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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Führerschein machen-->Problem



Sunnybaby
09.07.2007, 20:13
Hallo,
heute hat mir mein Fahrlehrer gesagt, dass ich mich bis zu meiner praktischen Prüfung (26.07) noch ganz schön steigern muss und dass andere jetzt schon kurz vor der prüfung wären, mit 18 Fahrstunden. Und dass das wohl ganz schön teuer werden würde. Mir fehlen noch die Nachtfahrten, sonst hab ich alle.
Ich fand es gar nicht so schlecht, klar bin ich noch unsicher und werde bis zur Prüfung noch einige Fahrstunden haben.
Er sagt, ich muss einfach schneller werden und darf nicht so lange überlegen.
Manchmal fühle ich mich schon etwas überfordert, wenn ich kucken, schalten, lenken, blinken usw alles auf einmal machen soll.
Aber bin ich den wirklich so schlecht, sind 18 Fahrstunden (zu 45 Min.) wirklich so viel?
Jetzt setze ich mich nur noch mehr unter Druck und hab noch mehr Angst vor der Prüfung. Was kann ich denn tun, damit ich endlich besser werde?
Danke Sunny

izzie
09.07.2007, 20:35
Gibt es in deiner Nähe einen Verkehrsübungsplatz, wo du mit einem erfahrenen Autofahrer an deiner Seite noch ein bisschen üben kannst?

Abgesehen davon finde ich es nicht nett vom Fahrlehrer, dich so zu verunsichern!

Historia02
09.07.2007, 20:48
Boah, was ist das denn für ein Fahrlehrer?

Ich bin beim 1. Versuch glatt durchgerasselt und beim zweiten Mal habe ich mich in eine Diskussion mit dem Prüfer verstrickt ... aber dann doch den Lappen gekriegt. (In den letzten 12 Jahre musste ich ihn übrigens noch kein einziges Mal herzeigen.)

Ich habe damals ungefähr 30 Fahrstunden gebraucht (soweit ich mich erinnere). Die Übung kommt einfach durchs Fahren, das kann man nicht beschleunigen.

Und Umsicht ist auf jeden Fall nicht falsch, einer meiner Mitabiturienten starb kurz nach dem Abitur durch einen selbstverschuldeten Autounfall: er hat bei Gegenverkehr überholt! (Ihm fehlte wohl auch die Übung, seine Eltern haben ihn nur ganz selten fahren lassen und als er dann mal das Auto hatte, ist er übermütig geworden.)

Wenn du noch unsicher bist, würde ich eher überlegen, die Prüfung zu verschieben (die kostet doch auch Geld, oder nicht?), noch ein paar Stunden zu nehmen und die Prüfung dann zu machen, wenn du sicherer bist.

Ich habe damals nach der ersten versemmelten Prüfung auch geheult und als erstes gedacht, was mich jetzt die zusätzlichen Fahrstunden und die erneute Prüfungsanmeldung kostet ... aber das sollte kein Kriterium sein, sich prüfen zu lassen, wenn man sich nicht hundertprozentig sicher fühlt!

Just my two cents.

junifrau02
09.07.2007, 22:38
Da dir ja sicher bewusst ist, dass die Fahrstunden Geld kosten, kann es deinem Fahrlehrer sch***egal sein, wie viele Fahrstunden du bis zur Prüfung noch machst...er verdient schließlich daran.

Normalerweise sollte es schon so sein, dass du erst zur Prüfung angemeldet wirst, wenn dein Fahrlehrer dir das auch zutraut...außer, du hättest partout drauf bestanden.

Im Zweifelsfall würde ich lieber ein paar Fahrstunden mehr nehmen, wenn du dich dann sicherer fühlst, als bei der Prüfung durchzufallen. Unterm Strich wird sich das finanziell die Waage halten - paar Stunden mehr, dafür aber sicherer werden und bestehen, im Verhältnis zu 2 x Gebühr für die Vorstellung zur Prüfung und 2 X Prüfgebühr beim TÜV, wenn du bei der ersten praktischen Prüfung durchfällst....abgesehen von den Fahrstunden, die dann zwischen den zwei Prüfungen (natürlich) noch fällig werden.

Inaktiver User
10.07.2007, 00:20
Aber bin ich den wirklich so schlecht, sind 18 Fahrstunden (zu 45 Min.) wirklich so viel?
Ich hatte deutlich mehr als doppelt so viele. Insgesamt 35 Einheiten, von denen einige aber 90 min oder noch länger waren.
Den Wagen habe ich relativ schnell fahren können, was mir Probleme machte, war der Überblick über die Verkehrslage um mich herum. Das hat mir mein Fahrlehrer damals gesagt. Fand ich natürlich doof aber rückblickend muss ich ihm recht geben.
Bei der Prüfung war ich zuerst so aufgeregt, dass man mich nicht nach meinem Namen hätte fragen dürfen. Bestanden habe ich trotzdem gleich im ersten Versuch, was ich auch heute immer noch gern stolz wie Oskar jedem erzähle. :krone auf:

Also, tröste dich, es gibt noch viel größere Deppen, die noch viel mehr Stunden gebraucht haben. :smirksmile:

Ich würde sagen, dass du lieber ein paar Stunden mehr machen solltest. Was nützt es dir, wenn du schon zur Prüfung angemeldet bist und dann womöglich durchfällst. Das verunsichert nur noch mehr.

Dory

junifrau02
10.07.2007, 21:57
x
Was ich mich gerade noch frage....hast du eigentlich in diese 18 Fahrstunden die Sonderfahrten eingerechnet??? Oder hast du im Grunde eigentlich 30 Fahrstunden???

Inaktiver User
11.07.2007, 08:45
Ich hatte 12 Fahrstunden à 50 Minuten insgesamt für KFZ und Motorrad und habe die Prüfung gleich auf Anhieb geschafft, ich glaube, das ist schon sehr typabhängig.

Ich würde - im eigenen Interesse - noch weitere Fahrstunden nehmen, vielleicht um einen anderen Fahrlehrer bitten, und dann erst antreten.

Du machst Dir keinen Gefallen, wenn Du unsicher im Straßenverkehr herumgondelst!

Alles Gute!

Njarka
11.07.2007, 09:25
Ich habe auch zwei Anläufe gebraucht. Und das, obwohl ich vorher Moped gefahren war (80er). Ich ärgere mich im Nachhinein - dein Fahrlehrer klingt wie meiner damals. Hat mich stark verunsichert. Klar, der profitiert davon, wenn man länger braucht. Bei mir war es auch so, dass ich mich durch Vergleiche unter Druck gesetzt fühlte und dann zur Prüfung angetreten bin, obwohl ich in der Woche vorher bei einem Unfall dabei gewesen war (eine Freundin war gefahren, eine andere Verkehrsteilnehmerin hatte den Unfall verschuldet - Vorfahrt). 1 A durchgerasselt.

Meine Empfehlung: Verkehrsübungsplatz. Und Prüfung erst angehen, wenn du mit dir selbst im Reinen bist. 100% wird's vor der Prüfung nie sein, dafür sorgt die Nervosität. Heißt aber nicht, dass du es nicht kannst - sondern ausschließlich, dass du dich nicht so fühlst...

Wenn ich mich an den Motorradführerschein wage, werde ich darauf achten, dass ich mich gegenüber dem Fahrlehrer nicht wieder wie ein Mäuschen fühle. Es ist MEIN Geld und MEINE Zeit. Er ist kein Lehrer in der Schule, der mich triezen darf. :schild genau: Ich bin freiwillig da und verfolge ein Ziel, dass ich auch erreichen möchte. Dafür brauche ich keinen Drill Seargent, sondern einen gelassenen Ausbilder, der mich unterstützt.

Ebayfan
11.07.2007, 12:10
So ein Fahrlehrer ist eine Plage! Als meine Mutter ihren Führerschein machte (mit 40) hatte sie auch so einen Fahrlehrer, der sie ständig eingeschüchtert hat. Sie hatte am Ende mehr als 40 60-minütige Fahrstunden und war immer noch total nervös.

Als ich dann soweit war, ging ich in eine andere Fahrschule und geriet an aufbauende Fahrlehrer. Ich kam mit 11 Stunden aus. Allerdings waren damals die Vorschriften noch etwas lockerer - man konnte die Prüfung im Automatikauto ablegen und brauchte nicht soviele Sonderfahrten.

Das Ergebnis war, dass ich nach bestandener Prüfung (1. Versuch) zwar einen Führerschein hatte, aber nicht fahren konnte. Verletzungsbedingt lagen meine 5 Schaltwagenstunden da schon 2 Monate zurück. Ich hoppelte wie ein Känguruh los. Jedes Mal! Aber das gab sich nach kurzer Zeit. Übung macht eben den Meister. Ich war auch nicht besonders ängstlich und meisterte auch gefährliche Situationen. Ich konnte eben nur mit meinem Schaltwagen nicht richtig anfahren (sehr peinlich, wenn man in einen Stau gerät) und rückwärts-fahren (da war ich viel zu schnell). Bei meiner ersten Fahrt musste ich meinen geparkten Wagen zurücksetzen, um wieder losfahren zu können - ich habe ihn geschoben :freches grinsen: .

Da ich aber nicht verunsichert war und "nur" Probleme beim Anfahren hatte, lernte ich auch das innerhalb kürzester Zeit und wurde recht schnell zu einer versierten Fahrerin.

Ich denke, es ist gar nicht so wichtig, wieviele Fahrstunden man hatte. Solange man weiß, was man kann und was nicht und sich nicht selbst überschätzt. Der Führerschein ist anfangs nur die Erlaubnis, allein weiterzuüben. Perfekt ist da noch keiner!

Asphaltblume
11.07.2007, 22:58
Privat mit Begleiter auf dem Verkehrsübungsplatz trainieren hilft bestimmt, gerade wenn du noch technische Probleme hast (anfahren am Berg, einparken, solche Sachen). Aber es ist durchaus auch typabhängig, wieviele Fahrstunden man braucht, um verkehrstüchtig genug für die Prüfung zu sein.
Ich würde nicht so pauschal behaupten wollen, "klar sagt der Fahrlehrer sowas, der will dir noch mehr Stunden aufschwatzen" - das kann zwar durchaus auch ein Kriterium sein, andererseits profitieren Fahrschulen auch von der Mund-zu-Mund-Propaganda, und da rentiert es sich dann, schnell und preiswert zu sein und viele Prüflinge zu haben, die es im ersten Anlauf schaffen. Meine Fahrschule hab ich oft und gern weiterempfohlen, leider hat der Chef sich irgendwann zur Ruhe gesetzt, ist nach Hessen gezogen und hat den Laden verkauft. Und ich hatte zwar knapp 30 Fahrstunden (inklusive Pflichtfahrten, Autobahn, Nacht- und Dauerfahrt), aber ich hab beide Prüfungen auf Anhieb geschafft. Und mein Fahrlehrer (im Hauptberuf Polizist) hat mich daran gewöhnt, beim Fahren auch noch mit dem Beifahrer zu schwatzen.
Es spielt sicherlich auch eine Rolle, ob du in einer Großstadt oder in einem eher ländlichen Gebiet lernst, wo viel Verkehr ist, ist es einfach schwieriger, die Verkehrslage zu überblicken und zu beherrschen. 18 Stunden finde ich (Berlinerin) also nicht so sehr viel.

gerbil-fan
12.07.2007, 11:05
Hallo Sunnybaby! Zunächst finde auch ich deinen Fahrlehrer reichlich seltsam, denn 18 Stunden sind m.e. nicht viel. Ich habe zufällig vorgestern meine kl. Tochter (16 1/2 Jahre) zum FS mit 17 angemeldet. Und dort wurde gesagt, das man mit ca. 25 Fahrstunden rechnen müsse (das sei der Schnitt). Selbst meine größere Tochter, die zwar 2 Jahre gebraucht hat (3x Theorie durchgefallen, gesperrt danach, dann mal kein Geld mehr usw. usw.) hatte am Ende doch auch nur ca. 25-28 Stunden. Also noch im Schnitt. Das mit einem Übungsplatz ist eine gute Idee, beim ADAC kann man auch erfahren, wo sowas ist. Also keine Panik, wenn du noch ein paar Stunden brauchst, du schaffst das schon!