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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keramikinlay - Cerec und Co.



lillebror
03.08.2007, 23:20
Bei mir werden demnächst drei Inlays (Keramik) erneuert, weil sich darunter Karies befindet. Ich habe einiges über die Thematik gelesen und habe nun viele Fragen. Kann mir jemand Tipps geben?
1. Wer hat (als Fachmann oder Patient) Erfahrungen mit Cerec-Inlays? Welche Nachteile haben sie? Habe vor allem gelesen über Passungenauigkeit und evtl. problematische Verträglichkeit im Hinblick auf den Kunststoffkleber...
2. Bedeutet "Inceram" oder "Procera" bzw. Zirkon immer "Cerec-Herstellung"?
3. Welche Nachteile haben Empress-Inlays?
4. Gibt es Keramik-Inlays, die durch Zement und nicht durch Kunststoffkleber befestigt werden?
5. Was sollte ich mit meiner "schwierigen" Vorgeschichte (Epstein-Barr-Virus mit massiven Auswirkungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Symptome chronischer Müdigkeit, Zähneknirschen (Schienenträger), derzeit dritte DMSA-Ausleitung) beachten bei der Zahnsanierung?
Bin für jede Antwort dankbar!

Karla48
04.08.2007, 09:49
All Deine Fragen kann ich leider nicht beantworten...ich bin keine Fachfrau auf diesem Gebiet.
Aber ich habe vor Jahren auch Keramik-Inlays bekommen.

Später habe ich von einem anderen Zahnarzt erfahren, dass man lieber Gold nehmen soll, weil es weicher, flexibler ist. Der harte "Biß" der Keramik ist nicht gut. Der Diskus (der Muskel zwischen den Kiefern) wird dadurch stärker belastet, als ihm guttut und die Zähne im anderen Kiefer auch. Insbesondere zähneknirschende Patienten sollten Gold wählen. Hätte ich das bloß vorher erfahren.

LG Karla

lillebror
04.08.2007, 10:46
Danke für deine Antwort! Gold kommt bei mir nicht in Frage, aufgrund der Vorgeschichte. Wer einmal Probleme mit Zahnmetall hatte, soll nie mehr Metall einsetzen lassen. Gold nach Amalgam ist auch nicht gut, zumindest wenn es gleich danach eingesetzt wird. Ich habe zwei Goldinlays, die sind dicht. Die Keramikinlays sind undicht, und ich habe irgendwie keine andere Wahl, fürchte ich, als wieder Keramik zu wählen. Irgendwie ganz schön schwierig...

LG, Lillebror:wie?: :nudelholz: :knatsch:

atheer
06.08.2007, 22:07
hallo, ich versuch da mal ein paar fragen zu klären, den text habe ich kopiert und mit # meine antwort gekennzeichnet, auf gehts

Bei mir werden demnächst drei Inlays (Keramik) erneuert, weil sich darunter Karies befindet. Ich habe einiges über die Thematik gelesen und habe nun viele Fragen. Kann mir jemand Tipps geben?
1. Wer hat (als Fachmann oder Patient) Erfahrungen mit Cerec-Inlays? Welche Nachteile haben sie?
Habe vor allem gelesen über Passungenauigkeit

# passungsungenauigkeiten sind seit der neuen generation III vergangenheit, nur noch der mensch ist hier das schwächste glied, mittlerweile kommt das am ende raus, was der behandler oder bediener eingibt

und evtl. problematische Verträglichkeit im Hinblick auf den Kunststoffkleber...

# es kann bei zu tiefem " bohren " zu reizungen der pulpa, des nerves kommen, die können durch unterfüllungen amgewendet werden, oder der schrumpfungen der kleber können durch unterdruck an den kleinen, feinen dentinkanälchen "saugen ", auch hier kann eine unterfüllung abhilfe schaffen und es gibt tatsächliche unverträglich keiten gegenüber den inhaltsstoffen, vorher testen z.B. LTT- test oder ähnliches


2. Bedeutet "Inceram" oder "Procera" bzw. Zirkon immer "Cerec-Herstellung"?

# hier werden unterschiedliche marken genannt und werkstoffe
zirkon ist ein werkstoff
cerec, procera, inceram sind marken
bei procera und inceram handelt es sich meist um aluminiumoxydvertsärkte keramiken
cerec hat ein sehr breit gefächertes material angebot

3. Welche Nachteile haben Empress-Inlays?

# einige sehen in der " aufwendigen " befestigung probleme, andere verteufeln de "kleber" siehe oben

4. Gibt es Keramik-Inlays, die durch Zement und nicht durch Kunststoffkleber befestigt werden?

# klares jein ;)
man kann ein untergerüst aus zirkon herstellen und dann mit einem bessergeignetem material verblenden ( auch keramik ), hält gut sieht manchmal supoptimal aus,
oder inceram etc. mit "normalem " zement übernehmen nur weinige eine garantie, sehen gut aus, nur leider meist nicht besonders lange

5. Was sollte ich mit meiner "schwierigen" Vorgeschichte (Epstein-Barr-Virus mit massiven Auswirkungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Symptome chronischer Müdigkeit, Zähneknirschen (Schienenträger), derzeit dritte DMSA-Ausleitung) beachten bei der Zahnsanierung?

# austestung evtl mit LTT test auch melisa test genannt, vorher aber unbedingt mit arzt über aussaugekraft dieser testung beraten


für weitere fragen kontakt im profil

oder www.voelker-schneier.de
viel erfolg
thomas

lillebror
07.08.2007, 10:33
Hallo Atheer!
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, ich habe schon auf dich gewartet (als Antwortgeber) :-)!
Gruß von L.

sommersmile
16.08.2007, 13:20
Hallo,
es ist auf jeden Fall eine günstigere Alternative zu einer Keramikkrone. Mit der Passgenauigkeit kannst du allerdings Recht haben, die unterscheidet sich von sonstigen Laborabeiten.