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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die freien Bürger von Rom und ihr Bezug zur BriCom.



Inaktiver User
19.07.2007, 13:51
Gerade eben wurde in einem anderen Strang ein sehr interessantes Thema aufgeworfen:

Es ging darum, in wie weit man die freien Bürger von Rom und ihre Angewohnheit für die Politik "im Kleinen" die Einrichtung eines Forums zu verwenden, auf die heutigen Diskussionsforen im Internet zum Vergleich heranziehen könnte.

Ich finde diese Frage spannend.

Was meint ihr?
Wo ist dieser Vergleich treffend?
Und wo liegen die Unterschiede zu den damaligen Verhältnissen?

Inaktiver User
19.07.2007, 14:25
Nein, finde ich..
Denn dazu müsste man definieren, wer die freien Bürger Roms waren.

"Freie Bürger Roms" waren die wenigsten. Mit freien Bürgern Roms wird meist das Patriziat, also der Geburtsadel bezeichnet.

Viele waren frei, aber wurden nicht unbedingt als "Bürger" angesehen, sondern als Plebejer.
Viele waren Sklaven, also nicht frei.
Und die freien Bürger anderer Gemeinden, die aber nicht alle Bürgerrechte Roms besassen.

Natürlich könnte man jetzt Patrizier = VIPs und Moderatoren, Plebejer = User vergleichen.
Aber wer sind die Sklaven? Wer die freien Bürger anderer Städte?

Inaktiver User
19.07.2007, 14:36
Wo ist dieser Vergleich treffend?

Zumindest für den Themenbereich Politik & Zeitgeschehen ist er treffend, würde ich meinen.

setshu
19.07.2007, 14:39
Nein, finde ich..
Denn dazu müsste man definieren, wer die freien Bürger Roms waren.

"Freie Bürger Roms" waren die wenigsten. Mit freien Bürgern Roms wird meist das Patriziat, also der Geburtsadel bezeichnet.

Viele waren frei, aber wurden nicht unbedingt als "Bürger" angesehen, sondern als Plebejer.
Viele waren Sklaven, also nicht frei.
Und die freien Bürger anderer Gemeinden, die aber nicht alle Bürgerrechte Roms besassen.

Natürlich könnte man jetzt Patrizier = VIPs und Moderatoren, Plebejer = User vergleichen.
Aber wer sind die Sklaven? Wer die freien Bürger anderer Städte?
Über die Schiene kann man das doch relativ einfach definieren:
Freie Bürger = Alle mit Internet-Zugang
Freie Bürger Roms = alle User, die sich in der BriCom tummeln
Freie Bürger anderer Städte = alle Nutzer anderer Foren

Im römischen Reich war das Forum der Platz eines Ortes, auf dem politische und juristische Versammlungen abgehalten worden. Es besaß also nicht nur Rom ein Forum, auch wenn es mit dem Forum Romanum das bekannteste hatte.

In deutschen Dörfern des Mittelalters stand dafür die Gerichtslinde.

Die meisten Bürger (mit Ausnahme der Sklaven, für die ich noch keine Definition habe) hatten also die Möglichkeit am politischen und juristischen Leben teilzunehmen, wenn auch nicht immer in Rom.

Ob an diesen Stellen immer Meinungsfreiheit galt steht nirgendwo und ich bezweifel es auch ein wenig. Damit wären wir aber wieder bei der Diskussion, aus dessen Verlauf heraus dieser Strang entstand.

Inaktiver User
19.07.2007, 14:40
Zitat von Achhja
Natürlich könnte man jetzt Patrizier = VIPs und Moderatoren, Plebejer = User vergleichen.
Hm, wenn also die Moderation mit den Patriziern verglichen wird...


Zumindest für den Themenbereich Politik & Zeitgeschehen ist er treffend, würde ich meinen.

Was bedeutet das für die einzelne Unterforen eines Internetforums?

Inaktiver User
19.07.2007, 14:45
Ob an diesen Stellen immer Meinungsfreiheit galt steht nirgendwo und ich bezweifel es auch ein wenig.
:ooooh:
Und wo gab es dann damals - sei es nun im römischen Reich oder auch im Mittelalter - Platz für Meinungsfreiheit?

Inaktiver User
19.07.2007, 14:52
Ich denke es besteht ein Unterschied, ob man seine Meinung frei äußern kann oder ob es um die Mitbestimmung geht. Das sind zweierlei Dinge.

Inaktiver User
19.07.2007, 14:55
Was meint ihr?
Wo ist dieser Vergleich treffend?
Und wo liegen die Unterschiede zu den damaligen Verhältnissen?

Der Vergleich hinkt, denn hier wie dort war es eine Gruppe von Menschen, die überhaupt in der Lage waren, Zugang zum Forum zu erlangen, was schon eine Einschränkung darstellt.

Des weiteren wurde der Ton hier wie da durch Konventionen diktiert. Hier sind es die durch das Hausrecht gesicherten NUBs der BriCom-Verantwortlichen und das Gesetz, das bestimmte Formen von Verhalten als sanktionswürdig erachtet, wodurch der Rahmen abgesteckt wird, in dem wir uns virtuell bewegen. Dort waren es die gesellschaftlichen Regeln, die unter anderem Rede und Gegenrede umgrenzten.

Frei waren die Bürger Roms, die im Forum Gehör fanden aus heutiger Sicht mit Sicherheit nicht. Und auch wir hier in der BriCom sind wir nicht in Speakers-Corner, wo wir uns auf unseren erhobenen Platz stellen und über alles und jedes unsere Meinung laut sagen können - aber halt, auch dort gibt es Einschränkungen....

Es gibt immer Regeln und die hiesigen halte ich noch für moderat, wenn ich an andere Foren denke, die ich kenne.

Gruss

vita

setshu
19.07.2007, 15:06
:ooooh:
Und wo gab es dann damals - sei es nun im römischen Reich oder auch im Mittelalter - Platz für Meinungsfreiheit?


Eben,
wie ich schon schrieb, ich bezweifel es.

Willst Du damit den Bezug herstellen?

setshu
19.07.2007, 15:08
Ich denke es besteht ein Unterschied, ob man seine Meinung frei äußern kann oder ob es um die Mitbestimmung geht. Das sind zweierlei Dinge.

Wenn man mit jemandem seine Meinung frei äußern lässt signalisiert man ihm damit nicht auch, das man gewillt ist mit ihm in Diskussion zu treten?

Und lasse ich jemanden nicht auch indirekt mitbestimmen wenn ich mit ihm in Diskussion trete?

Inaktiver User
19.07.2007, 15:18
Wenn man mit jemandem seine Meinung frei äußern lässt signalisiert man ihm damit nicht auch, das man gewillt ist mit ihm in Diskussion zu treten?
Ich kenne auch die Möglichkeit jemanden zuzuhören und seiner Meinung Aufmerksamkeit zu schenken und zur Kenntnis zu nehmen, ohne dass ich automatisch mit ihm darüber diskutiere ob sich seine Meinung von meiner Meinung unterscheidet. Auch dann gebe ich einem anderen die Möglichkeit zur Meinungsäußerung - schlichtweg dadurch, dass ich ihm zuhöre.


Und lasse ich jemanden nicht auch indirekt mitbestimmen wenn ich mit ihm in Diskussion trete?
Wenn Diskussionen alleine schon Mitbestimmung wären, dann würde es ja heißen, dass Diskussionen automatisch dazu führen, dass etwas bewirkt wird. Dem ist - nach meiner Erfahrung - allerdings nicht so. Es wird auch zum reinen Selbstzweck diskutiert, sei es aus Freude am Diskutieren und Debattieren oder weshalb auch immer.

Mitbestimmung bedeutet für mich, dass es darum geht etwas bestimmtes bewirken zu können. Mitbestimmung ist ohne ein gewisses Quantum an Macht nicht möglich.

Die Einführung des allgemeinen Wahlrechts war eine Möglichkeit um Mitbestimmung zu ermöglichen.

Und selbst da gibt der Wähler seine Stimme ab...
... und überlässt die Handlungsmacht anderen.

Demokratie ist nicht gleich Demokratie.

Basisdemokratie hat andere Auswirkungen und Möglichkeiten, wie Parteiendemokratien, etc...

Inaktiver User
19.07.2007, 15:22
Für mich sind Diskussionen ein Mittel um mir eine Meinung zu gewissen Themen bilden zu können oder meine Meinung zu überdenken oder zu verfeinern.

Meinungsaustausch bedeutet für mich nicht automatisch, dass sich deshalb eine Meinung ändern muss oder erweitern, sondern eher, dass ich die Möglichkeit habe meinen Horizont zu erweitern in Bezug darauf, welche Meinungsvielfalt es gibt.

setshu
19.07.2007, 15:45
Meinungsaustausch bedeutet für mich nicht automatisch, dass sich deshalb eine Meinung ändern muss oder erweitern, sondern eher, dass ich die Möglichkeit habe meinen Horizont zu erweitern in Bezug darauf, welche Meinungsvielfalt es gibt.

Es steht auch nirgendwo, dass man im Verlauf einer Diskussion seine Meinung ändern muss/sollte.

Die Frage ist ja auch vielmehr, wie geht man mit der Meinung anderer um, besonders wenn diese nicht meine ist und ich eine höhere Autorität besitze.

Inaktiver User
19.07.2007, 15:52
Die Frage ist auch, ist Meinungsäußerung nur in Form von öffentlichen Diskussionen möglich?

Oder gibt es noch weitere Möglichkeiten der Meinungsäußerung und der damit erwünschten Möglichkeit auf Einwirkung auf den Meinungsbildungsprozess "höherer Autoritäten"?

Inaktiver User
19.07.2007, 15:57
Die Frage ist auch, ist Meinungsäußerung nur in Form von öffentlichen Diskussionen möglich?

Oder gibt es noch weitere Möglichkeiten der Meinungsäußerung und der damit erwünschten Möglichkeit auf Einwirkung auf den Meinungsbildungsprozess "höherer Autoritäten"?

Die freie Meinungsäusserung in diesem einen Forum bzw. anderen dieser Art ist für den Meinungsbildungsprozess in der Gesellschaft meiner Meinung nach nicht erheblich.

Meist geht es hier um anderes als die Einflußnahme auf diesen Prozess in der Öffentlichkeit.

vita

Inaktiver User
19.07.2007, 16:04
@setshu: Meinungsaustausch bedeutet für mich noch nicht einmal, dass ich mich für meine Meinung rechtfertigen müsste oder sie begründen müsste.

Meinungen kann man auch äußern, ohne die Hintergründe zu erläutern.

Inaktiver User
19.07.2007, 16:07
Es gibt auch einen Unterschied zwischen Gerichtsprozesse in denen öffentlich beurteilt und bewertet wird.

Oder eben Diskussionsforen in denen Meinungen ausgetauscht werden.

Meinem Empfinden nach ist dies etwas, was häufig verwechselt wird.

setshu
19.07.2007, 17:11
@setshu: Meinungsaustausch bedeutet für mich noch nicht einmal, dass ich mich für meine Meinung rechtfertigen müsste oder sie begründen müsste.

Meinungen kann man auch äußern, ohne die Hintergründe zu erläutern.

Sicher,
nur was ist, wenn dies nicht nur von der höheren Instanz nicht akzeptiert sondern auch sanktioniert wird ?

Inaktiver User
19.07.2007, 17:14
@setshu: Hm, dann hab ich ja eventuell die Möglichkeit mir eine bessere und meinem eigenen Vorstellungen entsprechendere "höhere Instanz" zu suchen...

Das gilt meiner Meinung nach für alle Lebensbereiche.

Als erwachsener Mensch ist man doch den "höheren Instanzen" (so sie menschlicher Natur sind) nicht hilflos ausgeliefert, oder?

Wobei das greift noch wesentlich weiter, denn selbst die Religionsfrage wird heutzutage nicht mehr vom Landesherrn geregelt und manch einer strickt sich seine eigene Religion oder auch Nicht-Religion, ganz nach eigenem Belieben.

setshu
19.07.2007, 17:23
@setshu: Hm, dann hab ich ja eventuell die Möglichkeit mir eine bessere und meinem eigenen Vorstellungen entsprechendere "höhere Instanz" zu suchen...

Das gilt meiner Meinung nach für alle Lebensbereiche.

Als erwachsener Mensch ist man doch den "höheren Instanzen" (so sie menschlicher Natur sind) nicht hilflos ausgeliefert, oder?

Wobei das greift noch wesentlich weiter, denn selbst die Religionsfrage wird heutzutage nicht mehr vom Landesherrn geregelt und manch einer strickt sich seine eigene Religion oder auch Nicht-Religion, ganz nach eigenem Belieben.


Im realen Leben ja, denn da besteht Öffentlichkeit
aber im virtuellen ???

Inaktiver User
19.07.2007, 17:41
Im realen Leben ja, denn da besteht Öffentlichkeit
aber im virtuellen ???
Das virtuelle Leben ist dem realen Leben gar nicht so unähnlich.

:freches grinsen:

Am Besten fährt man, wenn man sich mit seinen klar forumlierten und stichhaltigen Beschwerden an die entsprechenden Entscheidungsträger wendet.

Wenn man im Straßenverkehr einen Strafzettel bekommt, hilft es wenig, wenn man dem Strafzettelverteiler undemokratisches Verhalten vorwirft. Mag sein, dass der Strafzettel in einem Staate verteilt wurde, der nach demokratischen Gesichtspunkten regiert wird...

Die Verwaltung und die Gesetzeshüter werden trotzdem nicht auf den Zuruf "das ist undemokratisch" anspringen. Was soll der Polizist denn antworten? So was wie: "Dann wähl mich eben das nächste Mal nicht mehr!"

Oder wie stellst Du Dir das vor?

Man sollte sich mit den tatsächlichen Gegebenheiten befassen, wenn man etwas bewirken will.

setshu
19.07.2007, 17:56
Wer darf denn hier einen Gesetzeshüter wählen?

Im realen Leben gibt es da klare Spielregeln.
Nach einer Verwarnung (Bewährung) wird erst dann sanktioniert, wenn die Auflagen der Verwarnung (Bewährung) nicht befolgt wurden.

Im virtuellen Leben folgt auf die Verwarnung hin und wieder direkt die Sanktion.

Inaktiver User
19.07.2007, 18:02
Im realen Leben gibt es da klare Spielregeln.
Nach einer Verwarnung (Bewährung) wird erst dann sanktioniert, wenn die Auflagen der Verwarnung (Bewährung) nicht befolgt wurden.
Na ich weiß ja nicht, wenn ich zu schnell fahre, dann bekomme ich sofort einen Strafzettel, ganz ohne Verwarnung sofort die Sanktion...

Inaktiver User
19.07.2007, 18:25
Und auch den Spruch: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

... kenne ich aus dem realen Leben. Hm.

Inaktiver User
19.07.2007, 20:33
Wer darf denn hier einen Gesetzeshüter wählen?

Im realen Leben gibt es da klare Spielregeln.
Nach einer Verwarnung (Bewährung) wird erst dann sanktioniert, wenn die Auflagen der Verwarnung (Bewährung) nicht befolgt wurden.

Im virtuellen Leben folgt auf die Verwarnung hin und wieder direkt die Sanktion.

Das virtuelle Leben ist das reale und funktioniert genau so.

Es gibt allerdings keine Wahlen oder Abgeordnete, denn dies ist keine Volksvertretung.

Hier ist ein privat betriebener "Club" - die BriCom. Er wird von einer Gruppe Menschen betrieben, die sich und ihren Benutzern Regeln gegeben haben, die zum Teil durch die geltenden Gesetze und zum Teil durch eigene Entscheidung geprägt sind.

Wieso sollten sie jemanden, der ihre Regeln nicht akzeptiert oder sich problematisch verhält in ihrem "Club" weiter agieren lassen?

Das alles hat nichts mit der grundgesetzlich zugesicherten Meinungsfreiheit zu tun, denn die gilt im öffentlichen nicht aber privaten Raum und dieser hier ist privat.

Gruss

vita

Inaktiver User
19.07.2007, 22:06
Was bedeutet das für die einzelne Unterforen eines Internetforums?
Wenn in einem elektronischen Forum zu politischen Themen der Geist der Intoleranz herrscht (heißt heutzutage "politische Korrektheit") atmet es nicht mehr den Geist der Freiheit, und die interessanten Leute sollten woanders hin gehen.

Dagegen habe ich kein Problem damit, bei Themen wie "Sex auf der Blumenwiese" die Moderation des Forums so zu handhaben wie die Aufsicht über eine Badeanstalt (d.h. wer mehrfach ins Planschbecken pinkelt fliegt raus).

Aber bei politischen Foren sind Eingriffe eine sensible Angelegenheit. Für der politische Freiheit ist - aus gutem Grund - viel Blut geflossen, in Rom wie zu den Lebzeiten unserer Großeltern.

Sie zu verteidigen (auch im kleine, z.B. bei elektronischen Foren zu politischen Thmen), sollte für einen bewußten Menschen unseres Kulturkreises immer eine der oberen Maximen sein.

Das ist heute ganz einfach und kostet gar nicht viel. Wird es aber vergessen, reißt die Unfreiheit wieder ein und das Barbarentum geht von vorne los.

Beispiel:
Die Ermordung von Vincent van Gogh.

Inaktiver User
19.07.2007, 22:17
@hareike: Wie definierst Du Freiheit?

Und was hat dies mit den freien Bürgern von Rom und ihrer Angewohnheit ab und an im Forum zu diskutieren zu tun?

Inaktiver User
19.07.2007, 22:26
... bei politischen Foren sind Eingriffe eine sensible Angelegenheit.

Das gilt bei anderen Unterforen der BriCom ebenso...
Es gibt hier einige Themenbereiche die recht sensibel sind.

Inaktiver User
19.07.2007, 22:45
Zitat von Vita
Die freie Meinungsäusserung in diesem einen Forum bzw. anderen dieser Art ist für den Meinungsbildungsprozess in der Gesellschaft meiner Meinung nach nicht erheblich.

Meist geht es hier um anderes als die Einflußnahme auf diesen Prozess in der Öffentlichkeit.

vita
Wenn politische Internetdiskussionen keine Einflußnahme auf den Meinungsbildungsprozess in der Gesellschaft haben, worum geht es dann? Welchen Sinn haben sie stattdessen?

Inaktiver User
19.07.2007, 22:50
@hareike: Wie definierst Du Freiheit?

Und was hat dies mit den freien Bürgern von Rom und ihrer Angewohnheit ab und an im Forum zu diskutieren zu tun?

A)
Die Definition von Freiheit (z.B. vs. Determinismus) ist eine philosophische Frage, an der sich schon intelligentere Leute als ich die Zähne ausgebissen haben. In dieser allgemeinen Form passe ich.

Aber auch ohne den Begriff definiert zu haben: Für diesen Zweck mag als praktische Implikation der Verzicht auf pol. Korrektheit beim einzelnen Beitrag oder Rausschmeißen von Usern mit kontroversen Ansichten reichen.

B)
Die Beziehung zu Rom ist einfach:
Ohne die Institution des Forums hätte es die politische Diskussion und Demokratie in Rom nicht gegeben.

C)
Jetzt der Bezug zu Brigitte:
§5 Verhaltensregeln für registrierte Teilnehmer in der Brigitte.de Community
1. Teilnehmer haben sich gegenseitig mit Respekt und Rücksicht zu behandeln, Sachlichkeit in Auseinandersetzungen sowie Toleranz gegenüber der Vielfältigkeit innerhalb der Community werden vorausgesetzt.

Angebelich soll sich daraus konkludieren lassen, dass die Vielfältigkeit in der Community gewährleistet wird. Also ein "Meinungsfreiheits"-Paragraph.

Vielleicht ist die Frage blöd, aber für mich als Nichtjuristen ist das keine zwingende Schlussfogerung.

Denn:
1) Eine Voraussetzung ist etwas, das schon gegeben ist, nicht etwas, was ermöglicht oder gewährt wird.

2) Außerdem ist mir die Verortung der Voraussetzung nicht so klar. Für mich klingt es so, als ob dies beim normalen Nutzer einfach vorausgesetzt wird, daß er Toleranz gegenüber der Vielfältigkeit walten läßt. Und nicht wie die Selbstverpflichung des Forums.

3) Auch gibt es im Ausgangsthread verschiedene Ansichten, wie das auszulegen ist. Folgendes Zitat von einem Moderator:
"Und ich glaube nicht, dass die NUBs einer Stern, Spiegel, wasweissich-Com mit einer Präambel beginnen:
"Freuen Sie sich, denn hier geniessen sie Meinungsfreiheit! ...""
(mit anderen Worten: Er denkt weder, das Meinungsfreiheit im Brigitte-Forum herscht, noch, daß sie herrschen möge.)


Vielleicht hilft mir jemand bei der Exergese.


LG
hareike

Inaktiver User
19.07.2007, 22:54
Wenn politische Internetdiskussionen keine Einflußnahme auf den Meinungsbildungsprozess in der Gesellschaft haben, worum geht es dann? Welchen Sinn haben sie stattdessen?

Selbstdarstellung und Übersprungshandlungen - jedenfalls nicht Einflußnahme, denn dann würde man den Weg über die Organisationen vor Ort wählen und nicht in Foren agieren.

Inaktiver User
19.07.2007, 23:03
Und ich vergaß noch
4)
Es handelt sich um bei §5 um
"Verhaltensregeln für registrierte Teilnehmer in der Brigitte.de Community"

Demnach ist die Brigitte-Moderation bei diesen Verhaltensregeln außen vor.

(Ist vielleicht alles etwas off-topic, aber Meinungsfreiheit war halt der Ausgangspunkt der Analogie zum römischen Forum, und dass, was mich daran interessiert.)

Inaktiver User
19.07.2007, 23:08
Es ging darum, in wie weit man die freien Bürger von Rom und ihre Angewohnheit für die Politik "im Kleinen" die Einrichtung eines Forums zu verwenden, auf die heutigen Diskussionsforen im Internet zum Vergleich heranziehen könnte.




Ich bin froh, dass ich nicht alles verstehen muss, was geschrieben steht!

Violine
19.07.2007, 23:12
Ich bin froh, dass ich nicht alles verstehen muss, was geschrieben steht!

Ach komm, Halber..........jeder kennt das Forum romanum!

:smirksmile:

Inaktiver User
19.07.2007, 23:14
Und ich vergaß noch
4)
Es handelt sich um bei §5 um
"Verhaltensregeln für registrierte Teilnehmer in der Brigitte.de Community"

Demnach ist die Brigitte-Moderation bei diesen Verhaltensregeln außen vor.

(Ist vielleicht alles etwas off-topic, aber Meinungsfreiheit war halt der Ausgangspunkt der Analogie zum römischen Forum, und dass, was mich daran interessiert.)
Deine Vermutung ist nicht ganz richtig. In wieweit sich das BrigitteTeam als registrierte Teilnehmer der BriCom definieren ist mir unbekannt...

Allerdings in Bezug auf Moderatoren und VIPs kann ich Auskunft geben:

Sowohl Moderatoren als auch VIPs sind ehrenamtlich tätige User der BriCom und damit gehören sie zum Kreise der Teilnehmer der BriCom und haben sich ebenso - wie jeder andere User auch - verpflichtet die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren.

Wenn jemanden ein NUBs-ungemäßes Verhalten eines BriCom-Teilnehmers auffällt, so steht es ihm frei dies dem BrigitteTeam über PN mitzuteilen.

So weit mir bekannt ist, sind auch Moderatoren- und sogar VIP-Postings mit dem "Beitrag melden"-Symbol ausgestattet... :lachen:

Inaktiver User
19.07.2007, 23:17
Ich bin froh, dass ich nicht alles verstehen muss, was geschrieben steht!
Hallo Halbmast,

falls Dir der Satz als grammatikalisch nicht ganz korrekt vorkommt, so teile ich Deine Ansicht. Mir war beim Schreiben desselben bewusst, dass dies wohl nicht die Optimalste aller denkbaren Formulierungen meines Themas war.

Mir fiel trotzdem keine bessere Formulierung ein. *seufz*

Kraaf
19.07.2007, 23:20
3) Auch gibt es im Ausgangsthread verschiedene Ansichten, wie das auszulegen ist. Folgendes Zitat von einem Moderator:
"Und ich glaube nicht, dass die NUBs einer Stern, Spiegel, wasweissich-Com mit einer Präambel beginnen:
"Freuen Sie sich, denn hier geniessen sie Meinungsfreiheit! ...""
(mit anderen Worten: Er denkt weder, das Meinungsfreiheit im Brigitte-Forum herscht, noch, daß sie herrschen möge.)


Vielleicht hilft mir jemand bei der Exergese.


LG
hareike

Die braucht es gar nicht, du hättest nur mein kleines Posting zuvor mitzitieren müssen, daruf nahm es ausdrücklich Bezug und da stand nämlich: "Du hast sie doch, die Meinungsfreiheit, denn wozu sind Foren denn sonst da?"

Und das, das ist so selbstverständlich, dass eben auch andere Coms es nicht einmal ausdrücklich in einer Präambel oder wie auch immer gross und ausdrücklich "regeln" müssen.

Egal, und ich drücke dir jetzt auch keine Diskussion über Desinformation, Manipulation und offenen, ehrlichen, neugierigen Meinungsaustausch auf.

Statt dessen habe ich eine kleine Geschichte dabei. Ein Wort zur Nacht:

Nein, ich hatte keine Lust, abends noch alleine zu kochen und unter Menschen wollte ich auch. Also beschloss ich gestern, Essen zu gehen. Manchmal überkommt es mich und ich verspürte einen richtigen Heisshunger auf - eine ganz ordinäre Gulaschsuppe.

Kaum war ich in der City, sah ich ein Restaurant, das mir gefiel. Gross, modern, hell erleuchtet und gut besucht. Die Gäste schienen sich interessiert zu unterhalten und Spass hatten sie auch. Natural Urban Bistro - ich erinnerte mich, Freunde hatten davon geschwärmt.

Kaum hatte ich mich gesetzt, kam auch schon ein eigentlich ganz netter Kellner, um meine Wünsche zu erfragen:

“Was hätten Sie denn gerne?”
“Gulaschsuppe.”
Er sah mich verdutzt und etwas verstört an. Dann zeigte er auf eine Karte, direkt vor mir, auf dem Tisch, mit den aufgeprägten Initialien NUB :
Wir haben keine Gulaschsuppe. “

Jetzt war ich verdutzt. Hallo? Wollte er mich gängeln, wollte er mich in meiner Entscheidungsfreiheit, in meinem Appetit beschränken?

“Ich will aber Gulaschsuppe! Das ist doch wohl wirklich nicht unanständig oder verboten und zuviel verlangt, oder? Meinetwegen Gulaschsuppe aus der Dose. Das ist ja nun wohl wirklich nichts Weltbewegendes!”

Wieso konnte und wollte er mich zwingen, mir etwas aus dieser Karte auszusuchen? Und mir gefiel es doch sogar in dem Lokal! Richtig gut gefiel es mir hier, auch wenn die anderen Gäste inzwischen seltsam zu meinem Tisch sahen. Es gefiel mir sogar viel besser wie in der SuppnkasBar nebenan, wo ich bisher immer meine Gulaschsuppe gelöffelt hatte.

Und das sagte ich ihm auch. Wortwörtlich. Lobend.

Warum verstand er mich trotzdem nicht? Auch der herbeieilende Geschäftsführer und nicht einmal der Koch schienen mich zu verstehen. Und alle wedelten mir mit diesen dämlichen NUB-Karten vor der Nase herum. Ich wollte doch nur etwas ganz Einfaches. Nur eine schlichte, simple Gulaschsuppe.

Auch die anderen Gäste schienen mit denen unter einer Decke zu stecken. Statt mir zuzuhören und den Laden zu boykottieren, aßen sie einfach weiter. So, als würde sie die Ungeheuerlichkeit, die hier abging, gar nicht verstehen.

Aber ihr, ihr versteht mich doch sicherlich oder?


:cool: Kraaf

Inaktiver User
19.07.2007, 23:32
... und jetzt verrate ich noch ein ganz, ganz großes Geheimnis, aber bitte nicht weitersagen:

Ich poste hier in diesem Strang lediglich als User, denn ich moderiere lediglich ein einziges Unterforum und das "Allgemeine Forum" wird keineswegs von mir moderiert.

Inaktiver User
19.07.2007, 23:34
...

Allerdings in Bezug auf Moderatoren und VIPs kann ich Auskunft geben:
...
Sowohl Moderatoren als auch VIPs sind ehrenamtlich tätige User ... und haben sich ebenso - wie jeder andere User auch - verpflichtet die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren.
...

Danke.

Inaktiver User
19.07.2007, 23:37
Danke.
Bitte, gern geschehen. :blumengabe:

Inaktiver User
19.07.2007, 23:45
Vielleicht habe ich ja einen Hinweis hier vor Müdigkeit überlesen,

aber wenn ich mich recht erinnere, waren Frauen in Rom keine Bürger, weder freie noch sonst welche.

Insofern hätte es da die Bricom gar nicht gegeben - wenn ich mich recht erinnere. Bei den Griechen auch nicht. Freie Bürger waren nur immer privilegierte männliche Kasten.

Violine
19.07.2007, 23:46
... und jetzt verrate ich noch ein ganz, ganz großes Geheimnis, aber bitte nicht weitersagen:

Ich poste hier in diesem Strang lediglich als User,

So geheimnisvoll finde ich das gar nicht. Ich z.B. mache das auch.

:aetsch:

Inaktiver User
19.07.2007, 23:47
...
Und das, das ist so selbstverständlich, dass eben auch andere Coms es nicht einmal ausdrücklich in einer Präambel oder wie auch immer gross und ausdrücklich "regeln" müssen.
...


Vielleicht es nicht selbstverständlich, sondern mißverständlich.



...
Statt dessen habe ich eine kleine Geschichte dabei. Ein Wort zur Nacht:
...
Aber ihr, ihr versteht mich doch sicherlich oder?

Die Geschicht ist nett geschrieben aber für mich dunkel.
Meinungsfreiheit = Gulaschsuppe = nicht-als-Brigitte-Diät erhältlich?

Vielleicht habe ich schon einen Wein zuviel.:wie?:
Gute Nacht.

Violine
19.07.2007, 23:58
Die Geschicht ist nett geschrieben aber für mich dunkel.

hast du schon mal eine durchsichtige Gulaschsuppe gesehen?

Inaktiver User
19.07.2007, 23:59
Die Geschicht ist nett geschrieben aber für mich dunkel.
Meinungsfreiheit = Gulaschsuppe = nicht-als-Brigitte-Diät erhältlich?

Vielleicht habe ich schon einen Wein zuviel.:wie?:
Gute Nacht.

Hausmannskost gibt es im viel gelobten Natural Urban-Bri- nicht. ..will die Geschichte vielleicht verdeutlichen und auch deutlich darauf hinweisen : Guck anderen schmeckt es..sie haben Spaß..und chic und hell ist es auch..


Meiner freien Meinung nach : Der Vergleich suppt ein wenig..:smile:

Inaktiver User
20.07.2007, 00:07
Hausmannskost gibt es im viel gelobten Natural Urban-Bri- nicht. ..will die Geschichte vielleicht verdeutlichen und auch deutlich darauf hinweisen : Guck anderen schmeckt es..sie haben Spaß..und chic und hell ist es auch..


Meiner freien Meinung nach : Der Vergleich suppt ein wenig..:smile:
Hallo Linwen, freut mich, dass Du hier dabei bist. :lachen:

(dieses Mal nehm ich das lach-Smiley auch wenn mir persönlich das frechere grinse-Smiley besser gefällt... wahrscheinlich werd ich einfach nachgiebig... oder so...)

Inaktiver User
20.07.2007, 00:13
Hallo Linwen, freut mich, dass Du hier dabei bist. :lachen:

(dieses Mal nehm ich das lach-Smiley auch wenn mir persönlich das frechere grinse-Smiley besser gefällt... wahrscheinlich werd ich einfach nachgiebig... oder so...)

ich guckte nur kurz ..freie Meinungsäußerung interessiert mich..ich wagte das ja schon ab und zu..sogar im gefährlichen Bereich der Hausmannskost..Nudelhölzer prasseln da aber besonders gern..olala....

das fehlte in der metaphofabulösen Geschichte von Kraaf..
denn hier gibt es Gulaschsuppe..:smile: bestimmt..in jedem Unterforum..:lachen:

Inaktiver User
20.07.2007, 07:47
Zitat von hareike
A)
Die Definition von Freiheit (z.B. vs. Determinismus) ist eine philosophische Frage, an der sich schon intelligentere Leute als ich die Zähne ausgebissen haben. In dieser allgemeinen Form passe ich.
...
B)
Die Beziehung zu Rom ist einfach:
Ohne die Institution des Forums hätte es die politische Diskussion und Demokratie in Rom nicht gegeben.

Und das alles lief leider ohne Frauen ab...


Zitat von herbstblatt2
Vielleicht habe ich ja einen Hinweis hier vor Müdigkeit überlesen,

aber wenn ich mich recht erinnere, waren Frauen in Rom keine Bürger, weder freie noch sonst welche.

Insofern hätte es da die Bricom gar nicht gegeben - wenn ich mich recht erinnere. Bei den Griechen auch nicht. Freie Bürger waren nur immer privilegierte männliche Kasten.

Das Internet-Forum einer Frauenzeitschrift in der politische Diskussionen ablaufen?

Hm, das hat in Bezug auf die römische Forumskultur etwas von Blaustrümpfen die im Nähkreis politische Lieder singen und sich zum Kampf rüsten, oder?

Inaktiver User
20.07.2007, 08:01
Zitat von Vita
Wenn politische Internetdiskussionen keine Einflußnahme auf den Meinungsbildungsprozess in der Gesellschaft haben, worum geht es dann? Welchen Sinn haben sie stattdessen?
Selbstdarstellung und Übersprungshandlungen - jedenfalls nicht Einflußnahme, denn dann würde man den Weg über die Organisationen vor Ort wählen und nicht in Foren agieren.
Ich sehe das ähnlich.

Ein Forum nach römischer Art war dazu da Einfluß nehmen zu können.

Daher erschließt sich mir die vermeintliche politische Sonderfunktion eines einzelnen Unterforums dieses Internetforums nicht. Für mich persönlich ist es im Bereich "Politik und Tagesgeschehen" auch nicht anders als in jedem anderen Unterforum, ich sehe da keinerlei Sonderstellung zu anderen Themenbereichen.

setshu
20.07.2007, 08:24
Ich habe mich immer gerne im Forum Politit und Tagesgeschehen getummelt und fand es früher ein sehr lebhaftes Forum.

Leider ist es ein wenig eingeschlafen, wenn wird nur um den gleichen Brei mit immer den gleichen stereotypen Antworten geschrieben.

Das kann zwei Gründe haben,
- entweder findet keine Politik mehr statt,
- oder die kontrovers diskutierenden User sind davongezogen, weil sie sich oft wie in der Schule vorkamen.

Natürlich kann jeder die Communitys wechseln wie ihm/ihr beliebt, wenn dies im Interesse der Betreiber der Brigitte Community und der dort Werbenden ist?

Inaktiver User
20.07.2007, 08:34
Das kann zwei Gründe haben,
- entweder findet keine Politik mehr statt,
- oder die kontrovers diskutierenden User sind davongezogen, weil sie sich oft wie in der Schule vorkamen.

Natürlich kann jeder die Communitys wechseln wie ihm/ihr beliebt, wenn dies im Interesse der Betreiber der Brigitte Community und der dort Werbenden ist?

Einige sind zu Spiegel und Zeit weiter gezogen, wie ich weiss. Dort wird allerdings wesentlich mehr in die Diskussion eingegriffen und die Anonymität ist bei weitem nicht so gegeben wie hier.

Muss vielleicht andere Gründe haben

Inaktiver User
20.07.2007, 13:44
... gibt es im Ausgangsthread verschiedene Ansichten ...

@hareike: Mir ist nach wie vor nicht nachvollziehbar, was man als Moderator aus dem Vergleich Internetforum mit Forum romanum ziehen kann.

Könntest Du das bitte noch einmal erläutern?

Inaktiver User
20.07.2007, 15:59
Zitat von setshu

Zitat von binauchda

Zitat von setshu
Im realen Leben ja, denn da besteht Öffentlichkeit aber im virtuellen ???

Das virtuelle Leben ist dem realen Leben gar nicht so unähnlich.

:freches grinsen:

Am Besten fährt man, wenn man sich mit seinen klar forumlierten und stichhaltigen Beschwerden an die entsprechenden Entscheidungsträger wendet.

Wenn man im Straßenverkehr einen Strafzettel bekommt, hilft es wenig, wenn man dem Strafzettelverteiler undemokratisches Verhalten vorwirft. Mag sein, dass der Strafzettel in einem Staate verteilt wurde, der nach demokratischen Gesichtspunkten regiert wird...

Die Verwaltung und die Gesetzeshüter werden trotzdem nicht auf den Zuruf "das ist undemokratisch" anspringen. Was soll der Polizist denn antworten? so was wie: "Dann wähl mich eben das nächste Mal nicht mehr!"

Oder wie stellst Du Dir das vor?

Man sollte sich mit den tatsächlichen Gegebenheiten befassen, wenn man etwas bewirken will.Wer darf denn hier einen Gesetzeshüter wählen?
...
hier? :wie?:

Was meinst Du damit?
Meinst Du damit hier = reales Leben?
Oder meinst Du mit hier = virtuelles Leben?

Hast Du Dir denn im realen Leben Deinen Verkehrspolizisten, der Dir die Strafzettel überreicht, selbst und namentlich gewählt?
Standen die zur Wahl? :wie?: Wo lebst Du? :ooooh:

Inaktiver User
20.07.2007, 16:21
@hareike: Mir ist nach wie vor nicht nachvollziehbar, was man als Moderator aus dem Vergleich Internetforum mit Forum romanum ziehen kann.

Könntest Du das bitte noch einmal erläutern?

Offenbar gibt es Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen modernen und klassischen Foren.

Gemeinsamkeiten:
-Name
-Dialog im öffentlichen Raum
-politische, wirtschaftliche, kulturelle und religiösen Themen
-demokratisch
-meinungsbildend
-Einflussname durch Worte statt Kurzschwert/Gewehr

Unterschiede
-virtuell vs. physisch
-Internetforum ist anonymer
-römisches Forum war auch Gerichtsort und Versammlungsstätte
-nur männl. Bürger durften am röm. Forum teilnehmen
-röm. Forum war offizieller

Ich bin aber weder IT- nocht Geschichts-Experte: Vielmehr habe ich die Analogie bei einer konkreten Diskussion gezogen, bei dem diese Analogie als Argument nützlich war, da zuvor von Einem Moderator seine Funktion mit der eines Bademeisters einer Schwimmhalle verglichen worden war.
Siehe:
http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=53927&page=3#58

Ich würde auch nicht nicht behaupten, dass Internet-Foren der in direkter Linie stehende Nachfolger der römischen sind (den Thread dazu hast Du eröffet).

Inwieweit ein Moderator aus der Analogie Schlüsse ziehen kann (außer die die Leute "reden" zu lassen bzw. Ihnen das zu ermöglichen; denn um das geht es ja bei allen Foren im Prinzip), weiß ich nicht.

Ich weiß auch nicht, ob es frührer sowas wie institutionelle Moderatoren gab, und wenn es sie gab, wie sie sich verhalten haben. Viellecht kennt sich da jemand anders besser aus?

Inaktiver User
20.07.2007, 16:54
Die Geschichte mit dem Schwimmbad, ja.

Es ging dabei darum, die Nutzungsbedingungen dieser Community mit den Nutzungsbedingungen eines Hallenbades zu vergleichen.

Ich fand diese Antwort hier (http://www.brigitte.de/foren/showpost.html?p=2406026&postcount=60) sehr interessant.

Inaktiver User
20.07.2007, 17:13
Hm, da wir gerade bei Vergleichen und Anmerkungen sind.

Die Anmerkung:
Maßnahmen der Administration und/oder Moderation stehen generell nicht zur Diskussion.

Sagt - so wie ich es sehe - im Grunde genommen kurz und knapp, wie hier die Regeln sind.

In diesem speziellen Fall hieß das:
Die Entscheidung über Usersperrungen obliegt dem BrigitteTeam.

Dass unbenommen davon - tatsächlich seitenlang - dem Thema "Usersperrungen" Raum gegeben wird und die Möglichkeit zur öffentlichen Äußerung von Meinungen und Empfindungen gelassen wird, nun, das zeigen die Postings der letzten Tage eindrucksvoll.

Das folgende Zitat ist diesem Posting (http://www.brigitte.de/foren/showpost.html?p=2406036&postcount=61) entnommen.


Zitat von hareike
Wenn
"....sowie Toleranz gegenüber der Vielfältigkeit innerhalb der Community werden vorausgesetzt..."
die einzige auf die freie Meinungsäußerung bezogene Passage der Nutzungsbedingugen ist, so finde ich dies schon ein wenig stiefmütterlich behandelt. "werden vorausgesetzt" ist auch nicht dasselbe wie "werden ermöglicht".
Die Nutzungsbedingungen verdeutlichen, welchen Anforderungen sich ein Teilnehmer der BriCom verpflichtet, die Akzeptanz der Nutzungsbedingungen ist die Grundvoraussetzung um zum Forum Zugang zu erlangen.

Das Forum ist ein Diskussionsforum für Erwachsene und es kann davon ausgegangen werden, dass erwachsene Menschen wissen, was es bedeutet, wenn sie sich auf Diskussionsregeln einlassen.

Daher ist die Formulierung "werden vorausgesetzt" auch die richtige Formulierung und aus ihr ergibt sich das "werden ermöglicht".

Dem, der sich an die Voraussetzungen hält, wird die Diskussion im Forum ermöglicht.

So einfach und schlicht ist das.

Inaktiver User
20.07.2007, 17:40
...
Dass unbenommen davon - tatsächlich seitenlang - dem Thema "Usersperrungen" Raum gegeben wird und die Möglichkeit zur öffentlichen Äußerung von Meinungen und Empfindungen gelassen wird, nun, das zeigen die Postings der letzten Tage eindrucksvoll.
...
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wiso Du jetzt nochmal auf die Usersperrung aus dem Thread 63738 kommst. Ich dachte bisher, es ging Dir um Forenkultur, und nicht darum, unerquickliche Diskussionen über die Ausübung von Moderation durch Dritte fortzusetzen?

Da Du nun leider damit angefangen hast: Man könnte aus den erwähnten seitenlangen Diskussionen auch andere Schlüsse ziehen als daß die Möglichkeit zur öffentlichen Äußerung von Meinungen und Empfindungen gelassen wird, wie z.B. den folgenden:
"warum werden hier eigentlich gestandene frauen wie dumme kinder behandelt?"
http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=63738&page=6#113

Es wäre aber besser, Moderation nicht anhand dieses Falles zu diskutiern, denn das geht definitiv über Dritte.

Inaktiver User
20.07.2007, 17:44
...
Daher ist die Formulierung "werden vorausgesetzt" auch die richtige Formulierung und aus ihr ergibt sich das "werden ermöglicht".

Dem, der sich an die Voraussetzungen hält, wird die Diskussion im Forum ermöglicht.

So einfach und schlicht ist das.

Was den sachlichen Punkt betrifft:
Wenn es so ist, ist es gut.
Wenn es nur eine von mehreren mögliche Interpretation ist, nicht.

Inaktiver User
20.07.2007, 17:45
Zitat von hareike
Es wäre aber besser, Moderation nicht anhand dieses Falles zu diskutiern, denn das geht definitiv über Dritte.@hareike: In Ordnung, Du hast Recht, diskutieren wir lieber allgemein, das ist besser so und dann auch eindeutig NUB-gemäß.

:allesok:

Inaktiver User
20.07.2007, 19:02
Seltsam, ich hatte noch nie den Gedanken, dass es in anderen römischen Städten Foren gegeben haben könnte, obwohl es ja ganz natürlich ist.

Die römischen Städte waren ja wohl ziemlich ähnlich konzipiert nach ihrem großen Vorbild. Sogar die Büsten von Kaisern, Kaiserinnen oder anderen großen Personen wurden oft völlig gleich kopiert und in verschiedenen Städten aufgestellt.

LG herbstblatt2

Inaktiver User
21.07.2007, 12:01
Zitat von hareike
...
Ich würde auch nicht nicht behaupten, dass Internet-Foren der in direkter Linie stehende Nachfolger der römischen sind (den Thread dazu hast Du eröffet).

Inwieweit ein Moderator aus der Analogie Schlüsse ziehen kann (außer die die Leute "reden" zu lassen bzw. Ihnen das zu ermöglichen; denn um das geht es ja bei allen Foren im Prinzip), weiß ich nicht.

Ich weiß auch nicht, ob es frührer sowas wie institutionelle Moderatoren gab, und wenn es sie gab, wie sie sich verhalten haben. Viellecht kennt sich da jemand anders besser aus?
Die Frage "Wie denn nun die Diskussionsregeln im Forum romanum tatsächlich waren" interessiert mich auch...

Und dann: Weiß jemand, welche Diskussionsregeln es für den Bundestag gibt?



Da es immer wieder dazu kommt, dass die Bitte der Moderation "man möge doch bitte bei der Diskussion das Strangthema beachten" für Irritationen sorgt, poste ich hier noch mal einen Hinweis zu den Diskussionsgrundlagen der BriCom:

Die BriCom ist ein Diskussionsforum, in dem es ermöglicht wird themenrelevant innerhalb von Strängen zu diskutieren und sich auszutauschen. Das Strangthema wird durch das Eröffnungsposting bestimmt. Die Regeln nach denen diskutiert werden (und denen auch jeder Teilnehmer bei seiner Registrierung zugestimmt hat) sind durch die Nutzungsbedingungen (http://www.brigitte.de/foren/nutzungsbedingungen.html) (NUBs) festgelegt.

Die Grundlage der NUBs lässt sich recht gut mit diesem Passus aus §5 Absatz 1 erläutern:

Teilnehmer haben sich gegenseitig mit Respekt und Rücksicht zu behandeln, Sachlichkeit in Auseinandersetzungen sowie Toleranz gegenüber der Vielfältigkeit innerhalb der Community werden vorausgesetzt.


Die Bitte beim Strangthema zu bleiben, empfinde ich persönlich nicht als Einschränkung der Meinungsäußerung, denn es steht jedem Teilnehmer frei einen neuen Strang zu jedem beliebigen Thema zu eröffnen.

Solange man sich bei der Themenwahl daran orientiert die NUBs einzuhalten, ist alles in Ordnung und im grünen Bereich.

Und natürlich ist es nicht ganz ungeschickt sich bei der Strangeröffnung auch zu überlegen, zu welchem Unterforum das eigne Anliegen wohl thematisch dazupassen könnte.

wingsopenwide
21.07.2007, 16:08
Die Bitte beim Strangthema zu bleiben, empfinde ich persönlich nicht als Einschränkung der Meinungsäußerung, denn es steht jedem Teilnehmer frei einen neuen Strang zu jedem beliebigen Thema zu eröffnen.

hallo auchdabin

was du dabei ausser acht laesst ist, dass es sich im ausgangsstrang eben nicht um eine bitte handelt.
vielmehr wurde unter androhung der strangschliessung (!) gefordert (!) zum strangthema zurueck zu kehren. und zwar zack-zack.
ganz im gegensatz zum brigitte-team selber, dass im selben strang in der selben sache darum bat!
das inzwischen immer mehr user den kanal voll haben, sich in dieser art und weise angehen zu lassen, kann ja nun niemanden mehr verwundern. es wurde monatelang ignoriert, jetzt bricht es auf.

wings

Inaktiver User
21.07.2007, 16:31
Hallo wingsopenwide,

Wie würdest Du die Thematik "Strang ist beim Eskalieren" angehen
und welche Formulierungen würdest Du verwenden?
Welche Wortwahl hältst Du denn für angemessen?

Liebe Grüße
binauchda

wingsopenwide
21.07.2007, 17:24
Hallo wingsopenwide,

Wie würdest Du die Thematik "Strang ist beim Eskalieren" angehen
und welche Formulierungen würdest Du verwenden?
Welche Wortwahl hältst Du denn für angemessen?

Liebe Grüße
binauchda
och, etwa so wie es alle anderen vips und das brigitte-team auch hinbekommen :smirksmile:

" Maßnahmen der Administration und/oder Moderation stehen generell nicht zur Diskussion." ist evtl. etwas krawallig formuliert.

wings

Jonas
21.07.2007, 18:05
wenn wir anfangen, uns an jeder Formulierung aufzuhängen, bei der es ein "evtl" gibt, dann wird der Traffic hier bald durch Moderatoren-Aktionen belegt sein.

Der betreffende Strang hat ein paar Hundert oder Tausend Klicks.

Und wieviele User haben ein Problem mit der Formulierung, sie nicht als das verstanden, was sie ist (Die letzte Mahnung) und halten jetzt eine Diskussion über den Stil der Moderation für notwendig?

Das Missverhältnis ist eklatant.

Ich würde also vorschlagen, dieses Thema in einem persönlichen Austausch zu klären.
Für eine öffentliche Debatte empfinde ich es als ziemlich aufgeblasen.

Inaktiver User
21.07.2007, 18:54
Es gibt auf jedenfall einen gewaltigen Unterschied zu Offline-Foren. Bei elektronischen Foren braucht es keinen zu geben, der das Wort erteilt (regelt ja die Technik, alle dürfen immer posten).

Insofern darf und sollte der Moderator bei Internet Foren sicherlich weniger präsent sein als Sabine Christiansen.

Ob dann, bei gegebenem Anlass, ein freundlicher-verbindlicher, kühl-sachlicher oder sonstwelcher Tonfall zu wählen ist, wird wahrscheinlich meist nach persönlichem Stil, Fingerspitzengefühl und der jeweiligen Lage zu entschieden, schätze ich - oder gibt es da eine Netiquette für Mods?

Inaktiver User
21.07.2007, 19:00
Es gibt auf jedenfall einen gewaltigen Unterschied zu Offline-Foren. Bei elektronischen Foren braucht es keinen zu geben, der das Wort erteilt (regelt ja die Technik, alle dürfen immer posten).

Insofern darf und sollte der Moderator bei Internet Foren sicherlich weniger präsent sein als Sabine Christiansen.

Ob dann, bei gegebenem Anlass, ein freundlicher-verbindlicher, kühl-sachlicher oder sonstwelcher Tonfall zu wählen ist, wird wahrscheinlich meist nach persönlichem Stil, Fingerspitzengefühl und der jeweiligen Lage zu entschieden, schätze ich - oder gibt es da eine Netiquette für Mods?

Da gibt es aber ganz verschiedene Formen von Foren im Netz. Es gibt moderierte, die Beiträge erst lesen und dann bei Übereinstimmung mit den dortigen Regeln zulassen oder editieren und dann zulassen. Es gibt welche, die keine Vorabkontrolle haben und hinterher editierend oder löschend eingreifen. Und zuletzt gibt es welche, die nichts von all dem tun, weil die User in diesem abgeschlossenen Forum posten können, ohne dass es Einschränkungen gibt, weil der Zugang zum Forum bereits die Kontrolle darstellt.

Ich weiss nicht, ob ich etwas vergessen habe, aber die von Dir geschilderte Freiheit trifft auf den geringsten Teil der Onlineforen zu.

Gruss

vita

Jonas
21.07.2007, 19:00
eine "Extra" Netiquette gibts nicht.
Und Moderatoren sind keine Foren-Bots mit Standard-Stimmung sondern auch Tagesform abhängig.
Nach der 27ten PN mit der User ermahnt wurden und den entrüsteten 270 PN die draufhin zurückkommen, kann es passieren, dass die 28te Ermahnung dann im Ton etwas "evtl" wird.
Wenn Moderatoren sich permanent im Ton vergreifen, ist der einzig sinnvolle Gang der zum Brigitte-Team.

Inaktiver User
21.07.2007, 19:08
Ich finde eine solche öffentliche Diskussion unpassend. und das Polemisieren eines Ex-Vips auch " strange "

früher wink(g)te mancher VIP mit der güldenen Schärpe seiner gefühlten Wichtigkeit..nur.. das war auch extremst " strange "..

zu dieser Zeit war Gelegenheit zu zeigen, dass man etwas " besser " macht..das war aber nicht der Fall.. ich erinnere das..noch gut..

Gerade Leute, die mal die Gelegenheit gehabt haben zu zeigen, dass man es hätte besser machen können, aber diese Gelegenheit m-E. verdasselten, die sollten sich nicht zu sehr echauffieren..finde ich..

Hilfe..ich glaube ich erlebe dieses Bricom( kasperle)theater schon zu lange..:lachen: und kann nun ganz klar den Kasper vom Krokodil unterscheiden.oder auch vom Seppel..

Es ging hier mal hoch her in der Bri als all das angesprochen wurde und endete auch mit Sperrung einer sehr intelligente Kritikerin..da /zu dieser Zeit wurden Chancen etwas zu klären versäumt.. --LEIDER..Ich betrachte all das nur " von außen " und wundere mich nur noch..rege mich aber nicht mehr auf..

Die VIPS hier agieren ( meist )hilflos oder DEMONSTRIEREN Stärke, die sie nicht haben und behandeln dabei UserInnen oftmals wie Kindergartenkinder.. das war immer so..das ist oft noch so..
Aber so schlimm ist das auch nicht.. das ist Forumsgeschehen..ich habe aufgegeben Änderung zu erhoffen..

wingsopenwide
21.07.2007, 21:06
Die VIPS hier agieren ( meist ) hilflos oder DEMONSTRIEREN Stärke, die sie nicht haben

mit solchen pauschalisierenden aeusserungen wird die debatte ganz bestimmt fruechte tragen. das magst du so sehen, ich nicht.

mein "echauffieren" bezog sich auch nicht darauf und worauf es sich bezog ist inzwischen irgendwo verlustig gegangen.

auf die "intelligente - userin" und dem damaligen umgang seitens der vips gehe ich jetzt auch nicht mehr ein, zumal auch diese darstellung so nicht richtig ist.

wings

setshu
22.07.2007, 20:32
Die Bitte beim Strangthema zu bleiben, empfinde ich persönlich nicht als Einschränkung der Meinungsäußerung, denn es steht jedem Teilnehmer frei einen neuen Strang zu jedem beliebigen Thema zu eröffnen.

Ja, wenn die Bitte an denjenigen gerichtet wäre, der das Nebenthema ins Spiel brachte.
Oder wenn die Ermahnung an alle ginge, die sich an dem Nebenthema beteiligten.

In besagtem Fall ging sowohl die Ermahnung sowie die sofortige Sperrung nur an eine einzige Teilnehmerin, die erst später in die schon laufende Nebendiskussion eintrat und dann dabei blieb. Allerdings äußerte sie in der Diskussion nie Ansichten oder griff Diskussionsteilnehmer in einer Weise an, die gegen die NUBs gewesen wäre.
Und wenn, auch da wäre sie nicht die einzige gewesen.

Eigentlich sollte schon gleiches Recht und gleiche Pflicht für ALLE Diskussionsteilnehmer gelten, oder?

setshu
22.07.2007, 20:38
Hallo wingsopenwide,

Wie würdest Du die Thematik "Strang ist beim Eskalieren" angehen
und welche Formulierungen würdest Du verwenden?
Welche Wortwahl hältst Du denn für angemessen?

Liebe Grüße
binauchda
Was würdest Du denn unter Eskalation verstehen?
In besagtem Fall wurde in dem Strang ein Nebenthema aufgemacht, an dem sich einige User beteiligten.

Sollten Stränge immer sofort geschlossen werden, sobald sie das Thema wechseln, unabhängig davon wie interessant die Diskussion für alle Beteiligten läuft?

I.d.R. steigen doch die Uninteressierten aus. O.K., die Anderen könnten einen eigenen Strang aufmachen, aber wen stört es wirklich?

Quellchen
23.07.2007, 10:31
Ich finde diese Art zu diskutieren unwürdig. Auf dieser Metaebene bleibt es für viele kryptisch.
Außerdem finde ich es unwürdig, dass man hier Angst haben muss, zu schreiben, was man denkt.

@ setshu: Nein, Stränge sollten nicht sofort geschlossen werden. Ich gebe dir recht, die Uninteressierten steigen aus. Außerdem laufen sich viele Stränge von alleine tot und werden nicht mehr frequentiert. Das muss man nur als Betreiber oder Vip auch mal aushalten können. Vor allem muss man auch mal Kritik ertragen können.

Was nicht in Ordnung ist, muss auch gesagt werden dürfen.

Diskutieren mit Maulkorb: nein, danke!

BRIGITTE Community-Team
23.07.2007, 11:02
Ja, wenn die Bitte an denjenigen gerichtet wäre, der das Nebenthema ins Spiel brachte.
Oder wenn die Ermahnung an alle ginge, die sich an dem Nebenthema beteiligten.

In besagtem Fall ging sowohl die Ermahnung sowie die sofortige Sperrung nur an eine einzige Teilnehmerin, die erst später in die schon laufende Nebendiskussion eintrat und dann dabei blieb. Allerdings äußerte sie in der Diskussion nie Ansichten oder griff Diskussionsteilnehmer in einer Weise an, die gegen die NUBs gewesen wäre.
Und wenn, auch da wäre sie nicht die einzige gewesen.

Eigentlich sollte schon gleiches Recht und gleiche Pflicht für ALLE Diskussionsteilnehmer gelten, oder?

Hallo setshu,

alle UserInnen werden nach den gleichen Regeln (NUBs) ermahnt, verwarnt und gesperrt.

Und noch einmal, die Sperrung und das in dem Moment Geschriebene des gesperrten Users sind im angesprochenen Falle nicht im Zusammenhang zu sehen.

Freundliche Grüße
das Brigitte.de-Team

BRIGITTE Community-Team
23.07.2007, 11:24
Liebe Userinnen, liebe User,

wir möchten Sie an dieser Stelle gerne noch einmal darauf hinweisen, dass Moderatoren und VIPs ihre Tätigkeiten in den Foren "ehrenamtlich" ausüben. Ohne Bezahlung und ohne Arbeitszeitenregelungen agieren sie hier täglich, um allen UserInnen einen angenehmen Aufenthalt in der Brigitte.de-Community zu gewährleisten.

Dabei beantworten sie öffentlich und per PN Fragen, klären Unstimmigkeiten, die vorab mit den anderen Moderatoren oder dem Brigitte.de-Team besprochen werden und gehen auf User-Wünsche ein. Aber, auch wenn die Nutzungsbedingungen als gemeinsame Handlungsgrundlage dienen, die Sie übrigens alle bei Ihrer Registrierung akzeptiert haben, kann kein Moderator immer gleich einem anderen Moderator agieren, denn hinter dem Titel stehen Individuen.

So ermahnt ein Moderator im Strang dreimal und wird bei der vierten Aufforderung sehr direkt, ein anderer Moderator erst nach dem achten Mal und wieder ein anderer Moderator bereits nach dem zweiten Mal. Es kann eben nicht alles in Schemen gepresst werden, so dass alle gleich agieren.

Wir finden es schade, dass es immer wieder dazu kommt, dass Moderatoren für einzelne Handlungen öffentlich angegriffen werden und ebenso befemdet sind wir über die Verurteilung aller VIPs, wie sie hier im Strang ausgesprochen wurde.

Freundliche Grüße
das Brigitte.de-Team