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setshu
24.05.2007, 09:26
Der Präsident des Deutschen Städtetags, Christian Ude (SPD), lehnt ein Betreuungsgeld für zu Hause erziehende Eltern als zu teuer und schädlich für die Integration von Ausländern ab.

Die Verteilung weiterer Wohltaten würde nach allen Erfahrungen auf Kosten einer ausreichenden Finanzierung des geplanten Krippenausbaus gehen, sagte Ude ...

Der Münchner Oberbürgermeister warnte zudem vor der Gefahr, dass Migrantenfamilien lieber die Prämie fürs Daheimbleiben in Anspruch nehmen und damit ihrem Kind Integrationschancen frühkindlicher Sprachförderung nähmen. "Soll solches Verhalten wirklich mit materiellen Anreizen noch stimuliert werden?", sagte Ude.

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Ich stimme Ude zu. Unter dem Gesichtpunkt sollte das geplante Betreuungsgeld wohl besser in den Ausbau von Krippenplätzen gehen.

Schussel
24.05.2007, 10:10
Ich lehne es auch aus anderen Gründen ab. Wenn ich zu Hause bleibe, kassiere ich Geld, wenn ich arbeiten gehe, muß ich auch noch zahlen. Sicher, die Krippenplätze sind staatlich gefördert, dennoch sehe ich es als Benachteiligung der arbeitenden Eltern, meist Mütter. Mein Vorschlag: wenn Betreuungsgeld, dann jeder; der eine kann es fürs Zuhausebleiben verwenden, der andere einen Teil der Kitakosten damit decken.

setshu
24.05.2007, 12:04
Hier steht aber der Denkansatz im Vordergrund, dass durch das Betreungsgeld Kindern aus Randgruppen (sozial schwache Familien, Migranten) von den eigenen Eltern der Zugang zu Kindergärten verwehrt wird, da diese lieber das Betreuungsgeld nehmen.

Dabei sollten ja gerade diesen Kindern der Kindergarten verstärkt geöffnet werden, damit sie dort im Hinblich auf ihre Schulbildun ihre Spach- und sozialen Kompetenzen verbessern können.

Überspitzt ausgedrückt: Kinder aus der "Mittelschicht" gehen in den Kindergarten, Kinder aus der "Unterschicht" hocken daheim, weil ihre Eltern lieber das Betreuungsgeld in Empfang nehmen, um damit Zigaretten kaufen zu gehen.

Da fällt mir doch prompt Franz Josef Degenhard ein, "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, ..."

Inaktiver User
24.05.2007, 14:53
Da fällt mir doch prompt Franz Josef Degenhard ein, "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, ..."

Der Unterschied zwischen Degenhards Lied und dieser Idee ist, dass bei Degenhard die Oberstadt-Eltern verboten, mit den Unterstadt-Kindern zu spielen. Hier werden die Unterstadt-Eltern vermutlich verhindern, dass ihre Kinder in die Kitas gehen, weil ihnen bei Kitabesuch Geld für die Haushaltsführung fehlen würde.

setshu
24.05.2007, 15:14
Der Unterschied zwischen Degenhards Lied und dieser Idee ist, dass bei Degenhard die Oberstadt-Eltern verboten, mit den Unterstadt-Kindern zu spielen. Hier werden die Unterstadt-Eltern vermutlich verhindern, dass ihre Kinder in die Kitas gehen, weil ihnen bei Kitabesuch Geld für die Haushaltsführung fehlen würde.


Böse könnte man aber auch behaupten, die Oberstadt-Eltern geben den Unterstadt-Eltern Geld, damit diese iher Kinder zu Hause lassen.

pelzpfote
29.05.2007, 10:01
So viel ich weiß, geht es darum, das Betreuungsgeld in den ersten 3 Jahren zu zahlen für die Eltern, die in dieser Zeit ihre Kinder selbst betreuen und sie nicht in eine Krippe geben. Mit dem Kindergarten hat das gar nichts zu tun. Denn selbstverständlich gehen auch die Kinder von Familienfrauen/-männern in den Kindergarten. Und vom Kindergarten soll durch das Betreuungsgeld niemand abgehalten werden.

Inaktiver User
29.05.2007, 10:06
So viel ich weiß, geht es darum, das Betreuungsgeld in den ersten 3 Jahren zu zahlen für die Eltern, die in dieser Zeit ihre Kinder selbst betreuen und sie nicht in eine Krippe geben. Mit dem Kindergarten hat das gar nichts zu tun. Denn selbstverständlich gehen auch die Kinder von Familienfrauen/-männern in den Kindergarten. Und vom Kindergarten soll durch das Betreuungsgeld niemand abgehalten werden.

Vom Krippenbesuch muss man nicht abgehalten werden, wenn 2/3 ohnehin keinen Platz (nicht mal einen für halbe Tage) bekommen können, da mehr als 1/3 nicht angepeilt sind.

Nadine2
29.05.2007, 12:01
#vita

Auf den TATSÄCHLICHEN Bedarf an Ganztageskitas bin ich erst einmal gespannt. An den Kosten wird sich ja durch die zusätzlichen Aktivitäten wenig ändern und bisher wird NUR verglichen Kitaplätze/Bewerber. Und fast jeder Bewerber bewirbt sich bei mehreren Kitas und zieht diese auch selten bei anderer Erziehungsplanung, Umzug oder einer Zusage zurück. Erinnert stark an die 50 Kauffrauen die jeweils 50 Bewerbungen an 50 Firmen schicken - alle klagen über viel Aufwand und viel Konkurrenz und doch haben fast alle nach rel. kurzer Zeit doch wieder (natürlich glücklicherweise) einen Job.

Auch wenn in Großstädten Kita-Plätze fehlen, in kleineren Städten oder auf dem Land gibt es einfach VIEL weniger Bedarf!

"Unser" Kindergarten hatte bis vor 2 Jahren zwei Früh- und zwei Ganztagesgruppen, wobei Ganztagesgruppe heißt von 7-12.30 und von 13.30 -17.00h. Nun wurde von wenigen Eltern durchgesetzt das auch von 12.30 - 13.30h eine Erzieherin anwesend ist. Von ca. 50 Kindern sind im Schnitt nur 4-8 über Mittag anwesend. Und wir reden hier von einem Stadtteil einer Stadt mit 300.000 Einwohnern.

lordsofmidnight
29.05.2007, 13:08
Aus meiner Sicht ist das Betreuungsgeld viel zu niedrig bemessen. 150 Euro pro Monat ist es also wert, wenn ein Elternteil sich um das Kind kümmert? Das ist lächerlich wenig. Was spricht dagegen, wenn betreuende Elternteile denselben Betrag erhalten würden, den der Staat für einen Ganztagsbetreuungsplatz zahlt, den er ja bei Eigenbetreuung einsparen kann?

pelzpfote
29.05.2007, 13:49
Aus meiner Sicht ist das Betreuungsgeld viel zu niedrig bemessen. 150 Euro pro Monat ist es also wert, wenn ein Elternteil sich um das Kind kümmert? Das ist lächerlich wenig. Was spricht dagegen, wenn betreuende Elternteile denselben Betrag erhalten würden, den der Staat für einen Ganztagsbetreuungsplatz zahlt, den er ja bei Eigenbetreuung einsparen kann?
Tja, da hast du völlig recht! :allesok: Aber ich fürchte, jetzt wird ein "Ungewitter" auf dich herniederprasseln, denn das kann man ja gaaaaar nicht vergleichen!!!!:freches grinsen:

Schussel
30.05.2007, 10:14
Aus meiner Sicht ist das Betreuungsgeld viel zu niedrig bemessen. 150 Euro pro Monat ist es also wert, wenn ein Elternteil sich um das Kind kümmert? Das ist lächerlich wenig. Was spricht dagegen, wenn betreuende Elternteile denselben Betrag erhalten würden, den der Staat für einen Ganztagsbetreuungsplatz zahlt, den er ja bei Eigenbetreuung einsparen kann?

Ist sicher ein Denkansatz. Nur wer finanziert denn das? Auch die Eltern mit ihren Steuergeldern, die den Krippenplatz in Anspruch nehmen (und dafür immer noch 400-500 Euro bezahlen). Die klassische "Hausfrauenehe" wird durch die Steuerklasse 3 immer noch stark suventionniert. Der Chefarzt mit seiner golfspielenden Gattin hat bei gleichen Bruttoeinkommen mehr in der Tasche, als der verwitwete Chefarzt mit seiner 16 jährigen Tochter.

pelzpfote
30.05.2007, 10:31
Der Chefarzt mit seiner golfspielenden Gattin hat bei gleichen Bruttoeinkommen mehr in der Tasche, als der verwitwete Chefarzt mit seiner 16 jährigen Tochter.
Besteht Deutschland eigentlich nur aus Chefärzten mit golfspielenden Gattinnen? Oder warum werden die immer als Negativbeispiel herangezogen? :gegen die wand: Ach nein, es gibt ja auch noch die Eltern, die von dem Betreuungsgeld Flachbildschirme, Zigaretten und Alkohol kaufen! :knatsch:

Wie immer werden Einzelbeispiele herangezogen und die vielen "normalen" Familien mit ihnen in einen Topf geworfen! :zahnschmerzen:

Inaktiver User
30.05.2007, 10:41
Besteht Deutschland eigentlich nur aus Chefärzten mit golfspielenden Gattinnen? Oder warum werden die immer als Negativbeispiel herangezogen? :gegen die wand: Ach nein, es gibt ja auch noch die Eltern, die von dem Betreuungsgeld Flachbildschirme, Zigaretten und Alkohol kaufen! :knatsch:

Wie immer werden Einzelbeispiele herangezogen und die vielen "normalen" Familien mit ihnen in einen Topf geworfen! :zahnschmerzen:

Viele "normale" Familien bestehen aus Vater und Mutter, die beide arbeiten gehen und für die 150 Euro ein Hohn ist, weil es ihnen nichts abnimmt.

Nebenbei würde sich der Staat, wie man glücklicherweise vor Einführung eines solchen zu bemerken schien, ins Knie schiessen, wenn er etwas fördert, das ihn langfristig nur kostet.

Schussel
30.05.2007, 11:06
Besteht Deutschland eigentlich nur aus Chefärzten mit golfspielenden Gattinnen? Oder warum werden die immer als Negativbeispiel herangezogen? :gegen die wand: Ach nein, es gibt ja auch noch die Eltern, die von dem Betreuungsgeld Flachbildschirme, Zigaretten und Alkohol kaufen! :knatsch:

Wie immer werden Einzelbeispiele herangezogen und die vielen "normalen" Familien mit ihnen in einen Topf geworfen! :zahnschmerzen:

Das Beispiel habe ich nur gebracht, weil es sich daran besonders gut zeigen läßt. Damit wollte ich nicht sagen, daß Deutschland daraus besteht. :freches grinsen: Aber ich kann es auch abstrakt sagen: der betreuende Elternteil wird schon durch die Steuerklasse 3 des arbeitenden Elternteils suventionniert und das nicht zu knapp.

Inaktiver User
30.05.2007, 11:38
Aber ich kann es auch abstrakt sagen: der betreuende Elternteil wird schon durch die Steuerklasse 3 des arbeitenden Elternteils suventionniert und das nicht zu knapp.
Das ist richtig und wird von denjenigen, die gegen dieses Steuerklassenmodell wettern, selten bedacht.


Um zum Ausgangspunkt zurückzukommen:

Mich wundert, dass ein Politiker, dem ein gewisser wirtschaftlicher Sachverstand nachgesagt wird, aus rein ideologischen Gründen auf eine solche kostspielige Schnapsidee verfällt. Er muss doch wissen, dass ein solches Betreuungsgeld kaum finanzierbar ist.

Anstatt den Haushalt zu sanieren, der trotz derzeitig rosiger Konjunktur noch nicht einmal ausgeglichen ist (d.h. ohne Neuverschuldung auskommt), geschweige denn dass man endlich mit Schuldenabbau beginnt, fallen diesen hochkreativen Polikern immer neue Idiotien ein, mit denen dauerhafte Haushaltssanierung verhindert werden kann.

Wie soll das eigentlich aussehen, wenn die Konjunktur sich abkühlt: will der Staat dann Schulden machen, um dieses Betreuungsgeld weiter bezahlen zu können? Und soll der Steuerzahler dann aus der einen Tasche die Zinsen auf diese Schulden bezahlen, damit ihm in die andere Tasche dieses Geld zugesteckt wird?
Oder will man dann plötzlich verkünden, dass die Familien, die begonnen haben mit diesem Geld zu rechnen, es doch nicht mehr bekommen sollen? Den Aufschrei "Kinderfeindlichkeit! Familienfeindlichkeit!" höre ich schon jetzt.

Inaktiver User
30.05.2007, 13:11
Aus meiner Sicht ist das Betreuungsgeld viel zu niedrig bemessen. 150 Euro pro Monat ist es also wert, wenn ein Elternteil sich um das Kind kümmert?

Meiner Meinung nach sollte es eine Selbstverständlichkeit für Eltern sein, ihre Kinder zu betreuen und zu erziehen, wenn sie aushäusige Betreuung ablehnen. Wieso sollte der Staat Selbstverständlichkeiten finanzieren?

lordsofmidnight
30.05.2007, 13:12
Besteht Deutschland eigentlich nur aus Chefärzten mit golfspielenden Gattinnen? Oder warum werden die immer als Negativbeispiel herangezogen? :gegen die wand: Ach nein, es gibt ja auch noch die Eltern, die von dem Betreuungsgeld Flachbildschirme, Zigaretten und Alkohol kaufen! :knatsch:

Wie immer werden Einzelbeispiele herangezogen und die vielen "normalen" Familien mit ihnen in einen Topf geworfen! :zahnschmerzen:


Flachbildschirme werden auch von der Bundesmutter als Vergleich herangezogen:

"Es müsse aber auch sichergestellt sein, dass das Geld zum Wohl der Kinder in deren Bildung und Erziehung fließe, «und nicht in noch größere Flachbildschirme und Play Stations im Kinderzimmer»."

http://de.news.yahoo.com/24052007/12/koalitionsstreit-herdpraemie-spitzt-erste-zusammenfassung.html

Was mich an der "Herdprämien-Diskussion" wirklich stört ist, daß von feministischer Seite nun der Einwand kommt, Frauen sollten damit wieder zurück zu Heim und Kind. Kinderbetreuung durch einen Elternteil wird also als negativ für die Emanzipation gesehen. Leider wird dabei vergessen, daß auch Männer diesen Job ausführen werden und abgesehen davon nicht jede Frau im Beruf Karriere machen will, sondern es auch viele gibt, die gerne zu Hause erziehen. Ist schon komisch: Da wurde immer nach einem Hausfrauen-Lohn gerufen, und jetzt ist´s auch wieder nicht recht.

lordsofmidnight
30.05.2007, 13:13
Meiner Meinung nach sollte es eine Selbstverständlichkeit für Eltern sein, ihre Kinder zu betreuen und zu erziehen, wenn sie aushäusige Betreuung ablehnen. Wieso sollte der Staat Selbstverständlichkeiten finanzieren?

Gegenfrage: Wieso sollte der Staat außerhäusige Betreuung finanzieren, wenn die Eltern sich weigern selber zu betreuen?

Inaktiver User
30.05.2007, 13:26
Gegenfrage: Wieso sollte der Staat außerhäusige Betreuung finanzieren, wenn die Eltern sich weigern selber zu betreuen?
Das ist Polemik. Viele weigern sich nicht, sondern sie können nicht. Man kann schwerlich gleichzeitig für seinen knappen Lebensunterhalt sorgen UND sich um Kleinkinder kümmern.

Ausserdem ist es längst Usus in modernen Ländern solche Einrichtungen staatlicherseits anzubieten für diejenigen, die sie - aus welchen Gründen auch immer - benötigen. Das kann aber nicht heissen, dass man mit der Giesskanne das Geld überall hintröpfeln lässt, egal ob es benötigt wird, ob es sinnvoll ist, ob es bezahlbar ist oder nicht.

Im übrigen ist Stoiber dieses Betreuungsgeld nur eingefallen, weil er gegenüber der CDU-Familienministerin mit seinem vorgestrigen Familienbild nicht durchdringen konnte. Dahinter steckt wahrscheinlich das Kalkül, auf diese Weise das gesamte Paket unfinanzierbar zu machen.

lordsofmidnight
30.05.2007, 13:40
Das ist Polemik. Viele weigern sich nicht, sondern sie können nicht. Man kann schwerlich gleichzeitig für seinen knappen Lebensunterhalt sorgen UND sich um Kleinkinder kümmern.

Ausserdem ist es längst Usus in modernen Ländern solche Einrichtungen staatlicherseits anzubieten für diejenigen, die sie - aus welchen Gründen auch immer - benötigen. Das kann aber nicht heissen, dass man mit der Giesskanne das Geld überall hintröpfeln lässt, egal ob es benötigt wird, ob es sinnvoll ist, ob es bezahlbar ist oder nicht.

Im übrigen ist Stoiber dieses Betreuungsgeld nur eingefallen, weil er gegenüber der CDU-Familienministerin mit seinem vorgestrigen Familienbild nicht durchdringen konnte. Dahinter steckt wahrscheinlich das Kalkül, auf diese Weise das gesamte Paket unfinanzierbar zu machen.

Das ist keine Polemik, sondern nur gerecht. Warum sollen Eltern die selber betreuen dafür nichts erhalten, während solche die ihre Kinder in die Ganztagsbetreuung geben diese voll finanziert bekommen?

Opelius
30.05.2007, 14:07
Der Vorschlag mit dem Betreuungsgeld ist widersinnig und kontraproduktiv. Es gibt schon die Gießkanne "Kindergeld". Für Arme ist das immer zu wenig und für Menschen mit gutem Einkommen überflüssig. Und die Verwaltung dieser Erziehungsbeihilfe frißt fast mehr Geld, als ausbezahlt wird.

Wenn wir das Problem haben, dass eine Frau mit akademischer Ausbildung nur zu 33% die Chance für sich sieht, Kinder zu bekommen, aber in anderen Bildungsschichten, das Kinderkriegen ein zweites Mal bezahlt werden soll, frage ich mich ernsthaft, was das soll.
Wenn die Berichterstattung aus Frankreich stimmt, scheinen dort auch Akademikerinnen Kinder zu kriegen, weil es Betreuungsplätze gibt. Ich halte nur das für den richtigen Ansatz. Wozu sollen wir einer jungen Frau eine teure akademische Ausbildung finanzieren, wenn sie die vielleicht nur nutzen kann, wenn sie kinderlos bleibt oder damit ihrem Kind bei den Schularbeiten besser helfen kann.

Ich halte unser System und wie darüber diskutiert wird für reichlich antiquiert.

Inaktiver User
30.05.2007, 14:15
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sich Leute, die sich offensichtlich noch nie wirklich mit unserem Steuersystem beschäftigt haben dazu berufen fühlen, irgendwas zu beurteilen.

Das Kindergeld bekommt nur, wessen Einkommen so gering ist, dass er den Steuerfreibetrag für ein Kind nicht oder nicht in vollem Masse nutzen kann.

Soll jetzt auch noch darüber diskutiert werden, ob ein Steuerfreibetrag für ein Kind legitim ist?? Soll also ein kinderloses Ehepaar bei gleichem Einkommen gleich hohe Steuern zahlen wie ein Ehepaar mit einem Kind??? Gottlob ist das bis jetzt noch verfassungswidrig... Im übrigen gilt in Frankreich ein Steuersystem, das Eltern mit Kindern enorm entlastet, grob gesagt gibt es ein Splitting nach Köpfen, so dass Familien mit drei Kindern nahezu keine Steuern zahlen. DAS könnte man ja dann auch mal hier übernehmen, wenn man schon dabei ist.

Ich zahle nämlich als Alleinerziehende mit drei Schulkindern und Teilzeitjob mehrere tausend Euro im Jahr Lohnsteuer und bin froh um jeden Cent Förderung. Ganz besonders im September, wenn ich nur noch am Zahlen bin für die angeblich kostenlose Schulausbildung meiner Kinder...

Inaktiver User
30.05.2007, 16:10
Ich zahle nämlich als Alleinerziehende mit drei Schulkindern und Teilzeitjob mehrere tausend Euro im Jahr Lohnsteuer und bin froh um jeden Cent Förderung.
Dann wird es dich freuen, wenn Leute, die sehr viel mehr Geld zur Verfügung haben als du, für ihre Kleinkinder Betreuungsgeld erhalten sollen.

Inaktiver User
30.05.2007, 16:37
nur gerecht. Warum sollen Eltern die selber betreuen dafür nichts erhalten, während solche die ihre Kinder in die Ganztagsbetreuung geben diese voll finanziert bekommen?
Mir scheint das ist eine deutsche Krankheit: für alles und jedes Geld vom Staat zu erwarten.
Es ist aber eigentlich nicht Aufgabe des Staates eine Art Schmerzensgeld oder Schadensersatz dafür zu bezahlen, dass man sich um sein eigenes Baby kümmert.
Der Staat kann nur wichtige soziale Einrichtungen bereitstellen oder versuchen Härten zu mildern. Worin konkret besteht die Härte sich um sein Kleinkind selbst zu kümmern?

lordsofmidnight
30.05.2007, 16:39
Mir scheint das ist eine deutsche Krankheit: für alles und jedes Geld vom Staat zu erwarten.
Es ist aber eigentlich nicht Aufgabe des Staates eine Art Schmerzensgeld oder Schadensersatz dafür zu bezahlen, dass man sich um sein eigenes Baby kümmert.
Der Staat kann nur wichtige soziale Einrichtungen bereitstellen oder versuchen Härten zu mildern. Worin konkret besteht die Härte sich um sein Kleinkind selbst zu kümmern?

Nirgendwo. Nur gibt´s dann auch keinen Grund für eine kostenlose Ganztagsbetreuung.

Inaktiver User
30.05.2007, 16:44
Nirgendwo. Nur gibt´s dann auch keinen Grund für eine kostenlose Ganztagsbetreuung.
Gründe für die Einrichtung von Krippenplätzen gibt es durchaus. Allerdings bezweifle ich, dass sie kostenlos sind.

Inaktiver User
30.05.2007, 16:52
Ich glaube, dass niemand von kostenloser Kinderbetreuung redet - es geht allein darum, dass überhaupt ausreichend Krippenplätze zur Verfügung gestellt werden, für die dann - trotz aller Zuschüsse - immer noch bezahlt werden muss (und sollte!).

Und vor dem Hintergrund ist auch das Betreuungsgeld zu sehen: Wer sein Kind zu Hause betreut weil er/sie nicht extern arbeitet, der wird - wie schon erwähnt - über den Familienlastenausgleich, also das Ehegattensplitting subventioniert. In dem Bereich sollte nachgedacht werden, ob und wie man zusätzliche Freibeträge für Kinder berücksichtigt und damit Familien (und Aleinerziehende) mit Kindern unabhängig von der Jobsituation unterstützt. In vielen Fällen ist ja nicht der fehlende Krippenplatz das Problem sondern der fehlende Job!

djgm

Inaktiver User
30.05.2007, 20:07
Das ist keine Polemik, sondern nur gerecht. Warum sollen Eltern die selber betreuen dafür nichts erhalten, während solche die ihre Kinder in die Ganztagsbetreuung geben diese voll finanziert bekommen?
Bekommen sie doch nicht. Sie müssen einen an ihr Einkommen angepassten Elternbeitrag zahlen.

pelzpfote
30.05.2007, 22:52
Meiner Meinung nach sollte es eine Selbstverständlichkeit für Eltern sein, ihre Kinder zu betreuen und zu erziehen, wenn sie aushäusige Betreuung ablehnen. Wieso sollte der Staat Selbstverständlichkeiten finanzieren?
Meiner Meinung nach ist es überhaupt selbstverständlich, dass Eltern ihre Kinder betreuen und erziehen - nicht nur, wenn sie aushäusige Betreuung ablehnen. Oder bist du schon so weit, dass du aushäusige Betreuung und Erziehung als selbstverständlich ansiehst und die elterliche als Ausnahme?????:wie?: :wie?: :wie?:

Man könnte also genauso fragen, wieso der Staat Krippenplätze finanzieren soll, wenn es doch selbstverständliche Sache der Eltern ist, ihre Kinder zu betreuen und zu erziehen?

pelzpfote
30.05.2007, 22:59
Mir scheint das ist eine deutsche Krankheit: für alles und jedes Geld vom Staat zu erwarten.
Aha - deshalb erwartest du vom Staat, dass er für die Betreuung deines Kindes bezahlt, indem er einen Krippenplatz zur Verfügung stellt, oder? :freches grinsen:

Es ist aber eigentlich nicht Aufgabe des Staates eine Art Schmerzensgeld oder Schadensersatz dafür zu bezahlen, dass man sich um sein eigenes Baby kümmert.
Der Staat kann nur wichtige soziale Einrichtungen bereitstellen oder versuchen Härten zu mildern. Worin konkret besteht die Härte sich um sein Kleinkind selbst zu kümmern?
Es geht doch nicht um Schmerzensgeld oder Schadenersatz! Sondern darum, dass der Staat ja für die Krippenplätze auch zahlt. Wenn jemand seine Kinder selbst betreut, nimmt er diese Krippenplätze nicht in Anspruch, verzichtet aber auf ein evtl. zweites Gehalt, hat also durchaus finanzielle Verluste.

xanidae
31.05.2007, 07:13
bisher sind die krippenplätze so rar, dass kaum einer welche bekommt, außer er ist alleinerziehend oder das jugendamt hält es für notwendig.

alle anderen bezahlen ihre tagesmutter oder ihre kinderfrau teuer - denn die wird nicht subventioniert.

nun geht es darum, nicht nur einem sondern 3 kindern von 10 kindern einen krippenplatz zu beschaffen. d. h. von den restlichen 7 sind die eltern wieder auf tagesmütter & co angewiesen.

der staat sorgt dafür, dass in den krippen ausgebildete fachkräfte arbeiten. bei den tagesmüttern beruht das auf freiwilligkeit (noch), es gibt viele, die sich engagieren und abends fortbildungen besuchen. aber pflicht ist das nicht. d. h. man zahlt mehr, doch die qualität ist schlechter.

ich finde, der staat ist für die infrastruktur der kinderbetreuung verantwortlich. so wie er es auch bei schulen, krankenhäusern und ärzten ist.

und wenn der staat will, dass ich zuhause bei meinen kindern bin, dann soll er mir 2000€ bezahlen. dann bleibe ich zuhause und nehme auch keinem mann den arbeitsplatz weg. das war polemisch - ich weiß.
mich ärgert diese diskussion. ich will nichts vom staat. ich mach alles selbst und wenn ich mal keinen job habe, dann hilft mir erstmal auch kein amt, weil selbständige von vornherein 3 monate gesperrt werden (die haben ja alle geheime konten o-ton eines sachbearbeiters). ich hatte keinen mutterschutz, wenn ich nicht arbeite wg. krankheit oder urlaub, verdiene ich kein geld.
ich muss monatlich 3 stunden für steuer und buchhaltung aufwenden. alles kein thema. mach ich gerne, ich habe es so gewollt.
nur wünsche ich mir eine flächendeckendere kinderbetreuung für alle altersklassen. die flexibel ist und qualität hat.


und der erziehungsbonus wird im sozialhilfeadel sicherlich nicht für die kinder verwendet und es werden auch die schwangerschaften von dem geld, dass es für kinder gibt abhängig gemacht.

was das kindergeld und den kinderfreibetrag angeht: mir wurde vom steuerberater gesagt, dass wir den kinderfreibetrag nehmen müssen, wenn wir eine bestimmte verdienstgrenze überschreiten. das finde ich doof, weil das kindergeld den krankenkassenbeitrag unserer kinder deckt - wir haben so mehr geld im monat auf der hand. beim freibetrag wird das nicht so spürbar sein. aber eine wahl hat man anscheinend nicht.
doch auch darauf würde ich verzichten, wenn es eine anständige infrastruktur für kinder geben würde: kinderbetreuung nach bedarf (auch die mama die zuhause ist, geht bestimmt gerne mal alleine zum frisör oder zum frauenarzt), kostenlose ärztliche versorgung für kinder, kostenlose vereine/ musikschulen/ kinderakademien, mittagessen in der schule, usw. mir fällt da viel ein, von dem alle profitieren könnten.

lordsofmidnight
31.05.2007, 08:38
Bekommen sie doch nicht. Sie müssen einen an ihr Einkommen angepassten Elternbeitrag zahlen.

...der aber bei weitem nicht ausreicht um den Platz auch zu finanzieren...

Inaktiver User
31.05.2007, 09:02
...der aber bei weitem nicht ausreicht um den Platz auch zu finanzieren...

Dann sollte man das hinzunehmen, was eine Frau, durch eine Weiterbeschäftigung für diesen Staat erwirtschaftet: Sie zahlt Steuern, entlastet die Sozialkassen, kommt für ihre Krankenkasse selbst auf. Sie wird eines Tages von ihrer eigenen Rente leben und nicht die Witwenrente, also das was ihr Mann erwirtschaftet hat, verbrauchen. Sie wird nicht in teuren Wiedereingliederungsmaßnahmen für Mütter nach der Erziehungszeit landen, die meist nur zu einem führen: Arbeitlosigkeit oder präkere Arbeitsverhältnisse, die mit dem einmal erlernten nichts zu tun haben.

Das alles zusammen genommen spart mehr als die Frau in zwei Jahren Krippennutzung durch ihr Kind den Staat und damit uns alle kostet.

lordsofmidnight
31.05.2007, 09:10
Dann sollte man das hinzunehmen, was eine Frau, durch eine Weiterbeschäftigung für diesen Staat erwirtschaftet: Sie zahlt Steuern, entlastet die Sozialkassen, kommt für ihre Krankenkasse selbst auf. Sie wird eines Tages von ihrer eigenen Rente leben und nicht die Witwenrente, also das was ihr Mann erwirtschaftet hat, verbrauchen. Sie wird nicht in teuren Wiedereingliederungsmaßnahmen für Mütter nach der Erziehungszeit landen, die meist nur zu einem führen: Arbeitlosigkeit oder präkere Arbeitsverhältnisse, die mit dem einmal erlernten nichts zu tun haben.

Das alles zusammen genommen spart mehr als die Frau in zwei Jahren Krippennutzung durch ihr Kind den Staat und damit uns alle kostet.

Nun, ob dem Staat Berufstätigkeit der Kindererziehung finanziell mehr nützt, darüber streiten sich die Gelehrten noch, und hängt stets vom Einzelfall ab.

Inaktiver User
31.05.2007, 09:22
Nun, ob dem Staat Berufstätigkeit der Kindererziehung finanziell mehr nützt, darüber streiten sich die Gelehrten noch, und hängt stets vom Einzelfall ab.

Wer bitte streitet darüber und wie heißen die Gelehrten? Ich kenne in der Hinsicht keine solchen Rechnungen, die negativ ausfallen.

Hilfst Du mir bitte weiter, dass ich mich informieren kann?

lordsofmidnight
31.05.2007, 10:05
Wer bitte streitet darüber und wie heißen die Gelehrten? Ich kenne in der Hinsicht keine solchen Rechnungen, die negativ ausfallen.

Hilfst Du mir bitte weiter, dass ich mich informieren kann?

Du bist doch eine mündige Bürgerin die Zeitung liest und auch in Foren aktiv ist: Den Dauer-Streit ob nun Kinderbetreuung oder Berufstätigkeit nützlicher für den Staat ist, hast Du nicht mitbekommen?

Inaktiver User
31.05.2007, 10:16
Du bist doch eine mündige Bürgerin die Zeitung liest und auch in Foren aktiv ist: Den Dauer-Streit ob nun Kinderbetreuung oder Berufstätigkeit nützlicher für den Staat ist, hast Du nicht mitbekommen?

Ich habe einige Stimmen von konservativen Politikern und Verbänden, wie dem von Dir zitierten, äußerst fragwürdigen gelesen, die die Frau an den Herd wollten, weil es angeblich den Kindern nützt, was sie aber nicht belegen konnten.

Wirtschaftlich negative Prognosen zu diesem Thema habe ich nur im Bezug auf die erwarteten Effekte der Herd-Prämie gelesen.

Lag das an mir, dann hilf mir weiter. Gab es dort nichts, was auf wirtschaftlich negative Effekte durch Ausbau der Krippen in Deutschland verwies, dann schreib so etwas einfach nicht.

Danke, falls Du doch noch etwas dazu hast. Würde mich ehrlich freuen, denn ich habe bislang nichts in der Richtung gelesen.

pelzpfote
31.05.2007, 10:22
Dann sollte man das hinzunehmen, was eine Frau, durch eine Weiterbeschäftigung für diesen Staat erwirtschaftet: Sie zahlt Steuern, entlastet die Sozialkassen, kommt für ihre Krankenkasse selbst auf. Sie wird eines Tages von ihrer eigenen Rente leben und nicht die Witwenrente, also das was ihr Mann erwirtschaftet hat, verbrauchen. Sie wird nicht in teuren Wiedereingliederungsmaßnahmen für Mütter nach der Erziehungszeit landen, die meist nur zu einem führen: Arbeitlosigkeit oder präkere Arbeitsverhältnisse, die mit dem einmal erlernten nichts zu tun haben.

Das alles zusammen genommen spart mehr als die Frau in zwei Jahren Krippennutzung durch ihr Kind den Staat und damit uns alle kostet.
Du hast mit allem recht, was du schreibst - wenn, ja wenn man den Wert eines Menschen nur nach dessen Wirtschaftlichkeit bemisst und nach dem Geld, das er auf die Hand bzw. aufs Konto bekommt. Das ist meiner Meinung nach aber eine sehr traurige Einstellung.

In einem aber überzeugst du mich aber langsam tatsächlich: Vielleicht ist es tatsächlich besser, wenn ein Kind von liebevollen Erzieherinnen betreut wird, die ihm Werte vermitteln und nicht nur von Eltern, bei denen es lernt, dass der Mensch nur etwas wert ist, wenn er selbst (möglichst viel) Geld verdient.

Inaktiver User
31.05.2007, 10:28
Du hast mit allem recht, was du schreibst - wenn, ja wenn man den Wert eines Menschen nur nach dessen Wirtschaftlichkeit bemisst und nach dem Geld, das er auf die Hand bzw. aufs Konto bekommt. Das ist meiner Meinung nach aber eine sehr traurige Einstellung.

In einem aber überzeugst du mich aber langsam tatsächlich: Vielleicht ist es tatsächlich besser, wenn ein Kind von liebevollen Erzieherinnen betreut wird, die ihm Werte vermitteln und nicht nur von Eltern, bei denen es lernt, dass der Mensch nur etwas wert ist, wenn er selbst (möglichst viel) Geld verdient.

Gerade die Erzieherinnen sind des Geldes wegen vor Ort...

Und nur weil man eine gut verlaufende berufliche Biographie anstrebt, ist man kein schlechter Elternteil. Was sollte man sonst den Männern ins Stammbuch schreiben, die seit je her diesen Weg gehen und trotzdem Vater sind oder den vielen Frauen in den meisten Ländern der Erde, die zum Teil viel mehr Kinder haben, als wir hier und von Anfang an erfolgreich arbeiten?

Alle zu schlecht für ihre Kinder, weil sie auch ein ausgeglichenes Konto und beruflichen Erfolg ersehnen?

lordsofmidnight
31.05.2007, 10:30
Ich habe einige Stimmen von konservativen Politikern und Verbänden, wie dem von Dir zitierten, äußerst fragwürdigen gelesen, die die Frau an den Herd wollten, weil es angeblich den Kindern nützt, was sie aber nicht belegen konnten.

Wirtschaftlich negative Prognosen zu diesem Thema habe ich nur im Bezug auf die erwarteten Effekte der Herd-Prämie gelesen.

Lag das an mir, dann hilf mir weiter. Gab es dort nichts, was auf wirtschaftlich negative Effekte durch Ausbau der Krippen in Deutschland verwies, dann schreib so etwas einfach nicht.

Danke, falls Du doch noch etwas dazu hast. Würde mich ehrlich freuen, denn ich habe bislang nichts in der Richtung gelesen.


Nein, habe ich leider nicht. Ich sehe nur die ständigen Streitereien zwischen DINKS und Eltern. Beide haben immer gute Argumente. Ich glaube nicht, daß es eine abschließende Untersuchung gibt, was ganzheitlich für den Staat lukrativer ist.
Das es negative finanzielle Effekte durch Krippenausbau gibt, glaube ich ebenfalls nicht, die Frage ist nur, ob die persönliche Betreuung nicht doch sinnvoller wäre? Wenn von konservativer Seite enstpechende Argumente kommen, würde ich diese erst mal prüfen, und nicht gleich ablehnen, nur weil einem der Absender der Botschaft persönlich nicht genehm ist.

Inaktiver User
31.05.2007, 10:36
Nein, habe ich leider nicht. Ich sehe nur die ständigen Streitereien zwischen DINKS und Eltern. Beide haben immer gute Argumente. Ich glaube nicht, daß es eine abschließende Untersuchung gibt, was ganzheitlich für den Staat lukrativer ist.

Wieso sollten DINKs mit Eltern streiten? Und selbst wenn sie es täten hätte es mit der Frage der Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die Krippen keinen Einfluss, soweit ich diese Diskussionen verfolge.

Es gibt Untersuchungen darüber und man kann sich die Entwicklung in anderen Staaten und die der Frauen nach Familienphasen anschauen. Man kann einfach zusammen rechnen, was das beides kostet, einbringt und erspart. Dann hat man das, was durch die Presse geisterte und diese Zahlen haben einen gewissen Spielraum gehabt, zeigten aber, dass alle einen wirtschaftlich positiven Effekt erwarten.

Der Streit war soweit ich weiss einer, der die Ebenen unseres föderalistischen Staates betraf: Bund beschliesst, Länder und vor allem Gemeinden fühlen sich überrannt und übervorteilt.


Das es negative finanzielle Effekte durch Krippenausbau gibt, glaube ich ebenfalls nicht, die Frage ist nur, ob die persönliche Betreuung nicht doch sinnvoller wäre? Wenn von konservativer Seite enstpechende Argumente kommen, würde ich diese erst mal prüfen, und nicht gleich ablehnen, nur weil einem der Absender der Botschaft persönlich nicht genehm ist.

Dann sag doch nicht, dass es diese Effekte gibt und lass uns über ein Thema sprechen, zu dem es nichts zu reden gibt?

Erstaunte Grüße

vita

lordsofmidnight
31.05.2007, 10:47
Wieso sollten DINKs mit Eltern streiten? Und selbst wenn sie es täten hätte es mit der Frage der Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die Krippen keinen Einfluss, soweit ich diese Diskussionen verfolge.


Grob gesagt: Die einen sagen: Wir haben keine Kinder, arbeiten und zahlen Steuern und sind somit "die besseren" und sollen jetzt auch noch Krippen finanzieren., die anderen sagen: "Wir erziehen Kinder und sorgen für die Zukunftsfähigkeit unseres Staates, Rente etc."



Es gibt Untersuchungen darüber und man kann sich die Entwicklung in anderen Staaten und die der Frauen nach Familienphasen anschauen. Man kann einfach zusammen rechnen, was das beides kostet, einbringt und erspart. Dann hat man das, was durch die Presse geisterte und diese Zahlen haben einen gewissen Spielraum gehabt, zeigten aber, dass alle einen wirtschaftlich positiven Effekt erwarten.
Der Streit war soweit ich weiss einer, der die Ebenen unseres föderalistischen Staates betraf: Bund beschliesst, Länder und vor allem Gemeinden fühlen sich überrannt und übervorteilt.
Dann sag doch nicht, dass es diese Effekte gibt und lass uns über ein Thema sprechen, zu dem es nichts zu reden gibt?
Erstaunte Grüße

vita

Es gibt Untersuchungen nachden Krippenbetreuung schädlich ist, und gegenteile Untersuchungen. (vermutlich beide nicht unindeologisch gefärbt) Eine wirklich neutrale deutsche Studie kenne ich nicht. Für meine Frau und mich kommt eine Krippenbetreuung nicht in Frage (obwohl wir sogar die Möglichkeit dazu hätten, bis zu 10 Stunden täglich), auch weil es in unserem Umfeld ein sehr krippengeschädigtes Kind gibt.

Inaktiver User
31.05.2007, 10:53
Grob gesagt: Die einen sagen: Wir haben keine Kinder, arbeiten und zahlen Steuern und sind somit "die besseren" und sollen jetzt auch noch Krippen finanzieren., die anderen sagen: "Wir erziehen Kinder und sorgen für die Zukunftsfähigkeit unseres Staates, Rente etc."

Da sah ich aber in der zurückliegenden Zeit andere Fronten, die aufgebaut wurden.


Es gibt Untersuchungen nachden Krippenbetreuung schädlich ist, und gegenteile Untersuchungen. (vermutlich beide nicht unindeologisch gefärbt) Eine wirklich neutrale deutsche Studie kenne ich nicht. Für meine Frau und mich kommt eine Krippenbetreuung nicht in Frage (obwohl wir sogar die Möglichkeit dazu hätten, bis zu 10 Stunden täglich), auch weil es in unserem Umfeld ein sehr krippengeschädigtes Kind gibt.

Mir sind zwei Untersuchungen bekannt, die Schäden durch Krippen belegen sollen. Sie tun es aber nicht, weil sie etwas über die Staaten aussagen, in denen sie entstanden und nicht über westeuropäische Krippenaufenthalte für Kleinkinder und die daraus resultierenden Folgen.

Alle Untersuchungen auch und gerade die langfristig angelegten zu diesem Thema aus Westeuropa, die in demokratischen Staaten entstanden, sprechen sich eindeutig für Krippen aus.

Könntest Du mir noch kurz erklären, was ein krippengeschädigtes Kind ist? Die Krippe als Auslöser für Schäden ist mir nicht bekannt und ich habe davon auch noch nicht gelesen.

lordsofmidnight
31.05.2007, 11:09
Da sah ich aber in der zurückliegenden Zeit andere Fronten, die aufgebaut wurden.
Mir sind zwei Untersuchungen bekannt, die Schäden durch Krippen belegen sollen. Sie tun es aber nicht, weil sie etwas über die Staaten aussagen, in denen sie entstanden und nicht über westeuropäische Krippenaufenthalte für Kleinkinder und die daraus resultierenden Folgen.
Alle Untersuchungen auch und gerade die langfristig angelegten zu diesem Thema aus Westeuropa, die in demokratischen Staaten entstanden, sprechen sich eindeutig für Krippen aus.

Wenn glaubhaft belegt wäre, daß Krippen schädlich sind, würdest Du dann Deine Meinung entsprechend ändern?


Könntest Du mir noch kurz erklären, was ein krippengeschädigtes Kind ist? Die Krippe als Auslöser für Schäden ist mir nicht bekannt und ich habe davon auch noch nicht gelesen.

Das Kind hat keine richtige Bezugsperson dort, die Betreuungsqualität ist schlecht, es ist in der Entwicklung zurückgeblieben, kann sich nicht konzentrieren, ist hibbelig und hat auch kaum Kontakt zu männlichen Personen (in der Krippe gar nicht, und ansonsten auch nur selten).
Hoffentlich zukünftig kein Fall für den Ritalin verordnenden Kinderpsychologen.

Schussel
31.05.2007, 11:10
Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es Krippen gibt, die den Kindern nicht gut tun, genauso wie es Eltern gibt, die ihren Kindern schaden. Aber eine gute Krippe ist sicherlich nicht schädlich. Obwohl das Verhalten von Krippenkinder von Kritikern sicher sehr genau beäugt wird und jedes Fehlverhalten bestimmt darauf zurückgeführt wird. Bei einem "Zuhausekind" wird das selbe Verhalten wahrscheinlich ganz anders beurteilt.:freches grinsen:
Zur Finanzierung kann ich folgendes anbringen. Wenn ich im Oktober wieder Teilzeit arbeiten gehe, werde ich mit Steuerklasse 5 ungefähr 600 Euro Steuern bezahlen, dazu kommen noch 400 Euro Krippenkosten (falls ich den Platz bekomme). Ich zahle also 1000 Euro mehr, als zum jetzigen Zeitpunkt wo ich Vollzeitmama bin. Und wenn ich jetzt noch Betreuungsgeld kassieren würde, wäre das zwar nett, aber nicht sehr gerecht. Denn ich betreue bis auf die 5-stündige Abwesenheit mein Kind ja auch bei Berufstätigkeit.

Opelius
31.05.2007, 11:22
In der Diskussion über die Schaffung von Krippenplätzen erlebe ich dieselben merkwürdigen Fronten, wie sie es auch in unserem gegliederten Schulsystem seit Jahrzehnten gibt. Andere europäische Länder haben längst gute Erfahrungen mit Ganztagsschulen gemacht, bei uns wird weiterhin mit harten Bandagen das alte System der fortlaufenden Aussortierung verteidigt.
Andere Länder haben längst Erfahrungen gesammelt, dass mit Vorschulen (Kindergärten) auch Migranten einen besseren Start in der Schule haben, bei uns wird mit harten Bandagen der angebliche Elternwille verteidigt.
Andere Länder haben längst gut Erfahrungen gemacht, dass Krippenplätze sowohl für dieKinder und deren Mütter eine wirkliche Entlastung darstellen, bei uns wird mit harten Bandagen dagegen gekämpft, weil es so auch in der DDR war. Dabei war es genau die Generation der jungen Leute, die diese Krippenerfahrung gemacht hat, die vor 18 Jahren das Altherrensystem der sozialistischen Duodezfürsten dazu gebracht hat, sang- und klanglos einzupacken.

Niemand wird zukünftige Eltern zwingen, einen Krippenplatz zu buchen, für die, die das als Chance sehen, wäre es ein wirklich erforderliches Angebot.

Meine alte Tante aus Holland erzählte mir schon vor Jahrzehnten, das das vielfältige Angebot an Kleinkinderbetreuung in ihrem Land, zu einem sehr hohen Beschäftigsgrad von Frauen geführt hat. Sie meinte wörtlich: Für jede Mutter, die einen Fulltimejob hat, ergibt sich mindestens ein Arbeitsplatz für eine weitere Frau.

Inaktiver User
31.05.2007, 11:25
Es geht doch nicht um Schmerzensgeld oder Schadenersatz! Sondern darum, dass der Staat ja für die Krippenplätze auch zahlt. Wenn jemand seine Kinder selbst betreut, nimmt er diese Krippenplätze nicht in Anspruch, verzichtet aber auf ein evtl. zweites Gehalt, hat also durchaus finanzielle Verluste.
Dieses Betreuungsgeld ersetzt sowieso kein zweites Gehalt.
Die Steuerklasse 3 hilft aber ein ganzes Stück weit, ebenso wie diese 600 Euro/Monat nach der Geburt des Kindes sowie Freibeträge und Kindergeld, beitragsfreie Mitversicherung in Krankenkassen etc.. Solche staatlichen Leistungen werden schon viel zu selbstverständlich genommen und nach immer gerufen. Aber mehr ist kaum finanzierbar.


Es ist absurd seine Lebensführung vom Staat bezahlt bekommen zu wollen. Selbst wenn man glauben würde dass das Sinn macht - wer soll das eigentlich bezahlen??

Statt mit den vorhandenen Mitteln diejenigen wirksam zu unterstützen, die diese Unterstützung wirklich brauchen, mit der Giesskanne das vorhandene Geld gleichmässig über alle verteilen, ganz egal ob sie es brauchen oder nicht - das macht doch gesellschaftspolitisch wie fiskalisch überhaupt keinen Sinn.

pelzpfote
31.05.2007, 11:37
Es ist absurd seine Lebensführung vom Staat bezahlt bekommen zu wollen. Selbst wenn man glauben würde dass das Sinn macht - wer soll das eigentlich bezahlen??
Stimmt - das gilt aber dann auch für die Krippenplätze!

lordsofmidnight
31.05.2007, 11:41
Es ist absurd seine Lebensführung vom Staat bezahlt bekommen zu wollen.


Richtig. Warum sollte der Staat also Krippen finanzieren?

Inaktiver User
31.05.2007, 11:47
Richtig. Warum sollte der Staat also Krippen finanzieren?

Ganz einfach: Weil Hausmänner/-frauen dem Staat während der Ehe und nach der Scheidung nur Kosten verursachen, während Arbeitnehmer den Staat entlasten.

lordsofmidnight
31.05.2007, 11:51
Ganz einfach: Weil Hausmänner/-frauen dem Staat während der Ehe und nach der Scheidung nur Kosten verursachen, während Arbeitnehmer den Staat entlasten.

Was zu beweisen wäre.

Inaktiver User
31.05.2007, 12:44
Gerade die Erzieherinnen sind des Geldes wegen vor Ort...

Und nur weil man eine gut verlaufende berufliche Biographie anstrebt, ist man kein schlechter Elternteil. Was sollte man sonst den Männern ins Stammbuch schreiben, die seit je her diesen Weg gehen und trotzdem Vater sind oder den vielen Frauen in den meisten Ländern der Erde, die zum Teil viel mehr Kinder haben, als wir hier und von Anfang an erfolgreich arbeiten?

Alle zu schlecht für ihre Kinder, weil sie auch ein ausgeglichenes Konto und beruflichen Erfolg ersehnen?

:allesok: :allesok: :allesok: :allesok:

Ich finde es auch gesünder für die Kinder, wenn sie sehen, was Engagement und gute Ausbildung ermöglichen, beruflich UND privat, anstatt als Vorbild Eltern zu nehmen, die zwar körperlich anwesend sind, diese Anwesenheit voll vom Statt finanzieren lassen, aber sich nicht die Bohne um die Kinder kümmern.

Inaktiver User
31.05.2007, 12:47
Richtig. Warum sollte der Staat also Krippen finanzieren?
Weil sie benötigt werden.


Um es mal (zugegeben sehr plakativ) so zu formulieren:

es gibt keinen Bedarf für Betreuungsgeld, zu zahlen an die nicht berufstätige Frau eines gutverdienenden Alleinverdieners, die ihr Kleinkind "ganz normal" daheim hat und es sowieso daheim hätte, schon weil sie gar keine Notwendigkeit sieht selbst Geld zu verdienen

der Nutzen von Betreuungsgeld ist zweifelhaft in Familien von Sozialhilfeempfängern, die mit diesem Geld nicht betreuen sondern Zigaretten kaufen (wie oben schon mal jemand angeführt hat)

es gibt aber einen Bedarf an guten und bezahlbaren Krippeneinrichtungen für Frauen, die - z.B. weil daheim das Geld sehr knapp ist oder weil sie alleinerziehend sind - arbeiten gehen müssen, ob sie wollen oder nicht

lordsofmidnight
31.05.2007, 12:55
Weil sie benötigt werden.

Nach meinem Empfinden brauchen Kinder eher mehr Zuwendung der Eltern.



Um es mal (zugegeben sehr plakativ) so zu formulieren:

es gibt keinen Bedarf für Betreuungsgeld, zu zahlen an eine nichtberufstätigen Frau eines gutverdienenden Alleinverdieners, die die ihr Kleinkind "ganz normal" daheim hat

der Nutzen von Betreuungsgeld ist zweifelhaft in Familien von Sozialhilfeempfängern, die mit diesem Geld nicht betreuen sondern Zigaretten kaufen (wie oben schon mal jemand angeführt hat)

es gibt aber einen Bedarf an Krippeneinrichtungen für Frauen, die - z.B. weil daheim das Geld sehr knapp ist oder weil sie alleinerziehend ist - arbeiten gehen muss, ob sie will oder nicht

Gerade für arme Eltern wäre es dann doch besser, wenn ihnen das Geld (welches ein Krippenplatz kostet) einfach ausgezahlt werden würde.

Inaktiver User
31.05.2007, 13:08
Nach meinem Empfinden brauchen Kinder eher mehr Zuwendung der Eltern.
Unbedingt! Nur wird man allein davon nicht satt. Es gibt ausserdem Eltern, deren "Zuwendung" dem Kind weniger bringt als eine gute (ich betone: gute!) Krippe. Die Tatsache der Blutsverwandtschaft allein nützt einem kleinen Wutzel nämlich erstmal noch gar nichts.

Ich halte nicht viel davon wenn Leute ohne Not ihre Kinder in eine Krippe geben, aber manchmal geht es eben nicht anders. Und dann sollte das möglich sein - ohne moralischen Zeigefinger und ohne Knüppel zwischen den Beinen und vor allem so gut wie möglich und bezahlbar.



Gerade für arme Eltern wäre es dann doch besser, wenn ihnen das Geld (welches ein Krippenplatz kostet) einfach ausgezahlt werden würde.
Soviel ist das nicht. Es entspricht sicher nicht einem Erwerbseinkommen bzw. ersetzt das Erwerbseinkommen nicht.

Und selbst wenn das der Fall bzw. wenn es fiskalpolitisch möglich wäre - wäre das gesellschaftspolitisch wirklich erwünscht?
Würde das nicht dazu führen, dass diejenigen, die von Hartz-IV leben, sich durch die Produktion ansonsten wenig beachteter Kinder staatliche Zusatzleistungen verschaffen? Darin liegt wohl kaum die Zukunft des Landes.
Dann ist es doch besser, das vorhandene Geld als Hilfe zur Selbsthilfe (Erwerbstätigkeit der Mütter bzw. Eltern) und für die Förderung von Kindern in guten Betreuungseinrichtungen auszugeben.

lordsofmidnight
31.05.2007, 13:26
Unbedingt! Nur wird man allein davon nicht satt. Es gibt ausserdem Eltern, deren "Zuwendung" dem Kind weniger bringt als eine gute (ich betone: gute!) Krippe. Die Tatsache der Blutsverwandtschaft allein nützt einem kleinen Wutzel nämlich erstmal noch gar nichts.

Da bin ich anderer Meinung. Ich gehe davon aus, daß in über 90% der Fälle ein Kind am besten bei den leiblichen Eltern aufgehoben ist.




Ich halte nicht viel davon wenn Leute ohne Not ihre Kinder in eine Krippe geben, aber manchmal geht es eben nicht anders. Und dann sollte das möglich sein - ohne moralischen Zeigefinger und ohne Knüppel zwischen den Beinen und vor allem so gut wie möglich und bezahlbar.

Naja, diesen Zeigefinger findest Du aber auch auf Seiten derer, die auf Teufel komm raus fremdbetreuen lassen wollen.



Soviel ist das nicht. Es entspricht sicher nicht einem Erwerbseinkommen bzw. ersetzt das Erwerbseinkommen nicht.


Sicher? Ein Kindergartenplatz mit 4 Stunden Betreuung kostet bei uns gute 200 Euro. Der Staat schießt nochmal die gleiche Summe dazu. Macht also über 400 Euro. Ein 10-Stunden-Ganztagsbetreuungs-Platz müßte dann (jedenfalls nach dieser groben Berechnung) mind. 1000 Euro kosten, eher mehr als weniger. Dazu kommt dann noch, daß die Regierung mehr Qualität in der Betreuung wünscht und dafür extra einen Studiengang einrichten will. Auch hier fallen dann nochmals höhere Kosten an, denn mehr Qualität der Betreuer kostet ebenfalls mehr Geld. Ich gehe von mind. 1200 Euro pro Ganztags-Betreuungsplatz aus.




Und selbst wenn das der Fall wäre - ist das gesellschaftspolitisch wirklich erwünscht? Würde das nicht dazu führen, dass diejenigen, die von Hartz-IV leben, sich durch die Produktion ansonsten wenig beachteter Kinder staatliche Zusatzleistungen verschaffen?

Vermutlich ja.
Aber ist es denn gesellschaftspolitisch überhaupt erwünscht wenn hunderttausende von Eltern die dann fremdbetreuen lassen auf einen seit Jahrzehnten völlig überlasteten Arbeitsmarkt strömen?

Inaktiver User
31.05.2007, 13:29
Das Kind hat keine richtige Bezugsperson dort, die Betreuungsqualität ist schlecht, es ist in der Entwicklung zurückgeblieben, kann sich nicht konzentrieren, ist hibbelig und hat auch kaum Kontakt zu männlichen Personen (in der Krippe gar nicht, und ansonsten auch nur selten).
Hoffentlich zukünftig kein Fall für den Ritalin verordnenden Kinderpsychologen.

Sorry, aber die Ideen zur Krippenbetreuung wie auch Deine Schlüsse und Vermutungen liegen zumindest für das westliche Europa weit daneben. Und Ritalin wegen Krippenbetreuung ist unsinnig, denn die überwiegende Zahl der Kinder mit Ritalinverordnung stammen aus Haushalten mit Mutter zu Hause.

Inaktiver User
31.05.2007, 13:34
Aber ist es denn gesellschaftspolitisch überhaupt erwünscht wenn hunderttausende von Eltern die dann fremdbetreuen lassen auf einen seit Jahrzehnten völlig überlasteten Arbeitsmarkt strömen?

Es ist gesellschafts- und arbeitsmarktpolitisch gewünscht und wird benötigt. Die gesellschaftspolitischen Effekte sind durchweg als positiv ermittelt - da haben uns andere Länder im Umfeld einiges voraus und auch Forschung betrieben. Und die arbeitsmarktpolitischen sind ebenfalls positiv, denn da kann ich nur auf Opelius alte Tante verweisen, die er im letzten Posting zitiert. Das ist genau der Effekt, der beispielsweise in Dänemark eintrat und der auch in anderen Ländern den Arbeitsmarkt weit mehr bewegt hat, als es beispielsweise die Kürzung des Arbeitslosengeldes tat.

Nebenbei können Frauen dadurch nach dem Scheitern einer Ehe für sich und ihr Auskommen bis zum Ende selbst sorgen und benötigen keinen Ernährer mehr. Finde ich eine sehr wichtige Sache.

lordsofmidnight
31.05.2007, 13:39
Sorry, aber die Ideen zur Krippenbetreuung wie auch Deine Schlüsse und Vermutungen liegen zumindest für das westliche Europa weit daneben.


Sagst Du....


Und Ritalin wegen Krippenbetreuung ist unsinnig, denn die überwiegende Zahl der Kinder mit Ritalinverordnung stammen aus Haushalten mit Mutter zu Hause.

Der Ritalin-Fall war doch nur auf das Kind aus meinem Umfeld bezogen. Bitte also keine falschen Schlüsse ziehen.

Inaktiver User
31.05.2007, 13:40
Ich gehe davon aus, daß in über 90% der Fälle ein Kind am besten bei den leiblichen Eltern aufgehoben ist.
...
Aber ist es denn gesellschaftspolitisch überhaupt erwünscht wenn hunderttausende von Eltern die dann fremdbetreuen lassen auf einen seit Jahrzehnten völlig überlasteten Arbeitsmarkt strömen?
Es ist offensichtlich, wo du gesellschaftspolitisch stehst. Die Mehrheit der Europäerinnen und Europäer teilen deine Auffassung schon lange nicht mehr, und wie man sieht teilt auch die CDU-Familienministerin mit 7 Kindern deine Auffassung nicht.


P.S.: und das ist gut so :smirksmile:

lordsofmidnight
31.05.2007, 13:42
Es ist gesellschafts- und arbeitsmarktpolitisch gewünscht und wird benötigt. Die gesellschaftspolitischen Effekte sind durchweg als positiv ermittelt - da haben uns andere Länder im Umfeld einiges voraus und auch Forschung betrieben. Und die arbeitsmarktpolitischen sind ebenfalls positiv, denn da kann ich nur auf Opelius alte Tante verweisen, die er im letzten Posting zitiert. Das ist genau der Effekt, der beispielsweise in Dänemark eintrat und der auch in anderen Ländern den Arbeitsmarkt weit mehr bewegt hat, als es beispielsweise die Kürzung des Arbeitslosengeldes tat.
Nebenbei können Frauen dadurch nach dem Scheitern einer Ehe für sich und ihr Auskommen bis zum Ende selbst sorgen und benötigen keinen Ernährer mehr. Finde ich eine sehr wichtige Sache.

Das dürfte der Hauptgrund für die Forderung nach Ganztagsbetreuung sein, und noch mehr Trennungen produzieren.

Inaktiver User
31.05.2007, 13:50
Frauen sollen nicht erwerbstätig sein, was sie dann zu unabhängig werden und sich von ihren Männern scheiden lassen können. Aha. Noch ein halbes Stündchen so weiter diskutieren, und wir sind im 18. Jahrhundert angelangt :freches grinsen:

Inaktiver User
31.05.2007, 13:50
Vielleicht entspannt sich diese Diskussion ein bisschen,wenn man einfach mal den Zeitraum näher eingrenzt, von dem wir hier sprechen:

Ich meine, es geht nicht darum, dass eine Frau ab Geburt eines Kindes ihre Berufstätigkeit für immer einstellen soll. Ich bin aber auch nicht der Auffassung, dass jede Frau sechs Wochen nach der Geburt in eine Vollzeittätigkeit zurückkehren muss, nur damit das Kinderhaben überhaupt finanziert werden kann.

Es geht doch nur um den Zeitraum bis maximal drei Jahre, wo ein Kindergartenbesuch meiner Ansicht nach für jedes Kind Sinn macht. Ab da kann auch eine Teilzeittätigkeit in meinen Augen problemlos bewältigt werden.

Was spricht denn nun dagegen, dass es Familien finanziell ermöglicht wird, sich diese ersten drei Jahre Zeit für die Betreuung eines Kindes zu nehmen?? Dass das durch das Ehegattensplitting möglich sein soll, bestreite ich zumindest bei Normalverdienergehältern erbittert... Förderung des Kindes finde ich ab drei Jahren absolut ausreichend, wenn erforderlich, und ich sehe einfach nicht, dass in der Mehrzahl der Jobs eine Mutter nach drei Jahren Pause beruflich den Anschluß verpasst haben soll. Wir sind ja nicht alle Neurochirurginnen, oder????

Insofern finde ich nachwievor das Elterngeld am gerechtesten: alle bekommen das gleiche, wer lieber daheim bleibt, bleibt (diese kurze Zeit) daheim, wer lieber berufstätig sein will, kann davon seine Betreuung finanzieren. Die Fixierung auf Kinderkrippen ist mir einfach zu einseitig, weil unflexibel. Ich hatte z.B. ein Aupair-Mädchen, weil mir eine Krippe nicht wirklich weiter geholfen hätte, andere kommen mit einer Tagesmutter besser klar, andere haben eine ins Haus kommende Kinderfrau lieber.

Inaktiver User
31.05.2007, 13:54
Es geht doch nur um den Zeitraum bis maximal drei Jahre, wo ein Kindergartenbesuch meiner Ansicht nach für jedes Kind Sinn macht. (...) ich sehe einfach nicht, dass in der Mehrzahl der Jobs eine Mutter nach drei Jahren Pause beruflich den Anschluß verpasst haben soll. Wir sind ja nicht alle Neurochirurginnen, oder????
Du gehst hier von Einzelkindern aus. Bei zwei oder mehr Kindern funktioniert das eher schlecht, denn das bedeutet 6 oder 9 Jahre zu pausieren.

Inaktiver User
31.05.2007, 14:00
Du gehst hier von Einzelkindern aus. Bei zwei oder mehr Kindern funktioniert das eher schlecht, denn das bedeutet 6 oder 9 Jahre zu pausieren.


Ganz gewiss nicht, ich habe selbst drei Kinder.
Dann dehnt sich das halt ein wenig aus - ich seh da immer noch nicht das große Problem. Mein Problem war eher die Überforderung, mit drei kleinen Kindern im Alter von 2, 4 und 6 1/2 nach der Trennung wieder arbeiten gehen zu müssen. Ich hätte mir gewünscht, ich hätte zumindest ein Jahr länger daheimbleiben können, dieser Stress und Druck hat mit Sicherheit weder mir noch meinen Kindern gutgetan!!! Und das trotz vorbildlicher Kinderbetreuungsmöglichkeiten in unserer Gemeinde, ich hatte Krippe, Kindergartenplatz und Schulkindhort.

lordsofmidnight
31.05.2007, 14:06
Es ist offensichtlich, wo du gesellschaftspolitisch stehst.


Und das wäre Deiner Meinung nach wo?



Die Mehrheit der Europäerinnen und Europäer teilen deine Auffassung schon lange nicht mehr, und wie man sieht teilt auch die CDU-Familienministerin mit 7 Kindern deine Auffassung nicht.
P.S.: und das ist gut so :smirksmile:



Ich habe kürzlich gelesen, daß nur 7% der Eltern fremdbetreuen lassen möchten. Was stimmt denn nun? :zwinker:
Zudem hat kann ich mich nicht entsinnen, daß Frau VDL ihre eigenen Kinder hat fremdbetreuen lassen, oder?

Inaktiver User
31.05.2007, 14:24
Ich habe kürzlich gelesen, daß nur 7% der Eltern fremdbetreuen lassen möchten. Was stimmt denn nun? :zwinker:
Das kann wohl kaum stimmen, denn dann gäbe es nicht einen solchen ungedeckten Bedarf an Krippenplätzen.


Zudem hat kann ich mich nicht entsinnen, daß Frau VDL ihre eigenen Kinder hat fremdbetreuen lassen, oder?
Frau Ursula von der Leyen, Tochter eines ehemaligen baden-würtembergischen Ministerpräsidenten, Akademikerin und Ehefrau eines Akademikers scheint es nicht nötig gehabt zu haben ihre Kinder in eine Krippe zu geben. Offensichtlich hat das Geld für Kindermädchen und später teure Internate gereicht.

Dennoch, obwohl sie selber wohlhabend ist, tritt sie dafür ein, dass Krippenplätze geschaffen werden, da nicht jeder einen so wohlhabenden familiären Hintergrund hat wie sie, d.h. da Bedarf für Krippen besteht.

Sie stellt sich gegen gewisse CDU- und CSU-Politiker, die nicht begreifen wollen, dass deren Familienbild für die Jungwähler der Union irrelevant ist und dass sie dieses Familienbild einer jüngeren Generation nicht aufzwingen können. Die Konsequenz aus der Verweigerungshaltung solcher Politiker ist nämlich die entsprechende Verweigerungshaltung der Bürger, d.h. Geburtenrückgang. Genau das ist seit Jahren der Fall.
Ein Problem übrigens, das Frankreich und skandinavische Länder nicht haben.

Alice30
31.05.2007, 14:28
Zudem hat kann ich mich nicht entsinnen, daß Frau VDL ihre eigenen Kinder hat fremdbetreuen lassen, oder?

Sie ist in der glücklichen Lage, sich ein Kindermädchen leisten zu können. Ich denke, das fällt sehr wohl unter "Fremdbetreuung"?

Überhaupt, das ist für mich das Unwort schlechthin... was ist denn "fremd" betreut? Wenn ein Kind 5 Stunden pro Tag bei einer Tagesmutter, mit Au Pair oder in der Krippe ist, was, bitte schön, ist da noch "fremd"??? Da kann ich beim besten Willen keinen Unterschied zu einer Betreuung, z. B. durch eine Oma feststellen.

Diese ganze Diskussion geht mir inzwischen echt auf den Keks. Es ist doch wohl die Entscheidung der Eltern, wie, wo und von wem sie die Kinder betreuen lassen wollen?

Wenn jemand gern arbeiten gehen will und seine Kinder solange betreuen lassen, so sollte das durch qualifizierte Menschen zu halbwegs erträglichen Konditionen möglich sein. Wenn jemand gern seine Kinder selbst betreuen möchte, dann sollte das ebenfalls unterstützt werden.

Ich wäre dafür, sämtliche Leistungen (Kindergeld, Erziehungsgeld, etc.) zu einem höheren Kindergeld zusammenzulegen, wie / wofür das dann ausgegeben wird, ob für Kinderbetreuung oder Jobpause, bleibt jedem selbst überlassen. Bei der Gelegenheit auch gleich noch das Ehegatten-Splitting abschaffen und das so eingesparte Geld auf's Kindergeld aufschlagen, macht volkswirtschaftlich mehr Sinn.

Ab 3 Jahre sollte der Kindergartenbesuch zur Pflicht werden, damit ev. Defizite ausgeglichen werden können. Wäre bei vielen Bevölkerungsschichten bitter nötig.

lordsofmidnight
31.05.2007, 14:39
Sie stellt sich gegen gewisse CDU- und CSU-Politiker, die nicht begreifen wollen, dass deren Familienbild für die Jungwähler der Union irrelevant ist und dass sie dieses Familienbild einer jüngeren Generation nicht aufzwingen können. Konsequenz aus der Verweigerungshaltung solcher Politiker ist nämlich die Verweigerungshaltung der Bürger, d.h. Geburtenrückgang, besonders in der Mittelschicht, und genau das ist seit Jahren der Fall.
Ein Problem übrigens, das Frankreich und skandinavische Länder nicht haben.

Da bin ich anderer Meinung. Ich glaube eher, viele Frauen würden viel lieber zu Hause erziehen als sich in einer immer ätzender werdenden Arbeitswelt auszupowern. Gilt übrigens auch für Männer. Dieser Job wird jedoch gerade von feministischer Seite diskreditiert (siehe die Reaktionen auf das Buch von E. Herman)

Der Geburtenrückgang ist in der Mittelschicht am größten, stimmt. Ein Grund dafür ist, daß die Arbeitswelt immer anspruchsvoller, stressiger und flexibler wird, da ist für Kinder dann keine Zeit mehr. Und jetzt soll allen Ernstes diesen arbeitsbedingten Streß auch noch auf beide Elternteile übertragen? Warum? Warum löst man das Problem nicht, indem man einem Partner das Geld auszahlt was ein Ganztagsbetreuungsplatz kostet? Eltern können sich dann immer noch entscheiden ob sie das Geld zur eigenen Erziehung nutzen oder sich dafür einen Betreuungsplatz leisten.

Übrigens:
Mich in die konservative Ecke zu stellen funzt nicht, ich hab mit diesen klerikalen Ehefetischisten nichts am Hut.

Inaktiver User
31.05.2007, 14:48
Sagst Du....

Nein, da gibt es berufenere, die diese Situationen angeschaut und die Folgen ermittelt haben. Ich hänge mich nur an die ran, weil ich keine 20 Jahre dauernde Studie über fremdbetreute Kinder bis ins Erwachsenenalter leisten kann.

lordsofmidnight
31.05.2007, 14:50
Nein, da gibt es berufenere, die diese Situationen angeschaut und die Folgen ermittelt haben. Ich hänge mich nur an die ran, weil ich keine 20 Jahre dauernde Studie über fremdbetreute Kinder bis ins Erwachsenenalter leisten kann.

Die riesige, äußerst kritische Studie aus den USA läßt Du natürlich nicht gelten...

Inaktiver User
31.05.2007, 14:51
Frau Ursula von der Leyen, Tochter eines ehemaligen baden-würtembergischen Ministerpräsidenten,...

Sorry, wenn ich Dich korrigiere, aber sie ist die Tochter des niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht.

Inaktiver User
31.05.2007, 14:55
Die riesige, äußerst kritische Studie aus den USA läßt Du natürlich nicht gelten...

Die habe ich vorhin gemeint, als ich schrieb, dass es welche gibt, die nichts über die europäische Krippensituation, dafür aber viel über die soziale Situation des Landes aussagen, dem die Erhebung entstammt.

Sie ist ein gutes Beispiel für die richtige Studie zum falschen Thema. Hast Du sie je gesichtet und zumindest reingelesen? Solltest Du unbedingt tun, denn da erfährst Du sehr viel über soziale Gruppen, Stand der Krippenbetreuung in den USA und noch einiges mehr, dem man lediglich entnehmen kann, dass es schlecht ist, mit schlechter Ausstattung und schlecht ausgebildetem Personal Mangel auf dem Rücken von Kindern zu verwalten, die häufig aus sozialen Brennpunkten stammen.

Mehr gibt diese Studie nicht her und untermauert keinesfalls die Probleme europäischer Krippen nach unseren bzw. den Standards in Krippen.

Manchmal hilft Information sehr.

lordsofmidnight
31.05.2007, 14:55
Sorry, wenn ich Dich korrigiere, aber sie ist die Tochter des niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht.

...des ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht. :smirksmile:

Inaktiver User
31.05.2007, 15:02
Das dürfte der Hauptgrund für die Forderung nach Ganztagsbetreuung sein, und noch mehr Trennungen produzieren.

Mehr Trennungen, weil Frauen für sich selbst sorgen können? Wenn das so sein sollte, kann man sich nur wünschen, dass es bald eintritt, denn eine Ehe, die auf den tönernen Füßen der wirtschaftlichen Abhängigkeit steht, ist es meiner Meinung nach nicht wert, dass man sie als eine solche bezeichnet.

Ein Grund mehr, die wirtschaftliche Unabhängigkeit beider Ehepartner zu fördern und fordern.

lordsofmidnight
31.05.2007, 15:02
Die habe ich vorhin gemeint, als ich schrieb, dass es welche gibt, die nichts über die europäische Krippensituation, dafür aber viel über die soziale Situation des Landes aussagen, dem die Erhebung entstammt.



Nun, wenn USA-Studien bezüglich der sozialen Situation in unserem Lande nicht viel hergeben, dann frage ich mich natürlich warum das Verfassungsgericht in 2003 beim Urteil "Sorgerecht für unverheiratete Väter ja/nein" eine USA-Studie als Basis für sein Urteil herangezogen hat (und zwar als einzige Studie wohlgemerkt, die zudem damals auch schon 10 Jahre alt war)
Komisch, da war eine USA-Studie auf einmal passend, während dies bei der Ganztagsbetreuung unpassend sein soll.
Sorry Vita, aber da kommt bei mir doch der Verdacht auf, daß man es so dreht, wie man (oder frau) es gerne hätte.

lordsofmidnight
31.05.2007, 15:04
Mehr Trennungen, weil Frauen für sich selbst sorgen können? Wenn das so sein sollte, kann man sich nur wünschen, dass es bald eintritt, denn eine Ehe, die auf den tönernen Füßen der wirtschaftlichen Abhängigkeit steht, ist es meiner Meinung nach nicht wert, dass man sie als eine solche bezeichnet.
Ein Grund mehr, die wirtschaftliche Unabhängigkeit beider Ehepartner zu fördern und fordern.

Mit so einer Einstellung schraubst Du dann die Scheidungsquote von 55% auf 95% hoch, mit allen katastrophalen Folgen für die Beteiligten.

Inaktiver User
31.05.2007, 15:05
Nun, wenn USA-Studien bezüglich der sozialen Situation in unserem Lande nicht viel hergeben, dann frage ich mich natürlich warum das Verfassungsgericht in 2003 beim Urteil "Sorgerecht für unverheiratete Väter ja/nein" eine USA-Studie als Basis für sein Urteil herangezogen hat (und zwar als einzige Studie wohlgemerkt, die zudem damals auch schon 10 Jahre alt war)
Komisch, da war eine USA-Studie auf einmal passend, während dies bei der Ganztagsbetreuung unpassend sein soll.
Sorry Vita, aber da kommt bei mir doch der Verdacht auf, daß man es so dreht, wie man (oder frau) es gerne hätte.

Es wird sich nicht um die gleiche Studie mit der gleichen Datenbasis gehandelt haben.

Oder sollte alles, was aus den USA ist und auf dem "Studie" steht, gleich gut oder gleich schlecht bzw. verwertbar oder nicht übertragbar sein?

Ein bisschen einfach gemacht, wenn man keine Ahnung vom Inhalt hat, sich auf die Verpackung zu stürzen.

Inaktiver User
31.05.2007, 15:06
Mit so einer Einstellung schraubst Du dann die Scheidungsquote von 55% auf 95% hoch, mit allen katastrophalen Folgen für die Beteiligten.

Wieso? Sind 95 % der Ehen es nicht wert, so genannt zu werden? Dann bin ich froh, zu den 5 % zu zählen, denn so etwas würde ich nicht leben wollen und können.

lordsofmidnight
31.05.2007, 15:07
Es wird sich nicht um die gleiche Studie mit der gleichen Datenbasis gehandelt haben.

Oder sollte alles, was aus den USA ist und auf dem "Studie" steht, gleich gut oder gleich schlecht bzw. verwertbar oder nicht übertragbar sein?



Nein, es ist nur recht auffällig, wenn´s gerade passend gemacht wird.

lordsofmidnight
31.05.2007, 15:08
Wieso? Sind 95 % der Ehen es nicht wert, so genannt zu werden? Dann bin ich froh, zu den 5 % zu zählen, denn so etwas würde ich nicht leben wollen und können.

Äh, es ging mir dabei auch um die Kinder.

Inaktiver User
31.05.2007, 15:11
Nein, es ist nur recht auffällig, wenn´s gerade passend gemacht wird.

Vielleicht solltest Du Dich mit beiden mal befassen und dann darüber urteilen. Second Hand bzw. gar keine Infos sind in solchen Fällen ein schlechter Ratgeber und tragen nur zu einem Gefühl bei, nichts zu wissen.

Lies rein, mach Dich schlau. Zumindest bei der einen weiss ich, dass es sich lohnt.

lordsofmidnight
31.05.2007, 15:12
Vielleicht solltest Du Dich mit beiden mal befassen und dann darüber urteilen. Second Hand bzw. gar keine Infos sind in solchen Fällen ein schlechter Ratgeber und tragen nur zu einem Gefühl bei, nichts zu wissen.

Lies rein, mach Dich schlau. Zumindest bei der einen weiss ich, dass es sich lohnt.

Ich habe durchaus eine Zusammenfassung der einen Studie gelesen. Stand aber nicht viel krippenfreundliches drin, im Gegenteil. Da war von Sozialkrüppeln die Rede.

Inaktiver User
31.05.2007, 15:12
Äh, es ging mir dabei auch um die Kinder.

Die Kinder führen keine Ehe. Sie haben Eltern, die entweder zusammen leben, wenn es geht oder das nicht tun, weil die Ehe das Papier nicht wert ist, auf dem sie per Unterschrift besiegelt wurde.

Und meiner Meinung nach ist eine glückliche Trennung für Kinder alle Male besser als eine unglückliche Ehe der Eltern als Vorbild jeden Tag miterleben zu können.

lordsofmidnight
31.05.2007, 15:17
Die Kinder führen keine Ehe. Sie haben Eltern, die entweder zusammen leben, wenn es geht oder das nicht tun, weil die Ehe das Papier nicht wert ist, auf dem sie per Unterschrift besiegelt wurde.

Und meiner Meinung nach ist eine glückliche Trennung für Kinder alle Male besser als eine unglückliche Ehe der Eltern als Vorbild jeden Tag miterleben zu können.

Stattdessen empfiehlst Du die Scheidung, die Kinder dann -erwiesenermaßen übrigens- als Vorbild für ihre eigene Bindungsunfähigkeit nutzen, und sich später zu einem weitaus höheren Prozentsatz ebenfalls vom Partner trennen. Solidarität? Um eine Ehe kämpfen? Iwo. Warum Bindungen eingehen, wenn der neue Lebensabschnittspartner schon wartet und der Staat oder der Ex Unterhalt zahlt...?
Nee, das ist die Einbahnstraße.

Inaktiver User
31.05.2007, 15:48
Ich habe durchaus eine Zusammenfassung der einen Studie gelesen. Stand aber nicht viel krippenfreundliches drin, im Gegenteil. Da war von Sozialkrüppeln die Rede.

Du solltest Dich doch etwas eingehender damit befassen, denn die "Sozialkrüppel" kamen nicht durch die Krippe zustande, sondern durch die Lebenssituation aus der heraus sie in die Krippen kamen. Die Qualität bzw. das nicht Vorhandensein dieser, taten dann den Rest dazu. Aber das hast Du sicher gelesen.

Inaktiver User
31.05.2007, 15:51
Stattdessen empfiehlst Du die Scheidung, die Kinder dann -erwiesenermaßen übrigens- als Vorbild für ihre eigene Bindungsunfähigkeit nutzen, und sich später zu einem weitaus höheren Prozentsatz ebenfalls vom Partner trennen. Solidarität? Um eine Ehe kämpfen? Iwo. Warum Bindungen eingehen, wenn der neue Lebensabschnittspartner schon wartet und der Staat oder der Ex Unterhalt zahlt...?
Nee, das ist die Einbahnstraße.

Wie jetzt? Kinder geschiedener Eltern übernehmen die Scheidung als Vorbild für ihr Lebenskonzept? Soweit ich weiss, stimmt das so nicht.

Um eine Ehe kämpfen, halte ich für sinnvoll, wenn beide unabhängig sind und entscheiden können, was sie wollen. Bei wirtschaftlich abhängigen dürfte das schwierig sein.

lordsofmidnight
31.05.2007, 16:01
Du solltest Dich doch etwas eingehender damit befassen, denn die "Sozialkrüppel" kamen nicht durch die Krippe zustande, sondern durch die Lebenssituation aus der heraus sie in die Krippen kamen. Die Qualität bzw. das nicht Vorhandensein dieser, taten dann den Rest dazu. Aber das hast Du sicher gelesen.

Wie jetzt? Bisher wurde hier von interessierter Seite doch stets argumentiert, Kinder hätten es oftmals besser in der Krippe als zu Hause, und jetzt soll das alles nicht mehr wahr sein? Die Krippe lediglich als Fortführung des häuslichen Elends?

Inaktiver User
31.05.2007, 16:05
Ich glaube eher, viele Frauen würden viel lieber zu Hause erziehen als sich in einer immer ätzender werdenden Arbeitswelt auszupowern. Gilt übrigens auch für Männer. Dieser Job wird jedoch gerade von feministischer Seite diskreditiert (siehe die Reaktionen auf das Buch von E. Herman)
Eva Hermann wurde ausgelacht, und zwar zu Recht, und das keineswegs nur von Frauen bzw. von Feministinnen. Ich erinnere mich z.B. an einen herzhaft komischen Artikel von Daniel Haas im Spiegel. :freches grinsen:



Mich in die konservative Ecke zu stellen funzt nicht, ich hab mit diesen klerikalen Ehefetischisten nichts am Hut.
Eva Hermann ist stockkonservativ geworden (was sie offensichtlich, wenn man ihre Karriere ansieht, nicht immer war). Wenn du richtig findest, was sie heute propagiert, dann kannst du logischerweise auch nichts anderes sein als stockkonservativ. Zumindest in diesem Punkt.

Aber ist ja okay. Warum nicht. Du kannst dein Leben führen wie du willst, solange du dir im Klaren darüber bist, dass andere nicht deine Vorstellungen übernehmen müssen.
Ursula von der Leyen, die - egal, ob sie aus Baden-Würtemberg oder aus Niedersachsen stammt - auf jeden Fall aber in der heutigen Wirklichkeit zu Hause ist :smirksmile: ist dafür ein gutes Vorbild:

sie will anderen z.B. nicht ihren Kinderreichtum und ihren Lebensentwurf aufzwingen, sondern möglichst viele Wege für individuell verschiedene Menschen und Situationen anbieten.
Das und nicht die krampfhafte Erhaltung vorgestriger Lebensmodelle ist auch tatsächlich die Aufgabe des Staates.

lordsofmidnight
31.05.2007, 16:06
Wie jetzt? Kinder geschiedener Eltern übernehmen die Scheidung als Vorbild für ihr Lebenskonzept? Soweit ich weiss, stimmt das so nicht.


Doch, leider. Kinder deren Eltern geschieden wurden, sind zu einem weitaus höheren Prozentsatz selber geschieden. Das ist ja der Perfide: Es pflanzt sich fort.


Um eine Ehe kämpfen, halte ich für sinnvoll, wenn beide unabhängig sind und entscheiden können, was sie wollen. Bei wirtschaftlich abhängigen dürfte das schwierig sein.

Das wird schon allein deswegen nie der Fall sein, weil man Kinder nicht teilen kann, also nie unabhängig ist. Warum muß denn bei Dir immer alles von erkämpften Frauenrechten abhängig sein? Die Frau ist doch nicht dem Manne Untertan, eher ist´s umgekehrt, dank des Familienrechts.

lordsofmidnight
31.05.2007, 16:16
Eva Hermann wurde ausgelacht, und zwar zu Recht, und das keineswegs nur von Frauen bzw. von Feministinnen. Ich erinnere mich z.B. an einen herzhaft komischen Artikel von Daniel Haas im Spiegel. :freches grinsen:


Sie hat auch viel Zustimmung geerntet, was mir jedoch schnuppe ist. Ich fand nur die empörten Reaktionen der Feministinnen interessant, die sich doch soooo dafür einsetzen, daß eine Frau sich für einen Lebensentwurf frei entscheiden kann. Lautet dieser dann aber "Hausfrau und Mutter", wird die Frau die sich dafür entschieden hat von Feministinnen beschimpft? Das kann´s ja auch nicht sein.



Eva Hermann ist stockkonservativ geworden (was sie offensichtlich, wenn man ihre Karriere ansieht, nicht immer war).


Glaube ich gar nicht mal, ich denke da eher an einen Fake der eine gute Geldmaschine wurde.



Wenn du richtig findest, was sie heute propagiert, dann kannst du logischerweise auch nichts anderes sein als stockkonservativ.
Aber ist ja okay. Warum nicht, solange du dir im Klaren darüber bist, dass andere nicht deine Werte übernehmen müssen.

Zugegebenermaßen bin ich in ländlich konservativer Umgebung groß geworden und habe daher -oder gerade deswegen- meistens links gewählt. Nachdem ich die Väter-Rechtlosigkeit mitbekommen habe wähle ich aber gar nicht mehr. Politik ist mir wurscht. Naja, vielleicht die Familienpartei (oder die Männerpartei :-))
Was ich allerdings nicht verstehe, ist warum es stockkonservativ sein soll, wenn ein Elternteil (und dazu zähle ich ausdrücklich auch den Papa) das Kind zu Hause betreut? Es gibt dafür gute Gründe, fern jeder Politik.



Ursula von der Leyen, die - egal, ob sie aus Baden-Würtemberg oder aus Niedersachsen stammt - auf jeden Fall aber in der heutigen Wirklichkeit zu Hause ist :smirksmile: ist dafür ein gutes Vorbild:

sie will anderen nicht ihre Lebensweise (d.h. ihr Kinderreichtum) aufzwingen, sondern möglichst viele Wege für individuell verschiedene Menschen und Situationen anbieten.



Soll sie ja gerne machen. Eine sehr gute Möglichkeit dies unter Beweis zu stellen, wäre wenn sie Eltern eine echte Wahlmöglichkeit zwischen Fremdbetreuung oder Eigenbetreuung gewährleisten würde, bei gleicher finanzieller Ausstattung.

Inaktiver User
31.05.2007, 16:16
Wie jetzt? Bisher wurde hier von interessierter Seite doch stets argumentiert, Kinder hätten es oftmals besser in der Krippe als zu Hause, und jetzt soll das alles nicht mehr wahr sein? Die Krippe lediglich als Fortführung des häuslichen Elends?

Liest Du eigentlich, was ich schreibe oder nimmst Du die Worte und puzzelst Dir daraus neue Sätze?

Lesen hilft - ganz wirklich!

lordsofmidnight
31.05.2007, 16:21
Liest Du eigentlich, was ich schreibe oder nimmst Du die Worte und puzzelst Dir daraus neue Sätze?

Lesen hilft - ganz wirklich!


Stimmt, ich hätte Dein Beispiel

die "Sozialkrüppel" kamen nicht durch die Krippe zustande, sondern durch die Lebenssituation aus der heraus sie in die Krippen kamen. Die Qualität bzw. das nicht Vorhandensein dieser, taten dann den Rest dazu.

genauer analysieren müssen, in etwa so: "Die Krippe mit ihrer miesen Qualität verschlimmert sogar das häusliche Elend".

Inaktiver User
31.05.2007, 16:23
Sie hat auch viel Zustimmung geerntet, was mir jedoch schnuppe ist. Ich fand nur die empörten Reaktionen der Feministinnen interessant, die sich doch soooo dafür einsetzen, daß eine Frau sich für einen Lebensentwurf frei entscheiden kann. Lautet dieser dann aber "Hausfrau und Mutter", wird die Frau die sich dafür entschieden hat von Feministinnen beschimpft? Das kann´s ja auch nicht sein.
Wenn sie sich dazu entschieden hätte ihren Kindern übers Haar zu streichen und glücklich für ihren Gatten zu kochen, dann hätte keiner etwas gesagt. Das Problem war jedoch, dass sie ihr Glücksrezept als allgemeingültig verkaufen wollte.
Viele Frauen, die für Anerkennung im Beruf und für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kämpfen, hatten daraufhin verständlicherweise das Gefühl, dass man ihnen in den Rücken fällt.



Was ich allerdings nicht verstehe, ist warum es stockkonservativ sein soll, wenn ein Elternteil (und dazu zähle ich ausdrücklich auch den Papa) das Kind zu Hause betreut? Es gibt dafür gute Gründe, fern jeder Politik.
Mag sein, aber zum Einen hat Konservativ-Sein mit Politik erstmal gar nichts zu tun. Schau dich um: es gibt Stockkonservative in allen Parteien. Zum anderen scheinst du es besser zu finden, wenn eine Frau nicht zu selbständig wird, und das ist vorgestrig.




Soll sie ja gerne machen. Eine sehr gute Möglichkeit dies unter Beweis zu stellen, wäre wenn sie Eltern eine echte Wahlmöglichkeit zwischen Fremdbetreuung oder Eigenbetreuung gewährleisten würde, bei gleicher finanzieller Ausstattung.
... womit wir wieder bei der Frage der Bezahlbarkeit angelangt wären: gleiche finanzielle Ausstattung von Berufstätigen und Nichtberufstätigen, gleichmässiger aber naturgemäss entsprechend dünner Geldsegen über alle - ob alleinerziehend oder Industriellengattin - wie soll das gehen? Und wozu sollte man das wollen?

lordsofmidnight
31.05.2007, 16:32
Wenn sie sich dazu entschieden hätte ihren Kindern übers Haar zu streichen und glücklich für ihren Gatten zu kochen, dann hätte keiner etwas gesagt. Das Problem war jedoch, dass sie ihr Glücksrezept als allgemeingültig verkaufen wollte.


Mal ehrlich: Wer ist denn so dumm, und fällt auf so einen billigen Marketingtrick rein? Das Buch war außerdem intellektuell ein Nullinger.



Viele Frauen, die für Anerkennung im Beruf und für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kämpfen, hatten daraufhin verständlicherweise das Gefühl, dass man ihnen in den Rücken fällt.


Sie selber schreibt, daß sie viele Briefe von Frauen bekommen hat, die ihr aus der Seele sprachen. Und das glaube ich ihr sogar.




Mag sein, aber zum Einen hat Konservativ-Sein mit Politik erstmal gar nichts zu tun. Schau dich um: es gibt Stockkonservative in allen Parteien. Zum anderen scheinst du es besser zu finden, wenn eine Frau nicht zu selbständig wird, und das ist vorgestrig.



Ähh, ich? Absolut nein. Ich hätte absolut kein Problem damit, mich um Kind und Haus zu kümmern und meine Frau würde sich karrieretechnisch verwirklichen. Oder 50/50. Liebend gerne. Es ist vielmehr meine "stockkonservative" Frau die da blockiert.



... womit wir wieder bei der Frage der Bezahlbarkeit angelangt wären: gleiche finanzielle Ausstattung von Berufstätigen und Nichtberufstätigen, gleichmässiger aber naturgemäss entsprechend dünner Geldsegen über alle - ob alleinerziehend oder Industriellengattin - wie soll das gehen? Und wozu sollte man das wollen?

Ganz einfach: Jede Familie bekommt das Geld ausgezahlt was ein Krippenplatz kostet und kann dann frei entscheiden ob sie dafür selber betreut oder einen Krippenplatz in Anspruch nimmt. Wo ist das Problem (abgesehen von den Migranten denen man unterstellt sie würden die Kohle einsacken)?

Inaktiver User
31.05.2007, 16:36
Stimmt, ich hätte Dein Beispiel

die "Sozialkrüppel" kamen nicht durch die Krippe zustande, sondern durch die Lebenssituation aus der heraus sie in die Krippen kamen. Die Qualität bzw. das nicht Vorhandensein dieser, taten dann den Rest dazu.

genauer analysieren müssen, in etwa so: "Die Krippe mit ihrer miesen Qualität verschlimmert sogar das häusliche Elend".

Nein, eine schlechte Krippe bringt keine Besserung für die Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen. Gerade das kann aber eine gute Krippe leisten.

Wenn Du nun eine Studie heranziehst, in der dies nicht statt findet, weil die Ausgangssituation der Krippe und der Familien und der Gesellschaft so schlecht ist, dass nichts rauszuholen ist und anhand dieser die negativen Einflüsse von Krippen in Deutschland fest machen willst, kann ich Dir nur demagogisches Vorgehen unterstellen, denn das eine lässt sich mit dem anderen nicht mal vergleichen und Worte verdrehen, bis es Dir in Unkenntnis der Hintergründe der US-Studie genehm ist, ist nur blöd.

Inaktiver User
31.05.2007, 16:38
Mag sein, aber zum Einen hat Konservativ-Sein mit Politik erstmal gar nichts zu tun. Schau dich um: es gibt Stockkonservative in allen Parteien. Zum anderen scheinst du es besser zu finden, wenn eine Frau nicht zu selbständig wird, und das ist vorgestrig.

Ist ja auch etwas risikobehaftet, denn wenn sie ihr eigenes Geld hat, könnte sie sich noch schneller scheiden lassen.

lordsofmidnight
31.05.2007, 16:39
Nein, eine schlechte Krippe bringt keine Besserung für die Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen. Gerade das kann aber eine gute Krippe leisten.

Wenn Du nun eine Studie heranziehst, in der dies nicht statt findet, weil die Ausgangssituation der Krippe und der Familien und der Gesellschaft so schlecht ist, dass nichts rauszuholen ist und anhand dieser die negativen Einflüsse von Krippen in Deutschland fest machen willst, kann ich Dir nur demagogisches Vorgehen unterstellen, denn das eine lässt sich mit dem anderen nicht mal vergleichen und Worte verdrehen, bis es Dir in Unkenntnis der Hintergründe der US-Studie genehm ist, ist nur blöd.

Nun, Dein demagogisches Verhalten ist ja bekannt, Du läßt ja keine einzige Studie gelten die nicht in Deine Ideologie paßt (siehe Proksch, siehe Amendt, siehe die US-Studie).
Was nicht sein darf, daß nicht sein kann.
Wenn es nicht offensichtlich wäre, daß Männer auch menschliche Wesen sind, würdest Du vermutlich auch das anzweifeln.

So, bin erstmal weg.

Inaktiver User
31.05.2007, 16:44
*noch-schnell-was-loswerden-will*
Die von dir angeführten Studien kenne ich nicht, aber sie gehen mir sowas vom am Allerwertesten vorbei, du ahnst es nicht. Ich würde mir nicht einmal die Mühe machen mit einer Gegenstudie zu antworten.

Schau dich mal um, in Frankreich, Niederlande, Schweden, Norwegen, Finnland, Island:
sind dort alle Kinder Beziehungskrüppel und Scheidungswaisen? - Nein? Eben.
Also was ist von Studien zu halten, die einem einreden wollen, dass Kinder unbedingt von Blutsverwandten zu Hause betreut werden müssen, weil sie ansonsten schwer verhaltensgestört sind.

Sieh dir mal diese ganz gewissen Dokusoaps wie jene von der Nanny auf RTL an: was es für asoziale Familien gibt! Hoffnungslos überforderte Eltern in kinderreichen Familien.
Ich bezweifle stark, dass sich an der Situation der bedauernswerten Kinder (und der im Grunde ebenso bedauernswerten Eltern) irgend etwas ändern würde, wenn man ihnen wahllos nach dem Giesskannenprinzip irgendwelche Gelder in den Rachen werfen würde. Ganz im Gegenteil: in diesen Fällen wünsche ich mir beinahe einen Staat, der die Erziehung dieser Kinder professionell in die Hand nimmt.


Ob aus Kindern einmal gesunde und seelisch stabile Menschen werden, die das Beste aus sich machen, hängt letztlich von ganz anderen Dingen ab als ausgerechnet von der Frage, ob sie in einem bestimmten Alter von ihren Eltern oder von ausgebildeten Erziehern betreut worden sind.

Inaktiver User
31.05.2007, 17:18
WennEva Hermann dafür kritisiert wird, dass sie das von ihr gewählte Modell als breit anwendbar präsentiert, warum werden dann die "Feministinnen", die in ihren Büchern ihr Modell in den Vordergrund stellen, nicht ebenfalls kritisiert?

Es gibt offensichtlich eine Vielzahl von Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten, und keine davon ist "richtiger" als die andere.

Der Vorteil, den man/frau heute hat (auch durch die Aktivitäten von Feministinnen!) ist die Wahlmöglichkeit - und dazu gehört auch, dass man/frau sich für ein "stockkonservatives" Modell entscheidet.

djgm

Inaktiver User
31.05.2007, 17:23
@djgm

Stockkonservativ ist nicht die Entscheidung, seine Kinder - zumal seine Kleinkinder - selbst zu betreuen, sondern die Vorstellung, dass man die Kinder nicht in entsprechenden Einrichtungen betreuen lassen dürfe (weil sie davon angeblich Schäden davontragen würden) und dass der Staat seine finanziellen Ressourcen nicht im Sinne moderner Erfordernisse bündeln dürfe sondern gegensteuern müsse.

Stockkonservativ ist des weiteren die Vorstellung, dass eine Frau zuhause bleiben solle, da zu viel finanzielle Eigenständigkeit schlecht für die Erhaltung von Ehen sei, zumal der Arbeitsmarkt mit so vielen Arbeitskräften sowieso nichts anfangen könne.

Ob nun stockkonservativ oder nicht - es dürfte klar sein, dass Politiker, die solche Auffassungen vertreten, von der jüngeren Generation kaum bis gar nicht ernst genommen werden. Entweder verabschieden sie sich also von ihren Wählern oder sie akzeptieren die Realitäten und lernen daraus das Beste zu machen.

Inaktiver User
31.05.2007, 17:29
Blautanne -

wie viele Menschen (Frauen oder Männer) haben den Luxus sich frei für das von ihnen eigentlich bevorzugte Modell zu entscheiden? Die Mehrheit muss Geld verdienen, andere müssen zu Haus bleiben, weil sie keinen Job finden.

Verfügbarkeit von Krippenplätzen oder Zahlung von Betreuungsgeld (bzw. unser jetziges Ehegattensplitting) erleichtern die Situation, ändern aber kaum die Zwänge, unter denen die allermeisten von uns leben.

Übrigens sind nicht nur die "stockkonservativen" dogmatisch!

djgm

Inaktiver User
31.05.2007, 17:34
wie viele Menschen (Frauen oder Männer) haben den Luxus sich frei für das von ihnen eigentlich bevorzugte Modell zu entscheiden? Die Mehrheit muss Geld verdienen, andere müssen zu Haus bleiben, weil sie keinen Job finden.
Ganz recht. Deshalb ist diese ganze Diskussion auch so überflüssig. Hier wird anhand irgendwelcher "Studien" darüber gestritten ob es besser sei die Kinder zuhause oder in einer Krippe zu betreuen. Für viele Frauen und Paare stellt sich diese Alternative gar nicht.
Umso betonköpfiger finde ich die Auffassung, dass man den Betreffenden die Hilfsangebote, die sie benötigen, aus ideologischen Gründen nicht an die Hand geben möchte.

Nochmal: ich persönlich würde meine Kinder nicht in eine Krippe geben, aber ich masse mir nicht an für andere zu entscheiden. Zumal ich nicht daran glaube, dass die häusliche Betreuung wirklich in jedem Fall die bessere Alternative ist.

Inaktiver User
31.05.2007, 17:45
Blautanne - du sprichst mir aus der Seele!

pelzpfote
31.05.2007, 17:56
Ich finde es auch gesünder für die Kinder, wenn sie sehen, was Engagement und gute Ausbildung ermöglichen, beruflich UND privat, anstatt als Vorbild Eltern zu nehmen, die zwar körperlich anwesend sind, diese Anwesenheit voll vom Statt finanzieren lassen, aber sich nicht die Bohne um die Kinder kümmern.
Warum nimmst du automatisch an, dass sämtliche Eltern, die ihre Kinder nicht in eine Krippe geben und statt dessen ein Elternteil vorübergehend nicht erwerbstätig ist, keine guten Vorbilder sind, weil sie "sich ihre Anwesenheit voll vom Staat finanzieren lassen und sich nicht die Bohne um die Kinder kümmern"?:wie?: :wie?: :wie?: :gegen die wand:

Warum immer diese Pauschalierungen? Es gibt genügend Eltern, wo eben zeitweise nur ein Elternteil berufstätig ist und der andere sich um die Kinder kümmert. Was bitte finanziert da der Staat voll? Und warum kümmern sich all diese Eltern nicht um ihre Kinder? Also, d..... gehts wirklich nicht!:zahnschmerzen:

lordsofmidnight
31.05.2007, 18:22
*noch-schnell-was-loswerden-will*
Die von dir angeführten Studien kenne ich nicht, aber sie gehen mir sowas vom am Allerwertesten vorbei, du ahnst es nicht. Ich würde mir nicht einmal die Mühe machen mit einer Gegenstudie zu antworten.

Schau dich mal um, in Frankreich, Niederlande, Schweden, Norwegen, Finnland, Island:
sind dort alle Kinder Beziehungskrüppel und Scheidungswaisen? - Nein? Eben.

Die haben wir dank der Alleinerziehungsideologie dafür in Deutschland zu Hauf.




Also was ist von Studien zu halten, die einem einreden wollen, dass Kinder unbedingt von Blutsverwandten zu Hause betreut werden müssen, weil sie ansonsten schwer verhaltensgestört sind.


Ja was denn?



Sieh dir mal diese ganz gewissen Dokusoaps wie jene von der Nanny auf RTL an: was es für asoziale Familien gibt!

Klar müssen die Familien asozial sein, sonst macht das Sendeformat ja keinen Sinn.



Hoffnungslos überforderte Eltern in kinderreichen Familien.
Ich bezweifle stark, dass sich an der Situation der bedauernswerten Kinder (und der im Grunde ebenso bedauernswerten Eltern) irgend etwas ändern würde, wenn man ihnen wahllos nach dem Giesskannenprinzip irgendwelche Gelder in den Rachen werfen würde. Ganz im Gegenteil: in diesen Fällen wünsche ich mir beinahe einen Staat, der die Erziehung dieser Kinder professionell in die Hand nimmt.

Das Gegenteil dürfte der Fall sein:
Wenn Familien finanziell besser gestellt sind, rutschen sie aus der Armutsfalle raus.




Ob aus Kindern einmal gesunde und seelisch stabile Menschen werden, die das Beste aus sich machen, hängt letztlich von ganz anderen Dingen ab als ausgerechnet von der Frage, ob sie in einem bestimmten Alter von ihren Eltern oder von ausgebildeten Erziehern betreut worden sind.

Komisch:
Wenn es um das Sorgerecht geht, ist Mama immer unersetzlich für das Kind. Jetzt auf einmal doch nicht mehr?

Inaktiver User
31.05.2007, 19:20
Mit so einer Einstellung schraubst Du dann die Scheidungsquote von 55% auf 95% hoch, mit allen katastrophalen Folgen für die Beteiligten.

Es kann doch nicht dein Ernst sein, dass Ehepartner zusammen bleiben sollen, weil sie sich eine Trennung wirtschaftlich nicht leisten können. Ich möchte, dass mein Mann bei mir bleibt, weil er mich liebt und aus keinem anderem Grund. Das sieht er genauso - ich soll doch nicht bei ihm bleiben, nur weil ich mich anders nicht versorgen kann.

Inaktiver User
31.05.2007, 19:21
Äh, es ging mir dabei auch um die Kinder.

Auch für Kinder ist es nicht unbedingt vorteilhaft, in einer Familienkonstellation zu verbleiben, in der Lieblosigkeit vorgelebt wird.

lordsofmidnight
31.05.2007, 19:55
Es kann doch nicht dein Ernst sein, dass Ehepartner zusammen bleiben sollen, weil sie sich eine Trennung wirtschaftlich nicht leisten können.


Das sich Ehepartner eine Scheidung wirtschaftlich nicht leisten können dürfte in 90% aller Fälle zutreffen, oder?

lordsofmidnight
31.05.2007, 19:56
Auch für Kinder ist es nicht unbedingt vorteilhaft, in einer Familienkonstellation zu verbleiben, in der Lieblosigkeit vorgelebt wird.


Das ist unbestriiten. Leider wird heute aber auch kaum versucht eine Partnerschaft zu retten - die Trennung ist wohl einfacher.

Inaktiver User
31.05.2007, 20:16
Das sich Ehepartner eine Scheidung wirtschaftlich nicht leisten können dürfte in 90% aller Fälle zutreffen, oder?

Aber sollten sie deshalb zusammen bleiben müssen?

Inaktiver User
31.05.2007, 20:18
Das ist unbestriiten. Leider wird heute aber auch kaum versucht eine Partnerschaft zu retten - die Trennung ist wohl einfacher.

Das sehe ich - zugegebenermaßen aus meiner sehr persönlichen Warte - anders. Und auch gerade weil ich ein Scheidungskind bin, möchte ich meinem Kind das, wenn das irgend möglich ist, das auch nicht antun (nur, weil du vorhin meintest, dass Scheidungskinder dazu neigen, das ihnen vorgelebte zu wiederholen).

Inaktiver User
31.05.2007, 20:50
Das ist unbestriiten. Leider wird heute aber auch kaum versucht eine Partnerschaft zu retten - die Trennung ist wohl einfacher.
Was verstehst du unter "Partnerschaft retten"?
Bin selber ein Scheidungskind und fand das nicht so doll. Meinerseits bin ich seit 25 Jahren mit ein und demselben Mann zusammen. Damit das aber funktioniert, müssen BEIDE erheblich an der Beziehung arbeiten.

lordsofmidnight
01.06.2007, 08:08
Aber sollten sie deshalb zusammen bleiben müssen?

Kommt immer auf die jeweilige Situation an. Pauschal läßt es sich nicht beantworten. Mit geht es darum, daß leider viele Paare ihren eigenen Lebensentwurf leben (sich also trennen) ohne an die Kinder zu denken.

Inaktiver User
01.06.2007, 08:57
Kommt immer auf die jeweilige Situation an. Pauschal läßt es sich nicht beantworten. Mit geht es darum, daß leider viele Paare ihren eigenen Lebensentwurf leben (sich also trennen) ohne an die Kinder zu denken.

Woher nimmst Du die Sicherheit, dass sie nicht an die Kinder denken? Du schreibst "viele" - ich würde sagen, dass die wenigsten sich um die Kinder keine Gedanken machen. Häufig wird die Trennung sogar recht lange gerade wegen der Kinder hinaus gezögert, um dann doch in einem Auseinandergehen zu enden.

lordsofmidnight
01.06.2007, 09:28
Woher nimmst Du die Sicherheit, dass sie nicht an die Kinder denken? Du schreibst "viele" - ich würde sagen, dass die wenigsten sich um die Kinder keine Gedanken machen. Häufig wird die Trennung sogar recht lange gerade wegen der Kinder hinaus gezögert, um dann doch in einem Auseinandergehen zu enden.

Bei einer ständig steigenden Scheidungsquote (in unserer Stadt 55%, unverheiratet geschätzte 70-75%), kann wohl kaum davon ausgegangen werden, daß hier das Kindeswohl stets ausschlaggebend war, eher der egozentrische Trennungswunsch.

Inaktiver User
01.06.2007, 09:31
Bei einer ständig steigenden Scheidungsquote (in unserer Stadt 55%, unverheiratet geschätzte 70-75%), kann wohl kaum davon ausgegangen werden, daß hier das Kindeswohl stets ausschlaggebend war, eher der egozentrische Trennungswunsch.

Wie ich bereits schrieb: eine Trennung wird oft hinaus gezögert, es werden Gespräche geführt und bis zur Scheidung braucht es min. ein Jahr. Da ist viel Zeit und vielfach wird sich sehr um die Kinder Gedanken gemacht. Das wüsstest Du, wenn Du mit Eltern zu tun hättest, die in Trennung sind. Egoistisch ist natürlich der Wunsch ein Leben zu führen, das weniger Konflikte als positive Momente beinhaltet, aber das halte ich für jeden Menschen für legitim, wenn die Konflikte nicht lösbar sind.

lordsofmidnight
01.06.2007, 09:41
Wie ich bereits schrieb: eine Trennung wird oft hinaus gezögert, es werden Gespräche geführt und bis zur Scheidung braucht es min. ein Jahr. Da ist viel Zeit und vielfach wird sich sehr um die Kinder Gedanken gemacht. Das wüsstest Du, wenn Du mit Eltern zu tun hättest, die in Trennung sind. Egoistisch ist natürlich der Wunsch ein Leben zu führen, das weniger Konflikte als positive Momente beinhaltet, aber das halte ich für jeden Menschen für legitim, wenn die Konflikte nicht lösbar sind.

Nun, Du wirst erst zufrieden sein, wenn die Trennungsquote 100% beträgt.

Inaktiver User
01.06.2007, 09:46
Nun, Du wirst erst zufrieden sein, wenn die Trennungsquote 100% beträgt.

Wieso sollte ich? Ich habe weder vor mich zu trennen noch sehe ich einen Grund, funktionierende Beziehungen aufzukündigen.

Inaktiver User
01.06.2007, 09:52
Bei einer ständig steigenden Scheidungsquote (in unserer Stadt 55%, unverheiratet geschätzte 70-75%), kann wohl kaum davon ausgegangen werden, daß hier das Kindeswohl stets ausschlaggebend war, eher der egozentrische Trennungswunsch.
egozentrisch?
Du solltest mit Madame Herman wirklich mal Tee trinken gehen. Ihr würdet euch prima verstehen.

Die Scheidungsquote ist nicht hoch. Ein Drittel der Menschen bleibt immerhin zusammen. Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Lebenserwartung und somit die Dauer einer Ehe seit ihrer Erfindung doch ganz beträchtlich gestiegen ist.
Früher waren die Menschen im Durchschnitt nicht länger verheiratet, sondern einfach nur früher tot.

lordsofmidnight
01.06.2007, 09:55
Wieso sollte ich? Ich habe weder vor mich zu trennen noch sehe ich einen Grund, funktionierende Beziehungen aufzukündigen.

Du ignorierst die Tatsachen:
Bei einer ständig steigenden Trennungsquote ist es doch ganz logisch, daß der kindliche Wille eine häusliche Gemeinschaft mit Mama und Papa zu haben immer häufiger unter die Räder kommt.
Aber ich kenne ja Deine Motive: Der Frau soll ihr erkämpftes Recht auf willkürliche Beendigung der Partnerschaft (incl. Unterhaltsforderung) natürlich auf keinen Fall irgendwie angekratzt werden. So eine Sichtweise vernebelt dann schon mal den Blick auf´s Kindeswohl.

Inaktiver User
01.06.2007, 09:57
egozentrisch?
Du solltest mit Madame Herman wirklich mal Tee trinken gehen. Ihr würdet euch prima verstehen.

Wieso das? Frau Herman ist Trennungsprofi und allein erziehende Mutter, die den Vater nicht einbezog. Oder unterstellst Du, das sich zwei grosse Theoretiker gut verstehen würden? :smirksmile:


Die Scheidungsquote ist nicht hoch. Ein Drittel der Menschen bleibt immerhin zusammen. Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Lebenserwartung und somit die Dauer einer Ehe seit ihrer Erfindung doch ganz beträchtlich gestiegen ist.
Früher waren die Menschen im Durchschnitt nicht länger verheiratet, sondern einfach nur früher tot.

Und früher gab es ebenfalls eine hohe Zahl von Patchworkfamilien, da der Partner wesentlich häufiger verstarb und man für die Versorgung einen Ausweg finden musste.

Opelius
01.06.2007, 09:58
Nun, Du wirst erst zufrieden sein, wenn die Trennungsquote 100% beträgt.

Bist Du nicht selbst langsam der Meinung, dass Du das Thema auf ein völlig falsches Gleis lockst?

Wenn Du für Dich entschieden hast, dass Frau solange wie möglich sich selbst um ihre Kleinkinder zu kümmern hat, so ist das für Dich in Ordnung.
Wenn andere Frauen - aus welchem Grund auch immer - sich anders entscheiden, so hat das auch für Dich in Ordnung zu sein.

Fakt ist, dass Scheidungen seit Jahrzehnten ansteigen - weshalb auch immer. Selbstbewußte Frauen müssen heute nicht mehr wie unsere Großmütter an der Seite eines ungeliebten Mannes ausharren, weil sich einfach so gehörte.

Und das Ganze hat nichts, aber auch garnichts damit zu tun, ob Krippenplätze gebraucht werden und wie ein abgehalfteter Bajowarischer Selbstdarstellungskünstler der Republik noch etwas mitteilen möchte, bevor er in der Versenkung verschwindet.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:02
Du ignorierst die Tatsachen:
Bei einer ständig steigenden Trennungsquote ist es doch ganz logisch, daß der kindliche Wille eine häusliche Gemeinschaft mit Mama und Papa zu haben immer häufiger unter die Räder kommt.
Aber ich kenne ja Deine Motive: Der Frau soll ihr erkämpftes Recht auf willkürliche Beendigung der Partnerschaft (incl. Unterhaltsforderung) natürlich auf keinen Fall irgendwie angekratzt werden. So eine Sichtweise vernebelt dann schon mal den Blick auf´s Kindeswohl.

Das Kindeswohl ist also Vater und Mutter in einer Wohnung, egal wie der Zustand der Beziehung der beiden ist.

Klasse, davon haben Kinder natürlich viel und ihnen wird ganz wohl.

Und gut, dass Du meine Motive kennst - Du bist so schlau, ich bewunder Dich sehr. :freches grinsen:

Inaktiver User
01.06.2007, 10:07
Wieso das? Frau Herman ist Trennungsprofi und allein erziehende Mutter, die den Vater nicht einbezog. Oder unterstellst Du, das sich zwei grosse Theoretiker gut verstehen würden? :smirksmile:
Bei der Dame kenne ich mich sowieso nicht aus.
Jahrelang hat sie Karriere gemacht. Nachdem sie alles erreicht hat was nur irgend erreichbar war und was nur wenige Männer erreichen, erklärt sie anderen Frauen, dass diese nicht die gleichen Ziele anstreben sollten wie sie.
Sagen wir mal so: soll sie andere doch ihre 'Fehler' selber machen lassen. :smirksmile:


@ Opelius: :allesok:

Inaktiver User
01.06.2007, 10:09
Sagen wir mal so: soll sie andere doch ihre Fehler selber machen lassen. :freches grinsen: :smirksmile:

Dazu gehört eine Souveränität, die ich ihr nicht unterstelle, nach dem was ich über sie las und auf ihrer Website sah.

lordsofmidnight
01.06.2007, 10:10
Wenn Du für Dich entschieden hast, dass Frau solange wie möglich sich selbst um ihre Kleinkinder zu kümmern hat, so ist das für Dich in Ordnung.
Wenn andere Frauen - aus welchem Grund auch immer - sich anders entscheiden, so hat das auch für Dich in Ordnung zu sein.



Ist ja interessant diese Sichtweise. Wie erklärst Du Dir dann die feministischen Attacken auf Eva Herman, die vorschlug Frauen sollten auch die Möglichkeit haben zu Hause zu bleiben? Gilt für diese feministischen KritikerInnen nicht: "hat das auch für Dich in Ordnung zu sein"? Mit scheint hier wird mit zweierlei Maß gemessen.

Wenn Frauen gerne fremdbetreuen lassen - ok. Dann bin ich aber auch dafür, daß eigenbetreuenden Elternteilen die Kosten für einen Krippenplatz erstattet bekommen. Nur so ist eine echte Wahlfreiheit gewährleistet.



Fakt ist, dass Scheidungen seit Jahrzehnten ansteigen - weshalb auch immer. Selbstbewußte Frauen müssen heute nicht mehr wie unsere Großmütter an der Seite eines ungeliebten Mannes ausharren, weil sich einfach so gehörte.


Ist ja auch kein Problem. Problematisch wird´s erst wenn Kinder davon betroffen sind.

lordsofmidnight
01.06.2007, 10:11
Das Kindeswohl ist also Vater und Mutter in einer Wohnung, egal wie der Zustand der Beziehung der beiden ist.



So einfach ist´s nicht.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:12
Ist ja interessant diese Sichtweise. Wie erklärst Du Dir dann die feministischen Attacken auf Eva Herman, die vorschlug Frauen sollten auch die Möglichkeit haben zu Hause zu bleiben? Gilt für diese feministischen KritikerInnen nicht: "hat das auch für Dich in Ordnung zu sein"? Mit scheint hier wird mit zweierlei Maß gemessen.
Das ist doch Humbug.
Als wenn die Frauen nicht die Möglichkeit hätten zu Hause zu bleiben und dafür eine Eva Herman bräuchten.
Umgekehrt: eine Frau, die das nicht möchte, muss sich auch noch in diesem Jahrhundert als Rabenmutter beschimpfen lassen.
Und das womöglich von Frauen, die selber einen sehr anderen Weg gegangen sind als den, den sie predigen.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:15
So einfach ist´s nicht.

Sag ich doch :freches grinsen:

lordsofmidnight
01.06.2007, 10:18
Das ist doch Humbug.
Als wenn die Frauen nicht die Möglichkeit hätten zu Hause zu bleiben und dafür eine Eva Herman bräuchten.
Umgekehrt: eine Frau, die das nicht möchte, muss sich auch noch in diesem Jahrhundert als Rabenmutter beschimpfen lassen.
Und das womöglich von Frauen, die selber einen sehr anderen Weg gegangen sind als den, den sie predigen.

Und wieviele Mütter müssen sich als "Heimchen am Herd" beschimpfen lassen, nur weil sie sich um Kind + Haushalt kümmert?
Die feministische Denkweise ist da sehr eng. Sie blendet den Hausmann ebenso aus wie die Hausfrau, konzentriert sich größtenteils auf beidseitige Erwerbsarbeit und hat die Hausfrau in den letzten Jahrzehnten vollständig diskreditiert.
Übrigens: Wer von den Feministinnen lebt überhaupt nach ihren eigenen Forderungen? Keine einzige. Das ist auch "Wasser predigen, und Wein trinken.".

Inaktiver User
01.06.2007, 10:18
Ist ja interessant diese Sichtweise. Wie erklärst Du Dir dann die feministischen Attacken auf Eva Herman, die vorschlug Frauen sollten auch die Möglichkeit haben zu Hause zu bleiben? Gilt für diese feministischen KritikerInnen nicht: "hat das auch für Dich in Ordnung zu sein"? Mit scheint hier wird mit zweierlei Maß gemessen.

Frau Hermann hat keine Möglichkeit aufgezeigt. Sie schrieb und wiederholte es auch immer wieder, dass es ein natürliches Verhalten der Frau sei und man gegen die Natur verstosse, wenn man sich anders als zu Hause einbringe. Sie schrieb auch über die Konsequenzen, die sie unter anderem mit Suicidgedanken und Depressionen umschrieb, wenn man gegen diese quasi göttliche Ordnung verstosse und sich als Frau aus dem Haus ins Erwerbsleben begebe.

Das ist nicht in Ordnung und fordert Widerspruch.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:20
Und wieviele Mütter müssen sich als "Heimchen am Herd" beschimpfen lassen, nur weil sie sich um Kind + Haushalt kümmert?
Die feministische Denkweise ist da sehr eng. Sie blendet den Hausmann ebenso aus wie die Hausfrau, konzentriert sich größtenteils auf beidseitige Erwerbsarbeit und hat die Hausfrau in den letzten Jahrzehnten vollständig diskreditiert.
Übrigens: Wer von den Feministinnen lebt überhaupt nach ihren eigenen Forderungen? Keine einzige. Das ist auch "Wasser predigen, und Wein trinken.".

Frau Hermann hat dem Hausmann keinen Dienst erwiesen, weil sie den Mann auf die Rolle des wirtschaflichen Versorgers und Apfelkuchenessers verweist.

Da ist nichts mit Rollentausch, weil die Rolle naturgegeben ist und nicht umkehrbar.

Vielleicht sollest Du mal wieder mehr lesen - ich weiss, das schreib ich immer, wenn Du keine Ahnung von dem zu haben scheinst, über das Du hier schreibst - ist aber wirklich sehr hilfreich. :lachen:

Inaktiver User
01.06.2007, 10:23
Und wieviele Mütter müssen sich als "Heimchen am Herd" beschimpfen lassen, nur weil sie sich um Kind + Haushalt kümmert?
Wenn sie es sich verkneifen können anderen ihre Sichtweise aufzudrängen, wahrscheinlich sehr wenige.


Übrigens: Wer von den Feministinnen lebt überhaupt nach ihren eigenen Forderungen? Keine einzige. Das ist auch "Wasser predigen, und Wein trinken.".
Ach was. Dein Groll als Mann gegenüber Feministinnen beweist genau das Gegenteil. :smirksmile:

lordsofmidnight
01.06.2007, 10:25
Frau Hermann hat dem Hausmann keinen Dienst erwiesen, weil sie den Mann auf die Rolle des wirtschaflichen Versorgers und Apfelkuchenessers verweist.
Da ist nichts mit Rollentausch, weil die Rolle naturgegeben ist und nicht umkehrbar.

Ist nicht meine Welt. Trotzdem sollte dieser Lebensentwurf bei Bedarf seine Berechtigung haben, und nicht von feministischer Seite (oder von wem auch immer) ausgeschlossen werden, nur weil irgendwelche Frauenrechtlerinnen ihre erkämpften Ziele in Gefahr wähnen.
Gegen Apfelkuchen hab ich nix. Servier ich bei Bedarf auch gerne.



Vielleicht sollest Du mal wieder mehr lesen - ich weiss, das schreib ich immer, wenn Du keine Ahnung von dem zu haben scheinst, über das Du hier schreibst - ist aber wirklich sehr hilfreich. :lachen:

Empfehle ich Dir auch, da Du wohl nur in Femi-Literatur bewandert bist. Wie wär´s mit Proksch? Harte Kost für Dich aber sehr erhellend. :smirksmile:
Mußt Du aber nicht nur lesen, sondern auch verstehen und die richtigen Schlüsse draus ziehen.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:28
Trotzdem sollte dieser Lebensentwurf [Hausmann] bei Bedarf seine Berechtigung haben, und nicht von feministischer Seite (oder von wem auch immer) ausgeschlossen werden, nur weil irgendwelche Frauenrechtlerinnen ihre erkämpften Ziele in Gefahr wähnen.
Da du dich mit Feministinnen so gut auskennst (besser als ich): würdest du bitte eine nennen, die etwas gegen Hausmänner hat? Ich kenne nämlich keine.

Es sind eher die extrem traditionellen Frauen, diejenigen die behaupten, dass das Glück der Frau bei Apfelkuchenbacken und Stillen liegt, die dieses schöne Leben gegen Männer verteidigen. :smirksmile:

Opelius
01.06.2007, 10:28
Du ignorierst die Tatsachen:
Bei einer ständig steigenden Trennungsquote ist es doch ganz logisch, daß der kindliche Wille eine häusliche Gemeinschaft mit Mama und Papa zu haben immer häufiger unter die Räder kommt.
Aber ich kenne ja Deine Motive: Der Frau soll ihr erkämpftes Recht auf willkürliche Beendigung der Partnerschaft (incl. Unterhaltsforderung) natürlich auf keinen Fall irgendwie angekratzt werden. So eine Sichtweise vernebelt dann schon mal den Blick auf´s Kindeswohl.

So ein Quatsch!

Nicht Frau beendet "willkürlich" eine Ehe, weil sie Unterhalt beanspruchen möchte. Ehen zerbrechen an vielen, vielen Ursachen. Und die Realität ist, dass die meisten geschiedenen Mütter Unterhalt so gut wie garnicht beziehen oder schleppend, aber dafür sich per Rechtsanwalt mit den beleidigten Vätern rumschlagen müssen. Zumindest erlebe ich das in meiner Umgebung so.

Dafür muss Frau und Mutter dann irgendeinen Job annehmen, um die Kinder versorgen zu können, denn die zahlungsunwilligen Väter behaupten ja immer wieder, dass die paar Kröten, die sie überweisen, nur für die Lustbarkeiten der Ex verbraucht werden.

lordsofmidnight
01.06.2007, 10:30
Ach was. Dein Groll als Mann gegenüber Feministinnen beweist genau das Gegenteil. :smirksmile:


Echt?
Die meisten Feministinnen finden es gut wenn eine Frau in "männerdominierte" Berufe "eindringt". Mir ist aber keine bekannt, die dann auch danach lebt und Kanalarbeiterin oder Baggerführerin geworden ist. Die werden eher Sozialarbeiterin.
Ich lasse mich aber gerne belehren. Also: Wenn die anwesenden emanzipierten Damen mir eine einzige Feministin mit so einem Beruf nennen könnten, wäre ich sehr dankbar...

pelzpfote
01.06.2007, 10:31
Wenn sie es sich verkneifen können anderen ihre Sichtweise aufzudrängen, wahrscheinlich sehr wenige. Dann solltest du mal die entsprechenden Stränge bzw. Äußerungen hier im Forum lesen, wo viele Familienfrauen immer wieder betonen, dass sie niemandem ihre Lebensform aufdrängen, aber trotzdem immer wieder als Sozialschmarotzer, Heimchen am Herd und doofe Hausfrau beschimpft werden.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:34
Echt? Die meisten Feministinnen finden es gut wenn eine Frau in "männerdominierte" Berufe "eindringt". Mir ist aber keine bekannt, die dann auch danach lebt und Kanalarbeiterin oder Baggerführerin geworden ist. Die werden eher Sozialarbeiterin. Ich lasse mich aber gerne belehren. Also: Wenn die anwesenden emanzipierten Damen mir eine einzige Feministin mit so einem Beruf nennen könnten, wäre ich sehr dankbar...
Kanalarbeiter ist natürlich der Traumberuf, den frau anstreben muss, um als Feministin gelten zu dürfen. Ganz klar.

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

lordsofmidnight
01.06.2007, 10:34
So ein Quatsch!

Nicht Frau beendet "willkürlich" eine Ehe, weil sie Unterhalt beanspruchen möchte.

Es hat doch gar keiner behauptet, daß Unterhalt Grund für die Beendigung der Ehe ist.



Ehen zerbrechen an vielen, vielen Ursachen. Und die Realität ist, dass die meisten geschiedenen Mütter Unterhalt so gut wie garnicht beziehen oder schleppend, aber dafür sich per Rechtsanwalt mit den beleidigten Vätern rumschlagen müssen. Zumindest erlebe ich das in meiner Umgebung so.

Schon mal daran gedacht, warum das so ist?



Dafür muss Frau und Mutter dann irgendeinen Job annehmen, um die Kinder versorgen zu können, denn die zahlungsunwilligen Väter behaupten ja immer wieder, dass die paar Kröten, die sie überweisen, nur für die Lustbarkeiten der Ex verbraucht werden.


Wenn Frau keine Kohle hat die Kinder auch zu versorgen, hat sie doch die Möglichkeit diese dem Mann zu geben, zu arbeiten und selber an Mann und Kind Unterhalt abzudrücken.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:36
Dann solltest du mal die entsprechenden Stränge bzw. Äußerungen hier im Forum lesen, wo viele Familienfrauen immer wieder betonen, dass sie niemandem ihre Lebensform aufdrängen, aber trotzdem immer wieder als Sozialschmarotzer, Heimchen am Herd und doofe Hausfrau beschimpft werden.

Klar, sie betonen es immer im gleichen Atemzug, in dem sie die Fremdbetreuung als bedrohlich in Aussicht stellen, gern die Frage stellen, wieso man denn Kinder wolle, wenn frau sich nicht kümmern wolle und geben gern zum besten geben, dass man sich mit Kindern schliesslich einschränken müsse.

Klar super ausgewogen und tolerant bis zum abwinken, die Familienfrauen. :freches grinsen:

lordsofmidnight
01.06.2007, 10:37
Kanalarbeiter ist natürlich der Traumberuf, den frau anstreben muss, um als Feministin gelten zu dürfen. Ganz klar.

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Wie wär´s mit Kolonnenführerin auf dem Bau?
Ein verantwortungsvoller Führungsjob mit vernünftiger Entlohnung.
Sollte da wirklich meine Vermutung eintreffen, es gäbe überhaupt keine derartige Feministin die nach ihren eigenen Forderungen lebt?
Dann sollten diese Damen mal raus aus´m Büro und rein in den Bauwagen. Nach einem Jahr sprechen wir uns dann wieder, was von den abgehobenen Forderungen noch übrig geblieben ist.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:37
Dann solltest du mal die entsprechenden Stränge bzw. Äußerungen hier im Forum lesen, wo viele Familienfrauen immer wieder betonen, dass sie niemandem ihre Lebensform aufdrängen, aber trotzdem immer wieder als Sozialschmarotzer, Heimchen am Herd und doofe Hausfrau beschimpft werden.
Ich kenne in der Tat diese Stränge nicht. Vielleicht ist es so wie du sagst.
Allerdings sind mir durchaus Stränge aufgefallen, in denen Frauen sich in die Brust werfen "wie kann man ein Kind nur 30 Minuten aus den Augen lassen" und ähnliches. Wenn auf solche Aussagen eine pampige Replik kommt, kann ich das verstehen.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:40
Kanalarbeiter ist natürlich der Traumberuf, den frau anstreben muss, um als Feministin gelten zu dürfen. Ganz klar.

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Ich warte immer noch auf die ganzen emanzipierten Männer, die gerne Arzthelfer, Erzieher und Kranken- bzw. Altenpfleger werden wollen. Meines Wissens nach sind die in diesen Berufen durchaus unterrepräsentiert.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:41
Wie wär´s mit Kolonnenführerin auf dem Bau?
Ein verantwortungsvoller Führungsjob mit vernünftiger Entlohnung.
Sollte da wirklich meine Vermutung eintreffen, es gäbe überhaupt keine derartige Feministin die nach ihren eigenen Forderungen lebt?
Dann sollten diese Damen mal raus aus´m Büro und rein in den Bauwagen. Nach einem Jahr sprechen wir uns dann wieder, was von den abgehobenen Forderungen noch übrig geblieben ist.
Gute Idee. Kolonnenführerin auf dem Arbeitsamt, meinst du wohl. Oder ist dir bei deinen Berufsvorschlägen entgangen, wie die Situation in der Bauwirtschaft aussieht?

Bist auch eigentlich auch Kolonnenführer auf dem Bau oder Kanalarbeiter? Wenn nicht - wie kommst du dazu, einer Frau zu empfehlen einen Beruf zu ergreifen der für dich nicht in Betracht käme.

Ausserdem glaube ich kaum, dass es Männer bedarf um "Feminismus" und "Frauenrechtlerin" zu definieren. Guter Mann, überlass das mal lieber denen, die davon mehr verstehen als du. :smirksmile:

Inaktiver User
01.06.2007, 10:42
Wenn Frau keine Kohle hat die Kinder auch zu versorgen, hat sie doch die Möglichkeit diese dem Mann zu geben, zu arbeiten und selber an Mann und Kind Unterhalt abzudrücken.

Und warum soll die Umkehrung einer für dich als ungerecht empfundenen Situation auf einmal rechtens sein?

Geht übrigens durchaus - indem der Mann Elternzeit nimmt und ein paar Jahre zu Hause bleibt. Dann steht im dasselbe Recht auf Unterhalt zu wie den Frauen.

lordsofmidnight
01.06.2007, 10:46
Gute Idee. Kolonnenführerin auf dem Arbeitsamt, meinst du wohl. Oder ist dir bei deinen Berufsvorschlägen entgangen, wie die Situation in der Bauwirtschaft aussieht?


Sieht gut aus:

http://www.presseportal.de/text/story.htx?nr=990732

Vermutlich besser als auf dem Arbeitsmarkt für Soziologen.



Bist auch eigentlich auch Kolonnenführer auf dem Bau oder Kanalarbeiter? Wenn nicht - wie kommst du dazu, einer Frau zu empfehlen einen Beruf zu ergreifen der für dich nicht in Betracht käme.


Nun, ich habe immerhin einige Monate Nachtschicht am Band hinter mir, kannst Du da mithalten?



Ausserdem glaube ich kaum, dass es Männer bedarf um "Feminismus" und "Frauenrechtlerin" zu definieren. Guter Mann, überlass das mal lieber denen, die davon mehr verstehen als du. :smirksmile:

Achso, weil ich ein Mann bin, darf ich nicht mitreden, verstehe...

Inaktiver User
01.06.2007, 10:48
Nun, ich habe immerhin einige Monate Nachtschicht am Band hinter mir, kannst Du da mithalten?



Ha, ich habe insgesamt 4 Jahre Nachtschicht gearbeitet, wenn auch nicht am Band. Darf ich mich jetzt emanzipiert nennen? :smirksmile:

lordsofmidnight
01.06.2007, 10:50
Und warum soll die Umkehrung einer für dich als ungerecht empfundenen Situation auf einmal rechtens sein?


Wenn es beide freiwillig so vereinbaren ist doch die Situation weit weniger ungerecht.



Geht übrigens durchaus - indem der Mann Elternzeit nimmt und ein paar Jahre zu Hause bleibt. Dann steht im dasselbe Recht auf Unterhalt zu wie den Frauen.

Wir diskutierten über den Nachtrennungsfall, da gibt´s dann meist keine Elternzeit mehr.
Und Unterhalt zahlen unterhaltspflichtige Mütter erwiesenermaßen weitaus schlechter als unterhaltspflichtige Väter.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:50
Ha, ich habe insgesamt 4 Jahre Nachtschicht gearbeitet, wenn auch nicht am Band. Darf ich mich jetzt emanzipiert nennen? :smirksmile:
Nein.
Es sei denn du bist Kanalarbeiterin oder arbeitest auf dem Bau.

lordsofmidnight
01.06.2007, 10:50
Ha, ich habe insgesamt 4 Jahre Nachtschicht gearbeitet, wenn auch nicht am Band. Darf ich mich jetzt emanzipiert nennen? :smirksmile:

Jedenfalls mehr als andere ;-)

Inaktiver User
01.06.2007, 10:52
Jedenfalls mehr als andere ;-)
Süss. Ein Mann, der Noten über den Emanzipationsgrad von Frauen verteilt.

Bin ich auch emanzipiert (bitte-bitte, ja sagen) :blumengabe:

lordsofmidnight
01.06.2007, 10:53
Süss. Ein Mann, der Noten über den Emanzipationsgrad von Frauen verteilt.

Bin ich auch emanzipiert (bitte-bitte, ja sagen) :blumengabe:


Nee, erst mal 3 Jahre in die Kanalisation. :smirksmile: :blumengabe: :freches grinsen:

Inaktiver User
01.06.2007, 10:56
Nun, ich habe immerhin einige Monate Nachtschicht am Band hinter mir, kannst Du da mithalten?

Dann frag mal die Architektinnen und Bauingenieurinnen. Die haben alle ein mehrmonatiges Praktikum auf dem Bau hinter sich.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:56
Süss. Ein Mann, der Noten über den Emanzipationsgrad von Frauen verteilt.

Bin ich auch emanzipiert (bitte-bitte, ja sagen) :blumengabe:

Bestimmt mir Schildhoch und A- und B-Note, wie beim Eislaufen :freches grinsen:

Inaktiver User
01.06.2007, 10:57
Süss. Ein Mann, der Noten über den Emanzipationsgrad von Frauen verteilt.

Bin ich auch emanzipiert (bitte-bitte, ja sagen) :blumengabe:

Nee, erst mal 3 Jahre in die Kanalisation. :smirksmile: :blumengabe: :freches grinsen:Dann wird wohl nichts draus :niedergeschmettert:
*traurig-von-dannen-schlurf-und-weiter-Aktienkurse-les* :freches grinsen:

Inaktiver User
01.06.2007, 10:58
Wir diskutierten über den Nachtrennungsfall, da gibt´s dann meist keine Elternzeit mehr.
Und Unterhalt zahlen unterhaltspflichtige Mütter erwiesenermaßen weitaus schlechter als unterhaltspflichtige Väter.

Wenn mann während der Ehe die Hauptbezugsperson darstellt, wird dies sich auch im Trennungsfall den Gerichten so darstellen. Es ist wie Vita sagt: was in der Ehe vorgelebt wird, wird sich nach der Trennung widerspiegeln. Das haben Mann und Frau doch in der Beziehung schon selbst in der Hand.

Inaktiver User
01.06.2007, 10:59
Süss. Ein Mann, der Noten über den Emanzipationsgrad von Frauen verteilt.

Bin ich auch emanzipiert (bitte-bitte, ja sagen) :blumengabe:

*pssst* nicht weitersagen - ich lasse mich gerade komplett von meinem Mann aushalten und der finanziert mir noch mein Studium. Das gibt Abzüge in der B-Note....:ooooh:

Inaktiver User
01.06.2007, 11:01
*pssst* nicht weitersagen - ich lasse mich gerade komplett von meinem Mann aushalten und der finanziert mir noch mein Studium. Das gibt Abzüge in der B-Note....:ooooh:
Ich gehe petzen *ätsch*

lordsofmidnight
01.06.2007, 11:02
Wenn mann während der Ehe die Hauptbezugsperson darstellt, wird dies sich auch im Trennungsfall den Gerichten so darstellen. Es ist wie Vita sagt: was in der Ehe vorgelebt wird, wird sich nach der Trennung widerspiegeln. Das haben Mann und Frau doch in der Beziehung schon selbst in der Hand.

Auf den ersten Blick hast Du damit durchaus recht. Der Mann hat jedoch keinerlei Möglichkeit auch eine gleichwertige Betreuung während der Partnerschaft durchzusetzen. Das ist ja gerade der Kasus Knacktus.

Inaktiver User
01.06.2007, 11:10
Auf den ersten Blick hast Du damit durchaus recht. Der Mann hat jedoch keinerlei Möglichkeit auch eine gleichwertige Betreuung während der Partnerschaft durchzusetzen. Das ist ja gerade der Kasus Knacktus.

Ja, ja, jetzt kommt wieder das Unwort, dass sich Hillary schon verbeten hat. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie das in solchen Partnerschaften ablaufen soll: da lehnt sich frau also zurück und sagt: "Ich bleib jetzt zu Hause, schaff du das Geld ran, sonst trenn ich mich und du siehst deine Kinder nie wieder?".

Merkt man denn nicht vorher, dass mit so einem Menschen keine partnerschaftliche Beziehung möglich ist, in der Enscheidungen gemeinsam getroffen werden?

lordsofmidnight
01.06.2007, 11:25
Ja, ja, jetzt kommt wieder das Unwort, dass sich Hillary schon verbeten hat. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie das in solchen Partnerschaften ablaufen soll: da lehnt sich frau also zurück und sagt: "Ich bleib jetzt zu Hause, schaff du das Geld ran, sonst trenn ich mich und du siehst deine Kinder nie wieder?".

Nein, so offen muß das ja gar nicht kommuniziert werden. Die Frau sagt einfach "Nein". Gründe gibt´s genug dafür, angefangen von krankhaften Klammergefühlen an das Kind bis hin zu purer Abzocke. Die Bandbreite ist groß und muß nicht einmal schuldhaft der Frau zugeordnet werden.

Dann ist Papa der Dumme, denn er hat ja keine adäquaten Druckmittel. Arbeitet er weiter wird ihm dies als "Fortführung der bisherigen Lebensweise" nach einer Trennung angerechnet und sowohl mit "Kind kommt zur Mutter" als auch mit höheren Unterhaltszahlungen bestraft.

Schmeißt er die Arbeit hin und beansprucht gleichwertige Betreuung wird die Sache erst recht eskalieren, mit der Folge daß Mama vermutlich kurzfristig ausziehen wird, und zwar mit Kind.
Im Grunde hat er bei dieser Möglichkeit auch gar keine Chance sofort zu handeln, denn er muß ja seine Kündigungsfrist beim Arbeitgeber beachten. Sind das die üblichen 3 oder 6 Monate, ist das Kind in dieser Zeit auch in vollständiger Obhut der Mutter. Er müßte also vertragsbrüchig werden und fristlos kündigen, damit die Mutter auf keinen Fall auf "Fortführung der bisherigen Lebensweise" pochen kann. Und selbst dann wird er der Depp bleiben, denn so ein Säugling wird fast immer der Mutter zugesprochen. Außer Unterhalt wird er dann auch noch richtig Ärger mit seinem Arbeitgeber bekommen.

Er hat keinerlei Chance gleichwertige Betreuung während einer Partnerschaft -auch gegen den Willen der Mutter- durchzusetzen.
Das kann man drehen und wenden wie man will.



Merkt man denn nicht vorher, dass mit so einem Menschen keine partnerschaftliche Beziehung möglich ist, in der Enscheidungen gemeinsam getroffen werden?

Dann wäre die Trennungsquote nicht so hoch, oder?

Inaktiver User
01.06.2007, 11:27
Und was für ein "Druckmittel" (tolles Wort in einer Beziehung :knatsch: ) hättest du gerne?

lordsofmidnight
01.06.2007, 11:31
Und was für ein "Druckmittel" (tolles Wort in einer Beziehung :knatsch: ) hättest du gerne?

Am liebsten gar keins. Dann hätte Mama aber nicht das Recht mit dem Kind einfach abzuhauen. Ist auch nicht das wahre, oder?

Was helfen würde, wäre eine gemeinsame Betreuung als Regelfall nach einer Trennung. Dann täuchten derlei Probleme wesentlich seltener auf.
Oder wie wäre es mit Streichung jeglichen Unterhalts? Würde vermutlich Wunder bewirken.

Opelius
01.06.2007, 11:45
Am liebsten gar keins. Dann hätte Mama aber nicht das Recht mit dem Kind einfach abzuhauen. Ist auch nicht das wahre, oder?

Was helfen würde, wäre eine gemeinsame Betreuung als Regelfall nach einer Trennung. Dann täuchten derlei Probleme wesentlich seltener auf.
Oder wie wäre es mit Streichung jeglichen Unterhalts? Würde vermutlich Wunder bewirken.

Ich denke, ich begreife aus den zahllosen Statements hier, dass Deine Trennung nicht gerade eine sonderlich gute Erfahrung ist.

Es gibt bei Trennung das gemeinsame Sorgerecht.
Es gibt einen geregeltes Besuchsrecht.
Es gibt aber nicht den Anspruch auf Aufrechterhaltung der Lebensgemeinschaft, wenn einer sich daraus lösen möchte.

Ob eine gemeinsame Betreuung des Kindes bei getrennten Eltern wirklich dem "Wohle des Kindes" dient, darf bezweifelt werden. Es gibt genügend Kinder, die eine Woche bei Papa, eine Woche bei Mama leben. Hört sich ideal an, aber leider ist es nun einmal Fakt, dass getrennt lebende Eltern in den meisten Fällen nicht sonderlich gut auf einander zu sprechen sind. Daraus erfolgt meistens eine Gezänk, das über die Kinder weitergeführt wird. Das hat mit dem "Wohl des Kindes" nichts mehr zu tun.

Und das Ganze, was Du hier ansprichst, hat nichts mit dem Thema "Erziehungsgeld" als Ersatz für Nichtinanspruchnahme von Krippenplätzen zu tun.

lordsofmidnight
01.06.2007, 11:55
Ich denke, ich begreife aus den zahllosen Statements hier, dass Deine Trennung nicht gerade eine sonderlich gute Erfahrung ist. .


Ich denke, Du hast nicht richtig gelesen, ich bin nämlich gar nicht getrennt. :smirksmile: :blumengabe:

Inaktiver User
01.06.2007, 11:59
Was soll dann der ganze Schmarren :knatsch:

pelzpfote
01.06.2007, 11:59
Und das Ganze, was Du hier ansprichst, hat nichts mit dem Thema "Erziehungsgeld" als Ersatz für Nichtinanspruchnahme von Krippenplätzen zu tun.
Richtig! Ich frag mich schon die ganze Zeit, ob ich schon noch im richtigen Strang bin?! :wie?:

Inaktiver User
01.06.2007, 12:03
Ich denke, Du hast nicht richtig gelesen, ich bin nämlich gar nicht getrennt. :smirksmile: :blumengabe:

Klar - und ich habe sieben Kinder und bin Hausfrau. :zwinker:

lordsofmidnight
01.06.2007, 12:55
Klar - und ich habe sieben Kinder und bin Hausfrau. :zwinker:

Jetzt bin ich ernsthaft enttäuscht von Dir. :wie?:
Warum sollte ich hier über meine private Situation die Unwahrheit erzählen? Nochmals: Ich bin in erster Ehe verheiratet und zusammenlebend mit Frau und Kind, nie geschieden, nie getrennt. Warum ist das so schwer zu akzeptieren? Wenn ich geschieden/getrennt leben würde, wäre es doch kein Problem dies hier zu schreiben.

xanidae
01.06.2007, 16:32
einerseits soll die frau zuhause bleiben und dafür betreuungsgeld beziehen, andererseits wird genau dieser frau klammergefühle vorgeworfen:wie?:

und soweit ich weiß, dauert eine schwangerschaft 9 monate. in der zeit wird man doch wohl die betreuung nach der geburt regeln können?

doch anscheinend will der durchschnittsmann das gar nicht und seufzt dankbar auf, wenn die frau sagt 'du ich will 3 jahre zuhause bleiben'.

aber es gibt natürlich adelige ausnahmen, die so etwas NIE machen würden... :freches grinsen: :blumengabe:

Inaktiver User
01.06.2007, 17:09
Echt?
Die meisten Feministinnen finden es gut wenn eine Frau in "männerdominierte" Berufe "eindringt". Mir ist aber keine bekannt, die dann auch danach lebt und Kanalarbeiterin oder Baggerführerin geworden ist. Die werden eher Sozialarbeiterin.
Tja, die einen haben Muskeln, die anderen haben Köpfchen.
SCNR

lordsofmidnight
01.06.2007, 17:12
einerseits soll die frau zuhause bleiben und dafür betreuungsgeld beziehen, andererseits wird genau dieser frau klammergefühle vorgeworfen:wie?:

Wer sagt denn, daß es unbedingt die Frau sagt, die zu Hause bleiben soll? In meiner Welt ist der Mann dafür durchaus genauso geeignet. Gerne auch beide abwechselnd.



und soweit ich weiß, dauert eine schwangerschaft 9 monate. in der zeit wird man doch wohl die betreuung nach der geburt regeln können?

Klar. Und was machst Du, wenn Mama nach der Geburt "njet" sagt? Mama braucht sich nur -aus welchem Grund auch immer, der muß ja nicht mal böswillig sein- verweigern, und dann hast Du als Vater auf Dauer die A-Karte gezogen, und kommst da nicht wieder ohne Schaden raus. Du kannst es drehen und wenden wie Du willst: Ist erst mal ein Kind da, ändern sich die Machtverhältnisse rapide zu Gunsten der Mutter. Das muß ihr nicht einmal bewußt sein, aber unbewußt läuft da bestimmt sehr viel ab.

Der Haken hängt an der praktizierten Rechtssprechung nachdem das Kind der Hauptbezugsperson zugesprochen wird. Im Säuglingsalter ist dies immer die Mutter. Scheitert die Beziehung in dieser Zeit: Pech für Papa, der darf dann zahlen. Kind kommt zur Mutter, sie ist Bezugsperson Nr. 1.
Scheitert sie in den 3 Jahren Erziehungszeit, die von Mama genommen wurde: Pech für Papa, auch hier darf er zahlen, Kind auch hier zur Mutter. Sie ist Bezugsperson Nr. 1.
Will Papa die Elternzeit nehmen: Guter Vorschlag, aber nicht gegen den Willen der Mutter durchsetzbar. Sagt sie "nein": Pech für Papa, er darf zahlen, Kind zur Mutter.
Sagt sie "ja" zur Ableistung der Elternzeit durch Papa, hat er eine gewisse Chance das Kind im Trennungsfall zugesprochen zu bekommen. Aber auch erst nach dem Säuglingsalter.

Warum um alles in der Welt sollte ein Vater -zumal bei immer häufiger werdenden Trennungen- seine Arbeitskraft und sein Geld auf Jahrzehnte hinaus riskieren, und dies alles lediglich davon abhängig machen, ob seine Frau sich für die Kinderbetreuung entscheidet oder nicht? Gott sei Dank sind immer weniger Männer bereit dies zu tun.

Solange die Nachtrennungsfolgen so fatal für Väter sind, ist der Zeugungsstreik die einzige vernünftige Lösung. Erst wenn der Vater nicht mehr fürchten muß, daß die Frau grundlos mit dem Kind einfach abhauen darf und dann auch noch jahrzehntelange Unterhaltsansprüche geltend machen kann, sollten Männer wieder zeugen. Alternativ würde auch eine verpflichtende wechselseitige Betreuung nach der Trennung helfen, die jedoch vom Staat kaum verordnet werden kann. In den USA gibt es einige Staaten, die das Kind demjenigen zusprechen, der am besten für gleichwertigen Kontakt zu beiden Elternteilen sorgen kann. Vielleicht ein Lösungsansatz.

Inaktiver User
01.06.2007, 17:15
Ich bin in erster Ehe verheiratet und zusammenlebend mit Frau und Kind, nie geschieden, nie getrennt. Warum ist das so schwer zu akzeptieren? Wenn ich geschieden/getrennt leben würde, wäre es doch kein Problem dies hier zu schreiben.
Klar, das kam bisher auch ganz glaubwürdig rüber.

Inaktiver User
01.06.2007, 17:27
@lordsofmidnight

abgesehen davon, dass diese Sorgen ein besonderes Licht auf deine persönlichen Verhältnisse werfen, noch einmal:
was hat das alles mit dem Betreuungsgeld und mit Krippenplätzen zu tun?

lordsofmidnight
01.06.2007, 17:41
Klar, das kam bisher auch ganz glaubwürdig rüber.

Wenn Du mir unterstellst ich würde lügen, dann glaub halt was Du willst...

lordsofmidnight
01.06.2007, 17:41
@lordsofmidnight

abgesehen davon, dass diese Sorgen ein besonderes Licht auf deine persönlichen Verhältnisse werfen, noch einmal:
was hat das alles mit dem Betreuungsgeld und mit Krippenplätzen zu tun?


Nichts. Ebenso übrigens wie verschiedene Antworten von Dir, z.B. # 140...

Inaktiver User
01.06.2007, 17:55
Wenn Du mir unterstellst ich würde lügen, dann glaub halt was Du willst...
Mich wundert halt nur ein bisschen, dass du so verbittert bist und dich so genau mit den Gesetzen auskennst, wo doch bei dir alles in Butter ist.

Inaktiver User
01.06.2007, 18:14
Mich wundert halt nur ein bisschen, dass du so verbittert bist und dich so genau mit den Gesetzen auskennst, wo doch bei dir alles in Butter ist.

Ich kenne keinen Menschen, wenn er nicht beruflich involviert und dabei meist auf dem Boden der hiesigen Lebensrealität verankert ist, der sich so eingehend mit diesem Thema befasst. Wenn es dann noch emotional wird, ist in allen mir bekannten Fällen eine Geschichte dahinter, auf die man aufgrund der Aussagen ohne Probleme schliessen kann.

Dies scheint die erste Ausnahme, die mir in all den Jahren begegnet - aber irgendwann ist immer das erste Mal und so habe ich wieder etwas dazu gelernt.

lordsofmidnight
01.06.2007, 18:19
Ich kenne keinen Menschen, wenn er nicht beruflich involviert

Bin ich nicht. Mein Beruf hat mit Famile nicht mal im weitesten Sinne zu tun.



und dabei meist auf dem Boden der hiesigen Lebensrealität verankert ist, der sich so eingehend mit diesem Thema befasst. Wenn es dann noch emotional wird, ist in allen mir bekannten Fällen eine Geschichte dahinter, auf die man aufgrund der Aussagen ohne Probleme schliessen kann.

Dies scheint die erste Ausnahme, die mir in all den Jahren begegnet - aber irgendwann ist immer das erste Mal und so habe ich wieder etwas dazu gelernt.

Na das ist doch was. Die nächsten 2 Wochen werdet ihr allerdings ohne mich auskommen müssen, ich fahr nämlich mit der Family in den Urlaub. :blumengabe:
Aber keine Sorge: Ich komm wieder, auch wenn´s für euch schwerfällt. :freches grinsen: :kuss:

Inaktiver User
01.06.2007, 19:08
Bin ich nicht. Mein Beruf hat mit Famile nicht mal im weitesten Sinne zu tun.



Na das ist doch was. Die nächsten 2 Wochen werdet ihr allerdings ohne mich auskommen müssen, ich fahr nämlich mit der Family in den Urlaub. :blumengabe:
Aber keine Sorge: Ich komm wieder, auch wenn´s für euch schwerfällt. :freches grinsen: :kuss:

Mein Leben ist soeben sinnlos geworden :heul:

Haesin
31.10.2009, 20:46
Wie machen denn das die Eltern? Kommen die dann vom Büro über Mittag ihre Kinder betreuen oder sind die Mütter (Väter ja wohl kaum) alle zu Hause? erstaunt frag. Was habe ich von einem Kita-Platz, wenn das Kind über Mittag heim muss, weil die Kita geschlossen hat? Ich bin aus dem Osten, deshalb wundert mich sowas extrem. Das gibt es hier GAR NICHT. Zumindest noch nie gehört.

Haesin
31.10.2009, 20:53
Sicher wurde hier schon alles gesagt, aber mich regt das Thema dermaßen auf, dass ich trotzdem mal meine Ansicht in die Welt streuen möchte. Ich kenne niemanden, der sein Kind WEGEN des Betreuungsgeldes zu Hause lassen würde. Die Leute in meinem Umfeld gehen entweder arbeiten und benötigen deshalb einen Kitaplatz und/ oder sind davon überzeugt, dass es gut für das Kind ist. Die andere Gruppe von Leuten ist zu Hause und schickt die Kinder SOWIESO NICHT in die Kita, denn das kostet ja Geld. Anstelle dessen läuft dann der Fernseher den ganzen Tag und die Kinder laufen halt so mit. Ich finde es erschreckend, dass Gruppe 1 mit ihren Steuergeldern Gruppe 2 finanzieren soll und zusätzlich noch hunderte von Euro für die Kita ausgibt. Die anderen - die Beispiele die ich kenne, sind solche, die schon vor Jahren das Arbeiten als zu lästig aufgegeben haben und nun ein Kind nach dem anderen bekommen - diese schauen den ganzen Tag RTL 2 und andere bildende Sender und unter dem Couchtisch steht immer ne Cola. Nach außen wird das von denen als kinderfreundlich verkauft. Die eine, die ich kenne meinte auf Nachfrage ganz entsetzt "nein, vor dem 3. Lebensjahr gebe ich sie auf keinen Fall in eine Kita". Oh ja, die Arme, da gibts ja feste Regeln, gesundes Essen, frische Luft, Lieder und pädagogisch wertvolles Spielzeug. Das ist natürlich nicht so toll wie jeden Tag Spaghetti, Fernsehen non stop und qualmende Eltern, die noch nie ein Buch in die Hand genommen haben. Und sowas wird gefördert!! Dafür ist Geld da!! Armes Deutschland, ich bin entsetzt. Wenigstens habe ICH diese Regierung nicht gewählt.

Inaktiver User
31.10.2009, 21:22
Ich darf Ihnen mitteilen: Spaghetti SIND pädagogisch wertvolles Spielzeug - müßte Ihr Kind eigentlich schon herausgefunden haben.

Was stört Sie daran, Kinder aus Gründen der Freude mit und am Kind zu Hause zu betreuen? Ich hätte das nicht missen wollen. Weiß nicht, ob es pädagogisch so überaus wertvoll ist, das Kind von Klein auf im Idealfall des Doppelverdieners nur abends (Eltern gestreßt, Kind müde) mal kurz zu vergutenachten.

puck2
31.10.2009, 21:35
dieser Idealfall - die Mutter, die gerne eine Weile zu Hause bleiben kann und nicht bildungsfern ist, gehört leider zu einer aussterbenden Spezies