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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Für meinen lieben Papa ...



nanni77
05.05.2007, 19:37
Ich habe heute durch Zufall im TV ein Lied von Trude Herr /Phil Collins, interpretiert von Anne Haigis (auf der Platte "Dancing in Fire), gehört das meine Gefühle für meinen leider allzu früh verstorbenen Papa ausdrückt. Papa, nun bist du schon fast 20 Jahre tot und du fehlst mir von Tag zu Tag mehr. Ich hoffe das du den folgenden Liedtext im Himmel lesen kannst und dich bei Trude Herr bedanken kannst dafür:

Papa

Als du mich zum erstem mal gesehen warst du sofort in mich verliebt ich beherrschte dich im handumdrehen so klein ich war sah dich nicht mal an
du warst so ein großer Mann
du warst meine große Liebe und ich die letzte Liebe von dir du lehrtest mich das lachen du lehrtest mich zu gehen gibst mir Kraft und Mut denn ich bin dein Fleisch und Blut

Du warst mein Papa
Papa ich vergess dich nicht
wenn ich am morgen sing vor Glück zerspring seh ich im Nebel dein Gesicht
Du warst mein Papa
du bist meine Zuversicht
wenn mich das Schicksal schleift das Leben reift seh ich im Nebel dein Gesicht

dich bedeckt schon ein Kleid aus Erde doch für mich bist du nicht tot du bist für immer nah bei mir bist mehr als Salz und Brot du bist mein Talismann bist da wenn ich verlier

du warst mein Papa
Papa ich vergess dich nicht
wenn mein Glücksstern sinkt nichts mehr gelingt seh ich im Nebel dein Gesicht mein lieber Papa Papa ich vergess dich nicht wenn die Erde bebt und das Meer sich erhebt dann seh ich dein Gesicht lieber Papa du bist meine Zuversicht wenn ich am morgen sing vor Glück zerspring seh ich im Nebel dein Gesicht
Mein lieber Papa


ich werde dich immer lieb haben!

Vielleicht sehen wir uns ja in ein paar Jahren im Himmel wieder!

"Ich geh`hier nicht weg, hab meine Frist verlängert. Neue Zeitreise, offene Welt. Habe Dich sicher in meiner Seele - ich trag`Dich bei mir bis der Vorhang fällt." (Herbert Grönemeyer, Der Weg)

Inaktiver User
07.05.2007, 22:07
...
"Habe Dich sicher in meiner Seele -
ich trag`Dich bei mir bis der Vorhang fällt."
(Herbert Grönemeyer, Der Weg)

Dieses Lied beziehe ich immer auf meinen Vater - und bekomme schon feuchte Augen, wenn ich diese paar Zeilen hier nur lese. ...

(Den Rest des Beitrags hab' ich wieder gelöscht, weil er ein ziemlicher Schmarrn war - aber mir geht es aber so ähnlich wie Dir: auch mein Papa ist schon sehr lange tot und ich vermisse ihn noch immer. Und das obwohl - oder gerade weil - ich ihn kaum gekannt habe...)

Liebe Grüße von Betsi, der bunten Kuh :blume:

nanni77
11.05.2007, 20:39
Also ich finde den Text den ich da vor einer Woche geschrieben habe keinen Schmarrn!! Mein Vater ist vor meinen Augen plötzlich bewusstlos geworden und wenige Tage später in meinem Beisein verstorben. Damals war ich 10 Jahre alt und bis heute verfolgen mich diese Bilder. Und immer wenn ich das Lied "Wunder geschehn" von Nena, "Papa" von Anne Haigis oder was mich noch mehr an meinen Vater erinnert ist das Lied "Der Weg" von Herbert Grönemeyer. Gerade bei dem Satz "Habe Dich sicher in meiner Seele, ich trag dich bei mir bis der Vorhang fällt" kommen mir sofort die Tränen da es mein Empfinden über den frühen Verlust meines Vaters wiederspiegelt. "Die Zeit heilt alle Wunden" stimmt nicht so ganz, man lernt mit der Zeit irgendwie mit diesen Wunden zu leben aber heilen wird sie wohl nie. Es ist auch glaube ich ein Unterschied ob mein seine Eltern im Erwachsenen Alter verliert oder als Kind. Als Kind begreift man noch nicht so recht das der Tod auch zum Leben gehört wie die Luft zum Atmen.

Inaktiver User
12.05.2007, 14:02
Liebe Nanni,

MEIN Text war Schmarrn, darum habe ich MEINEN Beitrag wieder auf das wesentliche reduziert.

Meine Trauer ist fünfzehn Jahre "älter" als Deine, aber ich kann Deine Gefühle so gut nachvollziehen. Mein Papa fehlt mir auch sehr. Gerade nächste Woche zum Beispiel, wenn sein erstes Enkelkind Kommunion hat, wird mir diese Lücke in der Familie wieder schmerzlich bewußt werden.

Gerade WEIL ich ein kleines Kind war, als ich meinen Vater verloren habe, habe ich einen ganz anderen Bezug zu Tod und Leben als z.B. meine Spielkameraden.

Für mich gehört der Tod von frühester Kindheit an zum Leben dazu, ich fürchte mich nicht davor - und ich habe, seit ich denken kann, meinen persönlichen Verbindungsmann beim lieben Gott oben.

Aber ich hätte ihn auch gern hier unten...

Viele Grüße von Betsi, der bunten Kuh :blumengabe:

nanni77
16.05.2007, 19:06
Hallo Betsi,

ja ich habe meinen Vater ja auch im Kindesalter verloren (war gerade 10 Jahre alt). Viele gleichaltrige meinten damals nur zu mir das mein Vater ja schon alt genug war um zu sterben (er war damals 61 Jahre alt), aber für mich war er nicht zu alt. Ich hätte gerne mehr Zeit mit meinem Vater gehabt, aber leider bleibt das nur ein Wunsch.

LG

Nanni

Inaktiver User
18.05.2007, 08:12
Liebe Nanni,

da hattest Du Deinen Papa ein ganzes Weilchen länger als ich meinen - und hattest Gelegenheit, ein paar "echte" Erinnerungen an ihn zu bekommen.

Ich war dreieinhalb, als er gestorben ist (er war 29 und hatte Krebs) - und alles, was ICH von ihm noch weiß, sind ein paar kurze, verschwommene Szenen, von denen ich nicht einmal weiß, ob sie wirklich so passiert sind oder ob es Traum-Sequenzen sind...

Damals wurde noch nicht ständig gefilmt und darum habe ich ein paar Fotos - und eine alte Cassette, auf der seine Stimme zu hören ist. Mehr ist mir nicht geblieben.

Bis heute bin ich "neidisch" auf meine Mama oder meine Tanten, die ihn kennengelernt haben, als sie schon alle erwachsen waren. Ein Erwachsener kann Erinnerungen anders speichern als ein Kleinkind. Bewusster.

Sie haben alle mit meinem Papa Gaudi gehabt und mit ihm geredet und ihn richtig gekannt - und ausgerechnet ich, seine Tochter, war zu klein dafür.

Das Leben ist manchmal ganz schön ungerecht!

Betsi-Kuh :blumengabe:

sabinemaria
18.05.2007, 12:04
Hallo Ihr alle!

Auch ich kann mich hier anschließen. Mein Vater starb, als ich 18 war. Auch Krebs. Das ist mittlerweile fast 19 Jahre her.

Und da gibt es nur eines zu sagen: Egal, wann Eltern sterben - es ist immer zu früh.

Und man kann sich nur damit trösten, dass man es irgendwann mal akzeptiert und damit leben lernt. An manchen Tagen ist es einfacher, an anderen weniger.

Ich habe zum Beispiel vergangenen Oktober geheiratet. Ihr könnt Euch vorstellen, wie sehr er da gefehlt hat...

LG Sabine

pettysue
19.05.2007, 23:15
Hallo!

Ebenfalls von Trude Herr gibt es das Lied "Niemals geht man so ganz".. Auch sehr traurig, wenn man dabei an einen Verstorbenen denkt!!
falls ihr es nicht kennt, könnt ihr es auch bei Youtube unter folgendem Link anhören/angucken:
http://www.youtube.com/watch?v=zTC_KuuBrNY

Auch mein Vater ist gestorben als ich erst 9 war, und bei traurigen Liedern/Büchern/Filmen, die was mit dem Thema zu tun haben, könnte ich immer noch losheulen, als wenn es erst gestern gewesen wäre, auch, wenn ich vielleicht längst drüber weg sein müsste.

LG,
pettysue

Inaktiver User
23.05.2007, 22:03
hallo möchte hier mal was einfügen was ich in einem anderen Thread geschrieben, ich denke die trauer um ein elternteil gerade wenn man noch sehr jung, hört nie auf! es kommt immer wieder, es gibt mal zeiten da geht es lange gut, und dann passiert irgendwas das man mit etwas konfrontiert wird und es kommt alles wieder hoch


amount
AW: Der Was-ich-Dir-jetzt-sagen-möchte-Thread

hallo alle miteinander, das was ich sagen/ schreiben möchte ...weiss nicht ab dies hier reinpasst, dennoch ich glaube schon handelt es doch um die liebe zu einem der ersten Menschen in dem leben eines jeden einen Elternteil.

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Hallo Papa,

wenn ich an all das denke was ich Dir gern gesagt hätte oder mit dir getan hätte in meinem Leben kommen mir die tränen.

Ich weiss nicht ab du damals vor 25Jahren wirklich gehen wolltest ab es wirklich dein wunsch war mit dem leben abzuschliessen?? vielleicht wolltes du ja eigentlich gefunden werde?? es war aber in der Nacht als du dich aufgehangen hast!! war dir nicht klar das es fasst unmöglich gewessen wäre das ich dich nicht sehe???

ich habe dich gesehen ich war allein mit dir, da Mutti davon gelaufen ist, ich weiss nicht mal, ab ich ihr dafür nen Vorwurf machen kann aber keine knapp 5jährige sollte alleine mit ihrem toten vater sein! ich weiss nur noch wie mutti geschrien hat und im Nachthemd davon gerannt ist, als ich runter bin dachte ich du schläfst ich habe deine Hand genommen und gesagt das du auf arbeit musst, ich sehe das alles noch vor mir!! ich weiss nicht wie lange ich mit dir alleine war aber lang genug um zubegreifen das du nicht schläfst!!!

Meingott ihr hättet euch scheiden lassen können, wahrscheinlich hättest du noch mal geheiratet vielleicht hättest du noch mal Kinder bekommen, aber auf alle Fälle hättest Du erlebt das Du enkel hast. Meine ist nun schon 9 Jahre alt und von K. die kleine ist 2,5 er heiratet diesen Sonnabend das hättest du alles erleben können!! iIch werde auch bald heiraten es wäre deine Aufgabe gewesen deine Kleine zum Traualtar zu führen!! Verstehst DU??I ch hätte dich so gern richtig gekannt mit allen Ecken und Kannten. Ich habe wohl deine Krüppchen geerbt, deine Augen und deine furchtbare schrift.
Es ist uns eigentlich später gut gegangen wie es einen halt so gehen kann, wenn man mit sowas aufwächst.
Wir haben einen Guten stiefvater er hat seine Macken war aber nie unfair zu uns oder das er uns irgendwie wehgetan hat, dafür bin ich dankbar. Mutti pflegt ihre neurosen und will davon nachwievor nichts hören, das ich damals alleine war, sie will nicht wahrhaben, dass ich mich noch erinnern kann und sieht sich selber als das Opfer. Ich glaube es ist keinen Bewusst das die einzigen die bei sowas die Kinder die Opfer sind! Alle anderen haben versagt Mutti, Oma, Opa alle! wenn ich ab und zu noch in S. bin und deine Kumpel sehe, die haben auch gewusst was los war es hat keiner was getan, alle habe wegesehen machen die Übrigens bis heute ohgott ich könnte kotzen wenn ich die Sehe. vorallem wenn ich V. sehe Muttis damalige affaire dein bester freund!!

Es gibt Tage da bin ich so wütend auf alle auch auf dich und so sauer! egal was war Du hattest nicht das recht dazu, Du hattest 2Kinder!!

Ich liebe dich und ich vermisse dich so sehr ;es tut immer noch so weh, es wird wohl immer da sein das Gefühl das ein teil der wurzel fehlt.
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