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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Weniger E.-Steuer Abzüge für Frauen?



Hofnarr
24.04.2007, 21:19
In einem Gastkommentar der FTD stellen die Ökonomen Alberto Alesina und Andrea Ichino eine interessante These auf:

http://www.ftd.de/meinung/kommentare/190713.html?p=1

Sie fordern, den Einkommenssteuersatz für Frauen zu senken und im Gegenzug den für Männer zu erhöhen, um einen monetären Anreiz für eine Umverteilung der Erwerbsarbeit in einer Mann-Frau Beziehung zu schaffen.

Ziel ist es dabei, die Erwerbsquote von Frauen auf 100% der Männer zu heben, was ein signifikanter Beitrag zur Gleichwertigkeit der Geschlechter in einem ökonomischen Kontext wäre (und am Ende geht es doch immer wieder nur ums Geld :smirksmile: )

Hier die vollständige Arbeit der beiden: http://www2.dse.unibo.it/ichino/taxgen12.pdf

Ist das ein brauchbarer Ansatz? Wäre das ein Anreiz für Paare die Erwerbsarbeit neu aufzuteilen (idealerweise 50:50) Oder würde das die Löhne und Gehälter der Frauen unter Druck setzen (Arbeitsmarkt reduziert Gehaltslevel um die Steuerdifferenz) und am Ende wäre es ein Verlustgeschäft für Paare?

Was meint Ihr?

:krone auf:

Max
24.04.2007, 22:09
mit Steuern und solchen Dingen kenne ich mich nicht so besonders gut aus...von daher möchte ich mich mit einer Einschätzung zurückhalten. Das überlasse ich mal lieber den Fachleuten hier...

aber mal so aus dem Bauch heraus...

...Oder würde das die Löhne und Gehälter der Frauen unter Druck setzen (Arbeitsmarkt reduziert Gehaltslevel um die Steuerdifferenz) befürchte ich eher das die Löhne und Gehälter der Männer unter Druck geraten könnten...

>>Eine niedrigere Besteuerung von Frauen würde ihren Vorsteuerlohn senken und ihren Nachsteuerlohn verbessern, wodurch es relativ gesehen günstiger für einen Arbeitgeber wäre,

hmm...ob das ein richtiger Weg wäre...

Vyras
24.04.2007, 22:28
Sie fordern, den Einkommenssteuersatz für Frauen zu senken und im Gegenzug den für Männer zu erhöhen, um einen monetären Anreiz für eine Umverteilung der Erwerbsarbeit in einer Mann-Frau Beziehung zu schaffen.

[...]

Was meint Ihr?
Ich halte nichts davon eine Ungerechtigkeit durch eine entgegengesetzte Ungerechtigkeit auszugleichen. Und nichts anderes ist das.

Positive Diskriminierung ist keinen Deut besser als jede andere Diskriminierung.

Inaktiver User
25.04.2007, 00:03
:unterwerf: die sollen das ehegattensplitting abschaffen, so dass in paarbeziehungen männer und frauen überhaupt mal gleiche steuern zahlen.

Inaktiver User
25.04.2007, 05:54
:unterwerf: die sollen das ehegattensplitting abschaffen, so dass in paarbeziehungen männer und frauen überhaupt mal gleiche steuern zahlen.

Dann wären wir endlich wieder da, wo wir in der Weimarer Republik bereits einmal waren und könnten dafür sorgen, dass durch die getrennte Besteuerung mehr auf den Lohnzetteln zu sehen ist.

Bisher haben viele Ehefrauen den Eindruck, dass sie wenig verdienen, weil sie bei Steuerklasse V kaum etwas über behalten. Wenn sie dann noch wie hier in der Bricom auch oft formuliert von ihrem Gehalt die Kitakosten abgehen, bleibt häufig von einem eigentlich nicht so schlechten Gehalt ein Einkommen von wenigen hundert Euro.

Dass sie freiwillig ihren eigenen Freibetrag zuvor auf den Mann, der nun zwei für seine Abrechnung angeben kann, abgetreten haben, scheint vielen nicht aufzugehen.

Seltsam, wie ich finde.

Vyras
25.04.2007, 08:57
Bisher haben viele Ehefrauen den Eindruck, dass sie wenig verdienen, weil sie bei Steuerklasse V kaum etwas über behalten.
Ist ja auch so. Wenn ihr Mann deutlich besser verdient, wird sie in einen relativ hohen Steuersatz reingehoben. Und der Mann fühlt sich höher besteuert sobald seine Frau (wieder) anfängt zu arbeiten.



Dass sie freiwillig ihren eigenen Freibetrag zuvor auf den Mann, der nun zwei für seine Abrechnung angeben kann, abgetreten haben, scheint vielen nicht aufzugehen.

Seltsam, wie ich finde.
Das Ehegattensplitting bestraft die, die eine gleichberechtigte Partnerschaft leben und belohnt die, die die Hausfrauenehe leben.

Da werden die Männer durch Steueranreize in die Hausfrauenehe gelockt und nach der Scheidung werden sie abgezockt.

Hofnarr
25.04.2007, 08:58
Dass sie freiwillig ihren eigenen Freibetrag zuvor auf den Mann, der nun zwei für seine Abrechnung angeben kann, abgetreten haben, scheint vielen nicht aufzugehen.

Seltsam, wie ich finde.

Ich stimme Dir und Katsi zu.

Die Steuerklassenlösung von heute zielt viel zu sehr auf das anachronistische Modell "Männlicher Hauptverdiener, Ehehausfrau verdient sich ein paar Euro dazu" ab.

Zeit, das sich hier was bewegt...

:krone auf:

P.S: Vita, 5:54 Uhr am Rechner :wie?: Das ist hart...

Max
25.04.2007, 09:04
Das Ehegattensplitting bestraft die, die eine gleichberechtigte Partnerschaft leben und belohnt die, die die Hausfrauenehe leben.ich persönlich finde es viel ungerechter das geschiedene Eltern steuerlich mit kinderlosen gleichgesetzt werden.

das gleicht auch ein hälftiger Freibetrag (oder wahlweise Kindergeld) nicht unbedingt aus...

Inaktiver User
25.04.2007, 09:11
Ich habe in mühevoller Kleinarbeit meinem Mann vorgerechnet, was ich wirklich netto verdienen würde, wenn ich Steuerklasse IV hätte.

Ich zahle derzeit über 30 % Steuern, mein Mann ca. 20.

Es ist ganz wichtig, sich dies bewusst zu machen und in die gemeinsame Haushaltsführung mit einfließen zu lassen.

Inaktiver User
25.04.2007, 09:18
P.S: Vita, 5:54 Uhr am Rechner :wie?: Das ist hart...

Seh ich auch so, aber ich musste vor dem Aufstehen noch bügeln und hab dabei etwas den Morgen genossen... :Sonne:

Inaktiver User
25.04.2007, 09:19
Es ist ganz wichtig, sich dies bewusst zu machen und in die gemeinsame Haushaltsführung mit einfließen zu lassen.

Was meinst Du damit?

Inaktiver User
25.04.2007, 09:25
Nun ja, einen finanziellen Ausgleich zu schaffen.

Ab und an haben wir eine Steuerrückerstattung bekommen. Die durfte ich dann verprassen!

Inaktiver User
25.04.2007, 09:28
Nun ja, einen finanziellen Ausgleich zu schaffen.

Ab und an haben wir eine Steuerrückerstattung bekommen. Die durfte ich dann verprassen!

Wofür? Dafür dass die Wohnung geputz wird und der Kühlschrank gefüllt ist? Sorry, aber das lässt mich ein wenig staunen.

Inaktiver User
25.04.2007, 09:36
Wofür? Dafür dass die Wohnung geputz wird und der Kühlschrank gefüllt ist? Sorry, aber das lässt mich ein wenig staunen.

Oh nein, da hast du mich völlig missverstanden:lachen:

Hab jetzt leider keine Zeit , melde mich später nochmal

Inaktiver User
25.04.2007, 11:31
Die Wahl der Steuerklasse hat zwar keinerlei Einfluss auf die Steuerlast insgesamt, aber auf die Höhe der Vorauszahlung, so dass faktisch viele Frauen verhältnismäßig mehr Steuern zahlen als sie in einer anderen Steuerklasse müssten.

Das sollte eben jedem Ehepaar bewusst sein.

zum Ausgangsbeitrag: Interessanter Ansatz, wird jedoch graue Theorie bleiben.

Inaktiver User
25.04.2007, 11:57
Die Wahl der Steuerklasse hat zwar keinerlei Einfluss auf die Steuerlast insgesamt
meines wissens hat die wahl der steuerklasse entscheidenden einfluss auf die höhe der gesamten steuerlast.

Inaktiver User
25.04.2007, 12:07
meines wissens hat die wahl der steuerklasse entscheidenden einfluss auf die höhe der gesamten steuerlast.
Tröste Dich, Du bist nicht die Einzige, die das Prinzip des Ehegattensplittings einfach nicht versteht.

Inaktiver User
25.04.2007, 12:16
Tröste Dich, Du bist nicht die Einzige, die das Prinzip des Ehegattensplittings einfach nicht versteht.

Ehegattensplitting und Steuerklassenwahl sind aber auch nicht dasselbe..:smirksmile:

Inaktiver User
25.04.2007, 12:29
Ehegattensplitting und Steuerklassenwahl sind aber auch nicht dasselbe..:smirksmile:

Hm ... aus welchen Gründen macht 3/5 gegenüber 4/4 denn noch Sinn, ausser des Splittings wegen und der Tatsache, daß man dem Staat nicht unnötig Geld leihen will, weil er keine Zinsen zahlt ?

Inaktiver User
25.04.2007, 12:36
Hm ... aus welchen Gründen macht 3/5 gegenüber 4/4 denn noch Sinn, ausser des Splittings wegen und der Tatsache, daß man dem Staat nicht unnötig Geld leihen will, weil er keine Zinsen zahlt ?

Aus psychologischen Gründen. Damit wird selbst bei gleichem Bruttogehalt der Mann zum Familienernährer und die Frau zur finanziell unterlegenen. Für mache ist das ein nicht unwichtiger Punkt.

Inaktiver User
25.04.2007, 12:42
Aus psychologischen Gründen. Damit wird selbst bei gleichem Bruttogehalt der Mann zum Familienernährer und die Frau zur finanziell unterlegenen. Für mache ist das ein nicht unwichtiger Punkt.

Meinst du wirklich, dass deshalb -bei gleichem zu versteuerndem Einkommen - manche diese Steuerklassenkombination wählen?

Inaktiver User
25.04.2007, 12:44
Hm ... aus welchen Gründen macht 3/5 gegenüber 4/4 denn noch Sinn, ausser des Splittings wegen und der Tatsache, daß man dem Staat nicht unnötig Geld leihen will, weil er keine Zinsen zahlt ?

Da mag es eine Verzahnung geben. Dennoch hat das Prinzip des Ehegattensplittings mit der Steuerklasse nichts zu tun. Der Vorteil des Ehegattensplittings ist nur umso größer, je stärker die Einkommensdifferenz ausfällt.

Inaktiver User
25.04.2007, 12:49
Da mag es eine Verzahnung geben. Dennoch hat das Prinzip des Ehegattensplittings mit der Steuerklasse nichts zu tun. Der Vorteil des Ehegattensplittings ist nur umso größer, je stärker die Einkommensdifferenz ausfällt.
Nein, sag' ich doch. Die Wahl der Steuerklasse hat nur einen Effekt, nämlich auf die Frage, wieviel Du dem Staat im Laufe eines Jahres zinslos leihst.

Ist der Einkommensunterschied groß, leihst Du mit 3/5 weniger, ist er klein, mit 4/4.

Das ist so des Ehegattensplittings wegen - also wegen der Umsetzung der Forderung, daß Familien mit gleichem Familieneinkommen gleich besteuert werden müssen, unabhängig von der familieninternen Arbeitsaufteilung, durch die das Familieneinkommen erwirtschaftet wird.

Inaktiver User
25.04.2007, 12:53
Aus psychologischen Gründen. Damit wird selbst bei gleichem Bruttogehalt der Mann zum Familienernährer und die Frau zur finanziell unterlegenen. Für mache ist das ein nicht unwichtiger Punkt.
Kein Mensch zwingt doch eine Frau, Steuerklasse III zu wählen - soll sie halt IV nehmen, dann muss ihr Partner das auch.

Bekommen sie halt am Ende des Jahres Geld zurück ... das dann beiden zu gleichen Teilen gehört.
Ich finde diese Fragen sowieso etwas sinnlos, wenn man sich darauf geeinigt hat, aus einem Topf zu wirtschaften - worauf ich für die Dauer einer Ehe bestehen würde.

Ausserdem sollte man seinen Beruf nicht nur des Geldes wegen wählen ... weswegen eine Krankenschwester vom angeheirateten Chefarzt ja nun genauso Unterstützung bei der weiteren Berufsausübung, falls sie heiraten, erwarten darf, wie umgekehrt - nicht wahr :zwinker: ...


Ich finde es nur nicht angemessen, daß das Splitting nicht einer Kappungsgrenze unterliegt ...

Inaktiver User
25.04.2007, 13:21
Meinst du wirklich, dass deshalb -bei gleichem zu versteuerndem Einkommen - manche diese Steuerklassenkombination wählen?

Ja, das meine ich. Für manche ist es wichtig und ich weiss von einer Kollegin, dass bei den beiden der Haussegen einigermaßen schief hing, als sie eine Zeit lang mehr verdiente, als er. Das hat ihrer Angabe nach sehr an seinem Selbstwertgefühl genagt.

Hofnarr
25.04.2007, 13:21
Ich finde diese Fragen sowieso etwas sinnlos, wenn man sich darauf geeinigt hat, aus einem Topf zu wirtschaften - worauf ich für die Dauer einer Ehe bestehen würde.


:ooooh: Mnn, lass mich Deine Frau sein. Ich liebe es shoppen zu gehen :freches grinsen:

Im Ernst: Für gemeinsame Ausgaben einen gemeinsamen Topf: Ja. Alles in einem Topf und dann einen Wettbewerb, wer effektiver shoppen kann: Nein

Jetzt werden mir wieder alle hier mit "Vertrauen in der Ehe" kommen...jaja, scho recht :freches grinsen:

:krone auf:

Inaktiver User
25.04.2007, 13:27
Ja, das meine ich. Für manche ist es wichtig und ich weiss von einer Kollegin, dass bei den beiden der Haussegen einigermaßen schief hing, als sie eine Zeit lang mehr verdiente, als er. Das hat ihrer Angabe nach sehr an seinem Selbstwertgefühl genagt.


und wird dieses besser, wenn der "weibliche" Verdienst künstlich nach unten korrigiert wird?

Inaktiver User
25.04.2007, 13:31
und wird dieses besser, wenn der "weibliche" Verdienst künstlich nach unten korrigiert wird?

Soweit ich weiss, ja. Im NDR habe ich ähnliches am Sonntag in einer Radiosendung gehört, wo es hiess, dass die meisten Männer laut einer Untersuchung starke Probleme mit einer besser verdienenden Partnerin hätten.

Das ist auch meine Erfahrung aus zurück liegenden Gesprächen mit Männern. Scheint tief verwurzelt in der Idee vom Familienversorger.

Inaktiver User
25.04.2007, 13:53
...womit wir wieder elegant zum Ausgangsposting zurückkehren könnnen.

Hätte ein solches Modell, dass darauf hinausläuft, das Einkommen der Frauen zu stärken, denn gesellschaftspolitisch eine Chance?

(rechtlich wohl ohnehin nicht)

Hofnarr
25.04.2007, 14:08
Soweit ich weiss, ja. Im NDR habe ich ähnliches am Sonntag in einer Radiosendung gehört, wo es hiess, dass die meisten Männer laut einer Untersuchung starke Probleme mit einer besser verdienenden Partnerin hätten.

Das ist auch meine Erfahrung aus zurück liegenden Gesprächen mit Männern. Scheint tief verwurzelt in der Idee vom Familienversorger.

Definitiv eine Aufgabe der Männerbewegung: Dieses anachronistische Rollenbild aus den Köpfen der Männer zu bringen...

:krone auf:

Inaktiver User
25.04.2007, 14:19
Definitiv eine Aufgabe der Männerbewegung: Dieses anachronistische Rollenbild aus den Köpfen der Männer zu bringen...

:krone auf:

Meinen Segen habt ihr. Das wird schon lange Zeit, dass damit aufgeräumt wird.

Vyras
25.04.2007, 14:30
Ja, das meine ich. Für manche ist es wichtig und ich weiss von einer Kollegin, dass bei den beiden der Haussegen einigermaßen schief hing, als sie eine Zeit lang mehr verdiente, als er. Das hat ihrer Angabe nach sehr an seinem Selbstwertgefühl genagt.
Warum war es denn so, dass sie mal eine Zeit lang mehr verdient hat als er?

Vyras
25.04.2007, 14:32
Soweit ich weiss, ja. Im NDR habe ich ähnliches am Sonntag in einer Radiosendung gehört, wo es hiess, dass die meisten Männer laut einer Untersuchung starke Probleme mit einer besser verdienenden Partnerin hätten.

Das ist auch meine Erfahrung aus zurück liegenden Gesprächen mit Männern. Scheint tief verwurzelt in der Idee vom Familienversorger.
Das fällt für mich unter die Rubrik "Trendsportart Männerbashing".

Inaktiver User
25.04.2007, 14:32
Warum war es denn so, dass sie mal eine Zeit lang mehr verdient hat als er?

Er ist beim zweiten Kind nach einem viertel Jahr in Elternzeit gegangen und sie hat voll gearbeitet.


Das war damals die grosse Show mit zwei Anzeigen in der Zeitung für ihn, wo ihm Glück gewünscht wurde und noch so einiges an Trara... übrigens hat für sie keiner eine Anzeige geschaltet, als sie in Elternzeit ging oder ein Transparent entrollt.

Es scheint so, als gäbe es in der Wahrnehmung vieler Menschen in diesem Land immer noch grosse Unterschiede.

Vyras
25.04.2007, 14:46
Er ist beim zweiten Kind nach einem viertel Jahr in Elternzeit gegangen und sie hat voll gearbeitet.

Das war damals die grosse Show mit zwei Anzeigen in der Zeitung für ihn, wo ihm Glück gewünscht wurde und noch so einiges an Trara... übrigens hat für sie keiner eine Anzeige geschaltet, als sie in Elternzeit ging oder ein Transparent entrollt.

Es scheint so, als gäbe es in der Wahrnehmung vieler Menschen in diesem Land immer noch grosse Unterschiede.
Allerdings.

Wenn eine Frau in Elternzeit geht und/oder ihren Beruf aufgibt und dadurch unzufrieden ist, dann ist der böse Mann für ihre Unzufriedenheit verantwortlich, weil die arme Frau ja dazu verdammt ist, bis an ihr Lebensende intellektuell unterfordert zu sein und ihre Herausforderungen in VHS-Häkelkursen suchen muss obwohl sie ja eigentlich die geborene Intendantin am Theater wäre. Dann soll der Mann gefälligst nach Feierabend noch Geschirr spülen.

Wenn hingegen ein Mann in Elternzeit geht und/oder seinen Beruf aufgibt und dadurch unzufrieden ist, dann ist er selbst verantwortlich, weil er es einfach nicht ertragen kann, dass er nicht der Alleinernährer ist und so den antiquierten Rollenbildern nachhängt. Soll er sich doch einfach als fortschrittlicher Mann begreifen.

Inaktiver User
25.04.2007, 14:50
Allerdings.

Wenn eine Frau in Elternzeit geht und/oder ihren Beruf aufgibt und dadurch unzufrieden ist, dann ist der böse Mann für ihre Unzufriedenheit verantwortlich, weil die arme Frau ja dazu verdammt ist, bis an ihr Lebensende intellektuell unterfordert zu sein und ihre Herausforderungen in VHS-Häkelkursen suchen muss obwohl sie ja eigentlich die geborene Intendantin am Theater wäre. Dann soll der Mann gefälligst nach Feierabend noch Geschirr spülen.

Wenn hingegen ein Mann in Elternzeit geht und/oder seinen Beruf aufgibt und dadurch unzufrieden ist, dann ist er selbst verantwortlich, weil er es einfach nicht ertragen kann, dass er nicht der Alleinernährer ist und so den antiquierten Rollenbildern nachhängt. Soll er sich doch einfach als fortschrittlicher Mann begreifen.

Ich finde immer, dass jeder für sein Wohlbefinden in erster Linie einmal selbst verantwortlich ist.

Wo nimmst Du diese Ideen her?

Vyras
25.04.2007, 15:01
Ich finde immer, dass jeder für sein Wohlbefinden in erster Linie einmal selbst verantwortlich ist.

Ich auch.



Wo nimmst Du diese Ideen her?
Beides hört man so oft. Die eine Hälfte von dir hier.

Meist sind es doch die Frauen, die sich in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter unwohl fühlen, darüber klagen, dass sie "für ihren Mann" ihren Beruf aufgegeben haben etc. Diese Frauen bekommen überall Verständnis entgegengebracht. Meist mit dem Unterton, dass der Mann doch mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse der Frau nehmen sollte.

Einem Mann in derselben Situation wird, wenn er damit unzufrieden ist, kein Verständnis entgegengebracht. Ist dann halt einfach ein Möchtegernpatriarch, der seine "liebgewordenen Privilegien" nicht abgeben will. Und es "nagt an seinem Selbstbewusstsein", dass er nicht der Ernährer sein darf.

Inaktiver User
25.04.2007, 15:11
Meist sind es doch die Frauen, die sich in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter unwohl fühlen, darüber klagen, dass sie "für ihren Mann" ihren Beruf aufgegeben haben etc. ".


Das entspricht doch seit mindestens 30 Jahren nicht mehr der Realität.

Inaktiver User
25.04.2007, 15:12
Meist sind es doch die Frauen, die sich in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter unwohl fühlen, darüber klagen, dass sie "für ihren Mann" ihren Beruf aufgegeben haben etc. Diese Frauen bekommen überall Verständnis entgegengebracht. Meist mit dem Unterton, dass der Mann doch mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse der Frau nehmen sollte.

Ich bin zwar Mutter, war aber nie Hausfrau und kann dazu keine Auskunft geben.


Einem Mann in derselben Situation wird, wenn er damit unzufrieden ist, kein Verständnis entgegengebracht. Ist dann halt einfach ein Möchtegernpatriarch, der seine "liebgewordenen Privilegien" nicht abgeben will. Und es "nagt an seinem Selbstbewusstsein", dass er nicht der Ernährer sein darf.

Mein Beispiel sollte eigentlich zeigen, wie sehr Männern in der gleichen Situation der rote Teppich der Besonderheit ausgerollt wird. Für eine Frau würde das kein Mensch machen. Bei ihr fragt auch keiner, wie sie damit klar kommt. Das tut man aber bei Männern in der gleichen Situation angeblich gern.

Vyras
25.04.2007, 15:18
Mein Beispiel sollte eigentlich zeigen, wie sehr Männern in der gleichen Situation der rote Teppich der Besonderheit ausgerollt wird. Für eine Frau würde das kein Mensch machen.
Ist ja auch de facto nix besonderes. Frauen bekommen dafür woanders den roten Teppich der Besonderheit ausgerollt.



Bei ihr fragt auch keiner, wie sie damit klar kommt. Das tut man aber bei Männern in der gleichen Situation angeblich gern.
Frauen werden in anderen Situationen gefragt, wie sie mit der Situation klar kommen: "Schaffst du das, die leitende Position so als Frau, Vorgesetzte von lauter Männern?" Bei einem Mann würde das kein Mensch machen.

reiner
25.04.2007, 15:30
Das Ehegattensplitting bestraft die, die eine gleichberechtigte Partnerschaft leben und belohnt die, die die Hausfrauenehe leben.

Da werden die Männer durch Steueranreize in die Hausfrauenehe gelockt und nach der Scheidung werden sie abgezockt.

sieht nach der Steueridee des Artikels genauso aus:

"Die Ehemänner von Frauen, die sich entscheiden zu arbeiten, würden ebenfalls davon profitieren, dass die Gattin mehr Geld nach Hause bringt."

Was mache ich ohne Gattin? :knatsch:
Anzeige aufgeben:
"Suche aus steuerlichen Gründen verzweifelt besserverdienende Frau, nehme jede, trete auch wieder in die Kirche ein." :zwinker:

Inaktiver User
25.04.2007, 15:31
Ist ja auch de facto nix besonderes. Frauen bekommen dafür woanders den roten Teppich der Besonderheit ausgerollt.

Wo ist das denn der Fall?


Frauen werden in anderen Situationen gefragt, wie sie mit der Situation klar kommen: "Schaffst du das, die leitende Position so als Frau, Vorgesetzte von lauter Männern?" Bei einem Mann würde das kein Mensch machen.

In den meisten mir bekannten Fällen lautet die Frage: "Wie schaffst Du es denn, Deiner Familie dabei gerecht zu werden?", was einen Vorwurf impliziert, den Männer in solchen Positionen nicht zu hören bekommen.

Inaktiver User
25.04.2007, 15:32
Was mache ich ohne Gattin? :knatsch:
Anzeige aufgeben:
"Suche aus steuerlichen Gründen verzweifelt besserverdienende Frau, nehme jede, trete auch wieder in die Kirche ein." :zwinker:

Nicht so selten macht diese Erwägung aus einer nicht ehelichen Gemeinschaft eine Ehe.

Vyras
25.04.2007, 15:32
Das entspricht doch seit mindestens 30 Jahren nicht mehr der Realität.
Vor dreißig Jahren haben sie angefangen sich darüber zu beklagen.

reiner
25.04.2007, 15:39
Nicht so selten macht diese Erwägung aus einer nicht ehelichen Gemeinschaft eine Ehe.

Sind das dann gute oder schlechte Ehen?

Inaktiver User
25.04.2007, 15:40
Sind das dann gute oder schlechte Ehen?

Woher soll man das wissen. Soweit mir bekannt gibt es keine aussagekräftige Untersuchung zu dem Thema.

Vyras
25.04.2007, 15:40
Wo ist das denn der Fall?
Girlsday, Informatica Feminale, Stipendien nur für Frauen und solche Dinge.



In den meisten mir bekannten Fällen lautet die Frage: "Wie schaffst Du es denn, Deiner Familie dabei gerecht zu werden?", was einen Vorwurf impliziert, den Männer in solchen Positionen nicht zu hören bekommen.
Die bekommen in der anderen Situation zu hören: "Und du willst deiner Frau zumuten, dass sie alleine das Geld verdient? Kannst du das wohl nicht?"

Aber das ist doch alles vollkommen egal. Da muss man einfach
souverän drüberstehen. Was mir missfällt ist, dass Männern immer wieder eingeredet wird, es würde an ihrem Selbstbewusstsein nagen, wenn ihre Frau mehr verdient.

Inaktiver User
25.04.2007, 15:41
Tröste Dich, Du bist nicht die Einzige, die das Prinzip des Ehegattensplittings einfach nicht versteht.
wenn ich etwas nicht verstanden habe, wäre es nett von dir gewesen, mir das zu erklären. warum ist es dir wichtig, mir hier einen reinzuwürgen?

Inaktiver User
25.04.2007, 15:46
hallo Katsi,

hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Ehegattensplitting) kannst du nachlesen.

Hofnarr
25.04.2007, 15:47
Nicht so selten macht diese Erwägung aus einer nicht ehelichen Gemeinschaft eine Ehe.

Das ist ja das was Vyras schrieb: Da wird der/die Besserverdienende mit steuerlichen Sirenengesängen in die Ehefalle gelockt und dann nach der Scheidung abgezockt :zwinker:

Bis jetzt sind das noch mehrheitlich Männer, besserverdienende Frauen sind da einfach abgebrühter und lassen sich von Sirenengesängen weniger beeindrucken :freches grinsen:

reiner
25.04.2007, 15:49
Woher soll man das wissen. Soweit mir bekannt gibt es keine aussagekräftige Untersuchung zu dem Thema.
:freches grinsen:
Es gibt doch sonst zu allem eine Untersuchung.

reiner
25.04.2007, 15:53
Bis jetzt sind das noch mehrheitlich Männer, besserverdienende Frauen sind da einfach abgebrühter und lassen sich von Sirenengesängen weniger beeindrucken :freches grinsen:

Das wäre der Duchbruch.
Männer würden Wert auf ganz andere Sachen als Beruf legen.
Sie würden tanzen lernen, sich für Mode interessieren, vielleicht singen lernen, Kochkurse belegen und Salzteig backen lernen.
Was man halt so braucht um geheiratet zu werden.

Inaktiver User
25.04.2007, 15:58
hallo Katsi,

hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Ehegattensplitting) kannst du nachlesen.

hallo r.,
vielen dank, das, was in dem artikel steht, ist mir in vollem umfange bekannt, und mnn ist es bekannt, dass mir das bekannt ist. ich möchte gerne wissen, warum es ihm wichtig ist, mich als dämlich hinzustellen.

disclaimer: ich habe keine lust, noch einmal die feinheiten des splittingkonzepts zu diskutieren, seine sozialen voraussetzungen und implikationen oder die auswirkungen der progressionsgrenze bzw. von gleichverdiener-paaren. das haben wir schon mehrfach hinter uns.

Hofnarr
25.04.2007, 16:01
Das wäre der Duchbruch.
Männer würden Wert auf ganz andere Sachen als Beruf legen.
Sie würden tanzen lernen, sich für Mode interessieren, vielleicht singen lernen, Kochkurse belegen und Salzteig backen lernen.
Was man halt so braucht um geheiratet zu werden.

Vor allem das mit dem Singen können sie dann gut gebrauchen, wenn sie sich dann von der Schnarchine (hängt jeden Tag 12 Stunden im Büro ab und trägt daheim nie den Müll runter :knatsch: ) scheiden lassen wollen :freches grinsen:

Inaktiver User
25.04.2007, 16:01
:freches grinsen:
Es gibt doch sonst zu allem eine Untersuchung.

Ich kenne keine. Solltest Du eine wissen, sag Bescheid.

Inaktiver User
25.04.2007, 16:13
meines wissens hat die wahl der steuerklasse entscheidenden einfluss auf die höhe der gesamten steuerlast.

Definitiv nein.

Die Jahressteuerschuld ist immer gleich. Die Wahl der Steuerklasse hat lediglich Auswirkung auf die Höhe des direkten Steuerabzugs vom Lohn.

reiner
25.04.2007, 16:14
Arianna: Ich will auf jeden Fall mal heiraten...weil HEIRATEN das SCHÖNSTE auf der Welt ist.Jeden Tag neben einen MANN aufzuwachen den man liebt...und mit ihn wieder einzuschlafen und sicher sein das dein Schatz nur dir gehört.
Das sind Gründe. :freches grinsen:

reiner
25.04.2007, 16:16
Drei Gründe, die für die Ehe sprechen

1. Die gegenseitige Hilfe

2. Vermeidung von Unzucht

3. Gemeinsam Gnade empfangen

Das sind auch Gründe. :freches grinsen:


Erläuterungen:
Wie wir im AT lesen können, hat Gott die Ehe eingesetzt, noch bevor die Sünde in die Welt kam. Zur Zeit des NT hatte sich Sünde jedoch schon längst eingeschlichen. Paulus zeigt uns in 1. Korinther 7, dass trotz der Sünde die Ehe nicht nur erlaubt, sondern geradezu eine Notwendigkeit geworden ist. Um der Unzucht zu entgehen, so sagt Paulus, soll jeder Mann seine eigene Frau haben und jede Frau ihren eigenen Mann. Er sieht in der Geschlechtlichkeit an sich keine Sünde, sondern empfiehlt vielmehr die Ehe als Schutz gegen die Unzucht.

reiner
26.04.2007, 09:22
Um noch mal auf den Vorschlag zurückzukommen.

1. würde er meiner Meinung nach gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstoßen. Wie Vyras schon schrieb, ein Fall von sog. „positiver Diskriminierung" (alleine dieses Wort ist krank).
2. würden sicher die Löhne und Gehälter der Männer sinken (wie max schon sagte)
3. Belastet er doch die Unternehmen. Denn Unternehmen, die nicht genügend Frauen finden, zahlen mehr Lohnebenkosten als andere.
4. Er kehrt die Geschlechterrollen nur um, statt sie zu entwickeln.

Hofnarr
26.04.2007, 09:55
Um noch mal auf den Vorschlag zurückzukommen.

1. würde er meiner Meinung nach gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstoßen. Wie Vyras schon schrieb, ein Fall von sog. „positiver Diskriminierung" (alleine dieses Wort ist krank).
2. würden sicher die Löhne und Gehälter der Männer sinken (wie max schon sagte)
3. Belastet er doch die Unternehmen. Denn Unternehmen, die nicht genügend Frauen finden, zahlen mehr Lohnebenkosten als andere.
4. Er kehrt die Geschlechterrollen nur um, statt sie zu entwickeln.


Zu 1) Das mit Sicherheit

Zu 2) Mittelbar schon, in dem Maße wie auf dem Arbeitsmarkt Männer und Frauen mit unterschiedlichen LG Niveau ausgespielt werden können. Ich würde primär aber eher die Löhne und Gehälter der Frauen unter Druck sehen, da die Unternehmen hier das Brutto absenken können bei gleichem Netto für die Frau

Zu 3) Da gibt es keine Belastung, da die Einkommenssteuer für die Unternehmen kein Kostenfaktor ist. Sie führen diese lediglich im Namen des Arbeitnehmer an das Finanzamt ab.

Zu 4) Das Ziel ist vermutlich kein Rollentausch sondern den Druck auf Frauen zu erhöhen, endlich ihre Hausmütterchenrolle (der Alte geht malochen, Frau geht dafür shoppen) aufzugeben.

:krone auf:

Max
26.04.2007, 10:09
Zu 2) Mittelbar schon, in dem Maße wie auf dem Arbeitsmarkt Männer und Frauen mit unterschiedlichen LG Niveau ausgespielt werden können. Ich würde primär aber eher die Löhne und Gehälter der Frauen unter Druck sehen, da die Unternehmen hier das Brutto absenken können bei gleichem Netto für die Frauich hatte das so verstanden, das diese Steuersenkung für Frauen dazu gedacht sein sollte den Frauen durch "mehr Geld am Monatsende" die Berufstätigkeit attraktiver zu machen...Dazu müßte das Bruttogehalt natürlich gleich bleiben.

Wenn, so wie du vermutest, das Bruttogehalt abgesenkt würde um auf dasselbe Nettogehalt zu kommen wie jetzt im Moment...wo wäre dann der beabsichtigte Effekt?

Hofnarr
26.04.2007, 10:17
ich hatte das so verstanden, das diese Steuersenkung für Frauen dazu gedacht sein sollte den Frauen durch "mehr Geld am Monatsende" die Berufstätigkeit attraktiver zu machen...Dazu müßte das Bruttogehalt natürlich gleich bleiben.

Wenn, so wie du vermutest, das Bruttogehalt abgesenkt würde um auf dasselbe Nettogehalt zu kommen wie jetzt im Moment...wo wäre dann der beabsichtigte Effekt?

Der würde verpuffen und das Geld wäre in anderen Taschen. Wäre ja auch nicht das erstemal :smirksmile:

Es gäbe hier zwei autonome Akteure mit unterschiedlichen Interessen:



Der Staat, welcher durch Absenkung der E-St. ein Ziel verfolgt
Die Unternehmen, welche an einer Reduktion der Bruttogehälter interessiert sind



In dem Maße, wie die Unternehmen Druck auf die Arbeitnehmer ausüben können, würden sie sicherlich versuchen, den monetären Effekt der E-St. Senkung selber einzukassieren.

:krone auf:

Max
26.04.2007, 10:21
In dem Maße, wie die Unternehmen Druck auf die Arbeitnehmer ausüben können, würden sie sicherlich versuchen, den monetären Effekt der E-St. Senkung selber einzukassieren.
genau so sehe ich das auch... :smirksmile:

Inaktiver User
26.04.2007, 13:41
hallo r.,
vielen dank, das, was in dem artikel steht, ist mir in vollem umfange bekannt, und mnn ist es bekannt, dass mir das bekannt ist. ich möchte gerne wissen, warum es ihm wichtig ist, mich als dämlich hinzustellen.

Aber wenn ich Dich für dämlich halten würde, hätte ich doch nie einen flapsigen Scherz gemacht ... sowas mach' ich nur bei klugen Leuten - ok, war nicht so nett von mir, wie ich normalerweise bin :krone auf:.
Liegt wahrscheinlich daran, daß ich dachte, nicht schooon wieder Ehegattensplitting.

Also, nix' für ungut :blumengabe: ... *kotau, auf die Knie werf, harakiri anbiet, rosenkranz bet* ...

Inaktiver User
26.04.2007, 13:55
:ooooh: Mnn, lass mich Deine Frau sein. Ich liebe es shoppen zu gehen :freches grinsen:

Im Ernst: Für gemeinsame Ausgaben einen gemeinsamen Topf: Ja. Alles in einem Topf und dann einen Wettbewerb, wer effektiver shoppen kann: Nein

Jetzt werden mir wieder alle hier mit "Vertrauen in der Ehe" kommen...jaja, scho recht :freches grinsen:

:krone auf:
Sicher, darauf würde ich mich auch nicht einlassen, obwohl ich nun sagen würde, daß man jemanden, der mit Geld nicht umgehen kann, vielleicht besser erst gar nicht heiratet ... aber dann ist wieder die nächste Frage, was ist eine gemeinsame Ausgabe und ein gemeinsamer Topf ... wird das Haus, von dem der eine vier, der andere nur ein ein Fünftel bezahlt, aus einem gemeinsamen Topf gekauft etc..
Schwierig, oder ?

Hofnarr
26.04.2007, 14:19
Sicher, darauf würde ich mich auch nicht einlassen, obwohl ich nun sagen würde, daß man jemanden, der mit Geld nicht umgehen kann, vielleicht besser erst gar nicht heiratet ...

Abendliches Beziehungsgespräch:

"Schnuckimausi, ich würde dich ja sooo gern heiraten, aber laut dem Ergebnis des Brigitte-Persönlichkeitstests 'Können Sie mit Geld umgehen' hast du eine stark erhöhte Anfälligkeit für Power-Shopping und andere ungeplante und unnötige Geldausgaben. Mein Vermögensberater hat deswegen ein Veto eingelegt und die Hochzeit abgesagt"

":heul: :nudelholz: :pc kaputt: Wenn du mich wirklich lieben würdest, wär dir das egal. Ich verlass dich"

:freches grinsen:



aber dann ist wieder die nächste Frage, was ist eine gemeinsame Ausgabe und ein gemeinsamer Topf ... wird das Haus, von dem der eine vier, der andere nur ein ein Fünftel bezahlt, aus einem gemeinsamen Topf gekauft etc..
Schwierig, oder ?

Ja, ist nicht immer einfach, muss man halt individuell absprechen.

:krone auf:

Adonis
27.05.2007, 06:38
Wo ist das Problem? Die Wahl und Entscheidung kann in beide Richtungen variiert werden oder beide gleiche Steuerklasse (Punkt).

(Sonst kam mir bei dem Thema der Klassiker von Esther Villar in den Sinn, "Der dressierte Mann". Schön zu lesen und ein provokant anderes Gesellschaftsverständnis thematisiert zu bekommen).

demelza
14.06.2007, 16:06
Tröste Dich, Du bist nicht die Einzige, die das Prinzip des Ehegattensplittings einfach nicht versteht.

ich verstehe, so wie es wikipedia erklärt, auch nicht. *schnüff* - vielleicht gibt es hier jemanden, der mir den begriff verständlich erklärt.

Inaktiver User
14.06.2007, 17:21
Also-

es gibt die Steuerprogression. D.h. die Höhe der Steuer steigt nicht linear mit der Höhe des Einkommens, sondern überproportional, dh. progressiv.

(wer z.B. 100.00 Euro zu versteuern hat, zahlt mehr als das Doppelte der Steuer, die sich aus 50.000 Euro Einkommen ergeben würde).

So- jetzt angenommen , bei einem Ehepaar verdient Ehemann 50.000, Ehefrau 20.000.

Normalerweise müssten sie ja die Steuer zahlen, die sich aus dem versteuernden Einkommen 70.000 ergeben würde.

Aber nein:

Das versteuernde Einkommen wird gedanklich halbiert (35000 Euro) Die sich daraus ergebende Steurlast wird dann verdoppelt.

Wegen der Steuerprogression ist dies natürlich weniger als bei der normalen Steuerberechnung (Steuer aus 70000).

Dieser sogenannte Splitting-Vorteil ist umso größer, je höher die Einkommensdifferenz ist . Mit anderen Worten: Die klassische Alleinverdiener-Hausfrauenehe wird bevorzugt.


Ich hoffe, du hast es verstanden. Wenn nicht, vielleicht nochmal im Geld-Forum posten.

:blumengabe: