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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Starke Sehnsucht, wie geht ihr damit um?



Yvonne
10.03.2005, 13:50
Ich habe ein Problem, von dem ich zuerst dachte, dass es gar keines sein kann. Ich bin 31, aber die wahre Freude am Sex habe ich erst in den letzten Jahren entdeckt. Von 19 bis 26 war ich fast sieben Jahre mit einem Mann zusammen, mit dem es bestenfalls „schön“ war. Ich habe ihn geliebt und fühlte mich auch bei ihm geborgen :smile:, aber im Bett war es nicht aufregend. :niedergeschmettert: Am meisten habe ich es genossen, wenn ich spürte, dass er mich begehrte, dass er auf mich abfuhr, auf meinen Körper.

Das Gefühl gab er mir und so sah ich auch darüber hinweg, dass er zumeist sehr früh kam. Ich habe zwar auch Orgasmen gehabt mit ihm, aber nur sehr selten, wenn ich sehr entspannt war und er mich sehr lange gestreichelt hatte.

Rückschauend kann ich gar nicht begreifen, wie ich so lange mit so wenig zufrieden sein konnte. :gegen die wand: Denn bei meinem nächsten Freund wurde alles anders. Er war gut zehn Jahre älter als ich und ein schwieriger Typ. Sehr emotional, aber auch sehr zerstörerisch, vor allem selbstzerstörerisch. An seinen Launen und Selbstzweifeln bin ich fast zu Grunde gegangen. Im Bett aber ist er sehr auf mich und meine Bedürfnisse eingegangen, hat mich mit seinem vorsichtigen Herantasten und Fragen und mit seiner gleichzeitigen rückhaltlosen Gier regelrecht „geformt“. :smile:

Ich wurde beim Sex mit ihm viel selbstbewusster. :yeah: :allesok: Vor allem mein Blickwinkel änderte sich, ich schaute nicht mehr verstärkt auf ihn, den Mann, sondern mehr auf mich. Das Ergebnis war jedoch, dass ich selber dabei immer gieriger wurde. Je befriedigender mein Sexleben wurde und je intensiver meine Orgasmen waren, desto mehr wollte ich davon haben.

Vor einem knappen Jahr habe ich mich von meinem Freund getrennt. Es war sehr schmerzhaft, den Schritt zu gehen, aber letztlich unausweichlich. Ich bin auch froh, dass ich es schaffte, diese Entscheidung zu treffen, denn wenn er mich irgendwann verlassen hätte, wäre es noch viel schlimmer gewesen.

Ich denke heute, dass mein Verlangen nach immer mehr Sex auch etwas damit zu tun hatte, den Schwierigkeiten, die ich außerhalb des Bettes mit meinem Freund hatte, auszuweichen. Fakt ist aber, dass ich auch heute noch damit zu tun habe, dass meine Sehnsucht nach Sex sooooo stark ist. :peinlich:

Ich hatte im letzten Jahr zwei kurze Affären, eine mit einem Kollegen, eine mit einem Mann, den ich im Urlaub in Spanien kennenlernte. Er wohnte fast 300 Kilometer entfernt und wir sahen uns nach dem Urlaub nur noch an den Wochenenden. Ich merkte dabei, dass meine Ansprüche an Sex immer größer geworden waren. Vielleicht ein Teufelskreis? Einerseits konnte ich im Bett nicht genug kriegen, andererseits war mir das, was die beiden Männer mir geben wollten oder konnten, nicht genug. Überforderte ich sie? Darf eine Frau einfach so viel fordern im Bett? :wie?:

Ich habe mir viele Gedanken gemacht und bin nun an einem Punkt angekommen, wo ich nicht mehr so recht weiter weiß. Obwohl ich sicher bin, dass mein sonstiges Leben (Job, Freundinnen, Familie) ausgeglichen und schön ist, wird meine Sehnsucht nach Sex zu einem Problem. Ich denke ständig daran, wenn ich auf der Straße einen attraktiven Mann sehe, oder ein verschmustes Pärchen, manchmal auch bei hübschen Frauen.Ich befriedige mich täglich, immer vor dem Schlafengehen und oft auch noch nach dem Aufwachen oder unter der Dusche.

Es sind auch Phasen dabei, der Zyklus spielt eine Rolle. Vor den Tagen ist es ganz besonders "schlimm". :peinlich:

Ich weiß nicht, wie das bei anderen Frauen ist, aber meine starke Gier ist mir etwas unheimlich. Andererseits habe ich gelesen, dass auch viele Männer sich täglich befriedigen. Warum sollte ich als Frau nicht auch das Recht haben, dass Sex einfach schön für mich ist und ich ihn mit oder ohne Partner genießen darf?? Es mag einigen von euch albern vorkommen, aber es beschäftigt mich sehr. Ob ich noch normal bin oder schon zuuu sehr auf Sex fixiert? :wie?:

Liebe Grüße Yvonne :smile:

Thomas40
10.03.2005, 15:53
Hallo Yvonne,

was Dich offensichtlich beschäftigt, sind zwei Dinge:

A) Was mache ich mit der starken Sehnsucht?

und

B) Ist diese normal?

Was A) angeht, weiß auch ich keinen "praktischen" Rat. Was bleibt anderes übrig, als sich immer dann zu befriedigen, wenn man niemanden hat, mit dem man diese Sehnsucht ausleben kann? Ich tu's dann auch.

Aber was B) angeht, möchte ich fragen: Was ist normal? Dem Worte nach "innerhalb der Norm". Wobei es egal ist, ob man unter "Norm" die moralisch oder gesellschaftlich gesetzte Norm (= Regel/Gesetz) ansieht oder die Empfindung der Mehrheit (Norm durch Majorität).

Ich bin ein Mann. Wenn ein Mann mich fragen würde: "Du, ich habe jeden Tag Lust...", dann würde ich ihm antworten: "Ich glaube, das ist normal - so empfinden die meisten Männer".

Wenn eine Frau das gleiche fragt, kann ich natürlich nicht wissen (oder fühlen), ob es normal ist.

Aber wovon ich absolut überzeugt bin, ist, dass eine tägliche Lust - selbst wenn sie im Vergleich zur Majorität unnormal sein sollte - bestimmt weder verwerflich noch krank ist. Natürlich gibt es auch eine krankhafte Form der Sexfixierung - wenn sie wirklich alle anderen Lebensempfindungen und -interessen überlagert. Aber Du schriebst, dass das nicht so ist.

Also, lange Rede kurzer Sinn: Vielleicht ist Deine tägliche Lust im Vergleich zur weiblichen Majorität unnormal, aber sicher nicht verwerflich oder sonst moralisch oder gesundheitlich besorgniserregend. Unnormal ist nicht gleichzusetzen mit pervers oder krank.

Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du bald eine Mischung aus beiden Männern kennenlernst - ich meine, die richtige Mischung natürlich... :-)

Liebe Grüße
Thomas

Inaktiver User
10.03.2005, 17:03
Liebe Yvonne,

bitte setze dich nicht selbst unter Stress, indem du auf das Echo der überkommenen Vorstellung, eine "anständige" Frau sei nur höchst maßvoll geil, lauschst. Freu dich! Viel mehr Frauen und auch Männer beklagen sich über die eigene Lustlosigkeit oder die des Partners.

Was sollen da Normwerte, die höchstens eine quantitative Verteilung aufzeigen, die für dich als Individuum in keiner Weise Richtschnur ist. Du kämst doch auch nicht auf den Gedanken, unnormal zu sein, wenn du dir viermal täglich die Zähne putzt, weil du dich dann besser fühlst, während die Mehrzahl das höchstens zweimal macht.

Fordern darfst du als Frau in einer Beziehung soviel Lust, wie du willst. Genau wie ein Mann das darf. Daraus darf natürlich kein Zwang zur Lusterfüllung resultieren. Wenn der männliche Partner in dem Moment nicht "klassisch" vögeln kann oder will, besteht ja noch die Möglichkeit, dass er dich manuell oder oral oder mit einem Toy in himmlische Sphären katapultiert. Wenn ihm der Sinn gar nicht nach Sex steht (oder wenn du keinen Partner hast), machst du es dir eben selbst. Natürlich ohne auf ihn sauer zu sein, denn er hat das Recht zur Verweigerung.

Jeder Orgasmus ist eine Plusbuchung auf deinem Glückskonto. Und wer hat schon was zu verschenken? :smirksmile:

Inaktiver User
10.03.2005, 18:06
Yvonne,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Es gibt keine Norm und keine erlaubte oder unerlaubte Lust.

Ich kann deine Gefühle auch durchaus nachvollziehen. Bei mir kommt hinzu, dass ich umso mehr Lust auf Sex habe, desto mehr (guten) Sex ich habe. Insofern kann es durchaus vorkommen, dass ich in einer bestehenden Partnerschaft min. genauso häufig masturbiere wie in Single-Zeiten.

Bin ich über längere Zeit Single (oder ist die Sexualität in der Partnerschaft etwas eingeschlafen) so sinkt auch mein Wunsch nach Sex...

Mag merkwürdig sein, ist aber so

Lukulla
10.03.2005, 18:54
Eigentlich lustig, dass Du den Thread mit "Starke Sehnsucht" betitelt hast.

Das trifft ja wohl nicht das, was Du hast? Du hast Lust hoch 10 und willst die ausleben? Kenn ich das Gefühl, und solange frau keinen Mann hat, mit dem sie das tun kann, (und im Widerspruch zu der allgemeinen Überzeugung, dass Männer viel und immer, auf jeden Fall öfter als frau wollen, kann ich nur aus Erfahrung beitragen: leider nein!) ist Selbstbefriedigung was sehr Schönes. Je kreativer Du damit umgehst, und diverse Spielzeuge und eine durch Erzählungen angeheizte Phantasie und durch Bilder angeheizte Sinne miteinbaust, um so mehr wirst Du Dich entdecken.

Diese Lust mit einem Mann zu leben ist dann hohe Kunst.
Ihn zu finden ist viel schwierigrer, als man gemeinhin annehmen möchte...
in diesem Sinne: geniesse Deine Lust, zelebriere sie und fordere sie mit jedem Mann heraus.

Emanze44
10.03.2005, 18:58
Hallo Yvonne,
Was willst du uns mit deinem Posting eigentlich fragen?
Ob du nymphoman bist oder was?
Freu dich, dass du Lust hast, such dir einen Mann, der deine Leidenschaft teilt und sie auch zu schätzen weiß.
Diese Leidenschaft ist kein Manko sondern eine Qualifikation.
So sehe ich das und sicherlich viele Männer auch.
LG
emanze44

Yvonne
10.03.2005, 19:58
@ all

Vielen Dank für eure Antworten. Und die lieben Gedanken. :blumengabe: Was ich fragen wollte, Emanze44? Vielleicht war es auch ein Suchen nach Antworten wie euren? Das Thema beschäftigt mich eben sehr. Weil ich spüre, dass sich mein Verhältnis zum Sex in den letzten Jahren sehr stark verändert hat. Anfänglich war ich scheu und mit wenig zufrieden, heute habe ich die Befürchtung, zu große Erwartungen und Sehnsüchte zu haben und eine mögliche Liebe zu einem Mann damit zu überfordern. :niedergeschmettert:

Einige von euch sprachen es ja schon an, dass es mir nicht leicht fallen wird, einen Partner zu finden, mit dem ich meine Lust ausleben kann. Mein Zweifeln bezieht sich dann darauf, ob ich als genügsamere Frau nicht vielleicht einfacher durchs (Liebes-)Leben kommen würde und damit letztendlich glücklicher sein würde. :wie?:

Andererseits spüre ich auch, dass es kein Zurück zur Keuschheit mehr für mich gibt. :schild genau: Sicher sind es Phasen, es gibt auch Tage, an denen ich nicht so gierig bin. Aber ich habe eben die Erfahrung gemacht, dass und wie sehr Sex mir gut tut und wie sehr ich mich als Frau dabei spüre. :yeah:

Natürlich sehne mich ganz stark danach, mich zu verlieben und mit einem geliebten Menschen zusammen zu sein. Und ich denke auch, dass der Sex zwar ein wichtiger, aber eben nur "ein" Aspekt in einer solchen Liebe ist. Gerade deshalb habe ich aber ein wenig Angst davor, dass ich die Männer überfordern könnte.

Liebe Grüße Yvonne :smile:

Inaktiver User
10.03.2005, 21:02
Hallo Yvonne,

die Befürchtung, vielleicht zuviel von den Männern/einem Mann zu verlangen und erwarten, kenne ich auch. Allerdings primär, was Beziehungsdinge angeht.
Frau wird halt im Laufe ihres Lebens, auch wenn es noch so kurz wie das meine ist, anspruchsvoller. Ich bin Dauersingle, und sicherlich wünsche ich mir einen Freund, und ich frage mich, warum ich mich nicht damit zufrieden gebe, mich auf einen der wirklich netten Männer, die sich schon um mich bemüht haben, einzulassen. Aber wirklich nett und um mich bemüht reicht mir halt nicht. Und nochmal würde ich mich mit den Brocken, die mein Ex mir hinwarf, nicht zufrieden geben.

Verstehst Du, was ich meine? Es ist ok, Ansprüche zu haben, das heißt aber auch, daß man manchmal auch gar nichts bekommt, wenn man nicht irgendwas/das Mittelmaß will.

Obwohl ich denke, daß doch eigentlich viele Männer von Deiner Lust begeistert sein müßten? Man hört doch eher immer umgekehrt, daß die Männer sich darüber beklagen, daß sie häufiger als ihre Freundinnen wollen?
Wenn Du nun wirklich mit jemandem liiert wärst, an dem Dir viel liegt, der aber vielleicht sexuell nicht ganz so aktiv ist/sein möchte wie Du, dann müßtest Du halt schauen, ob Du damit leben kannst, und wie Du Deine Lust sonst anders ausleben kannst. Auch Männer befriedigen sich selbst, wenn sie in einer Beziehung leben, warum also nicht auch Frauen?

Und was Dein generelles sexuelles Verlangen angeht: Hm, also ich hab auch Phasen, da habe ich jeden Tag Lust... und dann halt auch mal wieder nicht. Und so scheint es recht vielen Frauen zu gehen... oder posten hier nur die sexuell sehr interessierten?
Fazit: So lange es Dir Vergnügen und keinen Zwang bereitet... Genießen und keinen Kopf machen!

Schöne Grüße,

Lauren

CoolCat
10.03.2005, 22:02
Hallo, Yvonne,

das ist völlig normal!
Die meisten Frauen entdecken erst um die 30, wie schön Sex wirklich sein kann.
Mach dir keinen Kopf...
Solange du niemanden hast, mit dem du es teilen kannst, genieß es für dich!
Kein Grund, sich Sorgen zu machen. :blumengabe:

LG, CoolCat

Inaktiver User
10.03.2005, 23:07
Hallo liebe Yvonne,

Deine Geschichte kommt mir auf eine Weise bekannt vor. Ich bin 34 und habe inzwischen etwas Interessantes entdeckt.

Wie Du kannte ich bis in die späten Zwanziger nur Sex, der nett war, und ich dabei stolz war, überhaupt was zu haben. Irgendwie war es in Ordnung, denn ich empfand mich ohnehin nicht als Frau, sondern eher als „Es“. Irgendwie war es aber doch nicht in Ordnung...!?

Mit 30 dann traf ich einen Mann, der mein Herz komplett von innen nach außen stülpte, und mit dem ich meine erste echte lange Nacht voll verspielter und ungehemmter Vögelei erlebte. Das machte mich auf viel zu starke Weise glücklich, um es ignorieren zu können.

1 Jahr später kam ich schließlich mit einem Mann zusammen (allerdings menschlich sehr authentisch und selbstsicher), der von Kopf bis Fuß aus Erotik und Sinnlichkeit bestand. Er liebte es zu berühren und er entwickelte eine Phantasie im Bett, die einen schlichtweg mitreißen musste. Wir hatten soviel Sex miteinander, wie ich die ganzen Jahre davor nicht zusammenbekam und ständig kam eine neue Spielart dazu. Mal war es die (über)sinnliche Abenteuerreise, dann wieder „klatschende Lendenfreude“. Ich selbst wurde immer mutiger und verwegener, entwickelte eine Lust, die mir nicht bekannt war und plötzlich war ich diejenige, die den „Hals“ nicht voll kriegen konnte. Meine eigenen Phantasien tauchten wieder auf, die in ganz ungewohnte Richtungen gingen. Ich, das „Es“. Er hat mich zur echten Frau gemacht, zum Vollweib. Und ich lief mit einem Selbstbewusstsein durch die Gegend, das klar ausstrahlte: Ich Bin Frau! Und von dem Moment an schwor ich mir: nie wieder weniger!!!

Doch es kam nach ihm ein „wieder weniger“. Und ich fühlte mich wie ent-fraut. Wie in meinem Recht auf volles Frausein gedemütigt. Aber in punkto Sex stand mit dem Mann, den ich nach 3 Wochen heiratete, eine andere Aufgabe im Raum. Und diese fange ich gerade an zu verstehen und was ich Dir jetzt zu bedenken geben möchte.

Nach dem „ganz viel“ kam erst mal das „eher wenig“ und alles, was ich an fraulich-erotischem Selbst-Verständnis über mich aufgebaut hatte, fiel in sich zusammen. Er gab es mir nicht – also hatte ich es nicht. Selbstbefriedigung hin oder her. Mein Frausein verlor sich mit der ausbleibenden Lieferung von außen. Wurde wieder zum „Es“ – mit der Sehnsucht nach der Frau in mir.

Vor kurzer Zeit dann machte ich eine spezielle Erfahrung. In der vollzog ich plötzlich SELBST die Verbindung zwischen mir und meinem weiblichen Körper und der Lust! In der ich SELBST mich als Frau erkannte und zur Frau aus eigener Überzeugung wurde.

Und da liegt der Punkt! Der Punkt, warum Du nun, da Dir befriedigender Sex vorenthalten wird, mit einer Sehnsucht umherläufst, die Dich fertig macht und kein Ventil findet.

Du hast zwar nach einer langen Zeit sexuellem Mittelmaß ein Höchstmaß an Freude und Befriedigung erlebt, aber es wurde Dir regelrecht „besorgt“. Von außen gebracht, in der Du, obwohl selbst aktiv mitmachend, dennoch nur passiv Dein Frausein EMPFANGEN hast. Jemand anderes hat das Weib in Dir hervorgeholt.
Ohne diese „Lieferung“ aber fällst Du auf Dich zurück. Die, in deren Verantwortung es eigentlich liegt, sich selbst ihre Weib-lichkeit zu bestätigen.

Deine Sehnsucht wäre also letztlich nichts anderes, als die Sehnsucht nach Dir selbst als GANZE Frau.

Die „Funktion“ Deines Super-Liebhabers war möglicherweise die, Dir eine konkrete Vorstellung in Erinnerung zu holen, was in Dir liegt. Aber fortsetzen musst Du den Prozess selber. Er hat beim Sex etwas in Dir zusammengefügt, was eigentlich immer noch gespalten ist. Nur hat er diese Spaltung nicht gekittet, sondern lediglich für den Moment überbrückt.

Suche nicht nach befriedigenden Liebhabern, denn sie werden Dir nicht geben können, was Du Dir selbst vorenthälst. Vielleicht ist es das Akzeptieren aller Aspekte Deines weiblichen Körpers? Vielleicht ist es etwas anderes. Das kannst nur Du wissen. Sicher dagegen ist: Deine "Lustfülle" ist absolut normal und möglicherweise probierst Du es tatsächlich mal mit einer Frau aus. Du siehst ja bereits die Schönheit in ihnen, also kann das nur bedeuten, dass Du auch die Schönheit in Dir bereits begonnen hast zu erkennen.

Bei mir selbst sieht es sexuell nun so aus, dass das "eher weniger" überhaupt keine Frage mehr von weniger oder mehr ist. Es ist intensiver als jemals für möglich gehalten - und diese Tiefe konnte mir selbst der "Super-Lover" nicht schenken.

Vielleicht kannst Du etwas damit anfangen? Ich wünsche Dir jedenfalls alles Liebe!

Sandra

Mausiinuk
11.03.2005, 01:12
Liebe Yvonne

ich verstehe ganz genau was du meinst. Auch ich hatte bis in meine fruehen dreissiger recht netten Sex. Dann traf ich einen Mann mit dem ich sexuell unglaublich kompatibel war.

Ich hatte bis dahin zwar von solcher Leidenschaft getraeumt aber nie geglaubt das es im RL moeglich waere. Leider war unsere Beziehung nicht nur sexuell explosiv - wir haben uns richtiggehend gegenseitig fertiggemacht mit all der Leidenschaft. Psychologische Spielchen und Dramen waren an der Tagesordnung.

Er war der erste der sich - mit grossen Muehen, hin und her, Anklagen und Traenen auf beiden Seiten - aus der Beziehung befreite. Ich war fuer lange Zeit totungluecklich und es fiel mir schrecklich schwer darueber hinwegzukommen (ich bin nicht mal jetzt sicher das ich es geschafft habe).

Ich weiss jetzt das ich Leidenschaft mit Liebe durcheinandergebracht habe aber das aendert nichts an der Tatsache das ich niemals vorher und auch seitdem so starke Gefuehle fuer jemanden hatte, und ganz sicher hatte ich seitdem nie wieder so guten Sex.

Mir geht's aehnlich wie dir - irgendwie bin ich sexuell erweckt worden, habe endlich, endlich all die anerzogenen Hemmungen abgelegt und nun sitz ich da mit all meiner Begierde und finde nicht den richtigen Partner, um das alles auszuleben.

Ich hatte seitdem eine ernsthafte Beziehung mit einem sehr sehr lieben Mann - nur leider war der Sex aus verschiedenen Gruenden absolut grauenhaft - und behelfe mir nun mit einer lockeren Affaere mit einem verheirateten Mann. Leider ist das auch nicht das wahre.

Worueber ich mir allerdings nie Gedanken gemacht habe -im Gegensatz zu Dir- ist ob diese Gier nach Sex und/oder Befriedigung normal ist. Ich denke das es voellig normal ist und auch die verschiedenen Phasen im Zusammenhang mit dem Zyklus kenne ich.

Ich glaube nicht das du zu sehr auf Sex fixiert bist, das waere wohl nur so wenn du an nichts anderes mehr denken wuerdest. Ich kann auch nichts schlimmes oder anomales dabei finden wenn du dich taeglich selbst befriedigst (hab selbst gerade wieder so eine Phase). Ich wuerde mir da an deiner Stelle weiter keine Gedanken machen.

Freu dich einfach das du sexuell aufgeschlossen bist und weisst was du willst - und das du das in einer Beziehung auch einfordern kannst.

Ich wuensch dir alles liebe.

LG
Manu

Stier65
11.03.2005, 08:13
Sehr aufschlussreicher Thread.
Inmitten der (in der jüngsten Vergangenheit) häufig anzutreffenden Oberflächlichkeiten hier eine echte Bereicherung.
Danke. :allesok:

Kamala
11.03.2005, 10:13
@ Sandra

Ich bin wirklich platt von dem, was du da schreibst !! Wahnsinn !!!

Genau das ist es - der Schlüssel ...

Ich suche und suche und suche, aber finde niemanden, der "es" füllt....

Ich muß es selber füllen, dämmert es gerade...

Inaktiver User
11.03.2005, 12:38
Hallo Yvonne,

Ich kann nichts unnormales daran finden, dass man etwas, das einem Spass und Freude bereitet moeglichst haeufig machen moechte. Zwanghaft ist das erst, wenn man sich in erster Line auf diese Sache fixiert und das restliche Leben darunter leidet. Der Uebergang zur Sucht ist sicher fliessend.
Wenn die Gedanken in erster Linie nur noch um das eine kreisen (egal was es nun ist, suechtig kann man nach vielen Dingen werden), und man sich kaum noch auf was anderes konzentrieren kann und man das ganze nicht mehr als schoen sondern nur noch als Belastung empfindet, dann kann man wohl von Sucht sprechen. Ist das bei dir so? Die Frage kannst du nur selber beantworten.

Ansonsten: Jeder Mensch hat eine individuelle Libido. Deine ist eben etwas ausgepraegter. Da gibt es keine Norm. Gesellschaftliche Konventionen - eine Frau hat gefaelligst "keusch" zu sein, sonst gilt sie als unanstaendig - sollten wir doch allmaehlich ueber Bord geworfen haben.

Die Frage ob eine Frau so viel fordern "darf" ist also irrelevant. Natuerlich darf sie... Darf ein Mann das? Klar, er ist ja ein Mann und Maenner sind ja bekanntlich den ganzen Tag ueber scharf... aeh... oder nicht?

Das ist natuerlich genauso ein daemliches Klischee und stimmt definitiv nicht...

Was jetzt die Erfuellung der koerperlichen Beduerfnisse angeht... das ist wieder ein anders Thema. Dazu spaeter mehr...

Dory

Yvonne
11.03.2005, 15:02
Dank euch allen wieder für eure Antworten. :blumengabe:

Liebe Sandra und Manu, es hat mir gutgetan, zu lesen, dass es euch ähnlich ging. :smile: Wenn mir auch manches klarer wurde, so türmen sich auch neue Fragen auf.

Es ist vielleicht „normal“, dass wir Frauen eine Zeit brauchen und manchmal auch einen bestimmten Mann, der uns „erweckt“ und sexuell so richtig zur Frau macht? Bei mir war es jedenfalls definitiv so und es hinterläßt mir nun eine Fülle disparater Gefühle, mit denen ich versuche umzugehen.

Ich hatte auch eine Zeitlang Angst, sexsüchtig zu sein. Aber es half mir dann, mich über diesen Begriff schlau zu machen. Dass der oder die Sexsüchtige eben den Sex vor allem als ein Mittel benutzt, um andere Probleme, die er oder sie hat, zu betäuben. Vielleicht war es in der Beziehung zu meinem Freund ein bisschen so, dass wir sehr oft und schnell auch deshalb übereinander herfielen, weil wir dann am gelöstesten und problemlosesten zusammen sein konnten?

Aber es war vor allem die unglaubliche Lust, die ich mit ihm, mit mir und mit meinem Körper, mit allen meinen Sinnen erleben konnte, die mich so wahnsinnig machte und die nun immer wieder diese starke Sehnsucht in mir auslöst. Nicht ein Davonlaufen vor etwas anderem, das mich bedrückt.

Ich fühle mich „danach“, wenn ich mich befriedigt habe, auch immer gelöst und warm, keinesfalls schuldbewusst oder einsam. :smile: Und auch deine Beobachtung, Marotte, teile ich. Wenn ich tollen Sex mit einem Mann hatte, senkt das nicht meine Lust, mich zu befriedigen, sondern steigert sie eher. :smirksmile:

Das gesellschaftliche Moment, das beschäftigt mich jedoch schon. Es ist mir nicht so einfach wie vielleicht einigen von euch, mich über alle Konventionen hinwegzusetzen. Vieles ist doch in mir als Frau drin. Sehnsüchte, als Prinzessin behandelt und von dem Traummann so wahrgenommen zu werden zum Beispiel. Ich merke das beim Flirten. Letztes Wochenende war ich auf einer Party bei einem befreundeten Paar und dort traf ich einen Mann, der mir gefiel und der sich auch stark für mich zu interessieren schien. Ich suchte dann aber auch schnell nach „Fehlern“ bei ihm, nahm es wahr, dass er abgelenkt schien und wurde kühl. Vielleicht ein Fehler?

Ich weiß, dass man die Sexualität einer Liebesbeziehung nicht voraussehen und –planen kann. Das ist ja irgendwie auch das Schöne daran. Dass man sich zusammen entwickelt. Für eine Frau, die (nun) ein so starkes und schönes und großes Verlangen und Sehnsucht in sich hat und spürt, ist es nur schwerer, das zu managen und damit umzugehen wie für einen Mann, bei dem es eh allen von vorneherein klar ist, dass er immer scharf wie Lumpi sein darf/muss. :freches grinsen:

Alles liegt aber in mir, ich muss es lernen, mich auch sexuell vom Es zum Ich zu entwickeln. Da gebe ich dir total recht, Sandra. :wangenkuss:

Liebe Grüße Yvonne :smile:

Inaktiver User
11.03.2005, 17:19
Es ist vielleicht „normal“, dass wir Frauen eine Zeit brauchen und manchmal auch einen bestimmten Mann, der uns „erweckt“ und sexuell so richtig zur Frau macht? Bei mir war es jedenfalls definitiv so und es hinterläßt mir nun eine Fülle disparater Gefühle, mit denen ich versuche umzugehen.



Bei mir war das definitiv nicht so. Meine Libido ist von ganz alleine aufgewacht, dafuer brauchte es keinen Mann. Ich habe ja sogar schon Sex mit mir selber gehabt, bevor ich ueberhaupt so recht wusste, was ich da tue. Das wurde mir erst viel spaeter klar als ich mal darueber gelesen habe. Das war dann ein ziemlicher Aha-Effekt. (Von Aufklaerung war damals leider nicht viel zu sehen bei mir. Das war alles ein Mysterium, das ich aber zum Glueck dank meines Instinktes trotzdem entschluesseln konnte. Verklemmte Zeiten.)

Dory

Yvonne
11.03.2005, 18:02
Liebe Dory,

entschuldige bitte das "normal" aus meinem letzten Stück. :blumengabe: Ich hatte das nur geschrieben, weil ich so froh war, mit meinen Erlebnissen nicht allein zu stehen.

Es ist ja nicht so wichtig, wie eine Frau dazu findet, ihre Lust zu entdecken. Hauptsache ist doch, dass sie sie überhaupt entdecken kann. :schild genau:

Liebe Grüße Yvonnne :smile:

RayE
12.03.2005, 12:11
Ich habe auch eine Zeit gebraucht, um Sex genießen zu können und mich im Bett richtig gehen lassen zu können.

Die Unterschiede waren bei mir aber nicht so extrem wie bei einigen von euch. Als 16-jähriges Mädchen habe ich das "erste Mal" erlebt und trotzt Angst davor war es sehr schön. Später wurde ich immer selbstbewußter und heute, mit 32, fühle ich mich sehr wohl mit meiner Sexualität.

Sicher hängt das mit einer funktionierenden Liebesbeziehung zusammen. Auch ich habe dabei die Erfahrung gemacht, dass meine Lust durch intensiven und häufigen Sex gesteigert wird. Dass ich mich dann öfter selbstbefredige, wenn ich vorher schönen Sex hatte. Als mein Freund letztes Jahr beruflich drei Wochen verreisen musste, habe ich mich in dieser Zeit zwar sehr nach ihm gesehnt, und ein T-shirt von ihm mit ins Bett genommen, um seinen Geruch bei mir zu haben, aber ich habe mich nicht so oft befriedigt, wie in den Zeiten wo wir oft im Bett zusammen sind.

Liebe Grüße Ray

Inaktiver User
12.03.2005, 17:13
Hey... DANN habe ich diesen Beitrag ganz allein für Dich und Stier und mich geschrieben. :-)

dicken Gruß
Sandra

Kamala
13.03.2005, 10:44
Hhhhmmm, also, ich stimme euch natürlich voll zu, dass eine Frau sexuell fordernd und gierig usw. sein darf - genau wie ein Mann das darf.

Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass es da eben auf den Mann, auf den Partner, ankommt - die wenigsten können damit umgehen, die wenigsten fühlen sich nicht unter Druck gesetzt, wenn ihre Partnerin ankommt und Sex haben will.

Es passt einfach noch nicht so recht in die Köpfe rein !!

Was nützt es, emanzipiert und aufgeschlossen zu sein und seine Sexualität frei und ungezwungen leben zu wollen - wenn man den passenden Partner dazu nicht findet. Das hat nichts mit überzogenen Ansprüchen zu tun, es ist einfach schwierig...

Merkwürdigerweise hatte ich bis jetzt immer Partner, denen ich "zuviel" war - die kamen damit nicht klar, dass ich halt "viel Lust" hatte... JETZT ERST (ich bin 32) habe ich jemanden kennengelernt, der - naja, sagen wir mal: - mir ebenbürtig ist. Der einfach genauso viel Lust daran hat, wie ich.

Der Haken: wir sind beide verheiratet, nur leider nicht miteinander. Aber das ist ein anderes Thema....

Inaktiver User
25.03.2005, 14:27
oh je...
das ist mal ein thread, der unter die haut geht...
vieles würde ich unterschreiben...
aus eigener erfahrung... und aus eigener sehnsucht...

*seufz* - bromma

Yvonne
25.03.2005, 17:38
Dank euch allen für eure Antworten. Es tut mir gut, dass ich mich mit meinen Gefühlen an das Forum gewendet habe und dass ein Feedback kam. :blumengabe:

Vor allem weiß ich nun, dass ich nicht völlig unnormal und allein bin :smile:

Viel habe ich in den letzten Tagen nachgedacht. Eigentlich kann ich sehr glücklich mit meinem Leben sein und es genießen. Ich habe einen tollen Job, wo ich Anerkennung bekomme und mich mit den Kollegen wohl fühle. :smile: Meine beiden besten Freundinnen stehen mir sehr nah und ich bin viel mit ihnen zusammen. :wangenkuss: Mit der einen fahre ich nach Ostern für eine Woche nach Paris, freu. :yeah:

Das Alleinsein jedoch bedrückt mich. Ich merke das an Tagen wie diesem, wenn es draußen regnet und ich mich in meiner schönen Wohnung verkrieche. Gestern abend war ich bei einer kleinen Gründonnerstagfeier eingeladen bei Bekannten. Es war sehr nett, aber zu den Gästen zählte auch ein junges Pärchen, das ich nicht kannte und das noch sehr frisch verliebt wirkte. Zunächst schaute ich nur scheu hin, aber später immer offener. Wie er sie küsste und anfasste und wie sehr sie es genoss. Ich konnte nicht anders, ich mußte immer gucken und wurde dabei gleichzeitg so geil und neidisch. :heul:

Als ich zuhause ankam, war ich ganz durcheinander. Ich habe mich noch in der Nacht mehrfach befriedigt und heute morgen und heute mittag schon wieder.

Es fällt mir nicht mehr schwer, zu akzeptieren, dass meine Libido stärker ist als die anderer, dass ich, was Sex betrifft, gieriger bin. Aber wenn es den Begriff „politisch korrekt“ gibt, dann gibt es vielleicht auch den Begriff „sexuell korrekt“ in dem Sinn, dass der Mann in der Ehe öfter will und die sexuell korrekte Frau ihn eben zumeist nur ranläßt. So kommt sie auch im Bett auf ihre Kosten, wahrt aber für ihr Ego und nach außen den Schein.

Aber wehe, sie spürt, wie ich, dass sie mehr will (zumindest als der eigene Mann). Dann wird sie sexuell unkorrekt und genau so wie es das Klischeebild der züchtigen sexuell abwartenden Frau gibt, die im Bett so schön „nur reagiert“, so gibt es auch das gegenteilige Klischee der sexuell unkorrekten Frau. Ein Pornozerrbild, in dem ich mich trotz aller meiner unendlichen Gier noch weniger wohl und wiederfinde als in dem keuschen Bild der sexuell korrekten Frau.

Alles etwas durcheinander, tut mir leid, aber ich bin gerade so aufgewühlt.

Liebe Grüße Yvonne :smile: :zauberer:

Lenz
26.03.2005, 09:35
Diese Lust mit einem Mann zu leben ist dann hohe Kunst.
Ihn zu finden ist viel schwierigrer, als man gemeinhin annehmen möchte...



Suche / Ersetze: 'Mann' / 'Frau', dann unterschreib ich das sofort. Komischerweise wird bei der Suche nach dem Partner auf alles mögliche geachtet, ob die soziale Schicht kompatibel ist und der Kinderwunsch, die Farbe des Mobiliars und die kulinarischen Vorlieben, nur nicht wieviel Lust man hat und welcher Art sie ist. Dabei ist die *Übereinstimmung* dabei (das kann auch heissen: wenig und geradeaus) ein ziemlich wesentliches Ingredienz einer guten Partnerschaft!

Lenz

Miracle
26.03.2005, 18:54
In meiner Ehe war ich durchaus auch der aktivere Part, was den Sex anging - was meinen Mann damals völlig überfordert hat. Für ihn war Sex eine "heilige Handlung" (ohne Scherz!!!) - als ich ihn zu Abizeiten kennenlernte und mich verliebte, hab ich noch in meiner Unerfahrenheit gedacht, dass sich das noch ändern wird. Wurde aber immer schlimmer, bis wir überhaupt keinen GV mehr hatten (und damit das Ende der Ehe nahte...)

Danach hatte ich eine Zeit, in der ich enorm viele ONS hatte, weil ich ein unheimliches Nachholbedürfnis verspürte. In dieser Zeit hab ich gedacht, dass ich vielleicht wirklich am Rande einer Sexsucht stehe (und immer in Verbindung mit Alk...) - und hab dann aus eigenen Stücken ganz abstinent gelebt, also weder Selbstbefriedigung noch irgendwelche visuellen Reize (auch keine Szenen im TV!) und bin so wieder etwas runtergekommen. Dann hab ich mich verliebt und habe versucht, "brav" zu leben.

Meine letzte Beziehung ist nun 3 Monate her (sie dauerte 7 Jahre - aber zum Schluss hatten wir auch so gut wie keinen Sex mehr) und ich habe mir eingestanden, dass ich ein erhöhtes Sexbedürfnis habe. Auch ich könnte fast jeden Tag, hinzu kommt aber nun, dass ich endlich die Art Sex lebe, die ich wirklich mag - und das ist nunmal kein zärtlicher Blümchensex. Ich habe das Glück, mit meiner Schwester und meinen Freundinnen darüber ganz offen sprechen zu können.

Ich habe eine starke Libido, bin sehr direkt und nehme mir gern, was ich will. Dies alles zuzulassen und vor mir selbst zuzugeben war nicht ganz einfach. Allerdings kann ich mir derzeit auch nicht vorstellen, nur noch mit einem einzigen Partner glücklich zu sein. Ich hab sowas wie eine regelmäßige Gelegenheit mit einem Kerl, der sexuell genau meine Wellenlänge ist und hoffe, dass ich dies noch ein wenig weiter genießen kann - trotzdem will ich nicht auf andere Männer verzichten. Und wenn keiner da ist, dann habe ich ja noch mich selbst :schild genau:

Yvonne, ich kann manchmal nicht mal irgendwelche platten romantischen Komödien im TV sehen, wenn sich die Pärchen dort küssen, ohne an Sex denken zu müssen - ich weiß also, wie es Dir auf der Party ging. Jeder Mensch ist in seinen Bedürfnissen halt ganz individuell, wichtig ist nur, dass du dich nicht schlecht fühlst und dich nicht von anderen abhängig machst. Seitdem ich nach dem Motto "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert" agiere, also gar nichts mehr drauf gebe, was nun gesellschaftsfähig ist, fühle ich mich definitiv befreiter.




Komischerweise wird bei der Suche nach dem Partner auf alles mögliche geachtet, ob die soziale Schicht kompatibel ist und der Kinderwunsch, die Farbe des Mobiliars und die kulinarischen Vorlieben, nur nicht wieviel Lust man hat und welcher Art sie ist.


Da hast du leider Recht. Aber ich bin gerade dabei, diese Fehler nicht mehr zu machen...

Inaktiver User
29.03.2005, 14:17
Komischerweise wird bei der Suche nach dem Partner auf alles mögliche geachtet, ob die soziale Schicht kompatibel ist und der Kinderwunsch, die Farbe des Mobiliars und die kulinarischen Vorlieben, nur nicht wieviel Lust man hat und welcher Art sie ist



Ein wahres Wort... Ich habe leider auch immer den Fehler gemacht, meine potentiellen Partner nicht rechtzeitig daraufhin abzuklopfen. Das laesst sich auch bewerkstelligen, ohne dass man direkte Fragen stellt, was ja eventuell etwas seltsam rueber kommt.

Dory

Edelherb
29.03.2005, 16:41
Welch ein interessanter Thread, den ich gerade erst entdeckt habe. Besonders der Beitrag von Sandra ging mir nahe, weil viel von meiner gegenwärtigen Situation drinsteckt.

Ich hatte lange auch nur so irgendwie-ganz-nett-Sex. Durch eine Affäre entdeckte ich dann, dass viel, viel mehr geht. Und habe dies ganz genauso als Erweiterung, Vervollständigkeit meiner Persönlichkeit empfunden. Ein wunderbares, starkes Gefühl. Diese Affäre war aber jemand, mit dem ich mir keine längere Beziehung hätte vorstellen können. Mit meinem jetzigen Freund schaffe ich es bisher nicht, dieses Gefühl zu beleben. Dabei ist er offen und experimentierfreudig, ganz im Gegensatz zu meinem Ex, der da die völlige Schlaftablette war (trotz diverser Belebungsversuche meinerseits). Aber das Kribbeln entsteht bei mir nicht. Die Lüsternheit, ausgelöst nur durch einen Blick, eine kleine Berührung, sie ist nicht da, und ich vermisse es. Ich hadere momentan damit, die Seite fehlt mir. Und da ich auch zu den Frauen gehöre, die je mehr Sex wollen, je mehr guten sie hatten, passiert bei mir leider momentan wieder das Gegenteil, ich werde zum Sex-Muffel (okay, auch bedingt durch äußeren Stress, der absehbar ist, aber nicht nur). :heul:

Noch grüble ich, woran es liegen mag. Vermutlich eine Melange aus mehrerem. Irgendetwas in der Beziehung selbst, unserem Miteinander denke ich manchmal, aber es hat auch Gründe im Sex selbst. Aber nichts, was ich klar benennen kann und wo ich mit meinem Freund eine gute Gesprächsgrundlage hätte.

@Sandra: Du schreibst, dass es etwas damit zu tun habe, dass man sich selbst als ganze Frau erkennen muss. Ich dachte, ich wäre an diesem Punkt gewesen und bin auch entsprechend in die Beziehung gestartet. Ich bin davon ausgegangen, so bin ich jetzt, mit diesem erweiterten Aspekt, sinnlich und lüstern. Umso mehr hat es mich dann geschockt, dass ich es in dieser Beziehung momentan nicht bin, weiss der Geier warum. Kann ich wirklich "etwas selbst füllen", wenn es um eine Sache zu zweit geht? Das ist doch immer nur die halbe Miete. Klar gehört meine Seite dazu, aber nicht nur, es gibt auch noch eine andere und eine Dynamik dazwischen.

Bin sehr an einem Austausch zu dem Thema interessiert.

Liebe Grüße,
Edelherb

Inaktiver User
30.03.2005, 15:29
Liebe Edelherb,

Du schreibst:

"Kann ich wirklich "etwas selbst füllen", wenn es um eine Sache zu zweit geht? Das ist doch immer nur die halbe Miete. Klar gehört meine Seite dazu, aber nicht nur, es gibt auch noch eine andere und eine Dynamik dazwischen."

Natürlich! Es geht um eine Sache zu zweit. Das Spiel, das mit jemand anderem gespielt werden will. Und dass es zwei aus sich heraus aktiver Personen bedarf, um das Spiel mit „Ballwerfen und Ball zurückwerfen“ auskosten zu können.

Was ich jedoch mit „sich selbst erfüllen“ meine ist folgendes:
Um als Frau „geliebt“ (genommen) zu werden, muss ich zunächst SELBST die Frau lieben, die ich bin! - „Liebe ich die Frau, die sich wünscht, von anderen als Frau geliebt zu werden?“

Vor kurzem hatte ich ein inniges Erlebnis. Ich wachte morgens auf und war erfüllt von einer tiefen Liebe zu mir selbst! Einfach so. Und darin entstand der ebenso tiefe Wunsch, dies meinem Körper zum Geschenk zu machen! Ich richtete es mir wohlig ein, legte mir „Spielzeug“ bereit und schaute mir einen Film an, in dem Frauen mit sich selbst spielten. Sie waren meine imaginären Spielgefährtinnen in dem Moment. In diesem Zustand des so Erfülltseins von „Liebe für mich selbst“ schaute ich zu, wie die Frau im Film Freude an ihrem Körper hatte. Ich identifizierte mich mit ihr, spielte an mir selbst herum und erlebte plötzlich zum ersten Mal, wie ich SOLCH einen Spaß mit mir selbst hatte. Ich saß da, mit breiten Beinen, befriedigte mich und FREUTE mich regelrecht für mich selbst und AN meinem Körper! Und es fühlte sich komplett anders an im vergleich zu den Malen, wo ich zwar Lust an meinem Körper empfand, aber den Bezug zu meinem „Ich“ nicht annehmen wollte.

Und nachdem „es“ da war, fiel mir auf, dass „es“ vorher fehlte: die Liebe zu mir selbst – als GANZEN Menschen, als ganzen WEIBLICHEN Menschen!

Das meine ich mit, „erst sich selbst als Frau (Mensch + weiblicher Körper) erkennen“. Es „aus sich selbst heraus holen“. Es sich nicht von außen „besorgen“ zu lassen als Substitut, sondern es aktiv selber zu Sein.

(...)

Ob man das WIRKLICH tut, zeigen einem im Grunde die Partner, die man findet/anzieht! Es basiert auf dem Gesetz der Resonanz.

Die Partner, die Du findest, sind nie ganz zufällig. Und wenn Du wiederholt Partner findest, mit denen das Spiel nicht funktioniert, OBWOHL Du Dich zu Deiner Lust bekannt hast, wird noch etwas anderes dahinter stehen. Denn alles, jeder, ist immer Spiegel Deiner innersten Überzeugung. Es ist nicht immer leicht zu verstehen, was der Spiegel einem hinter dem Vordergründigen spiegelt. Tatsache jedoch ist, dass Deine innerste (meist unbewußte) Haltung Deine ausgestrahlte „Botschaft“ nach außen ist. Und nach dem Gesetz der Resonanz ziehst Du diejenigen Personen an, die zu dieser Botschaft passen.

Was es damit auf sich hat, habe ich einmal in einem anderen Strang am Beispiel „Lieben und geliebt werden“ beschrieben. Es lässt sich genauso auf das Thema „Frausein und Frauseinwollen“ übertragen.

Der Einfachheit halber zitiere ich es einfach mal (übertragen):

Als Frau „genommen zu werden“ ist eines der schönsten Geschenke neben dem „sich ganz aus sich heraus als Frau Fühlen“. Die Frage ist: was kommt zuerst?

Nein, das ist nicht die Frage. Die Frage ist: was IST?

Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, wo ich als Teenager sehnsuchtsvoll in der Disco stand und darauf hoffte, angesprochen zu werden. Weil: ich hatte Bedarf nach geliebt werden. Ich hatte einen Mangel. Als ob es mir auf der Stirn geschrieben gestanden hätte: "Hallo! Ich habs nötig!" Mit zuverlässiger Regelmäßigkeit tat sich NICHTS! Es blieb beim "Ich habs nötig!"

Wenn dagegen ich völlig im Einklang mit mir war, von niemandem nichts erwartete, standen sie plötzlich Schlange vor mir. Wurde überschüttet mit Aufmerksamkeit, Liebesgeständnissen und dergleichen mehr. Und ich stand da und tat NICHTS, um es zu bekommen.

Was ich damit ausdrücken will. Du bekommst im Leben immer das, was Du bereits hast. Du strahlst das, was Du hast - oder BIST, nach außen aus und selbst die Beschränktesten der Beschränkten nehmen es wahr und reagieren. Anhand dieser Tatsache kannst Du ablesen, was Dich gerade WIRKLICH ausfüllt, jenseits dessen, was Du Dir vielleicht in dem Moment bewußt denkst zu sein. Schickst Du die Botschaft "Mangel" aus, erfährst Du eben genau diesen Mangel als Resonanz. Schickst Du die Botschaft "Ich Bin Frau" aus, erhälst Du als Resonanz die Bestätigung „Du Bist Frau“.

Der sicherste, und der einzige Weg also, als Frau genommen zu werden (als Frau bestätigt zu werden), ist der, selber sich seines Frauseins SICHER zu sein. Das Geschenk des „Als Frau genommen zu werden“ würdest Du ohnehin nur dann annehmen können, wenn Du selbst dem glauben kannst.

Damit ist die Frage nach dem "was zuerst" doch wieder gültig. Zuerst Du Dich selbst! Frausein um des Frauseins willen. Sich selbst mit Liebe zur eigenen Weiblichkeit/Lust/Sein ausfüllen. Die passende Resonanz kommt zwangsläufig und automatisch mühelos zurück. Sie kommt, ohne dass Du sie brauchst. Aber es wird Dir doppelten Spaß machen, im „Sich selbst schon genug sein“ einen zusätzlich lustvollen Spielgefährten zu finden.

Das ist die Dynamik, die zustand kommt, von der Du sprichst. Aber eine echte Dynamik, die Dich platzen lässt (im Gegensatz zum mittelschönen Sex)!

(...)

Um es abschließend zusammenzufassen: Entdecke die Liebe, die Du für Dich empfinden kannst. Und entdecke die Lust Deines Körpers. Beides zusammen bewirkt die Anziehung auf einen Partner, der genau DAS mit Dir ausspielt!

Das nur zum theoretischen Verständnis. Ich denke, mit Deiner Lust hast Du keine Schwierigkeiten mehr. Das ist schon ziemlich erfolgsversprechend! :-)

Alles Liebe!

Sandra

Alpenveilchen01
31.03.2005, 12:28
..möcht einfach nur ein Kompliment für Sandra dalassen.

Ansonsten gibt es nichts hinzuzufügen, ausser das es eine
wirkliche Freude ist, mal einen lebensklugen Beitrag zu lesen.

Liebe Grüsse
Veilchen

Yvonne
12.04.2005, 12:33
@ Sandra

Dieser Strang hat mir schon sehr geholfen, mit dem, was ich in meinem Ausgangspost ansprach, besser klar zu kommen. Dabei waren es auch deine Posts, die mir viel bedeuteten.

Ich bastele noch an einer PN für dich. :wangenkuss:

Liebe Grüße @ all Yvonne :smile:

Edelherb
12.04.2005, 15:58
Liebe Sandra,

danke für Deine Antwort. Ich habe lange nichts darauf geschrieben, nicht, weil es mich nicht interessiert hätte, sondern weil ich erstmal eine Weile drüber nachdenken wollte. Und ich muss zugeben, so schön das alles klingt, es spricht momentan nichts in mir an, ich habe nicht den Eindruck, dass das von Dir geschilderte wirklich mein Problem ist.




Um es abschließend zusammenzufassen: Entdecke die Liebe, die Du für Dich empfinden kannst. Und entdecke die Lust Deines Körpers. Beides zusammen bewirkt die Anziehung auf einen Partner, der genau DAS mit Dir ausspielt!

Das nur zum theoretischen Verständnis. Ich denke, mit Deiner Lust hast Du keine Schwierigkeiten mehr. Das ist schon ziemlich erfolgsversprechend! :-)




War, es war, momentan ist es das überhaupt nicht. Und ich vermisse diese Seite an mir entsetzlich. Ich glaube nicht, dass es mangelnde Liebe zu mir selbst ist. Ich kenne die Lust meines Körpers, ich behaupte mal frech, diese Entdeckungsreise habe ich bereits hinter mir.

Mit diesem Selbstbewusstsein und dieser Ausstrahlung bin ich auch in meine jetzige Beziehung gestartet. Aber es hat sich sexuell nicht so entwickelt und momentan ist alles weg. Stattdessen fängt dann der Kopf an zu denken und das macht auch nichts einfacher. Es geht im Moment nicht darum, ob ich schönen Sex mit mir selber haben kann. Könnte ich, würde ich auch genießen, gibt es überhaupt keine Probleme. Aber ich möchte schönen, nein geilen Sex mit meinem Freund. Und die Dynamik zwischen uns stimmt in dieser Hinsicht leider nicht. Ich spüre ihn sehr gerne, ich genieße seine Hände auf meinem Körper, es macht mich nicht an. Und Sex, bei dem ich erstmal mühsam auf Touren gebracht werden muss, frustriert mich nur weiter.

Woran es liegt, dazu habe ich nur einzelne Ideen. Ich pendele dazwischen, ob es ein explizit sexuelles Problem ist, oder ob da Sachen aus der restlichen Beziehung "rüberschwappen". Vermutlich spielt beides rein.

Aber die Sehnsucht, nach dem spielerischen, nach dem selbstverständlichen, nach Lust, die immer wieder von ganz alleine aufflammt, die ist da, schwebt aber momentan gewissermassen im luftlosen Raum.

Grüße,
Edelherb

Yvonne
03.07.2005, 20:51
Vor gut drei Wochen habe ich einen Mann kennen gelernt, der mir schon nach so kurzer Zeit viel bedeutet, und vor dem Hintergrund des Verliebtseins erlebe ich die "Probleme", die ich vor ein paar Monaten mit diesem Thread ansprach, auch auf eine neue Weise.

Ich genieße es, daß ich mit ihm sexuell zu harmonieren scheine, auch wenn es im Rauschhaften, das am Anfang einer Beziehung steht, vielleicht zu früh ist, darüber ein Urteil zu fällen. Aber ich fühle mich im Gegensatz zu den Kurzbeziehungen, die ich zuvor hatte, und hier ansprach, bei ihm besser aufgehoben, auch mit meinem eigenen starken Verlangen nach Sex.

Es gibt vielleicht keinen Grund, den alten Thread wiederhochzuschubsen, als den, daß ich gerade so erwartungsfroh und glücklich bin. Aber vielleicht reicht das ja auch als Grund?

Liebe Grüße an alle Yvonne :smile:

VerenaS
04.07.2005, 00:06
Ein sehr interessanter und schöner Thread. Und Glückwunsch an dich Yvonne für die neue Liebe.

LG Verena

Inaktiver User
04.07.2005, 10:15
Das freut mich für Dich!

alles Liebe

Sandra

Kamala
11.04.2006, 13:45
Hallo, Yvonne !

Liest du hier noch manchmal ?

Was ist aus deiner neuen Beziehung geworden ?

Lieben Gruß von Kamala.

Inaktiver User
15.10.2006, 23:07
Aber die Sehnsucht, nach dem spielerischen, nach dem selbstverständlichen, nach Lust, die immer wieder von ganz alleine aufflammt, die ist da, schwebt aber momentan gewissermassen im luftlosen Raum.


Hallo Edelherb,

lange her, dass ich mal in der Bricomm war. Und nun lese ich quasi mit neuen Augen meine alten postings. Nachdem ich Deinen Beitrag und meine Antwort darauf gelesen habe, merke ich: "Oh je, Sandra, Thema gnadenlos verfehlt."

Was ich Dir heute darauf antworten würde, wäre dieses:

Verstehe gut, was Du meinst. Und das Traurige daran ist, dass es manchmal einfach nicht passt. Was tun, wenn´s sonst aber der Richtige ist? Naja, schauen, welche Hintergründe es hat, dass man zusammen gehört, körperlich aber der Ofen kalt wird, was es mit ihm und mit einem selbst zu tun hat, die Finger auf das heiße Eisen legen und daran arbeiten. Das könnte die Lösung auf lange Sicht bringen. aber: wenn nicht? :niedergeschmettert: Und kurzfristig? Mmh, in einem Buch aus den 70ern stand mal: "Suche dir einen sexuellen Surrogatpartner". Das Problem mit dem Partner löst es nicht. Es verschafft höchstens kurzfristig Linderung für einen selbst und gibt neuen Mut. Aber um das Problem anzugehen, muss festgestellt werden, wo das Problem ist, oder ob es überhaupt passt?

Nein, Dein Problem ist wohl tatsächlich nicht, die Frau in Dir noch nicht entdeckt und angenommen zu haben. Hier hatte ich anscheinend nicht richtig hingelesen, oder bin in meinen Gedanken irgendwann eingleisig gefahren.

Vielmehr bist Du wie das Kind auf dem Spielplatz, mit dem niemand spielen mag, oder nicht das Spiel spielt, das Du möchtest. Und das macht Dich traurig und verzweifelt, wie jedes Kind, das mit seinem Ball unterm Arm allein auf der Wiese steht. Weil Kind einfach spielen MUSS, wenn es denn Kind ist...?! Es bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als weiter auf den Spielplatz zu kommen und weiterhin Kinder anzusprechen, ob sie mit einem spielen wollen.

Und ich wünsche Dir, dass ein solches Kind kommt?! Aber vielleicht, nach der langen Sendepause, ist ein Spielpartner ja bereits schon gefunden und Ihr jagt vergnügt über die Lümmelwiesen...

wie auch immer: dies mit einem lieben Gruß
Sandra

Luzie
18.10.2006, 13:42
....ich kann nur sagen.....willkommen im club....:freches grinsen:

...und je älter man wird...umso mehr wird es.....:smirksmile:

Inaktiver User
18.10.2006, 16:03
mmh, deckt sich irgendwie auch mit meiner Erfahrung... :ooooh:

Luzie
18.10.2006, 21:12
mmh, deckt sich irgendwie auch mit meiner Erfahrung... :ooooh:

...find ich ziemlich spannend.....:smirksmile: