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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : solares Klima



Carlogo
16.05.2007, 12:59
Hier wird eine angeregte Diskussion über Solarenergie etc. geführt

Als erste mal fällt mir dazu ein.

Sind wir alle denn wahnsinnig! Wir hängen an den konventionellen Energien, als gebe es Sie noch ewig und sie wären unter ökologischen Gesichtspunkten zu vertreten.
Anscheinend reicht es uns ja zu wissen, dass es für unsere Generation noch reicht. Traurig.

Noch einmal für alle.
Gas noch ungefähr 40 Jahre
Öl noch ungefähr 30 Jahre
Uran noch ungefähr 20 Jahre
Kohle noch ungefähr 100 Jahre


Sonne noch ungefähr 5.000.000.000 Jahre

Ich glaube das erkennt jedes Kind.

Wollen wir erst alle warten bis das Benzin 5 Euro kostet.

Kommt garantiert in den nächsten 10 Jahren.
Bei Krieg noch früher.

Warum also auf eine aussterbene Art setzen, wenn wir eine viel innovativere Energie nutzen können.

Wer sich dagegen sperrt beschreitet einen großen Irrtum.

solare Grüße an alle

hifi
16.05.2007, 13:14
Hier nochmal die Mengen an fossilen Energieträgern für die BRD pro Jahr:

Etwa die Hälfte des gesamten Erdölbedarfs in Deutschland (rund 130 Millionen Tonnen/Jahr) wird vom Verkehr verbraucht.

Der deutsche Erdgasverbrauch stieg im Jahr 2006 um 1,5 % oder 1,7 Mio. t SKE auf 112,6 Mio. t SKE (Steinkohleeinheiten).

Der deutsche Kohleverbrauch liegt bei ca. 130 t SKE.

Nun die Fragen:

Welcher Energieträger soll in welchen Mengen durch Solarenergie ersetzt werden?

Wie und in welcher Zeit soll das technisch vonstatten gehen.

Keiner der Befürworter von Solarenergie hat bisher eine pausible Antwort auch nur für 10% der obigen Mengen gegeben.
Gruss hifi

Inaktiver User
16.05.2007, 13:19
ich denke mal, dass es nicht wirklich relevant ist, dass die Sonne wohl noch 5 Milliarden Jahre funktionieren wird - solange gibt es die Menschheit eh nicht!

Aber wir brauchen Alternativen zu den fossilen Brennstoffen, denn die reichen nicht mehr sehr lange, schaffen in einigen Fällen Umwelt- und Klimaprobleme, und - sind im Falle von Öl viel zu schade zum Verbrennen: Öl sollte als Chemierohstoff genutzt werden.

Die Reichweite ist allerdings deutlich länger als zitiert, weil ja die Preise steigen werden und deswegen auch andere Quellen genutzt werden können:

* Ölsand und Ölschiefer beim Öl
* Plutonium aus Uran über schnelle Brüter
* Tiefseequellen für Gas und Öl

Aber zumindest bei Öl, Gas und Kohle macht das ja das Problem eher schlimmer, wenn wir durch CO2-Produktion den Klimawandel beschleunigen.

Wir sollten die Entwicklung alternativer Energien fördern, auch wenn es klar sein muss, dass diese erst langsam - über mehrere Jahrzehnte - ans Netz gehen können. Und es muss uns auch klar sein, dass wir für die meisten Alternativen konventionelle Reservekapazität brauchen, denn Sonne und Wind gibt es nicht automatisch, wenn wir den Strom brauchen.

Wer erwartet, dass wir bis 2015 einen nenneswerten Anteil unseres Energiebedarfs durch Alternativen decken können, ist naiv, erst recht vor dem Hintergrund des explodierenden Energiebedarfs in China und Indien.

Aber wir müssen anfangen, denn sonst passiert gar nichts!

Übrigens haben das auch die Energie- und Ölkonzerne gemerkt, denn die investieren wie verrückt in Forschung und Ausbau von neuen Energien. Und nein - sie halten ihre Ergebnisse nicht in der Schublade!

djgm

Yeti
16.05.2007, 13:24
Und ich dachte schon, daß hier alle eine Energiesperre hätten.

Können wir nun mit der Rettung des Planeten beginnen?
♥ ♥ ♥ :blumengabe:

Inaktiver User
16.05.2007, 13:27
hifi -

kurzfristig hast du völlig recht.

Aber wir können nach und nach einen beträchtlichen Teil der konventionellen Kraftwerke durch erneuerbare Quellen ersetzen. Ich halte das Ziel mehr als 20 % aus alternativen Quellen zu beziehen, für mittelfristig erreichbar, und langfristig kann der Anteil noch wesentlich höher liegen - auch ohne Importe von Solarstrom aus der Sahara, die (noch ??) unrealistisch ist.

Wie eben gesagt müssen wir jetzt anfangen, aber wir müssen parallel auch sicher stellen, dass unsere konventionellen Energien durch erhöhte Effizienz und Sparmaßnahmen gesichert bleiben.

Für Strom und Heizenergie sehe ich schon heute die Zukunftsperspektiven, bei Treibstoffen ist es noch schwierig, da es (noch) keine Speichermedien gibt, die ausreichende Kpazität und Umweltverträglichkeit verbinden. Aber auch das kommt - langfristig!

djgm


Bei Treibstoffen

Yeti
16.05.2007, 13:29
Jetzt kommt die Energiesperre auch nioch hierher. Lest doch mal was Carlogo geschrieben hat!

Könnt ihr euch mal ohne Öl, Atom, Kohle ud Gas definieren?
Ist das wirklich so schwer beim Thema zu bleiben? Lest die Überschrift wenn der Rest zuviel ist!

Inaktiver User
16.05.2007, 13:38
Yeti -

kannst du uns bitte sagen, WIE wir innerhalb von kurzer Zeit (sagen wir mal großzügig: Fünf Jahre) Kohle, Öl, Gas und Kernenergie durch Sonnenenergie komplett ersetzen können?

Ich halte es schon für einen gewaltigen Fortschritt, wenn wir auch nur 20 % innerhalb eines Jahrzehnts erreichen - aber das sollten wir auch versuchen!

djgm

hifi
16.05.2007, 13:38
hifi -
kurzfristig hast du völlig recht.
...

Ich definiere mal kurzfristig = 20 Jahre. Und in den 20 Jahren wird der Energiebedarf weiter steigen. Die Mengen stehen ja da, die habe ich nicht erfunden. Die Fragen lauten:

Was und wieviel soll durch Solarenergie ersetzt werden. Welche technischen Lösungen stehen bereit.

Alle Befürworter von Solarenergie beantworten diese Fragen nicht.

Yeti
16.05.2007, 13:41
http://de.wikipedia.org/wiki/Fotovoltaik Stromproduktion

http://de.wikipedia.org/wiki/Windenergie ... auch ohne Sonne

http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenkollektor Wärme

http://de.wikipedia.org/wiki/Biodiesel Treibstoffe

http://de.wikipedia.org/wiki/Biogas Gase


Wir können schon heute die Versorgung ändern, wir müssen nur unser Denken ändern.

Opelius
16.05.2007, 13:51
Warum also auf eine aussterbene Art setzen, wenn wir eine viel innovativere Energie nutzen können.

Wer sich dagegen sperrt beschreitet einen großen Irrtum.

solare Grüße an alle

Ja, wir könnten sicherlich viel mehr Sonnenernergie verwenden, wenn wir unser öffentliches und privates Leben nach der Sonne ausrichten würden.
Tun wir aber nicht! Bei dem zur Zeit mit Regenwolken verhangenen Himmel, müßten wir als erstes alle Computer abschalten, keinen Fernseher laufen lassen und auch energieabhängige Produktion still legen. Wir müßten mit den Hühnern ins Bett und erst mit dem Hahnengeschrei wieder aufstehen, um keine Energie zu verbrauchen, die nachts nicht da wäre. (Jetzt im Mai wäre es schon ein schön langer Tag). Das wäre eine Rückkehr in das Leben vor 1900.

Es gäbe genug Arbeit für alle, weil wieder 50% der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeiten müßten und würden. Unsere derzeitige Nahrungsmittelversorgung, in der Produktion, der Aufbereitung und im Verteilen, ist extrem abhängig von Brennstoff.

Wir könnten damit dann auch die gesamte Autoindustrie auf das Niveau wie im Kaiserreich zurückfahren.Zur Zeit hängt bekanntlich jeder 8. Arbeitsplatz an der Autoindustrie, wie oben schon von einem anderen User beschrieben mit einem gigantischen Energieverbrauch. Unser Bewegungsradius müßten wir auf fußläufigen Bereich beschränken.

Unser übertriebenes Reinlichkeitsbestreben müßte ebenfalls auf das Niveau von 1900 zurückgefahren werden. Keine Dusche, keine Badewanne, nur Waschschüssel und Waschlappen. Unsere Wäsche könnten wir dann auch nur noch einmal die Woche wechseln, denn Waschmaschinen könnte man nur bei Sonneneinstrahlung waschen.

Wir könnten natürlich auch viele Forschungsmittel in alternative und gesicherte Projekte stecken, aber wir vergeuden sie lieber in Augenwischereien wie Windkrafträder, die bessser als Abschreibungsobjekte taugen als zur Energiegewinnung.

hifi
16.05.2007, 13:54
Stand der Technik bei solaren Alternativen:

Kein einziges Kohle oder Atomkraftwerk wurde bisher durch Wind oder Solarkraftwerke ersetzt. Für jedes Wind/Solarkraftwerk muss ständig fast die gesamte Leistung in Form von Kohle/Öl/Gas-Kraftwerken mit Vollkosten am Netz sein. Dabei wird zusätzliches CO² erzeugt.

Sogenannter "Biodiesel" also Treibstoff aus Pflanzen wird z.Z. so erzeugt, dass zusätzliches CO² freigesetzt wird.

Yeti
16.05.2007, 14:05
@hifi
Ich werde euch die Grundlagen der umweltschonenden Energieträgern nicht beibringen können, wenn ihr nicht mal Fossile treibstoffe von nachwachsenden Treibstoffen unterscheiden könnt.


djgm01 (http://www.brigitte.de/foren/member.html?u=538956) macht mit dem Kauf der Solaranlage das exakt richige. Du tust etwas für die Umwelt. Besser geht es nicht. Würde jeder so handeln, dann wären wir schon viel weiter. Fossile Rohstoffe hätten eine wesentlich geringere Lobby. Du wirst bald Nachahmer finden. Sei stolz!

Inaktiver User
16.05.2007, 14:18
Yeti -

danke für die Links. Aber hast du auch selbst gelesen, was da steht?

Das Beispiel Biodiesel zeigt, dass diese Alternative nicht einmal theoretisch existiert: Um unseren Verbrauch an Heizöl und Diesel durch Biodiesel zu ersetzen, würde nach deiner Quelle eine landwirtschaftliche Produktionsfläche von etwa 1,5 Millionen Quadratkilometern benötigt, also mehr als das Vierfache der Gesamtfläche Deutschlands. Selbst wenn man den Energiegehalt der kompletten Rapspflanze, einschließlich Stroh, umwandeln könnte (die ersten Anlagen dafür gibt es ja bereits), würde immer noch die doppelte Fläche Deutschlands benötigt.

Dieselbe Kritik gilt entsprechend auch für die anderen Links.

Beim Biodiesel (bzw. Bioethanol) kommt schon heute dazu, dass wir eine Verlagerung beim Anbau zugunsten von Energiepflanzungen sehen. Die Bauern sehen diesen Markt gern. Aber die Folge ist, dass sich schon jetzt in einigen Ländern die Preise für Mais als Lebensmittel vervielfacht haben (verachtfacht in Mexiko !!!), und auch bei uns rechnen wir mit Preiserhöhungen für viele landwirtschaftliche Produkte in diesem Jahr, die wir spätestens nächstes Jahr als deutliche Preiserhöhungen im Laden spüren werden.

Alle von dir angeführten Alternativen werden ja bereits genutzt und sollten weiter ausgebaut werden - unter Berücksichtigung der Folgen.

Schweden hofft bis 2020 theoretisch den kompletten Energiebedarf aus dem Holz der dortigen Wälder decken zu können, aber bei uns könnte Holz bestenfalls 5 % des Bedarfs decken. Das sollten wir nutzen, aber es löst das Problem nicht! Und ich bin nicht sicher ob wir (und die Schweden) uns schnell nachwachsende "Energiewälder " wirklich wünschen.

Es bleibt dabei - es gibt Aussichten für die Zukunft, aber es kann nur schrittweise gehen!

djgm

hifi
16.05.2007, 14:21
Immerhin habe ich jetzt gelernt,
dass das Anklicken von Wikipedia-Links
Millionen Tonnen Öl/Erdgas/Kohle spart.

Keiner der Befürworter von Solarenergie hat bisher eine pausible Antwort auch nur für 10% der zur Zeit verbrauchten Mengen gegeben.

Yeti
16.05.2007, 16:17
Immerhin habe ich jetzt gelernt,
dass das Anklicken von Wikipedia-Links
Millionen Tonnen Öl/Erdgas/Kohle spart.

Keiner der Befürworter von Solarenergie hat bisher eine pausible Antwort auch nur für 10% der zur Zeit verbrauchten Mengen gegeben.

Für den stellt sich das hema nicht mehr. Er hat alles getan was man tun kann. Der macht bestimmt weiter wenn er Geld hat.

Inaktiver User
16.05.2007, 16:29
Yeti -

aber die Frage bleibt im Raum: Wie können wir/willst du in den nächsten Jahren wenigstens 10% der jetzt benötigten Energiemenge durch Solarenergie ersetzen?

Bisher besteht der Erfolg - neben den Subventionen, die ich von euch allen (danke sehr!!) für meine Anlage kassieren werde - nur darin, dass sich eine Spekulationsblase in Solarunternehmen gebildet hat, die irgendwann platzen wird.

Die Kapazität, die in Deutschland für Solarstromanlagen jetzt aufgebaut wird, reicht kaum für 1 % unserer Stromerzeugung - und Deutschland ist eines der führenden Länder in diesem Bereich. Und wir reden ja nicht nur von Strom sondern auch von anderen Energiearten (Wärme, Treibstoff, ..).

Ich tue ja ein wenig (s. separater Strang) und weiß trotzdem, dass es nicht viel bringt. Wastust du? Was tun wir alle? Bringt Sparen etwas? Können wir selbst in entsprechende Energien investieren? Kaufst du Aktien von Unternehmen im alternativen Bereich, damit die abheben können? Oder ist auch dir (wie mir) dein Geld dafür zu schade?

djgm

Yeti
16.05.2007, 17:17
Wenn du deinen Strombedarf durch deine Anlage gedeckt hast, dann hast du für 25 Jahre keine weitern Kosten. Du kriegst ja 50 Cent pro eingespeiste kw/h, zahlst für die gebrauchte natürlich mehr. Du kriegst Subventionen und hast Kosten für die Anlage.
Stelle die Kosten gegenüber, dann kommst du auf 0 Euro, d. h., daß du nichts verloren und nicht gewonnen hast. Du hast aber keinen Dreck und kein CO2 erzeugt.

Ernst-Ulrich von Weizsäcker ist ein Fachmann für die Umwelt.
Das wird dir Mut machen:
http://de.news.yahoo.com/05052007/12/klima-experte-weizsaecker-appelliert-umweltbewusstsein.html

Er hat gesagt, daß wir die Effizienz noch mehr verbessern können. Das heeißt, daß nz. B. Autos auch mit nur einem Liter Sprit fahren könnte. Das heißt, daß man mit einer Tankfüllung bei einem Auto, das heute 7 Liter verbraucht, wir dann mit einem gleichwertigen Auto 7 mal soweit fahren können.

In Die Solartechnik wird sich weiter verbessern. Die Dachpfanne kann schon heute eine Solarpfanne sein. Das wär dann ein echtes Solardach sein. In den USA entwickelte ein älteres Ehepaar Solarquader, wo nicht nur auf der Fläche, sondern auch in der Tiefe Solarstrom produziert wird. Das wär gerade für unsere Breitengrade günstig.

Mach dir keine Sorgen! Wenn jeder Solardächer hat, dann werden Alternativen sich durchgesetzt haben. Sollte dann noch Fläche fehlen, dann kann man Strom in Afrika kaufen.
Strom läßt sich heute ohne große Verluste über weite Strecken produzieren. Das weiß jeder Elektriker.

Fahr zur Nordsee! Hunderte von WKAs dreehen sich da im Wind und ersetzen mehrere AKWs. Niemand fragt dort nach Atomkraft. Wer dort ein Grundstück hat und ein WKA draufgesetzt hat, der ist heute ein gemachter Mann.

Hast du Geld? Dann bau im Keller ein Blockheizkraftwerk.`Damit kannst du Strom und Wärme für dich und für deine Nachbarn erstellen. Du mußt dann aber wohl ein Gewerbe anmelden.

Es gibt noch tausend Alternatriven. Wir müssen sie nur nutzen.

Gib nie auf! :allesok:
Die ewig Gestrigen, lass sie reden! Sie sind noch nicht soweit wie du.

P. S.: der Anteil am Gesamtenergiebedarf wird schon heute zu 12% durch Alternativen gedeckt.

Inaktiver User
17.05.2007, 10:14
Und ich dachte schon, daß hier alle eine Energiesperre hätten.

Können wir nun mit der Rettung des Planeten beginnen?
♥ ♥ ♥ :blumengabe:


Beginnen?

Hast du das nicht schon vor Jahren mit dem Grünen getan? Oder machst du einen Unterschied zwischen Planet und Umwelt?


03.05.2007, 19:34

AW: Was tun Sie für den Klimaschutz?
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Hey, die Grünen haben einst mit Ente und VW-Bus die Umwelt gerettet.

Auf zum G8 Gipfel!

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Bären bitte nie mit der Hand füttern!

Viel lieber fressen sie Honig.

In deinem Alter sollte man noch nicht vergessen, was man woanders geschrieben hat, Yeti.