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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erneuerbare Energien sind nicht aufzuhalten!



Carlogo
17.07.2007, 22:01
Sehr verehrtes Publikum,

mit der stetig zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien wächst die internationale Bedeutung der Regenerativen Energiewirtschaft als Industriebranche. Insbesondere die Zahl der Unternehmen, die regenerative Anlagentechniken herstellen, vermarkten und einsetzen, nimmt rund um den Globus kräftig zu. Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR), Münster, präsentiert jetzt die erste Weltkarte der Regenerativen Energiewirtschaft mit Firmenstandorten in den verschiedenen Ländern.


http://www.iwr.de/weltkarte

Deutschland hat mit Abstand die meißten Standorte.

hifi
18.07.2007, 06:35
Deutschland hat mit Abstand die meißten Standorte.

Ja, ja wir glauben Dir.

Inaktiver User
18.07.2007, 09:21
Im Radio gehört: In China ist Schweinefleisch um 40% teurer geworden - weil Getreide knapp wurde, da dies für Biospritproduktion her genommen wird.
Wenn das nicht krank ist....

Inaktiver User
18.07.2007, 11:26
Wie schon mehrfach von etlichen Teilnehmern "gepostet":

Die Umwandlung von Lebensmitteln in "Biosprit" ist kriminell - es lässt in den Ländern, in denen Lebensmittel einen großen Teil der täglichen Ausgaben darstellen, die Armen hungern.

Wir können uns zwar vielleicht die Preiserhöhungen, die auch wir spätestens im nächsten Jahr in den Läden sehen werden, leisten, deswegen bleibt die Vernichtung von Lebensmitteln immer noch falsch.

Wir haben es mühsam geschafft, dass es keine Überproduktion in der europäischen Landwirtschaft mehr gibt, die vernichtet werden muss, und jetzt geht es in die Richtung??

Allgemein Biomasse (Holz, Stroh, ...) in Energie umzuwandeln kann nützlich sein. Viele andere Alternativen - Sonnenenergie, Erdwärme, Wasserkraft, Gezeitenenergie, aber auch Windkraft (trotz der Nachteile) können helfen und sollten entsprechend ausgebaut werden. Und in diesen Bereichen können wir uns freuen (stolz daruf sein?) dass Unternehmen in Deutschland vielfach führend sind.

Jonas
18.07.2007, 11:53
Fällt Getreide eigentlich unter den Begriff "erneuerbar"?
Ich hätte es eher zu "nachwachsend" gezählt.

hifi
18.07.2007, 12:22
Fällt Getreide eigentlich unter den Begriff "erneuerbar"?
Ich hätte es eher zu "nachwachsend" gezählt.

Ist in dem Zusammenhang das gleiche.

Jonas
18.07.2007, 12:28
ich bin kein Experte in dem Gebiet.
Aber die Gewinnung von Energie aus Wasserkraft (zB) mit dem Anbau von Getreide gleich zu setzen, erscheint mir nicht richtig zu sein.
Wasserkraft erneuert sich (im Gegensatz zu Getreide) ohne (menschliches) Zutun von selbst und vor allem, ohne das Energie oder Zeit hineingesteckt werden müsste.

Inaktiver User
18.07.2007, 12:39
Hmm, ist das nicht Haarspalterei? Natürlich muß zur Energiegewinnung auf Wasserkraft auch ständig Personal für die Anlagen vorhanden sein. Wartung, etc...

Jonas
18.07.2007, 12:45
Haarspalterei? Das sehe ich (verständlicherweise) anders.

Die Frage war tatsächlich ernst.
Ist Getreide "erneuerbar" oder "nachwachsend"?
Das mit "Sprit aus Getreide" ist das Gleiche wie "Energiegewinnung aus Wasserkraft" zu beantworten, ist ein bisschen zu einfach, wie ich finde.

Und da für alle Formen der Energiegewinnung "Personal und Anlagen" notwendig sind, kann das auch kein Kriterium der Unterscheidung sein.

Inaktiver User
18.07.2007, 12:59
OK, was ist dann Biosprit aus Palmöl? Da muß auch keiner groß was tun.

Inaktiver User
18.07.2007, 13:00
Nicht, daß der Eindruck entsteht, mir geht es hier um Rechthaberei...

Jonas
18.07.2007, 13:38
Biosprit transformiert sich ohne Zutun aus Palmöl?
Das wusste ich nicht.

Ich werd mich jetzt mal in den Garten setzen und darauf warten, dass sich ein paar Kanister mit Biosprit ... materialisieren.

Inaktiver User
18.07.2007, 13:47
Und Wasserkraft transformiert sich ohne Zutun in Strom? Ich werd mal meine Glühbirne in den nächsten Fluß halten.

Stop, natürlich keine Glühbirne, sondern eine besonders umweltfreundliche LED-Lampe.

Jonas
18.07.2007, 14:09
Mit Glühbirnen funktioniert das nicht!
Bei den neumodischen LED bin ich mir nicht sicher.

Dass keine Energie sich von selbst gewinnt, wäre also schon mal eine gesicherte Erkenntnis.

Fehlt immer noch die Antwort auf die Frage, ob Getreide erneuerbar oder nachwachsend ist.

Wasserkraft "wächst" nicht, sie erneuert sich (wenn ich das richtig in Erinnerung habe und wenn man überhaupt von "Verbrauch" sprechen kann ***) durch Erdrotation (und noch ein bisschen magnitischen Kleinkram) und ohne weitere "Zugaben".
Getreide "entsteht" nicht. Es wächst, muss gewässert, geerntet, transportiert, raffieniert und was weiß ich noch alles werden,...
Möglicherweise fällt die Energiebilanz für Sprit aus Getreide sogar negativ aus!
Ich denke damit wären ein paar Bedingungen dafür, diese Energieform "erneuerbar" zu nennen nicht erfüllt.


*** Interessante Frage: Können wir, wenn wir ihnen zuviel Energie abzapfen, die Ozeane zum "stehen" bringen?

Inaktiver User
18.07.2007, 14:15
Bei allen erneuerbaren Energien muss man - wie bei konventionellen - berechnen, wieviel Energie man einsetzen muss um eine Energieeinheit herauszubekommen. Daneben müssen natürlich auch andere Kosten, wie Gehälter, einbezogen werden.

Bei Wasserkraft kommt zwar das Wasser selbst ohne unser Zutun in den Stausee (oder Mühlteich), aber der Bau des Dammes verschlingt Energie (Herstellung und Transport des Betons und Armierstahls, Herstellung und Betrieb der Baumaschinen...), in die Turbinen und Leitungen muss Energie investiert werden, usw.

Bei nachwachsenden Rohstoffen muss man Aufwand für Saatgut und Dünger, einschließlich Transport, Bau und Einsatz von Pflügen und Erntemaschinen, Bewässerung, Transport zur Weiterverarbeitung, Verarbeitung selbst, und Verteilung der Fertigprodukte einrechnen. Bei Bioethanol/Biodiesel z.B. aus Getreide, Zuckerrohr oder Raps ist dieser Aufwand deutlich höher als der Energiegehalt des resultierenden Treibstoffs - und das gilt auch für die CO2-Bilanz. Mal abgesehen von der (in meiner Meinung) schiefen Moral solcher Methoden.

Bei Rohstoffen, bei denen die gesamte Pflanze genutzt wird (z.B. Holz) ist die Bilanz deutlich besser.

Bei Windenergie muss man den Bau der Anlage mit Leitungen und - wie hifi immer wieder betont - die Installation von Reservekapazität für windstille Zeiten berücksichtigen.

Bei Solarenergie sind ebenfalls die Installations- und Betriebskosten (als Energie) hoch, werden aber immer günstiger.

Im Gegenzug muss natürlich auch bei konventionellen Energiequellen der entsprechende Aufwand bewertet werden: Bei manchen neu erschlossenen Ölfeldern (im Meer oder bei den kanadischen Ölsande) liegt der Energieeinsatz bei weit mehr als der Hälfte der gewonnenen Energie. Bei Gas, Kohle und Uran muss man dieselben Berechnungen anstellen.


Wie oben gesagt, brauchen wir die alternativen Energien allein schon, weil konventionelle Energien auslaufen bzw. immer teurer werden.

Das heißt aber nicht, dass wir sie unkritisch einsetzen und fördern dürfen.

hifi
22.07.2007, 09:46
Fehlt immer noch die Antwort auf die Frage, ob Getreide erneuerbar oder nachwachsend ist.

Wasserkraft "wächst" nicht, sie erneuert sich (wenn ich das richtig in Erinnerung habe und wenn man überhaupt von "Verbrauch" sprechen kann ***) durch Erdrotation (und noch ein bisschen magnitischen Kleinkram) und ohne weitere "Zugaben".

Wasserkraft ist transformierte Sonnenenergie. Die Sonne lässt Wasser verdunsten, in den Bergen herabregnen und die potentielle Energie des herabfliessenden Wassers wird genutzt.

Der Begriff erneuerbar stammt aus dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz). Das ist eine Förderkategorie. Dass nachwachsende Rohstoffe nicht CO² neutral sind, wurde ja bereits nachgewiesen. Im EEG sind auch diese enthalten.

Inaktiver User
22.07.2007, 09:51
Vielleicht bin ich etwas altmodisch, ich bin schon für erneuerbare Energie, auch dass sie jetzt schon genutzt wird, damit sie sich weiterentwickeln kann, bis zum großen Durchbruch oder so ... Windräder finde ich zudem noch sehr elegant aussehend ...

Ich bin auch für Atomenergie ... habe meist Energiesparlampen ...

Ich selbst fahre kaum Auto, zumindest privat, geht aber leicht in der Stadt, wo der Kurzstreckentarif mit den VVS zur Stadtmitte vor der Nase liegt und ich eh' fast alles mit dem Rad erledigen kann und auch tu' ...

Aus Getreide Strom zu produzieren, kommt mir wie "Sünde" vor. Da es eben so viele Hungernde oder Verhungernde gibt. Ist so ein Bauchgefühl in mir ...

Jonas
22.07.2007, 09:59
Der Begriff erneuerbar stammt aus dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz). Das ist eine Förderkategorie. Dass nachwachsende Rohstoffe nicht CO² neutral sind, wurde ja bereits nachgewiesen. Im EEG sind auch diese enthalten.

Ich würde wetten, dass die Verfasser des EEG den Begriff nicht "erfunden", sondern übernommen haben.

Aber sei's drum.

Ich nehme mir die Freiheit, streng zwischen erneuerbar und nachwachsend zu unterscheiden, solange mir niemand ein solides Argument gegen diese Unterscheidung liefert.
Dem EEG fehlt diese Solidität.

Und noch ein Nachsatz zur "Wasserkraft"...
Ich war wohl zu sehr auf Gezeitenkraftwerke fixiert und hab deshalb die weitere Möglichkeit der Entstehung von Wasserkraft ignoriert.

Inaktiver User
22.07.2007, 10:27
*** Interessante Frage: Können wir, wenn wir ihnen zuviel Energie abzapfen, die Ozeane zum "stehen" bringen?


Seltsam, solche Gedanken hatte ich auch schon. Oder: *Senkt die Nutzung von Solarenergie den Treibhauseffekt?*

Pia_bln
12.08.2007, 20:27
Sehr verehrtes Publikum,

mit der stetig zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien wächst die internationale Bedeutung der Regenerativen Energiewirtschaft als Industriebranche. Insbesondere die Zahl der Unternehmen, die regenerative Anlagentechniken herstellen, vermarkten und einsetzen, nimmt rund um den Globus kräftig zu. Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR), Münster, präsentiert jetzt die erste Weltkarte der Regenerativen Energiewirtschaft mit Firmenstandorten in den verschiedenen Ländern.


http://www.iwr.de/weltkarte

Deutschland hat mit Abstand die meißten Standorte.

Immer wenn ich mir die Karte anschauen will, stürzt mein Rechner ab :knatsch:

Pia_bln
12.08.2007, 20:31
Sehr verehrtes Publikum,

Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR), Münster, präsentiert jetzt die erste Weltkarte der Regenerativen Energiewirtschaft mit Firmenstandorten in den verschiedenen Ländern.

Deutschland hat mit Abstand die meißten Standorte.

Hi Carlogo, habe mal ein bisschen gegoogelt.
Allen voran jetzt die Württemberger (http://www.pressebox.de/pressemeldungen/mp-tec-gmbh-co-kg/boxid-119072.html), die schreiben erneuerbare Energien sogar vor:

hifi
13.08.2007, 11:35
Immer wenn ich mir die Karte anschauen will, stürzt mein Rechner ab :knatsch:

Der Informationsgehalt dieser Karte tendiert gegen NULL!

Inaktiver User
13.08.2007, 11:44
Der Informationsgehalt dieser Karte tendiert gegen NULL!

Weil?

hifi
13.08.2007, 12:47
Weil? Weil keine sinnvollen infos in der Karte enthalten sind und IWR ein reiner Lobbyverband ist. Vergleichbar wenn ich Herrn Putin über Menschenrechte befragen würde.

Inaktiver User
13.08.2007, 12:50
Weil keine sinnvollen infos in der Karte enthalten sind und IWR ein reiner Lobbyverband ist. Vergleichbar wenn ich Herrn Putin über Menschenrechte befragen würde.

Belege, Links, Erklärungen... Nicht für mich, aber wenn Du argumentativ ankommen willst...:smirksmile:

Pia_bln
18.08.2007, 20:33
So, jetzt habe ich die Karte endlich vor mir. Ist ja schon fast lustig, wie sich das Ganze in Deutschland ballt. Aber ich möchte mal behaupten, dass da längst nicht alle deutschen Firmen drauf angezeigt weden, es gibt noch mehr.
Frage: Warum sind nicht alle drauf? :knatsch:

Jannik-wtm
20.08.2007, 18:54
Da reist doch Frau Merkel durch die Welt und tut so als würde sie selbige retten! Und dabei tut sie NICHTS.
Da hat man sich in Heiligendamm auf ein 20 Jahre altes Papier geeignet, in dem nur vage Andeutungen und fromme Appelle enthalten sind. Niemand - und schon gar nicht die Industrie - wird in die Pflicht genommen.

Im Vergleich zur USA und China hat Europa zwar eine Vorbildfunktion, aber das vorbildliche Land in Europa heißt auf keinen Fall Deutschland, sondern Dänemark. Da wurden alle in die Pflicht genommen.

Inaktiver User
20.08.2007, 18:59
aber das vorbildliche Land in Europa heißt auf keinen Fall Deutschland,
Ich bin auch wieder für die Abschaffung der "Öko"-Steuer!

Opelius
20.08.2007, 20:17
Im Vergleich zur USA und China hat Europa zwar eine Vorbildfunktion, aber das vorbildliche Land in Europa heißt auf keinen Fall Deutschland, sondern Dänemark. Da wurden alle in die Pflicht genommen.

Solche Vergleiche von einem 5,5 Millionenvolk und einem 82Millionen-Volk sind so etwas von unsinnig.
Dänemark hat keine stromfressende Schwer- und Großindustrie.

Auch ein Land wie Schweden, dass komplett auf regenerative Energie umstellen will, ist mit seinen 9 Millionen Einwohnern und anderhalb mal so groß wie Deutschland als Vergleichsgröße irrelevant. Schweden besitzt einen durchlaufenden Gebirge mit tausenden von Bächen und Flüssen, die man ernsthaft zur Stromerzuegung nutzen kann, aber nur für 9 Millionen Menschen und niemals für 82 Millionen Einwohner.

Ergänzung:
Stromerzeugung von Dänemark nach Energieträgern (2001): fossile Brennstoffe (Erdöl, Steinkohle u.a.): 82,7%
Wasserkraft: 0,1%
Kernkraft: 0%
andere (Windkraft, Solarenergie u.a.): 17,3%

Ernergieverbrauch:
Denmark 43.35 billion kWh (2006)
Germany 566.9 billion kWh (2004)
Sweden 150.5 billion kWh (2004)

wobei in Schweden noch relativ viele Elektroheizungen existieren, was bei uns seit Jahren Megaout ist. Nachtspeicheröfen nehmen die Grundlast der Kraftwerke in den verbrauchsarmen Nachtstunden auf.

hifi
21.08.2007, 10:27
Ergänzung:
Stromerzeugung von Dänemark nach Energieträgern (2001): fossile Brennstoffe (Erdöl, Steinkohle u.a.): 82,7%
Wasserkraft: 0,1%
Kernkraft: 0%
andere (Windkraft, Solarenergie u.a.): 17,3%


Hinzu kommt, dass Dänemark als Reserve für die Windkraft auf die schnell reagierenden Wasserkraftwerke Schwedens zurückgreift. Aber das ist denen mittlerweile zu teuer geworden und der Windkraftausbau ist seit Jahren gestoppt.

Inaktiver User
21.08.2007, 17:53
Prima Klima
Nicht mit Biokraftstoff?

Biokraftstoffe sind britischen Forschern zufolge derzeit oft ungeeignet, die Belastung der Atmosphäre durch das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) zu vermindern und den Klimawandel zu bremsen. Die Gewinnung etwa von Ethanol aus Zuckerrüben, Weizen, Mais oder Raps könne die Erde in einigen Fällen indirekt sogar noch weiter anheizen, warnen Renton Righelato und Dominick Spracklen von der Universität Leeds im Fachjournal "Science".

Das Team verglich die CO2-Einsparung von Biokraftstoffen mit der CO2-Aufnahme von Wäldern über einen Zeitraum von 30 Jahren. Ergebnis: Eine Aufforstung speichert in dieser Zeit zwei bis neun Mal so viel Kohlenstoff wie die Nutzung einer gleichen Fläche für Biokraftstoffe vermeiden würde. Unter dieser Voraussetzung übertreffe die CO2- Emission durch Biokraftstoffe sogar diejenige von Ölprodukten.

Ein zehnprozentiger Ersatz von Benzin und Diesel durch Biokraftstoffe würde zudem 38 Prozent der Landwirtschaftsfläche Europas und 43 Prozent der Landwirtschaftsfläche der USA erfordern. Damit könnten selbst diese wenigen Prozent Ersatzstoffe nicht allein vom Agrarland in der EU und den USA gewonnen werden. So müssten Wälder und Grünland für den Biokraftstoff in Äcker umgewandelt werden.

Die Studie bezieht sich auf einen Zeitraum von 30 Jahren, weil nach Einschätzung der Autoren erst dann neue, CO2-freie Technologien einsatzbereit sein werden. Die Forscher raten, zunächst einmal die fossilen Treibstoffvorräte der Erde besser auszuschöpfen und effizienter zu nutzen, bevor Wälder abgeholzt und zur Gewinnung von Ethanol genutzt werden.

Langfristig könnte Biomasse aus Wäldern zu Treibstoff verwandelt werden - allerdings nur bei nachhaltiger Nutzung. Bei ihrem Vergleich fanden die beiden Forscher in Leeds heraus, dass Holz und Holzabfälle eine weitaus höhere Ausbeute von Biokraftstoff erbrachte als Weizen, Mais oder auch Zuckerrohr. Für die ferne Zukunft seien Fahrzeuge nötig, die gar nicht mehr mit kohlenstoffhaltigem Treibstoff fahren.

Quelle: n-tv