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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst ade!



Ariella
07.05.2007, 12:45
Hallo!
Ich hatte so ziemlich alle Ängste, die man sich so vorstellen kann. Höhenangst, Angst auf der Autobahn zu fahren, Angst vor dem Fliegen, Platzangst, u.v.a.
Im Grunde genommen geht es aber doch fast immer um die Angst vor der Angst. Man will sich nicht blamieren, gerade in Situationen wo keine Fluchtmöglichkeiten bestehen.Aber auch da, wo man flüchten kann, z. B. bei einem Spaziergang durch den Wald, kann es einen treffen. Bei mir war der Gedanke dann so, dass mir dort so schnell keiner Helfen kann.
Und das ist der Punkt. Helfen kann einem eh keiner. Ich bin bewusst auf Konfrontationskrieg mit der Angst gegangen. Ich habe mir eine Stelle gesucht, bei der ich Autobahn fahren musste (ich war monatelang total gerädert, wenn ich da angekommen bin und dann wurde es auf einmal immer leichter), ich habe meinen 1. Flug gebucht, ich bin irgendwelche Hochhäuser mit dem Aufzug hochgefahren(das war schon schlimm) und habe mich in der 10. Etage auf den Balkon gestellt (da war ich dann kurz vom Kollabieren). Ich habe mir immer gesagt: "Es gibt zig Milliarden Menschen auf der Welt, und gerade in dem Moment haben zig Tausend eine Panikattacke! Das interessiert eh keinen!!" Und sterben werde ich daran nicht! Ich kann mich auch der Angst hingeben, dann werde ich in meinem Leben aber keine Lebensfreunde mehr haben!"
War ne harte Zeit. Aber Schnee von gestern!!
Habe inzwischen 15 Flüge hinter mir (auch nach Amerika und Dom Rep), habe Motorradführerschein gemacht und düse mit 200 Sachen über die Autobahn, fahr wieder Gondel und Sessellift im Winterurlaub, habe Kletterkurse mitgemacht und reite inzwischen sogar.
Ich habe nie Tabletten genommen und habe nur einmal eine Therapie gegen die Höhenangst mitgemacht (hat mir nicht viel gebracht).
Ich möchte hier einfach allen nur Mut machen, nicht aufzugeben!
Treibt viel Sport, da gewöhnt ihr euch an einen schnellen Puls. Ihr glaubt gar nicht, was ein gesundes Herz leisten kann!!
Viel Glück!

Inaktiver User
07.05.2007, 14:45
Hallo Ariella!

Du hast das alles alleine gemacht, ohne Unterstützung?
Bist Du von selbst drauf gekommen, dass Du Dich der Angst stellen musst, die Situationen suchen musst, die Dir Angst machen?

Wie ist Deine familiäre Situation?

Brava

Ariella
08.05.2007, 14:02
Hallo Brava!
Bin inzwischen 42 Jahre alt, verheiratet und habe eine 15 jährige Tochter.
Als ich mit meiner Übungsphase begann war ich Mitte 20.
Nachdem ich dann mit einigen Leuten darüber geredet habe, merkte ich auf ein Mal, dass viele irgendwelche Ängste haben!
Da stand ich auf jeden Fall nicht mehr alleine da.
Ein Buch habe ich mir damals auch besorgt, das hat mir auch Mut gegeben.
Ein guter Freund, der mich manchmal begleitet hat und merkte, dass eine Panikattacke wieder losging, sagte dann manchmal ganz cool: Lass sie einfach kommen, dann hast du sie weg.
Da musste ich sogar trotzdem lachen!

Ariella

Inaktiver User
09.05.2007, 09:17
Hallo ...
alle Achtung Ariella..ich gratuliere dir zu deinem Erfolg.
Ich kann alles, was du schreibst, sehr gut nachempfinden. Ich leide sehr sehr !!! vielen Jahren unter den gleichen Symptomen. Ich bin auch erst in eine Therapie gegangen um zu erfahren, warum und woher diese Ängste kamen. Es war Stress und ich habe mich von meinem Mann innerlich distanzieren müssen. Angst Menschen brauchen Partner, die unterstützen und nicht solche, die einen tägl. auch noch nieder machen und sagen, das schaffst du ja sowieso nie.
Dann bin ich auch alleine auf Konfrontation gegangen. Ich konnte nicht mehr Auto fahren, keine Aufzüge, und das Schlimmste war, ich konnte nicht alleine in meinem Haus bleiben. Mir wurde schlecht vor lauter Angst. Mein Haus liegt sehr einsam, kaum Menschen drumherum.
Heute möchte ich nie mehr zurück in mein altes Leben. Es kommen zwar immer wieder Attacken, die ich mit Atemübungen bekämpfe.. und dann rede ich mit der Angst, wie mit einem 2. Menschen. Denn dieses Gefühl hat jeder angstgeplagte Mensch. Die Angst ist ein zweiter Bestandteil in die drin. Ich stieg auch nie in ein Flugzeug, dann habe ich ein Flugangstseminar gemacht und bin mit noch 2 anderen Menschen, die die gleichen Symtome hatten in eine Maschine gestiegen. Es war ein Traum ohne Angst. die Piloten waren Ärzte und Piloten zugleich. Leider hatte ich bis jetzt noch keine Möglichkeit zu fliegen. Mein Mann hilft mir nicht, im Gegenteil. Er tut alles um mich zu halten. So kam auch mal der Spruch: deine Angst hält mich am Leben. Mittlerweile fahre ich alleine mit dem Zug und den öffentl. Verkehrsmitteln.Überlege.. es sind überall Menschen, wir sind nicht alleine in der Welt. Millionen Menschen haben das auch. Nur die meisten trauen sich nicht, darüber zu reden. Man braucht tatsächlich auch gute Freunde oder Freundinnen. Aber nur solche, die einen nicht auslachen. Denn die meisten glauben ja, man sei verrückt.
In diesem Sinne wünsche ich allen gute Gelingen.
Theresia

Ariella
09.05.2007, 10:28
Hi Theresia!
Ich finde es super, dass auch dir so vieles gelungen ist. Aber was ist mit deinem Mann? Ist er total auf dich fixiert und will nicht, dass du selbständiger wirst? Hat er vielleicht selber Ängste und gibt sie nicht zu? Wie ist denn ansonsten eure Beziehung, habt ihr gemeinsame Interessen? Ich finde, das ist ganz wichtig!
Wenn du heute auch immer noch Attacken bekommst, denke einfach daran, dass sie nicht gekommen wären, wenn du nicht dran gedacht hättest. Je länger der Abstand zu den einzelnen Attacken wird, desto weniger denkst du dran. So war es jedenfalls bei mir. Am Anfang denkt man an nichts anderes.
Und wirklich ganz wichtig: Treibe regelmäßig Sport, am besten Ausdauersport! Dein Körper wird belastbarer und wenn du eine Stunde gelaufen bist, hast du gar keine Lust mehr auf eine Panikattacke!
Viel Glück beim weitern Gelingen und helfe deinem Mann ein bisschen auf die Spur:-)))
Bis demnächst!
Ariella

Inaktiver User
09.05.2007, 22:18
Hi Ariella..
ich finde es gut, dass hier überhaupt mal über diese Art der Angst geschrieben wird. Aber kaum Resonanz.
MeinemMann kann ich nicht auf die Sprünge helfen, ich glaube er hat selber Angst . Nur nicht in der Form wie ich. Aber es ist ja bekannt, dass die Partnerschaft zerbrechen kann, wenn plötzlich der Angstmensch ausbricht zurück geht in sein altes Leben.
Mir haben auch Bücher geholfen, zb. von Lucinda Basset.. Angstfrei leben.
Joggen oder laufen kann ich nicht mehr, ich bin zu alt dazu. Ich bin 61 , mir genügt es, wenn ich den Rest noch auf die Reihe bekomme.
Aber mal ganz ehrlich, zur Angstbekämpfung braucht man Geld. Das darf n icht unerwähnt bleiben. Will ich fliegen, das kostet. Will ich Auto fahren, brauche ich ein Auto. Ganz sooo einfach ist es nicht.
Dein Freund hatte Recht: lass die Angst kommen, sie spüren, dann geht sie weg.
Theresia, die noch weiter kämpfen muss. !

Asti
10.05.2007, 09:58
Hallo Ariella,
die Ängste, die Du beschrieben hast, treffen auch vollkommen auf mich zu. Angefangen hatte es mit Höhenangst, die ich ein paar Jahre hatte ohne stark darunter zu leiden, ging dann über zur Angst beim Auto fahren auf der Autobahn, dann kamen große Plätze, Menschenansammlungen etc. dazu. Zunächst hatte ich mich an schlechten Tagen zurückgezogen, konfrontierte mich jedoch dann immer wieder mit den versch. angstmachenden Situationen. Inzwischen fahre ich wieder Autobahn, fliege wieder und gehe auch wieder unter Menschen. Allerdings muss ich tierische aufpassen mit Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Zigs. Das Rauchen habe ich inzwischen aufgegeben, Kaffee trinke ich nur noch entkoffeiniert und Alkohol sowieso nur am Wochenende. Du hast Recht: das Problem ist die Angst vor der Angst. Aber ich denke auch, dass man schon die Wurzeln des Problems anpacken sollte. Warum habe ich diese übersteigerte "krankhafte" Angst überhaupt bekommen? Mir kommt es so vor, als müsste ich viele Situationen von der Angst entkoppeln und wenn ich es geschafft habe, bricht sie ganz woanders wieder aus. Aus diesem Grund überlege ich, wie mein nächster Schritt für mich aussehen soll. Ich überlege, ob ich nicht einen Termin bei meiner Hausärztin ausmachen sollte um mich da beraten zu lassen?!?!?

@Theresia
61 ist vielleicht kein Alter mehr zum Laufen, aber Walking oder auch flottes Spazierengehen können Wunder wirken. Ich habe schon immer Sport gemacht, setze aber jetzt verstärkt drauf und kann es nur allerwärmstens empfehlen. In Kliniken wird Sport zur Therapie eingesetzt!!! Aber wie gesagt auch ein Spaziergang kann Wunder wirken.
Wegen Deines Mannes: Mein Mann hilft mir ebenfalls nicht. Er hat mich eigentlich als starken Menschen kennengelernt und man könnte davon ausgehen, dass er mich auch so wieder möchte. Aber weit gefehlt. Durch die Ängste bin ich bei weitem nicht mehr so unabhängig und eher an ihn gebunden und ist ein Partner, wie mein Mann eifersüchtig, steht er mit meinem Zustand auf der sichereren Seite. Nach außen hin merkt man bei mir ja nichts. Und gemeinsame Interessen haben wir und kann ich mit ihm jederzeit ausführen, aber halt oftmals nicht alleine. Verstehst Du was ich meine?
Hoffe ich habe nicht zu konfus geschrieben.
LG
Asti

Ariella
10.05.2007, 13:20
Hallo Asti!
Du hast vollkommen Recht! Man stopft ein Loch und ein anderes geht wieder auf. Wenn man einmal eine Panikattacke hatte, hat man solche Angst davor, sie wieder zu bekommen, und alleine der Gedanke "hoffentlich bekomme ich die jetzt nicht hier" reicht schon, um eine auszulösen. Wenn du dahin kommen kannst, dass es dir wirklich schitt egal ist, dass sie kommt und was die anderen denken, dann bist du auf dem richtigen Weg.
In einer Großraumgondel in Sulden überkam es mich auch auf einmal. Ein paar Leute guckten etwas bescheiden und ich sagte was ich habe und keiner hat gelacht, sondern mir wurde sogar noch zugesprochen. Und selbst wenn sie gelacht hätten, auch egal, sehe ich nach dem Urlaub nie wieder und wer weiß, was die nicht so für Probleme haben.
Und noch ein Tipp! Suche dir ein neues Hobby aus, was wirklich am Anfang etwas ängstigend ist (Klettern, Reiten, Kiten,..) und ziehe das durch. Da hat man nämlich erst einmal reale Angst und wenn man das immer wieder meistert, dann ist das "Schlangestehen an der Kasse, Aufzug fahren u.a." nur noch halb so schlimm oder wie weggeblasen.
Therapeutisches Reiten wird auch sehr erfolgreich bei Depressionen eingesetzt.
Sei wieder unabhängig und lege einfach los. Viel Erfolg und melde dich mal wieder!

LG Ariella

Asti
10.05.2007, 20:55
Ich glaub um richtig Angst zu haben brauche ich mir kein Hobby zulegen. Zwei Personen in meiner Familie sind an Krebs erkrankt und daher weiss ich was richtige Angst bedeutet im übertragenen Sinne. Allerdings und vielleicht deswegen möchte ich in der Freizeit bzw. bei meinem Hobby keine Angst verspüren müssen, sonst würde ich durchdrehen.
Da hast Du Recht: ich denk mir oft, dass es doch shit-egal ist ob ich da jetzt umfalle oder nicht. Klappt, aber halt nicht immer. Bei mir ist das tagesabhängig, aber auch von den Hormonen. Die Woche vor meiner Periode ist immer ganz beschwerlich.
Ja, ich überlege halt nun ob es nicht sinnvoller wäre das Ganze von der Wurzel her anzugreifen mit professioneller Hilfe. Nicht so ganz leicht, denn ich wohne in einer ländlichen Gegend. Aber machbar, denke ich mal.
Ach ja, wenn ich einen erfolgreichen positiven Tag hatte, ob beruflich oder privat, leide ich bei weitem weniger! Also her mit den tollen Tagen ;-)

Inaktiver User
17.05.2007, 16:36
Hallo,
ich denke auch, dass sich "auspowern" schon was bringt. Ich bin zwar jetzt nicht der Sportlertyp, habe aber zu Beginn meiner "Angstkarriere" gemerkt, dass ich leichter aus dem Haus konnte, nachdem ich mich zum Beispiel erst mal körperlich ausgetobt hatte (bei mir war´s in dem Fall der Garten). Da war ich erst mal kaputt und hatte keine Zeit, eine Attacke zu bekommen.

Mein Problem ist nur, dass ich Dinge bekomme, die nicht wie eine Panikattacke aussehen. Ich hatte z.B. kürzlich über eine Woche Kreislaufprobleme. Ich hatte das in erster Linie nach dem Essen. Habe leider noch nicht rausfinden können woran das so lag, außer am Histamin. Ich habe eine Histaminintoleranz, und wenn ich dann Gräserallergie habe und vielleicht noch Salami, Tomaten, Bananen etc. esse, dann könnte das Histamin zu hoch gehen. Dann hat man das Gefühl als bekäme man einen allergischen Schock. Seltsamerweise wurde es auch besser, nachdem ich Kalzium eingenommen habe. Das würde ja auch für eine Allergie sprechen.

Leider ist es so, dass sich das Ganze als schlimme Angst noch äußert, und dass dadurch meine Angst wieder so richtig wiederbelebt wird. Jetzt kann ich also wieder von vorne anfangen.

Meine Tochter heiratet in gut zwei Wochen. Und ich frage mich, wie soll ich das in meiner jetzigen Situation schaffen?
Dann fahren wir für zwei Wochen an die Nordsee. Endlose Strände, die ich super finde - aber wo ist das rettende Auto??:peinlich:
Nach dem Nordseeurlaub ging es mir meist auch besser als davor. Vielleicht ist es der Einklang mit der Natur.

Übrigens, ihr schreibt, überall sind Leute, jeder hat was. Alles klar, aber wer hilft einem schon. Die meisten Menschen sind doch nur sensationslüstern, das verstärkt die Angst noch mehr.
Im Urlaub, wo mich keiner kennt, ist es besser als daheim in diesem Kaff, wo sowieso immer nur getratscht wird. Da erhoffe ich mir keine Hilfe, nur Sensationslust und Klatsch und Tratsch.

Ich denke, das ist auch ein Grund, um Angst zu bekommen.
Die Menschen sind sich alle so gleichgültig geworden. Niemand interessiert sich mehr für die Not der Anderen. Die Leute interessieren sich nur für Andere wenn was passiert ist - siehe die Staus auf den Autobahnen, wenn auf der Gegenseite ein Unfall passiert ist.

Früher hatten die Leute auch Ängste, auch viele Frauen. Aber in der heutigen Zeit wird das ja immer schlimmer. Heute stand in unserer Tageszeitung, dass auch Kinder schon viele Ängste und Depressionen bekommen.
Ist ja kein Wunder. Man kann sich auf nichts und niemanden mehr verlassen.

Andererseits, und das möchte ich jetzt auch doch noch schreiben: Hier bei Brigitte habe ich schon so viele liebe Menschen kennengelernt und gelesen, dass ich manchmal ganz gerührt bin. Denn eigentlich ist meine Einstellung eher die obige, dass es niemanden interessiert wie es einem geht.
Vielleicht liegt es ja zu sehr an meinem Umfeld...:wie?:

Liebe Grüße an alle
Leni:lachen:

Inaktiver User
17.05.2007, 18:29
Hallo!

Das hier ist wirklich sehr interessant zu lesen und da will ich auch mal kurz umreißen, wie es bei mir ist.
Ich habe eine längere Zeit ziemlich isoliert gelebt. Ich wurde dann depressiv. Anfangs habe ich noch gearbeitet, aber dann wurde die Angst vor Mitarbeitern und die Angst, ich könnte auf der Arbeit zusammen brechen so schlimm, dass ich nicht mehr zur Arbeit gehen konnte und ich wurde krank geschrieben. Meine Angst empfinde ich als ganz diffus, aber hauptsächlich tritt sie im Kontakt zu Menschen auf.
Nachdem ich nicht mehr arbeiten ging, habe ich mich immer mehr zurückgezogen (auch vor besten Freunden u. der Familie) und irgendwann habe ich fast niemanden mehr getroffen und bin nicht mehr ans Telefon gegangen. Ich habe eine Riesenangst, von anderen verletzt zu werden und dass ich es nicht schaffe, mich im entscheidenden Moment ausreichend abzugrenzen. Die Angst ist davor so groß, dass ich lieber alleine bin, als mich dem auszusetzen. Ich konnte niemandem mehr vetrauen und hatte zum Schluß nur noch mich selbst.

Diese Angst aufzufallen, von der ihr auch schreibt, habe ich auch ganz stark. Wenn meine Gefühle innerlich total überkochen, dann würde ich am liebsten jemanden anschreien oder einfach nur laut brüllen, etwas gegen die Wand schmeißen oder mich selber gegen die Wand werfen, damit der Druck endlich aufhört....

Kennt ihr das? Das sind ja keine klassischen Ängste, wie die Angst vorm Fliegen, Auto fahren, etc.

Liebe Gr.
Lili :blume:

Ariella
18.05.2007, 12:31
Hi Leni2!
Ich muss dir zustimmen, dass viele Menschen sich nur noch um sich selbst kümmern. Und Leute, dei mit Angstzuständen nichts zu tun haben, können sich nicht in die Lager versetzen, wie es Menschen mit so einer Erkrankung geht. Helfen kannst du dir nur selbst. Es ist natürlich viel einfacher, wenn man Gleichgesinnte findet. Ich werde hier im Ruhrgebiet demnächst eine Gruppe aufmachen.Wir werden uns regelmäßig treffen und "ZUSAMMEN" in kleinen Schritten gegen die Angst ankämpfen (es macht mir einfach Spaß anderen zu helfen.
Vielleicht findest du ja über dieses Forum in deinem Umfeld auch Betroffene, mit denen man sich treffen und üben kann.
Das gibt Mut und Kraft. Aber die Treffen nicht dazu nutzen, sich gegenseitig zu bedauern, sondern um Erfahrungen nach den Übungen auszutauschen.

Wovor hast du Angst bei der Hochzeit deiner Tochter?
Die Menschenmenge? Oder dass du vor allen was sagen musst?
Sprich über deine Ängste und wie das für dich aussieht.
Du kannst auch als Brautmutter hinten in der Kirche sitzen, wo dich nicht alle beobachten können und wenn du keine Rede halten willst, dann machst du das auch nicht. du kannst deiner Tochter auch ein schönes Gedicht oder einen lieben Brief persönlich geben!
Da hat sie viel mehr davon!
Wenn die Hochzeit schon seit ein paar Stunden läuft, gehts dir doch bestimmt auch wieder ein bißchen besser, oder?

Lange Strände und kein Auto in Sicht! Kann ich mich auch noch dran erinnern. Setze dich einfach in den Sand und warte solange, bis die Attacke vorbei ist. Im Auto kann sie auch passieren. Das Auto ist wahrscheinlich nur der Retter, weil es dich ins nächste Krankenhaus bringen könnte aber da brauchst du nicht hin. Nimm eine Tüte und atme solange da hinein, bis der Anfall vorbei ist. Dann gehst du wieder weiter(wahrscheinlich mit Gummiebeinen und zittern). Wenn wieder eine kommt, machst du es wieder genauso. Solange bis du das Stück geschafft hast. Total egal wo das Auto steht. Ich würde mir als Ziel setzen, dass ich den Strandabschnitt zum Schluss ohne Begleitung schaffen werde, egal ob ich dann immer noch 10 Attacken bekomme oder nicht. Ich schaffe den mindestens einmal alleine. Und wenn du mal drüber nachdenkst, was die Attacke auslöst (Auto zu weit weg, was denken die Leute, was ist, wenn ich hier einen Herzinfarkt bekomme) dann kommst du irgendwann drauf, dass es Blödsinn ist.
Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass wenn du dahin kommst, dass du über deine Panik lachen kannst, bist du drüber weg!
Gehe es an!
Ich wünsche dir viel Erfolg!
Ariella

Ariella
19.05.2007, 08:13
Hallo lili777!

Du schreibst in der Vergangenheit!
Geht es dir heute wieder besser?
Liebe Grüße
Ariella

Inaktiver User
19.05.2007, 12:52
Hallo Ariella!

Ja, das meiste ist besser geworden, aber es gibt immer noch Situationen, wo das Gefühl (Angst gemischt mit unzureichend zu sein) wieder hochkommt und überhand nimmt, aber ich lasse mich davon nicht mehr so runterziehen. Ich habe es jetzt besser "im Griff" und versuche relativ erfolgreich mich davon nicht mehr bestimmen/kontrollieren zu lassen. Es klappt mal besser, mal weniger.

Dein Beitrag hat mir sehr geholfen, mich der Angst zu stellen, d.h. den Situationen, in denen sie auftritt. Dass ich das machen muß, war mir schon klar, aber ich wußte nicht, wie ich es angehen sollte... und habe stattdessen bis vor kurzem immer den Rückzug gewählt.
Laut deinen Worten geht es ja auch ganz "einfach", vestehe mich nicht falsch, einfach ist es wirklich nicht.... aber ich denke, ich habe den Schalter gefunden, um selber der Angst entgegen zu gehen. Es fühlt sich ein bisschen wie ein Kampf an, diese Angst ist wie ein Gegner und am Ende wird nicht sie siegen, sondern ich.
Auf der anderen Seite versuche ich mir auch zu sagen, dass sie manchmal ein Teil von mir ist.... aber der Gedanke gefällt mir ganz und gar nicht :knatsch: .

Noch bin ich krank geschrieben, aber ich denke und hoffe, dass ich bald wieder anfangen werde, also schrittweise, aber die Angst, es nicht zu schaffen, zu "versagen" (am meisten vor mir selber) sitzt schon noch im Nacken, aber ich weiß, dass ich es wieder schaffen werde...., aus dem Gröbsten bin ich wohl raus.

Liebe Grüsse
Lili :blume:

Inaktiver User
20.05.2007, 15:02
Hallo Ariella,
bei der Hochzeit ist es wahrscheinlich so, dass sich verschiedene Dinge bzw. Ängst vermischen.
Zuerst einmal habe ich meine Angst umzufallen, aufzufallen, nicht zu funktionieren usw.
Dann kommt noch die Angst, dass es mir wieder so gehen könnte, wie ich es kürzlich hatte. Da hatte ich eine Woche Kreislaufprobleme und wusste nicht woher. Essen hat´s verschlimmert. Kalzium hat´s verbessert. Meine Ärztin vermutet, dass es eine Histaminintoleranz war bzw. zu viele Allergien gemischt. Das Kalzium würde für so was sprechen. Das hat mich ziemlich fertig gemacht, weil ich es schon lange nicht mehr hatte.
Man fühlt sich dann so ausgeliefert. Gegen die Angst denkt man, schon noch was tun zu können, was ja auch der Fall ist, doch gegen andere Faktoren (wenn ich noch nicht mal genau weiß, was es ist) kann ich nichts machen.
Da ging auch nichts mit rausgehen, mit dagegen angehen - das wurde nicht besser, nur eben kurz auf Kalziumtabletten, und ging nicht weg.
Dieses Gefühl, etwas machen zu müssen, wo ich vielleicht gegen mich und meinen Körper angehe, das ist es.

Bezüglich Angsttraining wollte ich noch sagen, dass ich es schon wichtig finde, gegen die Angst anzugehen. Das habe ich ja früher immer getan, obwohl - sie kam immer wieder zurück, die Angst.
Seit es mir vor ein paar Jahren ziemlich mies ging (ähnlich wie oben beschrieben), habe ich nicht mehr viel gemacht, um rauszukommen. War irgendwie auch anders.

Aber, um noch zurückzukommen. Ich habe eine sehr gute Freundin. Diese hat sich von ihrem Mann getrennt und ist weggezogen. Sie hat auch viele Jahre Angst und Panik. Anfangs, als sie weggezogen war, ging es ihr supergut. Sie lebt ihr Leben allein und hat niemanden, der sie unterstützt. Sie geht also jeden Tag raus ins Leben. Ihre Angst ist wieder da, sie geht auch nicht weg, obwohl sie jeden Tag dagegen angeht und sich nicht schont.
Da habe ich mich schon oft gefragt was das soll, obwohl sie praktisch jeden Tag Konfrontation macht.

Leni

Inaktiver User
20.05.2007, 15:07
Hallo Lili,
schön, dass es Dir wieder besser geht!!
Es ist schlimm, in dieser Falle zu sitzen und das Gefühl zu haben, keinen Ausweg zu finden.
Ich wünsche Dir, dass es aufwärts geht! Lass Dich nicht entmutigen!!
Hast Du Menschen die Dir Mut machen? Oder bist Du eher ein Einzelkämpfer?

Ich weiß, dass man trainieren muss gegen die Angst. Man müsste manchmal aber auch unterscheiden, ob es Angst ist, oder ob es körperliche Beschwerden oder Krankheiten sind, die sich auch mit Angst äußern.

Z.B. äußern sich ja auch bestimmte Krankheiten mit Angst bzw. sind damit verbunden. Herzinfarkt, Angina pectoris, Asthma, Schilddrüsenkrankheiten, hoher Blutdruck...
Ich denke, da gibt es noch einige, doch von den o.g. habe ich schon gelesen.
Man sollte also zuerst eine organische Ursache ausschließen lassen bei einem Arzt des Vertrauens, dann kann man weitermachen.

Bei Dir hat sich das aber schon klar geäußert immer in Verbindung mit Menschen. Das liegt ja auf der Hand.
Vielleicht liegt es ja bei mir auch auf der Hand - ich sehe es nur selber nicht so klar wie ein Außenstehender. Bei Anderen sieht man immer alles glasklar.

Liebe Grüße und alles Liebe und Gute!!!
Leni:blumengabe:

Inaktiver User
20.05.2007, 16:46
@Theresia
61 ist vielleicht kein Alter mehr zum Laufen, aber Walking oder auch flottes Spazierengehen können Wunder wirken. Ich habe schon immer Sport gemacht, setze aber jetzt verstärkt drauf und kann es nur allerwärmstens empfehlen. In Kliniken wird Sport zur Therapie eingesetzt!!! Aber wie gesagt auch ein Spaziergang kann Wunder wirken.
Wegen Deines Mannes: Mein Mann hilft mir ebenfalls nicht. Er hat mich eigentlich als starken Menschen kennengelernt und man könnte davon ausgehen, dass er mich auch so wieder möchte. Aber weit gefehlt. Durch die Ängste bin ich bei weitem nicht mehr so unabhängig und eher an ihn gebunden und ist ein Partner, wie mein Mann eifersüchtig, steht er mit meinem Zustand auf der sichereren Seite. Nach außen hin merkt man bei mir ja nichts. Und gemeinsame Interessen haben wir und kann ich mit ihm jederzeit ausführen, aber halt oftmals nicht alleine. Verstehst Du was ich meine?
Hoffe ich habe nicht zu konfus geschrieben
------------
Ich weiss nicht wie das geht mit dem zitieren.. :-( dumm guck..
also schreib ich mal weiter.
Mein Mann hat mich auch nur als starke Frau gesehen, und so möchte er mich auch behalten, es heisst ja auch , wer Angst hat ist stark. Das stimmt irgenwie schon.
Ich hätte mich sehr gefreut, wenn er mich mal in den Arm genommen hätte, wenn ich wieder was alleine geschafft hatte, aber weit verfehlt. Denn er hatte ein liebes Frauchen an seiner Seite, die keinen Schritt ohne ihn ging. Das hat sich geändert. Aber geht ich, zb. allein auf den Zug um in eine andere Stadt zu fahren, wird er misstrauisch. Soll er ruhig, sage ich heute. Es ist MEIN Erfolg.
Nur die schönsten Komplimente bekomme ich von meinem Sohn, er hat alles mit erlebt. Neulich hat er dann zu seinem Vater gesagt, was die Mama heute alle alleine schafft, das ist einfach super. DAS allerdings musste der Sohn dem Vater sagen. ( ich war nicht dabei). Ich konnte endlich lange alleine im Haus bleiben, währen die beiden beim einkaufen waren. Und über dieses Kompliment habe ich mich riesig gefreut, es motiviert.
Aber andere verstehen es wikrlich nich, so hatte ich eine sehr gute Nachbarin, die gab mir mal den Rat, nimm doch einfach einen starke Beruhigungspille, das mache ich auch. Dann starb ihr Mann vor 1 Jahr und DANN! war das Chaos perfekt. Es kamen bei ihr Ängste hoch, ohne Ende. Sie ! schluckte Beruhigungsmittel ohne Ende. Sie tat mir schon leid. Sie musste auch sehr kämpfen. Denn ohne ihren Mann war sie hilflos. Und das will ich nicht sein. Mein Mann ist auch in einem Alter, wo tägl. was passieren könnte ( 75).
Heute hat meine Nachbarin aber für mich kein Wort mehr übrig.
Ich habe stundenlang mit ihr über Ängste gesprochen, sie ermutigt wieder Auto zu fahren, das hat sie auch geschafft. Nur leider ist unsere Freundschaft auf der Strecke geblieben.
Jeder ist sich selbst überlassen. Also weiter Mut beim Bekämpfen der Ängste.
In diesem Sinne
LG. Theresia

Asti
22.05.2007, 10:38
@Theresia
Also von mir auch erstmal ein riesiges Kompliment. Du hast für Dich gearbeitet und kannst Dich jetzt auch über DEINE Erfolge freuen. Schade ist wirklich, dass Du es mit Deinem Mann nicht teilen kannst.Dann soll er ruhig misstrauisch werden, schadet nämlich überhaupt nicht :-) Ich erzähle meinem Mann nicht viel über meine Erfolge weil oftmals wenig Verständnis/Interesse, aber letztens musste ich direkt ein wenig schmunzeln. Er hatte eine ambulante OP in einer Klinik, die 80 km über die Autobahn entfernt ist. Wir sind zusammen hingefahren, wobei er am Steuer saß. Nach einstündiger OP war er natürlich nicht mehr in der Lage Auto zu fahren und so habe ich mich ans Steuer gesetzt. Sicher sind immer wieder meine alten Ängste hochgestiegen, aber es war zu verkraften. Zu Hause angekommen sagte ich ihm, dass ich ganz stolz auf ihn sei, weil er so tapfer bei der OP war und dann meinte er: Ach auf mich musst Du nicht stolz sein, aber ich auf Dich wie Du heute nach Hause geflitzt bist. Und das war natürlich ein Wahnsinns-Kompliment für mich. So möchte ich ja auch selbst wieder sein, aber leider machen mir die Ängste immer wieder einen Strich durch die Rechnung.
Ganz bekannt kommen mir die Ängste von Leni vor: umzufallen, nicht zu funktionieren, beobachtet zu werden...Und schlimmer wird das Ganze, wenn ich, und die habe ich auch, Kreislaufprobleme dazukommen. Organisch ist bei mir alles in Ordnung, aber ich habe einen sehr niedrigen Blutdruck und sobald es mir nicht so gut geht, beobachte ich mich intensivst und überbewerte so manches körperliche Signal. Oftmals löse ich wahrscheinlich dadurch Ängste aus, die sich z.B. durch Schwindel äußern. Leni, bei Dir kann es das Kalzium sein, ich muss auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
Ich komme mit meiner Situation schon einigermaßen klar, aber manchmal nervt mich das Ankämpfen gegen die Ängste einfach nur noch an und ich beneide diejenigen, die das nicht kennen :-(

Inaktiver User
22.05.2007, 19:43
Hallo Leni!

Danke für deine Antwort. Tja, also ich bin wohl ein Einzelkämpfer.... und Menschen, die mir Mut machen, habe ich schon, aber es ist so, dass ich eine Zeit überhaupt niemanden mehr an mich ran gelassen habe. Ich hatte jedem mißtraut, erst war ich mir darüber nicht bewußt, aber nach einiger Zeit habe ich begriffen, dass es meine temporäre falsche Wahrnehmung ist, die mich das hat glauben lassen.
Die Angst hat mich völlig kontrolliert, nur so kann ich mir diesen Zustand erklären.
Aber es wird jetzt immer besser... und es kommt mir vor, als wenn ich jeden Tag kleine Fortschritte mache.

Mich meiner Angst zu stellen, das macht mich jetzt richtig stark und gibt mir die Kraft und Zuversicht, dass ich das, was mir immer noch etwas Angst macht, schaffen werde.

Ich wünsche dir auch alles alles Gute!! :blumengabe:
Lili

Asti
23.05.2007, 10:06
Hallo lili,

Asti
23.05.2007, 10:19
Huups jetzt ist mir der PC abgestürzt.
Also was ich schreiben wollte: Ich habe mich auch von anderen zurückgezogen, zwar nicht ganz, aber wenn ich einen schlechten Tag hatte hab ich entweder abgesagt oder erst gar nichts ausgemacht. Das wirkte natürlich auf meine Mitmenschen, als wenn ich unzuverlässig wäre oder kein Interesse an ihnen hätte. Anscheinend hat mir aber auch das Vertrauen in diese Leute gefehlt mich zu offenbaren bzw. ich hab mich einfach geschämt. Inzwischen geht´s mir in diese Richtung wieder besser und hoffe, dass es mir gelingt wieder meine Kontakte aufzubauen.
Ich wünsche Dir auf Deinem Weg auch alles Gute und vielleicht gelingt es uns auch diesen Faden ein bisschen aufrecht zu erhalten.
LG an alle

Inaktiver User
23.05.2007, 15:03
Hallo Asti,
das Kalzium ist bei mir wieder niedriger geworden, trotzdem ich Tabletten einnehme. Jetzt ist auch ein totaler Vitamin D3-Mangel festgestellt worden, weswegen das Kalzium wohl auch nicht gut aufgenommen wird. Meine Ärztin sagte mir noch, dass zu Zeiten der Allergie noch mehr Kalzium gebraucht wird vom Körper.

Ich kann Dich sehr gut verstehen. Ja, ich denke auch immer, dass ich die Angst alleine bekämpfen könnte. Das mache ich auch, wenn es so ist. Gegen die körperlichen Beschwerden kann ich nicht angehen. Die sind sehr oft körperlich verursacht, und wer kann schon gegen körperliche Sachen angehen. Ich denke mal, dass niemand z.B. seine Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen z.B. weg bekommt, indem er willentlich dagegen angeht. Vielleicht könnten das die Leute ohne Angst verstehen, wenn man es ihnen so erklären würde.

Alles Gute für Dich - und werd nicht müde zu kämpfen!!
Leni

Inaktiver User
23.05.2007, 15:05
Hallo Lili,
ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!!! Du bist auf einem guten Weg!!!
LG Leni

Inaktiver User
25.05.2007, 17:26
Vielen Dank, Leni :blume: , ja, ich weiß, dass ich jetzt auf dem richtigen Weg bin und darüber bin ich dankbar, stolz und glücklich!!

Asti, ja, das mit dem Rückzug ist wirklich eine schlimme Sache, ein Eigentor, weil es alles nur noch schlimmer macht. Aber ich habe es so erlebt, dass die Kontakte zu Freunden und Familie nur noch weh getan haben, obwohl ich es immer wieder versucht habe (in verschiedensten Versionen), fand ich trotzdem keinen Weg. Zudem kam noch, dass ein Treffen oder schon ein kurzes Telefonat so viel Energie und Kraft gekostet haben, so dass jeglicher Konatakt nur noch Streß und Angst bedeuteten. Da war mir die Isolation irgendwann "lieber".
Das war zum Glück und ist erst seit sehr kurzer Zeit nicht mehr so extrem, aber es liegt noch ein Weg vor mir und den packe ich jetzt an....

Viel Erfolg bei dem "Beleben" deiner Kontakte!
Lili :blume:

Inaktiver User
08.06.2007, 16:36
Hallo...
geht es allen gut ?? schreibt doch mal ein bisschen.
Ich habe wieder mal Konfrontation mit mir alleine gemacht. Musste Auto fahren nach langer Zeit. Klappte aber gut, alleine.Danach habe ich mich belohnt in einem Cafe alleine bei Kaffee u. Kuchen und bin noch einkaufen gegangen..
Langsam wird`s langweilig. Etwas Neues muss her. Ich plane eine lange Zugfahrt alleine.. war bisher nicht möglich... nur kurze Strecken..
LG. Theresia

Inaktiver User
08.06.2007, 16:41
Werde mich nach meinem Urlaub wieder melden. Hoffe, dass ich was positives berichten kann.
LG Leni

mailu
28.06.2007, 15:43
Hallo,
mit viel Interesse hab ich eure Beiträge gelesen.
Ich finde es irgendwie beruhigend, daß ich mit meiner Angst nicht alleine bin - daß es auch anderen so geht und man es schaffen kann wieder " normal " zu werden.
Ich habe gerade eine Therapie begonnen und bin ganz zuversichtlich das ich bald wieder Autofahren, Bahnfahen, in großen Kaufhäusern unbeschwert einkaufen und vieles mehr wieder kann.
Ihr macht mir Mut.
L G mailu