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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dossiertalk: Hauptsache schön?



BRIGITTE Community-Team
18.05.2007, 11:01
Liebe Userinnen und User,

das aktuelle BRIGITTE-Dossier (Heft 12, ab 23. Mai am Kiosk) dreht sich um die Frage "Hauptsache schön?". Schöne Menschen haben es leichter im Leben. Aber was ist mit dem Rest?

Lesen Sie hier (http://www.brigitte.de/frau/gesellschaft/dossier-schoenheit/index.html) den Artikel von BRIGITTE-Autorin Ursula Lebert, die sich fragt "Wann war ich schön?" und tauschen Sie sich darüber aus, wie wichtig Ihnen Schönheit ist.

Ihre
Redaktion Brigitte.de

Inaktiver User
21.05.2007, 09:27
Liebe Userinnen und User,

das aktuelle BRIGITTE-Dossier (Heft 12, ab 23. Mai am Kiosk) dreht sich um die Frage "Hauptsache schön?". Schöne Menschen haben es leichter im Leben. Aber was ist mit dem Rest?

Lesen Sie hier (http://www.brigitte.de/frau/gesellschaft/dossier-schoenheit/index.html) den Artikel von BRIGITTE-Autorin Ursula Lebert, die sich fragt "Wann war ich schön?" und tauschen Sie sich darüber aus, wie wichtig Ihnen Schönheit ist.

Ihre
Redaktion Brigitte.de


Das mit der Schönheit ist ziemlich kompliziert - und einfach zugleich ;-)
Wenn ich mich "schön" fühle, gehen mir viele Sachen leichter von der Hand, ich komme besser an, strahle, fühle mich glücklich.
Wenn ich mich häßlich fühle, ist das Gegenteil der Fall: ich fühle mich gehemmt, verkrampft, glaube, daß jeder andere Mensch mich unattraktiv findet.
Das Eigenartige an Schönheit ist, daß man nicht greifen, nicht dingfest machen kann: sie ist weit mehr als ein perfektes Gesicht, eine Modell-Figur, sie lässt sich aber auch nicht auf "innere Werte" reduzieren.
Schönheit ist mir wichtig, auch noch mit fast fünfzig, aber ich habe gelernt, daß man sie nicht nach Wunsch beizitieren kann, nicht durch gekonntes Makeup, durch schicke Kleidung, dann bin ich gepflegt, modisch - und etwas Glück finde ich mich schön.
Schönheit geschieht manchmal einfach :-)
Ruby

Terra41
22.05.2007, 17:33
Hallo,

ich bin nicht schön. Übergewichtig,Schwangerschaftsstreifen, Fan von "Gesundheitslatschen", trage gerne weite Sachen (besser ist das :smile: ) und zur Zeit furchtbar strohige Haare, geschieden:smirksmile:
Wie gut, dass ich schon Kinder habe, sonst wäre ich jetzt vielleicht entmutigt. Denn an Disziplin oder Spaß an Mode oder Kosmetik liegt es nicht, sondern an zu vielen Diäten und grausamen Rückfällen, an einem Arbeitstag mit vielen "Fußmärschen" und dicken Füßen.

Aber , trotzdem, da gibt es so Tage, da fühle ich mich richtig gut und schön. Eine Verklärung vielleicht, aber es sind die Momente, wo ich mit mir im Reinen bin. Und das sehe ich und sieht auch meine Umgebung. Innere Werte oder innere Schönheit sind sehr wohl zu sehen, wenn man die Augen aufmacht.

In diesem Sinne einen schönen Tag,

Terra

Inaktiver User
22.05.2007, 23:14
Schönheit geschieht manchmal einfach :-)

@Ruby
Wie wahr! :blume:
Colonna

Horus
23.05.2007, 08:38
NZZ vom 23.5.2007:

______________________________________

Wer hat Angst vor Heidi Klum?

Der Einfluss von Fotomodellen auf das weibliche Selbstbewusstsein
Immer wieder wird behauptet, die Allgegenwart hagerer Mannequins in den Medien verbreite einen letztlich krankmachenden Schlankheitswahn. Neue Studien haben nun gezeigt, dass manche Frauen tatsächlich sehr negativ auf Models reagieren. Andere allerdings lassen sich nicht sonderlich von ihnen beeindrucken.

Mannequins stöckeln schweren Zeiten entgegen: Die sogenannten Magermodels sollen beispielsweise in Italien ganz von den Laufstegen verbannt werden. Aber auch weniger ausgehungert wirkende Vertreterinnen der Branche wie Heidi Klum sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, sie verbreiteten einen krankmachenden Schlankheitswahn. Und tatsächlich haben mehrere Studien in den letzten Jahren belegen können, dass der in den Medien allgegenwärtige Anblick von übertrieben schlanken Models bei vielen Frauen Unzufriedenheit und Angst in Bezug auf das eigene Aussehen auslöst - selbst ein statistischer Zusammenhang zwischen der Häufigkeit solcher «Begegnungen» mit unrealistischen Idealfiguren und dem Auftreten von Essstörungen ist in einigen Untersuchungen zutage getreten.
Allerdings haben manche Versuche auch das genaue Gegenteil ergeben: Frauen fühlten sich nach dem Anblick von Models nicht etwa schlechter, sondern besser. Um diesem auf den ersten Blick widersprüchlichen Befund auf den Grund zu gehen, hat die Psychologin Debra Trampe von der Universität Groningen zusammen mit zwei Kollegen kürzlich eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt.1


Ein Teufelskreis des Vergleichens

Selbstwertmindernde Wirkungen von Models seien letztlich darauf zurückzuführen, dass man sich im Stillen mit ihnen vergleiche und dabei schlecht abschneide, so die grundlegende Annahme der Wissenschafter. Ob man sich aber überhaupt auf einen solchen inneren Schönheitswettbewerb einlasse, hänge von bestimmten Eigenschaften der betrachtenden Person ab. Um diese These zu prüfen, liessen Trampe und ihre Kollegen 250 Studentinnen einen Fragebogen ausfüllen, der ihre Zufriedenheit mit dem eigenen Erscheinungsbild erhob - zum Beispiel hatten die Teilnehmerinnen anzugeben, inwiefern sie ihren Bauch oder ihre Oberschenkel als zu dick empfanden. Später wurde den Studentinnen ein weiterer Fragebogen unterbreitet, der die Häufigkeit erkundete, mit welcher sie ihren eigenen Körper mit dem anderer Frauen verglichen. Die Auswertung der Antworten ergab ein eindeutiges Bild: Je unzufriedener die Studentinnen mit ihrem eigenen Erscheinungsbild waren, desto öfter verglichen sie sich mit Models und Stars, aber auch mit Familienangehörigen, Freundinnen, anderen Studentinnen und Frauen im Allgemeinen.

Ein ergänzendes Experiment mit 132 Studentinnen stützte die Vermutung der Forscher, dass Frauen, die mit ihrem eigenen Körper unzufrieden sind, durch ihren Hang zum Vergleichen besonders verletzlich werden. Zunächst füllten die Teilnehmerinnen wiederum einen Fragebogen aus, der ihre Körperzufriedenheit erhob. Dann wurden die Probandinnen gebeten, eine Aufnahme von einer schlanken oder einer fülligen Frau sorgfältig zu mustern. In der Hälfte der Durchgänge waren die Fotos mit dem Namen eines Parfums versehen, was den Eindruck erwecken sollte, es handle sich um Werbung und bei der abgebildeten Frau um ein Model. Abschliessend beantworteten die Studentinnen Fragen zur Attraktivität der abgebildeten Frau und zur Zufriedenheit mit dem eigenen Aussehen.

Je nach dem Niveau ihrer Körperzufriedenheit ergaben sich unterschiedliche Antwortmuster: Das Selbstbewusstsein derjenigen, die sich in ihrem Körper grundsätzlich wohl fühlten, erfuhr nach der Musterung der schlanken und als attraktiv eingestuften Frau nur dann einen Knick, wenn diese kein Model zu sein schien. Frauen, die mit ihrem eigenen Körper zufrieden sind, vergleichen sich also offenbar nur mit Frauen, die ihnen im wirklichen Leben gleichsam als Konkurrentinnen begegnen könnten; Models werden von ihnen anscheinend als «ausser Konkurrenz» laufend und damit als weniger bedrohlich wahrgenommen. Hingegen sank das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen, die mit ihrem eigenen Körper generell unzufrieden waren, nach der Konfrontation mit der schlanken Frau immer - unabhängig davon, ob diese ein Model zu sein schien oder nicht. Aufgrund ihrer stark ausgeprägten Neigung zum Vergleichen scheinen diese Frauen sich also auch an Stars und Sternchen zu messen, wodurch ihre Einstellung zum eigenen Körper wie in einem Teufelskreis immer negativer zu werden droht.


Deprimierend schlanke Vasen

Wie leicht bei Frauen, denen ihr eigenes Aussehen missfällt, das quälende Schlankheitsideal abrufbar ist, veranschaulicht ein weiterer Versuch der niederländischen Forschergruppe eindrücklich. Ähnlich wie im gerade beschriebenen Experiment wurden 68 Studentinnen zunächst gebeten, einen Fragebogen zur Körperzufriedenheit auszufüllen. Dann bekamen sie eine Zeichnung einer schlanken oder einer bauchigen Vase zu sehen. Abschliessend wurden den Teilnehmerinnen wiederum Fragen zur Beurteilung ihres eigenen Aussehens unterbreitet. Wie von den Wissenschaftern erwartet, zeigten sich die ohnehin mit ihrem Äusseren hadernden Studentinnen nach der Begutachtung der schlanken Vase noch bedrückter, während die mit ihrem Körper zufriedenen sich gegen das Vasen-induzierte Unbehagen als immun erwiesen.

Nun werfen diese Ergebnisse natürlich die Frage auf, wie sich das hohe Mass an Unzufriedenheit mit der eigenen Figur, welches die besonders verletzlichen Frauen charakterisierte, überhaupt hatte entwickeln können. Einige Studien weisen darauf hin, dass die unkritische Verinnerlichung des gesellschaftlichen Schönheitsideals im Laufe der Kindheit und Jugend den Keim zur Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen legen kann, wobei das familiäre Umfeld und die Gruppe der Altersgenossen eine gewichtige Vermittlerrolle spielen dürften. In den Vereinigten Staaten entwickelte Präventionsprogramme für Essstörungen - beispielsweise das von der Harvard Medical School propagierte Programm «Full of Ourselves» - setzen denn auch mit einigem Erfolg auf die Entwicklung von «Medienkompetenz»: Sie leiten junge Frauen dazu an, die Dauerparade der Schönen und Schlanken in den Medien kritisch zu reflektieren und realistischere Ideale und Idole für das eigene Leben in Betracht zu ziehen.2


Models als Vorbilder

Wenn der Anblick von Mannequins hauptsächlich Missfallen an der eigenen Figur hervorriefe und bestenfalls mit Gleichgültigkeit quittiert würde, liesse sich allerdings kaum erklären, warum mit Abbildungen von Models gespickte Schönheits- und Modemagazine gerade beim weiblichen Publikum grossen Absatz finden - oder warum Heidi Klums Casting-Show «Germany's Next Topmodel» Millionen von Zuschauerinnen vor den Bildschirm bannt. Die Vermutung drängt sich deshalb auf, dass Fotomodelle auch positive Emotionen zu wecken vermögen, was einige Studien denn auch bestätigt haben.

So hat die Psychologin Jennifer Mills von der York University zusammen mit drei Kollegen ein Experiment durchgeführt, in dessen Verlauf 98 Studentinnen Werbefotografien vorgelegt wurden, die entweder schlanke Models, mollige Models oder aber lediglich unterschiedliche Produkte zeigten.3 Den Probandinnen war erklärt worden, dass sie an einer Marktforschungsstudie teilnähmen, und dementsprechend wurden sie gebeten, die Fotos auf verschiedenen Skalen zu bewerten. Danach beantworteten sie Fragen zu ihrer Einstellung gegenüber Diäten, ihrem derzeitigen Gewicht, dem von ihnen angestrebten Idealgewicht und ihrem Aussehen; den Antworten liess sich unter anderem entnehmen, dass Diätanhängerinnen im Vergleich zu denjenigen, die keine Diät befolgten, im Mittel mehr wogen und unzufriedener mit ihrem Aussehen waren. Am Ende des Experiments schliesslich wurden den Teilnehmerinnen drei Sorten frisch gebackener Kekse vorgesetzt - mit der Bitte, deren Geschmack nach verschiedenen Kriterien zu beurteilen.

Bei der Datenanalyse wurde verglichen, wie die Teilnehmerinnen je nach ihrer Einstellung zu Diäten auf die drei Arten von Werbefotografien reagiert hatten. Bemerkenswerterweise hatte der Anblick der schlanken Models bei Diätanhängerinnen dazu geführt, dass sie ihr wirkliches Gewicht vorübergehend unterschätzten, ein noch tieferes Idealgewicht angaben, mit ihrem Aussehen zufriedener waren - und mehr Kekse assen. Nichts dergleichen geschah bei denen, die wenig von Diäten hielten: Sie fühlten sich nach der Begegnung mit den schlanken Fotomodellen eher etwas dicker.

Die Wissenschafter vermuten, dass die Diätfreundinnen einer «Schlankheitsphantasie» erlegen seien: In ihrer Vorstellung seien sie gleichsam mit den Traumfiguren der Models verschmolzen und hätten sich vorübergehend schlanker gefühlt - und aus diesem unverhofften Hochgefühl heraus mit gutem Gewissen genascht. Mit dem eigenen Aussehen unzufriedene Frauen scheinen auf Heidi Klum & Co. demnach auch mit positiven Gefühlen reagieren zu können, nämlich dann, wenn sie die Models als motivierende Vorbilder erleben, denen sie sich in kleinen Diätschritten nähern zu können glauben - wobei nach solchen Annäherungsversuchen an die «Schönheitsgöttinnen» freilich immer die ernüchternde Erkenntnis droht, dass diese eben doch unerreichbar sind.



Ralph Erich Schmidt

Inaktiver User
23.05.2007, 19:40
Liebe Userinnen und User,

das aktuelle BRIGITTE-Dossier (Heft 12, ab 23. Mai am Kiosk) dreht sich um die Frage "Hauptsache schön?". Schöne Menschen haben es leichter im Leben. Aber was ist mit dem Rest?

Das Problem mit der weiblichen Schönheit scheint mir heutzutage zu sein, dass sie für viele mit einem ständigem Kampf gegen den eigenen Körper mit dem Blick auf das Defizitäre verknüpft ist.

Das macht es schwer, sich schön zu finden, denn zur Not muss man sich an einer Heide Klum, einer fast 50-jährigen Madonna, einer fast 70-jährigen Jane Fonda oder anderen, die mit viel Energie in Form eines Full-Time-Workout-Jobs in dieser Form sind, messen lassen oder tut es selbst. Das macht es nicht leicht, würde ich sagen.

Horus
24.05.2007, 09:03
Das Problem mit der weiblichen Schönheit scheint mir heutzutage zu sein, dass sie für viele mit einem ständigem Kampf gegen den eigenen Körper mit dem Blick auf das Defizitäre verknüpft ist.


:schild genau:


Und mir scheint das Problem mit der (weiblichen) Schönheit heutzutage zu sein, dass sie ständig, ständig, ständig ein Thema - nein: DAS Thema ist. Penetrant, dominierend - öööööde.

Inaktiver User
24.05.2007, 10:03
Und mir scheint das Problem mit der (weiblichen) Schönheit heutzutage zu sein, dass sie ständig, ständig, ständig ein Thema - nein: DAS Thema ist. Penetrant, dominierend - öööööde.

@Horus
Wir arbeiten gerade daran, das Problem mit der männlichen Schönheit einzuführen :freches grinsen:
Colonna

Horus
24.05.2007, 14:10
:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Obwohl das nicht ganz das ist, was ich unter Gleichberechtigung verstehe.

Inaktiver User
24.05.2007, 14:21
:schild genau:


Und mir scheint das Problem mit der (weiblichen) Schönheit heutzutage zu sein, dass sie ständig, ständig, ständig ein Thema - nein: DAS Thema ist. Penetrant, dominierend - öööööde.

Vor Jahren kaufte ich die erste und einzige Brigitte " Woman ".

Ich las dort den ach so wehmütigen Kolumnenversuch einer Redakteurin, die doch meinte, dass es spätestens ab 40 normal sei neidisch auf jüngere Frauen zu schlielen und Dreiviertel der Photos von sich selbst, die heute gemacht werden, zerreißen zu müssen..

Ich spürte, dass die Frau das ernst und nicht witzig meinte..

Galgenhumorig vielleicht, aber nö : ich dachte . nein DANKE das brauche ich nicht..dass mein Denken und Fühlen in diese beknackte Richtung gelenkt werden soll



Ungefragt wurde mir auch nun die neue Brigitte zugeschickt und ich las einiges ..auch den Artikel von I.v. Kürthy..manches ist launig und nett..aber diese Denkrichtung ist so seltsam..

Natürlich setzt sich I.v. K., nun junge Mutter ( die über ihre Taille jammert ) in Vergleich mit dem 20 jährigen Model und ist ein wenig wehmütig und zum Schluss heißt es : Diszplin, Mädels ist alles..:smile: Tut was.. das seid ihr Eurem Körper..Euch selbst schuldig.."

oder so etwas in der Art..

Nun ja..

Immer etwas wehmütig und dann Fuß aufstampfend..

Erwachsen geht anders, oder nicht ?

Rowellan
24.05.2007, 18:05
Über diesen Schluss bin ich auch gestolpert - hallo, bin ich wirklich dazu verpflichtet, mich mein Leben lang in Selbstdisziplin zu üben?
Ich gehöre leider zu den Menschen, die beim Vorbeigehen an einer Konditorei oder Frittenbude ein Kilo zunehmen... gleichzeitig bin ich aber essenstechnisch ein Genussmensch und hasse Sport.

Also hab ich die Wahl - mich permanent selbstkasteien (gesund statt lecker ernähren - alleine das Wort "Ernährung" macht mich aggressiv) oder mir vorwerfen zu lassen, ich würde nicht das Beste aus mir machen?
Das wäre glaub ich eine perfekte Anleitung zum dauerhaften Unglücklichsein!

Inaktiver User
24.05.2007, 20:40
@Rowellan
Kasteist du dich aber nicht selbst, bist du also eine Mollige oder gar eine Mollige, die raucht, dem Alkohol nicht abgeneigt ist und womöglich noch täglich schnelle Kilometer im Auto herunterspult, fällt dir das Ganze nicht jetzt in Form einer totalen Unähnlichkeit mit Heidi Klum auf den Kopf, sondern mit 60 in Form einer Ablehnung der Krankenkasse, die Kosten für eventuelle Folgen obgenannten unseriösen Lebenswandels zu übernehmen.
Also: jetzt hungern und dann tot (weil zu dünn geworden :ooooh:) oder jetzt geniessen und dann tot, weil kein Geld für das Krankenhaus?
Ein unlösbares Dilemma! :freches grinsen: :freches grinsen:
Colonna

I.Andrea
25.05.2007, 13:35
hallo liebe rowellan,
ich kann das nachfühlen. schönheit liegt erst mal im auge des betrachters, und bzgl.: man sieht nur mit dem herzen gut, das wesentliche bleibt für das auge unsichtbar.....kann man sagen: über meinen bisherigen lebensweg im 5.jahrzehnt habe ich foglende erkenntnis: fühle ich mich geliebt und akzeptiert, finde ich mich auch schön bzw. wohl und sehr mich mit anderen augen. aber wenn man in jeder lebensphase: zuerst, z.b. nach der pupertät: mitesser, nach dm 1. kind: bäuchlein, leichte cellul., seit anfang mitte 30 falten, bäuchlein, breiter po, falten , cellu...usw.usw. da kann man sich nicht sehr schön finden und wohlfühlen. aber ich frag mich, schaut der herr auch in den spiegel? und wenn ich heute bilder aus den z.b. zurückliegenden
2o jahren anseh, denke ich wie die autorin: da war ich richtig hübsch, und wollte es nicht glauben, weil man ja was anderes gesagt kriegt. also LMAA. jetzt versuch ich mich, wohlzufühlen und anzunehmen, denn wenn nicht jetzt, wnn dann ? In der Kiste ???
wünsche euch und mir kraft zu diseer erkenntnis, denn nobody is perfect !!! Und auch die diejenigen, die kritisieren. Die mit der angeblichen disziplin haben bestimmt andere mankos.......
aber das schaff ich nicht oft!!!

Inaktiver User
25.05.2007, 14:28
hallo liebe rowellan,
ich kann das nachfühlen. schönheit liegt erst mal im auge des betrachters, und bzgl.: man sieht nur mit dem herzen gut, das wesentliche bleibt für das auge unsichtbar.....kann man sagen: über meinen bisherigen lebensweg im 5.jahrzehnt habe ich foglende erkenntnis: fühle ich mich geliebt und akzeptiert, finde ich mich auch schön bzw. wohl und sehr mich mit anderen augen. aber wenn man in jeder lebensphase: zuerst, z.b. nach der pupertät: mitesser, nach dm 1. kind: bäuchlein, leichte cellul., seit anfang mitte 30 falten, bäuchlein, breiter po, falten , cellu...usw.usw. da kann man sich nicht sehr schön finden und wohlfühlen. aber ich frag mich, schaut der herr auch in den spiegel? und wenn ich heute bilder aus den z.b. zurückliegenden
2o jahren anseh, denke ich wie die autorin: da war ich richtig hübsch, und wollte es nicht glauben, weil man ja was anderes gesagt kriegt. also LMAA. jetzt versuch ich mich, wohlzufühlen und anzunehmen, denn wenn nicht jetzt, wnn dann ? In der Kiste ???
wünsche euch und mir kraft zu diseer erkenntnis, denn nobody is perfect !!! Und auch die diejenigen, die kritisieren. Die mit der angeblichen disziplin haben bestimmt andere mankos.......
aber das schaff ich nicht oft!!!

Nein,

diese Sicht ist genau die, die mir NICHT behagt..

Ich möchte gar nicht denken müssen : "die mit der Disziplin haben andere Mankos.. " oder " die mir dem flachen Bauch hat vielleicht eine weniger schlanke Taillle als ich "

DIESES Denken wird durch diese seltsamen Artikel in den " Frauenzeitschriften verstärkt..


Ich möchte mich nicht TROTZ der Makel gut fühlen, ich möchte NICHT altersmilde mit mir sein...:lachen: ich möchte nicht auf die Makel anderer Frauen fokussieren..

Aber was möchte ich ? :lachen:

Ist es nicht doch ein Zeichen von Jungsein, angenervt von " Makeln " zu sein und kritisch mit sich selbst ? Im gewissenen Maße sicher..

Mich nervt es an, dass nun die gleichen Zeitungen, die ständig : Machen Sie das Beste aus Ihrem Typ " schreiben und schrieben..nun eine Kehrtwende machen zu :

Frau, schau zurück !!: FRÜHER warst Du schön und hast BRIGITTE gelesen und fandest Dich nur " verbesserungswürdig ", lies heute BRIGTTE, darin steht : Ätschbätsch, warst Du dumm..besinne Dich jetzt : nun bist Du schrumpelig, aber weise..

:lachen:


Also ein wenig überspitzt ausgedrückt..

DAS finde ich ZU komisch..

Und natürlich trägt Mutter Schuld... sowieso..wie so oft.


Mütter tragen immer Schuld..

Ich werde diese BRIGITTE-Zeitschrift NICHT haben wollen.. :denn ich brauche diese Gedanken nicht..


Es IST natürlich als junge Frau kritisch zu sein..auch DAS ist ein Weg, den Frauen gehen, es ist vielleicht auch ein Zeichen von Reife und " Altersweisheit, sich nun plötzlich ? mit anderen Augen zu sehen..
Ich weiß es nicht..

Ich denke ich befinde mich irgendwo dazwischen..aber ich MISSTRAUE den Weisheiten, die nun wieder als Gegenbewegung des Schönheits und Jugendkultes verkündet werden..

Diese GEGENBEWEGUNG , die nun beschworen werden soll, die aber in der Tiefe genau so seltsam ist, wie der Schönheitskult..

Inaktiver User
25.05.2007, 15:59
Das interessante daran ist, daß ich früher weniger "schöne" Momente hatte als heute...obwohl das Feedback anderer weniger wird. Mit "schön" meine ich nicht innere Schönheit, wie Weisheit, Reife oder die Art Resignation, die bei Älteren als angenehm empfunden wird.

In unsererm Wohnort gibts zig Konfirmationen zur Zeit...
Letztlich kam ich joggenderweise an einer Gaststätte vorbei, vor der gerade eine hübsche Konfirmandin mit großer Familie und vielen 'rausgeputzten Gästen anreiste, und musste dran denken, wie ich selbst vor 20 Jahren Gast bei so einer Feier war.
Schick hatte ich mich gemacht, im nagelneuen Hosenanzug, hatte ein raffiniertes Makeup im Gesicht und erst diese hochgesteckte komplizierte Frisur - und dennoch eine gewisse Anspannung: Du bist nicht schön genug, hast einen Pickel im Gesicht, hoffentlich merkt niemand, daß Du einen Push-Up-BH trägst, und die breiten Hüften, eklig..und ist die A oder B nicht eh viel attraktiver als Du...

Ich jogge jedenfalls vor ein paar Tagen an dieser Gesellschaft vorbei und habe ein gutes Gefühl von Freiheit und Gelassenheit, das ich oft beim Laufen empfinde. Ich fühle mich ausgepowert, glücklich und bin stolz, den Berg geschafft zu haben ohne Pause...ein Moment, in dem ich mich attraktiv finde, obwohl meine Sportklamotten verschwitzt sind und meine Frisur keine ist. Ich fühl' mich besser als damals, viel besser sogar.

Je höher man den Berg hinaufläuft, desto sicherer wird man dabei.
Man stolpert nicht mehr so oft, schaut sich nicht mehr so oft um, wird ruhiger, es geht zwar langsamer, aber man kann sich vertrauen.
Heute bringt mich so schnell nichts mehr aus dem Schritt: es muss schon dicke kommen, damit ich mich unsicher fühle. Und ob ich mich dabei schön fühle?
Oft sogar. Aber eigentlich ist das gar nicht so wichtig...
Ruby

Inaktiver User
25.05.2007, 19:18
nein, ich will das alles nicht glauben, auch nicht " dass ich früher weniger schöne Momente " hatte..

Ich möchte nicht diese Gesetzheit und Vernunft..ich möchte so widersprüchlich sein, wie früher.. :-))

Ich werde fürchterlich übermütig, wenn ich Frauen zu vernünftig reden höre..

Sicher ist einiges richtig und vernünftig allemal.. :-).. ..aber ich finde das Disparate und auch ziemlich Widersprüchliche in JEDER Frau ( na ich denke fast jeder ) sollte Frau auch nicht zuuuu vernünftig wegzureden versuchen..

Vielleicht möchte manche das und vernünftig und reif und ruhig und milde mit sich sein : so weit bin ich noch nicht..

Und ich bilde mir ein, dass sich das ziemlich gut anfühlt..

leicht..und ohne die " neue " Weisheit.., die übergestülpt werden soll.., dass ich fast wieder eine eigene innere Gegenbewegung fühle.. :lachen:

Inaktiver User
25.05.2007, 21:18
Abseits des Schönheitsthemas finde ich schön, dass ihr so nachdenklich schreibt.
Ohne gleich klarzumachen, frau hat so zu sein, nur so ist es richtig!
Vielmehr, ich bin so, manchmal, nicht immer......
Das ist - einfach schön :blumengabe:
Colonna

I.Andrea
25.05.2007, 23:22
HALLO, was bedeutet der spruch von beuys?

I.Andrea
25.05.2007, 23:26
hallo, natürlich hast du recht
aber man mißt sich doch immer auch an anderen, sonst wärem wir ja nicht hier. und wann kann man zufrieden sein und sich annehmen wie man ist ? Ich finde, meine mutter ist nicht schuld.... sondern einfach mein schwaches selbstbewußtsein.
man ist doch nicht nur figur und aussehen ?????

Inaktiver User
26.05.2007, 00:42
Allzuviel Disziplin ist mir in jeder Hinsicht suspekt, und Genußfähigkeit macht einen Menschen für mich sehr anziehend. Trotzdem finde ich, man kann jemand ansehen, ob er sich selbst mag und daher respektvoll mit sich umgeht oder sich völlig gehen läßt.

In erster Linie möchte ich mir gefallen, ich möchte ein angenehmes Äußeres haben, was aber nichts mit runtergehungerten Botox-Trinen zu tun hat. Wirklich fett hingefressene, zerstörte Körper find ich furchtbar, genau wie lieblose Kleidung und ungepflegtes Äußeres. Das schuldet man sich doch schon selber, dass man mit sich pfleglich umgeht. Es ist eine Frage des Selbstwerts, ob ich auf mich achte. Und viele laufen heutzutage rum, dass es einem in den Augen wehtut. Da wünsch ich mir manchmal frühere Zeiten zurück, wo man es peinlich fand, Unterwäsche zu sehen oder nie mit Schlappen aus dem Haus gegangen wäre...

Ganz rührend finde ich z.B. alte Damen mit rosa Perlmuttnagellack. Mir gefällt das, sich auch im Alter nicht hinter grau und beige zu verstecken sondern einfach einen hübschen Anblick bieten wollen, wenn dann noch ein wacher Blick hinzukommt, denk ich, so wollt ich auch mal alt werden. Nicht in dem ich ewig jugendlich bleibe - Madonna treibt es da für mich zu weit -, aber indem ich mich nicht aufgebe.

Wobei ich auch Individualität immer anziehender finde als Gleichförmigkeit, sei es Busengröße oder Barbienase. Das finde ich eine ungute Entwicklung. Wie gut, dass man sich Ausstrahlung nicht implantieren kann oder dummen Ausdruck weglasern...

Inaktiver User
26.05.2007, 11:11
Hi Einewiekeine,
Ich gebe Dir in vielen Punkten recht, aber warum stecken in Deinem Posting so viele abwertende Äusserungen? Fettgefressen, runtergehungert, Botoxtrine...ältere Damen mit Nagellack findest Du rührend..Rührend finde ich jemand, der mir Leid tut - der es versucht, aber nicht schafft, einen angenehmen Anblick zu bieten.

Schau' dir doch lieber die Hübschen, Attraktiven an - von denen gibt es auch genug.

Ich finde Disziplin klasse.
Mir hilft sie, fit zu bleiben, gibt mir einen Rahmen, an dem ich mich festhalten kann, wenn anderes weg bricht.
Genussfähigkeit finde ich auch klasse - aber das eine schließt ja zum Glück das andere nicht aus.

Übrigens werde ich selbst vielleicht Botox-Trine - habe meinen Hautarzt gefragt. Der meint, das Botox sinnvoll angewendet, eine gute Sache ist. Einzig der Preis stört mich...
Ich habe auch kein Problem damit, mich liften zu lassen, wenn ich mein Gesicht nicht mehr mag. Aber so weit ist es noch nicht...
Ruby

Inaktiver User
26.05.2007, 11:29
Ich habe auch kein Problem damit, mich liften zu lassen, wenn ich mein Gesicht nicht mehr mag. Aber so weit ist es noch nicht...

@Ruby
....und das wird hoffentlich noch ein Weilchen dauern, bis du manches an deinem Gesicht "nicht mehr magst" :smirksmile: !


Es ist häufig so, dass es geradezu als unabdingbare, durch Arbeit erworbene Eigenschaft anmutet, selbstbewusst zu sein.
Leider ist diese Eigenschaft selten erarbeitet, sondern meist in der Kindheit durch liebevolle Zuwendung erzeugt worden.
Wem sie also fehlt, bzw. wer sie nicht gerade in grossem Masse hat, der/die ist nicht unbedingt selber daran schuld.

Oft fehlt es gerade den Leuten, die andere am Mangel des Selbstwertgefühls festnageln wollen, am allermeisten daran.
Gruss Colonna

Inaktiver User
26.05.2007, 11:58
Hi Einewiekeine,
Ich gebe Dir in vielen Punkten recht, aber warum stecken in Deinem Posting so viele abwertende Äusserungen? Fettgefressen, runtergehungert, Botoxtrine...ältere Damen mit Nagellack findest Du rührend..Rührend finde ich jemand, der mir Leid tut - der es versucht, aber nicht schafft, einen angenehmen Anblick zu bieten.

Schau' dir doch lieber die Hübschen, Attraktiven an - von denen gibt es auch genug.

Ich finde Disziplin klasse.
Mir hilft sie, fit zu bleiben, gibt mir einen Rahmen, an dem ich mich festhalten kann, wenn anderes weg bricht.
Genussfähigkeit finde ich auch klasse - aber das eine schließt ja zum Glück das andere nicht aus.

Übrigens werde ich selbst vielleicht Botox-Trine - habe meinen Hautarzt gefragt. Der meint, das Botox sinnvoll angewendet, eine gute Sache ist. Einzig der Preis stört mich...
Ich habe auch kein Problem damit, mich liften zu lassen, wenn ich mein Gesicht nicht mehr mag. Aber so weit ist es noch nicht...
Ruby

Hm, ja, ich hab ein loses Mundwerk, sorry.

Aber ich erlebe es in der letzten Ziet in meinem Umfeld des öfteren, dass vorher schon in meinen Augen schlanke Frauen mittlerweile wirklich ausgemergelt daherkommen, und dann stolz erzählen, wieviel Sport sie jetzt machen und wieviel sie abgenommen haben - das find ich einfach gruselig, weil es in meinen Augen nicht mehr schön ist, alles sehr hager und auch im Gesicht sehr hart. Die essen auch nie was, nur Salat oder so. Ich hab das auch im Büro, da ist nichts mehr mit Genuß, glaub mir!!! Essen ist für die Teufelszeug, und da hört für mich der Spaß auf, im wahrsten Sinne des Wortes :knatsch:

Und doch, ich guck gerne alte Menschen an, ich find das einfach Zu-Herzen-Gehend, und es gefällt mir genauso gut wie ein knackiger Teenie.

Und zu hingefressen: Es gibt stämmigere, es gibt Mollige und es gibt Dicke. Hab ich kein Problem damit, wenn es ein apetittlicher Anblick ist, und den kann man auch dick durchaus bieten!! Aber eine Zumutung finde ich eben mehrere Rettungsringe übereinander, die aus einer Hüfthose quellen und hinten siehst du dann noch den XXL-String. Da wünsch ich mir schon etwas mehr ästhetische Disziplin :kuss:

Denk über Botox nochmal nach... Ich glaub, strahlende Augen sind das bessere Gegenmittel gegen ein paar Stirnfalten! :kuss:

Adelka
28.05.2007, 11:07
Herzlichen Dank,an Ursula Lebert.

Lalique
30.05.2007, 16:11
Hallo ihr,

ich habe jetzt dreimal ein posting gelöscht, denn beim Durchlesen kam mir alles so eitel vor, wie es gar nicht gemeint war.
Deshalb sage ich es einfach:
Die Rechnung schlank gleich genussunfähig, da kasteiend versus dick gleich genussfähig mag ja ab und zu stimmen, aber allgemeingültig ist sie nicht!
Ich habe weiter gar keine Lust, etwas über mich zu schreiben, wie gesagt, es kommt nie richtig rüber.

Have a nice day,
Lalique

Inaktiver User
30.05.2007, 16:14
Die Rechnung schlank gleich genussunfähig, da kasteiend versus dick gleich genussfähig mag ja ab und zu stimmen, aber allgemeingültig ist sie nicht!

Es wäre aber doch schön, wenn es so einfach wäre und man sich über die Ablehnung dieser Haltung aus der Affäre ziehen könnte.

Lalique
30.05.2007, 16:54
Es wäre aber doch schön, wenn es so einfach wäre und man sich über die Ablehnung dieser Haltung aus der Affäre ziehen könnte.

Meinst du das so spöttisch, wie es bei mir ankommt :freches grinsen: ?

Ich erlebe´wirklich nette, frohe dicke Menschen und ebenso nette frohe schlanke.
Ich weiß, dass sich viele Frauen halbtot schuften, um schlank zu sein, d.h. ich LESE darüber, ich kenne keine solche Frau.
Aber soll sie doch, wenn sie es möchte! Es ist IHRE Sache, ich schreibe ihr nichts vor, schon, weil ich mir auch nichts vorschreiben lasse!
Vor allem kenne ich Frauen, die mit ein bisschen Vernunft, die nichts mit Kasteiung und Entsagung zu tun hat, ihre Figur im Griff haben und die sich so optimal präsentieren, wie es ihren Voraussetzungen entspricht, ohne sich dabei verrückt zu machen.
Die froh sind, dass sie das gut hinkriegen und dabei andere Frauen ebenso gelten lassen, denen es nicht gelingt oder die das gar nicht wollen.
"It takes all sorts to make a world", das berücksichtige ich eigentlich immer und ich schaue sie alle gern an, jede Frau, Hauptsache, sie ist kooperativ und keine Intrigantin und ich bekomme einen Draht zu ihr.
Dieser Draht hat aber nie etwas mit ihrem Aussehen zu tun, nie!

Lalique

Inaktiver User
30.05.2007, 17:45
Meinst du das so spöttisch, wie es bei mir ankommt :freches grinsen: ?

Spöttisch - ja, aber es war nicht auf Dich bezogen.


Ich erlebe´wirklich nette, frohe dicke Menschen und ebenso nette frohe schlanke.

Das eine ist wie das andere möglich.


Ich weiß, dass sich viele Frauen halbtot schuften, um schlank zu sein, d.h. ich LESE darüber, ich kenne keine solche Frau.

Ich kenne einige, die das behaupten. Wenn man näher mit ihnen zu tun hat, bemerkt man, dass sie nicht halb so viel tun, wie sie reden. Menschen die gern sportlich aktiv sind, haben ihn in ihr Leben integriert und reden nicht sonderlich viel drüber, weil es ihr Alltag ist.


Aber soll sie doch, wenn sie es möchte! Es ist IHRE Sache, ich schreibe ihr nichts vor, schon, weil ich mir auch nichts vorschreiben lasse!

Wieso und wozu auch? Und vor allem von wem? Wer hätte die "Macht", Dir in der Hinsicht Vorschriften zu machen?


Vor allem kenne ich Frauen, die mit ein bisschen Vernunft, die nichts mit Kasteiung und Entsagung zu tun hat, ihre Figur im Griff haben und die sich so optimal präsentieren, wie es ihren Voraussetzungen entspricht, ohne sich dabei verrückt zu machen.
Die froh sind, dass sie das gut hinkriegen und dabei andere Frauen ebenso gelten lassen, denen es nicht gelingt oder die das gar nicht wollen.
"It takes all sorts to make a world", das berücksichtige ich eigentlich immer und ich schaue sie alle gern an, jede Frau, Hauptsache, sie ist kooperativ und keine Intrigantin und ich bekomme einen Draht zu ihr.
Dieser Draht hat aber nie etwas mit ihrem Aussehen zu tun, nie!

Lalique

Niemand muss. Es ist und bleibt für mich nur die Frage, wieso man sich ärgert, wenn andere es tun und wieso man nicht zu sich steht? Es gibt meiner Meinung nach nur so lange ein Diktat, wie es jemand aufnimmt.

Wenn ich diesem Diktat folgen mag, ist es ok. Wenn ich ohnehin einen ähnlichen Stil lebe, wie er gerade Trend ist, umso besser. Will ich es nicht, weil ich nicht mag oder kann oder beides, ist es doch auch ok und diese Vorschriften, die keine sind, sind nichtig.

Ich bin etwas verwirrt über diese Welle, die die Meinungsäusserung in diesem Artikel, scheinbar auslöst, aber vielleicht geht es gar nicht um den.

vita

Lalique
01.06.2007, 09:56
Niemand muss. Es ist und bleibt für mich nur die Frage, wieso man sich ärgert, wenn andere es tun und wieso man nicht zu sich steht? Es gibt meiner Meinung nach nur so lange ein Diktat, wie es jemand aufnimmt.

Ich ärgere mich schon lange nicht mehr - allerdings werde ich auch nie direkt kritisiert. Eine einfache Antwort auf solche Übergriffe wäre aber immer das schlichte: ICH gefalle mir und meinem Mann auch (wenn frau einen hat).
Das müsste ALLE mundtot machen :lachen: .



Ich bin etwas verwirrt über diese Welle, die die Meinungsäusserung in diesem Artikel, scheinbar auslöst, aber vielleicht geht es gar nicht um den.

vita

Es geht bei all diesen Artikeln immer nur um das Aussehen einer Frau. Ich finde das schon lange nervtötend und überflüssig, weil alles schon längst gesagt und geschrieben und von allen Seiten betrachtet und kommentiert wurde, andererseits kann sich kaum eine Frau um dieses Thema in ihrem Leben herumdrücken.
Und es fasziniert immer! Noch meiner Schwiegermutter war es mit 84 Jahren wichtig, wie sie aussah, sie hat sich dezent geschminkt und hübsch angezogen und darauf geachtet, dass sie nicht zu dick wurde.
Da ich mittlerweile weiß, dass frau immer älter wird (in der Jugend weiß man es irgendwie trotz der Beweislast eher nicht) und wie schnell das vor allem geht, bin ich gar nicht mal so weit entfernt von diesem "furchterregenden" Alter und kann mir ohne weiteres vorstellen, dass ich es genau so handhaben werde und zwar, solange ich da bin.
Wahrscheinlich ist es in die menschliche Psyche eingebaut, genetisch bedingt eben oder?

Have a nice day,
Lalique

Inaktiver User
01.06.2007, 10:40
@Lalique
Gefallen wollen, finde ich nicht abwegig. Es soll nur nicht zur fixen Idee werden. Irgendwann las ich auf der Eingangsseite zur Bri : Schönheitskönigin im Altersheim. Das ist denn doch zu traurig, dass Frauen bis ins hohe Alter andere mit ihrem Aussehen übertrumpfen wollen, wo bleibt da Platz für Freundschaften und vor allem für aufrichtige Freude am Anblick von Schönheit (anderer), sei sie nun weiblich oder männlich.
Gruss Colonna

Lalique
01.06.2007, 13:33
@Colonna
Übertreibungen sind meistens ungesund, aber auch da muss jede Frau ihr Maß finden.
Meins ist schon immer gewesen, mit dem geringsten Aufwand den größtmöglichen Effekt zu erzielen.
Damit komme ich gut durchs Leben :smile: !
Die Wahl der Schönheitskönigin im Altersheim mutet wirklich etwas seltsam an, aber man müsste dabei gewesen sein, um es beurteilen zu können.
Vielleicht war es ja witzig und alle haben es genossen?
Keine Ahnung!
Soweit ich informiert bin, ist das größte Übel in Altersheimen nicht das Konkurrenzdenken untereinander, sondern die Langeweile, und wahrscheinlich ist jede Abwechslung willkommen...

Have a nice weekend,
Lalique

Zinfandel
03.06.2007, 22:36
Schön richtig schön finde ich mich wenn ich nach gutem Sex in den Spiegel schaue. Meine Augen strahlen, meine Falten sind wie weggebügelt und das Mona- Lisa Lächeln steht mir gut.
Danke Armin!

Doro41
06.06.2007, 09:50
Gesundheitsschuhe tragen mit "mit dem ganzen Zirkus [...] verweigern" (S. 84, Brigitte 12/2007) gleichzusetzen ist nicht gerecht, liebe Frau von Kürthy - manche von uns müssen wegen gesundheitlicher Probleme mit den Füssen diese Art Schuhe tragen. Ja auch mit vom Orthopäden verschriebenen Einlagen - pfui, wie hässlich. Soll ich meinen Rücken der Mode opfern? Es ist mir nicht "egal" wie ich aussehe, aber Gesundheit geht vor.

Inaktiver User
06.06.2007, 10:06
Gesundheitsschuhe tragen mit "mit dem ganzen Zirkus [...] verweigern" (S. 84, Brigitte 12/2007) gleichzusetzen ist nicht gerecht, liebe Frau von Kürthy - manche von uns müssen wegen gesundheitlicher Probleme mit den Füssen diese Art Schuhe tragen. Ja auch mit vom Orthopäden verschriebenen Einlagen - pfui, wie hässlich. Soll ich meinen Rücken der Mode opfern? Es ist mir nicht "egal" wie ich aussehe, aber Gesundheit geht vor.

Soweit ich weiss, war das ein Beispiel. Es gibt genug andere, die Klamotten im Öko-Chic-Bereich beschreiben und für deren Verwendung es bestimmt auch einen guten Grund gibt. Nachlässig wirken viele von diesen Teilen trotzdem.

Es gibt aber auch anderes als breit aussehende Gesundheitsschuhe und sogar mit Einlagen. Meine Mutter hat da sehr gut aussehende Modelle in Grösse 41 1/2, die weder breit noch nachlässig oder unmodern aussehen.

Vielleicht liegt es doch an der Auswahl....???

Inaktiver User
06.06.2007, 10:17
Gesundheitsschuhe tragen mit "mit dem ganzen Zirkus [...] verweigern" (S. 84, Brigitte 12/2007) gleichzusetzen ist nicht gerecht, liebe Frau von Kürthy - manche von uns müssen wegen gesundheitlicher Probleme mit den Füssen diese Art Schuhe tragen. Ja auch mit vom Orthopäden verschriebenen Einlagen - pfui, wie hässlich. Soll ich meinen Rücken der Mode opfern? Es ist mir nicht "egal" wie ich aussehe, aber Gesundheit geht vor.


Doro - es gibt doch auch ansehnliche "Gesundheitsschuhe".
Man kann aus allem was machen, wenn man will - sogar aus einem an und für sich nicht attraktivem Hörgerät ;-))

Ich glaube, das ist der Unterschied zwischen Menschen, die "wirken" und denen, die es nicht tun: man merkt, ob jemand Wert auf sich legt, eine innere Haltung hat, die aussagt, daß man sich nicht wurscht ist.
"Hauptsache, die Haltung stimmt..." hab ich hier mal gelesen :-)

Wenn das so ist, können weder Gesundheitsschuhe, noch Schlimmeres wie Haarausfall, Pickel oder Falten was dran ändern, daß man positiver wirkt als jemand, der resigniert hat.
Ruby

Inaktiver User
06.06.2007, 20:54
Frau sollte auch nicht ernst nehmen, was Frau Kürthy so schreibt.
Ein kleiner Beitrag dazu:
ich habe und hatte aufgrund meiner (nun verschiedenfarbigen, aber ehemals) schwarzen Haare schwarze, ziemlich breite Augenbrauen, die, als ich noch ein halbes Kind war, nicht gezupft werden durften, das erlaubte meiner Mutter nicht :freches grinsen:
Diese Augenbrauen hasste ich.
Die Schullehrerin quälte mich damit, da sie häufig anmahnte, ich möge meine Augenbrauen nicht bemalen :ooooh:
Manche KlassenkollegInnen meinten dasselbe.
Zwei alte Frauen im Bus sagten einmal, auf mich deutend:"Das Kind hat aber schwarze Augenbrauen!" :heul:

Als ich etwa vierzehn war, nahm mich die Freundin meines älteren Bruders zu einem Innenstadtfriseur mit, der mir anlässlich einer Hochzeitseinladung einen schicken Haarschnitt verpassen sollte.

Als der Mann an mir herumschnipselte, betrachtete er mein Gesicht und sagte:"Du siehst rassig aus, graue Augen und schwarze Augenbrauen, sehr lieb!"
Damit war meine Welt wieder in Ordnung und der Hass auf meine Augenbrauen dahin.
Frau sieht: die Wirkung einer (gültigen oder ungültigen) Meinung hat Wirkung! Manchmal positiv, manchmal negativ.

Gruss Colonna

Inaktiver User
27.09.2007, 08:27
Um das Thema noch einmal aufleben zu lassen:

Bemerkenswert finde ich, dass der Begriff Schönheit fast immer die Assoziation dick oder dünn nach sich zieht.

Bemerkenswert finde ich, dass Frauen immer noch freiwillig unter die Sonnenbank gehen, obwohl sie unter ihren Falten leiden.

Bemerkenswert finde ich, dass Menschen beim Online-Dating wochenlang miteinander schreiben können und sich gut verstehen und sobald sie das Foto des anderen sehen, den Kontakt abbrechen.

Bemerkenswert finde ich, dass Schönheit in wissenschaftliche Raster gepresst wird (und in Konfektionsgrößen). Warum gibt es überall XXL-Bereiche in den Läden, aber keine XXS-Bereiche? Und warum wird XXL nicht einfach integriert?

Bemerkenswert ist, dass die Ernährungsmafia Dicke produziert, indem sie für Diäten und abnehmen wirbt.

Bemerkenswert ist, dass viele Kinder keinen Purzelbaum mehr machen können.

Bemerkenswert ist die Liebe, denn die macht andere Menschen auch ohne schönsaufen schön.

Inaktiver User
27.09.2007, 09:38
Erwachsen geht anders, oder nicht ?

Aber hallo! Leider kann man sich da den Mund fusselig reden, es hilft nix. :ooooh:

Inaktiver User
27.09.2007, 09:46
In erster Linie möchte ich mir gefallen, ich möchte ein angenehmes Äußeres haben, was aber nichts mit runtergehungerten Botox-Trinen zu tun hat. Wirklich fett hingefressene, zerstörte Körper find ich furchtbar, genau wie lieblose Kleidung und ungepflegtes Äußeres. Das schuldet man sich doch schon selber, dass man mit sich pfleglich umgeht. Es ist eine Frage des Selbstwerts, ob ich auf mich achte. Und viele laufen heutzutage rum, dass es einem in den Augen wehtut.


Aber das ist doch nur deine Sicht. Ob jemand sich mag, kann doch von ganz anderen Dingen abhängen. Es gibt nun mal Menschen, die legen keinen Wert auf Äußeres bzw. haben andere Maßstäbe. Wenn jemand lieber Birkies als Stöckelschuhe trägt, ist diese Person nicht automatisch weniger pfleglich mit sich selbst, nur weil die Birkies nicht schick sind. Vielleicht ist sie sogar viel pfleglicher, weil sie ihren Füßen keine engen Schuhe zumuten will?




Ganz rührend finde ich z.B. alte Damen mit rosa Perlmuttnagellack. Mir gefällt das, sich auch im Alter nicht hinter grau und beige zu verstecken sondern einfach einen hübschen Anblick bieten wollen, wenn dann noch ein wacher Blick hinzukommt, denk ich, so wollt ich auch mal alt werden. Nicht in dem ich ewig jugendlich bleibe - Madonna treibt es da für mich zu weit -, aber indem ich mich nicht aufgebe.

Na, danke, ich lege keinen Wert darauf, dass mich irgendjemand später mal "rührend" findet!

Inaktiver User
27.09.2007, 09:49
"It takes all sorts to make a world", das berücksichtige ich eigentlich immer und ich schaue sie alle gern an, jede Frau, Hauptsache, sie ist kooperativ und keine Intrigantin und ich bekomme einen Draht zu ihr.
Dieser Draht hat aber nie etwas mit ihrem Aussehen zu tun, nie!


:schild genau: