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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst vor der Angst>Agoraphobie mit Panikstörung



lovelie
01.10.2007, 13:08
Hallo Zusammen!
Ich bin ganz neu hier in der Hoffnung Menschen zu finden denen es genauso geht wie mir! Ich bin fast 21 Jahre alt und leide seid fast 5 Jahren unter Angst und Panikattacken. Auch nehme ich Medikamente ein. Zur Zeit ist es Trevilor retard 150 mg morgens.

Leidet jemand von euch unter dem selben Problem?Dann meldet euch doch bitte und schildert mir wie ihr mit eurer Panikstörung umgeht. Oder seid ihr vielleicht wieder richtig fit?Dann schreibt mir auch.

Ich freue mich jetzt schon auf Antworten. Für Fragen stehe auch ich gerne zur Verfügung!

Lieben Gruss S-lovelie

Inaktiver User
02.10.2007, 14:40
Liebe Lovelie,

ich habe selber auch Angststörungen (oder gehabt). Aber bevor ich da jetzt näher drauf eingehe möchte ich dich noch fragen, ob bei dir ein bestimmter Grund dafür vorliegt und ob du damit in Behandlung bist.

LG :blumengabe: ,
malea

Inaktiver User
03.10.2007, 19:50
Hi,

ich bin etwas älter und bei mir haben die Panikattacken Ende 2006 angefangen.

Der Grund war, dass ich mich selbst total überfordert habe, beruflich, emotional usw.

Ich habe gelernt, damit umzugehen und will sagen, dass ich sie fast komplett los bin, ohne Medikamente......

lovelie
19.10.2007, 18:51
Liebe Lovelie,

ich habe selber auch Angststörungen (oder gehabt). Aber bevor ich da jetzt näher drauf eingehe möchte ich dich noch fragen, ob bei dir ein bestimmter Grund dafür vorliegt und ob du damit in Behandlung bist.

LG :blumengabe: ,
malea

Hallo! Einen Grund konnte bisher niemand feststellen! Ja ichbinin Behandlung aber diese scheint nicht so recht zu wirken, wie ich es mir erhoffe. Lieben Gruss

Inaktiver User
20.10.2007, 17:39
Hallo Lovely,

mir hat meine Ärztin genau erklärt, was bei so einer Attacke im Körper passiert. Sie meinte, wenn ich das nächste Mal merke, dass eine Attacke beginnt, soll ich daran denken. Und daran, dass ich ja genau weiß, dass nichts Schlimmes passiert und es ja bald vorbei geht.

Erst hab ich gedacht, na die hat ja gut reden! Aber ich hab`s gemacht. Wenn ich jetzt merke, es geht wieder los, sag ich mir das so vor wie ich es oben beschrieben habe. Und es hilft. Die Attacken gehen viel schneller vorüber (früher bin ich dann regelrecht in Panik verfallen und das hat das ganze noch viel schlimmer gemacht - bis hin zur Hyperventilation) und kommen immer seltener.

Vielleicht hilft dir das auch. Ich wünsche es dir!

LG :blumengabe:
malea

Lizzie64
20.10.2007, 17:51
Hallo Lovely,

mir hat meine Ärtin genau erklärt, was bei so einer Attacke im Körper passiert. Sie meinte, wenn ich das nächste Mal merke, dass eine Attacke beginnt, soll ich daran denken. Und daran, dass ich ja genau weiß, dass nichts Schlimmes passiert und es ja bald vorbei geht.

Erst hab ich gedacht, na die hat ja gut reden! Aber ich hab`s gemacht. Wenn ich jetzt merke, es geht wieder los, sag ich mir das so vor wie ich es oben beschrieben habe. Und es hilft. Die Attacken gehen viel schneller vorüber (früher bin ich dann regelrecht in Panik verfallen und das hat das ganze noch viel schlimmer gemacht - bis hin zur Hyperventilation) und kommen immer seltener.

Vielleicht hilft dir das auch. Ich wünsche es dir!

LG :blumengabe:
malea

hallo malea!

kannst du aufschreiben, was deine ärztin gesagt hat? genau das hätte ich vorgestern brauchen können, als mich eine angstattacke in den klauen hatte. da hab ich mir gewünscht, zu wissen, wie ich eventuelle vorzeichen erkennen kann und festgestellt, dass ich sie eigentlich gar nicht kenne.

so oft hab' ich auch zum glück keine attacken, aber ab und zu halt doch.

wenn du also die erkennungszeichen hier mal aufführen könntest, wäre das sicher ganz vielen eine hilfe! :blumengabe:

Inaktiver User
20.10.2007, 18:09
Hallo Lizzy,

so genau kann ich das hier nicht erklären. Dürfte ich das überhaupt?
Meine Ärztin hat mir hauptsächlich erklärt, was passiert wenn ich anfange zu hyperventilieren, aber die ganzen Fachbegriffe konnte ich mir leider nicht merken.

Die allerersten Anzeichen sind bei mir ein komisches Gefühl im Kopf, Herzrasen und Einschlafen der Hände. Wenn ich merke, dass meine Hände anfangen zu kribbeln weiß ich, dass eine Attacke losgeht.

Ich weiß aber nicht, ob das bei allen so ist.

Statt tief einzuatmen (was ich früher instinktiv gemacht habe), atme ich jetzt erst recht ganz flach ein, am besten mit der Hand vor dem Mund, wenn`s schlimmer ist soll ich durch eine Plastiktüte atmen.

Vielleicht schaust du mal im Internet nach oder vielleicht liest hier ja noch jemand mit, der das besser erklären kann.

Für dich alles Gute :blume: ! Ich hoffe, ich konnte dir wenigstens ein ganz klein bisschen helfen.

LG
malea

lovelie
20.10.2007, 18:50
Bei mir beginnt die Panik mit einem komischen Gefühl im Bauch. So ähnlich wie nervosität.
Dann beginnt mein Herz zu klopfen und mir wird tot schlecht.
Ich fange an zu schwitzen und zu zittern.
Mein Magen dreht sich total um und ich weiß nicht ob ich erst erbrechen soll oder durchfall habe.
Dann geht es richtig los, weil ich mich total reinsteigere.
Ich denke dann immer ich könnte nicht fliehen.
Ich bin in der Situation total eingefangen und das quält mich dann total.

Vielleicht mag es nicht so schlimm klingen aber ich habe in diesem moment totale Todes Angst obwohl das quatsch ist.

Lizzie64
20.10.2007, 19:11
hm, das sind die symptome, die ihr nennt.

aber könnt ihr auch festmachen, was die attacken auslöst? ein gefühl, das dem vorangeht? oder situationen, die auslöser sind?

Inaktiver User
20.10.2007, 21:18
Richtige Auslöser in dem Moment, wo die Attacke entsteht kann ich bei mir auch nie ausmachen. Deshalb ist ja eine Diagnose so schwierig.
In einer Gesprächstherapie bei einer Psychologin wurde bei mir festgestellt, dass der eigentliche Auslöser die nicht verarbeitete Trauer über den Tod meiner besten Freundin war sowie heftiger Stress (bei meiner damaligen Arbeitsstelle).
LG,
malea

Red-eve
21.10.2007, 20:13
Hallo
ich leide schon über 10 Jahre an eine Angststörung ,bei mir kommt auch noch dazu das ich in den WJ bin ,die Angst vor der Angst ist wohl eher mein größte Problem ,nur einen kleinen Ausschnitt was den Hintergrund für meine Ängste sind,da wäre ein Ex-Ehemann der mich misshandelt hat ,ich habe mein Kind verlohren und ich hatte Krebs ,immer wenn ich dachte es kann nicht mehr schlimmer kommen gab es noch einen drauf ,mein Problem war die Schahm ich konnte mit niemanden reden ,ihn mir hatte sich eine Menge Wut aufgestaut,bei mir fing die Angst an als es mir besser ging und ich anfing über mein Leben nach zu denken und jetzt wo ich körperlich fitt bin habe ich bei jeder Veränderung wie Wechseljahre Beschwerden z.b. Gelenk und Muskelschmerzen sofort angst zu sterben
wenn die Angst in mir hochkommt fängt es oft mit Lichtempfindliche Augen an oder mir wird heiß,diese Gefühl aus dem Bauch herraus
ich nehme im Moment Bachblüten und Rescu-Tropfen im Extremfall natürlich gehe ich auch zur Therapie denn ich brauche noch ein lange Zeit um all mein Elend was mir im Leben wiederfahren ist aufzuarbeiten

red-eve

lovelie
23.10.2007, 12:14
Bei mir kennt niemand die Auslöser. Auch ich selber nicht. Meistens treten die Panika. in mir fremden Situationen auf. Wenn ich mich an neues gewöhnen muss. Zum Beispiel beim Einkaufen in der Stad. Oder bei einem Arbeitsplatz wechsel. Manchmal reicht es schon irgendwo zu Gast zu sein wo ich noch nie war.Oder weit weg von Zuhasue. Die Angst DAVOR DAS IN DIESEN SITUATIONEN DIE ANGST KOMMEN KÖNNTE IST GLAUBE ICH DER GRÖßTE AUSLÖSER. Ihr schilder negative Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die wirklich sehr schlimm sind und tief in euch sitzen. Also gibt es einen Grund an dem man etwas arbeiten kann. Das ist doch schonmal ein Lichtblick.

Ich muss zugeben, dass es mir immer gut ging und mir nicht wirklich bewusst etwas wiederfahren ist, was mich heute fertigmachen könnte.
Ich wäre so froh und unbeschwert, wenn ich ohne die Angst leben könnte!!!!:heul:

Inaktiver User
23.10.2007, 12:46
Liebe Lovely :in den arm nehmen:


Die Angst DAVOR DAS IN DIESEN SITUATIONEN DIE ANGST KOMMEN KÖNNTE IST GLAUBE ICH DER GRÖßTE AUSLÖSER.
Genau das ist es. Da beginnt der Kreislauf. Und seit dem ich DAS realisiert habe, und dazu noch weiß, selbst wenn eine Attacke kommt wird mir nichts Schlimmes passieren, kann ich besser damit umgehen. Wie du schon sagst, Supermarkt, Veranstaltungen, Treffen mit mehreren Leuten ... das sind so die typischen "Angst-vor-der-Angst-bekommen-Orte".

Ich habe sie erst immer vermieden, aber dann igelt man sich total ein und geht am Ende garnicht mehr aus. Du schreibst, dass du Medikamente nimmst. Machst du denn eine entsprechende Therapie?

LG,
malea

Inaktiver User
23.10.2007, 12:48
Hallo Lizzy,

geht es dir denn jetzt besser?

LG :blumengabe: ,
malea

Lizzie64
23.10.2007, 18:06
Hallo Lizzy,

geht es dir denn jetzt besser?

LG :blumengabe: ,
malea

hallo liebe malea,

ja, dankeschön! meist dauert das nicht lange, letzte woche kamen dann noch migräne dazu, das war blöd.

mir fällt halt auch immer erst im nachhinein auf, dass ich mich mit irgendetwas gestresst habe, und da wünsche ich mir dann immer, ich könnte vorbeugend etwas tun.

meist kommen die angstattacken dann aber zumindest scheinbar aus heiterem himmel. :regen:

sport scheint zu helfen, sport hilft mehr oder weniger bei allem! :Sonne:

liebe lizziegrüße!

li.belle
23.10.2007, 19:38
lovelie, malea, Peppi, Lizzie, Red-eve,

mit großem Mitgefühl habe ich Eure Beiträge gelesen und mich oft wieder gefunden in Euren Worten! Ich weiß nicht, ob es hilfreich ist meine Geschichte aufzuschreiben oder ‚zu viel des Guten’ … aber ich tu’s jetzt einfach mal…

...ich habe 9 Jahre mit Angst und Panickattacken gelebt (oder: sie haben mich gelebt). Angefangen hat es eines nachts 'aus heiterem Himmel': Schwindel, kalter Schweiß, Herzrasen, zugeschnürte Kehle, versteifte Glieder, speiübel und blanke Angst zu krepieren. Es begann schleichend und letztendlich konnte ich nicht mehr die Schule besuchen, habe kaum an öffentlichem Leben teilgenommen. Jeder Supermarktbesuch, jedes Familienfest, Treffen mit Freunden, Kino, Schwimmhalle, Innenstadt, Busfahrten, Autofahrten, Wartezimmer,... ALLES hat die Angst zerfressen.

Verschiedenste Ärzte stellten mich 'auf den Kopf', einer gab meiner Mutter in meinem Beisein wörtlich den Rat: "Treten sie ihrer Tochter mal gehörig in den Arsch". Eine der beliebtesten Diagnosen: Schulschwänzerin. Ich war bevor es losging eine Einser-Kandidaten und die Idee die Schule zu schwänzen wäre mir nie gekommen! Eine andere Variante war, ich solle mich damit abfinden, ich würde mein Leben nicht `normal´ leben können. Ich las zig psychologische/psychiatrische Bücher um die Psyche zu verstehen. Verschiedene 'alternative Wege' bin ich gegangen: Bioresonanztherapie, Bachblüten, Homöopathie, aber auch neurologische Untersuchungen und Psychopharmaka, deren Höchstdosis nicht mehr wirkte, gab es. Das alles hat Unsummen an Geld verschlungen und das in einem ‚armen Haushalt’. Also doppelt schlechtes Gewissen, ich ‚funktionierte’ nicht und habe auch noch Geld ‚verprasst’, der Selbsthass stieg stetig.

Es kam der Tag an dem ich spürte, sterben wäre die Lösung. Alles war mir egal, ich mir, meine Mutter die um mich weinen würde… alles. Ich bat Gott um Erlösung und Kraft mich umzubringen. Am Morgen danach hörte ich von einer ‚netten Allgemeinmedizinerin’ und ging unter dem Siegel der ‚letzten Chance’ hin. Sie war jung, hörte mir zu, sah mir in die Augen, kannte und stand zu ihren fachlichen Grenzen. Binnen eines Tages machte sie einen Arzt ausfindig der sich mit meiner Symptomatik seit zig Jahren beschäftigt. Am nächsten Tag saß ich bei diesem Arzt (normaler Weise 3 Monate Wartezeit). Ich begann meinen Text abzuspulen… nach ’ner Minute unterbrach er mich ernst und nannte mir die Klinik in der ich zur Therapie sollte. Ich hatte eine scheiß aufgeregte Angst, plötzlich wurde mir klar „ich habe was, ich bilde mir das alles nicht ein, es gibt Hilfe, schaffe ich das?“ Ein paar Tage später war ich in der Klinik, der Abteilung die nur 12 Plätze hat. Ich weiß heute nicht wie das `gedreht wurde´, dass ich sofort einen dieser Plätze bekam ohne Wartezeit, einfach so. Ich habe Gott gedankt, hatte Angst davor was kommen mag, aber schlimmer ging es nicht mehr. Ich hatte acht Wochen, keinen Tag länger. Acht Wochen ging ich durch die Hölle: strenge Regeln, menschliche Kälte, keine Medikamente, Gestalttherapie, Gruppentherapie, Bewegungstherapie, Einzelgespräche, Musiktherapie, Sport, Drei-Bett-Zimmer, Angst und Panik. Alles in Allem: Logotherapie nach Viktor E. Franke.

Nach acht Wochen verließ ich die Klinik. Super kurz gefasst: Ich nahm der Angst mein Leben und beschloss es selbst zu führen. Seitdem ging es etwa 2-3 Jahre langsam immer besser. Heute sind weitere 6 Jahre vergangen und ich habe keine Angst- und Panikattacken mehr! Ich weiß, ich hatte ein unheimliches Glück zum richtigen Zeitpunkt die richtige Therapieform für mich gefunden zu haben! Gott sei Dank! Ich habe mein Abitur gemacht, eine Ausbildung, im Job gearbeitet, dann studiert und heute führe ich ein ´normales´ Leben und keiner der mich kennen lernt käme auf die Idee meiner ‚ängstlichen Vergangenheit´!

Ich bin froh, das alles erlebt zu haben. Es hat mich stark gemacht und selbst-bewusst.!

Ich bin gerührt und es macht mich froh, dass es heute diese Möglichkeit des Austauschs zu dem Thema hier gibt !!!

Ich wünsche allen `Angstkennern´ von Herzen viel Kraft, immer wieder neuen Mut,
liebe Menschen die einem zeigen, dass man nicht nur aus Angst besteht! :in den arm nehmen:

li.belle

Inaktiver User
24.10.2007, 16:28
liebe Menschen die einem zeigen, dass man nicht nur aus Angst besteht!

Na, da haben wir ja in dir schon einen gefunden :blumengabe: !

Deine Geschichte ist schon echt hilfreich. Ich weiß auch noch, wenn man zu "Schulzeiten" mal was nicht sofort Erkennbares hatte, galt man gleich als Schulschwänzerin. Das braucht man ja dann auch nicht, wenn`s einem eh schon so schlecht geht.

Ich finde es ganz toll, mit welchen Erkenntnissen du aus der Therapie rausgegangen bist. Bleib auf deinem Weg, er scheint der Richtige zu sein. Und macht bestimmt einigen hier Mut.

Liebe Grüße,
malea

outing
24.10.2007, 16:40
Liebe Paniker/Innen!
Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema EFT oder Klopfakupressur und habe damit schon einige persönliche Probleme gelöst. Ich leide nicht an einer Angststörung, habe aber viele viele Berichte gelesen, daß EFT besonders günstig bei Menschen mit Angststörungen helfen soll.

Teilweise werden tiefsitzende Phobien in einer Sitzung gelöst. Hört sich vieeeeel zu einfach an, hat aber bei mir schon bei vielen anderen Sachen einfach unglaublich erstaunlich geholfen, daß ich mich verpflichtet fühle, euch den Tipp zu geben.

Also einfach mal im Buchladen gucken oder googeln oder hier im passenden EFT-Strang gucken!

Viel viel Glück :in den arm nehmen:
outing

lovelie
24.10.2007, 18:06
Hallo alle Zusammen!

Ich danke euch für die vielen Beiträge!!!
Nun weiß ich,dass ich nicht alleine mit solchen Sorgen bin!
Ich war bei einer Verhaltenstherapie die mir etwas geholfen hat. Nun besuche ich einmal im Monat einen super Neurologen der sich gut auskennt mit der Symptomatik. Dieser verschreibt mir auch mein Medikament TREVILOR. Es hilft mir sehr einen so guten Arzt gefunden zu haben. ( Ich habe viele aufgesucht) Auch, dass ich ein Medikament habe, was mir hilft bewirkt schon viel. Dennoch kommt es hin und wieder zu Rückfällen. In der Verhaltenstherapie hab ich zwar gelernt damit umzugehen aber dies ist nicht immer umsetzbar.

Was ist mit euch? Nehmt ihrnoch Medis? Geht ihr zur Therapie oder einem Neurologen?

Hier noch etwas, was ich damals vonmeiner Therapeutin erhalten habe und immer in der Brieftasche bei mir hab:


Zehn Gebote bei Panik



1) Denken Sie daran, dass Panik eine normale Körperreaktion ist, nur übertrieben.

2) Panik ist nicht schädlich oder gefährlich, nur sehr unangenehm.

3) Achten Sie darauf , was gerade hier und jetzt passiert, nicht auf das, was Sie fürchten, was passieren könnte.

4) Konzentrieren Sie sich darauf, was Sie hören, sehen und riechen können, nicht aber auf Ihre Körperempfindungen.

5) Verschlimmern Sie die Angst nicht durch angsterzeugende Gedanken.

6) Warten Sie ab und lassen Sie der Angst Zeit, von selbst zu vergehen.Bekämpfen Sie sie nicht und laufen Sie nicht vor ihr davon.

7) Denken Sie daran, dass jedes Auftreten von Angst eine gute Gelegenheit ist ,Fortschritte zu machen.

8) Atmen Sie ruhig und langsam, aber nicht zu tief.

9) Wenn Sie bereit sind, mit dem weiterzumachen, was Sie eigentlich tun wollten, fangen Sie langsam und besonnen an. Es ist nicht nötig sich zu beeilen.

10) Erzählen Sie jemanden von dem, was Sie gerade erlebt haben.

Alles gute! Und Danke

Inaktiver User
24.10.2007, 18:54
Hallo Outing,

das hört sich echt interessant an. Hab jetzt nur mal ganz kurz reingeschaut. Muss man das selbst machen?

LG :blumengabe: ,
malea

Inaktiver User
24.10.2007, 19:00
Hallo Lovely,

deine 10 Gebote sind in etwa das, was mir mal eine Psychologin gesagt hat. Find ich gut und werde sie mir gleich mal ausdrucken.

Ich war auch bei einer Neurologin. Sie hat mir sehr geholfen. Nicht zuletzt weil sie gerade mein Trauma (Tod der besten Freundin) so gut verstanden hat. Sie hat ähnliches selbst mal durchgemacht.

Medikamente nehme ich nicht. Wenn`s mir ganz schlecht geht und ich nicht alleine dagegen kämpfen kann, bekomme ich Depot-Spritzen und dann geht es wieder eine ganze Weile.

Ich denke, ich werde aber auch Outing`s Vorschlag mal ausprobieren.

LG an euch alle,
malea

almamu
24.10.2007, 22:06
Hallo,
auch ich leide unter Ängsten in bestimmten Situationen. Bei mir ist das allerdings erst seit ein paar Wochen so. Weil ich diesen Zustand unerträglich finde, habe ich mir schon Bücher besorgt und versucht daran zu arbeiten.Ich denke, ich habe auch echt schon Fortschritte gemacht, z.B. im Supermarkt an der Kasse , das klappt schon wieder einigermaßen, aber vor bestimmten gesellschaftlichen Ereignissen habe ich echt Panik, und weil ich Kinder habe kann ich diesen Ereignissen auch nicht entfliehen und will es auch garnicht!
Ich bin so wütend, was ist bloß los mit mir? Sonst war immer alles so einfach und selbstverständlich, ich wäre so froh,wenn ich nicht mehr dauernd an sie denken müßte.
Meine größte Angst liegt in solchen Situationen immer darin, daß ich ohnmächtig werden könnte. Mir ging es jetzt schon oft richtig elend, aber passiert ist mir das noch nie. Ich glaube, wenn mir jemand versprechen könnte, daß das auf keinen Fall eintreten wird, hätte ich garkeine Angst oder könnte sie viel besser ertragen. Ist jemand von Euch so etwas schon einmal passiert?
Ich bin übrigens richtig froh , hier zu lesen, daß ich nicht die einzige bin. Auch das hilft mir irgendwie.

Inaktiver User
27.10.2007, 15:22
Liebe alamu :in den arm nehmen: ,

warst du wegen deinen Ängsten schon bei einem Arzt? Das würde ich als erstes machen und ihm von deiner Sorge erzählen, dass du fürchtest ohnmächtig zu werden.

Er oder sie kann dir dann ganz genau erklären, was in dir vorgeht. Und das nimmt dir dann ein wenig die Angst. Hast du die "10 Gebote" von Lovely gesehen? Das finde ich für den Anfang nicht schlecht.

Meinst du, ob einer von uns Angst vor der Ohnmacht hat - oder ob einer schon mal ohnmächtig war?

Liebe Grüße,
malea

almamu
27.10.2007, 19:44
Hallo malea,
nein, ich war noch nicht bei einem Arzt.Es ist ja noch nicht lange so und es hat sich ja auch schon ein wenig gebessert, deshalb möchte ich es erstmal mit "Selbstcoaching" versuchen. Ist es bis Anfang des Jahres immernoch schlimm, werde ich zum Arzt gehen, habe ich mir jedenfalls vorgenommen.
Dieses Wochenende war ich ein paarmal fast angstfrei einkaufen und bin auf größere Menschenmengen getroffen- ohne Angst.Es wäre echt schön, wenn es so weitergeht.
Ich bin auch angefangen zu joggen, obwohl ich dafür nicht wirklich viel Zeit habe, und habe meinen Kaffeekonsum reduziert.
Ich glaube, das hilft auch ein wenig.
Naja, die Angst vor der Ohnmacht,- mein Mann hat mal gesagt, wenn man so nervös ist und einem das Herz bis zum Hals schlägt, kann man doch garnicht mehr ohnmächtig werden. Außerdem habe ich neulich gelesen, daß das Schlimmste , was man bei einer Panikattacke befürchtet zu 90 % sowieso nie eintritt. Und für mich wäre es das Schlimmste.Übrigens:
Danke für deine Antwort!!

Inaktiver User
27.10.2007, 22:55
....gelöscht.....

almamu
28.10.2007, 20:35
Hallo Ariadne38,
Schade, daß Du Deinen Eintrag gelöscht hast. Er hat mir sehr geholfen, aber - wie ich befürchtet hatte, -so richtig daran glauben, daß nichts passiert, kann ich trotzdem nicht.Ich muß mir wohl erstmal selbst wieder vertrauen.
Liebe Grüße!:blumengabe:

tescriv
12.11.2007, 19:42
Ein kleiner Tipp zur akuten Linderung der Panikgefühle, die ich sehr, sehr gut kenne.
Das Atmen spielt bei Panikattacken eine sehr große Rolle. Meist atmet man zu tief ein und zu wenig aus. Man merkt das meist gar nicht bewusst. Das verursacht aber diesen furchtbaren Schwindel und das eigenartige Gefühl im Kopf.
Ich habe folgendes gelernt: Einmal tief und lang einatmen, die Lungen richtig vollpumpen. Danach die Luft anhalten. Am besten so lange es geht und dann ganz, ganz langsam ausatmen, am besten geht das mit gespannten Lippen, bei denen nur wenig Luft auf ein Mal entweichen kann. Man kann auch zwei Finger auf die Lippen legen und daran vorbei atmen oder auch einen Ton machen, der wie pfffff klingt. Das Ausatmen so lang wie möglich gestalten. Den Vorgang kann man zwei, drei Mal wiederholen.

Man kann das auch machen, wenn man keine Panikattacke hat, sondern nur fühlt, dass eine kommen könnte und wenn man sich unwohl fühlt, oder wenn man in einer Stresssituation ist. Man kann es auch einfach nur so ausprobieren und in sich hineinspüren, wie die Wirkung ist. Entspannend?

Ich würde mich freuen, wenn das mal jemand von Euch ausprobiert und mitteilt, wie und ob das hilft.

silli1973
22.11.2007, 20:45
Hallo Almamu,

also deine Angst kenne ich. Ich würde es aber weniger unter Panikstörung packen. Die finde ich sind noch heftiger, weil da die GEdanken total verrückt spielen.

Das was du meinst ist in dem Fall das Hyperventilieren. Es ist eigentlich ganz einfach. Du bekommst Angst, aus welchen Gründen auch immer. Atmest schneller unbewußt. Dadurch das Schwindelgefühl, weil der Körper plötzlich zuviel Sauerstoff bekommt. Das ist die eine Seite, die du bestimmt schon kennst.

Also bei mir hilft folgendes: Nicht aus dem Laden rennen!! Sondern drin bleiben, und auf die Atmung achten. Ich habe es so gelernt: langsam einatmen, noch langsamer ausatmen und dann zählen 1001 1002 1003, einatmen.....

Das was dein Mann sagt, stimmt! Durch die Angst steigt der Puls, wegen dem Adrenalin. Durch den schnelleren Puls steigt auch direkt dein Blutdruck. Das heißt du kannst nicht wegen niedrigem Blutdruck (welcher eigentlich dafür verantwortlich wäre, das du umfallen könntest) umfallen, da dieser bereits angestiegen ist.

Leih dir doch mal ein Blutdruckmessgerät und probier es aus. Seit dem ich das gemacht habe, weiß ich das es so ist.

Wichtig ist vielleicht auch, dass du prüfst, "habe ich genug getrunken?" Habe ich genug gegessen bisher? Kannst du beides mit ja beantworten, kannst du fast ebenfalls davon ausgehen, das es nicht der Kreislauf ist.

Wichtig ist vielleicht auch zu wissen, durch Vermeidung wird die Angst erst richtig groß. Das heißt je öfter du das machst und erlebst das dir eben nichts passiert, lernst du das deine ANgst überflüssig ist und erklärst sie irgenwann auch dafür. Solltest du soweit kommen, hast du es geschafft.

SO, das waren jetzt ganz tolle Tippps;-) Anderen kann man immer tipps geben, selbst umsetzen ist dann schon manchmal was anderes. :-)

Ich wünsche dir in jedem Fall viel Glück.

Ach ja eins fällt mir noch ein. Es ist nicht die Situation die uns Angst macht, es sind die übertriebenen Gedanken an die Angst. Das heißt denkst du ängstlich, bekommst du Angst, denkst du traurig, wirst du traurig etc. Verstehst du was ich meine??

Stell dir mal die allerschlimmste Situation vor und überlege dann ob die ANgst wirklich berechtigt wäre. Ist sie zu 90 % nämlich nicht. !!!!

Ganz liebe Grüße und ein kräftiges Knuddeln. DU schaffst das!!!

yupiter
22.11.2007, 21:31
ganz genau so silli :blumengabe:

dem kann ich nichts mehr hinzufügen. du hast mir sprichwörtlich das wort aus dem mund genommen.

liebe grüsse
yuppi

almamu
24.11.2007, 20:43
Hallo,
Danke für Eure Antworten.
Ich habe eigentlich nie das Gefühl, daß mit meiner Atmung etwas nicht stimmt. Aber vielleicht ist es ja so und mir wird es garnicht so bewußt. Es ist mehr so ein furchtbar ekliges Gefühl, als wenn mich jemand von hinten umarmt und ganz feste drückt, und ich habe zudem das Gefühl, die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren.
Mittlerweile kann ich schon wieder einkaufen gehen und auch in langen Schlangen stehen, dann kommt zwar auch das Angstgefühl hoch, aber ich kann damit umgehen.
Nur die "großen" Termine machen mir noch Angst, und davon gibt es nächste Woche gleich drei, ich darf garnicht dran denken, bin jetzt schon total gereizt. Am schlimmsten ist der Elternabend. Es ist so furchtbar, wenn die Tür zu ist, und ich sitz da und kann nicht weg und kann nix tun außer dort zu sitzen und gegen die Ohnmacht zu kämpfen. Gruselig.Ich weiß, wenn ich diese Woche überstehe bin ich ein gutes Stück weiter und andere lästige Termine stehen erstmal nicht an, aber trotzdem- ich weiß nicht ob und wie ich das durchhalten soll.:wie?:
Manchmal ist es wohl auch nur die Panik, die man sich vorher macht, die so unerträglich ist und in der Situation ist es dann garnicht mehr so schlimm.Oder?
Naja, nochmals lieben Dank und eine schöne Woche!:blumengabe:

Almira
27.11.2007, 08:08
Almamu, schau dir doch bitte mal an, was die (http://www.christoph-dornier-stiftung.de/index.php?id=25)machen. Ich weiß, dass sie in relativ kurzer Zeit erfreuliche und dauerhafte Erfolge erzielen. Es ist Konfrontationstherapie, also sicher kein Zuckerschlecken, aber was sind zwei, drei Wochen, wenn es so ein Befreiungsschlag sein kann?

(Ich glaub nicht, dass das ein kommerzieller Link ist, die Stiftung ist, wenn ich das recht verstanden habe, gemeinnützig. Ich hab auch kein Interesse daran, hier Reklame für eine bestimmte Organisation zu machen. Ich hab Mitbegründer des Ladens im Studium kennengelernt und bin einfach der Überzeugung, dass das, was sie tun, hilfreich ist.)

silli1973
28.11.2007, 19:03
Hallo Almamu,

denke immer daran, der der denkt oder Angst davor hat durchzudrehen, der tut es nicht!!!!! Kann dir da Doris Wolff empfehlen, falls ich darf ???? Schaue dir die Symptome der Angst mal genauer an! und du wirst sehen, es gehört alles samt dazu. Versuche von den Gedanken die dir Angst machen loszukommen und umzupolen (klingt leichter als es ist , hahaha weiß ich aus eigener Erfahrung). Versuche zu erkennen ob dir der Gedanke den du hast gut tut. Tut er es nicht? Dann denke einen anderen. Zum Beispiel: Komm doch Angst, ich kenn dich, mich erschreckst du nicht mehr wirklich. Komm her. Du bist völlig umsonst hier. Es gibt nämlich nichts wirkliches vor dem ich ANgst haben müßte. Keine wilden Tiere, keine GEfahr, nichts. Lass das GEfühl über dich ergehen. Es dauert max 30 Minuten meist, dann geht es dir wieder besser.

DU SCHAFFST DAS !!!! WIR SCHAFFEN DAS !!! ;-)


GGGGGGAAAANNNNNZ lieben Gruß und denk dran, du bist nicht die einzige die es hat und wirst auch nicht die letzte sein die es schafft!!!!!

Inaktiver User
28.11.2007, 19:33
Am schlimmsten ist der Elternabend. Es ist so furchtbar, wenn die Tür zu ist, und ich sitz da und kann nicht weg und kann nix tun außer dort zu sitzen und gegen die Ohnmacht zu kämpfen. Gruselig.Ich weiß, wenn ich diese Woche überstehe bin ich ein gutes Stück weiter und andere lästige Termine stehen erstmal nicht an, aber trotzdem- ich weiß nicht ob und wie ich das durchhalten soll.:wie?:

Liebe Almamu,

genau das ist so eine Situation, die auch in mir lange Panik ausgelöst hat. Großer Raum, viele Leute, Tür zu! Aber weißt du was? Ich habe es jetzt einfach mal gemacht. Bei Einladungen zu solchen Veranstaltungen sage ich immer erstmal, dass ich das nicht aushalte. Nun habe ich mich aber schon einige Male überwunden - und habe es ausgehalten.

Beim ersten Mal musste ich einmal rausgehen. Da hab ich mich aber auch schnell wieder gefangen. Die nächsten Male gingen schon besser und beim letzten "Groß-Ereignis" ging es dann sogar ganz ohne Panik. Obwohl ich sie wie du auch vorher hatte:


Manchmal ist es wohl auch nur die Panik, die man sich vorher macht, die so unerträglich ist und in der Situation ist es dann garnicht mehr so schlimm.Oder?

Deshalb gebe ich Silli Recht. Du schaffst das auch!!
Und die anderen Postings hier finde ich auch sehr hilfreich. Silli hat es sehr gut beschrieben und den Link von Almira werde ich mir auch nochmal in aller Ruhe durchlesen.

Für dich :blumengabe:
LG,
malea

almamu
28.11.2007, 22:07
Hallo,
danke für Eure kraftspendenden Worte! Ich habe inzwischen das erste große Ereignis überstanden.
Mir war richtig übel und ich hab´geweint auf der Fahrt zu diesem Elternabend. Ich mußte mich dazu zwingen hineinzugehen und dann blieb mir auch noch nichts anderes übrig als ganz vorne zu sitzen , nicht wie eine kleine Maus ganz hinten in der letzten Reihe. Meine Gedanken waren wirklich nur "Ich überleb das nie".Ich war ein paarmal kurz davor aufzuspringen und zur Toilette oder zum Auto zu laufen, um dann nach Hause zu fahren.
Ich bin SOOO froh, daß ich in diesen Sekunden standhaft oder besser "seß"haft geblieben bin.
Es wurde dann tatsächlich immer erträglicher, richtig entspannt aber nie, -einmal hab ich geglaubt, daß ich nicht genug Luft bekomme, aber im selben Moment gemerkt, daß ich doch ganz ruhig und normal atme!!
Vielleicht war es auch deshalb so, weil ich mir vorher ganz ehrlich gesagt habe : "Gut, dann werde ich halt ohnmächtig", ob ich nun ohnmächtig werde oder weiterhin dieses Leben lebe ohne etwas zu ändern, ist doch beides gleich bescheiden.
Tja nun bin ich so erleichtert und glücklich.Sicher werde ich beim nächsten Mal wieder ängstlich sein, aber ich weiß jetzt, daß ich es schaffen kann. Hoffentlich!
Ich wünsche Euch allen auch ganz viel Kraft und Mut !:blumengabe: Das Leben ist schön!

Inaktiver User
29.11.2007, 13:52
Wie schön, Almamu :jubel: !!

Beim nächsten Termin wird es bestimmt noch besser laufen!

LG,
malea

jada
19.12.2007, 10:03
Bei mir beginnt die Panik mit einem komischen Gefühl im Bauch. So ähnlich wie nervosität.
Dann beginnt mein Herz zu klopfen und mir wird tot schlecht.
Ich fange an zu schwitzen und zu zittern.
Mein Magen dreht sich total um und ich weiß nicht ob ich erst erbrechen soll oder durchfall habe.
Dann geht es richtig los, weil ich mich total reinsteigere.
Ich denke dann immer ich könnte nicht fliehen.
Ich bin in der Situation total eingefangen und das quält mich dann total.

...

Meistens treten die Panika. in mir fremden Situationen auf. Wenn ich mich an neues gewöhnen muss. Zum Beispiel beim Einkaufen in der Stad. Oder bei einem Arbeitsplatz wechsel. Manchmal reicht es schon irgendwo zu Gast zu sein wo ich noch nie war.Oder weit weg von Zuhasue. Die Angst DAVOR DAS IN DIESEN SITUATIONEN DIE ANGST KOMMEN KÖNNTE IST GLAUBE ICH DER GRÖßTE AUSLÖSER.



Das kann ich unterschreiben. Ist bei mir auch so. Aber erst seit einigen Wochen, was mich irgendwie noch mehr schockiert, weil mein Leben sich in so kurzer Zeit so gedreht hat. Ich habe auch das Buch von Doris Wolf und arbeite damit, aber ich habe außerdem noch einen Termin bei einer Therpeutin vereinbart, weil mich diverse Ängste schon seit Jahren beschäftigen und ich nicht zulassen will, dass sich nun alles so extrem zuspitzt. Ich will doch leben!

Ich find dieses Übelkeitsgefühl ganz furchtbar. Das ist eigentlich mein Hauptproblem, denk ich. Hab nicht mal Angst, in Ohnmacht zu fallen, aber dafür umso mehr, mich auf der Stelle zu übergeben. Und diese Attacken treten natürlich immer am liebsten in neuen Situationen, bei fremden Menschen oder in diesen typischen Gefangenheits-Situationen (U-Bahn! Friseur! Konzert! Argh, Grusel!) auf. :knatsch:

Gestern hab ich mich gezwungen, zum Friseur zu gehen. Davor war mir schon stundenlang schlecht, und alles gute Zureden, Entspannungsübungen etc. haben nichts gebracht. Bei Friseur dann erstmal Panik deluxe. Furchtbar. Ich habe mir die ganze Zeit gesagt "Es ist gleich vorbei, ganz ruhig". Diesen Satz habe ich unendlich oft wiederholt und versucht, ganz ruhig zu atmen. Als Notfallmaßnahme hab ich mir dann überlegt, dem Friseur zu sagen, dass ich es am Kreislauf habe, und ein paar Minuten an die frische Luft zu gehen. Aber es ging irgendwie. Sobald die Haare geföhnt waren, ging es mir auch wieder gut, denn es war ja vorbei! Danach war ich stolz auf mich, weil ich es gewagt und geschafft habe. Aber die Situation als solche war grauenhaft.

Oh, jetzt hab ich Euch prompt vollgequatscht. Alles Gute, jada.