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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mir geht es einfach nicht besser



Ela1965
21.09.2007, 10:45
Hallo,

ich bin neu hier, weil ich einfach jemanden zum reden suche.

Meine Mutter ist am 13. Januar verstorben, einen Tag vorher mußte ich noch meine über alles geliebte Hündin einschläfern lassen. Das alles hat mich so fertig gemacht, das ich nicht mehr richtig denken konnte. Ich dachte, wenn die Zeit vergeht, geht es mir irgendwann besser, aber es ist nicht so!
Ich bin ein sehr trauriger Mensch geworden, habe Angst, es könnte wieder jemanden aus meiner Familie was passieren, Schlafe und esse sehr schlecht.
Ich mußte mit ansehen, wie meine Mutter körperlich immer mehr zugrunde ging, das selbe mit meiner Hündin.
Ich kann die Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekommen und weiß nicht mehr, was ich machen soll.
Ich hoffe, es geht irgendwann besser.
Ganz liebe Grüße von Ela

Inaktiver User
21.09.2007, 10:52
Hallo Ela,

es tut mir sehr leid! Fühl dich :in den arm nehmen:

Ich weiß was du meinst - meine Oma ist im Juli gestorben und sie war mir wie eine zweite Mutter!

Aber Trauer muß man zulassen - egal wie lange sie dauert!

Nur wenn du das Gefühl hast, du kommst allein damit gar nicht klar, dann solltest du dir vielleicht psychologische Hilfe suchen.

Die Mutter zu verlieren ist sehr schlimm, auch wenn es natürlich zum Leben dazugehört. Das Leben gibt es nicht ohne den Tod - wir müssen nur damit umgehen lernen. Das ist sehr schwer, ich weiß das!

Aber du bist hier in guten Händen! Viele haben Ähnliches erlebt!

Alles Gute für dich

Dharma

Ela1965
21.09.2007, 10:58
Hallo Dharma,

danke für deine Antwort. Da ich eine große Familie habe, rede ich dort eigendlich immer darüber, aber in letzter zeit habe ich gemerkt, das ich das Thema gar nicht mehr gerne anschneide, da ich dann so traurig werde. Wenn wir alle zusammen sind, bin ich immer froh, und hoffe einfach mal abgelenkt zu werden. Aber wenn dann einer meiner Schwestern wieder damit anfängt, verlasse ich das Zimmer.
Ich weiß, das ist nicht richtig!
hätte auch nie gedacht, das ich mal so reagieren werde. Zuhause laufe ich an das Foto von meiner Mutter vorbei und möchte gar nicht hinsehen, weil ich dann wieder anfange zu heulen.
Es ist so schwer!
Du hast recht, irgendwie will man noch nicht loslassen. Aber es ist auch diese riesengroße Sehnsucht, die sehr schlimm ist.

Liebe Grüße Ela

stern2007
23.09.2007, 11:36
Hallo Ela1965;

meine Mutter ist am 1. Februar 2007 gestorben und
ich vermisse sie auch so unendlich!
Ich wiederum habe überall ein Bild von meiner Mutter
stehen; so ist sie immer und überall bei mir.
Jeder trauert natürlich anders.
Bei ist es momentan so, dass ich denke, der Schmerz hört
niemals auf.....
Und jetzt, wo die dunkle Jahreszeit anfängt....
wie soll man die nur überstehen.

Ich schicke Dir einen:blumengabe: und hoffe, heute an dem
schönen Sonntag hilft er Dir etwas....

ann_weber
24.09.2007, 17:58
Hallo Ela!

Leider weiss auch ich wovon Du sprichst :niedergeschmettert: Und wirklich tröstende Worte kann ich wahrscheinlich auch nicht spenden. Nichts desto trotz möchte ich Dir sagen das es mit der Zeit besser wird.
Ich habe meine geliebte Oma verloren und einige Zeit später meine geliebte Hündin Candy einschläfern lassen müssen.
Über den Tod meiner Oma komme ich wohl auch nie hinweg, aber da sie auch schwer krank war, kann ich mit dem Gedanken "das sie jetzt keine Schmerzen mehr haben muss" gut leben!
Ich bin jeden Tag in Gedanken bei ihr!!!
Und Candy - wir hätten Candy wohl noch einige Zeit durchbekommen, mit ganz starken Medikamenten, aber dass wollten wir nicht. Sie hatte sich 4 Jahre vor ihrem Tod Boroleose eingefangen und davon ein schlimmes Nierenleiden zurückbehalten. Naja, so traurig ich bis heute noch bin - aber - es ging ihr wirklich bis zum letzten Stündchen gut und sie wollte noch viel mit uns erleben. Wenn ihre Blutwerte noch irgendwie messbar gewesen wären hätten wir es weiter versucht. Aber der Tierarzt sagte mir das die süsse nicht einfach einschläft sondern sich ganz schlimm quälen würde. Jeder andere Hund wäre wohl längst gestorben, aber meine süsse wollte einfach nicht loslassen.
So habe ich für sie entschieden: Du brauchst nicht mehr länger still leiden, denn Du hattest ganz tolle Jahre bei uns. Nur aus purem Egoismus meine süsse weiterleben lassen... das konnte ich dann auch nicht. ICH habe ihren Tod beschlossen und leider hält mich nur dieser Gedanke aufrecht: sie muß nicht mehr leiden.
Also liebe Ela, fühl Dich auch von mir gedrückt :in den arm nehmen: und "Köpchen hoch". Versuche Dich etwas abzulenken!
Grüße Ann