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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich muss stark bleiben!!



hassfurt
13.05.2007, 23:48
Hallo,

mir geht es so scheiße. Ich habe am 09.05. meinen Bruder bei einem schweren Verkehrsunfall verloren. Ich bin die jüngste in unserer Familie - muss aber extrem stark bleiben. Meine Mutter und meine ältere Schwester können beide nicht mehr klar denken, und ich muss die ganzen schweren Wege gehen, wie z. Bsp. zur Gemeinde, zur Polizei, die Beerdigung koordinieren usw. Die beiden sind zwar auch dabei, aber sie können einfach nicht mehr klar denken. Ich versteh die beiden ja, aber ich fühle mich einfach überfordert mit dieser Situation. Ich verstehe ja selber nicht einmal, dass er nicht wieder kommt. Ich weiß es ja, aber ich kapier es noch nicht. Er hatte zwei kleine Kinder die gerade mal 3 Monate und 1 Jahr und 4 Monate waren, sie werden ihren Vater nie wirklich kennen lernen, dass finde ich so traurig. Mein Mann kann mir in dieser Situation auch nicht weiter helfen, da er eher nur an mich und an sich denkt, als an andere. Er versteht mich zwar, aber helfen kann er mir nicht. Es tud einfach so verdammt weh. Jetzt wo es langsam ruhiger wird, bekomme ich erst den Schmerz in meinen Herzen mit. Ich würde am liebsten nur noch weinen, dass kann ich aber nicht, da ich bei meiner Schwester und bei meiner Mutter stark bleiben muss. Wieso musste er so jung sterben? Wieso hat er nicht überlebt?

Inaktiver User
14.05.2007, 11:41
Liebe hassfurt,

es tut mir so leid für Dich. Fühl Dich erstmal ganz doll umarmt (wenn Du magst..). Zum einen kann ich sehr gut nachempfinden, wie es Dir gerade gehen muss. Ich habe am 15.4. meinen Lebensgefährten durch einen Motorradunfall verloren. In dem Unglück hatte ich nur das Glück, dass ich mich nicht um alles alleine kümmern musste, sondern dass ich liebe Menschen um mich habe, die mir viele solcher organisatorischer Dinge abgenommen haben. Du kannst nicht nur stark sein für deine Schwester und Deine Mutter, Du musst selbst auch einmal die Möglichkeit haben Deine Traurigkeit rauszulassen, sonst machst Du Dich dabei kaputt und das hilft Deiner Schwester und Deiner Mutter auch nicht weiter. Ich bin sicher, dass sie das auch verstehen werden. Dein Mann kann Dir vielleicht nicht direkt helfen, aber weine Dich dann doch einfach auch bei ihm aus. Aber vielleicht kann er Dir doch auch das eine oder andere organisatorische abnehmen, bitte ihn doch einfach mal darum. Es tut mir ganz leid, wenn Du da jetzt das Gefühl hast, Du musst alles organisieren, stark sein für Deine Familie und für Dich bleibt nichts übrig. Ich habe momentan zwar selbst nicht viel Kraft übrig, aber ein bisschen was möchte ich Dir davon schicken. Du schaffst das, vergess Dich selbst dabei nur nicht. Und schreib einfach so oft Du magst hier rein wie es Dir geht, es liest bestimmt immer irgendwer und hat vielleicht auch ein paar tröstende oder mitfühlende Worte für Dich. Außerdem hilft es auch, wenn man mal was aufschreibt. Ich selbst schreibe meinem Freund jeden Abend einen Brief und lasse dabei meine Gefühle raus. Meistens sehe ich vor lauter weinen gar nicht mehr, was ich da schreibe, aber es hilft mir danach dann besser einschlafen zu können. Vielleicht findest Du ja auch so ein Ritual für Dich.

Ach und falls jemand jemals Antworten auf diese ""Wieso er, wieso so jung, warum jetzt"-Fragen finden sollte, sagt mir Bescheid, würde mich auch interessieren...

Also fühl Dich nochmal lieb umarmt und ganz viel Kraft für Dich!
Vonna

prinzessin01979
14.05.2007, 11:44
Hallo Hassfurt,

ersteinmal möchte ich Dir sagen, wie unendlich leid, mir der Verlust Deines Bruders tut. Ich habe mein Brüderchen vergangenen August verloren und kann nachvollziehen, wie es Dir gehen muss...
Ich kann verstehen, dass Du Dich überfordert fühlst. Neben Deinem eigenen Schmerz, kommt dazu, dass Du Dich um soviele Dinge nun kümmern musst.
Die Fragen nach dem Warum? werden Dich wohl leider immer irgendwie begleiten...
Wie alt war Dein Bruderherz?

Hier eine Seite für Dich, wo Du Dich mit anderen trauernden Geschwistern austauschen kannst, wenn Du magst.

http://www.leben-ohne-dich.de/geschw/index.htm

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft! :blume:

Sei ganz lieb gegrüßt,
Melissa

hassfurt
15.05.2007, 09:14
Hallo Hassfurt,

ersteinmal möchte ich Dir sagen, wie unendlich leid, mir der Verlust Deines Bruders tut. Ich habe mein Brüderchen vergangenen August verloren und kann nachvollziehen, wie es Dir gehen muss...
Ich kann verstehen, dass Du Dich überfordert fühlst. Neben Deinem eigenen Schmerz, kommt dazu, dass Du Dich um soviele Dinge nun kümmern musst.
Die Fragen nach dem Warum? werden Dich wohl leider immer irgendwie begleiten...
Wie alt war Dein Bruderherz?

Hier eine Seite für Dich, wo Du Dich mit anderen trauernden Geschwistern austauschen kannst, wenn Du magst.

http://www.leben-ohne-dich.de/geschw/index.htm

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft! :blume:

Sei ganz lieb gegrüßt,
Melissa
Hallo Melissa,

mein Bruderherz war gerade mal 30 Jahre alt geworden. Er hat zwei ganz kleine Kinder. Die eine ist erst diesen Februar geboren und seine andere Tochter letztes Jahr im Februar. Also ganz klein. Er wird nie erleben, wie sie aufwachsen. Gestern hab ich eine Fotowand gemacht, mit Bildern von meinen Bruder und von meiner Familie. Es tad so weh, mein Bruder so lachen zu sehen, aber auf der anderen Seite habe ich mich an viele schöne Momente mit ihm erinnert. Er war so lebenslustig, hatte noch so viel vor in seinem Leben. Seine Kinder kriegen gar nichts von ihm mit. Dass tud mir so leid und so weh. Mit seiner Lebensgefährtin haben wir leider kein so guten Kontakt, da diese sehr jung ist und bereits sehr oft gelogen hat. Ich möchte das vergessen, dass sie so ist und einen Neuanfang mit ihr machen, aber sie interessiert ja nicht mal, wann die Beerdigung ist. Wir haben meinen Bruder jetzt überführen lassen. Dass hat seine Lebensgefährtin auch nicht interessiert. Mein Bruder wollte nämlich gern in das Grab, wo mein Vater und mein Opa bereit beerdigt worden ist. Ich glaube seine Lebensgefährtin hat auch noch einen Schock, aber sie muss doch wissen wollen, wo mein Bruder und wann er beerdigt wird. Gestern abend ging es mir sau schlecht, ich hab auf einmal mich ständig übergeben müssen. Ich begreif den ganzen Scheiß hier nicht. Wieso musste das passieren? Ich krieg einfach nicht das Foto von seinem Autofrack aus meinem Gedächtnis. Ich habe meinen Bruder nicht noch einmal angeschaut, dass konnte ich einfach nicht. Ich möchte ihn so in Erinnerung behalten wie er war, lebenslustig und immer hilfsbereit.

Mein herzliches Beileid gilt auch bzgl. deines Verlustes deines Bruders. Ich fühl mich auch schrecklich, da er mich immer gefragt hab, ob ich ihn und seine Familie besuche, ich hatte aber in letzter Zeit nie Zeit, da wir eine neue Wohnung suchen und ich totalen Stress auf Arbeit hatte. Ich hätte ihn so gerne noch einmal in letzter Zeit gesehen. Aber dies kann ich leider nicht mehr ändern.

Danke für deine lieben Worte
hassfurt

hassfurt
15.05.2007, 09:18
Liebe hassfurt,

es tut mir so leid für Dich. Fühl Dich erstmal ganz doll umarmt (wenn Du magst..). Zum einen kann ich sehr gut nachempfinden, wie es Dir gerade gehen muss. Ich habe am 15.4. meinen Lebensgefährten durch einen Motorradunfall verloren. In dem Unglück hatte ich nur das Glück, dass ich mich nicht um alles alleine kümmern musste, sondern dass ich liebe Menschen um mich habe, die mir viele solcher organisatorischer Dinge abgenommen haben. Du kannst nicht nur stark sein für deine Schwester und Deine Mutter, Du musst selbst auch einmal die Möglichkeit haben Deine Traurigkeit rauszulassen, sonst machst Du Dich dabei kaputt und das hilft Deiner Schwester und Deiner Mutter auch nicht weiter. Ich bin sicher, dass sie das auch verstehen werden. Dein Mann kann Dir vielleicht nicht direkt helfen, aber weine Dich dann doch einfach auch bei ihm aus. Aber vielleicht kann er Dir doch auch das eine oder andere organisatorische abnehmen, bitte ihn doch einfach mal darum. Es tut mir ganz leid, wenn Du da jetzt das Gefühl hast, Du musst alles organisieren, stark sein für Deine Familie und für Dich bleibt nichts übrig. Ich habe momentan zwar selbst nicht viel Kraft übrig, aber ein bisschen was möchte ich Dir davon schicken. Du schaffst das, vergess Dich selbst dabei nur nicht. Und schreib einfach so oft Du magst hier rein wie es Dir geht, es liest bestimmt immer irgendwer und hat vielleicht auch ein paar tröstende oder mitfühlende Worte für Dich. Außerdem hilft es auch, wenn man mal was aufschreibt. Ich selbst schreibe meinem Freund jeden Abend einen Brief und lasse dabei meine Gefühle raus. Meistens sehe ich vor lauter weinen gar nicht mehr, was ich da schreibe, aber es hilft mir danach dann besser einschlafen zu können. Vielleicht findest Du ja auch so ein Ritual für Dich.

Ach und falls jemand jemals Antworten auf diese ""Wieso er, wieso so jung, warum jetzt"-Fragen finden sollte, sagt mir Bescheid, würde mich auch interessieren...

Also fühl Dich nochmal lieb umarmt und ganz viel Kraft für Dich!
Vonna
Hallo Vonna,

die Idee mit dem Briefe schreiben, hatte ich auch schon. Aber irgendwie kann ich zur Zeit kaum schreiben. Ich zittere nur, wenn ich versuche etwas zu schreiben. Aber ich werde es einfach heut oder morgen noch einmal versuchen. Da kann ich mal meine ganzen Gedanken und Gefühle aufschreiben. Ich versuchs einfach mal.

Nochmals vielen Dank für deine Worte und sei du auch ganz doll gedrückt

hassfurt

hassfurt
21.05.2007, 01:05
Hallo,

ich kann mal wieder nicht einschlafen. Ich sehe ständig das Autowrack vor mir und sehe dann auch meinen Bruder vor mir. Ich mach mir immer wieder Vorwürfe, dass ich Ausreden hatte meinen Bruder zu besuchen und jetzt werde ich ihn nie wieder sehen. Mein Bruder und seine Familie haben etwa 1 1/2 Stunden von uns entfernt gewohnt und er fragte mich immer wieder, ob wir ihn besuchen werden und ich hatte immer etwas anderes vor und jetzt??? Ich hätte ihn so gern noch einmal mit seiner Familie gesehen - aber dass wird nie wieder passieren. Ich fühl mich einfach so schuldig - hab gestern, dass erste mal mit meinen Mann darüber geredet und er sagt auch, ich soll mir diesbezüglich keine Vorwürfe machen - aber ich mache sie mir.

Meine Familie und ich müssen jetzt eine Trauerrede (zumindest Stichpunkte) machen - aber was soll man dazu sagen. Seine wichtigsten Eigenschaften waren seine Liebe zu seinen Kindern, seine Hilfsbereitschaft und seine Freunde wahren für ihn am wichtigsten - aber ehrlich gesagt, ist dass alles, was man zu einem Leben sagen kann? Ich finde nicht!! Ich weis auch nicht, wie man eine Trauerrede aufbaut. Ich habe bis jetzt nur eine Beerdigung miterlebt und dass war die von meinem geliebten Pappa, da war ich aber noch ein Teanager - ich kann mich gar nicht an die Beerdigung erinnern. Die damalige Zeit war einfach schrecklich, die erste Zeit hab ich nur verdrängt, die Trauer kam erst ein paar Monate später - aber sehr heftig. Die Trauer hat sich damals auch körperlich bei mir bemerkbar gemacht. Ich hatte ständig Ohrenschmerzen, aber rein körperlich war nichts festzustellen. Daher versuch ich jetzt, den Tod meines geliebten Bruders nicht zu verdrängen - aber dass ist für mich sehr schwer. Ich kann nur sehr schlecht mit anderen Leuten über den Tod reden. Mein Mann steht mir zwar zur Seite, aber er ist eher gefühlskalt, wenn es nicht um mich oder um ihn geht. Daher versuch ich es auf diesem Weg. Ich schreibe hier meine Gedanken und Gefühle auf und hoffe, ihr schreibt mir und helft mir somit.

Meine Mutter und meine Schwester nehmen jetzt auch mir ein paar Sachen wg. der verschiedenen Gänge ab. Aber es ist doch Wahnsinn, an was man alles denken muss.

Da ich jetzt, seit dem Tod meines Bruders auch Urlaub bis Ende Mai habe, fehlt mir der Alltag - meine Arbeit - eine Ablenkung. Ich versuch mich mit verschiedenen Dingen abzulenken, aber ich kann einfach nicht mehr und schmeiße irgendwelche Dinge einfach gegen die Wand, weil mir irgend etwas nicht gelingt. Ich bin einfach nur fertig und schlafen kann ich auch fast nicht mehr. Ich hab zwar Tabletten, aber die haben ihre Wirkung bereits verloren. Ich sehe nur das Autowrack vor mir und fang gleich wieder an zu weinen. Er war zwar sofort tod - aber dass ist für mich auch kein Trost. Ich habe jetzt eine Bilderwand mit Fotos von meiner Familie zusammen gestellt, aber jedes mal, wenn ich daran vorbei gehe, fange ich das weinen an. Ich sehe meinen Bruder und wie lebenslustig er war und sehe seine Kinder, wie jung diese noch sind. Sie werden ihren Vater nie persönlich kennen lernen.

Die Überführung hat zum Glück auch jetzt geklappt. Mein Bruder wollte unbedingt bei meinen Pappa und meinem Opa begraben werden und dieser letzte Wunsch haben wir ihm natürlich auch erfüllt. Die Beerdigung findet am 01.06. statt und all seine Freunde werden kommen. Ich habe sehr große Angst vor der Beerdigung. Wie soll ich das nur durchstehen??

Das war es erst mal für heute.

Viele liebe Grüße

Hassfurt

Inaktiver User
21.05.2007, 22:50
Liebe hassfurt,

es ist leider schon so spät jetzt und ich muss dringend ins Bett. Aber das wollte ich nicht tun, ohne dir noch eine ganz große Portion Kraft zu wünschen und Dich einmal kräftig zu umarmen. Ich melde mich bald mal wieder.

Liebe Grüße,
Vonna

Madame_butterfly
23.05.2007, 13:14
Liebe Hassfurt,

Deine Gedanken, Deine Sehnsucht, Deine Ängste, Deine tiefe, tiefe Traurigkeit, aber auch die spürbare Liebe zu Deinem Bruder, haben mein Herz bis in den tiefsten Winkel hinein berührt. Wie gerne möchte ich Dich trösten und Dir diese unendliche Not nehmen. Aber das vermag leider niemand. Die Traurigkeit braucht und sucht sich ihren Raum, denn sie ist ein Ausdruck Deiner und Eurer niemals endenden Liebe.

Aber ich möchte Dir dennoch etwas Mut machen, wenn ich darf. Es ist vollkommen in Ordnung, dass Du erst einmal „nur funktionierst“ und die Hauptaufgaben hinsichtlich der Beisetzung Deines Bruders übernommen hast. Vielleicht ist es Dein Bruder, der Dir, seiner geliebten Schwester, diese geheimnisvolle Kraft ins Herz schickt? Vielleicht ist er es, der Dein gerissenes Herz stützt, damit Du trotz all Deiner Traurigkeit und Sehnsucht diese Dinge für ihn und Eure Familie leistest? Aus der eigenen Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, dass zumindest ein Familienmitglied „funktioniert“. Du darfst stolz darauf sein, dass Dein Bruder Dich sozusagen dafür erwählt hat. Und nur weil Du funktionierst, bist Du ja nicht weniger traurig.

Und doch musst Du natürlich schauen, dass Du etwas tust, was auch Dir und Deinem Herzen gut tut. Zum Beispiel das Vorbereiten der Erinnerungs- und Gedenkansprache. Auch wenn Du Dich hierdurch noch mehr in den Schmerz und in die gemeinsame Vergangenheit mit Deinem Bruder hinein begeben musst, doch Du wirst gestärkt daraus hervorgehen. Und ich weiß und spüre, dass Dein Bruder Dir die Worte in Dein Herz schicken wird ... Auch ich habe damals die Worte für die Beisetzungsfeier unseres Töchterchens geschrieben - und ich habe in all der unendlichen Sehnsucht deutlich ihre Gegenwart gespürt. Versuche es, Hassfurt, versuche es einfach. Suche Dir einen schönen Ort, vielleicht eine stille Bank unter einem schützenden Baum in einem Park oder setze Dich an einen kleinen See und höre, was Dir Dein Herz, was Dir Dein Bruder erzählt …

Weißt Du, was ich glaube? Ich glaube, Du hast Eure Gedenkrede schon längst begonnen. Wie hast Du eingangs geschrieben?

„ … seine wichtigsten Eigenschaften waren seine Liebe …“

Liebe! Ist das nicht das Größte, was wir in diesem Leben leisten können?! Dein Bruder, er kam in unendlicher Liebe zu Dir, zu seiner Familie, seinen Freunden – und in unendlicher Liebe ist er in sein Paradies zurückgekehrt. Doch das Band seiner und Eurer Liebe, es wird Euch auf ewig miteinander verbinden …

:blume: Deine

Inaktiver User
28.05.2007, 15:16
madame_butterfluy,
Du schreibst so einfühlsam und mir geht das Herz auf bei Deinen Worten. Danke!

Liebe Hassfurt,
mein Bruder verstarb vor 5 Jahren bei einem Hubschrauberabsturz. Glaube mir, ich habe tagtäglich versucht mir vorzustellen, welche Gefühle er bis zum Absturz hatte. Das hat mich fast umgebracht.
Auch ich war diejenige in der Familie, die am besten funktionierte und so alles, was es zu erledigen galt, erledigt.

Es gab zwei Trauerfeiern. Frage mich nicht, wie ich diese überstanden habe.

Aber ich bin sicher, Du wirst es auch schaffen! Hinterher wurde mir bewusst, wieviel Kraft ich eigentlich in mir habe. Später dann - überrollte mich die Trauer. Mir ging es monatelang schlecht. Als dann 7 Monate später meine Mutter starb, brach ich zusammen.

Aber: ich kann 5 Jahre danach sagen, dass ich alles sehr gut verarbeitet habe und bin davon fest überzeugt, dass wir Menschen nur das zu tragen haben, was wir tragen können!

Du machst eine schreckliche Zeit durch. Aber ich möchte Dich ermutigen, Deine Trauer in aller Form auszuleben.
Ich verspreche Dir, dass es Dir irgendwann besser geht. Von Tag zu Tag wird es besser. Und heute frage ich mich nicht mehr, ob er gelitten hat, sondern freue mich, dass er seinen Frieden gefunden hat. Dass es ihm dort, wo er nun ist, gut geht.

Ich möchte Dir mein tiefempfundenes Mitgefühl aussprechen. Wünsche Dir Kraft für die kommende Zeit - besonders für den 01.06.!

Alles Liebe,
Scarlett

hassfurt
30.05.2007, 08:59
Liebe Scarlett,

ich konnte diese Nacht wieder mal nicht schlafen, ich hab die ganze Zeit an meinen Bruder gedacht. Wie er war, was wir alles erlebt haben. Es tud so weh, ihn nie wieder zu sehen, nie wieder mit ihm zu lachen, ihn nicht mit seinen Kindern erleben. Mir fehlen so sehr seine Anrufe. Ich fühle in mir so eine Leere. Manchmal möchte ich weinen, aber es geht nicht. Wieso? Ich habe solche Angst vor diesem Freitag. Ich weis einfach nicht, wenn ich all seine Freunde sehe, seine Lebensgefährtin - all diese Leute. Für mich tuen sich jetzt so viele Fragen, auf - wie z. Bsp. seine Lebensgefährtin sagte zu mir und meiner Familie, dass am Auto mit seinen Bremsen etwas nicht stimmte, aber die Polizei hat sein Auto nicht durch einen Gutachter untersuchen lassen. Die Lebensgefährtin und ihre Familie haben das Auto gleich vom Abschleppdienst geholt und verschrotten lassen? Seine Lebensgefährtin war vor allem gleich am nächsten Tag mit ihrer Familie beim Abschleppdienst und zu uns sagte sie, sie war nicht dabei. Sie hat sich auch als Verlobte ausgegeben, aber die beiden waren nicht verlobt. Wieso macht sie so etwas? Für mich sind es so wichtige Fragen, die mir keiner beantworten kann. Gestern haben wir die Analyse (Blut) von der Polizei bekommen, es war zum Glück nichts - aber ich hatte mir große Gedanken diesbezgl. gemacht.

Für mich ist mein Bruder einfach NICHT TOD. Das darf einfach nicht sein. Eigentlich wollte ich meinen Bruder nicht noch einmal sehen, aber jetzt, wo es zu spät ist, hätte ich ihn doch noch einmal gern gesehen. Einfach dass ich kapier, dass er wirklich nicht mehr da ist. Wir wird mein Leben, ohne ihn weiter gehen? Ich weis es einfach nicht. Wenn ich Fotos von ihm ansehe, habe ich einfach das Gefühl, dass er noch lebt - ich kann einfach nicht akzeptieren, dass er tod sein soll. Ich versteh es einfach nicht, er war noch so jung - er hatt doch noch sein ganzes Leben vor sich. WIESO??????

Ich bin wirklich froh, dass es dieses Forum gibt. Da kann ich einfach meine ganzen Gefühle und Gedanken schreiben, die ich in mir hab und Eure Antworten und EURE Anteilnahme helfen mir sehr.

Liebe Grüße
Hassfurt

Inaktiver User
30.05.2007, 09:21
Liebe Hassfurt,

es tut mir leid, eigentlich wollte ich mich schon früher wieder mal melden, aber mir geht es selbst gerade sehr sehr schlecht. Ich wollte jetzt aber wenigstens vor Freitag noch ein paar Zeilen schreiben, damit Du weißt, dass ich an Dich denken werde. Mein Freund wurde auch an einem Freitag beerdigt. Eigentlich waren es sogar zwei Trauerfeiern, d.h. am 20.4. die Trauerfeier und eine Woche später die Urnenbeisetzung. Ich habe auch keine Ahnung, wie ich das eigentlich durchgestanden habe. Es wird vorbeigehen und danach wird es Dir ganz unwirklich vorkommen, zumindest war es bei mir so, es lief irgendwie alles ab wie in einem Film. Im Nachhinein bedaure ich es, dass ich nicht mehr Kraft und Zeit hatte die Trauerfeier so zu gestalten, dass sie mehr zu meinem Freund gepasst hätte. Aber das war alles nicht so einfach. Zum einen waren wir ja nicht verheiratet, somit bin ich seinen Eltern schon sehr dankbar, dass sie mich trotzdem sehr viel haben entscheiden lassen, das ist nicht selbstverständlich und zum anderen ging alles so schnell. Ich habe ihn noch einmal gesehen. Ich dachte auch, wie Du jetzt, dass ich es vielleicht nicht glauben könnte, wenn ich ihn nicht mit eigenen Augen sehe. Gleichzeitig hatte ich eine Höllenangst davor, schließlich war es ein Unfall, wie würde er aussehen? Ich hatte auch Angst Alpträume zu bekommen, wenn ich ihn noch einmal anschaue. Aber ich habe es getan... es war wichtig für mich, aber es war auch fürchterlich. Sein Bruder hat mich dabei festgehalten und als wir wieder raus gekommen sind, haben wir als erstes viele lebendige Fotos von ihm angeschaut, das habe ich dann gebraucht. Und jetzt... jetzt kann ich gar nicht unbedingt sagen, dass es alles wirklicher macht, nur weil ich ihn nochmal gesehen habe. Im Moment geht es mir genau so wie Dir. Er kann nicht tot sein, er kann mich nicht verlassen haben. Er sollte doch morgens neben mir aufwachen. Ich ertappe mich dabei, wie ich auf ihn warte und gleichezeitig weiß ich, er wird nie wieder kommen. Oh ja, ich kann so nachvollziehen wie weh das tut. Jeden Morgen fällt es mir schwerer aufzustehen, wofür denn... wieder ein Tag ohne ihn.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel von mir. Aber mir hilft es auch manchmal, wenn ich lese, wie andere damit umgehen und auch, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der gerade so ein Leid durchmachen muss.

Ich werde ganz feste an Dich denken und ich zünde eine virtuelle Kerze für Deinen Bruder an :kerze: .

Fühl Dich gedrückt,
Vonna

hassfurt
31.05.2007, 00:20
Hallo Vonna,

kann mal wieder nicht einschlafen. Bin grad wieder aus dem Bett aufgestanden und hab Fotos von meinen Bruder angeschaut. Da habe ich einen Heulanfall bekommen - ich kapier jetzt ganz langsam, dass er nie wieder kommt und nie wieder bei mir anruft. Heute war ein schrecklicher Tag - hab mit meiner Mama und mit meiner Schwester telefoniert - wir wohnen etwas weiter auseinander. Meiner Mama und meiner Schwester kapieren es auch nicht, wir haben heute noch mal über die Beerdigung gesprochen und da hat mir meine Mama eine Geschichte erzählt, als mein Bruder noch klein war und sich sein Bein geprochen hatte und wie mein Vater ihr immer gesagt hat, dass alles wieder gut wird. Meine Mama hat außer uns leider auch niemanden - ihr Lebensgefährte und sie haben sich getrennt. Da mein Pappa leider auch bereits tod ist, fehtl ihr jemand. Ich rufe sie so oft es geht an, aber da sein kann ich leider auch nicht. Ich würde sie so gern in den Arm nehmen, aber zum Glück fahren wir ja Freitag zu ihr. Jetzt ist es grad mal drei Wochen her, als er den tödlichen Unfall hatte - er fehlt mir so sehr!!! Ab nächster Woche muss ich wieder arbeiten, auf einer Seite freu ich mich, da ich mich mit der Arbeit ablenken kann - aber auf der anderen Seite habe ich Angst davor. Meine Schwester sagte mir, dass sie auf Arbeit nichts auf die Reihe bekommt, sie hat aber auch ein sehr verständnisvollen Chef. Bei mir weis ich es leider nicht so genau, ich fang nämlich neu an.

Ich hab solche Angst vor der Beerdigung. Wieso ist so etwas nur passiert? Ich habe seit dem Tod von meinem Bruder, jetzt immer ein schlechtes Gefühl, als ob noch so etwas kommt. Ich rufe meinen Mann ständig an, weil ich Angst hab, dass ihm auch etwas schreckliches passiert. Ich hab da so eine Ahnung, nämlich als mein Pappa vor fast 13 Jahren starb, ist auch noch mein Onkel und ein guter Freund von meiner Familie gestorben. Ich habe solch eine Angst. Wieso pasiseren solche schrecklichen Dinge? Ich versteh das Leben zur Zeit einfach nicht.

Hinsichtlich der Beerdigung, ärgert es mich sehr und verletzt mich auch, dass seine Lebensgefährtin sich nicht mal meldet. Sie redet ja nicht mal mit uns. Meine Mutter hat sie vor ca. 1 Woche angerufen und ihr gesagt, wann die Beerdigung ist und sie sagte gleich zu meiner Mutter, mein Bruder hat ne Lebensversicherung und ein Schließfach und so einen Scheiß. Ich hab so ein schlechtes Gefühl bei ihr. Sie hat uns gesagt, dass mein Bruder noch drei Filme (Fotos) gemacht hat und dass sie die Fotos nicht haben möchte, wir haben ihr deswegen Geld geschickt und sie sollte die Fotos abholen und uns dann zuschicken. Aber nichts ist geschehen, sie hat angeblich es uns zugeschickt, aber wir wissen, dass sie nicht immer die Wahrheit sagt. Wir wollen doch nur die Fotos!! Ich weis auch nicht, ob sie jetzt am Freitag kommt, sollte sie dass nicht machen - weis ich echt nicht was ich machen soll. Hat sie ihn nicht geliebt? Ich weis es nicht!!

OK - dass war es erst mal für heute!!

Ich denk auch an dich und weis wie du dich fühlst - wenn ich mir vorstellen würde, dass mein Mann nicht mehr da sein würde - würde ich auch sterben wollen. Mein Mann und ich sind eine Einheit und wenn er für immer weg sein würde- würde ich dies nicht überleben.

Ganz viele liebe Grüße
Hassfurt

Inaktiver User
31.05.2007, 09:49
Hallo Hassfurt,

oh nein... jetzt hatte ich gerade schon ganz viel geschrieben und nun ist alles weg gewesen, weil ich irgendwie auf eine falsche Taste gekommen bin. Also nochmal...

Dein letzter Satz hat mir ziemlich zu denken gegeben. Wie Du Dich fühlen würdest, wenn Dein Mann nicht mehr wäre. Ich dachte nur, soll ich mich jetzt umbringen? Rainer und ich waren auch eine Einheit, wir waren zwar nicht verheiratet, aber wir waren über 9 Jahre zusammen, kannten uns seit beinahe 14 Jahren. Dafür, dass wir 33 bzw. 38 Jahre als sind/waren war das eine lange Zeit, finde ich. Wir hatten weniger gute und sehr schöne Zeiten. Gerade die Zeit kurz vor dem Unfall war sehr schön. Mir ging es endlich gut, weil ich einen Job hatte, wir wohnten seit einem Jahr endlich wieder zusammen, wir hatten uns ausgesprochen, was das Kinder bekommen anging (sollte in den nächsten 2 Jahren passieren) und ich weiß noch genau, wie ich ein paar Tage vor dem Unfall heim gelaufen bin, die Sonne schien und ich dachte "Mensch, geht es mir gerade gut, ich bin so glücklich". Und innerhalb von Sekunden ist das alles zunichte gemacht. Jetzt bin ich keine Einheit mehr mit ihm... denn er ist nicht mehr da. Ich will immer noch diese Einheit sein, aber werde nicht mehr gestützt. Wie ein Baum, der mit einem anderen fest verwachsen ist und nun ist der andere Baum weg. Der übrig gebliebene kann alleine aber gar nicht mehr richtig stehen, neigt sich gefährlich weit zu einer Seite. Da ist aber kein zweiter Baum mehr der ihn auffängt. Seine Äste und Blätter hängen nur traurig runter, einige Äste sind auch abgebrochen, die hat der andere Baum mit umgerissen. So fühle ich mich, kurz vor dem Umkippen, das Herz halb herausgerissen. Aber was soll ich machen? Ich habe mich schon oft gewünscht, ich wäre einfach mit ihm gestorben. An dem Tag mit ihm unterwegs gewesen, ebenfalls auf dem Motorrad gesessen. Hätte ihn wenigsten in den Sekunden unseres Todes noch spüren können, bei ihm sein können. Aber statt dessen starb er alleine (das tut so weh, wenn ich daran denke) und ich bin nun alleine. Fühle mich schrecklich einsam. Warum gehen wir Menschen so mit dem Tod um? Warum spielt sich da so viel in unserem Gehirn ab? Ist doch total unpraktisch... so leidet man doch nur. Und es ist ja nicht gerade so, dass wir nicht früher oder später auf jeden Fall einen lieben Menschen verlieren werden. Das gehört dummerweise zum Lauf der Dinge. Wir sind sterblich, also verlieren wir auch Menschen, die wir lieben. Aber warum ist es so hart? Warum würde man am liebsten gleich mitsterben wollen? Aber jetzt philosophiere ich sogar schon in Deinem Strang rum. Tut mir leid, manchmal muss es einfach raus.

Das mit der Lebensgefährtin ist schon seltsam. Aber ich kann das nicht beurteilen. Weißt Du denn, wie gut die Beziehung der beiden war? Kann es nicht auch sein, dass sie total fertig ist, dass sie unter Schock steht? Ich habe anfangs auch an viele organisatorischen Dinge gedacht ("er hatte eine Lebensversicherung" ist da gar nicht so weit weg) und weiß nicht, wie ich das überhaupt geschafft habe. Die Wahrheit hätte ich einfach noch nicht ertragen, denke ich, da wäre ich zusammen gebrochen. Vielleicht bekommt sie gerade nicht viel hin - auch das mit den Fotos nicht. Wenn Du allerdings ein ungutes Gefühl hast, ist das schon blöd.

Das mit dem Arbeiten ist so eine Sache. Ich sitze hier auch gerade und "arbeite". Zum Glück ist diese Woche nichts los, weil die Hälfte, einschließlich Chef, im Urlaub ist. Aber richtig was hin bekommen tue ich schon seit Wochen nicht. Wenn es dann mal dringend sein muss, dann geht es schon. Das ist mir dann auch ganz lieb so, denn dann schaffe ich es wirklich mich abzulenken. So wie es diese Woche ist, ist es schrecklich. Da sitze ich in meinem Büro, habe keine Termine und kann voll in meiner Trauer versinken, wenn mir danach ist. Und meistens ist mir gerade sehr danach. Ich hoffe, dass das Gespräch mit meiner Therapeutin morgen gut tun wird. Da werde ich das zweite Mal hin gehen. Vielleicht magst Du Dir ja auch irgendwann jemanden suchen mit dem Du über all das reden kannst. Bei Freunden und Familie bekommt man irgendwann ein schlechtes Gewissen, zumindest geht es mir so, weil man das Gefühl hat, man mutet ihnen irgendwann zu viel zu. Ich muss gerade feststellen, dass nicht so arg viel Freunde übrig bleiben. Die meisten wissen wohl nicht, wie sie mit mir umgehen sollen und was sie mit mir reden sollen und deshalb melden sie sich gar nicht erst. Ich schaffe das gerade nicht... ich kann nicht auch noch bei denen anrufen und sagen "hey, meldet euch mal, ich brauche euch".

Hmm... das Ganze wurde jetzt irgendwie so lang, weil ich den letzten Satz von Dir wirklich schwer verdaut habe. Nicht falsch verstehen, es ist gut, dass Du das schreibst. Nur dachte ich, Mensch, genau das wovor sie so Angst hat, genau das ist mir passiert. Was soll ich jetzt nur machen? Hat das Leben überhaupt noch einen Sinn? Aber gerade weil ich eigentlich auch so denke, wie Du geschrieben hast, merke ich gerade, dass ich (vielleicht auch wir Menschen generell) doch stärker bin als ich dachte. Im Moment fühle ich nicht viel davon, das ist klar, aber ich hoffe sehr, dass dem dennoch so ist.

Auch Dir wünsche ich jetzt ganz viel Kraft und Stärke für morgen. Ich werde an Dich denken, weiß ich doch, wie schrecklich so eine Trauerfeier ist. Aber Du wirst auch sehen welche Menschen kommen, wieviele das sind, die Deinen Bruder gemocht haben und ihn vermissen werden. Ich fand das erstaunlich und sehr tröstlich. Auch wenn ich jetzt doch irgendwie das Gefühl habe, inzwischen bin ich alleine mit meiner Traurigkeit. Aber es können ja nicht alle dem Verstorbenen so nahe stehen, wie man selbst.

Alles Liebe :blumengabe:
Yvonne

Madame_butterfly
01.06.2007, 11:28
Liebe Hassfurt,

ich möchte Dir und Deiner Familie für den heutigen Tag unendlich viel Kraft wünschen.

Meine Gedanken begleiten Dich und schicken Dir einen wärmenden Sonnenstrahl für Dein trauriges Herz, damit es Dich ein klein wenig gestützt und behütet durch diese schweren Stunden trägt ...

Leise Grüße :blume:

Inaktiver User
11.06.2007, 22:46
Liebe hassfurt,

ich hoffe sehr, dass Du den schweren Tag einigermaßen überstanden hast. Ich habe auf jeden Fall an Dich gedacht und Dir ein Päckchen Kraft per Gedanken geschickt. Vielleicht magst Du Dich ja mal wieder melden.

Liebe Grüße,
Vonna

hassfurt
19.07.2007, 17:02
Hallo,

ich hab mich schon lang nicht mehr gemeldet, aber es war mir einfach nicht möglich.

Die Beerdigung war "sehr schön" wenn man dies sagen kann. Es waren so viele Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und lange nicht mehr gesehene Familienangehörige zu der Beerdigung gekommen. Dies hat mir und meiner Familie sehr viel bedeutet. Danach haben wir uns alle noch einmal zusammengesetzt und viel geredet. Ich war aber froh, als der Tag vorbei war.

Jetzt konnte ich eine Zeit lang fast gar nicht trauern, da ich umgezogen bin und einen neuen Job angefangen habe. Aber langsam holt es mich wieder ein und ich kann mit meiner Trauerarbeit beginnen.

OK - dass war es erst einmal für heut - meld mich später wieder - ich hoffe euch geht es soweit gut - und drücke alle, denen es nicht so gut geht

Hassfurt :blume:

Inaktiver User
19.07.2007, 22:41
Liebe hassfurt,

es ist schön, dass Du Dich wieder meldest. Willkommen zurück :blumengabe: .

Bei Dir war ja einiges los mit Umzug und Job usw. Das ist ja echt etwas viel auf einmal. Vergiss Dich selbst nicht bei all dem Stress. Wenn Du magst, dann schreib wieder, ich würde mich freuen.

Liebe Grüße,
Vonna