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Aster
12.04.2007, 16:11
Hallo zusammen,

ich versuche gerade mich durch den Versicherungsdschungel zu schlagen und stehe nun vor der Frage: wie wichtig ist eine private Unfallversicherung? Laut Berater natürlich sehr wichtig, die meisten Unfälle passieren ja tätsächlich nicht bei
der Arbeit oder auf dem Weg dorthin.
Vielleicht könnt ihr mir mal eure Meinung sagen...achja eine BU habe ich...
Vielen Dank schonmal.

frau_antje
12.04.2007, 17:10
Liebe Aster,
eine Unfallversicherung ist m.E. sehr wichtig, denn nach einem Unfall (einem wirklich ernsten) schnell an Geld zu kommen, z.B. für einen behindertengerechten Umbau Deiner Wohnung, Hilfs- und Pflegemittel etc. etc.
Allerdings ist es oft so, dass einem Leistungen angeboten werden, "die die Welt nicht braucht". Dazu zähle ich die sog. Übergangsleistung.
Wichtig sind bei einer Unfallversicherung zwei Dinge
1. Invalidität (möglichst mit Progression, denn je höher die verbleibende Invalidität, desto höher der Bedarf an Geld)
2. Todesfallsumme, weil man auf eine zu erwartende Invaliditätssumme in Höhe der Todesfall-Leistung eine Vorauszahlung bekommen kann.
Wenn Du selbständig bist, kannst Du noch ein Tagegeld abschliessen, ist aber in meinen Augen nicht notwendig und meistens sehr teuer.

Eine Unfallrente sehe ich persönlich ebenfalls als nicht notwendig an, noch dazu wo Du eine BU (sehr wichtig!) hast.
Die Rentenleistung an sich schon, aber eben nicht über die Unfallversicherung, sondern über eine BU.

Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen.

Viele Grüße
frau_antje

Aster
13.04.2007, 10:44
Hallo frau_antje,

erstmal vielen Dank für deine Antwort. Ja, das hilft mir doch schonmal weiter....:blumengabe:

LG Aster

Nocturna
13.04.2007, 18:28
Ich habe für die ganze Familie eine Unfallversicherung abgeschlossen, weil es für mich keinen Sinn macht, sich gegen die Folgen eines Todesfalls zu versichern, damit die Familie nicht mittellos dasteht, aber das „Risiko“ des Überlebens nach einem schweren Unfall außer Acht zu lassen.

Böse gesprochen müsste mein Mann also das Zeitliche segnen, damit es für die Hinterbliebenen den optimalen Verlauf nimmt, schuldenfrei dank Risikoversicherung. Aber falls er schwerbehindert“ seinen Skiunfall überlebt, dann würden die Probleme erst anfangen. Die BU würde soviel zahlen, dass wir uns was zu essen kaufen könnten, aber der notwendige Umbau vom Haus, der Umzug in eine behindertengerechte Wohnung oder ein behindertengerechtes Auto, eine teure Reha?

Mein Mann ist viel mit dem Auto unterwegs, wir fahren Ski, der Sohn ist jung und unerschrocken. Wie schnell da was passieren kann, habe ich erst vor ein paar Wochen erlebt, als Sohn (10) hier in unserer ruhigen Nebenstraße vom Auto über den Haufen gefahren wurde und das vor unseren Augen. Außer einem Salto Mortale und einem Totalschaden am Fahrrad ist nichts passiert, unglaublich, aber was wäre, wenn unser Kind invalide geworden wäre? Wir hatten Glück, aber darauf allein mag ich mich nicht mehr verlassen.

Aster
14.04.2007, 15:50
Nocturna, dir auch vielen Dank für deinen Bericht :blumengabe:

Tendiere wohl auch dazu, eine Unfallversicherung abschließen. In der nächsten Woche habe ich noch einen Beratungstermin... mal sehn, was dabei rauskommt...
Lese gern noch weitere Meinungen...

Schönes Wochenende.

Aster

Maxys
16.04.2007, 20:14
Hallo, schreib mir mal eine PN, und mail mal, was herausgekommen ist, werde mal überprüfen, ob Du richtig beraten wurdest. Habe die Erfahrung gemacht, dass viele Berater keine ausreichende Deckungssummen für den Abschluss der Unfallversicherung empfehlen.

Cassis05
17.04.2007, 08:04
Ich rate allen jungen Leuten zu einer Unfallversicherung, denn je älter man wird und je mehr "Gebrechen" sprich Vorerkrankungen man hat desto schwieriger ist es (praktisch unmöglich) eine Unfallversicherung überhaupt zu bekommen. Lt. Statiskik sind es ja grade die Älteren, die unfall-anfällig sind, aber dann wird man von den Versicherungsgesellschaften nicht mehr genommen. Das Risiko ist einfach zu hoch, da lässt sich dann nichts mehr dran verdienen.:smirksmile:
LG, Cassis

Inaktiver User
02.05.2007, 05:40
Nocturna, dir auch vielen Dank für deinen Bericht :blumengabe:

Tendiere wohl auch dazu, eine Unfallversicherung abschließen. In der nächsten Woche habe ich noch einen Beratungstermin... mal sehn, was dabei rauskommt...
Lese gern noch weitere Meinungen...

Schönes Wochenende.

Aster

Guten Morgen Aster.

Hast Du schon erste Ergebnisse? Oder noch Fragen?

Schöne Grüße

justii

Aster
02.05.2007, 13:43
Hallo Justii-g,

danke für die Nachfrage.
Habe die Aktion momentan etwas auf Eis gelegt, da meine berufliche Situation ziemlich unklar ist.
Grundsätzlich denke ich aber schon, dass es wichtig ist, eine Unfallversicherung zu haben...werde mich dem Thema später nochmal widmen....

Grüße
Aster

Inaktiver User
03.05.2007, 10:49
Hallo! Also ich hab mich dazu ausführlichst (!!!) beraten lassen, eine private Unfallversicherung lohnt sich hauptsächlich wenn man im gefährdungs-bereich liegt, sprich, du irgendwelche Sportarten wie Skifahren, Reiten, usw. betreibst, weil da bist du unfallmäßig nicht abgesichert. Auf dem Weg von und zur Arbeit (vorausgesetzt es ist der direkte Weg) bist du m.E. durch die Versicherung über deinen Arbeitgeber abgesichert.

Invalidität usw. kann man auch z.b. über andere Versicherungen (z.b. Lebensversicherung) mit einbeziehen, daher ist der extrabeitrag nicht immer empfehlenswert. Oft ist sowas in Verbindung mit anderen Versicherungen günstiger.

Viele Grüße!

/edit: ich würd dir auch den Tip geben, dich nicht von einer speziellen Versicherungsgesellschaft sondern von einem unabhängigen Berater beraten zu lassen...

Inaktiver User
03.05.2007, 11:30
....

Invalidität usw. kann man auch z.b. über andere Versicherungen (z.b. Lebensversicherung) mit einbeziehen, daher ist der extrabeitrag nicht immer empfehlenswert. Oft ist sowas in Verbindung mit anderen Versicherungen günstiger.
....

Soso, und welche Leistungen sind bei Invalidität mit der Lebensversicherung versichert? In welchen Verbindungen ist die Unfallversicherung günstiger als bei einem reinen Unfallvertrag?

Du meinst doch hoffentlich keine UPR (UV mit Prämienrückgewähr) oder UBR (UV mit Beitragsrückzahlung), bei der man am Ende einer langen Laufzeit mindestens die einbezahlten Beiträge zurück erhält?

Diese sind Unfallversicherungen, die mit einer Lebensversicherung gekoppelt sind und sollen
Der größte Betrug der Versicherungswirtschaft sein, da sie meist schlechte Unfallversicherungen mit einer noch schlechteren Verzinsung eines LV-Sparvorganges koppeln.

Daß man dabei Beiträge sparen kann, wäre auch eine glatte Lüge. Denn bei dieser Kombination zahlt man einen Beitrag X, der sich aus zwei Komponenten zusammen setzt:
a) dem ganz normalen Beitrag für die Unfallversicherung und
b) dem ganz normalen Beitrag für die Lebensversicherung

Da die Aufteilung der Beiträge meist nicht offen gelegt wird, weiß der Kunde dies bloß nicht. Merken würde er dies, wenn er eine ganz normale Unfallversicherung des Anbieters anbieten lassen würde, da diese nur einen kleinen Bruchteil des o.g. Beitrages X kosten würde. Man zahlt also bei der UPR/UBR ein Vielfaches an Beitrag als bei einer reinen Unfallversicherung.

Fragte er nach dem Verbleib des Restbeitrages, könnte er dann erfahren, daß dieser ganz schlicht und einfach in die LV hinein wandert.

Würde der Interessent nun die reine Unfallversicherung mit dem geringen Beitrag nehmen und den Restbeitrag selbst anlegen, würde er in der selben Zeit erheblich mehr Geld erwirtschaften als wenn dies in der verbundenen LV angelegt wird...

Ein weiterer Vorteil: Der Kunde ist bei getrennten Vorgängen (UV und Anlage) vollkommen flexibel. Er kann seine Unfallversicherung variabel seinen Bedürfnissen anpassen, ohne daß gleich der große Gesamteitrag erheblich höher wird. Er kann auch in Notzeiten mal z.B. bei der Anlage den Beitrag aussetzen und nur die UV weiterzahlen ohne daß dadurch Versicherungsschutz verloren geht. Würde er dies bei der UPR/UBR machen, würde durch eine Beitragsreduzierung nicht nur der Sparvorgang sondern auch die Versicherungssumme der Unfallversicherung leiden...


Warum wird so etwas dann empfohlen:
a) Die Provision ist bei der UPR/UBR um ein Vielfaches höher als bei der reinen Unfallversicherung
b) Das Produkt ist an Menschen, die nicht nachdenken, viel leichter zu verkaufen. Man braucht nur sagen: "Willst Du eine kostenlose Unfallversicherung? Bei mir bekommst Du eine lebenslange Unfallversicherung, bei der Du zwar zunächst Beiträge bezahlen mußt, bei der Du aber am Ende mindestens die einbezahlten Beiträge zurück bekommst. Du hast dann also ein Leben lang kostenlosen Versicherungsschutz gehabt"

Besonders diese "Scheingünstigkeit", verbunden mit meist schlechten Versicherungsbedingungen und einer noch schlechteren Rendite lässt sowohl die Verbraucherschützer als auch Stiftung Warentest davor warnen. Und ich schließe mich dieser Warnung an.

Solltest Du tatsächlich von einem unabhängigen Berater diese Kombination angeboten und empfohlen bekommen haben, dann gute Nacht...

Schöne Grüße

justii

Nocturna
03.05.2007, 11:55
Hallo! Also ich hab mich dazu ausführlichst (!!!) beraten lassen, eine private Unfallversicherung lohnt sich hauptsächlich wenn man im gefährdungs-bereich liegt, sprich, du irgendwelche Sportarten wie Skifahren, Reiten, usw. betreibst, weil da bist du unfallmäßig nicht abgesichert. Auf dem Weg von und zur Arbeit (vorausgesetzt es ist der direkte Weg) bist du m.E. durch die Versicherung über deinen Arbeitgeber abgesichert.

Lol, was war denn das für ein Berater?

Die Menschen verunglücken also überwiegend auf dem Weg in die Arbeit und beim Sport. Wo hat dein Berater denn diese Statistik her? Das ist ja mal ausgesprochen erheiternd.

Die meisten Menschen verunglücken in der Freizeit oder bei der Hausarbeit. Dazu braucht man auch gar kein gefährliches Hobby pflegen, ein Stolpern auf der Treppe oder im Winter auf dem Glatteis kann reichen, um sich in den Krankenstand zu begeben. Von auf Leitern steigen, hobbymäßiges Handwerken, Fahrradfahren wollen wir erst gar nicht reden. Vorsichtig sein reicht nicht. Du kannst aufpassen wie ein Luchs, aber wenn dich ein Auto partout über den Haufen fahren will, bist du machtlos und ja, es kann jede Minute passieren.

Über die Mogelverpackungen wie Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung hat sich Justii-g ja bereits richtig ausgelassen.

Wenn du das nicht glauben kannst, empfehle ich dir die Finanztest von 06/2005. Per Webabruf für nur 50 Cent kannst du erfahren, auf was es ankommt und was man nicht abschließen soll.

Inaktiver User
03.05.2007, 14:12
Nachtrag:

Glaubst Du wirklich (@kratani) daß für den Arbeitsweg und in der Arbeit die Absicherung über die Berufsgenossenschaft ausreichend ist, um Dir nach einem Unfall mit Invaliditätsfolge einen ausreichenden Lebensstandard für den Rest des Lebens zu gewährleisten?

Glaubst Du auch daran, daß diese Unfallvorsorge ausreichend ist um gegebenenfalls Dein Haus, Deine Wohnung oder Dein Fahrzeug behindertengerecht umzugestalten?

Ja? Wirklich?

Dann solltest Du Dir die im Invaliditätsfall ausbezahlten Zahlungen und Renten einmal genau ansehen. Es gibt ja Statistiken darüber. Das ist zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig. Einen "Lebensstandard" kann man sich i.d. Regel jedenfalls nicht mehr leisten. Dafür kann man dann ganz in Ruhe gelegentlich mal beim Sozialamt vorbei schauen...

Über die Mini-Summen, die beim Verlust von einzelnen Gliedmaßen gezahlt werden, brauchen wir uns eigentlich gar nicht mehr unterhalten.

* Was ist mit dem Verlust der Stimme (aufgrund Unfall a.d. Arbeitsweg)? I.d. Regel keine Leistung.
* Was ist mit d. Verlust des Geruchssinnes (aufgr. Unfall a.d. Arbeitsweg)? I.d. Regel keine Leistung.
* Hört sich vielleicht lustig an, aber was ist mit Invaliditätsfolgen von Insektenstichen oder Tierbissen (z.B. Hundebiss) auf dem Arbeitsweg? Keine Leistung! Doch ein Insektenstick am Auge oder im Mund-Rachen-Hals kann schon reichen...

juhuuu... da bedankt man sich doch.
Man kann ja dann täglich zu seinem früheren Berater gehen und bei dem Essen und sich dort die Wäsche waschen lassen. Der macht das sicher gern, damit er nicht verklagt wird.

Mir bleibt hier nur den Kopf zu schütteln...

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
03.05.2007, 16:45
ich hab nicht gemeint, dass es nicht sinnvoll ist... da ich aber nicht sehr oft Sport treibe (das einzigste ist mal ausführlich spazieren gehen) und auch Skifahren usw. für mich jetzt wegfällt, rentiert sich diese Versicherung nicht. Zumindest nicht wenn man bei der Allianz war. Und da ist eine Invaliditätsleistung mit in meiner Lebensversicherung drin, ich hätte also doppelt gezahlt und in der Lebensversicherung war dieser Beitrag aufgegliedert, das war weniger, als meine extra abgeschlossene.
am Ende kriegt man nirgendwo soooo viel raus, dass man davon leben könnte.

frau_antje
03.05.2007, 22:10
so also jetzt muss ich mich doch nochmal meinen senf dazu geben :freches grinsen:

also eine ubr/upr (jede versicherung nennt es anders, ist aber alles das gleiche) hat mit einer lebensversicherung rein garnichts zu tun. eine upr ist einfach eine unfallversicherung, die mit einer gewissen laufzeit (mindestens 12 jahre wegen der kapitalertrags-steuer). die bezahlten beiträge bekommt man am ende der laufzeit vollkommen wieder auszbezahlt - mit einer verzinsung. die ist nicht sehr hoch, dafür hat man sozusagen beitragsfreien versicherungsschutz gehabt. eventuelle leistungen aus einem unfallschaden werden davon unabhängig bezahlt und haben auch keinerlei auswirkungen auf den vertrag.
upr/ubr sind teurer als die normale risikounfallversicherung, das ist richtig. betrug ist es mit sicherheit keiner, es ist schlichtweg geschmacksache.

und bevor hier falsche gedanken aufkommen: ich verdiene mein geld nicht mit dem verkauf von versicherungen :zwinker:

ich habe sehr lange im unfallversicherungsbereich einer versicherung gearbeitet, deswegen kenne ich mich damit ganz gut aus.

ich persönlich habe eine unfallversicherung mit einer relativ hohen grundsumme und progression. sprich bei einer 100%igen invalidität würde ich einen richtigen batzen geld bekommen, um somit z.b. meine wohnung behindertengerecht umbauen zu lassen etc.
ich halte das gerade für menschen unter 50 die nicht viel bzw. nichts (berufsunfähigkeit) von rente etc. erwarten können für sehr wichtig.

ich hoffe ich konnte euch etwas licht ins dunkel bringen.

viele grüße
frau_antje

frau_antje
03.05.2007, 22:14
@dg_kruemel - ich habe so den eindruck, dass du da von einem ahnungslosen beraten wurdest.
die meisten unfälle passieren mit dem auto/fahrrad/motorrad und im haushalt (treppen hinunterfallen etc.).
klar gibt es auch sportunfälle - aber die wirklich hohen invaliditäten bleiben nach verkehrsunfällen, da habe ich schon wirklich richtig üble sachen gesehen.

Inaktiver User
03.05.2007, 23:26
so also jetzt muss ich mich doch nochmal meinen senf dazu geben :freches grinsen:

also eine ubr/upr (jede versicherung nennt es anders, ist aber alles das gleiche) hat mit einer lebensversicherung rein garnichts zu tun. eine upr ist einfach eine unfallversicherung, die mit einer gewissen laufzeit (mindestens 12 jahre wegen der kapitalertrags-steuer). die bezahlten beiträge bekommt man am ende der laufzeit vollkommen wieder auszbezahlt - mit einer verzinsung. die ist nicht sehr hoch, dafür hat man sozusagen beitragsfreien versicherungsschutz gehabt. eventuelle leistungen aus einem unfallschaden werden davon unabhängig bezahlt und haben auch keinerlei auswirkungen auf den vertrag.
upr/ubr sind teurer als die normale risikounfallversicherung, das ist richtig. betrug ist es mit sicherheit keiner, es ist schlichtweg geschmacksache.

......

Hmmm.... wenn Du im Unfallversicherungsbereich gearbeitet hast, dann wundern mich diese Ausführungen zum Teil sehr.

Siehe zum Beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Private_Unfallversicherung#Unfallversicherung_mit_ Beitragsr.C3.BCckgew.C3.A4hr

Der Bund der Versicherten schreibt gar:

Auf keinen Fall sollten Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr (UPR) abgeschlossen werden. Bestehen solche
UPR-Verträge, sollten sie möglichst schnell gekündigt werden. Diese mit einem Sparvorgang verbundene
Unfallversicherung ist ein noch größerer "legaler Betrug" als die mit einem Sparvorgang verbundene
Kapitallebensversicherung. Die Rendite liegt in der Regel unter 3 Prozent. Lassen Sie sich nicht täuschen: Es gibt keine
"Versicherung zum Nulltarif" oder eine Versicherung "bei der Sie die Beiträge mit Gewinnbeteiligung
zurückbekommen". Sie erhalten nur die zusätzlich zu den (verbrauchten) Unfallversicherungsbeiträgen gezahlten
Sparanteile Ihrer Prämien zurück - mit einer mäßigen Verzinsung. So hat sich die Allianz gegenüber dem Bund der
Versicherten verpflichtet, ihre (irreführende) Werbung zur "Unfallversicherung zum Nulltarif ?", bei der man "die
Beiträge plus Gewinnbeteiligung zurückbekommt", einzustellen.

Ich hab mir jetzt nochmal die UPR/UBR-Bedingungen verschiedener Gesellschaften angesehen. Es sind definitiv Unfall- und LV-Bedingungen... Evtl. nicht bei allen Gesellschaften aber zumindest bei denen, die mir aktuell vorliegen.

Unabhängig davon gebe ich Dir aber vollkommen Recht mit Deiner Meinung über den Berater von dg_kruemel. Wollen wir hoffen, daß er nie die Qualität seines Beraters durch einen Leistungsfall erfahren muß...

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
04.05.2007, 10:27
nun, da ich keine mehr habe ist es mir relativ egal...

und von wegen Unfall im Straßenverkehr... da kommt doch sowieso derjenige auf, der den verschuldet hat oder? Und wenn das nicht ich war, dadurch aber invalide werde, krieg ich doch Geld!? naja so gut kenn ich mich damit etz auch nicht aus!

Inaktiver User
04.05.2007, 10:27
nun, da ich keine mehr habe ist es mir relativ egal...

und von wegen Unfall im Straßenverkehr... da kommt doch sowieso derjenige auf, der den verschuldet hat oder? Und wenn das nicht ich war, dadurch aber invalide werde, krieg ich doch Geld!? naja so gut kenn ich mich damit etz auch nicht aus! Ich weiß nur, dass mir das ganze zu teuer war.

Und da ich eine Lebens-, Berufsunfähigkeits-, Invaliditäts Kombiversicherung schon habe, ist das abgedeckt, soweit ich das daraus ersehen kann.

Inaktiver User
04.05.2007, 13:52
nun, da ich keine mehr habe ist es mir relativ egal...

und von wegen Unfall im Straßenverkehr... da kommt doch sowieso derjenige auf, der den verschuldet hat oder? Und wenn das nicht ich war, dadurch aber invalide werde, krieg ich doch Geld!? naja so gut kenn ich mich damit etz auch nicht aus! Ich weiß nur, dass mir das ganze zu teuer war.

Und da ich eine Lebens-, Berufsunfähigkeits-, Invaliditäts Kombiversicherung schon habe, ist das abgedeckt, soweit ich das daraus ersehen kann.


Krümel...rein theoretisch ist das so :smirksmile: allerdings besteht häufig das Problem - zumal bei schweren Verletzungen und langwierigen gesundheitlichen Folgen - dass der Haftpflichtversicherer des schuldigen Unfallgegners versucht, den/die Geschädigte über Verzögerungen, immer wieder neue Gutachtenanforderungen, etc. mürbe zu machen um dann irgendwann mal nen Vergleich ( zu seinen Gunsten versteht sich ) zu schließen.

Deine Berufsunfähigkeitsversicherung steigt erst dann ein, wenn du in der Tat berufsunfähig bist. ( In der Regel ab 50 % ) Sie zahlt dir dann zwar die vereinbarte mtl. BU-Rente ( die in den meisten Fällen allerdings zu niedrig abgeschlossen wird ) eine Kapitalleistung erhältst du allerdings nicht.

Bedenkt man, dass eine Unfallversicherung mit hervorragendem Bedingungswerk und mit entsprechenden Vers.Summen ausgestattet, aufs Jahr gesehen nicht mal so viel kostet wie ein Päckchen Kippen pro Woche :smirksmile: dann ist die Frage - Unfallversicherung ja oder nein - eigentlich überflüssig....finde ich.

Wenn du natürlich eine sündhaft teure UPR hattest, ( und das kann man bei der Allianz leider fast schon voraussetzen ) dann wundert es mich natürlich nicht - dass du von Unfallversicherungen nicht besonders viel hältst.

Zu deinem Berater - der , wie du ja mal in einem anderen Finanzthread anmerktest - ein ehemaliger Banker und heute bei der Bonnfinanz tätig ist, schließe ich mich meinen Vorrednern an...

Und es wundert mich daher auch eigentlich gar nicht, dass du oben von einem " Kombiprodukt " schreibst das er dir einst wohl verkauft hat als er deine ehemaligen Allianz-Versicherungen neu " gestaltet " hat.

Sollte ich mich irren mit dem " Kombiprodukt " dann nehme ich diesen einen Satz natürlich sofort zurück :smile:

In diesem Sinne
Austernschluerfer :smirksmile:

Inaktiver User
04.05.2007, 14:17
ne der mich zur Unfallversicherung beraten hat, war nicht der von der Bonnfinanz... dem hab ich das noch gar net erzählt... als ich den kennen gelernt hab, waren leider schon mehrere Jahre Beiträge in die Allianz futsch. Aber was macht man nicht alles als unwissende 18 jährige, wenn einem gesagt wird "das BRAUCHST DU!" *kopf-an-die-wand-hau*

wieviel kostet dann so eine Unfallversicherung im Normalfall für einen Durchschnittsmenschen? Ich bin ja wie du sagst Allianz-Geschädigt - und inzwischen hab ich wirklich keine gute Meinung mehr von der Allianz. Vor allem wollten die mir Unfallversicherung UND zusätzlcih noch Invaliditätsversicherung raufdrücken...

Inaktiver User
04.05.2007, 14:21
Krümel... da fragst du am besten den Justii...was ne Spitzenunfallversicherung exakt kostet- der kennt sich da bestens aus.

Gruß Austernschluerfer

frau_antje
04.05.2007, 17:58
@Justii-g - die Ausführungen bei Wikipedia halte ich z.T. ehrlich gesagt für grottenfalsch. Es ist definitiv nicht so, dass eine UPR mit einer Leben etwas zu tun hat. Es ist einfach ein Teil Unfallversicherung und ein Ansparteil. Ich war in der Entwicklung meines Arbeitgebers dabei, deswegen bin ich mir da gaaaanz sicher :zwinker:
Bis vor ein paar Jahren (ich weiss den genauen Zeitpunkt ehrlich nicht mehr) - war es kartellrechtlich verboten, dass Komposit und Lebensversicherung zusammen waren, deswegen haben ja viele Versicherungen eine XY Versicherungs AG und eine XY Lebensversicherungs AG.
Der Spartanteil wird natürlich angelegt um Geld zu erwirtschaften, den immerhin zahlt man dem Kunden am Ende der Laufzeit die kompletten Risikobeiträge zurück zzgl. einer Gewinnbeteiligung. Und ich mag ja noch nichtmal ausschliessen, dass Geld u.a. auch in Lebensversicherungen investiert wird, aber dann das Geld aller UPR-Beitragszahler und nicht separat für den Einzelnen.

Wo ich Wikipedia recht gebe ist, dass sich eine UPR besonders für Kinder eignet, also eine Art Ausbildungsversicherung oder fürs Auto, wenns Kind 18 ist.

Auf keinen Fall würde ich eine UPR kündigen, denn die Verluste bei einer vorzeitigen Beendigung sind wirklich enorm. Wenn man sie nicht mehr weiterführen will, sollte man sie beitragsfrei stellen, dann ist der Verlust nicht ganz so hoch, als wenn man sich den Rückkaufswert auszahlen lässt.

Aber ich gebe Dir natürlich darin recht, dass es mit Sicherheit bessere Möglichkeiten gibt, wenn man jetzt z.B. 100 Euro im Monat überhat, dass man 20 Euro für die Risiko-Unfallversicherung ausgibt und die restlichen 80 Euro anderweitig anlegt.
Die Verzinsung bei einer UPR ist wirklich nicht sehr gut.

In diesem Sinne euch allen ein unfallfreies schönes Wochenende
frau_antje

Inaktiver User
05.05.2007, 01:05
@Justii-g - die Ausführungen bei Wikipedia halte ich z.T. ehrlich gesagt für grottenfalsch. Es ist definitiv nicht so, dass eine UPR mit einer Leben etwas zu tun hat. Es ist einfach ein Teil Unfallversicherung und ein Ansparteil. Ich war in der Entwicklung meines Arbeitgebers dabei, deswegen bin ich mir da gaaaanz sicher :zwinker:
Bis vor ein paar Jahren (ich weiss den genauen Zeitpunkt ehrlich nicht mehr) - war es kartellrechtlich verboten, dass Komposit und Lebensversicherung zusammen waren, deswegen haben ja viele Versicherungen eine XY Versicherungs AG und eine XY Lebensversicherungs AG.
Der Spartanteil wird natürlich angelegt um Geld zu erwirtschaften, den immerhin zahlt man dem Kunden am Ende der Laufzeit die kompletten Risikobeiträge zurück zzgl. einer Gewinnbeteiligung. Und ich mag ja noch nichtmal ausschliessen, dass Geld u.a. auch in Lebensversicherungen investiert wird, aber dann das Geld aller UPR-Beitragszahler und nicht separat für den Einzelnen.

Wo ich Wikipedia recht gebe ist, dass sich eine UPR besonders für Kinder eignet, also eine Art Ausbildungsversicherung oder fürs Auto, wenns Kind 18 ist.

Auf keinen Fall würde ich eine UPR kündigen, denn die Verluste bei einer vorzeitigen Beendigung sind wirklich enorm. Wenn man sie nicht mehr weiterführen will, sollte man sie beitragsfrei stellen, dann ist der Verlust nicht ganz so hoch, als wenn man sich den Rückkaufswert auszahlen lässt.

Aber ich gebe Dir natürlich darin recht, dass es mit Sicherheit bessere Möglichkeiten gibt, wenn man jetzt z.B. 100 Euro im Monat überhat, dass man 20 Euro für die Risiko-Unfallversicherung ausgibt und die restlichen 80 Euro anderweitig anlegt.
Die Verzinsung bei einer UPR ist wirklich nicht sehr gut.

In diesem Sinne euch allen ein unfallfreies schönes Wochenende
frau_antje

Wikipedia hin oder her...für mich eh nicht das Non plus Ultra...das ändert allerdings nix an der Tatsache, dass eine UPR - ähnlich wie eine BU mit Beitragsrückgewähr eine absolute Verarschung der Kunden ist.... Beitragsrückgewähr bedeutet nach z.B. 20 Jahren nix anderes als Verlust...( bezieht man die Inflation mit ein ) nur...das erzählt man den Kunden natürlich nicht wenn ein Abschluss droht.

Sieht man sich dann noch die Versicherungssummen an bei eingermassen bezahlbaren UPRs ...wenn du schon die Kinder hier ansprichst...@ Frau Antje... dann muss man schon als Vermittler recht hart gesotten sein, oder knapp bei Kasse um derartige Versicherungen anzubieten.

Wenn du tatsächlich aus der Versicherungsbranche kommst, ja sogar bei der Entwicklung derartiger Produkte in Ansätzen beteiligt warst, gebe ich dir den guten Rat mal darüber nachzudenken was du hier von dir gibst.

In diesem Sinne
Austernschluerfer

frau_antje
05.05.2007, 09:38
lieber austernschlürfer,
ich dachte das hier ist eine plattform wo sich leute austauschen.
ich wusste nicht, dass es eine plattform ist, wo man ohne grund angegriffen wird.
zu sagen ich solle mir überlegen was ich sage finde ich eine unverschämtheit. was veranlasst dich dazu, so unfhöflich zu mir zu sein?
ich wollte nur mein wissen weitergeben, die entscheidung welche versicherung man wann abschliesst, sollte jeder für sich selber treffen dürfen.
ich werde mich hier dann nicht weiter äussern, da daran offensichtlich kein interesse besteht.
und ganz ehrlich - behalte deine ratschläge und erfreue andere leute damit.

Inaktiver User
05.05.2007, 21:54
Liebe Frau Antje...in der Tat ist das ein Forum in dem sich Leute austauschen und ab und an an um Rat fragen.

Wenn ich dann derartige Postings wie das Deinige zur UPR lese - dann kann ich dir sagen was mich dazu bewogen hat, mein obiges Posting zu verfassen.... Eine UPR ist in der Tat eine Versicherungsvariante die kein Mensch...mit Ausnahme der Versicherungswirtschaft und deren Auschließlichkeitsknechte braucht... das ist schlichtweg Fakt und 1000 fach mittlerweile belegt und berechnet.

Ich kann nicht nachvollziehen, dass du dieses Mittel der Geldvernichtung hier auch nur in Ansätzen...z.B. für die lieben Kleinen die sich hinterher, deiner Meinung nach...nach 20 Jahren nachdem ihre Eltern für sie eine derartige UPR abgeschlossen haben, ein Auto davon kaufen können.... anpreist.... bzw. positiv besetzt.

In der Tat liebe Frau Antje ist dies wie bereits eingangs erwähnt ein Forum in dem auch unbedarfte Menschen ( in Sachen Versicherungen / Kapitalanlagen ) mitlesen und für sich den einen oder anderen Rat suchen ...nur dieser Rat... Dein Rat zur UPR ist schlichtweg ein schlechter Rat.

Wundere dich also bitte nicht, dass ich hier mit etwas härteren Bandagen... vor allem auch eingedenk deiner " versicherungswirtschaftlichen Vorbildung " rangehe...bzw. schreibe. Ein gewisses Mass an Verantwortlichkeit für das was man hier schreibt und propagiert, setze ich einfach voraus.

In diesem Sinne
Austernschluerfer

Inaktiver User
05.05.2007, 22:42
Nochwas zum Thema...Frau Antje... bzw. zu meinem - nach deiner Ansicht etwas harschen Ton....bezüglich deines Postings zur UPR....

Ich hätte statt meines - meiner Meinung nach recht netten :freches grinsen: Postings auch dein Posting problemlos in seine Einzelteile zerlegen können
( Versicherungsexperten könnten das wahrscheinlich sogar noch wesentlich besser )

...z.B. u.a. deinen Satz zur Kündigung von bestehenden UPRs.... :freches grinsen: ich zitiere hier mal deine Worte:

Auf keinen Fall würde ich eine UPR kündigen, denn die Verluste bei einer vorzeitigen Beendigung sind wirklich enorm. Wenn man sie nicht mehr weiterführen will, sollte man sie beitragsfrei stellen, dann ist der Verlust nicht ganz so hoch, als wenn man sich den Rückkaufswert auszahlen lässt.

Was gibt es da noch hinzuzufügen ???????????????? fragt sich der ach so böse Austernschluerfer :zwinker: :zwinker: :zwinker:

Übrigens...Frau Antje.... dass dir und einem Großteil der Versicherungsbranche der Begriff " Inflation " oder " Inflationsrate " eher als Fremdwort erscheint - dafür kann ich nun wirklich nix...

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
05.05.2007, 23:26
Zitat. Frau Antje....

und ganz ehrlich - behalte deine ratschläge und erfreue andere leute damit.[/quote]

Frau Antje...ein klassischer Spruch... :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: der mich allerdings nicht daran hindern wird :cool: meine Meinung zu äußern.... kannst ja gerne weg- oder drüberlesen :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: wenn du es nicht erträgst.... :smile:

Gruß Austernschluerfer :smirksmile: der gerade überlegt , welchen Geldsegen und Kundennutzen er während der letzten 15 Jahre an sich hat vorübergehen lassen.... in Sachen UPR ....lol....

DieCarmen
06.05.2007, 12:10
Hallo ihr Experten!

Habe mir letzte Woche auch 3 Angebote über eine Unfallversicherung machen lassen. Nur kenn ich mich damit zu wenig aus, ob die Deckungssummen auch tatsächlich ausreichen.

Ich geb mal ein Beispiel:
Invalidität mit Progression 350%......50.000 Euro
Vollinvalidität..............................175.0 00 Euro
Rente............................................. .500 Euro
KH-Tagegeld......................................20 Euro
Todefallleistung...............................5.0 00 Eruo
Kosmetische OP.............................10.000 Euro
Übergangsleistung mit Sofortleistung....5.000 Euro
Druckkammerkosten..........................3.000 Euro

Monatlich gesamt.................................17.55 Euro

Ist das zu teuer? Reicht die Deckung?? Fehlt was???

Bitte schreibt mal was dazu. Ich brauche dringend eine Unfallversicherung

Liebe Grüße

Carmen

DerExperte
06.05.2007, 14:09
Hallo ihr Experten!

Habe mir letzte Woche auch 3 Angebote über eine Unfallversicherung machen lassen. Nur kenn ich mich damit zu wenig aus, ob die Deckungssummen auch tatsächlich ausreichen.

Ich geb mal ein Beispiel:
Invalidität mit Progression 350%......50.000 Euro
Vollinvalidität..............................175.0 00 Euro
Rente............................................. .500 Euro
KH-Tagegeld......................................20 Euro
Todefallleistung...............................5.0 00 Eruo
Kosmetische OP.............................10.000 Euro
Übergangsleistung mit Sofortleistung....5.000 Euro
Druckkammerkosten..........................3.000 Euro

Monatlich gesamt.................................17.55 Euro

Ist das zu teuer? Reicht die Deckung?? Fehlt was???

Bitte schreibt mal was dazu. Ich brauche dringend eine Unfallversicherung

Liebe Grüße

Carmen

hallo carmen!

pauschal läßt sich das so nicht beantworten!!!
ob zu teuer hängt an der detailleistung.
du musst die gliedertaxen ansehen und beispiele
berechnen, um zu sehen, ob das richtig gut oder
richtig schlecht ist.
ob die summen passen läßt sich so auch nicht sagen,
da man dazu deine situation genauer analysieren müßte.
tagegelder haben meiner meinung nach nichts in einer
unfallversicherung verloren, sofern du diese nicht wünschst oder
keine anderweitige absicherung bekommen kannst.
lass dich unabhängig beraten.

beste grüße,

DerExperte

Inaktiver User
07.05.2007, 05:54
nun, da ich keine mehr habe ist es mir relativ egal...

und von wegen Unfall im Straßenverkehr... da kommt doch sowieso derjenige auf, der den verschuldet hat oder? Und wenn das nicht ich war, dadurch aber invalide werde, krieg ich doch Geld!? naja so gut kenn ich mich damit etz auch nicht aus!

Hallo dg_kruemel.

Theoretisch ist das natürlich so. Faktisch wirst Du aber um jeden Cent streiten müssen, da die gegnerische Versicherung natürlich freiwillig kaum Zahlungen leisten wird.

Ich gehe also davon aus, daß Du das fehlende Vorhandensein der Unfallversicherung durch eine gute Rechtsschutzversicherung zu kompensieren versuchst. Oder?

Du brauchst aber für solches immer auch einen langen Atem, denn eine schnelle Regelung durch eine gegnerische Versicherung ist nicht die Regel. Bis die Angelegenheit gerichtlich durch ist, dauert es oft mehrere Jahre... (mit oft unsicherem Ausgang, welche Leistungen dann tatsächlich bezahlt werden). Trifft Dich eine Mitschuld oder bist Du gar selbst an dem Unfall im Strassenverkehr schuld, sehe ich ziemlich schwarz.

Noch ein Stolperstein: Gerade in den letzten Jahren werden (glaubt man der Statistik) immer mehr Fahrzeuge festgestellt, die ohne Versicherungsschutz im Strassenverkehr bewegt werden. Passiert der Unfall mit so einem Kandidaten, kannst Du mal versuchen, von jemandem Geld zu bekommen, der nicht einmal seinen Versicherungsbeitrag bezahlen konnte...

Ich bin nach wie vor der Meinung, daß eine fehlende Unfallversicherung schon aufgrund des minimalen Beitrages an der falschen Stelle gespart ist...

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
07.05.2007, 06:03
Hallo ihr Experten!

Habe mir letzte Woche auch 3 Angebote über eine Unfallversicherung machen lassen. Nur kenn ich mich damit zu wenig aus, ob die Deckungssummen auch tatsächlich ausreichen.

Ich geb mal ein Beispiel:
Invalidität mit Progression 350%......50.000 Euro
Vollinvalidität..............................175.0 00 Euro
Rente............................................. .500 Euro
KH-Tagegeld......................................20 Euro
Todefallleistung...............................5.0 00 Eruo
Kosmetische OP.............................10.000 Euro
Übergangsleistung mit Sofortleistung....5.000 Euro
Druckkammerkosten..........................3.000 Euro

Monatlich gesamt.................................17.55 Euro

Ist das zu teuer? Reicht die Deckung?? Fehlt was???

Bitte schreibt mal was dazu. Ich brauche dringend eine Unfallversicherung

Liebe Grüße

Carmen


Hallo Carmen.

Ob die Summen ausreichen, kann ich Dir so nicht sagen, da mir zu viele Infos zu Deiner Person fehlen. Ebenso kann ich Dir nicht sagen, ob die Versicherungsbedingungen gut sind, da hierzu Gesellschaft und Tarifbezeichnung benötigt werden.

Was ich Dir sagen kann ist, daß der Beitrag für diese Summen-Leistungen erheblich zu teuer ist. Ich habe diese mal verglichen und bin, selbst bei hervorragenden Versicherungsbedingungen, zu erheblich günstigeren Beiträgen gekommen...

Grundsätzlich stellt sich auch die Frage, ob Du eine Todesfall-Absicherung in der Unfallversicherung benötigst (die dann nur bei Unfall-Tod bezahlt). Meist ist ja sowieso eine ausreichende Todesfall-Versicherung in Form einer Lebensversicherung (idealerweise Risikoleben) vorhanden, so daß man sich den teueren Einschluß in der Unfallversicherung gut sparen kann. Die Versicherungen schließen dieses Risiko in ihre Standard-Angebote allerdings gern ein, da hier ein relativ teuerer Beitragsanteil (für den Todesfallschutz) mit einem relativ niedrigen Risiko (Unfalltod) zusammen trifft. Für die Unfallversicherung also ideal *lächel*

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
07.05.2007, 08:23
Hallo Carmen.




Invalidität mit Progression 350%......50.000 Euro
Vollinvalidität..............................175.0 00 Euro
Rente............................................. .500 Euro
KH-Tagegeld......................................20 Euro
Todefallleistung...............................5.0 00 Eruo
Kosmetische OP.............................10.000 Euro
Übergangsleistung mit Sofortleistung....5.000 Euro
Druckkammerkosten..........................3.000 Euro

Monatlich gesamt.................................17.55 Euro



Ich hab grad nochmal nen Hochleistungs-Tarif (Sehr gute Versicherungsbedingungen) gerechnet, damit wir wissen, wovon wir reden :-)

Invalidität mit Progression 600%......50.000 Euro
Vollinvalidität..............................300.0 00 Euro
Rente............................................. .500 Euro Plus
KH-Tagegeld......................................20 Euro
Todefallleistung...............................5.0 00 Eruo
Kosmetische OP.............................10.000 Euro
Übergangsleistung mit Sofortleistung....15.000 Euro
Druckkammerkosten..........................10.000 Euro
Bergungskosten................................10.0 00 Euro
Kurkostenbeihilfe................................5 .000 Euro
Verbesserte Gliedertaxe
Assistance-Leistungen (ähnl. "Unfallvers. die auch putzt u. kocht...")

Monatlich gesamt.................................10,81 Euro

Damit kostet das Dir vorliegende Angebot als mehr als 62% zuviel !!! Und das, obwohl einzelne Summen viel niedriger sind als im Beispiel hier...

Die Empfehlungen, wie hoch die Invaliditätssumme sein sollte, gehen sehr weit auseinander (eine verbindliche Empfehlung gibt es nicht). Je nach Beruf und Familienstand, Lebensstandard, Haushaltseinkommen, Alleinverdiener, Verpflichtungen usw. wird eine Versicherungssumme in Höhe des 5fachen bis 10fachen des Brutto-Jahreseinkommens bei Vollinvalidität empfohlen.

Schöne Grüße

justii

DieCarmen
08.05.2007, 17:56
Danke Justii,

hab ich mir doch gedacht, dass man da schnell übers Ohr gehauen wird.
Werde dieses Angebot von mir auch nicht unterschreiben.

Von welcher Versicherung sprichst du?

Gruß
Carmen

Inaktiver User
09.05.2007, 07:29
=> PN

lg. justii