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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Kinderversicherung"?



Meja
26.07.2007, 21:19
Hallo,

nach 15 Monaten Baby haben wir endlich Zeit und Ruhe, um uns um eine Versicherung zu kümmern. Jetzt stehen vor dutzenden Angeboten und wissen nicht weiter.
Was habt ihr für Eure Kinder extra abgeschlossen, was MUSS sein, worauf kann man verzichten?
Habe schon ein ganz schlechtes GEwissen, weil ich noch nichst gemacht habe, andere Familien sind ganz gross im Versicherungen abschliessen :smirksmile:
Vielen Dank für Eure Erfahrungen und Tipps

Inaktiver User
26.07.2007, 21:39
Hallo und Glückwunsch zum Baby!!!

Ich finde eine Unfallversicherung ganz wichtig, und da gibt es ganz wenige, die auch eine Invalidität durch Krankheit absichern, nicht nur als Unfallfolge. Man befasst sich ja nicht gern damit, aber ich kenne Kinder, die Krebs hatten oder Rheuma oder sonstiges und dadurch in ihrer Erwerbstätigkeit später mal eingeschränkt sein werden, das kann man dadurch wenigstens finanziell abfedern.

Hoffen wir, dass man's nie brauchen wird!!! :blumengabe:

Inaktiver User
26.07.2007, 23:11
Hallo Meja.

Pass bloß auf...!
Du hast Recht damit, daß viele ganz Groß sind im Abschließen von Versicherungen sind. Diese Entscheidung bereuen jedoch auch viele ganz schnell wieder...

Dieser Abschlußeifer wird von den Versicherungen bewußt motiviert und ausgenutzt. So fallen ganze Heere von Vermittlern nach der Geburt über die frisch gebackenen Eltern her um ihnen zu vermitteln, daß nur Rabeneltern ihr Kind nicht versichern und daß der eigentliche Zweck des Kindergeldes ist, es Versicherungen in den Rachen zu werfen (Aussteuerversicherungen, Heiratspolicen usw.).

Leider lassen sich viele Eltern dabei übervorteilen und schließen mangels Vergleichsmöglichkeiten oft unsinnige und grottenschlechte Verträge ab. Dahingehend habt Ihr natürlich schon einen gewissen Vorteil:

Ihr habt die erste Vermittlerwelle ungeschoren überstanden
Ihr habt bereits dieverse Angebote vorliegen


Wichtig ist immer:

Familienabsicherung ist ein Versicherungsproblem (Todesfallvorsorge, Unfallvorsorge, Krankenvorsorge usw.)
Finanzielle Vorsorge ist ein Kapitalanlageproblem


Beides hat nicht das geringste miteinander zu tun und ist strikt zu trennen. Tust Du das nicht, hast Du schon den ersten Fehler gemacht und bist vermutlich auf einen "Provisionsgeier" herein gefallen....



Eure Privathaftpflicht solltet Ihr bereits aktualisiert haben. Meist sind in den Haushalten zwar Familienpolicen vorhanden aber es gibt bei vielen Gesellschaften auch Zweipersonen-Verträge, die entsprechend erweitert werden müssen, wenn ein Baby kommt.
Eure Krankenversicherung solltet Ihr u.U. auf Euren neuen Bedarf anpassen. So gibt es gesetzliche Krankenkassen, die besondere Leistungen für Eltern mit Kindern bereit halten. Auch der Kassenbeitrag kann ein Kriterium sein, die Kasse zu wechseln. Die Beitragsersparniss kann auch dazu verwendet werden, durch eine private Zusatzversicherung die Familie besser zu schützen.
Eure Unfallversicherung sollte ebenfalls optimiert werden. Meist hat man seine Unfallversicherung nach oder während der Ausbildung abgeschlossen und diese im Laufe der Jahre nicht aktualisiert. In dieser Zeit wurden jedoch i.d. Regel die Leistungen der Unfallversicherungen stark verbessert und die Beiträge bei Neuverträgen oft sogar günstiger. In vielen Fällen ist es möglich, aufgrund so einer Beitragsersparnis mit Leistungsverbesserung das Kind zukünftig quasi kostenlos mitzuversichern, da der Beitrag zukünftig nicht teuerer ist als bisher (obwohl eine Person mehr versichert ist).
Eure Familienabsicherung muß nun ebenfalls optimiert werden. Ohne Kinder kann sich im Todesfall eines Partners der verbleibende Partner immer noch über die Runden bringen und die Existenz ist i.d. Regel nicht gefährdet (außer es bestehen höhere Finanzierungen). Ist jedoch ein Kind vorhanden, sieht die Situation ganz anders aus. Fällt ein Partner aufgrund Todesfall aus, steht der verbleibende Partner an der Wand. Auf der einen Seite soll er sich um das finanzielle Auskommen kümmern, auf der anderen Seite jedoch das Kind nicht vernachlässigen. Besonders schlimm wird es, wenn z.B. eine Immobilienfinanzierung vorhanden ist. Eine hochwertige und günstige Risikolebensversicherung ist hier oft die Rettung. Je nach Alter werden hier nur wenige Euro an Beitrag pro Jahr fällig.
...auch durch Verlust der Arbeitskraft eines Partners kann das finanzielle Auskommen der Familie ruinieren und die Familie in ihrer finanziellen und emotionalen Existenz bedrohen. Deshalb solltet Ihr Eure Berufsunfähigkeitsversicherung entsprechend anpassen. Bei guten Versicherungen ist dies über eine "Nachversicherungsgarantie" ohne Gesundheitsprüfung möglich.
Bei vorhandenen anderen Versicherungen könnt Ihr prüfen ob Euer Kind kostenfrei mit eingeschlossen werden kann.


Ihr wollt auch noch Geld für Euer Kind ansparen? Auch dieser Vorgang will gut überlegt sein. Eine Versicherung ist i.d. Regel nicht das richtige Mittel hierzu.
Ausbildungsversicherung (http://www.bdv.info/bdv/Versicherungsarten/Sonstige/Ausbildungsversicherung.htm)
Aussteuerversicherung (http://www.bdv.info/bdv/Versicherungsarten/Sonstige/Aussteuerversicherung.htm)
Hier gibt es auf dem Kapitalmarkt zahlreiche Möglichkeiten flexibel und rentabel Geld anzulegen. Hierzu einen pauschalen Rat zu geben, wäre aber sicherlich nicht korrekt, da Eure Rahmenbedingungen und Anlegermentalität ebenso wenig bekannt sind wie das Anlageziel. Aber dies sind Parameter, die ermittelt werden können. Ein Berater, der dies nicht nachvollziehbar macht oder bereits vor der Ermittlung die Top-Lösung in der Tasche hat, sollte bei Euch nicht zum Abschluß kommen, denn er hat i.d. Regel die Top-Lösung für sein Konto dabei... *lächel*

Schöne Grüße
justii

alex23
13.08.2007, 17:18
Hallo,

Justii hat im Grunde alle wichtigen genannt. Ich habe zu dem Thema ebenfalls Fragen, deren Beantwortung Meja vermutlich auch interessiert.

Unfallversicherung
Inwiefern ist eine Unfallversicherung wirklich nützlich?
Zahlen die nicht ausschließlich bei Invalidität? Die Versicherer rechnen gerne vor, wie viele Unfälle im Haushalt passieren - zweifelsohne mehr als im Kindergarten/Schule/Beruf. Aber wie viele davon haben eine Invalidität zur Folge?

Der Tipp mit der durch Krankheit bedingten Invalidität von einewiekeine ist meines Erachtens nach fraglich. Es handelt sich immerhin um eine Unfallversicherung.

Trotzdem gibt es komische Angebote... Die CosmosDirekt schreibt zum Beispiel ziemlich um die Ecke:

Kein Abzug bei Mitwirkung von Krankheiten
Beträgt der Mitwirkungsanteil von Krankheiten oder Gebrechen bei der durch ein Unfallereignis verursachten Gesundheitsschädigung weniger als 30%, so unterbleibt die Minderung des Invaliditätsgrades bzw. der Leistung (siehe Besondere Bedingungen für die Comfort-Unfallversicherung).

Also keine Leistung bei durch Krankheit verursachten Unfällen, die eine Invalidität zur Folge haben. Nur bei Unfällen, bei denen Krankheit unter 30% mitwirkte. Wie wird denn das berechnet? Was ist, wenn mein Kind mit Schnupfen Fahrrad fährt, niest und dadurch einen scheren Unfall hat? Naja.

Thema Familienvorsorge:
Wie bestimmt man die notwendige Höhe einer Risiko-LV zur Absicherung des Partners/der Familie und wie lange lässt man sowas laufen?

Meine Frau hat gesagt, sie wolle im Falle meines Ablebens wenigstens 5 Jahre komplett abgesichert sein. Da würden 100.000 € reichen. Und ich sage: Wenn der kleine alt genug ist, um für sich selbst zu sorgen, kann die Versicherung auslaufen. Also in 25 Jahren. Macht ca. 100 € Beitrag im Jahr - gesamt ca. 2.500 €

Berufsunfähigkeit
Hach... da weiß ich immer nicht. Wenn keine BU eintritt, sind bei mir ca. 11.000 € einfach weg. Wie kann man dieses Risiko ausgleichen?

PS: unser kleiner ist 17 Monate und hatte fürs erste Jahr eine Unfallversicherung (von Mama automatisch). Also er ist seit 5 Monaten ohne Unfallversicherung und es ist noch nichts passiert. :zwinker:

PPS.: Was ist eigentlich von der CosmosDirekt zu halten?

Inaktiver User
13.08.2007, 19:10
Der Tipp mit der durch Krankheit bedingten Invalidität von einewiekeine ist meines Erachtens nach fraglich. Es handelt sich immerhin um eine Unfallversicherung.

PS: unser kleiner ist 17 Monate und hatte fürs erste Jahr eine Unfallversicherung (von Mama automatisch). Also er ist seit 5 Monaten ohne Unfallversicherung und es ist noch nichts passiert. :zwinker:



Die Versicherungen, die auch Invalidität als Krankheitsfolge absichern, heißen auch nicht Unfallversicherung.

Das Thema, das ich eben auch konkret kenne ist eben, wenn jemand jung gesundheitlich durch was auch immer so eingeschränkt ist, dass er seinen Lebensunterhalt nicht selbst verdienen kann, kann er lebenslang von 340 Euro im Monat leben, ohne Perspektive, dass sich das ändert. Ich finde das einen furchtbaren Gedanken und mir ist es das Geld wert, das ich zahle, um dann wenigstens einen gewissen finanziellen Rahmen abzusichern.

Wenn der Fall nicht eintritt: gut. Dann hab ich das Geld in meine Beruhigung investiert, das wär für mich auch nicht nutzlos.

Inaktiver User
13.08.2007, 23:09
Hallo zusammen.

Selbstverständlich gibt es Unfallversicherungen, die eine Invalidität als Krankheitsfolge absichern (und die heißen auch Unfallversicherung). Allerdings werden solche Tarife nur von wenigen Gesellschaften angeboten.

Die oben genannte Klausel "Mitwirkung von Krankheiten" gibt es in dieser oder ähnlicher Form bei allen Unfallversicherungen. Allerdings ist der Prozentsatz ab dem diese greift sehr unterschiedlich. Es gibt Gesellschaften, die kürzen die Leistung bereits ab einem Mitwirkungsanteil von 20% - es gibt aber auch Gesellschaften, die kürzen die Leistung erst ab einem Mitwirkungsanteil von 50%..... Erstere werden wohl immer Versuchen, die 20% irgendwie herbei zu diskutieren um die Leistung kürzen zu können. Je höher diese Grenze umso besser...

Die Frage zur CosmosDirekt: Es gibt Versicherungssparten, da braucht man keine Betreuung. Bei der Risikoleben z.B. gibt es im Schadensfall keinen Diskussionsbedarf. Die Frage ist Tot oder nicht tot. Dort kann man getrost zur Direktversicherung greifen.
Bei Versicherungssparten, bei denen es im Schadensfall oft zu Problemen kommt, bei denen Sachverständige eingeschaltet werden müssen, bei denen öfter auch mal der Rechtsweg beschritten werden muß, rate ich unbedingt von einer Direktversicherung ab. Die geringe Beitragsersparnis ist hier oft teuer erkauft - wie man im Schadensfall merkt. Solche Versicherungssparten sind: Privathaftpflicht, Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung...

Speziell bei Cosmos stört mich, daß sehr oft die in den Medien beworbenen guten Tarife bei einer gewöhlichen Kundenanfrage nicht angeboten werden sondern die etwas günstigeren abgespekten Tarife, bei denen die Kunden im Grunde übervorteilt werden. Oft bekommt ein Kunde nur dann die guten Tarife, wenn er explizit nach diesen fragt...
Bei der Risikoversicherung der Cosmos stört die große Differenz zwischen Zahl- und Tarifbeitrag (s.u.) und das damit verbundene Beitragsrisiko.


...
Thema Familienvorsorge:
Wie bestimmt man die notwendige Höhe einer Risiko-LV zur Absicherung des Partners/der Familie und wie lange lässt man sowas laufen?

Meine Frau hat gesagt, sie wolle im Falle meines Ablebens wenigstens 5 Jahre komplett abgesichert sein. Da würden 100.000 € reichen. Und ich sage: Wenn der kleine alt genug ist, um für sich selbst zu sorgen, kann die Versicherung auslaufen. Also in 25 Jahren. Macht ca. 100 € Beitrag im Jahr - gesamt ca. 2.500 €


Mangels Kenntnis Deiner Rahmenbedingungen kann man diese Angabe nicht bewerten. Bei den verschiedenen Tarifen ist darauf zu achten ob z.B. eine Nachversicherungsoption (ohne Gesundheitsfragen) besteht, falls später einmal eine Immobilie erworben werden soll und bis in welches Alter diese ausgeübt werden kann (hier ruhig auch mal die Bedingungen von Cosmos ansehen *lächel*)
Die Differenz zwischen Zahlbeitrag (Nettobeitrag) und Tarifbeitrag (Bruttobeitrag) ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Vor allem in Zeiten, in denen Lebensversicherungen auf dem Kapitalmarkt nur noch geringe Renditen erwirtschaften können. Verkauft wird mit einem geünstigen Zahlbeitrag, der aufgrund reduzierter Überschüsse schnell teuerer werden kann bis hin zum teueren Tarifbeitrag. Pech gehabt lieber Kunde. Hier empfiehlt es sich beide Beiträge unbedingt zu prüfen. Nur wenn der Zahlbeitrag günstig ist und der Tarifbeitrag nur wenig entfernt ist, sollte man abschließen. Ansonsten droht ein erhebliches Beitragsrisiko.


...
Berufsunfähigkeit
Hach... da weiß ich immer nicht. Wenn keine BU eintritt, sind bei mir ca. 11.000 € einfach weg. Wie kann man dieses Risiko ausgleichen?
... Verdamt wenig Geld auf so viele Jahre betrachtet. Wenn man den Betrag ins Verhältnis setzt mit der zu erwartenden Rente, sollte tatsächlich einmal eine BU oder EU eintreten... Gute BU-Versicherungen leisten übrigens bereits rückwirkend ab dem ersten Monat schon bei einer mehr als 6 Monate andauernden AU (Arbeitsunfähigkeit = Krankschreibung = gelber Zettel). Gute BU-Versicherungen garantieren schwarz auf weiß, den Ausschluß des Risikos "KT/BU" (siehe Plusminus Endstation Berufsunfähigkeit) (http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_archiv.asp?aid=251).

Schöne Grüße
justii

alex23
13.08.2007, 23:31
Die Versicherungen, die auch Invalidität als Krankheitsfolge absichern, heißen auch nicht Unfallversicherung.

Eben drum. Das konnte man bei dir aber anders verstehen.

alex23
13.08.2007, 23:49
Hallo,



Selbstverständlich gibt es Unfallversicherungen, die eine Invalidität als Krankheitsfolge absichern (und die heißen auch Unfallversicherung). Allerdings werden solche Tarife nur von wenigen Gesellschaften angeboten.


Klingt paradox. Sollte eigentlich Invaliditätsversicherung oder so heißen.


Bei Versicherungssparten, bei denen es im Schadensfall oft zu Problemen kommt, bei denen Sachverständige eingeschaltet werden müssen, bei denen öfter auch mal der Rechtsweg beschritten werden muß, rate ich unbedingt von einer Direktversicherung ab.

Warum? Streiten sich die Direktversicherungen generell öfter? Oder nur weil man da keinen netten Ansprechpartner in der Nähe, sondern nur per Telefon hat?


Speziell bei Cosmos stört mich, [...]. Oft bekommt ein Kunde nur dann die guten Tarife, wenn er explizit nach diesen fragt.

Oder draufklickt. Bei den Anfragen per Internet verleitet es natürlich den günstigen "Basisschutz" (bei der BU ein Morgen & Morgen-Rating von nur 3 Sternen) zu nehmen.


Bei der Risikoversicherung der Cosmos stört die große Differenz zwischen Zahl- und Tarifbeitrag (s.u.) und das damit verbundene Beitragsrisiko.


Allerdings, das ist nicht unerheblich. Tarifbeitrag ist teilweise 3x so hoch wie der Zahlbeitrag.

Also weitersuchen.

Inaktiver User
14.08.2007, 00:15
....
Warum? Streiten sich die Direktversicherungen generell öfter? Oder nur weil man da keinen netten Ansprechpartner in der Nähe, sondern nur per Telefon hat?
....

In vielen Sparten gibt es tatsächlich mehr Beschwerden durch Direktversicherungskunden beim Aufsichtsamt und beim Ombudsmann.

Oft liegt es aber einfach am zusätzlichen Filter zwischen Kunden und Versicherung in Form eines Beraters. Sicherlich hast Du auch schon einmal lustige Schadensmeldungen an Versicherungen gelesen (kursieren ja auf diversen Lustig-Seiten im Internet).

So lustig sich diese auch lesen. Falsche oder mißverständliche Formulierungen sind oft Grundlage für Probleme bei der Regelung von Schäden und es gibt durchaus nicht wenige solche Fälle, in denen daraus sogar Versicherer von der Leistung frei gesprochen worden sind. Mit einem Berater an der Seite sollte so etwas nicht passieren. Der meist geringe Beitragsmehraufwand rentiert sich bei beratungsintensiven Versicherungssparten auf jeden Fall.

Ob dieser Filter vor Ort ist oder per Telefon, Email usw. zur Verfügung steht ist dabei meist unerheblich. Hauptsache er ist vorhanden und kann Fehler vermeiden helfen.

Wie gesagt gibt es aber auch Versicherungssparten, bei denen die Leistungsituation i.d. Regel problemlos geklärt werden kann (z.B. Risikolebensversicherung). Gute Berater beziehen deshalb in diesen Sparten auch Direktversicherungen in ihre Beratungen und Vergleiche mit ein.

Schöne Grüße
justii

Inaktiver User
14.08.2007, 00:21
.....


Zitat von Justii-g
Bei der Risikoversicherung der Cosmos stört die große Differenz zwischen Zahl- und Tarifbeitrag (s.u.) und das damit verbundene Beitragsrisiko.

Allerdings, das ist nicht unerheblich. Tarifbeitrag ist teilweise 3x so hoch wie der Zahlbeitrag.

Also weitersuchen.

Oder den richtigen Berater damit beauftragen.
Seit wievielen Wochen arbeitest Du Dich denn schon durch die Bedingungswerke der Risikoversicherungen *lach*

Eine Arbeit, die nach guter Absprache ein Berater in wenigen Stunden erledigt hätte... (incl. Direktversicherungen)

Gruß justii

alex23
14.08.2007, 00:30
Nee, ich suche noch gar nicht so lange.

Bei "Berater" denk ich immer an den Allianzmann meiner Schwiegereltern oder Horbach ('unabhängige' AWD-Wirtschaftsberatung) meiner Frau, die jetzt (also seit Jahren) mehrere Kapital bildende Lebensversicherungen mit BU-Schutz hat. :knatsch:

Aber das hat schon wieder gar nichts mit Kinderversicherung zu tun. :)

Inaktiver User
14.08.2007, 11:17
*laaaach*
Aber weder der Allianz-Mann noch der AWD-Mann ist doch wirklich unabhängig *gggg*

Schöne Grüße
justii
PS: Und jetzt gehts auf in den Bayerwald-Tierpark - juhuuuu

Willauch
22.10.2007, 17:11
Hallo,

diese Thema ist zwar schon ein wenig älter. ich möchte es aber trotzdem wieder nach oben bringen, weil ich mir einen Rat bezüglich einer Kinderunfallversicherung erhoffe. Ich habe versucht mich durch den Dschungel der vreschiedenen Versicherer zu schlagen und bin nun ratloser als vorher...Wer kann mir konkrete Tips geben bei welcher Gesellschaft ich momentan mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis abschließe? Welche Versciherung bietet den Schutz im Invaliditätsfall mit an? Auf was sollte ich noch achten?Ist eine Versicherung sinnvoll bei der ich einen teil meines eingezahlten Geldes wiederbekomme(habe leider den Fachausdruckvergessen...)?

Ist eine Unfallversciherung für mich als Erwachsene immernoch wichtig?

Vielen dank für eure Hilfe

eine ratlose willauch

Inaktiver User
22.10.2007, 22:28
Hallo Willauch.

Viele Fragen - und einige davon kannst nur Du entscheiden.


.....
Ist eine Unfallversciherung für mich als Erwachsene immernoch wichtig?
......

Es kommt natürlich auf Dein persönliches Risiko und Deine persönlichen Rahmenbedingungen an, ob eine Unfallversicherung für Dich als Erwachsene wichtig ist.

Reicht Dein Vermögen aus, um im Falle einer unfallbedingten Invalidität

zum Einen weiterhin Deine/Eure mtl. Ausgaben und Deinen Lebensunterhalt auf Dauer bestreiten zu können?
zum Anderen eventuell erforderliche Umbauten an Wohnung, Haus und/oder Pkw bezahlen zu können?
eventuell erforderliche zusätzliche medizinische Maßnahmen aus eigener Tasche finanzieren zu können, die Dir bei Invalidität Erleichterung oder Besserung versprechen aber von Deiner Kasse nicht bezahlt werden?


Nein? Dann sollte dies ein erster Grund sein, die UV für Dich in Betracht zu ziehen...



Bei einem Berufsunfall ist man über den Arbeitgeber (mehr schlecht als recht versichert...). Viele Unfälle passieren jedoch in der Freizeit und im Haushalt. Du hast, wie wir alle, 24 Stunden am Tag zur Verfügung, wieviel davon verbringst Du in der Arbeit bzw. auf dem Arbeitsweg?

Überwiegen Freizeit und Haushalt, kann dies ein weiterer Grund sein, Dich für eine UV zu entscheiden.



Je älter Du wirst, umso größer wird das Risiko für einen Erwachsenen, einem Unfall zum Opfer zu fallen. Besonders betroffen sind laut Statistik allerdings ältere Menschen. Wer darauf vertraut, sich dann im Alter eine entsprechende UV zu holen wird oft durch die Realität eingeholt: auch bei der Unfallversicherung gibt es eine "Gesundheitsprüfung". Doch mit steigendem Lebensalter vermehren sich auch die "Zipperlein" und es kann leicht passieren, daß man dann keinen hochwertigen Versicherungsschutz mehr bekommen kann.

Dies kann ein dritter Grund sein, sich für eine hochwertige UV zu entscheiden.

Welchen Grund gibt es eigentlich, keine Unfallversicherung zu haben? Dies wäre vielleicht die sinnvollere Frage. Denn wie die Privathaftpflicht, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Krankenversicherung gehört die Unfallversicherung zu den ganz wichtigen Versicherungen.


......
Ist eine Versicherung sinnvoll bei der ich einen teil meines eingezahlten Geldes wiederbekomme(habe leider den Fachausdruckvergessen...)?
.......

Eine Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr "UPR" (auch Unfallversicherung mit Beitragsrückgwähr "UBR" genannt) ist eine der genialsten Erfindungen der Versicherungswirtschaft um den Versicherungskunden das Geld aus der Tasche zu zaubern.

Hierbei wird im Prinzip eine nomale (aber meist zu teuere) Unfallversicherung an einen absolut unrentablen Sparvorgang gekoppelt. Der Gesamtbeitrag setzt sich aus einem Risikobeitrag (für die Unfallversicherung) und einem Sparbeitrag (für den Sparvorgang) zusammen. Der Risikobeitrag geht an die Versicherung und ist weg (egal ob es sich um eine UPR/UBR handelt oder um eine reine Unfallversicherung). Der Sparbeitrag wird in den wildesten Konstrukten angelegt, so daß der Kunde am Ende mindestens die Summe seiner Gesamtbeiträge ausbezahlt bekommen kann. Eine Verzinsung erfolgt dabei nur in geringem Umfang (i.d. Regel etwa um 3%p.a.). Verschwiegen wird dabei, daß der Kunde, wenn er Unfallversicherung und Geldanlage getrennt zeichnet das Doppelte bis Dreifache seiner Gesamtbeiträge aus seiner Geldanlage ausbezahlt bekommen kann.

Der Trick bei der UPR/UBR: Die Versicherung legt das Geld des Kunden ebenso lukrativ an, wie der Kunde es selbst könnte. Am Laufzeitende hat die Versicherung also das Doppelte bis Dreifache der Gesamtbeiträge erwirtschaftet. Der Kunde bekommt dann die Hälfte oder ein Drittel auszbezahlt und die Versicherung behält sich die andere Hälfte oder sogar zwei Drittel.

Und das, ohne auch nur einen Cent eigenen Geldes verwendet zu haben. Das ist also eine wirkliche Geldmaschine für die Versicherungen...

Ich als Kunde würde mir allerdings ein wenig vera..... vorkommen.
Würde mir ein Vermittler eine UPR/UBR vorschlagen, wüsste ich auch, woran er interessiert ist: nicht an meine Wohl sondern, da sich die Provision am Gesamtbeitrag bemisst, ausschließlich an seinem Geldbeutel.

=> Tür auf - Vermittler raus - Tür zu !!!

Schöne Grüße

justii

Willauch
22.10.2007, 22:35
Hallo Justii,

vielen Dank für deine sehr detaillierte Antwort. Du hast mir gut weitergeholfen. Nun werde ich mich noch durch den Warentest bezüglich des Themas ackern und dann entscheiden.

Falls jemand noch Tips hat. ich bin weiterhin dankbar!:blumengabe:

Lg willauch

Inaktiver User
22.10.2007, 23:02
.....
ich möchte es aber trotzdem wieder nach oben bringen, weil ich mir einen Rat bezüglich einer Kinderunfallversicherung erhoffe. Ich habe versucht mich durch den Dschungel der vreschiedenen Versicherer zu schlagen und bin nun ratloser als vorher...Wer kann mir konkrete Tips geben bei welcher Gesellschaft ich momentan mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis abschließe? Welche Versciherung bietet den Schutz im Invaliditätsfall mit an? Auf was sollte ich noch achten?........

Hallo Willauch.

Grundsätzlich könnte Stiftung Warentest ein Startpunkt für eine Kinderunfallversicherung sein. Allerdings muß Dir bewußt sein, daß Stiftung Warentest (Finanztest) im allgemeinen

nur etwa die Hälfte bis 2/3 der möglichen Tarife (und Sondertarife) testet
anhand einer Musterperson testet und die Ergebnisse auf viele Millionen Menschen verallgemeinert (und für einige mögen diese Ergebnisse dann auch zutreffen)


Die Ergebnisse sind also mit Vorsicht zu genießen und bedürfen unbedingt der Überprüfung anhand Deiner persönlichen Situation (bzw. der Situation Deines Kindes), bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Gleiches gilt für Tipps aus privater Hand:

zum Einen gelten diese Tarif-Tipps nur für die private Situation des Tipp-Gebers und lassen sich nicht verallgemeinern
zum Anderen haben wohl die Wenigsten tatsächlich Erfahrungen damit, wie sich genau ihre Gesellschaft im Schadensfall verhält. Es handelt sich deshalb meist eher um Vermutungen als um Fakten...


Da die Tarif-Vielfalt recht groß ist, würde ich Dir raten:
Wende Dich an einen unabhängigen Berater. Dieser wird anhand Eurer Situation und mit Euren Rahmenbedingungen und Vorgaben genau den richtigen Tarif ermitteln. Alles andere ist ein Spiel mit dem Zufall...

Zumal es verschiedene Tarifvarianten gibt:

Reine Invaliditätsversicherung (mit kl. Zusatzleistungen)
Invaliditätsversicherung mit Versicherung für Kinderkrankheiten/Krankheiten (mit kl. Zusatzleistungen)
Unfall-Rentenversicherung


Hier ein kurzer Artikel zur Kinder-Unfallversicherung (http://tinyurl.com/2auwof)

Schöne Grüße

justii