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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe für einen Raucher der Nichtraucher werden will



Arvin
24.07.2007, 10:02
Hallo zusammen,

mein Freund starte am 01.08. seinen zweiten Versuch rauchfrei zu werden, was auch wohl damit zusammenhängt, dass er ab dem Tag nicht mehr auf der Arbeit rauchen darf.

Meine Frage:
Wie kann ich ihm helfen. bei seinem letzten versuch war seine Ersatzdroge: SÜßkeiten. Selbst dinge die er sonst nicht mochte, hat er sich reingestopft. Daher habe ich gedacht, dass der Süßigkeitenschrank erstmal leer sein wird.

Aber wie kann ich ihm noch helfen? Hat jemand Erfahrung??

Gruß
Arvin

Inaktiver User
24.07.2007, 10:28
Warum am 1.8.? Damit er jetzt noch wenigsens 1 Woche rauchen darf? :zwinker:

Helfen kannst du ihm indem du, solltest du auch rauchen, mit aufhörst.

Stelle keine Ersatzdrogen bereit, denn viel wichtiger als die stoffliche Sucht zu überwinden ist es, von der psychischen Abhängigkeit los zu kommen.

Wie wär es mit Küssen statt rauchen :zwinker: Ja ja, ich weiß, es ist alles nicht so einfach und nicht zum Lachen, sorry.

Ich habe vor 16 Jahren von heute auf morgen aufgehört und war damals anscheinend mental sehr stark. Ich habe einfach nicht mehr geraucht. Ich weiß noch, ich hatte auch Entszugserscheinungen, wuße nicht wohin mit meinen Händen. Aber es lag wohl am Willen und es hatte wohl "klick" gemacht im Kopf.

Und ich kann mich erinnern, daß ich erstaunt war, wie schnell die schlimmste Zeit (in der man wirklich unter Nikotinentzug leidet) vorbei war.

Versuche dazu beizutragen, daß er sich beschäftigt. Durchbrecht Rituale, zu denen früher die Zigarette dazugehört hat.
Da kann schon helfen, von einem anderen Platz/Stuhl aus fern zu sehen mit einem anderen Getränk dabei (z.B. einer Tasse Tee statt beiher immer Cola), so bleiben die Assoziationen mit der Zigarette aus.

Wenn er Morgens-beim-Frühstück-Raucher war: Zu Hause viell. gar nicht frühstücken. Sondern sich was Kleines zurecht machen und das dann in der Arbeit (wo er ja eh nicht rauchen darf) essen.

Beim weggehen: Gerade da, wo anscheinend am Allermeisten geraucht wird, kann man sich so schön ablenken. Viel mit Freunden reden, tanzen, flirten, das Rauchen vergessen über den vielen schönen Dingen, die man ohne Zigarette in der Hand /im Mund so unbeschwert tun kann. Ganz zu schweigen davon, daß man plötzlich nicht mehr dauernd eine Packung Zigaretten und Feuer mit sich rumschleppen muß. Außerdem hat sich das Rauchen in Discos/Gaststätten ja sowieso bald von selbst erledigt.

Und sieh zu, daß es möglich viele Leute erfahren/wissen daß er aufhört. Das setzt ihn nämlich unter einen bisweilen notwendigen Druck :zwinker: Ich bin auch nicht dafür überall und immer Druck auszuüben aber gerade im Bezug auf des Rauchen geht es oftmals nur mit etwas Druck.

Lobe ihn, wenn er einen Tag geschafft hat. Sag ihm daß er besser schmeckt und riecht, wenn er nicht raucht.
Belohnt euch,sagen wir mal nach den ersten 14 Tagen der Abstinenz, mit einem guten Essen. Genießt es bewußt, vor allem er, er soll dem Geschmack nachspüren und er wird merken, daß er schon nach so kurzer Zeit des Nichtrauchens merkt, wie viel besser seine Geschmacksempfindungen geworden sind.

Und er soll das Aufhören nicht als Strafe sondern als Hauptgewinn für sein Leben sehen. Denn es hat NUR VORTEILE, Nichtraucher zu sein, keinen einzigen Nachteil.

Er soll sich meintewegen auch das Geld aufheben, das er spart, wenn er keine Zigaretten mehr braucht.

All das kann helfen, durchzuhalten.

Sorry für den langen Text und viel Glück für deinen Freund beim aufhören.

Ach ja, nochwas: sagt nicht "er versucht aufzuhören" sondern sagt von ersten Tag an "er ist Nichtarucher", denn das ist er ja wenn er nicht mehr raucht. Er raucht nicht. Punkt.

:blumengabe:

Inaktiver User
24.07.2007, 10:42
Und sieh zu, daß es möglich viele Leute erfahren/wissen daß er aufhört. Das setzt ihn nämlich unter einen bisweilen notwendigen Druck :zwinker: Ich bin auch nicht dafür überall und immer Druck auszuüben aber gerade im Bezug auf des Rauchen geht es oftmals nur mit etwas Druck.


Da bin ich ganz anderer Meinung. Druck erzeugt nur Gegendruck. Wenn Du ihm wirklich helfen willst, dann versuche, möglichst ganz auf Druck zu verzichten. Er muss es für sich tun. Wenn er es für Dich tut, dann ist die Gefahr gross, dass er wieder anfängt, sobald ihr mal Zoff habt. Wenn er es nur tut, weil er sich nicht vor den anderen blamieren will, dann ist die Gefahr gross, dass er (zumindest eine zeitlang) heimlich raucht.



Ach ja, nochwas: sagt nicht "er versucht aufzuhören" sondern sagt von ersten Tag an "er ist Nichtarucher", denn das ist er ja wenn er nicht mehr raucht. Er raucht nicht. Punkt.


Das ist Allen Carr Schwachsinn. Nur weil man sich entschieden hat, aufzuhören, ist man noch lange nicht Nichtraucher. Ich behaupte sogar, dass man als ehemaliger Raucher nie wirklich Nichtraucher werden kann, weil man immer latent in Gefahr schwebt, rückfällig zu werden. Ein wirklicher Nichtraucher (jemand der nie geraucht hat) kennt dieses Risiko nicht.

Inaktiver User
24.07.2007, 10:55
Allen Carr habe ich nie gelesen. Der Schwachsinn ist auf meinem eigenen Mist gewachsen :freches grinsen:

Na ja, man kann vieles auf der Weichspülerschiene versuchen. Ich bin aber dafür nicht immer nur zu versuchen sondern ZU TUN Und da brauchts vielleicht auch mal einen kleinen Ars***tritt.

Nix für ungut .

:blumengabe:

Arvin
24.07.2007, 11:24
Hallo Verliebte,

also ich rauche nicht.

01.08.= er arbeitet in der Verwaltung und ab dem 01.08. ist das rauchen in öffentlichen Gebäuden verboten. d.h. er kann während der sprechzeiten nicht mal gerade vor die tür gehen um zu rauchen und muss schon mal 4 Stunden am stück ohne klar kommen. Deshalb hat er sich das so als datum gesetzt.

Ich würde ihn auch gerne ablenken, aber bei seinem letzten versuch war das nicht möglich, weil er so schlechte laune hatte. Ich habe dann mal vorgeschlagen in die sauna abends zu fahren oder zu radeln, spazierengehen etc. aber er war nicht zu begeistern.

Zu dem Buch von allen Carr: Meine stiefmutter hat es damit geschafft. Ich glaub meinen freund würden die schilderungen nicht abschrecken, der ist hart im nehmen.

Ich bin auch genervt, wenn er abends ins bett kriecht und der rauch der letzten Zigarette trotz waschen noch an ihm haftet.

Und das lustigste: Er hat mir zu beginn unserer Beziehung das rauchen verboten, weil er es unweiblich fand..... irgendwelche fragen. Ich wünsch mir so, dass er es schafft..

Arvin

Kathy854
01.08.2007, 12:03
Hallo Arvin,

mensch da ist dein freund ja schon mehrere schritte weiter als meiner. ich selber habe seit 12 jahren geraucht, aber die letzten 3 jahre "nur" 5-10 am tag. habe seit 3 tagen aufgehört und mir gehts auch schrecklich, besonders abends...

dann nerve ich meinen freund und quatsche ihn voll, bin total hyperaktiv und habe auch immer das gefühl, dass mir etwas schrecklich fehlt, das ist richtig schlimm, aber es ist nur der kopf. bin dann auch lieber alleine und rede nicht viel mit meinem freund, weil ich gereizt bin und genervt, aber ich denke das muss man überwinden und sich "zusammenreißen".

da gibts momente, wo man denkt, ach scheiss drauf, ich rauche jetzt, aber da denke ich immer an die nachteile (man riecht wie aschenbecher, gibt geld aus, schadet der gesundheit, altert schneller usw...)

mein freund raucht auch ketten, aber an aufhören ist leider nicht zu denken :knatsch: aber wie schon gesagt, druck erzeugt gegendruck.

ich selbst bin in meinem leben nicht "nur" nikotinsüchtig gewesen und man kann schon sagen, dass alle süchte annähernd gleich sind und dass man erstmal den kopf umschalten muss, die gewohnheiten ändern, seine einstellung ändern...

abschliessend ist zu sagen, dass man einem menschen, der eine sucht aufgibt im grunde genommen nicht helfen kann, das entscheidende kann NUR der betroffene machen. und es gibt auch kein "wegen dir oder wegen dem stress habe ich wieder angefangen". das sind alles "ausreden" vor sich selbst. also was ich damit sagen will ist, dass nur wenn man wirklich will, man es auch schafft. viel kannst du da nicht machen, ausser für ihn da sein, wenn er dich braucht.

denke, dass es egal ist, ob du sonstwas für vorschläge machst, was ihr unternehmen könnt usw. es kommt nur auf die person allein an. das klingt vielleicht hart, aber ist so. man will immer "helfen" als angehöriger, aber das kann man eigentlich nicht viel...

das ist meine ansicht und ich habe schon süchte von mehreren substanzen überwunden und diese erfahrung gemacht...

ganz liebe grüsse...kathy (was fürn roman) :Sonne:

Inaktiver User
06.08.2007, 12:28
Hallo Arvin, wie geht es deinem Freund mit dem Nichtrauchen?

:blumengabe:

Chloe1
06.08.2007, 14:50
Hallo Alexis_zorbas

Wenn Du Allen Carr verstanden hättest würdest Du so etwas nicht behaupten :freches grinsen:

Verliebte hat ganz recht! Wenn man kapiert hat dass es einem nichts bringt außer wieder süchtig zu sein gibt auch keinen Rückfall! Man hört auf einem Schwachsinn wie "och Gott ich muss jetzt eine rauchen sonst...." nachzutrauern. Hat man sich dafür mal entschlossen sollte man dabei bleiben. Wird man rückfällig hat das nichts mit Sucht zu tun sondern dass man an seiner intelligenten Entscheidung gezweifelt hat. Entweder oder. Hop oder Top. Man kann nicht versuchen aufzuhören.

Allerdings nenne ich mich jetzt nich Nichtraucher sondern jemnad der ein dickes Problem weniger in seinem Leben hat :freches grinsen:

Herzliche Grüße
Chloe

nosmoker
10.10.2007, 11:01
Also die Antwort ist ganz einfach: kaufe Deinem Freund das
Buch "Endlich Nichtraucher" und bitte ihn nur, es in Ruhe durchzulesen. Wahrscheinlich ist er anschliessend ein
glücklicher Nichtraucher.

Übrigens, allen Foren-usern , welche hier von einem Allen-Carr Schwachsinn reden, kann ich nur vollkommene Ahnungslosigkeit vorwerfen. Ihr habt nichts, aber auch gar nichts von Allen Carr verstanden. Es gibt für mich keine bessere Methode, vor allem keine wirksamere!!!!!!!!

Inaktiver User
11.10.2007, 16:41
Also die Antwort ist ganz einfach: kaufe Deinem Freund das
Buch "Endlich Nichtraucher" und bitte ihn nur, es in Ruhe durchzulesen. Wahrscheinlich ist er anschliessend ein
glücklicher Nichtraucher.

Übrigens, allen Foren-usern , welche hier von einem Allen-Carr Schwachsinn reden, kann ich nur vollkommene Ahnungslosigkeit vorwerfen. Ihr habt nichts, aber auch gar nichts von Allen Carr verstanden. Es gibt für mich keine bessere Methode, vor allem keine wirksamere!!!!!!!!

Das ist ja toll für Dich, dass Du es mit Allen Carr geschafft hast, aufzuhören. Gratuliere! :blumengabe:
Aber ich finde es ein wenig überheblich von Dir, dass Du Leuten, die es mit Allen Carr NICHT geschafft haben, vollkommene Ahnungslosigkeit vorwirfst. Mir hat Allen Carr gar nichts gebracht. Ich empfand ihn als viel zu dogmatisch, fast schon perdigend. 100 mal musst du dir anhören, dass Rauchen ja nichts bringt und dass du das nur begreifen musst, und dann hört es sich wie von selbst auf. Wenn es wirklich "nichts bringt" dann würden ja nicht so viele Menschen rauchen. Und dann würden nicht so viele, die aufgehört haben, wieder damit anfangen. Und ich kenne Einige, die es trotz Allen Carr nicht geschafft haben, DAUERHAFT aufzuhören. Die meisten wurden innerhalb eines Jahres rückfällig.

Ich habe es trotzdem geschafft, aufzuhören und bin jetzt seit fast 6 Jahren weg von der Zigarette. Aber ich musste mich andersweitig umschauen.
Trotzdem finde ich es gut, wenn möglichst viele Menschen es schaffen und alles was ihnen hilft, inklusive Allen Carr, begrüsse ich, auch wenn ich persönlich finde, dass Carr neben einigen durchaus richtigen und guten Hinweisen, eben auch manchen Schwachsinn zu Papier gebracht hat.

Wie lange bist Du denn schon weg von der Zigarette?