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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst vor dem Alleinsein



Inaktiver User
28.01.2005, 12:33
Mein Mann und ich wollen uns trennen. Ich klammere mich aber an ihn, weil ich vor dem Alleinsein panische Angst habe. Besonders, wenn ich abends allein zu Hause bin, habe ich das Gefühl, in ein schwarzes Loch zu fallen, aus dem ich nie wieder raus komme.

Geht das nur mir so, ist das noch normal? Ich muß dazu sagen, daß ich nicht so leicht Kontakte knüpfen kann, brauche längere Zeit, um anderen Menschen zu vertrauen, und ich bin halt in einigen Dingen nicht wie der Durchschnitt - bin ziemlich eigensinnig und habe meine Eigenheiten, mit denen ich auch Angst habe, die anderen zu stören.

Ohne das Gefühl, wenigstens zu einem Menschen zu gehören, fühle ich mich absolut verlassen und verloren. Ein Leben ohne Miteinander erscheint mir absolut sinnlos, und das nicht nur vom Gefühl her sondern auch vom Verstand.

Vielleicht hat die Angst vor dem Alleinsein auch mit meiner Kindheit zu tun. Bin als Einzelkind großgeworden, mußte mich ständig an Erwachsene, Alte und Kranke anpassen, und oft bin ich von meiner Mutter im Stich gelassen worden.

Ich habe all meine Kraft in meine Beziehung zu meinem Mann gesteckt und darüber meine Beziehungen zu einem eigenen Freundeskreis vernachlässigt. Nun sehne ich mich so sehr danach, neue Freunde zu finden, weiß aber nicht, wie ich das anstellen soll.

Inaktiver User
28.01.2005, 12:49
So, wie Du Deine Kindheit beschreibst, so habe ich mich darin wiedererkannt. genau das gleiche. Von wegen: Immer die verwöhnten Einzelkinder. Den Spruch kann ich schon lange nicht mehr hören. :nudelholz:

Ich bin da genauso. Ich lebe in einer gut funktionierenden Beziehung und habe eigentlich überhaupt keine Sorgen, das wir uns trennen könnten. Trotzdem immer wieder der Gedanke: Was ist wenn doch irgendwann einmal. Ich bemühe mich ohne Ende nicht zu klammern und das gelingt mir auch. Aber es ist irre anstrengend. Ich habe auch wahnsinnige Angst vor dem Alleinsein.
Ich frage mich heute noch, wie ich das gemacht habe, über drei Jahre alleine zu leben und nur zu Arbeiten und ansonsten immer alleine zu Hause zu sein. Das kommt mir heute sehr unwirklich vor. :unterwerf:

Vielleicht liegt es wirklich an der Konstellation in der Kindheit, da die ja bei uns beiden ähnlich ist. Vielleicht haben andere ja noch ne Idee.

LG Nienna :blumengabe:

Pepsilight
28.01.2005, 15:04
Mir geht es genauso.
Ich habe seit 10 Jahren eine glückliche Beziehung. Leider wohnen wir aber noch nicht zusammen (haben wir aber vor) und mein Freund kann natürlich auch nicht jeden Abend bei mir sein. Ich werde immer fast verrückt, wenn ich den Abend alleine zu Hause bin. Ich komme mit mir selbst nicht zurecht, bin unzufrieden und habe eine furchtbare innere Leere. Nervös sitze ich dann auf der Couch und hoffe, daß es bald Zeit fürs Bett ist. Ich hasse diese Abende! Und ich suche auch immer noch nach einer Lösung.
Pepsi

Inaktiver User
29.01.2005, 12:37
Hallo Ihr Beiden,

das ist schon mal tröstlich für mich zu erfahren, daß es anderen auch so geht.

Es ist auch so blöd, daß ich an solchen Abenden, an denen ich mich so total einsam fühle, mich dann auch nicht mehr aufraffen kann, bei irgendwem anzurufen, um ein bißchen zu quatschen. Ich hab in dem Moment das Gefühl, ich störe nur.

Zum andern hab ich die Tendenz, mich mit Leuten abzugeben, die absolut nicht zu mir passen, nur um nicht allein zu sein.

Ich würde so gerne lernen, mit dem Alleinsein fertig zu werden (auch wenn das Alleineleben nicht meinen Zielen entspricht). Und einen großen Freundeskreis aufbauen, so daß ich immer Kontaktmöglichkeiten hätte. Aber das fällt mir wie schon gesagt auch ziemlich schwer.

Inaktiver User
29.01.2005, 13:08
:ooooh: Mir schwant langsam das Gefühl, da schreibt mein zweites Ich.

Ich kenne das auch: Die Überlegung, ach ruf doch einfach jemanden an und quatsch ein bisschen oder geh ins Kino, frag Freunde, ob sie Lust haben vorbeizuschauen.....
Und dann tut man es nicht, weil man Angst hat, man würde die Freunde stören und wenn sie zur Verabredung ja sagen, sie es aus Mitleid und Pflichtgefühl täten.

Zumindest geht es mir oft so. Aber ich arbeite dran, denn ich weiß: Das ist ein Problem des Selbstwertgefühls. Man meint, man wäre selber nicht genug wert, als das die Menschen sich mit einem unterhalten würden. Dabei muß man sich auch mal die Frage stellen: Wenn ich gar ncihts wert WÄRE, hätte ich diese Menschen überhaupt kennengelernt? Wäre ich dann mit ihnen befreundet?

Wir tun damit oft unbewußt dem Freundeskreis unglaubliches Unrecht. Das ist das fatale daran.

LG Nienna :blumengabe:

Pepsilight
31.01.2005, 10:47
Was macht Ihr denn so um besagte Abende rumzukriegen? Tips und Tricks werden gerne genommen!

Pepsi

Inaktiver User
31.01.2005, 12:23
Hallo an alle "angstgeplagten".. ich kenne das auch , angst vor dem alleinsein. ich habe ängste, seit ich z.b. verh. bin. Mein mann hat mir nie das gefühl gegeben, bei mir zu sein, wenn ihr das versteht, auch wenn er nicht anwesend war. er stand n icht hinter mir. ich habe einige thereapie-ansätze gemacht, als letztes die entspannungstechnik nach jacobson gelernt und mir einige stützen gebaut. ich lebe in einem haus alleine gelegentlich. mein mann geht oft weg ( rentner leben) :-)) , ich habe mir kontakte zu nachbarn aufgebaut , wenn auch sehr zögerlich. und offen über meine ängste gesprochen. ihr werdet sehen, wieviel andere menschan noch angst haben. ich kann z.b. sehr gut abends und nachts alleine bleiben, hab da so eine stütze im gehirn.. wenn licht brennt bei nachbarn.. geht es mir eigentlich gut. dann fühle ich mich irgendwie sicher. und dann geniesse ich das alleinsein. höre musik, gehe ins internet zum chatten, ist übrigens eine gute ablenkung... hat auch mal ein psychologe im fernsehen gesagt.eine angstattacke dauert nicht lange. ich musste auch üben, alleine in grosse kaufhäuser zu gehen.. aber es ist einfach mit arbeit verbunden. falsch ist es, sich an menschen zu klammern. denn alleine leben kann sehr schön sein..
nur mut und gruss theresia

Inaktiver User
31.01.2005, 14:01
Ich glaube Theresia hat da schon viel geliefert, liebe Pepsilight. Stimmt, man kann sich auch wunderbar alleine beschäftigen. Inzwischen rufe ich dann schon öfter mal einfach jemanden an, verabrede mich usw. Allerdings kommt diese Situation auch selten vor, da mein LG eigentlich meistens abends auch zu Hause ist. Und dann kann man immer noch gemeinsam weggehen.

Wenn ich mal wieder rückfällig bin (so nenn ich das jetzt mal) und mich nicht traue jemanden anzurufen, mache ich mir z.B. eine schöne heiße Badewanne fertig mit Duftölen und nehme mir ein gutes Buch mit. Meistens bleib ich dann auch nach der Wanne an dem Buch hängen und ...schwupps ist der Abend rum und man hat trotzdem was sinnvolles getan, was einem gut tut.

Auch sind manchmal auch augenscheinlich unsinnige Dinge durchaus sinnvoll. Wenn ich nicht denken will und keinen Bock habe mir eine Aktion aus dem Ärmel zu leiern, dann kann man ruhig auch mal die olle Glotze anschmeißen und sich beriseln lassen. Schön die Füße hoch und prima ist alles.

LG Nienna :blumengabe:

Inaktiver User
31.01.2005, 17:51
hallo nienna...
es stimmt was du schreibst,, dein zweites ICH.. wer angst hat, hat das gefühl, so ging es mir jedenfalls, dass ein zweiter mensch neben einem steht. und den muss man beseitigen. ich rede zb. mit der angst und sage ganz laut, hau ab.. ich kann dich nicht gebrauchen.. lach , aber der kontakt unter menschen ist für angstgeplagte sehr wichtig... egal wie und wenns nur bla bla ist.
viel mut und lieben gruss theresia :blumengabe:

Borsteli
02.02.2005, 10:28
Hallo zusammen,

ich bin froh, dass ich mit diesem Problem nicht allein bin. Habe eine Wochenend-
beziehung Freitag Abend bis Montag früh. Er ist Selbständig und hat einen vollen
Terminkalender. Also in der Woche keine Zeit. Leider bin ich noch dazu allein
in Stuttgart (seit 8 Jahren hier) und meine Lieben sind alle weit weg.

Am Anfang habe ich noch "gejammert" ach bin so allein in der Woche, doch jetzt
mach ich immer mal was anderes, was mir Spass macht. Geht ins Kino, Bummeln
ab und zu mal Volkshochschule oder einfach mal nur Lesen oder Fernsehen.

Da ich berufstätig bin sind die Abendstunden dann doch schell rum.

Ich seh alles jetzt positiver, bewahre mir die schönen Dinge, die ich habe und freue mich Woche für Woche auf das gemeinsame Wochenende.

Tschüssi
Borsteli

Inaktiver User
04.02.2005, 22:44
Hallo Lene.... ich kann dich gut verstehen, lebe schon seit meiner heirat in einer vernunftsehe , oder kameradschaftsehe, seit 35 jahren. Ich machemir auch gedanken, wie es sein wird, wenn ich mal die trennung durchziehen würde. Ich möchte mein eigenes leben führen, aber sooo einfach ist das nicht. Immer anderen anpassen wollen, nie mal querschiessen dürfen, auch das habe ich immer getan. ab er heute mache ich das nicht mehr so oft. ich glaube, wir sind harmonie-süchtig geworden. wer mal einen richtien streit riskiert, auch dabei angst hat.. der andere würde viell.gehen, fühlt sich viell. hinterher ganz wohl. wir können nicht immer nur für andere menschen da sein. - es jedem menschen recht getan, ist eine kunst, dieniemand kann. :blumengabe:wer zu sich selber findet, findet auch den weg zum anderen. ich habe mich einem forum angechlossen. dort kann man auch menschen kennenlernen, evtl. mal zuerst über mails, dann real. kommt drauf an, wie alt du bist???
wie wärs mit ein bisschen therapeutischer hilfe?? versuch es mal..
nur mut.. lieben gruss theresia :smirksmile:

Inaktiver User
25.02.2005, 10:07
Hallo Lene, tja.. ich habe genau das gleiche gemacht wie du.. und das 35 jahre lang. war nur für andere da, nie für mich. und jetzt möchte ich mich auch trennen. aber die ängste habe ich schon seit meiner ehe und manchmal denke ich, die könnten weg sein, wenn ich eine trennung vollzogen habe.. wie geht es dir, bei dem gedanken??wenn ich mir vorstelle, wenn ich alleine leben würde, ich kann doch einladen, wen ich mag, ausgehen, wann ich mag, telefonieren mit wem ich mag, niemand redet mir dazwischen. es ist ein stück freiheit und angstbewätigung ist freiheit:-)dass es anfangs nicht leicht sein wird, ist möglich, das erleben viele, die sich trennen oder getrennt haben. ich habe zb. freundinnen gefunden und auch wieder verloren, weil ich sie nie einladen konnte in mein haus , weder zum kaffe noch zu einem gemütlichen essen. meine freundinnen sind alle geschieden. aber hier bei mir ist ja immer mein mann daheim. sein platz ist im wohnzimmer in seinem sessel. und wo soll ich dann mit meinen freundinnen hin ?????Häng dich nicht an kindheitsgedanken, meine mutter hat auch nichts für mich getan, aber ich will nicht so sein wie meine mutter.freunde findest du schon, ich habe sie zb. im chat gefunden und sogar 2 hier aus meiner stadt, die ichvorher nicht kannte. mach einfach mal einen versuch ich wünsche dir glück.. und mut... selber hab ich ihn noch!! nicht.
lieben gruss theresia :blumengabe:

Inaktiver User
25.02.2005, 14:21
Ich kenne diese beschriebenen Ängste auch, aber nur, wenn ich in einer Beziehung lebe. Dann habe ich Ängste vorm Verlassen werden, vor dem Alleinesein, vor der Einsamkeit. :heul: Oftmals völlig unbegründet.

Wenn ich aber, wie es zur Zeit der Fall ist, alleine lebe, geht es mir total gut und ich merke, dass meine Ängste vor dem Alleinsein unbegründet waren.
Ich komme nach der Arbeit nach Hause, gehe eventuell erstmal joggen oder einkaufen, koche mir was, kucke ein bischen in die Glotze oder spiele mit meinen Katzen, telefoniere mit Freunden und Verwandten, lese oder gehe in die Sauna, räume meine Wohnung um, dreh die Musik laut auf und tanze dazu, puzzle, träume vor mich hin, mache die Tibeter Übungen, bade ausgiebig im Kerzenlicht.

Warum sollte ich immer jemanden an meiner Seite brauchen? Weshalb immer alles mit jemanden abstimmen müssen (Schatz, WOLLEN WIR im Sommer lieber nach A oder nach B fahren)?
Es kann sehr erholsam und für die persönliche Entwicklung förderlich sein, mal alleine zu leben und auch Entscheidungen ALLEINE zu treffen.

Dies nur mal zur Anregung, :blumengabe: deMillau

Inaktiver User
25.02.2005, 15:27
hallo..... ich finde Du hat Recht, dein Beitrag ist super. Ich habe zb. immer das Angstgefühl, wenn mein Mann weggeht.. bzw.. er gibt mir das Gefühl... ich denke dann, wir wäre es, wenn er garnicht da wäre, und ich einfach alles alleine entscheiden könnte. Von Freudinnen weiss ich, dass sie nach ihrer Trennung Kerzen angezündet haben in ihrem wohnzimmer und gefeiert haben, endlich alleine sein zu können. Traurig aber wahr...:-)
Gruss Theresia :smirksmile:

Inaktiver User
15.05.2005, 18:12
Hallo Nienna,

"Auch sind manchmal auch augenscheinlich unsinnige Dinge durchaus sinnvoll. Wenn ich nicht denken will und keinen Bock habe mir eine Aktion aus dem Ärmel zu leiern, dann kann man ruhig auch mal die olle Glotze anschmeißen und sich berieseln lassen. Schön die Füße hoch und prima ist alles..." schreibst Du. Eben damit habe ich Probleme: Manchmal klappt das zwar. Aber wenn mich das Grausen vor dem Alleinsein richtig packt, hilft auch die Glotze nicht. Im Gegenteil, oft verstärkt sich dann noch mein Einsamkeitsgefühl, ich bekomme ein Gefühl der Irrealität und alles wird noch schlimmer.

Und dann habe ich auch oft das Problem, vieles alles völlig sinnlos und leer zu empfinden, was ich für mich allein tue und ich ärgere mich oft über Abende, die ich vor dem Fernseher vergeudet habe. Der Sinn liegt für mich immer in anderen Menschen, egal ob ich an sie nur denke oder real mit ihnen zusammenbin. Aber wenn ich mich einsam fühle, klappt das mit dem an sie denken auch oft nicht, sie erscheinen mir dann auch völlig irreal und unerreichbar weit weg. Ich komme mir dann vor wie in einem Gefängnis, aus dem ich nie wieder raus kann.

Inaktiver User
15.05.2005, 18:35
Hallo DeMillau,

Du sagst "Warum sollte ich immer jemanden an meiner Seite brauchen? Weshalb immer alles mit jemanden abstimmen müssen... Es kann sehr erholsam und für die persönliche Entwicklung förderlich sein, mal alleine zu leben und auch Entscheidungen ALLEINE zu treffen."

Das empfinde ich auch so und gibt mir auch teilweise ein Gefühl der Freiheit und Kraft. Aber andererseits habe ich so große Schwierigkeiten, engere Freundschaftsbeziehungen aufzubauen, empfinde aber ein Leben ohne nahen Kontakt zu anderen Menschen einfach als völlig sinnentleert.

Sonnenkind78
16.05.2005, 22:24
Hallo ihr lieben,

ich bin ganz neu in der Community und habe mich eigentlich genau aus dem Grund "Angst vor dem Alleinsein" angemeldet... Ich fühle mich im Moment ganz schrecklich allein. Ich habe sechs Jahre lang in zwei direkt aufeinanderfolgenden festen Beziehungen gelebt, die ich beide selbst beendet habe und bin nun seit zwei Monaten wieder solo. Allerdings schon wieder total verliebt - und dieser Mann ist einfach derjenige, der es sein soll. Ich spüre das genau. Leider hat er im Moment sehr viele eigene Probleme und kann oder will sich nicht binden... wir haben ein ganz wunderbares Verhältnis und er mag mich sehr gern, nur muss ich meine Wünsche halt ständig hintanstellen. Und es macht mich vollkommen fertig, dass es niemanden gibt, der zu mir gehört. Ich bin 26 und habe panische Angst, dass ich keinen Vater für meine Kinder mehr finde... Ich weiss, es hört sich bei Licht betrachtet alles vollkommen albern an. Aber die Angst frisst mich auf. :heul: Ich breche ständig in Tränen aus und kann mit meinem "Traummann" längst nicht so ungezwungen umgehen, wie ich das gern können würde...
Kann mir jemand von euch beistehen...? :niedergeschmettert:

Horus
17.05.2005, 16:44
Hallo Sonnenkind und die anderen

Bin erst jetzt auf diesen Strang gestossen und muss sagen, die Postings hier haben mich teilweise sehr berührt. Auf ambivalente Weise.
Einerseits hab ich Mitgefühl - ja, es ist tatsächlich schlimm, Angst zu haben, sich verloren zu fühlen, und ich kann nachvollziehen, dass Menschen, die mehr Zeit in Beziehungen verbracht haben als ausserhalb, Mühe haben mit dem Alleinsein. Da fühle ich total mit, da ich aus meiner Jugend dieses Gefühl kenne.
Anderseits aber hat mein Verständnis doch auch gewisse Grenzen (und versteht das bitte nicht falsch, das heisst nicht, dass ich kein Mitgefühl hätte, es heisst nur, dass das Nachvollziehen nur bis zu einem gewissen Punkt aber nicht weiter geht). Denn abgesehen von dieser Phase während meiner Jugend kenne ich diese Angst vor dem Alleinsein nicht mehr - obwohl sich seit Ewigkeiten Single bin und alleine lebe. Mir gehts dabei dermassen gut, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann, davor Angst zu haben.
Das ist der Grund, weshalb ich eine Unterscheidung mache zwischen Alleinsein und Einsamsein. Alleinsein an sich ist kein Problem, das ist für mich wertneutral. Was ich aber aus euren Postings herauslese, ist Einsamsein.
Es gibt Strategien, um die abendlichen Löcher zu vermeiden, ja, um Kontakt auch ausserhalb einer Beziehung zu haben, aber ich denke, das ist nicht das Wesentliche. Das Wesentliche ist es tatsächlich, mit sich selbst allein zu sein, auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, und damit zurecht zu kommen . Und wahrscheinlich happerts damit oft. Wenn man sich selbst nicht mehr wirklich kennt, mit sich selbst nicht mehr viel anzufangen weiss, dann hält man es auch nicht aus, mit sich selbst lange allein zu sein. Und dann fühlt man sich einsam.

Wie gesagt, in meiner Jugend kannte ich das auch. Ich habe aber seither gelernt, das Einsamsein abzulegen und Alleinsein positiv zu besetzen. Es war ein langer Weg - jetzt aber bin ich zufrieden so. Und alles andere als einsam. Das sage ich so ausdrücklich, um euch Mut zu machen: Man kann alleine sein, ohne sich einsam zu fühlen und unglücklich zu sein. Es ist möglich. Der Weg dorthin ist nicht einfach, ja, vor allem am Anfang. Aber man lernt dabei enorm viel über sich selbst.

LG
Horus

ReezaJBar
18.05.2005, 00:08
Hallo Madeleine,
seit Juli letzten Jahres habe ich jetzt das erste Mal eine eigene Wohnung ohne Kinder oder Mann. Am Anfang habe ich noch dringend gesucht und dann einen Partner gefunden und direkt wieder zusammenleben bis Mitte November der grosse Knall und er zog wider aus. Seitdem haben wir sowas ähnliches wie ne Beziehung, sehen uns aber ziemlich selten. Mittlerweile verbringe ich fast meine gesamte Freizeit zuhause und mir gehen die Menschen auf die Nerven. Dieses Extrem verunsichert mich...
Ich gehe zwar mit meinem Hund spazieren, aber am liebsten auch wo keine Menschen sind.
Während der Arbeit alles wunderbar mit den Kollegen scherzen und essen gehen..alles kein Thema.
Mittlerweile könnte ich mir garnicht mehr vorstellen mit jemandem zusammen zu wohnen, ständig Rücksicht nehmen und so...
Liebe Grüße
Andrea

Inaktiver User
18.05.2005, 16:31
Liebe Andrea

Du - mach' Dir ueber dieses Extrem nicht zu viele Sorgen. Ich bin auch seit einiger Zeit in so einer Phase. Manchmal passiert einfach so viel oder man ist so verletzt, dass man einfach eine Auszeit braucht. Wenn Du noch Kontakte pflegst mit Deinen Kollegen ist es doch ok.
Bei mir war es eine Weile so schlimm, dass ich kaum noch mit irgendeinem Menschen sprechen konnte, ich hatte zu allem Unwillen auch noch eine wahnsinnige Schuechternheit entwickelt, die voellig untypisch fuer mich ist. Das war nicht mehr sehr gesund -darauf muss man Acht geben finde ich.
Ich passe jetzt einfach auf, dass ich offen und spontan jedem entgegentreten kann, aber lasse diese Zeit der Isolation auch einfach zu. Ist mal so!
Ich bin ziemlich sicher, dass sich das von ganz alleine erledigen wird, sobald ich die Dinge fuer mich sortiert habe und ich wieder klarer sehe. Ich vermute, Dir wird's aehnlich ergehen.


Hallo Horus

Ich habe ganz aehnliche Erfahrungen gemacht wie Du. Mal faellt's schwerer, mal geht's leicht - aber insgesamt ein lohnenswertes Unterfangen. Ich stimme Dir voellig zu.


Ms Rosso

Analuisa
27.05.2005, 22:23
Hi Lene (und alle anderen),

nachdem ich diesen Strang erst kürzlich gefunden und gesehen hab, dass dein erster Eintrag von Januar ist, frag ich mich: wie ist es dir seither ergangen?

Dein Mann und du, ihr wolltet euch trennen. Habt ihr diese Absicht inzwischen umgesetzt? Wie geht es dir jetzt? Sind deine Befürchtungen eingetroffen? Manchmal ist es ja so, dass man vor einer Situation, die man nicht einschätzen kann, weil sie neu für einen ist, eine Wahnsinnsangst hat, wenn man aber einmal den Schritt getan hat, vor dem man sich so lange fürchtete, dann erlebt man plötzlich, wozu man alles fähig ist.

Du schreibst nichts über eure Trennungsgründe ... es hört sich aber so an, als stünde die Entscheidung für dich fest.

Ist es denn so, dass dein Mann dich bisher vor Einsamkeitsgefühlen geschützt hat? Sicher, da war immer noch jemand, du warst nicht "allein zu Haus". Wenn aber eine Beziehung an ihrem Ende angekommen ist, denke ich mir, ist man sowieso einsam - auch wenn der Partner neben einem auf dem Sofa sitzt.

Ich habe mich von meinem Mann vor zwei Jahren räumlich getrennt - und empfinde das ohne-ihn-sein seither (meistens) als wohltuend (obwohl ich auch ein Mensch bin, der Einsamkeitsgefühle kennt und fürchtet). Unsere Beziehung ist trotzdem noch nicht endgültig beendet - aber das ist ein anderes Thema.

Erzähl doch mal, wie es dir jetzt so geht! :smile:

Liebe Grüße,

Analuisa

Kytti04
30.05.2005, 15:01
Hallo Lene,

ja, auch mich würde es interessieren, wie es dir so ergangen ist?
Ich kann mich Horus & Ms Rosso2 nur anschließen; die Zeit bringt es so mit sich, daß es gute und schlechte Tage allein gibt und bevor ich aus den falschen Gründen mit jemanden zusammen bin, bin ich lieber aus den richtigen Gründen allein. Tu' doch einfach das, was du immer tun wolltest...nun ist die Zeit dafür da! Vielleicht Sport in einem Fitneß Center oder Verein (dort lernt man nebenbei noch Leute kennen). Genieße es einfach, dich so einzurichten, wie DU es willst, aufstehen und schlafen können, wann du es willst, dich weiterbilden z.B. an einer Abendschule (auch dort lernt man Leute kennen)..ach, es gibt so viele Möglichkeiten, nutze sie. Auch lernst du dich besser in dieser Zeit kennen, wenn du es zu läßt. Versteife dich nicht so auf den Gedanken...oh nein, Hilfe, jetzt bin ich allein...mach dir klar, WOFOR du genau Angst hast, dann kannst du auch gezielt deswegen etwas tun. Macht dir die Ruhe zu schaffen? Dagegegen läßt sich immer etwas unternehmen. Aber ich finde Ruhe sehr angenehm und genieße diese immer, wenn ich in den Genuß dazu komme. Bist du ein Mensch, der feste und bestimmte Abläufe in seinem Tag integriert hat?
Melde dich und bis dahin viel Glück für dich :blumengabe:
LG, Kytti

Inaktiver User
17.09.2005, 19:46
Hallo,

danke für Euer Interesse, wie es mir inzwischen geht. Also wir sind jetzt getrennt. Ich hatte mehrmals die Trennung vorgeschlagen. Und dann war mein Mann plötzlich einverstanden. Und dabei blieb er, auch als ich mir die Sache überlegte und ihn bat, bei mir zu bleiben. Wochenlang flehte ich ihn fast täglich an, bei mir zu bleiben, aber er blieb dabei, ich hätte Recht, es hätte keinen Zweck mehr. Tja und jetzt sitze ich hier alleine, und er hat schon eine neue Freundin.

Ich habe es sehr bereut, die Trennung jemals vorgeschlagen zu haben. Es ist nicht gut, sich zu trennen, wenn man so lange schon zusammen war. Man reißt etwas auseinander, was zusammengewachsen ist. Man sollte andere Wege finden, ein eigenes Leben entwickeln und damit die Partnerschaft neu beleben. Das wäre mir beinahe auch gelungen, wenn ich nicht so blind gewesen wäre.

Nun geht es mir mal so, mal so. In ein schwarzes Loch gefallen bin ich nicht, so wie ich befürchtet hatte. Es tat sehr gut zu sehen, wie stark man doch ist, stärker als man vorher dachte. Allerdings bin ich momentan dauernd krank, mal dies mal das, nichts Schlimmes, nur eine Erkältung hier, eine da, aber es gibt doch zu denken.
Ich habe gelesen, wer alleine lebt, hat ein schlechteres Immunsystem.

Manchmal genieße ich das Alleinsein. Aber die Dinge, die ich jetzt tue, tat ich auch so schon während ich noch mit meinem Mann zusammen war, denn er ließ mir sehr viel Freiheit, das erkenne ich jetzt, vor allem wenn ich höre, wie sehr andere Männer ihren Frauen oder Freundinnen die Freiheit beschneiden.

Oft fühle ich mich doch sehr einsam und da ich kein Durchschnittstyp bin der in die Disko rennt und auf Parties, in Kneipen Männer anspricht oder Ähnliches, fällt es mir schwer, einen neuen Freundeskreis aufzubauen oder auch einen neuen Partner zu finden.

Oft kommt mir das Leben so ganz allein völlig sinnlos vor. Der Mensch ist nicht für das Alleineleben gemacht, er bezieht seinen tiefsten Sinn und seine Zufriedenheit aus dem Miteinander und Füreinander mit anderen Menschen.

Ich frage mich, ob unsere ganze Gesellschaft beziehungsunfähig geworden ist oder wird, ich selbst gehöre ja auch dazu. Und woher dies kommt?

Meine Hoffnung liegt also nun darin, wieder einen Weggefährten zu finden. Aber ich zweifle noch daran, ob ich jemals noch einmal eine solche Vertrautheit wie mit meinem Mann erreichen werde.

Eines muss ich aber noch zugeben: Einsam habe ich mich auch schon gefühlt, als ich noch mit meinem Mann zusammenwar, und in der Zeit habe ich sogar sehr viel öfter geweint als jetzt.

Inaktiver User
17.09.2005, 20:11
Das fällt mir jetzt noch ein: Es gelingt mir momentan nicht, mich richtig zu entspannen, weil das Gefühl der Einsamkeit mich unterbewusst anscheinend in eine Art Alarmzustand versetzt. Nur wenn Leute, die ich schon länger kenne, in der Nähe sind, gelingt es mir mich zu entspannen. Auch nachts schlafe ich total unruhig, und tagsüber habe ich öfter das Gefühl, keine Kraft mehr für irgendetwas aufzubringen, es ist, als ob mich etwas lähmt. Und dann habe ich auch immer öfter das Gefühl, das mein Gehirn sich auflöst, dass ich mich auf nichts konzentrieren kann, alles vergesse ich sofort, was ich tun wollte, in meinem Kopf ist ein riesiges Chaos und genau so sieht es auch in meiner Wohnung aus. Ich kann kaum einen klaren Gedanken fassen und bringe es kaum mehr fertig, mir etwas vorzunehmen, was mir sonst Spaß macht. Ich hoffe das geht wieder vorbei. Gibt es ein Rezept dagegen? Vielleicht sollte ich in eine WG ziehen... :regen:

Nati
19.09.2005, 19:33
Hallo lene333!

Ich kann dich sehr gut verstehen! Ich kann zuzeit wegen ähnlichen Problemen auch nicht schlafen und bin dann tagsüber noch schwächer. Habe es auch mal mit Baldrian Dragees ausprobiert, aber das hat nur einmal geholfen!

Mein Freund hat jetzt vorkurzem ne Ausbildung zum Hotelfachangestellten begonnen und ich seh ihn nur noch selten, am Wochenende fast nie! Das macht mich echt fertig. Vorallem weil ich ihn im Moment echt brauchen könnte! Wir sind auch erst einhalbes Jahr zusammen und gerade am Anfang könnte man sich öfter sehen, meiner Meinung nach.

ich würde auch so gerne mit ihm zusammen ziehen, aber das will er nicht und ich habe auch viel zu große Angst ihn dadurch zu verlieren. Diese Angst ihn zu verlieren, ist so groß dass ich manchmal überlege vorher schluß zu machen, um nicht verletzt zu werden. ich habe auch so eine Angst ihn einzuengen! Stoppe mich manchmal regelrecht ihm ne sms zu schreiben, dabei weiß ich dass es ihn nicht stört. Er sagte selbst mal man muß immer interessant bleiben! Das werde ich nie vergessen.

Ich würde mich so gerne mehr ablenken können! Aber meine beste Freundin hat mich auch verlassen. Ich weiß einfach nicht was ich immer falsch mache. Dabei bin ich der rücksichtsvollste und Anti-egoistischste Mensch der Welt! Vielleicht bin ich ja zu nett??

Mein Arzt sagte mir ich sollte wieder eine Psychotherapie machen, weil ich da alleine nicht mit klar komme. Mein Freund unterstützt mich naürlich wo er kann, aber dass er nur so selten Zeit hat, ist ja auch ein Problem für mich, wovon er nur nix weiß.

:knatsch:

Gruß Nati

Inaktiver User
02.12.2005, 22:39
:yeah: :yeah: :yeah:
Hallo, hallo,

hier bin ich wieder und ganz mopsfidel!
Jetzt kann ich bestätigen:
Man kann alleine sein, ohne sich einsam zu fühlen und unglücklich zu sein! Es ist möglich! Und der Weg dorthin ist nicht mal schwer. Bei mir ging es plötztlich wie von selbst! Mit ein paar kleinen Tricks hab ich gelernt, die Abendzeiten, wo ich mich am häufigsten einsam fühlte, mit allerlei angenehmen Dingen zu füllen, die mich ablenken - z.B. Fernseher laufen lassen, dabei Sendungen wählen, wo angenehme Musik läuft oder einer gemütlich was erzählt; schöne Musik hören; habe mir eine Bärenfamilie zugelegt (große Teddybären), die mit mir auf dem Sofa kuscheln. Regelmäßiger Sport hellt ebenfalls die Stimmung auf. Eine Wärmflasche im Bett tut Wunder beim Einschlafen.
Außerdem war ich über mich selbst erstaunt, wie schnell ich plötzlich neue Kontakte knüpfen konnte.
Also ich fühl ich allein richtig sauwohl und vermisse niemand mehr! Es ist einfach toll. Und das sogar in der trüben Winterzeit, wo es abends so früh dunkel wird. Es ist einfach so gemütlich allein zu Hause, ich genieße es. Ich bin aber auch sehr dankbar, denn ich hatte wirklich großes Glück, ein paar sehr nette Menschen kennenzulernen, die schon ähnliche Situationen erlebt haben, so dass ich mich mit ihnen austauschen kann. Auch unternehmen wir schöne Dinge zusammen.
Und mitten in der Nacht, wenn ich mal wach bin, denk ich an alle, die ich mal lieb gehabt habe und ja eigentlich immer noch lieb habe.

Also, fasst alle Mut!
Aber trotzdem möchte ich sagen: Sich trennen sollte man nur, wenn man richtig schlecht behandelt wird. Sonst sollte man einfach so versuchen, selbständiger zu werden und auch mal die Dinge zu tun, die gut für einen selbst sind.

Liebe Grüße von der Le :allesok:ne

Bibi1973
03.12.2005, 21:39
Hallo Lene,

wirklich ein zufall .... ich wollte gerade einen Thread eröffnen mit einer sehr ähnlichen Geschichte wie bei Dir. Und dann hattest Du nochmal gecshrieben und dein Thread war wieder hochgerutscht. Also erspare ich mir den neuen und schreibe lieber hier. Meine Geschichte: Zusammenleben, Trennung, Umzug und jetzt die große Angst vor dem "danach". Ich hatte zuvor einige Jahre alleine gelebt und mir ging's gar nicht gut. Habe vor lauter Langeweile oft ganze Wochenenden "verputzt", sprich von morgens bis abends die Wohnung gewienert. Hatte einfach nichts anderes zu tun. Ja, Sport habe ich auch probiert, kam dabei sogar bis zum Marathon. Ich kann mich also ziemlich in Sachen reinsteigern, aber die innere Leere bleibt. Der Schlüssel scheint mir darin zu liegen, sich anzunehmen. Mit sich selbst klar zu kommen. Ansonsten holt einen die Leere immer wieder ein. Hat jemand von Euch Erfahrungen, Tipps dazu?

Liebe Grüße, Bibi

Inaktiver User
22.01.2006, 22:02
Liebe Bibi,

durch meine Freunde habe ich gelernt, mich mit Dingen zu beschäftigen, die ich liebe, und es gibt so viele, dass mir die Zeit immer zu knapp erscheint. Zum Beispiel Klavier spielen, mit anderen zusammen musizieren, meinen Garten pflegen und mich mit Pflanzenkunde beschäftigen, Französisch lernen und französischen Brieffreunden auf französisch schreiben, Landschafts- und Pflanzenfotographie, Teddybärensammeln, Kochen... Zum Putzen bleibt mir kaum Zeit (*ggg*)

Die innere Leere war bei mir auch da, solange ich noch mit meinem Mann zusammenlebte. Wesentlich ist, in sich die Quelle zu finden - die Liebe egal zu wem oder was und diese zu pflegen. So zu lieben, dass man darüber sich selbst vergisst, dass ein anderer wichtiger wird als man selbst. Dann verschwindet die Leere. Bei mir war es die Liebe zu einem Mann, zwar lebe ich nicht mit ihm zusammen und wir haben uns wieder getrennt, aber die Liebe bleibt für immer in meinem Herzen und macht selbst die Nacht hell für mich. Ich kann es nicht so gut beschreiben, wie so etwas passieren kann. Wichtig ist, selbst zu lieben und Liebe geben zu wollen, nicht aber der Wunsch, geliebt zu werden, genau der führt zur Leere.

Vielleicht hilft Dir das ein Stück weiter?

Liebe Grüße von der Lene

Alexandra76
23.01.2006, 07:18
Liebe Bibi1973,



Der Schlüssel scheint mir darin zu liegen, sich anzunehmen. Mit sich selbst klar zu kommen. Ansonsten holt einen die Leere immer wieder ein.


An dem Punkt bin ich auch... Bin seit 4 Wochen getrennt und merke auch, dass ich nicht alleine sein kann. Konnte ich vor der Bez. auch nicht.
Möchte mich jetzt mit dieser Sache "sich annehmen" beschäftigen und dringend an diesem Zustand etwas ändern.
Momentan schreibe ich ganz viel auf (hier und auf Papier)... Am Samstagabend war ich mit einer Freundin unterwegs und habe mich den ganzen Abend nur schlecht und alleine gefühlt. So kann es nicht weiter gehen!

:nudelholz:
LG,
A.

Bibi1973
23.01.2006, 12:27
Liebe Lene, liebe Alexandra,

Dein Beitrag, liebe Lene, klingt so zuversichtlich. Teilweise kann ich das nachvollziehen. Doch manchmal fehlt mir die Kraft sich auf diese schönen Dinge einzulassen. So auch momentan. Alexandra klingt da ähnlich. Erkältungsgeplagt und gestresst vom Job sehe ich die Welt grau. Aber immerhin verstehe ich, was Deine Worte sagen.

Aber es gibt für alles eine Zeit, Zeit glücklich zu sein, Zeit sich zu pflegen, Zeit sich zurückzuziehen, Zeit auf andere zuzugehen .... in diesem Sinne versuche ich auch einfach das anzunehmen.

Liebe Grüße, Bibi

Inaktiver User
08.06.2006, 16:46
Hallo...
gibts keine neue Kommentare zum Thema " Ängste vor dem Alleinsein" ??
Wir haben 2006, geht es allen denn jetzt gut ?
Ich kämpfe immer noch damit, einsam bin ich nicht, aber das Alleinsein überwinden, kostet mir enrom viel Kraft. Ich lebe sehr abgeschieden , möchte gerne weg ziehen, aber so einfach ist das nicht.
Wie habt ihr eure Probleme bewältigt?
Theresia :-)

Inaktiver User
25.02.2007, 00:00
...

tinamania
19.02.2008, 02:09
meine liebe tschuny
nicht so freundlich gedacht, glaubst du nicht das du mit selber schuld bist an deinem mist, kein mitleid nicht die bohne, du hattest genug gute leute an deiner seite u nein was tut die gute, lässt sich mit den letzten pennern ein u vergisst wer es wirklich gut mit ihr meint, lässt sich aufhetzen, na klar ne knarre am schädel von günter ist natürlich geil! hör auf mit deiner mitleidstour, du bist kalt wir eis noch kälter u du wirst nie im leben glück haben weil du es dir selber verwehrst u ja, du bist nicht die hellste, sagtest du mal selber, kein mensch nicht mal biggi haben mich so entäuscht wie du!wegen mir kannst du einsam verrotten, jeder wie er es will u braucht, ach ja u viel glück mit deinem ex oder was auch immer in dein verkorkstes leben kommt u kussibussi an dein köter!

drummerin
19.02.2008, 09:28
Hallo Borsteli,

wenn ich nur wüsste, wie das mit den PNs (Persönlichen Nachrichten) funktioniert...:-)
Ich wohne auch in der Nähe von Stuttgart und da du hier (noch) nicht viele Leute zu kennen scheinst, wollte ich mal fragen, ob du mal Lust hättest, was zu unternehmen....

Viele Grüße
drummerin

silli1973
02.03.2008, 18:34
Hallo ihr lieben,

komisch wenn ich ein Thema aufsetze, meldet sich keiner ;-) Also beteilige ich mich mal hier.

Mir geht es genauso wie leni. Ich bin seit MItte Januar allein (mit einem 8-jährigen Sohn) und habe wahnsinnige Schwierigkeiten allein zu sein.

Ich habe Angstzstände und Panikattacken. Im moment plagt mich ein Schwindel, (selbsterzeugter Psychischer Schwankschwindel). Toll.

Ich bin in Therapie und das einzige was man hört ist, abtrauern, Gefühle zulassen und abwarten. Super, gell??

Wie lernt man mit dem Alleinsein und auf "sich" gestellt sein, klarzukommen???? Ich konnte es auch noch nie, da ich ebenfalls in der Kindheit immer schon allein war. Wie wird man zufriedener mit sich selbst?? Wie bekommt man mehr selbstvertrauen, das würde mich auch mal interessieren.

Ich hoffe es hat irgendjemand tipps für uns :-(


Liebn gruß

Inaktiver User
17.03.2008, 09:11
ich kenn das mit dem alleinsein auch zu gut. wenn ich abends alleine bin und niemand ist da sitze ich meistens vor dem rechner und lass mich von virtuellen "freunden" unterhalten...schlimm ist das....

Inaktiver User
17.03.2008, 09:12
p.s. ich drück euch die daumen, dass ihr besser mit dem alleinsein umgehen könnt

Inaktiver User
16.12.2008, 01:19
meine liebe tschuny
nicht so freundlich gedacht, glaubst du nicht das du mit selber schuld bist an deinem mist, kein mitleid nicht die bohne, du hattest genug gute leute an deiner seite u nein was tut die gute, lässt sich mit den letzten pennern ein u vergisst wer es wirklich gut mit ihr meint, lässt sich aufhetzen, na klar ne knarre am schädel von günter ist natürlich geil! hör auf mit deiner mitleidstour, du bist kalt wir eis noch kälter u du wirst nie im leben glück haben weil du es dir selber verwehrst u ja, du bist nicht die hellste, sagtest du mal selber, kein mensch nicht mal biggi haben mich so entäuscht wie du!wegen mir kannst du einsam verrotten, jeder wie er es will u braucht, ach ja u viel glück mit deinem ex oder was auch immer in dein verkorkstes leben kommt u kussibussi an dein köter!
...

Rotfuchs
16.12.2008, 09:32
@ itschuny

Ich bitte darum, persönliche Differenzen nicht im öffentlichen Forum auszutragen sondern ggf. dafür die PN-Funktion zu nutzen.

Boratiki
18.12.2008, 18:25
Rotfuchs - eine Frage an dich: Warum geht dein Hinweis nur an eine Person und nicht auch @tinamarina??????
Ist mir schon ein paar Mal bei dir aufgefallen, dass Partei in eine Richtung ergriffen wird..... Von einem VIP würde ich mir mehr Loyalität erwarten....

Rotfuchs
18.12.2008, 21:01
Die Frage beantworte ich Dir gern. :smile:

Der letzte Beitrag von tinamania war von Februar (!) dieses Jahres, der letzte Beitrag dieses Stranges liegt ebenfalls seit März zurück, seitdem ruhte der Strang. Damals war ich noch nicht Moderatorin dieses Forums.

Die Userin tinamania war seit März nicht mehr in diesem Forum eingeloggt - wen soll ich da also noch verwarnen?

Den Strang nun nach 9 Monaten ausschließlich mit persönlichen Angriffen, die mit dem Strangthema nichts zu tun haben, wiederzubeleben, finde ich nicht in Ordnung.

Das hat mit Parteinahme nichts zu tun - ich hätte auf ein derartiges Posting einer anderen Userin ebenso reagiert.

Persönliche Differenzen gehören nicht ins öffentliche Forum. Das ist in den Nutzungsbedingungen deutlich nachzulesen. Und das lasse ich - personenunabhängig - auch nicht durchgehen.