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Tabea57
25.05.2007, 01:03
Als ich meine zukünftige Schwiegermutter kennen lernte, war ich noch eine sehr junge Frau, fast noch ein junges Mädchen. Ich hatte keinerlei Lebenserfahrung, und über praktische Kenntnisse –besonders haushaltstechnischer Art – verfügte ich auch nicht.

Was habe ich nicht alles von ihr gelernt: Wie man eine gute Gemüsesuppe macht, zum Beispiel. Oder als ich das erste Mal in meiner Waschküche stand und überlegte, ob man Wäsche nach Farben oder Temperaturen sortiert – oder gar nach beidem – da konnte ich sie fragen; sie zeigte es mir.

Wie Gastfreundschaft praktisch geht, hat sie mir vorgelebt. Nie kam ich –als ich noch Ulli´s Freundin war – in ihr Haus, ohne dass sie mich fragte: „Hast Du schon gegessen?“ Eine Antwort war nicht nötig; der Teller stand schon vor mir. Und ich, die ich allein wohnte und so gut wie nie auf den Gedanken kam, für mich zu kochen, habe es so gerne angenommen.

Was an einen erstklassigen Kartoffelsalat gehört, und wie die Lieblingstorte meines Sohnes gebacken wird (Ananas-Schoko-Mandel), und wie Berliner Brot gemacht wird, all das weiß ich von ihr.

Als meine Kinder geboren waren, sang sie mit ihnen all die alten Kinderlieder; sie kannte die Gebete meiner Kindheit, die ich schon vergessen hatte; sie kannte Fingerspiele; sie hatte so viel Geduld mit ihren Enkeln. Sie half mir beim Organisieren der Nachbarschaftskaffees nach den Taufen bzw. den Weißen Sonntagen. Wenn wir Weihnachten feierten, kannte sie alle Strophen von den Weihnachtsliedern, von denen ich nur die ersten beiden kannte.

Aber am meisten – und am intensivsten – habe ich in den letzen 10 Wochen von ihr gelernt. Und ich glaube, jetzt spreche ich für alle ihre Kinder, Schwiegerkinder und Enkelkinder.

Denn in diesen Wochen ihres Kampfes gegen die schlimme, tödliche Krankheit, da war sie uns noch einmal Lehrerin: wie man als Familie zusammenhält; das hat sie uns beigebracht. Was wir alles schaffen, wenn wir es müssen, das hat sie uns gezeigt. Wie viel Kraft in uns steckt, wenn wir sie brauchen, hätten wir sonst nicht erlebt. Wie schön und erfüllend es sein kann, einem Menschen zu helfen, von dem man im Leben so viel Hilfe bekommen hat, durften wir erfahren. Und nein, es war nicht wirklich schön, aber es war wichtig und richtig; und es gibt mir (und den Anderen bestimmt auch) eine tiefe Befriedigung, dass wir da waren; dass weder sie noch mein Schwiegervater allein waren in diesen schlimmen Wochen.

Es war eine harte Zeit, aber eine Zeit, die ich um nichts in der Welt missen möchte. Egal, wie schlimm es war, wie hart es manchmal war; es ist eine Zeit des Zusammenwachsens als Familie und des persönlichen Wachstums gewesen.

Irmgard, Du warst uns eine gute Lehrerin! In Deinem Tod genau so wie in Deinem Leben.

Danke.



Heute abend um 22.00 ist meine liebe Schwiegermutter gestorben.


Tabea57

Inaktiver User
25.05.2007, 01:08
Als ich meine zukünftige Schwiegermutter kennen lernte, war ich noch eine sehr junge Frau, fast noch ein junges Mädchen. Ich hatte keinerlei Lebenserfahrung, und über praktische Kenntnisse –besonders haushaltstechnischer Art – verfügte ich auch nicht.

Was habe ich nicht alles von ihr gelernt: Wie man eine gute Gemüsesuppe macht, zum Beispiel. Oder als ich das erste Mal in meiner Waschküche stand und überlegte, ob man Wäsche nach Farben oder Temperaturen sortiert – oder gar nach beidem – da konnte ich sie fragen; sie zeigte es mir.

Wie Gastfreundschaft praktisch geht, hat sie mir vorgelebt. Nie kam ich –als ich noch Ulli´s Freundin war – in ihr Haus, ohne dass sie mich fragte: „Hast Du schon gegessen?“ Eine Antwort war nicht nötig; der Teller stand schon vor mir. Und ich, die ich allein wohnte und so gut wie nie auf den Gedanken kam, für mich zu kochen, habe es so gerne angenommen.

Was an einen erstklassigen Kartoffelsalat gehört, und wie die Lieblingstorte meines Sohnes gebacken wird (Ananas-Schoko-Mandel), und wie Berliner Brot gemacht wird, all das weiß ich von ihr.

Als meine Kinder geboren waren, sang sie mit ihnen all die alten Kinderlieder; sie kannte die Gebete meiner Kindheit, die ich schon vergessen hatte; sie kannte Fingerspiele; sie hatte so viel Geduld mit ihren Enkeln. Sie half mir beim Organisieren der Nachbarschaftskaffees nach den Taufen bzw. den Weißen Sonntagen. Wenn wir Weihnachten feierten, kannte sie alle Strophen von den Weihnachtsliedern, von denen ich nur die ersten beiden kannte.

Aber am meisten – und am intensivsten – habe ich in den letzen 10 Wochen von ihr gelernt. Und ich glaube, jetzt spreche ich für alle ihre Kinder, Schwiegerkinder und Enkelkinder.

Denn in diesen Wochen ihres Kampfes gegen die schlimme, tödliche Krankheit, da war sie uns noch einmal Lehrerin: wie man als Familie zusammenhält; das hat sie uns beigebracht. Was wir alles schaffen, wenn wir es müssen, das hat sie uns gezeigt. Wie viel Kraft in uns steckt, wenn wir sie brauchen, hätten wir sonst nicht erlebt. Wie schön und erfüllend es sein kann, einem Menschen zu helfen, von dem man im Leben so viel Hilfe bekommen hat, durften wir erfahren.

Es war eine harte Zeit, aber eine Zeit, die ich um nichts in der Welt missen möchte. Egal, wie schlimm es war, wie hart es manchmal war; es ist eine Zeit des Zusammenwachsens als Familie und des persönlichen Wachstums gewesen.

Irmgard, Du warst uns eine gute Lehrerin! In Deinem Tod genau so wie in Deinem Leben.

Danke.



Heute abend um 22.00 ist meine liebe Schwiegermutter gestorben.


Tabea57

Es ist immer sehr schwer einen lieben Menschen zu verlieren.
Ich möchte dir und deiner Familie mein Mitgefühl ausdrücken.
Gleichzeitig freue ich mich für dich, bei all deiner Trauer, das du so einen wertvollen und liebenswerten Menschen kennenlernen durftest.

:blumengabe:

Inaktiver User
25.05.2007, 01:18
Auch das ist eine Erfahrung, die ich nicht missen mochte. Ich weiß, wovon du schreibst, und ich weiß, dass die Trauer immer die Hinterbliebenen erdrückt. Aber wenn man wie du, aus einem Menschen noch etwas gelernt hat, dann vermischt sich Trauer mit den positiven Erinnerungen an den "Gegangenen". Ich habe das jetzt mehrmals erlebt, und ich weiß, dass es zum Leben gehört. All das, was du da schreibst, erinnert mich an meine phantastische Großmutter, der Katoffelsalat, und die Feste, die sie mit ihren Freundinnen gefeiert hat. Es ist eben eine Generationssache, so etwas gibt es in unserer Zeit nicht mehr, und diesen Menschen trauere ich stets hinterher...
Du hast meine volle Anteilnahme...:blumengabe:

Tabea57
25.05.2007, 01:27
Maurice und Bratpfanne, ich danke Euch für Eure lieben Worte!

Jetzt gehe ich ins Bett. Morgen ist sicher viel zu tun.

Gute Nacht,

Tabea57

Lillian2207
25.05.2007, 10:22
Liebe Tabea57,

mir laufen die Tränen! Es tut mir so leid!
Ich drück Dich und wünsche Dir alles Gute!

:blume:

LG Lillian2207

Engelchen
25.05.2007, 12:24
Liebe Tabea57!
Mein Beileid!
Beim lesen deiner Geschichte mußte ich an meine Mama denken. Genau wie du deine Schwiegermutter beschreibst, so war meine Mama.
Mir laufen, genau Lillian2207, die Tränen und mir wird wieder bewußt wie sehr ich meine Mama vermisse!
Sie ist am 26.06.2006 im Alter von 82 Jahren verstorben.

Ich wünsche dir für die nächsten Tage viel Kraft, du wirst es brauchen.
Ich drück dich und auch alles Gute!
Engelchen

Milla
25.05.2007, 12:32
Tabea fühl dich feste umarmt!
Ich wünsche euch alles alles Gute und viel Kraft!

Es ist sehr sehr schön zu lesen mit welcher großen Liebe du schreibst!

Tabea
25.05.2007, 12:41
Wenn Jesus - und das ist unser Glaube -
gestorben und auferstanden ist,
dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen
zusammen mit Ihm zur Herrlichkeit führen.

Thessaloniker 4, 14


Vielleicht kann Dir dieser Vers ein kleiner Trost sein!

Tabea

Inaktiver User
25.05.2007, 12:57
Liebe Tabea,

ich nehme Dich ganz fest in den Arm und wünsche Euch allen viel Kraft für die Zeit der Trauer.
Es tut gut zu lesen, dass Ihr in der Zeit der Krankheit Deiner Schwiegermutter auch wertvolle Erfahrungen gemacht habt.
Und noch etwas finde ich besonders schön: Dass Du eine so liebe Schwiegermutter haben durftest und dass Du so lieb und anerkennend von ihr schreibst.
In letzter Zeit häufen sich hier in der BriCom die "Hilfe, ich habe eine böse Schwiegermutter-Threads" und ich hatte schon überlegt, einen Thread "Lob der Schwiegermütter" dagegen zu setzen.
Aber so schön wie Du hätte ich es nicht formulieren können.

Liebe Grüße, Leonie

Tabea57
25.05.2007, 21:37
Ich danke Euch allen für Eure Worte und Umarmungen!

Lillian, Deine traurige Geschichte hab ich auch gelesen. Du hast etwas Schweres zu tragen, und ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

Engelchen, schön, dass Du ebenfalls eine liebe Mutter hattest. Das ist mehr, als viele haben. Sei nicht traurig, es ist schön, dass wir dieses Glück hatten.

Milla, Dank für die Umarmung!

Tabea, ja, nichts in der Natur ist wirklich "weg" ist, es wird nur umgewandelt. Also glaube ich, dass auch alles, was meine Schwiegermutter ausmachte, nicht verloren ist, nur anders. Wie ich mir dieses "anders" vorstellen soll... eigentlich gar nicht. Wenn ich tot bin, werde ich es wissen (hoffentlich).

Danke für die Umarmung, Leonie, und ja, ich empfinde es auch als großes Glück, diese Erfahrungen gemacht zu haben und überhaupt eine so liebe Schwiegermutter haben zu dürfen.

Wir haben heute alles geregelt, was eben zu regeln ist. Alle haben mitgeholfen, und wir hatten schon vorgearbeitet, z.B. die Adress-Listen geschrieben. Meine Schwägerin und ich waren erst noch arbeiten (bin aber nach 2 Stunden gegangen), dann waren wir bei Schwiegervater. Seine Söhne waren die ganze Zeit da.

Wir haben wirklich alles geschafft, Karten geschrieben, Texte ausgesucht, Blumenschmuck usw. Meine Schwägerin hat die Kleidung/Taschen/Hüte von Oma in den Schrank geräumt. Das Schlafzimmer, das pflegebedingt zeitweise im eigentlichen Wohnzimmer unten aufgebaut war, ist nun wieder oben, wo es hingehört. Die Wäsche ist gewaschen.

Und zwischendurch war immer Zeit, zu reden, zu weinen und zu lachen. Ja, auch lachen. Und ich habe meinen obigen Text geändert, gekürzt und angepasst und möchte ihn in der Kirche lesen. Wenn ich mich traue.

Ich empfinde heute vor allem ene große Erleichterung. Sie ist eingeschlafen, so wie wir ihr das gewünscht hätten, und Ulli war bei ihr. Kein schlimmer Krampf mehr, kein Todeskampf. Davor hatte ich Angst. Die beiden Krämpfe gestern mittag haben mich sehr erschreckt.

Ich bin froh, dass es jetzt so zu Ende gegangen ist, und ich bin erschöpft. Traurig bin ich momentan gar nicht. Das war ich vorher, und vermutlich wird das bei der Beerdigung und auch hinterher auch so sein. Aber jetzt nicht.

Ich danke Euch!

Tabea57

djinny
27.05.2007, 14:26
Und zwischendurch war immer Zeit, zu reden, zu weinen und zu lachen. Ja, auch lachen. Und ich habe meinen obigen Text geändert, gekürzt und angepasst und möchte ihn in der Kirche lesen. Wenn ich mich traue.

Tabea57

Liebe Tabea, ich kann mich in deinen Worten gut wieder finden. Habe in den letzten Jahren meine Mutter und meine beiden Brüder verloren. Ganz oft wenn ich mit meiner Familie zusammen sitze und wir erzählen, kommt alles vor. Weinen und Traurigkeit, schöne Erinnerungen und lachen. Ich möchte dich ermutigen deinen Text vorzulesen wenn du die Kraft dafür hast.

Meine 17 Jahre alte Tochter hat einen Dankesbrief für ihren verstorbenen Onkel geschrieben. Ich hatte sehr viel Angst ob sie es schafft ihn vorzulesen. Es waren so viele Menschen auf der Beerdigung von meinem Bruder das die Kapelle nicht ausgereicht hat.

Nach der Trauerrede des Pastors ist meine Tochter aufgestanden und hat ihren Brief stellvertretend für alle Nichten und Neffen vorgelesen. Obwohl es sehr schwer für sie war und sie zwischendurch auch weinen musste hat sie das Gefühl gehabt, sie müsse das tun.

Ich wünsche dir alle Kraft der Welt.
lg
Djinny

kaffeesahne
27.05.2007, 15:06
Liebe Tabea,

ich weiss gar nicht, was ich sagen soll:

Herzliches Beileid

oder

Wie wunderbar für dich/ für euch, einen solchen Menschen gekannt und als Weggefährten gehabt zu haben....

Fühl dich umarmt

Kaffeesahne

Inaktiver User
27.05.2007, 15:14
Tabea, das ist eine der schönsten Liebeserklärungen, die ich gelesen habe.

Mein herzliches Beileid für Dich!

Tabea57
28.05.2007, 22:07
djinny,

danke, dass Du mir Mut machst! Ja, ich denke, ich werde es vorlesen. Was Du von Deiner Tochter schreibst, dass sie das Gefühl hatte, sie müsse das tun, so geht es mir auch. Ich möchte sie so gerne ... "würdigen", sie hat es verdient, sie hat mir und unseren Kindern viel gegeben.

kaffeesahne und Bluechild, danke an Euch für Eure Worte.

:blume:


Es geht mir gut, aber ich werde froh sein, wenn das Nachbarschaftsgebet morgen und die Beerdigung übermorgen vorbei sind.


Gute Nacht,

Tabea57

djinny
29.05.2007, 12:10
Liebe Tabea,
deine Schwiegermutter muss eine ganz besondere Frau gewesen sein.

Ich finde es sehr schön das du sie auch als solche würdigen möchtest. Ich habe noch mal mit meiner Tochter darüber gesprochen und sie sagte mir, mein Onkel hat sooo viel für mich und die anderen getan, da war dieser Brief das mindeste. Ausserdem wollte ich das alle Menschen hören was für ein besonderer Onkel er für mich war.

lg
Djinny

Tabea
29.05.2007, 13:06
Liebe Tabea,
was ist denn ein Nachbarschaftsgebet?

Liebe Grüße :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:
Tabea

Tabea57
29.05.2007, 17:35
Liebe Tabea,
was ist denn ein Nachbarschaftsgebet?

Liebe Grüße :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:
Tabea


Nun, alle, die sich der/dem Verstorbenen verbunden fühlen - Verwandte, Nachbarn, Freunde - treffen sich in der Kirche. Eine Person, meist eine Frau aus der Nachbarschaft, hat Texte, Lieder +Gebete ausgesucht. Manchmal sind die Texte auch sehr persönlich gehalten. Es ist eine kleine Andacht, dauert so ca. 20 Minuten. Das findet dann am Abend vor dem Begräbnistag statt.

Bei Euch gibt es das nicht?

Danke für die Blumen, ich nehme sie für meine Schwiegermutter, ja?

Lieber Gruß zurück

Tabea57

Tabea
29.05.2007, 17:38
Bei Euch gibt es das nicht?
Nein, das gibt es hier nicht. Wenn das nicht zu aufgesetzt ist, stelle ich mir das wunderschön vor!!!
Gibt es das bei Euch in beiden Konfessionen?

Danke für die Blumen, ich nehme sie für meine Schwiegermutter, ja?

Gerne!!!

Tabea

Tabea57
31.05.2007, 09:34
Gestern war die Beerdigung.

Für mich war am härtesten, die Trauer der Menschen zu erleben, die ich liebe. Ich meine, mit dem Sterben und dem Tod von Schwiegermutter bin ich "versöhnt", sie hatte das Leben, das sie wollte und so, wie sie es wollte. Sie ist fast 78 Jahre alt geworden, hatte einen lieben Ehemann und hatte viel Freude an ihren Söhne und Enkelkindern. Sie konnte zu Hause sterben, so hatte sie es gewollt.

Aber den Schmerz meines Schwiegervaters, meines Mannes und ganz besonders meiner Kinder zu sehen, war schwer.

Es waren viele Menschen da, und das empfand ich als tröstlich. Sie wurde von Vielen gemocht! Wir haben gestern Abend noch die Karten durchgesehen, auch das fand ich schön, besonders, wenn etwas Persönliches drin stand. Und auch hier wieder: so viele Karten! Auch von Menschen, von denen wir es nicht vermutet hätten. Das war schön.

Den Brief habe ich in der Kirche vorgelesen (danke noch mal für Deine Ermutigung, djinny!). Eigentlich hasse ich es, etwas sagen zu müssen vor vielen Menschen. Dann schlägt mir das Herz drei Mal so schnell, mein Hals zieht sich zusammen und ich finde keinen Atemrhythmus. Pure Angst. So war es auch vorher. Als ich dann zum Mikro ging, war die Angst aber weg; ich fühlte mich "getragen". (Puh, hört sich das pathetisch an, aber so war es für mich).

An einer Stelle musste ich aufhören, da wurde mir bewusst, dass das, wovon ich grad las, nie wieder so sein würde. Ich hab dann einfach tief geatmet (ein Tipp meiner Tochter, die das gelernt hat: in den Bauch atmen, wie bei einer Geburt), dann ging es wieder, und der Rest klappte problemlos.

Ich bin sehr froh, dass ich mich getraut habe und nicht auf meine Bedenken gehört habe. So war die Messe persönlicher und mehr auf meine Schwiegermutter bezogen. Ich glaube, ihr hätte es gefallen.

Jetzt ist etwas zu Ende und zu einem Abschluß gekommen. Jetzt bleibt uns, zu schauen, wie Schwiegervater klar kommt.

Dank noch mal an Euch!

Tabea57

Tabea57
31.05.2007, 09:37
Gibt es das bei Euch in beiden Konfessionen?

Da hatte ich noch vergessen: Ich habe meine evangelische Schwägerin gefragt. Dort gibt es das nicht. Ich kenne es gar nicht anders, vor 30 jahren bei meiner Oma - andere Gemeinde - war das auch so.

Lieber Gruß!

Tabea57

djinny
31.05.2007, 23:40
Gestern war die Beerdigung.

Ich bin sehr froh, dass ich mich getraut habe und nicht auf meine Bedenken gehört habe. So war die Messe persönlicher und mehr auf meine Schwiegermutter bezogen. Ich glaube, ihr hätte es gefallen.

Tabea57

Liebe Tabea,
schön das du dich getraut hast.:smile: Bestimmt hätte es ihr gefallen das du etwas so nettes und persönliches über sie erzählt hast.

Meine Tochter ist inzwischen schon von einigen Leuten die auf der Beerdigung waren,angesprochen worden. Das es ihnen sehr zu Herzen gegangen ist was sie so erzählt hat.

Bei allen 3 Beerdigungen haben mir auch die Kinder so sehr leid getan. Meine Kinder,meine vielen Neffen und Nichten. Das war so grausam.

Danke auch für deinen zuspruch in meinem Thread.
lg
Djinny