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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verzugsschreiben, Mahnung, ....



sunny05
05.08.2007, 11:41
Ich habe da mal eine Frage, hoffe es hat jemand damit bereits Erfahrungen! Ich habe in einem Laden teure Trikots bedrucken lassen (der Auftrag wurde Anfang Februar gemacht), ich habe diese Trikots aber bis heute nicht mit dem richtigen Druck bekommen! Das ist insgesamt eine sehr lange Geschichte, in Kurzform:
Trikots wurden abgegeben, Drucke wurden besprochen, Trikots wurden 2 Wochen später abgeholt und bezahlt. Leider mit den falschen Drucken!
Seitdem haben wir ewige Telefongespräche, Diskussionen im Laden etc hinter uns, uns wurden neue Trikots zugesichert. Nun ist es Anfang August, wir haben bisher keine neuen bekommen und die alten sind falsch bedruckt!
Ich habe gehört, dass ich schriftlich eine Mahnung oder so etwas abgeben müsste und dann nach einer bestimmten Zeit (wenn der Auftrag weiterhin nicht erfüllt wird) Anspruch auf Ersatz hätte!
Kennt sich da jemand aus? Wie schreibt man sowas? Habe ich dann was davon? Was könnte ich sonst tun, damit er seine bereits bezahlte Leistung erbringt?
Is alles sehr ärgerlich, da die Trikots mit Druck um die 200 Euro kosten und der Laden es ja versaut hat!

Sorry für den vielen Text :smile: ich freue mich auf eure Antworten!!!!

Zeitnomade
05.08.2007, 14:07
Die fehlerhaften T-Shirt hättest Du gleich unter Angabe von Gründen an die Firma zurückgeben müssen und auf einen Neudruck bestehen müssen. Am besten wäre es gewesen,die Reklamation schriftlich zu fixieren. Ferner hättest Du keine Zahlung leisten dürfen.

Es muß von Dir bewiesen werden, dass Du keinerlei Schuld an dem Fehldruck trägst, keine falschen Angaben gemacht hast. Am besten wäre es, wenn Du noch eine Druckvorlage hättest.

Nun ist schon viel Zeit vergangen ich hoffe für Dich, dass in der Zwischenzeit auch ein Schriftverkehr stattgefunden hat, denn mündlich getroffenen Absprachen sind schwer nachzuweisen.Trifft Dich keine Schuld, fordere das Geld unter Angabe von einem Rückzahlungstermin zurück. Vielleicht klappt es dann und die Firma zeigt sich kompromißbereit.
Erfolgt weder eine Gelderstattung noch ein Neudruck, bleibt Dir nur der Weg zum Anwalt.

Tessa
06.08.2007, 16:02
Hallo Sunny,

eine mündliche Mängelrüge mit einer angemessenen Nachfrist reicht aus. Wenn es Zeugen gibt, hast Du auch kein Beweisproblem. Dennoch würde ich das Procedere nochmal von vorn beginnen, schriftlich. Du schreibst einen gepfefferten Brief, in dem Du Dich auf Deine Rechte lt. BGB §§ 631 ff Werkvertragsrecht beziehst ( Spätestens jetzt zuckt der Händler beeindruckt zusammen :freches grinsen: ), die da wären:

Zuerst die Nacherfüllung, er muss also richtig bedruckte Shirts liefern. Setz eine angemessene Frist, in der er das erledigen kann. Nach Ablauf der Frist, oder wenn er die Nacherfüllung verweigert, kannst Du vom Vertrag zurücktreten. Dann muss er Dir das Geld geben und Du ihm die Shirts.

Zusätzlich kannst Du alle Kosten, die Dir entstanden sind, in Rechnung stellen, z.B. Porto, Telefon, km-Geld. Das drohst Du ihm im selben Brief gleich mit an, wirkt immer :smirksmile:

Die Gewährleistungsfrist beträgt zwei Jahre. Das Problem ist die Beweislast. Nach sechs Monaten muss der Kunde beweisen, dass der Unternehmer gepfuscht hat. Die sind zwar jetzt rum, aber Du hast den Schaden ja bereits in den ersten sechs Monaten reklamiert (hoffentlich vor Zeugen).

Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mir gern eine PN schicken. Viel Erfolg!

Tessa

sunny05
06.08.2007, 19:50
Hey super Tessa, vielen lieben Dank!!! Auf genau so eine Antwort habe ich gehofft :smile:
Übrigens waren wir immer zu zweit, sei es beim Auftrag abgeben und dann bei der Reklamation und den sämtlichen Besuchen, die danach kamen! Danke nochmal, jetz weiß ich, wie ich vorgehen kann :smile: