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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Entzündung nach Wurzelbehandlung



Biene21
17.07.2007, 21:31
Hallo,

ich habe bereits vier wurzelbehandelte Zähne. Zwei davon habe ich im letzten Jahr überkront. Für dieses Jahr hatte ich mir die anderen beiden vorgenommen. War dann jetzt beim Zahnarzt für den Kostenvoranschlag (anderer Arzt als der, der die Behandlung durchgeführt hatte). Beim Röntgen hat sich jedoch herausgestellt, dass beide Zähne entzündet sind. Bei dem einen weniger, bei dem anderen recht stark. Außerdem steckt wohl in einem Kanal noch ein Stück Bohrer. Resektion ist nicht möglich, da zuviel von dem Wurzelkanal betroffen und der Zahn hätte dann keinen Halt mehr. Ich hatte jetzt nur vor ein paar Wochen einmal Schmerzen, ansonsten nicht mehr. Die Wurzelbehandlungen liegen 1 1/2 Jahre bzw. ca. 5 Jahre zurück. Der Arzt meinte, die Entzündigung wird auch so nicht mehr abklingen und es ist natürlich nicht gut für den gesamten Organismus, der gegen die Entzündung ankämpft. Habt ihr da schon Erfahrung? Ist es besser, den/die Zähne ziehen zu lassen (hilfe, es sind ja gleich 2 nebeneinander!).

Grüße

Inaktiver User
17.07.2007, 21:58
Jau!!!

Raus damit! Die Zähne können jederzeit hochgehen! Das ist mir passiert und das wünsche ich niemandem!! Allein zu wissen, daß man zwei Zeitbomben im Mund hat! *Megagrusel*

Einer von meinen (habe leider gaaanz viele Ruinen im Mund) ist am 23. Dezember explodiert. Wurde noch rechtzeitig gezogen, damit die Entzündung nicht in den Kiefer wandert. DAS hatte ich Mitte Juni. Lies mal den Strang zum Thema "Hilfe,sehe aus wie Popeye" (sorry, kann keine Links einfügen, zu dämlich!).

Vielleicht kann man die danebenliegenden Zähne überkronen und dann eine Brücke einfügen?

Und vielleicht bezahlt das sogar der Zahnarzt,der den Rest vom Bohrer im Wurzelkanal vergessen hat?? Der Depp!

Wünsche Dir alles Gute:blumengabe:

Biene21
17.07.2007, 22:27
Hallo Ruthday,

danke für deine Meinung. Mir ist auch gleich ganz anders, wenn ich jetzt weiß, dass da was schlummert. Habe beschlossen, mir einen Termin beim Kieferchirurgen geben zu lassen. Der hatte schon meinen Weisheitszahn entfernt und er soll mal seine Meinung dazu abgeben. Ich glaub, der Zahnarzt hat das Stück Bohrer oder was immer das ist nicht vergessen, sondern einfach nicht mehr rausbekommen. Die Wurzelkanäle sind so eng, und die Behandlungen waren eine ziemliche Qual für beide Seiten.

LG

bellybee
20.07.2007, 14:49
Ich stimme ruthday zu -

falls die Resektion wirklich nicht möglich ist und man die Entzündung mit Antibiotika o.ä. nicht zum Abklingen bringen kann, bleibt wohl nur das Ziehen der Zähne!
Selbst wenn Du akut keine Schmerzen hast, werden die Entzündungsherde das Immunsystem auf Dauer schwächen - außerdem kann man ja fast sicher sein, dass sich die Zähne im unmöglichsten Moment (Urlaub, Feiertage etc.) bemerkbar machen...:knatsch:

Andererseits habe ich auch einmal eine Resektion machen lassen, die sich angeblich nicht mehr lohnte, weil nur ein Drittel der Backenzahn-Wurzel stehen blieb. Der (überkronte) Zahn hält sich nun schon seit 10 Jahren tapfer und ohne großartig zu wackeln!
Eine zweite Meinung vom Kieferchirurgen einzuholen ist also nicht schlecht - vielleicht kann er ja zumindest einen Zahn als "Brückenträger" erhalten?
Allerdings muss die Krankenkasse dann noch überzeugt werden - die sind meist nicht willig, für "unsichere" Resektionen Geld auszugeben...

Das mit den extrem dünnen Wurzelkanälen habe ich leider auch - aber es hängt durchaus vom Geschick des Zahnarztes ab, wie gut es klappt mit dem Füllen! Mein aktueller hat bei mehreren unvollständigen Wurzelfüllungen seiner Vorgängerin nachgebessert und mich so vor weiteren Problemen bewahrt!