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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Altersvorsorge bei Selbständigkeit



akademikerin
18.09.2007, 07:47
Hallo zusammen,

ich hätte gerne mal einige Meinungen von Selbständigen hier :Sonne:

Ich bin dabei, meine Selbständigkeit vorzubereiten bzw. auszubauen. Dabei spielt natürlich auch die Altersvorsorge eine Rolle. Von dem abgesehen, was ich bereits während meiner Angestelltenzeit erarbeitet habe, möchte und muss ich das natürlich aufstocken.

Ich bin zu einem "Berater" gegangen, um mal zu hören, was der vorschlagen würde und staunte nicht schlecht. Zum einen weiss ich natürlich, welche Summe ich als Kapital brauche, um davon leben zu können. Der "Berater" schlug vor, eine Basisrente bzw. eine Fondsrente aufzubauen. Ersteres wäre steuerbegünstigt während der Ansparphase und steuerbelastet bei Auszahlung. Letzteres wäre aus dem reinen Nettoeinkommen zu zahlen, also nach Einkommensteuer und dafür später geringer steuerlich belastet. Aha!

Er schlägt vor, monatlich eine reichliche Summe anzusparen (Hallo?! Ich weiss selber, dass ich keine Cents zurücklegen kann, sondern Euros brauche dafür!) und zwar in GANNNZZZZ tolle FOnds, u.a. Rohstofffonds.

Die REndite der Basisrente (RÜrup-Variante) liegt bei sagenhaften 4,5-6 Prozent, die Fondsrente könnte bei 6-15% liegen. Ah so ... - ich darf mal anmerken, dass ich mich im Thema an sich gut auskenne und den vorgeschlagenen Fonds noch nicht einmal annähernd in Erwägung ziehen würde! 4,5-6% sind mehr oder weniger eine Lachnummer, abzüglich INflation kriege ich ja kaum was raus! Die Verwaltungskosten konnte er nicht benennen, murmelte etwas von ca. 3% - was ich ja auch sofort glaube (Ironie!)

Meine Frage: Was macht ihr als Selbständige, um eure ALtersvorsorge aufzubauen? Klar, am Anfang wird es nicht viel sein, aber ich möchte wenigstens ein bisschen was machen und beibeihalten können (ich weiss, was geht am Anfang). Was tut ihr und welche Variante ist nach eurer Erfahrung "besser"? Die Rürup-Variante mit STeuervorteil jetzt und höherer Versteuerung im Alter? ODer die reine Netto-Variante, die dann später geringer versteuert würde? Letzteres macht für mich irgendwie nicht wirklich Sinn, wenn ich jetzt shcon viel Steuern zahlen müsste und kaum etwas übrig bleibt.

Ich gehe davon aus, dass ich ca. 2 Jahre keinen nennenswerten Gewinn zu erwarten habe und aus möglichen Überschüssen eher Liquiditätsrücklagen aufbauen werde - für Notfälle sollen es bis max. 6 Monatsumsätze werden, um mind. die Fixkosten zu decken, die sich überhaupt nicht verringern lassen (Miete, KfZ-Versicherung etc.)

Bin gespannt auf eure Meinungen :blumengabe:

Gruß
Ak.

PS: ICh glaube nicht, dass der Berater wirklich gut beraten hat, ich war nur mal neugierig. Wichtig für meine ALtersvororge ist nicht zuletzt der Aspekt einer Insolvenzsicherheit. So, wie bei Angestellten die Riester-Rente bei PI geschützt ist, so soll auch die Rürup-Rente entsprechend abgesichert sein. Ist das wirklich so?