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Inaktiver User
12.06.2007, 22:12
hi @ll,

was mich heute sehr nachdenklich gemacht hat, ist ein beitrag von diesem theo.....in FAKT 21 jeden dienstag um 21.oo uhr.
ich liebe diesen neutralen beobachter.

nun zu meiner frage:
bin geschieden nach 20 jahren seit 17 jahren, allerdings im europäischen ausland.
habe immer in die rentenkasse in irgendeiner form eingezahlt. d.h. in den 80er jahren freiwillig, danach je nach arbeit und seit anfang 1989 in spanien als selbständige (muss man hier, finde ich super).

meine frage nun:
ich weiss, dass meine beitragszahlungen (da waren einige kleine freiwillige in deutschland dabei) angerechnet werden auf die 20 jahre beiträge im europäischen ausland.

frage 1) wo erfahre ich, wie das angerechnet wird?
frage 2) ich bin vor 17 jahren im europäïschen ausland nach dem recht des landes, in dem ich grade lebe und in dem wir damals lebten, geschiedne worden. hier gibt es KEINEN RENTENAUSGLEICH!
nicht in meinem scheidungsurteil, nicht in der gesetzgebung dieses landes.

d.h., (ich stehe kurz vor de rente, mein ex hat nie eingezahlt) bei mir wird im europäischen ausland auch kein (deutsches )rentensplitting angewendet?

noch eine frage: meinjetziger lebenspartner ist von seiner frau nicht getrennt, weil er behauptet, auch wenn sie geschieden seien, müsste er,wenn sie z.B. Hartz IV beantragt, dafür gradestehen???

kann ja wohl nicht sein. aber gut, deutsche gesetze sind für mich nicht nachvollziehbar.
hat jemand erfahrung?

danke für antorten
noushin

Inaktiver User
13.06.2007, 07:10
hi @ll,

.........

noch eine frage: meinjetziger lebenspartner ist von seiner frau nicht getrennt, weil er behauptet, auch wenn sie geschieden seien, müsste er,wenn sie z.B. Hartz IV beantragt, dafür gradestehen???

kann ja wohl nicht sein. aber gut, deutsche gesetze sind für mich nicht nachvollziehbar.
hat jemand erfahrung?

danke für antorten
noushin

Hallo noushin.

Er ist nicht getrennt? Wie kann er dann Dein Lebenspartner sein?
Ich vermute Du meinst "Er ist nicht geschieden oder offiziell getrennt...." Oder?

Die deutsche Sozialgesetzgebung sieht es tatsächlich so, daß ein(e) getrennt lebende(r) oder sogar geschiedene(r) Partner(in) für seine(n) Ex aufkommen muß, soweit dieser finanziell schlechter gestellt ist und aus diesem Sachverhalt der Allgemeinheit zur Last fallen könnte/würde...

Ich bin z.B. geschieden. Meine erste Frau hat nach mir noch 2x geheiratet und wurde 2x wieder geschieden (insgesamt beides also 3x).

Und jedes Mal nach einer ihrer Scheidungen konnte/mußte sie sich quasi den Ex-Mann heraus suchen, der am besten finanziell für sie aufkommen konnte... Deshalb habe ich natürlich nach unserer Scheidung "bluten" müssen (das habe ich noch eingesehen). Nach ihrer zweiten Scheidung wurde jedoch nicht ihr zweiter Mann herangezogen sondern wieder ich.... und nach ihrer dritten Scheidung ist sie wieder bei mir aufgelaufen...

"Bis das der Tod uns scheidet, bekommt da eine ganz andere (finanzielle) Komponente *lächel*

Wenn Dein Lebenspartner also bei seiner Aussage auch vermutlich soweit Recht hat, verstehe ich dennoch nicht, warum er nicht einen klaren Schlußstrich zieht. Wenn doch die Situation danach sowieso "gleich" ist...

Zwei Beispiele:

1) Ein Bekannter von einem Freund von mir... *lächel* hatte mit seiner Frau gemeinsam ein Haus gebaut. Im Verlauf der Ehe wurde dieses gemeinsam abbezahlt und war dann schuldenfrei. Die beiden lebten sich auseinander und trennten sich schließlich.

So lebten sie glücklich über viele Jahre (17 Jahre). Im Verlauf dieser Jahre hat er viele erhaltende Maßnahmen und sogar Verbesserungen am Haus durchgeführt. Es wurde ein Wintergarten angebaut, eine Garage aufgestellt usw.

Nach 17 Jahren verliebte sie sich plötzlich und begehrte die Scheidung um für ihre neue Liebe ganz frei zu sein. Im Verlauf dieser Scheidung sollte nun auch über das Haus entschieden werden. Um den Anteil der Frau ausbezahlen zu können, hätte dieses mit allen Verbesserungen und Erhaltungen verkauft werden müssen. Von der daraus resultierten Wertsteigerung gar nicht erst zu reden.

Um dies zu vermeiden hat man sich dann geeinigt: Er ist ins Dachgeschoß gezogen (Dachboden) und sie lebt glücklich mit ihrem neuen Mann in EG und OG....

Hätte er gleich damals bei der Trennung vor 17 Jahren einen klaren Schlußstrich gezogen, hätte damals das Haus vielleicht auch verkauft werden müssen. Er hätte aber (ebenso wie sie) eine faire Chance auf einen Neubeginn gehabt und beide wären (hoffentlich nach inzwischen zwei Jahrzehnten) wieder glücklich :-)

So jedoch gibts immer wieder Probleme - und daß die Situation nicht gerade berauschend ist, kann wohl jeder nachvollziehen.


2) Ein Freund lebt seit inzwischen 7 Jahren faktisch getrennt (offiziell jedoch nicht, da es um Beamtenbezüge geht...). Eine klare Trennung oder Scheidung wurde sowohl aus diesen Gründen als auch aus Kostengründen vermieden.

Nun hat sich die Frau nach einem Jahr (inoffizieller) Trennung entschlossen, sich einmal etwas zu gönnen und ist nach London zum Shopping geflogen und hat das (noch) gemeinsame Konto, das vorher im Plus war, um schlappe 6.000.-DM überzogen. Da sie nicht berufstätig war/ist kann man sich vorstellen, wer zur Rückzahlung des Betrages heran gezogen wurde.

Man möchte meinen, daß es sich hier um einen heilsamen Schock gehandelt haben könnte. Doch weit gefehlt. Seit dem macht sie dieses oder ähnliches in unregelmäßigen Abständen immer wieder. Und er kann dann zurück zahlen. Selbst eine spätere Kontotrennung hat nichts gebracht, denn dann überzieht sie einfach ihr Konto - da keine offizielle Trennung/Scheidung vorliegt, wird wieder der berufstätige und verbeamtete Partner heran gezogen...

Rechnet man das alles zusammen, hätte er sich inzwischen vermutlich 3x oder 4x scheiden lassen können. Für ihren Unterhalt muß er so oder so aufkommen, daran hätte sich also nichts geändert. Oft ist er verzweifelt...

Aber trotzdem hat er offensichtlich noch nicht viel genug "geblutet", denn zu eineem klaren Schlußstrich konnte er sich noch nicht aufraffen. Dann geht es eben so weiter. Warum, das weiß wohl nur er selbst. Oder vielleicht auch nicht...


Ich denke, daß in den meisten Fällen eine klare Entscheidung eine sichere Sache ist, und oft günstiger kommt als ein ewiges Hin und Her. Und ich bin auch überzeugt, daß mit einer klaren Entscheidung auch die Basis geschaffen wird, um im danach folgenden Leben gut und respektvoll miteinander auszukommen.
Für den frieden in einer zukünftigen Partnerschaft sowieso...

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
13.06.2007, 07:21
hi @ll,

.......

nun zu meiner frage:
bin geschieden nach 20 jahren seit 17 jahren, allerdings im europäischen ausland.
habe immer in die rentenkasse in irgendeiner form eingezahlt. d.h. in den 80er jahren freiwillig, danach je nach arbeit und seit anfang 1989 in spanien als selbständige (muss man hier, finde ich super).

.....
noushin

Wenn die Beitragseinzahlungen in die Rentenkassen tatsächlich für Rentenzahlungen verwendet würden (also den Beitragszahlern wieder in irgendeiner Form zugute kämen), dann würde ich dem zustimmen.

Nachdem aber die Rentenkasse von der Politik als Selbstbedienungsladen für artfremde Leistungen usw. verwendet wird, bin ich froh, daß ich zumindest bis jetzt nicht in die gesetzliche Rentenkasse einbezahlen muß. Denn an den schwindenden Ansprüchen aus meiner Angestelltenzeit (und Schule & Studium) kann man die Tendenz eindeutig erkennen...

Aber wir werden wohl nicht mehr lange warten müssen, bis die Politik auf die Idee kommt, daß man aus einer leeren Rentenkasse nichts (artfremdes) entnehmen kann. Ziehen wir doch die Selbständigen auch zur Zahlung in die Rentenkassen heran. Eine Leistung werden sie später zwar nur minimal oder überhaupt nicht bekommen, aber mehr Beitragszahler bedeutet über weitere viele Jahre fette Entnahmen....

In der Gesundheitsvorsorge werden ja bereits die Vorbereitungen getroffen, so eine Kapitalverschiebung zugunsten unmäßiger und verschwenderischer Groß- und Schuldenkrankenkassen durchzuführen.

Gruß justii

Inaktiver User
13.06.2007, 07:40
.....

meine frage nun:
ich weiss, dass meine beitragszahlungen (da waren einige kleine freiwillige in deutschland dabei) angerechnet werden auf die 20 jahre beiträge im europäischen ausland.

frage 1) wo erfahre ich, wie das angerechnet wird?
frage 2) ich bin vor 17 jahren im europäïschen ausland nach dem recht des landes, in dem ich grade lebe und in dem wir damals lebten, geschiedne worden. hier gibt es KEINEN RENTENAUSGLEICH!
nicht in meinem scheidungsurteil, nicht in der gesetzgebung dieses landes.

d.h., (ich stehe kurz vor de rente, mein ex hat nie eingezahlt) bei mir wird im europäischen ausland auch kein (deutsches )rentensplitting angewendet?

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danke für antorten
noushin

Darf ich ehrlich sein?

Ich weiß ja nicht, wie es um die Kompetenz der Rentensachbearbeiter in Deiner jetzigen Heimat bestellt ist, aber bei uns hier in Deutschland, so vermute ich dringend, wirst Du nur mit viel Druck (immer wieder auf der Matte stehen) und erheblichem Zeitaufwand eine verbindlich-unverbindliche Antwort erhalten (aber man soll ja auch Rentensachbearbeiter nicht alle über einen Kamm scheren und erst recht keine *lächel* Vorurteile haben).

Da es sich in beiden Fällen um europäische Länder handelt, ist davon auszugehen, daß es ein Abkommen gibt...
Informationen darüber findest Du wohl am ehesten in der Broschürenreihe "Ausland" der deutschen Rentenversicherung (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_15182/SharedDocs/de/Inhalt/04__Formulare__Publikationen/02__info__broschueren/Alle_20Broschueren,lv2=15186.html).

Darüber hinaus gibt es internationale Beratungstage in vielen Ländern. Hier findest Du Termine und eine Länderliste (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_6244/SharedDocs/de/Navigation/Beratung/Internationale__Beratungstage__node.html__nnn=true ) für diese internationalen Beratungstage.

Und zu guter Letzt gibt es auch noch ein Online-Expertenforum (http://www.ihre-vorsorge.de/www.deutsche-rentenversicherung.de/Expertenforum.html) in dem Experten der Rentenversicherungsträger Rede und Antwort stehen.

Mit Hilfe dieser 3 Angebote kannst Du nach meiner Überzeugung am Besten Antworten auf Deine Fragen finden/erhalten.

Vielleicht berichtest Du dann auch hier über Deine Erfahrungen...

Lieben Gruß

justii

Inaktiver User
13.06.2007, 10:32
hallo justi,

herzlichen dank für dein überaus intensives eingehen auf mein posting.
herzlichen dank auch für die nützlichen links, die ich studieren werde.

zu deinem einwand wg. der trennung: ich meinte natürlich "nicht geschieden aber offiziell getrennt".:smile:

gruss
noushin

Inaktiver User
13.06.2007, 11:00
:smile: bitteschön - gern geschehen