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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Lähmung" durch Prüfungsdruck



nicole-kruemel
20.04.2007, 17:19
Hallo, Ihr Lieben!

Dass ich jetzt Zeit für diese Mail habe, ist symptomatisch. Ich habe am 21.05 eine Prüfungsarbeit fürs 2. Examen abzugeben, bin bis dahin aber noch eine Woche dienstlich weg und habe noch eine Veranstaltung vorzubereiten. Normalerweise reicht die Zeit, wenn ich nur mal anfangen würde. Aber sobald ich an diese Arbeit denke, setzt bei mir eine Art Lähmung ein, die mich nichts mehr tun lässt außer Panik schieben. Ich habe mir schon einen Plan gemacht, wie ich die Arbeit mit dem, was ich sonst noch zu tun habe, unter einen Hut bekomme. Ich weiß auch genau, was in dieser Arbeit stehen muss. Habe mir auch schon alle Gedanken von der Seele geschrieben. Hilft alles nix!
Wer hat eine Idee, die mich an die Arbeit bringt und Panik in Kreativität und Schaffensdrang umwandelt???

Danke, Ihr seid klasse!

Ricarda44
21.04.2007, 08:36
Aber Kruemel!!!
Das Aufschieben bis auf die letzte Minute ist leider so ein Ding, was viele Menschen gern praktizieren. Damit stehst Du schon mal nicht allein und es ist daher nicht unnormal.
Ich würde Dir einfach empfehlen, die Situationen zu wechseln. Das heißt, geh am Anfang den "Weg der kleinen Schritte". Nimm Dir nicht zu viel vor, aber mach einen guten Anfang. Dann belohnst Du Dich mit einer Runde Freizeit und hast dabei schon mal das gute Gefühl, dass Du schon mal angefangen hast.

Das, was Dich jetzt belastet, nennt man ja wohl AUFSCHIEBERITIS. Da muss man sich dann schon mal als MEDIZIN oder THERAPIE selbst in den A..... treten.

Na, komm, jeder von uns geht gerne den bequemeren Weg. Aber manche Dinge im Leben müssen halt erledigt werden. Da hilft kein Jammern und Weinen und auch kein sich hier ins Forum zu verdrücken.

Zur Motivation würde ich allen hier Mitlesenden und Antwortwilligen empfehlen: Schreibt dem Mädel nichts!!!! Erst soll sie sich mal hinsetzen und einen Teil ihres "Jobs" erledigen.

Und dann, Krümelchen, kommst Du wieder und erzählst, was Du geschafft hast. Aber auch erst dann!!! O.k.???

nicole-kruemel
21.04.2007, 12:33
Danke für die Antwort! Habe beim Lesen bemerkt, dass ich etwas Wichtiges vergessen habe: ich habe noch nie zu den Menschen gehört, die etwas aufschieben. Ich organisiere meine Arbeit so, dass ich immer rechtzeitig fertig bin und noch Luft habe, falls ich noch etwas zu korrigieren habe. Nur: es gelingt mir jetzt bei dieser Arbeit nicht. Und ich weiß nicht, warum. Ist nämlich Neuland für mich.

Liebe Grüße von dem 30 jährigen "Mädel", das sich trotzdem über Antwort freut! :smirksmile:

Ricarda44
21.04.2007, 22:33
Das ändert doch wohl nix an der Tatsache, dass das Mädel noch nichts in diese Richtung getan hat, ODER???

nicole-kruemel
22.04.2007, 13:58
Sorry, aber auf solche Antworten kann ich wirklich verzichten! Ich bin auch kein Kind mehr, sondern eine Frau von 30 Jahren, die gerade mal ein Problem hat und einen Rat sucht, weil ich mir ausnahmsweise mal nicht selber helfen kann! Kontruktives wäre echt mal nett!
Nicole-Kruemel

Ricarda44
22.04.2007, 17:01
Wie wär's mit Disziplin?

nicole-kruemel
23.04.2007, 09:21
Ja, Disziplin: Das ist jetzt so, als wenn du einer Magersüchtigen sagst: "Jetzt iss doch endlich etwas, du siehst ja so dünn aus."
Sie wird antworten: "Ja, würde ich gerne, wenn du mir sagst, wie ich das machen soll!"
Eine andere Idee?

Ricarda44
23.04.2007, 19:24
Ne, Du, nach 13 Stunden Arbeit sind mir die Ideen leider ausgegangen. Jetzt will ich mich nur noch entspannen.

Over_board
23.04.2007, 20:46
Ricarda,

ich glaube auch dass nicole-kruemel solche Tipps nicht braucht... wenn sie nur ihre Zeit vertrödeln wollte, dann wäre sie jetzt irgendwo im allgemeinen Forum und würde nicht hier fragen. Ich denke sie ist schon mündig genug um selbst entscheiden zu können wann sie vor den PC geht.

Nicole, was für eine Art Plan ist es denn die du dir bisher gemacht hast? Stehen da explizit Teilziele drin? Oder nur wann du arbeitest und wann du was fürs Examen tust? Einzelne Brocken kann man leichter angehen als einen einzigen riesigen Berg.

Es gibt ja so nette Zeitmanagementstrategien, Einteilungen nach Wichtigkeit und Dringlichkeit etc. Du schreibst, dass du eigentlich schon weißt was in deiner Arbeit stehen soll? Wovor genau hast du denn Panik? Zeitmangel? Dass die Arbeit nicht perfekt wird?

Und wodurch unterscheidet sich diese Arbeit denn von anderen Arbeiten, bei denen du keine Angst hattest? Fühlst du dich bei dem Thema unsicher? Vielleicht hilft es dann, es nochmal mit jemanden durchzusprechen? Das muss noch nicht mal jemand sein, der sich damit auskennt, es reicht schon wenn du jemanden erklärst worum es geht, dann kannst du nämlich das Thema selbst besser umreißen.

Lg overboard

Ricarda44
27.04.2007, 21:31
Es ist eindeutig zu erkennen, dass Krümel sich hier 'ne Zuflucht sucht, um sich vor ihrer eigentlichen Arbeit zu drücken. Und deshalb werde ich hier auch nicht weiter diskutieren. Das bringt ihr nämlich nichts. Ich werde/kann ihr bei ihrer Arbeit nicht helfen. Und so viel Motiviation sollte ein Erwachsener haben, dass er weiß, wann Pflicht zu erfüllen ist. Man kann zwar ein oder zwei Mal klagen und jammern, aber dann sollte man sich zusammen reißen und los legen BEVOR einem die Zeit weg läuft. In der Zeit, wo Kruemel hier herum diskutiert, hätte sie schon was anderes zu Papier bringen können.

BlauerHimmel
27.04.2007, 23:00
Was soll der Quatsch, hier Moralpredigten zu halten und anderen Leuten ihre Postings zu verbieten?? nicole hat eine vollkommen nachvollziehbare Frage gestellt, deren Beantwortung ihr helfen kann. Und deshalb sollten sich alle beteiligen, die etwas beizutragen haben.

Nicole: Hallo erstmal! Ich schlage mich auch immer mit solchen Sachen rum, bin aber i.A. nicht so diszipliniert wie du sonst - d.h. ich kenne das Problem relativ gut. Was ich unglaublich wichtig finde ist, einen Anfang zu finden. Es gibt diese Angst vor dem Beginn, den Schriftsteller und Klausurschreiber als horror vacui kennen. Die Angst, dass die Leere nicht verschwindet. Deshalb finde ich es wichtig, einzusteigen. Verbessern kann man hinterher auch noch. Aber man muss sich losmachen von Perfektionswünschen. Wenn man erstmal einen Einstieg hat, läuft der Rest meist recht gut durch, auch wenn man sich immer wieder treten muss. Ich denk bei sowas oft an den Spruch... Wie isst man einen Elefanten? ....... Stück für Stück.

Viele Grüße
BlauerHimmel

Inaktiver User
27.04.2007, 23:41
@ Blauer Himmel: :schild genau:
Ansprüche senken! Mir hat auch immer gut geholfen, sich strikt Zeiten zu geben, in denen man auf andere Gedanken kommen soll: Sauna, Sport oder so. Um den Kopf frei zu kriegen. Und tu Dir selbst alles Gute, was möglich ist!
Um die mentale Barriere zu überwinden, ist aber der "Weg der kleinen Schritte" gar nicht so schlecht. Am besten setzt Du Dich mit einem guten Freund/Freundin zusammen und besprichst/planst mit ihr Deine To Do-Liste oder ein Konzept gemeinsam.
Ich drück' die Daumen!
Ehrenpreis

Datakrfj
28.04.2007, 09:58
Liebe Nicole,

Du bist nicht alleine. Unter dem was Du beschreibst leiden eigentlich fast alle Studenten. Schau doch mal hier in den Strang (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=52291) rein, dort sind viele die gerade ihre Diplom- oder Magisterarbeit schreiben. Vielleicht hilft es Dir ja Dich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Liebe Grüße
Data, die froh war, als ihre Arbeit endlich abgegeben war.

nicole-kruemel
01.05.2007, 18:25
Hallo, Ihr Lieben!

Danke für Eure Tips, habe Positives zu berichten! Ich habe mittlerweile den Bücherberg an Literatur erklimmt, die Gliederung erstellt, einige Seiten geschrieben- es geht also aufwärts. Die Veranstaltung für Sonntag ist auch schon fertig. Ich habe mir jetzt einen Plan gemacht, auf dem draufsteht, was ich jeden Tag an dieser Arbeit tun werde. Es sind freie Zeiten und ein kleiner Puffer eingebaut. In den letzten Tagen hat sich das gut bewährt. Bin mal gespannt, was ich bis zum Wochenende geschafft habe.

Und weiter gehts! Liebe Grüße

Datakrfj
01.05.2007, 18:31
Liebe Nicole,

das hört sich doch alles sehr gut an. Mach Dir immer kleine gut zu bewältigende Pakete zum Beispiel für jeden Tag, oder für jede Woche, ich denke, das unterstützt auch die Motivation, wenn man ein klares Ziel hat und nicht so ein diffuses: in ein paar Wochen/Monaten muss ich die Arbeit abgeben.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall weiterhin Erfolg und ich muss mich jetzt auch wieder ans Lernen machen, damit ich mein Tagespensum heute noch schaffe. :smirksmile:

Liebe Grüße
Data

nicole-kruemel
20.05.2007, 19:57
An alle, die an mich gedacht haben:

Es ist geschafft! Meine Arbeit ist fertig und geht morgen in die Post! Juchu, ein Leben nach der Hausarbeit ist in Sicht!!

Ricarda44
21.05.2007, 11:03
Ich gratuliere!
Zu Deinem Fleiß und dem Erfolgswillen.
*DaumendrückfürmegamässigeBelohnung!*

;-)