PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Sonnenanbeterin ist wieder schwanger



Sonnenanbeterin
25.06.2007, 17:23
Hallo zusammen,

vielleicht können sich einige von euch noch an meinen Thread aus Januar/Februar dieses Jahres erinnern. Ich war ungewollt und völlig überraschend schwanger und hatte eine schlimme Zeit. Am Ende hatte ich mich für das Kind (und damit gegen seinen Vater) entschieden und dann habe ich es ziemlich früh (ca. 8./9. Woche) auf natürliche Weise verloren...

Ich dachte, damit sei "meine Geschichte" abgeschlossen. Die Ausschabung selbst war natürlich kein prickelndes Erlebnis, aber ich habe sie psychisch ganz gut verkraftet. Nach einer kurzen Zeit der Trauer um das verlorene Kind konnte ich problemlos zu meinem alten Leben zurückkehren. Auch meine Beziehung hat dieses Ereignes überstanden.

Nach dem Eingriff war natürlich mein Zyklus völlig durcheinander. Irgendwann hatte ich dann eine Blutung, die ich fälschlicherweise als Menstruation interpretiert habe. Flugs habe ich mir meine fruchtbaren Tage ausgerechnet und nur an diesen akribisch auf Verhütung geachtet, während ich es an den anderen Tagen nicht so genau genommen habe.

Um es kurz zu machen: nachdem ich Wochen lang meine Tage nicht bekommen habe, habe ich noch mal einen Schwangerschaftstest gemacht und der war natürlich positiv. Ich war trotzdem wieder total überrascht, denn ich habe - wie beim ersten Mal - überhaupt nichts gespürt. Keine Symptome. Nichts, null.

Es ist im Nachhinein und für Außenstehende sicher unvorstellbar - und ich komme mir selbst ziemlich naiv vor - wie einem das zwei Mal hintereinander passieren kann. Meistens haben wir ja verhütet, aber eben nicht immer. So fruchtbar kann doch überhaupt kein Mensch sein!!!

Ich also zur Ärztin, die guckt nach und sagt: 11. Woche. Da bin ich fast vom Stuhl gesprungen! Wie kann das denn sein? 9 Wochen schwanger und nix gemerkt????? Nach meinen Recherchen war ich dann wohl doch "erst" in der 10. Woche, aber das macht auch keinen großen Unterschied. Sie hat mir ein Ultraschildbild vom Kind mitgegeben, das hat mich echt umgehauen, wie das schon aussieht! Unglaublich, schon wie ein kleiner Mensch.

Naja, die ganze Grübelei ob Kind ja oder nein habe ich ja bereits hinter mir und zwischen Test und Gynni-Besuch hatte ich 5 Tage, um mir noch mal genau zu überlegen, ob ich das hinbekomme. Die meisten Szenarien waren ja schon beim ersten Mal gedanklich durchgespielt. Inzwischen freue ich mich (die meiste zeit) und ich denke auch nicht permanent an die Schwangerschaft, da ich außer gelegentlichem Ziehen im Unterleib nach wie vor null Symptome habe.

Die Einstellung meines Freundes zu dem Thema wird sich nicht verändert haben. Er weiß es noch nicht. Zuerst will ich meine Eltern einweihen. Wahrscheinlich am Donnerstag, denn am Mittwoch bin ich noch mal bei der Ärztin und dann wird über pränatale Diagnostik gesprochen. Aus Unkenntnis über meine Schwangerschaft habe ich in den ersten Wochen vieles gemacht, was man nicht darf (Alkohol getrunken (zum Glück nur in Maßen), mit Katzen geschmust, Sushi gegessen), bzw. einiges wichtiges unterlassen (z. B. Folsäure zuführen). Ich glaube, dass sich meine Eltern freuen werden, trotzdem habe ich große Angst davor, es ihnen zu sagen, denn es wird der aus ihrer Sicht unvorhergesehenste Knaller überhaupt sein. Auch ihr Leben wird dadurch gehörig durchgerüttelt, da ich auf ihre Hilfe angewiesen sein werde.

Noch mehr Angst habe ich davor, es meinem Freund zu sagen. Ich bin mir darüber bewusst, dass das das Ende unserer Beziehung bedeuten kann, aber das nehme ich in Kauf, wenn es mir auch Leid täte. Letzten Endes muss er entscheiden, ob er es nicht doch versuchen will. Er wird wohl entsetzt und enttäuscht sein, denn er liebt mich ja und will mich "eigentlich" nicht verlieren. Erst gerade hatten wir ein tolles gemeinsames Wochenende (ich konnte es entgegen meine Befürchtungen sogar richtig geniessen und habe praktisch gar nicht daran gedacht, dass ich schwanger bin). Umso mehr fände ich es schade, wenn das ein jähes Ende fände. Ich hoffe, dass ich das nächstes Wochenende fertig bekomme, es ihm zu sagen. Es wird ja Zeit und irgendwann kann man es ja nicht mehr verheimlichen, aber es wird unendlich schwer.

So steht es also im Moment. Ich freue mich, dass es so gekommen ist, aber natürlich habe ich auch Zukunftsängste. Zwar werde ich Elterngeld bekommen, aber das wird am letzten Einkommen bemessen. Ich bin selbstständig und hatte unpassenderweise dieses Jahr das bisher schlechteste Jahr überhaupt, was sich natürlich ganz übel auf die Höhe des Elterngeldes auswirkt. Ob und wieviel mein Freund zahlen wird, weiß ich nicht. Meine Eltern sind finanziell ganz gut gestellt und werden keine Sekunde zögern, mich auch finanziell zu unterstützen. Trotzdem wird es auch finanziell sicher nicht ganz leicht.

Ich habe dies hier aufgeschrieben, weil ich im Januar so viel liebe Unterstützung hier im Forum gefunden habe, dass ich dachte, vielleicht interessiert die eine oder andere, wie die Story mit mir weiter gegangen ist. Dass ich im Moment noch mit niemandem darüber sprechen kann, ist manchmal echt hart und es hat gut getan, das alles mal einfach so runterzuschreiben. Und sicher werde ich in den nächsten Wochen und Monaten noch tausend Fragen, Zweifel und Ängste haben, für dich ich mir dann auch hier bestimmt moralische Unterstzützung holen kan.

Lieben Gruß und vielen Dank an alle!

Die Sonnenanbeterin

kaffeesahne
25.06.2007, 18:18
Herzlichen Glückwunsch!

dann soll es wohl so sein...

ich freue mich für dich, und wünsche dir viel Kraft, viel Spass und eine(n) süßen mini-sonnenanbeter(in)!

kaffeesahne

Cory
25.06.2007, 22:54
Hi,

na, das ist ja ein Hammer.
Sag es ihm so schnell wie möglich. Sonst wird es immer schlimmer.
Meine Geschichte ist recht ähnlich.
Ich bin schwanger geworden weil wir nicht richtig aufgepaßt haben. Ich wollte es behalten, er war erschüttert.
Vor allem weil er nicht Herr seiner Entscheidung war.

Das hat so etwa 3 Monate gedauert, dann hatte er sich wieder gefangen.
Inzwischen findet er seine kleine Tochter natürlich toll und wir wollten eigentlich im Sommer Nummer 2 ansetzen.

Bestimmt wird dein Freund erstmal gar nicht begeistert sein, ielleicht zieht er sich auch eine Weile zurück oder bleibt distanziert. Laß ihm etwas Zeit.
Die Männer haben im Allgemeinen nicht dieses Glücksgefühl, wenn Sie an eigenen Nachwuchs denken. Das stellt sich erst später ein. Bei vielen auch erst wenn die Kinder so 6 Monate alt sind.

Und wenn die Fronten total verhärtet sind muß er zumindest für Dich und das Kind Unterhalt bezahlen.
Für Dich in den ersten 3 Jahren wenn Du nicht mehr arbeiten kannst, fürs Kind sowieso.
Ansonsten ist es nicht sooo dramatisch. In den ersten Monaten kann man recht viel nebenbei arbeiten, danach wäre theoretisch schon Kita möglich, dann kannst Du wieder einsteigen und Geld verdienen.

Gruß Cory

Cerise
25.06.2007, 23:17
Liebe Sonnenanbeterin,
ich erinnere mich sehr gut an Deine Geschichte und freue mich sehr. Tja, offenbar ist die Olive hartnäckiger als wir alle dachten... und will um jeden Preist zu Dir.

Ich wünsche Dir alles Gute und halt uns hier auf dem laufenden

Cerise

Inaktiver User
26.06.2007, 09:02
Ja, Sonnenanbeterin, ich erinnere mich noch gut an Deine Geschichte. Es freut mich sehr für Dich, dass es nun noch einmal geklappt hat und ich wünsche Dir alles Gute!

Ein kleine Nachfrage habe ich allerdings noch. Wenn ich mich recht erinnere, war Dein Freund schon bei der ersten Schwangerschaft (die ja, wenn ich richtig liege aufgrund einer Verhütungspanne zustande kam) gegen ein Kind. Habt ihr das Thema Kinder/Verhütung nach Deiner Fehlgeburt denn nochmal besprochen? Was waren denn die Konsequenzen? Du schreibst, dass Du damit rechnen musst, dass er sich von Dir trennt. Daraus schließe ich, dass er seine Meinung zum Thema Kind nicht maßgeblich geändert hat.

However, ich wünsche Dir viel Kraft für die Zukunft,
Spellbound

Gruß, Spellbound

Sonnenanbeterin
26.06.2007, 14:57
Hi zusammen,

mein Freund hat ja schon eine Tochter aus seiner längst zerbrochenen Ehe. Diese wollte er auch nicht, seine Ex-Frau hat sie ihm damals quasi aufgeschwatzt. Erst als sie auf die Welt kam, hat er begonnen sie zu lieben und tut es bis heute (9 Jahre) abgöttisch. Ich bezweifle, dass das noch mal funktioniert, zumindest verlasse ich mich nicht darauf. Schön wär´s, aber ehrlich gesagt schätze ich die Chancen gering ein. Seit seine Ehe gescheitert ist, ist er ein totaler Einzelgänger, genießt seine Freiheit, kann noch nicht mal mit mir zusammenleben, auch nicht ohne Kind, weil er dann um seine Unabhängigkeit fürchtet.

Wie es passiert ist? Na, ich habe halt wieder nicht aufgepasst. Als die erste Schwangerschaft durch war, haben wir über das Thema nicht mehr gesprochen. Wir waren beide ganz erleichtert, dass das Problem sich auf diese Weise, für die sozusagen keiner was konnte, gelöst hatte. Er hat sich durchaus um Verhütung gekümmert (Kondome), da ich aber nicht so auf die Dinger stehe, habe ich auch hin und wieder gesagt, er könne sie weglassen. Ich glaubte halt, ich hätte das Ausrechnen der fruchtbaren Tage im Griff und er hat sich darauf verlassen, so dass ich ihm in dieser Hinsicht keinen Vorwurf machen kann. Es gab auch nichts zu besprechen, denn ich wollte das Kind ja auch nicht, genauso wenig wie diese erneute Schwangerschaft. Es ist eben nur so, dass ich eine Abtreibung nicht fertig bringe und mich deshalb als einzig logische Konsequenz auf das Kind freue. Geplant oder gewollt war das auch von mir nicht.

Ich glaube nicht, dass er für mich Unterhalt zahlen muss, wir sind ja schließlich nicht verheiratet. Um das Geld mache ich mir gar nicht so viel Sorgen. Ich muss halt was kürzer treten, aber es ist ein bisschen Geld da und wie gesagt kann ich bestimmt auch auf meine Eltern zählen. Aber es täte mir um die Beziehung Leid, auch wenn jetzt wieder alle sagen, schieß den Kerl ab, wenn er in dieser Situation nicht zu dir steht. Aber ich liebe ihn nun mal und das kann ich nicht so ohne Weiteres abstellen. Es tut mir ein bisschen Leid, dass ich durch meine Nachlässigkeit unsere Beziehung aufs Spiel setze. Sicher wird er nicht von heute auf morgen aufhören mich zu lieben, "nur" weil ich schwanger bin, aber ich fürchte er hat zu viele Bindungsängste, um diese Projekt zu wagen. Er geht dann lieber durch ein paar Wochen Liebeskummer und trauert um unsere Beziehung, als sich in etwas zu stürtzen, das in seinem Leben schon mal schief gegangen ist.

Aber egal, ich muss damit leben, höchstwahrscheinlich eine allein erziehende Mutter zu sein. Mein Cousine hat vor 2 Monaten ein Baby bekommen und sie hat - obwohl das Kind nicht besonders schwierig ist und sie einen - wenn auch viel arbeitenend - Mann an ihrer Seite hat - unglaublich viel Streß. Und sie meinte noch zu mir (sie weiß "es" natürlich auch noch nicht), dass sie nicht wüsste, wie all die allein erziehenden Mütter das schaffen würden. Davor habe ich etwas Angst. Ich bin auch recht unabhängig und kann mir schlecht vorstellen, monate- oder jahrelang nichts mehr für mich tun zu können, weil ich niemanden habe, der mir mal das Kind abnehmen kann (wahrscheinlich meine Eltern, aber das ist ja immer noch was anderes, als wenn man jemanden zu Hause hat, sicher wisst ihr, was ich meine). Und natürlich finde ich es für das Kind sehr traurig, von vornherein ohne Vater groß zu werden. Ich kenne genug solche Fälle im Bekanntenkreis und meist merkt man schon, dass den Kindern das männliche Element im Leben fehlt.

Ich muss jetzt erst einmal schauen, wie er überhaupt auf die Nachricht reagiert. Dann muss ich ihm Zeit geben, damit er sich überlegen kann, was für ihn die Konsequenz ist, z. B. ob er sich sofort von mir trennt oder erst einmal mit mir zusammen bleibt. Und dann kann ich weiter sehen. Vielleicht schmeisst er mich sofort aus seiner Wohnung. Ein Happy End wie bei Cory wird es aber bei uns wohl nicht geben.

Schön, dass ihr euch noch an mich erinnert!

Lieben Gruß,

Die Sonnenanbeterin

Eteterfon
26.06.2007, 18:33
Hallo,

ich habe Deine Geschichte damals auch gelesen und denke: Anscheinend sollte es so sein. :smile:


Ich glaubte halt, ich hätte das Ausrechnen der fruchtbaren Tage im Griff und er hat sich darauf verlassen, so dass ich ihm in dieser Hinsicht keinen Vorwurf machen kann.
Wenn man(n) partout kein Kind will, darf er sich nicht auf derartige Aussagen verlassen. Oder er hätte längst eine endgültige Lösung (also Vasektomie) anstreben sollen. Und basta. Da hat er zumindest Teilschuld, den Schuh solltest Du Dir also nicht anziehen.

Alles Liebe und alles Gute fürs Baby!

Ete

Cory
26.06.2007, 19:39
Hi,

nun mal mal nicht gleich alles so schwarz!
Noch weiß er nicht einmal von seinem "Glück", also unterstelle ihm doch nicht, daß er sich davon macht.
Das Kind wird, wenn alles gut geht, kommen und damit wird er sich irgendwie auseinandersetzen (müssen).
Und warum sollte er Dich aus seiner Wohnung schmeißen?
Glaub mir einfach: Das wird er nicht tun.

Und selbst wenn ihr es nicht übersteht, so dramatisch ist es auch nicht allein erziehend zu sein.
Mein Freund ist nur 3 Tage in der Woche da, an den anderen Tagen habe ich sie allein, und arbeiten muß ich dann in den Momenten, wenn sie schläft oder gut drauf ist. Geht alles.

Zum Unterhalt: Er muß zahlen, egal ob verheiratet oder nicht. Nur die erste Frau mit Kind hat Vorrang.

Google mal unter Betreuungsunterhalt, § 1615 und folgende:

§ 1615l.
(1) Der Vater hat der Mutter für die Dauer von sechs Wochen vor und acht Wochen
nach der Geburt des Kindes Unterhalt zu gewähren. Dies gilt auch hinsichtlich der
Kosten, die infolge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeit-
raums entstehen.

(2) Soweit die Mutter einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, weil sie infolge der
Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder die Entbindung verur-
sachten Krankheit dazu außerstande ist, ist der Vater verpflichtet, ihr über die in Ab-
satz 1 Satz 1 bezeichnete Zeit hinaus Unterhalt zu gewähren. Das gleiche gilt, soweit
von der Mutter wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit
nicht erwartet werden kann. Die Unterhaltspflicht beginnt frühestens vier Monate vor
der Geburt; sie endet drei Jahre nach der Geburt, sofern es nicht insbesondere unter
Berücksichtigung der Belange des Kindes grob unbillig wäre, einen Unterhaltsan-
spruch nach Ablauf dieser Frist zu versagen.

So long, alles Gute für Dich

Sonnenanbeterin
26.06.2007, 23:35
Jetzt mal ehrlich, aus Männersicht kann man doch schon verstehen, dass sie sauer oder zumindest überfordert sind, wenn sie a) nicht an der Entscheidung teilhaben können, ob sie das Kind behalten wollen oder nicht, weil die Frau es tut, auch über seinen Willen hinweg und b) gezwungen sind, für etwas, das sie nicht wollten dann auch noch bezahlen zu müssen.

Mir ist völlig klar - das habe ich ja selbst erst durch meine erste Schwangerschaft erfahren - dass ein Mann nie wirklich nachvollziehen kann, was eine Schwangerschaft emotional bedeutet. Selbst ich als Frau konnte das ja nicht, so lange ich das nicht mal selbst erlebt habe. Wenn die Schwangerschaft dann noch unerwünscht ist, dann kann man doch wohl wirklich keine Begeisterung erwarten! Schon gar nicht von einem, der kein Kind will.

Bei der letzten Schwangerschaft war er auch total schockiert, als er die Nachricht bekam. Ich habe ihm dann ein paar Tage Zeit zum Nachdenken gegeben (hoch lebe die Wochenend-Beziehung!) und dann er mir nur mitgeteil "ich will kein Kind mehr". Dafür schien die Sache für ihn erledigt. Kein weiterer Kommentar, wie er jetzt aus der Sache herauszukommen gedenkt. Also weder hat er mich zur Abtreibung aufgefordert, noch hat er sofort mit mir Schluss gemacht. Ich weiß nicht, wo das hingelaufen wäre, wenn ich das Kind nicht verloren hätte. Wäre die Beziehung im Sande verlaufen? Hätte er irgendwann Schluss gemacht? Hätte er es doch auf sich zukommen lassen?

Ich würde mir wünschen, dass er zumindest bis zur Geburt dabei bleibt, in der Hoffnung, dass dann der selbe Effekt wie bei seiner Tochter eintritt und er das Kind einfach lieben muss. Ich glaube aber auch, dass ein Aspekt seiner Ablehnung der ist, dass seine Tochter dann ihr Alleinstellungsmerkmal in seinem Leben verliert. Das kann er sich sicher überhaupt nicht vorstellen. Er liebt seine Tochter mit dieser übertriebenen Verwöhn-Affenliebe, die viele vom schlechten Gewissen geplagten geschiedene Väter an den Tag legen. Die Kleine ist seine absolute Nummer 1 und wird bis zum Abwinken verwöhnt. Ein Säugling würde mehr Aufmerksamkeit verlangen und - sofern wir zusammen blieben - würde mehr Zeit mit ihm verbringen als seine Tochter, die er "nur" alle 14 Tage am Wochenende hat, während wir uns ja (fast) jedes Wochenende sehen. Ich glaube, dass das eine großer Angstfaktor für ihn ist. Ich bin mir sicher, dass seine Tochter allerdings überhaupt kein Problem damit hätte. Sie hat bereits zwei kleine Geschwister (seine Ex ist wieder verheiratet) und sie ist sehr aufgeschlossen und liebt mich.

Ich habe auch ein bisschen Bedenken - und das muss ich in unserem Gespräch unbedingt klarstellen - dass er glaubt, ich hätte ihm diese zweite Schwangerschaft untergejubelt, weil ich unbedingt ein Kind will. Im Nachhinein und für Außenstehende mag es kaum verständlich sein, wie einem so etwas zwei Mal so kurz hintereinander passieren kann, so dass der Verdacht, dass ich die Situation heimlich bewusst herbeigeführt habe, sicher auf der Hand liegt.

Nun, ich kann im Moment nichts tun, als abwarten, wie sich alles entwickelt. Am Donnerstag steht mir erst mal das Gespräch mit meinen Eltern bevor, davor habe ich auch schon Bammel. Irgendwie ist alles so ungeheuerlich, denn sie ahnen nichts und nichts ist für sie absurder als das, was ich ihnen mitzuteilen habe. Ich hoffe, sie freuen sich trotzdem.

Gute Nacht alle miteinander und danke für eure Anteilnahme!

Die Sonnenanbeterin

Lisa_S
27.06.2007, 12:46
Hello Sonnenanbeterin

Kann es sein, dass du in deinem tiefsten Inneren, deinem Unterbewusstsein doch Mutter werden wolltest? Dass die Verhütung mittels Ausrechnen der fruchtbaren Tage nicht sicher ist, weiss man ja denke ich, seit man 16 ist. :smirksmile: ...und warum kümmert sich er nicht besser um die Verhütung oder Sterilisation, wenn er doch auf keinen Fall mehr ein Kind will? :ooooh: Seltsam! :knatsch:

Mich dünkt, dass dieser Mann nur fordert und fordert aber zu keinem Quentchen Verantwortung bereit ist. "Ich will und ich will"- bloss nichts dafür geben oder tun. Nein, bloss nicht die heissgeliebten "Freiheiten" verlieren, das Leben und die anderen Menschen sollen bitteschön nach seiner Pfeife tanzen. Ja ne Freundin zum "du weisst schon was", immer gerne, aber für diese Freundin Verantwortung tragen? neeeee! Sich in die eigene Wohnung zurück ziehen und alle Freiheiten geniessen, bravo! So ein richtig schöner Rosinenpicker, einer, der sehr gerne die Sahne von der Torte nascht, den Rest aber achtlos stehenlässt. Warum auch das ganze Paket nehmen, wenn man sich nur das Beste herauspicken und den Rest in den Müll werfen kann? :nudelholz:

Was ist das für ein "Mann"? :nudelholz:

Ich bin echt fassungslos! :ooooh: :gegen die wand:

Sonnenanbeterin, du hast einen Besseren (!) verdient. So ein bindungsscheuer Rosinenpicker ist deiner nicht würdig. :blumengabe:

Inaktiver User
27.06.2007, 12:53
schließe mich da lisa an.

nicht dass es mir darum geht, dem mann eine "schuld" zuzuschieben. das ist nicht das thema. ich finde nur, dass du, sonnenanbeterin, dir da einen schuh anziehst, der dich evtl. überfordern könnte.

wenn dein freund wirklich absolut kein kind mehr wollte, hätte er spätetens nach deiner fehlgeburt handeln müssen. und sich schon gar nicht auf deine aussage verlassen dürfen, jetzt könne nichts passieren.

ich würde dir einfach etwas mehr selbstbewusstsein bezüglich dieser ss und gegenüber deinem partner wünschen. du kannst ihn natürlich nicht dazu zwingen, dieses kind zu lieben. aber aus aller verantwortung entlassen solltest du ihn dennoch nicht. dir zuliebe aber auch dem kind zu liebe.

der beste fall wäre natürlich, dass er seine einstellung noch ändert. das wünsche ich euch. wenn nicht, sollte er auf jeden fall wenigstens die verantwortung tragen bzw. solltest du dafür sorgen, dass er das tut.

die rechte von ledigen müttern wurden i.ü. in den letzten wochen enorm gestärkt.

Lisa_S
27.06.2007, 12:59
Das Beste für die Sonnenanbeterin wäre, sie würde diesen Rosinenpicker in den Wind schiessen. Viele Mütter haben noch tolle Söhne. :smirksmile:

Ich wünsche der Sonnenanbeterin einen liebevollen Partner, der in guten - wie in schlechten Zeiten zu ihr steht. Der sich nicht gleich die Windeln vollscheisst (ich hoffe, ich darf mich so ausdrücken), wenn es gilt, ein kleines Quentchen Verantwortung zu übernehmen. Der nicht um seine "Freiheit" fürchtet, sondern Mann's genug ist, zu seiner lieben Frau zu stehen, sie zu lieben, mit ihr zu wohnen, mit ihr eine Familie zu gründen und ein liebevoller (Stief-)vati zu sein.

So n Weichbecher, aber echt. Warmduscher! :gegen die wand:

Sonnenanbeterin
27.06.2007, 13:32
Naja, Lisa, ganz so ist es dann ja doch nicht.

Als wir uns kennen lernten, war für uns beide klar - irgendwann spricht man ja mal über solche Sachen - dass wir beide keine Kinder wollten. So gesehen waren wir also die idealen Partner für einander. Hätte ich einen Kinderwunsch gehabt, wären wir nie ein Paar geworden. Jetzt ist die Sache schief gelaufen und das wird ihn enttäuschen, schließlich war mal was anderes abgemacht. Und er hat eben keine Vatergefühle, wie sollte er auch, für ein Kind das er nicht will? Ich habe nur deshalb Muttergefühle, weil die Natur das so eingerichtet hat und das automatisch passiert. Auch ich wollte dieses Kind nicht und dass ich es annehme liegt einzig und allein daran, dass die einzige Alternative (Abtreibung) für mich nicht in Frage kommt.

Hinzu kommt, dass wir ja beide nicht mehr ganz jung sind (er 48, ich 40). Auch wenn ich mir vorkomme, wie meine eigene Großmutter, wenn ich so was sage, aber es ist eben so, dass man mit zunehmendem Alter und mit zunehmender Lebenserfahrung unabhängiger und individualistischer wird. Bei dem einen eben mehr, bei dem anderen weniger. Mein Freund hat sich von seiner ersten Frau schon mal in ein Familien-Korsett zwingen lassen, obwohl er das "eigentlich" nicht wollte. Die Sache ist gründlich schief gegangen und heute muss er mit den Gewissensbissen leben, dass er seiner Tochter nur ein Wochenendvater sein kann. Ist es nicht verständlich, dass er das nicht noch mal will? Was sollte dafür sprechen, dass es dieses Mal gut geht?

Klar, er sollte Verantwortung übernehmen, aber was nützt mir ein Kerl, der das aus Zwang und nicht aus Überzeugung tut? Die Sache ist doch so oder so zum Scheitern verurteilt. Und wie käme ich dazu, mir einzubilden, bei mir sei alles anders? Ich wundere mich immer über Frauen, die z. B. einen Kerl heiraten, der schon 4 Ehen hinter sich hat. Wie kommen diese Frauen dazu, zu glauben, die 5. Ehe gehe gut?

Ich kann und will ihn zu nichts zwingen. Er ist anständig genug, dass er zahlen wird, damit rechne ich fest. Wenn nicht - ich werde seinem Geld nicht hinterherlaufen. Sollte er sich aus freien Stücken entscheiden, bei uns zu bleiben - gerne, aber ihm mit Gewalt ein Familienleben aufzudrücken - das werde ich sicher nicht tun.

Ja, andere Mütter haben auch nette Söhne, aber in meiner Altesklasse sind die inzwischen alle ein bisschen durchgeknallt und/oder beziehungsgeschädigt. Außerdem: wer hat schon Bock auf ne Mama mit nem Säugling?

Zum Thema Kinderwunsch: ich hatte mal einen, so vor rund 10 Jahren, mit Anfang 30. Mein damaliger Freund wollte auch keine Kinder mehr (hatte schon 2 aus kaputter Ehe; ich ziehe diese Kerle magisch an). Letzten Endes ging die Beziehung daran kaputt, weil ich einfach unglücklich und schlecht drauf war. Mangels passendem Partner hat sich dieser Kinderwunsch dann irgendwann gelegt, ich habe das so akzeptiert und irgendwann war ich dann ja auch (gefühlt) zu alt.

Als ich Anfang Januar die erste Schwangerschaft feststellte, war ich total geschockt und mir wurde sofort klar, dass ich keinen Kinderwunsch mehr habe, denn jetzt ein Kind zu bekommen, fand ich den totalen Horror. Habe auch lange Zeit geglaubt, der Kinderwunsch sei nur mangels Gelegenheit unterdrückt, aber ich sage euch, da war mir klar, dass ich auf gar keinen Fall ein Kind wollte!

Gleichzeitig war dieser alte Kinderwunsch von früher aber dann doch das ausschlaggebende Argument, mich gegen eine Abtreibung zu entscheiden. Ich dachte einfach, ich habe jetzt keinen Kinderwunsch, aber ich hatte mal einen - werde ich mir die Abtreibung verzeihen können, wenn ich mal alt und einsam bin? Wird mich diese Entscheidung nicht möglicherweise mein ganzes restliches Leben verfolgen? Es war also letztendlich die große Angst vor den psychischen Konsequenzen einer Abtreibung, die mich zur Entscheidung für das Kind bewogen haben. Bei dieser Schwangerschaft hat sich die Frage ohnehin nicht mehr gestellt, da ich mir diese ganzen Gedanken ja schon beim ersten Mal gemacht hatte.

War heute beim Ultraschall und habe das kleine Herzchen klopfen hören - unglaublich! Und jetzt tue ich mir etwas Gutes und gehe zum Friseur!

Lieben Gruß,

die Sonnenanbeterin

Lisa_S
27.06.2007, 14:01
Liebe Sonnenanbeterin, entschuldige bitte meine dreiste Frage, aber wenn man partout keine Kinder will, warum verhütet man dann mit einer solch unsicheren Methode? :ooooh: Warum lässt sich dann einer nicht sterilisieren?

Warum soll eine Familie ein "Korsett" sein, das einem "aufs Auge gedrückt wird"? :ooooh:

Mir kommt dieser Mann wirklich so vor, als wolle er einfach Spass, Vergnügen und Genuss, am besten das alles ohne jegliche "Verpflichtungen", ohne "dem Korsett einer festen Bindung".

Lieber keinen Mann, als einen, auf den man sich nicht verlassen kann.

Liebe ist meiner Meinung nach ein Geben und Nehmen, ein Zusammenstehen in guten- und in schlechten Zeiten. Liebe sagt nicht ICH, sondern WIR. Liebe beinhaltet auch gute Kommunikation, Liebe ist wunderschön, aber nicht makellos, nicht Problemlos. Genau hier beginnt für mich die echte Liebe, nämlich Probleme und Krisen gemeinsam zu meistern und auch Kompromisse eingehen können.

Ich orakele ein wenig: Wenn er dich liebt, dann wird er zu dir stehen, egal, was kommt. Andernfalls kannst du getrost auf ihn verzichten. Wenn er dich im Stich lässt mit dem kleinen Kind, dann liebt er nur eine Person: sich selbst.

Polarstern
27.06.2007, 14:04
Als ich Anfang Januar die erste Schwangerschaft feststellte, war ich total geschockt und mir wurde sofort klar, dass ich keinen Kinderwunsch mehr habe, denn jetzt ein Kind zu bekommen, fand ich den totalen Horror. Habe auch lange Zeit geglaubt, der Kinderwunsch sei nur mangels Gelegenheit unterdrückt, aber ich sage euch, da war mir klar, dass ich auf gar keinen Fall ein Kind wollte!

Liebe Sonnenanbeterin,
eigentlich wollte ich gar nichts dazu schreiben.
Aber ich glaube es wird Zeit daß Du aufhörst, uns und Dir einen Bären aufbinden zu wollen. Mit 40 "2x in einem Jahr aus Versehen schwanger, weil man noch nie davon gehört hat, daß 'Tage zählen' keine echte Verhütungsmethode ist"?

Ich bin Anfang des Jahres auch ungewollt schwanger geworden. Aber seit der Fehlgeburt achten sowohl mein Freund als auch ich auf 100%ige Verhütung. Und das geht perfekt. Einen zweiten Unfall nehme ich einfach keiner Frau ab.

Ich wünsche Dir und und Deinem Baby eine tolle Schwangerschaft, daß diesmal alles glatt geht und Du diesen Mann wirklich bald innerlich los wirst. :blumengabe:

Grüße
Polarstern

Inaktiver User
27.06.2007, 15:37
Als wir uns kennen lernten, war für uns beide klar - irgendwann spricht man ja mal über solche Sachen - dass wir beide keine Kinder wollten. So gesehen waren wir also die idealen Partner für einander. Hätte ich einen Kinderwunsch gehabt, wären wir nie ein Paar geworden. Jetzt ist die Sache schief gelaufen und das wird ihn enttäuschen, schließlich war mal was anderes abgemacht. Und er hat eben keine Vatergefühle, wie sollte er auch, für ein Kind das er nicht will? Ich habe nur deshalb Muttergefühle, weil die Natur das so eingerichtet hat und das automatisch passiert. Auch ich wollte dieses Kind nicht und dass ich es annehme liegt einzig und allein daran, dass die einzige Alternative (Abtreibung) für mich nicht in Frage kommt.



Ich weiß nicht, aber irgendwie werde ich aus der Sache nicht schlau. Er will partout kein Kind, kümmert sich aber nicht um eine sichere Verhütung und verlässt sich auf Dich.

Du hast auch keinen Kinderwunsch und bekommst das Kind nur (Deine Worte!), weil Du nicht abtreiben willst und Angst vor den psychischen Folgen hast, bzw Angst davor, Dir später eventuell mal Vorwürfe zu machen.

Wenn dem so ist, warum um Himmels Willen habt ihr euch nicht nach der ersten Schwangerschaft ernsthaft mit dem Thema Verhütung auseinandergesetzt???? Mensch, ihr seid doch keine Teenager mehr sondern gestandene Leute. Ich weiß, jetzt ist diese Frage eigentlich müßig, aber sie drängt sich rein interessehalber wohl nicht nur bei mir auf.

Ich hoffe jedenfalls, dass Du mit Deinem Kind sehr glücklich wirst und ganz schnell noch tausend andere Gründe entdeckst, die dir die Sicherheit geben, dass Du Dich nicht nur deshalb, weil du keinen Abbruch wolltest, für es entschieden hast.

Gruß, Spellbound

Regenwurm
27.06.2007, 16:11
Mir kommt dieser Mann wirklich so vor, als wolle er einfach Spass, Vergnügen und Genuss, am besten das alles ohne jegliche "Verpflichtungen", ohne "dem Korsett einer festen Bindung".

Nunja. Sonnenanbeterin hat ja geschrieben, dass am Anfang, bzw. ich nehme an bis zum Beginn der ersten Schwangerschaft, klar war, dass von beiden Seiten keine Kinder gewünscht werden. Man kann ihm mangelnde Beteiligung an der Verhütung vorwerfen, aber nicht, auf einmal seine Meinung geändert zu haben. Ihn jetzt als Anhänger der Spasskultur hinzustellen, finde ich ein bisschen fies.


Lieber keinen Mann, als einen, auf den man sich nicht verlassen kann.

DAS wiederum kann ich nur Sonnenanbeterin vorwerfen. Mit 40 Jahren und ursprünglich null Kinderwunsch nur mit Kondom zu verhüten und an den angeblich nicht so fruchtbaren Tagen sich aufs Zählen zu verlassen "weil man Kondome nicht mag und ja alles so sicher ist" - das klingt wie eine 14jährige mit ersten Freund...
Wenn sich der Mann nun verarscht fühlt, das es so schnell zu einer zweiten "ungewollten" Schwangerschaft kam, kann ich ihm nicht übelnehmen.

Inaktiver User
27.06.2007, 16:28
Wenn sich der Mann nun verarscht fühlt, das es so schnell zu einer zweiten "ungewollten" Schwangerschaft kam, kann ich ihm nicht übelnehmen.

also, bitte enschuldige mal. wenn du das sonnenanbeterin "vorwerfen" magst, dann aber auch bitte dem mann. der war doch genauso blauäugig wie sie. ein mann mit 48 sollte doch ebenfalls wissen, dass zählen keine sichere methode ist, oder? warum bitte darf er sich dann verarscht vorkommen? er wusste ja bereits, dass sonnenanbeterin sich im zweifel für ein kind entscheiden würde. daher hätte er auf jedenfall selbst vorkehrungen treffen müssen. schließlich hat sie ihn ja nicht belogen, er wusste, wie unsicher das ganze war.

Polarstern
27.06.2007, 16:54
ein mann mit 48 sollte doch ebenfalls wissen, dass zählen keine sichere methode ist, oder? warum bitte darf er sich dann verarscht vorkommen? er wusste ja bereits, dass sonnenanbeterin sich im zweifel für ein kind entscheiden würde. daher hätte er auf jedenfall selbst vorkehrungen treffen müssen. schließlich hat sie ihn ja nicht belogen, er wusste, wie unsicher das ganze war.
:allesok:
Finde ich auch. Wenn er sich mit Ende 40 klar darüber ist, kein Kind zu wollen, könnte er sich genausogut sterilisieren lassen. Aber sich aufs 'Tagezählen' zu verlassen (vor allem 2x :gegen die wand:), das geht gar nicht.

Polarstern
27.06.2007, 16:56
Mit 40 Jahren und ursprünglich null Kinderwunsch nur mit Kondom zu verhüten und an den angeblich nicht so fruchtbaren Tagen sich aufs Zählen zu verlassen "weil man Kondome nicht mag und ja alles so sicher ist" - das klingt wie eine 14jährige mit ersten Freund...
Nö. Nur nach 40jähriger mit tickender Uhr... :smirksmile:

Regenwurm
28.06.2007, 08:56
also, bitte enschuldige mal. wenn du das sonnenanbeterin "vorwerfen" magst, dann aber auch bitte dem mann. der war doch genauso blauäugig wie sie. ein mann mit 48 sollte doch ebenfalls wissen, dass zählen keine sichere methode ist, oder? warum bitte darf er sich dann verarscht vorkommen? er wusste ja bereits, dass sonnenanbeterin sich im zweifel für ein kind entscheiden würde. daher hätte er auf jedenfall selbst vorkehrungen treffen müssen. schließlich hat sie ihn ja nicht belogen, er wusste, wie unsicher das ganze war.

Moment mal! Ich habe sehr wohl geschrieben, dass man ihm mangelnde Beteiligung an der Verhütung vorwerfen kann! Lest doch bitte beide Abschnitte meines Postings.

Das Thema Verhütung scheint bei beiden kein grosses Interesse hervorzurufen und ich stimme euch beiden, Rocca und Polarstern, durchaus zu, dass er genauso "Schuld" an den beiden Schwangerschaften hat wie die Sonnenanbeterin!

Ich wehre mich nur gegen den Vorwurf von Lisa S: Mir kommt dieser Mann wirklich so vor, als wolle er einfach Spass, Vergnügen und Genuss, am besten das alles ohne jegliche "Verpflichtungen", ohne "dem Korsett einer festen Bindung".

Das ist doch absurd, besonders denTeil mit dem "Korsett einer festen Bindung" hat Lisa sich doch aus der Fingern gesogen"!. Als ob es nur feste Beziehungen gibt, wenn Kinder da sind... Aber: Am Anfang der Beziehung wird festgestellt, dass bei beiden kein Kinderwunsch (mehr) vorhanden ist und sich auf eine kinderlose Beziehung geeinigt.

So, auf einmal entscheidet Frau, dass sich die Welt andersrum zu drehen hat und er wird vor vollendete Tatsachen gestellt. So Männe, deine Meinung interessiert mich nicht mehr, meine Reden vom Anfang der Beziehung werfe ich auch mal unangekündigt über den Haufen - und wenn du jetzt nicht 100% mitziehst bist du ein verantwortungsscheues Arschloch!

Und das gleich zweimal. So geht es ja wohl nicht.

Nur nach 40jähriger mit tickender Uhr... - Nee, so einfach ist das nicht. Mit 40 sollte sie in der Lage sein, ihrem Partner zu sagen: Wenn ich jetzt schwanger würde, bekäme ich das Kind, und ziehe es zur Not auch ohne dich gross.

Vielleicht hätte ihn das auch zu mehr Überlegungen bzgl. Verhütung angeregt...

Inaktiver User
28.06.2007, 09:37
aber sie ist doch bereit, das kind allein großzuziehen. nur finde ich, dass sie ihn - vorallem auch wegen des kindes - nicht aus der verantwortung entlassen sollte. da sind zwei erwachsene menschen, die russisches roulette spielen. geht es dann doch mal "schief", sind beide in der veranwortung. zu liebe und teilnahme kann man keinen menschen zwingen, jedoch schon, die verantwortung zu übernehmen. dazu zählt in erster linie das finanzielle, aber durchaus auch unterstützung auf anderer ebene.

dazu muss er nicht in der familie leben (auch wenns ihnen natürlich zu wünschen wäre).

Regenwurm
28.06.2007, 10:16
Hehe, russisches Roulette, das trifft es wohl ganz gut hier!

Wir sind da schon einer Meinung, Rocca. Nur verwehre ich mich halt gegen den - hier mehrmals vorgetragenen - Vorwurf, Herr Sonnenanbeter ist ein beziehung- und verantwortungssscheuer Drückeberger, während sich Frau Sonnenanbeterin nichts vorzuwerfen hat. Das ist mir zu einfach.

Polarstern
28.06.2007, 10:17
Hallo regenwurm,
ich glaube, LisaS bezog sich auf folgenden Part, als sie diesen Vorwurf des reinen "Spaßhabens ohne Verantwortung" gemacht hat:

Seit seine Ehe gescheitert ist, ist er ein totaler Einzelgänger, genießt seine Freiheit, kann noch nicht mal mit mir zusammenleben, auch nicht ohne Kind, weil er dann um seine Unabhängigkeit fürchtet.
Natürlich gibt es auch genügend feste Beziehungen, in denen die Partner bewußt nicht zusammenleben. Aber ich glaube, wenn man nur das traditionelle Familienbild im Kopf hat, ist das schwer zu verstehen.

Nur nach 40jähriger mit tickender Uhr... - Nee, so einfach ist das nicht. Mit 40 sollte sie in der Lage sein, ihrem Partner zu sagen: Wenn ich jetzt schwanger würde, bekäme ich das Kind, und ziehe es zur Not auch ohne dich gross.
Ich finde, daß hat sie eigentlich getan, indem sie die erste Schwangerschaft so akzeptiert hat. Spätestens ab dann hätte er sich doch wirklich um Verhütung von seiner Seite kümmern können.

Ernsthaft: ich frage mich, wie diese Beziehung wirklich aussieht. Er sagt in der ersten Schwangerschaft nur "Ich will kein weiteres Kind" und dann reden die beiden einfach nicht mehr drüber, bis es eine Fehlgeburt ist? Und dann ist man kurz danach wieder schwanger, weil man wieder Tage gezählt hat, obwohl das nach einer Schwangerschaft noch unsicherer ist als ohnehin schon? Vielleicht brauchen die beiden einfach irgendetwas, daß ihnen die Entscheidung abnimmt, ein Kind zu haben?

Sie ist zum zweiten Mal schwanger und hat sich noch nicht über die Unterhaltspflichten informiert, aber "ihre Eltern werden schon Geld dazu geben"?

Irgendwie ist das alles so vage und unausgegoren... Seufz. Mich würde das wahnsinnig machen. Aber manchmal glaube ich, ich bin ein Kontrollfreak, daher wünsche ich der Sonnenanbeterin einfach, daß sie eine problemlose Schwangerschaft hat, die sie genießt und dann wird es schon irgendwie weitergehen. Tut es doch immer.

LG
Polarstern

Lisa_S
28.06.2007, 10:57
Mit 40 Jahren und ursprünglich null Kinderwunsch nur mit Kondom zu verhüten und an den angeblich nicht so fruchtbaren Tagen sich aufs Zählen zu verlassen "weil man Kondome nicht mag und ja alles so sicher ist" - das klingt wie eine 14jährige mit ersten Freund...

Eben das ist genau der Punkt, wo ich auch sehr hellhörig werde. :ooooh: Null Kinderwunsch und dann Knaus-Ogino, wo doch bereits jede 14jährige weiss, wie unsicher diese Methode ist. Kondome sind sehr sicher, wenn man richtig mit ihnen umzugehen weiss :smirksmile: und wenn man das Lümmeltütchen nicht mag, gibt es doch die Spirale, die Pille, das Implanon, und und und. Ich orakele :zauberer: mal, dass hier doch ein unbewusster Kinderwunsch da war oder , und das gibt es in der heutigen Zeit auch noch, mangelnde Aufklärung durch eine sehr konservative Erziehung ("Über Sex spricht man nicht").


Vorwurf, Herr Sonnenanbeter ist ein beziehung- und verantwortungssscheuer Drückeberger, während sich Frau Sonnenanbeterin nichts vorzuwerfen hat. Das ist mir zu einfach.

Das werfe ich dem Herrn Sonnenanbeter tatsächlich vor, meine Gründe liegen in einem einerseits sehr traditionellen Familienbild in meinem Kopf und andererseits in einer sehr romantisch-traditionellen Definition von Liebe. Was ich nicht verstehen kann ist, dass wenn ein Mann eine Frau liebt, warum er nicht Mann's genug ist, um mit ihr zusammen zu wohnen? :ooooh: Wenn man doch jemanden liebt, möchte man doch soviel Zeit wie möglich mit diesem Menschen verbringen, man fühlt sich mit diesem Menschen verbunden. Statt "ich und du" gibt es "WIR".
Daher kommt mir persönlich der Herr Sonnenanbeter sehr drückebergerisch vor :smirksmile: Eigene Wohnung, Wochenendbeziehung, nur die Sonnenseite am Weekend auskosten, Spass im Bett (oder wo auch immer) haben, auf gar keinen Fall ein Kind wollen, aus Spass soll auf keinen Fall Ernst werden :smirksmile: aber jo jo, Schatzi, mach du mal. Hallo? Was soll denn das? Mach du mach du, und ich hab meinen Spass? Verpflichtungen übernimm du, wenn ich heim komme, will ich Spass, Friede, Freude, Eierkuchen, Sonnenschein? :knatsch: Hallöle? Sorg du dafür, dass unser Spass keine Konsequenzen hat und wenn's mir nicht mehr gefällt, ziehe ich mich eben ein mein Schneckenloch (eigene Wohnung) zurück? Gibt's Verpflichtungen, dann trennen wir uns? Was mir auch auffällt ist der Mangel an Kommunikation. Probleme werden unter den Tisch gekehrt. Über Probleme, Krisen, Hürden im Leben spricht man nicht, nein, er will nicht das reale Leben, er will nur Sonnenschein. Deine Probleme, Schatz, löse alleine, ich will in meinem Sonnenscheinleben nicht damit belastet werden.

:knatsch:

Polarstern
28.06.2007, 11:14
Was ich nicht verstehen kann ist, dass wenn ein Mann eine Frau liebt, warum er nicht Mann's genug ist, um mit ihr zusammen zu wohnen? :ooooh: Wenn man doch jemanden liebt, möchte man doch soviel Zeit wie möglich mit diesem Menschen verbringen, man fühlt sich mit diesem Menschen verbunden. Statt "ich und du" gibt es "WIR".
Das sehen aber augenscheinlich viele anders: in diesem Strang zum Zusammenleben (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=61987)gibt es viele, die das augenscheinlich nicht möchten/brauchen. Für mich persönlich wären getrennte Wohnungen auf Dauer nichts (wir haben noch zwei Wohnungen; mit dem Resultat, daß irgendwas immer gerade in der anderen Wohnung ist, nur nie der Partner :smirksmile: )

Das ist wirklich Geschmackssache.

LG
Polarstern

Inaktiver User
28.06.2007, 11:45
Das werfe ich dem Herrn Sonnenanbeter tatsächlich vor, meine Gründe liegen in einem einerseits sehr traditionellen Familienbild in meinem Kopf und andererseits in einer sehr romantisch-traditionellen Definition von Liebe. Was ich nicht verstehen kann ist, dass wenn ein Mann eine Frau liebt, warum er nicht Mann's genug ist, um mit ihr zusammen zu wohnen? :ooooh: Wenn man doch jemanden liebt, möchte man doch soviel Zeit wie möglich mit diesem Menschen verbringen, man fühlt sich mit diesem Menschen verbunden. Statt "ich und du" gibt es "WIR".

Lisa_S, dass ist DEINE Sicht der Dinge. Zigtausende Paare leben ihre Beziehungen anders. Und dass sich die Intensität und Qualität einer Beziehung/Liebe daran messen lässt, ob man als Paar zusammenwohnt und möglichst jede freie Minuten mit dem anderen verbringen möchte, halte ich gelinde gesagt für Quatsch.

Sonnenanbeterin und ihr Partner leben wie sie leben. Sie hat das offensichtlich akzeptiert, denn wenn ihr diesbezüglicher Leidensdruck so groß wäre, hätte sie sicherlich längst die Konsequenzen gezogen.

Gruß, Spellbound

Lisa_S
28.06.2007, 11:46
Das sehen aber augenscheinlich viele anders: in diesem Strang zum Zusammenleben (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=61987)gibt es viele, die das augenscheinlich nicht möchten/brauchen. Für mich persönlich wären getrennte Wohnungen auf Dauer nichts (wir haben noch zwei Wohnungen; mit dem Resultat, daß irgendwas immer gerade in der anderen Wohnung ist, nur nie der Partner :smirksmile: )

Das ist wirklich Geschmackssache.

LG
Polarstern

Uns reicht eine Wohnung :smirksmile:, nämlich unsere Wohnung. :smirksmile: Jedem das Seine.

Regenwurm
28.06.2007, 11:54
Ich orakele mal, dass hier doch ein unbewusster Kinderwunsch da war

Ja, das denke ich auch.


Das werfe ich dem Herrn Sonnenanbeter tatsächlich vor (...) Daher kommt mir persönlich der Herr Sonnenanbeter sehr drückebergerisch vor :smirksmile: Eigene Wohnung, Wochenendbeziehung, nur die Sonnenseite am Weekend auskosten, Spass im Bett (oder wo auch immer) haben, auf gar keinen Fall ein Kind wollen, aus Spass soll auf keinen Fall Ernst werden

Das hat Sonnenanbeterin aber vorher gewusst und es akzeptiert.

Man kann diese Einstellung gut finden oder nicht; was mir sauer aufstösst ist, dass diese lockere Einstellung zwar jahrelang akzeptiert wird, aber dann von heut' auf morgen als untragbar angesehen wird (letzteres zumindest von einigen Userinnen).

Ich möchte mit meinem Partner zwar nicht jede freie Minute verbringen, aber doch gerne zusammenwohnen. Herrn Sonnenanbeterins Einstellung ist es nicht, aber daraus kann man ihm per se keine Vorwurf machen.

Kommunikationsprobleme sehe ich hier auch, und zwar ganz massive.

_muschelkalk
28.06.2007, 12:04
Es ist, wie es ist;
Sonnenanbeterin ist schwanger.

Alles Liebe für dich und deinen kleinen Untermieter. :blumengabe:

Da du ja beim letzten Mal sehr gründlich abgewägt hast, wirst du es schon alles nach deiner Zufriedenheit schaffen.

Ich freu mich für dich. :smile:

Lisa_S
29.06.2007, 10:27
Das hat Sonnenanbeterin aber vorher gewusst und es akzeptiert.

Man kann diese Einstellung gut finden oder nicht; was mir sauer aufstösst ist, dass diese lockere Einstellung zwar jahrelang akzeptiert wird, aber dann von heut' auf morgen als untragbar angesehen wird (letzteres zumindest von einigen Userinnen).

Ich möchte mit meinem Partner zwar nicht jede freie Minute verbringen, aber doch gerne zusammenwohnen. Herrn Sonnenanbeterins Einstellung ist es nicht, aber daraus kann man ihm per se keine Vorwurf machen.

Kommunikationsprobleme sehe ich hier auch, und zwar ganz massive.

Nun, der Mensch ändert sich ja im Verlaufe seines Lebens. Besonders schwierig wird eine Partnerschaft, wenn der eine etwas ändern möchte, der andere will aber partout, dass alles so bleibt wie es ist. Meist ist in solchen Fällen das Ende der Beziehung vorprogammiert. Meiner Ansicht nach ist es völlig normal, wenn man irgendwann mal eine "lockere" Beziehung nicht mehr akzeptiert. Das Bedürfnis nach Liebe, Geborgenheit und Sicherheit liegt mMn. in der Natur des Menschen. Wir sind keine Einzelgänger.

Beziehungsgeschädigte Menschen (nicht negativ oder böse gemeint!) allerdings scheuen oft wieder neue Beziehungen, es gibt auch Menschen, die aufgrund eines schweren Traumas gar keine richtige Beziehung eingehen können (auch das muss nicht negativ sein). Männer dieser Kategorie sollte die liebes- und geborgenheitsbedürftige Frau von Anfang an meiden. Bei der Sonnenanbeterin orakele :zauberer: ich noch, dass sie sich vielleicht nicht so ganz im Klaren darüber ist, was sie eigentlich möchte? Familie mit Mann, Kind, Hund, Katze? Lockere Beziehung? MMn. ist sie nur pro forma einverstanden mit der lockeren Beziehung, im tiefsten Inneren wünscht sie sich eine kleine Familie mit allem drum und dran.

Dem Herrn Sonnenanbeter gefällt es so wie es ist, als Erwachsener hätte er einen grossen Teil mit dazu beitragen müssen, dass es so bleibt, also: Sich sterilisieren lassen.

Sonnenanbeterin
02.07.2007, 20:52
Hallo zusammen,

ja, mir ist schon klar, dass das für Außenstehende mehr als merkwürdig klingt, wenn einem das in diesem "hohen" Alter zwei Mal kurz hintereinander passiert. Ich habe 20 Jahre die Pille genommen und mir null Gedanken über Verhütung gemacht. Der einzige Grund, warum ich sie abgesetzt habe war der gesundheitliche Aspekt - ich wollte endlich nicht mehr diese Chemie in mich reinstopfen. So gesehen war ich zum Thema Verhütung tatsächlich wie eine 14jährige. Natürlich komme ich mir sehr dumm vor - auch schon vor diesen Kommentaren hier. Danke, dass das hier noch mal so ausführlich betont wurde.

Was unser Zusammenleben angeht, so ist das zur vollen Zufriedenheit beider Seiten. ER hat an seinem Wohnort auf dem Land einen supergeilen Job den aufzugeben er wirklich dumm wäre. Er wohnt dort in der Nähe seiner Tochter und hat dort sein soziales Umfeld. ICH bin zwar selbsstständig und könnte meinen Job überall machen, möchte aber auf gar keinen Fall in dieser öden Gegend leben, denn ich bin ein Stadtmensch. Wir haben sehr unterschiedliche Interessen, denen wir unter der Woche nachgehen. Dafür sind unsere gemeinsamen Wochenende umso intensiver und gehören ausschließlich uns. Ich genieße diese Wochenenden sehr und möchte sie nicht missen. Ich möchte auch mein Umfeld nicht verlassen und so sind wir beide glücklich, so wie es ist. Die Distanz zwischen uns ist gut 200 Kilometer - bei ganz großer Sehnsucht setze ich mich auch schon mal mittwochsabends ins Auto und fahre "einfach so" hin.

Auch, wenn es für einige hier unvorstellbar klingt: ich kann mir gut - sehr gut - vorstellen, diese Situation auch mit Kind aufrecht zu erhalten. Ich möchte nämlich nicht, dass mein Kind am AdW aufwächst. Viele Väter sind von montags bis freitags weg zum Arbeiten, warum sollte das nicht gehen?

Über den geheimen Kinderwunsch habe ich natürlich auch schon viel nachgedacht. Kann schon sein, obwohl ich mir mein Leben jetzt ohne Kind eingerichtet habe und alles ganz schön durcheinander kommt. Ist es da schlimm, wenn ich auf die Hilfe meiner Eltern zurückgreife? Zumindest steht fest, dass der Kinderwunsch, den ich früher mal hatte, bei der Entscheidung nicht abzutreiben ausschlaggebend war. Man kann das also sicher so interpretieren.

Sicher sieht das hier so aus, als hätte ich die Entscheidung leichthin getroffen, aber glaubt mir - und die, die im Januar meinen Strang mitverfolgt haben, wissen das - bei der ersten Schwangerschaft habe ich mich viele Wochen mit der Entscheidung rumgequält. Nur deshalb fiel es mir diesmal so relativ leicht.

Ich habe es ihm gestern gesagt. Leider konnte ich es mir nicht verkneifen, dabei zu weinen und er hat mich in den Arm genommen. Er hat nicht viel gesagt, ich habe aber auch kein Statement von ihm eingefordert. Er braucht jetzt erst mal Zeit, in Ruhe über alles nachzudenken. Ich finde, die kann ich ihm ruhig zugestehen. Vielleicht ist er ja gar nicht so ein Monster und steht zu mir!

Danke für allen guten Wünsche. War heute bei der Ärztin und alles sieht gut aus.

Die Sonnenanbeterin

_muschelkalk
02.07.2007, 22:27
...Ich habe es ihm gestern gesagt. Leider konnte ich es mir nicht verkneifen, dabei zu weinen und er hat mich in den Arm genommen. Er hat nicht viel gesagt, ich habe aber auch kein Statement von ihm eingefordert. Er braucht jetzt erst mal Zeit, in Ruhe über alles nachzudenken. Ich finde, die kann ich ihm ruhig zugestehen. Vielleicht ist er ja gar nicht so ein Monster und steht zu mir!

Danke für allen guten Wünsche. War heute bei der Ärztin und alles sieht gut aus.

Die Sonnenanbeterin



Da wäre er nicht der erste. :smile:

Wie schön, dass es der kleinen Olive gut geht.

Versuch dir die Schwangerschaft so schön wie möglich zu gestalten.

Alles Liebe für euch drei

Inaktiver User
02.07.2007, 23:05
Hallo Sonnenanbeterin !

Da bist du ja wieder. Ich habe oft an dich gedacht,wie es dir wohl geht.

Das sind ja,überraschende Neuigkeiten. Das ich mich für dich freue,dürfte dir klar sein.:smile:

Nehme nicht alles auf deine Kappe,er ist auch verantwortlich. Du machst es doch ganz gut, er weiss es und du läßt ihm Zeit.
Über eure Lebensform brauchst du dich nicht zu rechtfertigen,leben und leben lassen.

Ich wünsche dir alles liebe und freu dich auf den kleinen Sonnenschein,es sollte wohl so sein.

Grüße Melia:blumengabe:

Inaktiver User
03.07.2007, 11:34
Was unser Zusammenleben angeht, so ist das zur vollen Zufriedenheit beider Seiten. ER hat an seinem Wohnort auf dem Land einen supergeilen Job den aufzugeben er wirklich dumm wäre. Er wohnt dort in der Nähe seiner Tochter und hat dort sein soziales Umfeld. ICH bin zwar selbsstständig und könnte meinen Job überall machen, möchte aber auf gar keinen Fall in dieser öden Gegend leben, denn ich bin ein Stadtmensch. Wir haben sehr unterschiedliche Interessen, denen wir unter der Woche nachgehen. Dafür sind unsere gemeinsamen Wochenende umso intensiver und gehören ausschließlich uns. Ich genieße diese Wochenenden sehr und möchte sie nicht missen. Ich möchte auch mein Umfeld nicht verlassen und so sind wir beide glücklich, so wie es ist. Die Distanz zwischen uns ist gut 200 Kilometer - bei ganz großer Sehnsucht setze ich mich auch schon mal mittwochsabends ins Auto und fahre "einfach so" hin.

Auch, wenn es für einige hier unvorstellbar klingt: ich kann mir gut - sehr gut - vorstellen, diese Situation auch mit Kind aufrecht zu erhalten. Ich möchte nämlich nicht, dass mein Kind am AdW aufwächst. Viele Väter sind von montags bis freitags weg zum Arbeiten, warum sollte das nicht gehen?



Eben, warum auch nicht. Wenn beide Partner mit der Situation glücklich sind, ist das doch das Wichtigste. Warum soll man , nur weil "es so üblich" ist, alles über den Haufen schmeissen und so leben, wie es die vermeintliche Mehrheit als richtig erachtet. Nicht alle Paare sind für ein gemeinsames 24/7- Leben geschaffen und würden sie es trotzdem auf Biegen und Brechen versuchen, täte das der Partnerschaft sicher nicht gut.

Weiterhin alles Gute,

Gruß, Spellbound

Vivi23
03.07.2007, 12:33
Liebe Sonnenanbeterin,

das sind schöne Neuigkeiten! Und nach allem, was Du beim ersten Mal geschrieben hast, glaube ich nicht, daß Du Dir die Entscheidung leicht gemacht hast. Laß Dir das jetzt nicht von einigen Besserwisserinnen zerpflücken. Ob unbewußt absichtlich oder nicht, ist doch völlig unerheblich. Wichtig ist, daß Du mit Dir im Reinen bist. Und bei Deinem respektvollen Umgang mit Deinem Partner könnte ich mir gut vorstellen, daß er seine eigenen Ängste überwinden kann und Ihr zusammen bleibt - mit der Nähe und Distanz, die gut für Euch ist. Ist eben nicht jeder gleich.

Viel Glück!
vivi

Sonnenanbeterin
03.07.2007, 15:00
Danke euch...

die Olive ist inzwischen ein Pfirsich. Ich kann jetzt im Moment nicht viel tun, muss abwarten bis er die Nachricht verdaut hat. Freue mich schon, wenn er erzählt, dass er wieder mit dem Rennrad unterwegs war. Das ist nämlich seine Zeit für´s Nachdenken, wenn er stundenlang auf dem Rad sitzt. Trotz der noch ungeklärten Lage verspüre ich eine große Erleichterung, dass ich es ihm gesagt habe.

Ich versuche jetzt, mir möglichst nur positive Gedanken zu machen und richte meine ganze Aufmerksamkeit auf den Pfirsich. Es ist ja noch so viel Zeit, vielleicht wird doch noch alles gut.

Die Sonnenanbeterin

Inaktiver User
07.07.2007, 10:36
Hallo Sonnenanbeterin,

habe gerade deinen thread gelesen und sehr viele Aehnlichkeiten zu meiner Geschichte festgestellt --- auch wenn ich dir von Herzen wuensche, dass es sich bei euch besser entwickelt als dies bei uns der fall war...

Ich bin mit 36 auch (ungeplant) durch die "Tage-zaehlen"-Methode schwanger geworden, fuer mich voellig ueberraschend, da ich zuvor 16 jahre ohne zwischenfall erfolgreich damit verhuetet habe...
Mag man leichtsinnig finden, aber ich vertrage weder pille noch spirale, was mein damaliger freund auch wusste. Habe ihm der Wahrheit entsprechend gesagt, dass ich mir ein leben sowohl mit als auch ohne kinder vorstellen koennte, im falle einer schwangerschaft jedoch nicht abtreiben wuerde. Ich bat ihn sogar darum, sich - sollte er um keinen preis vater werden wollen - an der verhuetung aktiv zu beteiligen (kondome) --- was er nicht tat. Im gegenteil, er kokettierte sogar damit, wieviele kinder wir haben wuerden etc.
Als es dann passiert war, brach die hoelle los. Er warf mir vor, dass ich sein leben ruiniert haette, selbst dann noch, als unser sohn laengst auf der welt war. Es war schizophren: er liebte das kind angeblich ueber alles, aber hasste mich dafuer, dass ich es in die welt gesetzt hatte (ja, "ich" - er hatte seiner meinung nach nichts damit zu tun...).
Nach anderthalb nervenaufreibenden jahren, in denen ich fast taeglich seinen vorwuerfen ausgesetzt war, trennte ich mich schliesslich und bin seither alleinerziehend. Nicht einfach, aber machbar.

Ich sehen viele parallelen zwischen dem verantwortung von sich weisenden verhalten deines freundes und meines ex, hoffe aber, dass deiner noch die kurve kriegt... Falls nicht: lass dir sagen, dass ich meine entscheidung trotz folgender beziehungshoelle keine sekunde lang bereut habe. Ein kind ist ein geschenk, vor allem in unserem alter..

Geniesse es!

Wilhelma

Eteterfon
08.07.2007, 13:44
... wie ignorant Männer doch sein können. Immer wieder taucht das auf: Kondom will er nicht, obwohl sie ihn auf gewisse Dinge sogar hinweist - aber wenn sie dann schwanger wird, soll er natürlich völlig schuldfrei daran sein ... Das ist in der Tat schizophren ...

Inaktiver User
08.07.2007, 14:19
Das ist in der Tat schizophren ...

Tja, Eteterfon, es wurde sogar noch schizophrener: Als ich mich endlich zur Trennung durchgerungen hatte (macht man mit Kind ja nicht mal eben so leichtfertig), warf er mir vor, die Familie zu zerstoeren und sein (!) Kind ins Unglueck zu stuerzen...!

Also manchen Maennern kann man wirklich nichts recht machen - da ist man schon hassenswert, nur weil man eine Frau ist. :freches grinsen:

Wilhelma

Sonnenanbeterin
09.07.2007, 13:09
Hallo Wilhelma,

danke für deine Geschichte. Irgendwie tröstlich, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist... sehr schade natürlich für dich, dass es so gekommen ist, aber es hört sich ganz so an, als hättest du am Ende die richtige Entscheidung getroffen, auch wenn es bitter war.

Ich habe immer noch keine Ahnung, wie die Sache bei uns ausgeht. Wir haben das Wochenende gemeinsam verbracht und er war zuvorkommend, schmusig und liebevoll wie immer, aber kein Wort von dem "Problem". Als wenn es durch Totschweigen verschwindet! Noch sieht man es mir nicht an (bis auf Winzigkeiten, die nur ich bemerke und er wahrscheinlich auch), aber irgendwann wird es ja nicht mehr zu übersehen sein und dann gibt es Erklärungsbedarf anderen gegenüber. Irgendwann MUSS er doch mal etwas dazu sagen! Ich kann die Situation überhaupt nicht einschätzen. Einerseits passt es zu ihm, nicht zu reden - er ist ziemlich konfliktscheu und harmoniesüchtig und geht am liebsten jeder Auseinandersetzung aus dem Weg. Andererseits kann man etwas so Wichtiges, Einschneidendes, das Leben veränderndes doch nicht einfach ignorieren!!??

Diese Ungewissheit ist nicht schön, obwohl ich im ersten Moment ja froh war, dass er nicht sofort mit mir Schluss gemacht hat (wäre ja eine Möglichkeit gewesen, wenn ich mit der auch nicht wirklich gerechnet habe). Da war mir im ersten Moment das Schweigen lieber. Ich werde ihm noch ein wenig Zeit geben, aber dann muss ich das Thema noch mal anschneiden.

Natürlich hoffe ich, dass er sich für uns entscheidet. Dass das dann keine Garantie für immer ist, ist mir auch klar. Es kann ja später auch noch tausend andere Gründe für eine Trennung geben. Gleichzeitig rechne ich aber auch immer damit, vielleicht am Ende doch als Alleinerziehende dazustehen. Dann ist es halt so, werd´s schon irgendwie schaffen, wie Tausende andere auch...

Danke noch mal und besten Gruss,

Die Sonnenanbeterin

Inaktiver User
09.07.2007, 13:50
Ich habe immer noch keine Ahnung, wie die Sache bei uns ausgeht. Wir haben das Wochenende gemeinsam verbracht und er war zuvorkommend, schmusig und liebevoll wie immer, aber kein Wort von dem "Problem". Als wenn es durch Totschweigen verschwindet! Noch sieht man es mir nicht an (bis auf Winzigkeiten, die nur ich bemerke und er wahrscheinlich auch), aber irgendwann wird es ja nicht mehr zu übersehen sein und dann gibt es Erklärungsbedarf anderen gegenüber. Irgendwann MUSS er doch mal etwas dazu sagen! Ich kann die Situation überhaupt nicht einschätzen. Einerseits passt es zu ihm, nicht zu reden - er ist ziemlich konfliktscheu und harmoniesüchtig und geht am liebsten jeder Auseinandersetzung aus dem Weg. Andererseits kann man etwas so Wichtiges, Einschneidendes, das Leben veränderndes doch nicht einfach ignorieren!!??

Das ist in der Tat seltsam. Kann es sein - und bitte entschuldige den boesen Gedanken, aber ich weiss nicht, wie ich es anders ausdruecken soll - dass er insgeheim denkt, es koennte ja auch immer noch (wie beim ersten Mal) schiefgehen, und er es sich bis dahin nicht mit dir verscherzen will? Sorry, aber eine andere Erklaerung faellt mir dazu im Moment nicht ein...

Cory
10.07.2007, 20:26
Hi,

Männer sind nun mal unergründlich.
Zuerst hat meiner etwa eine Woche lang gejammert, dann habe ich ihm gesagt er soll sich gefälligst zusammenreißen, er ist mir keine Hilfe so.

Dann hat er es totgeschwiegen. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wie lange er das Thema tabu war, aber es war mindestens ein Monat.
Irgendwann kam von ihm "dann müssen wir uns ja jetzt um einen Kinderwagen kümmern und so. Hast Du schon mal geschaut?"
Zu dem Zeitpunkt, als es offiziell wurde und wir es verkündet haben hatte er es auf jeden Fall verarbeitet, also 12. SSW.
Es war einfach ein "Reifeprozess". Das kann man nicht beschleunigen durch Hinterfragen.
Hilfreich war auf jeden Fall der gemeinsame Termin beim Frauenarzt.

Ich kann ja verstehen, daß Du eine Stellungnahme von ihm verlangst, aber versuch es eionfach noch ein paar Wochen hinauszuschieben und geh davon aus, daß er nich so schlecht ist wie Du ihn hier malst....

Lieben Gruß
Cory

Vivi23
11.07.2007, 13:24
dass er insgeheim denkt, es koennte ja auch immer noch (wie beim ersten Mal) schiefgehen, und er es sich bis dahin nicht mit dir verscherzen will?

Glaube ich nicht. Kann ich natürlich aus der Ferne + inkognito auch nicht ausschließen, glaube ich aber trotzdem nicht. Nach Sonnenanbeterins Schilderung scheint er Mr. Cory recht ähnlich zu sein - dh, er wird eine Weile brauchen, bis er sich sortiert hat. Und wie ich Sonnenanbeterin bisher kennengelernt habe, hat sie die Stärke und die Geduld, seine Sortiererei abzuwarten.

Sonnenanbeterin
11.07.2007, 23:54
Ja, ich werde abwarten... etwas Zeit braucht er sicher noch. Er schläft schlecht seit 2 Wochen, sagt aber nicht, warum (er hat auch oft schon früher schlecht geschlafen, weil sein Geist - er hat einen recht kreativen Job - nachts oft sehr aktiv ist). Ich frage auch nicht.

Aber irgendwann - und das kann nun wirklich nicht mehr lange dauern, ich bin Anfang 15. SSW - wird man es sehen. Manche Leute sollen sich von mir aus ruhig den Kopf zerbrechen, aber einigen - näheren Freunden - würde ich es natürlich schon gerne sagen. Man muss bedenken, dass nach wie vor niemand auch nur im Entferntesten darauf kommt, dass ICH schwanger werden könnte. Für mein Umfeld ist das genaus abstrus wie es für mich immer war.

Nächste Woche fahren wir in Urlaub, dort treffen wir eine gute Freundin von mir. Ich würde ihr das dann gerne erzählen und wenn wir gutes Wetter haben und ich Sommerklamotten tragen kann, wird es nicht mehr zu übersehen sein. Aber bevor ich es irgend jemandem erzähle, muss ich mit ihm alles durchgesprochen haben. Zumindest fände ich es nicht fair, wenn ich meiner Freundin in seinem Beisein von meiner Schwangerschaft erzähle und er dann - weil sie im Gegensatz zu ihm Fragen stellt - Details erfährt, die er noch gar nicht weiß. Außerdem könnte ja die Frage an ihn kommen, wie er das findet und ich finde, darauf muss er vorbereitet sein. Vielleicht spreche ich das Thema am kommenden Wochenende, mal sehen. Dann hatte er 2 Wochen Zeit, darüber nachzudenken.

Ich glaube nicht, dass der Gedanke, dass er auf einen "glimpflichen" Ausgang der Nummer wie bei meiner ersten Schwangerschaft hofft, so abwegig ist. Er weiss ja noch nicht einmal, wie weit ich bin, er hat mich nichts gefragt. Aus seiner Sicht ist das wohl legitim und so lange er das nicht laut äußert, ist es ja erstens nur eine Vermutung und zweitens mir egal. Es ist sein gutes Recht, das zu denken, die Gedanken sind frei...

Ein gemeinsamer Termin beim Frauenarzt ist undenkbar, schon deshalb, weil wir nur am Wochenende zusammen sein können. Ich glaube aber auch nicht, dass er - selbst wenn er bei uns bleibt - über Nacht zum interessierten Vater mutiert. Das muss er aber auch nicht, ich kann wirklich gut damit leben, ihm die Ultraschallbilder nicht zu zeigen und nicht Stunden mit dem Aussuchen von Babysachen und Kinderwagen mit ihm zusammen zu verbringen. Klar wäre das schön, aber unsere Situation ist nun mal nicht die "klassische". Und auch, wenn ich mich inzwischen über die Schwangerschaft und auf das Baby freue, so eine Hyper-Mama, die 9 Monate lange ihre Umwelt nur noch mit dem einen Thema nervt, werde ich wohl nicht werden.

Seine Tochter hat er ja auch anfangs nicht gewollt und praktisch erst bei der Geburt angefangen zu lieben. Wenn ich ihn also bis zur Geburt bei der Stange halten kann und er dann sogar dabei ist, bin ich guter Hoffnung, dass er auch dieses Kind lieben wird.

Meine Mutter, die liebe, hat mir auf jeden Fall verboten, mir negative Gedanken zu machen und ist der festen Überzeugung "alles wird gut!"

In diesem Sinne gute Nacht und vielen Dank für eure Anteilnahme und ich werde euch auf dem Laufenden halten!

Sehr zuversichtlich,

Die Sonnenanbeterin

Lisa_S
16.07.2007, 13:41
Eure Situation ist tatsächlich alles andere als die "klassische Familie". Wenn das für euch beide stimmt, ist ja gut für euch. Aber habt ihr beide auch schon über das "Unaussprechliche" (gemeint: Kind) nachgedacht? Habt ihr mal an das Wohl eures Kindes gedacht? Oder wird darüber auch einfach nicht gesprochen, vielleicht löst sich das "Problem" ja von selbst? Habt ihr daran gedacht, was für's Kind (!) gut wäre? Oder soll es fragen: "Warum ist mein Papa so wenig da? Wo ist mein Papa? Warum kommt er immer nur Samstags und geht Montags wieder?" Was antwortet ihr dann? "Schatz, darüber redet man nicht" ?! :zahnschmerzen:

Polarstern
16.07.2007, 15:05
Aber bis das Kind das fragt, vergeht noch einige Zeit (genug, daß sich auch vorher festentschlossen zusammenwohnende Paare trennen könnten). Und dann gibt es doch heute genug Familien, in denen Papa abends nicht nach Hause kommt, weil er zB in einer anderen Stadt arbeitet.

Ich glaube, das sind Probleme, die sich lösen lassen.

LG
Polarstern

Inaktiver User
21.07.2007, 09:24
Hallo Sonnenanbeterin,
Schoen das du dich wiedergemeldet hast, ich kann mich auch noch gut an deinen letzten Strang erinnern.
Ich druecke meine Daumen, das sich dein Partner fuer euch entscheidet. Mein Tip, spreche das Thema nciht an, ich denke er wird sich zu wort melden wenn er die Nachricht verdaut hat.
Ich kann verstehen das du es gerne deiner Freundin im Urlaub erzaehlen moechte aber ich wuerde es nicht ansprechen. Wahrscheinlich spricht sie dich von selbst drauf an, Frauen haben da feine Antennen !!!
Lass es dir gut gehen
LG

Sonnenanbeterin
08.08.2007, 22:12
Hallo zusammen,

bin inzwischen in der 19. Woche und Kaschieren wird immer schwerer. Mag und muss jetzt auch nicht mehr.

Mein Freund hat mich - bisher - weder verstoßen noch hat er sich zurückgezogen. Er fragt nicht und wir reden kaum über das Kind und wie alles werden soll (das weiß er auch nicht, meinter er nur einmal auf meine Nachfrage), aber es ist - wenn das für viele jetzt auch schwer verständlich sein wird - ganz angenehm so für mich. Er ist liebevoll und zärtlich wie immer und ab und zu streicht er mir über den Bauch und lacht - ich denke, er wird mit mir zusammen in die Sache reinwachsen und irgendwie bekommen wir das schon hin.

Ob und wann wir jemals zusammenziehen - das wird sich finden. Vielleicht überlebt unsere Beziehung das Ganze ja auch nicht. Wer weiß. Ich bin inzwischen sehr gelassen. Ich freue mich auf das Baby und auch darüber, dass unsere Beziehung im Moment "trotz allem" gut läuft.

Meine Eltern freuen sich halb tot und verwöhnen mich (meiner Mutter wäre am liebsten, ich würde nur noch mit einem Kissen auf dem Bauch auf dem Sofa liegen, mich "schonen" und klassische Musik hören - schön wär´s!!!!) und die wenigen Freundinnen, denen ich es bisher erzählt habe (oder die es inzwischen gemerkt haben), sind zwar berechtigterweise alle sehr erstaunt, freuen sich aber auch alle total.

So bin ich also im Moment recht zuversichtlich und es fällt mir nicht schwer, für mein Baby positiv zu denken.

Lieben Gruß an alle,

Die Sonnenanbeterin

Vivi23
09.08.2007, 11:05
Das klingt gut!! Weiter so. Laß ihn wachsen - Bauch und Mann...

Inaktiver User
09.08.2007, 18:31
Hallo Sonnenanbeterin !

Ich kann mich Vivi,nur anschliessen !:smile:

Es ist schön das du dich wieder meldest. Ein gutes Gefühl für dich,dass deine Mutter sich so freut,dich umsorgt.

Du kannst gespannt darauf sein,wenn dein Freund weiterhin so liebevoll deinen Bauch streichelt ,wird er bald sein Kind spüren wenn es sich bewegt.:zwinker:

Für dich weiterhin eine gute Zeit,liebe Grüße Melia:Sonne:

Cory
10.08.2007, 12:35
Hi,

schön von Dir zu hören. Ich finde das hört sich super an. Der freut sich und weiß es noch nicht mal *ggg*.

Laßt es doch erst einmal bei der Wochenendbeziehung. Deine Eltern werden Dir bestimmt viel helfen und wenn man es nicht anders gewohnt ist vermißt man auch nichts.
Mein Freund sehe ich auch nur 3 Tage pro Woche, das war schon immer so und ist so geblieben, es läßt sich auch nicht ändern da er in 2 Städten arbeiten muß und ich hier selbständig bin/meine Kunden habe wird es immer eine Wochenendgeschichte sein, es sei denn ich höre auf zu arbeiten und führe mit unserer Tochter sein Nomadenleben mit.
Halt Dich nicht an dem fest, was um Dich herum als Ideal gepriesen wird, sondern mach es so wie es für Dich / Euch am sinnvollsten erscheint.

Alles Gute weiterhin, ich freu mich für euch...
Cory

Inaktiver User
29.08.2007, 21:48
Hallo Sonnenanbeterin!:blume:

Ich hoffe dir/euch geht es gut ?

Laß mal wieder von dir hören.:smile:

Grüße Melia:blumengabe: