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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Freier Mitarbeitervertrag - wie gestalten?



erdbeereis
30.05.2007, 16:12
Hallo,

ich möchte in meiner Firma eine Mitarbeiterin für ein mehrwöchiges Projekt beschäftigen. Sie ist freiberuflich tätig und arbeitet projektbezogen bei verschiedenen Firmen vor Ort (natürlich nicht gleichzeitig).
Ich habe mit ihr einen Stundensatz ausgehandelt und möchte nun gerne einen Vertrag mit ihr schließen, damit das ganze auch eine
rechtliche Grundlage hat.
Bisher hatte ich entweder Angestellte, Praktikanten oder Studenten (eben Aushilfen). Da war die Sache klar geregelt.

Vielleicht hat jemand Erfahrung und kann mir Tipps geben, worauf ich achten muss, was wichtig ist etc. bzw. weiß, wo ich da nachschauen kann?

akademikerin
30.05.2007, 22:01
Wichtig:

Auftraggeber
Auftragnehmer mit jeweiliger Anschrift
eindeutige Formulierung, dass die Mitarbeit von xx bis xx geht und projektbezogen für Projekt Wattauchimmer gilt
Auftragnehmer erklärt, selber versichert zu sein und stellt den Auftraggeber von allen Verpflichtungen daraus frei (ausgenommen z.B. Unfälle im Rahmen des Projektes, die auf dich zurückfallen könnten)
Auftragnehmer bestätigt, im Wirtschaftsjahr nicht nur für dich tätig zu sein (damit keine Scheinselbständigkeit aufkommen kann)
Auftragnehmer erhält HOnorar y pro Stunde für z Std. pro Woche (oder Monat oder was auch immer) zzgl. MwSt. gegen Rechnungsstellung zum ... auf Konto 12345 bei Hasenbank
Zahlung der Rechnung innerhalb von 10 Tagen nach Rechnungsstellung (oder ähnliches)

Regel nicht zuviel. Je komplizierter, desto schlimmer :)

Ak.

erdbeereis
31.05.2007, 09:09
Guten Morgen Akademikerin,

Daaaaanke!
Ja, so wollte ich das auch in etwa gestalten. Kurz und knapp und
die wichtigsten Dinge auf den Punkt gebracht.
Nochmals herzlichen Dank:blumengabe:

Promethea71
31.05.2007, 10:05
Hallo,

ich würde keinen Punkt aufnehmen, in dem der Auftragnehmer bestätigt auch für andere tätig zu sein, denn entweder ist er es oder nicht, aber die schriftliche Bestätigung in einem Vertrag den der AuftragGEBER stellt ist eher ein Indiz FÜR eine Scheinselbständigkeit und damit kontraproduktiv.

Du beauftragst eine Freiberuflerin und gut.
Im Übrigen wundert es mich, dass die Auftragnehmerin keinen entsprechenden Vertrag vorgelegt hat.

Ansonsten schließe ich mich der Meinung an, nur das wesentliche regeln und kein Satz zuviel.

Je nach Auftrag sollte auch klar geregelt sein, welche Leistungen genau erbracht werden und soweit eine Zusammenarbeit/Informationsaustausch notwendig ist, wie und in welchem Zeitraum das passieren soll.
Außerdem könnte eine Vertraulichkeitsklausel sinnvoll sein.

HTH

Promethea