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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst vor Bienen, Wespen und Co.



Inaktiver User
24.04.2007, 13:26
Also, jetzt wo es wieder wärmer wird- was ich super toll finde - gehts wieder los: Bienen und Wespen summen und finden den Weg ins Haus - ICH HABE TODESÄNGSTE vor diesen Viechern und weiß eigentlich nicht mal wieso.

Eine Phobie - das ist mir klar: Herzrasen, Schweißausbrüche, Panik, Flucht.

Ich kann sie nicht ignorieren, sobald ich das Summen höre habe ich Panik.

Kennt jemand von euch das? Kann man lernen damit umzugehen?

Lilie

Inaktiver User
24.04.2007, 20:21
Hallo Lilie,
eine Phobie habe ich nur vor Spinnen (siehe diesbezügl. Strang), aber Deine Panik, wenn es plötzlich um Deinen Kopf brummt und Du eine Wespe oder Biene siehst, kann ich durchaus nachvollziehen.
Ich springe auch sofort auf und führe einen wahren Indianertanz auf, wenn sich mir eine Wespe nähert. Da nutzen die dämlichen Sprüche meiner Mitmenschen ("Du musst Dich ganz ruhig verhalten, dann tut die nix!") auch nichts. Ich bin schon zweimal von einer Wespe gestochen worden und obendrein Allergikerin - dann habe ich auch das Recht, panisch rumzuhüpfen. :freches grinsen:
Vielleicht würde es Dir schon nützen, wenn Du Dir Insektennetze vor die Fenster machst? Dann hast Du die Viecher zumindest nicht im Haus - ich habe an allen Fenstern solche Netze (auch wegen der Pollen) und bleibe zumindest drinnen von Krabbeltierchen und Mücken/Fliegen/Wespen verschont.
LG, Lillian :blume:

Rosina13
24.04.2007, 21:38
Hallo Lilie,
ich mag die Viecher auch nicht. Bei mir hilft immer tief einatmen und das gut alte "sauer, sauer". Also wenn eine Biene kommt sage ich immer sauer, sauer, so lange bis sie weg fliegt. Das hilft mir!
Vielleicht hilft es auch daran zu denken, das die Viecher eigentlich sehr freundlich sind, solange man ihnen nichts tut, tun sie einem auch nichts!

Mondschaf
27.04.2007, 19:29
Hallo Lilie,

oh gott, das könnte ich sein. Ich weiß selbst nicht, warum das so ist. Ich habe solche Panik, wenn so ein Tierchen im Raum ist oder wenn man irgendwo auf der Wiese liegt und dann wollen die einfach nicht abhauen. Es kam nicht nur einmal vor, dass ich nen Heulkrampf hatte. Einmal kam eine Hornisse in meine Wohnung und ich hatte Herzrasen, Panik, Schüttelfrost... Rief unter Tränen meinen Freund (Ex) an und fragte, was ich tun soll. Er hat sich lächerlich gemacht, weil ich nicht normal damit umgehen konnte. In meiner Wohnung haben weder Bienen, Mücken oder andere Flatterer etwas zu suchen! Manchmal muss ich mich fast übergeben. Was man machen kann, weiß ich nicht :knatsch:. Eigentlich betrachte ich jedes Tier als nützlich...

LG
Mondschaf

BlauerHimmel
27.04.2007, 20:22
Dürfte an sehr frühen Erfahrungen mit Bienen etc. liegen. Oft machen Eltern ihrem Nachwuchs furchtbare Angst wegen Bienen, Wespen, Hornissen, dabei sind die Tiere im Allgemeinen total harmlos, wenn man sie nicht reizt (nach Wespen schlagen ist z.B. eine sehr sichere Methode, einen Stich zu riskieren) Natürlich können auch spätere Erfahrungen (fieser Stich als Erwachsener) Angst auslösen. Ich würde denen, die wirklich panische Angst entwickeln, eine Therapie empfehlen. Man kann im Bereich Phobien vieles in den Griff kriegen.

Viele Grüße
BlauerHimmel

Inaktiver User
05.05.2007, 23:22
Oh ja, ich habe auch panische Angst vor Wespen und Hornissen....
Gehöre auch zu diesen Indianertänzern.
Mein Mann ist genauso, und inzwischen leider auch unsere Tochter (5).
Vor Wespen habe ich deshalb eine solche Angst, weil sie mir total hinterhältig (jaaa, ich weiß, wie bescheuert sich das anhört :knatsch: ) vorkommen. Ich wurde erst dreimal in meinem Leben tatsächlich gestochen, und jedesmal waren diese Drecksviecher mir heimlich in die Haare oder die Kleidung gekrochen, so dass ich wirklich völlig "unschuldig" war und trotzdem gestochen wurde.
Das Gleiche ist meiner Mutter passiert, in einem Jahr gleich dreimal (!) sind ihr Wespen unten ins Kleid oder in den Ärmelausschnitt gekrochen und haben zugestochen....diese Schweine.

In den Wespen-Hoch-Zeiten essen wir nicht mehr draußen. Schade eigentlich, aber jedesmal kommen diese Viecher an. Da kann keiner von uns entspannt essen. ("Schön" übrigens, dass jetzt schon Wespen unterwegs sind aufgrund der sommerlichen Witterung - da können wir uns ja auf Aug./Sept. richtig "freuen" :ooooh: Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: alleine deshalb würde ich mir nochmal eine fette Frostperiode wünschen, in der Hoffnung, dass diese Viecher sterben.....)
Und mir kann einer erzählen, was er will, Wespen greifen an und provozieren regelrecht, dass man nach ihnen schlägt. Bienen summen einmal kurz neugierig um den Tisch herum, wenn man kurz mit der Hand wedelt, verschwinden sie und wenden sich wieder den Blumen zu. Aber bei Wespen habe ich richtig das Gefühl, dass sie eine Gelegenheit zum Stechen suchen....
Ja, vielleicht paranoid....

In den Hoch-Zeiten habe ich inzwischen sogar Wespen-Alpträume.

Mondschaf
06.05.2007, 13:39
Gretchen :freches grinsen:, ich kann dich vollstens verstehen. Ich liebe es, draußen zu essen. Aber es wird mir durch die Wespen verleidet. Und du hast recht, Bienen sind weniger aggressiv. Habe auch das Gefühl, dass die Wespen immer fetter und größer werden :unterwerf:. Hatte mittlerweile schon 2 in meiner Wohnung (sind auch zu blöd, durchs weit geöffnete Fenster wieder rauszufliegen). Die eine hab ich auf dem Fußboden kriechend erwischt und habe schnell ein Glas drüber gestülpt. Nun ist sie erstickt. Mein Freund hat mich Tierquäler genannt. Aber jagen tu ich die erst recht nicht. Dafür hat er panische Angst vor Spinnen. Alles was mehr als 2 Beine hat und kleiner als ein Hamster/Kaninchen/Katze/Hund ist, hat in meiner Wohnung nichts verloren!!!

Inaktiver User
06.05.2007, 15:48
Also, jetzt wo es wieder wärmer wird- was ich super toll finde - gehts wieder los: Bienen und Wespen summen und finden den Weg ins Haus - ICH HABE TODESÄNGSTE vor diesen Viechern und weiß eigentlich nicht mal wieso.

Eine Phobie - das ist mir klar: Herzrasen, Schweißausbrüche, Panik, Flucht.

Ich kann sie nicht ignorieren, sobald ich das Summen höre habe ich Panik.

Kennt jemand von euch das? Kann man lernen damit umzugehen?

Lilie

Ich bin hochgradisch allergisch gegen Bienen, Wespen und Hornissen. Alles, was summt loest in mir eine angehende Panik aus, wenn ich nicht schnell genug fluechten kann. Ich hatte im Sommer in Deutschland immer Probleme damit, seit ich in Spanien lebe existiert es nicht mehr .. und ich bin der gluecklichste Mensch auf Erden. Will damit sagen, dass mir die Viecher in Deutschland sehr aggressiv vorkommen, warum das so ist, kann ich leider nicht beantworten .. aber ich werde den Strang aufmerksam verfolgen, es interessiert mich sehr !! Allen Wespengeplagten mein Mitgefuehl, ich haette sie auch ersticken lassen .. kenn ich keine Gnade, ich hatte mal ein ganzes Nest im Bad .. HORROR !!!

Inaktiver User
06.05.2007, 16:05
Also, jetzt wo es wieder wärmer wird- was ich super toll finde - gehts wieder los: Bienen und Wespen summen und finden den Weg ins Haus - ICH HABE TODESÄNGSTE vor diesen Viechern und weiß eigentlich nicht mal wieso.

Eine Phobie - das ist mir klar: Herzrasen, Schweißausbrüche, Panik, Flucht.

Ich kann sie nicht ignorieren, sobald ich das Summen höre habe ich Panik.

Kennt jemand von euch das? Kann man lernen damit umzugehen?

Lilie

Phobien und andere Angsterkrankungen kann, nein MUSS man behandeln.

Das Dumme an Ängsten ist, dass sie nicht stabil in ihrer Dimension bleiben, sondern dazu tendieren, auch andere Lebensbereiche nach und nach zu erobern.

Abgegrenzt von solchen Ängsten sind sinnvolle Furchtreaktionen, die lebensrettend sein können. Darüber spreche ich hier NICHT, ich beziehe mich allein auf Ängste, die für andere zwar nachvollziehbar sein können, die sie aber nicht notwendigerweise teilen und die wiederum andere Menschen lächerlich finden.

Ängste zu vermeiden ist keine wirksame Methode und führt leicht dazu, dass die Vermeidungskreisläufe immer grösser und weitreichender werden.

Wichtig ist deshalb, zum einen

--> aktiv an den Ängsten zu arbeiten, d.h. im Klartext: sich den Ängsten zu stellen und so nach und nach die begleitenden körperlichen Stresssymptome tolerieren zu lernen, was in der Folge dazu führt, dass die Stressreaktionen nachlassen,

zum anderen

--> ggf. zu schauen, was sich HINTER den Ängsten verbirgt. Meist geht es nicht um "die Wespe", "die Spinne" oder "den Hund", sondern es handelt sich dabei nur um eine Verknüpfung, eine physische Repräsentanz von anders motivierten Ängsten.

Deshalb ja auch das Vermeidungsproblem - da es eigentlich gar nicht um Wespen, Hunde o.a. geht, kann über kurz oder lang eine generalisierte Angststörung entstehen, die dann sehr einschränkend wird.

Ängste lassen sich über Konfrontation mit dem angstauslösenden Reiz, der angstauslösenden Situation schrittweise abbauen. Die VT bietet hierzu praktische, zielorientierte Begleitung.

Im Fall eine Angst vor stechenden Fluginsekten könnte beispielsweise der Besuch eines Imkers irgendwann Teil der Therapie sein. Über Information und schrittweise Annäherung an die Tiere können Berührungsängste abgebaut werden. Hierbei ist dann u.a. wichtig, die Dynamik der Angst kennen zu lernen - wie baut sie sich auf, welche Symptome begleiten sie, wie lassen sich diese Symptome abmildern?

Genauer hinter die Kulissen schaut beispielsweise die Tiefenpsychologie.

Eine Säule der Therapie kann darüber hinaus die Pharmakotherapie sein - es gibt angstlösende Medikamente (zum einen Tranquilizer, zum anderen angstlösende Antidepressiva), die eingesetzt werden können. Dabei ist zu beachten, dass Tranquilizer grundsätzlich ein hohes suchtauslösendes Potenzial haben.

Ich kann allen "Angsthasen" nur raten: Ran an den Speck. Ja, das kostet Kraft, Nerven und macht eine zwischenzeitlich richtig fertig, aber es bringt auch voran.

Ich hatte früher panische Angst vor Wespen, Bienen, Hornissen. Heute kann ich völlig gelassen registrieren, dass in meinem Dachstuhl Hornissen-Jungköniginnen überwintern, die jetzt ausschwärmen. Die grossen, imposanten Insekten (etwa 3 - 3,5 cm lang) fliegen dann durchs Haus und setzen sich meist an die Fenster, wo ich sie vorsichtig nach draussen bugsiere - entweder mithilfe eines Glases, oder mit der Hand. Ich FREUE mich darüber, dass diese wunderbaren, faszinierenden Insekten hier noch heimisch sind und überlege sogar, eine Box in meinem Garten aufzuhängen, so dass eine Jungkönigin dort ein Volk gründen kann.

Also - nur Mut! Dat wird schon!

Grüssle
Seawasp

Mondschaf
06.05.2007, 17:38
Ich kann allen "Angsthasen" nur raten: Ran an den Speck. Ja, das kostet Kraft, Nerven und macht eine zwischenzeitlich richtig fertig, aber es bringt auch voran.

Danke für deinen ausführlichen Beitrag. Wie meinst du das, mit ran an den Speck? Für mich gibt es nur 2 Möglichkeiten, entweder ich vermeide den Kontakt (gebe also der Angst nach) oder ich bin "normal" und befördere die Wespe wie du mit der Hand hinaus. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg. Und eine Verhaltenstherapie will ich nicht gleich in Angriff nehmen. Deshalb möchte ich in kleinen Schritten mich dem Problem nähern. Außer, ich trete mal wieder auf eine Wespe drauf, wie vor paar Jahren geschehen. Meine 2. Zehe war dicker als die große Zehe :zahnschmerzen:.

Übrigens hast du Recht mit der Aussage, dass meistens noch andere Ängste damit einhergehen. Bei mir ist es so, dass ich vor sämtlichen Verletzungen, die meinem Körper von außen zugefügt werden könnten, Angst habe. Geht los bei einem Volleyball, der meine Arme trifft und ich wie üblich blaue Flecken habe. Habe Angst vor Bällen jeglicher Art, wenn die auf mich zugeschossen kommen (außer mit aufblasbare Wasserbälle und Gymnastikbälle, mit denen man turnen muss). Ich bin auch allgemein nicht gerade risikofreudig, z.B. gehe ich gerne auf die Inliner, aber meine Angst vor Stürzen hindert mich daran. Ebenso bin ich der vorsichtigste Snowboarder der Welt :smirksmile:. Sobald mir irgendetwas, was ich nicht beeinflussen kann, eine Verletzung zugefügt hat, tritt die Angst davor auf (außer beim Snowboard, das finde ich viel zu schön und mit etwas Körperkontrolle verletze ich mich ja auch nicht). Kenne ich den Schmerz, der auf mich zukommt, ist das okay (z.B. bei Spritzen, Blutziehen). Komischerweise empfinde ich Schmerzen im sexuellen Bereich (z.B. durch Beißen und sowas) auch nicht schlimm, eher im Gegenteil. Aber ich vermute, das hat nicht unbedingt mit dem Thema etwas zu tun und ich schweife etwas ab.

Liebe Grüße,
Mondschaf

Inaktiver User
24.05.2007, 10:54
Hallo,

hier ist noch so eine "Panik-Else". Ich fange auch an, Tänze aufzuführen, wenn ich es summen und brummen höre.

Lacht mich jetzt bitte nicht aus, aber es gibt eine Möglichkeit, wie man Wespen auf Abstand hält.

Kupfer - das hassen die!

Angeblich reicht es, ein Häufchen "roter Pfennige" bzw. "Cents" auf den Tisch zu legen.
Ich habe das auch schon in Bäckereien gesehen. (Dort wirkt es allerdings ein wenig unappetitlich, wenn neben den Puddingteilchen das Kleingeld liegt).

Aber ein Test ist es wert.

Liebe Grüße

Winki