PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gespräche in der Mittagspause



Megan_Rose
03.06.2007, 20:07
Hallo liebe BriCom :smile:

Es gibt hier einige Threads über die Themen Essen und Tischmanieren. Mich interessiert heute eure Meinung zu den Umgangsformen in der Mittagspause, speziell zu den Gesprächsthemen.

Zurzeit ist in unserer Abteilung sehr viel zu tun. Die meisten Leute sind eingespannt bis über beide Ohren, so auch ich. Es ist bei uns üblich, in kleinen oder größeren Grüppchen in die Kantine zu gehen. Nun ist es in der letzten Zeit einige Male vorgekommen, dass mich irgendein Kollege gefragt hat, ob ich mit ihm und X und Y essen möchte, und am Tisch haben die zwei oder drei anderen dann nur über ihre aktuellen Arbeitsthemen geredet. Wie setzen wir die Anforderung aus Fachbereich X um, was müssen wir für unser nächstes Meeting mit Abteilungsleiter Y vorbereiten, welche Leute brauchen wir für das Kick-Off von Projekt Z.... und so weiter und so fort. Es war jedesmal so, dass 2-3 Leute, die gemeinsam an einem Thema arbeiten, in der Mittagspause ihre dienstlichen Sachen besprochen haben und ich schweigend daneben saß. Waren die Gruppen thematisch gemischt sind, d.h. nicht nur Leute aus demselben Projekt oder Arbeitsthema am Tisch, dann gab es diese Situation nicht.

Wie steht ihr dazu? Ganz ehrlich: ich würde nicht einen Kollegen fragen, ob er mit mir und anderen essen will, und dann mit den anderen am Tisch nur über Themen reden, bei denen er außen vor ist. Finde das unhöflich. Davon abgesehen finde ich es für alle Tischmitglieder nicht so schön, wenn in der Pause nur über Arbeitsthemen gequatscht wird. Die Pause ist Erholung/Freizeit und keine Dienstbesprechung, finde ich, gerade wenn es im Berufsalltag hektisch zugeht. Habe mich über besagte Kollegen etwas geärgert, war aber nicht sicher, ob das Grund genug war, sie darauf anzusprechen. Ich hatte ein paarmal versucht, das Gespräch auf andere Themen zu lenken, aber sie kehrten nach wenigen Sätzen zu ihren Arbeitssachen zurück.

Würdet ihr den Leuten (vielleicht in scherzhaftem Ton) sagen: "Hey, jetzt lasst mal euer Projekt für 20 Minuten Projekt sein und genießt die Mittagspause" oder findet ihr sowas normal? Ist jetzt kein gravierendes Problem, aber mich interessiert eure Meinung. :smirksmile:

Viele Grüße,
Megan Rose

Anastasia1960
03.06.2007, 21:15
Kommt drauf an wie gut du dich mit den Kollegen verstehst. Mich würde es auch stören wenn nur über deren Projekte gelabert wird.
Wenn das scherzhafte ansprechen nix nützt, sag doch das nächste mal, nicht zu wenn du gefragt wirst ob du mitgehen willst.

Inaktiver User
03.06.2007, 21:21
Ich würde als "Erster Essengeher", an Deinem Büro vorbeikommend:

-wenn ich mich Dir nicht explizit widmen möchte
-->fragen: "Gehst du auch essen?"

-wenn ich mich Dir widmen möchte
-->fragen: "Kommst du mit mir essen?"

Hilft jetzt auch nicht viel weiter:zwinker: .Unterbrechen würde ich nicht. Vielleicht war die Erwähnung "mit X und Y" ja schon eine Vorwarnung, worum es gehen würde...
Gruß, T.

Rotfuchs
03.06.2007, 22:40
Würdet ihr den Leuten (vielleicht in scherzhaftem Ton) sagen: "Hey, jetzt lasst mal euer Projekt für 20 Minuten Projekt sein und genießt die Mittagspause" oder findet ihr sowas normal?

Es ist zwar normal, aber ungesund für die Diskutierenden und unbefriedigend für den, der desinteressiert dabei sitzt. Ich finde, Du darfst es ruhig ansprechen, humorvoll und möglichst ohne vorwurfsvollen Unterton.

Ich gehe seit Jahren im mehr oder weniger gleichen Kollegenkreis essen. Auch bei uns stehen die Mitarbeiter meist unter Zeitdruck und sind angespannt bis an die Haarspitzen.

Irgendwann, als die beruflichen Problemdiskussionen beim Essen zu sehr nervten, haben wir spaßeshalber die Regel eingeführt: "Wer in der Pause über dienstliche Dinge spricht, zahlt 5 Euro." :smile:

Nicht, dass irgendjemand wirklich mal gezahlt hätte, aber sobald einer (meist Kollegen, die seltener mitgehen) die "Regel" mißachtet und ein dienstliches Thema anschneidet, ruft irgendwer sofort: "5 Euro" und das aufkeimende Thema endet mit Gelächter.

Es wurde sogar schon (nicht ganz ernst) diskutiert, ob Büroklatsch ein Dienstgespräch ist und ab wann überhaupt die Pause beginnt. Beim Verlassen des Bürogebäudes, am Straßenrand, (wir müssen eine Straße überqueren und in ein anderes Gebäude gehen), beim Betreten der Kantine oder erst am Tisch.
Standardsatz ist inzwischen die Frage: "Darf ich noch mal eben was fragen oder kostet es schon was?" Das alles aber schon mit zwinkerndem Auge. Letztlich sind alle recht froh um diese interne Absprache.

Schließlich können wir in den 30 Minuten die Welt nicht retten und man muss auch mal abschalten. Seitdem sind die Pausen viel entspannter und meist recht fröhlich - und danach geht man anstehende Probleme neu und mit viel mehr Energie an.

Margali62
04.06.2007, 11:32
Wir haben eine Absprache: nichts dienstliches. Punkt.
Und vor 13 Uhr nichts anzügliches.

Klappt.

Rotfuchs
04.06.2007, 14:31
Und vor 13 Uhr nichts anzügliches.

Das finde ich ja süß. :freches grinsen:

Werde sofort hier einen Verbesserungsvorschlag machen... :smirksmile:

Inaktiver User
04.06.2007, 22:46
Wie steht ihr dazu? Ganz ehrlich: ich würde nicht einen Kollegen fragen, ob er mit mir und anderen essen will, und dann mit den anderen am Tisch nur über Themen reden, bei denen er außen vor ist. Finde das unhöflich.
Ich kann schon verstehen, dass dich das nervt aber deine Kollegen machen das bestimmt nicht, um dich zu ärgern. Die sind halt so mit ihrer Arbeit beschäftigt, dass sie beim Essen nicht abschalten können.
Du hast ja versucht, das Thema zu wechseln und es hat nicht funktioniert. Wenn es dir zu langweilig ist, deine Mittagspause auf die Art zu verbringen, geh einfach mit anderen Leuten oder alleine Essen.

Ich kenne das Problem und rede manchmal beim Essen selber nur über meine Arbeit, wenn mich das sehr beschäftigt. Manchmal gibt es auch andere Themen, das kommt immer ganz drauf an. Manchmal rede ich auch überhaupt nicht und bin mit meinen Gedanken woanders. Dann konzentriere ich mich auf meinen Teller und höre nicht mal zu, was die anderen reden.

D.

Karla48
04.06.2007, 23:01
Wenn das scherzhafte ansprechen nix nützt, sag doch das nächste mal, nicht zu wenn du gefragt wirst ob du mitgehen willst.

So würde ich das auch handhaben.
Die 5-Euro-Sache ist ja wohl nur gangbar, wenn mehrere sich einig darüber sind, dass das Arbeits-Gerede eher unschön empfunden wird.

Die Menschen sind einfach unterschiedlich, habe ich festgestellt. Die einen stehen unter Dauerstrom, rasen mit Vollgas auf ihren Burnout zu und finden sich unverzichtbar superwichtig. Wenn man dann erst einmal auf der Nase lag (ich hatte auch einen Burnout), dann muss man lernen, auch mal abzuschalten und sich Nischen zu schaffen, in denen man auftanken kann. Manche gehen auch ganz bewußt mit ihren Pausenbroten um den Block, um sich Bewegung zu verschaffen.

Jeder so, wie er mag - und man muss halt schauen, wer aus dem Kollegenkreis die gleiche Einstellung wie man selber hat.

Gruß Karla

Megan_Rose
05.06.2007, 20:13
Ich würde als "Erster Essengeher", an Deinem Büro vorbeikommend:

-wenn ich mich Dir nicht explizit widmen möchte
-->fragen: "Gehst du auch essen?"

-wenn ich mich Dir widmen möchte
-->fragen: "Kommst du mit mir essen?"

Hilft jetzt auch nicht viel weiter:zwinker: .Unterbrechen würde ich nicht. Vielleicht war die Erwähnung "mit X und Y" ja schon eine Vorwarnung, worum es gehen würde...
Gruß, T.

Aha, das werde ich künftig beobachten und Statistik führen. :freches grinsen: Meistens fragen wir parallel in verschiedenen Zimmern, wer mitkommt. Draußen vor dem Fahrstuhl stellt sich heraus, wer diesmal alles dabei ist.

Megan_Rose
05.06.2007, 20:34
Rotfuchs und Margali62, eure Regeln finde ich klasse. Wie kamen die zustande? Wer hat sie initiiert? Würde sowas liieeebend gern einführen, bin aber keine Führungskraft, und die gehen manchmal mit ganz schlechtem Beispiel voran. Sofern sie sich überhaupt in der Kantine blicken lassen und nicht vor dem Rechner ihre belegten Brötchen vom Bäcker nebenan futtern... und hinterher mit dem Chef aus Abteilung XY ins Restaurant gehen. Das spart sicherlich Zeit. :knatsch:

Eine Frage an diejenigen, bei denen Dienstbesprechungen in der Mittagspause auf dem Programm stehen: war das schon immer so, oder kommt es in Zeiten hoher Arbeitsbelastung häufiger vor? Ich bin noch nicht sooo lange im Unternehmen und kenne nur die Hochbetrieb-Zeiten. Und ich spüre immer mehr, dass es mir nicht bekommt, 8-10 Stunden am Tag ausschließlich an die Arbeit zu denken. Auf den Burnout zurasen, ja, so scheint es mir. Einer aus unserem Flur hat während der Mittagspause stets das Handy neben dem Teller, denn er erwartet ungefähr 3x pro Woche ausgerechnet dann einen "sehr eiligen Anruf". Auch dem Teamgefühl bekommen die zu Arbeitsbriefings mutierten Pausen nicht. In der alten, kleinen Firma hat man zwischendurch gern mal über ein paar private oder rein spaßige Themen gequatscht. Ich finde im Nachhinein, dass die Atmosphäre dort netter und "familiärer" war, man war mehr als nur eine Sammlung von Individuen, die sich beruflich mit ähnlichen Dingen beschäftigen.

Am liebsten würde ich ganz gezielt nur die Leute zur Pause ansprechen, die ich wirklich mag. Nur würden sich da entweder einige vor den Kopf gestoßen fühlen und/oder es wäre gar nicht umsetzbar, denn Herr A fragt seit Jahren immer Frau B, ob sie zum Essen mitkommt, und Frau B wiederum fragt stets auch Herrn C... und so weiter. Es ist schwer, sich dabei die netten Pausengenießer herauszupicken.

Margali62, was macht ihr denn nach 13:00h? :fg engel:

Margali62
06.06.2007, 07:35
Ab 13 Uhr ist es schonmal recht lustig bei uns!

Wir sind ein Mittagstisch, dem Führungskräfte einer Behörde angehören.

Z.B. sitzt da auch der Amtstierarzt. Wenn der was dienstliches schildern würde... Die Hälfte, einschl. unserer Ersten Dame, würde auf den mittaglichen Teller erbrechen. Und der Ton ist lustig, teilweise schräg, usw. Da über ein Netzwerkproblem oder so zu reden ist wirklich daneben.

Das "nichts dienstliches" war eigentlich allgemein gefordert. Ab und zu muß man wirklich sagen "stop". Oder "es ist vor eins!"

Aber, wie geschrieben. Eigentlich klappt es.

:freches grinsen: M.

marylin
06.06.2007, 11:37
Ab 13 Uhr ist es schonmal recht lustig bei uns!

Wir sind ein Mittagstisch, dem Führungskräfte einer Behörde angehören.


Das erfüllt ja alle Klischees!:knatsch:
Wenn man ab 13.00 Uhr nur noch am Scherzen ist, dienstliche Gespräche am Nachmittag verpönt sind, wundern mich die langen Bearbeitungszeiten natürlich nicht mehr!

Margali62
06.06.2007, 11:43
"Das erfüllt ja alle Klischees!
Wenn man ab 13.00 Uhr nur noch am Scherzen ist, dienstliche Gespräche am Nachmittag verpönt sind, wundern mich die langen Bearbeitungszeiten natürlich nicht mehr!"


Muß ich das jetzt verstehen?

Wieso darf ich in meiner nichtbezahlten Pause nicht machen was ich will?

Rotfuchs
06.06.2007, 13:02
Unsere "5-Euro-Regel" ist natürlich keine Weisung von oben. :smile:

Das entstand vor Jahren im Kollegenkreis (Abteilungs- und Bereichsleiterebene) scherzhaft am Mittagstisch, weil einige unentwegt dienstliche (gar nicht so dringende) Belange diskutierten und die anderen nur genervt waren. Erst wurde es ein "running gag", später setzte sich diese (ungeschriebene) Regel aber richtig durch, weil doch alle es als angenehmer empfanden, in der Pause mal eine halbe Stunde abzuschalten.

Es gibt aber auch hier Ausnahmen. Wir arbeiten in einem internationalen Großkonzern - da geht es natürlich nicht, z.B. einen dringenden Kundenanruf auf dem Handy mit Hinweis auf Mittagspause abzulehnen.
Auch ergibt es sich gelegentlich, dass man in der Kantine gerade den Kollegen einer anderen Abteilung trifft, dem man möglicherweise schon lange vergeblich hinterhertelefoniert. Da schnappt man sich den natürlich. :smirksmile:

Aber wenn schon die bereichsinternen Dienstgespräche in der Pause unterbleiben reicht das an den meisten Tagen für eine entspannte Pause.

Für mich persönlich ist das auch deswegen so praktisch, weil ich als direkte Assistentin des Chefs häufig über Informationen verfüge, die andere gerne hätten aber aus diversen Gründen (noch) nicht haben sollen. Die Kollegen versuchten dann gerne, mich während des Essens - so im kleinen Kreis - auszufragen. Diesen Eiertanz kann ich mit allem mir zur Verfügung stehendem Charme elegant mit der 5-Euro-Regel abblocken. :freches grinsen:

Horus
06.06.2007, 13:45
Genau.
Solche Dinge müssen von unten her kommen. Es braucht nicht für alles einen Chef! Eigeninitiative ist gefragt.

Dienstliche Mittagspausen ... ich bin eh dafür bekannt, dass ich die Mittagspause für den Sport nutze. War von Anfang an meine Eigenart, das wird so problemlos akzeptiert.
Wenn kein Sport auf dem Programm steht, dann treffe ich mich tatsächlich oft mit dem einen oder anderen Kollegen zum Essen und bespreche mit ihm oder ihr ganz gezielt berufliche Dossiers. Natürlich kommt auch Privates zur Sprache, aber das Mittagessen ist klar ein Arbeitsmittagessen.

Wenn ich NICHT über die Arbeit reden möchte in der Mittagspause, dann geh ich eben mit niemandem essen sondern zum Sport, ganz einfach.

marylin
06.06.2007, 13:58
Ich verstehe nicht, was schlimm daran ist, sich in der Pause über die Arbeit zu unterhalten... Viel nerviger finde ich irgendwelchen blöden Tratsch und Klatsch und Gelästere über Kollegen.

Margali62
06.06.2007, 14:35
Wenn ich in der Pause über die Arbeit rede ist es eben keine Pause.

Margali62
06.06.2007, 14:36
Horus:
Irgendwann mußt Du doch essen. Ißt Du denn kein Mittag?

Horus
07.06.2007, 10:51
Ich esse, wenn ich Hunger habe. Ich halte nicht viel davon, zu essen, nur weil so genannt Essenszeit ist, mein eigener Hunger ist der bessere Taktgeber. Und der meldet sich meistens nicht am Mittag.
Am Morgen brauch ich viel, im Laufe des Vormittags nochmals ziemlich viel, sonst komm ich nicht in die Gänge. Aber dann reichts mir bis zum Abend (nach dem Sport meistens noch Obst). Abends jedoch wird richtig gekocht und ausgiebig getafelt, mit allem Drum und Dran.

Wenn ich mittags richtig esse, bring ich nachmittags nichts mehr zustande sondern bin nur noch schlapp.

Megan_Rose
08.06.2007, 07:49
Ich verstehe nicht, was schlimm daran ist, sich in der Pause über die Arbeit zu unterhalten... Viel nerviger finde ich irgendwelchen blöden Tratsch und Klatsch und Gelästere über Kollegen.

Geläster über Kollegen geht gar nicht. Macht bei uns keiner. Jedenfalls habe ich noch nichts davon mitbekommen. Zum Glück. :smile:

Zwischendurch ein paar Worte über die Arbeit sind für mich okay. Kann mich auch nicht komplett davon freisprechen. Nur wenn es die gesamte Pause durch ausschließlich darum geht und ich daneben sitze wie das fünfte Rad am Wagen und das Gefühl bekomme, eine Dienstbesprechung zu stören, obwohl man mich gefragt hat, ob ich die Pause mit den Betreffenden verbringen möchte, dann ist bei mir die Toleranzgrenze überschritten. Das ist so... unentspannend. :knatsch:

Margali62
08.06.2007, 08:00
Zitat: "Ich esse, wenn ich Hunger habe. Ich halte nicht viel davon, zu essen, nur weil so genannt Essenszeit ist, mein eigener Hunger ist der bessere Taktgeber. Und der meldet sich meistens nicht am Mittag. "



Leute, es gibt auch Arbeitsplätze, an denen man nicht zwischendurch die Möglichkeit hat, zu essen.
Die Mittagsmahlzeit ist das erste am Tag, was ich zu mir nehme. Mein Mann und ich trinken morgens nur Kaffee.

Unsere Mittagspause ist zudem, wie schon geschrieben, nicht bezahlt. Also dieses halbe Stündchen zum verschnaufen am Tag ist doch wohl nicht zu viel verlangt. Da möchte ich halt nicht angegraben werden zu irgendeinem Dienstkram.


Margali

Inaktiver User
08.06.2007, 08:05
Hallo,

ich gehe zwar nicht mit in die Kantine, aber aus den wenigen Malen, als ich mit war, weiß ich, dass es auch bei uns üblich ist, am Mittagstisch in erster Linie über dienstliche Themen zu reden. Das wurde mir auch von KollegInnen bestätigt, die regelmässig essen gehen. Ebenso ist das meist auf Weihnachtsfeiern oder sonstigen Veranstaltungen. Thema Nummer 1 sind immer die Dienstgeschäfte.

Rowellan
13.06.2007, 20:05
Bei uns hängts davon ab - wenn nix Wichtiges ansteht, quatschen wir während der Mittagspause über alles Mögliche. Vom Wetter bis zu Schulproblemen der Kinder.
Wenn natürlich in irgendeinem Projekt die Kacke am Dampfen ist oder vielleich auch (ich arbeite auch in einem internationalen Großkonzern) vielleicht mal wieder eine wichtige/seltsame Kommunikation von ganz Oben gekommen ist, dann wird auch mal über Dienstliches gesprochen. Und wenns wirklich so sehr brennt, daß ich an gar nichts Anderes denken kann als mein aktuelles Projekt, dann hol ich mir fix ein Brötchen und lass die Anderen alleine gehen.

Generell schließ ich mich aber der Fraktion an, daß ich in meiner Pause gerne den Kopf vom Job freikriege und über was Anderes spreche.

Inaktiver User
06.07.2007, 05:43
In meiner Pause, insbesondere beim Essen, sind alle Themen die die Arbeit betreffen absolut tabu.
Wer dabei mit mir über solche Themen reden will, muß beim nächsten mal auf meine Gesellschaft verzichten. Ich habe ein Problem mit der deutschen Mentalität das Essen als eine störende Unterbrechung der Arbeit zu sehen.

Ebenso treffe ich nach Feierabend grundsätzlich nur Kollegen die alles was die Firma betrifft vergessen können.

Das Leben ist zu kurz um sich auch noch die Freizeit mit Arbeit zu versauen. Ich lebe nicht für die Arbeit, sondern ich arbeite um mir mein Leben leisten zu können.

Meiner Karriere hat diese Einstellung bislang nicht geschadet.
Ich arbeite auch an Wochenenden oder bis spät in die Nacht wenn es erforderlich ist. Aber wenn Feierabend ist ist Feierabend.
Und wenn ich esse dann esse ich.
:blumengabe:

Mondschaf
06.07.2007, 06:50
In meiner Pause, insbesondere beim Essen, sind alle Themen die die Arbeit betreffen absolut tabu.
Wer dabei mit mir über solche Themen reden will, muß beim nächsten mal auf meine Gesellschaft verzichten. Ich habe ein Problem mit der deutschen Mentalität das Essen als eine störende Unterbrechung der Arbeit zu sehen.

Ebenso treffe ich nach Feierabend grundsätzlich nur Kollegen die alles was die Firma betrifft vergessen können.

Das Leben ist zu kurz um sich auch noch die Freizeit mit Arbeit zu versauen. Ich lebe nicht für die Arbeit, sondern ich arbeite um mir mein Leben leisten zu können.

Meiner Karriere hat diese Einstellung bislang nicht geschadet.
Ich arbeite auch an Wochenenden oder bis spät in die Nacht wenn es erforderlich ist. Aber wenn Feierabend ist ist Feierabend.
Und wenn ich esse dann esse ich.

100% Zustimmung :allesok: Ehrlich gesagt, ich verdufte dann bezeiten unter Vorgabe von zu erledigender Arbeit, wenn am Tisch zuviel über Arbeit gesprochen wird. Selbst, wenn ich einen Kollegen in der Kantine sehe, der schwer greifbar ist und ich nur was wissen will, dann spreche ich ihn nicht an. Das gehört sich einfach nicht.

Mein Chef hat ja die Macke, dass er auch Leute im Feierabend anruft, wenn er eine Info braucht, die auch locker am nächsten Tag hätte kommen können.

Wenn alle so denken, dass man jederzeit für dienstliche Belange da sein muss, dann Gute Nacht. Ich erledige doch auch keinen Privatkram, wenn ich arbeite. Ist doch kein Wunder, dass die Leute immer gehetzter und gestresster werden.

Auf meiner alten Arbeit (hach war das schön ...) gab es auch die Regel, dass dienstliches verboten war am Tisch. Wer sich nicht daran hielt, wurde eben bevorzugt aus Gesprächen ausgeschlossen :freches grinsen: