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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unterhaltspflicht für meine Mutter



Inaktiver User
28.06.2007, 15:54
Hey, ich hoffe, ich habe hier das richtige Forum für mein Anliegen gewählt.

Ich steh zur Zeit wirklich auf dem Schlauch, es geht um Folgendes.

Meine Mutter lebt in einem Pflegeheim und bisher ließ sich der Heimbeitrag von ihrer Rente bezahlen.

Nun wird das Heim um 400 (!!!!!) Euro im Monat teuerer, Hilfe!!! :ooooh: :knatsch:

Ich weiß, dass ich unterhaltspflichtig bin, aber nicht genau, in welchem Maß.

Wenn ich nicht zahlen kann, dann bezuschusst das Sozialamt, aber ich weiß nicht, unter welchen Bedingungen. :wie?:

Kann mir jemand weiterhelfen? Meine Fragen sind diese:

Wieviel Euro monatlich bekomme ich als Freibetrag für meinen eigenen Unterhalt angerechnet?

Wieviel Geld darf ich auf der Bank haben, oder wird grundsätzlich verlangt, dass ich von meinen Ersparnissen das Heim bezahle?

Ist meine eigene Eigentumswohnung (zur Zeit im Bau) gefährdet?

Für mich problematisch ist besonders, dass ich Geld auf dem Sparbuch habe, das aber fest verplant ist für die neue Wohnung.

Ich seh mich in meinen Albträumen schon in einer neuen Wohnung ohne Möbel sitzen, weil das Möbelgeld für die Heimkosten draufgeht . . . :ooooh:

Kennt sich jemand von euch ein bisschen aus zu diesem Thema?

Das wäre echt wunderbar . . .

DANKE schon mal :blumengabe:

Biene

Nocturna
28.06.2007, 17:49
Ich würde dich gerne mal auf diesen Link (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=62065)verweisen.
Damit werden wahrscheinlich nicht alle deiner Fragen beantwortet sein, aber er wird dich wahrscheinlich etwas beruhigen.

Inaktiver User
29.06.2007, 08:29
Hallo Nocturna,

ich danke dir herzlich für den Link.

Beruhigen tut mich das Gelesene leider gar nicht, denn es scheint so zu sein, wie ich befürchte, das Sozialamt zahlt so lange nicht, bis mein Sparbuch (fast) leer ist :zwinker: , aber informativ ist der Link auf jeden Fall, vor allem wegen dem Selbstbehalt.

Es scheint kein Weg daran vorbei zu führen, mich vom Rechtsanwalt beraten zu lassen, wo alle Einzelheiten speziell meiner *Vermögens*lage besprochen werden.

Aber es sieht schon so aus, dass härtere Zeiten auf mich zukommen . . . :ooooh:

Ich finde das total ungerecht, dass die Eigenleistung um 400 Euro steigen darf, nur weil die höhere Pflegestufe erreicht wird!

Daran habe ich wohl noch eine Weile zu kauen.

Für alle anderen Interessierten: Der Eigenanteil bei der Heimrechnung beträgt also bei Pflegestufe 3 über 2000 Euro!

Danke dir nochmal, Gruß Biene

Ebayfan
01.07.2007, 00:34
Ist es überhaupt zulässig, die Kosten für das Heim so stark anzuheben? Darüber würde ich auch mal mit dem Anwalt reden. Und ob es nicht besser wäre, das Sparbuch zu plündern und das Geld auszugeben ;-).

Inaktiver User
01.07.2007, 10:19
Hallo BieneM

du solltest erstmal zum sozialamt gehen und den antrag stellen.
bei der berechnung werden erstmal nur die einkommensquellen deiner mutter zu grunde gelegt.

es wird differenziert zwischen Pflegewohngeld und Sozialhilfe in besonderen Lebenslagen.
Pglwg. muss nicht zurück gezahlt werden, Sozialhilfe unterliegt der Einzelfallprüfung.

Hat Deine Mutter dir Eigentum innerhalt der letzten zehn Jahre überschrieben, wird dieses in Vermögen angerechnet und damit wirst du zahlungspflichtig.

Verfügt Deine Mutter über Erspartes das einen bestimmten Wert übersteigt, oder besitzt sie Eigentum z.B. ein Haus das vermietet ist, sind die Heimkosten hierraus zu bedienen, bis zur Selbstbehaltsgrenze, die genauen Zahlen wird man Dir auf der Sozialbehörde nennen.

Das Heim wird sicher diesen höheren Preis erheben dürfen, wenn es diese Preiserhöhung denn mit den zuständigen Pflegekassen verhandelt hat, du hast als gesetzliche Vertreterin Deiner Mutter, wenn Du von ihr dazu berechtigt bist, oder per Gesetz als Betreuer eingesetzt bist, ein Anrecht darauf die neuen Pflegesatzvergütung einzusehen.
Das Heim darf den neuen Preis erst erheben, wenn es die vierwochenfrist zur bekanntgabe eingehalten hat.

Ansonsten steht es Dir und Deiner Mutter frei einen günstigeren Heimplatz zu suchen und den Heimvertrag zu kündigen.

An Deinen Lebenstandard und Deinen Lebensunterhalt darf das Sozialamt nicht so ganz ohne weiteres dran.

Auch da gibt es Einkommensgrenzen, die mir allerdings nicht bekannt sind.

Du brauchst erstmal keinen Anwalt, du solltest eher so schnell wie möglich einen Antrag beim zuständigen Sozialamt abgeben, da eine Kostenübernahme nur ab dem Tag der Antragstellung gewährt werden kann.

Das Heim ist verpflichtet, Dir bei der Antragstellung zur Seite zu stehen und den Pflegewohngeldantrag zu stellen.

Ansonsten erkundige Dich mal, ob es in eurer Stadt ein Pflegeberatungsbüro gibt, die können dir dann differenzierte Auskünfte erteilen.

lg

any

Inaktiver User
01.07.2007, 10:31
Hallo BieneM,
vielleicht hilft dir das hier. (http://www.handelsblatt.immowelt.de/News/newsDetail.aspx?history=back&cp=1&themeID=126&newsGuid=AB9CB72EA7054B7C99ABF44D6F5006CE)

Inaktiver User
01.07.2007, 15:13
Hey Gresse, super, genau darum geht es bei mir!!

Die Eigentumswohnung meiner Mutter kann verkauft werden, ich hab das Geld aber schon in ein Darlehn reingesteckt zur Finanzierung einer Eigentumswohnung für mich in den kommenden Jahren ( Altersabsicherung)

Ich hatte nun Angst, meinen Darlehnspflichten nicht nachkommen zu können, wenn ich das Geld vom Erlös der Wohnung in die Heimkosten stecken muss.

Anscheinend ist es ja nun nicht ganz so streng und ich kann den Antrag beim Sozialamt mal stellen, ablehnen können die ja immer noch ;-))

So wie du schreibst, any-else, dachte ich auch, das Eigentum meiner Mutter geht auf jeden Fall drauf. Ich konnte es deshalb für meine Zukunftspläne einsetzen, weil sie mir eine Generalvollmacht über ihr gesamtes Vermögen erteilt hat.

Und weil ich selbst nicht mehr ganz fit bin und in meiner alten Wohnung gekündigt wurde (Haus wird abgerissen) war es dringend nötig, jetzt für die Zukunft zu planen und nicht erst, wenn ich sie beerbe (bin einziges Kind).

Tja, das Heim darf so viel mehr verlangen, weil meine Mutter von Pflegestufe 2 in 3 höhergestuft worden ist, da zahlt dann die Kasse nicht mehr die Hälfte des Pflegebetrags, sondern nur noch einen geringen Teil, sehr sehr ungerecht, finde ich.

Auf jeden Fall bedanke ich mich herzlich für eure Antworten und grüße herzlich

Biene

RebellinOA
15.07.2007, 13:43
eine mutter bekommt ihre kinder satt- aber die kinder nicht ihre mutter.... traurig , traurig, traurig, ich finde es nicht richtig, dass der staat einspringen soll, wenn das kind glaubt mit geld planen zu können das ihm nicht gehört, eine kontovollmacht gibt niemanden das recht sich an geld zu vergreifen das einem noch nicht zusteht, leider denken viele die allgemeinheit wird es schon bezahlen.... :-(

Inaktiver User
15.07.2007, 14:32
Dieser Vergleich hinkt, wie ich finde, denn ein Kind (oder mehrere Kinder) satt zu bekommen kostet ganz sicher keine 2900 Euro im Monat, sonst würde es auch genug Mütter geben, die ihre Kinder nicht versorgen können!

Diese stolze Summe ist der Eigenanteil an den Heimkosten, ich kenne kaum jemanden, der das so einfach bezahlen kann!
Das finde ich schlichtweg sozial ungerecht.

Dass ein Heimplatz bei uns nahezu 5000 Euro monatlich kostet (wenn man die Leistung der Krankenkasse dazuzählt) dann kann da meiner Meinung nach was nicht stimmen.

Meine Mutter hat übrigens ihr Leben lang gearbeitet und Beiträge für Krankenkasse und Pflegekasse bezahlt und es ist ihr ausdrücklicher Wunsch, dass ihre Eigentumswohnung mir gehört und anschließend meinem Sohn, also in der Familie bleibt.
(bzw. aus dem Erlös der einen eine andere, örtlich passendere Wohnung erstanden wird, wie ich es jetzt gerade mache.)

So viel zum *Vergreifen an Geld, das mir nicht gehört*!!

Hochachtung aber für dich, wenn du so großzügig eingestellt sein solltest, dass du ohne mit der Wimper zu zucken dein bisschen Erbe hergeben würdest für überzogene Heimkosten.

Ich muss leider zugeben, dass ich da *egoistischer* bin und das nicht einsehe.

Die Krankenkassen nehmen dermaßen viel Geld ein, der Beitragssatz jedes Alleinverdieners ist z.B. enorm hoch, warum zahlen sie dann in den ersten beiden Pflegestufen die Hälfte der Kosten und nachher nur noch ein Drittel?

Für mich ist das nicht einzusehen, zumal der Übergang in Pflegestufe 3 keine rein finanzielle Belastung für mich als Angehörige ist, sondern sehr viel Trauriges mit sich bringt, dass nämlich der betroffene Mensch immer hinfälliger wird und die Sorge um ihn immer größer.

Meine Mutter hat sich diese Wohnung lange erspart und ich bin froh, dass sie wegen Alzheimer nicht mitbekommt, dass diese evtl. der Staat *kassiert* und es nicht so kommt, wie sie es sich vorgestellt hat, dass die Wohnung in der Familie bleibt.

Zum Glück scheint es ja so zu sein, dass sogar das Sozialamt einem *Kind* ( in dem Fall mir) eine Wohnung zur Alterssicherung zugesteht, ich muss mich noch genau kundig machen.

Du tust das anscheinend nicht - schade! Aber jeder Mensch hat seine ureigenen Lebensumstände und da ist es schwierig, allgemeingültige Aussagen zu machen.

Biene

RebellinOA
15.07.2007, 17:05
Dieser Vergleich hinkt, wie ich finde, denn ein Kind (oder mehrere Kinder) satt zu bekommen kostet ganz sicher keine 2900 Euro im Monat, sonst würde es auch genug Mütter geben, die ihre Kinder nicht versorgen können!

Diese stolze Summe ist der Eigenanteil an den Heimkosten, ich kenne kaum jemanden, der das so einfach bezahlen kann!
Das finde ich schlichtweg sozial ungerecht.

Dass ein Heimplatz bei uns nahezu 5000 Euro monatlich kostet (wenn man die Leistung der Krankenkasse dazuzählt) dann kann da meiner Meinung nach was nicht stimmen.

Meine Mutter hat übrigens ihr Leben lang gearbeitet und Beiträge für Krankenkasse und Pflegekasse bezahlt und es ist ihr ausdrücklicher Wunsch, dass ihre Eigentumswohnung mir gehört und anschließend meinem Sohn, also in der Familie bleibt.
(bzw. aus dem Erlös der einen eine andere, örtlich passendere Wohnung erstanden wird, wie ich es jetzt gerade mache.)


deine mutter hat mit sicherheit nicht ihr ganzes leben beiträge für die pflegeversicherung bezahlt



So viel zum *Vergreifen an Geld, das mir nicht gehört*!!

Hochachtung aber für dich, wenn du so großzügig eingestellt sein solltest, dass du ohne mit der Wimper zu zucken dein bisschen Erbe hergeben würdest für überzogene Heimkosten.


ich bin der meinung so lange meine eltern leben ist ihr geld/ ihre wohnung und ihr haus nicht mein erbe, sondern ihr alleiniges hab und gut.

Inaktiver User
15.07.2007, 18:26
ich bin der meinung so lange meine eltern leben ist ihr geld/ ihre wohnung und ihr haus nicht mein erbe, sondern ihr alleiniges hab und gut.[/COLOR]
Wenn BieneM über die Wohnung ihrer Mutter verfügt, dann nur deshalb, weil die Mutter sie ihr überschrieben oder geschenkt hat, d.h. sich freiwillig von ihrem Eigentum getrennt hat. BieneM hat das Recht, für ihre eigene Zukunft und die ihres Kindes vorzusorgen.

Anastasia1960
15.07.2007, 18:45
Das Geld von der Eigentumswohnung kannst du behalten wenn dir deine Mutter das Geld schon mind. 10 Jahre überreicht hat. Erst nach 10 Jahren bist du nicht mehr verpflichtet das Geld für die Heimkosten zu verwenden. Gilt übrigens auch für Übertragung von Immobilien.

Inaktiver User
15.07.2007, 19:38
Danke nochmals für eure Tipps, auch noch an any-else, die so ausführlich geantwortet hat :blumengabe:

Meine Mutter weiß leider nicht mal mehr, wie sie richtig heißt und deshalb ist alles mir übertragen und ich handle nach meinem Gewissen und nach dem was ich glaube, was sie wünschen würde.

Ich hab mich so entschieden und das ist okay, andere mögen ihre eigenen Entscheidungen treffen.

Thema abgeschlossen, DANKESCHÖN an alle, die mir ihre nützlichen Infos geschrieben haben! :blume: :blume:

Grüße von Biene

Inaktiver User
15.07.2007, 21:16
Meine Mutter weiß leider nicht mal mehr, wie sie richtig heißt und deshalb ist alles mir übertragen und ich handle nach meinem Gewissen und nach dem was ich glaube, was sie wünschen würde.

Oh! Das ist allerdings dann eine ganz andere Sachlage! Wenn deine Mutter dir nicht die Wohnung im geschäftsfähigen Zustand offiziell übertragen hat, dann ist das in der Tat noch ihre Wohnung und ihr Vermögen, das sie für die Finanzierung des Heimaufenthaltes einsetzen muss - unabhängig davon, was ihr für ihre Wohnung am liebsten wäre, und unabhängig von deinen guten Absichten. Wenn ich das richtig sehe, handelst du als ihre Betreuerin, aber in dem Fall steht dir der Erlös aus der Wohnung nicht zu. Ich glaube, du brauchst einen sehr guten Anwalt.

RebellinOA
16.07.2007, 18:19
Oh! Das ist allerdings dann eine ganz andere Sachlage! Wenn deine Mutter dir nicht die Wohnung im geschäftsfähigen Zustand offiziell übertragen hat, dann ist das in der Tat noch ihre Wohnung und ihr Vermögen, das sie für die Finanzierung des Heimaufenthaltes einsetzen muss - unabhängig davon, was ihr für ihre Wohnung am liebsten wäre, und unabhängig von deinen guten Absichten. Wenn ich das richtig sehe, handelst du als ihre Betreuerin, aber in dem Fall steht dir der Erlös aus der Wohnung nicht zu. Ich glaube, du brauchst einen sehr guten Anwalt.

das glaube ich auch, man kann ihr handeln als unterschlagung werten....:knatsch:

Donna3
16.07.2007, 23:00
Dieser Vergleich hinkt, wie ich finde, denn ein Kind (oder mehrere Kinder) satt zu bekommen kostet ganz sicher keine 2900 Euro im Monat, sonst würde es auch genug Mütter geben, die ihre Kinder nicht versorgen können!

Diese stolze Summe ist der Eigenanteil an den Heimkosten, ich kenne kaum jemanden, der das so einfach bezahlen kann!
Das finde ich schlichtweg sozial ungerecht.

Dass ein Heimplatz bei uns nahezu 5000 Euro monatlich kostet (wenn man die Leistung der Krankenkasse dazuzählt) dann kann da meiner Meinung nach was nicht stimmen.

Meine Mutter hat übrigens ihr Leben lang gearbeitet und Beiträge für Krankenkasse und Pflegekasse bezahlt und es ist ihr ausdrücklicher Wunsch, dass ihre Eigentumswohnung mir gehört und anschließend meinem Sohn, also in der Familie bleibt.
(bzw. aus dem Erlös der einen eine andere, örtlich passendere Wohnung erstanden wird, wie ich es jetzt gerade mache.)

So viel zum *Vergreifen an Geld, das mir nicht gehört*!!

Hochachtung aber für dich, wenn du so großzügig eingestellt sein solltest, dass du ohne mit der Wimper zu zucken dein bisschen Erbe hergeben würdest für überzogene Heimkosten.

Ich muss leider zugeben, dass ich da *egoistischer* bin und das nicht einsehe.

Die Krankenkassen nehmen dermaßen viel Geld ein, der Beitragssatz jedes Alleinverdieners ist z.B. enorm hoch, warum zahlen sie dann in den ersten beiden Pflegestufen die Hälfte der Kosten und nachher nur noch ein Drittel?

Für mich ist das nicht einzusehen, zumal der Übergang in Pflegestufe 3 keine rein finanzielle Belastung für mich als Angehörige ist, sondern sehr viel Trauriges mit sich bringt, dass nämlich der betroffene Mensch immer hinfälliger wird und die Sorge um ihn immer größer.

Meine Mutter hat sich diese Wohnung lange erspart und ich bin froh, dass sie wegen Alzheimer nicht mitbekommt, dass diese evtl. der Staat *kassiert* und es nicht so kommt, wie sie es sich vorgestellt hat, dass die Wohnung in der Familie bleibt.

Zum Glück scheint es ja so zu sein, dass sogar das Sozialamt einem *Kind* ( in dem Fall mir) eine Wohnung zur Alterssicherung zugesteht, ich muss mich noch genau kundig machen.

Du tust das anscheinend nicht - schade! Aber jeder Mensch hat seine ureigenen Lebensumstände und da ist es schwierig, allgemeingültige Aussagen zu machen.

Biene

das sind ganz normle kosten für ein pflegeheim. das zahlt meine mutter auch, die ebenfalls alzheimer hat. meine schwester und ich zahlen beide monatlich einen bestimmten betrag, den rest, der nicht durch rente etc. abgedeckt wird, übernimmt das sozialamt.
ob kinder überhaupt etwas dazu zahlen müssen, wird von bundesland zu bundesland unterschiedlich gehandhabt.
in jedem fall wird aber die wohnung deiner mutter herangezogen. der staat "kassiert" auch nicht, sondern die kosten deiner mutter werden damit bezahlt.

ich würde mich von einem anwalt beraten lassen und einen termin mit dem sozialamt machen, um die strittigen fragen zu klären.

Elance
18.07.2007, 11:50
ich mag das total, dass du eine schöne ETW bekommst, und die Pflege deiner Mutter das Soz. Amt genauer die Allgemeinheit übernehmen soll *ironiemodusaus*

Das ist kein Kavaliersdelikt und gehört m. E. empfindlich geahndet.

Margali62
18.07.2007, 12:01
Das Sozialamt als Kostenträger wird sich das Geld schon holen.

Betreuung der Mutter und es geht um Eigentum wie Wohnung /Haus.: Muß beim Notar gemacht worden sein. Sonst hat eh das Familiengericht den Finger drauf.

Eine Schenkung / Erbe innerhalb der letzten 10 Jahre : Wird rückabgewickelt vom Sozialamt.

Margali62
18.07.2007, 12:04
In die Pflegekasse kann Deine Mutter erst ab dem 1.1.1995 eingezahlt haben.
"Ein Lebenlang", naja.

Inaktiver User
18.07.2007, 12:16
ich mag das total, dass du eine schöne ETW bekommst, und die Pflege deiner Mutter das Soz. Amt genauer die Allgemeinheit übernehmen soll *ironiemodusaus*

Das ist kein Kavaliersdelikt und gehört m. E. empfindlich geahndet.

Aber wäre doch schön, wenn man die Kosten abwälzen kann, während man den Ertrag in der selben Sache einfährt.

Reichlich seltsame Idee, mit einer solchen Sache durchkommen zu können.

Elance
18.07.2007, 14:28
vom moralischen Aspekt ganz zu schweigen. *seufz* ich bin zu gut für die Welt

KHelga
18.07.2007, 16:14
Hallo Biene,

der 'springende Punkt' ist, dass Du eine Generalvollmacht von Deiner Mutter hast. Da Deine Mutter noch lebt, kannst Du jetzt noch nicht frei über ihr Vermögen verfügen, sondern mußt, weil sie schwer krank ist, für ihren Unterhalt sorgen, solange das Vermögen Deiner Mutter dazu ausreicht.

Nun hast Du aber das Vermögen Deiner Mutter - sagen wir - für Dich 'zweckentfremdet'. Und aus diesem Grunde glaube ich, wirst Du einen Prozeß mit dem Sozialgericht verlieren.

JaneBirkin
18.07.2007, 16:38
Da Deine Mutter noch lebt, kannst Du jetzt noch nicht frei über ihr Vermögen verfügen, sondern mußt, weil sie schwer krank ist, für ihren Unterhalt sorgen, solange das Vermögen Deiner Mutter dazu ausreicht.

So wie sie es vermutlich selbst auch getan hätte. Ein Manöver, das daran vorbei führt und Dich zusätzlich in den Genuss des Vermögens bringt, scheint mir ausgesprochen heikel.

Ich empfehle vorsichtshalber einen Blick auf die Tatbestands-Definition des 266 StGB (Untreue).

Selbst wenn Du ehrlich davon ausgehst, Deine Mutter hätte lieber gehabt, dass Du die Wohnung bekommst, statt das Geld für die teure Pflege zu verwenden, stehst Du argumentativ damit auf sehr dünnem Eis.

Gitta777
19.07.2007, 12:10
Glaube ich auch, damit kommst du kaum durch.
Vom moralischen Aspekt her finde ich es auch richtig, dass man das, was man erben wird oder bereits geschenkt bekommen hat, für den Unterhalt der Eltern einsetzt, bevor die Allgemeinheit einspringen muss.
Ich kann jedoch verstehen, wenn man sich als "Kind" dagegen sträubt, sein eigenes Geld einzusetzen. Da ist es für mich auch kein Argument, dass die Eltern für uns ja auch sorgen. Denn die Eltern haben uns ja aus freien Stücken in die Welt gesetzt.
Und ich finde, dass unsere Generation es selbst nicht so leicht hat, fürs eigene Alter vorzusorgen (schleichende Inflation, überall möglichst geringe Bezahlung, Zeiten der Arbeitslosigkeit und der Leiharbeit); von der gesetzlichen Rente habe ich nicht viel zu erwarten, und Geld für eine private Rente abzuzwacken ist heute oft bei vielen kaum mehr drin. Der Staat holt sich mehr und mehr bei den kleinen Leuten.