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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : aergert ihr euch auch ueber den ihk-beitrag?



Annchristine
26.04.2007, 11:13
hallo,

gerade kam wieder die jaehrliche zwangs-rechnung ins haus geflattert.

ich habe seit 18 jahren eine gmbh und habe mal gerade ausgerechnet, wieviel ich der bande schon in den rachen geschmissen habe. das waere ein netter urlaub gewesen . . .

ich weiss, dass widerstand zwecklos ist. aber ich musste jetzt einfach mal meinem aerger luft machen!

Michou
26.04.2007, 11:50
An diese Dinge kann ich mich noch gut erinnern: Ich hatte ein Kosmetikstudio und musste statt der IHK an die Gewerbekammer zahlen (musste ich der IHK allerdings jedes Jahr wieder und wieder beweisen).
Was mich dabei besonders geärgert hat: diese Vereinigung hat ihr möglichstes getan, um die bestehende Struktur meines damaligen Berufes komplett zu zerstören (entschuldigung, aber Kosmetikerin lernen in Berufsschule und in einer Parfümerie, die meist nicht mal eine Kabine hat? Massieren hat da noch keine anständig gelernt... egal.) - in den von ihnen einberufenen Gremien durfte keine einzig Kosmetikerin sitzen, aber bezahlen durften wir das voll. Keine Anerkennung meines Berufes, aber melken ist ok!

Inaktiver User
26.04.2007, 11:50
Jaja, die IHK - ich bin nebenberuflich tätig und muss keinen Beitrag zahlen, weil ich zuwenig verdiene.
Das habe ich aber auch erst herausgefunden, nachdem ich viel Papier gelesen habe.
Ein Freund von mir, mit Firma, schimpft auch über die. Angeblich zahlt man ja seine Beiträge, weil sie einen in Notfällen beraten sollen, wie z.B. Verschuldung. Da kommt aber nur Luft. Statt dessen segelt immer dieses blödsinnige Magazin in den Briefkasten, das kein Mensch braucht. Das habe ich aber abbestellt.
Irgendwo hat die Sache vielleicht aber auch ein Gutes, auch wenn man es nicht sofort entdeckt...
lg, Ehrenpreis

Inaktiver User
26.04.2007, 12:00
Annchristine:

Wie wahr! Ich habe noch nie, wirklich NIE von der IHK in irgendeiner Form profitiert, aber zahlen durfte ich schon eine Menge, ob ich nun will oder nicht. Richtig finde ich das nicht.

Grüssle
Seawasp

Annchristine
26.04.2007, 13:28
>Irgendwo hat die Sache vielleicht aber auch ein Gutes, auch wenn
>man es nicht sofort entdeckt...

hihi.

bis jetzt aerger ich mich nur ueber dieses langweilige altpapier namens ihk-magagzin . . . ansonsten hat mir dieser laden noch nie zu meinem glueck gefehlt.

der ihk-bau, der in meiner heimatstadt steht, ist wirklich architektonisch vom feinsten. da hat man wohl an nichts gespart . .

wenn einer eine geschaeftsidee hat, wo man staatlich abgesegnet rechnungen schreiben darf, die kohle zu 100% eintreiben kann und dem kunden nichts, aber auch garnix liefern muss ausser ner miesen langweiligen zeitung bitte bei mir melden! da werde ich dann teilhaber . .

obwohl, da ist ja dann nochmal ein ihk-beitrag faellig *grumpf*

Hedwiga
29.04.2007, 08:50
Hallo,

selbständig bin ich nicht, aber (noch) in einem Kleinstunternehmen direkt dem Geschäftsführer unterstellt. Es gab grob überschlagen mindestens zweimal im Jahr irgend einen speziellen Rechtsfall, den wir nicht an den Anwalt geben wollten (hätte zu viel gekostet). Zum Beispiel Angelegenheiten mit Handelsvertretern, ausländischen Händlern etc. Dann habe ich zum Hörer gegriffen und bekam umfassende Beratung, musste nicht mal hinfahren und hatte alles, was man zum Thema beachten muss, sofort zum Mitschreiben. Nicht selten war es so, dass man mir zusätzliche Gesetzestexte per Fax anbot oder Übersichten. Also wirklich ein toller Service und die Experten dort leben nicht nur von Luft und Liebe allein.

Die tollen Gebäude sind natürlich nicht nur von den Gebühren der Kleinen gebaut, sondern v. a. von denen der Großen (bemisst sich nach dem Gewinn, wenn ich mich richtig erinnere).

Außerdem müssen auch kleine Unternehmen hin und wieder qualifizierte Arbeitskräfte einstellen. Den Nachweis ihrer (guten) Qualifikation haben sie woher? Ach ja, die IHK hält die Prüfungen ab. Auch das ist nicht umsonst zu bewerkstelligen.

Meine IHK hält jeden Quartal einen Beratungsabend für angehende Selbständige, wo alle sowohl rechtliche als auch finanziellen und steuerlichen Aspekte angesprochen werden, ab, mit anschließender Fragerunde. Die drei Herren sind Fachmänner auf ihrem Gebiet. Was meint ihr, was ein Steuerberater oder Rechtsanwalt für einen Stundensatz hat?

Wer den Service nicht nutzt ist selber schuld. Ich und mein AG finden, dass die Gebühren berechtigt sind.

Grüßle

H.

Inaktiver User
30.04.2007, 08:29
Welch nettes Thema habe ich da am Morgen entdeckt. :heul: IHK, das Schimpfwort der Woche. :freches grinsen:
Ich zahle jährlich einen Superurlaubsplatz an diese Kostgänger. Aber ich zahle immer erst im darauf folgenden Jahr. Ich zahle grundsätzlich nicht im Voraus. Jährlich flattert die Rechnung im Januar ins Haus und ich schicke diese Rechnung mit dem Verweiß darauf zurück, dass ich als Unternehmer grundsätzlich erst leisten muss bevor ich einen Vergütungsanspruch habe und die IHK doch Verständnis dafür haben möge, dass ich erst am Jahresende zahle, im Falle des Unverständnisses stelle ich denen frei Insolvenz für mein Unternehmen anzumelden. Sie hüllen sich in Stillschweigen und das werte ich als Verständnis. :freches grinsen:
V.G.

Inaktiver User
30.04.2007, 08:34
Hallo,

selbständig bin ich nicht, aber (noch) in einem Kleinstunternehmen direkt dem Geschäftsführer unterstellt. Es gab grob überschlagen mindestens zweimal im Jahr irgend einen speziellen Rechtsfall, den wir nicht an den Anwalt geben wollten (hätte zu viel gekostet). Zum Beispiel Angelegenheiten mit Handelsvertretern, ausländischen Händlern etc. Dann habe ich zum Hörer gegriffen und bekam umfassende Beratung, musste nicht mal hinfahren und hatte alles, was man zum Thema beachten muss, sofort zum Mitschreiben. Nicht selten war es so, dass man mir zusätzliche Gesetzestexte per Fax anbot oder Übersichten. Also wirklich ein toller Service und die Experten dort leben nicht nur von Luft und Liebe allein.

Die tollen Gebäude sind natürlich nicht nur von den Gebühren der Kleinen gebaut, sondern v. a. von denen der Großen (bemisst sich nach dem Gewinn, wenn ich mich richtig erinnere).

Außerdem müssen auch kleine Unternehmen hin und wieder qualifizierte Arbeitskräfte einstellen. Den Nachweis ihrer (guten) Qualifikation haben sie woher? Ach ja, die IHK hält die Prüfungen ab. Auch das ist nicht umsonst zu bewerkstelligen.

Meine IHK hält jeden Quartal einen Beratungsabend für angehende Selbständige, wo alle sowohl rechtliche als auch finanziellen und steuerlichen Aspekte angesprochen werden, ab, mit anschließender Fragerunde. Die drei Herren sind Fachmänner auf ihrem Gebiet. Was meint ihr, was ein Steuerberater oder Rechtsanwalt für einen Stundensatz hat?

Wer den Service nicht nutzt ist selber schuld. Ich und mein AG finden, dass die Gebühren berechtigt sind.

Grüßle

H.In welchem Land lebst du? Ich habe zweimal Anlauf genommen um da eine Hilfe zu bekommen, dumpfes Geschwätz, mehr war es nicht.

Was die Qualifikationen der IHKL angehen, das war mal vor vielen Jahren das ein Abschluss etwas wert war, mittlerweile hat die JHK das Niveau von diesen Weiterbildungsinstituten vom ehemaligen Arbeitsamt erreicht.
Es haben sich Betriebswirte und Bürokauffrauen von der IHK bei mir beworben und beherrschten durchweg nicht die einfachsten kaufmännischen Grundrechnungen. (Kalkulation, Zinsrechnungen usw.)
V.G.

Inaktiver User
30.04.2007, 09:13
Ja,

ganz so rosig wie Hedwiga kann ich das auch nicht sehen. Hilfe, Unterstützung? Ach?! Wo? Wann?! Von wem?

Weiterbildungen? Sicher - wenn ich zahle.

Im Gegenzug zu ihren jährlichen Rechnungen und ihre Nonperformance in Sachen Unterstützung hätte die IHK gern mein Know How angezapft - dies dann allerdings unentgeltlich, denn es ist ja für die gute Sache "Ausbildung".

Meine Grossmutter hatte für ein solches System die bezeichnende Beschreibung: Die sind vom Stamme Nimm.

Und genau so ist es.

Grüssle
Seawasp

Hedwiga
01.05.2007, 11:04
Also liebe Mitschreiberinnen,

die Tatsache, dass ihr anderer Meinung seid, kann ich akzeptieren. Ich habe keinen von euch deshalb in herablassendem Ton gefragt, auf welcher Seite des Mondes ihr beheimatet seid. Das tue ich deshalb nicht, weil ich grundsätzlich auf respektvollen Umgang mit meinen Mitmenschen bedacht bin. Meinungsfreiheit ist die Freiheit der Andersdenkenden.

Gleichwohl schmälert eure Unzufriedenheit nicht die guten Erfahrungen, die wir mit der IHK gemacht haben.

Und noch was: Auch unter Bürokaufleuten gibt es gute und weniger gute. Ich habe eben díesen Beruf erlernt, und ich weiß wovon ich spreche. Ich und eine weitere june Dame meines Jahrgangs hatten eine 1,0 im Zeugnis stehen, die Noten der restlichen Berufsanfänger besetzten die volle Bandbreite bis zum Limit überm "Durchgefallen". Es ist aber so, dass für gewisse Tätigkeiten keine Zwei im Zeugnis nötig ist - sprich Anforderung UND Gehalt sind entsprechend niedriger. Es bleibt selbstverständlich dem Unternehmer überlassen, bei der Besetzung einer offenen Stelle jene Fähigkeiten zu definieren, welche die Spreu vom Weizen trennen. Warum sollte auch jemand, der eine Drei im Zeugnis hat, nicht Sachbearbeiterin im Wareneingang sein können? Dass sich viele dafür bewerben, die die verlangten Anforderungen nicht mitbringen, dafür kann die IHK nichts.

Grüßle

H.

Inaktiver User
01.05.2007, 11:20
Hedwiga,

Noten (und gar IHK - Noten) sagen gar nichts über die Praxiskompetenz.

Eine Firma, die verfährt wie Euer Unternehmen, muss sich nicht wundern, wenn einiges schief läuft, wenn sie sich auf so eingeschränkte Parameter stützt. Ich würde einen Unternehmer, der mir ein geringeres Gehalt anbietet, weil irgendwo eine Note in meinen Uralt - Zeugnissen schwächer ist als bei einer Mitbewerberin, auslachen und einen guten Tag wünschen.

Grüssle
Seawasp

Hedwiga
04.05.2007, 08:42
Hallo seawasp,

1 Lachen ist gesund, solange es einem nicht im Halse stecken bleibt. Ich wünsche Dir ein fröhliches Lachen, ein unbeschwertes und dass Du selten davon Gebrauch machen musst, jemand auszulachen.

2. Woher willst Du wissen, wie in meinem Unternehmen verfahren wird? Bei genauer Überlegung kommt man nämlich drauf, dass das Zeugnis der Berufsausbildung alleine nur relevant ist bei der Einstellung (oder Nichteinstellung) von Berufsanfängern.

Ich werde in diesem Thread nicht mehr posten, das wird mir jetzt zu dumm. Die Eingangsfrage war eine andere und dazu habe ich meine und die Sichtweise meines AG dargestellt. Dass nun Unterstellungen angebracht bzw. in Unkenntnis der komplexen Sachlage Satzteile herausgerissen und einzeln bewertet werden, ermöglicht nur eine einseitige Betrachtungsweise. Werde in Zukunft nur noch auf Threads antworten, wo eine Diskussion erwünscht ist. Mir schien anfangs, dies sei auch hier der Fall. Verzeiht bitte meine Fehleinschätzung. Ich wünsche den Gleichgesinnten weiterhin regen Austausch.

Grüßle und ein heiteres Wochenende wünscht

Hedwiga

Inaktiver User
04.05.2007, 09:17
Hedwiga,

die IHK wollte nicht ohne Grund, dass ich mich dort im Bereich Ausbildung einbringe. Ich verstehe ein bisschen was von Personalauswahl und kann aufgrund meiner Erfahrung festhalten, dass Zeugnisnoten und andere Abschlüsse bezüglich der erzielten Noten nur eine begrenzte Aussagekraft haben.

Ein Arbeitgeber, der zu stark auf Noten schaut, setzt, wenn er nicht gleichzeitig noch ANDERE Parameter formuliert, die ebenfalls in die Betrachtungen einbezogen werden, einen viel zu groben Filter, auch bei Berufsanfängern.

Aber Du hast Recht, darum geht es hier nicht.

Noch ein Tipp - in einem Forum wie diesem wird es immer Kontroversen, dumme Sprüche, persönliche Fehden geben, wie in jeder anderen Gruppe von Menschen auch. Wenn Du dann immer gleich wutentbrannt oder beleidigt eine Diskussion verlässt, wirst Du hier keine Freude haben.

Allen ein schönes WE.

Grüssle
Seawasp