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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Toter Zahn raus oder erhalten?



Sealove
25.05.2007, 13:20
Hallo,

habe mal eine Frage:

Vor ca. 7 Jahren hat man bei mir (31, w) an einem Backenzahn unten links eine Wurzelbehandlung durchgeführt, den Zahn also abgetötet. Danach wurde dort noch eine Wurzelspitzenresektion vorgenommen, d.h. der Kiefernknochen wurde aufgebohrt und die Wurzelspitze gekappt. Ziel war, die Entzündung an dieser Stelle in den Griff zu bekommen.

Anschließend versuchte mein Zahnarzt, die Entzündung von oben auszumerzen, was nicht ganz gelang. Dennoch wurde der Zahn dann ausgefüllt und eine Krone (Gold) drauf gesetzt. Der Zahn fühlte sich seitdem immer ein bisschen anders an, ist wohl aber normal bei toten Zähnen. In den letzten Monaten stört mich der Zahn aber immer mehr bzw. ist unangenehm. Z.B. wenn man dran klopft usw.. Teilweise hab ich das Gefühl, der Kiefernknochen tun weh. Momentan geht’s aber wieder. Halt mal mehr, mal weniger Beschwerden. Mein Zahnarzt ist darauf nicht eingegangen. Bin dann zum dem Kiefernchirurgen von damals hin. Röntgenbild zeigte so gut wie keine Entzündung am Zahnhals. Er will nun eine Nach-Resektion machen (Kiefer wieder aufbohren, Zahn noch mal von unten etwas säubern), damit der Zahn noch ca. 3-4 Jahre erhalten werden kann.

Hab nun gelesen, wie schädlich tote Zähne (v.a. mit Entzündungsherd) für den Körper sein können. Da ich seit Jahren immer wieder irgendwelche Beschwerden, wiederkehrende Infekte usw. habe, wollte ich dem mal auf den Grund gehen. Fühle mich zunehmend schlapp, meine Leistungsgrenze rutscht irgendwie immer mehr nach unten. Früher gabs viel häufiger Tage, an denen ich mich gesund und fit gefühlt habe. Derzeit sind das so 2-3 Tage im Monat. Blutuntersuchung beim Allgemeinarzt – alles i.O., kein Hinweis auf Entzündungsherd im Körper. Bin dann noch mal zu einer Zahnmedizinerin mit ganzheitlichem Ansatz. Die sagt, dass sie auf keinen Fall eine Nach-Resektion machen würde. Tote Zähne sind schädlich für den Körper (Leichengift usw.) und der Zahn sollte bei Beschwerden lieber raus.

Nun muss ich mich entscheiden. Raus oder Nach-Resektion. Der Zahn stört mich schon, aber wenn er raus ist und meine Beschwerden bleiben, wars wohl doch nicht der Zahn.

Was meint Ihr? Sollte man tote Zähne lieber entfernen? Oder doch eine Nach-Resektion. Wer hat Erfahrungen oder Tipps?

Vielen Dank sagt die seit 3 Wochen schlappe und wieder erkältete


Sealove

Uschi35
26.05.2007, 00:37
Hallo,

ich habe innerhalb kurzer Zeit drei Leute kennengelernt, bei denen eine Wurzelspitzenresektion bei einem wurzelbehandelten Zahn nix mehr gebracht hat. Sprich: Nur noch eine Zeit lang mehr "Rumgequäle", danach entschieden sich alle drei für's Ziehen.
Ich bin jetzt die Nummer vier. Schleppe mich schon lange mit meinem Problemzahn ab, Wurzelbehandlung, Monate Ruhe, Schmerzen, röntgen, wieder Ruhe, Schmerzen, Ruhe.... Jetzt ne Fistel - und das Röntgenbild sagt offensichtlich im Vergleich zu dem aus 2006 eindeutig: raus!
Beim Kauen etc. habe ich schon lange keine Beschwerden mehr, aber Stiche auf der Kopfseite, häufige Mattigkeit, Übelkeit und Schwindel, Erkältungen.
Zum Glück schlägt mein Zahnarzt mir gar keine Resektion mehr vor.
Dienstag ist es so weit - ich hoffe, daß sich dann vieles bessert.

Ich bin keine Ärztin und meine Eindrücke sind sehr persönlich, aber offensichtlich hilft "viel rumdoktorn" nur selten.

LG
Uschi

neko
26.05.2007, 01:12
Hallo Sealove,

ich habe mich auch sehr lange mit einem Zahn der nicht richtig o.k. war rumgequält. Wenn Du schon sagst, er fühlt sich komisch an, und es sei "keine richtige" Entzündung (also doch eine kleine?). Ich hatte absolut keine Schmerzen. Deswegen habe ich mich auch so gegen das Ziehen gesträubt. Dass tote Zähne schädlich sind sagen auch nicht nur Mediziner mit ganzheitlichem Ansatz sondern sogar mein Vater, der unaufgeschlossenste, ultrakonservativste Schulmediziner der Welt (:zwinker:).
Letztlich habe ich den Zahn doch ziehen lassen, und obwohl der Akt an sich natürlich das Zahnfleisch und den Kiefer ein wenig strapaziert, habe ich mich schon am gleichen Abend (!) erleichtert gefühlt. Ich hatte mich sozusagen schon an den stetigen Druck im Schädel gewöhnt. Das muss man sich mal vorstellen, ein frisches Loch im Kiefer und eine (gefühlte) dicke Lippe waren ein schöneres Gefühl als mit Zahn :ooooh:
Insofern plädiere ich für Mut zum Ziehen!
Liebe Grüße,
Neko

Caretaker
26.05.2007, 18:59
Ich plädiere für einen anderen Versuch: eine Beiß-Schiene.
Ich hatte auch die beschriebenen Beschwerden und mein Zahnarzt meinte, dass ich zu hart zubeiße im Schlaf.
Er verschrieb und passt mir die Schiene an - und schwupps ließen meine Beschwerden nach!

Viel Erfolg!
Caretakerin mit 2 wurzelrezessierten Zähnen.

Inaktiver User
26.05.2007, 23:59
Ich glaub, ich lass ihn auch ziehen. Hab den Zahn nun drei Jahre in meinem Mund und die Beschwerden, die ich hab, aehneln den euren stark ... danke fuer die Berichte, ich muss das mal in Angriff nehmen endlich, bin naemlich auch ab und an ungewohnt abgeschlagen .. danke sehr nochmals dafuer :blumengabe: an alle !!

Uschi35
27.05.2007, 01:22
Ich plädiere für einen anderen Versuch: eine Beiß-Schiene.
Ich hatte auch die beschriebenen Beschwerden und mein Zahnarzt meinte, dass ich zu hart zubeiße im Schlaf.
Er verschrieb und passt mir die Schiene an - und schwupps ließen meine Beschwerden nach!

Viel Erfolg!
Caretakerin mit 2 wurzelrezessierten Zähnen.

Nnnjjaaa..... Sicherlich hast Du nicht ganz unrecht, aber ich finde es inzwischen auch recht gefährlich, ZU lange zu "experimentieren".
Dein Beispiel mit der Beißschiene erinnert mich an den Versuch meines Zahnarztes, einen Zahn etwas abzuschleifen, um damit meine immer wiederkehrenden Schmerzen zu beseitigen.
Was auch gelang. Für eine weitere Weile. Mehr nicht. Und ich bin froh, daß mein Zahn sich "durchgesetzt" hat. Offensichtlich hatte das Schleifen des Zahns nur zur Folge, daß ich die vorhandene Entzündung einfach nicht mehr so gemerkt habe....

Nachdem ich heute wieder unter Druck am Zahn, Kopfweh, Übelkeit und Kreislaufproblemen zu leiden hatte, kann ich Euch nur sagen: Ich freue mich auf meinen ZA-Termin am Dienstag!!

LG
Uschi

Sealove
02.06.2007, 14:53
Hallo ihr Lieben,

danke für Eure Einschätzungen. Hab jetzt erstmal beides abgesagt - sowohl die 2. Resektion als auch das Zahnziehen. Mal sehen, wie sich alles so entwickelt.

Uschi: Wie fühlt es sich so an nach dem Zahnarzt-Termin am Dienstag?

Lunalita: Wie weit ist dein Entschluss gereift?

Liebe Grüße

Sealove

Inaktiver User
02.06.2007, 15:28
Ich warte ab! Ich bin momentan beschwerdefrei, er mukst sich nicht und so lange er nicht entzuendet ist, lt. Zahnarzt, dann kann er noch bleiben .. ich warte erstmal ab, falls ich dann irgendwann wieder zum Antibiotikum greifen muss deswegen, dann spaetestens kommt er raus !! Sicher !!

Uschi35
02.06.2007, 18:16
Hallo,

als ich den Termin hatte, hatte ich NULL Beschwerden. Hätte der Termin und der Entschluss nicht schon gestanden..... wer weiß.

Aber ich habe es nicht bereut. An den Wurzeln und im späteren Loch hat der ZA tatsächlich eine schöne Entzündung gefunden! :ooooh: Ich habe es auch sofort gerochen, als der Zahn der Zange nachgab.
Wie gesagt: kurz vorher war nix mehr. Ich möchte jetzt gar nicht wissen, wie lange ich tatsächlich schon mit dieser Entzündung rumgelaufen bin - mal mit, mal ohne Beschwerden. *grusel*

Allerdings zwackt es immer noch im Zahnfleisch oberhalb der Stelle, wo der Zahn saß. So als wäre weiter oben noch mehr zu holen.... :knatsch:
Vielleicht habe ich wirklich zu lange gewartet und die Entzündung hängt schon im Oberkiefer.
Die Wunde an sich ist schon gut verheilt und ich kaue schon oft versehentlich auf der falschen Seite. Das tut dann nicht weh, fühlt sich aber reichlich merkwürdig an. Fehlt halt was.

Am Montag habe ich den Kontrolltermin, mal sehen was der Doc zu den Schmerzen im Zahnfleisch sagt.

Ansonsten ist mir wenigstens schon nicht mehr so schwummerig. Heute konnte ich den ganzen Tag im Garten wursteln, ohne zu schwächeln. Das ist doch schon mal was!

LG
Uschi

Inaktiver User
02.06.2007, 19:28
Also, ich bin hin-und hergerissen, ich glaub, ich werde doch hingehen, meiner ist bereits abgeschliffen, ich hab halt einfach Angst, dass da ne riesige Operation ansteht, kann das Jemand verstehen ??

bellybee
02.06.2007, 19:56
Hallo miteinander,

Dank der unvollständig gemachten Wurzelfüllungen meiner früheren Zahnärztin (Kanal wurde jeweils nicht bis ganz unten versorgt) hatte ich auch schon zwei Mal das "Vergnügen" einer Wurzelspitzenresektion (in einer anderen Praxis, natürlich).

Diese liegen inzwischen 10 bzw. 5 Jahre zurück. Gottseidank habe ich wenig Probleme damit, beim einen Zahn merke ich gar nichts, der andere (die ältere Resektion) meldet sich ab und zu - vielleicht 1x im Jahr?

Auf Empfehlung einer Bekannten nehme ich in solchen Fällen homöopathische Tabletten (Traumeel, gibt es rezeptfrei in der Apotheke). Bei den ersten Anzeichen von Entzündungsschmerzen parke ich eine Tablette in der Backentasche direkt neben dem Zahn und lasse sie dort langsam zergehen.
Das hat bei mir bisher sehr gut funktioniert, die Schmerzen sind nach 1-2 Tabletten meistens schon wieder weg.
Vielleicht wäre das für manche von Euch auch eine Alternative zum Anitbiotikum?

Mein jetziger Zahnarzt meint zwar, dass sich die beiden Zähne nicht ewig halten werden, aber solange keine Entzündungen da sind oder sie durch die verkürzten Wurzeln zu wackeln anfangen, sieht er keinen Grund, sie zu ziehen.

Liebe Grüße an alle Zahngeplagten,
bellybee

playlady
02.06.2007, 20:18
hallo lunita,
.............ich kann dich sehr gut verstehen, dass du angst hast. leider habe ich auch schon viel schlimmes mit meinen zähnen erlebt. wenn du meinen rat hören möchtest.....ich würde mir den zahn extraieren lassen, aber die entscheidung kannst nur du alleine treffen.
wenn du es machst, sag es mir, ich halte dir dabei die hand.......


liebe grüsse aus hessen nach mallorca
playlady

neko
02.06.2007, 23:14
Das verstehe ich sehr gut, Lunita!
Meine letzten Zahnarzt-Erfahrungen vor ein paar Jahren waren auch so schlimm, dass ich zu meinem ersten Termin letztes Jahr richtige Beruhigungsmittel bekommen habe. Sonst hätte ich es nicht geschafft stillzusitzen. Dann war es aber ganz harmlos! :ooooh: In 5 Minuten vorbei, die Zahnärztin war ganz vorsichtig, und ich dachte, sie probiert noch, wie sie den Zahn am besten zu Fassen kriegt, da war er schon draußen.
Durch dieses positive Erlebnis war ich so mutig, dass ich nur ein paar Wochen später zwei seit Ewigkeiten nervende Weisheitszähne habe ziehen lassen. Ganz ohne Beruhigungsmittel und beide an einem Stück sogar :yeah:
Dabei wollte ich eigentlich für mehrere hundert Euro in die Tagesklinik und es unter Vollnarkose machen lassen!
ich bin echt erleichtert, dass ich durch dieses eine positive Erlebnis von meiner Zahnarztangst geheilt bin :wangenkuss:
Ich glaube, die heutigen Zahnärzte sind einfach viel viel besser und sensibler als noch vor ein paar Jahren. Beides, der erste Zahn, und die beiden Weisheitszähne, haben unterschiedliche Ärzte gemacht, beide waren gleich nett und feinfühlig!
Viele Grüße,
Neko

Inaktiver User
03.06.2007, 00:23
Bei mir verhaelt sich das ein bisschen anders, wenn ich mir den Zahn ziehen lasse und das zahlt hier die gesetzliche Krankenkasse, dann muss ich zu dem Arzt gehen, den die mir vorschreiben. Ansonsten selber zahlen. Ich habe eine Aerztin gefunden, nach langem Suchen, eine Argentinierin, die mich versteht. Ich glaube, ich lasse mir den Zahn bei ihr ziehen, da weiss ich was ich hab und zahle das Geld lieber. Dann wird das auch was mit dem Stillhalten, danke fuer euer Verstaendnis !! Tut gut !! Gute Nacht, ihr lieben Zahngeplagten !!

Inaktiver User
03.06.2007, 09:23
luna: toi toi toi
Geh zur Ärztin Deines Vertrauens!

Angst vor ZA! Ja, habe ich auch. Durch diverse Umzüge habe ich auch diverse ZA kennengelernt! Diese Praxen mit ihren Riesenbohrern sind schon beängstigend und wenn dann die Chemie zum ZA nicht stimmt...

Inaktiver User
03.06.2007, 17:12
So isses, in Deutschland hab ich einen Zahnarzt, vielleicht geh ich sogar zu dem, wird auch nicht teurer kommen und da weiss ich, dass er alles tut, was in seiner Macht steht, damit ich das heil ueberstehe .. koennt ich auch machen, ich bin am Ueberlegen und halte euch auf dem Laufenden, danke dir, Drahtbeen !!

Uschi35
03.06.2007, 22:23
Schwierig, das mit dem "Zahnarzt des Vertrauens"....
Meiner ist sehr nett, aber manchmal kommt er mir etwas zu zaghaft und auch schusselig vor.
Bei der vorletzten Untersuchung entdeckte er einen Riss in einem meiner Backenzähne. Den zeigte er noch der Helferin:"Sehen Sie ihn, hier, in meinem Spiegel?"
Als ich beim letzten Mal flüchtig davon sprach, schien er sich gar nicht mehr zu erinnern....

Huh, und meine Schmerzen über der neuen Zahnlücke waren am Wochenende nicht schlecht. Eigentlich fühlt es sich genauso an, wie vor dem Zahnziehen.
Ob die Entzündung wirklich schon im Oberkiefer sitzt?
Morgen abend muss ich zur Nachkontrolle - ich kann Euch verraten: Ich hab Schiss! Noch scheint das alles nicht vorbei zu sein..................

LG
Uschi

Inaktiver User
03.06.2007, 23:03
an alle, die sich den toten zahn ziehen lassen: was macht ihr hinterher mit dem loch? implantat reinsetzen lassen? das muss man ja dann meinens wissens auch wieder komplett selber zahlen, oder?

ich hab dasselbe problem... mein hausarzt hat mich direkt zum kieferchirurgen geschickt wegen wiederkehrender nebenhöhlenentzündungen. der wollte dann den zahn gleich ziehen.

bin dann noch zu meinem normalen zahnarzt, da es mir dann doch angst und bang wurde. der wiederum meinte nach mehreren röntgenbildern aus verschiedenen perspektiven raus - da ist nix, keine entzündung.

tja, spüren tu ich an dem zahn auch nix, er ist halt tot, weil wurzelbehandelt. aber sicher sein, ob da tatsächlich ne entzündung ist oder nicht, kann man ja erst wenn er gezogen ist, oder? bin echt auch so unschlüssig.

bellybee
04.06.2007, 17:25
Hm, vielleicht könnte der Zahnarzt durch Öffnen der Zahnfüllung und Prüfen bzw. Erneuern der Wurzelfüllung feststellen, ob sich eine neue Entzündung gebildet hat, ohne den Zahn gleich zu ziehen???

Uschi35
04.06.2007, 21:27
Hallo,

bei meiner Kontrolluntersuchung heute war der ZA ganz zufrieden. Die Lücke sieht "soweit gut" aus, die Schmerzen, die ich oberhalb (übrigens aussen und innen am Gaumen) noch habe, seien normal und es bleibt mir wieder erstmal nichts, als abzuwarten.
In 6 Wochen habe ich den nächsten Termin.
Dann will er mit mir wohl auch besprechen, ob und wie die Lücke geschlossen werden soll.
Mein Freund hat übrigens eine Lücke zwischen den Backenzähnen - er hat sich dran gewöhnt, man sieht nix und es stört ihn nicht beim essen = er wird wohl gar nix dran machen lassen.
Und ich lasse mir viiiiel Zeit und überlege mir eine Lösung. WENN denn auch die Schmerzen im Knochen mal verschwunden sind.....

Zu Beschwerden /keine Beschwerden: War das nicht die Krux beim toten Zahn, daß man Entzündungen darunter gar nicht bemerkt, wenn man Pech hat??
Bei mir konnte der ZA jedenfalls beim Vergleich der Röntgenbilder aus 2006 und 2007 eine Verschlechterung um die Zahnwurzeln herum erkennen und war deshalb endlich, endlich derselben Überzeugung wie ich: Der Zahn muss raus.

LG
Uschi

neko
04.06.2007, 23:42
Uschi, ich wünsche Dir gute Besserung für die Schmerzen!

Wg Implantaten - ich trage zur Zeit Lücke. Anfangs wollte ich ein Implantat. Aber abgesehen von den nicht unerheblichen Kosten - die Krankenkasse zahlt zwar ein bisschen was dazu, ich glaube, zur Krone - ist es mir jetzt doch ein wenig unheimlich. Ich kenne zwei Leute mit Implantaten und immer wiederkehrenden gesundheitlichen Problemen. Garantieren, dass es nicht von den Implantaten kommt, kann mir ja keiner :knatsch:
Brücke möchte ich nicht.
Daher warte ich einfach mal ein paar Jährchen, was sich in der Technik so alles tut.
Da ich kein Lachen wie Julia Roberts habe, sieht man meine Lücke glaube ich nicht :zwinker:

Lunita, ich kann gut verstehen, dass Du das nicht überstürzt.

Grüsse an alle,
Neko

Inaktiver User
05.06.2007, 09:03
Neko, ich hab auch das Geld nicht so dicke um Implantate zu bezahlen. So ist das bei mir. Eine Angestellte, so wie ich eine bin, verdient in SPANIEN, wenn sie gut bezahlt wird, etwas ueber 1000 Euro netto im Monat, ich zahle alleine schon 550 Euro Miete:knatsch: ich kann mir also keine grossen Spruenge erlauben und mein geschaffenes Polster fuer Notfaelle ist auch entsprechend duenn gesaet. Tja, so werde ich warten. Ich weiss, es soll gemacht werden. Auf der anderen Seite, wenn er dann mal gezogen ist, dann ist das Loch auch nicht viel groesser, denn die Zahnsubstanz ist schon ziemlich tief abgetragen worden, vorher war dort eine normale Fuellung in dem Zahn, dann wurde er abgetoetet und nun steht da so ein kraterartiges Gebilde im Mund, was ich schon als normal empfinde. .. es behindert mich nicht beim Kauen und entzuendet scheint er auch nicht zu sein. Ich bin beschwerdefrei. Irgendwann werde ich das aber machen lassen, noch in diesem Jahr. Das auf jeden Fall !!

Alles Gute ihr Zahngeplagten da draussen in der weiten Welt !!

bellybee
08.06.2007, 16:03
Wg Implantaten - ich trage zur Zeit Lücke.
.....
Daher warte ich einfach mal ein paar Jährchen, was sich in der Technik so alles tut.


Hm, in der Zeit sollte aber zumindest was Provisorisches rein!
Wenn ein Zahn fehlt, verändert sich die Zahnstellung mit der Zeit und auch der Biss von Ober- auf Unterkiefer passt dann nicht mehr richtig!

Bei mir ist mal eine Goldkrone im hinteren Backenzahn-Bereich rausgefallen, aus Zeitmangel (und unterstützt durch fehlende Schmerzen :zwinker:) habe ich den Zahnarztbesuch leider einige Wochen aufgeschoben...

Schon nach dieser kurzen Zeit hatten sich die Nachbarzähne so weit verschoben, so dass sich die Krone auch nach Zurechtschleifen nicht mehr einfügen ließ und eine neue her musste!

Also, trotz allem "Mut zur Lücke" solltest Du lieber nochmal mit dem Zahnarzt sprechen!

neko
09.06.2007, 00:36
Hm, Du hast recht, andererseits hatte mir der Doc sogar geraten, erstmal eine Weile zu warten, damit die Lücke kleiner wird.
O.k., vielleicht hat er ja Deine magischen einigen Wochen gemeint - und nicht (mittlerweile) ein Jahr :peinlich:
Ich mag mir bloß nicht die gesunden Nachbarzähne anschleifen lassen, egal wie wenig, um eine Brücke zu bauen. Der Zahn ist überhaupt ursprünglich krank geworden, weil ein winzigkleines Eckchen mal abgebrochen war. Jedes Mal, wenn das Angeklebte neu gemacht wurde, wurde ein bisschen vom Zahn abgetragen. Und ein, zwei Mal war ein Karies drunter. Und plötzlich die Wurzel entzündet. Alles wegen einer winzigen Ecke, die ich mir an einem Stein im Feldsalat abgebrochen habe!
Auch bei einem Backenzahn, bei dem ich mir die Fissuren habe versiegeln lassen, entstand darunter ein Karies. So dass ich nun eine kleine Füllung habe. Mit anderen Worten, am besten anfange, jede Woche einen Euro zurück zu legen, für die Krone, die ich eines Tages so sicher wie das Amen in der Kirche brauchen werde. In 'nem Zahn, der, bevor ich ihn prophylaktisch versiegeln ließ, gar nichts hatte :knatsch:
Insofern bin ich seeeeeehr :grmpf: misstrauisch, wenn es heißt, Zähne "nur ein ganz bisschen anschleifen".

Meeresstrand
12.06.2007, 16:59
Hallo,

ich habe seit paar Wochen einen toten Zahn, Schneidezahn oben, wusste nichts von seinem Ableben, bis er weh tat, also wenn ich nur leicht drangekommen war.... bin aber gleich zum Doc, dann Wurzelbehandlung, mehrere Provisorien und seit 2 Wochen eine endgültige Füllung.
Da es der Schneidezahn ist, möchte ich ihn behalten, wie soll das sonst funktionieren? Da sehe ich ja aus wie Horror hoch 10, wenn ich den ziehen lasse. Allerdings spüre ich ihn ab und zu, wenn ich dranklopfe. So in Ruhestellung aber nicht. Und wer klopft schon immer an seine Zähne???
Auch beim Zähneputzen merk ich nichts, so dass ich nicht glaube, dass da irgendwas entzündet ist.

Was gäbe es denn da für eine Alternative? Weiß das jemand? Mein Zahnarzt will ihn jedenfalls nicht entfernen....

Danke für Tipps oder Hinweise!
meeresstrand

bellybee
12.06.2007, 22:42
Meeresstrand,
evtl. könntest Du die Schmerzen beim Anklopfen mit einer antibakteriellen Mundspülung (oder den von mir schon genannten Traumeel-Tabletten) in den Griff kriegen?
Vermutlich wird sich der Zahn bald ganz beruhigen, so dass er erst mal drin bleiben kann.

Ein Problem könnte allerdings sein, dass er sich (wie viele tote Zähne) mit der Zeit bläulich verfärbt, was an dieser Stelle natürlich ziemlich auffällig ist!

Ich habe aus genau dem Grund statt einem 2er im Oberkiefer einen Stiftzahn, d.h. es wurde eine weiße Krone mit einem Metallstift in der alten (toten) Wurzel befestigt.
Der Ersatz ist perfekt - kein Mensch sieht, dass es kein gewachsener Zahn ist, auch farblich passt er super zur Nachbarschaft.
Das ist schon einige Jahre her und bisher habe ich damit keine Probleme gehabt, obwohl der Zahn ja beim Abbeißen starken Belastungen ausgesetzt ist.

Ein Stiftzahn ist übrigens deutlich billiger als ein Implantat (wahrscheinlich wird er deswegen von manchen Zahnärzten nicht mehr gemacht :zwinker: ).

Voraussetzung ist allerdings, dass der tote Wurzelkanal entzündungsfrei ist, da er ja als Verankerung für den Metallstift gebraucht wird.

Meeresstrand
13.06.2007, 10:03
Hi bellybee,

danke für die auskunft, werde ich bei meinem zahnarzt mal ansprechen, wenn ich nächstes jahr wieder bei der kontrolle bin, es sei denn, es kommt was dazwischen, was ich nicht hoffe. ich denke, wenn da noch was entzündet wäre, würde der zahn sich doch wohl etwas schmerzhafter melden, oder? am 12.5. - samstag hat er extra die praxis für mich aufgemacht - war ich das erste mal dort, dann eben erstmal offen gelassen, nerv raus, alles ausgefeilt (so hatte es sich zumindest angefühlt), medikament rein, abwarten, nochmal dasselbe, dann provisorium, dann eine woche später endgültig. und wenn sich da was an entzündung entwickelt hätte, müsste ich doch sehr spüren, oder?
kann ja auch prima abbeißen und essen, null schmerz. ich merk ihn nur so, wenn ich dran denke, und das tu ich derzeit recht intensiv. blöd von mir. kann die zähne auch aufeinanderbeißen ohne beschwerden und das war an diesem 12.5. doch ganz anders. der zahnarzt hat auch zweimal geröntgt, und war sehr zufrieden mit dem ergebnis.
na ja, so rede ich mir eben alles schön, aber der hinweis mit dem stiftzahn war sehr gut, hab auch kein bock auf riesige implantate. die stelle ist eben einfach doof. habe auch noch einen toten backenzahn seit urzeiten, der ist inzwischen überkront, den merk ich nie.
vielen dank nochmal!

Inaktiver User
13.06.2007, 16:50
Hallo Uschi, habe wegen Zahnschmerzen gerade mal hier ´reingeschaut :knatsch: und kam auf die Idee mit dem Schmerzgedächnis des Körpers. Wenn man lange Schmerzen an einer bestimmten Körperstelle hatte, "brennen" sich die Schmerzen in die Nervenbahnen ein. Klingt behämmert, ist aber so und daher geben einem Schmerztherapeuten (Ärzte) auch trotz der Gefahren für Nieren und Leber Schmerzmittel. Denn auch wenn der Schmerz dann irgendwann weg ist (weil die Ursache dafür fehlt, Zahn ´raus, Arm ab :zwinker: etc.) tuts immer noch weh weil a) der Körper sich erinnert und b) man ein gesteigertes Organempfinden hat und mit dem entsprechenden Organ immer noch beschäftigt ist. Ist mir mal so gegangen und war echt nicht lustig. Als ich aber die Erklärung hatte, konnte ich geistig :zwinker: :zwinker: abschalten und die Schmerzen/Beschwerden verschwanden nach ca. 1 Woche. Vielleicht hilfts bei Dir auch?!

Alles Gute ruthday

EllenRipley
24.08.2007, 11:05
Bin zufällig auf diesen Thread hier gestoßen und muss ihn mal ein bisserl aus der Versenkung holen.
Mir geht es ganauso wie Dir, Sealove. Mein wurzelbehandelter Zahn (oben links) macht immer wieder Aufbeiss-Schwierigkeiten und die Infekte häufen sich und werden schlimmer. Immer stärker sind linkseitig die Nebenhöhlen davon betroffen. Die Ärzte (ZA und HNO) finden nix. Laut Untersuchungen und Röntgenbildern sind da keine Entzündungen (ha ha ha). Ich bin jetzt auch kurz davon mir den blöden Zahn ziehen zu lassen, in der Hoffnung, dass die Sache sich dann bessert und ich nicht mehr die meiste Zeit schlapp und kapputt zu Hause rumhänge :-(

Was hast Du mittlerweile gemacht? Wartest du noch ab, oder warst du schon beim Zahnarzt???

LG

Sealove
24.08.2007, 11:22
Hallo Ellen,

also ich warte noch immer ab. Solche Beschwerden wie du habe ich nicht. Bei mir ists die Schlappheit, die andauernden Magen-Darm-Probleme und Allergiesymptome, die mich nerven. Eine Allgemeinärztin, die ich diesbezüglich konsultierte, meinte allerdings, dass diese Sachen eher psychisch bedingt sind.

Ich bin mir halt nicht sicher, obs am Zahn liegt. Auf den Röntgenbildern sieht man ja auch keinen Eiter...!

Ich wünsche dir gute Besserung, die richtige Beratung und natürlich die richtige Entscheidung!

Liebe Grüße

Sealove

momoo
24.08.2007, 20:24
War heute beim Zahnarzt und bin ziemlich fertig.
Habe eine lange "Zahngeschichte" hinter mir. Als Kind sind mir die beiden vorderen Schneidezähne bei einem Radunfall abgebrochen. Nun ja, jetzt habe ich vorne eine Stiftzahn und eine Krone. Wer es nicht weiß sieht es nicht. Sind allerdings jetzt schon die "VIERTEN". Vor 13 Jahren hatte ich eine Wurzelspitzenresektion. Es war damals die Hölle, weil alles total entzündet war und wir gerade umgezogen und ich keinen Zahnarzt. Bin dann zum nächsten hin, der hat gleich alle PAtienten weggeschickt und operiert. Er sagte eigentlich hätte ich in die Klinik gehört. Soweit so gut, jetzt wandert der Zahn langsam nach innen und das Zahnfleisch ist ständig entzündet. Nun habe ich auch noch eine Fistel oberhalb des Zahnes im Zahnfleisch. Er muss wohl gezogen werden. Was dann, kann ja nicht wie eine Hexe rumlaufen. Ganz abgesehen von den hohen Kosten, habe nun mit zwei Zahnärzten gesprochen, der eine ist für Implantant, der ander sagt Brücke, da müßte dann allerdings alles neu gemacht werden, auch mein noch guter Stiftzahn. Ich habe sehr viel Angst vor dem Eingriff, wie auch immer. Ich tendiere mehr zum Implantat, noch weiß ich allerdings die Kosten nicht. Aber da bleiben die anderen Zähne erstmal so wie sie sind. Der Implantatbefürworter meinte auch ich sei noch zu jung für so eine Riesenbrücke. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen wie das Provisorium aussehen soll und wie festgemacht. Der Kiefer muss sicher erst ein halbes Jahr ausheilen. Mache ich dann immer Abends die Zähne raus? Wie ne Oma?
Irgendwie bin ich ratlos aber ich kann es jetzt nicht ignorieren, da es nur schlimmer wird.Nächste Woche habe ich wieder einen Termin, muss erstmal die ganzen Informationen verarbeiten.

atheer
24.08.2007, 22:37
Hallo Momoo

du schreibst##

Nun habe ich auch noch eine Fistel oberhalb des Zahnes im Zahnfleisch. Er muss wohl gezogen werden. Was dann, kann ja nicht wie eine Hexe rumlaufen.
# dafür gibt es provisorische kronen oder so eine art kleiner prothese / spange

Ganz abgesehen von den hohen Kosten, habe nun mit zwei Zahnärzten gesprochen, der eine ist für Implantant, der ander sagt Brücke, da müßte dann allerdings alles neu gemacht werden, auch mein noch guter Stiftzahn.
# vergleichen und abwägen, was einen selbst wichtig ist

Ich habe sehr viel Angst vor dem Eingriff, wie auch immer. Ich tendiere mehr zum Implantat, noch weiß ich allerdings die Kosten nicht.
# längerfristig bestimmt besser, ohne deinen status genau zu kennen

Aber da bleiben die anderen Zähne erstmal so wie sie sind.
# es gibt auch kleine klebebrücken, propagiert von prof kern aus kiel, haben wir auch schon gemacht, hält mit moderner kleber sehr gut, es wird nur an einem zahn die seite zum gaumen beschliffen und daran wird dann das brückenglied, der fehlende zahn befestigt, geht aber nicht an jedem zahn und zahnarzt und labor sollten da schon erfahrung mit haben

Der Implantatbefürworter meinte auch ich sei noch zu jung für so eine Riesenbrücke. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen wie das Provisorium aussehen soll und wie festgemacht.
# prov. krone direkt auf das implantat, dann schiene drüber
stichwort " sofortbelastung ", geht auch nicht immer, sonst die zähne ins wasserglas =)

Der Kiefer muss sicher erst ein halbes Jahr ausheilen. Mache ich dann immer Abends die Zähne raus? Wie ne Oma?
# =(

Irgendwie bin ich ratlos aber ich kann es jetzt nicht ignorieren, da es nur schlimmer wird.
Nächste Woche habe ich wieder einen Termin, muss erstmal die ganzen Informationen verarbeiten.

viel erfolg und gutes gelingen
thomas schneier
.voelker-schneier.de