gegessen werden!!" abgewürgt. Man wacht mit strengen Argusaugen drüber, daß auch ja ordentlich gefuttert wird. Ständig schwebt drohend ein Servierlöffel hoch angehäuft mit Futter über Deinem Teller.
Und wehe, Du lehnst etwas den Nachtisch ab, dann bekommst du den ganzen hausfraulichen Unmut der Gastgeberin ab.

Sprichst Du o.g. Zustände freundlich und höflich an, bekommst Du ein lippenkräusendes "Ich meins ja nur gut!!" zur Antwort und musst Dich auf eine länger währende Schmollphase einrichten.

Kennt Ihr sowas?
Welche Strategie würdet Ihr anwenden, um die ausgesprochen nette Gastgeberin nicht zu verprellen und trotzdem nicht kugelrund und vollgestopft vom Tisch aufzustehen?

kein wirklich ernstes Problem, aber es beschäftigt mich.
Ruby

Ich kenne das Verhalten von meiner Schwiegermutter. Meine Strategie ist die, dass ich dort ca. 5-6 mal im Jahr erscheine, das Theater mitmache und schweige. Freunde oder Bekannte dieser Art hätte und habe ich zum Glück nicht.

uroborosserpent
27.12.2007, 15:40
Eine Generationenfrage? Eine Frage der Mentalität oder Kultur? Und eine Art unterschwelliger Wettbewerb? Ein Wettbewerb im Sinne von "Ich bin disziplinierter als Du!" oder "Ätsch, ich kriege meinen Bauch voller als Du!" oder "Ich kann genießen, Du nicht!" etc.

Ja, so kann man eine harmlose Esseneinladungs-Geschichte auch sehen. Auf der einen Seite die disziplinierten Frauen, die konsequent auf ihre Linie achten wollen. Auf der anderen Seite die Moppelinnen, die auf nichts verzichten wollen. Und dazwischen liegende Genießer-Mischformen.

Die einen, die es nicht schaffen, schlank zu bleiben, erfreuen sich an den Versuchen, Traumfiguren zu mästen. Das beruhigt die Neidgefühle. Die anderen, die Figurbewussten, fühlen sich zurecht angegriffen, wenn ein Nein nicht auszureichen scheint.

Ich bin selber sehr schlank und habe die Erfahrung gemacht, dass "Vielfresser" (sorry) und Häppchenesser nicht zusammen passen. Die schwergewichtigen Zulanger fühlen sich (bewusst oder unbewusst) von ihren schlanken Zeitgenossen beobachtet ("alle starren mir auf den vollbepackten Teller"), abgewertet , und sie plagt oftmals ein schlechtes Gewissen. Sie fühlen sich unter ihresgleichen am wohlsten. Genauso wie die schlanken Gäste, die es tierisch nervt, zum Nachschlagen regelrecht gedrängt zu werden. Es ist wirklich so, dass sich gleich und gleich gern gesellt.

Und wie heisst es: Das Gegenteil von schlecht ist nicht gut, sondern gut gemeint. Und diese negativen Absichten muss ich (vorzugsweise dicken) Gastgebern und Gästen unterstellen, die dauernd mein Essverhalten kommentieren und steuern wollen, obwohl ich selber sehr tolerant bin, mir Kommentare verkneife. Mein Motto: "Sollen sie essen, was sie wollen, vom Zuschauen werde ich ganz sicher nicht rund. Leben und leben lassen".

LG

Sugarnova
27.12.2007, 17:54
Klasse, zu Weihnachten wird der Strang wiederbelebt.

Ich kann BEIDE Seiten verstehen. Ich bin gerne Gastgeberin und verwöhne meine Gäste. Andererseits hab ich - eher durch äußere Umstände als durch Planung - abgenommen. Und so unangenehm die Umstände waren, so angenehm ist mir meine neue Figur, und die will ich auch gerne halten.

Ich bin schon ein Genießertyp, aber ich KANN einfach nicht mehr soviel essen. Welche Auswirkungen das hat, konnte ich bei der diesjährigen Weihnachtsvöllerei beobachten. Ich KANN einfach nicht vier Mal am Tag reichlich essen.

NICHTS hasse ich so sehr wie Buffets und Brunches - ich finde diese Massenesserei einfach grauslich. Lieber nur eine Portion aus ausgesuchten Zutaten ...

Und jip, wenn Massen aufgefahren werden, dann ist der Gast irgendwo verpflichtet, sich zumindest an der Verputzungsaktion zu beteiligen... andererseits gibt es für einen Gastgeber nichts Schlimmeres als einen zickigen Esser. Bisher nur einmal erlebt mit einem Veganer, der nach der dritten Portion Gemüseauflauf fragte, ob der Käse vegan sei.

Einen umgangstonsicheren Ausweg hab ich auch nicht. Ich versuche, weniger, gesund und ausgesucht aufzutischen. Ich lehne aber mittlerweile auch das Stück Kuchen ab, das mir ungefragt auf den Teller geladen wird.

Kappuziner
31.12.2007, 13:20
Manche Gastgeber haben da wirklich eine generalstabsmäßige Planung, das finde ich auch unangenehm.
Aber ich habe eine ganz nützliche Macke, schon seit ich ein Kind bin, ich weiß nicht, woher das kommt aber es ist wirklich nützlich: ich kann nichts essen, was mir von anderen Leuten auf den Teller gehäuft wird. Das war schon immer so und alle meine Bekannten wissen das. Was zur Folge hat, dass ich mir immer selber nehmen darf und alles unter Kontrolle habe. Wer mich beim Essen beobachten will, fein, soll er ruhig - aber was ich esse, bestimme ich.
Das gibt zwar immer wieder Diskussionen, aber die sind dann nicht so unangenehm. Ich erzähle dann immer noch, dass ich auch nicht mein Essen mit anderen Leuten teilen kann - da gibt es eine sehr lustige Episode von "Friends", wo es genau darum geht - und dann hat man das Ganze etwas aufgelockert.

Tahnee
31.12.2007, 16:08
Wenn man heute einkaufen war, konnte man echt denken, daß Essen das Nonplusultra ist. Bereits um 10 Uhr waren in unserem Penny (beim Edeka nebendran sah es ähnlich aus) so simple Sachen wie Orangen, Bananen und Sahne alle. Inkl. 3 Schlangen an den Kassen bis zum Abwinken. Na danke!

Inaktiver User
31.12.2007, 17:06
Manche Gastgeber haben da wirklich eine generalstabsmäßige Planung, das finde ich auch unangenehm.
Aber ich habe eine ganz nützliche Macke, schon seit ich ein Kind bin, ich weiß nicht, woher das kommt aber es ist wirklich nützlich: ich kann nichts essen, was mir von anderen Leuten auf den Teller gehäuft wird. Das war schon immer so und alle meine Bekannten wissen das. Was zur Folge hat, dass ich mir immer selber nehmen darf und alles unter Kontrolle habe. Wer mich beim Essen beobachten will, fein, soll er ruhig - aber was ich esse, bestimme ich.
Das gibt zwar immer wieder Diskussionen, aber die sind dann nicht so unangenehm. Ich erzähle dann immer noch, dass ich auch nicht mein Essen mit anderen Leuten teilen kann - da gibt es eine sehr lustige Episode von "Friends", wo es genau darum geht - und dann hat man das Ganze etwas aufgelockert.

Hihi, das wird dann aber schwierig im Restaurant! Ich seh schon eine Kappuziner mit Teller und Löffel die Küche kapern!:freches grinsen:

Kappuziner
03.01.2008, 16:16
Du lachst! Aber im Ernst: ich lasse mir zwar von dem Kellner gerne eine Portion auftischen, aber ich werde richtig ernsthaft sauer, wenn Leute was von meinem Teller wegnehmen. Ich finde das sozusagen "übergriffig". Das ist kein Geiz, ich spendiere den Leuten gerne ihre eigene Portion, aber ich mags nicht... ist "mein Revier"

minstrel
03.01.2008, 16:24
Futterneidisch bin ich auch. Aber ich kontrolliere den Reflex, andere von meinem Essen wegzubeissen. Nur wenn ich wirklich Hunger habe - dann kann ich niemandem empfehlen, sich an der von mir beanspruchten Nahrung zu vergreifen...

(Diese Menschen, die immer "nein - ich kann grad noch nichts essen" sagen und dann ihre Zähne bis zum Anschlag in MEIN Crêpe rammen, die könnte ich....)

Aviva
03.01.2008, 21:29
Ich denke das ist eine Kultur-/Mentalitätsfrage.
In Skandinavien wird man zum Beispiel immer mit Nachdruck zum Essen genötigt - das gehört ganz einfach zu den Gastgeberqualitäten dazu.
Bei mir in der Familie heisst das "soll ja keiner sagen, es hätte am *Nötigen* gefehlt".

:allesok: So sehe ich das auch. Ich bin ebenfalls so erzogen worden, dass man fuer Gaeste ordentlich auftischen sollte, damit diese sich willkommen fuehlen. Zum Essen gezwungen wird bei mir niemand, aber es ist immer reichlich vorhanden.

Deutsche haben da oft ein etwas anderes Verstaendnis von Gastfreundschaft. Mir ist es in keinem anderen Land je passiert, dass ich als Gast um etwas zu Trinken betteln musste (z.B. nach einer langen Autofahrt), oder dass die Gaeste nicht wirklich satt geworden waeren. Das ist fuer mich typisch deutsch, v.a. norddeutsch. Hurra, ein Vorurteil!! :smirksmile:

Sonderzeicen
08.01.2008, 00:44
allerdings. wie aus dem thread ersichtlich, gibt es zahlreiche deutsche, darunter auch einige meiner aus norddeutschland stammenden verwandten, bei denen so viel aufgetischt wird, daß man das gefuehl hat, der essensmangel der nachkriegszeit muesse kompensiert werden. das ganze ist dann auch begleitet von wiederholten forderungen, dass jetzt alles weg muesse, man wolle doch das gute essen nicht wegwerfen etc. mich nervt das, und mir waere wenig, dafuer aber exquisit, manchmal lieber.

Lisa_S
15.01.2008, 09:44
Hey, wozu sind schlanke, Alles-essen-dürfende-ohne-zunehmende Ehemänner da?

Bei mir heisst es einfach "Ich kann nicht mehr. Nimm Du!"

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :engel: :engel: :allesok: