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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schmerzen nach Wurzelfüllung



PuestaDelSol
14.07.2007, 14:34
Hallo zusammen!

Auch wenn ich schon etwas wurzelbehandlungs- und zahnextraktionserprobt bzw. erfahren bin, stellt sich mir doch nun eine völlig neue Situation.

Wurde einige Zeit (drei Behandlungen lang) am 6er Backenzahn oben rechts wurzelbehandelt, bevor der Zahn am vergangenen Mittwoch (vor drei Tagen also) nochmal ausgiebig gereinigt, gelasert, endgültig verschlossen und anschließend kontrollierend geröngt wurde. Die Füllung ist soweit perfekt.
Nur, dass sich am Do ziemliche Schmerzen einstellten (Druckschmerz und "Puckern", was ja auf eine Entzündung hindeutet).

Beim erneuten Besuch beim ZA (gleichzeitig Oralchirurg) verschrieb er mir ein Antibiotikum (Baycillin Mega), welches ich nun 1 Woche lang nehmen soll. Wenn die Schmerzen bis dahin nicht abgeklungen sind, rät er mir zu einer Wurzelspitzenresektion, welche er, allerdings erst in ZWEI WOCHEN (nach seinem Urlaub, in den er gestern gegangen ist) durchführen würde.
So schnell bekomme ich ja auch bei keinem anderen Kieferchirurgen einen Termin (normale Wartezeit 2-3 Wochen).

Meine Frage bzw. Bedenken:
1. Ab wann müsste das Antibiotikum wirken? (Bislang - nach 8 Tabletten - hat sich noch keine merkliche Besserung eingestellt, das Ganze ist aber mit Kühlakku und Aspirin einigermaßen erträglich, trotz der Hitze)
2. Ist das Antibiotikum ggf. zu gering dosiert? Er wollte mir zunächst Clindasaar verschreiben, welches ich jedoch beim letzten Mal nur sehr schlecht vertragen habe. Brauche ich es evtl. noch anschließend nach der Baycillingabe?
3. Sind die Schmerzen an sich generell nach so einer Wurzelfüllung noch normal (durch Reizung, Lasern, Entzündung) bzw. beruhigt sich ein solcher Zahn erfahrungsgemäß nach einer Antibiotikagabe?
4. Wie überbrückt man die zweite, "antibiotikafreie" Woche bis zur Rückkehr des Zahnarztes?

Herzlichen Dank für Antworten, Ratschläge, Erfahrungen und Tipps!

PuestaDelSol

Yeti
22.07.2007, 17:22
Du stellst Fragen, die dir nur ein Zahnartzt beantworten kann.

Wenn du noch immer Schmerzen hast, dann rate ich dir zum Wechsel, denn normalerweise hätte er dich zu senert Vertrettung schicken müssen.

Sei bitte nicht leichtsinng! Geh bei den geringsten Schwierigkeiten sofort zu einem anderen Zahnarzt! Bitte mach keinerlei Experimente. Verlange den Rausriß des Zahnes, solange noch nichts geschwollen ist!

Das sagt dir jemand, der wegen einer solchen Sache gerade eben noch dem Teufel von der Schippe gesprungen ist.

jobohrer
25.07.2007, 13:14
Hallo Pusta,

Sie schrieben:

Meine Frage bzw. Bedenken:
1. Ab wann müsste das Antibiotikum wirken? (Bislang - nach 8 Tabletten - hat sich noch keine merkliche Besserung eingestellt, das Ganze ist aber mit Kühlakku und Aspirin einigermaßen erträglich, trotz der Hitze)
--- das ist ein weiterer Beleg für die Theorie, dass Antibiotika bei vorwiegend schmerzhaften Erscheinungen nach Wurzelbehandlungen wenig nützen. Damit will ich sagen: das ist oft so.

2. Ist das Antibiotikum ggf. zu gering dosiert? Er wollte mir zunächst Clindasaar verschreiben, welches ich jedoch beim letzten Mal nur sehr schlecht vertragen habe. Brauche ich es evtl. noch anschließend nach der Baycillingabe?
--- schwierige Frage. Ganz allgemein: wenn es keine Hinweise auf streuende Bakterien gibt, und das erkennen Sie an: eindeutige Schwellung, Schüttelfrost, Fieber, Schwächegefühl, dann würde ich als Behandler keine weitere AB verordnen.

3. Sind die Schmerzen an sich generell nach so einer Wurzelfüllung noch normal (durch Reizung, Lasern, Entzündung) bzw. beruhigt sich ein solcher Zahn erfahrungsgemäß nach einer Antibiotikagabe?
--- generell: Schmerzen innerhalb von 5 Tagen nach der endgültigen Wurzelfüllung sind "normal", kommen also bei geschätzen 20% bis 50% aller Fälle vor und sind nicht bedenklich.

4. Wie überbrückt man die zweite, "antibiotikafreie" Woche bis zur Rückkehr des Zahnarztes?
--- dann ist der Schmerz weg, oder der Zahn kommt wirklich raus.

Viele Grüße

Joachim Wagner
Zahnarzt
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trambahn100
25.07.2007, 23:37
einen ähnlichen Vorgang habe ich auch erlebt.

der Zahn wurde mehrmals gereinigt und provisorisch gefüllt. das hat ganz gut ohne Schmerzen gehalten. nach circa 2 Wochen wurde er dann richtig verschlossen und 2-3 Tage später hatte ich Schmerzen wie noch nie.

Zahn wurde wieder aufgemacht, gereinigt, provisorisch gefüllt usw.

das ganze Spiel mehrmals bei 2 verschiedenen Zahnärzten.

klar, der Zahn muss raus. da hilft alles nichts.

also machte ich noch einen letzten Versuch bei einer ganz neuen Praxis (mit neuesten Methoden und der Geduld und Genauigkeit des Anfängers). und der Zahn wurde endgültig verschlossen und ich habe ihn heute noch. er hat sich völlig beruhigt und die Sache ist nun schon mehr als 4 Jahre her.