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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : LV in RV umwandeln



finn
22.06.2007, 09:05
also vorab, ich muss da selber noch mal recherchieren. Im moment bin ich etwas verwirrt.

Ich rief gestern bei meiner Versicherung an, ob ich meine dynamische LV in eine normale (mit festen monatl. Beträgen) ändern lassen kann.

Wir kamen ins Gespräch. Er schlug vor, meine LV in eine Rentenversicherung umzuwandeln. Weil bei der Auszahlung später (in ca. 30 Jahren) 14% an Krankenversicherung abgezogen wird. Dies ist eine Regelung seit 2005.

Ich rief bei meiner Krankenkasse an. Für die war das was Neues. Und Unlogisch.

Kann das sein dass die 14% abhängig sind von gesetzlich pflichtversichert und freiwillig versichert?

Ist es wirklich lohnenswert meine LV in eine RV umzuwandeln?

Eigentlich wollte ich meine LV behalten, weil ich es vermeiden wollte, dass der Staat nach 30 Jahren Einzahlen dann noch mal bei mir die Hand aufhält.

Maxys
22.06.2007, 12:03
Du hast eine LV abgeschlossen, eine Umwandlungsmöglichkeit in eine Rentenversicherung ist mir nicht bekannt.
Kann mir nicht vorstellen wie das technisch umgesetzt werden soll, speziell in Hinsicht auf den anteiligen Risikobeitrag der Lebensversicherung, den Du bisher mitbezahlt hast.

Eins noch: Die Besteuerung der Rentenversicherung würde nur greifen, wenn Du auch tatsächlich im Alter steuerpflichtig bist.
Also kann man pauschal nicht sagen, ob dies ein Nachteil in dieser Hinsicht wäre.

Inaktiver User
22.06.2007, 13:28
Hallo Zusammen.

Grundsätzlich gebe ich Maxys recht, die rechnerischen Grundlagen für LV und RV sind vollkommen unterschiedlich. Die eine ist eine "Wette" auf den Tod und die andere eine "Wette" auf das Leben.... Umgesetzt kann das Ganze tatsächlich nur werden, wenn ein neuer Vertrag eröffnet und der alte Vertrag beendet wird. Das Guthaben des alten wird dabei auf den neuen übertragen...

Ich vermute mal:
Ein cooler Trick um einen Neuabschluß zu generieren.

Kunde zahlt sein Jahren in die Versicherung ein und hat aber trotzdem noch ein Minus auf seinem LV-Konto. Der Vermittler hat seine Provision kassiert. Nach Ablauf der Storno-Haftung für die LV (Vermittler braucht nichts mehr zurück zahlen) wird dem Kunden eine "Umwandlung" in eine Rentenversicherung angeraten. Das vorhandene LV-Guthaben wird dabei angerechnet.

Was der Vermittler verschweigt ist, daß er dafür nochmal mehrere hundert bis mehrere tausend Euroa an Provision kassiert und dieses zu Lasten des geringen Vertrags-Guthabens bzw. noch einzubezahlender Beiträge geht.

Klar ist auch, daß der aktuelle Renner der Versicherungen, die private Rentenversicherung, ein Lebenserwartungsproblem hat und aus diesem Grund neue Geldgeber benötigt werden. Aufgrund der immer länger werdenden Lebenserwartung müssen die Versicherungen nämlich immer länger bezahlen.

Einige Versicherungen haben schon Kunden angeschrieben, daß ihnen für ihre Rentenversicherung zukünftig keine Überschüsse mehr gutgeschrieben werden können, weil diese zur Deckung der verlängerten Lebensdauer herangezogen werden müssen. Aufgrund nach wie vor niedriger Verzinsung auf dem Kapitalmarkt bringen die Rentenversicherungen schon seit Jahren nicht mehr die Überschüsse, die den Versicherten vor Jahren in den unverbindlichen Modellrechnungen so schön in Aussicht gestellt worden sind. Und jetzt werden diese Überschüsse auch noch nicht mal mehr gutgeschrieben sondern sollen in weiter Ferne der verlängerten Lebenserwartung geopfert werden.

Die Aussage der Versicherung zur Versteuerung ist dabei ein Werbegag oder Verkaufstrick. Denn niemand kann heute sagen, wie die steuerlichen Regelungen und Gesetze in 20, in 30 oder in 40 Jahren wirklich aussehen.

Ist Deine LV denn noch zu Zeiten vereinbart worden, als es noch die Steuerfreiheit für LV-Ablaufleistungen gab oder ist die Ablaufleistung steuerpflichtig?

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
22.06.2007, 14:28
Hallo Finn,

die Krankenversicherungsbeträge werden erhoben bei der Auszahlung von sog. Direktversicherungen. Also von den Lebensversicherungen, die dein Arbeitgeber für dich abgeschlossen hat. Privat Krankenversicherte sind hiervon verschont.

VG

Maxys
23.06.2007, 14:07
Dass die private Rentenversicherung ein Lebenserwartungsproblem hat halte ich für nichtig, schließlich geht es zu lasten des Unternehmens wenn prognostizierte lebenserwatungen sich im laufe der zeit ändern. Bei einem abgeschlossenen vertrag ist die grundlage immer die Sterbetafel, die zu Zeiten des Abschlusses aktuell war.

Die Versicherungen müssen nicht länger zahlen, da der Ablauf vertraglich festgelegt ist, sondern müssen eben mit den Kosten / Beitrag / leistung kalkulieren, welche bei Vertragsabschluss zugesichert wurden.

"Einige Versicherungen haben schon Kunden angeschrieben, daß ihnen für ihre Rentenversicherung zukünftig keine Überschüsse mehr gutgeschrieben werden können, weil diese zur Deckung der verlängerten Lebensdauer herangezogen werden müssen."

Welche Untenehmen sind das ?
Diese haben schlicht und einfach schlecht gewirtschaftet, vermutlich auch diese, welche teiweise heute noch Prognosen mit 10% - 15% herausgeben.


"Aufgrund nach wie vor niedriger Verzinsung auf dem Kapitalmarkt bringen die Rentenversicherungen schon seit Jahren nicht mehr die Überschüsse, die den Versicherten vor Jahren in den unverbindlichen Modellrechnungen so schön in Aussicht gestellt worden sind."

Überschüsse sind nie garantiert, und wer mit risikoreicheren Anlagen spekuliert, sollte sich mal bei den Banekn umschauen, in was für Zeitabschnitten diese Ihre Prognosen der Vergangenheit auf die Zukunft beziehen
(1998-2000 i.d.R.).


Die Aussage der Versicherung zur Versteuerung ist dabei ein Werbegag oder Verkaufstrick. Denn niemand kann heute sagen, wie die steuerlichen Regelungen und Gesetze in 20, in 30 oder in 40 Jahren wirklich aussehen.

Dass niemand weiß wie die Besteuerung in 20-30 ist, ist richtig.
Die Grundlage zählt jedoch immer bei Abschluss. Selbst bei gesetzlichen Änderungen können diese nur bei bestehenden Verträgen zum Vorteil des Kunden geändert werden
(siehe: seit 01.01.2005 Besteuerung der Privaten Rentenversicherung mit Ertragsanteil von 27% gesenkt auf 18%).

Ist Deine LV denn noch zu Zeiten vereinbart worden, als es noch die Steuerfreiheit für LV-Ablaufleistungen gab oder ist die Ablaufleistung steuerpflichtig?

Ist zwar gut zu wissen, jedoch bei Ablauf in 20-30 Jahren relativ egal, da wie gesagt nur besteuert wird, wenn auch Steuern im Alter gezahlt werden müssen.

Inaktiver User
23.06.2007, 15:58
Dass die private Rentenversicherung ein Lebenserwartungsproblem hat halte ich für nichtig, schließlich geht es zu lasten des Unternehmens wenn prognostizierte lebenserwatungen sich im laufe der zeit ändern. Bei einem abgeschlossenen vertrag ist die grundlage immer die Sterbetafel, die zu Zeiten des Abschlusses aktuell war.

....

Soweit die Theorie.

Allerdings hat die Versicherung ein kleines aber feines Mittel, dieses Risiko auf die Kunden zu übertragen. Nämlich die Überschußbeteiligung, die nicht wie die Sterbetafeln bereits im Vornehinein feststeht sondern von der Gesellschaft jährlich festgelegt wird. Die Versicherungen können dies sogar noch recht schön darstellen, da diese vorgeben "mit Verantwortung in Bezug auf die zukünftigen Rentenbezieher.... blabla..."


.....
Die Versicherungen müssen nicht länger zahlen, da der Ablauf vertraglich festgelegt ist, sondern müssen eben mit den Kosten / Beitrag / leistung kalkulieren, welche bei Vertragsabschluss zugesichert wurden.
......

Das ist schlichtweg Quatsch, da bei der privaten Rentenversicherung zwar die Vertragslaufzeit dahingehend festgelegt ist um die Beitragszahlungsdauer zu fixieren, die Rentenzahlung jedoch in der Regel lebenslang laufend ist.

Allerdings beinhaltet die garantierte Rente nicht die Überschüsse. Sicherlich muß die Versicherung die garantierte Rente bezahlen, das ist auch gar nicht das Problem. Bei den Überschüssen sieht es allerdings anders aus...
Und diese Möglichkeit wird offensichtlich von einigen Gesellschaften genutzt (und weitere werden folgen).


....
Welche Untenehmen sind das ?
Diese haben schlicht und einfach schlecht gewirtschaftet, vermutlich auch diese, welche teiweise heute noch Prognosen mit 10% - 15% herausgeben.

....

Ich habe z.B. akut entsprechende Unterlagen der Württembergische Versicherung vor mir liegen.....

Im Gegenzug würde ich gerne von Dir erfahren, welche Gesellschaften in der konventionellen privaten Rentenversicherung Prognosen mit 10% bis 15% herausgegeben haben. Ich habe in den letzten 15 Jahren solche nämlich nicht ein einziges Mal gesehen. Allerdings ändert das die Situation für die Betroffenen nicht, denn offensichtlich waren schon die mir bekannten Prognosen von 6% bis 7% viel zu hoch gegriffen und sind jetzt nicht mehr haltbar.


....

Dass niemand weiß wie die Besteuerung in 20-30 ist, ist richtig.
Die Grundlage zählt jedoch immer bei Abschluss. Selbst bei gesetzlichen Änderungen können diese nur bei bestehenden Verträgen zum Vorteil des Kunden geändert werden
(siehe: seit 01.01.2005 Besteuerung der Privaten Rentenversicherung mit Ertragsanteil von 27% gesenkt auf 18%).
....

Auch hier irrst Du gewaltig.

In der Vergangenheit wurde i.d. Regel für laufende Verträge ein Bestandsschutz seitens des Gesetzgebers vereinbart. Die erste rote Regierung (SPD) unter Gerhard Schröder / Oskar Lafontain hat dieser Regelung jedoch über Bord geschmissen und bei verschiedensten Förderungen bei Kapitalanlagen diesen Bestandsschutz über Bord geworfen. Ich hatte damals ein eindringliches Gespräch mit Oskar Lafontain und Markus Koch (N-TV), welches uns die Situation sehr deutlich gemacht hat, daß diesen Politikern nichts heilig ist um ans Geld der privaten Haushalte zu kommen. Markus Koch sagte damals am Ende des Gespräches sinngemäß: "Herr Lafontain, Sie haben mich überzeugt, daß es für mich auf jeden Fall besser ist noch mindestens weitere 6 Jahre in New York zu bleiben und nicht nach Deutschland zurück zu kommen...". Die jetztige Regierung bemüht sich zwar, einen weiteren Bestandsschutz zu sichern, ich möchte aber nicht wissen was passiert, wenn die neue Linke unter Gysi und Lafontain weiter erstarkt. Zu oft hört man von diesen im Fernsehen die Aussage: "Der Staat braucht Geld...."

Eine Versicherung ist selbstverständlich an eine gemachte Zusage gebunden (garantierte Rente / nicht Überschüsse). Der Staat allerdings kann Gesetze ändern und hier durchaus den Bestandsschutz kippen. Die Steuerfreiheit von "alten" Lebensversicherungen ist ja keine Zusage von der Versicherung sondern eine Einlassung des Staates...


...
Ist zwar gut zu wissen, jedoch bei Ablauf in 20-30 Jahren relativ egal, da wie gesagt nur besteuert wird, wenn auch Steuern im Alter gezahlt werden müssen....

Bei der Rentenversicherung würde ich dem zustimmen.
Bei der LV kommt es sehr wohl darauf an, ob die Ablaufleistung steuerfrei vereinnahmt werden kann oder ob diese besteuert wird...

Darf ich fragen, woher Du diese teilweise vollkommen falschen Infos beziehst?

Schöne Grüße

justii

Maxys
24.06.2007, 20:00
Es ist richtig, dass die Rentenzahlung in der Regel lebenslang laufend ist und dass die garantierte Rente nicht die Überschüsse beinhaltet, da Überschüsse nicht garantiert werden können, aber ich habe dazu nichts gegensätzliches geschrieben ?!

"Ich habe z.B. akut entsprechende Unterlagen der Württembergische Versicherung vor mir liegen....."

Ist ja nicht zu fassen..... !!!

Die Prognosen mit 10% bis 15% hbetreffen eher Lebensversicherer, könnte mir aber vorstellen, dass diese auch bei ihren rentenversicherungen mit diese Prozenten prahlen.
Welche Unternehmen das sind weiß ich gerade nicht, hatte aber letztens wieder Verkaufsmaterial und Versicherungsangebite davon da liegen.

Bei guten Unternehmen halte ich perdönlich 6% für realistisch, gerade da z.Zt. noch gute Versicherer mit über 5% verzinsen.
Klar weiß man nicht, was in 20-30 Jahren ist, und die Vergangenheit hat gezeigt, dass progn. Zinssätze nicht eingehalten worden, aber ich denke, dass aufgrund der derz. Zinslage die Überschüsse bei einigen unterhmen in den komm. Jahren wieder angehoben werden.

"In der Vergangenheit wurde i.d. Regel für laufende Verträge ein Bestandsschutz seitens des Gesetzgebers vereinbart. Die erste rote Regierung (SPD) unter Gerhard Schröder / Oskar Lafontain hat dieser Regelung jedoch über Bord geschmissen und bei verschiedensten Förderungen bei Kapitalanlagen diesen Bestandsschutz über Bord geworfen. Ich hatte damals ein eindringliches Gespräch mit Oskar Lafontain und Markus Koch (N-TV), welches uns die Situation sehr deutlich gemacht hat, daß diesen Politikern nichts heilig ist um ans Geld der privaten Haushalte zu kommen. Markus Koch sagte damals am Ende des Gespräches sinngemäß: "Herr Lafontain, Sie haben mich überzeugt, daß es für mich auf jeden Fall besser ist noch mindestens weitere 6 Jahre in New York zu bleiben und nicht nach Deutschland zurück zu kommen...". Die jetztige Regierung bemüht sich zwar, einen weiteren Bestandsschutz zu sichern, ich möchte aber nicht wissen was passiert, wenn die neue Linke unter Gysi und Lafontain weiter erstarkt. Zu oft hört man von diesen im Fernsehen die Aussage: "Der Staat braucht Geld....""

Sicherlich betrifft dies Kapitalanlagen wie schon beschrieben, genauso kommt ja jetzt auch die Abgeltungssteuer usw., aber für bestehende Versicherungsverträge, und das ist im VVG geregelt, besteht Bestandsschutz und kann nur zum Vorteil des Kunden geändert werden bei bestehenden verträgen.

"Die Steuerfreiheit von "alten" Lebensversicherungen ist ja keine Zusage von der Versicherung sondern eine Einlassung des Staates..."

Richtig, und in Gesetzen ist dies geregelt, auch der Bestandsschutz s.o..
Wenn Du was anderes weißt, dann belege dies bitte mit Fakten, würde mich sehr interessieren.

[I]"Bei der Rentenversicherung würde ich dem zustimmen.
Bei der LV kommt es sehr wohl darauf an, ob die Ablaufleistung steuerfrei vereinnahmt werden kann oder ob diese besteuert wird..."

Bei der LV ist es fast genauso, wird halt nicht mit dem Ertragsanteil besteuert, sondern je nach Ablauf, nach dem 60.LJ. zu 50% wenn Vertragsbeginn nach 31.12.2004 war, naja, du weißt das bestimmt.

Beispiel:

Jemand ist jetzt 30, hat noch bis 65 zu arbeiten (45 Beitragsjahre schafft er), und erhält eine Rente aus der GRV von 500.- EUR / Monat, hat ausser dieser nur eine Private Lebensversicherung mit Ablaufleistung 30.000.- EUR, da er also nicht steuerpflichtig ist, wird zwar die LV zu 50% der Ertragsneteil der Besteuerung herangezogen, wenn ale Voraussetzungen stimmen.

Sagen wir er hat 19.000.- EUR eingezahlt, erhält er 30.000.- EUR, ist der Ertragsanteil: 11.000.- EUR.

Da er aber keine Steuern zahlt: 500x12= 6.000.- EUR / Jahr, wird auch die LV nicht besteuert ?!

Freu mich auf Antwort
Die Antworten entnehme ich Erfahrungen und Wissen.
Kannst Du von Dir behaupten, dass Du alles über Versicherungen und Kapitalanlagen weißt ?

Inaktiver User
24.06.2007, 20:20
.....

Jemand ist jetzt 30, hat noch bis 65 zu arbeiten (45 Beitragsjahre schafft er), und erhält eine Rente aus der GRV von 500.- EUR / Monat, hat ausser dieser nur eine Private Lebensversicherung mit Ablaufleistung 30.000.- EUR, da er also nicht steuerpflichtig ist, wird zwar die LV zu 50% der Ertragsneteil der Besteuerung herangezogen, wenn ale Voraussetzungen stimmen.

Sagen wir er hat 19.000.- EUR eingezahlt, erhält er 30.000.- EUR, ist der Ertragsanteil: 11.000.- EUR.

Da er aber keine Steuern zahlt: 500x12= 6.000.- EUR / Jahr, wird auch die LV nicht besteuert ?!
.....

Das ist eine typische Versicherungsvertreter-Altersvorsorge.
Dieser Vertrag ist weder heute noch in 30 Jahren geeignet, eine Altersversorung darzustellen. Der Kunde sollte sich einen anderen Berater suchen.

Der Kunde hat heute mtl. 2000.-Euro zur Verfügung.
Um bei einer durchschnittlichen Inflation von 3%p.a. in 30 Jahren die selbe Kaufkraft bereitstellen zu können benötigt er mtl. einen Betrag von rund 4.854.-Euro. Die gesetzliche Rente in 30 Jahren kann vernachlässigt werden. Sollte es sie tatsächlich noch geben, umso besser...

Damit er eine "unendliche" Rente von 4.854.-Euro pro Monat bereitstellen kann (oder pro Jahr 58.248.-Euro) braucht er bei einer Verzinsung von 6% p.a. (nach Steuern) ein Anlagekapital von rund 970.900.-Euro.

Alles andere bringt dem Vermittler zwar einen schnellen Euro in die Tasche, dem Kunden aber keine Altersversorgung. Und jetzt, mit einer bedarfsgerechten Ablaufsumme, kannst Du Deine Rechnung nochmal aufstellen... Mit diesem mtl. Einkommen WIRD der Kunde im Alter Steuern bezahlen.

Bei Deiner Rechnung erhält er 500.-Euro Altersrente, ein paar Euro aus einer vollkommen falsch dimensionierten Rentenversicherung und ist effektiv Sozialhilfeempfänger, denn damit kann er in keinem Fall seinen Lebensunterhalt incl. Wohnung etc. aus eigener Kraft bestreiten.

Ich möchte nicht zu verantworten haben, daß meine Kunden im Alter Sozialhilfeempfänger sind. Da ist es mir entschieden lieber, wenn diese im Alter ein paar Euro Steuern in Kauf nehmen müssen.

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
24.06.2007, 20:24
.....

Freu mich auf Antwort
Die Antworten entnehme ich Erfahrungen und Wissen.
Kannst Du von Dir behaupten, dass Du alles über Versicherungen und Kapitalanlagen weißt ?

Niemand, auch ich nicht, kann dies behaupten.
Ich weiß Einiges und für die Sachen, die ich nicht weiß, habe ich i.d. Regel die richtigen Ansprechpartner... oder ich kenne jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt....

So ein Netzwerk sollte man in jedem Beruf haben.

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
24.06.2007, 20:28
.....

Die Prognosen mit 10% bis 15% hbetreffen eher Lebensversicherer, könnte mir aber vorstellen, dass diese auch bei ihren rentenversicherungen mit diese Prozenten prahlen.
Welche Unternehmen das sind weiß ich gerade nicht, hatte aber letztens wieder Verkaufsmaterial und Versicherungsangebite davon da liegen.

Bei guten Unternehmen halte ich perdönlich 6% für realistisch, gerade da z.Zt. noch gute Versicherer mit über 5% verzinsen.
Klar weiß man nicht, was in 20-30 Jahren ist, und die Vergangenheit hat gezeigt, dass progn. Zinssätze nicht eingehalten worden, aber ich denke, dass aufgrund der derz. Zinslage die Überschüsse bei einigen unterhmen in den komm. Jahren wieder angehoben werden.
....

Ich vermute mal ins Blaue hinein, daß Du hier konventionelle Lebens- und Rentenversicherungen mit fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen durcheinander bringst.

Bei den ersteren wurden i.d. Regel nicht über 7,5% p.a. prognostiziert. Bei den zweiteren haben Anbieter wie Moneymaxx mitunter Ablaufrenditen von über 10% p.a. suggeriert, indem sie einzelne Jahresergebnisse werblich ausgeschlachtet haben.

Schade ist natürlich, daß Dir derzeit kein solcher Versicherer einfällt...

Gruß justii

Inaktiver User
24.06.2007, 20:43
....

Richtig, und in Gesetzen ist dies geregelt, auch der Bestandsschutz s.o..
Wenn Du was anderes weißt, dann belege dies bitte mit Fakten, würde mich sehr interessieren....


An den Hartz IV Gesetzen ist erkennbar, daß die Regierung diese von Dir angeführten Gesetze beizeiten ändert um den Bestandsschutz auszuhebeln.

An den Regelungen zur Direktversicherung / Betriebl. Altersversorung ist ebenfalls erkennbar, daß die Regierung keine Scheu hat, Gesetze zu ändern, damit der Bestandsschutz unterlaufen werden kann.

Ich selbst habe die Diskussion nach dem Regierungswechsel in 1998/1999 um die geplante Abschaffung des Bestandsschutzes bei "alten" Lebensversicherungen mitgeführt.
Die entsprechenden Gesprächsprotokolle liegen mir vor.
Ich weiß also sehr wohl, wovon ich spreche.

Aber schon die deutsche Historie sollte Dir genug Beweis sein, daß eine Regierung (egal in welchem Land) im Bedarfsfall durch eine Gesetzesänderung bisheriges Unrecht zu Recht erklärt oder früher geltendes Recht für ungültig erklärt...

Es gibt kein Recht auf Bestandsschutz!
=> siehe http://verbraucherschutz.wtal.de/besteuerung.htm#steuerpflicht
Aber jetzt habe ich eine Menge geschrieben, jetzt würde mich interessieren, wo in den deutschen Gesetzen Du ein unabdingbares Recht des Bürgers auf Bestandsschutz festgeschrieben findest.

Schöne Grüße

justii

Maxys
25.06.2007, 14:30
So viele Antworten extra aufgeführt.... :)


Okay, also durchschnittliche Inflation von 3%, woher nimmst du diese Angabe ? Z. Zt. ist die Inflationsrate bei ca. 2,2% p.a., wieso nicht vom derz. Stand ausgehen ? Alles andere ist Spekulation - Versicherungsberater, die alles schlecht rechnen, um eine möglichst hohe Rentenlücke darzustellen ???

"Die gesetzliche Rente in 30 Jahren kann vernachlässigt werden."

Das sehe ich anders, denn wer mit 37 Jahren bereits seit seinem 18.LJ sozialversicherungspflichtig ist, hat selbst bei 2.000.- EUR / Brutto keine Rente schon erwirtschaftet welche ungeachtet werden sollte.

Du rechnest mit 6% p.a., wie möchtest Du diese Rendite langfristig UND SICHER erzielen ?
Spekulationsgeschäfte halte ich als Altersvorsorge mir Laufzeit 30 Jahren als EINZIGEN Baustein nicht für geeignet.

Dann schon, das ist klar, aber wie gesagt, es ging um 500.- EUR / Monat, nicht jeder kann seine Altersvorsorge so gesalten, dass er die Rentenlücke im Alter auffängt.

"vollkommen falsch dimensionierten Rentenversicherung und ist effektiv Sozialhilfeempfänger, denn damit kann er in keinem Fall seinen Lebensunterhalt incl. Wohnung etc. aus eigener Kraft bestreiten."

1. Waren die Angaben bei der Rentenversicherung nicht gerechnet, sondern zur darstellung der Monatsrente dargestellt
2. Habe ich nicht geschrieben, dass er damit seinen Lebensunterhalt weiter bestreiten kann

Also: Erst lesen, dann Kontra geben.

"Ich möchte nicht zu verantworten haben, daß meine Kunden im Alter Sozialhilfeempfänger sind. Da ist es mir entschieden lieber, wenn diese im Alter ein paar Euro Steuern in Kauf nehmen müssen."

Das ist richtig, aber alleine mit Fondsanlagen kannst Du keine Versprechen geben und wenn Du das machst, dann möchte ICH das nicht verantworten.

Maxys
25.06.2007, 14:34
"Ich vermute mal ins Blaue hinein, daß Du hier konventionelle Lebens- und Rentenversicherungen mit fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen durcheinander bringst."

Ich brigne diese nicht durcheinander, aber auch Du soltest wissen, dass reine fondsgebundene LV's oder RV's nicht geeignet sind, ohne Garantiewerte diese zu verwenden um eine Rentenlücke in 20-30 Jahren sicher zu schliessen.

10% suggeriert - ja, suggeriert.

Solche Anbieter habe ich nicht gemeint, lies nach, es geht um klassiche kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherungen.

Maxys
25.06.2007, 14:36
"Ich selbst habe die Diskussion nach dem Regierungswechsel in 1998/1999 um die geplante Abschaffung des Bestandsschutzes bei "alten" Lebensversicherungen mitgeführt.
Die entsprechenden Gesprächsprotokolle liegen mir vor.
Ich weiß also sehr wohl, wovon ich spreche."

Nenn mir bitte ein praktisches Beispiel im Versicherungsbereich, danke.

Bitte fass Dich möglichst kurz, ich habe nicht die Zeit im Forum mich ständig wiederholen zu müssen, danke.

Inaktiver User
25.06.2007, 15:26
So viele Antworten extra aufgeführt.... :)


Okay, also durchschnittliche Inflation von 3%, woher nimmst du diese Angabe ? Z. Zt. ist die Inflationsrate bei ca. 2,2% p.a., wieso nicht vom derz. Stand ausgehen ? Alles andere ist Spekulation - Versicherungsberater, die alles schlecht rechnen, um eine möglichst hohe Rentenlücke darzustellen ???
...



Unterstellung !

Ein Blick zum statistischen Bundesamt hätte Dir gesagt, daß die Durchschnittsinflation für 30-Jahres-Zeiträume bei 3,3% liegt. Ich bin also mit meinen 3% sogar noch etwas darunter.
Wenn ich einen 30-Jahres-Zeitraum nehme und nur die aktuelle Inflationsrate verwende, würde ich unseriös handeln.

lg. justii

Inaktiver User
25.06.2007, 15:32
"Die gesetzliche Rente in 30 Jahren kann vernachlässigt werden."

Das sehe ich anders, denn wer mit 37 Jahren bereits seit seinem 18.LJ sozialversicherungspflichtig ist, hat selbst bei 2.000.- EUR / Brutto keine Rente schon erwirtschaftet welche ungeachtet werden sollte.
.....


Huuuch... welches Deutsch :-(


Das 1x1 der gesetzlichen Rentenversicherung lautet:

Die jährlichen Rentenmitteilungen haben nur informativen aber keinen verbindlichen Charakter. Dies bedeutet, wenn heute bei dem 37jährigen ein Betrag X auf dem Rentenbescheid steht bedeutet dies nicht, daß er diesen oder mehr zum Beginn des Ruhestandes auch bekommt.
Es gilt immer die rechtliche Situation zu dem Zeitpunkt an dem die gesetzliche Rente beantragt bzw. genehmigt wird. Die Überaltertung der deutschen Bevölkerung ist fakt - das demographische Problem brauchen wir nicht mehr zu diskutieren.

Daß statistisch gesehen in wenigen Jahrzehnten jeder Arbeitnehmer einen Rentner zu schultern hat ist auch ein Fakt.
Die Annahme, daß Personen, die noch 30 Jahre bis zum Eintritt der Rente haben, mit dieser ihren Lebensstandard sichern/erhalten können, wäre fatal.

Gruß justii

Inaktiver User
25.06.2007, 15:34
"Ich vermute mal ins Blaue hinein, daß Du hier konventionelle Lebens- und Rentenversicherungen mit fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen durcheinander bringst."

Ich brigne diese nicht durcheinander, aber auch Du soltest wissen, dass reine fondsgebundene LV's oder RV's nicht geeignet sind, ohne Garantiewerte diese zu verwenden um eine Rentenlücke in 20-30 Jahren sicher zu schliessen.

10% suggeriert - ja, suggeriert.

Solche Anbieter habe ich nicht gemeint, lies nach, es geht um klassiche kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherungen.

Wenn Du sagst, daß konventionelle Lebens- oder Rentenversicherungen mit einer Renditeprognose von 10 bis 15% pro Jahr verkauft oder beworben wurden, dann halte ich das gelinde gesagt für nicht glaubhaft.

Leider konntest Du Dich ja nicht erinnern, wer dies angeblich getan haben soll. Schade...

Inaktiver User
25.06.2007, 15:38
...

Du rechnest mit 6% p.a., wie möchtest Du diese Rendite langfristig UND SICHER erzielen ?
Spekulationsgeschäfte halte ich als Altersvorsorge mir Laufzeit 30 Jahren als EINZIGEN Baustein nicht für geeignet.
.....

Da stimme ich Dir vollkommen zu. Wobei es natürlich auf das persönliche Vermögen ankommt, ob jemand mit einem Teilbetrag seines Vermögens auch im Alter vielleicht noch spekuliert.

Unabhängig davon gibt es auf dem Kapitalmarkt ausreichend Produkte, die entsprechend kombiniert eine !mündelsichere! Rendite von ca. 6% erwirtschaften können.

Diese Produkte gibt es auch heute in dieser "Niedrigzinsphase" und natürlich erst recht in Hochzinsphasen.

Gruß justii

Inaktiver User
25.06.2007, 15:42
....

"Ich möchte nicht zu verantworten haben, daß meine Kunden im Alter Sozialhilfeempfänger sind. Da ist es mir entschieden lieber, wenn diese im Alter ein paar Euro Steuern in Kauf nehmen müssen."

Das ist richtig, aber alleine mit Fondsanlagen kannst Du keine Versprechen geben und wenn Du das machst, dann möchte ICH das nicht verantworten.

Du versuchst Dich in Sterndeuterei? Sehe ich das richtig?
Wer bitte hat von Produkten gesprochen?
Die Fondsanlagen hast Du jetzt ins Spiel gebracht und versuchst mir diese jetzt in den Mund zu legen.

Ich habe bisher auch nur formuliert, wie die benötigte Anlagesumme bei diesen Vorgaben aussehen sollte und nicht, wie dieses Ziel erreicht werden kann.

Dies ist schließlich in jedem Einzelfall anhand der individuellen Rahmenbedingungen, der Anlegermentalität usw. zu ermitteln und das Gesamtportfolio darauf abzustimmen. Die 08/15-Lösung gibt es nicht. Auch nicht, wenn Du mir diese in den Mund zu legen versuchst *lächel*

Gruß justii

Inaktiver User
25.06.2007, 15:45
....

Dann schon, das ist klar, aber wie gesagt, es ging um 500.- EUR / Monat, nicht jeder kann seine Altersvorsorge so gesalten, dass er die Rentenlücke im Alter auffängt.
.....

Richtig.
Weil sich zu viele Menschen noch von Politik und unqualifizierten Vermittlern in den Geldbeutel lügen lassen. Aus diesem Grund werden viele Menschen im Alter vor einem nicht geplanten und nicht berücksichtigen finanziellen Loch stehen.

Gruß justii

Inaktiver User
25.06.2007, 15:46
War das jetzt kurz und bündig genug?
Übrigens forderst Du immer schnell umfangreiche Belege und Beweise. Ich habe Dich auch nach ein paar gefragt aber bisher bleibst Du diese bei jeder Rückfrage schuldig.

Ist das Absicht? *lächel*

Maxys
25.06.2007, 21:20
"Ein Blick zum statistischen Bundesamt hätte Dir gesagt, daß die Durchschnittsinflation für 30-Jahres-Zeiträume bei 3,3% liegt. Ich bin also mit meinen 3% sogar noch etwas darunter.
Wenn ich einen 30-Jahres-Zeitraum nehme und nur die aktuelle Inflationsrate verwende, würde ich unseriös handeln."

Die Durchschnittsinflation kann sich nur auf die Vergangenheit beziehen, denn alles andere sind Prognosen.
Gute Dynamiken bieten die Möglichkeit auch spätere höhere Inflationssteigerungen aufzufangen.
Unseriös handelt man auch dann, wenn man 3% prognostiziert und am Ende sind es mehr oder weniger.
Deshalb würde ich imemr vom derzeitigen Stand ausgehen und dies bei Änderungen auf dem aktuellsten Stand halten oder den vertrag dann entsprechend anpassen.

Maxys
25.06.2007, 21:27
"Huuuch... welches Deutsch :-("

Rechtschreibfehler sind ja wohl noch erlaubt, oder ?!

"Die jährlichen Rentenmitteilungen haben nur informativen aber keinen verbindlichen Charakter. Dies bedeutet, wenn heute bei dem 37jährigen ein Betrag X auf dem Rentenbescheid steht bedeutet dies nicht, daß er diesen oder mehr zum Beginn des Ruhestandes auch bekommt.
Es gilt immer die rechtliche Situation zu dem Zeitpunkt an dem die gesetzliche Rente beantragt bzw. genehmigt wird. Die Überaltertung der deutschen Bevölkerung ist fakt - das demographische Problem brauchen wir nicht mehr zu diskutieren."

In einem Punkt gebe ich Dir Recht, dass die renteninformationen einen informativen Charakter haben und bis zum 65. Lj. hochgerechnet sind, wenn alle Faktoren unberücksichtigt bleiben, so stehts ja auch drin, außerdem gehen noch Sozialversicherungsbeiträge und ggfs. Steuern ab, damit man die Netto-Rente erzielt.
Eins ist jedoch Fakt: Die bereits erwirtschaftete Rente, dass diese jedoch auch Inflationsrate usw. unterliegt, ist ja wohl klar, aber nach derz. Stand aktuell, und sollte deshalb nach derz. Stand berücksichtigt werden. Wie machst Du es bei Ansprüchen aus Zusatzversorgungswerken ? Lässt Du die erwirtschafteten Rentenansprüche auch unberücksichtigt ?

"Daß statistisch gesehen in wenigen Jahrzehnten jeder Arbeitnehmer einen Rentner zu schultern hat ist auch ein Fakt."

"Die Annahme, daß Personen, die noch 30 Jahre bis zum Eintritt der Rente haben, mit dieser ihren Lebensstandard sichern/erhalten können, wäre fatal. "

Richtig. Sind wir wieder einer Meinung :).
Aber anders habe ich es ja auch nicht behauptet.

Maxys
25.06.2007, 21:31
"Unabhängig davon gibt es auf dem Kapitalmarkt ausreichend Produkte, die entsprechend kombiniert eine !mündelsichere! Rendite von ca. 6% erwirtschaften können."

Welche Produkte sollen dies sein ?
Kombinierte Produkte, mit denen unter Berücksichtigung von Steuervorteilen eine höhere Rendite dargestellt wird ?

Maxys
25.06.2007, 21:35
"Ich habe bisher auch nur formuliert, wie die benötigte Anlagesumme bei diesen Vorgaben aussehen sollte und nicht, wie dieses Ziel erreicht werden kann."

Und wie soll deiner Meinung nach dieses Ziel erreicht werden ? Vor allem in Hinblick auf die nicht belegbare tatsächliche Inflation in 30 jahren ?
Hast Du auch etwas grundsätzliches dazu oder nur: Immer individuell ? Seh ich zwar grundsätzlich genauso, habe aber grundsätzliche Vorschläge, wie:
Immer von Garantiewerten ausgehen u.a..

Ich versuche Dir nichts zu unterstellen, aber Du machst mir den Eindruck, als bist Du anderer Meinungen gegenüber nicht loyal.

Maxys
25.06.2007, 21:37
War das jetzt kurz und bündig genug?

Ja, vielleicht versuchen wir's mal in einem Thread ?! ;)

Zu den Belegen - ich recherchiere.

Inaktiver User
25.06.2007, 21:38
...

Die Durchschnittsinflation kann sich nur auf die Vergangenheit beziehen, denn alles andere sind Prognosen.
Gute Dynamiken bieten die Möglichkeit auch spätere höhere Inflationssteigerungen aufzufangen.
Unseriös handelt man auch dann, wenn man 3% prognostiziert und am Ende sind es mehr oder weniger.
Deshalb würde ich imemr vom derzeitigen Stand ausgehen und dies bei Änderungen auf dem aktuellsten Stand halten oder den vertrag dann entsprechend anpassen.

Dir ist bekannt, daß Dynamiken in der Lebens- und Rentenversicherung dem Kunden immer wie Neuabschlüsse zum dann höheren Lebensalter-Beitrag berechnet werden? Du betätigst Dich also als Kostenreiber (mal abgesehen davon, daß der Vermittler jedes Mal gut mitkassiert).

Darüber hinaus würde mich die Anzahl und Namen der Lebens- und Rentenversicherungen interessieren, die eine flexible Anpassung der Dynamik während der Laufzeit zulassen. Jetzt kannst Du mal Fakten liefern.

Gruß justii

Inaktiver User
25.06.2007, 21:43
"Unabhängig davon gibt es auf dem Kapitalmarkt ausreichend Produkte, die entsprechend kombiniert eine !mündelsichere! Rendite von ca. 6% erwirtschaften können."

Welche Produkte sollen dies sein ?
Kombinierte Produkte, mit denen unter Berücksichtigung von Steuervorteilen eine höhere Rendite dargestellt wird ?

Ich halte nichts von Steuersparmodellen. Insofern wirst Du hier auch keine finden. Jedenfalls bietet der Kapitalmarkt ausreichend Produkte dafür. Im Übrigen wären Steuerspar-Produkte i.d. Regel auch nicht mündelsicher. Ich denke, Dein Arbeitgeber sollte Dich entsprechend ausbilden, damit Du solche Produkte auch kennst.
Dafür bin ich nämlich nicht da.

Gruß justii

Inaktiver User
25.06.2007, 21:59
....

Ich versuche Dir nichts zu unterstellen, aber Du machst mir den Eindruck, als bist Du anderer Meinungen gegenüber nicht loyal.

Ob ich anderen Meinungen gegenüber loyal bin?
Was Du damit wohl meinst?

hm.... Jedenfalls bin ich nicht bereit, unbelegbare Behauptungen einfach so hinzunehmen. Wenn Du meine Einträge gelesen hast wirst Du feststellen, daß ich jedem gern Recht gebe oder auch einen Fehler eingestehen kann.

Wo allerdings phantasiert wird, daß sich die Balken biegen, da beiße ich mich fest. Denn es gibt Menschen, die diese Phantastereien glauben und die damit früher oder später auf der Nase landen. Und da kann ich leider sehr hartnäckig sein.

Wenn also z.B. eine konventionelle Lebens- oder Rentenversicherung nachweislich mit einer Renditeprognose von 10% oder mehr beworben worden wäre. Dann hätte der Vermittler schon heute ein Haftungsproblem und die Versicherung würde den Vertrag rückabwickeln. Diese so entstandenen Verträge wären also kein Problem für den Kunden sondern für die Gesellschaft... (wenn es denn solche gäbe).

Dies muß man dem Kunden aber sagen und ihn durch diesen Weg begleiten. Allerdings fehlt den meisten Vermittlern diese Geduld und die Zeit, denn diese brauchen Neuabschlüsse (bei denen der Kunde wieder draufzahlen kann).

Vermutlich wirst Du Dich auf diese Aussage stürzen wie ein Löwe aber seien wir ehrlich. Eine Kapital-Lebensversicherung oder private Rentenversicherung braucht i.d. Regel kein Mensch. Weder zur Absicherung, noch als Anlage, noch als Altersvorsorge.

Diese dienen nämlich allein der Profitgier von Vermittlern und Versicherungen (mit nur gaaaaanz wenigen Ausnahmen, bei denen eine KLV oder RV passen könnte).

Einen schönen Abend.

justii

Inaktiver User
25.06.2007, 22:10
....
In einem Punkt gebe ich Dir Recht, dass die renteninformationen einen informativen Charakter haben und bis zum 65. Lj. hochgerechnet sind, wenn alle Faktoren unberücksichtigt bleiben, so stehts ja auch drin, außerdem gehen noch Sozialversicherungsbeiträge und ggfs. Steuern ab, damit man die Netto-Rente erzielt.
Eins ist jedoch Fakt: Die bereits erwirtschaftete Rente, dass diese jedoch auch Inflationsrate usw. unterliegt, ist ja wohl klar, aber nach derz. Stand aktuell, und sollte deshalb nach derz. Stand berücksichtigt werden.

Falsch!
Wenn Du heute einen Rentenanspruch von 800.-Euro erarbeitet hast, dann heißt das noch lange nicht, daß Du im Alter auch 800.-Euro bekommst. Und das nicht weil KV-Beiträge etc. abgezogen werden, sondern weil die heuten Bescheide unverbindlich sind.

Es gilt das Rentenrecht zu dem Zeitpunkt in dem Du in Rente gehst. Vielleicht solltest Du einmal bei Dir am Ort einen Termin mit einem Rentenberater vereinbaren. Dieser würde Dir dies an Deinem Beispiel verdeutlichen.

Aber ein Beispiel aus meiner Zeit.
Ich hatte 1991 einen Altersrenten-Anspruch X (laut Bescheid der Rentenversicherung). Da ich seit 1991 in die gesetzliche Rente nicht mehr einbezahle, müsste dieser Anspruch nach Deinem Vortrag gleich bleiben bis ich in Rente gehe bzw. evtl. durch Anpassungen sogar steigen. Jedoch ist der Gesetzgeber her gegangen und hat gewisse Anrechnungszeiten aus der Bewertung heraus gestrichen. Aus diesem Grund ist mein Rentenanspruch heute geringer als 1991. Bis ich in Jahrzehnten in Rente gehe, wird sich die Berechnungsgrundlage nochmals ändern. Dies lässt sich aufgrund der demographischen Rahmenbedingungen nicht verhindern. Und vielleicht nochmal... und vielleicht nochmal...
Erst wenn ich in Alters-Rente gehe und diese dereinst beantragt habe, wird diese verbindlich festgestellt. Keinen Tag früher!

Hierzu findet man als Beweis/Beleg auf den Seiten der "Deutsche Rentenversicherung" (gesetzl. Rentenversicherung) folgende Information:

In einer alten Rentenauskunft (vor 1997) habe ich eine viel höhere Rente berechnet bekommen als in der Neuen. Was ist da falsch?

Durch mehrere Änderungen im Rentenrecht wurde die vorherige, günstige Berücksichtigung bestimmter Zeiten bei der Rentenberechnung gekürzt oder ganz abgeschafft. Darunter fallen zum Beispiel die Bewertung der Berufsausbildung, die schulische Ausbildung, Zeiten der Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug und die Zeiten nach dem Fremdrentenrecht. So kann durchaus eine frühere Auskunft über die Höhe der Rentenanwartschaft einen höheren Rentenbetrag ausweisen. (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_4760/SharedDocs/de/Navigation/Service/Servicebereich_20II/FAQ/FAQ__rente__node.html__nnn=true)

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
25.06.2007, 22:25
....
Hast Du auch etwas grundsätzliches dazu oder nur: Immer individuell ? Seh ich zwar grundsätzlich genauso, habe aber grundsätzliche Vorschläge, wie:
Immer von Garantiewerten ausgehen u.a..
...

Du willst Garantiewerte über 30 oder 40 Jahre?
Von welchen Garantiewerten willst Du denn dabei ausgehen?
Wer soll diese Garantien geben?

Sicherlich werden/sollten Produkte mit fester Verzinsung ein Bestandteil eines jeden Gesamtportfolios sein. Aber sicherlich hast Du schon etwas von Diversifikation gehört? Es gibt (fast) undendlich viele Produkte am Kapitalmarkt. Je nach Rahmenbedingungen, Anlegermentalität und Zielsetzung besteht die Möglichkeit, für Jeden "ein ideales" Portfolio zusammen zu stellen.

Dieses Portfolio wird vielleicht schon in 2 Jahren, sicher jedoch in 10 Jahren oder mehr, ganz anders aussehen, da sich die Parameter seitens des Kunden und auch der Kapitalmarkt ändern kann. Eine konventionelle Kapitallebens- oder Rentenversicherung ist im wesentlichen (und bis auf wenige Ausnahmen) starr und lässt sich nur schwer auf diese Parameter anpassen. Diese Unflexibilität ist ein weiteres Kriterium gegen diese Produkte.

Wer also behauptet, mit einer konventionellen Kapitallebens- oder Rentenversicherung das Altersvorsorge- oder Rentenproblem eines Kunden lösen zu können, der spricht nicht die Wahrheit. Es stellt sich die (Provisions-)Frage, warum er dem Kunden nicht die Wahrheit sagt...

Gruß justii

Inaktiver User
26.06.2007, 10:13
"Ich selbst habe die Diskussion nach dem Regierungswechsel in 1998/1999 um die geplante Abschaffung des Bestandsschutzes bei "alten" Lebensversicherungen mitgeführt.
Die entsprechenden Gesprächsprotokolle liegen mir vor.
Ich weiß also sehr wohl, wovon ich spreche."

Nenn mir bitte ein praktisches Beispiel im Versicherungsbereich, danke.

Bitte fass Dich möglichst kurz, ich habe nicht die Zeit im Forum mich ständig wiederholen zu müssen, danke.

Du bist lustig. Du willst Dir nicht die Zeit nehmen, versorgst mich aber fleißig mit Belegforderungen, die sehr viel mehr Zeitaufwand in Anspruch nehmen würden, wäre ich nicht ständig mit diesen Tatsachen konfrontiert.

Aber weil ich lieb bin. Dein Bestandsschutz (oder Vertrauensschutz) wird nicht einmal bei der gesetzlichen Rentenversicherung garantiert oder gesetzliche festgeschrieben.

Hierzu findest Du auf den Seiten der "Deutsche Rentenversicherung" (gesetzliche Rentenversicherung) folgenden Beweis/Beleg, bei dem Du bitte auf das Wort "meistens" achtest. Damit wird explizit eine Zusicherung oder gesetzliche Garantie des Vertrauensschutzes (oder Bestandsschutzes) abgelehnt:

Was heißt Vertrauensschutz?

Soweit durch gesetzliche Neuregelungen Änderungen zu Ungunsten rentennaher Jahrgänge oder Rentenbeziehern erfolgen, wird (meistens) Vertrauensschutz gewährt. Dies bedeutet zum Beispiel, dass Kürzungen in der Rentenberechnung schrittweise eingeführt werden. Der Vertrauensschutz richtet sich entweder nach Stichtagen, zum Beispiel aus dem Gesetzgebungsverfahren, nach einem bestimmten Rentenbeginn oder dem Geburtsjahrgang der Rentenberechtigten. Bereits bewilligte Renten können durch nachträgliche Änderungen des Rentenrechts grundsätzlich nicht niedriger werden. (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_4760/SharedDocs/de/Navigation/Service/Servicebereich_20II/FAQ/FAQ__rente__node.html__nnn=true)

Das stellt auch eine klare Bestätigung meiner Aussage dar, daß erst bewilligte Renten wirklich verbindlich sind. Zu jedem vorherigen Zeitpunkt kann die Politik quasi nach Belieben schalten und walten...

Schöne Grüße

justii

finn
26.06.2007, 13:24
Huuuch - so viele Antworten!!!!

Ich muss mir mal ausreichend Zeit dafür nehmen, alles von Anfang an durchzulesen. Im moment habe ich die nicht.:blumengabe:

bis bald
finn

Inaktiver User
26.06.2007, 14:12
*lach* mußt Du Dir nicht wirklich antun :-)

Maxys
26.06.2007, 15:14
"Dir ist bekannt, daß Dynamiken in der Lebens- und Rentenversicherung dem Kunden immer wie Neuabschlüsse zum dann höheren Lebensalter-Beitrag berechnet werden? Du betätigst Dich also als Kostenreiber (mal abgesehen davon, daß der Vermittler jedes Mal gut mitkassiert)."

Du kassierst von Anfang an die höhere Provision, obwohl noch nicht klar ist, inwieweit die versicherte Summe auch bzgl. Inflationsentwicklung bedarfsgerecht ist ?!

"Darüber hinaus würde mich die Anzahl und Namen der Lebens- und Rentenversicherungen interessieren, die eine flexible Anpassung der Dynamik während der Laufzeit zulassen. Jetzt kannst Du mal Fakten liefern."

Dir sollte klar sein, dass fast alle Anbieter Dynamiken abieten, welche man bis zu 2 Mal nacheinander ablehnen kann, ohne dass das Recht auf Dynamikanpassung erlischt ?!
Von einer flexiblen Anpassung der Dynamik hast du geschrieben, je nach Art der Dynamik (meist in Stufen geordnet), kann man das von vornherein vereinbaren. Da mann meist zwichen 1-3 Jahren diese angeboten bekommt, je nach vereinbarung, wird wohl aller 6 Jahre (bei Dynamik aller 2 Jahre) ein Anpassung sinnvoll sein bei derzeitiger Inflationsentwicklung.
Wie möchtest Du da flexibel sein, bzw. das anders regeln, wenn Du schon von Vornherein eine höhere Versicherungssumme abschliesst ?

Maxys
26.06.2007, 15:16
"Ich halte nichts von Steuersparmodellen. Insofern wirst Du hier auch keine finden. Jedenfalls bietet der Kapitalmarkt ausreichend Produkte dafür. Im Übrigen wären Steuerspar-Produkte i.d. Regel auch nicht mündelsicher."

Tja, dann solltest Du Dich wohl weiterbilden, und frag bitte nicht nach Fakten, Deine Produkte haben anscheinend auch keinen Namen, sonnst hättest Du diese geschrieben.
Wozu also produkte kennen, die es nicht gibt ? --> wenn Du über theoretische Produktkonzeptionen geschult wirst, dann bitte.

Maxys
26.06.2007, 15:25
"Jedenfalls bin ich nicht bereit, unbelegbare Behauptungen einfach so hinzunehmen. Wenn Du meine Einträge gelesen hast wirst Du feststellen, daß ich jedem gern Recht gebe oder auch einen Fehler eingestehen kann."

Tja, ich nehm halt auch keine unbelegbare Behauptungen einfach hin. Besonders nicht von Personen, die grundätzlich meinen Recht zu haben.


"Wenn also z.B. eine konventionelle Lebens- oder Rentenversicherung nachweislich mit einer Renditeprognose von 10% oder mehr beworben worden wäre. Dann hätte der Vermittler schon heute ein Haftungsproblem und die Versicherung würde den Vertrag rückabwickeln. "

Kein Problem für den Kunden ? Wäre ich auch dafür, aber prognostiziert ist prognostiziert und die VRL ist erst seit 22.05. aktiv.

"Allerdings fehlt den meisten Vermittlern diese Geduld und die Zeit, denn diese brauchen Neuabschlüsse (bei denen der Kunde wieder draufzahlen kann)."

Hm, bei bedarfsgerechten Absicherungen nach derz. Stand müsste man also bei Deinen Erwartungen (Infaltionsentw. usw.) immer draufzahlen ?!

"Eine Kapital-Lebensversicherung oder private Rentenversicherung braucht i.d. Regel kein Mensch. Weder zur Absicherung, noch als Anlage, noch als Altersvorsorge."

Ich habe nur darauf gewartet :)
Dieser Meinung bin ich nicht.
Und was sind die Fakten: Versicherungen sind Versicherungen und Bankgeschäfte sind Bankgeschäfte.
Wie kann man da nur fondsgebundene Sparpläne als fondsgebundene Lebensversicherungen deklarieren ? Das Leben ist ohne Garantie nicht abgesichert !!!

Womit verdienst Du Deinen Lebensunterhalt ?
(ich hoffe nicht als Aktionär)

Maxys
26.06.2007, 15:33
"Wenn Du heute einen Rentenanspruch von 800.-Euro erarbeitet hast, dann heißt das noch lange nicht, daß Du im Alter auch 800.-Euro bekommst. Und das nicht weil KV-Beiträge etc. abgezogen werden, sondern weil die heuten Bescheide unverbindlich sind."

Falsch.
Unverbindlich sind die Hochrechnungen. Die erw. Rentenansprüche zählen, wenn ich jetzt in Rente gehen würde.
Klar kann sich gesetzlich was ändern, das hatte ich aber bereits geschrieben.
Was weißt aber auch Du nicht, also wozu diese Diskussion, hatte wir alles schon in einem andern Kontext.

Geh zu einem Rentenberater und erzähl dem was von Inflationsausgleich mit 3%, vielleicht wird dieser Vorschlag in Zukunft schon berücksichtigt ?!

"Ich hatte 1991 einen Altersrenten-Anspruch X (laut Bescheid der Rentenversicherung). Da ich seit 1991 in die gesetzliche Rente nicht mehr einbezahle, müsste dieser Anspruch nach Deinem Vortrag gleich bleiben bis ich in Rente gehe bzw. evtl. durch Anpassungen sogar steigen."

Steigen wohl kaum, wie geschrieben, wenn ich jetzt in Rente gehe, nicht was in 20-30 Jahren ist. Aber ich berücksichtige immer nach derz. Stand und aktualisiere dann die Rentenlücke aller paar jahre, das halte ich für das einzig Sinnvolle.
Wer die GRV gleich außer Acht lässt, der berät meiner Meinung nach falsch, da auch er nicht davon ausgehen kann, wie die RV-Lücke in 20-30 Jahren ist, also muss bzw. sollte man vom derz. Stand ausgehen.

"Erst wenn ich in Alters-Rente gehe und diese dereinst beantragt habe, wird diese verbindlich festgestellt. Keinen Tag früher!"

Richtig, immer zum aktuellen Stand.

Maxys
26.06.2007, 15:41
"Du willst Garantiewerte über 30 oder 40 Jahre?
Von welchen Garantiewerten willst Du denn dabei ausgehen?
Wer soll diese Garantien geben?"

Diese Garantien können Dir Unternehmen geben, und eine hohe Sicherheit aufweisen.
100% garantiert ist nichts - bitte keine Beispiele.

Diversifikation: Ich spreche nicht von einem Portfolio von Kapitalprodukten - ich spreche von Versicherungen, die nicht in spekulative Anlagen investieren.
Unflexibilität richtet sich danach, was man darunter versteht.
Mir bringt es nichts, wenn meine Kapitalanlageprodukte immer geswitcht, geschlossen oder neu sortiert werden, wenn's schlecht läuft.

"Wer also behauptet, mit einer konventionellen Kapitallebens- oder Rentenversicherung das Altersvorsorge- oder Rentenproblem eines Kunden lösen zu können, der spricht nicht die Wahrheit."

Nicht meine Meinung, aber sicherlich ist eine flexible Gestaltung, welche möglich ist, sinnvoll. Auch die Kombination mit mittelfr. Anlageprodukten oder spekul. Anlagen ist ggfs. zu empfehlen.

In einem sind wir uns einig, oder ?
Eine Ideallösung des Problems gibt es nicht ?!

Maxys
26.06.2007, 15:45
"Das stellt auch eine klare Bestätigung meiner Aussage dar, daß erst bewilligte Renten wirklich verbindlich sind. Zu jedem vorherigen Zeitpunkt kann die Politik quasi nach Belieben schalten und walten..."

Richtig, Rentenansprüche sind immer dann aktuell, wenn ich jetzt in Rente gehe und die Gesetzgebung noch die gleiche ist.


Wollen wir jetzt langsam etwas weniger schreiben ?
Wird langsam anstrengend ?!

Inaktiver User
26.06.2007, 16:16
"Das stellt auch eine klare Bestätigung meiner Aussage dar, daß erst bewilligte Renten wirklich verbindlich sind. Zu jedem vorherigen Zeitpunkt kann die Politik quasi nach Belieben schalten und walten..."

Richtig, Rentenansprüche sind immer dann aktuell, wenn ich jetzt in Rente gehe und die Gesetzgebung noch die gleiche ist.


Wollen wir jetzt langsam etwas weniger schreiben ?
Wird langsam anstrengend ?!


Diesem letzten Satz kann ich nur aus vollstem Herzen zustimmen da sowohl dein Satzbau nebst Inhalten als auch deine Art zu zitieren nur noch schwer erträglich, geschweige denn lesbar ist.

Fritz :cool:

Inaktiver User
26.06.2007, 17:47
"Dir ist bekannt, daß Dynamiken in der Lebens- und Rentenversicherung dem Kunden immer wie Neuabschlüsse zum dann höheren Lebensalter-Beitrag berechnet werden? Du betätigst Dich also als Kostenreiber (mal abgesehen davon, daß der Vermittler jedes Mal gut mitkassiert)."

Du kassierst von Anfang an die höhere Provision, obwohl noch nicht klar ist, inwieweit die versicherte Summe auch bzgl. Inflationsentwicklung bedarfsgerecht ist ?!

...

Der Versicherungsvertreter kassiert diese...

Ich habe seit meiner Geschäftsgründung keine Kapitallebens- oder Rentenversicherung empfohlen oder verkauft. Ich habe deshalb kein Stornoproblem und kein Haftungsproblem.
Ich habe seit 15 Jahren zufriedene Kunden...

Ich kassiere keine höheren Provisionen sondern bedarfsgerechte Provisionen. In keinem Fall jedoch Provisionen, bei denen das Kundenkonto erst viele hundert oder tausend Euro ins Minus gesetzt wird und der Kunde dann jahrzehnte einbezahlen muß, bis er überhaupt ins Verdienen kommt (Stichwort Zillmerung oder Provisionsfaktoring). Meine Provisionen werden gegenüber den Kunden auch gerne offengelegt und der Kunde kann dann entscheiden ob er mich beauftragt...

Zur Inflation später mehr....

Inaktiver User
26.06.2007, 18:23
"Wenn also z.B. eine konventionelle Lebens- oder Rentenversicherung nachweislich mit einer Renditeprognose von 10% oder mehr beworben worden wäre. Dann hätte der Vermittler schon heute ein Haftungsproblem und die Versicherung würde den Vertrag rückabwickeln. "

Kein Problem für den Kunden ? Wäre ich auch dafür, aber prognostiziert ist prognostiziert und die VRL ist erst seit 22.05. aktiv.


Damit auch mal von Dir Belege und nicht nur Behauptungen kommen könntest Du hier mal offenlegen welche Gesellschaft so gehandelt hat. Ich meine, wenn Dir die Daten schon so genau vorliegen...




"Eine Kapital-Lebensversicherung oder private Rentenversicherung braucht i.d. Regel kein Mensch. Weder zur Absicherung, noch als Anlage, noch als Altersvorsorge."

Ich habe nur darauf gewartet :)
Dieser Meinung bin ich nicht.
Und was sind die Fakten: Versicherungen sind Versicherungen und Bankgeschäfte sind Bankgeschäfte.
Wie kann man da nur fondsgebundene Sparpläne als fondsgebundene Lebensversicherungen deklarieren ? Das Leben ist ohne Garantie nicht abgesichert !!!

Womit verdienst Du Deinen Lebensunterhalt ?
(ich hoffe nicht als Aktionär)

Wofür braucht man eine Kapitallebensversicherung oder private Rentenversicherung?

Inaktiver User
26.06.2007, 18:33
"Dir ist bekannt, daß Dynamiken in der Lebens- und Rentenversicherung dem Kunden immer wie Neuabschlüsse zum dann höheren Lebensalter-Beitrag berechnet werden? Du betätigst Dich also als Kostenreiber (mal abgesehen davon, daß der Vermittler jedes Mal gut mitkassiert)."

Du kassierst von Anfang an die höhere Provision, obwohl noch nicht klar ist, inwieweit die versicherte Summe auch bzgl. Inflationsentwicklung bedarfsgerecht ist ?!



Es mag vielleicht sein, daß ich am Anfang vom Kunden etwas mehr Anlage-Disziplin verlange, das kann gut sein. Grundsätzlich halte ich es aber für sinnvoller in jungen Jahren vielleicht ein klein wenig zu viel zu tun, denn Du weißt ja, daß bei der Geldanlage einer der wichtigsten Faktoren die Zeit ist. Er braucht dann, da der Zinseszins-Effekt voll greifen kann, insgesamt sehr viel weniger einbezahlen, als wenn er immer der Entwicklung hinterher rennt.

Was tust Du, wenn der Kunde mit 55 Jahren arbeitslos wird und die von Dir festgestellte notwenige Anpassung des Beitrags nach oben aus finanziellen Mitteln nicht machen kann. Dann wird Dein Kunde wieder zum Sozialfall...

Es ist ja Fakt, daß die Menschen mit steigendem Alter nicht gesünder werden. Was tust Du, wenn der Kunde aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten muß und deshalb höhere Beiträge nicht mehr aufbringen kann? Er hat ein Rentenproblem.

Sorry, aber da ist es mir wesentlich lieber, er bringt mehr Kapital in jungen (gesunden) Jahren zusammen, nutzt den Zinseszinseffekt und hat diese Risiken ausgeschlossen. Was in solchen Fällen dann eine Falschberatung war, wird der Kunde entscheiden :-)

Zur Inflation später...




"Darüber hinaus würde mich die Anzahl und Namen der Lebens- und Rentenversicherungen interessieren, die eine flexible Anpassung der Dynamik während der Laufzeit zulassen. Jetzt kannst Du mal Fakten liefern."

Dir sollte klar sein, dass fast alle Anbieter Dynamiken abieten, welche man bis zu 2 Mal nacheinander ablehnen kann, ohne dass das Recht auf Dynamikanpassung erlischt ?!
Von einer flexiblen Anpassung der Dynamik hast du geschrieben, je nach Art der Dynamik (meist in Stufen geordnet), kann man das von vornherein vereinbaren. Da mann meist zwichen 1-3 Jahren diese angeboten bekommt, je nach vereinbarung, wird wohl aller 6 Jahre (bei Dynamik aller 2 Jahre) ein Anpassung sinnvoll sein bei derzeitiger Inflationsentwicklung.
Wie möchtest Du da flexibel sein, bzw. das anders regeln, wenn Du schon von Vornherein eine höhere Versicherungssumme abschliesst ?

Wieder keine Fakten :-(

Es ist richtig, daß man mit der Dynamik aussetzen kann.
Dies bewirkt eine durchschnittlich niedrigere Anpassung als die zunächst vereinbarte Dynamik. Wir wissen aber, wenn es eine Durchschnittsinflation gibt, daß es dann niedrigere Anpassungen auf der anderen Seite auch höhere Anpassungen erfordert. Wenn wir uns z.B. den Zeitraum von 1965 bis 2004 (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/5/52/PreiseDeutschland.png) ansehen, dann stellen wir fest, daß auch in Deutschland Preissteigerungsraten von über 7% möglich sind.

Was jetzt? Jetzt sollten die Beiträge plötzlich höher angehoben werden als die normale Dynamik zulässt (nur wenige Gesellschaften lassen eine Dynamik bis zu 10% zu).
Was tun, wenn bei einer KLV der Kunde nun aus gesundheitlichen Gründen keine von der Dynamik unabhängige Erhöhung mehr machen kann? Doch die 7% sind noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. In den letzten 100 Jahren hatten wir des öfteren Inflationsraten von deutlich über 10%...... (Von den Krisenjahren brauchen wir gar nicht zu reden). Aber schon diese normale Inflation ist mit Dynamikschiebereien nicht zu lösen. Das wäre zu tiefst naiv.

Abgesehen davon ist eine Dynamik kein Inflationsschutz.
Zwar werden die Beiträge teilweise dem Kaufkraftverlust angepasst aber was ist mit dem bereits in der KLV/RV angelegten Kapital? Dieses unterliegt in vollem Umfang der Inflation. Gratuliere!

lg. justii

Maxys
26.06.2007, 19:13
"Der Versicherungsvertreter kassiert diese..."

Aha, und wer bist Du dann ?
Was für eine Geschäftsgründung, wird man ja wohl endlich erfahren dürfen, oder ?

"Ich habe seit meiner Geschäftsgründung keine Kapitallebens- oder Rentenversicherung empfohlen oder verkauft. Ich habe deshalb kein Stornoproblem und kein Haftungsproblem.
Ich habe seit 15 Jahren zufriedene Kunden..."

Ja, Haftungsprobleme gibt es bei zufriedenen Kunden auch nicht.
Aber haften musst Du docht trotzdem rechtlich gesehen, oder nicht ?
Welche Geschäftsform soll das sein, wo man nie haftet ?

"Ich kassiere keine höheren Provisionen sondern bedarfsgerechte Provisionen."

Aha, Du kennst also die kennzahlen aller Versicherungsunternehmen in Bezug auf Provisionssätze ?
Was verstehst Du unter bedarfsgerechter Provisionen, wirst Du für Beratungen bezahlt ?

Die Zillmerung ist für den Geldbeutel des Kunden effektiv genauso wie als wenn er die Povision direkt abführt.
Und dürfen hier nicht Versicheurngen mit Bankprodukten verglichen werden, da die Struktur eine andere ist.

Das Offenlegen der Provision kann man handhaben wie man möchte, es ändert nichts an der Höhe. Am Ende wird der Kunde sich für das produkt entscheiden, was für Ihn am sinnvollsten ist und nicht das, wobei der Vermittler die wenigste Provision erhält.

Maxys
26.06.2007, 19:17
Womit verdienst Du Deinen Lebensunterhalt ?
--> immer noch ungeklärete Fragen

"Damit auch mal von Dir Belege und nicht nur Behauptungen kommen könntest Du hier mal offenlegen welche Gesellschaft so gehandelt hat. Ich meine, wenn Dir die Daten schon so genau vorliegen... "

Wie schon geschrieben - diese liegen mir nicht mehr vor - ich recherchiere.

Was eine Lebens- oder Rentenversicherung bringt ?
Belies Dich bitte im Internet, ich bin nicht hier im Forum um grundsätzliche Fragen zu klären.
Wenn Du Dich im Bankgeschäft auskennst ist das gut, dann belies Dich aber bitte erst über Versicherungen ehe Du negative Meinungen schreibst, welche schlichtweg falsch sind.
Wie eben, dass LV oder RV nichts bringt.

Maxys
26.06.2007, 19:27
"Es mag vielleicht sein, daß ich am Anfang vom Kunden etwas mehr Anlage-Disziplin verlange, das kann gut sein. Grundsätzlich halte ich es aber für sinnvoller in jungen Jahren vielleicht ein klein wenig zu viel zu tun, denn Du weißt ja, daß bei der Geldanlage einer der wichtigsten Faktoren die Zeit ist. Er braucht dann, da der Zinseszins-Effekt voll greifen kann, insgesamt sehr viel weniger einbezahlen, als wenn er immer der Entwicklung hinterher rennt."


Das ist richtig, je mehr desto besser - vom Grundsatz her.
Aber nicht für den Kunden, der finanziell begrenzt ist - denn dieser möchte nur so viel bezahlen, wie es nach derz. Stand notwendig ist.

"Was tust Du, wenn der Kunde mit 55 Jahren arbeitslos wird und die von Dir festgestellte notwenige Anpassung des Beitrags nach oben aus finanziellen Mitteln nicht machen kann. Dann wird Dein Kunde wieder zum Sozialfall..."

Dann hat er 1. schon lange nicht das geld seinen erhöhten Beitrag deines Abschlusses zu zahlen, und 2. wird er bis dahin keine große Versorgungslücke haben, da er immer nach dem derz. Stand versichert sein wird. Wenn kein Geld zum zahlen da ist, kann er auch deinen Sparplan nicht weiter machen.

"Es ist ja Fakt, daß die Menschen mit steigendem Alter nicht gesünder werden. Was tust Du, wenn der Kunde aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten muß und deshalb höhere Beiträge nicht mehr aufbringen kann? Er hat ein Rentenproblem."

Was hat das mit der Gesundheit zu tun ?
1. Ist der Gesundheitszustand nur bei lebensversicherungen entscheident, nur beim Abschluss und Dynamikanpassung ist ohne erneute Ges.-Prüfung möglich.
2. Ich biete Ihm flexible Rentenversicherungen vorher an, weiterhin mit zeitlicher Staffelung, dass er auch schon ab 55 oder 60 einen finnaziellen Schub erhält oder staatl. geförderte Renten, welche u.a. Hatz IV-sicher sind, und auch gefördert werden bei Arbeitslosgikeit.

Inaktiver User
26.06.2007, 20:08
Also Maxys.

Ich finds ja neckisch, daß Du mich hier mit Fragen versorgst und immer Fakten und Belege haben willst. Und natürlich viele Auskünfte zu mir.

Als Gegenleistung hast Du trotz mehrfacher Nachfrage noch nicht einen einzigen Beleg für Deine Behauptungen (noch nicht mal der Anfangsdiskussion) beigebracht.

Ich bin gerne bereit, mit Dir weiter zu diskutieren. Aber über Fakten und nicht über Deine Phantasien. Wenn ich den Beleg erbracht habe, daß eine Behauptung von Dir nicht richtig war, spielst Du Fähnchen und drehst Dich "genauso habe ich das gemeint" oder "dem habe ich ja gar nicht widersprochen" und lenkst sofort mit einer neuen Frage (oder Beweisforderung) ab.

Existenzsicherung etc. ist eine Versicherungsfrage
Altersvorsorge ist eine Kapitalanlagefrage
Da beißt die Maus keinen Faden ab...

Lieben Gruß justii

Inaktiver User
26.06.2007, 20:13
[I] "Was tust Du, wenn der Kunde mit 55 Jahren arbeitslos wird und die von Dir festgestellte notwenige Anpassung des Beitrags nach oben aus finanziellen Mitteln nicht machen kann. Dann wird Dein Kunde wieder zum Sozialfall..."

Dann hat er 1. schon lange nicht das geld seinen erhöhten Beitrag deines Abschlusses zu zahlen, und 2. wird er bis dahin keine große Versorgungslücke haben, da er immer nach dem derz. Stand versichert sein wird. Wenn kein Geld zum zahlen da ist, kann er auch deinen Sparplan nicht weiter machen.
.....

Wow, ist das unlogisch.
Ich denke, über sowas brauchen wir gar nicht mehr erst zu reden.

Worauf führst Du denn die Tatsache zurück, daß die wenigsten KLV- und RV-Verträge bis zum Ablauf durchgehalten sondern vor Ablauf gekündigt werden, wenn diese qualitativ so hochwertig und flexibel sind?

Inaktiver User
26.06.2007, 20:22
....
Wenn Du Dich im Bankgeschäft auskennst ist das gut, dann belies Dich aber bitte erst über Versicherungen ehe Du negative Meinungen schreibst, welche schlichtweg falsch sind.
Wie eben, dass LV oder RV nichts bringt.

*lächel* Du bist ein Scherzkeks :-)
Mit den Behauptungen und Aussagen, die Du hier triffst frage ich mich allerdings, wie lange Du in der Branche tätig bist und vor allem wie lange Du dies sein willst.


....


"Ich habe seit meiner Geschäftsgründung keine Kapitallebens- oder Rentenversicherung empfohlen oder verkauft. Ich habe deshalb kein Stornoproblem und kein Haftungsproblem.
Ich habe seit 15 Jahren zufriedene Kunden..."


Ja, Haftungsprobleme gibt es bei zufriedenen Kunden auch nicht.
Aber haften musst Du doch trotzdem rechtlich gesehen, oder nicht ? Welche Geschäftsform soll das sein, wo man nie haftet ?

Haften muß ich dann, wenn ich in Haftung genommen werde nicht früher und nicht später. Wenn ich in Haftung genommen würde, dann hätte ich ein Haftungsproblem. Ich denke, die Tatsache "Ich habe mein Geschäft vor weit über 15 Jahren gegründet und hatte zu keiner Zeit ein Haftungsproblem noch ein Stornoproblem" lässt nur auf eines schließen: und das darfst Du jetzt erraten *lächel*

Inaktiver User
26.06.2007, 20:23
Jetzt darfst Du ein wenig über Dich erzählen...

Maxys
26.06.2007, 20:49
"Als Gegenleistung hast Du trotz mehrfacher Nachfrage noch nicht einen einzigen Beleg für Deine Behauptungen (noch nicht mal der Anfangsdiskussion) beigebracht."

Als beleg ist einzig und allein die Versicherer mit der progn. Zinssätze gemeint.

"Existenzsicherung etc. ist eine Versicherungsfrage
Altersvorsorge ist eine Kapitalanlagefrage"

Das stimmt, die Frage ist nur, wie man das Kapital anlegen möchte und mit was für Anlagen.

Maxys
26.06.2007, 20:54
Unlogisch für Dich ?
Aber gut, wenn Du möchtest dann haken wir das Thema ab.

"Worauf führst Du denn die Tatsache zurück, daß die wenigsten KLV- und RV-Verträge bis zum Ablauf durchgehalten sondern vor Ablauf gekündigt werden, wenn diese qualitativ so hochwertig und flexibel sind?"

Da die wenigsten vermittler sich um die Betreuung kümmern, die Kunden nach Abschluss kaum noch auf dem aktuellsten Stand halten und somit die Kunden sich bei Problemen dann auch nicht an Ihren Vermittler wenden, wenn der es umgedreht nicht macht.
Somit kennev viele Kunden Ihre Möglichkeiten nicht, z.B. bei finanziellen Engpässen Ihren vertrag weiter aufrecht zu erhalten ohne Verluste machen zu müssen.
Weiterhin lassen sich viele dieser Kunden durch unqualifizierte Mitbewerber "überreden" aus Ihren best. Verträgen zu treten oder werden durch progn. hohe Zinsen von Spekulativanlagen überzeugt, welche eine Sicherheit vorgeben, die es tatsächlich aber nicht gibt.

Maxys
26.06.2007, 20:56
Aussagen, wie "*lächel* Du bist ein Scherzkeks :-)" bitte ich zu unterlassen. Wenn Du mit Kritik nicht umgehen kannst, dann kann man das auch anders formulieren.

"Mit den Behauptungen und Aussagen, die Du hier triffst frage ich mich allerdings, wie lange Du in der Branche tätig bist und vor allem wie lange Du dies sein willst."

Das fragt der Richtige ;)

Maxys
26.06.2007, 20:58
" Ich denke, die Tatsache "Ich habe mein Geschäft vor weit über 15 Jahren gegründet und hatte zu keiner Zeit ein Haftungsproblem noch ein Stornoproblem" lässt nur auf eines schließen: und das darfst Du jetzt erraten *lächel*"

Wohl sei dem, der sowas von sich behaupten kann und dann noch so schön lächelt.

Maxys
26.06.2007, 21:00
Irgendwie lässt mich das gefühl nicht los, dass Du nicht schreiben möchtest, was für ein geschäftsunternehmen Du betreibst und was Deine genaue Tätigkeitsbeschreibung ist ?!

Naja, dreimal fragen reicht denk ich, wer nicht will...

Eins noch, und das ist das Wichtigste:
Wollen wir den Thread dabei belassen ?
Ich schreib wirklich gern, aber jeden Tag so viel, und dann noch mit jemandem, der immer Recht haben möchte bzw. - werden wir nicht zu einer Meinung kommen, Grundsätzlich sind wir uns ja in einigen Punkten einig.

Inaktiver User
26.06.2007, 21:53
Ja, dreimal fragen reicht... *lächel*

Ich stehe auch dazu gern Rede und Antwort - Soweit gleiches für beide gilt. Allerdings kam bisher überhaupt nichts von Dir.
Auch die Fragen nach dem wie lange.... hast Du wieder geschickt umgangen und von Dir abgelenkt.

Erinnert mich ein wenig an ein Schreiben der R+V-Versicherung, das ich vor einigen Jahren mal zu einer KLV erhalten habe. Ganze 6 Seite heiße Luft und keine einzige verbindliche Aussage.

Aber was habe ich erwartet...

Beschließen wir es also an dieser Stelle.

Einen schönen Abend.

Maxys
26.06.2007, 22:25
Schlechte Erfahrungen eines Unternehmens sollte man nicht auf die gesamte Branche übertragen.
Und ich sehe der Sache neutral entgegen, wenn jemand meint, dass Lebens- und rentenversicherungen als Altersovsorge nicht geeignet sind, auch wenn ich nicht dieser Meinung bin.
Das muss jeder für sich entscheiden, was er macht und von wem er sich beraten lässt. Schließlich kann man niemand zu seinem Glück zwingen.
Das war doch ein gutes Schlusswort, oder ?

Inaktiver User
27.06.2007, 13:24
Ich selbst habe (fast) nur gute Erfahrungen mit Kapitalmarkt-Unternehmen (Versicherungen, Banken, Investmenthäuser usw.)

Nicht umsonst arbeite ich mit fast 400 dieser Unternehmen zusammen. Es kommt halt darauf an, welche Produkte man von diesen verwendet.

Es gibt ja wie wir sehen, Produkte wo Vermittler und Gesellschaft sich hinter Ausreden und Verschleierung verstecken (müssen) und es an allen Ecken und Windungen an Belegen und Nachweisen fehlt oder ob man Produkte verwendet, bei denen alle Beteiligten mit offenen Karten spielen können.

Das Wort "Glück" kommt von "gelingen".
Wenn uns also hier gelungen ist, einige Personen ein wenig aufzurütteln, dann ist das doch ein glücklicher Umstand.

Schöne Grüße

justii

Maxys
27.06.2007, 17:52
Das ist richtig, und offene Karten zu haben bedeutet gleichzeitg eine offene Meinung zu haben - ob diese dann immer belegbar ist, ist auch eine andere Sache.
Belegen können sollte man es nur, wenn es einen selber betrifft.

Inaktiver User
27.06.2007, 18:14
.......
Belegen können sollte man es nur, wenn es einen selber betrifft.

Gerade wenn andere Menschen betroffen sind (hier Kunden) sollte man seine Aussagen belegen können oder? Schließlich können diese große Auswirkungen auf Sicherheit und Vermögen des Kunden haben.

Wenn ich mein eigenes Vermögen vergeige, dann ist das allein mein Problem. Wenn ich also meine eigenen Belange nicht mit Belegen sichere, dann ist das allein meine Sache.

Wenn jedoch jemand die Belange eines Anderen nicht mit Belegen sichert, dann kann am Ende des Anderen Sicherheit und/oder Vermögen betroffen sein.

Ich denke, wir haben einfach zu unterschiedliche Ansichten und Sichtweisen...

Einen schönen Nachmittag

justii

Maxys
28.06.2007, 14:45
"Gerade wenn andere Menschen betroffen sind (hier Kunden) sollte man seine Aussagen belegen können oder? Schließlich können diese große Auswirkungen auf Sicherheit und Vermögen des Kunden haben."

Wenn es Kunden betrifft, dann betrifft es mich doch auch ?!


MFG

finn
04.07.2007, 13:00
Ist Deine LV denn noch zu Zeiten vereinbart worden, als es noch die Steuerfreiheit für LV-Ablaufleistungen gab oder ist die Ablaufleistung steuerpflichtig?


ja, hatte ich vorher abgeschlossen.

finn
04.07.2007, 13:47
"Eine Kapital-Lebensversicherung oder private Rentenversicherung braucht i.d. Regel kein Mensch. Weder zur Absicherung, noch als Anlage, noch als Altersvorsorge."

Wieviel ist denn an dieser Behauptung dran?
Die LV sollte ein Zubrot für mich sein!?

finn
04.07.2007, 13:50
Also noch mal zurück zur Ausgangsfrage:

also vorab, ich muss da selber noch mal recherchieren. Im moment bin ich etwas verwirrt.

Ich rief gestern bei meiner Versicherung an, ob ich meine dynamische LV in eine normale (mit festen monatl. Beträgen) ändern lassen kann.

Wir kamen ins Gespräch. Er schlug vor, meine LV in eine Rentenversicherung umzuwandeln. Weil bei der Auszahlung später (in ca. 30 Jahren) 14% an Krankenversicherung abgezogen wird. Dies ist eine Regelung seit 2005.

Ich rief bei meiner Krankenkasse an. Für die war das was Neues. Und Unlogisch.

Kann das sein dass die 14% abhängig sind von gesetzlich pflichtversichert und freiwillig versichert?

Ist es wirklich lohnenswert meine LV in eine RV umzuwandeln?

Eigentlich wollte ich meine LV behalten, weil ich es vermeiden wollte, dass der Staat nach 30 Jahren Einzahlen dann noch mal bei mir die Hand aufhält.

Inaktiver User
04.07.2007, 14:19
"Eine Kapital-Lebensversicherung oder private Rentenversicherung braucht i.d. Regel kein Mensch. Weder zur Absicherung, noch als Anlage, noch als Altersvorsorge."

Wieviel ist denn an dieser Behauptung dran?
Die LV sollte ein Zubrot für mich sein!?

Hallo Finn.

Ich würde sagen, in 99% aller Fälle ist diese Aussage absolut zutreffend. Alle anderen Aussagen sind entweder hochgradig provisionsorientiert oder beruhen auf Unwissenheit.

Nur in ganz wenigen Fällen ist eine KLV oder RV passend.

Wenn sie jedoch, wie bei Dir, noch in Zeiten abgeschlossen worden ist, zu der für die Vertragsablaufleistung die vollständige Steuerfreiheit staatlich garantiert wurde, wäre eine entsprechende Änderung, wie sie Dir vorgeschlagen wurde, grober Unfug.

Dein Vertrag hat noch einen Vorteil, den kein neuer Vertrag mehr haben wird (die vollständige Steuerfreiheit). Die letzten Jahre hast Du einbezahlt um die Vertragskosten und die Provision des Vermittlers zu bezahlen. Oder hast Du schon mehr Rückkaufswert im Vertrag als Du bisher einbezahlt hast? Frag mal bei Deiner Gesellschaft nach...

Und jetzt rät Dir Deine Versicherung den Vertrag so zu ändern, daß diese ganzen Kosten nochmal anfallen? Mit dem Erfolg, daß Du Dein Geld am Ende teilweise versteuern darfst? Was soll denn das sein? Ich würde es als fast kriminell bezeichnen...

Gruß justii