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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwanger, Unterstützung dringend erbeten



Anais32
29.04.2007, 19:36
Hallo,

ich bin seit 21 Jahren starke Raucherin (die letzten Jahre 30 - 40 Zigaretten / Tag).

Nun bin ich schwanger geworden. Bitte nicht gleich erschlagen, ich suche hier wirklich einfach ganz dringend Hilfe, weil ich es selbst schwanger nicht schaffe, das Rauchen ganz zu lassen.

Ich weiß, es ist unverantwortlich, ich weiß ich bin jetzt nicht nur noch für meine Gesundheit verantwortlich sondern auch für die des Ungeborenen. Ich bin ja nicht blöd. Ich bin süchtig.

Ich habe jetzt reduziert auf 5-7 mal pro Tag eine anzünden und nach ein paar Zügen - max. der Hälfte - wieder ausmachen. Es waren aber auch schon an einem Tag mit viel Stress in der letzten Woche mit dann 12 (halben) Kippen. Natürlich jede mit einem höllisch schlechten Gewissen und abends immer dem Vorsatz 'morgen lässt Du es ganz'. Aber gerade morgens packt es mich besonders, ich denke eigentlich schon beim Aufwachen an eine Zigarette.

Ich hatte immer gedacht bzw. war mir 100% sicher, dass ich keine Zigarette mehr anrühren werde sobald ich weiß, dass ich schwanger bin. Wie wohl jeder Mensch finde ich rauchende Schwangere abartig oder zumindest bemitleidenswert (das Ungeborene). Und bin jetzt selbst so eine. :-S

Mir haben zig andere Mütter gesagt, dass selbst die stärksten Raucherinnen unter ihnen es von nun auf jetzt sofort gelassen haben, weil es 'gar nicht mehr schmeckt', weil 'man es gar nicht mehr mag' etc. Bei mir Pustekuchen: leider (ich würde es mir wünschen) habe ich weder einen gesteigerten Geruchssinn, noch eine Abneigung gegen den Geruch oder Geschmack von Zigaretten, mir ist auch nicht schlecht, ich habe keinerlei Beeinträchtigungen bis jetzt, es geht mir blendend und ich fühle mich überhaupt nicht schwanger und kann das sowieso noch nicht richtig glauben. Das macht es noch schwerer.

Wie dem auch sei, ich möchte jetzt nicht die üblichen Raucher-Entschuldigungen vorbringen, das wäre in meinem Fall geradezu absurd.

Ich suche nun ernsthaft und dringend (schnelle) Hilfe. Ich habe im Internet gelesen, dass ich entgegen meiner Erwartung nicht die einzige werdende Mutter mit diesem Problem bin, sondern 1/3 aller Schwangeren mehr oder weniger stark weiterrauchen. Aber das möchte ich auf gar keinen Fall (sicherlich auch keine andere).
Und ich habe dasselbe Problem wie alle: ich schäme mich und mag eigentlich kaum jemanden fragen und eingestehen, dass ich schwanger bin und trotzdem tatsächlich Hilfe von außen beim Aufhören brauche. Ich habe von dieser Internetseite gehört, die einen begleitet!? Hat jemand Erfahrung mit Akkupunktur? Könnt Ihr mir etwas anderes empfehlen? Ich bekomme das alleine nicht hin.

Vielen Dank!

Inaktiver User
29.04.2007, 19:47
Liebe Anais,

als ich mit meinem ersten Kind schwanger wurde, war ich eine starke Raucherin, habe dann noch ein paar Tage weitergeraucht, immer weniger und war schnell Nichtraucherin. Fiel mir auch gar nicht schwer. Hat mir auch der Vater geholfen und selber aufgehört.

Vielleicht hilft es Dir ein wenig, dass es möglich ist! Und ganz viel Glück wünsche ich Dir und Deiner Familie!

Inaktiver User
29.04.2007, 20:07
Hast Du Dich sehr bewusst und sehr gezielt mit den Folgen des Rauchens für Dein Kind auseinandergesetzt? Oder suchst Du eher nach den Meldungen/Informationen, die die Konsequenzen verharmlosen, herunterspielen oder gar negieren?
Ich neige dazu, wenn ich etwas zwar nicht mehr will, aber es aus irgendeinem Grund nicht kann, mich sehr selektiv zu informieren - natürlich aus Selbstschutz.
Vielleicht kannst Du den anderen Weg gehen (sofern der Sachverhalt auf Dich zutrifft).
Ansonsten fällt mir kein anderer Tipp ein und ich kann Dich virtuell nur ordentlich treten... Du hast Dir so sehr einen Mann und kein Kind gewünscht (ich habe Dich hier ein wenig "verfolgt"), willst Du jetzt eines mit einem sauerstoffentzugbedingten Hirnschaden?
Das war schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf die spätere Lektüre...

Schickse
30.04.2007, 00:13
Hallo Anais,

Du schämst Dich? Ja, das würde ich auch an Deiner Stelle. Schließe mich Morcheeba in allen Punkten an.
Da ich ja nun erst seit 4 Wochen Nichtraucher bin und mich noch sehr gut an den Prozess VOR dem Rauch-Stopp erinnern kann, hier ein paar ernst gemeinte Tipps:
Vergiss das mit der Akupunktur. Genau wie Hypnose unterstützt die Akupunktur nur den starken Willen. Da Du den nicht hast, wird kein Wunder geschehen und Du plötzlich Nichtraucher sein.
Also: Du musst erst noch lernen, dass Rauchen eine tödliche Krankheit ist. Und das für ein ungeborenes Kind natürlich noch viel eher und viel dramatischer als für eine erwachsene Frau, die im Gegensatz zu dem Kind auch noch selbst entscheiden kann, ob sie sich diese zig Giftstoffe reinziehen will oder nicht.
Lies das Buch von Allen Carr, dann wirst Du vieles verstehen (das gibt's jetzt übrigens auch extra für Frauen, habe ich letztens im Buchhandel gesehen, weiß aber nicht, wie die "Frauen-Ausgabe" ist).
Lies im Internet, welche Folgen Rauchen auf eine Schwangerschaft hat und auf das Ungeborene (siehe Morcheebas Eintrag. Sauerstoffunterversorgung, Auswirkungen auf Gehirn und körperliche Entwicklung. Das Kind wird kleiner sein als seine Altersgenossen und Konzentrationsschwierigkeiten haben. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, ich habe nämlich im Bekanntenkreis ein "Raucherkind", und das ist unterentwickelt. Traurig.
Schau Dir Fotos an von solchen Kindern. Das MUSS Dich umstimmen.
Und wenn Du Dich entschieden hast aufzuhören, kauf Dir kiloweise Rohkost und Kaugummis und steck Dir immer was davon in den Mund, wenn Du an eine Zigarette denkst. Das hat bei mir auch funktioniert.

Hör auf zu rauchen, das ist eine tödliche Krankheit.

Die Schickse

Anais32
30.04.2007, 18:48
Hast Du Dich sehr bewusst und sehr gezielt mit den Folgen des Rauchens für Dein Kind auseinandergesetzt? Oder suchst Du eher nach den Meldungen/Informationen, die die Konsequenzen verharmlosen, herunterspielen oder gar negieren?


Willst Du mich verschei*ern oder Dich einfach nur besser fühlen mit so einer bescheurten Frage?


Ich neige dazu, wenn ich etwas zwar nicht mehr will, aber es aus irgendeinem Grund nicht kann, mich sehr selektiv zu informieren - natürlich aus Selbstschutz.


Schade, dass Du das tust. Ich selber tue das zum Glück nicht, sonst hätte ich hier gar nicht gepostet, sondern würde weiterrauchen.
Und auch schade, dass es immer wieder Leute gibt, die sich die Anonymität des Internets zunutze machen, um mit einer selbsterwurschtelten haarsträubenden Küchentischpsychologie ihr eigenes Selbstwertgefühl zu heben. Ich habe Dich nämlich auch ein wenig 'verfolgt' hier und habe den Eindruck, dass Du zwar von nix wirklich Ahnung hast, aber zu allem etwas sagst und das schon rein von der äußeren Form her und in einem Tonfall, die per se nicht zu akzeptieren sind, da sie auf eine asoziale Umgehensweise mit Mitmenschen weisen. Wie gesagt vielleicht ja nur in der Anonymität des Internets, ich wünsche es Dir.

Anais32
30.04.2007, 18:59
Vergiss das mit der Akupunktur. Genau wie Hypnose unterstützt die Akupunktur nur den starken Willen. Da Du den nicht hast, wird kein Wunder geschehen und Du plötzlich Nichtraucher sein.
Also: Du musst erst noch lernen, dass Rauchen eine tödliche Krankheit ist. Lies das Buch von Allen Carr, dann wirst Du vieles verstehen (das gibt's jetzt übrigens auch extra für Frauen, habe ich letztens im Buchhandel gesehen, weiß aber nicht, wie die "Frauen-Ausgabe" ist).
Lies im Internet, welche Folgen Rauchen auf eine Schwangerschaft hat und auf das Ungeborene (siehe Morcheebas Eintrag. Sauerstoffunterversorgung, Auswirkungen auf Gehirn und körperliche Entwicklung. Das Kind wird kleiner sein als seine Altersgenossen und Konzentrationsschwierigkeiten haben. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, ich habe nämlich im Bekanntenkreis ein "Raucherkind", und das ist unterentwickelt. Traurig.
Schau Dir Fotos an von solchen Kindern. Das MUSS Dich umstimmen.
Und wenn Du Dich entschieden hast aufzuhören, kauf Dir kiloweise Rohkost und Kaugummis und steck Dir immer was davon in den Mund, wenn Du an eine Zigarette denkst. Das hat bei mir auch funktioniert.
Hör auf zu rauchen, das ist eine tödliche Krankheit.
Die Schickse

Hi Schickse,

auch bei Dir noch mal der Hinweis auf das, was ich anfangs gepostet habe: ich suche Hilfe, mit der ich aufhören kann, da ich - siehe mein Eingangsposting - das alleine (alleine!) nicht schaffe. Das Buch von Allan Carr kenne ich. Die Warnhinweise auf Zigarettenpackungen auch. Die Bilder von schwarzen Lungen & Co. auch. Hat das jemals einen Raucher vom Rauchen abgehalten? Wie lange hast Du gebraucht? Übrigens toll, dass Dus jetzt geschafft hast. :-)

Aber auch da: Super Hinweis für Süchtige: 'Du, das was Du da tust ist nicht gut für Dich und Deine Gesundheit und die Deines Kindes, also hör auf'. Ach SOoooooooooooooooooooooooooo!!!! Jetzt weiß ichs endlich! Gottseidank! Komisch, dass sie den Satz nicht schon längst in jede Therapie von Alkohol-, Tabletten-, Drogen- oder Nikotinsüchtigen als Standard eingeführt haben: Das ist nicht GUT für Sie, was Sie da tun. Also lassen Sie es. Geheilt, nächster bitte.'

Mir geht es um Hilfe und Unterstützung. Dass Du meinst, dass Akkupunktur nicht hilft: schade. Vielleicht haben da andere andere Erfahrungen mit.

Nimms mir nicht übel, aber bei Dir wie bei morcheeba: wenn ich das Rauchen ganz einstelle, dann nicht dank, sondern trotz solcher Postings wie Eurer.
Ich bin ein erwachsener Mensch, der ein Suchtproblem hat. Ich muss mich deshalb in keinster Weise wie ein blödes kleines Kind behandeln lassen, das ist der Sache nun wirklich nicht dienlich.

Anais

dastin
30.04.2007, 19:10
Hallo
Ich finde es gut, dass du versuchst, dir an so vielen Stellen wie möglich Hilfe zu holen, und dir der dringlichkeit bewusst bist.
Ich rauche selbst nicht, aber meine Schwägerin, sie hört gerade auf, und zwar in dem sie den Tabak in ihren selbstgedrehten dür irgendwelche Kräuter ersetzt hat, die wohl extra zum Aufhören da sind. wenn du willst, kann ich genauer nachfragen, ws das für Zeug ist.
Eine andre Freundin hat aufgehört, indem sie Ersatzhandlungen ausgeführt hat, wenn sie Lust auf eine Zigarette verspührte, ich weiß garnicht mehr, eine war, dass sie Wasser getrunken hat. Das soll das verzichten leichter machen, dass nicht ständig die Gedanken um die Kippe kreisen, und man erstmal irgendwas macht. vl auch eine Tasse Tee kochen, einmal um den Stuhl rennen, kA
Ich hoffe du schaffst es bald, und dass es dir und deinem Kind gut geht
lG
Tin

Anais32
30.04.2007, 19:20
Liebe Anais,

als ich mit meinem ersten Kind schwanger wurde, war ich eine starke Raucherin, habe dann noch ein paar Tage weitergeraucht, immer weniger und war schnell Nichtraucherin. Fiel mir auch gar nicht schwer. Hat mir auch der Vater geholfen und selber aufgehört.

Vielleicht hilft es Dir ein wenig, dass es möglich ist! Und ganz viel Glück wünsche ich Dir und Deiner Familie!

Liebe Herbstblatt,
danke für Dein Posting. Mein Partner raucht leider noch (allerdings auch sehr wenig inzwischen, schon alleine wegen des Rausgehens dafür), ich denke wenn er auch ganz aufhören würde, würde es mir schon auch helfen. Ich denke aber nicht, dass er es ganz lassen wird.
Aber was es mir am schwersten macht, noch die paar pro Tag ganz zu lassen, auf die ich nach dem Test reduziert habe ist die Tatsache, dass ich mir das alles noch überhaupt gar nicht richtig vorstellen kann. Ich fühle mich überhaupt kein Stück schwanger, sondern völlig normal und wie immer. Der Gedanke, dass da ein Embryo in meinem Bauch wächst ist völlig abstrakt, der Gedanke, dass ich ihn schädigen könnte damit leider auch. Wenn ich dann wie immer bei der Arbeit in Stress komme und in Gedanken völlig woanders, fällt es mir enorm schwer, den Grund zu erfassen, in der typischen Pausensituation dann nicht zu rauchen. Die Tatsache, dass ich schwanger bin, ist immer noch nicht wirklich zu meinem Gehirn durchgedrungen. Wenn ich zu Hause bin und Ruhe habe, geht es zwar richtig gut, dann muss ich gar nicht rauchen, habe erstaunlicherweise nicht mal wirklich großen Schmacht und es ist mir auch Wurst, wenn mein Partner mal für eine halbe Zigarette rausgeht. Aber sobald mein Arbeitsleben in voller Breite zuschlägt, fällt es mir irrsinnig schwer. Nur ich kann mich ja nicht für die nächsten 4 Wochen krank schreiben lassen, damit ich nicht mehr rauche.

Ich glaube, ich werde mich jetzt mal im Netz auf die Suche machen nach Frauen, denen es so geht wie mir und die mit aufhören möchten. Am besten mit täglichem Kontakt zueinander, um zu berichten, wie es einem ergeht und so einer Art Notfall-SMS-Möglichkeit, wenn man trotzdem Schmacht hat, obwohl man schwanger ist.

Lieben Dank jedenfalls für Dein Posting und Deine Wünsche für uns :-)

Anais

Billchen
30.04.2007, 19:51
Hallo Anais,

ich finde es gut, dass Du so ehrlich mit dem Thema umgehst. Viele Schwangere rauchen weiter, viele auch nur noch im Geheimen, um sich keinen Anfeindungen auszusetzen. Das Rauchen ist halt nun mal eine Sucht, die auch vor Schwangerschaft nicht Halt macht.

Es gibt jede Menge professionelle und intensive Unterstützung. Ich bin schon der Meinung, dass Du solche in Anspruch nehmen solltest. Ich persönlich bin mit dem Online Kurs von www.kicknic.de Nichtraucherin geworden. Mir hat dort sehr geholfen, dass ich mich immer an den Betreuer wenden konnte und ich immer sehr schnell Antwort bekommen habe, auch Samstags und Sonntags. Es gibt aber auch Kurse an der VHS z. B.

Wichtig ist für Dich sicher, dass die Motivation aufzuhören aufgebaut wird (und zwar möglichst schnell, Deinem Kind zuliebe) und dass Du in diesem Prozess unterstützt wirst. Also ein Coaching, dass Dir keine Vorwürfe macht, sondern Dich unterstützt.

Eine Freundin von mir ist Ärztin. Sie meint, dass schwangere Frauen natürlich aufhören sollten zu rauchen. Allerdings meint sie, dass dies auch nicht einen großen Stress aufbauen soll, da auch dieser Stress schädlich für das Neugeborene ist. Ihre Empfehlung war, dass schwangere Frauen, die mit dem Rauchen aufhören Stress haben, unbedingt Yoga, mentales Training oder was Ähnliches machen sollten. Vielleicht solltest Du auch das mit berücksichtigen.

Ich wünsche Dir und Deinem Kind alles Gute und viel Erfolg beim Aufhören

Billchen

Sylvana
01.05.2007, 08:06
Hallo Anais,

ja, man bekommt schon tolle Ratschläge und Hinweise - ein Grund, warum ich in diesen Foren nicht mehr poste (niedermachen kann ich mich allein):zwinker:!

Ich kann Dich verstehen. Auch ich habe während der Schwangerschaft geraucht, jedoch war die bei mir ein absoluter Ausnahmezustand (auch ohne rauchen) und dazu möchte ich jetzt auch keine schlauen Sprüche lesen, weil niemand weiß, was ich durchgemacht habe seinerzeit. Mittlerweile ist meine Tochter 32, sehr hübsch, ohne Konzentrationsstörungen. 1,76 ist sie auch und kam auch nicht zu klein auf die Welt.

Das soll Dich nicht zum Rauchen ermutigen, ich verstehe, dass Du aufhören willst in dieser Situation. Vor einiger Zeit las ich hier über www.rauchfrei-online.de. Nun bin ich seit 41 Tagen rauchfrei. Vielleicht solltest Du es da einmal versuchen. Es motiviert schon allein, wenn Du jeden Tag auf den Smiley gehen kannst um zu bestätigen, dass Du wieder nicht geraucht hast. Die Tipps für jeden Tag und alles, was man dort so nachlesen kann sind das Beste, was ich zu diesem Thema je erlebte.

In einem Forum würde ich nicht unbedingt schreiben, da bekommt man schnell Nackenschläge - so ist es mir ergangen. Und das braucht man gar nicht während dieser schweren Zeit.

Ich wünsche Dir alles alles Gute für Deine Schwangerschaft und Deinen Vorsatz und bin mir sicher, dass Du es schaffen wirst.

LG Sylvana:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Inaktiver User
01.05.2007, 11:34
Schade, Anais, mit so einer Reaktion habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Ich verstehe nicht, warum Du so dermaßen persönlich und unter der Gürtellinie zurückschlägst und meine Person und meine Umgangsformen in Frage stellst.

Ich habe mich aufrichtig mit Dir gefreut, dass sich bei Dir alles so positiv entwickelt hat.

Als asozial hat mich in meinem ganzen Leben noch niemand bezeichnet und ich glaube nicht, dass ich hier und auch nicht in anderen Postings einen Anlass dafür geboten habe. Danke für Deine guten Wünsche.

Inaktiver User
01.05.2007, 11:55
Ich hätte hier nicht posten sollen, denke ich nun auch.

Allen einen schönen 1. Mai noch! LG herbstblatt2

Inaktiver User
01.05.2007, 12:39
Hallo Anais :)

Nun, nicht nur du bekommst das Kind, sondern ihr! Es geht ja wohl gar nicht, als starker Raucher aufzuhören, wenn der Partner weiter qualmt.
Ihr beide tragt die Verantwortung dafür, dass euer Kind gesund zur Welt kommt und ihr beide gefährdet dieses gerade aktiv - das muss euch klar sein.
Ihr beide müsst aufhören, nicht nur du!
Wie schwer es ist aufzuhören, weiß ich, habe selber über 30 Zig. geraucht und aufgehört bevor ich schwanger wurde - weil ich ein gesundes Kind wollte, ihm einen gesunden Start ins Leben ermöglichen wollte.

Es ist eine Kopfsache: wollt ihr es wirklich? Steht ihr dazu? Seid ihr bereit dazu, zu verzichten?
Sagt ihr also wirklich 100%ig: ich verzichte lieber auf die Zigarette zum Kaffee, nach dem Essen, in Gesellschaft usw., als unser Kind zu gefährden?

Stellt euch wirklich diese Frage: was ist wichtiger, meine Sucht zu befriedigen oder die Gesundheit des Kindes?

Und es ist wirklich die Frage, die du dir bei jeder Zigarette stellen solltest: was ist mir wichtiger? Was ist mehr wert? Jetzt diese Zigarette zu rauchen und meinem Kind damit lebenswichtigen Sauerstoff zu entziehen - das tust du mit jeder Zigarette - oder ist mir die Gesundheit meines Kindes wichtiger?
Stelle dir bildlich vor, wie Nicotin u. Teer auch durch seinen Körper geht u. Rückstände hinterlässt - denn das tut es.
Überlege was du diesem kleinen Körper zumutest - du bist groß, erwachsen, wiegst vielleicht 55 - 75 Kilo, du steckst das einigermaßen weg - aber was mutest du ihm zu? Wie klein ist es noch!

Informiert euch sehr genau, was rauchen bei einem Kind bewirkt!
Es ist hier alles so schön theoretisch, anders sieht die Sache aus, wenn diese Kinder untergewichtig zur Welt kommen, ihr Gehirn im Gegensatz zu denen von Nichtraucher Kindern, durch den Sauerstoffmangel, oft nicht so gut ausgebildet ist - genau so wie bei Alkoholikern - und die Gefahr ist bei Raucherkindern nunmal erheblich größer, da muss man gar nichts schönreden.

Es werden auch immer wieder diejenigen kommen die dir sagen werden: der und der hatte Lungenkrebs, obwohl er nie geraucht hat - aber 90% derjenigen die Lungenkrebs haben, sind Raucher!
oder die schönen Geschichten: Opa wurde auch 95 u. hat geraucht und getrunken blabla...und meinem Kind hat es auch nichts gemacht
Schönrederei!

Denke auch daran, dass ihr später, wenn das Kind da ist, Vorbildfunktion für das Kind habt, egal ob ihr raucht oder trinkt, ihr seid Vorbild für euer Kind!

Ich weiß wirklich wie schwer dieser Entzug ist, mir ist es sehr schwer gefallen, aber mich hat auch der Ehrgeiz gepackt:

bin ich wirklich so ein Weichei, dass es nicht schafft, dass sich von Zigaretten in die Knie zwingen lässt?
Ich habe die angebrochene Schachtel in Griffweite liegen lassen, mit Feuerzeug oben drauf - ich habe es geschafft.
In erster Linie, weil ich ein gesundes Kind wollte, in zweiter Linie weil mich diese Abhängigkeit ankotzte.

Ihr beide müsst es wollen! und ihr solltet es eurem Kind zuliebe es auch wirklich wollen und es durchziehen - und stolz auf euch sein :-)

Wenn du es gar nicht schaffen solltest, dann unterhalte dich mit deinem Arzt darüber, was du machen könntest, auf ein Minimum reduzieren ist wohl das einzige - aber als Ex-Raucherin würde ich sagen: ganz oder gar nicht, reduzieren schaffen wohl die wenigsten und nach der Geburt legst du dann womöglich wieder volle Kanne los und das sind ja auch nicht grade tolle Aussichten, weder für Kind, Mutter und Vater.

Viel Glück und viel Gesundheit für euch! :blumengabe:

Zada
01.05.2007, 14:02
hallo anais!

auch mein partner und ich wünschen uns ein baby.

ich habe immer gesagt, ich höre erst auf wenn ich schwanger bin. aber es wurde alles anders.
auf natürlichen wege kann ich nicht schwanger werden, da ich im januar einen eierstock entfernt bekam und am 2. eierstock der eileiter dicht ist.
daher kam für uns nur die IVF in frage.

das ganze (also IVF) ist teuer, sehr teuer und ehrlich gesagt will ich nicht, dass die IVF wegen meiner nikotinsucht scheitert.
meine letzte zigarette habe ich vor 9 1/2 tagen geraucht (seither über 45 euro gespart :zwinker: ). letzten mittwoch bekam ich eizellen entnommen, am freitag wurden mir 2 embryonen eingesetzt.

der entzug dauert nur wenige tage, egal wieviel man geraucht hat. nach spätestens 10 tagen ist das schlimmste überstanden. meine schlimmsten entzugserscheinungen hatte ich an tag 2 und 3 nach meiner letzten kippe - alle entscheidenden schritte im rahmen der IVF folgten danach.

ich bin stolz auf mich, dass ich es seither durchgehalten habe. mein letztes päckchen (aus dem nur 2 zigaretten geraucht wurden) liegt noch in meiner handtasche - ich brauche es nicht.

anais - ich dachte auch, dass ich es alleine nicht schaffe. dachte an hypnose etc.
aber ich habe es geschafft, denn es ist zu schaffen!!!
bei www.rauchfrei-online.de bin ich auch registriert. die seite hilft mir wirklich!

wenn ich es geschafft habe, dann schaffst du es auch!
suche nicht nach ausreden, warum du es nicht schaffen wirst, sondern hör einfach auf. halte 14 tage durch und dann schau weiter.
wenn du weiterrauchen willst, dann mach es. dann lebe deine sucht, aber dann steh auch dazu.

ich habe 17 jahre lang geraucht, mind. 1 schachtel pro tag. ich war körperlich abhängig. ich war so erschrocken über mich und meine entzugserscheinungen in den ersten tagen, dass ich mir selbst peinlich war. genauso peinlich wie ich meine sucht immer mit "ich rauche gerne" verteidigt habe.

ich will nicht mehr rauchen und daher tue ich es auch nicht mehr.

grüße
zada

Inaktiver User
01.05.2007, 14:39
@Anais

Während der 1. Schwangerschaft war mir 5 Monate lang schlecht und ich kam Gottseidank gar nicht auf die Idee zu rauchen. Bei der 2. Schwangerschaft ging es mir blendend, und ich habe 3 Zigaretten am Tag geraucht. Diese 3 Kippen (meine Normal-Dosis war ein Päckchen am Tag) habe ich zelebriert, und ich habe dazu gestanden. Punkt. Meine Tochter kam kerngesund und mit properem Normalgewicht nach einer problemlosen Schwangerschaft zur Welt. Ob ich das, wenn ich heute noch rauchen würde, noch so machen würde weiß ich nicht. Damals war es so, und ich habe mir da von niemandem reinreden lassen. Meine Ärzte haben es übrigens sehr gelassen gesehen und kein Wort dazu gesagt.

Vielleicht würde es dir helfen, die Finger ganz vom Nikotin zu lassen, wenn du mit deinem Partner einen gemeinsamen Nichtraucher-Pakt schließt? Ich finde, es motiviert ungeheuer, wenn der Vater mitzieht, eine günstigere Gelegenheit, vom Laster loszukommen und dem Baby eine rauchfreie Umgebung zu schenken, gibt es nicht.
Wenn er nicht mitziehen will, will er halt (noch) nicht, aber das heißt nicht, dass du es nicht allein schaffst und ihn dadurch motivieren kannst :Sonne:

Vielleicht hilft es dir, dich in Stress-Situationen, die du normalerweise gewohnheitsmäßig per Ziggi entstresst hast, mit Kaugummi, Äpfeln, ein paar Entspannungsübungen, vielleicht einem kleinen Spaziergang oder irgend einem anderen Ritual, das du genau für diese Zwecke zusammenstellst auf andere Gedanken zu bringen.

Rauchen ist vor allem eine Handlung, die an bestimmte Situationen und Gefühle gekoppelt ist, finde ich. Da setzt dann ein Reflex ein: Uuups, Stressgefühl, Kippe her. Wenn du diesen Automatismus durch eine andere Gewohnheit ersetzen kannst, dann schaffst du es locker ohne rauchen.

Und nicht rauchen fühlt sich verdammt guuut an, auch wenn ich das als Raucherin nie so ganz glauben wollte. Aber seit 5 Jahren bin ich clean, und es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Du schaffst das auch, ganz bestimmt, denn dein Kopf ist schon so weit. Wenn die Gewohnheit noch ein bisschen hinterherhinkt ist das Anlass, erfinderisch zu sein, wie du dir die Sache erleichtern kannst, und genau das machst du ja, indem du Ideen und Tips sammelst und nach Unterstützung Ausschau hältst.

LG und alles Gute :blume:

Nugat

garance
01.05.2007, 23:06
Wie wäre es denn mal mit Motivation über positive Anreize, anstatt des ständigen Entwickelns von Horrorszenarien? Die Einzige, die das versucht, ist nugat.

Außerdem funktioniert die Methode des/der einen nicht zwangsläufig bei allen anderen!!

Selbst habe ich über zwanzig Jahre mehr oder weniger stark geraucht (die meiste Zeit ca. 1 Päckchen am Tag). Aufgehört habe ich im Oktober des vergangenen Jahres.

Das Datum fürs Aufhören hatte ich im Voraus festgesetzt und auch meinem Umfeld kundgetan. Sogar im Büro habe ich das Datum in den großen Wandkalender eingetragen, was mir naturgemäß einiges an Spot einbrachte. Da ich ein rechthaberischer, stolzer Mensch bin, hat mich das beflügelt. Außerdem habe ich es meinem kleinen Sohn (damals drei Jahre alt) versprochen. Vor ihm wollte ich keinesfalls als "Versprecherbrecherin" dastehen.

An einem Montag morgen habe ich dann einfach mit dem Rauchen aufgehört. Drei Tage war ich total unausgeglichen, aggressiv und hatte Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Immer wenn ich kurz davor war, einem Kollegen den Tucker an den Kopf zu werfen, habe ich mir einen Nikotinkaugummi gegönnt. Immer wenn ich kurz davor war, eine Zigarette zu schnorren, habe ich zu mir gesagt:"Nein, diese eine spare ich mir, vielleicht morgen." Die Idee, immer nur die nächste Kippe nicht zu rauchen, hat mir enorm geholfen.

Meine Motivation zog ich aus dem Wunsch, wieder einmal eine längere Strecke rennen zu wollen, ohne zu keuchen und den Prozess der Hautalterung nicht noch zu verstärken. Klingt schrecklich oberflächlich, ich weiß, aber trotz meiner 39 Lenze, fühle ich mich immer noch jugendlich unverwundbar genug, um Raucherbeine und schwarze Lungen für ein Problem älterer und vor allem ANDERER Leute zu halten.

Abschließend noch etwas zum Thema Rauchen und Schwangerschaft. Meine Frauenärztin hat ebenfalls - wie schon in einem anderen Beitrag angeführt - den Stress erwähnt, den es einer starken Raucherin und somit auch ihrem Kind verursachen kann, mit dem Rauchen ganz aufzuhören. Wenn es dir also nicht gelingen sollte, mit dem Rauchen aufzuhören (ich habe das während der Schwangerschaft übrigens auch nicht geschafft), dann versuche es so weit als möglich zu reduzieren und überschütte dich nicht x Monate mit Selbsthass. Das kann nicht gut sein!!

Die meisten Menschen sind stärker als sie denken!
Viel Glück und nur die besten Wünsche für dich und dein Kleines
garance

Xani
02.05.2007, 15:34
5-7 halbe Zigaretten am Tag ist doch ein supertoller Erfolg! Sei nicht unzufrieden mit dir, sondern stolz auf dich! Das meine ich nicht "positiv motivationsverstärkend" sondern ganz ehrlich! Vielleicht schaffst du es, nur die Zigaretten zu rauchen, die du wirklich genießt (bin selber Raucherin und weiß, dass man viele nur raucht, weil es grad so passt, einem nichts anderes einfällt, Gewohnheit usw.) Ich glaub, ich würd mir überlegen, welche Zigaretten am Tag "wichtig" sind, vielleicht die nach dem Frühstück, während der Pause, zum Feierabend. Und die würd ich zelebrieren, ne Tasse Kaffee dazu oder ein Bier (naja, besser alkoholfrei jetzt). Dann könnte ich mich schon Stunden vorher drauf freuen und es wäre vielleicht leichter, auf all die Zwischendurchzigaretten zu verzichten.

Sid_Edwards
02.05.2007, 16:06
Sorry Xani aber das ist absoluter Mist.
Welche Zigarette ist den wichtig? KEINE!!! Kein Einzige ist wichtig, sie hilft dir einfach nur die Nikotin sucht zu ertragen! Nicht mehr und nicht weniger. Einer schwangeren zu raten, das sie ruhig nocheine oder zwei am tag rauchen kann ist echt Hart! Woher weißt du den das es nciht die Kippe ist, die sie nach dem essen raucht, die das Kind nikotin abhängich macht?
Erlich! Die Frau sucht hier hilfe und du tust so als wenn es ok währe überhaupt zu rauchen! Ich weiß ich bin hier neu aber man sollte... auch als raucher.. an das KIND denken udn nciht an die Kippen!

Ich bin seit drei Monaten Glücklicher nichtraucher und kann bis heute nicht fassen, das ich so ein Idiot war!
Und ich war noch nciht mal schwanger!
Ich habe nur meine Mittmenschen und meine Haustiere vergiftet!

Schickse
02.05.2007, 16:40
Sorry Xani aber das ist absoluter Mist.
Welche Zigarette ist den wichtig? KEINE!!!

Ich bin seit drei Monaten Glücklicher nichtraucher und kann bis heute nicht fassen, das ich so ein Idiot war!
Und ich war noch nciht mal schwanger!
Ich habe nur meine Mittmenschen und meine Haustiere vergiftet!

Schließe mich dem in allen Punkten an.
@Garance:
Positive Nebeneffekte durch Nichtrauchen - anderer Strang in diesem Forum. Da steht alles Positive drin.
Positiv an rauchenden Schwangeren kann ich leider nichts finden. Nichts!
Und dafür lass ich mir gerne auch Engstirnigkeit oder Miesmacherei unterstellen.

Inaktiver User
02.05.2007, 18:25
Wie wäre es denn mal mit Motivation über positive Anreize, anstatt des ständigen Entwickelns von Horrorszenarien? Die Einzige, die das versucht, ist nugat.



Ich bin der Meinung das der positivste Anreiz überhaupt der ist, ein gesundes Baby zur Welt zu bringen - und dazu muss ein Raucher sich erstmal klar machen, dass er mit jeder Zigarette dem Kind schadet - (ja, wirklich ein Horrorszenario und zwar für das Baby!) und nicht nach dem Motto: och, wird schon nicht so schlimm sein, rauchen ja viele Schwangere u. haben auch gesunde Kinder, weiter qualmt.
Genau so gut könnte man dann ja auch gleich weiter trinken, wozu überhaupt auf irgendwas verzichten?

garance
02.05.2007, 20:05
Positiv an rauchenden Schwangeren kann ich leider nichts finden. Nichts!
Und dafür lass ich mir gerne auch Engstirnigkeit oder Miesmacherei unterstellen.

Wo schrieb ich, dass ich Rauchen in der Schwangerschaft toll finde?
Zwischen welchen Zeilen steht, dass ich euch engstirnig finde?

Wenn ich etwas überhaupt nicht leiden kann, dann wenn man mir die Worte im Mund herumdreht!!

Meine Meinung ist lediglich, dass Angst als Motivation nicht zwingend greift!

Zada
02.05.2007, 21:05
Ich bin seit drei Monaten Glücklicher nichtraucher und kann bis heute nicht fassen, das ich so ein Idiot war!
Und ich war noch nciht mal schwanger!
Ich habe nur meine Mittmenschen und meine Haustiere vergiftet!
ich habe mir etwas fest vorgenommen: ich möchte kein "radikaler"-exraucher werden. wenn ich etwas nicht leider konnte waren es die sorte nichtraucher, die selbst einmal geraucht haben.

ich war süchtig, ich habe gerne geraucht - wäre es nicht so verdammt teuer und wüsste ich nicht genau, wann ich potentiell schwanger werde, würde ich auch noch rauchen. (aktuell habe ich 51 € gespart -> DAS ist ehrlich gesagt mein größter anreiz.)

ich bezeichne mich nicht als idiot, weil ich geraucht habe und genauso wenig tituliere ich andere derartig.

ich hätte nie gedacht, dass ich mal fast 11 tage durchhalte! ich bin sehr stolz auf mich, weiß aber auch, dass noch ein sehr langer weg vor mir liegt, denn den richtigen willen aufzuhören, hatte ich nicht. ich hoffe, dass ich anais etwas mut machen kann, dass es (trotzdem) zu schaffen ist.

viele grüße
zada

Xani
02.05.2007, 22:31
Sorry Xani aber das ist absoluter Mist.
Welche Zigarette ist den wichtig? KEINE!!! Kein Einzige ist wichtig, sie hilft dir einfach nur die Nikotin sucht zu ertragen! Nicht mehr und nicht weniger. Einer schwangeren zu raten, das sie ruhig nocheine oder zwei am tag rauchen kann ist echt Hart! Woher weißt du den das es nciht die Kippe ist, die sie nach dem essen raucht, die das Kind nikotin abhängich macht?
Erlich! Die Frau sucht hier hilfe und du tust so als wenn es ok währe überhaupt zu rauchen! Ich weiß ich bin hier neu aber man sollte... auch als raucher.. an das KIND denken udn nciht an die Kippen!

Ich bin seit drei Monaten Glücklicher nichtraucher und kann bis heute nicht fassen, das ich so ein Idiot war!
Und ich war noch nciht mal schwanger!
Ich habe nur meine Mittmenschen und meine Haustiere vergiftet!

Klar, so schlau reden alle "glücklichen Nichtraucher" daher und machen alle nieder, die sich bemühen ihre Sucht einzudämmen. Und spätestens nach 1 Jahr hängen sie wieder an der Kippe... Natürlich ist jede Zigarette giftig für ein Ungeborenes, dass weiß die Threateröffnerin genauso. Aber jede nicht gerauchte ist ein Gewinn.

Anais32
02.05.2007, 23:28
Hallo,

ich wollte mich mal nur ganz kurz melden zwischendurch und für die ganzen neuen sehr netten und hilfreichen Postings bedanken.
Melde mich morgen oder übermorgen, wieder. Wollte jetzt nur kurz sagen, dass ich mich nicht 'aus dem Staub' gemacht habe. :-)
Anais

Sid_Edwards
03.05.2007, 09:26
@Zada

Das hat ncihts damit zu tun das man ein radikaler Exraucher ist. Es ist einfach die Warheit! Man ist Dumm wenn man raucht! Und das sag ich nicht erst seit drei Monaten das sag ich schon seit Jahren. Was antwortest du den wenn mann dich fragt warum du rauchst? Das du es gerne machst? Aha! Und das meinst du ernst oder sagst es nur um eine ausrede dafür zu finden das du rauchst?
Ichw ar immer erlich zu mir und allen anderen. Ich war einfach dumm damit angefangen zu haben und dann zu schwach um es zu beenden! Also einfach nur nikotin abhängig. Und das sind wir alle! Und die die was anderes behaupten belügen nicht nur die anderen sondern auch sich selbst. Denen gehört der größte teilmeines beileids, weil sie noch weit davon entfernt sind sich loszulösen.

@Xani

Vieleicht hast du recht.. vieleicht auch nicht... Aber Anais sucht hier jemanden der ihr hilft auzuhören und nicht jemanden, der ihr sagt, das es auch ok ist wenn sie eine oder zwei weiter raucht!

Nicht einfach seine Meinung schreiben! Sondern einfach mal die Meinung der Frage anpassen!

Kurly
03.05.2007, 09:31
Liebe Anais,

vielleicht hilft es Dir, jedesmal erst einmal "STOPP" zu sagen, Dir zu überlegen warum Du nun eigentlich rauchen willst und das evtl. sogar aufzuschreiben...das hört sich nach riesen Aufwand an, ist es aber nicht und Du überlistest Dich dabei vielleicht selbst. Rauchen ist viel angewöhntes Verhalten, das garnicht mehr bewusst abläuft. Evtl. kann Dir dieses "Bewusst-machen" dabei helfen, weiter zu reduzieren oder sogar ganz aufzuhören. Ich würde an Deiner Stelle nicht nur halbe Zigaretten rauchen, sondern die, die Du dann rauchst, nachdem Du Dich bewusst entschieden hast, dass Du die eine hier nun wirklich haben musst, wirklich BEWUSST zu zelebrieren und BEWUSST zu genießen (ich stelle mir Dich nämlich gerade mit einem kleinen Teufelchen auf der Schulter leicht geduckt hastig ein paar Züge nehmen, vom schlechten Gewissen geplagt...oder so ähnlich). Dieses BEWUSSTE Handeln kann Dich dazu bringen, Dein Rauchverhalten zu verändern oder ganz aufzugeben.

Ich habe selbst viele Jahre geraucht, oft aufgehört und auch nach langer Abstinenz wieder angefangen. Ich rauche jetzt schon lange nicht mehr (genau weiß ich's garnicht) und dennoch "gelüstet" es mich auch heute noch oft und manchmal wache ich morgens auf und habe mal kurz "vergessen", dass ich schon lange nicht mehr rauche und würde mir am liebsten zum Kaffee eine anstecken (das war nämlich meine tägliche "Lieblingszigarette").

Ich weiß genau WARUM ich nicht mehr rauchen will, NIE mehr. Weißt Du es genau (jaja, muss jetzt keiner brüllen, dass ein Kind Grund genug ist, das weiß Anais selbst)? Bevor es nicht "klick" bei Dir macht, nutzen auch keine Hilfen wie Akupunktur oder Hypnose oder sonstwas: die können Dich nur unterstützen in Deinem Wunsch, Nichtraucherin zu werden. Ich weiß nicht wo Du lebst, aber google mal nach Björn Elvers: dieser Hypnosetherapeut hat meinem Liebsten dabei geholfen, das Rauchen aufzugeben (und zwar in einer einzigen Sitzung, die nicht einmal 3 Stunden dauerte). Aber auch dieser Therapeut erklärte, dass er keine Wunder vollbringen kann, wenn jemand nicht den festen Willen hat, aufzuhören.

Alles Gute für Dich und Dein Baby!
Kurly

Xani
03.05.2007, 09:47
. Anais sucht hier jemanden der ihr hilft auzuhören und nicht jemanden, der ihr sagt, das es auch ok ist wenn sie eine oder zwei weiter raucht!

Natürlich ist es gar nicht ok eine oder zwei weiter zu rauchen, das habe ich nie behauptet. Aber eine oder zwei ist viel besser als 30 oder 40. So einfach ist es nicht, schwarz oder weiß, ganz oder gar nicht. Jeder muss einen eigenen Weg finden und ich mag es einfach nicht, wenn ehemalige Raucher meinen den einzig richtigen gefunden zu haben und zu "Extremisten" werden. Ich hab übrigens während meiner Schwangerschaften und langen Stillzeiten überhaupt nie geraucht. Und jedesmal danach (immerhin jeweils ca 2 Jahre) wieder angefangen zu rauchen. Vielleicht mein Weg, aber auch nicht toll.

Sid_Edwards
03.05.2007, 10:00
Der einzige weg ist ganz aufzuhören und das für immer. Wie man das schafft ist natürlich jedem seine sache auch wenn ich an die meisten Methoden nicht glaube. Aber das ist hier gar nicht das Thema.

Ich finde Kurlys Idee ganz nett. Das mit dem Aufschreiben meine ich.
Und noch mehr interessieren würde mich was da steht!!!

Zada
03.05.2007, 10:54
Was antwortest du den wenn mann dich fragt warum du rauchst? Das du es gerne machst? Aha!
sid - was ich tue oder getan habe ist einzig und alleine mein ding. was ich tue geht niemanden was an.

mein arzt hat mir z.b. nie gesagt "hör auf zu rauchen". mein arzt weiß, dass ich Ü18 bin und meine entscheidungen selbst treffe. er ist intelligent genug um zu wissen, dass man eine sucht nur überwinden kann, wenn der echte wille dazu besteht.

ich persönlich halte überhaupt nichts von leuten, die den moralapostel spielen und andere zum nichtrauchen bekehren wollen.

aber was habe ich geantwortet wenn man mich gefragt hat, warum ich rauche?
ich rauche gerne und ich bin süchtig! na und? mein ding!
andere haben übergewicht, ernähren sich ungesund, trinken zuviel alkohol... irgendwas ist doch immer.

gruß
zada, seit fast 11 1/2 tagen rauchfrei

Sid_Edwards
03.05.2007, 10:59
Ich verstehe immernich das manche leute so gerreitzt sind. Du bist über 11 Tage rauch frei. Warum freust dudich nicht? Sei doch froh !!! Du bist auf dem besten weg ein Ex raucher zu sein! Das ist doch grandios.

Ach und zum Thema andere zum Nicht rauchen bekerhren wollen.. wie heist den das Forum hier? Ich dachte hier ist genau der Ort wo man andere zum Nicht rauchen Bekehrt? Währe der Titel nicht unpassend wenn man hier nur sagen würde.. "Raucht weiter. "

Mal Erlich.. warum betrauert ihr das Aufhören? Feiert es doch.
Hört auf zu denken.. "10 Tage in denen ich verzichte...." Denkt doch lieber. "10 Tage in denen ich es nicht mehr machen MUSS!"

Zada
03.05.2007, 11:40
sid - ich bin nicht gereizt.

ja, dieses forum heißt vielleicht "endlich nichtraucher", aber ich persönlich habe es nicht so benannt.

ich bin durchaus stolz, dass ich seit 11 tagen nichtraucher bin. aber das bedeutet noch lange ich, dass ich nun andere bekehre. denn ich weiß dass bekehren nichts bringt wenn derjenige nicht bekehrt werden will.

wenn ich im moment im bekanntenkreis wegen dem nichtrauchen interviewt werde, gebe ich gerne auskunft. aber ich würde mir eher die zunge abbeißen bevor ich jemandem sagen würde "hör doch auch auf!".

ich habe das rauchen nie als dumm empfunden, genauso wenig wie ich es als dumm empfinde hin und wieder einen über den durst zu trinken. (was ich im moment aus gleichem grund nicht mache.)

Kurly
03.05.2007, 11:53
manchmal frage ich mich, warum aus solchen Threads immer solche hochgekochten Grundsatzdiskussionen gespickt mit persönlichen Angriffen entstehen. Lasst das doch.

Anais ist schwanger und bittet um UNTERSTÜTZUNG, TIPPS, IDEEN, wie sie es schaffen könnte mit dem Rauchen aufzuhören.

Wir wissen alle (außer die schon-immer-nichtraucher, die haben das Glück, das nicht wissen zu müssen), dass es keine noch so guten Tipps geben kann, wie man's lässt, wenn man nicht von alleine darauf kommt.

Also: wie wäre es mal mit ein wenig mentaler Unterstützung für die werdende Mama, wenn euch schon das ungeborene Leben so sehr am Herzen liegt. @Zada + Sid: Euere Streitereien gehören hier nicht her und verlängern nur unnötig den Eintrag, so dass wesentliches und wichtiges leicht überlesen werden kann.

@Anais nochmal:
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du's schaffst, die Finger von den Sargnägeln zu lassen, für Dich und für Dein Baby und hoffe Du findest in dem ganzen Wust hier doch den ein oder anderen hilfreichen Tipp für Dich.

Grüße
die Kopf-schüttelnde Kurly

Sid_Edwards
03.05.2007, 13:03
ja, dieses forum heißt vielleicht "endlich nichtraucher", aber ich persönlich habe es nicht so benannt.

ich bin durchaus stolz, dass ich seit 11 tagen nichtraucher bin. aber das bedeutet noch lange ich, dass ich nun andere bekehre. denn ich weiß dass bekehren nichts bringt wenn derjenige nicht bekehrt werden will.

wenn ich im moment im bekanntenkreis wegen dem nichtrauchen interviewt werde, gebe ich gerne auskunft. aber ich würde mir eher die zunge abbeißen bevor ich jemandem sagen würde "hör doch auch auf!".


Mach ich auch nciht.. aber noch mal wir sind hie rin einem Forum wo die leute aufhören wollen zu rauchen! Ja du hast es nciht so benannt aber du bist hier! Und das hoffentlich nciht um es umzubenennen.

Ich will garnciht streiten! Aber ich werde ja hier angemacht, wegen dem, wesewegen wir laut Forumstitel alle hier sein sollten!

Ich will auch gerne helfen! Ich sag ja sie soll das Positive daran sehen. Jedes mal wenn sie nocht raucht soll sie sich darüber freuen, das sie ihrem Kind nicht schadet.
Immer dieses Alptrraum gerede..d as Mutiviert niemanden. Mann muss es einfach tun. Und sich dann über jeden erfolg freuen. Weniger zu rauchen ist nicht das ende der sucht.

Ich denke Kyrly hatte recht. Setzte dich mal hin, mach dir gedanken über dich und dein Kind. Was du willst und was nicht.. dann schreib dir auf, was dir das rauchen wirklich gibt. Also was du wirklich davon hast! Ausser die Befriedigung der Nikotin sucht. Und dann triff einfach eine entscheidung. In dem Moment!



So und das interessiert mich Persönlich:


ich habe das rauchen nie als dumm empfunden, genauso wenig wie ich es als dumm empfinde hin und wieder einen über den durst zu trinken. (was ich im moment aus gleichem grund nicht mache.)


Sondern? Als was? Du tust etwas, was dir ncihts bringt rein garnichts. Was eine menge geld kostet, deine GEsundheit und die der anderen gefährdet.
Was ist es wenn nicht dumm?

Inaktiver User
04.05.2007, 10:22
Ich hab den Strang jetzt ein bisschen mitgelesen, weil ich Hilfe für eine Freundin gesucht habe.

@ alle: ich glaube nicht, dass Anais wissen wollte, was Rauchen für Folgen hat, weder für sie noch fürs Kind. Ich glaube das wissen ALLE raucher. Und die wenigsten lassen sich davon wirklich beeindrucken. Horrorbilder helfen da nicht wirklich beim Aufhören.
Hier ist eine Mutter, die Hilfe sucht, Anregungen wie sie das im Alltag umsetzen kann, weniger zu rauchen. Sie will keine Krankheitsgeschichten, sie schreibt ja, dass sie sich darüber informiert hat. Nur: sich sowas anzusehen oder zu lesen ist noch keine Hilfe, wie sie auch die letzten paar Zigaretten sein lassen kann.

Und jetzt seid lieb und vertragt euch wieder!

Bartleby
04.05.2007, 11:28
Hallo Anais,

erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!!!:blumengabe:

Ich finde es toll, dass du schon sehr weit gekommen bist, bei deinem Versuch, aufzuhören.
Du hast eingesehen, dass du süchtig bist.
Das ist - auch wenn es nicht so scheint - ein sehr wichtiger Schritt. Solange man sich einredet, das Rauchen selbst sei toll oder würde einem irgendetwas bringen, ist es schwieriger aufzuhören.

Was du also tust, wenn du deine 5-7 halben Zigaretten rauchst, ist die Befriedigung der noch vorhandenen Sucht.
Das Problem ist, dass das Nikotin nach dem Rauchen den Körper schnell wieder verlässt. Dann kommen die Entzugserscheinungen. Um diese loszuwerden, rauchst du (wenn es zu schlimm wird) eine deiner halben Zigaretten.
Dadurch wird das kleine Nikotin-Monster wieder mit seinem Suchtstoff gefüttert und erlangt neue Kraft.
Würdest du diese halben Kippen einfach weglassen, würde das Nikotinmonster immer schwächer werden und letztendlich "sterben". Durch das ständige "füttern" hältst du es am Leben und stärkst es.
Die halben Kippen bringen DIR überhaupt gar nichts (falls doch, klär mich bitte auf), sie helfen ausschließlich deinem Nikotinmonster bei seinem Kampf um's Überleben!!!

Fazit: BITTE NICHT FÜTTERN!!!! :smirksmile:

Gruß
Bartleby

Anais32
04.05.2007, 14:38
Sorry und Vorsicht, sehr lang geworden.

Liebe dastin, billchen, sylvana, mira-bella, zada, nugat, garance, xani, sid-edwards, kurly, dg_kruemel, bartleby....

Ich kann jetzt leider nicht auf jeden Beitrag eingehen, weil es einfach zu viele sind.
Ich hätte nicht gedacht, dass SO viele Resonanzen kommen. Natürlich ist mir klar, dass das ein brisantes Thema ist, wo die Emotionen schnell und stark hochkochen.

Generell ist es tatsächlich so, dass mir die positiven und mutmachenden Berichte sehr helfen, auch die, wo ich 'gelobt' wurde, dass ich überhaupt schon so stark reduziert habe. Das hat mich sehr animiert, es noch weiter runterzuschrauben bzw. wirklich ganz zu lassen. Die Berichte über die Folgen, Kathastrophenszenarien oder gar Vorhaltungen sind - wie schon von einigen Schreiberinnen gemutmaßt - schlichtweg überhaupt nicht hilfreich.

Dass irgendeine rauchende Schwangere hören will, dass das Rauchen doch nicht so schlimm ist und ein paar pro Tag doch nicht so wild sind, kann mir niemand ernsthaft erzählen, und mir persönlich schon gar nicht unterstellen. Das ist beleidigend, im besten Falle unwissend. Und von den Posterinnen, die sagen 'ist doch super, dass es jetzt wenigstens schon viel weniger Zigaretten sind' war das garantiert auch weder so gemeint, noch ist es hier so hier angekommen. Jeder Mensch weiß natürlich, dass keine Zigarette das beste ist.

Natürlich freue ich mich zu hören, dass es nicht jetzt schon unbedingt zu Schäden gekommen sein muss. Aber es ist für mich in KEINSTER WEISE ein Anreiz, weiterzurauchen. Ich suche keine Entschuldigung, weiterzurauchen, sondern Unterstützung beim Aufhören, wie schon im Eingangsposting geschrieben und gottseidank von einigen Posterinnen auch so erkannt.
Sonst, wie gesagt hätte ich gar nicht erst geschrieben - wieso sollte ich denn auch? Wenn ich weiterrauchen wollen würde und dafür Gründe bzw. keine Gründe dagegen suche, dann sage ich einfach gar nix, ignoriere das Ganze und gehe heimlich zum Rauchen in die Garage oder in den Wald. So einfach ist das doch.
Wer im Ernst glaubt, dass man in einem Internetforum schreibt 'Juchu, ich bin schwanger und rauche weiter, wer macht mit?' und auf ermunternde Antworten hofft, dem unterstellt man eine wahrhaft mindere Intelligenz. Oder besitzt selbst selbige. Eins von beidem.

Was die leichte Gifterei unter Ex-Rauchern anbetrifft :-) , das ist in der Tat ein Punkt, der mir etwas Sorge macht um ehrlich zu sein. Das vermittelt nämlich im Gegenteil exakt nicht das Bild eines glücklichen Ex-Rauchers sondern das Bild von Verzicht und bitterem Leben. Ich kenne 2 Ex-Raucher/innen, die wohl mit dem Willens-Prinzip aufgehört haben. Wenn die zu Besuch sind, bekommt man nur ständig giftige Blicke und spitze Bemerkungen (wie blöd man doch ist..'aber naja, wenn mans unbedingt braucht und dafür noch Geld bezahlen will..'), wenn jemand raucht. Aber nicht, weil sie der Rauch stört oder so, ich bin mir eigentlich absolut sicher, dass sie insgeheim einfach nur total neidisch sind und NICHTS lieber täten, als diese Zigarette nach dem Essen mitzurauchen und sie einem die nur mißgönnen. Beim besten Willen: SO eine verkniffene Ex-Raucherin möchte ich nicht werden!



Jedenfalls: vielen Dank für die vielen mutmachenden, aufmunternden Einträge! Der letzte Eintrag trifft es - neben vielen anderen wahren und sehr netten Beiträgen, die Ihr sagt - natürlich spot on: ich bin süchtig nach Nikotin und hole mir mit den paar Zügen pro Tag die Dosis ab, damit ich just keine Entzugserscheinungen habe bzw. sie lindere. Und bleibe damit in der Endlosschleife. Das trifft es genau. Und - wie jemand anders es so schön beschrieben hat: ich tue es genau so: mit Teufelchen auf der Schulter und leicht vor schlechtem Gewissen gehetztem Gesichtsausdruck.

Ich beschäftige mich ja nun schon seit 3 Wochen ununterbrochen (und zumindest 5-7 mal am Tag extrem) damit. Und habe heute beschlossen, es ganz zu lassen. Ich meine - das hört sich jetzt vielleicht total behämmert an. Aber heute hatte ich dann die 'Lösung' im Kopf: ich lasse es ganz einfach!

Erstens macht es mir so wirklich keinen Spaß (siehe oben - die ganze Zeit mit schlechtem Gewissen) und zweitens bringt es mir aus diesem Grund auch keinerlei Entspannung mehr. Drittens MUSS ich es doch irgendwann sowieso lassen - oder soll ich noch zwischendurch aus dem Kreißsaal laufen, um eine zu rauchen? (Typische Raucherrechnung: So eine Geburt kann ja schlappe 18 Stunden dauern. Spätestens alle 3 Stunden habe ich dann Schmacht. Wie soll das denn gehen? Mit Riesenbauch rausgehen zwischen den Wehen zum schmöken? *örks*). Viertens ist natürlich (sonst würde ich es wohl - ja, leider! - nicht machen) die Gesundheit des Babies der einzige und wichtigste Grund. Natürlich würde ich mir wahnsinnige Vorwürfe machen, wenn das Kind nicht gesund ist. Auch der Gedanke daran, dass das Baby nach der Geburt eventuell genau den Entzug mitmachen muss, vor dem ich mich gerade drücke bringt mich zu dem Gedanken, dass das schon eine ziemliche Sauerei von mir wäre. Ich schaffe den Entzug nicht, aber das Baby muss dann? Also nee.

Also entsorge ich jetzt - vor allem auch innerlich - alles und bereite mich innerlich darauf vor, dass vor allem die nächsten drei Tage mistig werden. Entzugserscheinungen hatte ich schon in den letzten paar Tagen z.B. wenn ich um 17.00 Uhr das letzte mal gezogen habe und dann um 00.00 nervös im Bett lag und mich 'unruhig' gefühlt habe. Na gut, da muss ich durch.

Nun frage ich mich nur noch, wie ich mir Pausen - z.B. während der Arbeit - gönne und sie genieße. Die Zigarette ist ja immer so eine Art 'Gongschlag' für die Pause=Entspannung zwischendurch gewesen. Was nehme ich denn jetzt? Ich habe auch den 'Nachteil', dass ich bei der Arbeit überall rauchen durfte, also zig tägliche Handlungen gewohnheitsmäßig mit der Zigaretten verbunden sind. Habt Ihr da Tips?

Und - wenn Ihr mir wirklich helfen wollt, dann sagt mir noch ein paar mal, dass der Schmacht irgendwann wirklich weniger wird und man sogar irgendwann froh sein kann, nicht mehr rauchen zu 'müssen'. Und dass ich trotzdem ruhig mal jammern darf hier, obwohl ich schwanger bin und damit ja eigentlich nur noch glücklich lächelnd durch die Gegend laufen dürfte. ;-)

So, ich gehe jetzt mit leicht angespannten Schultern auf den Nachmittag zu.

Lieben Gruß
Anais

Anais32
04.05.2007, 14:41
Und PS: Vielen Dank auch für die Glückwünsche zur Schwangerschaft!! :-)

Zada
04.05.2007, 16:47
Nun frage ich mich nur noch, wie ich mir Pausen - z.B. während der Arbeit - gönne und sie genieße. Die Zigarette ist ja immer so eine Art 'Gongschlag' für die Pause=Entspannung zwischendurch gewesen. Was nehme ich denn jetzt? Ich habe auch den 'Nachteil', dass ich bei der Arbeit überall rauchen durfte, also zig tägliche Handlungen gewohnheitsmäßig mit der Zigaretten verbunden sind. Habt Ihr da Tips?

Und - wenn Ihr mir wirklich helfen wollt, dann sagt mir noch ein paar mal, dass der Schmacht irgendwann wirklich weniger wird und man sogar irgendwann froh sein kann, nicht mehr rauchen zu 'müssen'. Und dass ich trotzdem ruhig mal jammern darf hier, obwohl ich schwanger bin und damit ja eigentlich nur noch glücklich lächelnd durch die Gegend laufen dürfte. ;-)
hi anais!

als erstes wünsche ich dir viel erfolg und drücke dir die daumen, dass du durchhälst.

wie ich schon geschrieben habe: die ersten 3 tage sind hart. danach geht es von tag zu tag besser. ich bin aktuell 12 tage und über 14 stunden rauchfrei.

am besten registrierst du dich bei rauchfrei-online.de - da wirst du jeden tag mit guten tipps versorgt und bekommst vorgerechnet, was du bereits gespart hast. :allesok:
nimm dir doch ein glas, beschrifte es mit "für's baby", stelle es an einen ort in deiner wohnung an dem du oft vorbeikommst und lege das täglich gesparte geld dort hinein. du siehst 1. wofür du es machst und 2. wirst du von dem gesparten geld bestimmt einen großteil der erstausstattung kaufen können!

tipps gegen die alten kippengewohnheiten...
* bewegung (also in der mittagspause z.b. ne runde an der frischen luft spazieren gehen)
* immer möhren, obst, kaugummis griffbereit haben
* viel wasser oder tee trinken
* die schmacht bewusst erleben - also sich bewusst dazu entscheiden nicht zu rauchen, sich vor augen führen warum man jetzt rauchen wollte und es einfach nicht tun :zwinker:

die schmacht wird weniger - aber bis sie verschwindet, dauert es bestimmt.
ich beneide immer noch jeden raucher, der genüßlich an seiner kippe zieht und gebe das auch offen zu. auf der anderen seite beneiden mich die raucher, dass ich jetzt schon 12 tage "trocken" bin. :smirksmile:

ich habe demletzt in unserer küche telefoniert und dachte mir "mensch, normalerweise hättest du jetzt das fenster geöffnet, dich davor gesetzt und 5-6 kippen durchgezogen!"
statt zu rauchen bin ich während des telefonates in der küche auf und ab gelaufen. ich habe das ganz bewusst gemacht und die kippen nicht wirklich vermisst.

wenn ich heute bei dingen denke "mensch, dabei hast du früher geraucht", dann versuche ich ganz bewusst das ganze mit einer anderen handlung zu verknüpfen und dies beizubehalten.
so habe ich z.b. meine morgen-rituale geändert. ist anfangs komisch, aber man kommt recht schnell rein.

ich hoffe, ich konnte etwas helfen!

ich drücke dir die daumen!

liebe grüße
zada

Inaktiver User
04.05.2007, 19:56
Anais: Klasse! Finde ich toll für euch und für euer Baby, dass du dich so entschieden hast :blumengabe:
(Ich hoffe du kannst deinen Mann auch überzeugen!)

Das habe ich gemeint, du musst es wirklich wollen.
Die meisten Raucher kennen doch diese halbherzigen Versuche :smirksmile:

Reduzieren hat auch mir nie! geklappt - erst habe ich weniger geraucht und dann umso mehr nachgeholt, also habe ich auch Nägel mit Köpfen gemacht.

Ganz wichtig fände ich : dein Partner soll mit aufhören! Es ist auch für ihn die Gelegenheit!
Es ist ja nicht so, dass nur das Baby davon profitiert - überlegt mal wie gut es eurer eigenen Gesundheit gut tut und auch dem Geldbeutel - und gemeinsam tut man sich leichter.
Also einen Tag bestimmen und loslegen.

Was ich dir noch sagen kann: ich habe immer sehr gerne geraucht! - aber es hat mir nicht gut getan. Ich leide so schon unter Migräne, als ich noch rauchte, hatte ich umso mehr und schlimmere Migräne.
Als ich aufhörte, habe ich noch am gleichen Tag sämtliche Vorhänge im Wohnzimmer abgenommen und sie gewaschen - selbst als Ex-Raucherin, die erst ein paar Tage nicht geraucht hat, habe ich es sehr genossen in eine Wohnung zu kommen, die nicht nach altem Rauch stank!
Schon nach einigen Tagen, hörte morgens früh dieser komische Hüstelreiz auf! echt schon nach einigen Tagen, hat mich total erstaunt.
Nach einigen Wochen fiel mir auf, dass es mir tatsächlich leichter fiel, einige Treppen hintereinander hochzulaufen - ich hatte mich vorher schon so daran gewöhnt, dass mir gar nicht auffiel, wieviel schlechter das bei mir war, als bei einem Nichtraucher - erst als ich aufgehört hatte, merkte ich den Unterschied und der war wirklich krass!
Man stinkt nicht mehr nach Rauch - weder die Klamotten, noch Haare, Haut oder aus dem Mund, denn es ist doch so (auch wenn manche es vehement abstreiten): egal wie oft man sich die Zähne putzt, Pfefferminz lutscht, Haare wäscht, jeden Tag frische Klamotten anzieht: man stinkt trotzdem nach Rauch.

Es ist klasse, einfach nicht mehr so eklig zu riechen, sondern endlich nur noch nach sich selbst und dem tollen Parfüm und nicht nach einer Mischung von kaltem Rauch und Parfüm ;-)

Und es ist toll zu wissen: ich war abhängig von diesem Mist, aber ich habe es geschafft damit aufzuhören - auch wenn es verdammt hart war.
Ich wollte mir selber etwas beweisen, vielleicht hilft dir das auch...ich weiß ja nicht wie stur du bist....sieh es als Wettstreit an, wer wird gewinnen, du oder die Zigaretten?

Wie Zada schon sagte, die ersten Tage sind verdammt hart, aber an jedem Tag den du geschafft hast, kannst du stolz auf dich sein und es wird dann immer ein kleines bisschen besser!

Was du mit den Pausen machen könntest...hmmm...ich weiß ja nicht wie lang die sind, auf jeden Fall so gut es geht ablenken.
Vielleicht könntest du sie zum Einkaufen nutzen, so das du was zu tun hast und nicht irgendwo rumsitzen musst - du solltest dich auf keinen Fall langweilen!

Du könntest in ein Buchgeschäft gehen und Babybücher angucken :freches grinsen:
Im ernst: ich fand es damals total interessant zu gucken, die Entwicklung des Babies anzugucken, wie sieht es im ersten, zweiten, dritten Monat aus usw. (bin allerdings auch mediz. interessiert)
Oder natürlich nach anderem Lesestoff gucken, hast ja sicher noch andere Hobbies ;)

Ach ja: ich bin übrigens sehr sehr froh, dass ich nicht mehr rauche . Ich würde auch NIE wieder anfangen und ich habe mich fast schon geärgert, dass ich nicht schon viel früher aufgehört habe.

Süchtig nach Nikotin waren alle Ex-Raucher mal, wir haben das geschafft und ich bin überzeugt, dass du - bzw. ihr! das auch schaffen werdet :blumengabe:

Xani
04.05.2007, 20:10
Die sache mit dem "Babysparen" ist doch klasse! Du müsstest ja täglich ungefähr 5 Euro in die Babydose legen können. Stell dir mal vor, 50 Euro in 10 Tagen! Stimmt: Pause-rauchen-Entspannung, das kenn ich auch. Versuch mal, dich umzuprogrammieren, z.B. Pause-Teetrinken oder Pause-in online Babyshops stöbern oder Pause-mit Freundin telefonieren. Ich hab immer angefangen zu stricken, als ich schwanger war, kleine Babyschuhe! Da hat man was in der Hand, es fühlt sich weich und schön an und macht Spaß, hab das kleine Strickzeug immer in der Tasche gehabt und mehrmals am Tag kurze Zeiten dran gearbeitet. Oder Tagebuchschreiben, deine Gedanken an das neue Leben (als Nichtraucherin ;-) ) mit Kind. Als erstes würde ich abschaffen, dass in der Wohnung oder am Arbeitsplatz geraucht werden darf. Das geht gut jetzt in der warmen Jahreszeit und wenn es wieder kälter wird haben sich längst alle dran gewöhnt.

Koureni
05.05.2007, 00:21
*Die Idee, immer nur die nächste Kippe nicht zu rauchen, hat mir enorm geholfen.*

Jetzt mal unabhängig von Schwangerschaft...

wenn ich immer die nächste Kippe nicht rauche, kann es ja nicht lange dauern, bis ich Nichtraucher bin!

:smirksmile:

Koureni
06.05.2007, 23:35
Nimms mir nicht übel, aber bei Dir wie bei morcheeba: wenn ich das Rauchen ganz einstelle, dann nicht dank, sondern trotz solcher Postings wie Eurer.

Naja, dann haben die beiden dir ja immerhin auf ihre Art weitergeholfen!


Ich bin ein erwachsener Mensch, der ein Suchtproblem hat.

Das hast du ja schon mal gut erkannt.


Ich muss mich deshalb in keinster Weise wie ein blödes kleines Kind behandeln lassen, das ist der Sache nun wirklich nicht dienlich.

Und nun?
Aufhören musst du trotzdem ganz alleine, ob du jetzt Alkoholiker, Raucher oder Junkie bist..ob du dir hier oder sonstwo Hilfe/Absolution holst.

DU musst die erste Zigarette des Tages nicht rauchen,
Das ist verdammt schwer, aber es ist machbar und es ist deine Entscheidung, was du deinem ungeborenen Kind zumutest.

Alles Gute.
:blumengabe:

AmalieStruve
07.05.2007, 00:54
Meine Freundin ist gerade in ähnlicher Lage, zieht noch ab und an mal mit , so nach dem Motto: Wolltest du dir nicht gerade jetzt eine anzünden? allerdings in sehr frühem Stadium, ihr Freund verzieht sich nun schon um drei Ecken, wenn er denn mal eine ansteckt.
Was sie sich ausgerechnet hat, finde ich eine gute Idee: Wenn sie nun doch nicht mehr raucht, spart sie doch eine Menge und könnte sich für zwei mal im Monat eine Putzhilfe leisten? Scheint mir als schwangere Berufstätige, die keinen Job ausübt, bei dem man sofort freigestellt wird bei Schwangerschaft(gibt es ja, z.B. Tischlerin wegen des Lärms)eine gute Idee und Motivation.
Übrigens ist mir bei meiner dritten, ungeplanten und unerwarteten Schwangerschaft das Aufhören besonders schwer gefallen.

Horus
07.05.2007, 16:46
Darf ich als Immer-Nichtraucherin, die aber einen kettenrauchenden Vater hatte (unterdessen ist er NR), auch was sagen?

Es gibt einen weiteren Motivationsgrund, ganz aufzuhören. Nicht "nur", um das Baby im Mutterleib nicht zu schädigen. Sondern auch, um ihm nach der Geburt ein rauchfreies Umfeld zu geben. Passivrauchen schadet - eine vollgequalmte Wohnung sollte man keinem Kind antun.
Könnte man sagen, man kann ja draussen rauchen.
Okay, ist besser als in der Wohnung. Aber auch wenn man draussen raucht, stinkt man - Klamotten, Haare, alles. Ich habe es gehasst - gehasst! - von meinem Vater in die Arme genommen oder geküsst zu werden, weil er immer schrecklich nach Rauch gestunken hat. Ich habe mich vor ihm geekelt.

Ich denke, du, Anais und dein Partner, ihr wollt beide, dass euer Kind es geniesst, geknuddelt, geküsst und umarmt zu werden, ihr wollt bestimmt beide nicht, dass euer Kind sich vor euch ekelt. Also hört mit dem Rauchen auf. Beide und für immer, nicht nur für die Dauer der Schwangerschaft.


Nun frage ich mich nur noch, wie ich mir Pausen - z.B. während der Arbeit - gönne und sie genieße. Die Zigarette ist ja immer so eine Art 'Gongschlag' für die Pause=Entspannung zwischendurch gewesen.

Bewusste Unterbrüche einschieben und sie mit etwas anderem füllen. Z.B. einmal Treppen hoch- und runtersteigen. Oder einen Gedichtband deines Lieblingsschriftstellers mitnehmen und dir bei den Minipausen in Ruhe ein Gedicht gönnen. Aufstehen, zum Wasserhahn gehen, ein grosses Glas füllen, in Ruhe leertrinken. Zurücklehnen, bewusst nach draussen schauen und, ohne etwas zu tun, bewusst wahrnehmen, was du draussen siehst, und dich dran freuen.

Inaktiver User
07.05.2007, 17:53
Hi, ich komme auch nicht mit der Moralkeule, sondern mit meiner eigenen Geschichte. Ich entstamme einer Raucherfamilie, beide Eltern qualmten pro Kopf 20-30 Kippen täglich, immer, im Auto, vor dem Frühstück, beim Frühstück...
Mit 13 fing ich auch an, hatte die beiden rauchmässig ganz schnell eingeholt bzw. überholt.
Wurde kurzatmig, hatte Herzprobleme, war zu dünn, schlechte Haut, fühlte mich nicht wohl. Meine Mutter starb einen schrecklichen Tod, als ich kurz über 20 war, Krebs - möglicherweise Folgen ihres starken Rauchens.

Mit 30 entschied ich mich, endlich aufzuhören.
Damals gab es noch keine Nikotinpflaster oder sonstige Hilfsmittel - ich war auf mich alleine gestellt. Ich bekam Kopfweh, zitterte etwas, konnte nicht schlafen und nur an eins denken: Rauchen!!

Was mir enorm geholfen hat: viel Wasser trinken, viel an die frische Luft gehen, bewegen, sich ablenken, sich beschäftigen.
Jeden Tag das Geld, was man an Zigaretten spart, in die Sparbüche werfen (ich konnte mir nach einem Jahr einen Urlaub leisten). Lieber eine Kleinigkeit futtern, als wieder zu rauchen - das Gewicht kriegst Du wieder in den Griff - und am Besten gleich ganz aufhören, statt stückchenweise.

Nach 3 Tagen war der Spuk vorbei! Kein Kopfweh mehr, kein Zittern - und ich konnte auch an was anderes denken als an Zigaretten. Es war viel leichter, als ich gedacht habe - wesentlich leichter. Ich fragte mich, warum ich nicht schon längst damit aufgehört hatte - all' das schöne Geld, das ich in die Luft gepustet hatte..

Mein Vater rauchte feste weiter; er glaubte nicht daran, es schaffen zu können. Dann hat er doch aufgehört - zu spät, als er mit 65 einen Schlaganfall bekam, der aus ihm einen hilflosen, schwerkranken, sprachgestörten depressiven alten Mann machte.
Mit 69 starb er, hing im letzten Lebensjahr noch an der Dialyse, konnte nicht mehr richtig sprechen, der rechte Arm war gelähmt.

Jetzt bin ich 48 - seit 18 Jahren rauchfrei; sportlich, gesund, fast idealgewichtig und heilfroh, daß ich es geschafft habe.

Was ich kann, das kannst Du auch!! Du hast einen wichtigen Grund, es zu schaffen.
Lass ' Dich von einem eventuellen Rückschlag nicht entmutigen.
Es gibt ganz viele Menschen, die es geschafft haben, ihrer Sucht lebwohl zu sagen - und wenn Du wirklich motiviert bist, kannst du bald dazu gehören.
Alles Gute wünscht Dir Ruby

Inaktiver User
08.05.2007, 17:26
Mich befremdet das kollektive Schmusing hier doch etwas...
Falsche Reihenfolge... Zumindest bei einer geplanten Schwangerschaft ist es doch angesagt, zuerst das Rauchen aufzuhören und dann schwanger zu werden... Zumal gerade die ersten Wochen ziemlich sensibel sind.
Und der Einwand, der Entzug schade mehr als das moderate Weiterrauchen - das war nicht haltbar und ist obsolet.
Und sieben halbe Zigaretten sind Selbstbetrug, da die Sauerstoffzufuhr bei nur einer Zigarette für Stunden eingeschränkt ist...
Ich halte es für selbstverständlich, ab dem Zeitpunkt des Wissens um die Schwangerschaft keine einzige Zigarette mehr anzuzünden. Aber offensichtlich stehe ich mit dieser Meinung alleine da...

Inaktiver User
08.05.2007, 19:09
ich halte es für selbstverständlich, eine Schwangere darin zu bestärken, weiterzumachen und sich das rauchen abzugewöhnen, als sie noch mehr niederzuschmettern, weil sie es bisher noch nicht geschafft hat.

Koureni
08.05.2007, 22:09
Aber offensichtlich stehe ich mit dieser Meinung alleine da...

Nein, keineswegs.
:smile:

Koureni
08.05.2007, 22:35
ich halte es für selbstverständlich, eine Schwangere darin zu bestärken, weiterzumachen und sich das rauchen abzugewöhnen, als sie noch mehr niederzuschmettern, weil sie es bisher noch nicht geschafft hat.

Wer macht denn so was?
:knatsch:


Ich beschäftige mich ja nun schon seit 3 Wochen ununterbrochen (und zumindest 5-7 mal am Tag extrem) damit. Und habe heute beschlossen, es ganz zu lassen. Ich meine - das hört sich jetzt vielleicht total behämmert an. Aber heute hatte ich dann die 'Lösung' im Kopf: ich lasse es ganz einfach!

KLASSE! :smile:
:blume: :blume: :blume:

Inaktiver User
09.05.2007, 10:39
Wo wurde Anais denn hier "niedergeschmettert? Die Reaktionen sind alle sehr moderat angesichts der Situation. Es hat sie niemand beschimpft- Meinungen wurden geäußert. Und meine als einzige kontrovers. Ich glaube, Anais kann das aushalten.

Inaktiver User
09.05.2007, 16:49
[
Ich halte es für selbstverständlich, ab dem Zeitpunkt des Wissens um die Schwangerschaft keine einzige Zigarette mehr anzuzünden. .......


Dann hast Du noch nie was von Sucht gehört.
Sucht ist stärker als Vernunft. Die Moralkeule rauszuholen und an das schlechte Gewissen zu appellieren bewirkt beim Nikotinsüchtigen in erster Linie eins: Sich erst mal eine anzünden, um das zu verdauen...

Hier geht es nicht um Schmusekurs, sondern darum ihr zu helfen, nicht mehr zu rauchen. Da kann etwas Verständnis und das Wissen, das andere es auch geschafft haben, mehr ausrichten als Empörung, Schimpfen und erhobener Zeigefinger.

Inaktiver User
09.05.2007, 17:58
Euch ist aber schon bewusst, wie absurd Ihr zum Teil argumentiert?!

LG Morcheeba

micro0304
10.05.2007, 12:26
Hallo Anais32,

erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und Glückwunsch zum Entschluss mit dem Rauchen aufzuhören. Grund dafür sollte neben Deinem Krümel im Bauch auch Deine eigene Gesundheit sein und zwar nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch für danach. Das gilt eigentlich auch für Deinen Partner, denn Ihr habt bald Verantwortung (Du hast die jetzt schon). Es gibt nix schlimmeres als ein Kleinkind, was stolz mit Stiften oder im schlimmsten Fall echten Kippen demonstriert, dass es "auch schon rauchen kann", in dem es an nem Stift zieht und in die Luft pustet. Denn dann ist Euer Rauchen für Eurer Kind etwas ganz Natürliches und Ihr seid Schuld. Davon abgesehen, ist der Nikotinspiegel eines Kindes, was in einem Raucherhaushalt aufwächst, so als würde es selber 1-2 Zigaretten am Tag rauchen. Aber das sind alles Dinge die Du weißt. Wie Du selber sagst: Das hat einen früher vom rauchen nicht abgehalten. Mich übrigens auch nicht.

Ich bin jetzt seit 66 Tagen ohne Zigarette unterwegs, dank eigenem Willen und rauchrei-online.de.

Viele haben hier schon viele Tipps gegeben, deswegen nur ein paar wenige von mir. Wenn das Sofortaufhören bei Dir nicht funktioniert, dann wichtig: Gewohnheiten trennen. Heißt, bisher gehörte z.B. für Dich zum Kaffee immer eine Zigarette oder in der Werbepause beim Film oder direkt nach dem Essen. Um Dich ans Nichtrauchen zu gewöhnen, trennst Du jetzt diese Gewohnheiten auf. Heißt z.B. zum Kaffee gibts keine Zigarette mehr - entweder Kaffee oder Zigarette. Direkt nach dem Essen wird nicht mehr geraucht, sondern mind. erst eine halbe Stunde später. Somit lernst Du typische Situationen ohne Zigarette zu erleben und lernst, mit den Schmachtattacken umzugehen.

Schreib Dir selber Mahnungen- oder Motivations-Post-it, kleister Deinen Spiegel im Bad oder Flur damit zu oder wo immer Du magst. Das was andere sagen hat nie soviel Wirkung wie das was Du Dir selber sagst.

Und letztendlich für die erste Zeit. An den Plätzen wo Du rauchst ne Menge Rohkost platzieren - Kohlrabi und Möhrchen kann ich da empfehlen. Die Mund- und Handbeschäftigung ist in der ersten Zeit der Abstinenz enorm wichtig.

Und zum Schluss noch eins: Du hast 21 Jahre geraucht, kennst viele Situationen und Aktionen nur in Verbindung mit Kippen. Das alles jetzt ohne diese Dinger - das braucht vorallem eins: Übung. Du musst es schlicht und ergreifend auch wieder lernen, den Alltag ohne Zigaretten zu gestalten. Dass das schwer ist merkt man spätestens beim Aufhören. Das jahrelange Verhalten komplett zu ändern ist in den ersten Tagen enorm anstrengend. Nicht vom körperlichen her, das merkt man nach 1-2 Tagen kaum, aber eben von all den kleinen Situationen und Gewohnheiten her.

Und nicht zuletzt ist das Rauchen ganz klar eine Sucht und nur Du kannst diese Sucht beenden.

Viel Glück
micro0304

micro0304
10.05.2007, 12:33
@Anais32

PS: Und was die Arbeitspausen angeht (war auch eine meiner großen Sorgen): Verbiete sie Dir nicht. Auch wenns doof aussieht. Geh mit Deiner Rohkostschale mit in den Raucherraum. Du wirst schnell merken. Nach einer gewissen Zeit brauchst Du diese Art der Pause gar nicht mehr. Denn auch das Arbeiten ohne 5 min. Pause pro Stunde muss man wieder lernen, so blöd das klingt.

micro0304

Inaktiver User
18.07.2007, 17:35
Liebe Anais, nicht sauer werden, ich will nur dir (und deinem Kind) helfen.

Meine Mutter hat die ersten drei Schwangerschaftsmonate weitergeraucht, und ich bin davon geschädigt.
Auch wenn auf den ersten blick nichts habe - mein Immunsystem funktioniert einfach nur mangelhaft.
Neurodermitis, Asthma, andere Allergien, schlechte Nierenfunktion, anfällig für jede Art von Krankheiten.
Ohne Medikamente kann ich die hälfte des Jahres das Haus nicht verlassen.

Bei einer Frau, die ich nur flüchtig aus der uni kenne, hat das (Ketten)rauchen ihrer Muter wachstumsstörungen verursacht:
sie misst 1,36.

Sag dir mindestens 100 mal am Tag, dass jeder Zug für dein Kind einen Tag bedeutet, den es Krank im Bett liegt.