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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Knochenaufbau f. Implantat



susanne
15.06.2007, 12:07
Nachdem bei mir kürzlich ein "Wackelzahn" gezogen werden musste, besteht keine Möglichkeit mehr, fehlende Zähne bzw. den Zahn zu überbrücken.
Mein Zahnarzt hat mir nun ein Implantat empfohlen, damit die oberen Zähne wieder Gegenbiss haben.
Allerdings ist bei mir keine Knochensubstanz vorhanden, so dass Knochen aufgebaut werden muss. Es muss noch geprüft werden, von welcher Stelle aus Knochen entnommen werden kann.
Und gerade diese Maßnahme macht mir ein wenig Angst.
Sind meine Bedenken angebracht?
Vielleicht kann mir jemand aus Erfahrung(en) berichten.
Vielen Dank.

Susanne

Margali62
15.06.2007, 12:09
Bei meinem lieben Mann wurde eine fremde Substanz genommen.

Er hat keine Probleme damit.


LG M.

susanne
15.06.2007, 12:37
Vielen Dank für Deine Antwort, Margali.
Könntest Du "fremde Sbstanz" näher erläutern?
Ggf. wäre das auch eine Alternative für mich.(?)
Susanne

Wasserratte
15.06.2007, 13:49
Hallo Susanne!
Ich kenne das so, dass man den Knochen voe einer Implantation (wenn nötig) mit Knochenersatzmaterial aufbaut (das meint Margalie wahrscheinlich auch).
Dass man eigenen Knochen z.B. aus dem Unterschenkel nimmt kenne ich nur bei Operationen wo ganze Kieferstücke entfernt werden, z.B. bei einem Tumor oder so.
Wo möchte dein Kieferchirurg denn den Knochen entnehmen?
Viele Grüße, Wasserratte!

Pecatora
15.06.2007, 13:58
Hallo Susanne,

bei mir wurde Knochen aus dem Weisheitszahnbereich (Weisheitszähne sind nicht mehr da) entnommen, um den Kieferknochen an anderer Stelle wieder aufzubauen. Der Eingriff war nicht schön, aber zu verkraften.

Wenn viel Knochen benötigt wird, nimmt man ihn auch aus der Hüfte. Ich weiß, dass das sehr unangenehm und schmerzhaft ist und auch eine ganze Weile braucht, bis es wieder verheilt ist.

Implanate habe ich übrigens auch und bin damit sehr zufrieden. Würde ich jederzeit wieder machen.

susanne
15.06.2007, 16:34
Danke für die weiteren Antworten.
Wo genau Material entnommen werden soll, wird sich wohl erst beim Gespräch mit der Implantologin heraus stellen. Bislang habe ich nur die vorgen, Aussagen meines Zahnarztes. Dass es auch Ersatzmaterial gibt, habe ich zunächst gar nicht bedacht. Ich fürchte mich eben vor einer OP, möchte diese ungern durchführen lassen.
Da muss ich sicherlich erstmal den Besuch bei der Fachärztin abwarten, um Klarheit zu erhalten.
Ich bin etwas hin- und hergerissen, ob ich eine OP durchführen lassen, ggf. auf ein Implantat verzichten soll.
Susanne

Margali62
18.06.2007, 07:45
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Vielen Dank für Deine Antwort, Margali.
Könntest Du "fremde Sbstanz" näher erläutern?
......................

Tja, ich sage mal "aus der Tüte". Also nichts aus dem Körper entnommen!

LG

M.

Margali62
18.06.2007, 07:49
Ich verstehe Deine Ängste.

Aber ein Implantat ist wirklich eine gute Lösung. Mein Mann hat sehr viele Zähne gezogen bekommen. Vier Implantate wurden gesetzt. Bei einem wurde mit diesem Material gearbeitet.
Er hat dann eine riesige Brücke oben gesetzt bekommen.

Wir sind seeeehr zufrieden. Die Behandlung hat lange gedauert aber mein Mann ist Ende vierzig und es war ihm die Sache wert.


Nur Mut! Ist bestimmt kein Parkspaziergang aber ich würde Dir dazu raten.


LG

M.

susanne
18.06.2007, 11:29
Herzlichen Dank, Margali, dass Du nochmals geantwortet hast.
Gegen ein Implantat habe ich ja grundsätzlich nichts einzuwenden. Meine Bedenken richten sich gegen eine OP, die ich höchst ungern machen lassen möchte.
In naher Zukunft habe ich allerdings ein Gespräch mit einer Implantologin. mal hören, was sie zu sagen hat.
Susanne

erdbeereis
18.06.2007, 12:55
Hallo susanne,

ich kann deine Bedenken und Ängste voll und ganz verstehen.
Bei mir steht demnächst auch eine größere Maßnahme an den Zähnen an. Nach langem Hin- und Herüberlegen, mehreren Kostenangeborten und Beratungsgesprächen bei verschiedenen
ZÄ habe ich mich nunmehr gegen Implantate entschieden. Es gibt allerdings bei mir auch eine alternative Lösung, mit der ich ganz gut leben könnte. Außerdem ist es erheblich preisgünstiger und kann notfalls ergänzt werden, falls in den nächsten Jahren nochmal ein Zahn verlustig gehen sollte. Bei mir ist der Knochen auch erheblich zurückgegangen, so dass mir ein ZA sogar von Implantaten abgeraten hat, weil vorher erst umfangreicher Knochenaufbau nötig wäre, das ganze sehr langwierig sein wird und zwischenzeitlich wiederum der Restzahnbestand weiterleiden wird. Keiner kann abschätzen wie lange es tatsächlich dauert und Risiken gibts auch jede Menge, so dass mir dieses Vagnis einfach zu groß und zu riskant und auch zu teuer ist. Nicht jeder verträgt Implantate. Meine Schwiemu hatte damit die größten Probleme, wurde danach noch 3x operiert, um Fehlstellungen zu korrigieren. Da würde ich nur einen Oralchirugen, wenn überhaupt ranlassen.
Hast du denn mal eine 2. Meinung eingeholt?

susanne
18.06.2007, 14:33
Hallo, erdbeereis (lecker!!!),
ich habe schon verschiedene Meinungen zu meinem "Problem" gehört. Tendenz: Implantat.
Auf den zeitlichen Faktor bin ich auch u. a. aufmerksam gemacht worden. Das wäre für mich zwar nicht so relevant, ist sicherlich jedoch auch zu bedenken.
Dennoch will ich mich nicht o. w. operieren lassen. bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich diesen Zahnersatz tatsächlich unbedingt haben muss. Eine andere Lösung käme zwar nicht in Betracht, weil bei mir die Möglichkeiten einer Überbrückung nicht mehr gegeben sind, aber da man den fehlenden Zahn bzw. Zähne nicht "sieht", überdenke ich die von den Zahnärzten vorgeschlagene Lösung. Und in sofern ist mir hier der Austausch der Meinungen von Bedeutung.
Susanne

Inaktiver User
18.06.2007, 14:44
bei mir wurde damals ein Knochenersatz, welches sich aus eigenem Blut und chemischen Substanzen zusammensetzt.
Dadurch hat sich zwar die Einwachszeit des Implantatstumpfes verlängert, aber es hat sich gelohnt.

Ich kann deine Bedenken bestehen, Zeit brauchst du bei einem Implantat sehr viel. Der Einwachsprozess dauerte bei mir fast bis zu einem Jahr. Aber heute weiss ich, dass es sich für mich gelohnt hat. Sicherlich wirklich kein Spaziergang, aber eine lohnende Angelegenheit. Mir war es das wert, zumal ich dadurch 2 gesunde Zähne vorm Abschleifen bewahrt habe, die bei einer Brücke in Mitleidenschaft gezogen worden wären.
Lass dich eingehend beraten und nicht gleich vom 1. Urteil abhängig machen. Geh erstmal zum Implantologen. Der zwischenzeitliche Fortschritt auf diesem Gebiet ist bemerkenswert und nicht jeder Zahnarzt ist darüber eingehend informiert.

LG
Siggi

Margali62
18.06.2007, 14:55
Die Einwachszeit bei meinem Mann hat 9 Monate gedauert.

Man sagt, mindestens ein halbes Jahr.

erdbeereis
18.06.2007, 15:06
@susanne,
bei mir war/ist eine Überbrückung auch nicht mehr gegeben. Mir fehlen einfach ein paar Backenzähne. Ich habe mich für die Teleskopvariante entschieden, auch weil es sich um den hinteren nicht sichtbaren Bereich handelt. Preisunterschied zur Implantatvariante sind in meinem Fall ca. 6.000 Euro. Das finde ich schon heftig. Hauptausschlaggebend war für mich allerdings nicht der Preis, sondern eine möglichst flexible Lösung, sowie ein geringes gesundheitliches Risiko und nicht zu vergessen wenig zeitaufwändig. Ich habe mich 2 Jahre lang ausführlichst durch das Internet gelesen und wie gesagt mehrere Zahnärzte konsultiert. Wenn meine Knochensubstanz ok gewesen wäre, hätte ich mich eher für ein Implantat entschieden, aber so? Das wäre mir zu sehr 'Versuchskaninchen'. Wie gesagt ich würde da auch nur einen erfahrenen Chirugen ranlassen. In vielen Praxen hängen diese tollen Urkunden aus, dass Dr. xyz an einem Lehrgang für Implantologie o.ä. mit Erfolg teilgenommen hat. Aber wieviele Implantate hat ein 'gewöhnlicher' Zahnarzt in Wirklichkeit schon gesetzt? Eins, Zwei oder Fünf?

susanne
19.06.2007, 11:43
Meine Zahnbehandlung(en) erfolgen in einer Zahnklinik, in der u. a. für die Implantate eine dort praktizierende Implantologin zuständig ist. Sie ist also sozusagen ausschließlich auf dem Gebiet tätig. Insofern ist man sicherlich dahin gehend gut aufgehoben.
Der zeitliche Faktor ist für mich, wie gesagt, nicht unbedingt ein Hinderungsgrund. Ich will mich eben nicht einfach mal eben so operieren lassen. Da scheue ich momentan das Risiko.
@erdbeereis:
So wie bei Dir, sind auch bei mir im Backenzahnbereich die Gegebenheiten zu vergleichen. Danke für den Hinweis auf weitere Möglichkeiten, Abhilfe für die Problematik zu schaffen.
Ich habe zwar auch schon Diverses im Internet zum Thema gelesen, aber ich gestehe, die Verwirrung ist manchmal groß und macht manchmal etwas ratlos.
Susanne

erdbeereis
19.06.2007, 11:59
Susanne, ich habe mich letztlich auch für eine Zahnklinik entschieden. Eigentlich war ich dort ja schonmal ganz am Anfang meiner Odyssee und bin nun wieder dort gelandet, weil sie letztlich für mich den besten Eindruck/Kompetenz/Vertrauen vermittelt haben. Bei den niedergelassenen Zahnärzten sah ich schon nach 1 oder 2 Sitzungen die Dollarzeichen in deren Augen leuchten. Bei anderen kamen nur dumme Kommentare, dass ich wohl als Kind immer viel genascht hätte oder sowas. Da bin ich jedesmal gegangen. Muss ich nicht haben sowas.

susanne
19.06.2007, 12:07
Jetzt könnte ich fast sagen bzw. schreiben: "Kommentar überflüssig".
Meine Erfahrungen sind ähnlich, Erdbeereis.
In dieser Zahnklinik fühle ich mich auf jeden Fall auch gut aufgehoben. Hier ist es offenbar so, dass die dort tätigen Zahnärzte an ihre Kollegen verweisen, wenn sie an die eigenen Grenzen stoßen bzw. sie sich nicht auf bestimmten Gebieten kompetent genug fühlen.
Herzliche Grüße
Susanne

Inaktiver User
30.01.2009, 19:06
Hallo ;-) Ich habe seit Ende November Knochenaufbau drin, war vorher mein Backenzahn rechts unten, jetzt seit Oktober ist der Zahn draußen. Lebe seit 2 Monaten mit dem Knochenaufbau und bin ganz zufrieden, ist nur ungewohnt mit der Zahnlücke. Aber das Produkt ist gut - und teuer ;-)