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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rentenabsicherung sehr, sehr variabel möglich???



hackyII
12.07.2007, 11:15
Hallo zusammen!

Ich bin nicht sicher, ob es sowas überhaupt gibt, und nach Lektüre der hiesigen Beiträge traue ich mich schon gar nciht mehr, zu einem Berater zu gehen, der ncihts anders will, als mich über den Tisch zu ziehen.....

Ich bin angehender Lehrer und gerade fertig mit der Ausbildung nun werde ich von einem großen Unternehmen in einer Betriebsschule im Ausland eingestellt. In meinem Vertrag steht, dass man mir den montal. Betrag des gültigen BfA-Satzes (ca. 500€) auszahlen würde, wenn ich eine "Invaliditäts- und Altersvorsorge" nachweisen kann.

Der Vertrag läuft zunächst für ein Jahr, dann hoffe ich viell. doch noch in Deutschland verbeamtet zu werden. Könnte dann sicher weiter dort etwas einzahlen, aber sicher keine 500€ Könnte aber auch sein, dass ich länger dort bleibe oder in De. sogar arbeitslos werden könnte...

Also, kann ich überhaupt nicht garantieren, dass ich immer die gleichen Beiträge einzahlen kann. Nun....geht das überhaupt mit einer privaten Absicherung???


LG

hacky

Inaktiver User
12.07.2007, 18:07
Hallo hacky.

Wie immer rate ich dazu, diese zu trennen:


Altersvorsorge ist ein Kapitalanlageproblem
Invaliditätsvorsorge ist ein Versicherungsproblem und
Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsvorsorge ist auch ein Versicherungsproblem...


Wenn Du diese trennst, hast Du auch später kein Problem.
Denn sowohl Invaliditäsvorsorge als auch Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsvorsorge kosten nicht die Welt.

Und den Beitrag zur Altersvorsorge (Kapitalanlage) kannst Du variabel gestalten und Deinen Rahmenbedingungen anpassen ohne daß dadurch die beiden anderen beeinträchtigt werden.

Wenn Du in Deutschland verbeamtet werden möchtest, solltest Du aber von vorne herein darauf achten, daß Die von Dir gewählte BU-/EU-Versicherung auch bei Dienstunfähigkeit oder bereits bei langfristiger Arbeitsunfähigkeit (Krankschreibung > 6 Monate) leistet. Siehe hierzu meinen Eintrag http://www.brigitte.de/foren/showpost.html?p=2362844&postcount=15

Schöne Grüße

justii

hackyII
13.07.2007, 13:29
Danke Justii-g für deine ausführlichen Infos - die Texte, die du hier im Forum verfasst sind ja echte Knüller!!

Mir ist in meinem Fall der Punkt Invalidität eh nicht ganz klar. Da ich im Ausland arbeiten werde, bin ich nciht unbedigt RVpflichtig.

Das Unternehmen würde aber bei de BfA einen entsprechenden Antrag stellen und Beiträge dort entrichten (ich entsprechend 50 %), damit ich eine Altersabsicherung habe.

Es ist nun nur ein Angebot der Firma statt der Einzahlung in die gesetzl. RV mir die Beiträge zur Verfügung zustellen, damit ich privat vorsorge. Gesetzl Rv lohnt sich bei mir eh nicht - bislang nix eingezahlt, Planung auf Dauer in den Beamtenstatus zu kommen.

*edit*


Grüße

F.

hackyII
14.07.2007, 18:24
Ich änder mein Auskunftsersuchen mal ab:#

Nach langer Literatur der hiesigen Beiträge scheinen Versicherungen grundsätzlich Mist zu sein....

Das einzige, was mir jetzt noch einfällt ist ein Fondsparplan, bei dem ich alles selbst mache.

Ich habe dazu dieses Tool gefunden:

http://www.biallo.de/finserv/rechnerinframe/Fonds/Fondssparrechneri.php?isin=GB0030932676&betr=500&lz=4&lS=1&Seite=2&rub=rech&sub=Fondssparplan-Rechner&subrub=Fondsspar

Und einen Fond aus der Liste ausgesucht...

Das heißt jetzt also, ich geh zur diba mach den Sparplan und fertig??

Ich finde derzeit keine Infos über diese Sparpläne...oder Entnahmepläne(?) das wird doch bestimmt wieder mit tausenden Gebühren etc, verbunden sein, oder?

Ein reichlich verwirrter und erschöpfter

hackyII

Inaktiver User
16.07.2007, 22:40
Hallo hackyII

Nein, Versicherungen sind doch kein Mist :-)
Versicherungen sind ein sinnvolles Instrument um Risiken, die für einen einzelnen existenziell gefährlich sind, auf viele Schultern zu legen nach dem Motto: "gemeinsam sind wir stark"

Zur Risikoabsicherung sind diese absolut sinnvoll (in Deinem Fall wurden Invalidität und Berufs- und Erwerbsunfähigkeit angesprochen) und unerlässlich. Hierfür brauchen wir die Versicherungen.

Allerdings haben die Versicherungsgesellschaften irgendwann einmal begriffen, daß eine ganze Menge Geld an ihnen vorbei läuft und haben Produkte geschaffen, wie sie den Kunden Geld aus den Taschen zaubern können und haben diese unter dem Mantel "Altersversorgung" versteckt...

Doch in Wirklichkeit ist die Altersversorgung gar kein Versicherungsproblem sondern ein Kapitalanlageproblem. Wenn wir dies verstanden haben, können wir für jeden dieser Bereiche die Spezialisten auswählen...


Invaliditätsversorgung = Unfallversicherung
Versicherung der Arbeitskraft = BU-/EU-Versicherung und/oder Dread-Disease-Versicherung
Altersversorung = hochwertiges Anlagekonzept (Portfolio), das sich flexibel an die jeweilige Anlegersituation, an die Anlegermentalität und an die Kapitalmarktsituation anpasst oder anpassen lässt


Hierauf aufbauend müssen anhand Deiner Rahmenbedingungen die leistungsfähigsten Anbieter ermittelt werden. Dies ist ein gutes Stück Arbeit, das hast Du ja schon festgestellt.


......
Ein reichlich verwirrter und erschöpfter

hackyII

Da bist Du nicht der Einzige *lächel* der diese Erfahrung machen muß(te). Das ist aber doch klar, Du versuchst Dich gleichzeitig in verschiedene Berufsfelder einzuarbeiten, und das auch noch nebenberuflich... Lehrkraft, Versicherungsfach- oder kaufmann, Bankkaufmann, Investmentbanker.... Für jeden dieser Berufe ist eine langjährige Ausbildung vorgesehen....

Und hier wie auch in anderen Bereichen wirst Du feststellen: "Es gibt keine Abkürzung!"

Entweder Du lernst Dir alles selbst an, wendest eine Menge private Zeit auf (in der Du sonst verdienen könntest) und bezahlst während dieser "Lehrzeit" auch dann und wann "Lehrgeld".
Oder Du suchst Dir einen Berater, zu dem Du Vertrauen haben kannst und lässt Dich auf diesem Weg begleiten um zum Einen Lehrgeld zu sparen und zum Anderen durch die Kooperation schneller und besser zu lernen. Dieser Berater kostet vielleicht Geld, das mag wohl sein. Ein guter Berater kostet Dich aber sicherlich weniger Geld als Du sonst an Lehrgeld bezahlen müsstest.

In jedem Fall sind der Kapitalmarkt und die Versicherungen ein Feld, bei dem man nie aufhören darf zu lernen. Vor allem, wenn man sich selbst um alles kümmern will. Ein Fulltime-Job fürwahr.

Du solltest also erst einmal Dein Vorgehen in dieser Sache überdenken und Dir klar werden, welchen Weg Du gehen willst.

Schöne Grüße und eine gute Nacht.

justii

Inaktiver User
16.07.2007, 22:44
......
Das einzige, was mir jetzt noch einfällt ist ein Fondsparplan, bei dem ich alles selbst mache.

Ich habe dazu dieses Tool gefunden:

http://www.biallo.de/finserv/rechnerinframe/Fonds/Fondssparrechneri.php?isin=GB0030932676&betr=500&lz=4&lS=1&Seite=2&rub=rech&sub=Fondssparplan-Rechner&subrub=Fondsspar

Und einen Fond aus der Liste ausgesucht...

Das heißt jetzt also, ich geh zur diba mach den Sparplan und fertig??

Ich finde derzeit keine Infos über diese Sparpläne...oder Entnahmepläne(?) das wird doch bestimmt wieder mit tausenden Gebühren etc, verbunden sein, oder?

Ein reichlich verwirrter und erschöpfter

hackyII

Nach welchen Kriterien hast Du denn einen Fonds ausgesucht?
Du verstehst, daß ich da schon etwas neugierig bin.

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
17.07.2007, 10:26
Entweder bin ich zu dämlich dieses Rechenmodul auf der o.g. Seite zu bedienen oder es erscheint in der Tat bei Sparplänen - egal ob 5 Jahre, 10 Jahre, 20 Jahre immer der gleiche , mit einer p.a. Rendite von über 20 % hochgerechnete Fonds, nämlich der M&G Global Basics. Gleiches gilt für Einmalanlagen.... :ooooh: selbst auf den Kurzfristbereich von 5 Jahren.

Dazu fällt mir eigentlich nix mehr ein muß ich gestehen....aber vielleicht bin ich ja wirklich zu doof :ooooh: oder fällt das in den Rahmen journalistischer Freiheiten ??? derartige Empfehlungen abzugeben ???

Gruß Fritz

Inaktiver User
17.07.2007, 11:56
Entweder bin ich zu dämlich dieses Rechenmodul auf der o.g. Seite zu bedienen oder es erscheint in der Tat bei Sparplänen - egal ob 5 Jahre, 10 Jahre, 20 Jahre immer der gleiche , mit einer p.a. Rendite von über 20 % hochgerechnete Fonds, nämlich der M&G Global Basics. Gleiches gilt für Einmalanlagen.... :ooooh: selbst auf den Kurzfristbereich von 5 Jahren.

Dazu fällt mir eigentlich nix mehr ein muß ich gestehen....aber vielleicht bin ich ja wirklich zu doof :ooooh: oder fällt das in den Rahmen journalistischer Freiheiten ??? derartige Empfehlungen abzugeben ???

Gruß Fritz

*gggg*
So wie ich das sehe, kannst Du den Fonds ja duch Eingabe einer ISIN austauschen. Daß immer mit der selben Wertentwicklung hochgerechnet wird, finde ich auch ungeheuerlich.

Aber das ist wohl wie bei FocusMoney oder Cash oder.... im Zweifelsfall versteckt man sich hinter der Pressefreiheit (es sind ja keine Berater sondern Journalisten).

Gruß justii

Inaktiver User
17.07.2007, 13:50
Stimmt :gegen die wand: man kann die Fonds über die Isin austauschen :freches grinsen:

An sich ist das Modul nur dazu zu gebrauchen, dass man etwas über die Kosten der einzelnen Verwahrstellen, bzw. Banken, erfährt - aber dazu ist es ja wohl auch gedacht.

Gruß Fritz

hackyII
17.07.2007, 14:03
@ fritz Das Tool dient nur zum Finden eines günstigen Depots. Man kann einen Schritt zurück gehen und dort einen Fond aus der Bestenliste auswählen. Der M&G ist von mir zunächst probeweise ausgewählt worden, um das Tool zu testen. Stand in der Liste ganz oben.

Über die Zusammensetzung des Depots habe ich noch nicht groß nachgedacht, es ging mir zunächst darum überhaupt ein Vorsorgeinstrument zu finden. Wenn es der Sparplan werden soll, kommt jetzt erst der Punkt, zu dem ich Fonds auswählen werde.

Das wertpapier-forum.de gibt dazu ja viele Tipps und mit dem fonds-super-markt.de habe ich ja schon einen guten Vermittler gefunden. Jetzt muss nur noch mein Arbeitgeber mitspielen und das Sparen kann beginnen.

Wenn mir jemand noch einen heißen Tipp geben kann, was in ein Altersvorsorge-Depot gehört, bin ich natürlich dankbar :zwinker:

Dank dir Justii-g für deinen tollen Beiträge...du und Austernschl (warum ist der eigentlich gelöscht?) haben mir ja auch schon früher geholfen :blumengabe:

Inaktiver User
17.07.2007, 14:43
Habs gesehen, HackyII :allesok:... ich werde halt langsam senil :freches grinsen:

Gruß Fritz

Inaktiver User
17.07.2007, 23:49
.....

Dank dir Justii-g für deinen tollen Beiträge...du und Austernschl (warum ist der eigentlich gelöscht?) haben mir ja auch schon früher geholfen :blumengabe:

Austernschlürfer hat sich selbst gelöscht bzw. sich löschen lassen. Die Gründe hat er in einem seiner letzten Forenbeiträge deutlich gemacht. Aus diesen Gründen haben sich auch schon andere kompetente Fachleute aus dem Forum verabschiedet, wie ich bei meinen Recherchen erkennen mußte.

Ein großer Verlust für das Forum - da bin ich voll Deiner Meinung.

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
18.07.2007, 01:14
......
Das wertpapier-forum.de gibt dazu ja viele Tipps und mit dem fonds-super-markt.de habe ich ja schon einen guten Vermittler gefunden. Jetzt muss nur noch mein Arbeitgeber mitspielen und das Sparen kann beginnen.

Wenn mir jemand noch einen heißen Tipp geben kann, was in ein Altersvorsorge-Depot gehört, bin ich natürlich dankbar :zwinker:
.....

Hallo hackyII.

Mit einem, zwei, drei Fonds wirst Du keine qualifizierte Altersversorgung aufbauen können. So müsstest Du nach dem derzeitigen Kenntnisstand Deine Altersversorgung angreifen, wenn eine unvorhergesehene höhere Ausgabe bei Dir aufschlägt.

Zunächst solltest Du einmal dafür sorgen, daß Du eine liquide Reserve aufbaust, an die Du unabhängig von Kapitalmarktschwankungen und ohne Kosten sofort (ohne Kündigungsfrist) zugreifen kannst. Natürlich darf diese auch anständig verzinst sein. Mündelsicherheit ist hier oberstes Gesetz.

Dann solltest Du einen gewissen umgehend liquidierbaren Betrag halten, der zum Einen besser rentieren sollte als die liquide Reserve zum Anderen aber immer noch möglichst verfügbar für Notfälle zur Verfügung stehen sollte. Auch hier kommen noch mündelsichere Anlagen oder ein Mix mit mündelsicheren Anlagen in Frage.

Und erst dann solltest Du an die Altersversorgung gehen. Diese kann je nach Deine Anlegermentalität und Deinen Rahmenbedingungen durchaus höhere Kapitalmarktschwankungen zugunsten einer höheren Rendite in Kauf nehmen. Welchen monatlichen Betrag siehst Du denn als ausreichend für Deine Altersversorgung an (nach heutigem Stand) und in wievielen Jahren soll dieser Betrag monatlich zur Verfügung stehen? Schließlich sollte man sein Ziel kennen, bevor man los marschiert. Nicht wahr?

Parallel zu diesen Maßnahmen solltest Du die bereits früher angesprochenen Existenzsicherungen (Invaliditätsversicherung, BU-/EU-Versicherung und natürlich die unerlässliche Privathaftpflicht) nicht aus dem Auge verlieren. Denn was hilft Dir die tollste Anlage, in die Du über Jahre einbezahlt hast, wenn ein einziger Haftpflichtfall, ein Unfall oder eine Berufsunfähigkeit dazu führen kann, daß Dein gesamtes Kapital aufgefressen wird...

Schöne Grüße

justii