PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : KM-Leistung bei der KFZ-Versicherung



Nash
28.08.2007, 13:39
Hallo zusammen,

vielleicht kann mir jemand bei meinem kleinen Problem helfen, da ich mich nicht "schon wieder" an meinen Versicherungsmakler wenden möchte.

Ich habe mir im Juni 2006 einen Neuwagen geleast und bin zu dem Zeitpunkt davon ausgegangen, dass ich maximal 10.000 km im Jahr fahren werde, mein Versicherungsmakler hat mir eine KFZ-Versicherung für 9.000 km angeboten, welche ich abgeschlossen habe.
Dann lernte ich kurz darauf meinen Freund kennen, der jedoch 100 km (eine Strecke) von mir entfernt wohnt, die ich mindestens einmal in der Woche fahre. Dementsprechend habe ich meine KM-Leistung im Dezember letzten Jahres auf 12.000 km anheben lassen und den aktuellen km-Stand durchgegeben. Eigentlich sollte mein Freund zu Beginn des Jahres in meine Gegend ziehen, so dass die km 12.000 realistisch wären. Nun hat sich das mit seinem Umzug jedoch verschoben und er wird frühestens im NOvember hierherziehen. Inzwischen habe ich bis jetzt (der Wagen ist 14 Monate alt) fast 20.000 km gefahren.

Nach meiner Berechnung hätte ich ja letztes Jahr 4.500 und dieses Jahr bis August 8.000 km fahren dürfen, da bin ich dann jetzt mit meinen 20.000 km schon 7.500 km drüber.

Wie sieht es jetzt in einem Schadensfall aus? Zahlt die Versicherung dann gar nichts? Oder muss ich eine Strafe zahlen?

Hoffentlich kann mir hier jemand helfen.

Inaktiver User
28.08.2007, 13:46
das Problem solltest du eigentlich mit einem Anruf bei deinem versicherer beheben können.
(Bevor du einen Unfall baust, versteht sich).

Dann musst du damit rechnen, ein paar euro nachzuzahlen, aber sonst passiert dir nix schlimmes.

Wie du das mit deinem Vertragspartner vom Leasing geregelt bekommst, ist eine andere frage - hatte noch nie einen Leasing - vertrag, denke aber, dass es da komplizierter wird, und du evtl. einiges nachzahlen musst, wegen höherem Verschleiß.

Nash
28.08.2007, 14:49
Danke für die rasche Antwort...dann werde ich wohl dort mal anrufen müssen :-/

Das mit dem Leasing ist kein Problem, hatte einen Vertrag über 3 Jahre abgeschlossen mit jährlicher Laufleistung von 10.000 km, am Ende wird die Laufleistung überprüft und ich habe eine Toleranz von +/- 5.000 km, für jeden Zusatzkilometer über 35.000 muss ich dann 0,053 Euro zahlen, haber mir ausgerechnet, dass es bei 15.000 km knapp 800 Euro wären, was für mich nicht weiter tragisch wäre, da mache ich mir also die geringsten sorgen drum :-)

Mandelbluete
29.08.2007, 14:50
Hallo,

ich würde die Allgemeinen Versicherungsbedingungen genau lesen. Ich hatte mal einen Fall, in dem die Versicherung eine Nachzahlung und zusätzlich noch eine Strafzahlung (ich glaube fast, es war eine Jahresprämie) wollte (und auch bekommen hat). Ich kann mich nur nicht mehr erinnern, ob die Strafe angefallen ist, weil der Versicherungsnehmer das Ganze nicht gemeldet hat (sondern es bei einem Schadensfall rauskam) oder auch so angefallen wäre.

Mandelblüte

Eteterfon
31.08.2007, 08:27
Wie ist das denn eigentlich? Zahlt man mehr wenn man a) viel zu weinig fährt (also unter 5000/Jahr) und wenn man sehr viel fährt? Und dazwischen gibt es einen anderen Satz (ich meine, das hätte mir mal jemand erklärt, dass man im ersten Fall zu wenig Praxis hat und im zweiten ein erhöhtes Risiko wegen der vielen Kilometer?

Ich hab bei mir auch immer die km grob geschätzt - aber nie wieder nachgeguckt, wie realtsitisch das war. Hab bisher nicht geglaubt, dass es einen Unterschied macht, wenn ich sagen "fahre etwa 10.000" und dann wurden es nur 6.000. Sollte ich mal nachrechnen, was ich damals angegeben habe und das ggf. ändern lassen?

Inaktiver User
01.09.2007, 10:16
Den Fall hatte ich ähnlich (allerdings kein Leasing-Fzg.)und in 3 Jahren mehr als 20.000 km zuviel auf dem Tacho.

Irgendwann kam ein Brief von der Vers. (Huk-Coburg Allgemeine) mit der Frage nach dem aktuellen km-Stand.
Den habe ich wahrheitsgemäß beantwortet, worauf nach 1-2 Wochen ein Nachtrag zum Versicherungsschein kam mit der Aufforderung zur Nachzahlung.
Kein Vorwurf, keine Drohung, keine Strafe.

LG, Anne

Inaktiver User
01.09.2007, 14:26
Hallo zusammen,

vielleicht kann mir jemand bei meinem kleinen Problem helfen, da ich mich nicht "schon wieder" an meinen Versicherungsmakler wenden möchte.



mpfff.... wofür ist dieser denn da?

Inaktiver User
04.09.2007, 23:02
Wenn du meinst, dein km-Limit überschritten zu haben, melde das deiner Versicherung.

Stocke deine jährliche km-Leistung auf... ab dem Zeitpunkt, wo du meldest.
Es wird eine Prämienregulierung geben; aber m.E. interessiert das keine Leasinggesellschaft.

Eine "Strafe" der Versicherungsgesellschaft brauchst du nicht zu befürchten.

Inaktiver User
04.09.2007, 23:06
Wie ist das denn eigentlich? Zahlt man mehr wenn man a) viel zu weinig fährt (also unter 5000/Jahr) und wenn man sehr viel fährt? Und dazwischen gibt es einen anderen Satz (ich meine, das hätte mir mal jemand erklärt, dass man im ersten Fall zu wenig Praxis hat und im zweiten ein erhöhtes Risiko wegen der vielen Kilometer?

Ich hab bei mir auch immer die km grob geschätzt - aber nie wieder nachgeguckt, wie realtsitisch das war. Hab bisher nicht geglaubt, dass es einen Unterschied macht, wenn ich sagen "fahre etwa 10.000" und dann wurden es nur 6.000. Sollte ich mal nachrechnen, was ich damals angegeben habe und das ggf. ändern lassen?

Frage deine Versicherung, welche Staffeln sie anbietet.
Je mehr km, desto mehr Prämie.

Wozu, wenn die Möglichkeit der Nachzahlung ( Achtung! Termin beachten!) besteht.

akademikerin
05.09.2007, 06:52
Ich habe mir letztes Jahr mein Traumauto "gegönnt" und bin von einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 km ausgegangen. Die habe ich überschritten. Aber nur im 1. Jahr. Jetzt passt das.

Als netter Mensch habe ich die Versicherung angerufen (ist über eine Direktversicherung versichert, das Wägelchen) und nachgefragt. Antwort 1: Dann wird rückwirkend ab Versicherungsbeginn die Prämie angepasst und nachgefordert. Nachdem ich mich schallend kaputtgelacht habe und die umgehende Kündigung in Aussicht gestellt habe, hatte ich dann den Abteilungsleiter am Telefon und der hat mit Antwort 2 gegeben: DIe Prämie wird für das Folgejahr angepasst. SOLLTE denn was passieren oberhalb der gefahrenen und vereinbarten KM, dann zahlt die Versicherung selbstverständlich udn wird dann die Prämie rückwirkend erhöhen, rückwirkend zum letzten 01.01. wohlgemerkt.

Niemand kann genau vorher wissen, wieviel km er/sie fahren wird. Ich würde das sowohl mit der Leasinggesellschaft klären als auch mit der Versicherung. Bei Leasing musst du doch eh bestimmte Wartungsintervalle einhalten, oder? Dann steht doch auf der REchnung die km-Leistung zum Zeitpunkt der Wartung. Bei Leasing gibt es wohl auch noch ein paar Besonderheiten.

Aber ansonsten ... der Versicherungsmakler ist u.a. zuständig für Fragen rund um Versicherungen. Und keiner kann dich hindern, ggf. die Versicherung auch mal direkt anzurufen.

Oma_Berta
06.09.2007, 10:17
Nach unserem (erstmal "streitigen") Unfall Ende Februar habe ich vorübergehend meine Vollkasko in Anspruch genommen, bis die gegnerische Versicherung gezahlt hat. Dadurch hat meine Versicherung am Kilometerstand gesehen, dass wir im Jahr statt 9.000 km rd. 15.000 km fahren. Bei Versicherungsabschluss hatte ich keinen blassen Schimmer, wie viel wir fahren würden.
Ärger gab es nicht, allerdings musste ich rückwirkend ab 1. Januar 2007 erheblich mehr zahlen, etwa 120 Euro im Jahr.

Inaktiver User
06.09.2007, 21:39
Nach unserem (erstmal "streitigen") Unfall Ende Februar habe ich vorübergehend meine Vollkasko in Anspruch genommen, bis die gegnerische Versicherung gezahlt hat. Dadurch hat meine Versicherung am Kilometerstand gesehen, dass wir im Jahr statt 9.000 km rd. 15.000 km fahren. Bei Versicherungsabschluss hatte ich keinen blassen Schimmer, wie viel wir fahren würden.
Ärger gab es nicht, allerdings musste ich rückwirkend ab 1. Januar 2007 erheblich mehr zahlen, etwa 120 Euro im Jahr.


Bei einem Unfall im Februar erkennt das die Versicherung schon?
Oder fährst du schon Jahre mit 9 Tkm?
Du schaust nicht auf den Tacho?

Oma_Berta
09.09.2007, 13:58
Der Wagen ist jetzt 5 Jahre alt. Die km-Leistung im 1. Jahr lag erheblich unter 9.000 km, weil Junior noch keinen Führerschein hatte.
Ehrlich gesagt hab ich mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, dass ich pro Jahr nicht über diese 9.000 km fahren "darf".

Die Versicherung hat das anhand der gutachterlichen Unterlagen (wo natürlich auch die gefahrenen km notiert waren) gesehen, deshalb zahl ich rückwirkend ab Januar mehr. Hätte ich meine Vollkasko nicht vorübergehend in Anspruch nehmen müssen (einfach mal so 5.000 Euronen zur "Auslösung" meines Autos bei der Werkstatt hatte ich nämlich nicht), sondern hätte ich auf die Zahlung der gegnerischen Versicherung gewartet, würde ich sicher heute noch den alten Betrag zahlen.

Und nein, ich werde auch in Zukunft nicht jedes Jahr bei der Versicherung anrufen und mitteilen, dass der Wagen 2007 nur 4.000 km gefahren ist und 2008 dann vielleicht 20.000 und im Jahr 2009 1.500.

Jenufa
13.09.2007, 16:45
Die Versicherung kann bei Überschreiten der km-Zahl neben der rückwirkenden Forderung auch eine Strafe verlangen, muss aber nicht. Meistens kommt das eben nur im Falle eines Unfalls raus. Der Versicherungsschutz besteht trotzdem. Ich habe aber noch nie gehört, dass die Versicherung sich wegen des Unterschreitens des angegebenen Werts beschwert.

Ich selber würde der Versicherung melden, wenn ich über die Grenze komme und den Vertrag anpassen, bevor etwas passiert, d.h. ich weiß auch genau, wie viel ich dieses Jahr noch bedenkenlos fahren darf. Wobei ich jetzt kein schlechtes Gewissen dabei habe, weil ich letztes Jahr nur 5500 km gefahren bin dieses Jahr bis zu 6500 km zu fahren.

Wichtig ist bei meiner Versicherung auch jedes Jahr auszutesten, wo gerade die Staffelungsgrenzen liegen, bisher hat es sich aufgrund ständig geänderter Vertragsbedingungen jedes Jahr gelohnt, einen neuen Vertrag mit geänderten Werten bei der gleichen Versicherung abzuschließen statt den alten Vertrag weiterlaufen zu lassen (das gilt nicht nur für die km-Zahl, z.B. war ich von Anfang an in der Klasse "erfahrener Fahrer"=über 23 Jahre, die dann 3 Jahre später auf über 25 geändert wurde und schwupps sollte ich den Risikoaufschlag für Fahranfänger zahlen). Ich vermute, das hat System...