PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chron. Zahnwurzelvereiterung - wie sehr schadet sie dem Körper?



Anais32
19.08.2007, 01:53
Hallo,

ich bin gerade etwas sauer auf meinen Zahnarzt.

Ich hatte vor 2 Jahren eine Wurzelspitzenresektion an zwei Backenzähnen.

4 Monate später habe ich mir die Wange gerieben und dachte nur 'oh NEIN'. Da war sogar von außen durch die Wange genau an der Stelle der behandelten Zähne eine dicke, harte Beule zu spüren am unteren Zahnfleischrand, die vorher noch nie da gewesen war - nicht mal vor der WSR.
Ich also angstschlotternd zu meinem Zahnarzt in der Erwartung, dass er jetzt gleich zieht oder gar mit einer erneuten WSR droht. Er hat dann auf der wirklich mehr als deutlichen Beule rumgedrückt und gesagt, das sei keine neue Entzündung, sonst täte es weh. Er müsse das auch nicht noch mal röntgen. Ich bin daraufhin natürlich mehr als erleichtert nach Hause gegangen.

Aber irgendwie kam mir das seitdem immer wieder spanisch vor. Nicht nur, dass die Beule unverändert groß und hart war, sie 'tuckerte' auch manchmal. Man merkte halt einfach was. Kein Schmerz und nicht ständig, aber halt manchmal so ein dumpfes Gefühl, vor allem morgens beim Aufwachen fühlt sich der ganze Bereich etwas geschwollen an.

Ich habe meinen Zahnarzt 9 Monate später also wieder darauf angesprochen. Und wieder hat er gesagt, dass das keine Entzündung wäre, sonst wäre es schmerzhaft oder man würde wenigstens sowas wie einen Eiterkanal sehen (*würg*). Röntgen wäre nicht nötig. Na gut. Ich also wieder erleichtert nach Hause, nichtsdestrotrotz immer noch mit dem Gefühl, dass da was nicht stimmt.

Vor 2 Monaten musste mein ganzer Kiefer im Zuge einer anderen Sache geröntgt werden. Sogar ICH habe auf dem Röntgenbild sofort gesehen, dass an genau der Wurzel des Zahnes ein dicker dunkler Fleck ist. Mein ZA hat aber nichts gesagt (ich erstmal auch nichts, war da gerade mit dem anderen Zahn beschäftigt), sondern einfach nur die vorgesehene Behandlung an einem anderen Zahn gemacht. Als ich dann zur Nachbehandlung war, sagte er nur 'So, jetzt ist alles wieder in Ordnung - dann in einem Jahr wieder'.

Ich konnts echt kaum glauben und habe ihn NOCH mal auf diese verdammte Beule angesprochen und ob da nicht auf dem Röntgen vielleicht doch was zu sehen gewesen wäre.

Er hat das Bild dann rausgekramt und gesagt, 'Dass da tatsächlich was ist, und man da irgendwann mal ran muss, das machen wir dann aber im Herbst/Winter, wenn es nicht so heiß ist wegen der Schwellung'. Auf meine Frage, was denn da genau ist, sagte er 'Naja, das könnte eine Entzündung sein, auf jeden Fall ist es irgendwas, was da nicht hingehört'.

Und damit hat er mich wieder weggeschickt und ich merke die Beule ständig mehr, das hat sich im letzten Jahr verstärkt, häufig habe ich auch mal so ein 'Pieksgefühl' am Unterkiefer an der Stelle.

Ich bin nun etwas sauer. Wenn ich nachrechne, dann habe ich seit sage und schreibe (mindestens!) 3 Jahren eine Dauerentzündung unter diesem Zahn.
Und ich habe meinen Zahnarzt vor sage und schreibe 1 1/2 Jahren zum ersten mal drauf hingewiesen, dass da immer noch was ist und laufe seitdem mit einer fetten Entzündung rum.

Gesund kann das jawohl nicht sein, oder!?!

Dazu sei noch gesagt, dass ein anderer (eher ganzheitlich eingestellter) Zahnarzt die Röntgenbilder vor der WSR gesehen hat und sich nur zu mir umdrehte mit den Worten 'Sie haben die Abwehrkraft eines Pferdes, sonst hätten Sie schon längst eine Kieferentzündung, wenn Sie richtig Pech haben trifft es den Gesichtsnerv. Ich würde da selber nicht mal rangehen, sondern Sie schleunigst zum Kieferchirurgen schicken, der die Zähne sofort ZIEHEN soll. Das ist eine massive Entzündung, die da bei Ihnen im Körper steckt, das kann auf das Herz gehen etc.'.

Ich habe dann damals doch der WSR bei meinem Zahnarzt zugestimmt, weil mein ZA so einen bestimmten und sicheren Eindruck machte, dass das schon hinhauen wird und man doch den Zahn erhalten sollte. Und man gibt ja die Zähne dann doch auch ungern her.

Ich bin aber schon etwas 'ganzheitlich' eingestellt, was die Gesundheit angeht und lese nun schon häufiger, dass schon nur tote Zähne superschlecht sind für den Körper, von chronischen Entzündungen der Wurzeln gar nicht erst zu sprechen..

Die Meinungen gehen ja sehr auseinander, aber wenn ich es in zeitlichen Zusammenhang setze, könnte diese Geschichte sogar einige 'unerklärliche' gesundheitliche Probleme bei mir in den letzten Jahren erklären. Was haltet Ihr davon? Wie ungesund genau ist das? Und wie stark genau geht das auf die Allgemeinkonstitution? Kann sowas z.B. weitere Entzündungen im Körper hervorrufen? (Habe seit ca. 1 Jahr Abzesse, die ich noch nie hatte). Kann wegen so einer Entzündung die Zunge manchmal angeschwollen sein? (Habe ich nämlich auch seit in paar Jahren und keiner weiß, wieso).

Jedenfalls bin gerade echt sauer - wie kann mein ZA mich jaaaaaaaaahrelang mit so einer dicken Entzündung rumlaufen lassen?

Und gleichzeitig - auch wenn jeder sofort sagt 'ZA wechseln' - möchte ich ihn ungern verlieren, weil er was bohren angeht echt super ist. Der hat bei mir Füllungen hinbekommen, die schon seit Jahren halten *touchwood*, die andere Zahnärzte schon aufgegeben hatten und zum sofortigen Überbrücken geraten haben. Außerdem bekomme ich immer und sofort einen Termin, wenn was dringend ist (er macht dann auch mal Überstunden bis 20.00 Uhr oder man darf am Wochenende kommen, wenns brennt).

Aber ich möchte diese Entzündungen los werden. Und finde es auch ein wenig ein Unding, dass ICH meinen Zahnarzt drauf hinweisen muss, dass da auf dem Röntgen genau das zu sehen ist, was ich ihm schon seit anderthalb Jahren sage, er sich aber geweigert hat bis jetzt zu röntgen....
Ich werde jetzt erstmal zu einem anderen ZA gehen. Aber es ist so schwer, einen guten zu finden. Wer weiß, ob der nächste nicht alles komplett vermurkst...? :-s

Anais

Ulina
19.08.2007, 07:33
Dass du bei dem Zahnarzt immer noch bist, verstehe ich nicht.

Ich habe auch nach diversen Wurzelspitzenresektion Entzündungen an den Wurzeln bekommen, weil irgendein Knochenersatzmittel hinein getan wurde, was wohl dann die Entzündungen ausgelöst hat.
Ich hatte nie Schmerzen. Als dann mein Lymphknoten am Hals angeschwollen waren, habe ich mir die Zähne ziehen lassen, weil ich es meinem Körper nicht länger zumuten wollte.

Ich kann dir nur raten schnellsten den Zahnarzt zu wechseln und zu hoffen, dass der oder ein Chirurg deine Zähne noch retten kann.

Inaktiver User
19.08.2007, 10:52
Jedenfalls bin gerade echt sauer - wie kann mein ZA mich jaaaaaaaaahrelang mit so einer dicken Entzündung rumlaufen lassen?

Und gleichzeitig - auch wenn jeder sofort sagt 'ZA wechseln' - möchte ich ihn ungern verlieren, weil er was bohren angeht echt super ist ...

Liebe Anais,

zu so einem Zahnarzt möchtest du tatsächlich noch weitergehen? Das kann jetzt aber nicht dein Ernst sein, oder? Andere Zahnärzte beherrschen das Bohren und Anbringen von Füllungen nicht minder gut, sind aber nicht solche Idioten wie deiner. Sorry für die harschen Worte, aber als ich das alles las, wurde ich richtig sauer.

Wenn du ein bisschen Zeit hast, dann lies dir meinen Thread "Toter Zahn ..." (ein paar Threads unter deinem) mal durch. Ich habe gerade eine feine Entzündung eines bereits wurzelbehandelten Zahnes hinter mir, die stellte ich auch erst an einer Beule am Zahnfleisch fest. Bei mir tat auch nichts weh, es war nur dick, da sich ein Eiterherd gebildet hatte. Selbst Nichtmediziner wissen, dass Eiter sich dort bildet, wo eine Entzündung vorliegt. Das erste, was meine Ärztin durchführte, war eine Röntgenaufnahme des Zahnes/der Zahnwurzel, und sie erkannte SOFORT, dass eine Entzündung vorlag. Dein Arzt ist ein verantwortungsloser Ignorant, das hätte er sofort machen und auch erkennen müssen.

Mein Zahn wurde übrigens gezogen, da die Wurzel einen Riss hatte und eine zweite WSR nur eine kurzzeitige Verlängerung des Elends bedeutet hätte. Eine nächste, und wahrscheinlich schneller wiederkehrende Entzündung wäre vorprogrammiert gewesen, das ist für den Körper nicht gesund.

Alles Gute für dich, und wie gesagt: Weg von diesem merkwürdigen Zahnarzt!

LG,
Zuza

Ohjefisch
21.08.2007, 11:03
Hallo Anais,

ich habe gerade den Zahnarzt gewechselt, das erste, was er im Zuge der Behandlung (ich habe Parodontitis) gemacht hat, war eine Röntgenaufnahme des gesamten Gebisses. U.a. hat er einen Schatten gesehen und gemeint, das könne eine Mukozele sein. Er hat mich zum HNO-Arzt geschickt, der hat die Diagnose bestätigt. Die Terminologie geht wohl etwas durcheinander, aber es handelt sich um eine Zyste, die wahrscheinlich durch einen entzündeten Zahn entstanden ist. Sie tut nicht weh, würde mir aber laut HNO-Arzt, wenn sie wächst, Beschwerden machen. So in der Art, wie Du das schilderst.

Jetzt muss ich zum CT, dann wieder zum HNO-Arzt, und irgendwann muss es in ner Klinik operiert werden.

Nur so als Anregung, vielleicht auch mal nen HNO-Arzt zu konsultieren.

Gruß,

Monika

Anais32
21.08.2007, 18:50
Danke für Eure Antworten. Wie gesagt..kann das die Zunge anschwellen lassen? Mache mir da echt Sorgen drum gerade. :-s

Anais

Inaktiver User
21.08.2007, 19:19
Das weiß ich nicht, Anais. Es könnte sich auch um eine allergische Reaktion auf bestimmte Nahrungsmittel handeln, eine Allergie, die dir vielleicht noch nicht bewusst ist. Aber von naturheilkundlicher Seite her wird häufig ein Zusammenhang zwischen toten Zähnen und gesundheitlichen Beschwerden hergestellt. Ich denke, wenn du unter dem Begriff "tote Zähne" googelst, wirst du diverse Seiten finden, die sich mit dem Thema befassen.

In meinem Thread wurde ich von einer Userin auf eine Zahn-Organ-Tafel hingewiesen, die Korrelationen zwischen toten Zähnen und gesundheitlichen Problemen darstellt. Leider ist das Teil im Netz kaum lesbar, da winzig. Will man sie bestellen, kostet sie, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, um die 50 Euronen, was für mich ein zu stolzer Preis ist.

Vielleicht interessiert dich dieser Link (http://www.bnz.de/images/pdf/zahn-organ.pdf), den Beate mir alternativ ins Gästebuch stellte. Scroll nur ein bisschen runter. Ich bin mir nicht sicher, ob der Link hier überleben wird (Werbung?), falls er gelöscht werden muss, dann findest du ihn in meinem Gästebuch unter Beates Eintrag vom 15.8., 20.19 h.

LG,
Zuza

Biene21
21.08.2007, 20:02
Hallo Anais,

auch ich kann mich den anderen nur anschließen: Geh zu einem anderen Arzt! Damit meine ich aber nicht Zahnarzt, sondern ein Kieferchirurg, einer der auf solche Sachen wirklich spezialisiert ist. Nach meiner Erfahrung geht das über das Maß hinaus, was Zahnärzte wirklich können. Für Zahnfüllungen mag er ok sein, aber jetzt solltest du dich wirklich in fachmännische Hände begeben! Auch ich habe den Unterkiefer entzündet durch zwei wurzelbehandelte. Der Zahnarzt hat mir dann gesagt, dass das nicht gut für den ganzen Körper ist, aufs Herz geht, Arthrose verursachen kann etc. Gemacht hätte er allerdings nichts! Bin daraufhin selbst zum Kieferchirurgen, er hat mich da nicht hingeschickt, hätte er aber tun sollen.

Alles Gute, zögere es nicht weiter hinaus.

BlauerHimmel
21.08.2007, 21:59
Hallo Anais!

Der Zahnarzt hat bei deiner Behandlung einen schweren Fehler begangen und dich damit in Gefahr gebracht. Eine persistierende Infektion kann schwerwiegende weitere Enzündungen auslösen (ganz gefährlich: Herzklappen- und Herzmuskelinfektionen durch verschleppte Zahninfektionen)

Schreib diese Begebenheit bitte auf und melde es weiter (Krankenkasse etc.)! Nur so kann verhindert werden, dass der Arzt weiter so praktiziert. Ach so, und eines sollte selbstverständlich sein: Du gehst zu diesem Arzt NICHT mehr in Behandlung.

Gruß
BlauerHimmel

jobohrer
22.08.2007, 15:46
Hallo Anais,

natürlich hat Ihr Zahnarzt die Beule als genau das erkannt, was sie ist: eine bakteriell verursachte Entzündung nach Wurzelfüllung und nach WSR. Weil er aber die WSR selber gemacht hat, hat er es vorgezogen, so zu tun, als hätte er nichts gesehen.

Das ist übrigens eine typische Geschichte und ganz besonders typisch ist sie auch für WSRs allgemein. Mindestens die Hälfte aller WSRs sind fehlindiziert, weil versucht wird, Bakterien in der Wurzel mit Skalpell und Bohrer totzuschlagen. Das kann nicht funktionieren.

Zu Ihrer Frage, ob die Schwellung in der Zunge damit zusammenhängt: das ist nach meiner Meinung sehr unwahrscheinlich.

Noch ein Satz zu den "ganzheitlichen" Kollegen: Das sind meine speziellen Lieblinge, die es geschickt verstehen, Angstmache mit Pseudomedizin zu verquirlen. Und wozu? Dreimal dürfen Sie raten.

Viele Grüße

Joachim Wagner
Zahnarzt
mein www finden Sie in meinem Profil

BlauerHimmel
22.08.2007, 20:14
jobohrer,

ein sehr interessanter Hinweis. Ich bin auf http://www.tarzahn.de/Timbuktu%20Methode/Inhalt%20Timbuku.htm gestoßen, da begründet tatsächlich ein Zahnmediziner mit wissenschaftlichem Sachverstand, warum viele Wurzelbehandlungen in weiteren Infektionen enden - und wie er es schon lange anders und besser macht.

Gruß
BlauerHimmel

Sunnymoon
23.08.2007, 17:10
In meinem Thread wurde ich von einer Userin auf eine Zahn-Organ-Tafel hingewiesen, die Korrelationen zwischen toten Zähnen und gesundheitlichen Problemen darstellt. Leider ist das Teil im Netz kaum lesbar, da winzig. Will man sie bestellen, kostet sie, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, um die 50 Euronen, was für mich ein zu stolzer Preis ist.


Sieh mal z.B. auf dr-tilch.de/leistungen/zahnorganbez.htm nach oder google mal nach Odontone. Da findest Du so eine Tafel in lesbarer Buchstabengröße.

Inaktiver User
23.08.2007, 20:22
Oh, super! Sunnymoon, dein Link ist tatsächlich deutlich besser lesbar, sogar für mich als bekennenden Blindfisch. Da hatte ich wohl etwas schlunzig gegoogelt.

Danke nochmal. :-)

Salvo
24.08.2007, 10:33
Hallo zusammen,

also - ich hatte ebenfalls zwei Entzündungen: eine nach einer WSR und eine wegen eines nicht gut gefüllten Wurzelkanals - ein Zahn musste gezogen werden - weil die Wurzel gerissen war.

Hier kommt ein Implantat hin - klappt alles prima.

Den anderen habe ich mir gerade von einer Endodontologin flicken lassen - das ist eine Zahnärztin, die sich auf Wurzelbehandlungen spezialisiert hat. Sie verfügt über Spezialbohrer, Mikroskope und weiteres Spezialzeugs, mit deren Hilfe die Wurzelkanäle weitaus besser behandelt werden können als zuvor.

Der Kanal, an dessen Spitze also bei mir die Eiterbeule weilte, wurde mit einem Medikament gefüllt das die Bakterien an der Spitze töten soll - nach zwei Wochen wurde dann der Kanal mit einem neuartigen Füllmaterial gefüllt, das den Kanal besser abdichten soll als herkömmliche Füllstoffe - Fazit - gestern auf dem Röntgenbild war die Beule WEG! Ohne WSR und so fort.

Mein Tipp - einen Spezialisten aufsuchen, der sich auf Wurzeln spezialisiert hat - WSR ist oftmals vermeidbar! Mein Kieferchirurg wollte diesen Zahn übrigens auch gerne an der Spitze absäbeln - die Endodontorologin jedoch meinte, sie bekommt das hin.

Der Fachbereich heisst Endodontie - und ist wohl noch nicht so verbreitet - ich jedenfalls bin begeistert. Kasse zahlt das übrigens nicht - weil Zahn ziehen die Kassenleistung ist. Na denne!

Gruesse
Salvo

Dodolin
26.08.2007, 09:58
Hallo Salvo,
Endodontie ist eine feine Sache!
Aber wie du schon schreibst, die Kasse bezahlt es nicht!
Da fragen die Patienten dann lieber nach was die Kasse bezahlt und das ist dann eben die Wurzelspitzenresektion oder die Extraktion.
Hauptsache es kost`nix!
Aber Endodontie kann auch nicht zaubern, das sollte man auch wissen. Und wenn dann der Zahn trotzdem raus muß obwohl man soviel bezahlt hat, dann war das nur wieder Geldschneiderei vom Zahnarzt.

Inaktiver User
11.10.2007, 11:02
Das kann ich bestätigen Dodolin! Habe seit Jahren Wurzelspitzenentzündungen und war dann auch mal bei einem Endodontologen, um es mal ohne WSR zu versuchen. Der Backenzahn hatte schon eine WSR hinter sich und es war wieder eine Entzündung dran. Habe dann beim Endodontologen 300 € gezahlt und nach ca. 1-2 Jahren war wieder eine Entzündung dran. Ich habe aufgegeben! Habe an die 5 Wurzelentzündungen im Kiefer. Eine ganz schlimme mit einer dicken Beule am Zahnfleisch (Eckzahn). Auch der Zahn wurde bereits zweimal resiziert und muss nun gezogen und durch ein Implantat ersetzt werden. Ich habe schon Sorgen, dass die ganzen Wurzelentzündungen meinem Körper Schaden zuführen, aber ich möchte keine WSR mehr über mich ergehen lassen (zumal auch die nicht mehr kostenlos gemacht werden, sondern so um die 150 € kosten). Andererseits kann ich mir nicht soviele Implantate auf einmal leisten und wenn ich die Zähne jetzt einfach so ziehen lasse und sie erst später durch Implantate ersetze, müsste dann erst wieder ein aufwendiger und nicht kostenfreier Knochenaufbau stattfinden. Bin total ratlos! Hat jemand vielleicht auch so eine Odyssee hinter sich, kann mir seine Erfahrungen berichten oder steckt in der gleichen Lage? Freue mich über Antworten von Leidensgenossen/-genossinnen!

Pummel
12.10.2007, 11:48
Hallo Suni,
ich habe schon 25 J. eine Brücke u. lasse mir demnächst ein Implantat setzen. Der Knochen ist NICHT zurückgegangen, muss trotz der langen Zeit nicht aufgebaut werden.
Was ich dir sagen will: so schnell baut sich ein Knochen doch nicht ab. Schon mal überlegt, ob du es nicht billiger im Ausland machen läßt?
Habe erst gestern eine Klinik ergoogelt, die im TV schon als Tipp gegeben wurde. Dann müßtest du nicht so lange warten u. leiden!

Alles Gute - Pummel

Inaktiver User
12.10.2007, 11:55
Anais, wenn Du magst, kann ich Dir eine Zahnorgan-Tafel (PDF) per Mail zusenden.

Inaktiver User
12.10.2007, 20:43
Hallo Pummel,

nach 25 Jahren ist der Knochen noch nicht zurückgegangen? Echt erstaunlich. Da muss ich nächste Woche doch glatt meinen Zahnarzt mal darauf ansprechen. Im Ausland möchte ich es nicht so gerne machen. Wenn dann irgendwas schief läuft oder Nachuntersuchungen/Nachbehandlungen gemacht werden müssen, bezahlt das die Kasse hier nicht und ich müsste dann jedes Mal ins Ausland fahren. Hätte auch gar nicht die Zeit, mich für Zahnbehandlungen ins Ausland zu begeben mit zwei kleinen Kindern.

Aber danke für Deine Antwort. Wenn das mit dem Knochen wirklich so ist, könnte ich evtl. doch meine entzündeten Zähne schon ziehen lassen, um meinem Körper nicht noch weiter zu schaden und mir die Implantate dann bei Gelegenheit machen lassen.

Pummel
13.10.2007, 22:05
Hi Suni,
ja kann ich schon verstehen, dass bei solchen Schwierigkeiten die Auslandmöglichkeit noch ferner rückt. Mir kam es nur in den Sinn, da du ja 5 kostenintensive Zahnversorgungen hättest u. da rechnet es sich natürlich schon, wenn es in Ungarn od. wo auch immer gemacht würde.
Ich hatte mir überlegt, es in Kroatien machen zu lassen, aber wegen dem einen Implantat ist mir die Fahrerei auch zuviel. Verstehe trotzdem nicht wieso es hier so horrende teuer ist.

Gruß - Pummel

RebellinOA
14.10.2007, 10:49
Das kann ich bestätigen Dodolin! Habe seit Jahren Wurzelspitzenentzündungen und war dann auch mal bei einem Endodontologen, um es mal ohne WSR zu versuchen. Der Backenzahn hatte schon eine WSR hinter sich und es war wieder eine Entzündung dran. Habe dann beim Endodontologen 300 € gezahlt und nach ca. 1-2 Jahren war wieder eine Entzündung dran. Ich habe aufgegeben! Habe an die 5 Wurzelentzündungen im Kiefer. Eine ganz schlimme mit einer dicken Beule am Zahnfleisch (Eckzahn). Auch der Zahn wurde bereits zweimal resiziert und muss nun gezogen und durch ein Implantat ersetzt werden. Ich habe schon Sorgen, dass die ganzen Wurzelentzündungen meinem Körper Schaden zuführen, aber ich möchte keine WSR mehr über mich ergehen lassen (zumal auch die nicht mehr kostenlos gemacht werden, sondern so um die 150 € kosten). Andererseits kann ich mir nicht soviele Implantate auf einmal leisten und wenn ich die Zähne jetzt einfach so ziehen lasse und sie erst später durch Implantate ersetze, müsste dann erst wieder ein aufwendiger und nicht kostenfreier Knochenaufbau stattfinden. Bin total ratlos! Hat jemand vielleicht auch so eine Odyssee hinter sich, kann mir seine Erfahrungen berichten oder steckt in der gleichen Lage? Freue mich über Antworten von Leidensgenossen/-genossinnen!

schau doch mal ob in deiner nähe eine uniklink ist, dort kannst du dir mögicherweise als probant implantate machen lassen. eine bekannte war probantin, sie bekam implantate und bezahlte nur die materialkosten. viel glück

Die meisten Universitätskliniken haben eine integrierte Zahnklinik. Wie Sie an der nachfolgenden Auflistung sehen können, gibt es in Deutschland ein weitverzweigtes Netz an Zahnklinken, so dass sich sicher auch in Ihrer Nähe eine Zahnklinik befindet.

Warum sind Universitäts-Zahnkliniken im Gegensatz zum normalen Zahnarzt bzw. Zahnklinik so interessant?
Eine Universitäts-Zahnklinik bietet allen gesetzlich Versicherten die Möglichkeit, sich dort Zahnersatz anfertigen zu lassen. Die Patienten werden an einer Universitäts-Zahnklinik zwar oft von fortgeschrittenen Studenten behandelt, jedoch nie ohne die Aufsicht eines erfahrenen Zahnmediziners. Daher ist die Qualität der Zahnbehandlung oftmals sogar besser als bei Ihrem Zahnarzt zuhause.

Das Einsparpotenzial ist ist von Uniklinik zu Uniklinik unterschiedlich, es lohnt sich aber fast immer gegenüber dem normalen Zahnarzt. Einige Zahnkliniken berechnen lediglich die reinen Materialkosten, andere zusätzlich die verminderten Anfertigungskosten. Ein Kostenvoranschlag (Heil- und Kostenplan) der jeweiligen Zahnklinik gibt Ihnen Aufschluss über das konkrete Einsparpotential. Wenn sich keine Universitätszahnklinik in Ihrer Nähe befindet, dann finden Sie die restlichen Zahnkliniken in Deutschland.

zinnie
16.10.2007, 17:27
Hallo,
ich bin neu hier und hab mich seit langer Zeit mal wieder eingeklickt. Hab eine Frage zu Zähnen... Zahnwurzelvereiterung?
Ich hab auch Probleme mit den Zähnen und zwar merk ich das mein Zahnfleisch beständig zurück geht und zeitweise sogar ab und zu ein Zahn wackelt.
Was zum Teufel kann das sein. Ich putze wie eine Wahnsinnige, habe aber furchbare Angst vor dem Zahnarzt bzw. vor Zahnschmerzen. Hab auch keine Lust meine Zähne zu verlieren. Hatte im letzten Jahr mehrere Entzündungen an den Zähnen die zeitweise sogar mit Antibiotika behandelt werden mussten. Als die abgeklungen war sagte mein Zahnarzt jetzt wär wieder alles in Ordnung, trotzdem fühl ich mich nicht wohl und wie gesagt dieses Wackeln und an verschiedenen Zähnen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und was kann man überhaupt machen, Spülungen können es ja wohl nicht sein.

Inaktiver User
16.10.2007, 17:56
Ist das nicht Paradontose, wenn ein Zahn wackelt?

Ich darf mir das gar nicht vorstellen... :zahnschmerzen:

Bitte geh unbedingt zum Zahnarzt, wenn Dir Deine Zähne lieb sind!!!! Nur er kann Dir helfen. Du wirst mit putzen nichts ausrichten können, denn das ist eine Entzündung.

Zeta, die oft von wackelnden und ausgefallenen Zähnen träumt

Anais32
18.02.2008, 18:53
Hallo - wollte nur berichten, dass die Wurzelspitzen jetzt behandelt wurden. Dauerte ein halbes Jahr, weil ich beruflich nicht ausfallen konnte.

Tja, es WAR eine absolut oberdicke, fette Entzündung drunter, die der Kiefer- und Gesichtschirug (!) jetzt weiträumig ausgeräumt hat. Er sagte, dass von so einem fetten Teil durchaus viele meiner gesundheitlichen Probleme kommen können und dass sie z.B. häufiger mal Rheumapatienten in der Praxis haben, die nach der Behandlung solcher Entzündungen keine oder wesentlich weniger Beschwerden haben.

So, das Ding ist also ENDLICH ausgeräumt, bin ich froh!
Ach so: Und die Behandlung war gar nicht schlimm. Habe mir ne lmaa-Spritze geben lassen und absolut gar nichts gemerkt / alles verpennt. :-)

Jetzt bin ich total gespannt, wie es mir in 2-3 Wochen geht, wenn alles verheilt ist und mein Körper nicht mehr ständig auf Hochtouren gegen eine Mega-Entzündung kämpfen muss....

Anais