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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dienstunfähigkeitsversicherung



manjula
07.05.2007, 15:59
Ich möchte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschliessen. Da ich Beamtin bin, brauch ich offenbar eine Dienstunfähigkeitsversicherung. Diese iabzuschließen ist anscheinend nur bei einigen wenigen Versicherungsgesellschaften möglich.

Kann mir jemand sagen, bei welchen Versicherungen sich eine Anfrage lohnt (echte und dauerhafte Beamtenklausel)?

Danke!

Inaktiver User
07.05.2007, 16:01
DEBEKA.

Inaktiver User
07.05.2007, 16:54
Hallo manjula.

Eine Berufsunfähigkeits- und Dienstunfähigkeitsversicherung halte ich auch bei Beamten für unerlässlich. Bei diesen Versicherungen kommt es allerdings weniger auf den Beitrag als die Versicherungsbedingungen an.

Nur sehr wenige Versicherung bieten eine wirkliche Dienstunfähigkeitsversicherung im Rahmen der BU-Versicherung an und noch viel weniger einen wirklich guten Tarif.

Die ganzen Werbeslogans der Versicherungsbranche sind dabei nicht hilfreich und auch die diversen Ratings und Rankins sind für den Fall der Dienstunfähigkeit (oder im Polizeidienst auch die Vollzugsdienstunfähigkeit) nur bedingt hilfreich.

Welches Risiko ist denn bei Dir zu versichern?
a) die einfache Dienstunfähigkeit oder
b) die Vollzugsdienstunfähigkeit?

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
07.05.2007, 18:34
DEBEKA.

:smile: ... wenn es denn so einfach wäre .... :smile:

Leider hat auch die Debeka als klassischer Beamtenversicher - nach meiner bescheidenen Kenntnis - nicht die vollständige ( echte ) Dienstunfähigkeitsklausel in ihrem Beamtentarifwerk eingeschlossen :knatsch: ( Korrigiere mich bitte falls ich mich irren sollte )

So siehts bei der Debeka aus im Tarifwerk:

Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn ein versicherter
Beamter vor erreichen der gesetzlich vorgesehenen
Altersgrenze ausschließlich infolge seines
Gesundheitszustandes wegen Dienstunfähigkeitaufgrund eines Zeugnisses des Amtsarztes oder eines vom Dienstherren als Gutachter beauftragten Arztes, in dem die Dienstunfähigkeit festgestellt wird, entlassen oder in den Ruhestand versetzt wird.
§ 1 (7) und § 2 (1) BBUZ 2005 B
Teilweise BU liegt vor, wenn die Arbeitszeit eines versicherten
Beamten ausschließlich infolge seines Gesundheitszustandes
wegen begrenzter Dienstfähigkeit aufgrund eines Zeugnisses
des Amtsarztes oder eines vom Dienstherrn als Gutachter
beauftragten Arztes, in dem die begrenzte Dienstfähigkeit
festgestellt wird, reduziert wird.
§ 2 (2) BBUZ 2005 B


Die sichere Klausel müsste in etwa lauten wie folgt:

" Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit.“

D.h. hier wird nicht Bezug genommen auf den Gesundheitszustand aus dem BU/DU resultiert, der Versicherer hat kein Nachprüfungsrecht.

Ein weiterer Punkt der zu beachten wäre ist die Verweisbarkeit. Z.B. Streifenpolizist wird in den Innendienst verwiesen...usw.

Weiterhin gilt zu beachten, was Justii oben u.a. schon schrieb ... berufsspezifische Besonderheiten ....

In diesem Sinne
Austernschluerfer

Inaktiver User
07.05.2007, 19:30
Hallo.

Für Beamte gibt es bei der Debeka besondere (eigene) Bedingungen. Dort heißt es in den ABBV 2005 B



Wir unterscheiden zwischen allgemeiner Dienstunfähigkeit mit unbegrenztem Leistungsanspruch, begrenzter Dienstunfähigkeit mit reduziertem Leistungsanspruch und beschränkter Dienstunfähigkeit mit 6-jährigem Leistungsanspruch.
Danach wird der Leistungsanspruch nach § 2 Absatz 3 der AVVB 2005 B geprüft.


Sehen wir uns das hier mal bei einer anderen Gesellschaft an:


DU-Klausel für Beamte
Für Beamte im öffentlichen Dienst auf Lebenszeit, auf Widerruf oder auf Probe gilt die Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstun-fähigkeit ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen als vollständige Berufsunfähigkeit. Bei Beamten auf Widerruf und Beamten auf Probe endet die Leistungspflicht bei Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen nach 72 Monaten. Die Leistungspflicht bleibt bestehen wenn nach Ablauf der 72 Monate Berufsunfähigkeit im Sinne der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-, bzw. Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vorliegt.

DU-Klausel für Polizei / Bundespolizei
Für Polizeibeamte im öffentlichen Dienst auf Lebenszeit, auf Widerruf oder auf Probe gilt die Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen als vollständige Berufsunfähigkeit. Bei Polizeibeamten auf Widerruf und Polizeibeamten auf Probe endet die Leistungspflicht bei Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und be-grenzter Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen nach 72 Monaten. Die Leistungspflicht bleibt bestehen wenn nach Ablauf der 72 Monate Berufsunfähigkeit im Sinne der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-, bzw. Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vorliegt. Die Polizeidienstunfähigkeit wird der Dienstunfähigkeit und der begrenzten Dienstunfähigkeit gleichgesetzt, sofern die versicherte Person nicht gemäß den Regelungen des Beamtenrechts in ein Amt einer anderen Laufbahn versetzt werden kann. Erfolgt eine solche Versetzung, erbringen wir dennoch die vereinbarten Leistungen für die Dauer von höchstens 12 Monate ab Amtsantritt, längstens jedoch bis zum Ablauf der vertraglich vereinbarten Leistungsdauer. Die maximale Höhe dieser monatlichen Rentenzahlung beträgt 750 EUR. Innerhalb dieses Zeitraumes werden die Überbrückungsrenten auf Leistungen aus neu oder wieder eintretender Berufs- bzw. Dienstunfähigkeit gemäß § 2 der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-, bzw. Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung angerechnet.

DU-Klausel für Feuerwehrbeamte
Für Feuerwehrbeamte im öffentlichen Dienst auf Lebenszeit, auf Widerruf oder auf Probe gilt die Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen als vollständige Berufsunfähigkeit. Bei Feuerwehrbeamten auf Widerruf und Feuerwehrbeamten auf Probe endet die Leistungspflicht bei Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen nach 72 Monaten. Die Leistungspflicht bleibt bestehen wenn nach Ablauf der 72 Monate Berufsunfähigkeit im Sinne der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vorliegt. Die Dienstunfähigkeit im Feuerwehreinsatzdienst wird der Dienstunfähigkeit und begrenzten Dienstun-fähigkeit gleichgesetzt, sofern die versicherte Person nicht gemäß den Regelungen des Beamtenrechts in ein Amt einer anderen Laufbahn versetzt werden kann. Erfolgt eine solche Versetzung erbringen wir dennoch die vereinbarten Leistungen für die Dauer von höchstens 12 Monaten ab Amtsantritt, längstens jedoch bis zum Ablauf der vertraglich vereinbarten Leistungsdauer. Die maximale Höhe dieser monatlichen Rentenzahlung beträgt 750 EUR. Inner-halb dieses Zeitraums werden diese Rentenzahlungen auf eine neue oder wieder eintretende Dienstunfähigkeit angerechnet. Die Leistungspflicht wegen Unfähigkeit im Feuerwehreinsatzdienst endet 72 Monate nach Entlassung bzw. Versetzung in den Ruhestand. Die Leistungspflicht bleibt bestehen, wenn nach Ablauf von 72 Monaten Berufsunfähigkeit im Sinne der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits- bzw. Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vorliegt.

DU-Klausel für Soldaten
Für Berufs- und Zeitsoldaten im öffentlichen Dienst gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen als vollständige Berufsunfähigkeit. Für Soldaten auf Zeit endet die Leistungspflicht bei Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen nach 72 Monaten. Die Leistungspflicht bleibt bestehen wenn nach Ablauf der 72 Monate Berufsunfähigkeit im Sinne der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vorliegt.

Man sieht, die Bedingungen können sehr unterschiedlich sein. Je nach Bedarf hat dies enorme Auswirkungen auf die Absicherung.

Versichert oder nicht versichert.... lautet die wichtige Frage!


Es gibt aber auch einige wenige Versicherungen, die so definieren:

Es muß eine Arbeitsunfähigkeit (AU) 6 Monate ununterbrochen bestehen. Zum Nachweis der Leistungsvoraussetzungen können ergänzende ärztliche Berichte zur medizinischen Diagnose und Dauer der voraussichtlichen AU angefordert werden.
Diese Vorgehensweise dient dazu, um Gefälligkeitsbescheinigungen und Mißbräuche auszuschließen.
Im Regelfall würde ein weiterer ärztlicher Bericht bzw. ein Gutachten eines neutralen Arztes hinzugezogen werden. Hier ist es also egal, ob eine BU, DU oder VollzugsDU oder gar eine EU besteht... Die Versicherung leiste immer (auch rückwirkend) wenn mindestens eine AU länger als 6 Monate besteht...

Nach meinem Dafürhalten eine der anstrebenswertesten Formulierungen.... auch deshalb, weil im Falle einer Einkommensminderung in Folge eines Berufswechsels (z.B. Umschulung) oder einer Versetzung (z.B. vom besser bezahlten Außen- in den Innendienst) eine Übergangsleistung/Wiedereingliederungshilfe bzw. eine anteilige Rente weiterbezahlt wird, durch die eine Einkommensminderung weitestgehend ausgeglichen wird...

Schöne Grüße

justii

Bonita33
07.05.2007, 19:42
Es gibt aber auch einige wenige Versicherungen, die so definieren:
Hier ist es also egal, ob eine BU, DU oder VollzugsDU oder gar eine EU besteht... Die Versicherung leiste immer (auch rückwirkend) wenn mindestens eine AU länger als 6 Monate besteht...

Nach meinem Dafürhalten eine der anstrebenswertesten Formulierungen.... auch deshalb, weil im Falle einer Einkommensminderung in Folge eines Berufswechsels (z.B. Umschulung) oder einer Versetzung (z.B. vom besser bezahlten Außen- in den Innendienst) eine Übergangsleistung/Wiedereingliederungshilfe bzw. eine anteilige Rente weiterbezahlt wird, durch die eine Einkommensminderung weitestgehend ausgeglichen wird...

Schöne Grüße

justii

Hallo justii,

weißt du zufällig welche Versicherungen das sind? Ich meine letztens gelesen zu haben, das ca. 10 Versicherer überhaupt noch sowas anbieten (für Beamte) und 3 oder 4 mit dieser bestimmten Klausel.. aber da stand leider nicht welche....

*neugierige* Grüße
Bonita :smile:

Inaktiver User
07.05.2007, 19:59
Hallo justii,

weißt du zufällig welche Versicherungen das sind? .....

Es ist meine Pflicht, das zu wissen. Denkst Du nicht?

Allerdigs wäre es leichtfertig, dies einfach so offen hier herein zu stellen, da die BU-Versicherung ein sehr beratungsintensives Thema ist. Die BU-Versicherung ist speziell im Zusammenhang "Beamte/Dienstunfähigkeit" keinesfalls geeignet, von einem Laien bewertet und ausgewählt zu werden.

Zumal bei verschiedenen Gesellschaften dieser weitestgehende Versicherungsschutz nur per Zusatzvereinbarung eingeschlossen werden kann. Wer sollte bei einem Alleingang kontrollieren, ob nun tatsächlich die richtige Formulierung includiert worden ist...

Im Übrigen möchte ich auf einen wichtigen Beitrag von Plusminus (ARD) verweisen, den man als BU-Versicherung Suchender unbedingt gelesen und berücksichtigt haben sollte: http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_archiv.asp?aid=251

Schöne Grüße

justii

Bonita33
07.05.2007, 21:39
Es ist meine Pflicht, das zu wissen. Denkst Du nicht?


Hallo Justii,

habe völlig unvorbelastet gefragt :smirksmile: hatte mir dein Profil vorher nicht angesehen :smile:
Ich muß auch gestehen, ich habe bis heute noch keine "Versicherungsmenschen" getroffen, dem ich bisher vertrauen konnte/würde, daher habe ich es immer noch gescheut so eine Versicherung abzuschliessen....
Nur das man (ich) diese "abstrakte Verweisklausel" brauche, des weiß ich, aber halt nicht bei wem sie angeboten wird...

Deinen Link werde ich mir morgen mal zu Gemüte führen,
danke dafür :smile:

LG Bonita

manjula
07.05.2007, 23:01
@ justii,

nein, bei der Polizei bin ich nicht. Meine Tätigkeit wird als sehr wenig anfällig für Berufsunfähigkeit eingestuft.


Hallo justii,

weißt du zufällig welche Versicherungen das sind?
*neugierige* Grüße
Bonita :smile:

hallo justi,
genau das ist es ja, was ich wissen möchte!:smile:

Es wäre ganz gewiss nicht leichtfertig, die Antwort dazu hier reinzustellen.....denn es geht ja nicht um eine konkrete Emfpehlung, sondern darum, zu erfahren, bei welchen 4 oder 5 Versicherungen man Angebote einholen soll/kann/muss/darf.

Ich habe eines von der DEBEKA (sagt selbst, dass sie einer der wenigen verblienen Anbieter der echten DU-Vers. sind) und von der Nürnberger (aus dem geht diesbezüglich gar nichts hervor).

Im Capital war gerade erst etwas zu BU und da hieß es, für Beamte kämen DBV-Winterthur und die WWK infrage.....

Aber so ganz schlau werde ich aus der ganzen Sache nicht

Inaktiver User
08.05.2007, 07:19
@ justii,

nein, bei der Polizei bin ich nicht. Meine Tätigkeit wird als sehr wenig anfällig für Berufsunfähigkeit eingestuft.


Zitat von Bonita33
Hallo justii,

weißt du zufällig welche Versicherungen das sind?
*neugierige* Grüße
Bonita


hallo justi,
genau das ist es ja, was ich wissen möchte!:smile:

Es wäre ganz gewiss nicht leichtfertig, die Antwort dazu hier reinzustellen.....denn es geht ja nicht um eine konkrete Emfpehlung, sondern darum, zu erfahren, bei welchen 4 oder 5 Versicherungen man Angebote einholen soll/kann/muss/darf.

........


Genau deshalb mache ich das nicht.
Weil sonst der Einzelne losrennt und hier ein Angebot einholt und da ein Angebot einholt und dort ein Angebot einholt... am Ende jedoch so klug dasteht als wie zuvor.

1) Sind bei den Angeboten oft die erforderlichen Versicherungsbedingungen nicht (alle) dabei
2) Werden von den Versicherungen entsprechende Sondervereinbarungen nicht offen gelegt oder beigefügt
3) Ist der Laie von den Versicherungsbedingungen oft überfordert und kann beim Übersetzen der Bedingungen ins Deutsche nur vermuten
4) Sind die Versicherungen oft ganz froh, wenn ein Laie aus Unwissenheit nicht den vollen Leistungsumfang nutzen kann, da dies im Schadensfall Leistungsfreiheit bedeuten kann
5) Die BU-Versicherung nur ein Teil eines qualitativen Finanzkonzeptes ist (sein kann) - aus dem Rahmen gerissen ist es oft eben "nur die halbe Miete"
6) Gibt es Sonderbedingungen, die nur über lizensierte Berater angeboten werden dürfen (diese bekommst Du also als anfragender Kunde überhaupt nicht, selbst wenn Du danach fragst)


Ein Magazin/Zeitschrift kann vielleicht für und wider eine Privathaftpflichtversicherung beurteilen. Ein Magazin/Zeitschrift kann aber niemals Grundlage für eine Entscheidung für/gegen eine BU-Versicherung sein, da sich diese(s) immer hinter journalistischer Freiheit versteckt. Niemals hat/wird ein Journalist den Vorwurf der Falschberatung etc. gelten lassen und kein Gericht in D wird ihm eine solche zuweisen. Der Journalist betreibt ja auch keine wirkliche Einzelfall-Beratung sondern gibt Denkanstöße anhand von Beispiel-Kunden, die in der Realität nicht existieren...

Ein Magazin berücksichtig auch nicht die Regulierungspraxis oder die Regulierungserfahrung einer Versicherungsgesellschaft. Ein Magazin berücksichtig auch nicht die Gründe, die in der Vergangenheit zu gerichtlichen Leistungsstreitigkeiten oder Ablehnungen geführt haben usw.

Als Beispiel hier einmal die Einlassungen der WWK zur Dienstunfähigkeit:
Die Klausel gilt für jede Art von Beamten, die wegen dauernder allgemeiner Dienstunfähigkeit vorzeit entlassen oder in den Ruhestand versetzt wurden. Und was ist, wenn man (wie es die Regel ist) mit finanziellen Einbußen versetzt wird? Bis man als Beamter auf Lebenszeit (oder Widerruf) vorzeitig entlassen oder in den endgültigen Ruhestand entlassen wird, bis dahin kann es ganz schön dauern. Was ist "...wegen dauernder..."? Sind das 6 Monate oder sind das 12 Monate oder 18 Monate...?

Sicher bietet die WWK eine Dienstunfähigkeitsklausel an. Soweit journalistisch korrekt. Ich bin allerdings der Meinung, wer diese empfiehlt, der handelt absolut unverantwortlich gegenüber seinen Lesern oder Kunden im Beamtenberuf. Die WWK wird Dir dies jedoch vermutlich nicht sagen, wenn Du mit Abschluß "drohst". In so einem Fall schließt man am Besten gleichzeitig eine Rechtsschutz-Versicherung ab...


Wenn Du für Deinen Bedarf wirklich hochwertigen und optimalen Versicherungsschutz erwerben möchtest, dann wirst Du um einen Berater nicht herum kommen, der Dir die in Frage kommenden Tarife aufbereitet und der Dir auch die lizensierten Tarife zur Verfügung stellen kann.

Es tut mir leid, daß ich Dir keine andere Auskunft geben kann.
Es handelt sich eben um kein Standard-Produkt wie z.B. eine Privat-Haftpflicht sondern um ein hochkomplexes und beratungsintensives Versicherungsprodukt. Spätestens im Schadensfall wirst Du verstehen, warum ich auf diesem Standpunkt beharre...

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
08.05.2007, 13:32
Zitat Justii:

Es gibt aber auch einige wenige Versicherungen, die so definieren:

Zitat:
Es muß eine Arbeitsunfähigkeit (AU) 6 Monate ununterbrochen bestehen. Zum Nachweis der Leistungsvoraussetzungen können ergänzende ärztliche Berichte zur medizinischen Diagnose und Dauer der voraussichtlichen AU angefordert werden.
Diese Vorgehensweise dient dazu, um Gefälligkeitsbescheinigungen und Mißbräuche auszuschließen.
Im Regelfall würde ein weiterer ärztlicher Bericht bzw. ein Gutachten eines neutralen Arztes hinzugezogen werden.
Hier ist es also egal, ob eine BU, DU oder VollzugsDU oder gar eine EU besteht... Die Versicherung leiste immer (auch rückwirkend) wenn mindestens eine AU länger als 6 Monate besteht...

Nach meinem Dafürhalten eine der anstrebenswertesten Formulierungen.... auch deshalb, weil im Falle einer Einkommensminderung in Folge eines Berufswechsels (z.B. Umschulung) oder einer Versetzung (z.B. vom besser bezahlten Außen- in den Innendienst) eine Übergangsleistung/Wiedereingliederungshilfe bzw. eine anteilige Rente weiterbezahlt wird, durch die eine Einkommensminderung weitestgehend ausgeglichen wird...

Schöne Grüße

justii


Hierzu meine bescheidene Meinung:

Ich sehe hier ein hervorragendes BU-Tarifwerk - das sich bei Beamten allerdings ab und an mal als Bumerang erweisen könnte...


Warum ???

Auch hier bezieht man sich auf die klassische BU-Definition " Gesundheitliche Beeinträchtigung oder Arbeitsunfähigkeit, die ab einem gewissen Prozentsatz ( meistens 50 % ) eine Rentenleistung auslösen würden.

Die Beurteilung der Dienstunfähigkeit von Beamten wird allerdings seitens des Dienstherrn häufig nicht allein auf Grundlage der vorliegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorgenommen - sondern vielmehr werden oft auch andere, subjektive Gesichtspunkte berücksichtigt.

D.h. der Dienstherr schickt den Beamten zur Feststellung der Dienstunfähigkeitzum Amtsarzt. Es kann aber durchaus sein, dass allein die gesundheitlichen Beeinträchtigungen keine Dienstunfähigkeit begründen, sondern weitere - subjektive Faktoren - miteinbezogen werden um eine DU zu begründen.

Wichtig ist also dementsprechend eine DU, die in ihrer Definition nicht eine Rentenzahlung davon abhängig macht, dass die DU ausschließlich aus medizinischen Gründen verursacht wurde - denn das wäre für den betroffenen Beamten ggf. fatal. s.o.

Einzig die Klausel... ich habe sie in meinem ersten Posting schon mal erwähnt, bietet nach Ansicht von Experten u.a. dem BDV ( lol...jetzt muss ich sogar den BDV mal positiv erwähnen ) dem Beamten im Falle einer Versetzung in den Ruhestand aufgrund von Dienstunfähigkeit einen optimalen - und vor allem dauerhaften Schutz ohne med. Nachprüfungs-möglichkeit des Versicheres.

"Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit."

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
08.05.2007, 14:25
Hierzu meine bescheidene Meinung:

Ich sehe hier ein hervorragendes BU-Tarifwerk - das sich bei Beamten allerdings ab und an mal als Bumerang erweisen könnte...


Warum ???

Auch hier bezieht man sich auf die klassische BU-Definition " Gesundheitliche Beeinträchtigung oder Arbeitsunfähigkeit, die ab einem gewissen Prozentsatz ( meistens 50 % ) eine Rentenleistung auslösen würden.


Achtung AU ist nicht gleich BU...



Die Beurteilung der Dienstunfähigkeit von Beamten wird allerdings seitens des Dienstherrn häufig nicht allein auf Grundlage der vorliegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorgenommen - sondern vielmehr werden oft auch andere, subjektive Gesichtspunkte berücksichtigt.

D.h. der Dienstherr schickt den Beamten zur Feststellung der Dienstunfähigkeitzum Amtsarzt. Es kann aber durchaus sein, dass allein die gesundheitlichen Beeinträchtigungen keine Dienstunfähigkeit begründen, sondern weitere - subjektive Faktoren - miteinbezogen werden um eine DU zu begründen......




Hallo Austernschlürfer.

Nochmal kurz und ohne Vers.Chinesisch die Definitionen:

AU = Arbeitsunfähigkeit = ganz normale Krankschreibung z.B. durch den Hausarzt (Gelber Zettel)
BU = Berufsunfähigkeit = teilweise, je nach Tarif ab 25% - meist jedoch ab 50% Unmöglichkeit der Berufsausübung
EU = Erwerbsunfähigkeit = vollständige Unmöglichkeit der Berufsausübung
DU = Dienstunfähigkeit = teilweise oder vollständige Unmöglichkeit der Berufsausübung eines Beamten (teilweise kann auch der Verlust der Vollzugsdienstunfähigkeit sein)

Der oben von mir zitierte Versicherer leistet bereits ab AU (= Krankschreibung durch den Hausarzt, wenn diese länger als 6 Monate andauert). Die Problematik Amtsarzt ist also für eine Leistung gar nicht gegeben.

Die von Dir zitierte Empfehlung des BDV halte ich im Gegenteil sogar für gefährlich, da diese nur die vollständige Dienstunfähigkeit mit der Folge "Versetzung in den Ruhestand" oder "Entlassung" kennt. Bis es jedoch so weit kommt, ist der Weg weit... Eine teilweise Dienstunfähigkeit (wie die Vollzugsdienstunfähigkeit, bei der z.B. ein Polizeibeamter nicht mehr im Außendienst tätig sein kann und deshalb in den schlechter bezahlten Innendienst wechseln muß) kennt diese BDV-Definition gar nicht.

Im oben von mir zitierten Bedingungswerk leistet die Versicherung bei teilweiser BU/DU mit der Differenzzahlung zwischen bisherigem (hohem) und zukünftigem (schlechterem) Gehalt. Dies betrifft z.B. auch Personen, die im BU-Fall aufgrund einer freiwilligen Umschulung in einem anderen Berufs berufstätig werden, in diesem aber weniger verdienen. Alternativ gibt es in diesem Fall auch eine sogenannte Eingliederungshilfe...

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
08.05.2007, 14:36
Hallo Justii...

mir ist schon klar was gelber Zettel und BU bedeutet...

Die Definition des BDV bezieht sich in der Tat vor allem auf Versetzung in den Ruhestand und auf Entlassung - daher habe ich diese beiden Begriffe auch unterstrichen.

Das wäre allerdings auch der Worst Case für den Beamten an sich und daher wäre diese Klausel dann auch die passende Klausel.

Ob das von dir genannte Bedingungswerk in einem solchen Fall allerdings zu 100 % greifen würde, wage ich zu bezweifeln da sich der Versicherer ja nicht nach der o.g. BDV-DU - Klausel richten würde, sondern sein eigenes BU-Bedingungswert zugrunde legen würde - und wie wir wissen, bedeutet DU nicht zwangsläufig auch BU im Sinne der BU-Bedingungen. Hier sehe ich die Lücke im System, gewissermaßen.

Wichtig an der Klausel finde ich auch, dass hiermit sowohl Beamte auf Lebenszeit als auch solche auf Widerruf abdeckt sind. ( siehe die Unterstreichungen - Entlassen und vorzeitiger Ruhestand )

Vollkommen befriedigend im Sinne der Versicherten sind meiner Meinung nach beide Varianten nicht 100 prozentig da nach wie vor Deckungslücken - die von dir erwähnten und die von mir erwähnten Lücken vorhanden sind.

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
08.05.2007, 15:25
Hallo Austernschlürfer.

*lach* Ich habe gewußt, daß Dir diese Begriffe geläufig sind.
Ich wollte nur, daß auch die anderen Mitleser und -schreiber folgen können.

Ich kann hier auch aus meiner Erfahrung berichten:
Wir haben im letzten Jahrzehnt diverse DU-Fälle (wobei 4 polizeivollzugsdienstunfähig aber nicht dienstunfähig sind), verschiedene BU-Fälle und zwei EU-Kunden und sind glücklich, daß wir bisher bei der Reglung der Rentenansprüche gegenüber der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung kein einziges Mal Probleme hatten...

Beispiel:
Ein Kunststoffformgießer im Schichtdienst und diversen Zulagen wird aufgrund Skelettproblemen zunächst berufsunfähig. Der Kunde bezieht volle Rente aus seinem privaten BU-Vertrag. Nach längerer Berufsunfähigkeit entschließt sich der Kunde eine Umschulung zu machen und bewirbt sich dann erfolgreich in eine Bank. Dort verdient er deutlich weniger als früher in der Industrie. Die private BU-Versicherung leistet nun seit Jahren die Differenz (gegen jährliche Vorlage des Einkommenssteuerbescheides).

Ich gehe davon aus, daß diese problemlose Regelung bei allen bisher vorliegenden BU-Fällen daher kommt, weil wir nur einige "handverlesene" Tarife empfehlen und dabei darauf achten, diese gegenüber dem Standard-Tarifwerkt stets zu verbessern. Gesellschaften die diese Prozedur nicht mitmachen fliegen raus. Wir empfehlen also IMMER Tarife, die der Kunde so von der Gesellschaft nicht bekommen würde...

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
08.05.2007, 17:11
Hi Justii...ich sagte ja schon, dass das von dir angesprochene BU-Tarifwerk Spitze ist - das ist auch nicht die Frage, bzw. das Problem.

Ich sehe das Problem in erster Linie bei Beamten die aufgrund von Dienstunfähigkeit entweder in vorzeitigen Ruhestand geschickt oder entlassen werden.

Also sprich Beamte auf Lebenszeit ( Vorzeitiger Ruhestand ) oder Beamte auf Widerruf ( Entlassung )

Bei den von dir geschilderten Fällen in denen die Beamten nicht DU waren, besser gesagt nicht in den wohlverdienten Ruhestand geschickt wurden, bzw. entlassen wurden, ist dein Tarifwerk natürlich interessant.

Im Bereich der Normalsterblichen :ooooh: also der Nichtverbeamteten ist es natürlich im Vergleich zu klassischen Standard - BU-Tarifwerken sogar extrem interessant.

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
08.05.2007, 17:29
Danke *lächel*

Bonita33
08.05.2007, 17:37
Ich seh schon, das ist so kompliziert, das ich wieder ganz passe :smirksmile: Bis ich da was finde was dann alles abdeckt, bin ich wahrscheinlich schon im Ruhestand :ooooh::zwinker:

Inaktiver User
08.05.2007, 17:51
Ja, einfach ist das gerade bei der Dienst- und Vollzugsdienstunfähigkeit nicht. Da hast Du wohl Recht...

Bis zum Ruhestand hast Du ja noch ein wenig Zeit *lächel*
Schönen Tag.

justii

Bonita33
08.05.2007, 18:14
Ja, einfach ist das gerade bei der Dienst- und Vollzugsdienstunfähigkeit nicht. Da hast Du wohl Recht...

Bis zum Ruhestand hast Du ja noch ein wenig Zeit *lächel*
Schönen Tag.

justii

Ach...wenn ich sehe wie schnell die letzten 17 Jahre Arbeit rumgegangen sind, dann ists nicht mehr lang :zwinker:

Wie würden die Beamtenhasser sagen: das sitzt ein Beamter doch auf einer Backe ab :freches grinsen: :zwinker:

Aber ich hätte da noch mal eine Verständnisfrage, die Geschichte mit der Arbeitsunfähigkeit ab einem halben Jahr, gibt es die auch für Beamte, oder nur für "normale" Arbeitnehmer?
Hab den Fall grad im Bekanntenkreis, Bandscheibenvorfall, das Geld wird natürlich weniger... sowas würde dann auch abgefedert?

Dir auch einen schönen Tag und lieben Dank für die PN :kuss:

Inaktiver User
08.05.2007, 18:52
...

Aber ich hätte da noch mal eine Verständnisfrage, die Geschichte mit der Arbeitsunfähigkeit ab einem halben Jahr, gibt es die auch für Beamte, oder nur für "normale" Arbeitnehmer?
Hab den Fall grad im Bekanntenkreis, Bandscheibenvorfall, das Geld wird natürlich weniger... sowas würde dann auch abgefedert?
...

Dieses Bedingungswerk gilt für "normale" Arbeitnehmer und Beamte gleichermaßen...

manjula
08.05.2007, 22:42
hmmm...ich muss gestehen, dass ich die diskussion zwischen justii und austernschlürfer jetzt nicht im detail nachvollziehen konnte, will mich aber "trotzdem" nochmal zu wort melden :smile:


Genau deshalb mache ich das nicht.
Weil sonst der Einzelne losrennt und hier ein Angebot einholt und da ein Angebot einholt und dort ein Angebot einholt... am Ende jedoch so klug dasteht als wie zuvor.


na ja, eigene informatinen muss man ja so und so einholen, man muss ja zumindest auf plausibiliät prüfen können, was einem ein berater empfiehlt.


6) Gibt es Sonderbedingungen, die nur über lizensierte Berater angeboten werden dürfen (diese bekommst Du also als anfragender Kunde überhaupt nicht, selbst wenn Du danach fragst)


das finde ich sehr interessant und es war mir bisher gänzlich unbekannt :ooooh:


Ein Magazin/Zeitschrift kann vielleicht für und wider eine Privathaftpflichtversicherung beurteilen. Ein Magazin/Zeitschrift kann aber niemals Grundlage für eine Entscheidung für/gegen eine BU-Versicherung sein, da sich diese(s) immer hinter journalistischer Freiheit versteckt. Niemals hat/wird ein Journalist den Vorwurf der Falschberatung etc. gelten lassen und kein Gericht in D wird ihm eine solche zuweisen. Der Journalist betreibt ja auch keine wirkliche Einzelfall-Beratung sondern gibt Denkanstöße anhand von Beispiel-Kunden, die in der Realität nicht existieren...

Ein Magazin berücksichtig auch nicht die Regulierungspraxis oder die Regulierungserfahrung einer Versicherungsgesellschaft. Ein Magazin berücksichtig auch nicht die Gründe, die in der Vergangenheit zu gerichtlichen Leistungsstreitigkeiten oder Ablehnungen geführt haben usw.


schon klar, aber ich brauche ja von irgendwoher eine art "checkliste", um zumindest auf die punkte zu kommen, die es - in welcher form auch immer - zu beachten gilt. irgendwie musste ich z.b. ja auch draufkommen, dass es überhaupt eine dienstunfähigkeits-versicherung im gegensatz zu einer normalen bu gibt.....

jedenfalls werde ich immer verwirrter, je mehr ich mich informiere. anstelle geöffneter türen, finde ich nur immer wieder neue geschlossene vor :wie?:

Inaktiver User
09.05.2007, 07:14
Guten Morgen manjula.

Sorry für das kurze Fachgeplaudere zwischen Austernschlürfer und mir... natürlich soll man auf Plausibilität prüfen können, was ein Berater empfiehlt. Da allerdings qualifizierte Berater sehr oft (in allen Bereichen, von der Haftpflicht angefangen....) verbesserte Tarife anbieten können als Du diese von der gleichen Gesellschaft selbst bekommen würdest, kannst Du die selbst eingeholten Standard-Angebote nur selten zur Prüfung heranziehen.

Standard kannst Du nur mit Standard vergleichen
und Hochqualifiziertes nur mit entsprechend Hochwertigem...



das finde ich sehr interessant und es war mir bisher gänzlich unbekannt :ooooh:


Das sind doch keine geschlossene Türen *lächel* allerdings wird mit der wachsenden Anzahl der geöffneten Türen (sprich Informationen) das Thema sehr komplex. Gerade aus diesem Grund ist eine qualifizierte Beratung unerlässlich, zumal es hier ja nicht um eine "einfache" BU-Versicherung sondern um qualifizierten Schutz auch bei DU geht. Als Laie tut man sich verständlicher Weise schwer, all diese wichtigen Informationen zu berücksichtigen.

Aus diesem Grund gibt es ja Fachleute.

Beispiel:
Bei einem selbst diagnostizierten Naselaufen mit häufigem Niesen und Halsschmerzen greift man schon mal zur Selbstdiagnose (Schnupfen/Erkältung) und zu selbst verordneten Hausmitteln.

Aber wer würde im Falle der folgenden Beschreibung zur Selbstdiagnose* und Selbstbehandlung greifen anstatt zum Arzt zu gehen?
Störungen beim Bewegen der Augen durch Augenmuskellähmungen und Doppeltsehen, horizontaler Blickrichtungsnystagmus, Reflexstörungen, Bewusstseinstörungen, Desorientiertheit, Apathie und Somnolenz, cerebelläre Rumpf-, Stand- und Gang-Ataxie, Störungen der Feinmotorik mit Dysdiadochokinese, bulbäre Sprechstörung (Dysarthrie), Schluckstörung (Dysphagie), Schlafstörung (Insomnie), vegetative Störungen wie Hypotonie, Hypothermie und Hyperhidrose, organische Psychose.

Wohl niemand!
Genauso ist es für den Fall dieser beratungsintensiven BU-/DU-Versicherung....

Sicherlich sind die Medien ideal zum sensibilisieren der Bevölkerung auf dieses (und andere) wichtige Sachgebiet(e). Geh aber bitte davon aus, daß jede "Checkliste" in den Medien lückenhaft und nur bedingt auf den individuellen Einzelfall anzuwenden ist.

Deine individuelle und persönliche Checkliste kannst Du am Besten gemeinsam mit Deinem persönlichen Berater erstellen.

Anregung: Frag doch einmal bei verschiedenen Gesellschaften nach BU-Angeboten an und prüfe dann, ob Dich auch nur eine Einzige unaufgefordert über den wichtigen Sachverhalt "Existenzgefährdende Versicherungslücke" (http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_archiv.asp?aid=251) aufklärt und eine schriftlich garantierte Lösung anbietet. Du kannst dabei jede Gesellschaft wählen und mußt Dich nicht auf Versicherungen beschränken, die auch die DU anbieten. Dann ist die Auswahl größer *lächel*

Schöne Grüße

justii
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*Die Wernicke-Enzephalopathie (syn.: Polioencephalopathia haemorrhagica superior; engl.: Wernicke's encephalopathy; benannt nach Carl Wernicke 1848-1905) ist eine degenerative Erkrankung des Gehirns im Erwachsenenalter. Sie tritt vor allem bei Vitaminmangel (Malabsorptionssyndrom) auf.

manjula
09.05.2007, 21:54
.... allerdings wird mit der wachsenden Anzahl der geöffneten Türen (sprich Informationen) das Thema sehr komplex. Gerade aus diesem Grund ist eine qualifizierte Beratung unerlässlich, zumal es hier ja nicht um eine "einfache" BU-Versicherung sondern um qualifizierten Schutz auch bei DU geht. Als Laie tut man sich verständlicher Weise schwer, all diese wichtigen Informationen zu berücksichtigen.

Aus diesem Grund gibt es ja Fachleute.



...demnach sollte ich meine zeit eher in die suche nach einem guten berater investieren als in die suche nach einer guten versicherung......:ooooh: :smile:

Inaktiver User
09.05.2007, 22:28
...da kann ich Dir, auch in Anbetracht anderer wichtiger Versicherungssparten, nicht widersprechen :-) Meist kannst Du damit viele Fragen und Probleme lösen und sparst Dir eine Menge Zeit und Aufwand.

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
10.05.2007, 08:55
Um Deiner Frage zu entsprechen und die Sache "unechte Honorarberatung" aus den anderen Threads abzuschließen.

Echte Honorarberatung und damit "ausschließlich dem Klienten verpflichtete Beratung" bekommst Du über den "Bundesverband der Versicherungsberater".

Weitere Links und Infos bekommst Du von mir als PN. OK?

Lieben Gruß

justii

manjula
10.05.2007, 21:54
danke justii für den hinweis mit dem bundesverband. dort würde ich also meine beratung bekommen, was ich abschlissen sollte. müsste mich dann aber wieder auf den weg machen, um jemanden zu finden, bei dem ich abschliessen kann, korrekt? und da ich ja bereits weiss, was ich will, finde ich niemanden, bei dem ich abschliessen kann, weil der ja dann nicht seine produkte bei mir an die frau bringen kann......

habe ich das richtig verstanden?

Inaktiver User
10.05.2007, 22:35
Wenn Du genau weißt, was Du willst und benötigst, dann bekommst Du das auch. Insofern wars nicht ganz richtig verstanden...

Ein wirklich unabhängiger Berater kann Dir genau das besorgen, was Du benötigst und wird dies auch tun. Sieht er allerdings anhand seinem speziellen Fachwissen und/oder seiner Erfahrung, daß Du etwas übersehen hast oder einen Fehler in Deiner Planung/Recherche stecken hast, wird er Dich natürlich darüber informieren...

Die endfällige Entscheidung bleibt immer bei Dir.
Sollte es sich allerdings um eine existenzgefährdende oder gar gefährliche Entscheidung handeln, hat der Berater natürlich die Möglichkeit, den Auftrag abzulehnen. Dies ist er sowohl Dir schuldig als auch sich selbst...

Schöne Grüße

justii

steffisch
11.05.2007, 15:30
Wichtig neben der richtigen Versicherung ist sicherlich auch die Höhe der Dienstunfähigkeitsversicherung. Hier solltest Du auf jeden Fall in den Anfangsjahren hohen Schutz haben, auf der Seite
Dienstunfähigkeitsversicherung findest DU, wie ich finde ganz nützliche Informationen, ich hoffe es hilft Dir weiter.

Inaktiver User
12.05.2007, 09:59
Hallo.

Wir empfehlen zunächst einmal, die Ansprüche aus der gesetzlichen Versorgung abzufragen. Es gibt zwar keine expliziten BU-Leistungen mehr, für eine Ermittlung wie hoch die private BU-Versicherung sein soll, können jedoch die Angaben der ges. Rentenversicherung (Erwerbsminerungsrenten) herangezogen werden.

Gerade bei Berufsanfängern ist diese Info oft eine Offenbarung, da viele nicht wissen, daß erst nach 50 Monaten Beitragszahlung überhaupt eine Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu erhalten ist...

Der private BU-/DU-Schutz kann (bei guten Tarifen) an die Lebensgegebenheiten angepasst werden. Bei einem Ansteigen der gesetzlichen Ansprüche im Laufe der Beitragsjahre kann die private BU-/DU-Rente flexibel gesenkt werden.
Und in den Fällen, in denen eine Erhöhung der privaten BU-/DU-Rente angebracht ist (z.B. Beförderung, Gehaltssprung, Heirat, Geburt eines Kindes, Immo-Finanzierung, Schritt in die Selbständigkeit usw.), kann bei guten Tarifen ohne Gesundheitsprüfung die Rente angehoben werden.

Schöne Grüße

justii

steffisch
13.05.2007, 07:59
Tja, so kompliziert ist es gar nicht auf der Seite Dienstunfähigkeitsversicherung habe ich mich ganz gut einlesen können. Gerade der Punkt Beamte auf Probe und Beamte auf Lebenszeit und wo man da bei den Klauseln achten muss fand ich wichtig und interessant. Weiterhin ist es bestimmt sinnvoll in Bezug der Höhe der Dienstunfähigkeitsversicherung zu schauen, ob schon ein Anspruch auf Ruhegehalt besteht oder nicht.

Inaktiver User
13.05.2007, 13:18
Hallo Steffisch.

So einfach ist es leider nicht.
Zum Einen ist dort keine annonyme Anfrage möglich sondern es müssen sofort die persönlichen Angaben offenbart werden.

Zum Zweiten werden diese auch sofort an einen Außendienstler weitergegeben, der dann per Telefon, persönlich oder wie auch immer auf der Matte steht...

Und am Wichtigsten: Es wird einem dort "vorgegaukelt" als wären die Versicherungsbedingungen aller DU-Versicherungen gleichwertig. Und das ist eben nicht der Fall. Ein reiner "Beitragsvergleich" ist tödlich für einen späteren Leistungsanspruch.

Über Vollzugsdienstunfähigkeit erfährt man dort schon gleich überhaupt nichts, obwohl viele der Beamten davon betroffen sind. Da kann dann der Bundesgrenzschutz- oder Polizeitbeamte "auf der Strasse" später sehen, wo er eine Leistung her bekommt, falls er nicht in den Ruhestand versetzt wird oder entlassen wird sondern "nur" an eine andere Stelle innerhalb der Behörde versetzt wird. Von seiner Versicherung in den meisten Fällen jedenfalls nicht... Die Einkommensdifferenz kann er sich dann in seiner Phantasie vorstellen, wenn das frisch gebaute Haus verkauf werden muß weil die Finanzierung nicht mehr klappt...

Schöne Grüße

justii