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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankenversicherung / Zahnspange



Toyo
30.03.2007, 11:00
Hallo, kennt sich da jemand mit Zahnarztrechnungen wegen Zahnspangen aus? Meine Freundin ist dabei, gerade in die Luft zu gehen. (Vielleicht geht es mir in einem Jahr genauso. Töchterchen hat ja auch eine).

Vor ein paar Wochen bekam sie eine Zusatzvereinbarung geschickt, die sie selber zahlen soll, weil die Krankenkasse das nicht übernimmt. Es handelt sich nur mal so um knapp 1000,- Euronen. Diese Behandlungen wären aber absolut notwendig. Gut, ich hab mir das mal angeschaut. Von meinem Zahnarzt wusste ich, dass Versiegelung, Röntgen, Reinigung Zusatzleistungen sind. Kann man machen lassen, muss aber nicht. Aber Positionen wie Bracket einsetzen / Entfernen, Teilbögen gehören doch zum festen Bestandteil einer Spange.

Und dass noch 2 Kinder aus der Schule und ein Nachbarkind, die beim gleichen Zahnarzt sind, mehr oder weniger die gleichen Vereinbarungen bekommen, ist doch auch seltsam. Und das alles im gleichen Zeitraum. Die haben doch nicht alle zur gleichen Zeit die Spange einsetzen lassen.

Freundin kommt nachher vorbei und bringt mir die Vereinbarung mit. Falls jemand da noch detailliertere Auskünfte braucht.

Hoffentlich hab ich nicht zu undurchsichtig geschrieben. Ansonsten, einfach nachfragen.

Danke
Toyo

Inaktiver User
30.03.2007, 15:13
Hallo,

meine Nachbarin hatte mit ihrer Tochter exakt das gleiche Problem und rief daraufhin bei der Techniker Krankenkasse, in der sie versichert ist, an.

Dort sagte man ihr, dies sei NICHT medizinisch notwendig, und riet ihr ab, zu unterschreiben.

Der Sachbearbeiter der TK sagte : "diese Zusatzleistungen sind ein Mercedes, aber ein Opel tut es genauso".

Es grüßt die Piratenkönigin!

Schokoladenfee
30.03.2007, 22:25
Genau die gleiche Antwort bekam auch ich von unserer Krankenkasse.
Unsere (ehemalige) Kieferorthopädin wollte von mir eine Unterschrift für Zusatzleistungen die mich so nebenbei 3.200Euro gekostet hätten.

Wir haben daraufhin
( mit der ausdrücklichen Zustimmung der Krankenkasse)
die Praxis gewechselt.

Die einzigen Zusatzkosten die bei unserer jetzigen Kieferorthopädin auf uns zukamen waren 200Euro für
"fast unsichtbare" Keramikbrackets.

Inaktiver User
30.03.2007, 23:45
Mein Wissensstand ist eigentlich, dass die GKV für Zahnspangen eigentlich gar nicht mehr zahlt, auch bei Kindern. Es gibt glaub ich 5 Abstufungen, und nur bei der Stufe 5, einer massiven Fehlstellung, zahlt die GKV, bei allen anderen die medizinisch auch korrekturbedürftig sind, zahlt die Kasse gar nichts dazu. Ich hab deshalb eine private Zusatzversicherung abgeschlossen, die jetzt wenigstens die Hälfte übernimmt (von geschätzten 5.700 Euro für meine Tochter, über drei Jahre).

Schokoladenfee
31.03.2007, 10:56
Also wir sind "nur" gesetzlich versichert und unsere Krankenkasse bezahlt.

Sicherlich gibt es immer strengere Richtlinien, aber wir haben das Glück - oder Pech - dass wir unter diejenigen fallen, die auch nach den Maßstäben der Krankenkasse eine Spange zum regulieren benötigen.

Den Eigenanteil haben wir natürlich auch zu tragen, welchen man aber nach erfolgreich abgeschlossener Behandlung zurückbezahlt bekommt.

Inaktiver User
31.03.2007, 16:47
So ist es bei meiner Nachbarin bzw. ihrer Tochter auch. Die "normale" Zahnspange wird abzüglich Eigenanteil von der Techniker Krankenkasse übernommen. Und den Eigenanteil bekommt meine Nachbarin auch zurück, wenn das Kind die Behandlung konsequent mitgemacht hat.
Viele Grüße von der Piratenkönigin!