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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst vor dem Alleinsein



Wickie
17.09.2007, 21:53
Ich bin Mitte 30, alleinstehend und habe große Ängste, dass dies so bleibt. Zudem kommen Ängste meine Familie zu verlieren, dass ich am Ende ganz allein da stehe... :knatsch:
Habe in Albträumen schon oft die Beerdigung meiner Eltern gesehen, oder einen Unfall und dann die Polizei vor meiner Tür die mir Todesnachrichten überbringt...:ooooh:

Ich bin im Moment drann eine passende Behandlung für mich zu finden, habe auch schon einiges probiert (z.B. MET), aber das war bis jetzt alles nichts für mich.

Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben?

Danke und viele Grüße
Wickie :blume:

Inaktiver User
19.09.2007, 00:39
Nach dem Gespräch, das in deinem anderen Strang gelaufen ist, kann ich nicht so ganz folgen, ehrlich gesagt habe ich sogar das Gefühl, dass du das vielleicht nicht so ganz ernst meinst.

Falls doch: Ich empfehle dir, zu lernen, mit anderen Menschen über deine Sorgen zu sprechen. Ich persönlich finde gute Psychotherapeuten oder Psychotherapeutinnen sehr hilfreich.

Alles Gute.

Wickie
19.09.2007, 17:09
Ich habe in besagtem anderen Strang zu erklären versucht, wie schlimm es manchmal ist allein zu sein.
Hier schreibe ich von meinen Ängsten allein zu bleiben.
Ich frage mich nun was daran nicht ernst gemeint sein soll :wie?:

Es gibt genügend Leute in meinem Umfeld die meine Sorgen kennen und verstehen aber diese können mir auch nicht helfen.

Und nur, weil man sich Sorgen um seine Zukunft macht (in welcher Hinsicht auch immer) muss man noch lange nicht zu einer Psychotherapie meine ich.

Dir auch alles Gute!

Inaktiver User
19.09.2007, 17:19
Liebe Wickie, ich kenne Deinen anderen Strang nicht.

Mit der Angst vor dem Alleinsein verhält es sich wie mit allen anderen Ängsten auch: Sie lähmt. Und im Unterschied zur Angst vor realen Bedrohungen bewahrt Dich die Angst vor dem Alleinsein auch nicht vor dem Alleinsein.

Und ganz krass ausgedrückt: Deine Eltern werden eines Tages sterben, ob Du nun Angst davor hast oder nicht. Die Angst hält Dich jedoch mehr davon ab, die schönen Stunden, die Zeit die im HIER und JETZT ist, zu genießen.

Daher würde ich an Deiner Stelle erst einmal versuchen, diese Angst in den Griff zu bekommen, ihr Einhalt zu gebieten. Sie kann Dir vieles vermiesen und sie bekommt einen Stellenwert, den sie nicht verdient hat.

Alles Gute für Dich.



Anders ausgedrückt: Sie hat keinerlei Funktion. Das klingt sehr rational und pragmatisch, allerdings kann man irrationalen Ängsten häufig nur so begegegnen.

Inaktiver User
19.09.2007, 18:24
... muss man noch lange nicht zu einer Psychotherapie meine ich.

Nein. Niemand muss zu einer Psychotherapie.

Ich schrub dir, dass ich der Meinung bin, dass ein guter Therapeut sehr hilfreich sein kann, um solche, wie Morcheeba sehr anschaulich beschrieben hat: irrationalen Ängste in den Griff zu bekommen.

Für mich ist eine Psychotherapie kein Indikator dafür, dass jemand "krank" ist oder "neben der Kapp", sondern einfach ein Zeichen dafür, dass jemand seine Probleme konstruktiv angeht.

PS: Woher hast du deinen extremen Widerwillen gegen Psychotherapien? Hast du schlechte Erfahrungen gemacht? Oder hast du gar keine Erfahrungen damit? Klingt eher so wie letzeres. Wenn man soviel gegen eine Psychotherapie hat wie du, dann wird es wohl auch nichts Gutes geben, das sehe ich allerdings auch so. Dann musst du eben alleine dadurch. Das geht natürlich auch.

Wickie
19.09.2007, 18:40
Ja, Zitronenmond - das deutest Du richtig :smile:
Ich habe sehr negative Erfahrungen mit Psychotherapeuten/Therapeutinnen gemacht, also nicht mit einer Therapie, sondern mit Therapeuten an sich außerhalb der Praxis.

Klar, es gibt sicher auch Andere, man kann nicht alle über einen Kamm scheren, aber diese extremen Erfahrungen lassen mich im Moment noch den Horror :ooooh: kriegen wenn nur das Wort ins Spiel kommt, sorry - auch dass ich auf die Gründe nicht näher eingehen möchte.

Ich würde erst gern versuchen mir selbst zu helfen, die Ängste in Griff zu bekommen, bevor ich den nächsten Schritt gehe.

VG
Wickie

Inaktiver User
19.09.2007, 18:46
Ach so!

Also, grundsätzlich würde ich wohl auch nicht zu einer Psychotherapie raten. Zu einem guten Therapeuten würde ich raten. Man kann sich ja auch jemand guten empfehlen lassen.

Ich glaube, dass es tatsächlich auch viele Therapeuten gibt, die nicht gut sind - aus verschiedensten Gründen. So, wie es auch viele schlechte Rechtsanwälte gibt.