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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kinderpatenschaften 3. Welt



Mechthild
02.05.2007, 11:51
Ich bin auf der Suche nach dem geeigneten Forum für o. g. Thema.

Ich möchte gern eine Patenschaft für ein Kind in einem Entwicklungsland übernehmen und hätte dazu gern ein paar Informationen/Erfahrungen.

Immer wieder liest und hört man, daß von den ca. 25 - 30 EUR, die man im Monat für eine solche Patenschaft bezahlt, das Wenigste wirklich "ankommt". Bei WorldVision z. Bsp. gehen wohl 80% für Verwaltungskosten drauf und nur 20% kommen dem Kind bzw. der Gemeinde zugute. Das ist sehr wenig. Wenn ich mir anschaue, was da für Broschüren und Kalender verschickt werden, wundert mich das nicht. Ich möchte natürlich, daß so viel wie möglich meiner Spende auch zweckgebunden verwendet wird.

Wer hat auch eine Patenschaft übernommen und kann mir dazu ein paar Infos zukommen lassen? Wo findet man noch Bewertungen zu den einzelnen Organisationen? Von denen gibt es ja wirklich viele.

Vielen Dank im Voraus

sagt Mechthild

Mechthild
02.05.2007, 13:39
Und wohin verschoben? Wie finde ich jetzt die Antworten?

*ratlosguck*

Inaktiver User
02.05.2007, 13:40
Hallo Mechthild,

ich habe Patenschaften bei Christian Childrens Fund CCF übernommen. Weiß nicht, wie es heute ist, aber damals war das die Organisation mit den geringsten Verwaltungskosten.

Die arbeiten auch sehr viel mit Freiwilligen.

Grüße
nathaliethor

Mechthild
03.05.2007, 12:47
*schubs*

Hat niemand mehr Informationen? Schade!

Inaktiver User
03.05.2007, 17:57
Hast du irgendwelche Verbindungen in die "3. Welt"? Bekanntschaften vom Urlaub usw?

Mein Mann und ich überlegen uns das auch. Wir würden aber gerne ein uns bekanntes Kind fördern. Da kann man dann sehen, ob das Geld richtig angelegt wird und das Kind Fortschritte macht.

Mechthild
04.05.2007, 09:29
Nein, ich habe nur eine große Vorliebe für Lateinamerika und würde dort gern die Patenschaft für ein Mädchen übernehmen und helfen. Ich war vor ein paar Jahren in Guatemala und Mexiko, habe aber keine persönlichen Kontakte geschlossen.

Aber wie man hört, erfährt man ja über die Organisation, wie das Geld angelegt wird und kann auch Briefwechsel mit dem Kind haben. Es sozusagen "begleiten". Manche haben ihre Patenkinder dann auch vor Ort besucht und sich da mal umgeschaut.

Das Geld kommt natürlich nicht nur dem Kind zugute sondern der ganzen Gemeinde. Brunnen werden gebaut oder Schulen gefördert. Die Idee gefällt mir sehr gut. Ich möchte halt nur, daß mein Geld da auch ankommt und nicht hier in Deutschland der "Wasserkopf" der Organisation hauptsächlich finanziert wird.

Marigold
07.05.2007, 17:44
Ich habe diesen Strang heute erst entdeckt. Wir haben schon das zweite Patenkind, das erste war ein Junge in Indien, der inzwischen erwachsen ist. Jetzt haben wir ein Maedchen in Kenia. Aber der Verein foerdert Kinder auf der ganzen Welt.

Wir haben immer Kontakt zu den Kindern gehalten, wir schreiben regelmaessig Briefe und bekommen auch Antworten (als die Kinder kleiner waren, hat ein Betreuer geschrieben).

Es werden aber nicht nur die einzelnen Kinder gefoerdert bei dieser Patenschaft, sondern auch die Eltern bzw. das ganze Dorf. Das finde ich sehr gut.

Wenn Du daran interessiert bist, lass es mich wissen, ich weiss nicht, ob ich das hier so schreiben darf, ich schick Dir dann eine PN (auch an andere, die darueber etwas wissen moechten).

Inaktiver User
07.05.2007, 18:35
Ich hatte über World Vision für ca. 1 Jahr mal eine Patenschaft für ein kleines Mädchen aus Tansania.

Außer den üblichen 30 Euro/Monat schickte ich oft einen großen, dicken Briefumschlag, der gefüllt war mit Malsachen, Haargummis & Co., kleinen Puppen usw. Ab und zu mal war auch mal ein T-Shirt in der hoffentlich richtigen Größe dabei.

Ich bekam sehr oft Post vom dortigen Mitarbeiter von WV und zu Anfang waren immer niedliche krakelige Kinderzeichnungen dabei, die wohl von "meiner" Kleinen waren.

Im Laufe der Zeit wurden aus den Zeichnungen nur noch Zahlen (warum auch immer) und diese wurden immer exakt geschrieben. Wie von einem Erwachsenen.

Zeichnungen gab es überhaupt keine mehr, dafür halt Zahlen en masse. Und irg.wie bekam ich dabei ein komisches Gefühl und brach die Patenschaft ab.

Vielleicht war es dumm, dies nur anhand dieser Zeichnungs-Zahlen-Entwicklung zu tun, aber ich hatte plötzlich Sorge, ob alles auch wirklich dem Kind und seiner Familie zugute kommt.

Der Abbruch hatte mit reinem Bauchgefühl zu tun.

Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

Mechthild
08.05.2007, 10:16
Danke für Eure Informationen.

Über WorldVision hatte ich mal recherchiert und im Internet einen Hinweis gefunden, daß nur 20% des Geldes wirklich zweckgebunden verwendet werden. Alles anderen verbraucht die Organisation selbst. Da war ich echt empört, als ich das las. Daß sie sich natürlich auch selbst finanzieren müssen, ist klar. Aber so?

Jetzt habe ich mir von CCF Kinderhilfswerk was kommen lassen. Da sind bunte Broschüren drin, ein Tischkalender usw. Da war schon wieder bedient, als ich das sah. Kostet doch alles unnötig Geld, Geld daß ich lieber da wissen möchte, wo es notwendig ist.

Naja, vielleicht werde ich ja noch fündig.

Inaktiver User
08.05.2007, 10:25
Hallo Mechthild,

ganz ohne Werbung und Verwaltung geht es bei keiner Organisation. Wenn Du keine eigenen persönlichen Kontakte hast oder knüpfen kannst, hast Du halt die Möglichkeit, Dir diejenige Organisation herauszusuchen, die prozentual am geringsten in Verwaltung und Werbung investiert. (Google sollte helfen)

Ich finde den Tischkalender und die Briefe der Organisation CCF noch relativ harmlos im Gegensatz zu anderen.

Aber das ist wohl Geschmachssache.

Grüße
nathaliethor

Alice30
08.05.2007, 14:28
Ich habe seit ca. 2 Jahren eine Patenschaft bei Plan International und bin zufrieden damit. Der monatliche "Beitrag" geht nicht speziell an das Kind oder seine Familie, sondern fließt in div. Projekte ein (Brunnenbau, Bau/Unterhalt von Schulen, Gesundheitsprogramme etc.).

Es gibt regelmäßige Infopost, in der Projekte und Aktionen vorgestellt werden, 1xjährlich den Geschäftsbericht, wo du dann auch nachlesen kannst, wo tatsächlich wieviel Geld hingeflossen ist. Läßt sich bestimmt auch vorab anfordern, um zu prüfen wie groß der Posten "Verwaltung" ist, und ob es für dich OK ist oder nicht.

Darüber hinaus kannst du deinem "Patenkind" natürlich jederzeit Geschenke schicken, die kommen - nach meiner Erfahrung - gut an.

Wenn du Fragen hast, kannst du gerne eine PN schicken.

Alice30
08.05.2007, 14:35
Hallo, habe gerade nachgeschaut... ca. 20% gehen bei Plan für Werbung, Verwaltung etc. drauf, 80% gehen in die Hilfsprojekte. Der letzte Geschäftsbericht ist auf der Homepage von Plan einzusehen.

Inaktiver User
08.05.2007, 16:04
Ich finde das alles sehr löblich und will auch absolut nichts dagegen sagen. Mit wenig Geld kann man dort so viel tun, deshalb finde ich es toll, wenn man da was macht (vllt auch mal was über die Kirchengemeinde vor Ort versuchen, bei uns gibt es z.B. einen Pater in Indien - da weiß man, dass das Geld ankommt).

Aber eins mag ich dazu doch noch loswerden: Gerade wenn man vor hat, mehrere Patenschaften zu übernehmen, sollte man sich auch Gedanken machen, ob man nicht ein Kind hier in Deutschland unterstützt...

Ich finde, der Gedanke kommt viel zu selten auf...

Lieben Gruß :kuss:
diekleinefee

Njarka
08.05.2007, 16:21
Hallo kleine Fee...

das mag daran liegen, dass in Deutschland aus Datenschutzgründen nur Projekte unterstützt werden dürfen, nicht einzelne Kinder (zumindest ist das bei SOS Kinderdorf meines Wissens so). Es lohnt sich aber trotzdem!!!

In vielen größeren Städten gibt es mittlerweile Initiativen für die Linderung von Armut oder sozialer Vernachlässigung bei Kindern, die man finanziell oder durch ehrenamtliche Mitarbeit unterstützen kann.
Ich glaube, viele sind da einfach auch ungnädig mit den eigenen Landsleuten und würden die gerne erst einmal in die Pflicht nehmen - bei Kindern in der "dritten Welt" ist die Kluft größer und das Annähern fällt paradoxerweise leichter.

Ich hab viele Heimerzieher im Bekanntenkreis (hier muss irgendwo ein Nest sein *g* - nein, liegt daran, dass in meine Gemeinde Leute aus einer nahen Ausbildungsstätte kommen...), da kriegt man Vieles mit. Der Frust ist manchmal (zu) groß. Da kann die Distanz schon attraktiver wirken.

Aber ich bleib dabei: Helfen hilft. Auch (und gerade) in Deutschland!

Ich selbst wohne (freiwillig) in einem "sozialen Brennpunkt" und erlebe so manche Not aus erster Hand. Bin als Nicht-Pädagogin und nicht-jedes-Kind-automatisch-Mögerin manchmal ge- und gelegentlich überfordert. Mein Hund ist am frühen Abend manchmal stundenweise "Therapiehund" - ich geh spazieren und ein Kind kommt halt mit und erzählt dann dem Hund (! :krone auf:) von seinen Sorgen.

Ich packe das dann weg (hängt mit meinem Glauben zusammen, ich bete halt) bzw. wo's Ansätze für praktische Hilfe geben kann, kann es sein ich kümmere mich. In der Regel muss aber das Zuhören genügen, weil die Kinder ja Familie haben... die sich dann auch kümmern kann.

Alice30
08.05.2007, 16:52
Ich sag mal: Hauptsache, man hilft überhaupt. Ob hier, in der "dritten" Welt, bei Fremden oder im Bekanntenkreis, spielt ja eigentlich keine Rolle.

Nötig ist es an so vielen Stellen... da sollte eigentlich jeder/r eine Möglichkeit für sich finden. Sei's hier, sei's anderswo, sei's mit Geld, mit Zeit/Arbeitskraft oder vielleicht einfach mal ein bißchen emotionaler Zuwendung.

Mechthild
09.05.2007, 11:26
Nochmals danke für Eure Information.

@njarka und Kleine Fee

Die Meinung, das Geld doch lieber hier in Deutschland zu lassen, weil es uns schlecht genug geht, ist sicher weit verbreitet. Ich kann sie nicht teilen. 90% der Weltbevölkerung wären froh, in unserer Armut leben zu dürfen. Ich möchte darüber jetzt keine Diskussion anzetteln. Ich bat um Informationen über Kinderpatenschaften in der 3. Welt, da ich mich entschieden habe, ein Mädchen in Lateinamerika zu unterstützen, auch wenn es hier in Deutschland bedauerlicherweise Kinder gibt, die ihre Sorgen vorbeilaufenden Hunden erzählen müssen. Verhungern muß hier keines, in der 3. Welt schon.

Danke, alice, ich schaue mal bei Plan International.

Ebayfan
09.05.2007, 12:03
Aber eins mag ich dazu doch noch loswerden: Gerade wenn man vor hat, mehrere Patenschaften zu übernehmen, sollte man sich auch Gedanken machen, ob man nicht ein Kind hier in Deutschland unterstützt...


Das Problem dabei ist aber, dass man in Deutschland mit 30 Euro im Monat nicht weit kommt. Was kann man damit schon erreichen?

Hier bei uns gibt es aber auch Projekte, in denen man ein sogenanntes Patenkind aus der eigenen Stadt unterstützen kann. Nicht mit Geld, sondern mit Zeit. Die Kinder stammen meist aus Migranten- oder Problemfamilien und die Paten sollen vor allem den Kindern vorlesen bzw. später gemeinsam lesen und auch mal bei den Hausaufgaben helfen. Eben das kompensieren, was fremdsprachliche Eltern einfach nicht leisten können: Dem Kind die deutsche Sprache nahebringen.

Aber genausogut kann man sich auch im Sportverein als Übungsleiter betätigen, Jugendgruppen betreuen usw. usf..

Das ist zwar ein ganz anderer Ansatz, aber hier vor Ort sicherlich sinnvoller. Denn, genug Geld zum Überleben und die Möglichkeit, kostenlos eine Schule zu besuchen, haben alle Kinder hier. Man muss ihnen aber manchmal Wege aufzeigen, davon zu profitieren.

Nur ist es für viele Leute oft schwieriger, sich für so etwas Zeit zu nehmen, anstatt etwas Geld zu überweisen. So weit ich weiß, wird dieses Projekt (Vorlesen, Hausaufgaben) aber von Rentnern ganz gern unterstützt. Hilfreich ist dabei auch, dass die Treffen nicht in den Privaträumen, sondern in (Schul-)Büchereien einen Platz gefunden hat. In der eigenen Wohnung wäre die Hemmschwelle sicher höher.

Problematisch ist hier auch, dass viele Leute befürchten, dass so etwas gleich in eine dauerhafte Verpflichtung münden könnte und sie sich aus Angst davor dann gar nicht erst melden. Man müsste einen Weg finden, wie man so etwas auch ungezwungen und flexibel auf die Beine stellen könnte. Vielleicht, indem Leute sich nach einem Einführungstag registrieren lassen und immer dann wenn Zeit übrig ist, an einem Treffpunkt erscheinen und die Kinder treffen, die gerade Bedarf haben.

Njarka
09.05.2007, 13:24
Tut mir leid, wenn mein Beitrag zu sehr off topic war. Nein, eine Diskussion dazu ist sicher nicht notwendig, ich habe mich konkret auf Kleine Fees Beitrag geäußert und du, Mechthild, hast ja dann durch deine abschließende Äußerung unterstrichen, dass meine Auffassung nicht so ganz daneben liegt...


Ich glaube, viele sind da einfach auch ungnädig mit den eigenen Landsleuten und würden die gerne erst einmal in die Pflicht nehmen - bei Kindern in der "dritten Welt" ist die Kluft größer und das Annähern fällt paradoxerweise leichter.

Ich streiche mal "paradoxerweise" heraus, wenn man das Missverhältnis von "unserer" und der anderen Armut, wie du es - zu Recht - schilderst, zugrunde legt.

Nochmal Entschuldigung fürs OT.

Inaktiver User
09.05.2007, 16:06
Und ich wollte auch nicht den ganzen Strang umschwenken. Ich wollte das nur mal als Denkanstoß geben, weil da etwas von mehreren Patenschaften im Ausland stand und viele einfach immer nur in die Ferne denken. Sorry, falls Du das mißverstanden hast, Mechthild! (trotzdem finde ich, hier was zu tun ist auch wichtig, aber das ist ja nicht das Thema).

Dann wären wir wirklich wieder beim Tip, sich in den umliegenden Kirchengemeinden oder direkt bei der Ortsgemeinde zu informieren, ob es da nicht Freundschaften und/oder Städtepartnerschaften gibt. Die brauchen normalerweise keine/wenig Werbung, und vielleicht ist da auch das Geld leichter zu verfolgen.

Zeitnomade
08.08.2007, 19:08
PLAN International ist zu empfehlen. Das Büro für Deutschland befindet sich in Hamburg. Ich bin schon mehrere Jahre Pate für ein Kind in Vietnam und sehr zufrieden mit der Arbeit von Plan. Man bekommt jedes Jahr einen Bericht und sehr genaue Informationen, was mit dem Geld geschieht. Man kann auch über Internet Prospekte anfordern oder mit dem Büro telefonieren.

lady-k
08.08.2007, 22:58
wir haben eine patenschaft bei world vision (WV) und ich war ehrlich gesagt kurz davor es wieder abzubrechen. wir haben natürlich auch ein foto von der kleinen bekommen und nach ein paar wochen kam auch ein brief, genau wie weiter oben beschrieben mit kinderzeichnungen und ein paa zeilen, die ein betreuer geschrieben hat. allerdings zwei tage kam ein weiterer brief, wieder mit kinderzeichnungen und wieder mit text. beide texte unterschieden sich in der handschrift und etwas im text. im 2. brief wohnte unser patenkind in einem haus mit 4 zimmern, vorher waren es noch 3, dann wurde jedes mal der name anders geschrieben. ich weiss, dass viele namen oft nur gesprochen werden und eigentlich nie gesdchrieben werden, allerings sollte doch ein betreuer die namen kennen. ich habe mich bei WV beschwert und man sagte mir, dass es ihnen leid täte, dass offensichtlich ein fehler unterlaufen ist und versehentlich zwei briefe geschrieben wurden etc.
es hat mich wirklich verunsichert aber ich habe nicht gekündigt, da ich immer noch hoffe, dass meine hilfe ankommt.

Mocca
09.08.2007, 09:57
Vielleicht fragst du auch einfach mal bei der nächsten Kirchengemeinde nach, ob es Projekte in der Dritten Welt gibt, die von dort aus unterstützt werden...

Eine hiesige Gemeinde ist in der Äthiopien- Hilfe recht aktiv, es werden hauptsächlich Projekte für Kinder gefördert. Hätte auch den Vorteil, dass du dich persönlich einbringen kannst (Basare etc.), allerdings wird dann nicht ein spezielles Kind von dir unterstützt.

Der Deutsche Entwicklungsdienst wäre eine weitere Möglichkeit...

Ansonsten kannst du auch hier vor Ort einiges tun, wie schon weiter oben geschrieben wurde, du musst nur Lust und Zeit mitbringen. So könntest du dich z.B. bei Schulen erkundigen, welches Kind deine Hilfe bei Schulproblemen gebrauchen könnte, bei der "Tafel" aktiv werden oder beim Kinderschutzbund. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, etwas auszurichten, wenn man sich engagieren möchte.

Mocca

Inaktiver User
09.08.2007, 10:51
Ich habe jetzt jemanden kennengelernt, der ein privates Hilfsprojekt für Rumänien ins Leben gerufen hat. Die Leute aus dem Projekt bringen alles persönlich nach Rumänien (in eine bestimmte Stadt, arme Gegend).

Derzeit werden dringend haltbare Lebensmittel gesucht (Nudeln, Mehl usw.), aber auch Schulzeug (Blöcke, Hefte, Stifte usw.).

Wer helfen und ein Paket mit Nudeln & Co. schicken möchte, kann mir ja eine PN schreiben. Ich sende dann die Adresse der Organisation, die in Frankfurt sitzt.

Inaktiver User
09.08.2007, 10:54
Hallo

Wir haben seit 4 Jahren einen Jungen aus Bangladesh
als Patenkind, über die Organisation PLAN.

Wir machen nur die besten Erfahrungen bis jetzt mit
dieser Organisation. :allesok:

P.S. Er kam gerade in die 1. Klasse dort unten. :jubel:

LG :Sonne:

Mechthild
13.08.2007, 16:13
Ich bin auch bei PLAN "gelandet" und bin nun seit Mai Patin eines 2jährigen Mädchens aus Kolumbien.

Danke nochmal an alle für Eure Tips und auch Kritiken á la "Geld und Hilfe in Deutschland lassen". Ja, auch das ist natürlich berechtigt. Trotzdem glaube ich, daß vieles, was für uns in Deutschland selbstverständlich ist, anderen Kindern in der Dritten Welt völlig abgeht. Ich denke da zuallererst an die Grundbedürfnisse wie Ernährung, ärztliche Versorgung, Schulbildung, Sicherheit... Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, genau da zu helfen, wo ich es jetzt tue.

Liebe Grüße
Mechthild

Inaktiver User
15.08.2007, 18:02
Ich hab bei PLAN Uebersetzungen vom Englischen ins Deutsche, vom Spanischen ins Deutsche und umgekehrt .. gemacht fuer Paten und deren Kinder und auch Rechenschaftsberichte vom Englischen ins Deutsche und zwar 5 Jahre lang, kann die Organisation sehr empfehlen, ich tat meinen Dienst ehrenamtlich.

Inaktiver User
15.08.2007, 18:13
Super, dass ich diesen Strang entdeckt habe!!!

Neben einigen Projekten bei mir in der Gegend, die ich unterstütze, ist der Wunsch gereift, an eine Patenschaft zu denken.

Werde mich über Plan einmal informieren!!!

Alicia7
15.08.2007, 22:06
Hallo,

ich hab seit zwei Jahren eine Patenschaft (Mädchen von den Philippinen) über Plan und bin auch sehr zufrieden. Kann die Organisation auch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Grüße
Alicia

Mechthild
17.08.2007, 08:34
Jetzt habe ich Euch doch diese Woche erst berichtet, daß ich seit Mai Patin eines Mädchens aus Kolumbien bin. Und gestern hatte ich Post von PLAN, daß mein Patenkind mit seiner Familie in eine anderes Gebiet gezogen ist, welches nicht von PLAN betreut wird. Nun ist meine Patenschaft beendet. Habe gleich noch in Hamburg angerufen und bekomme nun einen neuen Patenschaftsvorschlag zugeschickt.

Ist Euch das auch schonmal passiert?

Giselle
17.08.2007, 18:05
Hallo Mechthild,

mir ist was ähnliches passiert...

Ich war von 1996 bis Ende letzten Jahres Patin bei Plan International. Mein Patenkind lebte in Haiti und zehn Jahre sind ja eine ganz schön lange Zeit. Letzten Dezember bekam ich plötzlich einen Brief, dass mein Patenkind aus dem Projektgebiet weggezogen sei und deshalb die Patenschaft beendet sei. :niedergeschmettert: Im gleichen Brief bekam ich ein Foto von einem anderen Kind und einen Brief, dass dies nun mein neues Patenkind sei. Irgendwie hat mich das geärgert. Klar, wenn das eine Kind nicht mehr im Projektgebiet liegt, ist es ja verständlich, dass es nicht mehr von Plan betreut wird. Aber in zehn Jahren entsteht schon eine Bindung und dann ungefragt ein neues Kind "vorgesetzt" zu bekommen, das hat mich geärgert. Ich habe einen Brief an Plan geschrieben, dass ich momentan erst mal kein neues Patenkind mehr haben möchte...

Ich habe schon überlegt, ob ich erneut bei Plan eine Patenschaft übernehmen sollte oder vielleicht diesmal bei World Vision... Aber bisher bin ich noch zu keinem Entschluss gekommen.

Liebe Grüße
Giselle :blumengabe:

Ebayfan
17.08.2007, 23:55
Wie, die tauschen einfach mal eben die Kinder aus? Und der Kontakt zum "alten" Kind bricht völlig ab?

Das würde mir gar nicht gefallen! Ich dachte immer, man könnte vielleicht das Kind mal treffen, wenn es erwachsen geworden ist und sehen, wie es sich entwickelt hat. Aber das fällt doch alles weg bei so einem Austausch.

Ich finde das geschmacklos und würde lieber den Kontakt aufrecht erhalten - egal wo das Kind dann auch immer wohnt!

Genau deshalb entschließt man sich doch für einen Patenschaft und dagegen, sein Geld anonym zu spenden.

Giselle
18.08.2007, 11:27
Wie, die tauschen einfach mal eben die Kinder aus? Und der Kontakt zum "alten" Kind bricht völlig ab?

Ja, ähnliche Gedanken wie Du hatte ich auch, als ich damals den Brief bekam. In zehn Jahren entsteht eben echt eine Bindung und ich hatte eigentlich auch vor, sie irgendwann vielleicht sogar zu besuchen.

Und dann, so völlig unvorbereitet, kriegt man einen Brief, in dem einem kurz mitgeteilt wird, dass die Patenschaft nicht mehr fortgesetzt werden kann. Und dann - so mehr oder weniger in einem Nebensatz - "Hier ist ihr neues Patenkind"... Ich hab' mich auch sehr geärgert!

Bonita33
18.08.2007, 11:35
Wie, die tauschen einfach mal eben die Kinder aus? Und der Kontakt zum "alten" Kind bricht völlig ab?

Das würde mir gar nicht gefallen! Ich dachte immer, man könnte vielleicht das Kind mal treffen, wenn es erwachsen geworden ist und sehen, wie es sich entwickelt hat. Aber das fällt doch alles weg bei so einem Austausch.

Ich finde das geschmacklos und würde lieber den Kontakt aufrecht erhalten - egal wo das Kind dann auch immer wohnt!

Genau deshalb entschließt man sich doch für einen Patenschaft und dagegen, sein Geld anonym zu spenden.

Ich habe auch ein Plan-Patenikind und die Kleine auch schon 2 mal besucht. Ein dritter Besuch ist in Planung. Im Zweifel habe ich eine Telefonnummer aus der Familie, wenn sie aus dem Plangebiet wegziehen würden und dann würde ich versuchen darüber den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Giselle
18.08.2007, 11:44
Ich habe auch ein Plan-Patenikind und die Kleine auch schon 2 mal besucht. Ein dritter Besuch ist in Planung. Im Zweifel habe ich eine Telefonnummer aus der Familie, wenn sie aus dem Plangebiet wegziehen würden und dann würde ich versuchen darüber den Kontakt aufrecht zu erhalten.
Das finde ich klasse! Ich habe auch versucht, irgendwie an die neue Adresse ranzukommen, aber leider hat Plan mir keine Auskunft gegeben.

Mechthild
20.08.2007, 12:19
In dem Brief, den ich von PLAN bekommen habe, war ein Bericht aus Kolumbien anbei. Da stand dann drin, daß "mein" Kind mit seiner Familie in ein anderes Gebiet gezogen ist, daß nicht von PLAN betreut wird. Das leuchtet mir daher schon ein. Das ist ja nicht so wie bei uns, daß man dann eine mail an alle schreibt, in der die neue Adresse steht. In Entwicklungsländern ziehen sie der Arbeit hinterher und dann brechen die Kontakte ab. Man lebt einfach woanders. Das ist mit den hiesigen Verhältnissen nicht zu vergleichen. Ich war nur etwas enttäuscht. Schade ist natürlich, wenn so eine Beziehung 10 Jahre oder so bestand. Wobei da sicher nicht die Schuld bei PLAN zu suchen ist. Wenn die Familie einfach weg ist, können die auch nicht viel machen. Die melden sich ja vielleicht bei PLAN nicht immer ab.

Ich habe allerdings nicht sofort ein neues Patenkind vorgesetzt bekommen. Man bedankte sich für meine Unterstützung und drückte die Hoffnung aus, daß ich PLAN auch weiterhin unterstützen werde. Und wenn sie in den nächsten 4 Wochen nichts Gegenteiliges von mir hören, schicken sie mir einen neuen Patenvorschlag zu. Ich habe aber gleich angerufen und um einen neuen Vorschlag gebeten. Mal sehen, vielleicht habe ich ja heute schon was im Briefkasten.

Bei mir kam also nichts wie, Ihr "altes" Kind ist umgezogen und das hier ist Ihr "neues".Und der Beitrag für August wurde auch nicht abgebucht. Also das fand ich schon sehr korrekt von PLAN.

@bonita33 : Wo lebt Dein Patenkind und wie geht das mit dem Besuchen? Hilft PLAN bei der Organisation?

@giselle: Bevor Du Dich für WorldVision entscheidest, empfehle ich im Internet mal zu "googlen". Da habe ich gelesen, daß 80% des Spendenbeitrages für Verwaltungszwecke verbraucht werden und nur 20% kommen wirklich an. Bei PLAN ist es wohl umgekehrt. Ich habe im Vorfeld wirklich viel recherchiert und PLAN erschien mir am seriösesten.

Bonita33
20.08.2007, 13:46
@bonita33 : Wo lebt Dein Patenkind und wie geht das mit dem Besuchen? Hilft PLAN bei der Organisation?



Hallo Mechthild,

mein Patenkind lebt in der Dominikanischen Republik. Die Besuche klappen wunderbar.
Hier in Deutschland meldet man sich 6-8 Wochen vorher an und bekommt dann ein Schreiben zugeschickt, wo man seine Daten einträgt und den gewünschten Besuchstag einträgt.
Über Hamburg wird dann über das örtliche Büro bei der Familie nachgefragt, ob sie dann auch Zeit haben. Danach bekommt man seinen Termin bestätigt und weitere Unterlagen aus der Zielregion zugeschickt. Dort kann man nochmal allg. Infos lesen und auch 2 - 3 Hotels die in der Nähe des Planbüros liegen, samt Preisinfo.
Die Anreise bis dorthin organisiert man dann selber. Beim ersten Mal wurden wir von Plan beim Busbahnhof abgeholt und zum Hotel gebracht. Zum Besuch wird man dann auch von den Mitarbeitern dort wieder "eingesammelt" und später auch wieder zurückgebracht.
Ich muß sagen, die Mitarbeiter dort unten waren supernett und haben uns angeboten vorher noch einen Stop im Supermarkt zu machen, falls man noch etwas für die Familie kaufen möchte (ist aber natürlich keine Pflicht). Ich hab das immer gemacht.
Beim ersten Besuch waren wir erst bei der Familie und haben anschliessend mit dem Patenkind eine Rundfahrt durch den Ort gemacht, wo uns die ganzen Projekte vorgestellt worden sind, die durch Plan aufgebaut wurden. Da bekommt man einen schönen Eindruck was mit dem Geld gemacht wird.
Bei meinem zweiten Besuch habe ich darauf verzichtet und so hatten wir mehr Zeit bei der Familie, was ich echt schön fand.

So, das wars so in Kürze...wenn du weitere Fragen hast, versuch ich gern weiterzuhelfen :smile:

LG Bonita

Mechthild
20.08.2007, 15:52
Meine Patenschaft ging lief ja nur 3 Monate und ich muß gestehen, daß ich es in der Zeit nichtmal geschafft habe, einen Brief an die Kleine zu schreiben. Ich bin da einfach so befangen. Was schreibt man im ersten Brief, schickt man Bilder mit, wenn ja, was für welche. Das habe ich die ganze Zeit vor mir hergeschoben. Nun war die Kleine erst 2 Jahre alt. Sprech ich da die Eltern an oder sie, die ja noch viel zu klein ist, zu verstehen. Fragen über Fragen. Außerdem möchte ich ja auch keine Dankbarkeit provozieren, wenn Du verstehst, was ich meine. Wie hast Du gemacht? Was hast Du im ersten Brief geschrieben?

Bonita33
20.08.2007, 16:48
Mein Patenkind war "schon" 5 als ich Patin wurde. Ich glaube bei dem ersten Brief habe ich den Standardbrief geschickt. Hast du sicher auch bekommen, oder? Auf der einen Seite war eine Weltkarte wo man ankreuzen konnte, "hier wohne ich" - "hier wohnst du" und auf der anderen Seite in allen Sprachen der eigene Name und ein paar persönliche Angaben. Dabeigelegt habe ich damals ein Foto von mir und meinem Exfreund (ein ganz normales) und einen Teddy habe ich glaube ich auch mitgeschickt (geht wunderbar über den Onlineshop von PLAN).
Anfangs habe ich dann halt so allgemeine Sachen geschrieben, wie es einem geht, wie das Wetter ist (z.B. Winter und ein Bild mit Schnee dabei..kennt sie ja nicht) und sowas.
Bei einer 2-jährigen würde ich wohl eher die ganze Familie/Eltern anschreiben und ein bißchen von dir erzählen.
Ich glaube das mit der Dankbarkeit, da fühlt man sich selber nur so komisch. Das ging mir auch so, als ich z.B. gesehen habe, das mein Bild im Wohnzimmer hängt :smirksmile: oder wenn ich vor Ort war und dann Kinderanziehsachen und Spielzeug gebracht habe. Ich mach das so gerne, aber "doof" komme ich mir trotzdem vor. Letztendlich denke ich aber, sie haben etwas davon und wenn ich sehe das die Kinder sich freuen, dann ist alles ok :smile:

Du kannst aber auch mal auf der Plan-Internetseite schauen, ich meine da stehen auch Tipps, was man sonst noch so schreiben kann, oder auch schicken (ist ja nicht immer einfach mit der Grammbegrenzung).

Mechthild
22.08.2007, 10:46
Hallo Bonita,

danke für Deine Tips. Habe gestern von PLAN den neuen Patenvorschlag erhalten. Es ist wieder ein Mädchen (darum hatte ich ja gebeten) und es ist auch wieder Kolumbien. Die Kleine ist 7 Jahre alt, geht in die Schule und hat noch 3 Geschwister. Sie ist die Jüngste. Diesmal werde ich nicht so lange warten, bis ich mich mal brieflich vorstelle. Ich werde auch erstmal den Standardbrief nutzen.
Werde auch mal im Online-Shop stöbern, was man so mitschicken könnte. Ich glaube, man kann ja auch die Geschwister mit einbeziehen.

LG
Mechthild

cocoon
22.08.2007, 14:04
Was ist den mit den SOS Kinderdörfern? Komischerweise werden die hier gar nicht erwähnt....

Dort kann man - soweit ich weiss - entweder Patenschaften für ein Dorf oder ein Kind übernehmen oder man kann für eine Region spenden oder einen Fond über die DWS anlegen, wo z.B. alle Zinsen in das Projekt gehen......

Und die SOS Kinderdörfer haben auch nur an die 10% Verwaltungskosten.....

Inaktiver User
23.08.2007, 12:38
Meine Patenschaft ging lief ja nur 3 Monate und ich muß gestehen, daß ich es in der Zeit nichtmal geschafft habe, einen Brief an die Kleine zu schreiben. Ich bin da einfach so befangen. Was schreibt man im ersten Brief, schickt man Bilder mit, wenn ja, was für welche. Das habe ich die ganze Zeit vor mir hergeschoben. Nun war die Kleine erst 2 Jahre alt. Sprech ich da die Eltern an oder sie, die ja noch viel zu klein ist, zu verstehen. Fragen über Fragen. Außerdem möchte ich ja auch keine Dankbarkeit provozieren, wenn Du verstehst, was ich meine. Wie hast Du gemacht? Was hast Du im ersten Brief geschrieben?

Da ich lange Zeit als Uebersetzerin (deutsch-spanisch; spanisch-deutsch und auch englisch/deutsch) fuer PLAN gearbeitet habe, (5 Jahre lang) kann ich glaub ich schon ganz gut sagen, was man so schreibt beim ersten Mal:

Die meisten Leute beschreiben ihre Familie, ob sie Kinder haben, wo die in die Schule gehen, was sie fuer Hobbies haben oder was sie in ihrer Freizeit machen, das fragt man dann auch das Kind, dann werden Fotos mitgeschickt oder auch kleine Abziehbildchen, ein Gemaelde (wenn Kinder in der Familie sind des Paten, so ist das sehr beliebt und willkommen) und man kann die Briefe auch verzieren mit Buntstiften und Aufklebern .. das Alter kann man angeben, was man als Mutter arbeitet, ob man nur zuhause ist, man kann sich ein bisschen fuer das Land interessieren, indem das Kind lebt, ob es noch Grosseltern hat, all das sind typische erste Fragen, und man spricht auch viel ueber das Wetter und auch viel ueber das Schulsystem in Deutschland :zwinker: nur Mut, die Kinder freuen sich ueber alles, was da kommt !!

Lunita

sabmz
28.08.2007, 18:41
Hallo zusammen

ich kenne persönlich die
www.rene-pedrozo-hilfe.de
,die durch die ehemalige Tagesmutter unseres Sohnes ins Leben gerufen wurde.
Bin im Vorstand des Vereins und habe von daher einen Überblick.
Mittlerweile wurde ein Kinderheim auf den Philippinen gebaut,das im Moment ca 15 Kindern ein Zuhause gibt und erweitert wird.Die RPH braucht jede Art von Unterstützung-Mitglieder und Paten.
Es wird wenig Geld für die Verwaltung verwendet,da wir alle ehrenamtlich arbeietn.Ausser Telefon,Porto,etc fällt da nicht viel an.Alles andere kommt den Kindern in Pandi zugute
:smile:
Schaut doch mal auf die Homepage.

Gruss
sabmz