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reiner
08.06.2007, 12:05
Der erste Versuch dieses Themas endete in einer Berufsdebatte, ich versuchs noch mal und nehme einige Kommentare mit hier her.

„Das Ende der Hausfrauenehe, Barbelies Wiegmann, 1980“

Ehen haben glücklich und harmonisch zu sein. Man muss nur erst die wirklich große Liebe finden. Dann ist das tägliche Eheglück garantiert und dauert selbstverständlich ein Leben lang. Mit dieser Illusion beginnen noch immer die meisten Ehen. Tauchen Konflikte auf, werden sie unter den Teppich gekehrt. (...)

Der Mensch von heute sichert sich sein tägliches Brot unabhängig vom Elternhaus durch einen Beruf. „Beruf ist die hauptsächliche Tätigkeit (Erwerbstätigkeit) des einzelnen, die auf dem Zusammenwirken von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten beruht“ (Lexikon).
(...)
Die Zuständigkeit für Kinder, Familie und Hausarbeit ist gekoppelt mit einem atemberaubenden Angebot: vorausgesetzt wir bringen unsere Kinder in einer ordnungsgemäßen Ehe und mit einem Ehemann zur Welt und sind gewillt, diese Kinder auch allein zu betreuen, dann wird uns diese Tätigkeit als ein Beruf wie jeder andere garantiert. Mehr noch: Diese Tätigkeit der ehelichen Familien-Hausfrau gilt sogar als ganz besonders wertvoller Beruf (...)

Der Beruf dient als Existenzgrundlage. Stimmt das Hier? Jawohl, sagt die Familien-Hausfrau, natürlich ist deine Tätigkeit eine Existenzgrundlage. Du tust doch genug dafür! Die Antwort ist ungenau. Eine unverheiratete Frau mit Kindern mietet eine Wohnung, betreut die Kinder und versorgt den Haushalt. Ist ihre Tätigkeit eine Existenzgrundlage? Nein. Sie muss von Transferleistungen des Staates leben.

Von der Familientätigkeit leben kann eine Frau bekanntlich erst in dem Augenblick, in dem sie eine Ehe eingeht. Also: Die Ehe als Existenzgrundlage.
Kann eine Frau davon leben?
Selbstverständlich – so sagt man. Ihr Mann ist doch erwerbstätig und verdient das Geld. Es handelt sich um eine schlichte Arbeitsteilung. Beide müssen einsehen, dass das Geld des Mannes beiden gehört (Anmerkung: als emanzipierte moderne Frau hat sie ihm das unmissverständlich klar gemacht, wäre ja noch schöner).

Und wenn der Mann das irgendwann nicht mehr einsieht? Oder die Ehe mit ihm langweilig oder ärgerlich wird? Aber selbst wenn die Ehe kaputtgeht, dann hat die Familien-Hausfrau Anspruch auf Unterhalt! Damit liebe die Existenz gesichert? Viele Beispiele von Geschiedenen belegen das nicht (Anmerkung: Es sei denn, die Familien-Hausfrau hatte sich in einen Mann verliebt, der 15.000 Euro monatlich verdient und ihr 5.000 davon überlassen muss. Ja, wo die Liebe hinfällt).
(...)

Wir sind heute stolz darauf, dass die Ehe kein Geschäft mehr ist. Wir sind froh, dass es beim heiraten nur noch um unser Gefühl geht. Wir heiraten den, den wir lieben, mag er ein noch so armer Schlucker sein! Wir bauen auf Gefühl (Anmerkung: keine Familien-Hausfrau hätte je etwas anderes behauptet). Wieso reden wir dann plötzlich von wirtschaftlicher Sicherheit? Das Gefühl ist keine Existenzgrundlage. Wir suchen in der Ehe Liebe und persönliches Glück. Mehr können wir, wenn wir ehrlich sind, von der Ehe nicht erwarten.


Ersteres machte früher auch Sinn: die Last der Versorgung auf zwei Paar Schultern verteilen. In Zeiten ohne Arbeitslosen und Altersversorgung war ein Leben als "Single" im Alter zumindest sehr häufig durch Armut gekennzeichnet. Das "Füreinander einstehen" war auch materiell gemeint.

Ob das heute noch Sinn macht, ist fraglich.

Hans


Beim Eindampfen der staatlichen Leistungen, würde ich es mit Ja beantworten. Besser man verteilt das Risiko auf zwei als es allein zu tragen.

Das kann aber nur die Konsequenz aus einer guten Beziehung sein und nicht der Grund eine Beziehung (Ehe) zu führen.

vita


Ich bin wohl sehr idealistisch und sehe keinen guten Grund für eine Versorgungsgemeinschaft.

Gruss

vita


Der Begriff "Versorgungsgemeinschaft" hat so etwas anrüchiges. Einer läßt sich vom anderen versorgen. Das meinte ich auch nicht.
Eher eine "Kümmer-Gemeinschaft". Ich kümmere mich um Dich, wenn Du selbstverschuldet in Not gerätst. Finanziell, emotional usw.

Daß Du die Hausfrauenehe nicht toll findest, weiß ich:smirksmile:

Gruß

Hans



Ich schrieb es heute schon andernorts: Arbeitslosigkeit, Alter, Krankheit oder andere Zustände sind etwas, das man gemeinsam schultern sollte. Das Leben aber sehenden Auges wirtschaftlich vor die Wand zu fahren, weil man sich auf einen anderen verlässt, halte ich für sträflich und geht auch zu oft schief.

Gruss

vita


100% Zustimmung.

Wer sich auf andere verlässt, kann ganz böse auf die Nase fallen. Das meine ich keineswegs ironisch - sondern das ist meine Meinung.

Die klassische Aufteilung in: Mann geht "aufe Schicht", Frau bleibt zuhaus und versorgt Haushalt und Kinder ist ein Auslaufmodell.

Zum einen kann sich das nur noch eine ganz bestimmte Klientel (obere Gehaltsklassen!) leisten - zum anderen wachen immer mehr Menschen auf und beschließen, auch das Familieneinkommen GEMEINSAM zu erarbeiten.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob er auch die/den Richtige(n) findet.

Good luck!

Echtefuffzig


Mal ganz ketzerisch heute. :freches grinsen:
Wenn ein Mann und Alleinversorger stirbt, ist das die Variante, mit der die Ehefrau häufig am besten fährt. Selbständige und Häuslebauer sind meist sehr gut gegen ein Todesfallrisiko versichert. Nicht selten ist die Ehefrau danach finanziell saniert.

Eine Scheidung hingegen, ist finanziell eher unerfreulich, wenn man nicht gerade zu den Multis gehört.

Anitra
08.06.2007, 12:53
Ich gehe mal schlicht auf deine Titelfrage ein.

Existenz als Hausfrau erwünscht?

Im klassischen Sinn des Begriffs "Hausfrau" ein eindeutiges NEIN.

Es gibt aber ziemlich viele Facetten nach außen hin als "Hausfrau" zu leben und in der inneren Struktur weit davon entfernt zu sein, diesen "vox populi" Vorstellungen zu entsprechen. Aber das was ich meine, ist vielleicht ein anderes Thema, denn in den Diskussionen in diesem Forum geht es ja meistens um das Geld.

Meine Meinung ist, dass jeder Mensch vollkommen geschlechtsumabhängig einen Beruf erlernen und diesen auch ausüben sollte. Wenn zwei sich dann zusammentun wird sich zunächst nichts an dieser Situation ändern. Das versteht sich von selbst. Wenn ein Paar aber Kinder bekommt, wäre es für mich die wünschenswerteste aller Vorstellungen, dass ein Elternteil (und warum bitteschön sollte dies nicht der Vater sein) dem Kind/den Kindern zuliebe zuhause bleibt, zumindest solange diese klein sind. Daraus dürften weder einer Frau noch einem Mann berufliche Nachteile entstehen. Ein Wiedereinstieg in den erlernten Beruf sollte auch nach mehreren Jahren Auszeit möglich sein. Insofern müsste ein Umdenken der Wirtschaft erfolgen. Bislang läuft es immer nur so, dass sich die Menschen an die Wirtschaft anpassen müssen, die umgekehrte Variante hielte ich für die "menschenfreundlichere". Aber wer will schon Gutes für die Menschen? (Bewußt ironisch!)

Ich würde deine Frage "Existenz als Hausfrau erwünscht" um den "Hausmann" ergänzen. Ein Ziel hat die Frauenbewegung nicht erreicht, nämlich das, dass ALLE Männer (dass einige es tun, weiß ich - und "einige" sind sicher besser als "keine") sich genauso für Haushalt und Kindererziehung verantwortlich fühlen wie Frauen dies in der Regel tun. Es ist für mich unvorstellbar, dass es Frauen gibt, die voll berufstätig sind und die trotzdem 100 Prozent der Hausarbeit und der Kinderbetreuung allein erledigen. Ich glaub' nicht einmal, dass dies so selten ist.

Ich frage mich aber bei diesen Diskussionen immer, was so wünschenswert daran ist, dass zwei trotz Kinder 100 Prozent erwerbstätig sind. Geht es ums Geld? Vorrangig erst einmal schon. Bedauerlich, dass manche angesichts ihrer niedrigen Einkommen fast gezwungen sind, diese Variante zu wählen. Wo aber bleibt dabei das Privatleben, das FAMILIENleben? Das kommt - in meinem Sinne - zu kurz. Oder sind einige Menschen von heute froh darüber, dass sie nur wenig Zeit füreinander haben? Es kann durchaus auch entlastend sein, wenn man sich nicht so viel mit dem anderen auseinandersetzen muss......

Es geht mir eigentlich nicht um die Existenz der "Hausfrau", aber es geht mir um Lebensqualität und die sehe ich vor allem im Faktor Zeit. Die klassischen Hausfrauenehen von früher waren auf jeden Fall "gemütlicher". Es ist ein Unding der aktuellen Gegenwart, Attributte wie "entspannt sein" als etwas Negatives darzustellen. Es ist - in meinen Augen - auch nicht "artgerecht" (ich wähle sehr bewußt diese Ausdrucksweise), wenn der "Mensch" der Kinder bekommen will nach Fremdbetreuung schreit, weil er selbst schließlich keine entsprechende Ausbildung für die Kinderbetreuung und - erziehung genossen hat. Fremdbetreuung ist in manchen Fällen richtig und sinnvoll, aber bitte nicht im Sinne von "ich kann das ja gar nicht". Solche Menschen sollten erst gar keine Kinder in die Welt setzen.

Warum nur müssen zwei Menschen die Kinder haben beide voll berufstätig sein, wenn sie mit einem Gehalt GUT leben können? Wegen der ach so hochgepriesenen Emanzipation? Wegen des Geldes, um sich damit mehr Luxus leisten zu können? Wegen der offensichtlich ach so immens glücklich machenden Unabhängigkeit? Was muss man sich dadurch (meistens ist es die Frau) beweisen?

Nun ja, ich will's mal dabei bewenden lassen, wohl wissend, dass ich wahrscheinlich keine Zustimmung zu meiner Ansicht erhalten werde. Aber das ist mir nicht wichtig.

Anitra

Lisa_S
08.06.2007, 13:29
Meine Antwort auf deine Eingangsfrage lautet: niemals. Mir graut vor jedweden Art Hausarbeit, da schieb ich lieber jede Menge Überstunden, lieber arbeite ich 50++ die Woche als bloss einmal den Hausputz zu erledigen. Das kalte, nackte Grauen! :knatsch:

reiner
08.06.2007, 13:49
Daraus dürften weder einer Frau noch einem Mann berufliche Nachteile entstehen. Ein Wiedereinstieg in den erlernten Beruf sollte auch nach mehreren Jahren Auszeit möglich sein. Insofern müsste ein Umdenken der Wirtschaft erfolgen.
Das sehe ich auch so. Wobei man natürlich schauen muss, welche Berufe schnelllebig sind und Fortbildung brauchen. 3 Jahre sind eine lange Zeit.
Wieso kann man sich die Familienarbeit nicht teilen und jeder macht eine halbe Stelle? Seawasp argumentierte mal mit den Organisationsproblemen. Die sehe ich wirklich nicht bei jeder Stelle.


Ich würde deine Frage "Existenz als Hausfrau erwünscht" um den "Hausmann" ergänzen. Ein Ziel hat die Frauenbewegung nicht erreicht, nämlich das, dass ALLE Männer (dass einige es tun, weiß ich - und "einige" sind sicher besser als "keine") sich genauso für Haushalt und Kindererziehung verantwortlich fühlen wie Frauen dies in der Regel tun. Es ist für mich unvorstellbar, dass es Frauen gibt, die voll berufstätig sind und die trotzdem 100 Prozent der Hausarbeit und der Kinderbetreuung allein erledigen. Ich glaub' nicht einmal, dass dies so selten ist.

Anitra

Ansolut. Ich frage mich immer, welchen Vorteil die Männer darin sehen den Alleinernährer zu geben. Wenn sie keine Kinder wollen, sollen sie's doch ganz lassen. Oder sind Kinder nur ein Bestandteil des kompletten Lebens? Mein Auto, mein Haus, mein Kind?

Die Bequemlichkeit wird meiner Meinung nach zu teuer erkauft (im wahren Sinne des Wortes).

Andererseits sehe ich in meinem Kollegenkreis auch Männer, die meinen nach 10 -15 Jahren könnte ihre Frau auch mal wieder arbeiten. Die verspürt aber keine Lust. Seltsam. :zwinker:
Ich glaube nach wie vor, dass etliche Frauen (keine Ahnung wieviel Prozent) den Lebensplan Familienhausfrau verfolgen. Da wird gehibbelt und geübt um endlich in die ersehnte Rolle zu kommen. Da gibt es sicher einige Scheinargumente um das zu vertuschen. Dann denken sich die Männer, wenn sie unbedingt will, soll sie doch.

Lisa_S
08.06.2007, 13:53
Das sehe ich auch so. Wobei man natürlich schauen muss, welche Berufe schnelllebig sind und Fortbildung brauchen. 3 Jahre sind eine lange Zeit.
Wieso kann man sich die Familienarbeit nicht teilen und jeder macht eine halbe Stelle?

Was für ein schöner Traum, reiner. :smile: :schlaf gut: Such mal in gewissen Branchen Teilzeitstellen und du suchst die Nadel im Heuhaufen. Leider. Such' mal Arbeitgeber, die noch Verständnis für Familien- und Privatleben hegen. Anita und reiner, eure Posting schön und gut, die Realität sieht oft leider anders aus.

reiner
08.06.2007, 13:57
Hallo Lisa,
was bedeutet diese Realität für dich?

Lisa_S
08.06.2007, 14:01
Hallo Lisa,
was bedeutet diese Realität für dich?

reiner, das wissen mein Mann und ich leider auch noch nicht, ob wir jemals Kinder haben werden, steht in den Sternen, beantworte deine Frage leider selbst mit einem grossen Fragezeichen. Füge noch hinzu, dass in vielen Betrieben Teilzeit sehr ungern gesehen wird, so ists in der Firma, wo ich arbeite. Am liebsten würde ich weiterhin vollzeit arbeiten denn ich geh gern arbeiten und am liebsten hätte ich es, dass der Haushalt gemacht wäre und das Essen auf dem Tisch stehen würde, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. :schlaf gut: Süsse Träume. Schön wäre es wenn mein Mann Teilzeit arbeiten könnte, er wäre auch bereit dazu wenn wir Kinder hätten aber da macht auch die Firma nicht mit. Wir sind erst vor kurzem in den Beruf eingestiegen, wir haben beide lange Ausbildungen hinter uns. Da gibts Positionen, Traumjobs, die man super gerne macht aber wo Teilzeit nahezu unmöglich ist. Entweder tollen Job schmeissen zu Hause bleiben oder Teilezeit aber Scheissjob? Mal abwarten.

Anitra
08.06.2007, 15:00
Andererseits sehe ich in meinem Kollegenkreis auch Männer, die meinen nach 10 -15 Jahren könnte ihre Frau auch mal wieder arbeiten. Die verspürt aber keine Lust. Seltsam. :zwinker:



Es mag aber auch die Fälle geben, in denen die Frau durchaus wieder arbeiten würde, wenn es der Arbeitsmarkt zuließe. Was ist, wenn du bereits mit 40 aufgrund des "Alters" schwer oder gar nicht mehr vermittelbar bist? Manche würden es eventuell auch noch später "wagen" wollen. Und noch etwas. Je älter man wird, desto weniger ist man bereit wegen eines Jobs zusätzlichen Stress auf sich zu nehmen. Vielleicht wären einige durchaus geneigt erwerbstätig zu sein, wenn sie deshalb nicht erst einmal, 50, 100 km oder mehr (einfach) täglich zum Arbeitsplatz zurücklegen müssten. Mit 50+ sieht das anders aus als in einem Alter zwischen 30 und 40.

Anitra

Anitra
08.06.2007, 15:04
Was für ein schöner Traum, reiner. :smile: :schlaf gut: Such mal in gewissen Branchen Teilzeitstellen und du suchst die Nadel im Heuhaufen. Leider. Such' mal Arbeitgeber, die noch Verständnis für Familien- und Privatleben hegen. Anita und reiner, eure Posting schön und gut, die Realität sieht oft leider anders aus.

Und genau darin liegt für mich der Hase im Pfeffer. Die Realität läßt dies oder das nicht zu und so richten die Menschen sich (zugegegben oft notgedrungen) danach. Warum nur wird nicht daran gearbeitet andere Realitäten zu schaffen? Dass dies nicht nicht so "hopplahopp" geht, ist schon klar. Aber längerfristig müsste doch einiges machbar sein.

Anitra

Lisa_S
08.06.2007, 15:14
Und genau darin liegt für mich der Hase im Pfeffer. Die Realität läßt dies oder das nicht zu und so richten die Menschen sich (zugegegben oft notgedrungen) danach. Warum nur wird nicht daran gearbeitet andere Realitäten zu schaffen? Dass dies nicht nicht so "hopplahopp" geht, ist schon klar. Aber längerfristig müsste doch einiges machbar sein.

Anitra

Das Problem dabei ist, dass mein Arbeitgeber wohl zurzeit am längeren Hebel sitzt. Ich kann gerne mit ihm darüber reden und die Teilzeit sicher einfordern, sofern mir an meinem Job nicht viel liegt :smirksmile: Das ist leider noch eine Realität. Die andere Realität ist, dass ich meinen Job doch sehr gerne mache, sogar Multitasking, nebenbei BriCom geht :smirksmile:. Meinen Job gibt es aber leider nur auf vollzeit, weil gewisse Dinge, die ich tue seine Zeit brauchen mit halbtags oder Teilzeit käme ich schon rein von der Arbeit her auf keinen grünen Klee. So geht es in vielen Jobs. Vor allem geht es in vielen Jobs so, dass wenn einer auf Teilzeit runter will, kann er das auch tun, aber nicht in dem aktuellen Job, hinter ihm stehen Hunderte, die bereit sind, vollzeit und mehr Einsatz zu leisten. Daher ist die Änderung der Realität momentan sehr schwierig und es bleibt abzuwarten und zu hoffen, bis die Geburtenrate einen Grenzwert unterschreitet, wo es heisst, fünf vor zwölf und alle Beteiligten reagieren müssen.

reiner
08.06.2007, 15:36
Klar Anitra, ich will nicht alle über einen Kamm scheren. Sicher gibt es diese Fälle. Allerdings haben sich viele von diesen Fällen das Problem auch vorher nicht klar gemacht. U.U. schon nicht bei der Ausbildung.

Aber neuerdings haben wir ja auch ein Anschauungsbeispiel für die andere Seite. :freches grinsen:


Warum arbeiten, wenn sie den Luxus auch so haben kann? Da wäre sie ja ganz schön dumm.

Lisa_S
08.06.2007, 15:40
Na klasse. Also doch entweder vollzeit oder langweiliger Job ohne Verantwortung? :heul:

reiner
08.06.2007, 16:03
Du siehst das völlig falsch. Der Job als Familienhausfrau hat sehr viel Verantwortung. Für das Haus, die Einrichtung, wie der Göttergatte rumläuft, für das perfekte Dinner, für die Farbe des Familienwagens. Dazu gibt es Projektarbeit wie: Der nächste Urlaub, die Saisonpflanzen im Garten, die Weihnachstplätzchen und Weihnachtsdekoration und Osterschmuck. Das Hauptprojekt sind aber die Kinder. Wird was aus denen, was bekommen sie zum Geburtstag, was ziehen sie an, zeigen sie ausreichend Liebe für die Mutter, sind sie so schlau wie die Wettbewerbskinder, kann man den Lehrer verklagen, weil er die Hochbegabung nicht erkennt? usw. :Sonne:

Lisa_S
08.06.2007, 16:11
Du siehst das völlig falsch. Der Job als Familienhausfrau hat sehr viel Verantwortung. Für das Haus, die Einrichtung, wie der Göttergatte rumläuft, für das perfekte Dinner, für die Farbe des Familienwagens. Dazu gibt es Projektarbeit wie: Der nächste Urlaub, die Saisonpflanzen im Garten, die Weihnachstplätzchen und Weihnachtsdekoration und Osterschmuck. Das Hauptprojekt sind aber die Kinder. Wird was aus denen, was bekommen sie zum Geburtstag, was ziehen sie an, zeigen sie ausreichend Liebe für die Mutter, sind sie so schlau wie die Wettbewerbskinder, kann man den Lehrer verklagen, weil er die Hochbegabung nicht erkennt? usw. :Sonne:

Meine DNA scheint völlig falsch gepolt zu sein :heul: , denn all diese Dinge in Ehren, ich mach sie überhaupt nicht gerne, wär dankbar, wenn mein Mann das alles tun würde, nur liegt das Problem darin, dass er Hausarbeit genau so liebt wie ich :freches grinsen: und ein genau so grosser Chaoskopf ist wie ich :heul: So wird das wohl nie was :Sonne:

Inaktiver User
08.06.2007, 20:00
Ein Ziel hat die Frauenbewegung nicht erreicht, nämlich das, dass ALLE Männer (dass einige es tun, weiß ich - und "einige" sind sicher besser als "keine") sich genauso für Haushalt und Kindererziehung verantwortlich fühlen wie Frauen dies in der Regel tun.

@Anitra
Wie hätte die Frauenrechtsbewegung dieses Ziel erreichen sollen?
Durch Gehirnwäsche? Es wurde jahrelang geredet und geredet und geredet, aber am Ende, wenn Kinder da sind, und es halbwegs klappen soll und der Mann nicht mitmacht, was bleibt dann.....sofern die Frau sich nicht trennen will oder kann?

@all
Mich wundert sehr, dass es in D an Teilzeitjobs fehlt. In Österreich werden sie zuhauf angeboten, allerdings ist es häufig so, dass die ArbeitnehmerInnen stark unter Druck stehen, denn die Arbeit selbst wurde möglicherweise ursprünglich in 8 statt 5 Stunden erledigt.
Wie schon Parkinson schrieb, jede verfügbare Stunde wird mit Arbeit ausgefüllt. Je mehr Stunden zur Verfügung stehen, umso mehr dehnt sich die Arbeit aus - ohne in Wirklichkeit zuzunehmen. Nun, das war in den 60ern und 70ern.
Jetzt ist es - zumindest hier - umgekehrt, es werden weniger Stunden für die gleiche Arbeit zur Verfügung gestellt :smirksmile:

In manchen Unternehmen ist es sogar Usus, für bestimmte Jobs nur Teilzeitkräfte zu nehmen.
Oder Geringfügige, die dann noch weniger Stunden arbeiten, oder auch mehr, wenn sie Lust haben, die aber unbezahlt!


Meine DNA scheint völlig falsch gepolt zu sein , denn all diese Dinge in Ehren, ich mach sie überhaupt nicht gerne, wär dankbar, wenn mein Mann das alles tun würde, nur liegt das Problem darin, dass er Hausarbeit genau so liebt wie ich und ein genau so grosser Chaoskopf ist wie ich

@Lisa_S
Deine DNA ist in Ordnung, glaub mir, es gibt kaum jemanden, der Hausarbeit gerne macht, und bestimmt nicht die vielen Frauen, die sie erledigen müssen.

Gruss Colonna

Anitra
09.06.2007, 10:24
@Anitra
Wie hätte die Frauenrechtsbewegung dieses Ziel erreichen sollen?
Durch Gehirnwäsche? Es wurde jahrelang geredet und geredet und geredet, aber am Ende, wenn Kinder da sind, und es halbwegs klappen soll und der Mann nicht mitmacht, was bleibt dann.....sofern die Frau sich nicht trennen will oder kann?


Frauen sind in der Regel heute berufstätig und ehe Kinder da sind meist Vollzeit, dennoch gibt es nicht wenige, die in auch dieser Situation die Hausarbeit zu 100 Prozent übernehmen. Was wäre gewesen wenn alle, die außerhäuslich genauso viel leisten wie der Mann, automatisch nur die Hälfte aller anfallenden Hausarbeiten erledigt hätten? Aber nicht wenig Frauen sind nun mal so gepolt, dass sie sich für alles verantwortlich fühlen. Warum tun Männer dies nie? Wenn es vor den Kindern schon mit der Teilung der Hausarbeit klappt (in manchen Fällen ist das ja so), dann wird es sich mit Kindern auch leichter regeln lassen. Außerdem ist frau ja auch dafür verantwortlich mit welchem Typ Mann sie eine dauerhafte Beziehung eingegangen ist.

Mir ist schon klar, dass die Praxis nicht immer mit meinen Thesen konform gehen kann. Die Realität sind leider oft wirklich anders aus. Aber ich habe auch nicht den Eindruck, dass gerade an diesem Punkt sehr viel gearbeitet wird oder wurde. Nicht wenige Frauen verhalten sich meiner Meinung nach kontraproduktiv indem sie die ganze Bandbreite der Hausarbeit ständig abkanzeln. Die "typische Hausfrau" ist ja so etwas von verpönt, also mit ihr alle häuslichen Tätigkeiten. Warum auch sollten Männer so blöd sein etwas, was sie früher nicht machen mussten, zu erledigen, wenn ihnen ständig vorgeführt wird, wie minderwertig, rückständig, ja teilweise gerade würdelos all diese Tätigkeiten von Frauen selbst eingestuft werden. Mit einer Haltung "ich hab's satt all diesen Mist zu machen, also mach du mal" wird man wohl kaum die Mehrheit der Männer für Hausarbeiten begeistern können.

Anitra

Inaktiver User
09.06.2007, 12:43
@Anitra
Du hast recht! Frauen selber wissen eigentlich nicht so ganz, sollen sie die Hausarbeit aufwerten und damit zugeben, dass sie einfach anstrengend ist, das Ergebnis aber allemal der Luxus der Ordnung, oder sollen sie sich zu jenen zählen, die alles mit links machen, und daher verbergen, dass es zu einer veritabeln, aber nicht schlimmen Tätigkeit ausarten kann, hält frau ihr Haus in Ordnung, kocht gut und sorgt für ständig gepflegte Wäsche.

Es hat ja eine bisschen mit unserer puritanischen Vergangenheit zu tun. Arbeit muss Schmerz verursachen, wehe sie macht Vergnügen!
Sagt nämlich die Frau, wie freudig sie zum Bügeleisen greift, meint vielleicht der Mann, na wenn es soviel Spass macht, will ich ihr den nicht schmälern :freches grinsen:

Weshalb allerdings die Männer für die Hausarbeit begeistert werden müssen, will mir nicht in den Kopf. Die Hälfte gehört schliesslich ihnen :freches grinsen:

Colonna

Anitra
09.06.2007, 13:49
Hallo Colonna!


@Anitra
Sagt nämlich die Frau, wie freudig sie zum Bügeleisen greift, meint vielleicht der Mann, na wenn es soviel Spass macht, will ich ihr den nicht schmälern :freches grinsen:

Das kann natürlich schon eine verständliche Reaktion sein. :freches grinsen: Es geht meines Erachtens nicht darum ständig zu signalisieren, "wie schön" all diese Arbeiten sind, sondern eher darum, sie als etwas ganz normales und selbstverständliches zu betrachten. Ein stöhnender Ausruf wie "ach schon wieder hab' ich soviel Bügelwäsche" wirkt sicher auch nicht motivierend. Aber wie wär's mit: Ich hab' jetzt eine Stunde gebügelt, würdest du die nächste Stunde übernehmen?" oder "Ich bügle jetzt, könntest du inzwischen das Bad putzen?"


Weshalb allerdings die Männer für die Hausarbeit begeistert werden müssen, will mir nicht in den Kopf. Die Hälfte gehört schliesslich ihnen :freches grinsen:

Colonna


Meine Aussage kam wohl etwas unglücklich 'rüber. Ja, ich habe tatsächlich geschrieben, dass man die Mehrheit der Männer nicht für die Hausarbeit begeistern wird, wenn sie von Frauen ständig eine Abwertung erfährt. Damit wollte ich aber nicht darauf hinaus, dass Männer voll Euphorie mit einem fröhlichen Liedchen auf den Lippen zum Putzeimer greifen und dabei ausrufen sollten: "Ach wie schön, dass ich heute den Hausputz machen darf!" :freches grinsen:

Du hast Recht damit, dass den Männern die Hälfte der Hausarbeit gehört, aber ich bin mir nicht so sicher, dass alle dies auch wissen.

Ich kann mir ehrlich gesagt den Menschen (also vollkommen egal, ob Mann oder Frau), der in der Hausarbeit seine Erfüllung findet nicht vorstellen. Aber ich kann mir ebenso wenig vorstellen, dass JEDE berufliche Tätigkeit eine Erfüllung oder eine Bereicherung (außerhalb des Verdienstes) für die jeweilige Person bringt. Ich gehe sogar davon aus, dass nicht wenig Menschen nur um des lieben Geldes willen einer Erwerbstätigkeit nachgehen (müssen). Einen großartigen Unterschied zwischen so manchen beruflichen Tätigkeiten und der Verrichtung der ungeliebten Hausarbeit sehe ich ebenfalls nicht. Im Zweifelsfall habe ich bei der Hausarbeit wenigstens so etwas wie eine freie Zeiteinteilung - allerdings eben auch keine finanzielle Entschädigung dafür.

Es werden sich hier in diesem Forum (wie im rL) einige Menschen befinden, die interessante und anspruchsvolle Jobs ausüben, in denen sie ständig geistig gefordert werden, Jobs, die abwechslungsreich sind und die einem unentwegt Neues bieten, usw., usf. Ich bezweifle nicht, dass diese Menschen glücklich mit ihren interessanten Tätigkeiten sind (die obendrein gutes Geld bringen - möglicherweise sogar viel davon :smirksmile: ). Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dies die Mehrheit der berufstätigen Bevölkerung betrifft (vielleicht irre ich mich ja). Also macht man aus der Not eine Tugend indem man - nur als eines von vielen möglichen Beispielen - behauptet, dass ein durchschnittlicher nicht sonderlich abwechslungsreicher und eher uninteressanter Bürojob (kein Mensch wird mir jemals glaubhaft versichern können, dass Jobs wie ich sie beschreibe berufliche "highlights" sind) so viel anspruchsvoller sei, als Hausarbeit. Man macht sich halt nicht schmutzig dabei. Sonst sehe ICH keine gravierenden Unterschiede.

Hausarbeit und natürlich insbesondere Kinderbetreuung- und erziehung ist ARBEIT. Letzteres kann auch Spaß machen und tatsächlich Erfüllung bringen. Ich kann darin nichts Negatives erkennen. Eine Gesellschaft, die permanent alle Tätigkeiten, die Privatmenschen ohne Bezahlung verrichten, niedrig einstuft und das obwohl all diese Tätigkeiten AUCH als bezahlte Tätigkeiten ausgeübt werden, kann ich nicht ernst nehmen. Mir erschließt sich die Logik nicht, es sei denn man definiert sich ausschließlich über Geld. Das lehne ich wiederum auch ab. Aber sei's drum!

Liebe Grüße,
Anitra

Inaktiver User
09.06.2007, 14:14
Eine Gesellschaft, die permanent alle Tätigkeiten, die Privatmenschen ohne Bezahlung verrichten, niedrig einstuft und das obwohl all diese Tätigkeiten AUCH als bezahlte Tätigkeiten ausgeübt werden, kann ich nicht ernst nehmen. Mir erschließt sich die Logik nicht, es sei denn man definiert sich ausschließlich über Geld. Das lehne ich wiederum auch ab. Aber sei's drum!

@Anitra
Das ist Methode! Wie sonst hätten Generationen von Frauen widerspruchslos (ohne berufliche) die Haus-Arbeit gemacht und dabei noch gedacht, ihr Mann wäre der wichtigere, weil bezahlt erwerbstätige Part in der Familie.
Gesellschaftlich super geregelt.
Krieg, Männer abwesend, Frauen plötzlich für alle Tätigkeiten geeignet, Frieden, Männer zurück, Arbeitsplätze rar, Frauen waren "nur" für die Hausarbeit geeignet.
Und nun, da die Frauen den Anteil am Kuchen haben wollen (auch haben müssen, denn eine annehmbare Wohnung, PKW, eventuell zwei Kinder, geht mit einem Gehalt, ausser es wäre sehr gut, nicht mehr) ist die Hausarbeit ganz schnell zu erledigen. Einfach. Am Abend. Zwischen nach Hause kommen und TV!
Und da das angeblich möglich ist, besteht nun die Frage, was haben die Hausfrauen jahrelang zu Hause gemacht? Ausser dem Mann das Geld aus der Tasche gezogen. Halbtags gearbeitet, dann geschlafen, gequatscht, ferngeschaut?
Oder vielleicht mehr im Haus gearbeitet, als jene, die sich die Zeit abends abzwicken müssen? Die Kinder in entferntere Schulen und Kurse gebracht, häufiger deren Freunde bei sich beherbergt.
Und alles Ausserberufliche erledigt. PKWs zum Service, Reifenwechsel, Pensionsantrag für die Mama, den Papa, Krankenbesuche, Einkäufe für alte Nachbarn, usw., usw.

Interessant zu beobachten, wie wieder mal aus der Not eine Tugend gemacht wird.
In den Siebzigern stellten WirtschaftswissenschaftlerInnen die Frage, was wir mit unserer Freizeit beginnen würden, wenn die Automatisierung voll durchgezogen sein werde.
Paradiese taten sich auf.
Die Menschen würden weniger Erwerbsarbeit, dafür mehr Neigungsarbeit verrichten können, sich einander widmen, etc.

Die Arbeit ist weniger geworden, aber die Rechnung wurde ohne den Wirt gemacht.
Die wenige Arbeit muss immer billiger werden, immer schneller erledigt.
Wird die Arbeit billiger, verdient naturgemäss der Einzelne weniger, was bedeutet, Hausfrau oder Hausmann sein ist ein unerschwinglicher Luxus geworden.
Zwei müssen arbeiten, um sich das leisten zu können, was früher einer entsprechend den Erfordernissen der Zeit schaffte.
Daraus wird eine Moral produziert.
Frauen (Männer), die zu Hause unentgeltlich die Hausarbeit verrichten, sind faul, liegen dem jeweiligen Partner auf der Tasche.
Na, und wer will das schon?
Und wer will so einen Partner/eine Partnerin haben?
Auf dies Art und Weise wird uns auf's Auge gedrückt, was uns nichts nützt.
Statt dass zwei sich gemütlich Erwerbs- und Hausarbeit teilen, bzw. einer (für beschränkte Zeit) das eine, der andere das andere macht, und dabei nicht in Stress geraten, rackern sich beide ab, beäugen sich misstrauisch, ob ja nicht der eine/die eine grössere Vorteile aus dieser Gemeinschaft zieht, als der andere.
Lächerlich, wenn's nicht traurig wäre.
Es gibt aber Leute, die aus diesem Trend profitieren, nur sind das solche, deren Leben sich auf unsere Kosten anderswo und schicker abspielt.
Gruss Colonna

Colonna

Anitra
09.06.2007, 17:45
Colonna,

im Wesentlichen stimme ich mit deinen Aussagen überein.


Das ist Methode! Wie sonst hätten Generationen von Frauen widerspruchslos (ohne berufliche) die Haus-Arbeit gemacht und dabei noch gedacht, ihr Mann wäre der wichtigere, weil bezahlt erwerbstätige Part in der Familie.


Die Widerspruchslosigkeit der Frauen, die natürlich nicht gut war, hat sich meines Erachtens bei nicht wenigen ins Gegenteil verkehrt. Widerspruch um jeden Preis scheint bei einigen heute die Devise zu sein. Diesen Zustand finde ich nicht besser als den früheren, er ist nur "anders". Du meinst, dass die Frauen früher gedacht haben, "ihr Mann wäre der wichtigere weil bezahlt erwerbstätige Part". Das ist sicher richtig, aber dennoch betraf das nicht hundert Prozent. Es gab auch früher Frauen, die sich in ihrer Rolle, selbst wenn sie "nur" Hausfrau waren nicht minderwertig oder unterlegen fühlten. Möglicherweise waren sie in der Unterzahl. Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass ein Aufbruch diesbezüglich nötig war, aber ICH sehe nicht, dass dieser ALLUMGREIFEND wirklich Verbesserungen gebracht hätte. Ich kenne die Argumente, die diejenigen, die enorme Verbesserungen sehen, mir jetzt entgegenhalten würden. Da würde an oberster Stell die offensichtlich so glücklich machende Unabhängigkeit angepriesen werden. Wenn dies denn einige wirklich so unendlich glücklich macht, dann ist das gut für sie und nur zu begrüßen. Aber leider glauben nicht wenige, dass alles, was für sie selbst gut ist für alle gleichermaßen der Schlüssel zum Glück sein müsste. Ob sie sich nicht selbst belügen (ich frage mich das einfach mal)? Die Verbesserungen dank der Frauenbewegung sind - nach meinem Dafürhalten - lediglich punktueller Natur. Ansonsten haben sich nur Strukturen verschoben. Das Ergebnis ist zwar eine andere Erscheinungsform der Gesellschaft als früher, eine "bessere" Gesellschaft kann ich darin aber leider nicht erkennen.


Interessant zu beobachten, wie wieder mal aus der Not eine Tugend gemacht wird.
In den Siebzigern stellten WirtschaftswissenschaftlerInnen die Frage, was wir mit unserer Freizeit beginnen würden, wenn die Automatisierung voll durchgezogen sein werde.
Paradiese taten sich auf.
Die Menschen würden weniger Erwerbsarbeit, dafür mehr Neigungsarbeit verrichten können, sich einander widmen, etc.


Es ist wahrscheinlich sehr menschlich aus der Not eine Tugend zu machen. Aber ich fände es wünschenswert wenn diese ausschließlich auf die eigene Person oder die eigene Familie angewendet werden würde. Aber viele wollen ja den Rest der Gesellschaft, also auch Menschen die völlig anders strukturiert sind als sie selbst und etwas gänzlich anderes im Leben als solches sehen und daher auch andere Erwartungen an dieses haben, mit ihrer persönlichen Tugend "zwangsbeglücken". Wenn sie dann merken, dass sie damit auf Granit beißen, werden die "Andersdenkenden" und "Andersfühlenden" prinzipiell auf irgend eine Art und Weise verbal abgewertet. Diese Verhaltensweise an gar nicht so wenigen Mitmenschen stört mich enorm.

Schade, dass die WirtschaftswissenschaftlerInnen aus den 70ern nicht Recht behielten.


Frauen (Männer), die zu Hause unentgeltlich die Hausarbeit verrichten, sind faul, liegen dem jeweiligen Partner auf der Tasche.
Na, und wer will das schon?
Und wer will so einen Partner/eine Partnerin haben?


Das Problem sehe ich eigentlich nur in der öffentlich geförderten Einstellung, dass Hausarbeit und sogar Kinderbetreuung (natürlich geschieht das nur unterschwelliog und indirekt) mit Faulheit gleichgesetzt wird. Würde man ein anderes Bild dieser Tätigkeiten vermitteln, sähe das sicher anders aus.

Eine Familie, in der - welcher Teil auch immer - glaubt, der andere würde ihm auf der Tasche liegen hat - meiner Meinung nach - den Sinn einer Familie nicht verstanden. Wahrscheinlich aber haben diese Menschen einen anderen "Sinn" für Familie als ich. Das ist natürlich ihr Recht, aber wiederum gilt, dass das Bild des einzelnen nicht auf alle Menschen gleichermaßen angewandt werden kann. Diese propagierte Eigenständigkeit beider Partner wäre an sich nichts schlechtes, leider führt sie meines Erachtens aber auch dazu, dass immer mehr Menschen immer noch egoistischer werden und sich noch weniger mit einem anderen Menschen (dem jeweiligen Partner zum Beispiel) WIRKLICH auseinandersetzen wollen. Im Zweifelsfall ist man ja sooooooo unabhängig, dass man jederzeit das Handtuch werfen kann. Natürlich ist daran auch etwas Gutes, aber ich sehe durchaus die Kehrseite der Medallie.


Auf dies Art und Weise wird uns auf's Auge gedrückt, was uns nichts nützt.
Statt dass zwei sich gemütlich Erwerbs- und Hausarbeit teilen, bzw. einer (für beschränkte Zeit) das eine, der andere das andere macht, und dabei nicht in Stress geraten, rackern sich beide ab, beäugen sich misstrauisch, ob ja nicht der eine/die eine grössere Vorteile aus dieser Gemeinschaft zieht, als der andere.
Lächerlich, wenn's nicht traurig wäre.


Genau das ist es. Die ach so gepriesene Unabhängigkeit bringt doch nicht selten gerade das was du schreibst (blau hervorgehoben). Ich bin ja nicht prinzipiell gegen Unabhängigkeit, aber wenn ich mir die Ergebnisse so ansehe, dann bezweifle ich allerdings einiges, nein annähernd alles.


Es gibt aber Leute, die aus diesem Trend profitieren, nur sind das solche, deren Leben sich auf unsere Kosten anderswo und schicker abspielt.
Gruss Colonna


Natürlich, aber warum ist "das Volk" nicht in der Lage den entsprechenden Herrschaften das Handwerk zu legen? Ich vermute, weil es dem Zeitgeist hinterherhecheln will ("rückständig", "unmodern" und ähnliches wird prinzipiell negativ bewertet und ins Lächerliche gezogen) und alles oder zumindest vieles von dem, was uns mittels Propaganda (teilweise sicher gut gesteuert) vermittelt wird automatisch als "gut" empfindet.

Liebe Grüße,
Anitra

xanidae
10.06.2007, 10:35
ich persönlich glaube, dass die 'ultimative' rollenaufteilung nicht mehr möglich ist.
mittlerweile - auch aufgrund eigener erfahrungen - muss ein paar sich den gegebenheiten anpassen. wenn dies bedeutet, dass einer einige monate oder jahre nicht erwerbstätig ist(aufgrund von arbeitslosigkeit, kinder, studium, weiterbildung, krankheit), dann ist das eben so.
in zeiten wie diesen, wo befristete verträge, praktikumsangebote vor stellenangeboten und erhöhte mobilität das arbeitsleben bestimmen, ist das klassische 50er jahre modell der familie, so nicht mehr bei allen möglich. d. h. man muss sich als paar und/oder familie ständig neu einrichten und mit dem leben arrangieren.
- beispiel: vater will den sparkassenwirt machen? ok. dann muss mama mit ihrem supermarktleiter sprechen, dass sie nicht mehr samstags arbeiten kann. dafür dann 2x in der woche abends länger - also muss papa an den tagen früher von der arbeit wg. der kinder. danach: vater hat richtig guten job, muss aber täglich 2 stunden fahren. mutter muss stunden verkürzen um kinderbetreuung zu sichern. eine putzfrau wird eingestellt.
mutter erbt und erfüllt sich einen traum. macht ausbildung zur kosmetikerin und kündigt ihren job. vater bemüht sich um eine stelle näher am wohnort, um die gesparten fahrtkosten in die miete eines kosmetikssalon zu stecken und mehr zeit für die kinder zu haben.

so in etwa verlaufen doch die leben. kaum einer bleibt 45 jahre in einem betrieb, zu immer gleichen arbeitszeiten im gleichen büro oder an der gleichen maschine.
im beispiel hab ich bewußt alle tragischen fälle ausgelassen. auch die können dafür sorgen, dass eine hausfrau plötzlich arbeiten gehen muss und der ehemals erwerbstätige nun pflegebedürftiger hausmann ist.

Inaktiver User
10.06.2007, 12:30
@xanidae
In die 50er will keine/keiner zurück, davon bin ich überzeugt.
Was ich anspreche, ist die Umverteilung von Freizeit nach oben;
dies wird nicht nur widerspruchslos hingenommen, sondern sofort ethisch eingebettet.
Wer nicht idealistisch bis zum Umfallen Erwerbsarbeit leistet, ist faul, will den Partner/die Partnerin ausnützen, etc.
Wobei noch das Wörtchen "kreativ" hinzugefügt werden muss.
Natürlich ist heutzutage jeder/jede kreativ seinem/ihrem (bezahlten) Beruf verfallen. da wär's ja spiessig, pünktlich um Fünf den PC abzustellen.
Nicht ohne Grund gibt's hier in Österreich eine sogenannte Pflegedebatte, illegale Pflegekräfte aus dem Osten sollen legalisiert werden. Damit sie für einen Stundenlohn von 3 Euro oder so 24 Stunden am Stück Pflegebedürftige (hauptsächlich Alte) betreuen dürfen. Eine Arbeit übrigens, die viele Jahre von den sogenannten Nur-Hausfrauen (ohne Bezahlung, aber auf Kosten der Gesundheit der Hausfrau) ausgeführt wurde.

Der Kampf gegen die Hausfrauen erinnert mich übrigens an eine Zeit, in der kein junges Mädchen über 45 Kilo wiegen sollte, war Mode.
Da gab's Schauspielerinnen (Sophia Loren z.B.), die erzählten glatt, dass sie sogar nachts um 3 Uhr einen Teller Spaghetti mit Sauce und Parmesan verdrückten, und trotzdem auf dem Gewicht blieben. Wer also hungern musste, um mager zu sein, war nicht ganz in Ordnung.
Und heute ist nicht in Ordnung, wer findet, Hausarbeit sei anstrengend und vor allem zeitraubend.
Gruss Colonna

Anitra
10.06.2007, 12:43
Hallo xanidae,

du hast absolut Recht mit deinen Ausführungen. Das was du beschreibst ist für viele Menschen leider Realität. Aber meine Kritik richtet sich gegen die Tatsache, dass immer der Mensch (sagen wir "der kleine Mann") sich an die Realität anpassen muss (natürlich muss er das, das ist mir schon klar, aber ich WILL abstrakt denken)? Warum passt man die Realität nicht an die Bedürfnisse der Menschen an. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass hundert Prozent der Bevölkerung nach immer noch mehr Belastung schreien. Ein Paar, beide voll berufstätig und Kinder das ist für mich Belastung - selbst dann noch, wenn man die Kinder in einer Kinderkrippe unterbringen kann. Und wer fragt all diejenigen, die gerne mehr Zeit für ihre Kinder haben würden? Das scheint bald überhaupt nicht mehr vorgesehen zu sein. Da aber bedauerlicherweise viele Menschen mit einem Gehalt gar nicht mehr oder nur sehr bedingt leben können, MÜSSEN beide - trotz Kinder (ohne diese sehe ich das Problem nicht) - Vollzeit arbeiten. Die Rahmenbedingungen müssten einfach gänzlich neu definiert werden. Aber dafür ist seitens des Staates kein Geld da. Er hat es aber für so viele andere Dinge, von denen der "normale Mensch" rein gar nichts hat.

Anitra

xanidae
10.06.2007, 13:38
der 'kleine mann ' passt sich doch an. 'zeugungs- und gebärstreik'.
im moment habe ich das gefühl, dass sich viele einfach nur den bedingungen ausgeliefert fühlen. man hat nicht den eindruck, dass der kleine mann viel bewirken könnte (s. telekomstreik).

und was die belastung als arbeitendes elternpaar angeht - das war früher auch schon so, wenn nur ein elternpaar gearbeitet hat. ich kann mich erinnern, dass meine eltern selbst ein haus grundsaniert haben während ich klein war, dann bei diversen verwandten mitgeholfen haben. auch ich kann mich erinnern, fliesen geschleppt und mit dem schubkarren über dielen gefahren zu sein - da war ich noch in der grundschule. hatten meine eltern zeit für mich? nein. waren wir zusammen? ja.
auch das ist belastend. - vielleicht überschaubarer, weil man meint in 2 jahren ist dies vorbei.
ich kenne eine familie, die führen einen kleinen laden und können jetzt, da die kinder in der grundschule sind, richtig davon profitieren, dass sie über dem laden wohnen. d. h. die kinder haben mittagessen in der familie. machen hausaufgaben während der vater die buchhaltung macht und die mutter im laden steht.
das ist für mich eine ideale vermischung von arbeit und familie.
doch als die kinder kleiner waren, war das wohl sehr anstrengend und die eltern waren froh über den ganztagsplatz im kindergarten.

es gab mal einen visionär in den 30ern, der glaubte 1980 hätte jeder mensch arbeit und müsse nur 15 stunden im monat arbeiten.
schade, dass das nicht so ist.
ich weiß nicht, warum die firmen sich so quer stellen, mehr personal zu haben - ich meine nicht nur einstellen sondern auch freiberufler zu engagieren.
da bezahlen sie lieber 3 freiberuflern 600std pro monat, statt 4ern 600std. für die firma kein gewinn und kein verlust. für den einzelnen arbeitnehmer aber schon. weniger geld, mehr freizeit, keine 16 - 20 stunden tage, wenn einer krank ist oder fortbildung hat.
teilzeitarbeit hat oft die folge: geld für 25 std, arbeit für 30 - 35 stunden.
auch die betriebsräte erscheinen mir da zu schwach.
von der politik ganz zu schweigen.

Inaktiver User
10.06.2007, 16:05
@Xanidae
Natürlich ist gegen manche (ökonomische) Trends nur schwer anzugehen, aber frau/man muss sie auch nicht ungefragt übernehmen, bzw. solche Menschen, die für sich ein anderes Lebensmodell als das gängige erstreben, anfeinden.
Es ist so, wie ein bekanntes Beispiel eines Ökonomen und Sozialforschers des 19. Jahrhunderts, besagt: Menschen beneiden eher den Nachbarn um sein zweites Pferd als den Fürsten um sein zweites Schloss, ....(obwohl letzteres eher dafür verantwortlich ist, dass es den Untertanen an vielem fehlt).

Gruss Colonna

reiner
13.06.2007, 16:04
Warum auch sollten Männer so blöd sein etwas, was sie früher nicht machen mussten, zu erledigen, wenn ihnen ständig vorgeführt wird, wie minderwertig, rückständig, ja teilweise gerade würdelos all diese Tätigkeiten von Frauen selbst eingestuft werden. Mit einer Haltung "ich hab's satt all diesen Mist zu machen, also mach du mal" wird man wohl kaum die Mehrheit der Männer für Hausarbeiten begeistern können.

Anitra

Ich finde Hausarbeit auch nicht überwältigend schön. Aber was zu tun ist, tue ich in meinem Haushalt, in dem es keine Hausfrau gibt. Wenn ich mich auf das Modell "ich will Hausfrau und Mutter sein" eingelassen hätte, würde ich natürlich erwarten, dass sie das auch erledigt.
Ich bin aber gegen das Modell, da nur wenige Frauen mit der Hausarbeit wirklich glücklich werden und dann doch irgendwann frustriert sind und wer ist der Blitzableiter? Eben. Berufsarbeit und Hausarbeit teilen, ist die einzige tragbare Lösung. :blumengabe:

Inaktiver User
13.06.2007, 17:27
Warum auch sollten Männer so blöd sein etwas, was sie früher nicht machen mussten, zu erledigen, wenn ihnen ständig vorgeführt wird, wie minderwertig, rückständig, ja teilweise gerade würdelos all diese Tätigkeiten von Frauen selbst eingestuft werden. Mit einer Haltung "ich hab's satt all diesen Mist zu machen, also mach du mal" wird man wohl kaum die Mehrheit der Männer für Hausarbeiten begeistern können.

@ Anitra

Das verstehe ich jetzt nicht wirklich. Warum sollen wir Männer für Hausarbeit begeistern ?
Hausarbeit ist nicht minderwertig, sie ist für die meisten von uns lästig, aber notwendig, sie ist aber auch kein Beruf, da viele von uns, sie NEBEN dem Beruf erledigen müssen.
Bei uns in Österreich ist es so, daß Hausarbeit der Erwerbsarbeit gesetzlich gleichgestellt ist, d.h. aber nicht, daß sich der Mann DAS Modell aussucht, daß ihm passt.
Es ist eine Vereinbarung zwischen Partnern, ob Hausfrauenehe, Teilzeit eines Partners, oder Vollzeit beider Partner.
Vollzeit beider Partner heisst natrlich idealerweise, daß sich die beiden auch die leidige Hausarbeit teilen.
Die Hausfrauenehe bedeutet aber volles Risiko der Frau bei Scheidung oder frühem Tod des Partners, es sei denn, der Mann hat sehr gut verdient.
Ob der Herzallerliebste jetzt begeistert ist, ist ziemlich egal, ich mach die Hausarbeit auch nicht mit Begeisterung.

lg. charly

Anitra
14.06.2007, 11:15
@ Anitra

Das verstehe ich jetzt nicht wirklich. Warum sollen wir Männer für Hausarbeit begeistern ?

Liebe Charly,

Der Ausdruck "begeistern" war natürlich ziemlich unglücklich gewählt. Das habe ich in Antwort auf Colonna in meinem posting Nr. 18 schon geschrieben und habe versucht es zu relativieren. "Begeisterung" muss Hausarbeit nun wirklich nicht erwecken und ich selbst bin sicher die letzte, die jemals auch nur ansatzweise davon "begeistert" gewesen wäre. Also, "mea culpa" was meine Wortwahl betrifft.



Hausarbeit ist nicht minderwertig, sie ist für die meisten von uns lästig, aber notwendig, sie ist aber auch kein Beruf, da viele von uns, sie NEBEN dem Beruf erledigen müssen.

Als "Beruf" habe ich Hausarbeit nie bezeichnet - ich würde das auch nicht tun. Ich sage nur Hausarbeit ist ARBEIT. Nichts weiter. Ist sie lästig? Was mich betrifft, manchmal mehr, manchmal weniger, in den meisten Fällen einfach nur notwendig und daher selbstverständlich. Ich gebe zu, dass ich sie entschieden lästiger empfinden würde, müsste ich sie NEBEN einer VOLLZEITberufstätigkeit verrichten. Meine Berufstätigkeit war mir aber in der Regel WEITAUS lästiger als die Hausarbeit, bei letzerer macht mir nämlich niemand Vorschriften, redet mir niemand drein, es "mobbt" mich niemand und so ist "meine Arbeit" nervenschonender. Ich habe - von relativ wenig Ausnahmen - vollkommen freie Zeiteinteilung und Hausarbeit lässt mir auch immer Zeit übrig mich mit ganz persönlichen Dingen zu beschäftigen (was bei voller Berufstätigkeit UND Hausarbeit in dieser Form NICHT möglich wäre). Ich verkümmere geistig nicht, weil ich mich in eben dieser Zeit mit Dingen auseinandersetze, die meinen Geist fordern und fördern. Meine ehemalige berufliche Tätigkeit hingegen hat mich überwiegend weder geistig gefordert noch gefördert. Natürlich war es meine Schuld einen Beruf gewählt zu haben, in dem ich ständig unterfordert war und in dem ich mich nebenbei psychisch dank ständiger zwischenmenschlicher Querelen aufrieb.



Es ist eine Vereinbarung zwischen Partnern, ob Hausfrauenehe, Teilzeit eines Partners, oder Vollzeit beider Partner.

Natürlich! Nichts anderes als das! Und das sollte auch so bleiben. (Ich würde die von dir aufgezählten Varianten um die "Hausmannehe" ergänzen.)



Vollzeit beider Partner heisst natrlich idealerweise, daß sich die beiden auch die leidige Hausarbeit teilen.

Da gebe ich dir vollkommen Recht. Ich wage aber zu behaupten, dass nicht wenige Frauen, die Vollzeit berufstätig sind, die Hausarbeit zu hundert Prozent erledigen und sich manche schon großartig "entlastet" dabei fühlen, wenn sie eine Mithilfe des Ehemannes von 10 bis 20 Prozent haben. In solchen Fällen haben Frauen dank "Emanzipation" (sie dürfen ja jetzt voll berufstätig sein) sich eine Doppelbelastung ("Mann" sieht nicht ein, weshalb er Hausarbeiten verrichten soll) aufgehalst. Kann das Sinn der Sache gewesen sein????? In meinen Augen ein klares und eindeutiges "NEIN!".



Die Hausfrauenehe bedeutet aber volles Risiko der Frau bei Scheidung oder frühem Tod des Partners, es sei denn, der Mann hat sehr gut verdient.

Das Risiko, von dem du schreibst, ist zweifellos vorhanden. Aber die "Hausfrauenehe" die fremde Menschen nach außen hin sehen bedeutet doch nicht automatisch, dass die Frau nicht anderweitig irgendwie abgesichert ist. Zum anderen kann man dem vorhandenen Risiko gegenüber SEHR unterschiedliche Einstellungen haben. Meine ganz persönliche Meinung ist, dass das ganze Leben EIN EINZIGES RISIKO ist. Vor allem kann man sich gar nicht gegen alle Eventualitäten absichern. Man hat zum Beispiel - nur mal so als gedankliches Konstrukt - 50 Vorkehrungen für Risikofälle getroffen und dann wird man urplötzlich von Fall 51, der in der Regel nur jede Millionste Person betrifft, überrascht. Was nützen einem dann die 50 anderen getroffenen Maßnahmen? Das ist eine Frage der persönlichen Einstellung, ich weiß. Aber es muss das Recht des einzelnen bleiben sich so oder so entscheiden zu dürfen.
Wäre es nicht schön, wenn jede Frau (überhaupt jeder Mensch) immer wenn sie es wollte oder nötig hätte Arbeit finden würde? Tja, die Realität sieht anders aus, ich weiß es. Aber sie hindert mich nicht daran, Wunschvorstellungen zu haben


Ob der Herzallerliebste jetzt begeistert ist, ist ziemlich egal, ich mach die Hausarbeit auch nicht mit Begeisterung.

lg. charly

Von meinem Fehler bei der Wortwahl "Begeisterung" sprach ich ja oben schon. Ich kenne auch niemanden, der von der Hausarbeit "begeistert" ist. Ich erachte sie einfach für etwas Selbstverständliches. Aber ich frage mal ganz allgemein. Wie viele Menschen sind denn von ihrer beruflichen Tätigkeit b-e-g-e-i-s-t-e-r-t? Zweifellos gibt es Menschen, die sind es. Schön für sie. Aber ich glaube nun mal nicht dass die "Begeisterung" für die berufliche Tätigkeit flächendeckend ist. Aber man bekommt eben das lebenswichtige Geld dafür. Also macht man manchmal (je nach Aufgabengebiet und persönlichem Interesse daran) aus der Not eine Tugend und redet sich ein, dass die berufliche Tätigkeit ja um so vieles schöner sei als die Hausarbeit.

In einigen Fällen stimmt das durchaus.

Ich freue mich - und das meine ich ganz ehrlich - für alle Menschen, die GLÜCKLICH mit ihrer beruflichen Tätigkeit sind, vielleicht sind sie sogar "begeistert" davon. Aber bei tausenden von unterschiedlichen Berufen und Mentalitäten der einzelnen Menschen kann man nicht davon ausgehen, dass JEDE berufliche Tätigkeit FÜR JEDEN MENSCHEN AUTOMATISCH schöner und zufriedenstellender ist oder dass berufliche Tätigkeiten pauschal mehr Geist und Flexibilität erfordern als Hausarbeit.

Liebe Grüße, :blumengabe:
Anitra

Inaktiver User
14.06.2007, 11:20
Als "Beruf" habe ich Hausarbeit nie bezeichnet

Es gibt schon den Beruf der Hauswirtschafterin/Hauswirtschaftsmeisterin.
Sogar Kochen kann man studieren:Ökotrophologie:freches grinsen:

Anitra
14.06.2007, 11:32
Es gibt schon den Beruf der Hauswirtschafterin/Hauswirtschaftsmeisterin.
Sogar Kochen kann man studieren:Ökotrophologie:freches grinsen:

Man kann heutzutage genau genommen fast alles studieren. :freches grinsen:

Die Hausarbeit die eine "Hausfrau" verrichtet ist in meinen Augen per definitonem kein Beruf (weil man ja kein Geld dafür bekommt :freches grinsen: ). Aber seltsamerweise kann man jede einzelne dieser sehr verschiedenen Tätigkeiten zum Beruf machen und dann sind all diese so verpönten Tätigkeiten ganz plötzlich angesehen. Der Widerspruch ist so etwas von pervers, aber es ist nun mal wie es ist.

DAS EINIZIGE WAS ZÄHLT AUF DIESER WELT IST GELD!

Schade (in meinen Augen), dass man dieser Aussage so unendlich viel Stellenwert beimisst.

Anitra

Inaktiver User
14.06.2007, 11:44
Man kann heutzutage genau genommen fast alles studieren.

Dann möchte ich gerne Bügel-Ingenieurin werden:zwinker:

Lorolli
14.06.2007, 12:55
Dann möchte ich gerne Bügel-Ingenieurin werden:zwinker:


Stelle meine Bügelwäsche gerne zum üben zur Verfügung. :freches grinsen:

Lisa_S
14.06.2007, 12:59
Stelle meine Bügelwäsche gerne zum üben zur Verfügung. :freches grinsen:

Ich auch :freches grinsen:

reiner
14.06.2007, 13:40
Die Hausarbeit die eine "Hausfrau" verrichtet ist in meinen Augen per definitonem kein Beruf (weil man ja kein Geld dafür bekommt :freches grinsen: ). Anitra

Ich kann da nur auf mein Eingangsposting verweisen. Frau Wiegmann legt knapp dar, dass nicht die Hausarbeit die Existenzgrundlage darstellt, sondern die EHE.

reiner
26.03.2008, 15:07
Neulich hatte ich mit einer Friseurin einen interessantes Gespräch. Sie war 24 Jahre alt. Es begann mit ihrem Ärger über die ungleiche Bezahlung von Frauen im Vergleich zu Männern, das hatte eine Fernsehsendung berichtet. Ich fragte nach, um welche Arbeit es sich gehandelt habe. Es war ein kaufmännischer Beruf. Ob denn etwas zu den Stellenbeschreibung der Ungerechtigkeitsfälle gesagt worden sei, wusste sie nicht.

Auf meine Frage, ob sie denn vorhabe weiter zu arbeiten und sich mit ihrem Mann die Erziehung zu teilen, verneinte Sie. Wenn Sie mal verheiratet sei und Kinder habe, wolle sie schon bei den Kindern bleiben. Ich sagte ihr, dass ich zu den Männern gehöre, die die finanzielle Verantwortung nicht alleine tragen würden. Kredite für Wohnung / Haus, Auto und Anschaffungen müssten nach meiner Meinung geteilt werden. So emanzipiert, sei wie aber nicht, sagte sie, da gebe es doch Unterschiede. Männer verdienen das Geld und die Frauen geben es beim Shoppen mit der Freundin aus, meinte sie verschmitzt.

Ein zur Studie
(auf die mich Glueckskatze007 aufmerksam gemacht hatte in dem Strang "Bewertung der mütterlichen Arbeit" http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/sinus,property=pdf,bereich=,sprache=de,rwb=true.pd f )
passendes Beispiel. Die „Frauen auf dem Sprung“ sind ein Anteil der Akademikerinnen. Die Frauen mit geringerer Berufsausbildung haben die klassischen Rollenbilder.

Lesen die eigentlich Brigitte? :zwinker:

leona_08
26.03.2008, 15:18
Die „Frauen auf dem Sprung“ sind ein Anteil der Akademikerinnen. Die Frauen mit geringerer Berufsausbildung haben die klassischen Rollenbilder.

Lesen die eigentlich Brigitte? :zwinker:

Was ist dein Problem? Es steht jedem Mann frei, sich eine Akademikerin zum Heiraten zu suchen.

Hofnarr
26.03.2008, 16:31
Lesen die eigentlich Brigitte? :zwinker:

Nur die Modestrecke, die Frisur- und Schminktips und das Horoskop :freches grinsen:

:krone auf:

leona_08
26.03.2008, 16:44
Nur die Modestrecke, die Frisur- und Schminktips und das Horoskop :freches grinsen:

:krone auf:

Als Frauenkenner hast du noch die Kochrezepte vergessen.
Denn die Friseurinnen müssen nicht nur hübsch aussehen, sondern auch noch gut kochen können, sonst kann sich Mann gleich eine Akademikerin nehmen und von ihrem Gehalt jeden Tag essen gehen. :kuss:

Hofnarr
26.03.2008, 17:05
Als Frauenkenner hast du noch die Kochrezepte vergessen.
Denn die Friseurinnen müssen nicht nur hübsch aussehen, sondern auch noch gut kochen können, sonst kann sich Mann gleich eine Akademikerin nehmen und von ihrem Gehalt jeden Tag essen gehen. :kuss:

Da hast Du Recht, wie konnte ich das nur vergessen :lachen:

Was gibts eigentlich nachher zu essen, Schnuckel? :kuss: Und hast Du meine rosa Pünktchensocken schon gebügelt? :freches grinsen:



:krone auf:

Inaktiver User
26.03.2008, 17:13
Neulich hatte ich mit einer Friseurin einen interessantes Gespräch. Sie war 24 Jahre alt. Es begann mit ihrem Ärger über die ungleiche Bezahlung von Frauen im Vergleich zu Männern, das hatte eine Fernsehsendung berichtet. Ich fragte nach, um welche Arbeit es sich gehandelt habe. Es war ein kaufmännischer Beruf. Ob denn etwas zu den Stellenbeschreibung der Ungerechtigkeitsfälle gesagt worden sei, wusste sie nicht.

Auf meine Frage, ob sie denn vorhabe weiter zu arbeiten und sich mit ihrem Mann die Erziehung zu teilen, verneinte Sie. Wenn Sie mal verheiratet sei und Kinder habe, wolle sie schon bei den Kindern bleiben. Ich sagte ihr, dass ich zu den Männern gehöre, die die finanzielle Verantwortung nicht alleine tragen würden. Kredite für Wohnung / Haus, Auto und Anschaffungen müssten nach meiner Meinung geteilt werden. So emanzipiert, sei wie aber nicht, sagte sie, da gebe es doch Unterschiede. Männer verdienen das Geld und die Frauen geben es beim Shoppen mit der Freundin aus, meinte sie verschmitzt.

Ein zur Studie (http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/sinus,property=pdf,bereich=,sprache=de,rwb=true.pd f) (auf die mich Glueckskatze007 aufmerksam gemacht hatte in dem Strang "Bewertung der mütterlichen Arbeit" passendes Beispiel. Die „Frauen auf dem Sprung“ sind ein Anteil der Akademikerinnen. Die Frauen mit geringerer Berufsausbildung haben die klassischen Rollenbilder.

Lesen die eigentlich Brigitte? :zwinker:

Ein interessantes Klischee bedienst du hier. Du weißt doch aber auch, Friseusen heiraten den Mantafahrer - der bekommt dann genau, was er gesucht hat.

Meine Friseurin hat eine Meisterausbildung und zusätzlich den Betriebswirt im Handwerk absolviert.
Der muß keiner die Welt erklären - da brauchts noch nicht einmal Frauenzeitschriften. Die spricht sogar in meiner "Sprache"! :ooooh:

Helen

leona_08
26.03.2008, 17:44
Warum erinnern mich die Männer hier nur an meinen letzten Flirt, einen Schlosser? Der hatte zwar einen tiefergelegten Audi, war aber sonst sowas von tumb, mit dem konnte man keine Sekunde über die Weltpolitik diskutieren...

arouet58
26.03.2008, 19:43
Warum erinnern mich die Männer hier nur an meinen letzten Flirt, einen Schlosser? Der hatte zwar einen tiefergelegten Audi, war aber sonst sowas von tumb, mit dem konnte man keine Sekunde über die Weltpolitik diskutieren...
Mit wem Du aber auch flirtest....

leona_08
26.03.2008, 23:30
Mit wem Du aber auch flirtest....

Er hat angefangen... Und ich unterhalte mich mit Männern gleich welchen Berufs gerne ein wenig, bevor ich sie in eine Schublade stecke.

Kann sein, dieses Vorgehen ist falsch. Und ich sollte generell Schlosser, Klempner, Bauarbeiter, Friseure u.a. von vornherein ausschließen.

Können ja nur Dumpfbacken sein oder wie?

arouet58
26.03.2008, 23:43
@ Leona

Er hat angefangen...
Ja, so ist das eben. Es sind immer die Männer, die anfangen. Eigentlich ganz bequem...für Frauen.
Daumen hoch....Daumen runter, schönes Spiel.
Hoffentlich spielen Männer da noch lange mit.

Hofnarr
27.03.2008, 09:33
Hoffentlich spielen Männer da noch lange mit.

Anscheinend spielen da aber nur noch tumbe Dumpfbacken mit tiefergelegtem Audi mit. :zwinker:

Arme Leona, nun muss sie flirtaktiv werden, wenns in ner anderen Liga sein soll, und die Jungs machen Daumen hoch oder runter :freches grinsen:

:krone auf:

Lisa_S
27.03.2008, 15:53
Warum erinnern mich die Männer hier nur an meinen letzten Flirt, einen Schlosser? Der hatte zwar einen tiefergelegten Audi, war aber sonst sowas von tumb, mit dem konnte man keine Sekunde über die Weltpolitik diskutieren...

Interessant, wie manche Leute den Wert eines Menschen bemessen. :zwinker:


Er hat angefangen... Und ich unterhalte mich mit Männern gleich welchen Berufs gerne ein wenig, bevor ich sie in eine Schublade stecke.

Ob schubladisieren statt differenzieren denn so klug ist?


Kann sein, dieses Vorgehen ist falsch. Und ich sollte generell Schlosser, Klempner, Bauarbeiter, Friseure u.a. von vornherein ausschließen.

Können ja nur Dumpfbacken sein oder wie?

:wie?:

Ob dieser Portion Überheblichkeit machen viele Menschen gerne Daumen runter! Aber definitiv!

leona_08
27.03.2008, 16:02
Ein Zitat: "Jeder kriegt das, was er verdient" :zwinker:

Musst es ja sehr nötig haben. :blumengabe:

Lisa_S
27.03.2008, 16:06
Musst es ja sehr nötig haben. :blumengabe:

:wie?:

War nur n Zitat. Also so wie Du Menschen schubladisierst, katalogisierst und behandelst...huch? :knatsch:

Ich wünsche Dir, dass Du eines Tages in eine Situation gerätst, wo Du den wahren Wert eines Menschenlebens, einer Menschenseele lernst. Möge die Erfahrung Dich reifer machen.

leona_08
27.03.2008, 16:07
@ Lisa_S:

Ich fürchte, dir ist die Ironie meiner Aussage nicht bewusst geworden. Sorry, mein Fehler.

Lisa_S
27.03.2008, 16:08
@ Lisa_S:

Ich fürchte, dir ist die Ironie meiner Aussage nicht bewusst geworden. Sorry, mein Fehler.

Kann aus Zeitgründen nicht den ganzen Strang durchlesen. Sry

reiner
31.03.2008, 13:31
Ein interessantes Klischee bedienst du hier. Du weißt doch aber auch, Friseusen heiraten den Mantafahrer - der bekommt dann genau, was er gesucht hat.

Meine Friseurin hat eine Meisterausbildung und zusätzlich den Betriebswirt im Handwerk absolviert.
Der muß keiner die Welt erklären - da brauchts noch nicht einmal Frauenzeitschriften. Die spricht sogar in meiner "Sprache"! :ooooh:

Helen

Ich bediene kein Klischee, sondem beschreibe einen Teil der vielfältigen Welt, die in der Emanzipationsdebatte oft unter den Tisch fällt. Die Studie des BMfFJG hat einen deutlichen Unterschied in den Rollenbildern der 20ig-jährigen je mach Bildungsstand dargestellt. Ich hatte dieses Gespräch mit der sehr netten, nicht blonden Friseurin und fand’s als Mosaiksteinchen passend.

Inaktiver User
16.04.2008, 08:36
Dann möchte ich gerne Bügel-Ingenieurin werden:zwinker:
Hilfe! Putztechnikverfahrensing. war nie mein Traumberuf. Da geht selbst das Kochen noch, zumal die Tiefkühltheke und diskret entsorgte Packungen (gelbe Säcke sollten im Sinne der modernen Hausfrau blickdicht sein) helfen.
Ich kenne aber Frauen, welche durchaus darin aufgegangen sind, ohne selbstverständlich das jetzt körperlich zu nehmen und da einen richtig guten Job machen mit 2 bis 3 Kids, super Essen, alles immer frisch geputzt und hübsch dekoriert. Das kriege ich natürlich so nicht hin und es wäre für mich jetzt auch nicht so erfüllend, selbst wenn mein Mann mich dafür täglich ausdrücklich loben würde.

kaafee
16.04.2008, 23:18
@ reiner

Was soll dieser Strang? Die eigene Existenz kann und sollte jede Frau für sich ganz allein entscheiden. Völlig unabhängig vom Wunschdenken anderer!

:freches grinsen:

Hier eine kleine "Nachhilfe" (http://de.youtube.com/watch?v=hnK78EYIx-Y) wenn nötig !

:knicks:

reiner
18.04.2008, 15:07
und jeder Mann. :zwinker: Das Thema hatte ich wegen der Emanzipationsdebatte eröffnet. Aber da backt sich ja jede ihre eigene Definition. :kuss:

Die Nachhilfe kann ich nicht lesen. Filter verhinderts.

kaafee
18.04.2008, 23:51
@ reiner

Warum auch nicht jeder Mann? Nur zu! Gleiches Recht für ALLE ! :freches grinsen:

Also ich persönlich mach mir am liebsten die Welt, wie sie mir gefällt. Geht nicht immer, aber manchmal schon. Und ich habe nichts gegen Hausfrauen genau so wie ich nichts gegen selbst bestimmte oder selbst versorgende Frauen habe.

Und natürlich hat da jede(r) ihre oder seine eigene Vorstellungen. Wäre ja gruselig, wenn nicht. Und nein, Menschen (Männer oder Frauen) backen geht ja noch nicht, sonst würden sich bestimmt so einige, Frauen wie Männer ihren Partner ganz nach ihren Vorstellungen „herstellen“. Das fände ich jedenfalls noch viel gruseliger. :smirksmile:

kaafee
19.04.2008, 00:05
Die Nachhilfe kann ich nicht lesen. Filter verhinderts.

Das kann dann eigentlich nur am eingeschalteten s. g. Schutzmechanismus liegen. :zwinker: In welcher Form auch immer. So ein bisschen mehr Unvorsichtigkeit – natürlich nicht beim Bügeln - wäre in diesem Fall eventuell angebracht. So gefährlich ist es manchmal gar nicht, wie es scheint. Risiken und Nebenwirkungen können natürlich nicht immer ausgeschlossen werden. :smirksmile:

Satyr
19.04.2008, 09:44
Und nein, Menschen (Männer oder Frauen) backen geht ja noch nicht, sonst würden sich bestimmt so einige, Frauen wie Männer ihren Partner ganz nach ihren Vorstellungen „herstellen“. Das fände ich jedenfalls noch viel gruseliger. :smirksmile:

Och naja (http://youtube.com/watch?v=6mZ7aEm_Ex8).. ? *G*

Inaktiver User
19.04.2008, 10:47
@ reiner

Und natürlich hat da jede(r) ihre oder seine eigene Vorstellungen. Wäre ja gruselig, wenn nicht. Und nein, Menschen (Männer oder Frauen) backen geht ja noch nicht, sonst würden sich bestimmt so einige, Frauen wie Männer ihren Partner ganz nach ihren Vorstellungen „herstellen“. Das fände ich jedenfalls noch viel gruseliger. :smirksmile:

Aber üben kann man ja schon mal (http://www.amazon.de/gp/product/images/B000Q7BAEM/sr=8-1/qid=1208594531/ref=dp_image_text_0?ie=UTF8&n=10931001&s=home-garden&qid=1208594531&sr=8-1) :freches grinsen:

Und zum Thema: Es ist die Frage, welches Bild von Familie man hat und leben möchte. Allerdings muss man dann auch mit den Konsequenzen leben.

kaafee
19.04.2008, 12:37
Genau, mögliche Konsequenzen die da wären: Modell kann im Farbton variieren und „Austausch“ und Rücknahme wird ja von vornherein ebenfalls ausgeschlossen. So ein Mist aber auch !!! :freches grinsen:

Was Männer (wirklich) wollen? :ooooh: : sparsam, schweigsam, sauber, sitzt, spricht, pfeift !?!?!, Mute Modus !?!?!, shoppt nie, verschleißfrei, hat was, kann was, sieht aus, Augenfarbe einstellbar!?!?!, wasserdicht, strahlungsarm, FCKW-frei, Body Nr. 906090, witzig, spritzig - nur leider Testurteil „befriedigend“ – warum nur ??? :smirksmile:

reiner
06.08.2008, 16:46
Huhu Kaafee,
es geht ja nicht drum was sich Männer für Modelle wünschen. Sicher wünschen sich immer noch viele das Modell pflegeleichte Hausfrau, egal in welcher Farbe. :Sonne:

Es geht ja um die Frage an die Frauen, ob das ein für sie günstiges Lebensmodell ist.
:wangenkuss:

Inaktiver User
07.08.2008, 21:36
Lass uns mal über die die temporär oder Teilzeithausfrau sprechen...

Ab wieviel Prozent (Nicht-)Erwerbstätigkeit ist man Hausfrau?

Inaktiver User
07.08.2008, 21:38
Es geht ja um die Frage an die Frauen, ob das ein für sie günstiges Lebensmodell ist.
:wangenkuss:


Je nach Faktor Rahmenbedingung (emotional/finanziell) und nach Langeweilefaktor...

Ich fürchte, alle Menschen ticken unterschiedlich... :ooooh:

reiner
12.08.2008, 13:29
Lass uns mal über die die temporär oder Teilzeithausfrau sprechen...

Ab wieviel Prozent (Nicht-)Erwerbstätigkeit ist man Hausfrau?

Sobald man von dem Teilzeitverdienst nicht alleine leben könnte.
:kuss:

Inaktiver User
12.08.2008, 13:32
Sobald man von dem Teilzeitverdienst nicht alleine leben könnte.


@reiner
Aber zu zweit vielleicht :freches grinsen: :freches grinsen:?

reiner
12.08.2008, 14:43
Ja, dann wäre er ja auch Hausmann zu 50% :freches grinsen:

Lisa_S
18.08.2008, 11:24
Sobald man von dem Teilzeitverdienst nicht alleine leben könnte.
:kuss:

HUUUUUUUUUUUUUUUCH ICH BIN EINE HAUSFRAU!!! :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh:

....wusst' ich gar nicht. :ooooh:

:wie?: :wie?: :wie?: :ooooh: :ooooh:

Joerd
18.08.2008, 11:27
HUUUUUUUUUUUUUUUCH ICH BIN EINE HAUSFRAU!!! :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh:

....wusst' ich gar nicht. :ooooh:

:wie?: :wie?: :wie?: :ooooh: :ooooh:

Vielleicht tröstet es dich, dass ich auch eine Hausfrau bin, trotz Vollzeitarbeit.
Denn die Hausarbeit erledigt sich leider nicht von allein.

Lisa_S
18.08.2008, 11:34
Vielleicht tröstet es dich, dass ich auch eine Hausfrau bin, trotz Vollzeitarbeit.
Denn die Hausarbeit erledigt sich leider nicht von allein.

OOOOOOOOOOH JA!

Seit ich Freiberuflerin bin, bin ich fairerweise auch für den ganzen Haushalt zuständig. UFF! *schwitz* Und gemeinsam reicht das Einkommen ja dicke. Was solls. Hab mich für den Job entschieden, der mich glücklich macht und gegen den öden "Brotjob" in der ewigen Tretmühle des Angestelltseins. Wer das kann: Glückwunsch. Ich kann das nicht. Ich wollte nie einen "Geldjob" machen, sondern etwas, das mich wirklich interessiert und mir echt Spass macht.

Satyr
18.08.2008, 11:36
Ich wollte nie einen "Geldjob" machen, sondern etwas, das mich wirklich interessiert und mir echt Spass macht.

Den Wunsch dürfte fast jeder haben.
Man braucht dazu halt leider jemanden, der einem dieses Leben finanziert.

Ich mache meinen Haushalt übrigens auch selbst. Bin ich auch Hausfrau? :freches grinsen:

Lisa_S
18.08.2008, 11:51
Den Wunsch dürfte fast jeder haben.
Man braucht dazu halt leider jemanden, der einem dieses Leben finanziert.

Ich mache meinen Haushalt übrigens auch selbst. Bin ich auch Hausfrau? :freches grinsen:

Was heisst hier finanziert? - also mein Mann und ich halten es so: niemand finanziert niemandem was! Wir haben ein GEMEINSAMES Einkommen. Meins reicht zur Zeit noch nicht (!) zum alleine leben aus, oder eben sehr knapp. Wir haben beide vereinbart, dass dies vorübergehend in Ordnung ist. Dafür bin ich auch für unseren ganzen Haushalt zuständig. Er muss keinen Finger mehr rühren. Arbeitsteilung eben. Ist nur fair.

Übrigens habe ich mir mein Studium und meine Ausbildung selbst finanziert, niemand hat mir "dieses Leben finanziert", ich habe hart dafür gearbeitet und darf nun die Früchte ernten :zwinker:

Lisa_S
18.08.2008, 11:55
Füge noch mein Posting aus BRIGITTE WOMAN "Für einen Neuanfang ist es nie zu spät" hinzu:


Eigentlich wollte ich nie "Dazuverdienerin" sein. Ich wollte eigentlich immer arbeiten. Aber bitte in einem Job, der mich wirklich ausfüllt und mir Spass macht. In einem Job, in dem ich persönlich einen echten Sinn sehe. Bereits als Teenager wusste ich, dass ich nie irgendwie bei einer Firma schuften will, bloss des Geldes wegen. Ich wollte etwas bewegen. In meiner Arbeit aufgehen. Deshalb bin ich Naturwissenschaftlerin geworden war mehrere Jahre in der Forschung tätig. Gerne wäre ich auch dort geblieben, .......doch es kam anders.

Die Politik änderte sich, Festanstellungen wurden gestrichen, es gibt keine mehr, nur noch auf Zeit (auf sechs Jahre befristet). Hinzu kam ein mich mobbender Chef, der mich ständig nur zur Schnecke machte, mir Steine in den Weg legte, mich ständig als "dumm" beschimpfte und auch blossstellte. Nie waren meine Leistungen gut genug, meine Ideen und Vorschläge allesamt "Sch%ç#" (auch wenn er sie selbst erst Monate später aufgriff und als seine eigenen- oder als solche seines Lieblingsmitarbeiters und langjährigen privaten Bekannten verkaufte).

Kurz: In der Branche, in der ich tatsächlich sehr gerne gearbeitet hätte sind meine Chancen auf fast Null geschrumpft.

Also habe ich neu angefangen. Als Freiberuflerin. Auch wenn ich zur Zeit von meinem eigenen Einkommen (noch) nicht leben kann. Ich habe meine Prinzipien (Emanzipation u wirtschaftl. Unabhängigkeit!) über Bord geworfen! Jawohl. Weil ich nicht mein Leben lang in einem ungeliebten Angestelltenjob "versauern" will. Weil ich lieber glückliche Freiberuflerin, Dazuverdienerin und "Hausfrau" bin als unglückliche Angestellte. Weil ich nie nie nie nie und nimmer wieder mit "Bauchschmerzen" zur Arbeit gehen will (dies hab ich jahrelang getan und es war die Hölle!). Ich will nie mehr Sonntagabends in Depressionen verfallen, weil es mir vor dem Montag schon schrecklich graut.

Deshalb habe ich neu angefangen. Und es nicht bereut.


Dies soll zum allg. Verständnis beitragen.

Satyr
18.08.2008, 12:02
Was heisst hier finanziert? - also mein Mann und ich halten es so: niemand finanziert niemandem was! Wir haben ein GEMEINSAMES Einkommen. Meins reicht zur Zeit noch nicht (!) zum alleine leben aus, oder eben sehr knapp. Wir haben beide vereinbart, dass dies vorübergehend in Ordnung ist. Dafür bin ich auch für unseren ganzen Haushalt zuständig. Er muss keinen Finger mehr rühren. Arbeitsteilung eben. Ist nur fair.

Übrigens habe ich mir mein Studium und meine Ausbildung selbst finanziert, niemand hat mir "dieses Leben finanziert", ich habe hart dafür gearbeitet und darf nun die Früchte ernten :zwinker:

Hey, das von mir sollte kein Angriff sein :)
Mich stört nur manchmal, die Selbstverständlichkeit, mit der sowas propagiert wird. Selbstverständlich ist es nämlich nicht.
Ich kenne viele Leute, Männer wie Frauen, die ihren Job hassen und lieber etwas anderes tun würden. Sie können es sich nur einfach nicht leisten. Sie haben niemanden, der das fehlende Geld (und sei es nur am Anfang) ausgleicht. Sie machen ihren Job also, weil sie davon leben müssen. Egal ob es Spaß macht oder nicht.
Wer das Glück hat, das jemand genug Geld verdient um einen die Freiheit die Du hast zu ermöglichen, super. Da würden wohl viele zugreifen.
Aber es ist leider nicht jedem gegönnt.
Auch wenn Du dir dein Studium selbst finanziert hast, ändert es ja nichts daran, das Du das "jetzt" nicht alleine finanzieren könntest oder zumindest nicht alleine finanziert, oder?

Wie gesagt.. ist ja in Ordnung. Aber das sind die Dinge, weswegen Erwerbsbiographien bei Frauen oft anders ausfallen und am Ende einen Lohnunterschied zu Männern zeigen.
Solange man sich nicht daran stört und zu schätzen weiss, was man da hat, finde ich das klasse.
Die Möglichkeit hat nur leider nicht jeder. Oder würdest Du es auch umgekehrt machen? Wenn Dein Mann sich verwirklichen möchte und Du das finanzielle ausgleichen müsstest?

Lisa_S
18.08.2008, 12:13
Hey, das von mir sollte kein Angriff sein :)
Mich stört nur manchmal, die Selbstverständlichkeit, mit der sowas propagiert wird. Selbstverständlich ist es nämlich nicht.
Ich kenne viele Leute, Männer wie Frauen, die ihren Job hassen und lieber etwas anderes tun würden. Sie können es sich nur einfach nicht leisten. Sie haben niemanden, der das fehlende Geld (und sei es nur am Anfang) ausgleicht. Sie machen ihren Job also, weil sie davon leben müssen. Egal ob es Spaß macht oder nicht.
Wer das Glück hat, das jemand genug Geld verdient um einen die Freiheit die Du hast zu ermöglichen, super. Da würden wohl viele zugreifen.
Aber es ist leider nicht jedem gegönnt.
Auch wenn Du dir dein Studium selbst finanziert hast, ändert es ja nichts daran, das Du das "jetzt" nicht alleine finanzieren könntest oder zumindest nicht alleine finanziert, oder?

Wie gesagt.. ist ja in Ordnung. Aber das sind die Dinge, weswegen Erwerbsbiographien bei Frauen oft anders ausfallen und am Ende einen Lohnunterschied zu Männern zeigen.
Solange man sich nicht daran stört und zu schätzen weiss, was man da hat, finde ich das klasse.
Die Möglichkeit hat nur leider nicht jeder. Oder würdest Du es auch umgekehrt machen? Wenn Dein Mann sich verwirklichen möchte und Du das finanzielle ausgleichen müsstest?

Nun, mein Einkommen schwankt. Logisch, als Freiberuflerin.

Ich bin jeden Tag sehr dankbar, dass ich die geistige Gabe bekommen hab, um studieren und promovieren zu können und mir dieses Leben zu ermöglichen. Es gibt Monate, da verdien' ich sehr gut und wiederum andere, da ist Flaute.

öh...bin ich jetzt mal Hausfrau, mal nicht? :freches grinsen:

Dass ich finanziell zur Zeit nicht unabhängig bin, stört mich nicht, auch stört es mich nicht, wenn mich jemand als "nicht emanzpiert" oder "Hausfrau" bezeichnet. Denn: Ich bin lieber Hausfrau als in einem ungeliebten Job!

Ja, eigentlich wollten wir es ja umgekehrt machen. ICH arbeite vollzeit und ER teilzeit plus Haushalt.......

Wie gesagt....hat sich eben anders ergeben...denn schliesslich fand ER den tollen Job und ich schrieb hunderte von Bewerbungen und es hagelte Absagen, Absagen, Absagen.....Stellen wurden gestrichen, ich wurde vom Chef gemobbt damals.....mein Weg zu eigentlich geplanten Job ist versperrt.
Umschulung, wenig Jobs auch in der Branche.....während mein Mann n paar wenige Bewerbungen schrieb und PENG. Da ist der tolle Job.

Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass ich in einigen Jahren mehr Kohle ins Haus scheffle, als er :zwinker:

Satyr
18.08.2008, 12:57
Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass ich in einigen Jahren mehr Kohle ins Haus scheffle, als er :zwinker:

Hehe.. ich wünsch es Dir, ernsthaft :)
Also nicht wegen ihm, sondern weil arbeiten für mehr Geld immer mehr Spaß macht.. egal wie hoch der Grundspaß eh schon ist :freches grinsen:

Lisa_S
18.08.2008, 13:12
Hehe.. ich wünsch es Dir, ernsthaft :)
Also nicht wegen ihm, sondern weil arbeiten für mehr Geld immer mehr Spaß macht.. egal wie hoch der Grundspaß eh schon ist :freches grinsen:

Arbeit? ..neeee, guck mal in mein Profil :zwinker:

Satyr
18.08.2008, 13:14
Arbeit? ..neeee, guck mal in mein Profil :zwinker:

Oh gott.. Du glaubst wirklich DAMIT viel Geld verdienen zu können?
Viel Glück.. die letzten World Series haben da einige Leute nach oben gesprudelt, denen man es nicht zugetraut hätte.
Viell. begegnet man sich ja sogar mal dabei :freches grinsen:

sirix
18.08.2008, 13:29
Eigentlich wollte ich nie "Dazuverdienerin" sein. Ich wollte eigentlich immer arbeiten. Aber bitte in einem Job, der mich wirklich ausfüllt und mir Spass macht. In einem Job, in dem ich persönlich einen echten Sinn sehe....
Also habe ich neu angefangen. Als Freiberuflerin. Auch wenn ich zur Zeit von meinem eigenen Einkommen (noch) nicht leben kann. Ich habe meine Prinzipien (Emanzipation u wirtschaftl. Unabhängigkeit!) über Bord geworfen! Jawohl. Weil ich nicht mein Leben lang in einem ungeliebten Angestelltenjob "versauern" will. Weil ich lieber glückliche Freiberuflerin, Dazuverdienerin und "Hausfrau" bin als unglückliche Angestellte. Weil ich nie nie nie nie und nimmer wieder mit "Bauchschmerzen" zur Arbeit gehen will (dies hab ich jahrelang getan und es war die Hölle!). Ich will nie mehr Sonntagabends in Depressionen verfallen, weil es mir vor dem Montag schon schrecklich graut.

Deshalb habe ich neu angefangen. Und es nicht bereut.



Hallo Lisa. Danke für deinen guten Beitrag.

Ich glaube auch, dass genau hier bei vielen Dauerhausfrauen der Knackpunkt liegt. Im Gegensatz zu dir wissen sie nicht, dass ein Job etwas ist, was man auf eine bestimmte Art erledigen muss, mit bestimmten Leistungen, die erbracht werden müssen usw. Da für sie arbeiten immer etwas was von dazuverdienen hat, kennen sie nicht den Druck, durch zu müssen, weil die Familie das Geld braucht, sondern verstehen Arbeit als ein paar Stunden Spaß und Abwechslung die Woche, die sie natürlich auch nur machen, wenn sie Lust dazu haben...

Dadurch dass du erfahren hast, wie der Arbeitsalltag in Wirklichkeit aussieht, weißt du deine Entscheidung "Dazuverdienerin" sein zu dürfen auch zu schätzen. Es wäre übrigens auch mein liebstes Arbeitsmodell, aber als Mann hat man ja nicht die Wahl :knatsch:

Lisa_S
18.08.2008, 13:41
Hallo Lisa. Danke für deinen guten Beitrag.

Ich glaube auch, dass genau hier bei vielen Dauerhausfrauen der Knackpunkt liegt. Im Gegensatz zu dir wissen sie nicht, dass ein Job etwas ist, was man auf eine bestimmte Art erledigen muss, mit bestimmten Leistungen, die erbracht werden müssen usw. Da für sie arbeiten immer etwas was von dazuverdienen hat, kennen sie nicht den Druck, durch zu müssen, weil die Familie das Geld braucht, sondern verstehen Arbeit als ein paar Stunden Spaß und Abwechslung die Woche, die sie natürlich auch nur machen, wenn sie Lust dazu haben...

Dadurch dass du erfahren hast, wie der Arbeitsalltag in Wirklichkeit aussieht, weißt du deine Entscheidung "Dazuverdienerin" sein zu dürfen auch zu schätzen. Es wäre übrigens auch mein liebstes Arbeitsmodell, aber als Mann hat man ja nicht die Wahl :knatsch:

Hallo sirix

Ja, ich kenne nun beide Seiten. Ich denke, heutzutage dürfen wir ein Problem nicht vernachlässigen: die Wirtschaftslage. Vielleicht würden viele Dauerhausfrauen sehr gerne einen tollen Job machen, nur hat es die zur Zeit nicht? Ich erinnere mich an damals: Zig Bewerbungen, zig Absagen! :zahnschmerzen: Viele Menschen sind todunglücklich im Job: Mobbing, miese Bezahlung, schuften wie n Esel bis 65 und dann.....???

Ich weiss meine Entscheidung sehr zu schätzen, obwohl sie nicht soooo ganz freiwillig geschah :zwinker: Früher, als ich noch nicht verheiratet war, MUSSTE ich natürlich (und teilw. ziemlich miese) Jobs machen.....eben diejenigen, die es hatte. Geld musste ins Haus! Ich weiss vom Unglück, mit Bauchschmerzen zur Arbeit müssen, sehr gut. Und genau DARUM verstehe ich inzwischen die meisten Dauerhausfrauen und fühle mit den Leuten, die im Job unglücklich sind.

Lisa_S
18.08.2008, 13:49
Oh gott.. Du glaubst wirklich DAMIT viel Geld verdienen zu können?
Viel Glück.. die letzten World Series haben da einige Leute nach oben gesprudelt, denen man es nicht zugetraut hätte.
Viell. begegnet man sich ja sogar mal dabei :freches grinsen:

WARUM DENN NICHT? :zwinker:

Dein "Oh Gott" kannst Du Dir sparen, hab ich schon oft gehört. Von Leuten, die sich über Geld und Job definieren und alle anderen - weniger "konventionellen Wege" verurteilen.

Ich hoffe, Du bist nicht diejenige, der ich gerade 10 Dollar abgeknöpft hab? :aetsch:

Satyr
18.08.2008, 18:54
WARUM DENN NICHT? :zwinker:

Dein "Oh Gott" kannst Du Dir sparen, hab ich schon oft gehört. Von Leuten, die sich über Geld und Job definieren und alle anderen - weniger "konventionellen Wege" verurteilen.

Ich hoffe, Du bist nicht diejenige, der ich gerade 10 Dollar abgeknöpft hab? :aetsch:

Ich definiere mich eigentlich nicht übers Geld.. ich Poker nur selbst viel zu gerne um zu wissen, das die wenigsten es schaffen dadurch wirklich stabil gutes Geld verdienen zu können.
Gut.. ein großer Turniersieg und der Rest ist eh gegessen. Aber genauso eben auch umgekehrt.

Ich definiere mich nicht übers Geld aber mir ist da eine gewisse Stabilität einfach wichtiger. Aber vielleicht auch, weil ich da keine wirkliche Wahl habe. Alleinverdiener eben *g*

Lisa_S
19.08.2008, 14:38
Ich definiere mich eigentlich nicht übers Geld.. ich Poker nur selbst viel zu gerne um zu wissen, das die wenigsten es schaffen dadurch wirklich stabil gutes Geld verdienen zu können.
Gut.. ein großer Turniersieg und der Rest ist eh gegessen. Aber genauso eben auch umgekehrt.

Ich definiere mich nicht übers Geld aber mir ist da eine gewisse Stabilität einfach wichtiger. Aber vielleicht auch, weil ich da keine wirkliche Wahl habe. Alleinverdiener eben *g*

Satyr, schau mal: die heutige Wirtschaftslage. Genau so schaffen es die Wenigsten, sich einen guten Job zu ergattern. Wieviele Menschen stecken fest, in mies bezahlten Jobs? Werden gemobbt? Wieviele Menschen finden überhaupt heutzutage einen Job (ohne, dass sie ins Ausland müssen)? - Pro freie Stelle hunderte, wenn nicht tausende von Bewerbungen. Aus aller Welt. Der Arbeitgeber kann es sich aussuchen. Da heisst es inzwischen genau so: Die wenigsten schaffen es.

Satyr
19.08.2008, 14:46
Jain.. auf dem Jobmarkt kann man sich profilieren und positionieren.
Beim Poker kannst Du lernen und ein gewisses Talent mitbringen.. das wars dann aber auch schon.

Die Chance einen Job zu bekommen dürfte höher sein, als ein Turniergewinn beim Pokern. Dazu kommt, wenn ich einen Job nicht bekomme, habe ich nichts verloren - ausser die Mühe. Beim Pokern (wenn man an die hohen Beträge will), hat man aber mindestens seinen Einsatz verloren. Und das kann verdammt viel sein.

Inaktiver User
19.08.2008, 17:05
Hallo,
meine Hausfrauenjahre waren schöne Jahre.
Natürlich hätte ich mir nie vorstellen können, dass es so schwer sein wird wieder ins Geschäft zu kommen.

Man kann aber sowieso nie planen, der Erfolg kommt und geht, die Gesundheit und die Liebe ebenfalls.
Mein Mann und ich hatten die Jahre mit den Kindern genossen.

Ich hätte mir so manches nie vorstellen können, auch nicht, dass ich so etliche Jobs mache und im Grunde genommen alles als Herausforderung ansehe.

Da hat sich ein Vakuum gebildet.
Eigene berufliche Herauforderungen hatte ich lange nicht mehr, das war der Part meines Mannes.
Allerdings hab ich mich umorientiert. Nicht die Karriere zählt sondern das Tun.
Ich glaube nicht, dass ich mich so lebendig fühlen würde wäre ich immer in der selben Mühle geblieben.
Das Hausfrauendasein scheint ein Risikoleben zu sein, nö, eigentlich nicht. Man kriegt da auch nicht schneller die Kündigung als in einem Betrieb, der Sozialplan ist oft besser.

Im Grunde genommen gibt es sowieso nicht so viele Jobs die für immer spannend bleiben.
Das mag jeder so sehen wie er will.
Wenn ich manchmal höre wie Frauen von ihren Berufen schwärmen, dann denk ich mir meinen Teil...

Ich glaube, nicht alle sind ehrlich. Im Grunde genommen wollen die meisten Frauen ein paar Jahre gemütlich bei ihren Kindern bleiben und nähmen auch finanzielle Einschränkungen in kauf.
Es ist ein elendes Leben, ständig in Hetze von Arbeit zu Kita zu eilen, morgens zu gucken ob das Kind auch gesund ist.
Das hatte ich mal als Alleinerziehende, das war nix Halbes und nix Ganzes.
Tschüss, die Virusgrippe

reiner
20.08.2008, 12:27
Hallo Virsugrippe,
ich drehe mal die Reihenfolge der Zitate:



Ich glaube, nicht alle sind ehrlich. Im Grunde genommen wollen die meisten Frauen ein paar Jahre gemütlich bei ihren Kindern bleiben und nähmen auch finanzielle Einschränkungen in kauf.
Es ist ein elendes Leben, ständig in Hetze von Arbeit zu Kita zu eilen, morgens zu gucken ob das Kind auch gesund ist.
Das hatte ich mal als Alleinerziehende, das war nix Halbes und nix Ganzes.



Das Hausfrauendasein scheint ein Risikoleben zu sein, nö, eigentlich nicht. Man kriegt da auch nicht schneller die Kündigung als in einem Betrieb, der Sozialplan ist oft besser.

Ich denke das erste post trifft auf eine ganze Menge Frauen in unserer Gesellschaft zu, trotz allgemeinen Emanzipationsgemurmels.

Das zweite Zitat sehe ich zweischneidig. Mag mit dem alten Scheidungsrecht so gewesen sein, einige Männer haben dazu ihr Leid geklagt (des einen Sozialplan ist des anderen Insolvenz). Allerdings haben hier alleinerziehende Mütter auch schon reichlich über ihre finanziell schlechten Verhältnsse geklagt. "Brigitte" hat dem Thema AE sogar mal einen dramatischen Sonderbericht gewidmet.

Mit dem neuen Scheidungsrecht siehts jedenfall nicht mehr ganz so gut mit dem "Sozialplan" aus. Deshalb meine ich, jede Frau hat dafür zu sorgen, dass sie alleine eine finanzielle Basis hat um zurecht zu kommen. (Lisa: Ausbildungszeiten sind natürlich was anderes)

Darüberhinaus würde ich mir auch die finanziellen Belastungen eines klasischen Familienlebes mit Haus, Auto und Kindern nicht alleine aufladen lassen. Das Risiko des finanziellen Ruins wäre mir zu groß. Dafür hätte ich dann lieber Hausarbeit und Erziehungsaufgaben übernommen (macht oft auch Spaß). Das ist kein Risiko sondern nur eine Frage der Organisation des eigenen Lebens. Die "Hetze" zwischen Kita, Arbeit und Kinderarzt muss man sich teilen und das Leben ist kein Wunschkonzert, bei dem man sich das angenehmere Modell aussucht. Männer stehen mit der finanziellen Verantwortung reichlich unter Stress. Dieser Stress sollte ihnen zur Hälfte abgenommen werden und der andere zur Hälfte geschenkt werden. Auch wenns viele Männer noch nicht kapiert haben, ist das das gerechtere Modell.

Ich finde es müßte selbstverständlich werden, dass Frauen einen auskömmlichen Beruf anstreben und hoffe, dass dieses Hausfrau und Mutter-Modell irgendwann als absurd empfunden wird.

Nix für ungut, wenn sich jemand angegriffen fühlt, ist eine allgemeine politische Aussage, die persönlichen Lebensverhältnisse können anders sein.

Yana
20.08.2008, 12:52
..."Dazuverdienerin" ... Es wäre übrigens auch mein liebstes Arbeitsmodell, aber als Mann hat man ja nicht die Wahl :knatsch:

Das würde ich jetzt nicht sagen, dass man als Mann nicht die Wahl hat.

Korrekt müsste es doch heißen: derjenige, der mehr verdient, hat nicht die Wahl.

In meiner Ehe habe ich nicht die Wahl, da ich mehr verdiene und mein Mann ist Vollzeit-"Dazuverdiener".

Wir erwarten unser 4tes Kind und hoffen auch für dieses Kind (wie vorher für die anderen) einen Krippenplatz zu ergattern.

Falls das aber nicht klappt, muss mein Mann in den saueren Apfel beißen und zu Hause bleiben. Allerdings würde er lediglich das Baby beaufsichtigen. Den Haushalt (inklusive Einkäufe) würde nach wie vor ich, nebst Vollzeitarbeit, machen.

Trotzdem würde mein Mann dann wohl als "Hausmann" gelten, nicht wahr?

Ariela
20.08.2008, 15:21
Falls das aber nicht klappt, muss mein Mann in den saueren Apfel beißen und zu Hause bleiben. Allerdings würde er lediglich das Baby beaufsichtigen. Den Haushalt (inklusive Einkäufe) würde nach wie vor ich, nebst Vollzeitarbeit, machen.



mich würde interessieren, wieso ihr das so geregelt habt, dass du den haushalt machst, obwohl ihr beide arbeitet?

Yana
20.08.2008, 15:44
mich würde interessieren, wieso ihr das so geregelt habt, dass du den haushalt machst, obwohl ihr beide arbeitet?

Geregelt wurde da nicht viel: mein Mann macht einfach keinen Haushalt (außer ab und zu kochen). Ich kann mir also aussuchen, ob ich in einem Schweinestall leben möchte oder selbst den Haushalt mache.

Außerdem war ich mit den ersten beiden Kindern überwiegend alleinerziehend und es deshalb gewöhnt, Vollzeitjob und Haushalt zu machen. Da ist es mir irgendwie gar nicht aufgefallen, dass sich mit Einzug meines jetzigen Ehemannes gar nichts geändert hat. Es lief alles in gewohnten Bahnen weiter.
Natürlich habe ich dann auch mal versucht den Haushalt aufzuteilen, was in Chaos endete, da er nichts gemacht hat.

Wir hatten vor ein paar Wochen mal eine "Putzfrau-Diskussion". Die werde ich nach der Geburt des Babies, spätestens aber bei Mutterschutzende nochmal aufnehmen.

reiner
20.08.2008, 16:52
In meiner Ehe habe ich nicht die Wahl, da ich mehr verdiene und mein Mann ist Vollzeit-"Dazuverdiener".
Könnte er von seinem Gehalt alleine leben? Dann ist es kein Teilzeithausfrauenmodell.

Du hast sehr wohl eine Wahl weniger zu verdienen. Du hast evt. keine Wahl die Arbeitszeit bei der aktuellen Stelle zu kürzen. Kleiner Unterschied.


Wir erwarten unser 4tes Kind und hoffen auch für dieses Kind (wie vorher für die anderen) einen Krippenplatz zu ergattern. *Daumendrück*


Falls das aber nicht klappt, muss mein Mann in den saueren Apfel beißen und zu Hause bleiben. Allerdings würde er lediglich das Baby beaufsichtigen. Den Haushalt (inklusive Einkäufe) würde nach wie vor ich, nebst Vollzeitarbeit, machen.

Trotzdem würde mein Mann dann wohl als "Hausmann" gelten, nicht wahr?
Für mich würde er als Hausmann gelten, allerdings würde ich von ihm dann auch mehr erwarten als Baby beaufsichtigen.
Grüße

kaafee
20.08.2008, 17:05
Geregelt wurde da nicht viel: mein Mann macht einfach keinen Haushalt (außer ab und zu kochen). Ich kann mir also aussuchen, ob ich in einem Schweinestall leben möchte oder selbst den Haushalt mache.

Natürlich habe ich dann auch mal versucht den Haushalt aufzuteilen, was in Chaos endete, da er nichts gemacht hat.

Irgendwie schade, finde ich. Liegt es gar am nicht loslassen können der Frau, oder möchte Dein Mann etwa gern selbst in einem Schweinestall leben? Würde er vielleicht erst etwas merken und tun, wenn er es für notwendig erachten würde? Einfach mal machen und laufen lassen und ihm dabei so einiges zutrauen und zumuten? Könnte das vielleicht helfen?

Und das kann es ja nun auch nicht sein :ooooh: – oder doch? :


Falls das aber nicht klappt, muss mein Mann in den saueren Apfel beißen und zu Hause bleiben. Allerdings würde er lediglich das Baby beaufsichtigen. Den Haushalt (inklusive Einkäufe) würde nach wie vor ich, nebst Vollzeitarbeit, machen.

Tja, dieses merkwürdige Arbeitsteilungsmodell gibt es ja auch andersherum. Die Frau angebliche Hausfrau und er besorgt neben seiner Vollzeitbeschäftigung noch die Einkäufe und macht auch noch die Wäsche usw.. Also ich frage mich dann immer wieder, warum sich einige überhaupt auf so eine ziemlich ungerechte Arbeitsteilung, in der die Hauptlast überwiegend bei einem liegt, überhaupt einlassen? :wie?:

reiner
21.08.2008, 09:10
Korrekt müsste es doch heißen: derjenige, der mehr verdient, hat nicht die Wahl.

In meiner Ehe habe ich nicht die Wahl, da ich mehr verdiene und mein Mann ist Vollzeit-"Dazuverdiener".



Da ist die gleiche Argumantation die andersherum oft angeführt wird. Der Mann verdient mehr, also ist er der Hauptverdiener / Ernährer und sie die Dazuverdienerin.
Das ist alles keine Lösung. Ich würde mir die Rolle als Hauptverdiener nicht aufdrängen lassen.

Inaktiver User
21.08.2008, 13:58
Rainer,
danke für deine Antwort.
Sorry, ich gehe immer so selbstverständlich davon aus, dass Hausfrau kein angestrebter Beruf ist und schon gar kein Lehrberuf.

Soll heißen, ich setze voraus, dass Frau ihre Schulbildung und Ausbildung macht plus Praxis.

Du hast es ja hier schon so oft gelesen.
Dein erstebenswertes Modell welches auch ich mal sehr favorisiert habe ist in der Praxis nicht umzusetzen.
Frau und Mann teilen sich alles.
Bei der 1 Kind Familie mag das noch angehen, glückliche Umstände vorausgesetzt, aber schon ab Kind 2 wirds kritisch.

Kein Mensch sollte sich was aufdrängen lassen.
Leider ist es aber so, zwei Teilzeit bringt nix ein, einer Teilzeit arbeitet eigentlich nur für die Kosten arbeiten gehen zu dürfen.

Ich würde nie mit einem Mann eine Familie gründen, der mit mir nicht gemeinsame Sache machen will.
In der Praxis sieht das nämlich oftmals so aus: Frau ist Mutter und die Hauptverantwortliche für die Familie.
Heißt im Klartext, sie kann ihrer Karriere eben nicht so nachgehen.
Ein Mann der das ignoriert und mich damit alleine lässt ist fehl am Platze.
Manage die Familie und sieh zu wie du fertig wirst.
Dazu brauche ich keinen Mann.
Das Leben mit Kindern und überhaupt ist so vielfältig.
Im Idealfall stecken beide Partner temporär zurück und übernehmen Familienaufgaben, das setzt aber langfristige Planung und Ziele voraus - und Vertrauen.
Familiensachen lassen sich leider auch nicht so leicht händeln.

Ach so, mit Sozialplan meinte ich keine Abszocke und schon gar nicht lebenslang...
Noch sind wir nicht bei moslemischen Verhältnissen wo es reicht wenn der Mann dreimal sagt: ich verstosse dich, oder?
Würde dir das besser gefallen?
Mein Mann und ich hatten übrigens einen Betrieb und da war meine Präsenz am Telefon wichtig, das hab ich nebenbei gemacht.

Fühl bitte auch du dich nicht von mir angegriffen.
Ich kenne weder dich noch deine Lebenssituation, aber,du wärst auch nicht der erste Mann oder Frau der plötzlich gerne in Familie macht. Warum "halst" man sich das auf? Ein bisschen ist es wie früher Mutter, Vater, Kind spielen, nur in echt.
Wenn es einem gelingt, die Kleenen in Geborgenheit und ohne unnötige Hetze aufwachsen zu lassen vergisst mans nie.
Meine Mutter war ihrer Zeit voraus und immer berufstätig.
Für uns Kinder sahs dann so aus, mal bei der netten Frau mal bei ner anderen untergebracht. Es war nicht unser Zuhause und ein bisschen kam ich mir vor wie bestellt und nicht abgeholt.

Trotzdem befürworte ich die Entwicklung, Unterbringsplätze für Kinder zu schaffen. Aber, bitte nicht nur auf Papier.
Elter müssen auch ihre Kinder gut betreut wissen, in kleinen überschaubaren Gruppen.

Das Wichtigste finde ich, zu seinen Entschlüssen stehen zu können, egal wieviel nun finanziell für mich dabei herauskommt.
Was sind solche Sorgen im Vergleich dazu, wenn ich mir ein Leben lang Sorgen und Vorwürfe machen müsste, bei meinen Kindern versagt zu haben.
LG die Virusgrippe

Inaktiver User
21.08.2008, 14:25
Irgendwie schade, finde ich. Liegt es gar am nicht loslassen können der Frau, oder möchte Dein Mann etwa gern selbst in einem Schweinestall leben? Würde er vielleicht erst etwas merken und tun, wenn er es für notwendig erachten würde? Einfach mal machen und laufen lassen und ihm dabei so einiges zutrauen und zumuten? Könnte das vielleicht helfen?



Lag bei mir definitiv niemals nicht daran... :smirksmile: ...

reiner
22.08.2008, 08:16
Rainer,
Ich würde nie mit einem Mann eine Familie gründen, der mit mir nicht gemeinsame Sache machen will.
LG die Virusgrippe
Völliges Mißverständnis.
Ich rede ja gerade davon, dass beide gemeinsame Sache machen. Keiner muss in Familie machen, aber wenn es beide wollen, dann richtig.

Gestern habe ich die Werbung einer Versicherung gesehen.

Sie: "Ich habe geträumt du wärst vor Schreck gestorben und wir nicht versichtert"

Da kann ich nur sagen: Die beste Versicherung für jede/n ist selbst genug zu verdienen.

Liebe Grüße und ein entspanntes WE
reiner

Inaktiver User
23.08.2008, 11:15
Rainer,
die Werbung gefällt mir auch immer so gut.

Weißt du wie es in der Praxis oft aussieht?

Es muss Geld rein kommen.
Das Alleinverdiener-Modell ist nun mal das rentabelste.

Der Alltag muss gemanagt werden, die Kinder sind nie scheibchenweise krank sondern meist spontan.
Da gehen dann irgendwann die besten Vorsätze und Illusionen über Bord.
Theoretisch müsste sich derjenige der mehr in Familie macht und beruflich zurück steckt etwas Schriftliches vom Partner geben lassen oder sie schliessen eine Versicherung ab.

Wer macht das aber am Anfang einer Beziehung - und schon gar nicht wenn du ein niegelnagelneues Baby im Wagen hast.

Ich hab früher auch anders geredet, geschrieben und argumentiert.
In einer Beziehung passiert Veränderung, keiner bleibt so wie er war oder völlig autonom - und das ist auch gut.

Eine glückliche Beziehung beinhaltet auch den Wunsch füreinander zu sorgen.
Zugegebenermassen finde ich es immer besser wenn beide Partner nicht zu lange pausieren, über ein eigenes selbst verdientes Einkommen verfügen.

Letzeres ist nämlich am Schwierigsten.
Nicht nur über Einkünfte zu verfügen sondern auch nie die Fähigkeit verlieren sich welche selbst verdienen zu können.

Last but not least: dein Vorschlag setzt die Vollbeschäftigung voraus.
Ach, mir fiele noch so viel ein.
Was ist wenn einer beruflich umziehen muss etc.......
Meist bleibt eben eine Karriere oder sagen wir mal Tätigkeit auf der Strecke.
LG die Virusgrippe

Lisa_S
25.08.2008, 07:40
Heho

Klinke mich wieder in die Diskussion ein. Also eins muss ich jetzt sagen, denn das hätte mich um ein Haar fassunglos gemacht :zwinker:

Lieber rainer, definierst Du eigentlich "Hausfrau/Hausmann" oder nicht übers Gehalt??? :ooooh: Huch, was sind dann die "working poor"? Schmarotzer? Alles Hausfrauen und Hausmänner?

Sorry: Deine Definition übers Gehalt find ich einfach nur @#°@#! :grmpf:

Weil: Es gibt viele Menschen, die arbeiten Vollzeit und je länger je weniger können von ihrem Gehalt leben. Leider :zahnschmerzen: Ausserdem möchte ich unbedingt einen Faktor betonen, der nicht ganz unwichtig ist. Emanzipation schön und gut. ABER: Hey, FINDE erst mal einen Job, hm? :zwinker: Wird immer schwerer, die Gehälter sinken, die Preise steigen.

Dein Emanzipationsmodell find ich in Ordnung, jedem das Seine, aber inzwischen, bei der heutigen Wirtschaftslage leider herzlich wenig realistisch. Ausserdem: Wenn kleine Kinder da sind - das ist meine pers. Meinung - sollte man schon für sie da sein. Mutter oder Vater, egal, Teilzeitdazuverdiener(-in), dafür aber für die Kinder da. Ich bin diesbezüglich sehr konservativ und kann und will das beide-Eltern-Vollzeit-Kind-in-der-Krippe-Modell nicht befürworten!

Von Emanzipation sind wir nicht nur bezüglich Wirtschaft weit entfernt (nicht genug Jobs!), sondern auch bezüglich Einstellung. Emanzipation bedeutet "Gleichberechtigung", ja? - Und solange es nicht Mann und Frau freisteht, über sein eigenes Leben frei zu entscheiden ohne gleich schief angeguckt zu werden, gibt es keine Emanzipation!

Viele Leute haben das Wort einfach missverstanden: "Emanzipation = Mann und Frau MÜSSEN Vollzeit arbeiten", viele Leute in der heutigen Zeit definieren sich über Job und Geld und Gehalt, Haben und Besitzen.

Traurig. Mir tun diese Leute einfach nur leid. :zahnschmerzen:

Aber jedem das Seine. Nix für Ungut. :blumengabe:

Oooh, Peee Esss: In Deutschland und in so manch anderem europäischen Land wäre ich übrigens "emanzipiert" (dort reicht mein Einkommen, um zu leben) in der Schweiz, wo wir zur Zeit leben, aber bin ich also "Hausfrau" :freches grinsen: Wie geht das jetzt auf? :freches grinsen: :zwinker:

reiner
25.08.2008, 08:31
Heho
Lieber rainer, definierst Du eigentlich "Hausfrau/Hausmann" oder nicht übers Gehalt??? :ooooh: Huch, was sind dann die "working poor"? Schmarotzer? Alles Hausfrauen und Hausmänner?

Sorry: Deine Definition übers Gehalt find ich einfach nur @#°@#! :grmpf:

Hallo Lisa, das ist keine Definition über die Höhe des Einkommens, sondern über die ökonomische Unabhängigkeit. Diese Alleinernährermodell funktioniert ja auch überwiegend erst ab "Mittelstand", weil für diese "Arbeitsteilung" ein Mindestgehalt nötig ist, sonst müssen beide arbeiten.

Ich definiere das nicht alleine so, wenn du mal den Anfang dieses threads liest. Frauen aus der ökonomischen Abhängigkeit zu holen, war der Anfang der modernen Emanzipationsdebatte.

Das verstehe ich allerdings anders, als der Ehefrau ein angemessenes Taschengeld zu zahhlen (siehe diese "moderne" Brigitte-Forderung Anfang der 70iger) oder für sie ein Versicherung abzuschließen.


Oooh, Peee Esss: In Deutschland und in so manch anderem europäischen Land wäre ich übrigens "emanzipiert" (dort reicht mein Einkommen, um zu leben) in der Schweiz, wo wir zur Zeit leben, aber bin ich also "Hausfrau" :freches grinsen: Wie geht das jetzt auf? :freches grinsen: :zwinker:

Ist doch ganz richtig. Dort wo du von deinem Gehalt nicht leben kannst, du einen (Haupt-)Ernährer brauchst, bist du nicht emanzipiert.


Eine glückliche Beziehung beinhaltet auch den Wunsch füreinander zu sorgen.
Zugegebenermassen finde ich es immer besser wenn beide Partner nicht zu lange pausieren, über ein eigenes selbst verdientes Einkommen verfügen.
In der Not ja, aber nicht als lebenslanges Modell. Ein Beziehung ist bestimmt nicht dadurch glücklich, dass einer den anderen versorgt. Liebst du deinen Mann mehr, weil der Lohn nach Hause bringt? Das war mal so in der Generation 60plus. "Er war ein guter Mann, er war nie arbeitslos" :knatsch:
Grüße

Max
25.08.2008, 09:04
Diese Alleinernährermodell funktioniert ja auch überwiegend erst ab "Mittelstand", weil für diese "Arbeitsteilung" ein Mindestgehalt nötig ist, sonst müssen beide arbeiten. als ich vor gefühlten 100 Jahren von zu Hause ausgezogen bin hatte ich ein Netto von etwa 1200 DM... davon konnte ich mir eine nette 60 qm Wohnung leisten, bin fast täglich mit Freunden unterwegs gewesen... und so ganz nebenbei auch einen funkelnagelneuen Kleinwagen finanzieren...

heute habe ich Netto weeeeit mehr als das doppelte zur Verfügung... gut ok... die Wohnung hat 1 Zimmer mehr, weil sie ja für 3 Personen reichen muß... und im Gegensatz zu damals leiste ich mir einen Fernseher, Internet... ach ja... und 2 Kinder... :smile:

... aber an einen neuen Kleinwagen brauche ich nicht einmal denken... :knatsch:

was ich damit sagen will... mit dieser "Frau soll unbedingt arbeiten damit sie unabhängig ist"... emanzipiert eben(!) wird meiner Meinung nach geschickt davon abgelenkt, dass die Lebenshaltungskosten steigen und steigen...

reiner
25.08.2008, 09:04
Ich habe meine Prinzipien (Emanzipation u wirtschaftl. Unabhängigkeit!) über Bord geworfen! Jawohl. Weil ich nicht mein Leben lang in einem ungeliebten Angestelltenjob "versauern" will. Weil ich lieber glückliche Freiberuflerin, Dazuverdienerin und "Hausfrau" bin als unglückliche Angestellte. Weil ich nie nie nie nie und nimmer wieder mit "Bauchschmerzen" zur Arbeit gehen will (dies hab ich jahrelang getan und es war die Hölle!). Ich will nie mehr Sonntagabends in Depressionen verfallen, weil es mir vor dem Montag schon schrecklich graut.

Kann ich gut verstehen, aber was machst du, wenn dein Mann das auch so sieht? Wer macht dann den Hauptverdiener?

Lisa_S
25.08.2008, 10:40
reiner, mich stört es nicht, dass Du mich als "nicht emanzipiert" bezeichnest. Ich bin lieber "nicht emanzipierte" Freiberuflerin (übrigens: Mein Einkommen schwankt, also bin ich an manchen Monaten emanzipiert und an manchen nicht? *lol*:freches grinsen:) als todunglücklich in irgendeinem Brotjob, bloss um von anderen als "emanzipiert" angesehen zu werden? Nö danke.


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.


Hauptsache beide Partner sind einverstanden und mit ihrem Lebensmodell glücklich. Ob emanzipiert oder nicht, darauf kann man doch echt sch@#°


reiner, Schade, dass Du nicht auf mein Argument "Wirtschaftslage" eingegangen bist. Einen Job finden ist nämlich alles andere als leicht in der heutigen Zeit.

Ich habe in einen früheren Posting schon erwähnt, dass ich eigentlich die Hauptverdienerin sein wollte. Es hat so so ergeben, dass mein Mann zuerst einen Job fand, der ihm gefällt und ich hunderte von Bewerbungen schrieb und froh war, überhaupt eine Antwort zu erhalten (und wenn ich eine erhielt, war es ne Absage). Da ich sehr gerne in dieser Branche arbeite und weiterhin dies tun wollte, entschied ich mich fürs Freiberuflertum. Mein Mann war voll damit einverstanden, dass ich vorübergehend etwas "brotlos" sein werde, dafür jedoch den ganzen Haushalt übernehme. Find ich eine faire Vereinbarung. Wie es in einigen Jahren aussehen wird, das wird sich zeigen. Drei Jahre habe ich mir Zeit gegeben, um als Freiberuflerin einigermassen genug zu verdienen. Wenns nicht klappt: Tja, dann werd ich mir auch nen Job suchen, dies jedoch im Ausland. Weil: In Deutschland u. Schweiz einen Job finden und dies mit wenig Berufserfahrung (und das noch als Frau im "gebärfähigem" Alter mit ausländischem Namen)? - So wahrscheinlich wie im Casino den Jackpot zu knacken oder im Lotto zu gewinnen. Ein Glücksspiel.

Mein Mann war übrigens selbst eine Zeit lang "Dazuverdiener" und ich die Hauptverdienerin. Damals "lag er mir auf der Tasche" und nun ist es umgekehrt. :zwinker:

Lisa_S
25.08.2008, 10:57
Noch eine persönliche Anmerkung:

Emanzipation? - Verlogenes Geschwätz!

Alle reden von "Emanzipation". Aber wieviele Frauen finden wir in Führungspositionen?
Wieviele Arbeitgeber bevorzugen lieber einen männlichen Angestellten und denken bei weiblichen Bewerberinnen heimlich "Die wird doch eh schwanger, dann will sie Teilzeit oder bleibt zu Hause"? - Wieviele Unternehmen sind familienfreundlich? Wieviele Unternehmen bieten berufsunerfahrenen Leuten feste Stellen an?
Weshalb gehen so viele Deutsche ins Ausland?

@Max: Bravo! :schild genau: Nicht nur: Sondern da wird gross geschwatzt "Frau soll arbeiten und emanzipiert sein" aber wer bietet ihr Stellen an??? - hm??? Wo sind die Jobs???? hm???? Wie war das doch nochmal mit der Arbeitslosenquote?? :zwinker: Grosses "Frauen willkommen" -Geschwätz und dann: Wer wird befördert? Natürlich ein Mann, denn die Frau "könnte ja schwanger werden und dann.....".

Mein Mann und ich wollten auch "emanzipiert" sein, wir haben beide genau die gleiche Ausbildung, wir haben dieselben Qualifikationen (exakt!). Wir sind beide ehemalige Mobbingopfer und haben den ungeliebten Job an den Nagel gehängt. ER fand 2 Monate später wieder einen anspruchsvollen, interessanten Job. Währenddessen liess ich mich sogar noch umschulen und kann sogar nun in zwei Branchen (beides Wunschberufe!) tätig sein. Zig Bewerbungen - Absagen, Absagen, Absagen und nochmals Absagen. (Falls ich überhaupt eine Antwort gekriegt hatte!).
Bin also Freelancerin und vorübergehend eben "nicht emanzipiert" *lol* :zwinker: ......(sofern man dies an der Höhe des Einkommens definiert, womit ich nicht einverstanden bin).

kleinenellie
25.08.2008, 11:23
Noch eine persönliche Anmerkung:

Emanzipation? - Verlogenes Geschwätz!

Alle reden von "Emanzipation". Aber wieviele Frauen finden wir in Führungspositionen?
Wieviele Arbeitgeber bevorzugen lieber einen männlichen Angestellten und denken bei weiblichen Bewerberinnen heimlich "Die wird doch eh schwanger, dann will sie Teilzeit oder bleibt zu Hause"? - Wieviele Unternehmen sind familienfreundlich? Wieviele Unternehmen bieten berufsunerfahrenen Leuten feste Stellen an?
Weshalb gehen so viele Deutsche ins Ausland?

@Max: Bravo! :schild genau: Nicht nur: Sondern da wird gross geschwatzt "Frau soll arbeiten und emanzipiert sein" aber wer bietet ihr Stellen an??? - hm??? Wo sind die Jobs???? hm???? Wie war das doch nochmal mit der Arbeitslosenquote?? :zwinker: Grosses "Frauen willkommen" -Geschwätz und dann: Wer wird befördert? Natürlich ein Mann, denn die Frau "könnte ja schwanger werden und dann.....".

Mein Mann und ich wollten auch "emanzipiert" sein, wir haben beide genau die gleiche Ausbildung, wir haben dieselben Qualifikationen (exakt!). Wir sind beide ehemalige Mobbingopfer und haben den ungeliebten Job an den Nagel gehängt. ER fand 2 Monate später wieder einen anspruchsvollen, interessanten Job. Währenddessen liess ich mich sogar noch umschulen und kann sogar nun in zwei Branchen (beides Wunschberufe!) tätig sein. Zig Bewerbungen - Absagen, Absagen, Absagen und nochmals Absagen. (Falls ich überhaupt eine Antwort gekriegt hatte!).
Bin also Freelancerin und vorübergehend eben "nicht emanzipiert" *lol* :zwinker: ......(sofern man dies an der Höhe des Einkommens definiert, womit ich nicht einverstanden bin).


Lisa, du musst dich nicht rechtffertigen. So wie ihr das hinbekommt, so ist es für euch beide gut und da hat kein anderer reinzuquatschen.:blumengabe: :blumengabe:

Die Frage nach Jobs, bzw. gut bis hochbezahlte Arbeitstellen haben hier schon mehrere gestellt.
In einer Zeit mit derartig hohen Arbeitslosenzahlen, wo hochqualifizierte Menschen auf der Straße sitzen (auch Männer, man soll es nicht fassen :knatsch: ) ist diese Frage auch legitim.
Antworten sind bis jetzt von keinen gekommen.
Und was die Kinderbetreuung betrifft, da wurde dann halt gemeint, sollen sich DIE FRAUEN (ich liebe diese verallgemeinerung :knatsch: :knatsch: ) doch gefälligst selbst darum kümmern
Also kann man sich eigentlich die Spucke sparen

Lisa_S
25.08.2008, 11:40
Lisa, du musst dich nicht rechtffertigen. So wie ihr das hinbekommt, so ist es für euch beide gut und da hat kein anderer reinzuquatschen.:blumengabe: :blumengabe:

Die Frage nach Jobs, bzw. gut bis hochbezahlte Arbeitstellen haben hier schon mehrere gestellt.
In einer Zeit mit derartig hohen Arbeitslosenzahlen, wo hochqualifizierte Menschen auf der Straße sitzen (auch Männer, man soll es nicht fassen :knatsch: ) ist diese Frage auch legitim.
Antworten sind bis jetzt von keinen gekommen.
Und was die Kinderbetreuung betrifft, da wurde dann halt gemeint, sollen sich DIE FRAUEN (ich liebe diese verallgemeinerung :knatsch: :knatsch: ) doch gefälligst selbst darum kümmern
Also kann man sich eigentlich die Spucke sparen

Liebe kleinenellie

Du hast Recht. DU bist bisher die Einzige, welche auf mein Argument "Wirtschaftslage" überhaupt eingegangen ist. Ich war früher auch so eine fast vehemente Befürworterin der "Emanzipation".....bis ich feststellte: HALLÖCHEN? - Bei DEN Arbeitslosenzahlen???? Wie lässt sich die "Emanzipation" überhaupt realisieren? -
Ich selbst habe auch Uniabschluss und bin promoviert. Mit zwei Zusatzausbildungen, beherrsche vier Sprachen fliessend. Und konnte damals - vor meiner Freelancer-Zeit - froh sein, hab ich auf meine zig Hundert Bewerbungen überhaupt eine Antwort gekriegt. (Die meisten blieben unbeantwortet).
Natürlich strebe ich bis heute nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit.......aber ist eben schwierig......hm. :knatsch: :zahnschmerzen:

Ich hoffe, meine Geschichte bringt die grossen "Emanzipations"-Befürworter und "Frauen sollen arbeiten"-Proklamierer ein wenig zum nachdenken.

kleinenellie
25.08.2008, 12:24
Liebe kleinenellie

Du hast Recht. DU bist bisher die Einzige, welche auf mein Argument "Wirtschaftslage" überhaupt eingegangen ist. Ich war früher auch so eine fast vehemente Befürworterin der "Emanzipation".....bis ich feststellte: HALLÖCHEN? - Bei DEN Arbeitslosenzahlen???? Wie lässt sich die "Emanzipation" überhaupt realisieren? -
Ich selbst habe auch Uniabschluss und bin promoviert. Mit zwei Zusatzausbildungen, beherrsche vier Sprachen fliessend. Und konnte damals - vor meiner Freelancer-Zeit - froh sein, hab ich auf meine zig Hundert Bewerbungen überhaupt eine Antwort gekriegt. (Die meisten blieben unbeantwortet).
Natürlich strebe ich bis heute nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit.......aber ist eben schwierig......hm. :knatsch: :zahnschmerzen:

Ich hoffe, meine Geschichte bringt die grossen "Emanzipations"-Befürworter und "Frauen sollen arbeiten"-Proklamierer ein wenig zum nachdenken.

Wäre schön.
Vor allem, wenn mal wirklich überdenkenswerte Vorschläge von eben diesen kommen würden.
Bis jetzt lese ich nur Verallgemeinerungen.

Lisa_S
25.08.2008, 12:37
Wäre schön.
Vor allem, wenn mal wirklich überdenkenswerte Vorschläge von eben diesen kommen würden.
Bis jetzt lese ich nur Verallgemeinerungen.

Ich auch. Lese nur von "faulen Hausfrauen" und "nicht emanzipierten Teilzeitbeschäftigten" und "Freelancerinnen, die auf Kosten ihrer Männer ihrem Spassberuf nachgehen".

Auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation und WARUM manche Vollzeithausfrauen/Teilzeit arbeiten/Freelancer sind wird in keinem Wort eingegangen. Alle sind so und so, faul zum arbeiten. Punkt. :zahnschmerzen:

Und ich mutmasse :zauberer:, das sind genau dieselben Selbstständigen (Unternehmer), die keinem Berufs-unerfahrenen, keiner Mutter, die Teilzeit möchte, keinem über 40 und keiner Wiedereinsteigerin nur einen Hauch einer Chance auf einen Job geben.

Satyr
25.08.2008, 13:00
Also wenn ich die letzten Arbeitslosenzahlen richtig im Kopf habe, sind weit mehr Männer arbeitslos gemeldet als Frauen.

Zu Frauen in Führungspositionen, wird in einem anderen Thread diskutiert, das es oft auch nicht genug Frauen gibt, die dies WOLLEN. Das passt ja auch zu der hier vertretenen Meinung, das einige Frauen lieber "angenehm" leben anstatt sich in einem 60 Stunden aufwärts Job abzurackern.
Das heisst aber nicht, das die Möglichkeiten nicht da sind.

Rainer hat eine interessante Frage gestellt: Was wenn der Mann für Sich das alles genauso sieht? Wo kommt das Geld dann her?

Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn Frauen sagen das sie halt lieber zuverdiener sind, die ganzen Jobs ja nicht da sind und es überhaupt ein komsicher Anspruch sei, wenn man möchte das Frauen sich selbst finanzieren können - umgekehrt ist es aber genau das, was vom Mann erwartet wird.
Da ist egal, das es viele arbeitslose und wenig Stellen gibt. Es ist egal, das er sich da einen Job antut der ihn vielleicht nicht voll erfüllt usw. usw. usw...

Warum soll für Frauen nicht das gleiche gelten wie für Männer? Oder besser noch.. warum soll für Männer nicht das gleiche gelten wie für Frauen?
Dürfen Männer sich auch darauf zurück ziehen weniger zu arbeiten, von einer Frau teilfinanziert zu werden, weil es die Jobs für Männer ja eh nicht gibt?

Lisa_S
25.08.2008, 13:07
Also wenn ich die letzten Arbeitslosenzahlen richtig im Kopf habe, sind weit mehr Männer arbeitslos gemeldet als Frauen.

Zu Frauen in Führungspositionen, wird in einem anderen Thread diskutiert, das es oft auch nicht genug Frauen gibt, die dies WOLLEN. Das passt ja auch zu der hier vertretenen Meinung, das einige Frauen lieber "angenehm" leben anstatt sich in einem 60 Stunden aufwärts Job abzurackern.
Das heisst aber nicht, das die Möglichkeiten nicht da sind.

Rainer hat eine interessante Frage gestellt: Was wenn der Mann für Sich das alles genauso sieht? Wo kommt das Geld dann her?

Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn Frauen sagen das sie halt lieber zuverdiener sind, die ganzen Jobs ja nicht da sind und es überhaupt ein komsicher Anspruch sei, wenn man möchte das Frauen sich selbst finanzieren können - umgekehrt ist es aber genau das, was vom Mann erwartet wird.
Da ist egal, das es viele arbeitslose und wenig Stellen gibt. Es ist egal, das er sich da einen Job antut der ihn vielleicht nicht voll erfüllt usw. usw. usw...

Warum soll für Frauen nicht das gleiche gelten wie für Männer? Oder besser noch.. warum soll für Männer nicht das gleiche gelten wie für Frauen?
Dürfen Männer sich auch darauf zurück ziehen weniger zu arbeiten, von einer Frau teilfinanziert zu werden, weil es die Jobs für Männer ja eh nicht gibt?

Satyr, es gibt viele MENSCHEN (m&w), die lieber "angenehm" (also 40 Std. Woche und weniger) leben, als sich in einem 60 Std. Job abzurackern. Und dies sind die meisten: ob Mann, ob Frau. Manche Leute arbeiten, um zu leben und wollen nicht leben, um zu arbeiten.

Antwort: Wenn mein Mann das genau so sieht und auf Teilzeit reduziert kommt das Geld genau so von beiden Seiten her, denn auch DANN reicht es noch.

Nun, Satyr, Du hast jetzt wunderschön alle "DazuverdienerInnen" verurteilt, wir sind ja alles eh nur faule, nicht wahr? Dann gut. Dann schreite zur Tat und gib mir, so einer faulen Dazuverdienerin, die bereits hunderte von erfolglosen Bewerbungen geschrieben hat, ne Chance, in Deinem Unternehmen. Wie wärs damit, hm? :zwinker:

Antwort auf Deine letzten Fragen: EIN KLARES JA! Gleiche Rechte für beide! Natürlich darf auch der Mann Dazuverdiener sein, warum nicht?

Sorry, dass ich jetzt auch noch mit diesem Sch@#°argument kommen muss, aber ich habe irgendwie den Eindruck, dass Satyr einfach neidisch ist auf alle, die mehr Freizeit haben als er oder sie (weiss gar nicht, bist Du m oder w?). Während Satyr sich in seinem/ihren Frustjob 60 Std. die Woche abrackern muss, können es sich manche Menschen eben leisten, "nur faule DazuverdienerInnen" zu sein :zwinker: Übrigens soll dies doch auch für Männer gelten, oder? :zwinker:

Das Ziel von meinem Mann und mir, also von UNS BEIDEN, ist es tatsächlich, nicht 50 Stunden die Woche schuften zu müssen, denn das haben wir schon über Jahre hinweg gemacht. WIR suchen ständig konstruktiv nach Lösungen. Denn: Materiell verzichten können wir locker, kein Problem. Das, was wir haben, reicht uns. Mehr brauchen wir nicht. Nur WIR BEIDE mögen eben die Freizeit :zwinker: Mein Mann wird tatsächlich nicht bis 65 vollzeit schuften müssen, .....wir haben da unsere Pläne :zwinker: .....

Jaaaa Jaaaaaaa, wiiiiiiiir faulen FRAUEN ....wir faulen Säcke...schlimm schlimm :freches grinsen: :zwinker: *lol*

Satyr
25.08.2008, 13:17
Nun, Satyr, Du hast jetzt wunderschön alle "DazuverdienerInnen" verurteilt, wir sind ja alles eh nur faule, nicht wahr? Dann gut.


Nö. Das habe ich weder so gesagt, noch so gemeint. Wenn ich sehe wieviele Männer sich aufgrund ihrer Arbeitslast irgendwann dem Alkohol hingeben oder von der Brücke springen, ist das Zuverdienersein wohl das intelligenteste was man machen kann.
Mich stört nur immer diese "Selbstverständlichkeit", mit der damit umgegangen wird. Denn dieses Modell ist etwas, was man sich leisten können muss. In den meisten Fällen kann Frau sich dies aber tatsächlich nur leisten, wenn der Mann das ermöglicht.
Finde ich ja auch ok, wenn beide damit einverstanden sind. Nur sollte man sich halt bewusst sein, das diese Möglichkeit keine Selbstverständlichkeit ist und viele Menschen (meist Männer) diese Möglichkeit nicht haben.

Dann mit Argumenten wie "ich finde doch eh keine Stelle, gibt ja so viele Arbeitslose" zu kommen, finde ich merkwürdig, wenn ich eben sehe das die meisten arbeitslos gemeldeten Menschen männlich sind. Das passt für mich dann irgendwie nicht zusammen.



Dann schreite zur Tat und gib mir, so einer faulen Dazuverdienerin, die bereits hunderte von erfolglosen Bewerbungen geschrieben hat, ne Chance, in Deinem Unternehmen. Wie wärs damit, hm? :zwinker:


Jemand der so auftritt, würde von mir keinerlei Chance bekommen. Egal ob männlich oder weiblich. Ich weiss das es schwierig ist auf dem aktuellen Arbeitsmarkt, das ist keine Frage. Aber das ist es eben für Männer und Frauen gleichermaßen, das ist kein Frauending auf das Frau sich zurückziehen kann.
Was einen Job bei mir angeht.. da werden halt hohe Qualifikationen im IT Bereich für gebraucht. Wenn Du diese hast, kann man sich gern mal unterhalten. Aber ich gehöre auch zu denen, die niemanden einstellen der unqualifiziert ist. Das liegt aber schlicht daran, das ich für die Person dann keinen Aufgabenbereich hätte.



Antwort auf Deine letzten Fragen: EIN KLARES JA! Gleiche Rechte für beide! Natürlich darf auch der Mann Dazuverdiener sein, warum nicht?

Weil von zwei Zuverdienergehältern nur selten eine komplette Familie (mit 1-2 Kindern) ernährt werden kann. In welchen Zuverdienerjob verdient man genug Geld dafür?

Lisa_S
25.08.2008, 13:31
Dann mit Argumenten wie "ich finde doch eh keine Stelle, gibt ja so viele Arbeitslose" zu kommen, finde ich merkwürdig, wenn ich eben sehe das die meisten arbeitslos gemeldeten Menschen männlich sind. Das passt für mich dann irgendwie nicht zusammen.


Ich weiss nicht, wo Du diese Statistik her hast, aber da gilt es zu hinterfragen und zu definieren. Erstens: Arbeitslos gilt, wer beim Arbeitsamt gemeldet ist und sich um eine Arbeit bemüht. Ich kenne viele Frauen, die nach zig erfolglosen Bewerbungen beschlossen haben, Vollzeithausfrau zu werden, darunter meine "faule, nutzlose" Mutter, :zwinker:, die nach über 30 Jahren Arbeit entlassen wurde und sich wohl mit 59 Jahren damals "nicht genug um eine Arbeit bemüht hat". Ist wohl eben einfach zu faul, nicht wahr? :zwinker: Ja, jetzt ist sie so eine "faule Hausfrau" :zwinker: (Inzwischen so ne "faule Rentnerin"). :zwinker:

Meine Schwägerin war langzeit-arbeitslos. Sie fand dann endlich endlich eine Stelle. Sie kriegte 50%, aufgrund ihrer Ausbildung war ihr Gehalt entsprechend niedrig. So eine faule, unemanzipierte Kuh, aber auch! :zwinker: Die "faule Kuh" war überglücklich hat sie überhaupt eine Stelle gekriegt. Auch wenn dies nur halbzeit war. Dann Umstrukturierung, Entlassung. Sie ist jetzt Hausfrau. Schlimm, schlimm. So eine faule Frau! :aetsch:

Dachte ich mir doch, dass Du so arrogant bist. "Jemand, der so auftritt würde keine Chance bekommen": faule Ausrede, grosskotzig schwatzen, aber dann den Schw@#° einziehen. Genau das dachte ich mir doch.

Jemand, der andere Menschen so über einen Kamm schert und verurteilt, sorry......der/die ist es doch gar nicht Wert, dass ich mit ihm/ihr weiter diskutiere......

Schönen Frust-Arbeitstag (Du scheinst sehr frustriert zu sein mit Deinem Job) noch :aetsch:

wünscht Dir eine faule Freelancerin :blumengabe:

AUS, ENDE, BASTA! :grmpf:

Satyr
25.08.2008, 13:49
@Lisa_S

Sagmal gehts noch?
Mit mir kann man auch völlig normal diskutieren, das muss doch nicht so abgleiten.
Ich habe weder Dich, noch sonstwen hier als faul oder nutzlos bezeichnet. Also lass diese Unterstellungen doch einfach sein und diskutiere mit mir über die Dinge, die ich tatsächlich geschrieben habe.

Das was Du beschreibst, ist natürlich nicht schön. Aber es ist kein "Frauending". Männern die über 40 sind, haben genauso Probleme eine Stelle zu finden. Männer die über keine/wenig Qualifikation verfügen, haben exakt die gleichen Probleme.
Sie bemühen sich genauso wie Du es beschreibst, haben aber oft genausowenig Chancen. Sie sind deshalb genausowenig faul oder nutzlos, wie es Deine Mutter ist.
Das Problem ist nur, das Männer meist gar nicht die strukturelle Möglichkeit haben zu sagen "Gut, dann eben nicht. Jetzt werde ich Hausmann". Das wäre eben nur möglich, wenn jemand anders dieses Leben finanziert. Ohne Geld geht das leider nicht. Aber Männer finden nunmal meist keine Frau, die ihnen ein Hausamannsleben finanzieren würde. Also gibt es da keine Entscheidung das mit der Arbeitssuche sein zu lassen. Sie müssen weiter machen und ackern sich irgendwann in 1€ Jobs ab.

Wer die Möglichkeit hat dieser Mühle zu entgehen, macht meiner Meinung nach etwas sehr intelligentes.
Es kann nur einfach nicht jeder - leider.




Dachte ich mir doch, dass Du so arrogant bist. "Jemand, der so auftritt würde keine Chance bekommen": faule Ausrede, grosskotzig schwatzen, aber dann den Schw@#° einziehen. Genau das dachte ich mir doch.


Das hat nichts mit arroganz zu tun. Ich gebe tatsächlich niemandem eine Chance, der meint auf die Tränendrüse drücke zu müssen. Ich weiss, das ein Leben als arbeitsloser schei**e ist. Ich weiß das es enorm schwierig ist. Das muss man mir nicht extra sagen, schon gar nicht als Argument warum ich jemanden einstellen sollte.
Ein Argument jemanden einzustellen, sollte darin bestehen das ich in meiner Firma dadurch einen Nutzen habe. Stelle DAS heraus, welchen Nutzen ich dadurch habe und das mit der Chance wird einfacher. Aber ein "ich bin sooo lange arbeitslos, ich habe sooo viele Bewerbungen geschrieben und keiner will mich :(" ist für mich kein Argument. So geht es leider tausenden von Leuten in Deutschland und dieses Argument sagt mir nicht, warum ich DIR eine Chance geben sollte und nicht all den anderen.
Das ist weder böse, noch arrogant gemeint. Aber wenn ich einen Lohn zahle, will ich dafür einen Gegenwert. Das dürfte klar sein. Und über diesen Gegenwert, kann man sich profilieren.



Jemand, der andere Menschen so über einen Kamm schert und verurteilt, sorry......der/die ist es doch gar nicht Wert, dass ich mit ihm/ihr weiter diskutiere......


Du meinst sojemand wie Du, der mich erstmal in die Schublade der beschissenen und arroganten Arbeitgeber gepackt hat? :blumengabe:



Schönen Frust-Arbeitstag (Du scheinst sehr frustriert zu sein mit Deinem Job) noch :aetsch:


Nö. Ich liebe meinen Job, sonst hätte ich mich schon zur Ruhe gesetzt.

Lisa_S
25.08.2008, 14:05
Ah okay, sachlich....sehr gerne.

Also: Ich könnte und hätte meinem Mann ein "Hausmannsleben" sehr gerne "finanzieren" wollen. Hab ich in einem früheren Posting schon geschrieben. Leider spielt das Leben eben nicht immer mit und es kommt oft anders, als geplant. ER fand den Job, der ihn glücklich macht, er macht ihn sehr gerne, toller Chef, tolle Kollegen.

Ja, es ist richtig, nicht jeder kann der Mühle entgehen und viele Menschen schmieden konstruktiv Pläne, wie sie es etwas später dann doch tun werden. Zum Beispiel: Ins Ausland gehen....Frührente.....usw. Darunter sind auch viele MÄNNER :zwinker:

Wer sagt, dass jemand wie ich für den Lohn keinen Gegenwert leisten würde? Ich bin sehr motiviert, jedoch keine IT-Frau, sondern Naturwissenschaftlerin und Schreiberling. Ich bin nicht arbeitslos, sondern "brotlose Freelancerin", auf der Suche nach einer Teilzeitanstellung, damit mein Gehalt, zusammen mit dem Freelance eben reicht. Und dort liegt der Hund eben begraben und ....wie gesagt....hunderte Bewerbungen. Es frustriert mich daher, weil ich promoviert hab, vier Sprachen fliessend beherrsche und zwei Zusatzausbildungen hab. Also nicht übel ausgebildet bin. Und wozu hab' ich all meine Ausbildungen gemacht????? Damit keiner mich will?????? - Klasse!
Nun, nach dem Jammern kommen natürlich die Taten......mein Mann und ich versuchen im Ausland unser Glück. Bis dahin bin ich eben leider "nur eine faule Dazuverdienerin" :zwinker:

Nun, wie gesagt: Bezüglich Teilzeit- und Dazuverdienen oder Hausfrau/Hausmann hatten manche Leute eben Glück oder Pech. Manche Leute erben. Manche haben es sich erarbeitet. Manche sind es gezwungenermassen.

Ich will einfach ganz stark zu bedenken geben, dass nicht alle Dazuverdienerinnen und Hausfrauen faule Säcke sind, die sich auf Kosten ihrer Männer ein schönes Leben machen. Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte und es stecken Beweggründe. Und die sind - wie wir Menschen - vielfältig.

reiner
25.08.2008, 14:09
Max und Lisa,
um einem Mißverständnis vorzubeugen:

Es geht wirklich nicht darum bloss von anderen als "emanzipiert" angesehen zu werden.

Es geht um die Frage wie man - abgesehen von den Unwägbarkeiten - seine wirtschaftliche Lage plant und durchführt. Nur auf einen Hauptverdiener-Ehemann zu setzen ist einfach naiv (in meinem Augen auch ungerecht).

Ich will auch keiner Vorschriften machen, ist nur meine Meinung.
Grüße

P.S. Die Frage der Arbeitsplätze wurde schon reichlich besprochen, gehört auch nicht zu meiner Frage, denn mir gehts ja um die selbstgewählte Absicht nicht um die unverschuldete Arbeitslosigkeit. Selbstverständlich würde ich meine Frau ernähren, wenns ein Notfall ist, aber niemals aus Prinzip.

Lisa_S
25.08.2008, 14:17
Max und Lisa,
um einem Mißverständnis vorzubeugen:

Es geht wirklich nicht darum bloss von anderen als "emanzipiert" angesehen zu werden.

Es geht um die Frage wie man - abgesehen von den Unwägbarkeiten - seine wirtschaftliche Lage plant und durchführt. Nur auf einen Hauptverdiener-Ehemann zu setzen ist einfach naiv (in meinem Augen auch ungerecht).

Ich will auch keiner Vorschriften machen, ist nur meine Meinung.
Grüße

P.S. Die Frage der Arbeitsplätze wurde schon reichlich besprochen, gehört auch nicht zu meiner Frage, denn mir gehts ja um die selbstgewählte Absicht nicht um die unverschuldete Arbeitslosigkeit. Selbstverständlich würde ich meine Frau ernähren, wenns ein Notfall ist, aber niemals aus Prinzip.

Hallo reiner

Kaum jemand setzt noch auf einen "Hauptverdiener"-Ehemann. Meine selbstgewählte ABSICHT ist, zu arbeiten und genug zu verdienen. Ja. Momentan sieht die Lage in den zwei Branchen, wo ich tätig sein könnte, in einer bin ich es und in der anderen bin ich ausgebildet - leider sehr schwierig aus. Nun. Die gute Absicht ist da. *lol* :freches grinsen:

Ich habe diesbezüglich Glück gehabt, dass ich rein finanziell auf einen Wunschjob warten kann und nicht gleich irgendeinen Job annehmen muss, weil es sonst sehr eng wird.

Momentan bin ich daher Dazuverdienerin. Mein Mann ist einverstanden. Ich sehe nichts Schlimmes dran. Es soll nicht ewig so bleiben.

Die meisten Hausfrauen, die ich kenne, und die ich hier im Forum gelesen habe, die haben nicht auf einen "Hauptverdiener gesetzt". Sie sind der Kinder wegen vorübergehend Hausfrau geworden, hatten kein Glück bei der Jobsuche oder haben sich ein kleines Vermögen erspart oder erben und dies erlaubt ihnen eben das "angenehme Leben".

Wir sind doch nicht mehr in den 60ern.......:wie?:

Max
25.08.2008, 14:21
Max und Lisa,
um einem Mißverständnis vorzubeugen:

Es geht wirklich nicht darum bloss von anderen als "emanzipiert" angesehen zu werden...mir auch nicht...

ich wollte nur mal darauf aufmerksam machen, das die "Pfui...faule Hausfrau! Diskussion" eine relativ neue Erscheinung ist... in meiner Kindheit waren eher die Mütter, die gearbeitet haben "die bösen"... aber... na ja... ich habe es schon angedeutet... damals konnte eine Familie ja auch noch mit einem Verdienst überleben... und das teilweise sogar recht gut!

Jetzt... na ja... so gut geht es nicht mehr... und ich habe das Gefühl, das "die Hausfrau" (allgemein gesprochen) für etwas als Sündenbock herhalten muß, für das sie eigentlich gar nichts kann...:knatsch:

ich finde es jedenfalls erschreckend das es immer mehr Menschen... Männer wie Frauen (!)... gibt, die sich von einem Vollzeitjob nicht "allein... und schon gar keine Familie tragen" können...

Lisa_S
25.08.2008, 14:25
mir auch nicht...

ich wollte nur mal darauf aufmerksam machen, das die "Pfui...faule Hausfrau! Diskussion" eine relativ neue Erscheinung ist... in meiner Kindheit waren eher die Mütter, die gearbeitet haben "die bösen"... aber... na ja... ich habe es schon angedeutet... damals konnte eine Familie ja auch noch mit einem Verdienst überleben... und das teilweise sogar recht gut!

Jetzt... na ja... so gut geht es nicht mehr... und ich habe das Gefühl, das "die Hausfrau" (allgemein gesprochen) für etwas als Sündenbock herhalten muß, für das sie eigentlich gar nichts kann...:knatsch:

ich finde es jedenfalls erschreckend das es immer mehr Menschen... Männer wie Frauen (!)... gibt, die sich von einem Vollzeitjob nicht "allein... und schon gar keine Familie tragen" können...

Mir stinkt diese PFUI-HAUSFRAU-Mentalität genau so! :grmpf:
Auch ich finde es erschreckend, dass man von einem Gehalt keine Familie mehr ernähren kann.

Ich denke, manche übertreiben mit "Emanzipation"; dies bedeutet NICHT, = Frau muss vollzeit arbeiten. Sondern dies bedeutet gleiche Rechte für Mann und Frau. Mann und Frau dürfen arbeiten, wenn sie wollen, sie dürfen aber auch Hausmann oder Hausfrau sein.
Ich finde, es spricht aus vielen der Neid. Viele Menschen müssen leider sehr viel arbeiten, villt. zwei Jobs annehmen, um über die Runden zu kommen. Jeder Mensch mag doch Freizeit. Gebt's doch zu. Aber nicht jedermann hat das Glück gehabt, sich diese leisten zu können. Und ich denke, darum gehts. :knatsch:

Jedes Paar soll doch so leben, dass beide glücklich sind. Ob Hausmann, Hausfrau oder beide berufstätig, ist doch völlig egal!

Was mir an dieser Diskussion einfach total gestunken hat, sind die Sprüche: "Frau macht sich ein schönes Leben, der Mann darf schuften". So ist es meist NICHT! Ich fand es einfach total schade und unfair wie wir Frauen so über einen Kamm geschoren wurden, anstatt dass man(n) nach den wahren Beweggründen fragt........

Satyr
25.08.2008, 14:40
Ah okay, sachlich....sehr gerne.


Danke.. so machts einfach mehr Spaß :) :blumengabe:



Ja, es ist richtig, nicht jeder kann der Mühle entgehen und viele Menschen schmieden konstruktiv Pläne, wie sie es etwas später dann doch tun werden. Zum Beispiel: Ins Ausland gehen....Frührente.....usw. Darunter sind auch viele MÄNNER :zwinker:


Ja, natürlich sind darunter auch Männer. Wobei das mit der Frührente.. bis die ansteht, haben diese Männer sich oft schon die Gesundheit kaputt gearbeitet. Da gehts dann nicht mehr nur um "mehr Freizeit haben", sondern auch darum den Körper schonen zu müssen.
Aber das mit dem Ausland ist ein gutes Argument. Ich habe jetzt keine Zahlen.. aber es dürfte trotzdem weniger Männer geben die ins Ausland gehen, als Frauen die sich aktiv für die Hausfrauenrolle entscheiden - entscheiden können.

Du hast übrigens recht, es geht natürlich um Neid. Aber ich finde, das es berechtigter Neid ist. Nicht weil ich Hausfrauen für faul halte, sondern weil das Leben als Hausfrau oft gesundheitlich schonender ist, freier einteilbar und mit anderem, manchmal vielleicht angenehmerem, Druck verbunden ist. Wenn das finanzielle stimmt, ist man da einfach ein Stück "freier" und kann nicht rausgeworfen werden.
Wie gesagt.. neid auf diese Rolle finde ich berechtigt, vor allem wenn man als Mann feststellt, das es schwierig bis unmöglich ist, in diese Rolle hineinkommen zu können.



Wer sagt, dass jemand wie ich für den Lohn keinen Gegenwert leisten würde? Ich bin sehr motiviert, jedoch keine IT-Frau, sondern Naturwissenschaftlerin und Schreiberling.


Ich sagte nicht, das Du keinen Gegenwert leiste würdest. Ich sagte nur, das der von Dir zu leistende Gegenwert ein Einstellungsargument für mich sein könnten. Ganz im Gegensatz zu "Ich habe sooo viele Bewerbungen geschrieben und niemand gibt mir eine Chance!"..
Das ist einfach nur tragisch aber kein Argument um jemanden einzustellen. Wer sich also auf so eine Argumentation zurück zieht, würde von mir keine Chance bekommen. Das wollte ich damit nur ausdrücken.



Ich bin nicht arbeitslos, sondern "brotlose Freelancerin", auf der Suche nach einer Teilzeitanstellung, damit mein Gehalt, zusammen mit dem Freelance eben reicht. Und dort liegt der Hund eben begraben und ....wie gesagt....hunderte Bewerbungen. Es frustriert mich daher, weil ich promoviert hab, vier Sprachen fliessend beherrsche und zwei Zusatzausbildungen hab. Also nicht übel ausgebildet bin. Und wozu hab' ich all meine Ausbildungen gemacht????? Damit keiner mich will?????? - Klasse!


Versuch mal es aus Arbeitgeberseite zu sehen. "Wozu hat sie all diese Ausbildungen gemacht??? Damit sie nur teilzeit arbeitet???".. da entscheidet man sich als Arbeitgeber, falls verfügbar, lieber für die Person mit den gleichen Qualifikationen, die aber vollzeit arbeiten würde.
Es ist und bleibt nunmal ein Markt. Das sich das frustrierend anfühlt, kann ich verstehen. Ich war selbst mal arbeitslos. Aber wo Konkurenz ist, muss man sich gegen diese Konkurenz profilieren und Argumente schaffen, wieso der AG sich grade für MICH entscheiden sollte. Das wird schwierig, wenn man nur Teilzeit anbietet, andere mit gleicher Qualifikation aber Vollzeit arbeiten würden.
Die Teilzeitstellen die es so gibt, sind eben größtenteils keine für die man promoviert haben muss - jetzt mal vom sozialen Sektor abgesehen.



Nun, nach dem Jammern kommen natürlich die Taten......mein Mann und ich versuchen im Ausland unser Glück. Bis dahin bin ich eben leider "nur eine faule Dazuverdienerin" :zwinker:


Ich wünsche Euch viel Glück dabei, völlig ernsthaft :blumengabe:
Das ist ungefähr das, was ich grade meinte. Manch einer verbessert seine Qualifikation NOCH mehr, manch einer geht eben doch auf Vollzeit, manch ein anderer geht erstmal in einen Job unter dem eigentlich gewünschtem Niveau. Oder man versucht im Ausland sein Glück.
Das finde ich wichtig, das man nicht in den Stillstand kommt. Nicht aus Faulheitsargumenten, sondern weil es immer weiter bringt.



Ich will einfach ganz stark zu bedenken geben, dass nicht alle Dazuverdienerinnen und Hausfrauen faule Säcke sind, die sich auf Kosten ihrer Männer ein schönes Leben machen. Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte und es stecken Beweggründe. Und die sind - wie wir Menschen - vielfältig.

Jain. Ich glaube auch nicht, das alle Hausfrauen faule Säcke sind. Aber das es oft auf kosten ihrer Männer passiert, ist schon so. Das meine ich jetzt nicht im negativ ausnutzenden Sinne, sondern rein sachlich, das es eben der Mann ist, das dies finanziert. Also ist es "auf seine kosten".
Auf wessen denn auch sonst? Aber wenn er da nix gegen hat, bitteschön *g*

kleinenellie
25.08.2008, 14:43
@ Satyr

an meiner Arbeitsstelle, also in meiner nächsten Umgebung haben sich vor kurzem zwei junge Frauen das Leben wegen Mobbing genommen. Eine kannte ich persönlich.
Meinst du wirklich, nur Männer werden Alkoholiker, kommen krumm und schief gearbeitet daher während die Frauen (natürlich durch die Bank) fröhlich teilzeitarbeitend durchs Leben lachen?

Komisch, was kennst du eigentlich für Frauen?

Satyr
25.08.2008, 14:45
@ Satyr

an meiner Arbeitsstelle, also in meiner nächsten Umgebung haben sich vor kurzem zwei junge Frauen das Leben wegen Mobbing genommen. Eine kannte ich persönlich.
Meinst du wirklich, nur Männer werden Alkoholiker, kommen krumm und schief gearbeitet daher während die Frauen (natürlich durch die Bank) fröhlich teilzeitarbeitend durchs Leben lachen?

Komisch, was kennst du eigentlich für Frauen?

Das habe ich doch gar nicht gesagt.
Der Trend zeigt klar, das Frauen die genauso arbeitsintensiv einer Karriere nachgehen wie Männer, auch die gleichen gesundheitlichen Probleme davon tragen.

Der Vergleich hier war vollzeit arbeitender Mann - Hausfrau.
Und da habe ich nur gesagt, das ich die Entscheidung dafür Hausfrau zu sein, für sehr intelligent halte. Eben weil es gesundheitlich schonender zu sein scheint (nicht mit faulheit verwechseln bitte!).

Ich kenne tolle Frauen :)

Lisa_S
25.08.2008, 15:17
@ Satyr

an meiner Arbeitsstelle, also in meiner nächsten Umgebung haben sich vor kurzem zwei junge Frauen das Leben wegen Mobbing genommen. Eine kannte ich persönlich.
Meinst du wirklich, nur Männer werden Alkoholiker, kommen krumm und schief gearbeitet daher während die Frauen (natürlich durch die Bank) fröhlich teilzeitarbeitend durchs Leben lachen?

Komisch, was kennst du eigentlich für Frauen?

JAAAAAA, das hier möcht ich gleich aufgreifen. Satyr, warum sprichst Du nur von MÄNNERN? Schau mal: Auch ich habe 50-60 Stunden die Woche gearbeitet und wurde vom Chef gemobbt. Auch ich - als Frau - habe mir fast meine Gesundheit ruiniert. Als ich dort von dieser ungeliebten Stelle wegkam, war ich ein (seelisches und körperliches) Wrack. Und ich bin eine FRAU. (DNA-Analyse darf eingefordert werden :freches grinsen: ).



Du hast übrigens recht, es geht natürlich um Neid. Aber ich finde, das es berechtigter Neid ist. Nicht weil ich Hausfrauen für faul halte, sondern weil das Leben als Hausfrau oft gesundheitlich schonender ist, freier einteilbar und mit anderem, manchmal vielleicht angenehmerem, Druck verbunden ist. Wenn das finanzielle stimmt, ist man da einfach ein Stück "freier" und kann nicht rausgeworfen werden.
Wie gesagt.. neid auf diese Rolle finde ich berechtigt, vor allem wenn man als Mann feststellt, das es schwierig bis unmöglich ist, in diese Rolle hineinkommen zu können.


Nö, ich finde alles hat seine Vor- und Nachteile. Natürlich hat die Hausfrau ihre "Freiheit" und "freie Zeiteinteilung". ABER: Sie gibt dafür ihre finanzielle Sicherheit auf, sofern sie nicht Erbin ist. Wenn ihr Mann arbeitslos wird oder ihm was passiert......huch! :ooooh: Dies ist der Preis. Und alles hat seinen Preis! Hausarbeit find ich persönlich nicht unbedingt so interessant, was jedoch unbestritten bleibt ist: es IST ARBEIT!
Der/die Berufstätige steckt in der ewigen Mühle gefangen. (übertrieben gesagt). Dafür verdient er/sie Geld, teilweise viel Geld. Ich könnte jetzt auch alle gut verdienenden beneiden (was ich manchmal auch tue). Ja, sie verdienen gutes Geld und können sich so manches leisten, wovon ich - freiberufliche Künstlerin - nicht mal zu träumen wagen darf. :zwinker: Und doch ist weder das Eine noch das Andere gut oder schlecht. Alles hat seine :Sonne: und seine :regen:!

Dieses "Ich habe so viele Bew. geschrieben und keiner gibt mir eine Chance" war KEIN ARGUMENT. Sondern bisher leider eine Tatsache. Ich wollte damit nicht auf Mitleid machen sondern ZU BEDENKEN GEBEN, dass "Dazuverdienerin" oder "Hausfrau" nicht sofort gleich mit "faule Kuh" gleich zu setzen ist. Oder mit "Ach, ich such mir nen Versorger". Ich wollte aufzeigen, dass es nicht einfach ist, in der heutigen Zeit, einen Job zu finden und dass so mancher Mensch (MANN UND FRAU) in seinem Job todunglücklich ist. Mieser Lohn, Mobbing, Routinearbeiten.
Interessanterweise kenne ich auch MÄNNER, die sich für ein Dasein als HAUSMANN entschieden haben, statt todunglücklich im ungeliebten Job zu versauern.
Einer davon wurde mit 50 entlassen. Jobsuche erfolglos. Einer schrieb auch hunderte von Bewerbungen, war währenddessen Dazuverdiener, während seine Frau einer Vollzeitbeschäftigung nachging (gut bezahlt). Erst im Ausland klappte die Jobsuche, dort war SIE eine Zeit lang Hausfrau (Kinder!).
Mein Mann war auch eine Zeit lang Dazuverdiener, er war froh, bekam er überhaupt einen Job. Er bekam eine Halbzeitstelle, verdiene nicht genug, um zu leben. Aber ICH! Und ich hatte noch Reserven! :allesok:

Ich möchte hier ganz stark betonen und zu bedenken geben, dass es im Leben oft nicht so kommt, wie man es plant. Und dass NICHT NUR FRAUEN der Mühle "entrinnen", ich kenne viele Männer, die genau dies wollen und vorbereiten und Paare, wie wir, die eine GEMEINSAME Lösung suchen und u.U. auch gefunden haben. :zwinker:



Versuch mal es aus Arbeitgeberseite zu sehen. "Wozu hat sie all diese Ausbildungen gemacht??? Damit sie nur teilzeit arbeitet???".. da entscheidet man sich als Arbeitgeber, falls verfügbar, lieber für die Person mit den gleichen Qualifikationen, die aber vollzeit arbeiten würde.


Und wieder Vorurteile, Vorurteile, Vorurteile. Das liebe ich an manchen Arbeitgebern. Teilzeit = faule Kuh. Oder? :zahnschmerzen: Aber ich bin klug genug, mich NUR auf Stellen zu bewerben, die auch explizit teilzeit ausgeschrieben sind.

Ausserdem gibt es in meiner Branche so einige Teilzeitstellen, auch für Promovierte.



Aber das es oft auf kosten ihrer Männer passiert, ist schon so. Das meine ich jetzt nicht im negativ ausnutzenden Sinne, sondern rein sachlich, das es eben der Mann ist, das dies finanziert. Also ist es "auf seine kosten".
Auf wessen denn auch sonst? Aber wenn er da nix gegen hat, bitteschön *g*

Ja, aber wenn BEIDE DAMIT EINVERSTANDEN UND GLÜCKLICH SIND?????? WO IST DAS PROBLEM?????? :wie?:

Satyr
25.08.2008, 15:25
Hach Lisa.. ich habe das Gefühl, das wir uns im groben eigentlich recht einig sind, nur in Kleinigkeiten ein wenig anders sind...




Und wieder Vorurteile, Vorurteile, Vorurteile. Das liebe ich an manchen Arbeitgebern. Teilzeit = faule Kuh. Oder?


Das habe ich doch gar nicht gesagt mensch.. *sfz*
Für mich heisst Teilzeit schlicht, das der Arbeitnehmer nur Teilzeit zur Verfügung steht. Also würde ich jemanden der teilzeit arbeiten möchte nur dann einstellen, wenn ich keinen finde der vollzeit arbeitet. Nicht weil ich teilzeitleute für faul halte, sondern weil ich genug arbeit habe, um eine vollzeitkraft auszulasten.
Nicht mehr und nicht weniger.
Hast Du vielleicht auch ein wenig Vorurteile gegen Arbeitgeber? :blumengabe: :)



Ausserdem gibt es in meiner Branche so einige Teilzeitstellen, auch für Promovierte.


Ich hab von Deiner Branche zu wenig Ahnung, von daher wusstei ch das nicht. Aber "so einige" klingt für mich nach "nicht massig.. und auf die, die es gibt, bewerben sich tausende von Leuten".
Dann bekommen die meisten leider auch absagen. Da würde ich wohl irgendwann überlegen, wovon es mehr stellen gibt - teilzeit oder vollzeit. Falls letztere, dann dürften meine Chancen dort größer sein.

Aber Ihr löst das ja damit, ins Ausland zu gehen.. dann passt das ja auch :)



Ja, aber wenn BEIDE DAMIT EINVERSTANDEN UND GLÜCKLICH SIND?????? WO IST DAS PROBLEM??????


Das behauptet wurde, es wäre nicht auf Kosten des Partners. Und das stimmt eben nicht :)

Mal ne andere Frage.. warum denkst Du, das der Teilzeitsektor größtenteils Frauendominiert ist? Sind Männer so "dumm", sich gesundheitlich absichtlich zu ruinieren?

Lisa_S
25.08.2008, 15:26
Noch etwas aus der "Arbeitgeberseite": Wenn Frauen Teilzeit wollen wird das beim Arbeitgeber eher akzeptiert. Wenn aber EIN MANN Teilzeit will, wird er schief angeschaut.

Warum?

Satyr
25.08.2008, 15:36
Gewohnheit.
Ich finds auch doof.. aber das Bild des "Familienernährers" hängt auch bei genug Männern noch im Kopf rum. Von daher fragt man sich erstmal "Aber wie willst Du dann die Familie finanzieren?". Man ist es nicht gewohnt, das Männer nicht DESHALB Geld verdienen MÜSSEN. Deshalb rechnet man auch nicht so sehr damit.
Wobei sich das langsam ändert. Leider wirklich nur langsam.. aber es tut sich was.

Grade im IT Sektor, sehe ich da viele Arbeitgeber die zumindest versuchen sich zu bewegen. Da wird dann viel geredet und mit Heimarbeit versucht zu kompensieren. Das läuft dann nicht immer auf Teilzeit hinaus.. aber es ist ein erster Schritt. Männer haben später angefangen für solche Dinge zu kämpfen, als Frauen. Warscheinlich weil sie dafür erstmal Frauen gebraucht haben, die das finanzielle kompensieren. Es geht halt nicht das eine ohne das andere.

Lisa_S
25.08.2008, 15:44
Also: Was ist eigentlich mit den HausMÄNNERN? Da kann ich auch mit dem Argument kommen: ooooch, die leisten sich sooooo ein schönes Leben als Hausmann und wir armen, schuftenden Frauen! :freches grinsen:

Wo ich aber ganz klar zustimme, ist, dass in den Köpfen der Arbeitgeber leider immer noch das konservative Weltbild vom "Ernährer Mann" und der "Frau, die dann sowieso schwanger wird und zu Hause bleibt". Und genau DESHALB haben es wir Frauen schwerer, wenn es um eine Anstellung geht. Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist gross. Da hat der Chef sicherlich auf eine Mutter mit Kindern oder eine Frau um die Dreissig gewartet. :zwinker: Du bestätigst mein Bild.
Klar, es ist nicht überall so. Aber wenn DU zwischen 500 Bewerbern aussuchen musst, dann bevorzugst Du im Unterbewusstsein sicherlich einen jungen, dynamischen, flexiblen Mann als eine verheiratete Frau Anfang Dreissig, die ihre Familienplanung womöglich noch nicht abgeschlossen hat. Diesbezüglich hat im Jobforum eine Userin gepostet. Sie wurde mit 46 eingestellt. Denn der Arbeitgeber wollte eine Frau, die ihre Familienplanung definitiv abgeschlossen hat. Also es soll mir keiner sagen ,dass solche Argumente nicht in den Köpfen der Chefs spuken!
Es gibt übrigens europäische Länder, wo der Arbeitgeber ganz klar und direkt fragen darf, ob die Frau einen Freund/Mann hat und wie es mit der Familienplanung aussieht?

sirix
25.08.2008, 15:52
Mir stinkt diese PFUI-HAUSFRAU-Mentalität genau so!

Ich finde, es spricht aus vielen der Neid. Viele Menschen müssen leider sehr viel arbeiten, villt. zwei Jobs annehmen, um über die Runden zu kommen. Jeder Mensch mag doch Freizeit. Gebt's doch zu. Aber nicht jedermann hat das Glück gehabt, sich diese leisten zu können. Und ich denke, darum gehts. :knatsch:


Ich habe nicht das Gefühl, dass es eine allgemeine Pfui-Hausfrau-Mentalität gibt.

Ich denke eher, dass es viele berufstätige Eltern gibt, die einfach keine Lust haben sich nach Job und Kinder und Haushalt von einer Hausfrau anzuhören, wie stressig ihr Leben doch ist. Die Doppelbelastung schlaucht und natürlich hat jeder Momente in denen er denkt, es wäre schön mehr Freizeit zu haben, am Morgen etwas für sich zu tun, Freundschaften mehr zu pflegen usw. wie es Hausfrauen im größeren Maße möglich ist. Ich kenne einige Nurhausfrauen bzw. 400 Euro Hausfrauen, die ihren Alltag mit und ohne Kinder super organisiert kriegen, die Familie durch ihre ausgeglichene Art bereichern, die man natürlich eher hat als wenn man von einem harten Arbeitstag kommt. Die belasten aber abends nicht die Familienmitglieder, die sich in Schule und am Arbeitsplatz ausgepowert haben mit ihrem Gejammer über den stressigen Haushalt, den sie tatsächlich neben ihren Aktivitäten auch noch erledigen mussten. Das nervt mich und ich denke, dass es das ist, was viele nervt, nicht das Hausfrauendasein, sondern die ach so gestresste Hausfrau.

Satyr
25.08.2008, 15:54
Bei mir spukt das nicht nur unterbewusst rein, ich würde mich ganz bewusst für den jungen dynamischen Mann entscheiden.
Aber das hängt auch mit der Struktur bei mir zusammen. Meine Firma ist nicht die allergrößte, also wenig Mischkalkulation. Meine Mitarbeiter arbeiten teilweise ganze Wochenenden (und die Woche davor und danach) durch, von morgens 7 bis abends in die Nacht hinein. Ich erwarte von ihnen das ich ihnen heute sagen kann, das sie morgen in die USA, nach England und auch mal richtung Japan fliegen um dort bis zu 2 Wochen bleiben.
Diese flexibilität ist wichtig.
Wenn mir eine Mutter im Vorstellungsgespräch eindrucksvoll zeigen kann, wie sie diese flexibilität aufzubringen gedenkt, dann habe ich keine Probleme sie einzustellen (sofern sie die nötigen - nicht gerignen - qualifikationen mitbringt). Aber das ist bisher einfach noch nicht passiert.
Da entscheide ich mich tatsächlich lieber für den jungen und dynamischen Mann, der mir das recht leicht erklären kann.

Dazu kommt, das ich meine Mitarbeiter ständig weiterqualifiziere. Ich bezahle schweineteure Sminare, Zertifikate usw. damit sie eine Qualifikation nach der anderen bekommen. Das ist Geld, das ich nur ungern zum Fenster rauswerfe. Das würde ich aber tun, wenn es dann heisst "Cheffchen, ich bin Schwanger. Wir sehen uns in nem Jahr wieder - aber auch nur vielleicht".

Was schlägst Du vor, was ich machen soll? Wie gesagt.. kleines Unternehmen, kein Spielraum für große Risiken und experimente.

Wenn Du dann noch hier in die anderen Foren guckst, wirst Du sehen das dort Frauen teils anderen Frauen Tipps geben, wie sie ihren Arbeitgeber regelrecht verarschen können und sich aus befristeten Verträgen in feste Verträge bringen, nur um 2 Tage später zu sagen "ach übrigens, ich bin schwanger".
SOLCHE Frauen sind es, die bei Arbeitgebern Risiken entstehen lassen die sie lieber vermeiden möchten.

Ich habe auch Bauchschmerzen dabei, wenn ich sehe wie das so alles läuft. Aber am Ende gehe ich lieber weniger Risiken ein und sichere damit die verhandenen Arbeitsplätze, als das ich ein Risiko eingehe und damit alles schief gehen kann.
Klingt hart.. aber viell. versetzt man sich mal in meine Lage. Ich hab da auch Verantwortung für die bestehenden Mitarbeiter.
Große Firmen mit finanziellem Pufferspielraum, können anders kalkulieren. Ich leider nicht.

Lisa_S
25.08.2008, 16:33
Bei mir spukt das nicht nur unterbewusst rein, ich würde mich ganz bewusst für den jungen dynamischen Mann entscheiden.
Aber das hängt auch mit der Struktur bei mir zusammen. Meine Firma ist nicht die allergrößte, also wenig Mischkalkulation. Meine Mitarbeiter arbeiten teilweise ganze Wochenenden (und die Woche davor und danach) durch, von morgens 7 bis abends in die Nacht hinein. Ich erwarte von ihnen das ich ihnen heute sagen kann, das sie morgen in die USA, nach England und auch mal richtung Japan fliegen um dort bis zu 2 Wochen bleiben.
Diese flexibilität ist wichtig.
Wenn mir eine Mutter im Vorstellungsgespräch eindrucksvoll zeigen kann, wie sie diese flexibilität aufzubringen gedenkt, dann habe ich keine Probleme sie einzustellen (sofern sie die nötigen - nicht gerignen - qualifikationen mitbringt). Aber das ist bisher einfach noch nicht passiert.
Da entscheide ich mich tatsächlich lieber für den jungen und dynamischen Mann, der mir das recht leicht erklären kann.

Dazu kommt, das ich meine Mitarbeiter ständig weiterqualifiziere. Ich bezahle schweineteure Sminare, Zertifikate usw. damit sie eine Qualifikation nach der anderen bekommen. Das ist Geld, das ich nur ungern zum Fenster rauswerfe. Das würde ich aber tun, wenn es dann heisst "Cheffchen, ich bin Schwanger. Wir sehen uns in nem Jahr wieder - aber auch nur vielleicht".

Was schlägst Du vor, was ich machen soll? Wie gesagt.. kleines Unternehmen, kein Spielraum für große Risiken und experimente.

Wenn Du dann noch hier in die anderen Foren guckst, wirst Du sehen das dort Frauen teils anderen Frauen Tipps geben, wie sie ihren Arbeitgeber regelrecht verarschen können und sich aus befristeten Verträgen in feste Verträge bringen, nur um 2 Tage später zu sagen "ach übrigens, ich bin schwanger".
SOLCHE Frauen sind es, die bei Arbeitgebern Risiken entstehen lassen die sie lieber vermeiden möchten.

Ich habe auch Bauchschmerzen dabei, wenn ich sehe wie das so alles läuft. Aber am Ende gehe ich lieber weniger Risiken ein und sichere damit die verhandenen Arbeitsplätze, als das ich ein Risiko eingehe und damit alles schief gehen kann.
Klingt hart.. aber viell. versetzt man sich mal in meine Lage. Ich hab da auch Verantwortung für die bestehenden Mitarbeiter.
Große Firmen mit finanziellem Pufferspielraum, können anders kalkulieren. Ich leider nicht.

Satyr, wir haben im Grunde beide Recht und auch Unrecht. Was Du mir berichtest, wurde mich im realen Leben genau so (aber GENAU SO!*lol*) von anderen mir bekannten Arbeitgebern erzählt. Jaaa, leider leider gibt es unter uns Frauen - wie überall- schwarze Schafe und ich postete in einem anderen Forum, dass ich diese Unternehmer natürlich ein Stück weit verstehe. Und wer leidet? - Leute wie ich: Überzeugt kinderlose Frauen Anfang Dreissig, aber ich kann ja nicht in meinen CV schreiben "Kein Kinderwunsch". :freches grinsen:
Was ich eine gute Lösung finden würde, wäre, dass die Frage nach der Familienplanung berechtigt wäre. Wie in Croatien zum Beispiel. Dort darf der Chef direkt fragen: "Haben Sie einen Freund? Möchten sie heiraten? Kids?". Es ist nun mal Natur, dass die meisten Menschen Kinder haben möchten. Klar.
Und keine familienfreundliche Arbeitsmodelle in Sicht! Allerdings habe ich durchaus schon Männer erlebt, die reduziert gearbeitet haben (gut, sie waren mit dem Chef auch privat befreundet!), weil sie Papa geworden waren.
Aber zurück zum eigentlichen Kern der Sache: So wie Du machen es viele Arbeitgeber, denn - Globalisierung sei Dank - können sie es sich unter 1000 Bewerbern aussuchen. CV angucken: Aha, Frau Anfang 30 und dann noch verheiratet? Nein Danke!
Ich will mich auf keinen Fall rausreden und sagen, dies alleine würde zählen, jedoch lässt sich nicht leugnen, dass dies bei Bewerbungen AUCH mit zählt.

Nun, was sollst Du tun? - Wie wäre es mit Jobsharing-Möglichkeiten oder mal eine "schweineteure" Kinderbetreuungsstätte gleich beim oder neben dem Arbeitsplatz? Wie wäre es mit einer Stelle, die teilen sich dann zwei Mütter? Oder irgendwelche zwei Leute?

Wenn man Mitarbeitern teure Kurse bezahlt, ist doch üblich, dass der Angestellte sich dann für x Jahre der Firma verpflichtet. Tust Du das nicht? (sonst muss er der Firma zurückzahlen).

Du beschreibst Deine Lage und so geht es vielen Arbeitgebern. Also: Alles wie gehabt.......wo bleibt da die Emanziption?
Du sprichst also davon, wir Frauen sollen arbeiten aber auch DU, als Unternehmer, der es in der Hand hätte, tust nichts! :heul: :zahnschmerzen:

Wie gesagt: Alles wie gehabt und man muss sich nicht wundern, dass wir Frauen entweder a) Hausfrauen werden (müssen?) - übertrieben gesagt oder b) HartzIV-Empfängerinnen.

Übrigens: In Deutschland hat die Berufstätigkeit der Frauen seit den 70er Jahren nur zu einem ganz geringen Prozentsatz (In Prozentpunkten 1.4%) zugenommen. Und fast die Hälfte aller Frauen sind teilzeitbeschäftigt. Warum? - Weil wir so faul sind und uns auf Männchens Kosten ein angenehmes Leben leisten? NEIN! - Weil viele dies wegen den Kindern sind (weil der Mann, der Teilzeit möchte, vom Chef sehr komisch angeguckt wird!)


Du hast gerade schön beschrieben warum! Emanzipation? - Verlogenes Geschwätz!
Wenn es nur x Jobs hat und pro Job 300 bis mehrere Tausend Bewerber aus der ganzen Welt kommen........Satyr, unter uns: Hat der Arbeitgeber dann auf eine verh. Frau Anfang 30 gewartet? Oder nimmt er dann lieber einen 27 jährigen Mann mit der selben Qualifikation? :zwinker:

Siehst Du? :knatsch: :zahnschmerzen:

Also:

- Geringe Teilzeitchancen für MÄNNER
- Geringe Chancen für uns Frauen (v.a. Mütter)
- Wenig Jobs, viele Bewerber (global)
- Frauen erhalten immer noch weniger Lohn
- Frauen haben immer noch weniger Aufstiegschancen als Männer
- Kaum familienfreundliche Arbeitsmodelle

Emanzipation? ----- Ja, wo ist sie denn? :wie?:

Du hast in Deinen letzten Postings eigentlich schön selbst erklärt, warum viele Frauen so "faule Teilzeitarbeiterinnen" oder so "faule Hausfrauen auf Kosten der Männer sind". :zwinker:

WEIL: Männer, die Teilzeit wollen, oft nicht können (Chef!).

Ausnahme: Niederlande

Inaktiver User
25.08.2008, 16:46
Meine Mitarbeiter arbeiten teilweise ganze Wochenenden (und die Woche davor und danach) durch, von morgens 7 bis abends in die Nacht hinein. Ich erwarte von ihnen das ich ihnen heute sagen kann, das sie morgen in die USA, nach England und auch mal richtung Japan fliegen um dort bis zu 2 Wochen bleiben.



gilt das arbeitszeitgesetz (http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitszeitgesetz)für dich nicht? :ooooh:

die von dir hier aufgelisteten arbeitszeiten sind rechtswidrig.

Inaktiver User
25.08.2008, 17:07
gilt das arbeitszeitgesetz (http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitszeitgesetz)für dich nicht? :ooooh:

die von dir hier aufgelisteten arbeitszeiten sind rechtswidrig.

Hab ich auch gedacht...

Übrigens verlangt er nur nach dynamischen >>jungen<< Männern...,

was soll´s die meisten kommen damit durch... schwärzt Du an, bist Du ja Deinen eigenen Job los. Lässt sich alles machen.

Wie ein mir bekannter Unternehmer (ehem. Jungunternehmer :smirksmile: ) mal sagte: "Wenn ich rauswerfe, nenne ich natürlich nicht den echten Grund" - falls das mit dem AGG kollidiert... .

Inaktiver User
25.08.2008, 17:09
WEIL: Männer, die Teilzeit wollen, oft nicht können (Chef!).

Ausnahme: Niederlande

Hm, ja, ein Freund von mir wird deshalb gerade von einem Vorgesetzten gemobbt. Er ist um 16h gegangen, obwohl noch plötzlich was anfiel....,weil der KiGa schloss.

Der Vorgesetzte ist immer noch stinksauer...

Satyr
25.08.2008, 17:45
Satyr, wir haben im Grunde beide Recht und auch Unrecht. Was Du mir berichtest, wurde mich im realen Leben genau so (aber GENAU SO!*lol*) von anderen mir bekannten Arbeitgebern erzählt. Jaaa, leider leider gibt es unter uns Frauen - wie überall- schwarze Schafe und ich postete in einem anderen Forum, dass ich diese Unternehmer natürlich ein Stück weit verstehe. Und wer leidet? - Leute wie ich:


Japp. Aber da ist halt nicht nur der AG schuld. Ein Risiko das Geld kostet, muss nunmal überdacht werden. Ich weiss das es viele AN gibt, die sich da nicht reinversetzen wollen. Sie denken auch das es ja nicht ihr Geld wäre um das es geht. Stimmt aber nur in erster Linie. In zweiter Linie sind sie betroffen, wenn es der Firma schlecht geht.



Was ich eine gute Lösung finden würde, wäre, dass die Frage nach der Familienplanung berechtigt wäre. Wie in Croatien zum Beispiel. Dort darf der Chef direkt fragen: "Haben Sie einen Freund? Möchten sie heiraten? Kids?".


Und dann? Sagt sie "nein", wird ein halbes Jahr später dann aber doch schwanger.
Von daher müsste die Politik da schon erweiterte Möglichkeiten schaffen. Aber wenn ich dazu meine Meinung schreibe, bekomm ich hier erst recht haue, deshalb lass ich es lieber.



Aber zurück zum eigentlichen Kern der Sache: So wie Du machen es viele Arbeitgeber, denn - Globalisierung sei Dank - können sie es sich unter 1000 Bewerbern aussuchen.


Na.. soviele Bewerber sinds bei mir nicht, ich suche auch nicht auf einem "globalen" Markt. Ich erwarte eben recht hohe Qualifikationen, da schrumpft der Markt dann schon zusammen. Aber es sind noch immer genug, das ich recht bequem auswählen kann. Das muss ich schon sagen.



Ich will mich auf keinen Fall rausreden und sagen, dies alleine würde zählen, jedoch lässt sich nicht leugnen, dass dies bei Bewerbungen AUCH mit zählt.


Das mag sein, ja. Nur das darauf reduzieren, das stört mich.
Aber "auch".. ja, sicherlich. Wobei das bei Männern langsam auch im kommen ist. Wenn sich das dann mal angleicht, was nur eine Frage der Zeit sein dürfte, hoffe ich das die Politik endlich vernünftig reagiert und Arbeitgebern andere Rahmen setzt.

Wobei ich denke, das sich sowieso viel ändern wird, die nächsten Jahre. Die geburtenschwachen Jahrgänge werden sich auf dem Arbeitsmarkt zeigen, DAZU kommt, das viele Menschen in Rente gehen werden. Ich sehe da das es schon recht "plötzlich" (im Verhältnis gesehen) passieren wird, das der Arbeitsmarkt auf einmal nicht mehr so voll ist. Dann habe ich als AG ein Problem aber, was ich für die AN hoffe, die Löhne werden steigen müssen. Geld ist eben noch immer Arbeitsanreiz nummer eins.




Nun, was sollst Du tun? - Wie wäre es mit Jobsharing-Möglichkeiten oder mal eine "schweineteure" Kinderbetreuungsstätte gleich beim oder neben dem Arbeitsplatz? Wie wäre es mit einer Stelle, die teilen sich dann zwei Mütter? Oder irgendwelche zwei Leute?


Was die Kinderbetreuungsstätte angeht.. alleine kann ich mir das nicht leisten (auch da fühle ich mich von der Politik alleine gelassen. Oder es gibt da Förderprogramme von denen ich noch nichts gehört habe). Aber ich bin seit Monaten mit den umliegenden Firmen am reden, ob man nicht zusammen etwas organisieren kann. Ist nur schwierig, weil es viele kleinere Firmen sind und da jeder unsicher ist, ob denn überhaupt alle länger bestehen bleiben und was passiert, wenn eine pleite geht.

Eine Stelle zu teilen, würde einfach nicht funktionieren. Unsere Kunden (grade im Raum USA) wollen sehr persönlichen Kontakt und immer, soweit möglich, den gleichen Ansprechpartner (ich hasse diesen Anspruch). Da klappt das schonmal nicht. Zumal.. wie soll eine halbe Stelle bei den Reisen aussehen?



Wenn man Mitarbeitern teure Kurse bezahlt, ist doch üblich, dass der Angestellte sich dann für x Jahre der Firma verpflichtet. Tust Du das nicht? (sonst muss er der Firma zurückzahlen).


Diese "verpflichtungen" sind im Zweifelsfall auch nicht sooo viel Wert. Da gibt es auch wieder Ausnahmeregelungen usw...
Ich versuche meine Mitarbeiter durch ein möglichst hohes Gehalt und lockeres Arbeitsklima zu halten. Hat bisher meist geklappt.. ob es so bleiben wird.. wir werden sehen.
Aber "garantien" gibt es nicht. Das macht das kalkulieren in einer kleinen Firma ja so schwierig.



Du sprichst also davon, wir Frauen sollen arbeiten aber auch DU, als Unternehmer, der es in der Hand hätte, tust nichts! :heul: :zahnschmerzen:


Ich würde gern was tun, ernsthaft. Ich bin ja eher jemand der Männerrechte verfechtet, sehe aber sehrwohl, das Männer sich dafür auch verändern müssen und "anders" arbeiten müssen. Ich würde da auch gern einiges umstrukturieren. Ich kann nur leider dabei nicht aus den Augen verlieren, das ich trotz allem dem Gewinn verpflichtet bin. Sonst habe ich keine Arbeitsplätze mehr, die ich umstrukturieren kann. Deshalb hoffe ich ja auf die Politik... was wohl auch wieder naiv sein dürfte. Aber mit wenig finanziellem Spielraum ist es einfach schwierig. Draufhauen und sagen "Du tust ja nichts!" ist einfach.. aber ich sehe vor mir wieviel Geld ich zur Verfügung habe und wie wenig ich damit wirklich tun kann.



Satyr, unter uns: Hat der Arbeitgeber dann auf eine verh. Frau Anfang 30 gewartet? Oder nimmt er dann lieber einen 27 jährigen Mann mit der selben Qualifikation? :zwinker:


Wie gesagt.. wenn sie mir glaubhaft klar machen kann, das sie die erwartete flexibilität hinbekommt.. mittlerweile (BriCom ist schuld :freches grinsen: ) würde ich da wirklich ins grübeln geraten, ob ich das nicht versuche. Aber ich bekomme kaum Bewerbungen von Frauen, die auch nur annährend die Qualifikation haben, die ich erwarte. Woran das liegt weiß ich nicht. Aber wenn ich mich für einen Mann entscheide, dann meist weil er schlicht qualifizierter ist. Und das hat dann nichts mehr mit Emanzipationssachen zu tun.



Du hast in Deinen letzten Postings eigentlich schön selbst erklärt, warum viele Frauen so "faule Teilzeitarbeiterinnen" oder so "faule Hausfrauen auf Kosten der Männer sind". :zwinker:


Och möönsch.. ich hab doch nun schon mehrfach gesagt, das ich Teilzeitfrauen nicht faul finde.
Und das ich Hausfrauen nicht faul finde genauso. Nur das Hausfrauen auf kosten der Männer leben. Aber das stimmt ja auch.



gilt das arbeitszeitgesetz für dich nicht?

die von dir hier aufgelisteten arbeitszeiten sind rechtswidrig.


Relativ.
Ich hab das mit meinem Anwalt durchgesprochen und selbst recht wenig Ahnung davon (deshalb hab ich ja nen Anwalt dafür). Bei uns läuft das so ab, das meine Mitarbeiter verdammt frei arbeiten können. Sie haben ihre Aufgaben, setzen sich Aufgaben meist auch selbst und haben alle ihre Termine, zu denen irgendwas fertig sein muss. Das alles passiert in sehr engem Kundenkontakt. Nicht nur um Büro, sondern oft auch im (von mir bezahlten) Home Office. Wie die Zeiten dann letztendlich eingeteilt werden, ist deren Sache. Ich versuche darauf zu achten, dass das Pensum nicht so groß wird, das die Arbeit zu viel Zeit in anspruch nimmt. Wenn ein Mitarbeiter sich da aber falsch einteilt, ist es sein Problem wenn er am Ende in Verzug kommt und durcharbeiten muss. Da rede ich, so gut es geht, niemandem rein. Mir ist wichtig das Termine eingehalten werden und ich von Kunden keine Beschwerden höre.

Wie "rechtens" dieses Modell ist.. nun.. ich glaube (hoffe) das mein Anwalt da was gesagt hätte, wenn es Probleme geben würde. Bisher hat das immer geklappt. Das einzige was ab und an passiert ist, das ein Mitarbeiter zu mir kommt und meint, das die viele Arbeit die er macht mehr Gehalt wert wäre. Meist hat er es bekommen.

Lisa_S
25.08.2008, 18:13
Hab ich auch gedacht...

Übrigens verlangt er nur nach dynamischen >>jungen<< Männern...,

was soll&#180;s die meisten kommen damit durch... schwärzt Du an, bist Du ja Deinen eigenen Job los. Lässt sich alles machen.

Wie ein mir bekannter Unternehmer (ehem. Jungunternehmer :smirksmile: ) mal sagte: "Wenn ich rauswerfe, nenne ich natürlich nicht den echten Grund" - falls das mit dem AGG kollidiert... .

Ob Raussschmiss oder Absage bei einer Bewerbung: Den wahren Grund nennen sie nie. Hui, was käme dabei raus?

"Frau S. wir haben Ihre Bewerbung nicht berücksichtig, weil gerade der Neffe des Chefs den Job haben wollte"

"Frau S., Ihre Bewerbung können wir leider nicht berücksichtigen, weil sie eine Frau Anfang Dreissig sind und somit eine potentielle Schwanger-und-Babyurlaub-Gefahr. Das verursacht eben Kosten. Daher haben wir uns lieber für einen Mann entschieden".

"Frau S, Sie haben einfach zu lange studiert"

"Frau S, Sie sind uns zu alt"

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

An Satyr: Ja ja....die Argumente mit dem Jobsharing? - Geht nicht und "wir können nicht familienfreundlich sein, weil dies Arbeitsplätze gefähret" habe ich schon zuuu oft gehört. Kooomisch. In nördlichen Ländern wie Dänemark, aber auch in Holland oder Frankreich gehts. Und kein Unternehmen geht dabei pleite und die Arbeitslosenquote ist in so manchen Ländern viel tiefer als in D oder CH. :ooooh: Ausserdem kennen diese Länder keine "geburtenschwache Jahrgänge". :zwinker:

Ich möchte daher auch nicht weiter drauf eingehen.

Es geht hier um die Emanzipation. Und was mich wirklich leicht säuerlich macht ist, dass Du, Satyr, hier ein bisschen stark für die Emanzipation argumentierst, jedoch selbst als Unternehmer, der es in der Hand hätte, NICHTS DAFÜR TUST!!! :ooooh: :knatsch:

In diesem Falle sollten wir uns drauf einigen, dass wir die Vollzeithausfrauen, Teilzeitverdienerinnen und Dazu-verdienerinnen einfach in Ruhe lassen. Jeder lebt sein leben, wie es ihm gefällt. Wenn beide Partner einverstanden sind, gibt es doch gar kein Problem. :blumengabe:

Dazu eine Frage - ich gehe davon aus, du bist ein Mann: Wenn DEINE Partnerin in ihrem Job sehr unglücklich wäre, gemobbt würde und lieber arbeitslos wär als in ihrem Sch@#&#176; -job: Würdest Du ihr nicht die Möglichkeit geben, in aller Ruhe einen neuen Job zu suchen und würdest Du nicht in Kauf nehmen ,dass sie eine Zeit lang Hausfrau oder Teilzeitverdienerin sein würde? Bis sie etwas Neues oder sich auf dem Arbeitsmarkt etabliert hat? hm? :blumengabe:
Du liebst ja Deinen Job, daher könntest Du es ja locker "aushalten" provisorisch der "Hauptverdiener" zu sein, oder nicht? :blumengabe:
Würdest Du dies nicht tun, wenn Du in der Situation wärst?

Hausfrauen leben auf Kosten der Männer, aber HAUSMÄNNER leben auch AUF KOSTEN DER FRAUEN! Also. Nicht immer sind die Frauen die "Schmarotzerinnen" :zwinker:

Lisa_S
25.08.2008, 18:16
Hm, ja, ein Freund von mir wird deshalb gerade von einem Vorgesetzten gemobbt. Er ist um 16h gegangen, obwohl noch plötzlich was anfiel....,weil der KiGa schloss.

Der Vorgesetzte ist immer noch stinksauer...

Soviel zum Thema "Familienfreundlichkeit". :zahnschmerzen:

Nachtrag (etwas zynisch):

Also mir kommt diese Diskussion echt so vor: FRAUEN EMANZPIERT EUCH, GEHT GEFÄLLIGST ARBEITEN, IHR SCHMAROTZERINNEN VON HAUSFRAUEN!!!!!!

AAAAABER: Nein Nein, nicht bei mir. Bloss nicht bei mir. Dafür seid ihr nicht gut genug und nicht flexibel genug, nein nicht bei mir, DIE ANDEREN SOLLEN.......

Satyr, leider denken viel zu viele Unternehmer und Arbeitgeber so wie Du. Leider :zahnschmerzen:

Das ist wie "Ja ja, ich mache mir Sorgen um die Umwelt, aber auf mein Auto verzichten???? NEEEEEEEEIN! DIE ANDEREN SOLLEN ERSTMAL......

Klimawandel? Huch, ja.....tut mir sehr weh, aber DIE ANDEREN SOLLEN........ Ich und verzichten? Nein nein nein! Geht nicht denn .....bla bla bla

tralala und schubidu......

Satyr
25.08.2008, 20:20
An Satyr: Ja ja....die Argumente mit dem Jobsharing? - Geht nicht und "wir können nicht familienfreundlich sein, weil dies Arbeitsplätze gefähret" habe ich schon zuuu oft gehört.


Lisa.. es ist einfach darüber zu meckern, wenn man die Verantwortung nicht selbst trägt, meinst Du nicht? Ich habe Dir die Bedingungen genannt, unter denen bei mir gearbeitet wird. Kannst Du dir da wirklich vorstellen, wie ich diese in ein Jobsharing Modell umwandel, und dabei weiterhin eine Gewinnsteigerung hinbekomme?
Falls ja.. sags mir bitte "wie". Ernsthaft. Richtig schön durchgerechnet und ich lasse sofort mit mir reden.



Kooomisch. In nördlichen Ländern wie Dänemark, aber auch in Holland oder Frankreich gehts. Und kein Unternehmen geht dabei pleite und die Arbeitslosenquote ist in so manchen Ländern viel tiefer als in D oder CH. :ooooh:


Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Die wirtschaftlichen und politischen Vorausetzungen in diesen Ländern sind ganz andere, die strukturellen soweiso. Deshalb bin ich ja so sauer auf die Politik, das sie sich nicht an dortigen Erfolgsmodellen orientiert und mir mehr Möglichkeiten gibt. Stattdessen wird der Wirtschaftsstandort mit immer neuen Regelungen die eher Familienfeindlich sind kaputt gemacht.
Manchmal frage ich mich, ob die Politik wirklich so emanzipiert sein möchte wie sie immer vorgibt.
Ich kann nur innerhalb der existenten Rahmenbedingungen agieren und das nur mit dem zur Verfügung stehendem Geld. Ich bin kein Microsoft, kein Siemens oder eine Telekom. Ich kann mir keine Experimente leisten, die Jobs kosten, wenn sie schief gehen.

Das kannst Du anmeckern, bitteschön. Aber dann möchte ich auch konstruktiv eine vernünftige Lösung wissen. Nicht mit Schlagwörtern, sondern indem Du mir konkret sagst, was ich tun soll, wie ich das finanziere und wie ein finanzielles Risiko abgefedert wird damit die bestehenden Arbeitsplätze erhalten bleiben.



Ausserdem kennen diese Länder keine "geburtenschwache Jahrgänge". :zwinker:


Vielleicht kennen Diese Länder auch keinen Zeugungsstreik (http://de.wikipedia.org/wiki/Zeugungsstreik) ? :)




Es geht hier um die Emanzipation. Und was mich wirklich leicht säuerlich macht ist, dass Du, Satyr, hier ein bisschen stark für die Emanzipation argumentierst, jedoch selbst als Unternehmer, der es in der Hand hätte, NICHTS DAFÜR TUST!!! :ooooh: :knatsch:


Siehe oben.
Sag mir, wie ich es konkret in der Hand habe.
Nenn mir wie ich es in die Praxis umsetzen soll, ohne ein zu hohes Risiko einzugehen, so das es praktikabel ist und ich weiterhin eine Gewinnsteigerung verzeichne. Das bitte unter der Berücksichtigung der aktuellen Arbeitsbedingungen bei mir.




Dazu eine Frage - ich gehe davon aus, du bist ein Mann: Wenn DEINE Partnerin in ihrem Job sehr unglücklich wäre, gemobbt würde und lieber arbeitslos wär als in ihrem Sch@#° -job: Würdest Du ihr nicht die Möglichkeit geben, in aller Ruhe einen neuen Job zu suchen und würdest Du nicht in Kauf nehmen ,dass sie eine Zeit lang Hausfrau oder Teilzeitverdienerin sein würde? Bis sie etwas Neues oder sich auf dem Arbeitsmarkt etabliert hat? hm? :blumengabe:


Ich würde ihr raten sich neben der Arbeit um etwas neues zu bemühen.. so wie man das normalerweise macht. Warum muss man dafür erst aussteigen? Bewerbungen kann man auch verschicken während man schon einen Job hat. Sie oft sogar besser aus, als aus der Arbeitslosigkeit direkt.



Du liebst ja Deinen Job, daher könntest Du es ja locker "aushalten" provisorisch der "Hauptverdiener" zu sein, oder nicht? :blumengabe:
Würdest Du dies nicht tun, wenn Du in der Situation wärst?


Siehe oben. Ich mag Augenhöhe, meine bisherigen Partnerinnen glücklicherweise auch. Deshalb mag ich das "Hauptverdienermodell" nicht so wirklich, sondern stehe darauf das jeder sein Leben selbt finanzieren kann.

Also sehe ich keinen Grund, jemanden "auszuhalten", der schon einen Job hat. Wie gesagt.. es wird niemand daran gehindert sich währenddessen eine andere Stelle zu suchen.



Hausfrauen leben auf Kosten der Männer, aber HAUSMÄNNER leben auch AUF KOSTEN DER FRAUEN! Also. Nicht immer sind die Frauen die "Schmarotzerinnen" :zwinker:

Stimmt. Hausmänner leben genauso auf kosten der Frauen.
Schmarotzer sind beide nicht, sofern es ein Modell ist, das nicht einseitig gewählt wurde.

Inaktiver User
26.08.2008, 03:57
Vielleicht kennen Diese Länder auch keinen Zeugungsstreik (http://de.wikipedia.org/wiki/Zeugungsstreik) ? :)





Den soll´s gar nicht geben... :smirksmile: ... haben sich ja schon ein paar Stimmchen zu geäußert... zumal es wohl so sein soll, dass gerade die steigenden Geburtenraten bei Frauen zw. 30 und 40 zu verzeichnen sind... naja, schaun mer mal... watt noch so passiert...

Inaktiver User
26.08.2008, 03:59
Soviel zum Thema "Familienfreundlichkeit". :zahnschmerzen:



Und "echte" Väter... die kommen ja in dieselbe Bredouille wie viele Frauen..., wenn sie wollen :smile:

kleinenellie
26.08.2008, 06:57
Hab ich auch gedacht...

Übrigens verlangt er nur nach dynamischen >>jungen<< Männern...,

was soll´s die meisten kommen damit durch... schwärzt Du an, bist Du ja Deinen eigenen Job los. Lässt sich alles machen.

Wie ein mir bekannter Unternehmer (ehem. Jungunternehmer :smirksmile: ) mal sagte: "Wenn ich rauswerfe, nenne ich natürlich nicht den echten Grund" - falls das mit dem AGG kollidiert... .


Jetzt weiß ich jedenfalls, wo die ganzen armen, grauen, abgehetzten Männer arbeiten, die mit 35 Säufer und mit 40 Tod sind arbeiten :freches grinsen:
Wenn ich morgends, kurz vor 6 in der S Bahn sitze, ist der Anteil Männer und Frauen nämlich so 50/50. Und grau und abgehetzt schauen die meisten auch nicht aus, weder Männer noch Frauen

kleinenellie
26.08.2008, 07:03
Den soll´s gar nicht geben... :smirksmile: ... haben sich ja schon ein paar Stimmchen zu geäußert... zumal es wohl so sein soll, dass gerade die steigenden Geburtenraten bei Frauen zw. 30 und 40 zu verzeichnen sind... naja, schaun mer mal... watt noch so passiert...


Und vielleicht haben diese Länder keinen Zeugungsstreik oder Geburtenverweigerung, weil eben Männer und Frauen zusammen, partnerschaftlich nach Lösungen gesucht haben.
Und sich nicht hingestellt haben und gesagt haben, waaaaasss iiiiich soll was tun, kann ich nicht, mag ich nicht, geht ja gar nicht.
Außderdem bin ich ja nur Männerrechtler/Frauenrechterlin, die anderen interessieren mich einen Haufen Sch....
Wäre ja noch schöner, wenn man sich um einen jeden kümmern müsste:knatsch: :knatsch: :knatsch:

kleinenellie
26.08.2008, 07:12
Ich würde ihr raten sich neben der Arbeit um etwas neues zu bemühen.. so wie man das normalerweise macht. Warum muss man dafür erst aussteigen? Bewerbungen kann man auch verschicken während man schon einen Job hat. Sie oft sogar besser aus, als aus der Arbeitslosigkeit direkt.



Man merkt, du hast nie mit richtigen Mobbing zu tun gehabt. Das ist schön für dich, aber man merkt, das du dich nicht mal für einen Pfennig in jemanden reinversetzen kannst, der Mobbing erlebt.
Wenn du Tag für Tag an der Arbeit schikaniert wirst, dann macht dich das irgendwann kaputt.
Und so leicht, wie du hier schreibst, bekommt man keine neue Stelle. Wenn du also die nächste Zeit keine Aussicht auf Verbesserung hast, dann kann dich das alle machen, körperlich und vor allen seelisch.
Ich selber bin gott sei es gelobt, nicht gemobbt worden, aber ich kenne einige, denen das passiert ist. Und die kauen heute noch daran herum, obwohl die meisten eine neue, schöne Stelle haben an der sie zufrieden sind.
Lisa S. kann dazu vielleicht auch was erzählen :blumengabe:

In dieser Zeit braucht man eigentlich daheim Leute, die einen Kraft geben und einen aufbauen und unterstützen. Vielleicht habe ich dich ja falsch verstanden, aber ein Partner, der nur sagt, nu, dann bewirb dich halt woanders, der ist keine große Hilfe, eher das Gegenteil

Lisa_S
26.08.2008, 07:44
Man merkt, du hast nie mit richtigen Mobbing zu tun gehabt. Das ist schön für dich, aber man merkt, das du dich nicht mal für einen Pfennig in jemanden reinversetzen kannst, der Mobbing erlebt.
Wenn du Tag für Tag an der Arbeit schikaniert wirst, dann macht dich das irgendwann kaputt.
Und so leicht, wie du hier schreibst, bekommt man keine neue Stelle. Wenn du also die nächste Zeit keine Aussicht auf Verbesserung hast, dann kann dich das alle machen, körperlich und vor allen seelisch.
Ich selber bin gott sei es gelobt, nicht gemobbt worden, aber ich kenne einige, denen das passiert ist. Und die kauen heute noch daran herum, obwohl die meisten eine neue, schöne Stelle haben an der sie zufrieden sind.
Lisa S. kann dazu vielleicht auch was erzählen :blumengabe:

In dieser Zeit braucht man eigentlich daheim Leute, die einen Kraft geben und einen aufbauen und unterstützen. Vielleicht habe ich dich ja falsch verstanden, aber ein Partner, der nur sagt, nu, dann bewirb dich halt woanders, der ist keine große Hilfe, eher das Gegenteil

Jaa, da kann ich n Liedchen von singen so von wegen schickaniert werden :musiker:

Satyr, man merkt, dass Du keine Ahnung hast, was Mobbing überhaupt ist, also lassen wir das mal. Ich habe meinem Mann damals ohne mit der Wimper zu zucken geraten, HAU AB DORT! Und als er auf Jobsuche war, bin eben ich für uns beide aufgekommen, war ja nur vorübergehend. Genau so verhält es sich nun jetzt bei uns, aber umgekehrt. Eine Hand wäscht die andere, geben und nehmen, das nennt sich Partnerschaft :zwinker: :allesok:

Ich kann Satyr insofern verstehen, dass er wahrscheinlich fürchtet, dass die Frau nur auf sein Geld aus sein könnte. Leider siehst Du, Satyr, in jeder Frau, die beruflich nicht so erfolgreich war wie Du selbst, eine potentielle Hausfrau und "Spass-Dazuverdienerin". Ich finde, Du übertreibst und siehst die Sache sehr engstirnig. Man sollte seinen Horizont öffnen und differenzieren können und zwar von Mensch zu Mensch, denn hinter jeder Situation steckt eine Geschichte und es stecken Gründe dahinter........

Joerd
26.08.2008, 08:33
Lisa.. es ist einfach darüber zu meckern, wenn man die Verantwortung nicht selbst trägt, meinst Du nicht? Ich habe Dir die Bedingungen genannt, unter denen bei mir gearbeitet wird. Kannst Du dir da wirklich vorstellen, wie ich diese in ein Jobsharing Modell umwandel, und dabei weiterhin eine Gewinnsteigerung hinbekomme?

Also dreht es sich gar nicht darum, dass Männer das Model "Familienernährer" im Kopf haben, sondern darum dass die Chefs denen gar keine andere Wahl lassen.

Ich meine, du machst das schon konsequent, du stellst ja nur junge Männer ein, die gar keine Familie haben.

Nur, das dann von Verweigerung gesprochen wird, ist dann ja auch nicht richtig, denn sie haben ja gar keine Chance Familie zu gründen, sie kommen gar nicht in Verlegenheit zu verweigern.

Satyr rettet die Männer vor den Frauen. :freches grinsen:

Joerd
26.08.2008, 08:37
Satyr, man merkt, dass Du keine Ahnung hast, was Mobbing überhaupt ist, also lassen wir das mal.

Noch ein Grund sich unbedingt von Satyr anstellen zu lassen. :smirksmile:

Lisa_S
26.08.2008, 08:46
Noch ein Grund sich unbedingt von Satyr anstellen zu lassen. :smirksmile:

Ja, unbedingt! :freches grinsen: Obwohl: Nebst Mobbing hab ich auch schon Sklaventreiberei erlebt :zwinker:

kleinenellie
26.08.2008, 09:30
Satyr, mich täte mal interessieren, was du tun würdest, wenn einer deiner Herren zu dir gehen würde und sagen würde, meine Freundin ist schwanger, sie möchte nach der Geburt nicht aussteigen, ich nehme die Elternzeit?

Das wäre doch ein Grund zum jubeln für einen Männerrechter, der immer darauf besteht, das Väter für ihre Kinder da sein wollen.

Lisa_S
26.08.2008, 09:40
Welch ein Schmarotzer, lebt auf Kosten seiner Frau....tsssssssssssss :ooooh:

:freches grinsen:

Satyr
26.08.2008, 09:53
Man merkt, du hast nie mit richtigen Mobbing zu tun gehabt. Das ist schön für dich, aber man merkt, das du dich nicht mal für einen Pfennig in jemanden reinversetzen kannst, der Mobbing erlebt.


Mh doch.. wobei mich hier diese Pauschale stört.
Es gibt viele Grade von Mobbing.. einige habe ich während meiner Ausbildung erlebt. Da habe ich mich dann, weil ich da raus wollte, auf jeden Scheissjob beworben und bin 3 Monate in einem Hotel (Ibis.. die haben tolle Zimmer, für kleines Geld *Werbung mach* *G*) putzen gegangen, um finanziell über die Runden zu kommen. In den 3 Monaten habe ich dann weiterhin nebenher einen Betrieb gesucht, bei dem ich meine Ausbildung beenden konnte. Hat glücklicherweise geklappt.

Aber vielleicht war das auch kein so heftiger Grad des mobbens, wie der von dem Du redest. Das kann ich (genausowenig wie Du) nicht beurteilen.



Und so leicht, wie du hier schreibst, bekommt man keine neue Stelle.


Das kommt auf meine Ansprüche und meine Prioritätensetzung an.
Siehe:


Wenn du also die nächste Zeit keine Aussicht auf Verbesserung hast, dann kann dich das alle machen, körperlich und vor allen seelisch.


Eben. Und deshalb sah ich den Putzjob damals als Verbesserung an. Das tut nicht jeder.. da muss man selbst sehen, was man möchte.



In dieser Zeit braucht man eigentlich daheim Leute, die einen Kraft geben und einen aufbauen und unterstützen. Vielleicht habe ich dich ja falsch verstanden, aber ein Partner, der nur sagt, nu, dann bewirb dich halt woanders, der ist keine große Hilfe, eher das Gegenteil

Kraft geben und unterstützen, sofort. Ich würde wenn nötig die Bewerbungen meiner Partnerin selbst schreiben, alle Kontakte die ich so habe versuchen zu nutzen das sie irgendwo anders unterkommt usw. usw..
Nur ihre Eigenständigkeit, die würde ich ihr nicht nehmen.



Ich kann Satyr insofern verstehen, dass er wahrscheinlich fürchtet, dass die Frau nur auf sein Geld aus sein könnte. Leider siehst Du, Satyr, in jeder Frau, die beruflich nicht so erfolgreich war wie Du selbst, eine potentielle Hausfrau und "Spass-Dazuverdienerin".


Nein.. ich glaube Du verkennst mich und ordnest mich zu schnell in eine Schublade, in die ich nicht passe.
Ich brauche keine Frau die beruflich so erfolgreich ist wie ich. Klar, wenn sie es ist, würde ich mich für sie(!) freuen. Aber nötig ist das nicht. Ich möchte nur eine Frau, die eigenständig ihr Leben führen kann. DAS ist mir in der Tat wichtig. Nicht weil ich Angst um mein Geld habe, sondern weil ich die Augenhöhe nicht verlieren möchte. Das hat weniger finanzielle Gründe. Ich fühle mich einfach wohler in einer Beziehung, in der beide eigenständig im Leben stehen können. Ist schwierig zu erklären warum, hat mit Hausfrauendings aber nichts zu tun.



Man sollte seinen Horizont öffnen und differenzieren können und zwar von Mensch zu Mensch, denn hinter jeder Situation steckt eine Geschichte und es stecken Gründe dahinter........


Da sind wir uns einig. Deshalb werden meine Antworten auf die pauschalen Fragen hier auch den Situationen nicht immer ganz gerecht - können sie auch gar nicht.
Würde meine Freundin beispielsweise im Betrieb körperlich angegangen, sexuell belästigt oder zu arbeiten gezwungen die ihre Gesundheit stark gefährden - obwohl es auch anders ginge und ein wirklich großes Risiko vorhanden ist.. DANN würde ich ihr natürlich auch sagen "Komm raus da!" und das Ganze finanzieren. Wobei ich ihr auch gleichzeitig meinen Anwalt bezahlen würde um dise Idioten zu verklagen.

Das ist das, was ich weiter oben meinte. Es kommt eben auf den Grad des Mobbings an und auch die Art.



Satyr, mich täte mal interessieren, was du tun würdest, wenn einer deiner Herren zu dir gehen würde und sagen würde, meine Freundin ist schwanger, sie möchte nach der Geburt nicht aussteigen, ich nehme die Elternzeit?


Der eine der das bisher wollte, bei dem war es für mich schade drum.. aber durchgezogen hat er es dann eh nicht, weil recht schnell festgestellt wurde, das es finanziell dann zu eng wird (frag mich nicht wieso genau, den Einblick hab ich da nicht).

Aber.. was erwartest Du von mir? Natürlich habe ich bei mir den Konflikt "privat: Männerrechte - Geschäftlich: Der Firma verpflichtet". Das macht mir nicht immer Spaß, ich hätte gern einige Dinge anders. Den Mitarbeitern die Kinder zu Hause haben, versuche ich soweit wie möglich mit Heimarbeit und so viel Freizeit wie vertretbar entgegen zu kommen. Mehr kann ich leider nicht tun, auch wenn ich würde. Das ist keine Boshaftigkeit, ich sehe einfach die Wege nicht.
Manchmal glaube ich, das man mir vorwerfen möchte, ich würde das alles absichtlich so handhaben um Leute zu ärgern, zu behindern oder sonstwas. Aber dem ist definitiv nicht so. Deshalb frage ich ja immer nach praxisnahen Lösungen, die ich ganz konkret umsätzen kann, ohne das mein Gewinn dabei leidet oder weniger Arbeit gemacht werden kann - und ich keine Risiken trage die böse nach hinten losgehen können.

Wie gesagt.. an solchen Dingen hängen existente Arbeitsplätze. Die Verantwortung für diese, kann ich einfach nicht vergessen. Und dann wird man vorsichtiger. Auch wenn ich oft gern anders würde.

reiner
26.08.2008, 11:18
Soderle, jetzt hat sich dieser thread genauso entwickelt wir mein erster Versuch.
Hausfrauenehe die erste (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=60283)
Nix neues unter der Sonne.

Fasse ich die mainstreammeinung mal zusammen:

Alle Frauen wollen arbeiten und keine Dauerhausfrau sein. Leider lassen es die Verhältnisse nicht zu. Amen. :freches grinsen:

Lisa_S
26.08.2008, 11:43
Soderle, jetzt hat sich dieser thread genauso entwickelt wir mein erster Vesuch.
Hausfrauenehe die erste (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=60283)
Nix neues unter der Sonne.

Fasse ich die mainstreammeinung mal zusammen:

Alle Frauen wollen arbeiten und keine Dauerhausfrau sein. Leider lassen es die Verhältnisse nicht zu. Amen. :freches grinsen:

Das hat niemand gesagt. Fakt ist: Es ist schwer, einen Job zu finden. Fakt ist: Wer Dauerhausfrau sein möchte....warum nicht? - Wenn der Partner damit einverstanden ist? - Dies gilt übrigens auch für DauerHAUSMÄNNER :zwinker:

Fakt ist: - Viele Unternehmen sind von "Familienfreundlichkeit" weit entfernt. (Im Gegensatz zu anderen Ländern).

Fakt ist, dass sich in Sachen Emanzipation noch einiges tun muss, und zwar auch für MÄNNER!

kleinenellie
26.08.2008, 11:55
Soderle, jetzt hat sich dieser thread genauso entwickelt wir mein erster Vesuch.
Hausfrauenehe die erste (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=60283)
Nix neues unter der Sonne.

Fasse ich die mainstreammeinung mal zusammen:

Alle Frauen wollen arbeiten und keine Dauerhausfrau sein. Leider lassen es die Verhältnisse nicht zu. Amen. :freches grinsen:


Schade, das von dir nur Verallgemeinerungen kommen und du so gar nicht auf die eingehst, die hier schreiben. Und vor allem, keine Verbesserungsvorschläge von dir kommen.
Aber hier schreiben und andere abqualifizieren (Frauen wollen doch gar nicht arbeiten:knatsch: ), das ist natürlich einfacher für dich.

Ich lebe alleine, arbeite wie es sich gehört für meinen Unterhalt. Ich fühle mich von dir total veralbert.
Hier schreiben viele Alleinerziehende, arbeitende Frauen. Meinst du, wenn die hier von ihren oft harten Alltag erzählen und hören dann von dir, du faule Trulla, meinst du, die finden das angenehm?

Doch leider leider (s.o.) kommt von dir nur deine schreckliche Angst vor den bösen Hausfrauen, den Männervernichterinnen.
So hat Diskussion null zweck.
Für dich sind halt alle Frauen stinkfaul und nur an nichtstun als Hausfrau interessiert. Wird sich auch nicht ändern, wenn sich hier noch mehr Frauen den Mund fusselig reden

Max
26.08.2008, 12:04
Wird sich auch nicht ändern, wenn sich hier noch mehr Frauen den Mund fusselig redenach... mach dir nichts draus... ich glaube langsam das muß hier so sein... :blumengabe:

und wenn man in irgendeinem Strang dann mal so ganz aus Versehen zu einer Annäherung kommt... dann geht es im nächsten Strang eben mit genau den gleichen Vorwürfen zu genau dem gleichen Thema wieder von vorn los... :smirksmile:

Lisa_S
26.08.2008, 12:07
"Ach nehmts ihm nicht übel, nehmt ihm alles" (Ivana Trump)

(Um noch eins drauf zu setzen)

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

:blumengabe:

arouet58
26.08.2008, 12:26
und wenn man in irgendeinem Strang dann mal so ganz aus Versehen zu einer Annäherung kommt...
Annäherung?
Wo kommt es hier zu Annäherungen?
Ich hoffe, ich kann das Schlimmste noch verhindern.
Mühe werde ich mir jedenfalls geben!
Ansonsten werde ich jede Annäherung konsequent der Moderation melden!

Lisa_S
26.08.2008, 12:33
Ach Leute, spielt doch überhaupt keine Rolle, oder? Ist nicht das Wichtigste, dass beide Partner mit dem jeweiligen Modell einverstanden, glücklich und zufrieden sind?

Da kann es doch wirklich sch@#°egal sein, ob frau/mann als "emanzipiert" oder "nicht emanzipiert" betitelt wird. Oder nicht? :zwinker:

Wer die klassische Ehe leben möchte, soll eben das klassich-traditionelle Modell wählen. Wer dies nicht tun möchte, tut es eben nicht. Auf jede Pfanne passt ein Deckel. :blumengabe:

kleinenellie
26.08.2008, 12:36
Annäherung?
Wo kommt es hier zu Annäherungen?
Ich hoffe, ich kann das Schlimmste noch verhindern.
Mühe werde ich mir jedenfalls geben!
Ansonsten werde ich jede Annäherung konsequent der Moderation melden!


Wahnsinnig komisch :knatsch:

Satyr
26.08.2008, 12:38
Ach Leute, spielt doch überhaupt keine Rolle, oder? Ist nicht das Wichtigste, dass beide Partner mit dem jeweiligen Modell einverstanden, glücklich und zufrieden sind?


Solange man dann nicht bei der Scheidung hört: "Und für DICH habe ich auf meine Karriere verzichtet! Deshalb will ich jetzt auch...."

Lisa_S
26.08.2008, 12:39
Solange man dann nicht bei der Scheidung hört: "Und für DICH habe ich auf meine Karriere verzichtet! Deshalb will ich jetzt auch...."

Neeeeee! Man hört "Nimm's ihm nicht übel, nimm ihm alles" (Ivana Trump)

:freches grinsen: :aetsch:

Satyr
26.08.2008, 12:43
Neeeeee! Man hört "Nimm's ihm nicht übel, nimm ihm alles" (Ivana Trump)

:freches grinsen: :aetsch:

Ernsthaft, ich weiß Du meinst das jetzt nur als Witz.
Aber grade WEIL es eben auch Frauen gibt, die diesen Unsinn ernst meinen, ist das Hausfrauenmodell (auch) so in Verruf geraten. Da beginnen Männer eben irgendwann nachzudenken, ob es DAS ist, was sie möchten. Brechtigterweise.

reiner
26.08.2008, 12:55
Schade, das von dir nur Verallgemeinerungen kommen und du so gar nicht auf die eingehst, die hier schreiben. Und vor allem, keine Verbesserungsvorschläge von dir kommen.
Aber hier schreiben und andere abqualifizieren (Frauen wollen doch gar nicht arbeiten:knatsch: ), das ist natürlich einfacher für dich.

Da bin ich jetzt aber ganz doll betroffen. Das du und andere Frauen sich abqualifiziert fühlen. Ich versichere der dauerbetroffenen kleinenellie dass ich sie auch lieb habe. Na wieder gut? :wangenkuss:



Doch leider leider (s.o.) kommt von dir nur deine schreckliche Angst vor den bösen Hausfrauen, den Männervernichterinnen.
So hat Diskussion null zweck.
Für dich sind halt alle Frauen stinkfaul und nur an nichtstun als Hausfrau interessiert. Wird sich auch nicht ändern, wenn sich hier noch mehr Frauen den Mund fusselig reden

Wenn du dich aber mal von deiner eigenen verallgemeinernden Betroffenheit lösen könntest, hättest du festgestellt, dass ich frühzeitig erläuterte habe, warum die Hausfrauenehe ein Risiko darstellt.
Will aber auch keine hören. Aber hinterher betroffen sein. Vergiß es.

Es scheint ja auch dir schwerzufallen zu einem einfachen Konsens zu kommen:

1. Die finanzielle Sicherheit der Hausfrau beruht auschließlich auf der Ehe und der damit gesetzlich verbunden Regelungen. Diese Ehe kann geschieden werden.

2. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen genau wie Männer für ihren Lebensunterhalt einer Arbeit nachgehen. Die Kinderfrage ist mit der Mann und dem Arbeitgeber zu regeln. Da gibts noch Defizite. Ist hier nicht das Thema.

3. Manchmal kommt es anders als man will, das ändert aber nichts am Prinzip. Wer sich heute noch auf das Hausfrauenmodell einlassen will hat mein Verständnis nicht.

Max
26.08.2008, 13:09
Ernsthaft, ich weiß Du meinst das jetzt nur als Witz.
Aber grade WEIL es eben auch ...ja... jetzt weißt du auch, warum ich mein Haus im Winter nicht verlasse...


WEIL es eben auch Menschen gibt, die im Schnee erfroren sind... :schneemann:

Satyr
26.08.2008, 13:13
ja... jetzt weißt du auch, warum ich mein Haus im Winter nicht verlasse...


WEIL es eben auch Menschen gibt, die im Schnee erfroren sind... :schneemann:

Nö. Deshalb ziehe ich mir im Winter mehr an, als im Sommer.
Aber deshalb bleibe ich nicht drinnen. Hinkt ein wenig :)

Lisa_S
26.08.2008, 13:17
ja... jetzt weißt du auch, warum ich mein Haus im Winter nicht verlasse...


WEIL es eben auch Menschen gibt, die im Schnee erfroren sind... :schneemann:

...und weil einige Ausländer sich nicht benehmen können, sind nun ALLE Ausländer Pfui, nicht wahr? :zwinker:

..weil einige Hausfrauen wirklich zu faul zum arbeiten sind, sind nun alle Hausfrauen Pfui-Bah faule Kühe? :zwinker:

..weil einige Leute im Strassenverkehr verunglücken, fährt man besser nicht Auto? :zwinker:

...weil einige Männer Frauen vera@#° sind nun alle Männer Schweine! Jawohl! :freches grinsen: Sie wollen alle eh nur das Eine, nicht wahr? :freches grinsen:

...weil einige Frauen aufs Geld der Männer aus sind, sind auf einmal ALLE Hausfrauen Blutegel? :freches grinsen:

Satyr
26.08.2008, 13:19
Muss halt jeder selbst entscheiden, welches Risiko er eingehen möchte.
Ausländer sind mir (genauso wie Inländer) völlig egal, solange ich sie nicht kenne und sie nichts tun was mir schade. Wenn mir einer (egal ob Ausländer oder Inländer) schadet, bekommt der halt ärger.

Problem ist nur, wenn eine Hausfrau mir nach der Scheidung schaden will, bleibt der Ärger an mir hängen, nicht an ihr. DA ist der Unterschied.

Wer das Risiko eingehen möchte, bitteschön. Nix dagegen. Aber bitte nicht darüber beschweren das immer mehr Männer (und Frauen) dies eben nicht möchten und deshalb das Hausfrauenmodell ablehnen.

Lisa_S
26.08.2008, 13:28
Muss halt jeder selbst entscheiden, welches Risiko er eingehen möchte.
Ausländer sind mir (genauso wie Inländer) völlig egal, solange ich sie nicht kenne und sie nichts tun was mir schade. Wenn mir einer (egal ob Ausländer oder Inländer) schadet, bekommt der halt ärger.

Problem ist nur, wenn eine Hausfrau mir nach der Scheidung schaden will, bleibt der Ärger an mir hängen, nicht an ihr. DA ist der Unterschied.

Wer das Risiko eingehen möchte, bitteschön. Nix dagegen. Aber bitte nicht darüber beschweren das immer mehr Männer (und Frauen) dies eben nicht möchten und deshalb das Hausfrauenmodell ablehnen.

Und wieder werden alle Hausfrauen in einen Topf geworfen. :ooooh:

Und wer sagt, dass es überhaupt eine Scheidung geben wird? :ooooh:

Du musst sehr schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht haben. Ich will gar nicht wissen, was für (Haus-?)Frauen Du kennst.

Schön wäre, wenn sich echte Hausfrauen zu Wort melden würden....die können ihre Situation besser schildern.

kleinenellie
26.08.2008, 13:30
Da bin ich jetzt aber ganz doll betroffen. Das du und andere Frauen sich abqualifiziert fühlen. Ich versichere der dauerbetroffenen kleinenellie dass ich sie auch lieb habe. Na wieder gut? :wangenkuss:



Wenn du dich aber mal von deiner eigenen verallgemeinernden Betroffenheit lösen könntest, hättest du festgestellt, dass ich frühzeitig erläuterte habe, warum die Hausfrauenehe ein Risiko darstellt.
Will aber auch keine hören. Aber hinterher betroffen sein. Vergiß es.

Es scheint ja auch dir schwerzufallen zu einem einfachen Konsens zu kommen:

1. Die finanzielle Sicherheit der Hausfrau beruht auschließlich auf der Ehe und der damit gesetzlich verbunden Regelungen. Diese Ehe kann geschieden werden.

2. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen genau wie Männer für ihren Lebensunterhalt einer Arbeit nachgehen. Die Kinderfrage ist mit der Mann und dem Arbeitgeber zu regeln. Da gibts noch Defizite. Ist hier nicht das Thema.

3. Manchmal kommt es anders als man will, das ändert aber nichts am Prinzip. Wer sich heute noch auf das Hausfrauenmodell einlassen will hat mein Verständnis nicht.


Ne, ich bin nicht gut. Ich lasse mich nämlich nicht gerne vorführen und verarschen.
Zumindest weiß ich jetzt, was du uns sagen willst.
Hausfrauen sind sche.....
Lösungen oder Vorschläge sind wurscht, hast du nicht nötig.
Danke, das war das letzte Mal, das ich mit dir geredet habe. Jetzt kannst du mich gerne als
"dauerbetroffen" verarschen, lieber dauerbetroffen und versuchen, anderen zu helfen,
als nur dumm daherlabern. PN kannste dir sparen

Max
26.08.2008, 13:30
Hinkt ein wenig :)nee... das hinkt nicht nur... das ist totaler Quatsch... :smirksmile:

wenn ich aber alle "Gefahren, die das Leben so mit sich bringt" so hoch einschätzen würde wie du die Gefahr, an eine absolut kompromisslose egoistische und berechnende Frau zu geraten, dann würde mir allerdings kaum noch etwa bleiben als mich in meiner Hütte zu verkriechen...

aber... ich bin da dann doch lieber etwas optimistischer und verlasse mich darauf, dass es so ein paar Dinge gibt, die ich selber in der Hand habe... :smile:

Satyr
26.08.2008, 13:40
Und wieder werden alle Hausfrauen in einen Topf geworfen. :ooooh:


So wie Du halt gestern die Arbeitgeber :)



Und wer sagt, dass es überhaupt eine Scheidung geben wird? :ooooh:

Du musst sehr schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht haben. Ich will gar nicht wissen, was für (Haus-?)Frauen Du kennst.


Nö.. also meine persönlichen Beziehungserfahrungen mit Frauen waren alle recht toll. Klar, die Trennungen haben weh getan.. aber das war im Ganzen trotzdem in Ordnung.

Ich muss aber auch keine schlechten Erfahrungen gemacht haben um realistisch zu sein. Sieh Dir die Scheidungsquote an. Und sie ist noch immer am steigen.
Das ist ja auch ok, Scheidungen sind nichts schlimmes. Nur wenn Scheidungen immer mehr zur Alltagsrealität werden, dann verändern sich auch die Beziehungen die man eingeht. Das ist etwas völlig normales.
Als die Hausfrauenehe noch die 100%ige norm darstellte, war die Ehe generell anders. Sie war auf "ein ganzes Leben" ausgerichtet. Das ist sie heutzutage nicht mehr. Klar, bei der Eheschließung nimmt das Paar sich das vor. Und ich glaube auch jedem, das er es in dem Moment so sieht. Aber die Realität zeigt, das die Möglichkeit der Scheidung immer häufiger genutzt wird.
Also erwarte ich von meinem Partner auch mehr Eigenständigkeit, damit eine SCHEIDUNG dann auch wirklich bedeutet, das man sich SCHEIDET. Und nicht, das man nur den Wohnort nicht mehr teilt, die Kasse aber schon.
Das meine ich weder böse, noch hat es mit schlechten Erfahrungen zu tun. Es ist nur ein Anpassen an die neuen Beziehungsrealitäten.

(Ich persönlich, würde ja auch gern erst im Altersheim heiraten. Wenn ich dort mit der Frau sitze, die ich in dem Moment liebe, kann ich auf mein Leben zurückblicken und von dem Standpunkt aus sagen, ob ich die Frau "meines Lebens" heirate oder nicht. Das fände ich ehrlicher und auch romantischer. Aber nuja.. )



wenn ich aber alle "Gefahren, die das Leben so mit sich bringt" so hoch einschätzen würde wie du die Gefahr, an eine absolut kompromisslose egoistische und berechnende Frau zu geraten, dann würde mir allerdings kaum noch etwa bleiben als mich in meiner Hütte zu verkriechen...


Hach Max.. das hatten wir beide doch schon so oft :)
Ich glaube nicht, das ich an eine egoistische und berechnende Frau gerate. Ich glaube nur, das Menschen sich im Laufe ihres Lebens verändern und das Trennungssituationen Kränkungen beinhalten, nach denen man eventuell nicht mehr rational handelt. Das ist menschlich, nur eben für mich dann blöd, wenn ich dadurch der Dumme bin. (Nicht falsch verstehn, ich will nicht das SIE der Dumme ist, sondern das es keinen Dummen in der Geschichte gibt).




aber... ich bin da dann doch lieber etwas optimistischer und verlasse mich darauf, dass es so ein paar Dinge gibt, die ich selber in der Hand habe...


Vielleicht verstehst Du mich deshalb nicht. Du HAST nämlich, was diesen Kontext angeht, mehr in der Hand als ich. Da wird man mir gleich sicher wiedersprechen.. aber es ist trotzdem das, was man als Mann so sieht, fühlt und mitbekommt. Und das nicht zu unrecht. Für Dich sieht eine Scheidungssituation nunmal anders aus, als für mich. Und das per Geschlecht.
Vielleicht verstehst Du mich deshalb nicht und schiebst es auf "völlig überzogene Ängste". Wer diese nicht haben muss, versteht sie eben nicht.

Max
26.08.2008, 13:49
Für Dich sieht eine Scheidungssituation nunmal anders aus, als für mich. Und das per Geschlecht...entschuldige Satyr... aber auf Grund meiner eigenen Erfahrung wage ich doch "die Vorteile per Geschlecht" anzuzweifeln...

ich werde jetzt nicht näher darauf eingehen... aber du kannst mir glauben, das ein Richter nicht allein deshalb für oder gegen einen Menschen entscheidet, weil er "das richtige" oder "das falsche" Geschlecht hat... ein bisschen mehr gehört schon noch dazu...

Satyr
26.08.2008, 13:51
entschuldige Satyr... aber auf Grund meiner eigenen Erfahrung wage ich doch "die Vorteile per Geschlecht" anzuzweifeln...

ich werde jetzt nicht näher darauf eingehen... aber du kannst mir glauben, das ein Richter nicht allein deshalb für oder gegen einen Menschen entscheidet, weil er "das richtige" oder "das falsche" Geschlecht hat... ein bisschen mehr gehört schon noch dazu...

Nein.. aber wenn es die Hausfrauenehe war und Kinder im Spiel sind, entscheidet er - in für mich wichtigen Dingen - eben nicht in meinem Sinne. Und das würde bei mir verdammt viel Kaputt machen.

arouet58
26.08.2008, 13:54
Nicht falsch verstehn, ich will nicht das SIE der Dumme ist Also, ich würde das wollen.

So ist jedenfalls mein Verständnis von Fairness.

Tschuldigung, Kleinenellie, ich schäme mich auch ganz arg.

Satyr
26.08.2008, 13:55
Also, ich würde das wollen.

So ist jedenfalls mein Verständnis von Fairness.

Tschuldigung, Kleinenellie, ich schäme mich auch ganz arg.


Du bist ja auch ein komischer Vogel :freches grinsen:
(Tschuldige.. meine Nacht war kurz, da kommen mir solche Kalauer schonmal in den Kopf *g*)

Max
26.08.2008, 14:02
Nein.. aber wenn es die Hausfrauenehe war und Kinder im Spiel sind, entscheidet er - in für mich wichtigen Dingen - eben nicht in meinem Sinne. Und das würde bei mir verdammt viel Kaputt machen.ja und genau deshalb ist es doch in Ordnung, dass sich jeder "sein Modell" aussuchen kann...

Du willst keine Hausfrauenehe?... nun sicherlich wirst du dir keine Partnerin suchen, die genau das will...

Ein anderer will die Hausfrauenehe weil er sich mit dem ganzen Haushaltskrempel nicht abgeben will?... nun... sicherlich wird er sich nicht unbedingt eine Partnerin suchen, die ebenfalls eine Abneigung dagegen hat...

ist doch ok... jedem das seine!... deswegen muß man doch aber nicht alle Frauen in einen Topf stecken... :smirksmile:

arouet58
26.08.2008, 14:13
Du bist ja auch ein komischer Vogel :freches grinsen:
Da gibt es nichts zu entschuldigen.
Wenn ich mich so umsehe, sind die komischen Vögel in Scheidungskriegen keine selten anzutreffende Spezies.
Weshalb das Eingehen einer Partnerschaft mit Kindern SEHR gut überdacht sein will.
Besser Vorsicht als Nachsicht.

Joerd
26.08.2008, 14:21
Du willst keine Hausfrauenehe?... nun sicherlich wirst du dir keine Partnerin suchen, die genau das will...

Es würde ihn nichts nützen, da er Kinder so oder so nicht versorgen könnte, mit seinen Arbeitspensum und Auslandsaufenthalten.

Satyr
26.08.2008, 14:39
@Joerd
Ich habe nicht vor weiterhin derart zu arbeiten, sobald Kinder anstehen. Das Arbeitspensum das ich jetzt leiste, mache ich eigentlich nur um finanziell vorzubauen und dann machen zu können was ich will - eben weil ich es mir finanziell leisten kann.


ja und genau deshalb ist es doch in Ordnung, dass sich jeder "sein Modell" aussuchen kann...


Wie gesagt. Sehe ich genauso. Solange bei einer Scheidung dann nicht gesagt wird "Wegen DIR habe ich auf meine Karriere verzichtet, deshalb will ich jetzt..."



ist doch ok... jedem das seine!... deswegen muß man doch aber nicht alle Frauen in einen Topf stecken... :smirksmile:

Das tue ich die ganze Zeit nicht, es wird mir nur immer wieder unterstellt.

Schussel
26.08.2008, 14:49
Wie gesagt. Sehe ich genauso. Solange bei einer Scheidung dann nicht gesagt wird "Wegen DIR habe ich auf meine Karriere verzichtet, deshalb will ich jetzt..."




Satyr, Du hast anscheinend keine Kinder, denn dann wüßtest Du, daß Theorie und Praxis oft etwas anders aussehen in diesem Bereich.
Man kann sich toll vornehmen, wie alles läuft, aber es gibt nichts, was Kinder nicht auf den Kopf stellen würden.:freches grinsen:
Wenn es wirklich eine absolut gleichberechtige Beziehung gibt, in der beide gleichviel arbeiten und Kinder betreuen, dann gebe ich Dir recht. Aber das ist leider absolut selten.
Mein Mann und ich haben beide in etwas dieselbe Qualifikation. Mit 2 Kindern ist es jedoch nicht möglich, daß beide Vollzeit arbeiten und sich regelmäßig versetzen lasssen. Also haben wir GEMEINSAM beschlossen, daß er Vollzeit arbeiten kann und auch alles macht, was seine Karriere fördert. Ich arbeite Teilzeit, um die Kinder zu betreuen, mache den Haushalt etc. Andererseits würden wir beide beruflich nicht wirklich vorwärtskommen.
Ich könnte mich im Falle der Scheidung selbst versorgen und auch ohne Unterhalt die Kinder alleine durchbringen. Aber FAIR wäre das nicht. Denn ich habe für unseren Lebensplan zurückgesteckt.

reiner
26.08.2008, 16:11
Ich könnte mich im Falle der Scheidung selbst versorgen und auch ohne Unterhalt die Kinder alleine durchbringen. Aber FAIR wäre das nicht. Denn ich habe für unseren Lebensplan zurückgesteckt.

Genau darum gehts hier. :ahoi: Immer dasselbe Dilemma, und die Trennung ist eben heute keine Ausnahme.


Ich arbeite Teilzeit, um die Kinder zu betreuen, mache den Haushalt etc. Andererseits würden wir beide beruflich nicht wirklich vorwärtskommen.
Wohin will er denn kommen?

Lisa_S
26.08.2008, 17:01
Aber Satyr! Es gibt doch die Gütertrennung und Eheverträge! Also was soll das eigentlich?

Übrigens: Hab ich grad gesehen, dass meine Jobchancen in Deutschland gar nicht so übel sind :yeah:

ICH KOMME NACH HAUSEEEEEEEEEEEEEE :yeah:

:yeah:

Dieses OT nur so nebenbei. Schulligung! :freches grinsen: :blumengabe:

Ja, zum Thema...HOME SWEET HOME... äh nein! ZUM THEMA: Gibt ja heutzutage x Regelungen, um den "armen ausgebeuteten Ex-Ehemännern" :zwinker: zu helfen.

Huh, muss mich dann wieder mit den Deutschen Gesetzen vertraut machen. "Ehegattensplitting"...oder wie war das nochmal?

Noch etwas zum Posting von "Schussel".

Wenn Kinder da sind, finde ich es vollkommen richtig, dass ein Elternteil zurücksteckt. Warum immer die Frau? - Weil - Satyr, das haben wir besprochen - Männern/Vätern viel weniger Teilzeitmöglichkeiten geboten werden, darum! Das Modell, beide Eltern arbeiten Vollzeit und das Kind wird auch vollzeit in die Krippe abgeschoben, find ich persönlich sch&#166;@&#176;#&#176;. Wenn beide Karriere machen wollen, muss man keine Kinder auf die Welt setzen. Finde ich persönlich. Kinder sind keine Spielzeuge, die man - wenn sie lästig werden, oder weil man vollzeit arbeiten will - in eine Schublade (Krippe) abschieben kann. Das find ich den Kindern gegenüber nicht fair. Teilzeit geht das ja noch, aber vollzeit? - Ich würd mich als Kind bei meinen Eltern bedanken .....:nudelholz: :heul:

Satyr
26.08.2008, 18:16
Satyr, Du hast anscheinend keine Kinder, denn dann wüßtest Du, daß Theorie und Praxis oft etwas anders aussehen in diesem Bereich.


Sagen wirs so.. ich weiß wie es ist, ein kleines Kind alleine zu betreuen und trotzdem vollzeit arbeiten zu müssen. Aber ja, ich rede nicht von meinem Kind.
Hat für mich keinen Unterschied gemacht.



Ich könnte mich im Falle der Scheidung selbst versorgen und auch ohne Unterhalt die Kinder alleine durchbringen. Aber FAIR wäre das nicht. Denn ich habe für unseren Lebensplan zurückgesteckt.

Warum wäre das nicht fair? Lassen wir mal Kindesunterhalt aussen vor, da kann es meiner Meinung nach gar nicht genug geben.
Aber Du hast, wie Du selbst sagst, nicht für IHN zurückgesteckt, sondern für EUREN Lebensplan. Genauso übrigens wie er. Du hast bei der Karriere zurückgesteckt. Er hat bei der Kinderbetreuung zurückgesteckt. Das ist etwas, das meiner Meinung nach oft unterschätzt wird. Die Folgen bei Dir sind, weniger Jobchancen, weniger Geld, weniger Karriere. Das ist nicht wenig, keine Frage.
Die Folgen bei ihm sind oft (ob jetzt bei Euch direkt weiss ich nicht, ich gehe da mal "pauschal" ran.. anders gehts leider nicht) weniger (nicht keine, nur weniger) Bindung zu den Kindern, wichtige Entwicklungsschritte bei den Kindern verpassen, weniger Einblick/Mitsprache bei der Erziehung, generell weniger Kinder erleben. Bei der Scheidung, ist die Folge dann oft seine Kinder nur noch alle 14 Tage zu sehen. Auf jedenfall nicht mehr täglich.
Das ist für mich auch ne menge. Leider wird aber immer nur gesagt, das die Mutter die zu Hause bleibt verzichtet. Den Verzicht der Väter, sieht niemand. Ich finde beide gleichwertig, deshalb sollte auch nicht einer nach der Scheidung ausgeglichen werden und der andere nicht. Im Gegenteil, der Vater wird ja nicht nur nicht ausgeglichen, sondern noch weiter beschnitten.



Aber Satyr! Es gibt doch die Gütertrennung und Eheverträge! Also was soll das eigentlich?


Hast Du mal versucht einer Frau in meinem Alter (25) klar zu machen, das ein Ehevertrag etwas vernünftiges ist? Dann darfst Du gegen "Wie jetzt.. Du denkst JETZT schon an Trennung? Wofür heiraten wir dann überhaupt!?" argumentieren.
Zumal ein Ehevertrag am Ende oft vor Gericht eh nicht besteht. Zumindest in Deutschland. Dinge die ich gern reinschreiben möchte, würden wohl als sittenwiedrig gelten (kompletter Unterhaltsausschluss usw.)



Ich würd mich als Kind bei meinen Eltern bedanken .....


Einige Kinder tun dies tatsächlich. Durch die frühe sozialisierung mit anderen Kindern, haben sie früher, schneller und ausführlicher ein soziales miteinander erlernen können - was laut neusten Forschungen eher positiv ist. Aber da brauchen wir uns nicht streiten. Da hat jeder seine Meinung, die auch jeder haben darf. Aber dann bitte die des anderen auch respektieren. "Schlecht" fürs Kind ist so ein Modell jedenfalls nur, wenn man es dem Kind schlecht verkauft bzw. dem Kind zeigt, das man es "schlecht" findet (das Modell, nicht das Kind).

Lisa_S
26.08.2008, 19:12
Satyr, auf die Vollzeit-working-Eltern möchte ich nicht weiter eingehen, denn ich bin strikt gegen das Modell! Nicht weil ich selbst Kinder habe/will und auch nicht weil ich faul bin. Ich bin von diesem Modell ganz und gar nicht überzeugt! Trotz irgendwelcher "Studien", die beweisen, wie positiv dies sei, es gibt genau so viele "Studien", die besagen, dass es den Kindern schadet. Was ist nun wahr? Was nicht? - Egal. Meine pers. Meinung zu diesem Modell ist NEIN! und ich respektiere alle Eltern, die wirklich für ihre Kinder da sein möchten. Ob dies nun der Mann oder die Frau ist: egal!


Hast Du mal versucht einer Frau in meinem Alter (25) klar zu machen, das ein Ehevertrag etwas vernünftiges ist?

Ach, du sprichst mal wieder von ALLEN Frauen? Klasse. Ich sag Dir was: Mit 25 war ich noch mitten im Studium und meine Beziehungen damals scheiterten, WEIL DIE MÄNNER eine Hausfrau zu Hause wollte, bzw. dass ich als Frau beruflich zurückstecken sollte, wenn "wir mal Kinder hätten...". (Ich wollte nie Kinder...bis heute bin ich kinderlos aus Überzeugung). Ich wollte damals, mit 25, Karriere machen. Fiel auf die Nase mit dem mobbenden Chef später. Egal. Erfuhr nun vor ganz ganz Kurzem, dass .....HUURRRA UND JUHEE! ....unter Umständen Chancen bestehen, meine ursprünglich geplante Laufbahn fortzuführen. (Und hoffe diesmal ohne Mobbing!). Wie dem auch sei...

Satyr, man merkt, dass Du noch sehr jung bist und wenig Lebenserfahrung hast. (Und dass man mit 25 ein eigenes Unternehmen besitzt macht mich ehrlich gesagt sehr sehr stutzig!!! Und sehr skeptisch! :ooooh: However.....). Dies soll nichts Negatives sein, sondern: Ich war mit 25 (sofern dieses Alter stimmt) sehr ähnlich und sehr engstirnig und radikal in meinen Ansichten. Das kommt daher, dass einem noch die entsprechende Lebenserfahrung fehlt, die den Horizont öffnen lässt.

Inaktiver User
26.08.2008, 19:13
Rainer,
dir könnte man gebetsmühlenartig von der praxisferne deiner Theorien schreiben....
Wo bitte kann es sich jemals um Gleichberechtigung handeln?

Noch kriegen die Frauen die Kinder!!!!!!

Die Frauen, die hier schreiben haben oftmals schon Kinder, wissen wie sie sich nach einer Geburt fühlen.

Meine soo topfitte älteste Tochter ist gerade Mutter geworden und hängt in den Seilen.
Emanzipation ist wohl das Wort was am wenigsten da fällt, am Unwichtigsten ist.
Ihr Mann ist Ing. für Elektrotechnik und in den Jahren in dem die Karriere zu laufen beginnt.
Meine Tochter ist Rechtsanwältin die bequem mal auf 30 Std. gehen kann.
Sollen die nun wegen der Gleichberechtigung beide Vollzeit arbeiten oder Teilzeit?
Was meinste wen später interessiert warum der Mann auf Teilzeit gegangen ist was auch gar nicht möglich ist und wieso seine Karriere stagnierte?
Er ist beruflich auch oft im Ausland unterwegs - und ich muss lachen. Wie soll oder kann man Teilzeit-auslandsmässig tätig sein?

Was du und dierser Satyr schreibt ist aber leider der Tenor in der Gesellschaft. Sollen die doch zusehen wo sie bleiben, die Familien.
Soll eben jeder für sich selbst sorgen.
Unterm Teppich wird gekehrt: wer Familie hat ist wettbewerbsmässig eingeschränkt - das müsste positiver gesehen werden.

Last but not least: es wäre einfach ein Kamikaze-Unternehmen, ein Schildbürgerstreich wenn nur aus dem Prinzip der Gleichberechtigung ein Mann wie oben von mir beschrieben alles in den Sand setzt und auf Halbtagstätigkeit besteht.

Das Hauptverdiener Modell rechnet sich einfach besser - nur du Rainer verstehst es nicht.
Rechne mal zwei Teilzeitgehälter zusammen - plus Zukunftschancen und setze voraus dass sie zu finden sowieso wie ein Sechser im Lotto sind - es sei denn du arbeitest als Beamter.
LG die Virusgrippe

Satyr
26.08.2008, 19:41
Ach, du sprichst mal wieder von ALLEN Frauen? Klasse.


Nein. Ich sprach von meinen Erfahrungen und habe eine simple Frage gestellt. Das "alle Frauen" hast Du unterstellt, davon habe ich nicht gesprochen. Warum Du das tust weiss ich nicht, es ist nicht das erste mal.



Satyr, man merkt, dass Du noch sehr jung bist und wenig Lebenserfahrung hast.


Mh.. Du interpretierst oft einfach falsch. Das verstehe ich in meiner Jugendlichkeit vielleicht tatsächlich nicht. Aber seit ich mich hier seit einigen Tagen einklinke, passiert von Deiner Seite ständig das gleiche: Du schiebst mir irgendwas unter, das ich nicht sage, schreibe und meine.
Ich weiss nicht warum Du mich ständig missverstehst.. aber Du hast keine Ahnung von meiner Lebenserfahrung. Du interpretierst nur, schätze ich, aufgrund DEINER Lebenserfahrung in meine Worte das rein, was Dir bekannt vorkommt. Da kann ich dann aber auch nichts für.



(Und dass man mit 25 ein eigenes Unternehmen besitzt macht mich ehrlich gesagt sehr sehr stutzig!!! Und sehr skeptisch! :ooooh: However.....).


Äh.. weil? So ungewöhnlich ist das nicht. Weder bei Mann, noch bei Frau.



Dies soll nichts Negatives sein, sondern: Ich war mit 25 (sofern dieses Alter stimmt) sehr ähnlich und sehr engstirnig und radikal in meinen Ansichten. Das kommt daher, dass einem noch die entsprechende Lebenserfahrung fehlt, die den Horizont öffnen lässt.

Ich finde meine Ansichten keineswegs radikal. Aber ich sehe bei Dir ehrlichgesagt auch keinen wirklich offenen Horizont. Nur eine art Engstirnigkeit in einer anderen Richtung :)
Das meine ich nicht böse.. aber Du hast Deine Erfahrungen gemacht, ich meine. Diese sind unterschiedlich, das ist menschlich. Aber Du argumentierst aus Deiner Sicht heraus genauso Engstirnig wie ich aus meiner.
Das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit dem vertreten der eigenen Überzeugungen.
Welches Argument hättest Du genutzt, wenn Du mein Alter nicht wüsstest?
Wie gesagt.. Du hast von meiner Lebenserfahrung keinerlei Ahnung. Also versuch bitte nicht in Schubladen zu urteilen. Es ist ansträngend dagegen anzureden.

Joerd
27.08.2008, 07:24
Rechne mal zwei Teilzeitgehälter zusammen - plus Zukunftschancen und setze voraus dass sie zu finden sowieso wie ein Sechser im Lotto sind - es sei denn du arbeitest als Beamter.

Noch ist das so.
Doch kann man es nicht zu Ziel machen dies lukrativer zu machen?

kleinenellie
27.08.2008, 07:31
Du hast von meiner Lebenserfahrung keinerlei Ahnung. Also versuch bitte nicht in Schubladen zu urteilen. Es ist ansträngend dagegen anzureden.


Nein, so was???
Es ist also anstrengend, gegen Schubladendenken anzukommen? Nicht zu fassen, ist mir so gar nicht aufgefallen :freches grinsen: :freches grinsen:

Wer macht den hier ständig Stränge ala "Frauen haben, tun, sind" auf?
Und mittlerweile sind es leider nur noch wenige Frauen, die hier in diesen Abschnitt schreiben.
Das hatte ich in meinen vorletzten Posting an reiner gemeint, es ermüdet, wenn man immer wieder von seinen Erfahrungen erzählt, sieht das andere auch, oft sehr persönlich schreiben (ja ja, reiner, ich betroffenheits-kuh :knatsch: :knatsch: :knatsch: )
und man wird mehr oder weniger verarscht bzw. ironisch kommentiert.
Es gibt so viele Lebensentwürfe, es kann so viel passieren im Leben.

Nur ein Beispiel, sagen wir du findest die Super-Traumfrau mit den tollen Berufschancen, die nach der Geburt eures Kindes sofort und auf der Stelle wieder arbeiten will. Krippe und Fremdversorgung sind gewuchtet, alles ist klasse.
Und dann bekommt ihr ein krankes Kind das man eben nicht so leicht fremdversorgen kann! Kann alles passieren. Dann fliegt der tolle Entwurf sofort in den Eimer.

Solche Sachen müssen nicht, aber sie können passieren. Also kann sich hier keiner hinstellen und auf alle Frauen einprügeln und sagen, IHR wollt ja nur Hausfrauen sein. Komischerweise schreibt hier keine einzige Hausfrau mehr mit

Max
27.08.2008, 07:38
Nur ein Beispiel, sagen wir du findest die Super-Traumfrau mit den tollen Berufschancen, die nach der Geburt eures Kindes sofort und auf der Stelle wieder arbeiten will. Krippe und Fremdversorgung sind gewuchtet, alles ist klasse.
Und dann bekommt ihr ein krankes Kind das man eben nicht so leicht fremdversorgen kann! Kann alles passieren. Dann fliegt der tolle Entwurf sofort in den Eimer.ja, oder man wird noch während der Elternzeit gekündigt und findet dann - eben weil man Kinder - hat keinen neuen Job...

Ja... das gibt es alles...

Aber... solange man sich hinter "DIE Frauen WOLLEN ja nicht" verstecken kann, muß sich ja auch nichts ändern... solange der Sündenbock klar benannt werden kann, muß sich eben niemand anders für irgendwelche Änderungen stark machen... ist doch ganz bequem so... :smirksmile:

sirix
27.08.2008, 08:33
Nur ein Beispiel, sagen wir du findest die Super-Traumfrau mit den tollen Berufschancen, die nach der Geburt eures Kindes sofort und auf der Stelle wieder arbeiten will. Krippe und Fremdversorgung sind gewuchtet, alles ist klasse.
Und dann bekommt ihr ein krankes Kind das man eben nicht so leicht fremdversorgen kann! Kann alles passieren. Dann fliegt der tolle Entwurf sofort in den Eimer.


Hmmm, aber Schicksalsschläge führen immer dazu, dass das Leben dann ganz anders verläuft als geplant. Das ist doch ein ganz anderes Thema. Man kann auch auf einen Mann setzen, der durch die Arbeit an seiner Karriere das Geld ran schaffen soll, der dann aber irgendwann erkrankt und nicht mehr arbeiten kann... oder, oder, oder... Mit solchen Dingen muss man immer rechnen und das man dann neu planen muss, weil die Ausgangslage sich verändert hat, ist doch auch jedem Klar.

sirix
27.08.2008, 08:37
Das Hauptverdiener Modell rechnet sich einfach besser - nur du Rainer verstehst es nicht.
Rechne mal zwei Teilzeitgehälter zusammen - plus Zukunftschancen und setze voraus dass sie zu finden sowieso wie ein Sechser im Lotto sind - es sei denn du arbeitest als Beamter.
LG die Virusgrippe

Deine Tochter scheint es dann ja auch nicht zu verstehen. Genauso wenig wie die meisten anderen jungen Familien in Deutschland. Das man von zwei Teilzeitgehältern nicht besonders gut leben kann ist klar. Das Modell einer arbietet Vollzeit und einer reduziert die Arbeitsstunden für eine Zeit, wie es auch deine Tochter lebt, ist ein Modell, was die meisten gern wählen. Mit wenigen Jahren 30 Stunden kann sie immernoch super durchstarten, wenn sie gut ist in ihrem Job und Lust dazu hat.

Satyr
27.08.2008, 08:41
Irgendwie wird hier immer so getan, als ob jeder nur kranke Kinder bekommt. Natürlich gibts diese Fälle, viel öfter als mir lieb ist.. aber es dürfte wohl kaum die Regel sein. Deshalb glaube ich nicht, das Kinder die krank auf die Welt kommen, der Grund sind weshalb Frauen im Teilzeitsektor dominieren und noch immer größtenteils in Berufssparten strömen wo es nunmal weniger Geld gibt. Und das mit dem Geld, das weiss man doch vorher, oder?



Wer macht den hier ständig Stränge ala "Frauen haben, tun, sind" auf?


Keine Ahnung, ich nicht. Ich hab in der gesamten BriCom noch nicht einen einzigen Thread aufgemacht.



Nur ein Beispiel, sagen wir du findest die Super-Traumfrau mit den tollen Berufschancen, die nach der Geburt eures Kindes sofort und auf der Stelle wieder arbeiten will. Krippe und Fremdversorgung sind gewuchtet, alles ist klasse.
Und dann bekommt ihr ein krankes Kind das man eben nicht so leicht fremdversorgen kann! Kann alles passieren. Dann fliegt der tolle Entwurf sofort in den Eimer.


Nö, meiner nicht. Meiner ist ja, das ich beim Kind zu Hause bleibe. Allerdings nicht auf Kosten anderer, sondern weil ich mir genug Geld zurück lege um mir diesen Luxus finanzieren zu können.
Also ist mein Entwurf da keineswegs im Eimer.



Solche Sachen müssen nicht, aber sie können passieren. Also kann sich hier keiner hinstellen und auf alle Frauen einprügeln und sagen, IHR wollt ja nur Hausfrauen sein. Komischerweise schreibt hier keine einzige Hausfrau mehr mit

Du magst es doch nicht, wenn man Frauen alle in einen Topf wirft, oder? Könntest Du es bei den Männern dann auch lassen?

sirix
27.08.2008, 08:43
Problem ist nur, wenn eine Hausfrau mir nach der Scheidung schaden will, bleibt der Ärger an mir hängen, nicht an ihr. DA ist der Unterschied.

Wer das Risiko eingehen möchte, bitteschön. Nix dagegen. Aber bitte nicht darüber beschweren das immer mehr Männer (und Frauen) dies eben nicht möchten und deshalb das Hausfrauenmodell ablehnen.

:allesok:

Risiko auf Kosten eines anderen eingehen ist schließlich ganz einfach. Ich machs wir zu Hause gemütlich und wenn ich keinen Bock mehr auf dich habe, habe ich NICHT das Risiko dann für mich selbst sorgen zu müssen, sondern DU das Problem wie du genug Geld für uns beide ranschaffen kannst.

kleinenellie
27.08.2008, 08:54
Irgendwie wird hier immer so getan, als ob jeder nur kranke Kinder bekommt. Natürlich gibts diese Fälle, viel öfter als mir lieb ist.. aber es dürfte wohl kaum die Regel sein. Deshalb glaube ich nicht, das Kinder die krank auf die Welt kommen, der Grund sind weshalb Frauen im Teilzeitsektor dominieren und noch immer größtenteils in Berufssparten strömen wo es nunmal weniger Geld gibt. Und das mit dem Geld, das weiss man doch vorher, oder?

Nein, habe ich ja auch gesagt, es ist ja nur ein Beispiel gewesen. Und warum Frauen Teilzeit arbeiten sollen dir die erklären, die das tun.
Haben zwar schon einige, aber was solls:knatsch: :knatsch:




Keine Ahnung, ich nicht. Ich hab in der gesamten BriCom noch nicht einen einzigen Thread aufgemacht.

Gibt trotzdem genug Threads genau dieser Art




Nö, meiner nicht. Meiner ist ja, das ich beim Kind zu Hause bleibe. Allerdings nicht auf Kosten anderer, sondern weil ich mir genug Geld zurück lege um mir diesen Luxus finanzieren zu können.
Also ist mein Entwurf da keineswegs im Eimer.

Achja, ich vergaß. Du bist der taffe Selbstständige der mit 27 ausgesorgt hat und von da an von seiner Arbeit Früchten lebt. Naja, dann ist ja alles in Ordnung für dich.
Und die anderen, die es sich nicht leisen können, sollen halt das Kinderkriegen lassen.
Wie gut, das ich so gar keinen Kinderwunsch habe, bei meinen Verdienst dürfte ich ja sowieso nicht




Du magst es doch nicht, wenn man Frauen alle in einen Topf wirft, oder? Könntest Du es bei den Männern dann auch lassen?

Achja, wo werfe ich den DIE MÄNNER in einen Topf? Sollte ich mir wirklich angewöhnen, man lebt viel einfacher als sich ständig um jeden einen Kopf zu machen und jeden zumindest zu versuchen zu verstehen:knatsch:

reiner
27.08.2008, 09:00
Liebe virusgrippe, ich nehme das schon ernst was du schreibst.
Aber was bedeutet das für die gesellschaftliche anerkannte Emanzipationsfrage?

Frauen verdienen über in der Summe weniger, sind weniger in Führungspositionen etc. das wird lauthals beklagt. Schuld sind die "Verhältnisse".


Wo bitte kann es sich jemals um Gleichberechtigung handeln? Das Hauptverdiener Modell rechnet sich einfach besser

Alle Gleichberechtigung eine Illusion? Bleibt alles wie früher?


Was meinste wen später interessiert warum der Mann auf Teilzeit gegangen ist was auch gar nicht möglich ist und wieso seine Karriere stagnierte?
Er ist beruflich auch oft im Ausland unterwegs - und ich muss lachen. Wie soll oder kann man Teilzeit-auslandsmässig tätig sein?

Last but not least: es wäre einfach ein Kamikaze-Unternehmen, ein Schildbürgerstreich wenn nur aus dem Prinzip der Gleichberechtigung ein Mann wie oben von mir beschrieben alles in den Sand setzt und auf Halbtagstätigkeit besteht.

Ist schon klar, das interessiert den Arbeitgeber nicht. Aber - auch wenn das für dich wieder blauäugig klingt - muss mann sich nicht auch als Mann entscheiden? Entweder Familienmensch oder Karriere?
Braucht man die Karriere so unbedingt, oder kann man mit Kindern auch mit kleineren beruflichen Brötchen glücklich werden?
Anmerkung am Rande: Klar muss das Angebot der Teilzeitstellen noch viel besser werden.

Liebe Grüße

Satyr
27.08.2008, 09:04
Nein, habe ich ja auch gesagt, es ist ja nur ein Beispiel gewesen. Und warum Frauen Teilzeit arbeiten sollen dir die erklären, die das tun.
Haben zwar schon einige, aber was solls:knatsch: :knatsch:


Nö. Warum eine derartige Masse an Frauen Teilzeit arbeitet, hat mir noch niemand erklärt. Ich bezweifle halt, das alle dabei kranke Kinder haben. Ich bezweifle sogar, das überhaupt alle dabei Kinder haben. Also weiss ich den Grund wirklich nicht.



Gibt trotzdem genug Threads genau dieser Art


Ja und? Es ist ein Frauenforum. Da findest Du es verwunderlich, das es hier massig Threads darüber gibt was Frauen so tun?
Gibt übrigens auch genug Threads "Männer sind/machen/denken/tun/sonstwas".. also alles hübsch gleichberechtigt :)



Achja, ich vergaß. Du bist der taffe Selbstständige der mit 27 ausgesorgt hat und von da an von seiner Arbeit Früchten lebt. Naja, dann ist ja alles in Ordnung für dich.


Na.. bevor ich 30 bin, hatte ich das mit den Kindern eigentlich noch nicht vor.. :)



Und die anderen, die es sich nicht leisen können, sollen halt das Kinderkriegen lassen.


Nö.. aber wieso sich manch einer nicht vorher Gedanken macht, wie das finanziell überhaupt klappt ohne das man in eine große Abhängigkeit gerät.. DAS verstehe ich oft wirklich nicht. Man weiss doch vorher was "da" ist und ob dies ungefähr reichen könnte oder nicht. Aber beschwert wird sich dann hinterher.



Wie gut, das ich so gar keinen Kinderwunsch habe, bei meinen Verdienst dürfte ich ja sowieso nicht


Weisst was das bemerkenswerte ist?
Von Frauen liest sich dieser Satz immer so, als hätte man sie damit wer weiß wie angegriffen. Für Männer die keine gutbezahlten Jobs haben, ist das aber nicht selten Lebensrealität. Eben WEIL es eben doch genug Frauen gibt (nicht alle!), die danach selektieren, wieviel Einkommen beim Mann hinein kommt.
Ist noch nicht lang her, das ich sogar in den Beziehungsforen hier, einen Thread las in dem eine Dame wollte das ihr Freund nicht studiert. Und warum? Weil er dann ja erst viel zu spät Geld verdient und sie doch schon in den nächsten 3 Jahren Kinder haben wollte. Sie wollte also, das er lieber direkt irgendwo arbeitet und sich in den Jahren hocharbeiten kann.

Und dieses Muster dürfte nicht zu selten sein. Da muss man als Mann tatsächlich überlegen, ob man genug Geld hat um sich Kinder leisten zu können. Und besser noch: Ob man genug Geld hat, es sich leisten zu können, beim Kind zu Hause zu bleiben. DAS war nämlcih meine Überlegung, hinter meinem Traummodell, das ich problemlos zu Hause bleiben kann. DESHALB arbeite ich seit einigen Jahren - und auch die nächsten Jahre - von morgens bis abends. Muss nicht jeder tun.. aber ich weiss auch nicht, ob Du dich in die Lage der Männer versetzen kannst. Oder überhaupt willst. Leider redest Du ja selten in einem ruhigen Ton mit mir, was ich schade finde. Man könnte sicherlich von einander lernen, mit ein wenig goodwill.
Aber dieses "ich verdiene nicht genug Geld für Kinder".. das ist bei einigen Männern ein recht alltäglicher Gedanke.
Für Frauen scheint es ein Angriff zu sein. Warum?



Achja, wo werfe ich den DIE MÄNNER in einen Topf?

Dort wo Du mir Aussagen unterschiebst, die zwar ein Mann gemacht hat, der aber nicht ich war.

Joerd
27.08.2008, 09:05
:allesok:

Risiko auf Kosten eines anderen eingehen ist schließlich ganz einfach. Ich machs wir zu Hause gemütlich und wenn ich keinen Bock mehr auf dich habe, habe ich NICHT das Risiko dann für mich selbst sorgen zu müssen, sondern DU das Problem wie du genug Geld für uns beide ranschaffen kannst.

Nun, 2 von 3 jungen Männern wünschen sich das Heimchen am Herd.
Insofern ist für euch noch viel zu tun, die Jungs auf kurs zu bringen. :smirksmile:

Satyr
27.08.2008, 09:09
Nun, 2 von 3 jungen Männern wünschen sich das Heimchen am Herd.
Insofern ist für euch noch viel zu tun, die Jungs auf kurs zu bringen. :smirksmile:

Lies die Studie mal weiter. Dann erfährst Du auch was über Frauen die sich einen Ernährer wünschen :)

sirix
27.08.2008, 09:14
Nö. Warum eine derartige Masse an Frauen Teilzeit arbeitet, hat mir noch niemand erklärt. Ich bezweifle halt, das alle dabei kranke Kinder haben.


Wer Teilzeit arbeitet braucht einen Mann, der das er möglicht. So ganz unschuldig sind wir nicht daran und ich selbst finde es auch für ein paar Jahre in Ordnung. Kleine Kinder kosten auch viel Energie und Zeit, die jemand aufbringen sollte.


Weisst was das bemerkenswerte ist?
Von Frauen liest sich dieser Satz immer so, als hätte man sie damit wer weiß wie angegriffen. Für Männer die keine gutbezahlten Jobs haben, ist das aber nicht selten Lebensrealität. Eben WEIL es eben doch genug Frauen gibt (nicht alle!), die danach selektieren, wieviel Einkommen beim Mann hinein kommt.



Deshalb haben so viele Frauen keinen Mann zum Kinder kriegen gefunden. DIe Männer, die sie wollten waren übervorsichtig aufgrund des alten Unterhaltsrechtes und die, die damit aufgrund ihres geringen Verdienstes ohnehin nichts am Hut hatten, wollten die Frauen nicht als Vater.

Wenn sich Frauen jetzt selbst mehr in der Verantwortung sehen wird die bislang übergroße männliche Verantwortung weniger und Männer können sich entspannter auf Kinder einlassen.

sirix
27.08.2008, 09:19
Nun, 2 von 3 jungen Männern wünschen sich das Heimchen am Herd.
Insofern ist für euch noch viel zu tun, die Jungs auf kurs zu bringen. :smirksmile:


Nur eine kleine Minderheit der Eltern in Deutschland bevorzugt die klassische Rollenverteilung von Mann und Frau in der Familie. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Nur ein Viertel der Befragten findet es am besten, wenn der Vater berufstätig ist und die Mutter die Kinder versorgt. 62 Prozent der Eltern wünschen sich dagegen ein Modell, bei dem beide berufstätig sind und sich die Erziehung der Kinder teilen.

Äh sorry, aber das bedeutet, dass nur jedes 4. Paar es besser findet, wenn nur der Mann arbeitet und 3 von 4 Männern haben 0 Bock aufs Heimchen am Herd.

Satyr
27.08.2008, 09:23
Wenn sich Frauen jetzt selbst mehr in der Verantwortung sehen wird die bislang übergroße männliche Verantwortung weniger und Männer können sich entspannter auf Kinder einlassen.

Ich sehe halt ehrlichgesagt nicht, das Frauen dies in einer überwältigenden Mehrheit auch tun. Stattdessen wird lieber rumgemeckert das es keine vernünftigen Männer mehr gibt, Männer viel zu misstrauisch seinen, Männer verantwortung scheuen würden usw. usw. usw..

Deshalb frage ich ja immer nach, wieso so eine breite Masse an Frauen nach dem Abi in Berufe geht, wo wenig Geld verdient wird.
Klar, zur selbstverwirklichung und weil der Beruf Spaß macht.. aber mit Männern verantwortung für das finanzielle abnehmen, hat das dann wenig zu tun.

Max
27.08.2008, 09:29
Äh sorry, aber das bedeutet, dass nur jedes 4. Paar es besser findet, wenn nur der Mann arbeitet und 3 von 4 Männern haben 0 Bock aufs Heimchen am Herd.jedes 4. Paar... aha...

das bedeutet dann also auch, dass 3 von 4 Frauen 0 Bock aufs Heimchen am Herd haben...

sirix
27.08.2008, 09:34
Ich sehe halt ehrlichgesagt nicht, das Frauen dies in einer überwältigenden Mehrheit auch tun. Stattdessen wird lieber rumgemeckert das es keine vernünftigen Männer mehr gibt,

Doch Satyr. In meinem Umfeld nehme ich als Vater jezt aktuell einen Wechsel wahr. Ein Beispiel. Meine Tochter ist letzes Jahr eingeschult worden. Es gibt an der Schule für die Hälfte der Kinder eine Nachmittagsbetreuung. Vor drei Jahren hat jedes neu eingeschulte Kind einen Platz bekommen, das einen wollte. Es wurde nicht gefragt warum. Im Jahr vor der Einschulung meiner Tochter wurde es schon enger und die Eltern mussten nachweisen, dass sie beide berufstätig sind, egal wie. Da reichte also auch ein 400 Euro Job der Mutter um einen Platz bis 16 h zu ergattern. In dem Jahr in dem meine Tochter eingeschult wurde gaben drei Viertel aller Eltern an berufstätig zu sein und einen Platz zu brauchen. Weil es nicht genug Plätze für alle Kinder gab, mussten wir alle Stundenbescheinigungen mitbringen.

Ergebnis war, dass sehr viele Kinder der Klassen drei und vier, die betreut wurden obwohl die Mutter nicht oder nur wenige Stunden berufstätig war den Platz verloren haben und zwei Drittel aller Erstklässer einen Platz bekamen für den Vorraussetzung war, dass beide Eltern einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. Das finde ich schon einen bemmerkenswerten Unterschied: drei Viertel der Erstklässler haben Doppelverdiener als Eltern, aber nur 20% der Vierklässler.

Gerade in diesem Moment ändert sich ganz viel. Wahrscheinlich kriegt man das als Nichtvater erst etwas zeitversetzt mit.

Max
27.08.2008, 09:45
Ergebnis war, dass sehr viele Kinder der Klassen drei und vier, die betreut wurden obwohl die Mutter nicht oder nur wenige Stunden berufstätig war den Platz verloren haben...und wenn nun ausgerechnet diese Mütter nun ihre Berufstätigkeit ausweiten wollen, werden sie vom eventuellen als allererstes nach einer lückenlosen Betreuung der Kinder gefragt...

hm... ohne Arbeit keine Nachmittagsbetreuung... ohne Nachmittagsbetreuung... na ja... und so weiter... und so weiter...

sirix
27.08.2008, 09:49
und wenn nun ausgerechnet diese Mütter nun ihre Berufstätigkeit ausweiten wollen, werden sie vom eventuellen als allererstes nach einer lückenlosen Betreuung der Kinder gefragt...



Sie haben zwei Jahre lang die Nachmittagsbetreuung nur zur Ausweitung ihrer Freizeitgestaltung genutzt...

Man hat im übrigen SOFORT einen Anspruch auf Betreuung, wenn man eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnimmt. Das ist also geregelt. Nur für die Ausweitung der eigenen Feizeitgestalung von Müttern werden keine öffentlichen Gelder verschwendet und das finde ich auch gerecht.

Max
27.08.2008, 09:53
Sie haben zwei Jahre lang die Nachmittagsbetreuung nur zur Ausweitung ihrer Freizeitgestaltung genutzt...

haben sie das? weißt du das genau?... kennst du diese Mütter?...alle?

oder nimmst du das jetzt einfach nur mal so an... weil das ja bei Müttern nun mal immer genau so ist?

sirix
27.08.2008, 09:57
haben sie das? weißt du das genau?... kennst du diese Mütter?...alle?

oder nimmst du das jetzt einfach nur mal so an... weil das ja bei Müttern nun mal immer genau so ist?


... wie gesagt. Es musste NACHGEWIESEN werden. Zudem ist es ja auch Nachbarschaft und man weiß welche Mütter im Sommer nachmittags im Garten liegen und zum Kaffee einladen und welche erst später nach Hause kommen. Man redet ja auch miteinander und du wirst selbst wissen, dass man sich als viel arbeitende Eltern schnell zusammen tut um zb. Fahrten oder so zu organisieren...:smirksmile:

Joerd
27.08.2008, 10:01
Lies die Studie mal weiter. Dann erfährst Du auch was über Frauen die sich einen Ernährer wünschen :)

Du meinst dass, was ein Robert Habeck in seinem gerade erschienenen Buch "Verwirrte Väter" behauptet?

Satyr
27.08.2008, 10:06
Gerade in diesem Moment ändert sich ganz viel. Wahrscheinlich kriegt man das als Nichtvater erst etwas zeitversetzt mit.

Ich hoffe es, ernsthaft. Wobei ich auch nicht weiß, ob das Betreuungsmodell von dem Du sprichst flächendeckend ist. Das dürfte auch mit reinspielen. Aber wenn es sich wirklich so ändert wie Du es sagst, dann finde ich es klasse.

400€ Jobs sind für mich zwar noch immer kein "Dem Vater die finanzielle Verantwortung abnehmen", zumindest nicht in großem Maße.. aber Du sprachst ja nicht nur davon.
Ich bin gespannt, ob ich da selbst die nächsten Jahre mehr von mitbekomme. Vor allem bin ich gespannt ob v.d. Leyen mit der ausweitung der Vatermonate (warum das nicht von Anfang an 50/50 war hab ich noch immer nicht verstanden) durchkommt und was sich dann noch so tut.

Satyr
27.08.2008, 10:06
Du meinst dass, was ein Robert Habeck in seinem gerade erschienenen Buch "Verwirrte Väter" behauptet?

Bezieht sich denn Deine Studie darauf? :)

Max
27.08.2008, 10:09
... wie gesagt. Es musste NACHGEWIESEN werden. Zudem ist es ja auch Nachbarschaft und man weiß welche Mütter im Sommer nachmittags im Garten liegen und zum Kaffee einladen und welche erst später nach Hause kommen. Man redet ja auch miteinander und du wirst selbst wissen, dass man sich als viel arbeitende Eltern schnell zusammen tut um zb. Fahrten oder so zu organisieren...:smirksmile:ich weiß nicht welche Mütter im Sommer nachmittags im Garten liegen... oder wer wen zum Kaffee einläd... das interessiert mich auch ehrlich gesagt herzlich wenig...

Fahrten brauche ich auch nicht organisieren, weil meine Kinder entweder Bus fahren... oder erst spät am Abend abgeholt werden müssen... das mache ich dann selber...

ich weiß aber, das mir damals im Kindergarten auch die "Notbetreuung während der Ferien" verweigert wurde, weil ich ja schließlich keine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vorweisen konnte... na ja... da bin ich halt auch nur meinen Interessen nachgegangen um mich zu verwirklichen...

Joerd
27.08.2008, 10:45
Bezieht sich denn Deine Studie darauf? :)

Findet sich beim weiterlesen, wie du mir vorgeschlagen hast.

arouet58
27.08.2008, 11:20
Ich verstehe gar nicht, warum solche Diskussionen immer einen leicht giftigen Tonfall annehmen.
An der gegenwärtigen Situation sind Männer und Frauen in absolut gleichem Maße schuld.
Die fehlende Kinderbetreuung wird ja nun endlich nachholend ausgebaut, was zwar auch nur die nächste Diskussion befeuern dürfte unter der Überschrift Wie dumm von uns, daß wir uns die Erziehung unserer Kinder aus den Händen nehmen liessen, aber die wird hoffentlich erst in 20 Jahren los brechen, bis dahin wollen wir mal so tun, als würde alles endlich gut.
Ob Frauen tatsächlich eine geringere Erwerbsneigung haben als Männer und Männer eine geringer Neigung zur Familienarbeit als Frauen, diese Frage wird sich schon in den nächsten Jahren beantworten, da aufgrund der demographischen Entwicklung JEDE halbwegs verwertbare, inländische Arbeitskraft gebraucht werden wird und wahrscheinlich noch eine Menge mehr, die sich dieses Land durch Einwanderung wird besorgen müssen, die natürlich unsere Soziokultur auch wieder verändern wird.
Ebenfalls Diskussionsstoff für die nächsten 20 Jahre, mindestens.
Tatsache ist jedenfalls, dass gegenwärtig immer noch Frauen vor allem in typische Frauenberufe streben, von denen sie mittlerweile wissen müssen, daß in ihnen nur relativ wenig verdient wird, weshalb Männer sich diese Niedriglohnberufe auch kaum leisten können, weil Männer, im Gegensatz zu Frauen, traditionellerweise nicht damit rechnen können, von einem Partner materiell versorgt zu werden.
Männer rechnen in der Regel damit, eine Familie versorgen zu MÜSSEN und Frauen scheinen das von ihnen auch nach wie vor zu erwarten, denn anders kann ich mir die Berufwahl junger Frauen nicht erklären.
Sie scheinen mehrheitlich, bewußt oder unbewußt, davon auszugehen, später, gestützt auf den Haupt- oder Alleinverdienst eines Mannes leben zu können.
Wenn Männer genauso sehr damit rechnen können, von Frauen materiell unterhalten zu werden wie Frauen bisher damit rechnen konnten, von Männern unterhalten zu werden, werden sich Männer auch wenig gewinnträchtige Berufe leisten können, ihre Partnerin wird dann ja die Kohle ran schleppen, sie werden vermehrt Teilzeit arbeiten und sich vermehrt um die Familienarbeit kümmern, weil Frauen ja vermehrt die materielle Basis sichern.
Wenn es also für Frauen so selbstverständlich wird, für Männer teilweise oder ganz aufzukommen, wie es bisher für Männer selbstverständlich war, für Frauen zu zahlen, steht der Gleichstellung der Geschlechter nichts mehr im Wege, nicht einmal auf dem Felde der Prostitution.
Alles wird gut......hoffentlich.
Wenn der Mensch tatsächlich frei ist, anders zu wollen als er im Schnitt bisher wollte, dann werden wir es erleben.
Frauen können und wollen dann auf das Prinzip "Verführung" verzichten, weil sie Männer ja durch Leistungskraft beeindrucken und in sich verliebt machen können, Männer werden auf das Prinzip "Beeindruckung" verzichten, weil sie Frauen durch Schönheit, Anmut und Zartheit im Gemüte gewinnen können.
Wie gesagt, alles wird gut und die Welt neu erfunden.

Lisa_S
27.08.2008, 12:07
Mich stört allgemein an einer Emanzipationsdiskussion diese "FRAU HAT GEFÄLLIGST....... sonst ist sie nicht emanzipiert".

Überlegen wir doch mal: Was ist Emanzipation? Gleiche Rechte für Mann und Frau? Was spricht gegen das Hauptverdienermodell? Wir sind FREI! Auch der Mann kann Hausmann und Vater werden, was spricht dagegen (okay, ausser die Tatsache, dass Männer immer noch besser verdienen?)?

Positiv finde ich, dass sich in Deutschland die Jobsituation bald drastisch ändern wird ...so von wegen geburtenschwacher Jahrgänge....die Schweiz, wo ich noch zur Zeit lebe, aber nicht mehr lange, wird inzwischen regelrecht überflutet von Einwanderern, vor allem unsere Landsmänner "flüchten" in die Schweiz vor der Arbeitslosigkeit. Die Schweizer Arbeitsmärkte sind völlig überflutet, Immigranten werden als "billige Arbeitskräfte" angesehen :knatsch: (und auch als solche eingestellt...erst später erfuhren wir, dass mein Mann und ich viel viel mehr hätten verdienen/verlangen können).

Ich hoffe sehr, dass dies Deutschland nicht passiert.

Satyr, ja, ich berichte zur Zeit noch aus Schweizer Sicht. Ich war zwar diesen Sommerurlaub wieder zu Hause, aber nur für drei Wochen......habe nicht mehr so viel Überblick darüber, was bei uns zu Hause so läuft, vielleicht kann mir ja jemand ein wenig dabei helfen mit der Argumentation?

Joerd
27.08.2008, 12:10
Tatsache ist jedenfalls, dass gegenwärtig immer noch Frauen vor allem in typische Frauenberufe streben, von denen sie mittlerweile wissen müssen, daß in ihnen nur relativ wenig verdient wird, weshalb Männer sich diese Niedriglohnberufe auch kaum leisten können, weil Männer, im Gegensatz zu Frauen, traditionellerweise nicht damit rechnen können, von einem Partner materiell versorgt zu werden.

Wenn die Frauenberufe denn endlich leistungsgerecht bezahlt werden würden, wäre dies kein Problem mehr.

Joerd
27.08.2008, 12:11
Überlegen wir doch mal: Was ist Emanzipation?

Emanzipation ist die Lösung eines Abhängikeitsverhältnis. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Joerd
27.08.2008, 12:14
Die Schweizer Arbeitsmärkte sind völlig überflutet, Immigranten werden als "billige Arbeitskräfte" angesehen?

Die deutschen Arbeitskräfte, meist Grenzgänger, in der Schweiz sind aber meistens gesuchte Fachkräfte, und nicht Billiglohnempfänger.

Satyr
27.08.2008, 12:15
Wenn die Frauenberufe denn endlich leistungsgerecht bezahlt werden würden, wäre dies kein Problem mehr.

Die wenigsten Berufe werden heutzutage leistungsgerecht bezahlt, völlig egal ob es sich um Männer oder Frauenberufe handelt.
Aber es hält niemand Frauen davon ab, die selben lukrativen Berufe zu ergreifen wie Männer es tun. Auch wenn Männer nicht immer Spaß dabei haben, wissen sie zumindest das dieses "kein Spaß haben" dann finanziell ausgeglichen wird.

Frauen wissen vor der Berufswahl, das sie mit einem geringen Gehalt rechnen können, wenn sie in den Niedriglohnsektor gehen, oder? Genauso wie Männer dies wissen, wenn sie in diesen Sektor gehen.
Warum also gehen Frauen in diesen Sektor, anstatt sich finanziell zu orienitieren damit sie mal eine Familie mit Hausmann ernähren können und sich ihre Selbstständigkeit bewahren?

Lisa_S
27.08.2008, 12:17
Die wenigsten Berufe werden heutzutage leistungsgerecht bezahlt, völlig egal ob es sich um Männer oder Frauenberufe handelt.
Aber es hält niemand Frauen davon ab, die selben lukrativen Berufe zu ergreifen wie Männer es tun. Auch wenn Männer nicht immer Spaß dabei haben, wissen sie zumindest das dieses "kein Spaß haben" dann finanziell ausgeglichen wird.

Frauen wissen vor der Berufswahl, das sie mit einem geringen Gehalt rechnen können, wenn sie in den Niedriglohnsektor gehen, oder? Genauso wie Männer dies wissen, wenn sie in diesen Sektor gehen.
Warum also gehen Frauen in diesen Sektor, anstatt sich finanziell zu orienitieren damit sie mal eine Familie mit Hausmann ernähren können und sich ihre Selbstständigkeit bewahren?

Nun manche Menschen (! MÄNNER UND FRAUEN!) richten ihre Berufswahl eben nicht nur nach dem Finanziellen und ihrer Habgier sondern es ihnen auch wichtig, dass sie Freude an dem haben, was sie tun.

Satyr
27.08.2008, 12:26
Nun manche Menschen (! MÄNNER UND FRAUEN!) richten ihre Berufswahl eben nicht nur nach dem Finanziellen und ihrer Habgier sondern es ihnen auch wichtig, dass sie Freude an dem haben, was sie tun.

Eben.. soweit in Ordnung. Aber wovon denken diese Menschen, das die Familie mal leben wird? Wo kommt das Essen her? Wo die Kleidung? Vor allem wenn beide ihre Berufswahl danach richten Freude zu haben und das finanzielle ignorieren?

Joerd
27.08.2008, 12:41
Die wenigsten Berufe werden heutzutage leistungsgerecht bezahlt, völlig egal ob es sich um Männer oder Frauenberufe handelt.

Dank Gewerkschaften und Tarifen, ist dies zumindest einigermaßen in anderen Berufen gewährleistet.

Joerd
27.08.2008, 12:46
Eben.. soweit in Ordnung. Aber wovon denken diese Menschen, das die Familie mal leben wird? Wo kommt das Essen her? Wo die Kleidung? Vor allem wenn beide ihre Berufswahl danach richten Freude zu haben und das finanzielle ignorieren?

Eben, darum ist es wichtig Arbeit leistungsgerecht zu entlohnen.
Man muss sich zumindest davon ernähren können.
Übrigens in der Schweiz schon Gang und Gäbe, Dank ABAKABA.

Lisa_S
27.08.2008, 13:12
Eben, darum ist es wichtig Arbeit leistungsgerecht zu entlohnen.
Man muss sich zumindest davon ernähren können.
Übrigens in der Schweiz schon Gang und Gäbe, Dank ABAKABA.

Ja, hier gibt es Mindestlöhne. Aber auch hier gilt: Je billiger, desto besser, was sich äusserst unvorteilhaft auf den einheimischen Arbeitsmarkt auswirkt. Warum auch jemand Qualifizierten einstellen, und ihn gut entlöhnen, wenn es Bewerber aus X oder Y gibt, welche die selbe Arbeit für gut einen Drittel weniger Lohn erledigen? (Nach Qualität fragt schon lange keiner mehr)

Satyr
27.08.2008, 13:15
Eben, darum ist es wichtig Arbeit leistungsgerecht zu entlohnen.
Man muss sich zumindest davon ernähren können.
Übrigens in der Schweiz schon Gang und Gäbe, Dank ABAKABA.

Oder man setzt einfach andere Prioritäten und zieht beim "Spaß im Job" ein wenig zurück, kann dafür aber auch seine Familie ernähren. Wäre das so falsch?

Nicht falsch verstehen, ich bin völlig für gerechtere Entlohnung (in ALLEN Berufen). Aber solange es die nicht gibt, wäre es da nicht sinnvoll, sich einfach in Berufe zu orientieren, in denen das mit dem finanziellen klappt?

arouet58
27.08.2008, 13:37
Wenn die Frauenberufe denn endlich leistungsgerecht bezahlt werden würden, wäre dies kein Problem mehr. Frauenberufe werden nicht deshalb schlecht entlohnt, weil sie Frauenberufe sind, sondern weil es häufig gering qualifizierte Arbeiten unter relativ angenehmen Bedingungen (witterungsgeschützt, selten besonders schwer oder besonders gesundheitsschädlich, dafür zeitlich flexibel, Teilzeitmöglichkeit usw.) zu erledigen gilt.
In diesen Arbeitsbereichen stehen also sehr viele Bewerber zur Verfügung, entsprechend gering fällt die Entlohnung aus, weil sich relativ leicht jemand finden lässt, der bereit ist, diese Arbeit noch ein bißchen billiger zu erledigen, WEIL es so viele gibt, die das potentiell tun können und wollen.
Weil vor allem Frauen sich diese Niedriglöhne "leisten" können, da sie ungleich mehr vom innerfamiliären Finanzausgleich profitieren als Männer, werden diese Berufe dann zu Frauenberufen.
Wir erinnern uns: Männer sind es gewohnt, für Frauen zu bezahlen, Frauen sind es aber noch nicht gewohnt, für Männer zu bezahlen.
Außerdem hindert niemand Frauen daran, sich für andere Berufe zu entscheiden. Sie wissen ja, wie gering die Löhne sind in den von ihnen bevorzugten Branchen.
Letzten Endes kann eine leistungsgerechte Entlohnung nur der Markt herbeiführen. Der Kunde muss ja schliesslich auch bereit sein, entsprechend viel für die Leistung zu bezahlen. Ich kann nicht einfach dekretieren Jetzt bezahlen wir aber mal ganz fix alle Friseusen "leistungsgerecht", wenn dadurch das Haareschneiden so teuer wird, dass niemand mehr hingeht.
Allerdings bin ich zur Absicherung nach unten auch für einen Mindestlohn.
Denn jede Marktwirtschaft braucht eine sozialstaatliche Absicherung.
Aber es sind auch nur funktionierende Marktwirtschaften in der Lage, sozialstaatliche Ordnungen dauerhaft zu finanzieren.
Da hilft ABRAKADABRA nicht viel.

foo-foo
27.08.2008, 14:56
Frauenberufe werden nicht deshalb schlecht entlohnt, weil sie Frauenberufe sind, sondern weil es häufig gering qualifizierte Arbeiten unter relativ angenehmen Bedingungen (witterungsgeschützt, selten besonders schwer oder besonders gesundheitsschädlich, dafür zeitlich flexibel, Teilzeitmöglichkeit usw.) zu erledigen gilt.

Papperlapapp.

Aus einer Studie der "Welt" über durchschnittliche Bruttomonatsverdienste:

Architektinnen, Bauinggenieure:
Männer: 4516 €
Frauen: 3368

Datenverarbeitungsfachleute:

Männer: 4716 €
Frauen: 3985 €

und noch ein paar Dutzend.

Satyr
27.08.2008, 15:00
und noch ein paar Dutzend.

Aus einer Studie des Satyr:

Dönermann schräg gegenüber:
Kleinere Dönerbude, besitzt Mercedes, arbeitet selbst nur noch sehr selten, der Laden ist immer voll, er trägt oft Anzug und ich weiss, das er nicht wenig Geld hat.

Dönermann zwei straßen weiter:
Größere Dönerbuder, besitzt einen Ford irgendwas, arbeitet selbst sehr viel, der Laden ist immer voll, er hat aber nicht viel Geld.

Ja wie geht das denn nur? Diskriminierung!

2 mal die gleiche Branche und doch eine unterschiedliche Bezahlung. Und ich wette, das zieht sich auch jeweils bei den Angestellten der beiden Dönerbuden so weiter!

Joerd
27.08.2008, 15:10
Frauenberufe werden nicht deshalb schlecht entlohnt, weil sie Frauenberufe sind, sondern weil es häufig gering qualifizierte Arbeiten unter relativ angenehmen Bedingungen (witterungsgeschützt, selten besonders schwer oder besonders gesundheitsschädlich, dafür zeitlich flexibel, Teilzeitmöglichkeit usw.) zu erledigen gilt.

Eine Krankenschwester oder Altenpflegerin ist weder gering qualifiziert, noch sind es angenehme Bedingungen.
Auch eine Frisösin muss 3 Jahre lernen, und ist ebenfalls schlechten Bedingungen ausgesetzt.
Deine Äußerung zeigt nur, dass du gar nicht weißt was Frauenberufe alles leisten, aber das brauchst du ja auch gar nicht zu wissen, denn dafür gibt es ABAKABA.
Wie gesagt, in der Schweiz werden Berufe im Allgemeinen nach ABAKABA entlohnt, was für eine Krankenschwester eine Aufwertung von 700 Franken gebracht hat.

Satyr
27.08.2008, 15:12
Eine Krankenschwester oder Altenpflegerin ist weder gering qualifiziert, noch sind es angenehme Bedingungen.
Auch eine Frisösin muss 3 Jahre lernen, und ist ebenfalls schlechten Bedingungen ausgesetzt.

Die wenigsten Frauen im Geringverdienerbereich dürften Krankenschwester, Altenpflegerin oder Frisösin sein. Klar gibts da nicht wenige.. aber was ist mit den vielen anderen?

foo-foo
27.08.2008, 15:14
Aus einer Studie des Satyr:

Dönermann schräg gegenüber:
Kleinere Dönerbude, besitzt Mercedes, arbeitet selbst nur noch sehr selten, der Laden ist immer voll, er trägt oft Anzug und ich weiss, das er nicht wenig Geld hat.

Dönermann zwei straßen weiter:
Größere Dönerbuder, besitzt einen Ford irgendwas, arbeitet selbst sehr viel, der Laden ist immer voll, er hat aber nicht viel Geld.

Ja wie geht das denn nur? Diskriminierung!

2 mal die gleiche Branche und doch eine unterschiedliche Bezahlung. Und ich wette, das zieht sich auch jeweils bei den Angestellten der beiden Dönerbuden so weiter!



So urteilt eben jeder nach seiner Lebenserfahrung.

arouet58
27.08.2008, 15:18
Papperlapapp.

Aus einer Studie der "Welt" über durchschnittliche Bruttomonatsverdienste:

Architektinnen, Bauinggenieure:
Männer: 4516 €
Frauen: 3368

Datenverarbeitungsfachleute:

Männer: 4716 €
Frauen: 3985 €

und noch ein paar Dutzend. Ich liebe ja diese zusammengebastelten Statistiken, die nur theoretisch Bestand haben, praktisch aber nicht.
Also Gegenfrage:
Warum werden Architekten überhaupt noch beschäftigt, wenn ich Architektinnen für die GLEICHE Leistung 1200 € weniger bezahlen kann?
Unsere gewinngeilen Profithyänen lassen sich diese Chance der mühelosen Gewinnsteigerung entgehen?
Papperlapapp, daran glaube ich nicht.
Diese Lohndifferenz existiert in Statistiken, die weder Berufserfahrung noch Bereitschaft zu Fortbildung noch zu Überstundenleistung etc. berücksichtigen, die einfach Äpfel mit Birnen vergleichen.
Ein solcher Lohnunterschied hätte in keiner Marktwirtschaft Bestand.
Wenn ich doch die gleiche Leistung so viel billiger einkaufen kann, warum wird das dann nicht getan?
Alle Architekten arbeitslos, alle Architektinnen vollbeschäftigt.
Eigentlich ganz einfach....nur, warum sehe ich das in der Realität bloß nicht?

Satyr
27.08.2008, 15:25
@arouet
Es ist doch viel einfacher. Selbst wenn alle die gleichen Überstunden, Weiterbildungen usw. machen.. es sind schlicht unterschiedliche Firmen beteiligt.

Wenn nun große mit kleinen Unternehmen verglichen werden, in den großen viell. der Männeranteil höher ist (warum auch immer), dann hat man schon eine solch beeindruckende Statistik.
Das große Unternehmen manchmal einfach bessere Löhne zu zahlen in der Lage sind, das will dann aber niemand wissen.

arouet58
27.08.2008, 15:35
Eine Krankenschwester oder Altenpflegerin ist weder gering qualifiziert, noch sind es angenehme Bedingungen.
Auch eine Frisösin muss 3 Jahre lernen, und ist ebenfalls schlechten Bedingungen ausgesetzt.
Deine Äußerung zeigt nur, dass du gar nicht weißt was Frauenberufe alles leisten, aber das brauchst du ja auch gar nicht zu wissen, denn dafür gibt es ABAKABA.
Wie gesagt, in der Schweiz werden Berufe im Allgemeinen nach ABAKABA entlohnt, was für eine Krankenschwester eine Aufwertung von 700 Franken gebracht hat.
Na, dann werten wir unser Pflegepersonal auch auf und zahlen ihnen über Nacht 400-500 € mehr im Jahr (oder Monat?).
Die paar hundert Millionen Euro, die das kosten würde, holen wir locker über eine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge wieder rein.
Und die dann fällige Lohnerhöhung für Krankenhausärzte muss ja wohl auch noch drin sein, schließlich werden die ja mittlerweile ebenfalls schlecht bezahlt.
Wenn es also so einfach geht, dann machen wir es nach, das Schweizer Beispiel, wie immer die dieses Wunder auch zustande brachten, ich kenne die Schweiz nicht gut genug, um es zu beurteilen, ich bin jedenfalls dabei, vorausgesetzt, das Wunder kommt ohne Pferdefuß unter dem Kittel daher.
Wer mißgönnte schon hart Arbeitenden 500 Euro mehr Lohn?

foo-foo
27.08.2008, 15:35
Ich liebe ja diese zusammengebastelten Statistiken, die nur theoretisch Bestand haben, praktisch aber nicht.
Also Gegenfrage:
Warum werden Architekten überhaupt noch beschäftigt, wenn ich Architektinnen für die GLEICHE Leistung 1200 € weniger bezahlen kann?
Unsere gewinngeilen Profithyänen lassen sich diese Chance der mühelosen Gewinnsteigerung entgehen?
Papperlapapp, daran glaube ich nicht.
Diese Lohndifferenz existiert in Statistiken, die weder Berufserfahrung noch Bereitschaft zu Fortbildung noch zu Überstundenleistung etc. berücksichtigen, die einfach Äpfel mit Birnen vergleichen.
Ein solcher Lohnunterschied hätte in keiner Marktwirtschaft Bestand.
Wenn ich doch die gleiche Leistung so viel billiger einkaufen kann, warum wird das dann nicht getan?
Alle Architekten arbeitslos, alle Architektinnen vollbeschäftigt.
Eigentlich ganz einfach....nur, warum sehe ich das in der Realität bloß nicht?






Also entkräften kannst du die Statistiken mit diesem Geschwurbel nicht.

Max
27.08.2008, 15:41
Wenn nun große mit kleinen Unternehmen verglichen werden, in den großen viell. der Männeranteil höher ist (warum auch immer), dann hat man schon eine solch beeindruckende Statistik.
Das große Unternehmen manchmal einfach bessere Löhne zu zahlen in der Lage sind, das will dann aber niemand wissen.


Betrachtet man die geschlechterspezifsche Vergütung anhand der Unternehmensgröße, fallen mit 28 Prozent besonders große Gehaltsunterschiede in Unternehmen mit 2000 bis 5000 Mitarbeitern auf. Auch bei Großunternehmen mit mehr als 5000 Beschäftigten ist die Entgeltungleichheit stark ausgeprägt: Frauen verdienen hier im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer

Quelle (http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,560485,00.html)

arouet58
27.08.2008, 15:44
Wenn nun große mit kleinen Unternehmen verglichen werden, in den großen viell. der Männeranteil höher ist (warum auch immer), dann hat man schon eine solch beeindruckende Statistik.
Das große Unternehmen manchmal einfach bessere Löhne zu zahlen in der Lage sind, das will dann aber niemand wissen.
Du hast natürlich Recht, Satyr, aber meine Postings sind eh schon zu lang als das ich noch mehr differenzieren könnte wie man es eigentlich müsste, um diesen Unsinn von Frauen verdienen weniger, nur weil sie Frauen sind und Frauenarbeit nicht geachtet wird, zu widerlegen.
Kleine Firmen können es sich z.B. auch deshalb leisten, müssen es sich leisten, niedrigere Löhne zu zahlen, weil sie eher wohnortnahe Beschäftigte anziehen als große Firmen, weil sie ja auch viel häufiger nur lokal begrenzte Märkte bedienen als große Firmen, deshalb geringere Gewinnmargen haben usw.
Hinzu kommt, daß Männer viel weitere Berufswege pendeln als Frauen, eben weil Männer viel mehr aufs Einkommen achten MÜSSEN als Frauen, die wiederum nicht so flexibel sind, weite Wege zu großen Firmen zu pendeln, weil sie die Kinderversorgung daran hindert usw. usw. usw.
Aber was ist all das gegen die wuchtig schlichte Feststellung: FRAUEN VERDIENEN WENIGER ALS MÄNNER, Hilfe, die bösen Männer diskriminieren uns.

Satyr
27.08.2008, 15:46
Quelle (http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,560485,00.html)

Ach komm, die Diskussion müssen wir nicht wieder führen, oder?
Selbst das Familienministerium hat zugegeben, das die Gehaltsunterschiede nicht auf Diskriminierung zurück zu führen sind. Also warum an diesem Mythos festhalten?

arouet58
27.08.2008, 15:46
Also entkräften kannst du die Statistiken mit diesem Geschwurbel nicht. Das muss ich auch gar nicht. Das macht schon die Realität.
Noch mal gefragt: Warum werden dann nicht nur noch Architektinnen eingestellt?
Sie kommen die Betriebe doch laut Statistik 1200 Euro billiger, IM MONAT!!!

Max
27.08.2008, 15:52
Ach komm, die Diskussion müssen wir nicht wieder führen, oder?nee... habe ich auch kein Interesse dran...

außerdem... Diskriminierung hin oder her... die Gehaltsunterschiede sind nun mal da... da hilft auch krampfhaftes weggucken nicht...

foo-foo
27.08.2008, 15:55
Das muss ich auch gar nicht. Das macht schon die Realität.
Noch mal gefragt: Warum werden dann nicht nur noch Architektinnen eingestellt?
Sie kommen die Betriebe doch laut Statistik 1200 Euro billiger, IM MONAT!!!

Dann frag mal bei den Unternehmen nach und sag dann Bescheid - wär doch mal interessant.

arouet58
27.08.2008, 16:03
Dann frag mal bei den Unternehmen nach und sag dann Bescheid - wär doch mal interessant. Ich kann Dir die Antwort gerne geben: Mit Männern läßt sich ein höherer Gewinn machen als mit Frauen, weil sie mehr Überstunden zu leisten bereit sind, weil sie sich beruflich im Schnitt stärker engagieren, weil sie öfter und länger auf Dienstreisen, Fortbildungen usw. zu schicken sind, weil sie ganz einfach viel verfügbarer für den Betrieb sind als Frauen, die im Schnitt viel häufiger Nein sagen/sagen müssen, weil sie zum einen viel stärker in die Kinderbetreuung eingebunden sind und zum anderen weniger stark auf's Einkommen sehen/zu sehen gezwungen sind und deshalb nicht in dem Masse privat zurückzustecken bereit sind wie Männer, für die ihr berufliches Fortkommen einen viel höheren Stellenwert einnimmt, immer noch.
Weshalb sie ja auch 5-6 Jahre vor den Frauen sterben.
Alles hat seinen Preis.
Man kann nur entscheiden, welchen man zu zahlen bereit ist.

foo-foo
27.08.2008, 16:07
Ich kann Dir die Antwort gerne geben: Mit Männern läßt sich ein höherer Gewinn machen als mit Frauen, weil sie mehr Überstunden zu leisten bereit sind, weil sie sich beruflich im Schnitt stärker engagieren, weil sie öfter und länger auf Dienstreisen, Fortbildungen usw. zu schicken sind, weil sie ganz einfach viel verfügbarer für den Betrieb sind als Frauen, die im Schnitt viel häufiger Nein sagen/sagen müssen, weil sie zum einen viel stärker in die Kinderbetreuung eingebunden sind und zum anderen weniger stark auf's Einkommen sehen/zu sehen gezwungen sind und deshalb nicht in dem Masse privat zurückzustecken bereit sind wie Männer, für die ihr berufliches Fortkommen einen viel höheren Stellenwert einnimmt, immer noch.
Weshalb sie ja auch 5-6 Jahre vor den Frauen sterben.
Alles hat seinen Preis.
Man kann nur entscheiden, welchen man zu zahlen bereit ist.

Aha.
Irgendwie doof, die Männer.

Inaktiver User
27.08.2008, 16:11
Ich kann Dir die Antwort gerne geben: Mit Männern läßt sich ein höherer Gewinn machen als mit Frauen, weil sie mehr Überstunden zu leisten bereit sind, weil sie sich beruflich im Schnitt stärker engagieren, weil sie öfter und länger auf Dienstreisen, Fortbildungen usw. zu schicken sind, weil sie ganz einfach viel verfügbarer für den Betrieb sind als Frauen, die im Schnitt viel häufiger Nein sagen/sagen müssen, weil sie zum einen viel stärker in die Kinderbetreuung eingebunden sind und zum anderen weniger stark auf's Einkommen sehen/zu sehen gezwungen sind und deshalb nicht in dem Masse privat zurückzustecken bereit sind wie Männer, für die ihr berufliches Fortkommen einen viel höheren Stellenwert einnimmt, immer noch.
Weshalb sie ja auch 5-6 Jahre vor den Frauen sterben.
Alles hat seinen Preis.
Man kann nur entscheiden, welchen man zu zahlen bereit ist.

das sehe ich nicht ganz so. es lohnt sich durchaus frauen einzustellen, weil sie oft weniger gehalt verlangen als männer.

Satyr
27.08.2008, 16:19
nee... habe ich auch kein Interesse dran...

außerdem... Diskriminierung hin oder her... die Gehaltsunterschiede sind nun mal da... da hilft auch krampfhaftes weggucken nicht...

Aber wieso zwanghaft hingucken?
Natürlich gibts, von oben betrachtet, dort Gehaltsunterschiede. Sie sind nur nichts schlimmes. Wer weniger verlangt, weniger arbeitet, sich weniger qualifiziert, sich weniger reinhängt und mehr sowie längere Auszeiten hat, der verdient nunmal weniger.
Das ist nichts, wofür man ein großes Faß aufmachen muss oder wo man unbedingt hinsehen muss, oder?

Jemand der lange und viele Arbeitsloszeiten im Lebenslauf hat, wird sicherlich meist auch weniger verdienen als jemand der sie nicht hat - trotz gleicher Qualifikation.
Aber Diskussionen werden immer erst aufgemacht, wenns am Geschlecht ablesbar ist. Dabei gibt es sicher noch genug andere Muster. Kleine Menschen, große Menschen, dünne Menschen, dicke Menschen usw. usw...

Warum also nicht mal so drauf gucken? Oder ist das dann nicht mehr interessant?

Satyr
27.08.2008, 16:19
das sehe ich nicht ganz so. es lohnt sich durchaus frauen einzustellen, weil sie oft weniger gehalt verlangen als männer.

Aber warum dann überhaupt noch Männer einstellen, wenn die so viel Geld wollen?

sirix
27.08.2008, 16:28
Nun manche Menschen (! MÄNNER UND FRAUEN!) richten ihre Berufswahl eben nicht nur nach dem Finanziellen und ihrer Habgier sondern es ihnen auch wichtig, dass sie Freude an dem haben, was sie tun.

Das ist nicht richtig. Es wurde festgestellt, dass frauen in erster Linie nach dem Freudefaktor wählen, wohingegen Männer mehr auf den späteren Verdienst achten, weil sie sich in der Verantwortung sehen einmal für andere zu sorgen.

sirix
27.08.2008, 16:31
Aber warum dann überhaupt noch Männer einstellen, wenn die so viel Geld wollen?

Weil das ein gern publizierter aber falscher Tatbestand ist. Männer verdienen pro geleistete Arbeit nicht mehr, sie arbeiten nur länger und verdienen daher mehr laut Arbeitsvertrag.

Joerd
27.08.2008, 16:34
Oder man setzt einfach andere Prioritäten und zieht beim "Spaß im Job" ein wenig zurück, kann dafür aber auch seine Familie ernähren. Wäre das so falsch?

Nicht falsch verstehen, ich bin völlig für gerechtere Entlohnung (in ALLEN Berufen). Aber solange es die nicht gibt, wäre es da nicht sinnvoll, sich einfach in Berufe zu orientieren, in denen das mit dem finanziellen klappt?

Nein, meine ich nicht. Eher muss man in Kauf nehmen, dass man wenig Geld hat. Man kann seine Arbeit nur gut machen, wenn man sie auch gerne macht. Und man lernt einen Beruf im Idealfall für die nächsten 50 Jahren, und sollte man wirklich nicht das tun, was man nicht kann oder will.
Es ist was anderes, wenn man keinen Beruf gelernt hat, da muss man sich mit dem abfinden was kommt.

Besser ist dafür zu kämpfen, dass man leistungsgerecht bezahlt wird, wie es auch vom Grundgesetz her vorgesehen ist.

Joerd
27.08.2008, 16:36
Das muss ich auch gar nicht. Das macht schon die Realität.
Noch mal gefragt: Warum werden dann nicht nur noch Architektinnen eingestellt?
Sie kommen die Betriebe doch laut Statistik 1200 Euro billiger, IM MONAT!!!

Vielleicht dann, wenn Väter die gleichen Ausfallprobleme haben wie Mütter?

Joerd
27.08.2008, 16:38
Die wenigsten Frauen im Geringverdienerbereich dürften Krankenschwester, Altenpflegerin oder Frisösin sein. Klar gibts da nicht wenige.. aber was ist mit den vielen anderen?

Wir unterhalten uns hier ja über Berufe, oder?
Berufe bedürfen einer Lehr- und Ausbildungszeit. Insofern ist es müssig Frauen die Qualifikation abzusprechen.

arouet58
27.08.2008, 16:38
Aha.
Irgendwie doof, die Männer.
Ja, ich frage mich auch oft, wie dumm muss man sein, sich bis zur Selbstzerstörung in Karrieren zu verschleißen.
Welche Triebhaftigkeit scheint Männer häufiger in diese Richtung zu drängen als Frauen?
Vielleicht die Tatsache, dass Frauen, allen Bekundungen zum Trotz, solche Männer sehr attraktiv finden?
Die einen arbeiten sich oft zu Tode, die anderen riskieren häufiger Botoxbehandlungen, Schönheits-OPs und Essstörungen.
Muss wohl an dem liegen, was Männer für Frauen und Frauen für Männer attraktiv macht.
Aber ob es auch möglich ist, das zu ändern?
Ich wünschte es mir, zweifle aber sehr stark daran.

sirix
27.08.2008, 16:41
Ja, ich frage mich auch oft, wie dumm muss man sein, sich bis zur Selbstzerstörung in Karrieren zu verschleißen.
Welche Triebhaftigkeit scheint Männer häufiger in diese Richtung zu drängen als Frauen?



Gute Frage. Wenn man bedenkt, was die hohe Belastung für Männer bedeutet: Sie sterben früher, häufiger noch vor dem Ruhestand an stresskrankheiten.


hier noch ein Grund, warum die Gehaltsdiskussion Quatsch ist.


The opposite result comes with salaries. There is a minimum wage but no maximum. Hence the high-achieving men can pull the male average up while the low-achieving ones can’t pull it down. The result? Men will get higher average salaries than women, even if there is no average difference on any relevant input.

und natürlich:

Workaholics are mostly men. (There are some women, just not as many as men.) One study counted that over 80% of the people who work 50-hour weeks are men.

That means that if we want to achieve our ideal of equal salaries for men and women, we may need to legislate the principle of equal pay for less work. Personally, I support that principle. But I recognize it’s a hard sell.

arouet58
27.08.2008, 16:44
Vielleicht dann, wenn Väter die gleichen Ausfallprobleme haben wie Mütter? Ja, das wäre eine Lösung. Dann müsste man nur noch Männern beibringen, sich im Schnitt genauso stark für Kinderversorgung zu interessieren wie Frauen und Frauen beibringen, genauso selbstverständlich einen Mann materiell zu versorgen, wie sie immer noch von Männern erwarten, ganz oder hauptsächlich versorgt zu werden.
Schafft man das, ist die Sache geritzt.
Passiert das nämlich nicht, dann werden z.B. Männer Kinder vermeiden, um im Beruf nicht zurückstecken zu müssen oder sich Frauen suchen, die ihnen ganz freiwillig den Rücken frei halten und erfolgreiche Männer haben keine Mühe, solche Frauen zu finden, also dürfen auch Frauen solche Männer nicht mehr attraktiv finden, wenn sich etwas grundlegend und nicht nur marginal ändern soll.

Inaktiver User
27.08.2008, 16:47
Aber warum dann überhaupt noch Männer einstellen, wenn die so viel Geld wollen?

na ja es gibt ja noch andere kriterien :zwinker:

Satyr
27.08.2008, 16:50
Besser ist dafür zu kämpfen, dass man leistungsgerecht bezahlt wird, wie es auch vom Grundgesetz her vorgesehen ist.

Das würde für die meisten Menschen im Niedriglohnsektor dann die Arbeitslosigkeit bedeuten, weil das Geld schlicht nicht da ist und diese Leute dann eben gar nicht mehr bezahlt werden können.

Und dann? Warum nicht gleich einen Job mit vernünftigen Gehalt suchen?
Dieses "man sollte sich darin ausbilden lassen was einem Spaß macht, weil man es ja dann 50 Jahre macht".. das habe ich tatsächlich von einem Mann noch nie gehört. Eher das sie es in kauf nehmen, weniger Spaß zu haben, der finanzielle Mehrwert das aber super kompensiert und sie dadurch zu hause mehr Spaß haben, weil sie sich da privat mehr leisten können.

Satyr
27.08.2008, 16:51
na ja es gibt ja noch andere kriterien :zwinker:

Siehte.. und darum gehts :blumengabe:
Wenn diese anderen Kriterien es sind, die Männern mehr Gehalt ermöglichen, sollten Frauen sich diese einfach auch aneignen, anstatt von diskriminierung zu reden.

Joerd
27.08.2008, 16:53
Ja, das wäre eine Lösung. Dann müsste man nur noch Männern beibringen, sich im Schnitt genauso stark für Kinderversorgung zu interessieren wie Frauen und Frauen beibringen, genauso selbstverständlich einen Mann materiell zu versorgen, wie sie immer noch von Männern erwarten, ganz oder hauptsächlich versorgt zu werden.
Schafft man das, ist die Sache geritzt.

Wenn man bedenkt, wie gut Mädchen heutzutage ausgebildet werden, und Berufe zukünftig nach ABAKABA bewertet und belohnt werden, und Mädchen und Jungs Beruf und Kinder wollen, wird es wohl zukünftig darauf hinauslaufen.
Die Wirtschaft ist bestimmt nicht daran interessiert Familien aussterben zu lassen.