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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein allerliebtser Papa ist eingeschlafen



minouminou
27.09.2007, 10:09
Hallo alle zusammen !

Ich bin schon länger stille Mitleserin hier im Forum. Es hat mich oft sehr berührt, was ich hier gelesen und erfahren habe. Und jetzt ist muss meine /unsere Geschichte aufgeschrieben werden, jetzt, da sie leider zu Ende gegangen ist.

Mein allerliebster Papa ist letzte Woche am 18.09.2005 um 19.00 Uhr auf einer sehr guten und liebevoll geführten Palliativstation in unserer Heimat eingeschlafen. Meine Mama, mein Mann und ich waren bei ihm. Drei Tage vorher hat ihn seine Schwester, die er sehr mochte, nochmals besuchen können. Er wurde 70 Jahre alt. Zum Glück ist ihm das, wovor er am meisten Angst hatte, der Erstickungstod, erspart geblieben. Er ist ganz leise und sanft weggegangen.

Wir haben im Mai 2005 die Diagnose erhalten, dass mein Papa ein unheilbares Pleuramesotheliom (Rippenfellkrebs, vermutlich durch Asbest ausgelöst) hat. Seit März 2005 ging es ihm nicht mehr so gut, wir dachten zunächst er hätte eine Rippenfellentzündung. Leider bestätigte sich dann der schreckliche Verdacht einer unheilbaren Krebserkrankung. Es war fruchtbar. Wir kannten die Krankheit vorher nicht, obwohl mein Papa als Ingenieur arbeitete und man schon mal was von Asbesttumor gehört hatte. Das erste Jahr war schrecklich. Mein Papa bekam ziemlich schnell eine Chemo, die er leider nicht so gut vertragen hat. Außerdem hatte ihm sein Arzt gleich am Anfang, ich war dabei, gesagt: " Herr ..., Sie sind unheilbar krank. Herr..., sie werden nie mehr gesund werden." Mein Papa hat fast ein Jahr gebraucht, um diese Diagnose anzunehmen. Er hat sehr gehardert, denn er war immer ein sehr aktiver, gesunder und leistungsfähiger Mensch. Er war ca. 1,90 m groß und ca. 100 kg schwer und war dem Leben sehr zugewandt. Er hat alles angepackt und traute sich fast alles zu. Er hat das Leben geliebt. Im ersten Jahr war er oft sehr aggressiv und verzweifelt. Das hat dann alles meine tapfere Mama abgefangen.

Dann nach der Chemo und nach ca. einem Jahr ging es ihm etwas besser und die Krankheit ist bei uns etwas in den Hintergrund gerückt, soweit man das sagen kann. Mein Papa hat das beste draus gemacht, wir sind oft zum Essen gegangen, er hat sehr gerne gut gegessen und getrunken und war sehr gesellig, vor allem als er noch jünger und gesund war. Er sagte mal zu mir, dass er weninsgtens im Leben nichts verpasst habe, das tröste ihn. (Er hat immer viel gearbeitet, aber auch viel gefeiert, !) In diesem Jahr haben wir sehr viele schöne Augenblicke erlebt und ich habe festgestellt, dass man im Leben eigentlich nur möchte, dass es allen, die man liebt gut geht, und man ab und zu mit ihnen zusammen sein kann. Das ist das wichtigste im Leben! Wir haben uns in dieser Zeit auch Dinge gesagt, die wir früher nie gesagt haben. Wenn man noch jünger ist oder in der Pupertät ist, spielen die Eltern ja keine so große Rolle im Leben. Trotzdem hatte ich immer das beruhigende Gefühl, da ist noch jemand im Hintergrund, auf den du bauen kannst. Aber in der Zeit der Krankheit haben wir uns alles gesagt, wie sehr wie uns lieben und was er für ein guter Vater für mich war. Er hat mir gezeigt, wie man lebt, wie man feiert, dass man treu und fürsorglich ist, wie man sich einbringt und wie man Einsatz zeigt. Er hat mir vorgelebet, dass man Freundschaften pflegt, dass man Beziehungen pflegt und dass man zufrieden ist, mit dem, was man erreicht hat. Für all dies konnte ich mich bei ihm bedanken und ich bin froh, dass ich ihm dies noch sagen konnte.

Seit März 2007 ging es ihm dann immer schlechter, für uns kam dann die Zeit, in der er keine Kraft für Besuche (außer seiner Schwester) mehr hatte. Von März bis August 2007 wurde er fast wöchentlich punktiert, es wurden insgesamt ca. 20 Liter Flüssigkeit aus der Lunge entfernt. Er hatte mehrere Eingiffe, war oft im Krankenhaus und konnte immer schlechter atmen. Es ging bergab. Mein Papa war ein Mensch, der im Leben immer vorwärts schaute. Und das tat er auch im Sterben. Er entschied sich, in eine Palliativeinrichtung eines Krankenhauses zu gehen, als er merkte, dass es daheim nicht mehr ging. Er entschied sich auch, nicht zu ersticken, sondern mittels entsprechnder Medikamente ruhig einzuschlafen.

Mitte Juli kam er auf diese Palliativstation, für uns war das grauenvoll, ich dachte meine Mutter überlebt das nicht. Plötzlich war er nicht mehr im Haus, sein Platz war leer. Aber mein Papa ist nochmal aufgeblüht. Er wurde so gut umsorgt und er hatte endlich keine Angst mehr vor der Atemnot. Das Pflegpersonal mochte ihn und wir haben ihn so oft wie möglich besucht. Er konnte sehr gut Beziehungen zu "Fremden" aufbauen und konnte gut Hilfe von außen annehmen. Vor allem ein junger Pfleger hatte es ihm angetan, mit dem machte er immer seine Witzchen. Er freute sich immer, wenn dieser Pfleger Dienst hatte! Alle seine Leiden wurden dort gemildert, die Schmerzen waren endlich im Griff, er hatte keine mehr. Daheim mußte ihn meine Mutter jede Nacht um 24.00 Uhr wegen der Tabletten wecken. Auch die Atemnot wurde dort etwas besser. Die Übelkeit wurde besser und er hat endlich wieder mal mit Appetitt gegessen.

Nach vier Wochen wurde er sogar nochmal für 10 Tage nach Hause entlassen. Leider hat er es nicht länger geschafft. Als er wieder abgeholt wurde, schaute er sich nicht einmal mehr nach seinem Haus um. Dann war er noch ca. zwei oder drei Wochen im Hospiz, in seinem alten Zimmer. Am Samstag, den 15.09.2007 wurden seine Erstickungsanfälle so massiv, dass er, so wie er es verfügt hatte, in einen Schlaf gelegt wurde. Denn im Schlaf kommt man mit weniger Sauerstoff zurecht, so sagten ihm die Ärzte. Sein Atem hat dann noch bis zum Dienstag, den 18.09.2007 gereicht.

Er sah plötzlich viel kleiner und zarter aus, als er im Sterben lag. Sein letzer Atemzug war ein leises Seufzen. Ich weiß, dass ich seine große Freude im Leben war und dass ich ihn von ganzem Herzen lieb gehabt habe.

Als ich unsere Verwandten anrufen mußte, sagte ich meistens: Er hat es jetzt geschafft. Und das war auch mein/unser Gefühl, dass er jetzt alles geschafft hat und dass sein Leben vollendet ist. Keine Angst mehr, keine Qual, keine Not, kein Ersticken, kein Übelsein, keine Schmerzen, kein trockener Mund. Darüber bin ich froh.

Aber wir haben einen großen Verlust erlitten. Wir sind übrig geblieben.

Ich wünsche Euch allen viel Kraft, die Wege zu gehen, die ihr gehen müßt. Das einzige, was man tun kann, ist seinen Lieben so viel Wärme und Liebe und Zuneigung zu geben, wie man kann, es ist am Ende vielleicht das einzige, was tröstet.

Eure Minouminou, vor der noch ein langer Weg liegt...

Sternzeit2506
27.09.2007, 10:52
Liebe Minouminou,
ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft für die bevorstehende Zeit. Es ist schrecklich, aber es tröstet dich bestimmt zu wissen, dass ihr alles für deinen Vater getan habt und dass er so einschlafen konnte, wie er es sich gewünscht hat.

Wir sind alle in Gedanken bei euch. :in den arm nehmen:

Alles Liebe, Sternzeit

minouminou
27.09.2007, 19:43
Liebe Sternzeit,

vielen Dank für Deine Antwort und Deine lieben Worte. Ich habe deine Geschichte gelesen und ich möchte Dich ganz arg drücken. :in den arm nehmen: ! Es tut mir so leid, dass Du Deinen guten und geliebten Mann verloren hast. Ich sehe bei meiner Mama, was dies bedeutet. Es gibt einfach keine Worte dafür.

Ich habe auch oft das Gefühl, dass das Leben sehr ungerecht ist. Es ist oft so, wie Du schon geschrieben hast, vielen Menschen wird die Gnade zuteil, dass sie ihre Eltern lange haben, Geschwister und Kinder haben und viele Jahre ohne schlimme Verluste leben dürfen. Und andere, so wie Du liebe Sternzeit, müssen schon als Kinder oder junger Mensch das Wertvollste hergeben. Vielleicht ist es wirklich so, wie meine Patin meinte, man darf nicht nach dem warum fragen. Ich weiß es nicht.

Ich bin froh, dass Du acht Pfoten im Haus hast. Ich habe auch zwei liebe Tiere, einen braun-getriegerten und einen kleinen schwarz-weißen. Der Braue ist mein alter Griesgram und hat am liebsten seine Ruhe, aber wenn wir im Bett liegen ist er ein sehr großer Schmuser:liebe: ! Der Kleine ist ein lieber Frechdachs und ärgert den Braunen gerne:lachen: ! Ich wüßte nicht, was ich ohne die Pfoten machen soll, sie beruhigen mich jeden abend! Am Tag nachdem mein Papa gestorben war, war ich seit längerem mal wieder einen ganzen Tag zu Hause, da sind mir meine Babies nicht von der Seite gewichen. Kaum hatte ich mich hingesetzt, kletterte einer von ihnen auf meinen Schoß und schmuste mich ab. An dem Tag habe sie, entegen ihrer sonstigen Gewohnheit, auch keine Jagd aufeinander gemacht.

Liebe Sternzeit, ich merke, dass ich noch einen langen Weg vor mir habe. Du bist auch erst einige Wochen auf einem ähnlichen Weg gegangen. Ich wünsche Dir viel Kraft und Deine guten Freunde an deine Seite. Ich habe mir bisher noch nichts vorgenommen, außer dass ich für meine Mama da sein möchte. Ich schicke Dir heute abend alle meine guten Wünsche.

Alles Liebe von Minouminou.

Sternzeit2506
27.09.2007, 22:44
Liebe Minouminou,
lieben Dank, dass du in deiner Trauer, die noch so frisch ist, auch an andere denkst. Heute Abend tut es wieder mal besonders weh. Immer dann, wenn man ein, zwei gute Tage hatte, wird es wieder besonders schlimm und ich frage mich sehr oft, wie lange ich das noch aushalten kann. Während ich dies hier schreiben, laufen mir die Tränen übers Gesicht. Mein Taschentuchkonsum war noch nie so hoch, wie in den letzten drei Monaten :wie?: .

Es freut mich sehr, dass du auch Katzen hast. Ich kann gerade gar nicht so gut tippen, weil Lucky mitten auf dem Schreibtisch sitzt und laut schnurrt. Leider blockiert er dabei die Tasten, so dass es wirklich schwer ist. Ich bin sooooo froh, dass ich die beiden habe, auch wenn Entscheidungen dadurch schwerer werden. Jobmäßig hatte man mir angeboten, entweder für immer oder für drei Monate nach London oder New York zu gehen, aber das kann ich meinen beiden Tüddels ja nicht antun. Für Frank waren sie das Größte, was es gibt. Für mich natürlich auch, aber nun noch sehr viel mehr, wo Frank nicht mehr ist. Ich kann doch seine Beiden nicht im Stich lassen. Für nichts in der Welt.

Ich wünsche dir, dass du neben deinen acht Pfoten auch viele gute Menschen um dich hast. Ich habe Glück, dass ich tolle Schwiegereltern und tolle Freunde habe und dadurch nie alleine bin. Ansonsten würde man das wahrscheinlich auch nicht überstehen.

Einen ganz dicken Drücker für dich und alles, alles Liebe!
Sternzeit

minouminou
28.09.2007, 10:18
Hallo liebe Sternzeit,

lieben Dank für Deine Worte. Ich habe beim Lesen sogar etwas schmunzeln können, als du von Lucky geschrieben hast, der auf den Tasten herumklettert. Das kenne ich ganz genau, auch meine beiden gehen mir sehr gerne beim Tippen zur Hand:smile: ! Im Moment muss ich leider alleine schreiben, der Braune schläft friedlich im Bett (es ist richtig dekadent, aber ich mach ihm zur Zeit immer eine Wärmflasche!!!) und mein Kleiner schaut zum Fenster raus, vielleicht kommt er noch rüber?!

Es ist so traurig zu lesen, dass Du gestern einen schlimmer Abend hattest. Liebe Sternzeit, dein Mann war noch so jung und die Umstände seines Todes müssen für Dich furchtbar gewesen sein. Aber vielleicht ist es für den Betroffenen selbst auch eine Gnade ohne Krankheit und ohne langsames Verabschieden von der eigenen Vitalität sterben zu dürfen. Nur für die Angehörigen ist solch ein Tod grausam. Villeicht hilft es Dir zu wissen, dass Dein Mann es wert war, dass so viele Tränen für ihn vergossen werden. Du weißt, was er für Dich bedeutet hat und Du wirst ihn immer im Herzen tragen. Und irgendwann gehen wir alle zu unseren lieben Verstorbenen. Das ist eine Gewissheit, die mich im Moment trägt. Ich habe mit meinem Papa Anfang Juli, da ging es ihm ganz ganz schlecht, in einem sehr innigen Moment ausgemacht, dass er mich eines Tages abholen wird. In meinem Herzen weiß ich, dass dies passieren wird. Auch wenn jetzt der eine oder andere denkt, ich hätte die Tragweite des Todes nicht erfasst oder ich ticke etwas komisch. Für mich ist es eine tröstliche Gewissheit.

Liebe Sternzeit, es ist schön zu lesen, dass Du beruflich Optionen hast. Hör auf Dein Gefühl, traust Du dir das zu, würde Dir eine andere Stadt guttun? (Vielleicht können ja die Pfoten mit? Hergeben darfst Du sie jedenfalls nicht!) Oder möchtest Du lieber in Deiner vertrauten Umgebung bleiben? Ich bin im Moment noch krank geschrieben und will mich nur daheim verkriechen. Mir fällt es schon unglaublich schwer zum Einkaufen oder so zu gehen. Und ich bin auch immer so müde. Ich ergebe mich dem aber kampflos und lass mich einfach etwas treiben. Nur meine Mama besuche ich so oft es geht. Ich bin auch froh, dass der Herbst da ist, ich könnte keinen Sommer ertragen.

Ich drück Dich ganz fest,
Minouminou

LaDiva
28.09.2007, 21:00
Liebe minouminou und Sternzeit!

ohne viel Worte kann ich euch verstehen. Mit gehts genauso mit der Trauer um meinem Vater!
Besonders das "Nicht ertragen können des Sommers" kann wohl ein Außenstehender nicht nachvollziehen - ist aber auch bei mir so.

Diva auch mit acht Samtpfoten

minouminou
29.09.2007, 09:29
Hallo LaDiva,

schön, dass Du hier geschrieben hast. Ich habe gerade Deine anderen Beiträge gelesen und erfahren, dass Du dieses Jahr deinen Papa und Deine beste Freundin verloren hast. Es tut mir so leid, dass Du zwei liebe Menschen hergeben mußtest. Dein Papa war ja noch richtig jung, meiner wäre in zwei Wochen 71 jahr alt geworden.

Wie alt bist Du denn? Ich bin 35 und fühle mich im Moment wie 100. Die letzten Tage waren bei mir ganz komisch. Als die Beerdigung, die sehr "schön" und würdevoll (es sind sehr viele Menschen gekommen, aus allen Lebensabschnitten meines Papas waren die wichtigen Weggefährten da, das hätte ihm gefallen!) war vorbei war, habe ich gar nicht mehr viel weinen können. Irgendwie hat meine Seele es noch nicht richtig verstanden, vielleicht weigert sie sich auch es zu verstehen. Aber mein Körper spielt richtig verrückt. Ich hab lauter so kleine "Störungen", ich bin zum Beispiel so wahnsinnig müde und schlafe nachts 9 Stunden und nachmittags nochmal 2-3. Außerdem hab ich ständig Kopfweh und starke Verspannungen, so als müßte ich Gewichte auf den Schultern tragen. Ich habe das Gefühl, dass mein Körper total rebelliert, aber meine Seele sich taub stellt. Leider muss ich nächste Woche wieder arbeiten, wie ich das schaffen soll (rein körperlich) weiß ich noch nicht genau, na ja Mal sehen.

Liebe LaDiva, lebst du in der Nähe deiner Mama? Vielleicht kannst Du mit ihr den Schmerz des Verlustes teilen? Ich bin zur Zeit jeden Tag ein bißchen bei meiner Mutter, wir reden nicht viel, aber das Schweigen tut auch gut. Ich habe das Gefühl, dass sie die einzige ist, die mich halbwegs versteht. Aber mir geht es jetzt ähnlich wie Dir (Du hast es an anderer Stelle beschrieben), ich habe jetzt ständig Angst, dass meiner Mama etwas passieren könnte. Jeden Morgen muss ich sie gleich nach dem aufstehen anrufen, um zu hören, dass sie noch da ist.

Alles, alles Liebe für Dich und deine Samtpfoten (es ist gut, dass du sie hast!),
Minouminou

fuechsine
29.09.2007, 16:57
Grüße Euch alle, Ihr Tapferen:blumengabe:
Füchsine plus vier Samtpfoten

Inaktiver User
29.09.2007, 17:58
Minouminou,
schön, dass dein Papa so ruhig gehen konnte. Ich habe ähnliches (allerdings Herzinfarkt und Koma, nicht Pallativ) mit meinem Vati vor 8 Jahren erlebt, und empfinde noch heute neben der Trauer Dankbarkeit, dass er friedlich sterben durfte.
Vielleicht ist dir das ja auch ein Trost zu wissen?

Kappuziner
29.09.2007, 18:32
Hallo Minouminou, und ihr anderen,
Du hast die Geschichte deines Vaters so schön erzählt.
Vor allem, wie er, der immer so stark und lebensfroh und zugewandt, zum Schluß ganz zart und zurückgezogen wurde.

Ich hab das zweimal erlebt, mit meinem Vater und ein Jahr später hat meine Mutter diese Geschichte - im Zeitraffer - auch durchgemacht. Mein Vater hatte drei Jahre nach der Diagnose, meine Mutter drei Monate.
Ich bin gerade in Paris, einer Stadt, die meine Eltern sehr geliebt haben. Als ich 16 war, war ich mit ihnen hier. Viele Erinnerungen werden wach. Sie haben mir hier einen lustigen schwarzen Hut gekauft und am wir haben den Strassenmalern zugesehen.
Die beiden haben auch so gerne gelebt! Sie wurden bloß 67 und 66 Jahre alt.

Ich finde das Leben auch sehr ungerecht. Als die beiden tot waren, habe ich einen richtigen Abscheu vor so ganz alten Leuten bekommen und habe das nicht verstanden, wieso die noch leben durften und meine Eltern nicht.

Aber einen Vorteil hat dieses Sterben am Krebs. Man hat Zeit, sich drauf einzustellen, man kann sich verabschieden, nicht nur die Lebenden von den Sterbenden, sondern auch umgekehrt. Die Sterbenden kapseln sich langsam ab, sie lösen sich langsam von allem.
Seit ich das Sterben von meinen Eltern erlebt habe, habe ich weniger Angst vor dem Tod an sich. Aber ich fürchte mich davor, dass ein geliebter Mensch einfach so stirbt, Herzinfarkt, Unfall, etc. Ohne Vorwarnung, ohne Abschied.
Die drei Monate, die meine Mutter hatte, fand ich schon viel zu kurz.

LaDiva
01.10.2007, 22:05
Liebe minouminou,
ich bin 37 und fühle mich körperlich alt und emotional wie ein Kind. Hört sich blöd an, ich hoffe du verstehst, was ich meine. Ich bin auch müde, aber keine Lust mehr wegzugehen (dass andere Spaß haben, widert mich regelrecht an). Ich habe seitdem auch 5 kg abgenommen. Innerlich fühle ich mich klein, schwach und hilflos. Ich gehe jetzt schon länger wieder arbeiten, was auch komisch ist. Tagsüber habe ich soviel Streß, dass ich den Tod meines Vaters manchmal sogar "vergesse" . Aber sobald ich im Auto sitze und nach Hause fahre, fließen plötzlich die Tränen.
Meine Mutter wohnt direkt in der Nähe. Im Moment ist so ein komisches Zwischenstadium. Es gibt nichts mehr in Sachen Beerdigung usw. zu besprechen, aber über die Normalität reden, geht auch nicht. Ich habe ihr gesagt, dass ich mir Sorgen um sie mache- mit dem "Erfolg", dass sie jetzt noch glaubt, vorspielen zu müssen, dass sie alles im Griff hat. Es ist komisch, da kann so eine Katastrophe passieren und trotzdem glauben Eltern, sich müssten "das Kind" schonen.
Machst du auch irrationale Dinge? Ich kann z.B. die Mobilnummer meines Vaters nicht in meinem Handy löschen, obwohl es die natürlich nicht mehr gibt. Wenn ich mit meiner Mutter rede, spreche ich immer noch von "ihr"- als wenns noch zwei wären.

teichmuschel
02.10.2007, 09:05
Hallo Ihr Lieben,

so wie es Euch geht kann ich gut nachvollziehen. Als meine Mutter letztes Jahr starb konnte sie ruhig und ohne Schmerzen gehen. (Nach einem Schlaganfall). Erst heute kann ich so richtig dankbar dafür sein, dass sie nicht leiden musste und auch, so schlimm es klingt, den Schlaganfall nicht überlebt hat, da sie sonst ein Pflegefall geblieben wäre. Mein Vater starb schon vor 34 Jahren. Ich habe lange Zeit richtig mit dem Schicksal gehadert. Viele habe in meinem Alter noch beide Elternteile, manchmal sogar noch Großeltern.
Ich fühlte mich alleine gelassen (mit 46 Jahren), wie ein Kleinkind - wurzellos -. Ich wollte nicht unter Leute. Fühlte mich (und auch teilweise heute noch) deplaziert unter fröhlichen Menschen. Hatte keine Kraft.
Hatte auch 10 Kilo abgenommen. Wollte eigentlich nur wieder meine Mama wiederhaben. Soviel widersprüchliche Gefühle die ich lange Zeit nicht einordnen und akzeptieren konnte.
Jetzt nach 17 Monaten läuft mein Leben wieder einigermaßen in den Bahnen.

Viele sagten zu mir letztes Jahr. "Sei froh, dass der Sommer kommt. An den hellen freundlichen Tagen ist ein Todesfall "leichter" zu ertragen. Mir ging es wie Euch. Ich konnte das schöne Wetter einfach nicht ab. Es erschien mir ungerecht, dass die Sonne scheint und in mir alles grau und trüb war.

Ich denke an Euch und wünsche Euch viel Kraft und Zuversicht für die kommende Zeit.

Liebe Grüße
Teichmuschel

minouminou
02.10.2007, 22:39
Hallo ihr Lieben,

es tut so gut Eure Beiträge zu lesen, vielen Dank für jeden einzelnen! Und es tut gut bei Menschen zu sein, die in ähnlicher Verfassung sind, wie man selbst. Denn die anderen Menschen wissen einfach nicht, was wirklich passiert ist. Ich finde es im Moment einfach so schwer mit anderen Menschen Kontakt zu haben, egal wie, zu reden, zu telefonieren, mich stört es manchmal schon, wenn mich jemand anschaut. Ich kann es fast nicht ertragen. Am liebsten bin ich allein in meiner Wohnung (mit Samtpfoten!!!) oder in meinem Elternhaus. Und ich war immer ein total offener Mensch, der viele Freunde und Bekannte wollte und auch brauchte. Ich wundere mich total über mich selbst. Ich hab mich um 180 Grad gedreht. Eine eigentlich gute Freundin von mir weiß noch gar nicht was passiert ist, ich habe schon zweimal ihren Anruf nicht angenommen. Ich will einfach nicht schon wieder reden und erklären müssen. Ich will meine Ruhe!!! Heute geht es mir nicht gut, ich bin total agressiv und aufgeladen. Keine so tollen Gefühle, ich finde sie auch unangebracht, aber ich kann es nicht ändern. Körperlich bin ich auch total unten, ständig müde und Kopfweh. Und diese Woche mußte ich wieder arbeiten, ich hab mich total überfordert gefühlt. Ach, ich schaff das alles nicht! Zum Glück ist morgen arbeitsfrei!

Liebe Kappuziner, ich drück Dich ganz fest :in den arm nehmen: . Deine Eltern sind so früh gegangen. Ich kenne diese Gefühle, die sich einstellen wenn viele andere so alt werden dürfen (habe einen 94-jährigen, rüstigen und echt fitten Nachbarn, den jeden Tag seinen Nachmittagsspaziergang macht!!!) Ich weiß manchmal auch nicht wie ich ihnen begegnen soll, verdrängen tu ich sie nicht, denn es ist ungerecht, aber anmerken laß ich mir natürlich auch nichts. Deswegen fällt es mir im Moment auch so schwer rauszugehen, da muss man irgendwie doch immer ein bißchen sozialverträglich schauspielern. Und ich hab dazu weder die Kraft noch die Lust :grmpf:!!! Bei deiner Mama ging es so schnell. Drei Monate sind überhaupt keine Zeit, um sich innerlich wie auch immer darauf einzustellen. Wie lange ist es bei Deinen Eltern her? Ich fand es so schön was Du über Paris geschrieben hast...

Liebe LaDiva, ich kann Dich so gut verstehen. Es ändert sich eben alles. Spaß, Weggehen stammt aus einer anderen Welt, zu der man keinen Zugang mehr hat. Ich empfinde es so, dass ich durch den Tod meines Vaters und teilweise auch schon durch seine Krankheit irgednwie einsamer geworden bin, weil ich bei den "normalen" Dingen oder Gesprächen nicht mehr mitmachen will und kann. Ich stehe irgendwie neben der Normalität alleine rum. Ich bin zwei Jahre jünger als Du, also 35 und glaub mir mit 20 war ich eine gefestigte Persönlichkeit im Vergleich zu dem was ich jetzt bin. Kunststück, da hatte ich auch alles was ich brauchte und war total geborgen. Ich werde übrigens die Handynummer meines Papas nie löschen!!!

Liebe teichmuschel, Ich drück auch Dich ganz fest :in den arm nehmen: . Ich wünsche auch Dir viel Kraft für Deinen Weg. Ich hoffe, Du hast noch liebe Menschen um Dich, hast Du Kinder?

Liebe Grüße, Minouminou

Kappuziner
03.10.2007, 19:09
Liebe Minouminou,

danke für den Drücker :blumengabe:
Mein Vater ist vor 3,5 Jahren gestorben, meine Mutter vor 2,5.
Das ist eine Zeit, in der man schon manches - na ja "verschmerzt" ist das falsche Wort, aber man akzeptiert es so langsam. Denkt wieder an die lustigen Sachen, die man mit ihnen erlebt hat.
Ich bin in der glücklichen Lage, zwei Brüder zu haben. Das hilft sehr, denn die beiden werden nie müde, darüber zu reden und sie wissen so gut Bescheid, ich muss ihnen nichts erklären. Ich kann bei ihnen einfach sentimental sein, ohne große Erklärungen.

Nach dem Tod meines Vaters fand ich es sehr wichtig und tröstend, für meine Mutter da zu sein. Das gab mir dann Kraft, ich wurde gebraucht. Vielleicht hilft dir das auch? Rechnungen sortieren, Ordner für sie anlegen, mit denen sie arbeiten kann, ein paar Dinge ausmisten.
Ich habe nach dem ersten Schock mit meiner Mutter eine kleine Reise nach Rom gemacht. Zu ihrem Geburtstag, denn den wollte sie auf keinen Fall in ihrem alten Zuhause verbringen und mitleidsvolle Anrufe entgegennehmen.
so haben wir in Rom in ihren Geburtstag hineingefeiert, mit einer Flasche Sekt am Forum Romanum. Ein paar römische Jungs waren die ersten Gratulanten und ich hab ihr eine schöne orange Seidenbluse geschenkt, extra eine mit richtig guter-Laune-Farbe.
Ich bin jetzt natürlich doppelt froh, dass wir diese gemeinsamen Tage noch hatten.

Du wirst sehen, du wirst einen Weg finden aus dem Schmerz raus. Ihr werdet euch neu sortieren und wieder eine Familie sein, das wird dauern, aber es geht.

Sei ruhig ganz egoistisch, wenn du nicht mit Freunden reden magst. Die werden das schon verstehen, wenn es Freunde sind.

Ich schicke dir ganz viel Kraft!

teichmuschel
04.10.2007, 16:50
Hallo Minouminou,

vielen Dank für Deinen "Drücker" den ich gerne zurückgeben. Ja, ich habe liebe Menschen um mich. Ich habe einen wundervollen Lebensgefährten und eine ebenso tolle Freundin die in der ganzen schweren Zeit für mich da waren, auch wenn sie mich manchmal nicht verstanden haben. Außerdem habe ich noch eine Schwester und einen Bruder. Kinder habe ich keine.

In den Monaten meiner Trauer haben mich einige Freunde schwer enttäuscht - von denen habe ich mich getrennt. Das Schöne ist, es sind auch neue Bekanntschaften und auch Freundschaften entstanden.

"also 35 und glaub mir mit 20 war ich eine gefestigte Persönlichkeit im Vergleich zu dem was ich jetzt bin"

Das kann ich gut nachvollziehen und ich bin ja jetzt nochmals 12 Jahre älter als Du. Aber wenn ein Elternteil oder gar Beide nicht mehr da sind fühlt man sich einfach nur alleine und die Welt bricht erst einmal zusammen.

Denk an Dich und an alle anderen
Teichmuschel

minouminou
05.10.2007, 21:50
Liebe Teichmuschel,

vielen Dank für Deine Antwort! Es ist genau wie Du sagst, wenn ein Elternteit nicht mehr da ist, da fühlst man sich nur alleine und die Welt bricht erst einmal zusammen. Es ist so ein großer Verlust an Sicherheit und Geborgenheit und Rückhalt, den steckt man nicht so einfach weg. Heute war wieder ein ganz schlimmer Tag für mich. Es ist so schön, dass Du noch Geschwister hat, sie fühlen wie Du und ihr könnt Euch gegenseitig stützen. Auch dass Du eine veständnisvolle Freundin hast ist ein Geschenk, ich hab auch eine und brauche sie im Moment sehr, sie ist immer für mich da:kuss:! Auch das Schreiben hier hilft mir! Liebe Teichmuschel, es tut so gut, wenn andere verstehen, was passiert ist, ich danke Dir für deine Anteilnahme und Worte!:wangenkuss:!

Heute war ein schlimmer Tag! Die ersten Tage nach dem Tod meines Vaters war ich eigentlich ganz ruhig, da sein Sterben an sich sehr friedlich und sanft war. Auch die Beerdigung war so würdevoll, alle haben ihn zum Abschied nochmal geehrt. Das hat uns viel bedeute, weil es meinem Papa etwas bedeutet hätte. Aber so langsam kommt der Alltag zurück , die Trauerkarten werden weniger und ich arbeite ja schon wieder. Aber in mir drin siehts ganz schlimm aus: Verwüstung, Leere, Dürre, Chaos. Meine Seele ist ein Schlachfeld, die Schlacht ist verloren. Ich glaube die alte monouminou (sie war voller Lachen und Liebe, gesellig, stark und geradlinig) gibt es nicht mehr. Wenn ich mich im Spiegel sehe, denke ich ich bin eine Fremde, ich habe ganz plötzlich richtig tiefe Sorgenfalten bekommen, früher hatte ich immer eine schöne Gesichtshaut, wurde immer viel jünger geschätzt. Jetzt ist meine Gesichtsfarbe grau, ist wirklich wahr! Ich weiß nicht ob ich diese seelischen Schmerzen aushalten kann. Ich mach mir auch ständig Sorgen um meine Zukunft, in meinem Job ist die Schonfrist jetzt abgelaufen, habe leider einen total leistungsorientierten Beruf. Mein Chef bat mich zum Gespräch, ab wann ich denn wieder voll zur Verfügungs stehe, es gehe nicht, dass ich in verantwortungsvoller Position nur mit halber Kraft arbeite, bla bla... (er hat seine Eltern noch!!!) Außerdem hätte ich heute fast eine Autounfall gebaut und wäre fast einem draufgefahren. Ich kann wirklich sagen, dass ich im Moment die Kontrolle über mein Leben verloren habe.

Wenn das meine Papa wüßte, er war immer so stolz auf mich und hat sich so über alles gefreut, was ich mache und plane. Er würde von ganzem Herzen wollen, dass es mir und meiner Mama gut geht und wir zusammen halten. Das tun wir auch! Er würde nie wollen, dass ich meinen Job nicht mehr schaffe. Er hat seine Arbeit geliebt, es
war sein Leben (er war 34 Jahre beim gleichen Konzern) und sein bester Freund war sein Kollege. Er war mit einer außergewöhnlichen physichen und psychischen Stärke gesegnet, das sagt meine Mama immer, er hat viel weggesteckt, selbst, als er erfahren hat, dass er Sterben wird, hat er nicht aufgegeben. Ich weiß nicht, wo er die Kraft dafür her nahm.

Für heute mach ich mal Schluß,
Eure traurige Minouminou

LaDiva
08.10.2007, 21:28
Liebe minouminou!
Ich finde die Haltung deines Chefs furchtbar! Das zeugt ja nicht gerade von Führungsverantwortung. Was heißt zu Verfügung stehen? Vielleicht sollte man ihm mal sagen, dass der Tod eines geliebten Menschen etwas anderes ist, als ein Wasserrohrbruch im Keller. Tschuldigung, da geht es wirklich mit mir durch.
Ich war jetzt in Urlaub, obwohl ich vorher darüber nachgedacht habe: kann ich das machen? will ich das?
Es war schön und traurig gleichzeitig. Schön war es, Zeit für mich zu haben, ohne Job und in einem Umfeld, in mich keiner kennt. Schön war es auch mal (schlechtes Gewissen!!!) ohne die Sorge um meine Mutter.
Traurig war es zu sehen, wie schön alles sein kann. Ich war in Griechenland, das ich sehr liebe. Aber im Abendlicht am Meer zu sitzen- die Schönheit und die Traurigkeit gleichzeitig war gnadenlos. Ich habe es genossen und gleichzeitig daran gedacht, wie sehr auch mein Vater solche Momente liebte und nie mehr erleben kann.
Die unendliche Schönheit der Natur hat es schwerer gemacht und war trotzdem tröstlich. Klingt irgendwie blöd, aber anders kann ich's nicht beschreiben.

minouminou
15.10.2007, 21:09
Liebe LaDiva,

danke für Deine Zeilen. Ich kann gut nachvollziehen, was Du meinst, wenn Du schreibst, dass die Schönheit der Natur es schwer macht, aber auch tröstlich ist. Bei uns ist im Moment so wunderschönes Herbstwetter, strahlend blauer Himmel, die Luft riecht so gut und das Laub ist so schön gefärbt. Mein Papa hat den Herbst geliebt, von allen Jahreszeiten an meisten. Irgendwie hat man das Gefühl, dass alles in einer "größeren Ordnung" ist, aber andererseits kann man die Schönheit der Natur nicht mehr zusammen genießen. Man ist eben allein. Ich fühle mich momentan sehr allein, obwohl ich ja erwachsen bin.

Mein Papa hat heute Geburtstag, er wäre 71 Jahre alt geworden. Heute hat niemand angerufen, es kamen keine Glüchwunschkarten mit der Post, keine Nachbarn, die gratulieren und mal kurz rüber kommen, keine Verwandten, die gratulieren. Ein Geburtstag, ohne Jubilar, ohne Drücken, ohne Geschenk, ohne Lachen, ohne Essen gehen, ohne Anstoßen, ohne kleine Feier. Wir werden Dir nie mehr am 15.10. gratulieren. Der Tag, der für uns immer ein Freudentag war, auf den wir uns gefreut haben und für den wir Vorbereitungen getroffen haben, wird uns jetzt immer weh tun.

Lieber Papa, ich vermisse Dich so sehr und Mama auch. Sie reißt sich sehr zusammen, aber sie will nicht ohne Dich sein. Sie hat sich doch immer auf Dich verlassen, Du warst immer da und hast uns geholfen. Wie sollen wir denn die Einsamkeit wegstecken? Es war so schlimm heute, Dein Datum hat mich von überall her angesprungen. Die Traurigkeit wird immer schlimmer...Ob Du wohl weißt wie sehr wir Dich vermissen? Unsere kleine Gemeinschaft hast Du uns genannt und deine beiden liebsten Menschen. Wenn ich diese Zeilen von Dir lese muss ich immer weinen. Ich werde Dich immer lieb haben...