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Inaktiver User
28.03.2007, 12:03
Hey ihr

Ich bin der Meinung, es ist besser ein separates Thema für freiwillig Kinderlose und alle, die dazu etwas sagen möchten, zu eröffnen. Aus Gründen des Respektes gegenüber unfreiwillig kinderlosen Menschen ("Abschied vom Kinderwunsch"), möchte ich die freiwillig- und unfreiwillig Kinderlosen "trennen".

Möchte daher hier gerne weiterschreiben:

Ich bin 33 Jahre alt und seit 11 Jahre weiß, spüre ich: Ich möchte keine Kinder haben. Ich fühle mich nicht zum Muttersein berufen. Ich weiß eigentlich gar nicht so recht warum.

Als ich 22 war, beschloss ich, mich weiter zu bilden und träumte von einer großen Karriere. Kinder? Schon damals sagte ich mir: Nein, lieber Karriere.

Aus der Karriere wurde dann doch nix, habe aber nun eine tolle Alternative, sog. "Traumjob" gefunden, arbeite daran und die ersten zwei Schritte auf dem Weg dahin sind getan. Beruflichen Ehrgeiz habe ich im klassischen Sinne nicht mehr, ich möchte im Berufsleben einfach nur glücklich werden und genug Zeit und Geld für meine Hobbies und Interessen haben.

Ein Kind passt nicht in mein Lebensziel!

Eigentlich ist dieser Entscheid für mich sonnenklar, wären da nicht die "ach-so-gutgemeinten" Ratschläge anderer Leute:

"Aber Kinder gehören doch zum Leben dazu"

"Du wirst es noch bereuen"

"Du wirst eine einsame alte Frau werden"

"Ihr wollt keine Kinder? Ja waruuuuuuuuuum denn niiiiiiiiiich?" Dann werde ich immer entsetzt und schief angeguckt, als wär ich ein Alien, jemand absolut unnormales. :ooooh:

Ich habe tatsächlich Angst vor der Einsamkeit, sehr große Angst sogar. Aber deswegen Kinder in die Welt setzen?

Ich verspürte bis jetzt noch nie in meinem Leben (ganz ehrlich!) den Wunsch nach Kindern, im Gegenteil.

Einerseits sehe ich Ehepaare, Lebenspartner, die ohne Kinder (alt und) glücklich geworden sind, andererseits sehe ich wiederum solche, wo die Frau verzweifelt "Ersatz" für ihren unerfüllten Kinderwunsch sucht: Reisen, Luxus, Shopping, Eigentumswohnung.

Was meint ihr, wenn man wirklich keinen Kinderwunsch hegt, kann man dann langfristig ohne Kinder glücklich werden?

Oder gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?

Ich möchte hier gerne die Pro's und Contra's von freiwilliger Kinderlosigkeit und Familie mit Kindern diskutieren.

Freiwillig Kinderlose, sowie auch Mütter sind herzlich willkommen, ihre Meinung zum Thema "Kinder, ja oder nein?" zu posten.

Freue mich auf eure (sachliche) Stellungnahme.

Liebe Grüße :blumengabe:

Inaktiver User
28.03.2007, 12:29
Fairy, gute Idee, hier in einem separaten Strang weiterzumachen!

Ich habe ja eigentlich schon alles gesagt, was es aus meiner Sicht zu sagen gibt, möchte aber doch noch auf den von Dir angesprochenen Punkt der Einsamkeit im Alter eingehen.

M.M. nach sind Kinder und evtl. Enkelkinder keinerlei Garantie dafür, dass man im Alter nicht einsam ist. Allein aufgrund der Tatsache, dass es kaum noch Familien gibt, die so dicht beieinander wohnen, dass sie in permanentem persönlichen Kontakt miteinander stehen, ist auch bei Menschen mit Kindern nicht automatisch gewährleistet, dass die Kinder im Alter für die Eltern da sind.

Und wie viele Familien gibt es, in denen überhaupt nicht erst das Bedüfnis besteht, sich um die alten Eltern zu kümmern. Weil man sich nichts zu sagen hat, sich einfach nicht versteht und die alten Eltern eher als Last und Verpflichtung ansieht, denn als Freude.

Meine Großmutter, die in einer "Betreutes Wohnen"-Einrichtung lebt, kann davon ein Lied singen. Die allermeisten ihrer Mitbewohner haben mehrere Kinder und Enkelkinder, die lediglich ab und zu mal zu Anstandsbesuchen vorbeischauen oder den obligatorischen Muttertagsstrauß anschleppen um das Gewissen zu beruhigen. Der Mythos von der lebenslang zusammenhaltenden Großfamilie ist längst gestorben.

Ob mit oder ohne Kinder, man sollte sich auf die Situation im Alter frühzeitig vorbreiten. Freundschaften pflegen, aktiv am Leben teilnehmen und sich auch über ganz andere Lebensformen im Alter Gedanken machen. Niemand sollte die eigenen Kinder als "Alterssicherung gegen Einsamkeit" betrachten. Man hat es selbst in der Hand, sich frühzeitig ein stabiles soziales Umfeld zu schaffen, das einen auch im Alter vor Einsamkeit bewahrt.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
28.03.2007, 12:56
Hi Spellbound

Danke. :blumengabe: Wir gewollt Kinderlosen haben ja wirklich im anderen Strang eigentlich nichts verloren. :peinlich:


M.M. nach sind Kinder und evtl. Enkelkinder keinerlei Garantie dafür, dass man im Alter nicht einsam ist. Allein aufgrund der Tatsache, dass es kaum noch Familien gibt, die so dicht beieinander wohnen, dass sie in permanentem persönlichen Kontakt miteinander stehen, ist auch bei Menschen mit Kindern nicht automatisch gewährleistet, dass die Kinder im Alter für die Eltern da sind.

In Mittel- und Nordeuropa sicherlich nicht. Wir haben eine ganz andere Einstellung zu Familie als zum Beispiel in meinem Heimatland, wo Eltern glauben, ihr Leben lang dem Kind sagen zu können, was es zu tun und zu lassen hat. *seufz* :knatsch: :unterwerf: :zahnschmerzen:



Die allermeisten ihrer Mitbewohner haben mehrere Kinder und Enkelkinder, die lediglich ab und zu mal zu Anstandsbesuchen vorbeischauen oder den obligatorischen Muttertagsstrauß anschleppen um das Gewissen zu beruhigen. Der Mythos von der lebenslang zusammenhaltenden Großfamilie ist längst gestorben.

Wir unterstützen zwar unsere Eltern und Schwiegereltern finanziell und helfen einander, wo es geht, aber so ne richtig enge Bindung besteht nicht. Mehr so rein freundschaftlich.

Ich denke auch, dass es auf dasselbe rauskommt: ob du nun kinderlos bist, oder Kinder/Enkel hast, die dich nie besuchen.


Niemand sollte die eigenen Kinder als "Alterssicherung gegen Einsamkeit" betrachten.

Das wäre sehr unfair gegenüber den Kindern.

Ich frage mich ehrlich, was in den Köpfen der Menschen vorgeht, die bissige Kommentare gegen gewollt Kinderlose ablassen?

Warum tun die das?

Frust ablassen? Dampf ablassen? Oder einfach nur Intoleranz?

Inaktiver User
28.03.2007, 13:06
Ich frage mich ehrlich, was in den Köpfen der Menschen vorgeht, die bissige Kommentare gegen gewollt Kinderlose ablassen?

Warum tun die das?
Frust ablassen? Dampf ablassen? Oder einfach nur Intoleranz?

Ach, vermutlich brauchen die bloß eine Rechtfertigung für ihren eigenen Lebensstil. Ich will auch nicht unbedingt Kinder. Das hat sehr persönliche Gründe, aber so eine Entscheidung ist doch auch sehr persönlich!
Im letzten Jahr gab es in meinem Bekanntenkreis 15 Geburten. Manchmal scheint kein anderes Thema mehr möglich zu sein als Kinder. Deshalb bin ich ganz froh, dass es diesen Strang hier gibt, um die Interessen der "gewollt Kinderlosen" wahrzunehmen!:cool:
lg, Ehrenpreis

Inaktiver User
28.03.2007, 13:23
Ach, vermutlich brauchen die bloß eine Rechtfertigung für ihren eigenen Lebensstil. Ich will auch nicht unbedingt Kinder. Das hat sehr persönliche Gründe, aber so eine Entscheidung ist doch auch sehr persönlich!
Im letzten Jahr gab es in meinem Bekanntenkreis 15 Geburten. Manchmal scheint kein anderes Thema mehr möglich zu sein als Kinder. Deshalb bin ich ganz froh, dass es diesen Strang hier gibt, um die Interessen der "gewollt Kinderlosen" wahrzunehmen!:cool:
lg, Ehrenpreis

Klasse Danke.

Ich sah hier viele Stränge, wo es um Kinder geht, aber keiner wo gewollt Kinderlose auch dazu stehen können, dass sie eben freiwillig keine Kinder wollen.

Man ist als solcher eine seltene Spezies, nur 12.5% der Frauen ab 40 sind kinderlos geblieben.

(Provokative Frage): Vielleicht sind einige Eltern auch neidisch, dass die Kinderlosen ihre volle Freiheit haben? Vielleicht auch weil es (abgesehen von den Reichen) ohne Kinder finanziell viel besser geht als mit Kindern?

Was ich immer noch nicht versteh sind Leute, die dich zum Kinderkriegen überschwatzen wollen. Nein, nicht etwa nahe Verwandte oder Freunde, sondern Leute, die es eigentlich einen feuchen D. angeht, ob du nun Kinder hast oder nicht. :wie?:

Der Klassiker: Frustrierte Mütter (natürlich sind nicht alle Mütter so, nur einige), die das Wort "Karrierefrau" aussprechen, als würden sie ausspucken, oder das Wort "Selbstverwirklichung", als würden sie was Ekliges ausspucken. Meist Frustbienen, die ab spätestens dem ersten Kind aufgehört haben, auf ihre äußere Erscheinung zu achten.

*provokativ formuliert* (Achtung: steckt n wenig Übertreibung drin).

Die wenigstens verstehen, warum sich Leute für die Kinderlosigkeit entscheiden.

Ja, warum eigentlich?

Bei mir ist es ganz klar und ich mache keinen Hehl draus: Ja, Selbstverwirklichung!

Inaktiver User
28.03.2007, 13:23
Im letzten Jahr gab es in meinem Bekanntenkreis 15 Geburten. Manchmal scheint kein anderes Thema mehr möglich zu sein als Kinder. !:cool:
lg, Ehrenpreis

Oh ja, an die Zeiten erinnere ich mich auch noch. Alles um mich herum wurde schwanger und ich kam mir vollends wie Fred vom Jupiter vor. Da muss man einfach durch und es wird garantiert auch wieder besser, glaube mir!

Inzwischen sind die Kinder meiner Freunde/Verwandten (alle so um die +/- 40) fast alle mindestens im Grundschulalter, die Eltern sind nach der ersten Babyeuphorie längst zum Nomalzustand zurückgekehrt, haben das Thema Familienplanung in aller Regel abgeschlossen und auch längst wieder andere Themen als ausschließlich ihren Nachwuchs im Repertoire.

Das macht es auch für mich als kinderlose Frau sehr viel einfacher. Kinder ja oder nein ist in meinem direkten Umfeld kein wirkliches Thema mehr. Entweder sie sind bereits da oder sie werden nie kommen. Die "Gnade des Alters":smirksmile: erspart mir also zunehmend die dummen Fragen, " wann es denn nun bei mir endlich soweit wäre..."

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
28.03.2007, 13:30
Davon sing ich auch mal n Liedchen, ok? :smile:

Einige Bekannte sind Eltern geworden. Da treffen sich natürlich ihresgleichen sehr schnell und die können stundenlang darüber plaudern, welche Windeln man nehmen sollte, das Verhalten der Kinder, ja und die Kinder...und blabla. Bei manchen hab ich das Gefühl, dass sie außer den Kindern gar keine Interessen mehr haben.

Ich: "kennst du den Film xxx mit Oskarpreistäger y?"
Jemand: "Nö"
Ich: "Kennst du schon das Buch soundso?"
Jemand "Nö"
Ich: "Na gehst du ans Konzert der Red Hot Chilly Peppers?"
Jemand: "Nein, ich kann nicht, wegen den Kindern"
Ich: "Wie war dein Wochenende?"
Jemand "Aaaa, toll, wir waren mit den Kindern....und bla bla und die Kinder bla bla ..und die Kinder bla bla schwatz fasel"
Dann - ich komme zur berühmten Nerv-Frage Nr. 1 zurück:

Jemand: "fairy, wann möchtet ihr Kinder haben?"

:nudelholz: :nudelholz: :nudelholz: :nudelholz: :nudelholz:

oder auch

Ich: "Nach meiner Umschulung werde ich .....beruflich bla bla fasel schwatz und hoffentlich krieg ich ne Stelle in ....bla bla schwatz...Traumjob..bla bla "

Jemand: "und was ist mit Kindern?"

och, nö, aua, stöhn. :zahnschmerzen:

Inaktiver User
28.03.2007, 13:46
Hallo ! Ich habe 2 Kinder :freches grinsen: Jep 2 an der zahl hab meinen ersten mit 18 bekommen und meinen 2 mit 23 .Ich würde meine beiden niemals nicht wieder missen möchten ,für mich wäre mein leben ohne meine Kiddys richtig leer und langweilig aber ja ich kann auch glauben das es Menschen gibt die ohne Kinder glücklich werden können wenn sie sich sicher sind keine zu wollen ,würde mir dann auch nie anmaßen die FRAU/mANN ZU BELEHREN ist doch jedermanns eigene Entscheidung :smile: :blumengabe: Sonnige Grüsse Keule :Sonne: :Sonne: :Sonne:

Inaktiver User
28.03.2007, 13:47
fairy der strang ist ja schön. Warum machst Du in Deinem letzten Posting trotzdem Front?

Ich hab Kinder und bin sehr glücklich mit ihnen, die Tiefs gehören auch dazu. Die hatte ich auch als Single ohne Kinder. Es ist schön, ich möchte nicht tauschen. Trotzdem kenne ich die neuesten Filme, die neuesten Bücher, habe auch noch ein Leben jenseits von Kinderfragen. Es geht. Ohne grössere Probleme. Mich interessieren die Kinder und auch die Dinge der Welt. Warum stellst Du denn Eltern so dar, als gäbe es für sie nichts anderes mehr?

Weisst Du, zwei Singles, die sich ein Ferienhaus in der Toskana kaufen, erzählen temporär sicherlich auch mehr davon, als von ihrer 2,5 Zimmer Wohnung in Oer-Erkenschwick. Vielleicht kommt sogar mal die Frage "wollt Ihr euch nicht auch so ein schönes Haus kaufen?"

Ich bin auch nicht sauer, wenn mir eine Single-Freundin von ihrer absoluten Freiheit vorschwärmt.

Ich hab Freundinnen, die Kinder haben, da reden wir viel und gerne über Kinderthemen (aber nicht nur :smile: ) und ich hab Freundinnen ohne Kinder, mit denen red ich genauso über beides, vielleicht weil die Kinderthemen eine andere Welt sind und auch interessant, warum sollten die das ablehnen und nicht drüber reden mögen? Man kann erzählen und man kann jeden Pups vergolden. Das würde mir selber keinen Spass machen.


Der Klassiker: Frustrierte Mütter (natürlich sind nicht alle Mütter so, nur einige), die das Wort "Karrierefrau" aussprechen, als würden sie ausspucken, oder das Wort "Selbstverwirklichung", als würden sie was Ekliges ausspucken. Meist Frustbienen, die ab spätestens dem ersten Kind aufgehört haben, auf ihre äußere Erscheinung zu achten.

Das ist genauso übles Klischeedenken, nur umgekehrt!

Inaktiver User
28.03.2007, 14:12
Hallo ....

auch ich gehöre dazu ... freiwillig natürlich ...
Es gibt andere Dinge, die mir einfach wichtiger sind ...
Es tut gut, wenn "frau" einen Freundeskreis hat, wo kaum über Kinder gesprochen wird.
Solche Fragen sind mir bekannt. Aber jetzt wissen (fast) alle, dass ich keine Interesse habe, Punkt. Zum Glück werde ich auch nicht so oft danach gefragt ...

Schöne kinderfreie Tage ;-)

NEW

Inaktiver User
28.03.2007, 14:14
Das ist genauso übles Klischeedenken, nur umgekehrt!


Meine Aussage:

Frustrierte Mütter (natürlich sind nicht alle Mütter so, nur einige), die das Wort "Karrierefrau" aussprechen, ...usw.

WO siehst du Klischeedenken? Bitte schau genau hin und lies dieses Posting nochmal, ok? Hab ich jemals erwähnt, dass alle Mütter so sind?


Warum stellst Du denn Eltern so dar, als gäbe es für sie nichts anderes mehr?

Bitte? :wie?: Ich sprach von Eltern in MEINEM UMFELD.

Stop!

@An alle, die sich angegriffen fühlen: Bitte bitte lest die Postings genau und wenn ich schreibe einige oder diejenigen, die ich kenne, dann heißt das nicht alle.

Die Reihenfolge ist: Lesen- Denken - Posten.

Danke. :blumengabe:

@An keule: Klasse, dachte schon, die Mütter kämen gar nicht mehr in diesem Strang, auch die Pro-Kinder-Seite ist jederzeit schön zu lesen. Du hast mit 18 schon dein erstes Kind gehabt?

Darf ich fragen, ob du nie das Gefühl gehabt hast, "etwas verpasst zu haben"? (Party, Reisen, Beruf, Karriere, usw.)?

Jo68
28.03.2007, 14:16
Zu dem Thema: Werdende und gewordene Eltern kennen nur ein Thema muss ich auch noch was loswerden.

Daran ist manchmal auch die Umwelt schuld! Es fing schon in der Schwangerschaft an, plötzlich redeten die Leute nur noch über Babys mit mir, selbst wenn ich andere Themen ansprach. Ehrlich gesagt ging mir das ziemlich auf den Wecker nur noch als Bauch gesehen zu werden, der anscheinend keinerlei andere Interessen mehr hat.
Und jetzt, wo die Kleinen da sind geht es so weiter. Am Wochenende waren wir auf einem Jazzkonzert, natürlich ohne unsere Zwillinge. Worauf haben uns die Bekannten, die wir dort getroffen haben, angesprochen? Klar, auf die Babys, dabei wollte ich lieber über die Musik sprechen.

Sicher gibt es auch diese Hardcore-Eltern wie Fairy sie beschreibt, aber es gibt eben auch Eltern, die von diesem Gehabe genauso genervt sind wie Ihr. Ganz schlimm finde ich persönlich diese Mütter, bei denen die Kinder alles andere zu ersetzen scheinen. Ich persönlich sehe die Kinder als Bereicherung an, sie kommen zu allem, was ich vorher war, aber sie ersetzen nichts. Meine Arbeit finde ich immer noch klasse und wichtig, ich gehe weiter in Konzerte oder ins Theater, auch wenn ich das jetzt stärker organisieren muss, aber da es mir wichtig ist, tue ich das eben auch.

So und ganz zum Schluss noch: Meine Schwester ist gewollt kinderlos, seltsamerweise hat das aber nie jemand in Frage gestellt (zumindest niemand aus unserer Familie, ob Kollegen sie genervt haben, weiß ich nicht). Irgendwie merkt man, dass es so richtig ist, dass es die für sie passende Lebensform ist.

Inaktiver User
28.03.2007, 14:22
Kinder sollte man kriegen, weil man Kinder süß findet, man ein Familienleben möchte, zur persönlichen Selbstverwirklichung eben auch Kinder dazu gehören und nicht (nur) der Job.
Auf keinen Fall sollte die Furcht, im Alter alleine zu sein, ein Grund sein.
Ich denke mal, meiner Großmutter gibt das schon viel, Enkel zu haben. Wir besuchen sie zwar nicht soo oft, weil wir woanders wohnen, aber da ist halt eine Nähe und wir mögen uns und ich glaube, dass es für sie total schön ist, Enkel zu haben, die in der Welt herumreisen, was zu erzählen haben, etc. Und für uns ist es auch total schön, eine liebe Oma zu haben.
So muss das aber nicht kommen, schließlich gibt es viele Familien, wo's anders läuft und die Alten nachher ganz und gar einsam sind.

Ich glaube im übrigen auch nicht, dass "überzeugte" Mütter auf "Karrierefrauen" neidisch sind oder umgekehrt. Man misst sich doch eigentlich immer mit denen, die einen ähnlichen Weg haben wie man selbst. Also bei mir ist das jedenfalls so. Ich mess mich eher mit meinen Studienkollegen oder mit meinen Freundinnen, nicht aber z.B. mit BWLer, die toll Karriere gemacht haben oder mit ehemaligen Mitschülern, die jetzt Kinder haben. Die sind ja in einer ganz und gar anderen Lebenssituation als ich.

Belustigend finde ich persönlich allerdings immer Leute, die meinen, sie müssten anderen vorschreiben, was diese zu tun haben. Also Kinderlosen, die Mütter gerne vorschreiben, dass diese doch zu Hause bleiben sollen (z.B. Bischof Mixa) oder Mütter, die null Verständnis dafür haben, dass andere keine Kinder wollen.

Laetitia

Inaktiver User
28.03.2007, 14:23
Hm, etwas schade, der Strang droht, wie so viele seiner thematisch ähnlichen Vorgänger, in "eine Mutter versus Nicht-Mutter -was ist besser und wer redet mehr über Themen, die die andere Fraktion nicht interessiern" abzudriften.

Ich denke, darum geht es hier nicht. Denn es ist doch wohl inzwischen allen klar, dass Klischees keinen Schritt weiterbringen. Die erlebe ich übrigens hier im Froum wesentlich häufiger als in der großen weiten Welt da draußen:smirksmile:

Freundinnen in der akuten Babyphase sind für Kinderlose und -ja, hab ich auch schon erlebt - für Menschen mit älteren Kindern teilweise nur schwer zu ertragen. Sitzen mehrere davon auf einem Fleck, ist es doch völlig logisch, dass sich über die gemeinsame, völlig lebensverändernde und einzigartige neue Erfahrung in epischer Breite ausgetauscht wird. Da kann ich nicht erwarten, mit "normalen" Themen einen Blumenpott zu gewinnen.
Das ist halt manchmal der Preis, den man als kinderlose Frau zahlen muss.

Aber diese Phase geht vorbei, aus hormongedopten Superübernurnochmuttis werden in aller Regel auch wieder ganz normale Frauen, die eben nicht nur über Breichenthemen reden wollen. Da muss man einfach etwas Geduld haben und sich während dieser Zeit vielleicht nicht ausgerechnet dem Kaffeetreffen der Pekipgruppe anschließen sondern unternimmt etwas mit anderen Menschen, deren Kindern größer sind oder die keine haben.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
28.03.2007, 14:28
Zu dem Thema: Werdende und gewordene Eltern kennen nur ein Thema muss ich auch noch was loswerden.

Daran ist manchmal auch die Umwelt schuld! Es fing schon in der Schwangerschaft an, plötzlich redeten die Leute nur noch über Babys mit mir, selbst wenn ich andere Themen ansprach. Ehrlich gesagt ging mir das ziemlich auf den Wecker nur noch als Bauch gesehen zu werden, der anscheinend keinerlei andere Interessen mehr hat.
Und jetzt, wo die Kleinen da sind geht es so weiter. Am Wochenende waren wir auf einem Jazzkonzert, natürlich ohne unsere Zwillinge. Worauf haben uns die Bekannten, die wir dort getroffen haben, angesprochen? Klar, auf die Babys, dabei wollte ich lieber über die Musik sprechen.

Sicher gibt es auch diese Hardcore-Eltern wie Fairy sie beschreibt, aber es gibt eben auch Eltern, die von diesem Gehabe genauso genervt sind wie Ihr. Ganz schlimm finde ich persönlich diese Mütter, bei denen die Kinder alles andere zu ersetzen scheinen. Ich persönlich sehe die Kinder als Bereicherung an, sie kommen zu allem, was ich vorher war, aber sie ersetzen nichts. Meine Arbeit finde ich immer noch klasse und wichtig, ich gehe weiter in Konzerte oder ins Theater, auch wenn ich das jetzt stärker organisieren muss, aber da es mir wichtig ist, tue ich das eben auch.

So und ganz zum Schluss noch: Meine Schwester ist gewollt kinderlos, seltsamerweise hat das aber nie jemand in Frage gestellt (zumindest niemand aus unserer Familie, ob Kollegen sie genervt haben, weiß ich nicht). Irgendwie merkt man, dass es so richtig ist, dass es die für sie passende Lebensform ist.

Hi Jo!


Daran ist manchmal auch die Umwelt schuld! Es fing schon in der Schwangerschaft an, plötzlich redeten die Leute nur noch über Babys mit mir, selbst wenn ich andere Themen ansprach. Ehrlich gesagt ging mir das ziemlich auf den Wecker nur noch als Bauch gesehen zu werden, der anscheinend keinerlei andere Interessen mehr hat.

Jetzt kannst du dir vorstellen, wie sehr das einer gewollt Kinderlosen auf den Wecker geht. :freches grinsen: Oder ich muss es anders sagen, es langweilt mich, weil es mich nicht interessiert.


Sicher gibt es auch diese Hardcore-Eltern wie Fairy sie beschreibt, aber es gibt eben auch Eltern, die von diesem Gehabe genauso genervt sind wie Ihr. Ganz schlimm finde ich persönlich diese Mütter, bei denen die Kinder alles andere zu ersetzen scheinen.

Oh ja, die schlimmsten sind diejenigen, die das Kinderkriegen dafür benutzt haben, endlich den lästigen Job loszuwerden, beruflich nicht das Richtige gefunden? Also: Kinder her!
Zwar gibt's viele Menschen, die beruflich nicht das Richtige gefunden haben, aber ein Kind, nur um endlich den Job kündigen zu können, das find ich nicht fair und halte es nicht für den richtigen Weg. "Desperate Housewifes" sag ich dieser Kategorie :freches grinsen: Statt Umschulung, Weiterbildung und Jobwechsel, n Kind und dann neidisch auf diejenigen, die gerne arbeiten, Karriere machen oder einfach nur berufstätig sind und gut Geld nach Haus' bringen.
Nichts gegen Hausfrauen im Allgemeinen, natürlich, ich spreche von einer kleinen Gruppe Mütter (und Hausfrauen). Klar wird man nicht glücklich wenn man ein Kind als Ersatz für etwas benutzt.

Ich kann und will auch kein Kind nur aus lauter Angst vor der Einsamkeit kriegen. Das wär' nicht fair.

Eigentlich find ich es sogar das Schlimmste: n Kind als Ersatz für Berufliches, Finanzielles, usw.

oder vielleicht noch Schlimmer: n Kind, um die Ehe zu retten.


Ich glaube im übrigen auch nicht, dass "überzeugte" Mütter auf "Karrierefrauen" neidisch sind oder umgekehrt.

überzeugte Mütter? Nein, auf keinen Fall. Die sind glücklich und strahlen das Glück auch aus, gönnen anderen ihr Glück, ihren Weg und ich gönne ihnen von Herzen ihr Kinderglück.


Hm, etwas schade, der Strang droht, wie so viele seiner thematisch ähnlichen Vorgänger, in "eine Mutter versus Nicht-Mutter -was ist besser und wer redet mehr über Themen, die die andere Fraktion nicht interessiern" abzudriften.

Ich denke, darum geht es hier nicht.

Korrekt. Darum geht es nicht.

Leider gibt es immer wieder welche, die sich nur schon angegriffen fühlen, wenn ich von Leuten aus meinem Umfeld berichte. Kann sowas echt nicht verstehn und das macht mich auch traurig und wütend. Oder schreib ich so undeutlich? :zahnschmerzen:


Freundinnen in der akuten Babyphase sind für Kinderlose und -ja, hab ich auch schon erlebt - für Menschen mit älteren Kindern teilweise nur schwer zu ertragen.

Ooooooooooh, ja. :zahnschmerzen:

Jo68
28.03.2007, 14:30
"Da kann ich nicht erwarten, mit "normalen" Themen einen Blumenpott zu gewinnen."

Doch, liebe Spellbound! Es gibt tatsächlich auch Mütter, die (wie ich oder meine beste Freundin) superfroh sind, mal NICHT über Windeln oder Strampler reden zu müssen! Ehrlich!!! Ich wünschte mir öfter mal solche Gespräche, anstatt immer wieder nur auf die Babys angesprochen zu werden. Es nervt nämlich, nur noch auf die Mutterrolle reduziert zu werden.

Aber jetzt trolle ich mich wieder aus dem Strang, wäre schön, wenn der ohne diese Fronten auskäme, ich habe sowieso nie verstanden, warum die immer zwischen Müttern und Nicht-Müttern oder auch berufstätigen oder nicht-berufstätigen Müttern gezogen werden müssen. Jeder nach seiner Fasson ist meine Meinung.

Ups, überschnitten: Ja, Fairy, ich habe auch drei "Ich habe keinen Bock auf Arbeit, also bekomme ich ein Kind"-Mütter im Bekanntenkreis. Absolut unmöglich und zum Glück habe ich keinerlei Kontakt mehr zu ihnen, denn das ist so ziemlich der schlechteste Grund, ein Kind zu bekommen.

Inaktiver User
28.03.2007, 14:33
Was meint ihr, wenn man wirklich keinen Kinderwunsch hegt, kann man dann langfristig ohne Kinder glücklich werden?

Oder gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?


Ich habe keine allgemeine und pauschale Meinung dazu, ob man Kinder zu einem erfüllten Leben braucht oder nicht. Jeder muss das individuell für sich entscheiden.
Kinder können zum Glück beitragen, müssen es aber nicht.

Ob ich selber mal Kinder bekommen werde oder nicht, das kann ich nicht vorhersagen. Es kommt, wie es kommt. Ich überlasse es dem Schicksal. Es gibt so viele Faktoren, die da mit einfließen, und wer weiß, wie es in paar Jahren mal aussieht? Ich mache mir darüber keinen Kopf. Ich lebe mein Leben und schaue, was noch so kommt. :smile:

Inaktiver User
28.03.2007, 14:35
Doch, liebe Spellbound! Es gibt tatsächlich auch Mütter, die (wie ich oder meine beste Freundin) superfroh sind, mal NICHT über Windeln oder Strampler reden zu müssen! Ehrlich!!! Ich wünschte mir öfter mal solche Gespräche, anstatt immer wieder nur auf die Babys angesprochen zu werden. Es nervt nämlich, nur noch auf die Mutterrolle reduziert zu werden.



Gut zu wissen:smirksmile: Und manchmal muss man sich wahrscheinlich auch an die eigene Nase fassen. Schon fast automatisch fühle ich mich oft verpflichtet, mich ausfühlrich nach dem Frischgeschlüpften zu erkundigen. Vielleicht aus der unterbewussten Befürchtung heraus, sonst desinteressiert oder gar neidisch zu wirken.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
28.03.2007, 14:40
Siehste Spellbound, und so kommt es dann am Schluss dazu, dass der eine denkt "mit der kann ich ja nur übers Kind reden".

P.S. In meinem Umfeld gibt es etliche Menschen, die weder die neuesten Filme noch die neuesten Bücher kennen. Ich schon. Die anderen interessieren sich einfach nicht dafür. Und die haben keine Kinder. Worüber redet man denn überhaupt so als "Smalltalk"?

Inaktiver User
28.03.2007, 14:44
Also 1.Hallo fairyprincess es ist immer wieder schön von dir zu lesen *flüster bin einer deiner Fans* zu deiner frage : Nein ich hatte nie das gefühl etwas verpasst zu haben ich würds immer wieder so machen habe keine Sekunde meine Entscheidung bereut Discogänger war ich nie und verreist sind wir 2mal mit Kind nur 1 mal ohne unsere Hochzeitsreise (oh mann die war die hölle hab mein Baby wie blöd vermißt) ,muss aber doch auch nicht jederso sein überleg mal JEDER wollte Kinder haben OOOOOOh mann die überbevölkerung wär noch schlimmer :freches grinsen: . Nr. 2 : Ich hab nen Cousin der ist total verückt nach all unseren Kindern in der Familie spielt und tobt mit denen als wenn er selbst eins wär ,nimmt sie auch super gerne mal über Nacht, hatt aber mit seiner Frau beschlossen keine Kinder zu bekommen SIE WOLLEN EINFACH KEINE und es ist ok. niemand von uns versucht ihm einzureden das er doch unbedingt welche haben muss um sein Leben zu bereichern er will keine Punktundaus . viele viele grüsse Keule:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Inaktiver User
28.03.2007, 14:44
Ich habe keine allgemeine und pauschale Meinung dazu, ob man Kinder zu einem erfüllten Leben braucht oder nicht. Jeder muss das individuell für sich entscheiden.
Kinder können zum Glück beitragen, müssen es aber nicht.

Ob ich selber mal Kinder bekommen werde oder nicht, das kann ich nicht vorhersagen. Es kommt, wie es kommt. Ich überlasse es dem Schicksal. Es gibt so viele Faktoren, die da mit einfließen, und wer weiß, wie es in paar Jahren mal aussieht? Ich mache mir darüber keinen Kopf. Ich lebe mein Leben und schaue, was noch so kommt. :smile:

Eine klasse und easy Einstellung! :allesok:



Aber jetzt trolle ich mich wieder aus dem Strang, wäre schön, wenn der ohne diese Fronten auskäme, ich habe sowieso nie verstanden, warum die immer zwischen Müttern und Nicht-Müttern oder auch berufstätigen oder nicht-berufstätigen Müttern gezogen werden müssen. Jeder nach seiner Fasson ist meine Meinung.

Schade. Solche Dinge find ich extrem schade. Schade, dass es immer wieder diese Zickereien gibt, weil sich manche grundlos angegriffen fühlen. :zahnschmerzen:

Ich möchte keine Fronten bilden zwischen Müttern und nicht-Müttern. Alles was ich möchte, ist eure Meinung hören, warum habt ihr Kinder? Warum seid ihr glücklich mit oder ohne Kindern? Diese Entscheidung ist etwas sehr persönliches. Ich habe kein Recht, jemandem zu sagen: ne, du, du sollst kinderlos bleiben, ich habe kein Recht zu sagen "mein Lebensstil ist besser als deiner". ich darf aber sagen: "Ich bin glücklich mit meinem Lebensstil und dass er öfters nicht akzeptiert wird, macht mich leicht säuerlich".


"Ich habe keinen Bock auf Arbeit, also bekomme ich ein Kind"-Mütter

Ja, genau die meine ich und nicht alle Mütter.

Aber okay, noch eine kleine Kinderlosen-Story :zwinker:

Ich habe eine Bekannte. Kinderlos geblieben. Beruflich? Naja, hm, ..wie darf ich das vorsichtig ausdrücken? ähm. Ihr-wisst-was-ich-meine, so ...nicht so guter Lohn, nicht so tolle Arbeit und so :zwinker: Sie hat irgendwie so nicht so richtig nen Sinn im Leben (ihre Ansicht): sie treibt keinen Sport, hat keine Hobbys, liest nichts, bildet sich nicht, hat eine Halbtagsstelle und wegen ihres miesen Lohnes ist sie von ihrem Mann (der sehr gut verdient) finanziell abhängig.

Dafür hat sie aber dann die lauteste Klappe, was sie sich wieder alles gekauft haben, so n neues Protzauto, wieder mal Urlaub auf den Malediven (natürlich!), teure Möbel, pipapo...

Eine sehr bösartige Frau, sie ist neidisch auf alle, die beruflich etwas aus sich gemacht haben oder auf alle Mütter. Sie hat bereut, dass sie kein Kind bekommen hat, aber nun ist es viel zu spät.

Sind deswegen alle Kinderlosen so? Nein.

Bin ich so? Nein, Gott bewahre!

Ich habe aber große Angst, so zu werden. Horror! :knatsch:

Inaktiver User
28.03.2007, 14:47
@ Spellbound : Frischgeschlüpften???? Brüll:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: *gringelndvorlachen* Keule

Inaktiver User
28.03.2007, 14:50
Siehste Spellbound, und so kommt es dann am Schluss dazu, dass der eine denkt "mit der kann ich ja nur übers Kind reden".



Na, so schnell geht das dann auch nicht. Steckt halt irgendwie so drin, dass man eine frischgebackene Mutter quasi automatisch nach dem Kind fragt. Und es gibt eben auch Mütter, die wirklich tödlich beleidigt sind, wenn man sich NICHT sofort als erstes nach den Nachwuchs erkundigt. Grade bei flüchtigen Bekannten oft nicht so einfach, nicht im Fettnapf zu landen.

In meinem engeren Umfeld ist es aber in der Regel so, dass Kinder, wenn vorhanden, eines von vielen anderen Themen sind. So fühlt sich niemand auf den Schlips getreten und monothematische Unterhaltungen (welchen Inhalts auch immer) kommen nicht zustande.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
28.03.2007, 14:52
Also 1.Hallo fairyprincess es ist immer wieder schön von dir zu lesen *flüster bin einer deiner Fans* zu deiner frage : Nein ich hatte nie das gefühl etwas verpasst zu haben ich würds immer wieder so machen habe keine Sekunde meine Entscheidung bereut Discogänger war ich nie und verreist sind wir 2mal mit Kind nur 1 mal ohne unsere Hochzeitsreise (oh mann die war die hölle hab mein Baby wie blöd vermißt) ,muss aber doch auch nicht jederso sein überleg mal JEDER wollte Kinder haben OOOOOOh mann die überbevölkerung wär noch schlimmer :freches grinsen: . Nr. 2 : Ich hab nen Cousin der ist total verückt nach all unseren Kindern in der Familie spielt und tobt mit denen als wenn er selbst eins wär ,nimmt sie auch super gerne mal über Nacht, hatt aber mit seiner Frau beschlossen keine Kinder zu bekommen SIE WOLLEN EINFACH KEINE und es ist ok. niemand von uns versucht ihm einzureden das er doch unbedingt welche haben muss um sein Leben zu bereichern er will keine Punktundaus . viele viele grüsse Keule:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Huhuuuuuuu keule, das find ich klasse. :blumengabe: Hihi, ich tue was gegen die Überbevölkerung, hey, klasse, dieses Argument kann ich beim nächsten Nervsack anwenden.

Hihi, so n paar Vorurteile gegen die Kinderlosen gefällig? :freches grinsen:

Egoistisch

Geldgeil

Karrieregeil

Verantwortungslos

Weichbecher

:freches grinsen:

Du und Jo68 ihr scheint echt ein klasse Umfeld zu haben, tolerant und easy. Sollt ich ma' das Umfeld wechseln? Freunde, Verwandte, fragen bei jedem Treffen: "Na, wie sieht's aus mit Baby?" "Möchtet ihr Kinder?"

Bei manchen Verwandten von mir kann ich nicht mit "Nein" antworten, sonst bin ich für immer abgeschrieben als die egoistische, geldgierige "Karrierefrau", naja, konservativer Osten, eben :zwinker: Also: "Mal sehn.....hat noch Zeit...." ist die beste Antwort und dann irgendwann in 10 Jahren "Ach wisst ihr, hat sich einfach nicht ergeben..." :freches grinsen:

Inaktiver User
28.03.2007, 14:56
Huhuuuuuuu keule, das find ich klasse. :blumengabe: Hihi, ich tue was gegen die Überbevölkerung, hey, klasse, dieses Argument kann ich beim nächsten Nervsack anwenden.

Hihi, so n paar Vorurteile gegen die Kinderlosen gefällig? :freches grinsen:

Egoistisch

Geldgeil

Karrieregeil

Verantwortungslos

Weichbecher

:freches grinsen:

Du und Jo68 ihr scheint echt ein klasse Umfeld zu haben, tolerant und easy. Sollt ich ma' das Umfeld wechseln? Freunde, Verwandte, fragen bei jedem Treffen: "Na, wie sieht's aus mit Baby?" "Möchtet ihr Kinder?"

Bei manchen Verwandten von mir kann ich nicht mit "Nein" antworten, sonst bin ich für immer abgeschrieben als die egoistische, geldgierige "Karrierefrau", naja, konservativer Osten, eben :zwinker: Also: "Mal sehn.....hat noch Zeit...." ist die beste Antwort und dann irgendwann in 10 Jahren "Ach wisst ihr, hat sich einfach nicht ergeben..." :freches grinsen:
AH,Kinderhasser oder so gelle :freches grinsen: :freches grinsen: Nö,kann mit vorurteilen leider nicht dienen, Glaube euch allen ganz in echt das ihr ohne Kinder glücklich seid und auf die Verwandten die dich verurteilen solltest du Pupsen :peinlich: ups

Inaktiver User
28.03.2007, 14:57
Sind deswegen alle Kinderlosen so? Nein.

Bin ich so? Nein, Gott bewahre!

Ich habe aber große Angst, so zu werden. Horror! :knatsch:

Das hast Du doch aber selbst in der Hand. Man wird nicht automatisch so, weil man keine Kinder hat. Denn wie würden sich die zahlreichen ätzenden Egobacken MIT Kindern dann erklären?

Kindern sind nichts, was automatisch einen besseren Menschen aus ihren Erzeugern macht.

Ich denke, es geht darum, für sich herauszufinden, wie man sein Leben optimal mit Sinn, Freude und Inhalt füllt. Das kann ich mit Kindern ebenso erfolgreich bewerkstelligen wie ohne. Gelingt es mir nicht, dann stellt sich möglicherweise der Neid auf andere ein, die es vermeintlich besser haben und die Reaktion ist Biestigkeit und Mißgunst auf alles, was ich nicht habe. Diese Phänomen ist allerdings kein "Privileg" von Kinderlosen.

Gruß, Spellbound

Chinaladen
28.03.2007, 14:59
Ich bin auch gewollt kinderlos und konnte mir ein Leben mit Kindern nie vorstellen.

Wenn nur 12,5% aller Frauen keine Kinder haben, dann ist die Frage "warum nicht?" eigentlich berechtigt. Reine Neugierde.

Und wenn ein Kind auf die Welt kommt, dann ist das ein extrem lebensveränderndes Ereignis für die Eltern. Natürlich reden die dann darüber. Dann ist der letzte Brei wirklich wichtiger, als irgendeine Selbstverwirklichung. Dann muss man eben auch mal hintenan stehen. Das geht Frauen, die ihre Kinder erst später eingeplant haben in dieser Situation genauso.

Wie meine Vorrednerin auch wundere ich mich aber darüber, dass Du Dich über die Klischees über Deine Situation ärgerst und beschwerst, dafür aber für Mütter nur Negativklischees übrig hast.

Wie lange geht dieser irrsinnig Mutter/Berufstätige/Karriere-Krieg unter uns Frauen eigentlich noch weiter? Ich warte seit Jahren auf Waffenstillstand.

Jo68
28.03.2007, 15:06
Jetzt muss ich ja doch noch mal schreiben :zwinker:

"Kindern sind nichts, was automatisch einen besseren Menschen aus ihren Erzeugern macht."

Ha - Solche Eltern kenne ich auch, also die, die meinen, dass sie jetzt bessere Menschen sind. Naja, eigentlich ist es nur eine Frau in meinem Bekanntenkreis, die so drauf ist, aber die nervt dafür auch wie vier ... Das finde ich eine absolut unmögliche und noch dazu völlig unrealistische Einstellung. Über die kann ich mich auch tierisch aufregen. Übrigens war meine Befürchtung im Geburtsvorbereitungskurs und bei Pekip nur auf solche Berufseltern zu treffen der Grund, warum ich auf beides verzichtet habe.

Ach und Fairy: Ich wollte Kinder, weil ich eine Familie wollte. Ich bin ein Familienmensch, verstehe mich blendend mit meinen Eltern und meiner Schwester, meine Cousinen sind Freundinnen, sogar mit meiner Schwiegermutter verstehe ich mich gut, und da erschien es mir nur logisch, das mit eigenen Kindern fortzusetzen.

Inaktiver User
28.03.2007, 15:07
Das hast Du doch aber selbst in der Hand. Man wird nicht automatisch so, weil man keine Kinder hat. Denn wie würden sich die zahlreichen ätzenden Egobacken MIT Kindern dann erklären?

Kindern sind nichts, was automatisch einen besseren Menschen aus ihren Erzeugern macht.

Ich denke, es geht darum, für sich herauszufinden, wie man sein Leben optimal mit Sinn, Freude und Inhalt füllt. Das kann ich mit Kindern ebenso erfolgreich bewerkstelligen wie ohne. Gelingt es mir nicht, dann stellt sich möglicherweise der Neid auf andere ein, die es vermeintlich besser haben und die Reaktion ist Biestigkeit und Mißgunst auf alles, was ich nicht habe. Diese Phänomen ist allerdings kein "Privileg" von Kinderlosen.

Gruß, Spellbound

:allesok: :schild genau:

Du hast wieder mal Recht, Spellbound.

Neid und Biestigkeit ist das Phänomen der Unglücklichen.

Seien das nun "kein Bock auf Arbeit"- Mommys oder "Mir fehlt ein Kind, also kauf ich mir n Ferrari"-Kinderlose :freches grinsen:

Hatten die gewollt Kinderlosen nie Angst, die falsche Entscheidung getroffen zu haben oder zu treffen?

Inaktiver User
28.03.2007, 15:09
Ich bin auch gewollt kinderlos und konnte mir ein Leben mit Kindern nie vorstellen.

Wenn nur 12,5% aller Frauen keine Kinder haben, dann ist die Frage "warum nicht?" eigentlich berechtigt. Reine Neugierde.

Und wenn ein Kind auf die Welt kommt, dann ist das ein extrem lebensveränderndes Ereignis für die Eltern. Natürlich reden die dann darüber. Dann ist der letzte Brei wirklich wichtiger, als irgendeine Selbstverwirklichung. Dann muss man eben auch mal hintenan stehen. Das geht Frauen, die ihre Kinder erst später eingeplant haben in dieser Situation genauso.

Wie meine Vorrednerin auch wundere ich mich aber darüber, dass Du Dich über die Klischees über Deine Situation ärgerst und beschwerst, dafür aber für Mütter nur Negativklischees übrig hast.

Wie lange geht dieser irrsinnig Mutter/Berufstätige/Karriere-Krieg unter uns Frauen eigentlich noch weiter? Ich warte seit Jahren auf Waffenstillstand.

STOP!

Nix Krieg. Bitte mein Posting Nr. 21 nochmals lesen. :blumengabe:, mein Posting Nr. 11 ist auch mehr als eindeutig.

Inaktiver User
28.03.2007, 15:14
Ach und Fairy: Ich wollte Kinder, weil ich eine Familie wollte. Ich bin ein Familienmensch, verstehe mich blendend mit meinen Eltern und meiner Schwester, meine Cousinen sind Freundinnen, sogar mit meiner Schwiegermutter verstehe ich mich gut, und da erschien es mir nur logisch, das mit eigenen Kindern fortzusetzen.

Welcome back und danke für die Stellungnahme aus Sicht einer "happy Mommy" :freches grinsen:

Prinzipiell geht's ja um s Glücklichsein und das erfüllte Leben, das jeder für sich selbst finden sollte.

Ich kann mir ein Leben mit Kindern auch nicht vorstellen, fühle mich nicht dazu berufen, mag aber jeder Mommy ihr Glück gönnen, wenn sie selbst glücklich ist mit ihren Kindern.

Mir geht es um die bissigen Kommentare seitens irgendwelcher unglücklichen Leute, die ich :gegen die wand: manchmal zu Herzen nehme. Ich bin ja selber blöd! Ich weiß. :gegen die wand:

Kinderlosigkeit muss nicht gleich "unglücklich mit 50" bedeuten und auch nicht gleich "Ferrari statt Kind". Darum ich bin immer froh, positive Erfahrungsberichte von Kinderlosen zu lesen und Argumente von den "Happy Mommys".

Mit Klischee, Krieg und Zickerei hat das im Grunde wenig zu tun.

Höchstens soviel, dass man sich von manchen Leuten (real life) so manche blöde Sprüche und Klischees anhören muss.

Juleken
28.03.2007, 15:27
Hallo, ich komm mal kurz hier rüber, ich wollte Euch ja gar nicht verjagen :peinlich: aber im Grunde ist dieser Strang doch auch super!
Das mit der Selbstverwirklichung ist ja echt so ein Thema. Ich bin daher froh, dass ich erst mit Mitte 30 mein Kind bekommen habe, somit habe ich mich schon eine Weile selbstverwirklicht, weiss wie man das tut:zwinker: und kann auch weiterhin darauf achten, das mir diese nicht abhanden kommt.

Ansonsten kann ich Dir keinen triftigen Grund nenne, warum ich mir immer Kinder gewünscht habe. Ich glaub aber, es ist ok, wenn man den Wunsch nicht auf eine Begründung reduzieren kann. Es war einfach in mir drin, und bei allem, was an Freiheit jetzt erst mal weggebrochen ist in meinem Leben, weiss ich, dass der Wunsch wirklich ganz tief innen drin war, denn sonst würde ich wohl nicht durchbrüllte meiner Nächte meines Baby einfach so hinnehmen und sie am nächsten Morgen immer noch "mein Engelchen" nennen und dabei noch superglücklich sein :gegen die wand: :schlaf gut: :freches grinsen:
Und nochwas: ich hab es mir gaaaaanz anders vorgestellt, ein Kind zu haben: ich dachte, es wär so wie vorher nur mit süßem Kind als Zugabe. Und da denke ich, seid Ihr bewusst Kinderlosen weitaus realitätsnaher, Ihr habt ein klareres Bild, was ein Kind Euch "wegnehmen" würde von Eurem Leben und sagt, "nein, ich bin nicht bereit, darauf zu verzichten". Aber ein Rückgaberecht hat man ja nicht, und ich würds wohl, auch wenn ich am Anfang an der Umstellung zu knabbern hatte, nicht in Anspruch nehmen :smirksmile:
lG
J.

Inaktiver User
28.03.2007, 15:30
Liebe Fairyprincess, liebe Ladies in diesem Weblog,

tatsächlich habe ich (43) mir viele Jahre lang Vorwürfe und Unverständnis von "Berufsmüttern" anhören müssen - gern waren das die Mütter meiner Partner, immer waren es deutlich ältere Frauen. Darin schwang IMMER ein unausgesprochener Neid auf die Freiheit meiner Generation mit, da wir die Wahl haben und die meisten von uns gesellschaftlichen Zwängen, wie es sie in den 60er und 70er Jahren noch gab, nicht mehr unterliegen. Mit der Freiheit aber ist es in einer Zeit, die seit ich auf dem Arbeitsmarkt bin, zunehmend bedrohliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen hat, nicht wirklich weit her. Und da bin ich beim Thema Glück: Was das ist, bestimmt sich immer vor dem Hintergrund der eigenen Sozialisation, abgestimmt mit den vorgefundenen Möglichkeiten des eigenen Lebens und der eigenen Person. Für mich jedenfalls spielte bei der Frage nach eigenen Kindern - neben der Tatsache, nie einen Kinderwunsch verspürt zu haben - das sehr hohe Armutsrisiko eine Rolle, das eine irgendwann womöglich alleinerziehende Mutter läuft. Und da bin ich wieder bei der Sozialisation und beim Glück: Wirtschaftliche Unabhängigkeit - nicht unbedingt durch Karriere, aber erreicht durch eine für mich persönliche sinnsftiftende Arbeit - ist für mich der Inbegriff von Glück - und so wie ich es kenne, das Gegenteil von Familienleben.

Hi Kurze

Ich verstehe dich nur viel zu gut! Genau so geht's mir. Zwar glücklich verheiratet, aber den Punkt des Armutsrisikos vor Augen (Schweiz). Wirtschaftliche Unabhängigkeit und Freiheit sind für mich persönlich ganz wichtige Faktoren fürs persönliche Glück. Du hast die Kinderlosigkeit nie bereut?

Klasse.

Wir leben ja echt nicht mehr in den 60ern und 70ern wo es noch hieß: Frau = Hausfrau und Mutter und sonst nichts. Frau hat gefälligst Kinder zu gebären sonst ist sie eine - wurde erwähnt- "taube Nuss" :freches grinsen:

Inaktiver User
28.03.2007, 15:40
Hallo, ich komm mal kurz hier rüber, ich wollte Euch ja gar nicht verjagen :peinlich: aber im Grunde ist dieser Strang doch auch super!
Das mit der Selbstverwirklichung ist ja echt so ein Thema. Ich bin daher froh, dass ich erst mit Mitte 30 mein Kind bekommen habe, somit habe ich mich schon eine Weile selbstverwirklicht, weiss wie man das tut:zwinker: und kann auch weiterhin darauf achten, das mir diese nicht abhanden kommt.

Ansonsten kann ich Dir keinen triftigen Grund nenne, warum ich mir immer Kinder gewünscht habe. Ich glaub aber, es ist ok, wenn man den Wunsch nicht auf eine Begründung reduzieren kann. Es war einfach in mir drin, und bei allem, was an Freiheit jetzt erst mal weggebrochen ist in meinem Leben, weiss ich, dass der Wunsch wirklich ganz tief innen drin war, denn sonst würde ich wohl nicht durchbrüllte meiner Nächte meines Baby einfach so hinnehmen und sie am nächsten Morgen immer noch "mein Engelchen" nennen und dabei noch superglücklich sein :gegen die wand: :schlaf gut: :freches grinsen:
Und nochwas: ich hab es mir gaaaaanz anders vorgestellt, ein Kind zu haben: ich dachte, es wär so wie vorher nur mit süßem Kind als Zugabe. Und da denke ich, seid Ihr bewusst Kinderlosen weitaus realitätsnaher, Ihr habt ein klareres Bild, was ein Kind Euch "wegnehmen" würde von Eurem Leben und sagt, "nein, ich bin nicht bereit, darauf zu verzichten". Aber ein Rückgaberecht hat man ja nicht, und ich würds wohl, auch wenn ich am Anfang an der Umstellung zu knabbern hatte, nicht in Anspruch nehmen :smirksmile:
lG
J.

Willkommen in diesem Strang, Juleken, du hast uns nicht verjagt. Aber ich fand es etwas respektlos gegenüber ungewollt Kinderlosen an die große Glocke zu hängen, dass man keine Kinder will und die riiiesen Freiheit sehr genießt und so. Daher der Extra-Thread. :blumengabe:

Mag sein, dass wir es etwas realistischer sehen? Ich weiß es nicht. Ich kann aus meiner Sicht nur erzählen, dass mein Mann und ich alle Faktoren gegeneinander abgewogen haben, geredet und geredet, pro und contra, zum Beispiel "Armutsrisiko Kind(er)", was für (materielle) Wünsche wir haben, was für Vorstellungen vom glücklichen Leben, was für Erwartungen vom Leben und siehe da: einstimmig beschlossen, dass ein Kind da nicht reinpasst. Es wäre sehr unfair gegenüber dem Kind.
Zur Zeit tue ich beruflich nicht das, was ich mir erhofft und erwünscht habe. Ich bin sehr frustriert im Job (Kündigungsfrist läuft). Mir gingen so Gedanken durch den Kopf: "Okay, dann kannst du ja immer noch Hausfrau und Mutter werden", kurze Zeit später dann zu mir selbst "Hey, geht's noch? Wenn du deine Freiheit willst, meine Liebe, dann kämpfe dafür, dann benutz sicher nicht einen kleinen unschuldigen Menschen dafür, sondern wenn du keinen Bock auf Arbeit hast, wenn du kein 8-Std. im Büro-Sitzer bist, dann such dir das, was dir liegt", Mut gefasst, gekündigt, mich zu (wenigstens zum Teil) einer freischaffenden Tätigkeit entschlossen. Wer wagt, gewinnt. :zwinker:
Aber ein Kind, weil ich nicht 8 Std. tägl. im Büro sitzen will? Nä, nie! Als ich erfuhr, dass ich auf dem besten Weg zur (teilw.) Freiberuflerin bin (geh da nicht ins Detail), war das Thema "Kind" sofort wieder gestorben und ich verstand, warum ich solche Pseudokinderwunsch Gedanken hatte :gegen die wand:.

xanidae
28.03.2007, 15:56
ich war glücklich als kinderlose ohne kinderwunsch und bin glücklich als mama (der kinderwunsch kam mit dem partner...).
das eine mit dem anderen zu vergleichen ist für mich müßig, allerdings frage ich mich manchmal warum ich in deutschland kinder bekommen habe, das macht das leben kompliziert (bin gerade auf der suche nach einem kindergartenplatz *hilfe*).
weil mich das so nervt, könnte ich mich stundenlang darüber auslassen - frag ich meine kinderlose freundin nach ihrer arbeit *der idiot von chef* geht das ähnlich lange.
wer hat nun das 'bessere' thema? keiner. es sind dinge die uns beschäftigen und wer kinder hat, den beschäftigen auch die kinder.
komischerweise ist das auch immer das thema nach dem ich gefragt werde - obwohl ich arbeite. nach meiner arbeit fragt kaum einer. ob kinderlos oder nicht.
nach dieser 'mutterpause' gehe ich nun zu meinen kindern in den hof und pflanze ein paar büsche.
ach ja, wir sind umgezogen - noch so ein thema das mich beschäftigt... und weil die babysitterin in urlaub ist konnte ich nicht auf das konzert gestern abend.

jetzt ist nur die frage, wer wie auf seinen vorurteilen sitzen bleibt und wer bereit ist ab und zu zugeben.
leben und leben lassen.

Inaktiver User
28.03.2007, 16:07
AH,Kinderhasser oder so gelle :freches grinsen: :freches grinsen: Nö,kann mit vorurteilen leider nicht dienen, Glaube euch allen ganz in echt das ihr ohne Kinder glücklich seid und auf die Verwandten die dich verurteilen solltest du Pupsen :peinlich: ups

Jaaaa, Kinderhasser, genau das hat gefehlt. :freches grinsen: und die frage "Magst du keine Kinder?" :freches grinsen: Dabei hat das damit gar nichts zu tun. :zahnschmerzen:

Inaktiver User
28.03.2007, 16:13
jetzt ist nur die frage, wer wie auf seinen vorurteilen sitzen bleibt und wer bereit ist ab und zu zugeben.
leben und leben lassen.

Ich rate mal so wild drauflos, dass im real life die meisten Leute auf ihren Vorurteilen sitzen bleiben: rate so 80%. Ich hab nen sehr interessanten Bericht über Vorurteile zu lesen begonnen, nicht zu Ende gelesen: Zeitschrift verlegt :gegen die wand:

Deutschland ist noch viel kinderfreundlicher als die CH, wo Kitas so teuer sind, dass genau so gut ein Elternteil zu Haus' bleiben kann, finanziell kommt's aufs selbe raus :zahnschmerzen: Hier sprechen wir vom Armutsrisiko Kind. :zahnschmerzen:

Teilzeitjobs gibt's zwar genug und auch teilw. sehr gute-, aber den Lohn, den du für den zB Halbtagsjob kriegst, bezahlst du gleich für halbtags Kinderkrippe :zahnschmerzen: Sich finanziell einschränken ist also angesagt, und darauf, ich bin ganz offen und ehrlich hab ich null Bock. (Dies aus meiner Sicht).

Chinaladen
28.03.2007, 17:05
STOP!

Nix Krieg. Bitte mein Posting Nr. 21 nochmals lesen. :blumengabe:, mein Posting Nr. 11 ist auch mehr als eindeutig.


Sorry, Du, ich habe Dir fröhlich geantwortet und nicht bemerkt, dass es längst eine Seite 2 gibt. :ooooh:
Ausserdem habe ich mich erst in Deine Art zu schreiben einlesen müssen, Du kamst krasser bei mir an als Du das wohl meinst.



Bei manchen Verwandten von mir kann ich nicht mit "Nein" antworten, sonst bin ich für immer abgeschrieben als die egoistische, geldgierige "Karrierefrau", naja, konservativer Osten, eben Also: "Mal sehn.....hat noch Zeit...." ist die beste Antwort und dann irgendwann in 10 Jahren "Ach wisst ihr, hat sich einfach nicht ergeben..."

Vielleicht liegt ein grosser Teil der ständigen Nachfragerei auch daran, dass Du Dich nicht entschlossen äusserst. Ich habe immer deutlich gesagt, dass ich keine Kinder möchte.

Allerdings kam dann auch öfters mal Stuss, wie "Ach, wenn es erst mal da ist, dann liebt man es auch!". Ich sagte dann immer, sie sollten sich darüber mal beim Kinderschutzbund informieren lassen.

Ansonsten habe ich für meine Freundinnen mit Kleinkindern herausgefunden, dass ich mir viel Frust erspare, wenn ich nicht denke "Heute besuche ich Marion", sondern "Heute besuche ich Marion und die Kleine!". Mütter kommen halt nicht mehr im Einzelpaket. Mich hat allerdings nie so sehr das Thema Kind als solches gestört, eher die Tatsache, dass Mütter von Kleinkindern nie einen Satz zu Ende sagen können :smile:

Auf die Frage warum ich keine Kinder habe... Ich fand Babies nie süss. Wollte nie welche in den Arm nehmen. Und wenn ich eine Frau mit Kinderwagen und Hundewelpen sah, fand ich den Welpen echt süss - das Baby habe ich nicht mal bemerkt. Alles in allem ganz schlechte Vorzeichen, oder?

Inaktiver User
28.03.2007, 20:05
Sorry, Du, ich habe Dir fröhlich geantwortet und nicht bemerkt, dass es längst eine Seite 2 gibt. :ooooh:
Ausserdem habe ich mich erst in Deine Art zu schreiben einlesen müssen, Du kamst krasser bei mir an als Du das wohl meinst.




Vielleicht liegt ein grosser Teil der ständigen Nachfragerei auch daran, dass Du Dich nicht entschlossen äusserst. Ich habe immer deutlich gesagt, dass ich keine Kinder möchte.

Allerdings kam dann auch öfters mal Stuss, wie "Ach, wenn es erst mal da ist, dann liebt man es auch!". Ich sagte dann immer, sie sollten sich darüber mal beim Kinderschutzbund informieren lassen.

Ansonsten habe ich für meine Freundinnen mit Kleinkindern herausgefunden, dass ich mir viel Frust erspare, wenn ich nicht denke "Heute besuche ich Marion", sondern "Heute besuche ich Marion und die Kleine!". Mütter kommen halt nicht mehr im Einzelpaket. Mich hat allerdings nie so sehr das Thema Kind als solches gestört, eher die Tatsache, dass Mütter von Kleinkindern nie einen Satz zu Ende sagen können :smile:

Auf die Frage warum ich keine Kinder habe... Ich fand Babies nie süss. Wollte nie welche in den Arm nehmen. Und wenn ich eine Frau mit Kinderwagen und Hundewelpen sah, fand ich den Welpen echt süss - das Baby habe ich nicht mal bemerkt. Alles in allem ganz schlechte Vorzeichen, oder?

Haha, mir geht's ähnlich (mit Babies) Kleinkinder mag ich allerdings sehr sehr gerne (sobald sie sprechen können) :freches grinsen:

Ne, du kann mich noch nicht entschlossen äussern, da ich nicht entschlossen bin, eigentlich 99% entschlossen, wären da nicht.....die erwähnten Kommentare aus meinem Umfeld (real life). Blöd, dass ich auf sowas höre. Ich freue mich hier über den Austausch mit Gleichgesinnten :blumengabe: und allerhand Meinungen von A-Z. :blumengabe:

Inaktiver User
28.03.2007, 20:13
Hallo Chinaladen ! Jo ich würde sagen du hast dich richtig entschieden (gegen Kinder) wenn du nach hundewelpen guckst und Baby nicht bemerkst ,aber das ist doch total ok. wie gesagt es kann ja nicht jede Frau ein Muttertier sein:blumengabe: .Bei mir war es damals anders rum als sich bei uns im Dorf rumgesprochen hatt das ich mit 17 Schwanger wurde:ooooh: :ooooh: war das Entsetzen Groß Sprüche wie : Du bist doch selbst noch ein Kind ,das Arme Baby und Lass es weg machen das klappt doch nie waren noch harmlos,aber mein Freund und ich haben uns halt eben dazu entschlossen das Kind zu bekommen also stellten wir uns der verantwortung EGAL was die LEUTE sagten. Genau so ist es doch auch bei Frauen die sich gegen Kinder entscheiden ihr habt es für euch beschlossen also steht ihr hinter eurer Entscheidung EGAL was die LEUTE meinen .

Vibe
29.03.2007, 16:10
Ich bin gerade über diesen Thread gestolpert - habe eigentlich was anderes gesucht.
Also so ganz klar ist es mir auch nicht, worum es hier geht, wer keine Kinder will, bekommt eben keine, wer welche will, bekommt sie ( sofern es klappt ). Dann gibt es noch Menschen wie mich, die sich keine großen Gedanken gemacht haben und dann plötzlich schwanger sind. Also früher habe ich nie den Wunsch nach Kindern verspürt, Babies fand ich nie süß ( eigentlich ist das heute noch so, von meinen eigenen und seltenen Ausnahmen mal abgesehen ). Ich habe gearbeitet, studiert und war dann schwanger mit 33 - und da mußte ich mir dann Gedanken machen. Ein Kind zu bekommen und aufzuziehen ist etwas sehr überwältigendes, im Positiven wie im Negativen. Wir haben noch ein zweites dazu bekommen, da ich nicht viel vom Einzelkindertum halte. Und natürlich hat sich unser Leben geändert - es ist nicht besser oder schlechter geworden, sondern eben anders. Meine Arbeit ist mir sehr wichtig, ich habe schließlich nicht studiert, um zuhause zu sitzen, und da hatte ich Glück, dass ich sehr flexibel arbeiten kann, und mein Partner auch.
Von allen Freundinnen und Bekannten, die mit mir studiert haben, hat bisher nur eine ein Kind, aber bestimmt 90 % hätten eventuell gerne eins, falls es sich mit Ihrem Job vereinbaren lassen würde. Sie sind alle so zwischen 36 und 39, und da wird die Frage langsam richtig ernst. Eine Freundin habe ich, die sich letztendlich gegen Kinder entschieden hat, auch weil es mit ihrem Partner nicht vorstellbar war. Das nur zu dem Thema 12,9 % - das deckt sich mit meinem Bekanntenkreis nicht.
So, und dann habe ich natürlich einige neue Freundinnen mit einem oder mehreren Kindern, die auch zum großen Teil arbeiten, aber meist das Glück eines Berufes haben, der sich damit gut vereinbaren läßt.
Das finde ich das eigentliche Problem, dass niemand nur wegen des Jobs auf Kinder verzichten müssen sollte - wenn man definitiv keine haben möchte, ist das eine andere Sache.
Kinder sind keine Absicherung gegen Einsamkeit im Alter und kein Garant fürs Glücklichsein - da ist jeder selbst dafür verantwortlich. Aber wer welche hat wird mir darin zustimmen, dass man sich ein Leben ohne sie danach nicht mehr vorstellen kann...
Also, wer sich ganz 100%-tig sicher ist, dass er keine will: das einfach jedem der fragt, sagen - das lästige Fragen hört auf und man hat seine Ruhe...
Allen, die noch zweifeln würd ich raten: einfach entspannt damit umgehen - entweder der Wunsch kommt noch, oder nicht. Und nicht allen Horrorszenarien über die Mutterschaft glauben, es ist lange nicht so schlimm, wie es von außen manchmal aussieht, im Gegenteil...

LG

Vibe

Inaktiver User
29.03.2007, 16:43
Viele entscheiden sich auch aus finanziellen Gründen gegen Kinder, denk ich mal. Was meint ihr? Ist das ein Faktor?

Vibe
29.03.2007, 17:43
Das finde ich aber lange nicht so schlimm, wie wenn jemand ein Kind nach dem anderen bekommt, um das Erziehungsgeld einzustecken...Und so kurzsichtig gedacht...( Ob man da überhaupt von Denken reden kann ).
Kinder kosten schon Geld, aber arm kann man auch ohne Kinder werden ( Arbeitslosigkeit, Krankheit etc. ) - und die Frage ist, ob einem die Sachen, auf die man wegen der Kinder verzichtet, wirklich so wichtig sind.
Schlimm finde ich, dass vor allem die Arbeitgeber sehr unflexibel reagieren, so dass viele Eltern ( vor allem mal wieder die Mütter ) nicht arbeiten können, selbst wenn sie wollen. Dann braucht nur noch die Partnerschaft kaputtgehen...Aber das wichtigste beim Kinderkriegen ist ja auch das positive Denken ! Wie überhaupt im Leben ...

LG

Vibe

Inaktiver User
29.03.2007, 18:43
Wieso ich Kinder habe? War eigentlich immer in mir drin, ich war Einzelkind und habe Familie immer toll gefunden, dieses selbstverständlich-dazugehören, das hast Du sonst nirgends. Obwohl ich wirtschaftlich gesicherte Verhältnisse auch wichtig finde, glaube ich, das kann auf Dauer nicht sinnstiftend sein. Ich weiß auch nicht, wieso es toller sein soll, neun Stunden täglich in einem Büro zu hocken als sich daheim mit Kindern ein schönes Leben zu machen. Um Karriere geht es doch in den wenigsten Fällen, und wer ist schon Hirnforscher oder Kunsthistoriker oder so was... Ich find es halt weitaus befriedigender, mit Kindern nicht Vollzeit im Job zu sein, seine Interessen pflegen zu können, Zeit für den Freundeskreis haben, einen Hund, meinen Mittagsschlaf :-) einfach mehr Genuß und Muße im Leben, als z.B. dreissig Jahre Schadensakten zu bearbeiten. Diese einseitige Fixierung auf Job und Geld wär mir jetzt zu eindimensional. Außerdem hätte mich schon die pure Neugier dazu getrieben, Kinder zu haben: Schwangerschaft und noch mehr die Geburt sind Grenzerfahrungen, die man glaub ich sonst nur noch mit dem Tod vergleichen kann, und da werd ich nicht mehr viel davon haben, fürchte ich. Es bringt dich an Grenzen, du erfährst so viel über Dich, entwickelst Dich - dafür brauch ich kein Bungee-Jumping und keine Wüstenrallye :-) Ich fand es einfach spannend,mich dem auszusetzen. Und das Leben mit Kindern ist lustig, sehr lustig. Und ich mag es turbulent, gepflegte Oberflächen und penible Ordnung sind nicht Prio 1 in meinem Leben, Ruhe und Berechenbar keit erst recht nicht.

Andererseits erschreckt mich manchmal diese Glorifizierung von Muttersein: es bringt dich eben auch im Negativen an die Grenzen, und manchmal denk ich mir schon: ich tauche unter, das ist nicht mehr mein Leben. Aber lieber bin ich noch durch meine Kinder fremdbestimmt als durch einen idiotischen Chef. Es ist leider auch nicht alles wie auf den netten Bildern im Elternheft: friedlich schlummernde Säuglinge an sanfter blonder Mutter... Und da finde ich auch, dass Frauen, die sich bewußt gegen Kinder entscheiden, oft deutlich realistischer einschätzen, was die Folgen sein können. Kinder sind auch nicht immer eine Bereicherung für eine Beziehung, sie kann auch daran scheitern (wär sie dann wahrscheinlich eh, aber egal). Ich meine immer, Paare ohne Kinder hätten eine innigere Beziehung, beobachte ich oft - und ist auch nicht zu verachten.
Ich mußte von der Vorstellung, eine liebe gute Mutter zu sein, auch Abschied nehmen, und hasse manchmal mein Leben als alleinerziehende Mutter mit drei Kindern, oft entnervt und überfordert - so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Das war auch Trauerarbeit, von diesem Anspruch an sich selbst Abschied zu nehmen und zu sehen, dass man dieses Idyll seinen Kindern nicht bieten kann. Aber so kann's halt ausgehen. Und wer sich sagt, das Risiko ist mir zu groß, tut sich doch nur einen Gefallen, auf Kinder zu verzichten. Ich habe bewußt kinderlose Freundinnen, die genauso zufrieden mit ihrem Leben sind wie andere auch, man hat doch immer mal unzufriedene Phasen, egal unter welchen Umständen. Zum Glücklichsein braucht man glaub ich kein Geld, keinen Partner, keinen Job, keine Kinder - man muss das in sich selber finden.
Daher würde ich auch klar zu meiner Entscheidung gegen Kinder stehen, wenn ich gefragt würde. Im übrigen gibt es solche Bemerkungen nicht nur zu dem Thema. Nach der Geburt meines dritten Wunschkinds (da hätt ich mir auch noch ein viertes vorstellen können), sagte eine Bekannte unaufgefordert: hoffentlich hast du dich jetzt gleich sterilisieren lassen. Oder zum Single-Dasein: Ja, du bist halt zu anspruchsvoll. Oder Thema Alleinerziehend: Sagt eine zu mir, ach, da wär ich gar nicht der Typ dafür (als wenn man vorher danach gefragt wird). Mein Gott, so reden die Leute halt, das hat mit Kinderlosigkeit nichts zu tun, da ist manche glaub überempfindlich.

Songbird
29.03.2007, 23:14
Kinderlos glücklich.... war ich bis ungefähr 40.
Vorher hatten Kinder in meinem Leben keinen Platz, hatte ich mir tausend Argumente zurecht gelegt, warum ich keine Kinder wollte/mochte/haben konnte.
Stieß damit - Künstlerberuf zum einen, kinderloses Lebensumfeld zum anderen- auch selten auf Unverständnis.
Irgendwann wurde alles leer und banal, die Partys, das Weggehen, das Schmoren in den eigenen 4 Wänden. Männer kamen und gingen, manche blieben auch lang, dann ging ich.
In mir waren Leere und eine leise Trauer. Ich wollte immer noch keine Kinder. UInd immer noch gab es keine in meinem näheren Umfeld.
Dann lernte ich meinen heutigen Partner kennen, der unbedingt eine Familie wollte.
Ich hab mich darauf eingelassen, mit tausend Zweifeln, mit vielen Tränen.
Meine Tochter ist mittlerweile 4. Ich habe noch nie einen Menschen so geliebt, ein so überwältigendes Gefühl der Zärtlichkeit empfunden.
Ich wache nicht mehr verkatert auf und frage mich: wofür lebe ich eigentlich wirklich ?
Ich wache (nur noch selten verkatert) auf und sehe in das strahlende kleine Gesicht meiner Maus, stehe auf, mache erstmal Kaffee und der Tag geht los.
Ich war schon 43 als ich sie bekam. Allerletzte Eisenbahn. Klar, ohne meinen jetzigen Partner wäre ich keine Mutter mehr geworden.
Vielleicht hätte die Leere überhand genommen, der Überdruss an einer Freiheit, die irgendwann hohl wird.
Ich weiss es nicht.
Aber im Rückblick würde ich jeder Frau raten: überlege es Dir gut ! Du hast nicht halb soviel Zeit wie ein Mann. Überlege wirklich reiflich, ob Du dich um diese einziartige Erfahrung bringen willst.
schöne Grüße
Songbird

Inaktiver User
30.03.2007, 07:48
Ich wäre kinderlos nicht glücklich geworden-Gott sei dank sah mein Mann das genauso!

Ich habe allerdings erst relativ spät, mit 28 mein erstes Kind bekommen.
Nach den nervenden Fragen "Wann heiratet Ihr denn" ( da war ich gerade 20), kam dann nach der Hochzeit ständig "Wollt Ihr keine Kinder?"
Ich fand das auch extrem störend, weil ich denke, gerade diese Lebensplanung geht keinen etwas an.
Ich hatte einen guten Job, verdiente gutes Geld, wir haben erst einmal gelebt, schöne Reisen gemacht, usw.
Nachdem unser Sohn geboren war, wurden wir mit Fragen nach einem 2. Kind genervt.
Also, macht Euch nichts draus!
Ich bin mit meinen Kindern glücklich, kann aber durchaus nachvollziehen, dass Menschen sich gerade heute gegen Kinder entscheiden!

Inaktiver User
30.03.2007, 18:09
Schlimm finde ich, dass vor allem die Arbeitgeber sehr unflexibel reagieren, so dass viele Eltern ( vor allem mal wieder die Mütter ) nicht arbeiten können, selbst wenn sie wollen.

:schild genau: :allesok:

Manche Leute stehen dann vor der Entscheidung: Kind aber dann Hausmann oder Hausfrau, knapp am Existenzminimum lebend oder ohne Kind und gut über die Runden kommen.

Gerade heutzutage halte ich das Finanzielle für einen sehr wichtigen Faktor.

daxie
31.03.2007, 13:52
Endlich, endlich eine Ecke im Internet gefunden, in der "normale" Gleichgesinnte unterwegs sind :)
Bin weiblich, 38 Jahre und restlos kinderlos gluecklich. Seit ich denken kann wusste ich, dass ich persoenlich keine Kinder will.
Bin jedoch weder Karriere noch Singlefrau und ab Mai 2007 dann auch verheiratet. Ich mag Kinder sehr gerne, kann gut mit ihnen umgehen und arbeite sogar seit 2 Jahren mit Kids, will nur keine eigenen.

Gerade so mit Endzwanzig, als die Erste in meinem Umfeld schwanger wurde, fing meine "Leidensphase" an.
Ich hab aufgehoert zu zaehlen, wie oft ich mich rechtfertigen musste, warum ich eben keine Kinder will.
Kolleginnenkreis, Freundeskreis, etc.

Verletzt hat mich, dass gerade die Freundinnen, fuer die ich vollstes Verstaendnis, fuer ihren Kinderwunsch aufgebracht hab, immer da war und unterstuetzt hab wo es nur ging, fuer mich dagegen null Verstaendnis aufbrachten.
Ueber kurz oder lang, wurd man einfach aussortiert.
Schade auch.

Heute bin ich eigentlich fast nur noch mit kinderlosen umgeben.
Was nicht meine Entscheidung war und ist, aber es hat sich einfach so ergeben.

Was mich total nervt, ist das man als Kinderlose sich immer irgendwie rechtfertigen muss, oft in die unsoziale Ecke geschoben wird, fuer alles verantwortlich gemacht wird, was in der Gesellschaft schief laeuft und nach wie vor als "unnormal" angesehen wird.

Weder sind mein Zukuenftiger noch ich "Partyanimals" oder "Freiheitsfanatiker", wir leben unser Leben, gluecklich zu zweit.
Haben viele, viele Interessen und machen einfach gerne spontan das, wonach uns der Kopf steht.

Angst vor dem Alter hab ich nicht, Kinder kann man nicht als "Altereinsamkeitsversicherung" in die Welt setzen. Da brauch man sich nur mal genau umzusehen, dann sieht man sehr genau, das DAS nicht funktioniert.

Ich denke auch, dass zuviele Kinder in die Welt gesetzt werden, nur "weil es einfach dazugehoert" und nicht, weil der tatsaechliche Wunsch danach wirklich da ist.
Jedenfalls draengt sich mir dieser Verdacht recht haeufig auf.

Gruesse aus Athen
Daxie

daxie
31.03.2007, 14:04
@Einewiekeine: Es ist doch nicht jeder, der keine Kinder will auf Geld,Job oder Karriere fixiert? Wieso soll es kein sinnerfuelltes Leben ohne Kinder geben?
Ich arbeite nur halbtags, obwohl ich keine Kinder hab. Ich hab meinen gesicherten Job in DE aufgegeben und bin nach Griechenland gezogen und hab nochmal ganz von vorne angefangen.
Hier arbeite ich fuer einen Hungerlohn und bin dennoch gluecklich.
Ich lerne gerne Sprachen, bin gerne mit Menschen zusammen, reise gerne und hab ueberhaupt viel vor.
Taeglich entdecke ich neue interessante Dinge fuer mich und hab das Gefuehl, das ein Leben garnicht ausreicht um alle meinen Interessen nachzugehen.
Ist mein Leben deshalb eindimensional ?

Es ist doch schoen, wenn jeder das findet, was ihm/ihr persoenlich Spass macht, da muss man doch nicht werten ?

Ausserdem Grenzerfahrung, ehrlich gesagt, kann ich da gut drauf verzichten, dass ist wiederum eine Erfahrung die ich persoenlich nicht brauch.

Inaktiver User
31.03.2007, 18:04
Weder sind mein Zukuenftiger noch ich "Partyanimals" oder "Freiheitsfanatiker", wir leben unser Leben, gluecklich zu zweit.
Haben viele, viele Interessen und machen einfach gerne spontan das, wonach uns der Kopf steht.



Daxie, DAS ärgert mich auch immer. Dieses Klischee vom egoistischen Kinderlosen, der von einer Party zur nächsten springt, in Saus und Braus lebt, teuren Hobbies nachgeht, mehrere Nobelautos besitzt und mindests dreimal pro Jahr eine sautreuere Luxusreise bucht.

Darin finden sich mein Mann und ich ebenfalls nicht wieder. Wir kochen gern und laden häufig Freunde zum Essen ein, sind viel draußen in der Natur, gehen gerne in Museen & Konzerte und lieben Bücher. Unsere Urlaubsziele sind weder die Karibik & Co, noch verbingen wir jedes Wochenende in New York, Paris oder London. Und Prada- und Gucciteilchen sucht man in meinem Kleiderschrank auch vergeblich.

Wir leben ein Leben, in dem Kinder ohne weiteres Platz hätten, ohne dass wir unseren Lebensstil großartig ändern müssten. Vorausgesetzt, wir hätten Kinder haben wollen. Wollten wir aber nicht. Und zwar definitv nicht deshalb, weil wir dann auf irgendetwas hätten verzichten müssen. Ich finde, manche Menschen machen es sich zu einfach, wenn sie gewollt Kinderlosen grundsätzlich ein hedonistisches Luxusleben unterstellen, dem diese aus lauter Egoismus das Kinderkiegen opfern.

Gruß, Spellbound

daxie
31.03.2007, 22:53
Spellbound, du sprichst mir aus der Seele.
Vor allem das Thema Kinderlose leben ihren Egoismus aus.
Da fallen mir mehrere Beispiele aus meinem Bekanntenkreis ein, da muss das volle Programm durchgezogen werden: tolles Haus, tolle Einrichtung, zwei schicke Autos, mindestens ein Urlaub pro Jahr UND Kind.
Weil, das Kind gehoert ja dazu.
Faktisch sieht es so aus, dass das Kind entweder von morgens bis nachmittags im Hort ist oder bei der Oma verbringt, da,Eltern beide voll berufstaetig ABER Kind gehoert ja dazu.
Da frag ich mich, wer lebt da welchen Egoismus aus ?

Ich persoenlich denke, dass jeder auch seine eigenen Ziele verfolgt, ist ja auch natuerlich und normal, ob nun mit Kind oder ohne.
Weder denke ich, dass kinderlose, noch Menschen mit Kindern egoistischer sind.
Jeder geht halt seinen Weg.

Sugar120
31.03.2007, 23:16
Hurra, endlich ein Strang für gewollt Kinderlose!

Ich bin jetzt 37 und habe mich schon vor Jahren dafür entschieden, keine Kinder zu bekommen. Letztes Jahr habe ich einen unwiderruflichen Entschluss getroffen und mir (aus medizinischen Gründen) die Gebärmutter entfernen lassen. Damit ist das Thema endgültig durch. Mein Partner und ich waren uns schon beim Kennenlernen darüber einig, dass wir keine Kinder wollen.

Warum nicht? Nun, ich bin einfach nicht der Typ dafür. Ich mag Kinder, aber nur, wenn sich andere Leute darum kümmern und die Verantwortung für sie tragen. Ich lieben meinen Neffen (5) und er mich. Auch die Kinder meiner Freundinnen werden verwöhnt und geliebt und die Kleinen mögen mich (wenn ich auch nicht so genau weiß warum :zwinker: ).

Was mir aber aufgefallen ist: in meinem Freundeskreis und in meinem Arbeitsumfeld gibt es kaum Frauen, die Kinder haben, geschweige denn welche wollen. Da frage ich mich natürlich: warum ist das so? Viele haben noch nicht den richtigen Partner gefunden, manchen ist die Beziehung noch zu frisch, andere sind beruflich zu unsicher und wollen noch warten. Bei den
Männern ist es meist so: naja, ich brauch das nicht, aber wenn sie will, dann kriegen wir halt ein Kind. Komische Einstellung.... Die Frauen geben dann eher die anderen Gründe an....

Meine Eltern haben das akzeptiert, seit mein Neffe da ist, ist das auch kein "Problem" mehr. Ich werde auch sehr selten gefragt, ob wir Kinder haben wollen. Kann aber auch daran liegen, dass ich mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg halte. :freches grinsen:

Ich finde, dass die Entscheidung Kinder zu bekommen, jede Frau für sich entscheiden muss. Die ganze leidige "Bekehrerei" zum jeweiligen Lebensstil ist müssig. Soll doch jede nach Ihrer Fasson glücklich sein. Zumindest bei denen, die sich bewußt dafür entscheiden.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und einen traumhaften Sonntag!

Gruss Sugar

Inaktiver User
01.04.2007, 14:35
@ Sugar
"Ich finde, dass die Entscheidung Kinder zu bekommen, jede Frau für sich entscheiden muss. Die ganze leidige "Bekehrerei" zum jeweiligen Lebensstil ist müssig. Soll doch jede nach Ihrer Fasson glücklich sein. Zumindest bei denen, die sich bewußt dafür entscheiden."
Genau!! :Sonne:
Aber, an dieses Thema anschließend, obwohl das ganz woanders hinführt: Mich schreckt das Kinderkriegen auch (es gibt noch andere Gründe) deswegen ab, weil ich diese langsame Zermürberei im Alltag fürchte, wie ich sie gerade bei meiner Nachbarin erlebe. Sie selbst würde nicht tauschen wollen. Aber wenn ich mir das so anschaue: Ihr Freund kommt jeweils Donnerstag nach Hause, bleibt bis Sonntag, und dann können sich die beiden in die "Kinderarbeit" reinteilen. Den Rest der Woche ist sie mit ihrem Studium beschäftigt und mit den Kindern allein. Er hat abends, wenn er denn da ist, noch so große Pläne, die ganze Wohung zu putzen. Sie ist einfach schon abgestumpft - eine saubere Wohnung mit kleinen Kindern ist einfach eine Momentaufnahme. Irgendwie scheint ihr Freund auch der Ansicht zu sein, Frauen hätten durchweg einen leichteren Draht zu Kindern. Das regt mich auf! Fragt mich z. B., ob ich auf die Kleine aufpasse, wenn er mal ausnahmsweise die Kinder ein paar Tage am Stück hat, während sie an der Uni ein Wochenendseminar hat. Ich entscheide dann danach, ob es es mir passt oder nicht. Neulich z.B. nicht. Er dreht es dann so, entweder habe ich die Tochter gerne und passe deshalb auch gerne auf sie auf, oder ich will das alles nicht. Und flugs bin ich in einem moralischen Dilemma. Der Appell an die "Frau", die ja von Natur aus Mutter sein will.
Das sind jetzt natürlich auch alles meine Wertungen und Empfindungen, aber es lohnt sich ja nicht, den ganzen Kleinkram aufzudröseln. Fällt mir noch mein großer Bruder ein: "Frauen fällt das soziale Miteinander irgendwie leichter...", um sich dann vor jeder Verantwortung zu drücken :gegen die wand: :gegen die wand: :gegen die wand:
Da denke ich mal besser schnell an meinen besten Freund, der sich rührend um seine Kinder kümmert. Scheint irgendwie eine seltene Ausnahme zu sein.:wie?:

Wie empfindet Ihr das bei Euren Leuten? Ist die "Kinderarbeit" wirklich aufgeteilt? lg, Ehrenpreis

Inaktiver User
01.04.2007, 16:50
Wie empfindet Ihr das bei Euren Leuten? Ist die "Kinderarbeit" wirklich aufgeteilt?

Hm, gute Frage! Und wenn ich genau darüber nachdenke, fällt mir lediglich eine Familie ein, in der der Vater den gleichen, wenn nicht sogar den größeren Anteil der Kinderarbeit übernimmt. Und zwar ohne das sonst übliche wenn und aber oder erst nach mehrfacher Aufforderung durch seine Frau, sondern ganz selbstverständlich. Es handelt sich dabei um meinen Schwager, der allerdings aufgrund seiner beruflichen Situation wesentlich öfter zu Hause ist und mehr Zeit hat als seine Frau.

Bei sonstigen Verwandten und Freundinnen sind es eindeutig die Frauen, die sich hauptsächlich um Kinder und Haushalt kümmern. Und das, obwohl die meisten von ihnen auch noch berufstätig sind.

Irgendjemand hier hat geschrieben, dass es meist die Frauen sind, die den Kinderwunsch massiv äußern und durchdrücken, während die Männer zwar nicht unbedingt dagegen sind, aber keineswegs die treibende Kraft. Diese Erfahrung kann ich, was mein Umfeld betrifft, nur mehr als bestätigen. Und diese Einstellung scheint sich auch bei vielen auf die spätere "Kinderarbeit" zu übertragen. Nach dem Motto: Sie wollte ja unbedingt, dann soll sie auch die Arbeit übernehmen. Ich erlebe diese Männer durchaus als liebevolle Väter, die den Nachwuchs, wenn er denn ausgeschlafen, gefüttert und frisch gewickelt übergeben wird, stolz herumzeigen und auch mal einen Nachmittag beaufsichtigen. Bei den unangenehmen Aufgaben heißt es aber immer noch gern wie anno Knipp: "Ach Mutti, mach Du mal...."

Wie gesagt, das sind meine persönlichen Erfahrungen in meinem dirketen Umfeld.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
01.04.2007, 17:23
Irgendwer muss diese Männer ja auch erzogen haben...
Ehrenpreis

xanidae
03.04.2007, 06:52
es gibt nicht nur klassische modelle.
bei uns z. b. hat das 'modell' sich in 3 jahren ca. 4x geändert. d. h. 1. mama zuhause, papa arbeit - papa zuhause, mama arbeit - beide teilzeit - 2. kind mama zuhause, papa arbeit - papa vollzeit, mama teilzeit. und auch das kann sich jederzeit wieder verändern.

Inaktiver User
03.04.2007, 07:44
mein freund macht sicher genauso viel, wenn nicht noch mehr als ich mit dem kind. so ist er beispielsweise nachts allein für die kleine zuständig, da ich ziemliche schlafprobleme habe und daher allein in einem zimmer schlafen muss. und er fühlt sich mitnichten unmännlich dadurch. auch sein arbeitgeber hat vollstes verständnis für sein engagement. er hat ihm vor einer weile erklärt, er müsse nun beruflich zurückstecken, da ich mehr geld verdiene als er. überhaupt kein problem. und auch die sonstigen reaktionen sind absolut positiv.

allerdings stimmt es schon: wenn ich mich in meinem sonstigen umfeld so umsehe, herrscht fast überall das klassische modell. selbst bei leuten, bei denen ich mir eigentlich etwas anderes erwartet hatte.

witzig sind auch die reaktionen von medinizischem personal (krankenschwestern, hebammen, kinderärzte) auf meinen freund. egal, was er macht und fragt - sie wenden sich praktisch immer an mich. neulich beim kinderarzt: mein freund trägt die kleine, wickelt die kleine, zieht sie wieder an. dennoch spricht der kinderarzt immer nur davon, was die mutter machen und lassen soll und wendet sich praktisch nie an meinem freund. das war sicher nicht böse gemeint - ist aber einfach in den köpfen drin.

im krankenhaus waren wir, glaube ich, eine echte attraktion. mein freund war fast immer da, kümmerte sich um praktisch alles, was die kleine betraf (natürlich außer stillen - aber wenn ers gekonnt hätte...). und alle waren entzückt. nur, dass sie ihn schon nach kurzem mit meinem nachnamen ansprachen:-)

Jo68
03.04.2007, 12:16
Mir geht's ähnlich wie Rocca. Mein Freund macht auch alles mit, bei uns ist die Kinderarbeit tatsächlich 50/50 aufgeteilt, aber bei Zwillingen ist das anders auch kaum möglich.

War für ihn von Anfang an auch völlig selbstverständlich, wurde nie diskutiert.
ABER: In unserem Umfeld sind wir da leider die große Ausnahme. Fast alle anderen Paare, die ich kenne, sind durch die Kinder in das 50er Jahre Muster verfallen: Sie macht Kinder und Haushalt, er bringt die Kohle ran. Meistens passiert das während der Elternzeit, schleift sich währendessen aber so ein, dass es auch dabei bleibt, wenn sie wieder arbeiten geht. Ehrlich gesagt ist mir völlig unverständlich, warum so viele Frauen das mitmachen ...

Inaktiver User
03.04.2007, 13:14
Ehrlich gesagt ist mir völlig unverständlich, warum so viele Frauen das mitmachen ...

Vielleicht, weil sonst oft nur noch die Trennung bleibt und dies mit Kindern nicht so leicht durchzuziehen ist, wie ohne.

Inaktiver User
03.04.2007, 13:28
Mein Freund und ich gehören auch zu den Paaren, die sich gegen Kinder entschieden haben. Wir sind "erst" 30 und 28 Jahre alt und werden daher auch oft darauf angesprochen, dass sich das noch ändert, wenn die biologische Uhr anfinge zu ticken.

Dabei fällt v.a. auf, dass es die entfernteren Bekannten oder auch Kollegen sind, die meinen, sie hier belehrend äußern zu müssen. Die Familie hat den Entschluss akzeptiert. Gerade hat meine Cousine mit 35 ihr erstes Kind bekommen, und meine Mutter ist total begeistert, aber ihr würde nie einfallen, mich darauf anzusprechen, ob ich nicht doch... und ich sollte doch... Eine Kollegin (selbst seit einem Jahr Mutter und bei weitem nicht überzeugt von dieser Entscheidung) allerdings, die ich um Rat fragte, was ich am besten schenken sollte, wollte sofort wissen, ob ich nun auch "endlich auf den Geschmack" käme....

An anderer Stelle und vor einiger Zeit habe ich ja schon geschildert, das man mich regelrecht "terrorisiert" hatte mit ständigen Nachfragen. Allerdings hat mich nie jemand angesprochen nach dem Motto "egoistische Singles", sondern es wurde immer die biologische Uhr angeführt, ich würde schon sehen...

Unsere Gründe, warum wir keine Kinder mögen, haben sich im Laufe der Jahre auch geändert bzw. ergänzt. Ich selbst konnte nie viel mit Kindern anfangen. Zwar finde ich sie niedlich, v.a. die ganz kleinen bis 2 oder 3; ich spiele auch gern mit ihnen, aber ich möchte selbst keine bekommen. Es hat irgendwie zu tun mit "froh sein, sie bei Problemen wieder abgeben zu können", auch wenn das jetzt vielleicht wirklich eingebildet und auch faul klingt. Ich brauche für mich selbst sehr viel Ruhe, um zu funktionieren, und kann mir nicht vorstellen, auf diese Ruhe zu verzichten. Manche haben mir zwar geraten, "ein Kind zum Ausprobieren" zu bekommen, aber zurück geben kann ich es ja nicht, wenn es mir nicht gefällt. :zwinker: Bei mir kommt auch ziemlich viel Respekt vor einer Schwangerschaft und den körperlichen Veränderungen dazu. In meinem Bekannten - oder Verwandtenkreis gibt es eine ganze Menge an Hämhorriden (schreibt man die jetzt so?), Brustwarzen- bzw. Milckanalentzündungen, Dammrissen mit anschließender Wundentzündung, monatelangen Krämpfen... vielleicht bin ich empfindlich, aber das schreckt mich auch ab... Darüber hinaus hat die Schwester meines LG zwei ganz furchtbar unerzogene Exemplare von Kindern. Zwar ist jeder für die Erziehung seiner Kids selbst verantwortlich, aber die zwei sind so abschreckende Negativbeispiele... Ok, hätte ich sowieso einen Kinderwunsch, würden sie mich vermutlich nicht abhalten können. Aber da er in mir nicht existiert, tragen sie dazu bei, diese Meinung zu bestätigen.

Momentan habe ich relative Ruhe von meiner Umwelt, was mich beim Nachdenken darüber schon wundert, denn teilweise waren die "Überredungsversuche" echt täglich und massiv. Hängt vielleicht aber auch mit meinem Jobwechsel zusammen, denn dieses Thema kam von meinem ehemaligen Chef bzw. dessen Umfeld.

Auch ich bin der Meinung: Wer Kinder will, soll sie bekommen. Wer keine möchte, auch gut. Das ist die private Entscheidung eines jeden Paares, nicht von dessen Umfeld.

Ich finde es schön, dass man an dieser Stelle mal "vernünftig" darüber reden kann.

lg
Vishnja

Jo68
03.04.2007, 13:39
Aber das finde ich ja noch schlimmer, Gerrimee!
Das bedeutet doch, dass diese Männer sich lieber trennen, als ihren Anteil an Haushalt und Kindererziehung zu übernehmen. Wie gesagt, mir völlig unverständlich, dass solche Paschatypen im 21. Jahrhundert immer noch Frauen finden, die das mitmachen ...

Inaktiver User
03.04.2007, 13:45
Jo, Du hattest doch folgendes gefragt:


Sie macht Kinder und Haushalt, er bringt die Kohle ran. Meistens passiert das während der Elternzeit, schleift sich währendessen aber so ein, dass es auch dabei bleibt, wenn sie wieder arbeiten geht. Ehrlich gesagt ist mir völlig unverständlich, warum so viele Frauen das mitmachen ...

Meine Antwort bezog sich darauf, dass Frauen meist nur die Trennung vom Partner bleibt, wenn sie "das" nicht mehr mitmachen wollen. Und das ist nun mal nicht so leicht, daher bleibt ihnen nicht viel anderes übrig.

Lavendula
03.04.2007, 14:13
Warum habe ich Kinder?
Der Hauptgrund war, wir hatten einfach Lust auf ein Kind, weil wir wussten, dass wir UNSER Kind sehr lieben würden.
Ich wollte das Schwangersein erfahren,wissen wie sich eine Geburt anfühlt; ich möchte mit meinem Kind auf Spielplätze gehen, Plätzchen backen, Faschingsköstüme und Martinslaternen basteln, bei den Hausaufgaben helfen und bei Liebeskummer trösten, ich möchte dazulernen. Es ist eine Herausforderung, wie schaffe ich es, mein Kind in seiner Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen?
Aber es ist auch so unglaublich spannend, was für ein Mensch wird unser Kind sein? Wie wird es die Welt entdecken, wie wird es die Welt sehen? Was werde ich von meinem Kind lernen, wie werde ich mich verändern? Wird es mehr mir ähneln oder meinem Mann?


Ich hatte selbst so eine schöne Kindheit und meine Familie und Geschwister stehen mir so nah, ich wollte einfach das Ganze aus der anderen Perspektive erfahren.

Wenn ich vorher gewusst hätte, wie rührend diese Liebe ist; wie selbstverständlich ein hilfloses Neugeborenes erwartet, dass man sich jetzt sofort kümmert; wie erstaunlich es ist, wenn ein ganz frischer Mensch schon deine Eigenarten hat- meine Tochter zB schläft zB schon immer in der gleichen Haltung wie ich; wie wunderbar dir dein Kind vorkommt, als wäre es das allerserste auf der Welt; wie sehr ich mir selbst nahe komme- dann hätte ich von anfang an ca 18 Kinder geplant.

Das Astrid Lindgren Zitat in meiner Sig steckt voller dieser unbeschreiblichen Gefühle- ich kann es nicht besser erklären.

Dazu kommt ein sicher hormonelle, mieser Trick der Natur; es fühlt sich so richtig an, ein Kind zu bekommen, zu versorgen, zu lieben.

Natürlich habe ich auch andere Interessen, und deine Ansicht zum Beruf gefällt mir gut. Ich sehe nur nicht ein, warum ein Kind da nicht passen sollte (für mich natürlich).

Ich werde es immer akzeptieren, wenn jemand keine Kinder will. Ich werde immer etwas schlucken, wenn jemand behauptet Säuglinge seien nicht süß (und mir denken, doch, meine SCHON!!!). Ich hatte vor meinem Kind ein schönes Leben und ich hätte auch ohne Kind genug Ideen für ein schönes Leben- wie gesagt, es ist nur ein Teil.
Aber so ganz wirklich verstehen, nachfühlen kann ich es nicht ;) daher gehöre ich bestimmt zur waaaaaaaaaaas? Warum nicht? Fraktion :peinlich:

Inaktiver User
03.04.2007, 14:30
Aber das finde ich ja noch schlimmer, Gerrimee!
Das bedeutet doch, dass diese Männer sich lieber trennen, als ihren Anteil an Haushalt und Kindererziehung zu übernehmen. Wie gesagt, mir völlig unverständlich, dass solche Paschatypen im 21. Jahrhundert immer noch Frauen finden, die das mitmachen ...

Jo, der Witz - zumindest in meinem Umfeld - ist der, dass es sich bei den Männern keinesfalls um prähistorische Paschatypen handelt, die schon immer der Meinung waren, dass Frauen am besten im Haushalt aufgehoben sind.

Ich beobachte vielmehr, dass der Prozess der "Paschaisierung" vielfach mit dem Zeitpunkt einsetzt, an dem man(n) Vater wird. Anstatt die Partnerin zu entlasten und seinen Teil der Arbeit und Betreuung des Nachwuchses zu übernehmen, mutieren viele Männer in meinem Umfeld dann irgendwie selbst zum Kleinkind.

Wollen ebenfalls umsorgt und betüddelt werden und überlassen die unangenehmen Jobs den Frauen. Nach außen brüsten sie sich zwar nach Kräften mit ihrer neuen Vaterolle und sind auch fürchterlich stolz auf ihre Kiddies, aber was den internen Support angeht, sieht es meistenteils trübe aus. Ich habe das früher vielfach bei Kollegen erlebt, die sich beim Feierabendbier darüber beklagten, wie aaaaanstrengend das jetzt zu Hause sei. Da kämen sie nach Hause und nix sei mehr wie früher. Frau völlig alle, der Haushalt ein einziges Chaos usw.

Ich hatte immer den Einduck: Kinder ja, aber die Arbeit übernimmt bitte ein anderer, sprich die Frau. Und man(n) selbst möchte natürlich auch nicht zu kurz kommen.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
03.04.2007, 15:42
Der Hauptgrund war, wir hatten einfach Lust auf ein Kind, weil wir wussten, dass wir UNSER Kind sehr lieben würden.
Ich wollte das Schwangersein erfahren,wissen wie sich eine Geburt anfühlt; ich möchte mit meinem Kind auf Spielplätze gehen, Plätzchen backen, Faschingsköstüme und Martinslaternen basteln, bei den Hausaufgaben helfen und bei Liebeskummer trösten, ich möchte dazulernen. Es ist eine Herausforderung, wie schaffe ich es, mein Kind in seiner Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen?


Genau deswegen - unter anderem - möchte ich kein Kind. Ich will das alles nicht. Ich will nicht wissen, wie sich eine Geburt anfühlt, ich will keine Windeln wechseln, ich will keinen Brei ins Gesicht gespuckt bekommen.

Gebt mir ein Fohlen, einen Igel, einen Hundewelpen oder eine ausgesetzte Schlange - ich bring sie durch.

Aber bitte: Bloß nie ein Kind!

Disclaimer: Ich hab allerdings letztes Jahr ein schwerst pubertierendes 14jähriges weibliches Monster in meinen Haushalt aufgenommen. Es war reibungslos, und wir verstehen uns nach wie vor gut miteinander. Eben war sie da und hat mir über ihre Zukunftspläne erzählt - die sind jetzt endlich super, klasse, realitätsnah und für sie auch erreichbar. Ich hab mich total gefreut.

Aber 4 Monate sind überschaubar. Das würd sogar (mit einem fremden) Baby gehen.

Inaktiver User
03.04.2007, 16:09
Disclaimer: Ich hab allerdings letztes Jahr ein schwerst pubertierendes 14jähriges weibliches Monster in meinen Haushalt aufgenommen. Es war reibungslos, und wir verstehen uns nach wie vor gut miteinander. Eben war sie da und hat mir über ihre Zukunftspläne erzählt - die sind jetzt endlich super, klasse, realitätsnah und für sie auch erreichbar. Ich hab mich total gefreut.

Aber 4 Monate sind überschaubar. Das würd sogar (mit einem fremden) Baby gehen.

Warum auch nicht? Ich kann auch gut mit Kindern und Jugendlichen (mal abgesehen von Babies und Kleinstkindern, mit denen weiß ich definitv nichts anzufangen und ich gebe auch frank & frei zu, dass mich schreiende Säuglinge nach 5 Minuten in den Wahn treiben und man mich mit Dadadudubrummbrumm-Spielchen, Bastelarbeiten und Kinderliedern bis ans Ende der Welt jagen kann) und beschäftige mich ausgesprochen gerne mit meinen Nichten, Neffen und Patenkindern. Nur weil man selbst keine eigenen Kinder möchte, heißt das ja nicht, dass man GENERELL keine Kinder mag.

Ich sehe Kinder und Jugendliche eher als Freunde an, mit denen ich gerne Zeit verbringe und denen ich mit Rat & Tat zur Seite stehe, wenn sie mich brauchen. Ich unternehme bestimmte Dinge mit ihnen, die beiden Seiten Spaß machen und stehe auch bei Problemen zur Verfügung. Das reicht mir völlig aus. Ich bin eben lieber fitte Tante (O-Ton meiner Schwägerin) als Mutter.

Gruß, Spellbound

daxie
03.04.2007, 17:27
Also ich habe es genauso beobachtet, wie Spellbound.
In dem Moment, in dem Frau Mutter wird, mutieren die Herren der Schoepfung.
Frau endet mit Dreifachbelastung, Vater geht stolz mit Kind spazieren.
Ja und selbst die Frauen hier in diesem Thread, die angefuehrt haben, dass ihr Mann nicht mutiert, haben doch auch festgestellt, dass es im Umfeld eben anders ist.

Ne danke, keine Lust drauf.

@ 1of8: Du sprichst mir aus der Seele. Ne in der Tat, keinen Bock auf Schwangerschaftserfahrung, weder auf Dammschnitte, Harninkontinenz noch Milchstau.
Vor allem aber, will ich nichts in meinem Bauch haben. Mag es das natuerlichste der Welt sein, fuer mich nicht.

Ich komme auch prima mit Kindern klar, arbeite sogar mit Kindern und find sie echt klasse. Nur nicht meine eigenen.

Zum Thema ob jemand Saeuglinge suess oder nicht findet. Ich find sie suess, aber mir schiesst deshalb nicht spontan die Milch ein.
Sorry aber mal im Ernst, so ziemlich alles was klein und hilflos ist (Kindchenschema) findet man irgendwie suess.
Ich find auch kleine Hunde suess und moechte keinen eigenen.

Inaktiver User
04.04.2007, 00:36
Genau deswegen - unter anderem - möchte ich kein Kind. Ich will das alles nicht. Ich will nicht wissen, wie sich eine Geburt anfühlt, ich will keine Windeln wechseln, ich will keinen Brei ins Gesicht gespuckt bekommen.

Genauso fühle ich. Ich will bestimmte Erfahrungen nicht machen, da ich genau weiß, daß sie mir nichts bringen. Ich kenne mich ziemlich gut und weiß, was mich interessiert und was nicht. Kinder und die sich mit ihnen verbindenden Tätigkeiten langweilen mich einfach nur, ich sehe da nichts, was mich reizt. In meinen Interessen hingegen steckt noch wahnsinnig viel, das mich reizt und das mich antreibt, so daß mir die nächsten 60 Jahre bestimmt nicht langweilig wird (Langeweile ist sowieso ein Fremdwort für mich).
Ich bin einfach mit mir und meinem Leben, wie es jetzt ist, zufrieden. Ich bin ausgefüllt. Ich habe Ziele. Und diese Zufriedenheit möchte ich nicht aufgeben. Denn ein Kind würde diese Zufriedenheit ganz klar zerstören. Und kein Kinderlächeln kann mir meine Grundzufriedenheit ersetzen. Daher verstehe ich auch die Männer (wie z.B. 3tagebart im Nachbarstrang), die sagen, sie wollen keine Kinder.

Lavendula
04.04.2007, 01:30
Nun, wenn ich das so sähe wie ihr, wollte ich wohl auch keine Kinder. Man sieht eben auch das was man will, ihr offensichtlich nur Dammschnitte und dadidelbrummbrumm Lieder.

Wie gut, dass man wählen kann.

Inaktiver User
04.04.2007, 02:07
Warum habe ich Kinder?
Der Hauptgrund war, wir hatten einfach Lust auf ein Kind, weil wir wussten, dass wir UNSER Kind sehr lieben würden.
Ich wollte das Schwangersein erfahren,wissen wie sich eine Geburt anfühlt; ich möchte mit meinem Kind auf Spielplätze gehen, Plätzchen backen, Faschingsköstüme und Martinslaternen basteln, bei den Hausaufgaben helfen und bei Liebeskummer trösten, ich möchte dazulernen. Es ist eine Herausforderung, wie schaffe ich es, mein Kind in seiner Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen?
Aber es ist auch so unglaublich spannend, was für ein Mensch wird unser Kind sein? Wie wird es die Welt entdecken, wie wird es die Welt sehen? Was werde ich von meinem Kind lernen, wie werde ich mich verändern? Wird es mehr mir ähneln oder meinem Mann?


Ich hatte selbst so eine schöne Kindheit und meine Familie und Geschwister stehen mir so nah, ich wollte einfach das Ganze aus der anderen Perspektive erfahren.

Wenn ich vorher gewusst hätte, wie rührend diese Liebe ist; wie selbstverständlich ein hilfloses Neugeborenes erwartet, dass man sich jetzt sofort kümmert; wie erstaunlich es ist, wenn ein ganz frischer Mensch schon deine Eigenarten hat- meine Tochter zB schläft zB schon immer in der gleichen Haltung wie ich; wie wunderbar dir dein Kind vorkommt, als wäre es das allerserste auf der Welt; wie sehr ich mir selbst nahe komme- dann hätte ich von anfang an ca 18 Kinder geplant.

Das kann ich - bis auf das Basteln :smirksmile: - soweit vollkommen unterschreiben!

Aber ich möchte es gerne noch um einen Aspekt ergänzen:
Wenn ich vorher gewusst hätte, was es für Ängste - um die Kinder - mit sich bringt, welche Gedanken man sich um die eigene Gesundheit macht - "Ich darf nicht krank werden, erst recht nicht ernsthaft krank und schon gar nicht sterben und der Papa auch nicht!" - und wieviel Sorge man hat, die Kinder könnten leiden, dann bin ich mir manchmal nicht sicher, ob ich noch mal die Kraft dazu hätte.

Ich liebe mein Leben mit den Kindern und möchte sie um nichts in der Welt hergeben - aber genau das ist natürlich auch Anlass für Ängste und Sorgen.
Wobei die Kinder das aufwiegen.
Aber die Ängste sind da.

Andereseits bin ich sehr froh, dass sie da sind und dass ich sie auch recht früh bekommen habe.
Ja, das ist ein Paradoxon, mit dem man leben muss. :smirksmile:

Aber ich würde mir nie anmaßen, andere Paare nach ihrem Kinderwunsch oder auch Nicht-Kinderwunsch zu fragen!
Das ist eine sehr persönliche Entscheidung, die mich einfach nichts angeht.
Dabei ist es auch völlig unerheblich, aus welchem Grund jemand kinderlos ist.
Es geht mich einfach nichts an.
Wobei ich nicht vorhandenen Kinderwunsch durchaus auch verstehen kann, denn als Jugendliche wollte ich selbst auch nie Kinder.

daxie
04.04.2007, 08:40
Nun, wenn ich das so sähe wie ihr, wollte ich wohl auch keine Kinder. Man sieht eben auch das was man will, ihr offensichtlich nur Dammschnitte und dadidelbrummbrumm Lieder.

Wie gut, dass man wählen kann.

Das sind doch alles nur Beispiele, es kann ja keiner hier saemtliche Gruende aufzaehlen, warum man eben keinen Bock auf die Erfahrung Geburt/Kind hat.

Da pickt man halt einfach die "Highlights" raus.

Genauso wie du in deinem postings die "Highlights" warum du eben ein Kind wolltest rausgepickt hast und die ueberwiegend positive Sicht ausgeleuchtet hast.

Wie du gesagt hast, wie gut, dass man waehlen kann.

Inaktiver User
04.04.2007, 08:56
@Vishnja und 1of8:
Ihr sprecht mir aus der Seele, und ich bin froh, dass es noch andere Frauen gibt, die genauso denken wie ich ;-)
Ich frage mich manchmal schon: habe ich vielleicht einen Gendefekt? Warum will ich keine Kinder? Bin ich zu egoistisch? Vielleicht, denn ich habe weder Lust auf eine Schwangerschaft noch auf eine Geburt, ich mag mich nicht um ein hilfloses Baby kümmern und den ganzen Tag Fläschchen wärmen, Windeln wechseln und ausgespuckten Brei wegwischen, und ich fühle mich nicht dazu berufen, mit dem Kinderwagen durch die Gegend zu gondeln und auf Spielplätzen backe-backe-Kuchen-Aktionen zu betreiben. Ich mag weder Laternen für den Martinsumzug basteln, an irgendwelchen Mütter-Kaffeekränzchen teilnehmen und will am Sonntagmorgen nicht schon um halb sieben durch Geschrei oder Rumgehopse geweckt werden. Ich mag mich nicht abends um 7 an den Tisch setzen und Abendbrot essen müssen, denn ein Kind braucht schliesslich feste Strukturen und einen geregelten Tagesablauf. Ja, ich denke schon, ich bin einfach zu egoistisch für ein Kind…!
Mein Job gefällt mir sehr, der Verdienst stimmt, ab und zu eine kleine Geschäftsreise, neue Leute kennen lernen, Sprachkenntnisse einsetzen… ich möchte weiterhin frei und finanziell unabhängig sein und dorthin reisen, wo es mir gefällt. Mein Freund und ich geniessen unsere grosse Wohnung, die Ruhe und die Freiheit, tun und lassen zu können, was wir wollen. Wir sind glücklich und zufrieden und “brauchen” und wünschen uns kein Kind.

Am Sonntag waren wir an einem Geburtstagsbrunch, dort war auch eine junge Familie mit einem 5 Monate altem Knirps. Der Kleine war wirklich zum Knuddeln, und den Eltern hat man ihr Glück förmlich angesehen. Fand ich wunderschön, ich konnte mich richtig mit ihnen mitfreuen. Aber wie immer hatte ich nicht die Spur eines Verlangens, das ich mir ja auch so ein Würmchen zulegen könnte…Komisch. Ich wusste schon mit 12, dass ich keine Kinder möchte, und vor 2 Jahren habe ich mich mit 34 sterilisieren lassen. Tja, was soll ich sagen? Bin morgens rein in die Klinik, mittags fröhlich wieder rausspaziert und hab mich sauwohl gefühlt. Meine Freundin meinte danach: “Was, du bist am gleichen Tag schon wieder entlassen worden??” Ja, warum auch nicht? Für mich war das wie ein Eingriff, der schon seit 15 Jahren fällig war…! Wie gesagt, Gendefekt?!

Liebe Grüsse an Euch Alle!
Seahorse

Lavendula
04.04.2007, 09:17
Das sind doch alles nur Beispiele, es kann ja keiner hier saemtliche Gruende aufzaehlen, warum man eben keinen Bock auf die Erfahrung Geburt/Kind hat.

Da pickt man halt einfach die "Highlights" raus.

Genauso wie du in deinem postings die "Highlights" warum du eben ein Kind wolltest rausgepickt hast und die ueberwiegend positive Sicht ausgeleuchtet hast.

Wie du gesagt hast, wie gut, dass man waehlen kann.

Genau das wollte ich damit sagen.

Und weißt du, ich glaube es gibt nicht mal wirklich gründe für oder gegen Kinder, denn alle Gründe haben auch einen Gegengrund. Der eine will halt, der andere nicht.

Inaktiver User
04.04.2007, 09:55
Am Sonntag waren wir an einem Geburtstagsbrunch, dort war auch eine junge Familie mit einem 5 Monate altem Knirps. Der Kleine war wirklich zum Knuddeln, und den Eltern hat man ihr Glück förmlich angesehen. Fand ich wunderschön, ich konnte mich richtig mit ihnen mitfreuen. Aber wie immer hatte ich nicht die Spur eines Verlangens, das ich mir ja auch so ein Würmchen zulegen könnte…Komisch.


Diese Situationen habe ich auch oft erlebt. Eine glückliche junge Familie, ein niedliches Baby - eben eine richtig schöne Szene. Und trotzdem hat es in mir nie dieses Gefühl "ach, sowas will ich auch" zum klingen gebracht, von dem so viele andere Frauen berichten.

Ich kann nicht sagen warum, aber ich hatte nie das Bedürfnis, ein eigenes Kind auf dem Arm zu halten. Du schreibst so schön von einem Gendeffekt, den Du bei dir manchmal vermutet hattest, weil du keinen Kinderwunsch verspürst. Die Frage habe ich mir auch oft gestellt, bin aber inziwschen der Meinung, dass Frauen wie Du und ich ganz genauso normal sind wie jene, bei denen der Anblick eines Säuglings sofort Muttergefühle auslöst.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
04.04.2007, 10:07
Ich hab nicht mal das Bedürfnis, ein fremdes Kind im Arm zu halten.

Außerdem: es würde mein Leben einschränken, sehr sogar. Möglich, daß ich etwas DAZUbekäme, aber das will ich nicht so. Ich will schon was dazubekommen, aber sicher kein Kind und damit verbundene Freuden und Nöte.

Ich will mich auch nicht nach Schulferien richten und ein Kind mit Halsweh und Husten trösten. Ich will so ungezwungen leben wie jetzt. Ich will mich nicht drum kümmern, ob ein Bleistift fehlt, ein Radiergummi oder ob ein anderes Kind meinem Kind eine gescheuert hat. Ich will keine vor Freude kreischenden Kinder in meinem Garten.

Ich will Ruhe. Ich will Ausgeglichenheit. Ich möchte Planungssicherheit.

Aber ich gönne jeder einzelnen Familie ihre Kinder, von ganzem Herzen.

HansDampf
04.04.2007, 10:16
Genau das wollte ich damit sagen.

Und weißt du, ich glaube es gibt nicht mal wirklich gründe für oder gegen Kinder, denn alle Gründe haben auch einen Gegengrund. Der eine will halt, der andere nicht.

Meine Frau sagte vor kurzem (das 5. Mal schwanger): Ins Kinderkriegen muß man verliebt sein. Und da Liebe ein im wesentlichen nicht-rationales Gefühl ist, kann man nicht wirklich über Gründe dafür oder dagegen diskutieren. Für jedes JA gibt es ein NEIN. Hauptsache man ist ehrlich sich selbst gegenüber.

Einen lieben Gruß

Hans

Inaktiver User
04.04.2007, 10:58
@HansDampf: Schönes Bild - von Deiner Frau!

Wenn ich den Vergleich so durchdenke.........es gibt nicht nur Menschen, in die man sich nicht verlieben kann - sondern auch solche, die einem völlig irrationalerweise fremd, nicht-sympatisch oder sonst wie *bähhhhh* sind.

kleinenellie
04.04.2007, 11:09
[QUOTE=1of8]Genau deswegen - unter anderem - möchte ich kein Kind. Ich will das alles nicht. Ich will nicht wissen, wie sich eine Geburt anfühlt, ich will keine Windeln wechseln, ich will keinen Brei ins Gesicht gespuckt bekommen.

Gebt mir ein Fohlen, einen Igel, einen Hundewelpen oder eine ausgesetzte Schlange - ich bring sie durch.

Aber bitte: Bloß nie ein Kind!

:blumengabe:

Ganz viel lach:jubel:
Ich habe schon gedacht, ich denke alleine so. Und wehe du wagst es und sagst es öffentlich. Ich mag Kinder schon, aber am allermeisten, wenn ich weiß, dass sie nach einem Besuch wieder gehen.
Außerdem fühle ich mich seelisch einfach nicht in der Lage,
einem Kind eine schöne Kindheit zu bescheren. Ist halt so.
Und wenn man das für sich einsieht, ist es doch wirklich besser, keine in die Welt zu setzen.
Dafür bin ich für meine Freunde eine begeistere Kinderaufpasserin, ist doch auch was feines, :freches grinsen:

Inaktiver User
04.04.2007, 11:20
@kleinenellie:
geht mir genauso........
Ich bin ganz froh wenn das Kind/die Kinder um mich herum wieder weg sind.
Interessanterweise fällt mir auch dann erst wieder auf, wie eklig der Geruch von Kinderspucke auf meinem Shirt ist.

HansDampf
04.04.2007, 11:43
@HansDampf: Schönes Bild - von Deiner Frau!

Wenn ich den Vergleich so durchdenke.........es gibt nicht nur Menschen, in die man sich nicht verlieben kann - sondern auch solche, die einem völlig irrationalerweise fremd, nicht-sympatisch oder sonst wie *bähhhhh* sind.

Tristania,

:wie?:
(Bild? Frau?)

Hans

Inaktiver User
04.04.2007, 11:48
Tristania,

:wie?:
(Bild? Frau?)

Hans
Deine Frau hat zur Beschreibung der Sachlage ein schönes Bild verwendet.

HansDampf
04.04.2007, 12:33
Deine Frau hat zur Beschreibung der Sachlage ein schönes Bild verwendet.

Hallo Tristania,

ich stand wohl auf dem Schlauch. Danke (auch im Nahmen meiner Frau:smile: ).

Gruß

Hans

Inaktiver User
04.04.2007, 13:05
Egal, ob ich nun ohne Kinder leben wollte oder nicht: mir ist jede/r, der sich Gedanken macht und findet, sein Leben wär ohne eigene Kinder schöner, lieber als die Leute, die dann den ganzen Tag nur am Keifen sind und derart lieblos mit ihren Kindern umgehen, dass man sich echt fragt: Wieso wollten DIE denn Kinder????

Den Rechtfertigungsdruck kann ich allerdings nicht auf das Thema begrenzen, sagte ich schon, dass trifft doch jeden, der irgendwas anders zu machen wagt als die Masse. Ich hab drei Kinder, das halten viele auch für abnormal...

Bleibt doch gelassen und steht zu eurer Entscheidung. Ich kann das gut tolerieren, ich für mich weiß ja auch, dass mir Sport nix gibt, obwohl alle Welt nicht genug kriegt von Fitness. Ich lass es halt einfach bleiben :lachen:

Inaktiver User
04.04.2007, 16:09
ohne jetzt wieder eine front aufmachen zu wollen. aber taktlosigkeit ist nicht nur ein privíleg von müttern.

ich habe z.b. vor kurzem ein kind bekommen. spät, aber doch. nun kam eine (kinderlose) freundin zu besuch, die mir früher, als noch nicht absehbar war, dass ich jemals kinder haben würde, die hucke vollgeheult hat, dass sie keinen partner finden würde, der bereit wäre kinder mit ihr zu bekommen. und dass sie doch eigentlich immer eine familie haben wollte, ihr nun aber die zeit davon laufe.

na gut, sie war also da. und wir haben uns über gott und die welt unterhalten. irgendwann muss ich die kleine wickeln, sie kommt mit und meint dann: naja, wenn sie sich das ganze so ansehe, stelle sie fest, dass ihr wohl das kindergen fehle und dass sie eigentlich überhaupt keine lust habe, ein baby zu bekommen.

ich weiß nicht, hätte sie das nicht auch für sich behalten können. ich fand das irgenwie ziemlich verletzend. kann man denn nicht - und das gilt für beide "seiten" - nicht einfach sein leben leben, ohne anderen die gründe etc. aufs auge drücken zu müssen?

Inaktiver User
04.04.2007, 16:11
ohne jetzt wieder eine front aufmachen zu wollen. aber taktlosigkeit ist nicht nur ein privíleg von müttern.

ich habe z.b. vor kurzem ein kind bekommen. spät, aber doch. nun kam eine (kinderlose) freundin zu besuch, die mir früher, als noch nicht absehbar war, dass ich jemals kinder haben würde, die hucke vollgeheult hat, dass sie keinen partner finden würde, der bereit wäre kinder mit ihr zu bekommen. und dass sie doch eigentlich immer eine familie haben wollte, ihr nun aber die zeit davon laufe.

na gut, sie war also da. und wir haben uns über gott und die welt unterhalten. irgendwann muss ich die kleine wickeln, sie kommt mit und meint dann: naja, wenn sie sich das ganze so ansehe, stelle sie fest, dass ihr wohl das kindergen fehle und dass sie eigentlich überhaupt keine lust habe, ein baby zu bekommen.

ich weiß nicht, hätte sie das nicht auch für sich behalten können. ich fand das irgenwie ziemlich verletzend. kann man denn nicht - und das gilt für beide "seiten" - nicht einfach sein leben leben, ohne anderen die gründe etc. aufs auge drücken zu müssen?

Vielleicht war es für sie gerade der "Moment der Erleuchtung" - für sie selbst. Ich bin sicher, sie gönnt Dir Dein Baby von Herzen.

Jo68
04.04.2007, 16:23
Nee, meiner Meinung nach war das kein "Moment der Erleuchtung", das war der Versuch, sich einzureden, dass sie auch ohne Kinder glücklich ist.
Denn Du schreibst ja, sie wollte eigentlich Kinder, was aber am fehlenden Partner gescheitert ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie darunter leidet und ihr es weh tut, Dein Baby zu sehen. Und eine klassische Reaktion ist dann halt, das, was man nicht haben kann, schlecht zu machen, um sich einzureden, dass man es eigentlich gar nicht will. Ist einfacher, als sich einzugestehen, dass man darunter leidet.

Inaktiver User
04.04.2007, 16:31
Nee, meiner Meinung nach war das kein "Moment der Erleuchtung", das war der Versuch, sich einzureden, dass sie auch ohne Kinder glücklich ist.
Denn Du schreibst ja, sie wollte eigentlich Kinder, was aber am fehlenden Partner gescheitert ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie darunter leidet und ihr es weh tut, Dein Baby zu sehen. Und eine klassische Reaktion ist dann halt, das, was man nicht haben kann, schlecht zu machen, um sich einzureden, dass man es eigentlich gar nicht will. Ist einfacher, als sich einzugestehen, dass man darunter leidet.


Uuups, ich ging von mir aus, klar: Fehler. Jo, Du könntest Recht haben, ich glaub fast, Du HAST recht.

Ohne Kinder kann eine Frau nur dann glücklich sein, wenn sie eine Verfassung wie ich hat. Aber: Ich habe mir nienienie ein Kind gewünscht, hatte nie Tagträume, in denen ich als Mutter agierte, nur Alpträume, die davon handelten, daß ich schwanger wäre.

Letzteres läßt zwar auch irgendwie tief blicken. In Richtung Verantwortung, denke ich.

Stimmt jetzt aber auch nicht: Ich habe derzeit zwar nur 6 Tiere, aber für die habe ich die volle Verantwortung. Des Hundes wegen verzichte ich schon mal auf einiges, wie andere für ihr Kind.

Ich maße mir in keinster Weise an, Tiere mit Kindern zu vergleichen, das ist ein ganz anderes Feld. Und: Ich hatte eine nette Kindheit, mußte aber immer stromlinienförmig, strebsam und relativ unauffällig/angepaßt sein.

Das alles hilft mir heute, insofern hab ich damit keine Probleme.

Manche Menschen, die mich kennen, verstehen überhaupt nicht, warum ich kein Kind möchte. (Ich will aber trotzdem nicht!). Zum Glück werde ich demnächst 40 und das Problem wird sich im Lauf der Zeit von alleine lösen.

Jo68
04.04.2007, 16:48
Ich wollte noch was zu "man sieht nur das, was man sehen will" von der letzten Seite loswerden.

Stimmt, das fällt mir gerade bei dieser Kinderdiskussion immer wieder auf. Die Kinder werden dann oft auf kackende, sabernde, schreiende Babys reduziert, die einem die Figur und die Karriere ruinieren. Da denke ich dann auch immer, "mein Gott, wie realitätsfern und boshaft".
Andererseits gibt's dann aber auch diese verklärenden Mütter. Gerade vor ein paar Tagen habe ich noch in einem Forum gelesen "was macht einen glücklicher, als nachts aufzustehen und seinen Sonnenschein zu füttern." Da denke ich dann ebenfalls, "mein Gott, was für ein realitätsferner Schmus."

Jedenfalls merkwürdig, dass bei diesem Thema so oft Extrempositionen eingenommen werden - auf beiden Seiten. Und natürlich ist das bei beiden völlig überspitzt und eben realitätsfern. Die Wahrheit liegt (wie meistens) in der Mitte.
Ob's daran liegt, dass viele (auf beiden Seiten) der Rechtfertigungen müde sind und daher in Extreme verfallen? Oder schwingt manchmal (ebenfalls auf beiden Seiten) ein bisschen "ich muss mich selbst überzeugen, weil ich doch nicht so 100% sicher bin" mit, weswegen dann auch übertrieben wird?
Keine Ahnung, aber irgendwie bin ich diese Übertreibungen ziemlich leid ...

Inaktiver User
04.04.2007, 16:52
Jedenfalls merkwürdig, dass bei diesem Thema so oft Extrempositionen eingenommen werden - auf beiden Seiten. Und natürlich ist das bei beiden völlig überspitzt und eben realitätsfern. Die Wahrheit liegt (wie meistens) in der Mitte.

Findest Du, dass diese Polarisierung nur bei dem Thema ersichtlich ist? Oder empfindest Du sie bei dem Thema sehr extrem?

Inaktiver User
04.04.2007, 16:52
Jo, gute Überlegungen.

Ja, vielleicht ist es so. Ich habe jedenfalls festgestellt, daß die Aussage "ich möchte kein Kind" so nicht akzeptiert wird.

Inaktiver User
04.04.2007, 17:15
Stimmt, das fällt mir gerade bei dieser Kinderdiskussion immer wieder auf. Die Kinder werden dann oft auf kackende, sabernde, schreiende Babys reduziert, die einem die Figur und die Karriere ruinieren. Da denke ich dann auch immer, "mein Gott, wie realitätsfern und boshaft".
Andererseits gibt's dann aber auch diese verklärenden Mütter. Gerade vor ein paar Tagen habe ich noch in einem Forum gelesen "was macht einen glücklicher, als nachts aufzustehen und seinen Sonnenschein zu füttern." Da denke ich dann ebenfalls, "mein Gott, was für ein realitätsferner Schmus."



Ich denke, diese extremen Positionen resultieren aus der Tatsache, dass natürlich jede versucht, ihren Lebensentwurf als den für sich - und im übertriebenen Fall am besten auch noch für den Rest der Welt- einzig richtigen möglichst hieb- und stichfest zu belegen.

Wenn ich nun also z.B. als Mutter dauernd betone, wie sehr es mich nervt, nachts dauernd raus zu müssen, dass es mich manchmal anödet den ganzen Tag allein mit einem brabbelnden Baby zu verbringen ect., habe ich keine wirklich überzeugenden Argumente dafür, anderen die Lebensform "Kinder kriegen" als das nonplusultra zu verkaufen.

Und auch eine gewollt Kinderlose macht sich in ihrer Argumentation doch wesentlich angreifbarer, wenn sie dauernd betonen würde, wie süß und wunderbar sie Babies findet und dass sie total drauf steht, volle Windeln zu wechseln.

Da das Thema, wie ja schon vielfach bemerkt wurde, sehr emotionalisiert ist und auf beiden Seiten teilweise wenig Toleranz für die jeweils Andersdenkenden herrscht, werden oft so extreme Argumente und Sichtweisen artikuliert. Schade, denn beide Extreme tragen der Realitäit nur sehr bedingt Rechnung.

Aber moderate Zwischentöne passen auch für viele nicht ins Schema: Denn speziell Müttern wird doch heute an jeder Ecke, in Bücherwänden voller Ratgeberliteratur, Pekip-Gruppen und Geburtsvorbereitungskursen eingeredet, wie sie zu sein haben. Nämlich möglichst immer glücklich und perfekt!

Zuzugeben, dass einen der eigene Nachwuchs eben auch mal nervt und überfordert, das scheinen sich viele nicht zu trauen. Weil es dann eben auch sofort wieder heißt (siehe Nachbarstrang), "Du wolltest es ja so, jetzt mecker gefälligst nicht, hättest halt keine kriegen sollen...".

Und auch die gewollt Kinderlose, die ab und an sehr gern mal einen Tag mit Kindern verbringt, passt wenig ins gut gepflegte Klischee der kinderhassenden Egoistin. "Was soll dass denn ", fragen sich dann viele "erst sagt sie, sie will keine und dann hat sie Spaß mit ihnen, was denn nun????". ...

Gruß, Spellbound

Jo68
04.04.2007, 17:24
Ich empfinde diese Polarisierung gerade bei diesem Thema sowie der "Front" berufstätige Mütter gegen vollzeit Mütter als besonders krass. Kann natürlich aber auch nur an meiner Wahrnehmung liegen.

Stimmt Spellbound, sobald man was Positives über die Wahl der anderen oder was Negatives über die eigene Wahl äußert, werden entweder Missionierungsversuche gestartet oder eben dieses "du wolltest es ja so" angebracht. Eigentlich völlig idiotisch, aber vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass man dann schnell zu Extremen kommt.

HansDampf
04.04.2007, 17:53
Ich empfinde diese Polarisierung gerade bei diesem Thema sowie der "Front" berufstätige Mütter gegen vollzeit Mütter als besonders krass. Kann natürlich aber auch nur an meiner Wahrnehmung liegen.

Stimmt Spellbound, sobald man was Positives über die Wahl der anderen oder was Negatives über die eigene Wahl äußert, werden entweder Missionierungsversuche gestartet oder eben dieses "du wolltest es ja so" angebracht. Eigentlich völlig idiotisch, aber vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass man dann schnell zu Extremen kommt.

ich sehe gerade hier in der BriCom die beiden oben genanten Themen (Kinder ja/nein und Brufstätigkeit/Hausfrau) als die an, die am kontroversesten diskutiert werden. Und der Tonfall ist auf allen Seiten bisweilen polemisch, ja sogar aggressiv. Jedenfalls bissiger als Diskussionen zwischen Geliebten und Betrogenen.:smirksmile:

Ich glaube es geht um die Verteidigung des eigenen Lebensentwurfes. Jeder ist heute einem Rechtfertigungsdruck ausgesetzt, da es die "Normalbiographie" gerade für Frauen nicht mehr gibt. Und jede individuelle Entscheidung birgt die Gefahr des Scheiterns, für die das Individuum die Verantwortung trägt. Weder das Schicksal, noch höhere Mächte oder geschichtliche Prozesse taugen zur Verteidigung. Daher sind wir so extrem empfindlich bei jedem Zweifel an unseren Lebensentscheidungen, da sie indirekt ein Scheitern unterstellen. Und wer kann da schon tolerant sein.

Versuchen wir es trotzdem!:blumengabe:

Hans

Inaktiver User
05.04.2007, 09:04
Ich empfinde diese Polarisierung gerade bei diesem Thema sowie der "Front" berufstätige Mütter gegen vollzeit Mütter als besonders krass. Kann natürlich aber auch nur an meiner Wahrnehmung liegen.

Ich denke gerade über den unkt mit der Wahnehmung nach.

Dabei muss ich mir eingestehen, mit Vollzeitmüttern kritischer zu sein als mit den zeitweise-Hausfrauen.
Das liegt ganz einfach daran, dass ich im Beruf schon häufiger Rücksicht nehmen musste und mich immer gefragt habe, warum diese Frauen nicht ihre Partner dazu zwingen mehr Teile der Erziehungsarbeit zu übernehmen anstatt sie der unbeteiligten Gesellschaft zuzumuten.
Die berufstätigen Männer erwarten im vergleich viel weniger Rücksichtnahme von ihren Kollegen.

Das ist für das Einzelschicksal gesehen nicht fair - aber meine Gedanken müssen das auch nicht immer sein.

daxie
05.04.2007, 12:26
Ich wollte noch was zu "man sieht nur das, was man sehen will" von der letzten Seite loswerden.

Stimmt, das fällt mir gerade bei dieser Kinderdiskussion immer wieder auf. Die Kinder werden dann oft auf kackende, sabernde, schreiende Babys reduziert, die einem die Figur und die Karriere ruinieren. Da denke ich dann auch immer, "mein Gott, wie realitätsfern und boshaft".
Andererseits gibt's dann aber auch diese verklärenden Mütter. Gerade vor ein paar Tagen habe ich noch in einem Forum gelesen "was macht einen glücklicher, als nachts aufzustehen und seinen Sonnenschein zu füttern." Da denke ich dann ebenfalls, "mein Gott, was für ein realitätsferner Schmus."

Jedenfalls merkwürdig, dass bei diesem Thema so oft Extrempositionen eingenommen werden - auf beiden Seiten. Und natürlich ist das bei beiden völlig überspitzt und eben realitätsfern. Die Wahrheit liegt (wie meistens) in der Mitte.
Ob's daran liegt, dass viele (auf beiden Seiten) der Rechtfertigungen müde sind und daher in Extreme verfallen? Oder schwingt manchmal (ebenfalls auf beiden Seiten) ein bisschen "ich muss mich selbst überzeugen, weil ich doch nicht so 100% sicher bin" mit, weswegen dann auch übertrieben wird?
Keine Ahnung, aber irgendwie bin ich diese Übertreibungen ziemlich leid ...


Tja, genauso wie es nicht ein "bisschen schwanger" gibt, gibts halt auch nicht ein "bisschen KInd"
Denke, dass traegt erheblich zur Polarisierung bei.
Klar liegt die Wahrheit in der Mitte.
Aber ehrlich gesagt, ich hab noch niemand angefeindet oder dusselig gequatscht weil er/sie Kinder hatte, aber schau dir mal mein franzeliges Ohr an...
In der Regel, jedenfalls bis 2 Kinder, musst du seltenst erklaeren warum du Kinder hast, aber sei mal im gebaerfaehigen Alter und hab keine Kinder -gewollt!-
Du musst immer wieder erklaeren,rechtfertigen,verteidigen.
Irgendwann wird man muede und greift zu Extremen, warum man eben nicht will.

Tante_dorothee
05.04.2007, 13:52
was für ein schöner strang! :smile:

ich befinde mich gerade in einer "will-ich-oder-will-ich-nicht"-phase, die sicherlich auch etwas mit meinem 30. geburtstag vor ein paar monaten zu tun hat.

ich befinde mich allerdings gerade in einer sehr stressigen und unsicheren lebensphase, so dass ein kind *jetzt* völlig blöd wäre.

will ich aber überhaupt welche?

möglichweise nicht.

ich habe momentan angst vor der entscheidung. was mache ich, wenn ich es mal bereue?

ich weiß, ich hab noch ein paar jährchen. ich hätte es ohnehin nie für möglich gehalten, dass ich sowas wie eine tickende biologische uhr habe.
tickt sie wirklich?

ich habe nie diesen kinderwunsch gehabt, den andere schon mit 20 haben.

@1of8
das mit den tieren geht mir ähnlich:blumengabe:


im bekanntenkreis kriegen alle kinder. das befremdet mich.

ich schreibe wahrscheinlich wirr, aus zeitnot. ich müsste eigentlich was ganz anderes machen, ich fahre schon wieder die vermeidungstaktik *seufz*

ich werde hier mal wieder reinschauen.

Inaktiver User
05.04.2007, 14:51
Liebe Tante_Dorothee,

ich habe mich noch nicht sterilisieren lassen (obwohl ich knapp 40 bin), weil ich eben befürchte, wenn ich nicht mehr kann (eingeschränkt, klar, weil schon altersmäßig eigentlich aus dem Kinderkrieg-Bereich), es vielleicht unbedingt möchten könnte.

Ich empfehle Dir, Dich einfach zu entspannen - es kommt auch viel auf den Partner an. Will er? Will er nicht? Wie läuft es überhaupt?

Ich habe mit 30 meinen jetzigen Partner überhaupt erst kennengelernt. Wie hätte ich denn sagen können, was wir beiden wollen würden? (Ja, ich biege die Rechtschreibung jetzt schon zum wiederholten Male, zwecks plastischer Darstellung meiner Ansichten).

Du hast fürs Kinderkriegen noch Zeit. Wenn Du möchtest, kannst Du bestimmt. Wenn Du nicht möchtest, wirst Du es auch sehen.

Ich habe irgendwie "gewartet", daß sich ein eindeutiges Gefühl "pro-Kind" einstellt. Hätte es das getan, wäre ich schon Mutter. Gut, es hat nicht.

Ich lebe glücklich und zufrieden, und nehme andere Optionen wahr (nochmal Grundstückskauf und Hausbau, ein junges Pferd, mehr Gelassenheit). Jetzt fühle ich mich damit vollends ausgefüllt und mir geht nichts ab.

Wenn es bei Dir anders kommt ... dann wird es Dein Weg sein. Wenn es so kommt wie bei mir - dann ist das Dein Weg.

Fazit: Es bleibt spannend.

Tante_dorothee
05.04.2007, 17:53
1of8,

danke, das klingt sehr beruhigend.:blumengabe:

mein mann würde schon wollen, aber wir sind uns beide einig, dass wir unser leben auch ohne kinder befriedigend gestalten können.

mein mann ist ein paar jahre älter als ich.

wir sind seit 8 jahren verheiratet.

seitdem hören wir auch immer die blöden sprüche und fragen, wann "es" denn bei uns losgehen würde:gegen die wand:

irgendwann mag man das nicht mehr hören.

bislang sagte ich immer, ich fühlte mich noch zu jung für ein kind (lustig, wenn man das mit 29 zu einer 24jährigen neumutter sagt:freches grinsen:).

möglicherweise liegt es auch an der stressigen umbruchphase in meinem leben (examen), dass ich mir viele gedanken um die zukunft mache.

meine eltern wenigstens nerven nicht damit, wann sie denn endlich großeltern werden. meine schwiegereltern schon eher.
mit denen kann man kein vernünftiges wort mehr wechseln, seit sie großeltern sind. das geht so weit, dass während des telefonierens mit dem kind gesprochen wird, und am anderen ende fragt man sich, ob man auflegen kann oder ob noch ein gespräch stattfindet.

ich denke, ich sollte auch warten, ob sich ein pro-kind-gefühl einstellt. noch hat es das nicht. manchmal zweifle ich auch, ob ich eine gute mutter wäre.
man kann natürlich auch zuviel über dinge nachdenken, das ist mein fehler.

Inaktiver User
05.04.2007, 17:59
Ich halte Nachdenken für keinen Fehler.

"Pro-Kind" ist wohl ein dermaßen umfassendes Gefühl, daß es Dir nicht verborgen bleiben wird. (So haben mir jedenfalls Mütter berichtet).

Die Schwie-Eltern und Deine Eltern - ja, das kenne ich. Laß es vorbeirauschen.

Du wirst Deine Entscheidung sicherlich richtig treffen. Vertraue auf Dich und bleibe wachsam".

daxie
05.04.2007, 19:01
@1of8 genau aus dem Grund hab ich mich bisher auch nicht sterilisieren lassen. Dacht auch immer, vielleicht knall ich ja irgendwann mal total durch und dann muss es sein.
Wobei...ich wusste schon immer, dass ich kein Kind will. Ich bin der festen Ueberzeugung, dass dieser "vielleicht muss es irgendwann doch sein-Gedanke" nur dadurch kam, weil meine Umwelt immer auf dem Thema rumgehackt hat.
Nu werd ich naechstes Jahr 40 und bin weiter den je von dem Thema entfernt.
Dann wirds halt auch die Natur regeln, umso besser, Operationen sind ja auch ein Risiko.

xanidae
05.04.2007, 20:18
Aber ehrlich gesagt, ich hab noch niemand angefeindet oder dusselig gequatscht weil er/sie Kinder hatte, aber schau dir mal mein franzeliges Ohr an...


ich hab auch noch niemanden dumm angegangen, warum er keine kinder hat.
aber schau dir mein franzeliges ohr an, das mir auch von wildfremden menschen abgekaut wird. denn jeder meint zu kindern seinen kommentar ungefragt abgeben zu dürfen.
von 'ach, der ist aber süß' über 'warum lassen sie ihm nicht die kekse?' bis zu 'warum fahren sie eigentlich mit dem bus, sie haben doch einen kinderwagen dabei?'.

was manche kinderlose über (frische) eltern herziehen... da fallen mir manchmal die ohren ab. 'die haben gar keine zeit mehr', 'die machen den tanz ums goldene kind'.

ich finde - die kommentare schenken sich nix.
die wg. dem kinderkriegen kenne ich gut, weil das auch bei uns thema war.
zuerst heißt es 'was, du hast keinen freund?'
dann 'wann heiratet ihr endlich?' (je nach antwort dann die dementsprechende reaktion)
dann 'und wann wollt ihr kinder haben) (je nach antwort die dementsprechende reaktion)
dann (wenn ein kind da ist) 'und wollt ihr noch eins?' - hier sind die antworten vielfältig. die positivste antwort ist 'ja' - wenn man sagt 'ja noch zwei oder drei' pures entsetzen. will man nur eines muss man sich geschichten über schlimme einzelkinder anhören.
bekommt man kind nr2 schnell nach dem ersten heißt es 'muss das denn so früh sein'? dauert es länger wird sofort ein eheproblem vermutet.
wohnt man mit kindern in einer wohnung, hört man ständig 'und wann wollt ihr ein haus kaufen' oder 'wann zieht ihr aufs land' oder 'die anne und der peter haben sich gerade so ein schönes haus gekauft, da hat jedes kind ein zimmer'.

hast du keine kinder und entscheidest dich für a) eine zweite ausbildung/studium oder b) ein sabbatical oder c) für eine weltreise. auch das wird ausgibigst diskutiert. 'wozu noch ein studium?', 'wieso willst du denn ein jahr nicht arbeiten, du hast ja nicht mal mann/kind'. 'ruiniert die weltreise nicht deine karriere?'

es ist manchmal zum kotzen, wie eine entscheidung so im mittelpunkt von anderen stehen kann.

Inaktiver User
05.04.2007, 20:40
es ist manchmal zum kotzen, wie eine entscheidung so im mittelpunkt von anderen stehen kann.

Sehr treffend beschrieben! Wie wäre das Leben doch schön, wenn sich speziell zu diesem Thema nicht permanent und ungefragt Menschen einmischten, die das doch so überhaupt GAR NICHTS angeht. Haben die alle kein eigenes Leben in dem es Entscheidungen zu treffen gibt? Oder langweilen sie sich und traktieren deshalb wehrlose Zeitgenossen mit ihren Litaneien. Für diesen Fall biete ich ihnen gern meine Bügelwäsche an, das beschäftigt dann erstmal für längere Zeit....

Gruß, Spellbound

Juleken
06.04.2007, 04:22
Xanidaee, sehr sehr treffend hast Du das geschrieben. Mir graut schon davor, bald wird es losgehen "und wann kommt das zweite?" Da wir ja nicht so ohne weiteres ein zweites kriegen können, habe ich mir schon überlegt, einfach immer zu Antworten "das weiss der liebe Gott allein " :freches grinsen:

Schließen wir doch alle hier einen Bund gegen die, die permanent die Leben(sweisen) anderer Menschen bewerten müssen :cool:

lG

Juleken

Tante_dorothee
06.04.2007, 07:42
:ooooh:
so hab ich das noch gar nicht gesehen, aber ihr habt recht, es scheint menschen zu geben, die ständig ungefragt das leben anderer kommentieren und bewerten müssen.

dann hat das nur bedingt was mit dem thema "kinder" zu tun:zwinker:

wobei es mir da wahrscheinlich am meisten auf die nerven geht...

ich habe schon mal überlegt, ob ich den nächsten, der so blöd fragt, zurückfrage, wie es denn bei ihm im bett läuft oder sowas in der art. ähnlich persönlich:freches grinsen:
leider habe ich dafür wohl noch zuviel taktgefühl...


@1of8
danke für deine worte, sie helfen mir:blumengabe:

dieNicki
06.04.2007, 18:32
Hallo!

Ich bin eine gewollte Mama und ziemlich glücklich damit und zwar weil es MEINE Sache ist.
Wenn jemand nicht Mama sein will - egal aus welchem Grund - ja, und?
Ich find´s ok, jede hat nun mal ein anderes Bild von ihrem Leben und wenn da kein Kind rein passt ist das doch völlig in Ordnung.

Es ist meiner Meinung nach heutzutage keine Schande mehr sich gegen Kinder zu entscheiden und jede, die heute Angst vor der Einsamkeit im Alter hat: Habt ihr mal überlegt, was mit den anderen "Karrierefrauen" ist? Wer weiss, vielleicht ist es in 35 Jahren ganz normal an Heiligabend auf eine "Ü65-Party" zu gehen und so wie ich mich kenne, werde auch ich (obwohl Mama) mit Freude an einer solchen Veranstaltung teilnehmen :freches grinsen:

Betonen möchte ich allerdings, dass ich in der Regel die SingleCharts jede Woche kenne, ich kenne ungefähr die Bundesligatabelle, ich weiss, welche Schuhe und Handtaschen dieses Jahr ein absolutes MUSS sind, kenne in der regel das wöchentliche Kinoprogramm und gucke jeden Abend die Tagesschau. Allerdings habe ich keine Ahnung von Germanys TopModel oder den "Superstars".

Gruss
dieNicki

dastin
06.04.2007, 19:43
Hallo
Ich lese hier schon eine Weile interessiert mit, auch weil fairy princess und ich uns ja auch schon mal "begegnet sind"
So, was will ich hier? Den Punkt betonen, dass beinah alle, die die Normalbiografie verlassen sich irgendwie verteidigen müssen.
Wenn ich erzähle, dass ich einen Kinderwunsch habe, dass wir ab November üben werden usw, werd ich auch gefragt warum und ob wir uns das gut überlegt hätten, ob wir uns sicher sind... und zwar von allen, ausser meiner Mutter. Der Grund ist, dass wir 21 bzw 22 Jahre alt sind und noch studieren. Und so sieht die Normbiografie für Architekten eben nicht aus!
In einem Punkt haben wir es leichter, wir werden nicht von jedem drauf angesprochen(ausser von meinem Vater, der fragt mich bei jedem Telefonat) und mit wem ich darüber reden will, kann ich auswählen. Dass den Gewollt Kinderlosen da so oft auf die Nerven gegangen wird finde ich unverständlich, vor allem auch, weil es sich ja auch um NICHT-gewollt Kinderlose handeln kann. Mein großer Bruder und seine Freundin sind so ein Paar, leider ist er der äleste und meine Eltern wollten schon immer gern Großeltern werden, haben ständig gefragt, sie wussten nicht, dass es bei den beiden schwierig ist. Irgendwann hab ich meine Mutter im Vertrauen gesagt, dass sie vl nicht so ist, dass sie nicht wöllten, sehr vorsichtig, aber sie hats verstanden, glücklicherweise, seit dem halten sie sich zurück.
Ich glaube auch nicht, dass es viele rationale Gründe geben kann, für oder gegen Kinder. Sicher gibt es einige wenige, wenn man sich ein Kind vl vorstellen könnte, aber die Situation eben nicht stimmt, aber der Vergleich mit dem verlieben passt meiner Meinung nach wirklich sehr gut.
Und damit nochmal zu mir, ich bin darin verliebt seit ich 18 bin, und jetzt, am Ende des Studiums finde ich es eben passend, wenn auch nicht unbedingt finanziell optimal, aber dafür haben wir beide Zeit, er kann sich viel einbringen und man kann nie wieder so einfach ein, zwei oder Dre Semester aussetzen, bei uns kann man sogar bis zu 6 Semestern "teilzeit" Studieren. Es fühlt sich richtig an, ich wollte immer jung Mutter werden und die Normbiografie für Architekten verlangt nach dem Studium eben eine sofortige 2jährige Praktikumsphase, um drin zu bleiben.
Wenn ich dann mal schwanger bin, wird wohl keiner mehr fragen, dann wäre es ja nicht oder was auch immer, warum erst dann? Eigentlich sollte ein solches nachhaken "Warum denn (nicht)? immer unhöflich sein.
lG
Tin

Schnorchel
08.04.2007, 08:32
Aber ist das nicht unabhängig von Mutterschaft? Als einziger Nicht-Mediziner auf einer Medizinerparty habe ich auch nur noch passiv am Gespräch teilgenommen. Wenn Kollegen beeinandersitzen - welches Thema wird wohl in epischer Breite behandelt? Eine Gruppe von Häuslebauern - na?
Ich denke, es ist völlig normal, dass ein Lebensthema, in das man viel Zeit und Gefühl steckt, auch zu Mitteilungsdrang führt.

Inaktiver User
08.04.2007, 09:07
Aber ist das nicht unabhängig von Mutterschaft? Als einziger Nicht-Mediziner auf einer Medizinerparty habe ich auch nur noch passiv am Gespräch teilgenommen. Wenn Kollegen beeinandersitzen - welches Thema wird wohl in epischer Breite behandelt? Eine Gruppe von Häuslebauern - na?
Ich denke, es ist völlig normal, dass ein Lebensthema, in das man viel Zeit und Gefühl steckt, auch zu Mitteilungsdrang führt.
Ja, schon.
(als einziger nicht-Mediziner unter den Medis zu sein ist aber auch die Hölle :zwinker: )
Ich empfinde allerdings schon mehr gesellschaftlichen Druck hinter dem Thema Kinder als hinter den anderen. Es ist nicht omnipräsent, aber quasi doch häufig gegenwärtig; insbesondere in bestimmten Altersabschnitten.

Mir ist immer noch nicht klar, ob das eine subjektive Wahrnehmung ist. Schliesslich kommt das Thema ja unabhängig vom gesellschaftlichen Umgang aus mehreren Ecken auf den Tisch.

Die Partygesellschaft kann man wechseln - dann ändert sich auch das Haupt-Thema.
Aber Kollegen, der eigenen Familie, Freunden auf ihrem Lebensweg kann man nicht aus dem Weg gehen.

Schnorchel
08.04.2007, 09:23
Ich meine, wenn man sich fragen will, ob Kinder zu einem erfüllten Leben dazu gehören, dann führt es nirgends hin, sich all die mehr oder weniger verkrachten Existenzen vor Augen zu führen, die den eigenen Bekanntenkreis bevölkern. Und dann mit anderen Anekdötchen auszutauschen über deren persönliches Horrorkabinett. Sicher, so oder so will man nicht werden. Abgehakt. Solche Pfeifen können ja wohl kein Maßstab für existentielle Entscheidungen sein. Irgendwann sollte man aber die zweite Stufe zünden. Und da lautet die Frage: Wie will ich werden? Wenn dazu gehört, dass man sich Kinder einfach nicht vorstellen kann - na bitte. Dazu gehört meiner Meinung aber auch, dass ein mögliches Scheitern dieser Idee mitgedacht wird. Wie man in zehn Jahren über seinen Lebensweg denkt, das weiss man heute nun mal nicht. Egal, ob mit oder ohne Kindern, mot oder ohne wasweissich. Wer am Ende seines Lebenswegs von sich sagen kann, er habe ein erfülltes oder gar überwiegend glückliches Leben geführt, der darf sich gleich nochmal glücklich schätzen. Verpasste Chancen sind zu ertragen. Möglichst so, dass man damit anderen nicht auf den Pinsel geht.

Ich habe drei Kinder, die habe ich gekriegt, weil ich sie einfach wollte. So, wie andere halt einfach keine wollen. Das kann man sich zum Glück ja heutzutage aussuchen, andernfalls würden wir uns solche Fragen gar nicht stellen. Und mehr ist da meiner Meinung nach zu den Beweggründen nicht zu sagen, man muss das nicht überhöhen. Und wie schon erwähnt, die Folgen sind zu tragen. Selbst, wenn es bisweilen weniger Spass macht, als vorher erträumt.

Meine Kinder sind gesund auf die Welt gekommen - wir hoffen, dass das so bleibt *toitoitoi*, entwickeln sich zur Zeit prima - dito, und was die Zukunft mit ihnen bringt - das sehen wir dann. Ob die mich fremdbetreuen lassen werden, wenn ich alt und klapprig bin, ob sie mich rund um die Uhr beglucken werden, damit ich mich auf meine alten Tage nicht so einsam fühle - keine Ahnung.

Wenn also jemand in der Kinderlosigkeit mehr Chancen für sich sieht - auch recht. Mit Sicherheit habe ich z.B. einige Reisen noch nicht gemacht, die mit Kindern eher weniger lustig sind. Eine Reihe von Filmen habe ich verpasst, wesentlich mehr Bücher nicht gelesen als gelesen, wertvolle Lebenszeit unausgeschlafen in Sandkästen verplempert und wegweisende Ereignisse im deutschen Fernsehen einfach verpennt. Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich zu diesen Zeiten auch wenig Mühe auf mein Äusseres verwendet, man wird halt doch des öfteren mal bekotzt, beschmiert oder zerzaust. Und unter den Frauen, die man so im Kinderuniversum trifft, waren durchaus ein paar Totalausfälle - kann mich widerum nicht davon freisprechen, das für andere ebenso gewesen zu sein. Aber nicht nur.

Ich kann für mich nur sagen, dass ich durch die Kinder auch Erlebnisse und Bekanntschaften habe, die mir in der kinderlosen Welt wohl verschlossen geblieben wären. Die hätte ich dann aber wohl nicht vermisst, weil ich den Vergleich ja nicht gehabt hätte.

Schnorchel
08.04.2007, 09:57
Ja, aber muss das belastend sein? Wechsle doch einfach das Thema, wenn es Dir zu viel wird. Ich glaube, wenn man bei etwas Druck empfindet, dann sagt das erstmal was über einen selbst aus, nicht darüber, ob da objektiv eine "Gesellschaft" Druck ausübt.

Das mit den Abschnitten ergibt sich von selbst, wenn man keinen altersgemischten Bekanntenkreis hat: Eine Zeitlang geht es hauptsächlich um die Uni, dann scheinen plötzlich alle zu heiraten, ... ich vermute mal, bei den Endfünfzigern dürfte das Thema Seniorenwohngemeinschaft ein Renner sein.

Inaktiver User
08.04.2007, 15:36
Ja, aber muss das belastend sein? Wechsle doch einfach das Thema, wenn es Dir zu viel wird. Ich glaube, wenn man bei etwas Druck empfindet, dann sagt das erstmal was über einen selbst aus, nicht darüber, ob da objektiv eine "Gesellschaft" Druck ausübt.
Vielleicht ist es nicht "die gesellschaft" - aber zum Beispiel die Eltern.
Meine Mutter weiss seit über 10 Jahren, dass ich keine Kinder will.
Trotzdem wird sie nicht müde, mindestens in jedem 2. Telefonat fallen zu lassen, dass sie ja doch gerne Enkelkinder hätte........bla, bla, bla, .............man das aber nicht erzwingen könne,...........bla, bla, bla.

Wenn das keine Form von Druck ist, haben Schnorchel und ich da sehr unterschiedliche Wahrnehmungen.


Ja, diese Nerverei finde ich belastend und ein Themenwechsel hilft bei so einer tibetanischen gebetsmühle nichts.
Es ist respektlos, meine Lebensplanung nicht einfach kommentarlos zu akzeptieren.

Inaktiver User
08.04.2007, 17:31
Es ist respektlos, meine Lebensplanung nicht einfach kommentarlos zu akzeptieren.

Es ist auch ihre Lebensplanung, die davon betroffen ist.

Meine Mutter sagte mal, dass sie sehr glücklich sei, Enkelkinder zu haben, weil sie sich als sie kleine Kinder hatte, immer erhofft hatte, irgendwann in Ruhe Zeit mit ihren Enkeln zu verbringen, was sie bei ihren eigenen Kindern nicht so konnte. Sie hatte Verantwortung und dadurch unterlag sie einem gewissen Druck, den sie im Bezug auf ihre Enkelkinder nicht hat.

Sie hat nun im Kontakt mit ihren Enkelkindern Erlebnisse und Zeit, die sie mit ihren Kindern in der Form nicht leben kann und scheint das sehr zu geniessen.

Wenn keine Chance ist, dieses Leben zu leben, das man sich erträumt hat für den Lebensabschnitt, den man als Rentner erlebt, kann es schon sein, dass sie traurig sind und dies nicht kommentarlos hinnehmen können.

Ich kann das schon nachvollziehen, was nicht heißt, dass Du kein Recht auf Deine eigenen Entscheidungen hast.

vita

Inaktiver User
08.04.2007, 17:51
Es ist auch ihre Lebensplanung, die davon betroffen ist.

Meine Mutter sagte mal, dass sie sehr glücklich sei, Enkelkinder zu haben, weil sie sich als sie kleine Kinder hatte, immer erhofft hatte, irgendwann in Ruhe Zeit mit ihren Enkeln zu verbringen, was sie bei ihren eigenen Kindern nicht so konnte. Sie hatte Verantwortung und dadurch unterlag sie einem gewissen Druck, den sie im Bezug auf ihre Enkelkinder nicht hat.
Tja, dann hätte meine Mutter mich wohl anders erziehen müssen. Sie hätte ja noch mehr Kinder gebären können, dann wäre die statistische Wahrscheinlichkeit auch grösser.
Sie hat übrigens einen erheblichen Anteil daran, dass ich keine Kinder haben will. Meine Schwester wird sie auch nicht mit Enkeln beglücken, das will sie noch gar nicht wahrhaben.


Wenn keine Chance ist, dieses Leben zu leben, das man sich erträumt hat für den Lebensabschnitt, den man als Rentner erlebt, kann es schon sein, dass sie traurig sind und dies nicht kommentarlos hinnehmen können.
Sie hat kein Recht darauf, mir einen Auftrag für mein Leben zu erteilen.
Niemand hat das Recht, seine Kinder zu irgendetwas zu verpflichten/mit einem Auftrag auszustatten - weder dazu, Kinder zu gebären, noch das elterliche Geschäft zu übernehmen, o.ä. .
Wir kommen in diesem Land alle als freie Menschen zur Welt.

Ausserdem wäre meine Mutter nicht mal bereit, einen Erziehungsauftrag in Form von Kinderbetreuung anzunehmen.
Das wäre aber sehr sinnvoll, nachdem ich 10 Lebensjahre und eine menge Geld ausschliesslich in eine sehr gute Ausbildung investiert habe.

Ganz davon abgesehen haben unsere Eltern meine Schwester und mich mit einer Krankheit beerbt, die wir beide nicht weitergeben wollen. Dieses Argument wird unter einem schweren Seufzen abgenickt.

Aus diesen Gründen kann meine Mutter mich mit dem Wort "Enkel" in drei Sekunden von null auf hundert bringen.

Schnorchel
08.04.2007, 20:02
Was sich unterscheidet, ist unserer Vorstellung von belastend. Dass Du die Andeutungen Deiner Mutter als Druck empfindest, kann ich Dir ja nicht absprechen. Ich kann mir nur für mich nicht vorstellen, dass ich mir zehn Jahre lang mit einer Sache auf die Nerven gehen liesse. Entweder, das Thema kann abschliessend geklärt werden, oder ich liesse mir halt hinten vorbei gehen, was sie erzählt.
Ich habe einen ähnlichen Fall im Freundeskreis. Da zeichnet sich langsam ab, dass der einzige Sohn wohl keine Enkelchen mehr zeugen wird. Der hat einfach andere Vorstellungen von Spass. Übrigens sehr ähnlich denen seiner eigenen Eltern. Die sind nun aber schwer hinterher, ihn wissen zu lassen, dass ihnen jetzt, wo alle Reisen gemacht sind, der Körper gestählt und gebräunt ist, so ein bisschen Kinderwagenschieben ganz gut in den Ablauf passen würde. Da sie vielsagende Themenwechsel und zarte Andeutungen nicht kapieren, wird es da über kurz oder lang krachen. Und das finde ich auch richtig so.

Inaktiver User
09.04.2007, 10:15
Da sie vielsagende Themenwechsel und zarte Andeutungen nicht kapieren, wird es da über kurz oder lang krachen. Und das finde ich auch richtig so.
...........und Du glaubst, dass nach einem grossen Krach alles vorbei ist?
Habe ich auch schon alles durch. Ignorieren, uanken, sachliche Gespräche - irgendwann kommt´s doch wieder auf den Tisch. Offensichtlich oder angedeutet.

nixmama
11.04.2007, 15:21
Hallo zusammen,

schön, dass ich diesen Thread entdeckt habe, denn hier fühle ich mich richtig verstanden.

Ich bin 34, verheiratet, lebe in einer erzkonservativen Gegend und mein Mann und ich sind überzeugte Doppelsteuerzahler, was bedeutet, wir sind gewollt kinderlos. Dafür gibt es auch gute, private, Gründe.

Je älter man wird, desto mehr muss man sich für seine Lebensweise rechtfertigen. Die hier beschriebenen Anfeindungen muss ich immer wieder über mich ergehen lassen. Singles haben dieses Problem wohl weniger.

Wie schön wäre es doch, von der Gesellschaft einfach ein wenig mehr anerkannt zu werden (als Steuerzahler, der/die ja auch ihren Wert hat und einen gewissen Beitrag zum Staat leistet).

Ich bin schon seit 17 Jahren mit meinem Mann zusammen und über die Jahre wurde es echt schlimm. Wir haben zwar einen kleinen, kinderlosen Freundeskreis, aber außerhalb versteht uns kaum einer.

Ich kann ja nichts dafür, wenn ich keine Kinder möchte. Warum das so ist, weiß ich auch nicht. Natürlich grübel ich öfters darüber nach, warum die Dinge sind, wie sie eben sind. Ich frage mich manchmal, wenn ich eine Familie sehen: Will ich das auch? Und sofort sagt alles in mir: NEIN, bloß nicht. Manchmal geht mir das Kindergeschrei auch wirklich extrem auf die Nerven, deshalb bin ich aber doch kein schlechter Mensch? Ich mein, es ist ja auch wirklich laut und wenn man von der Arbeit gestresst ist, prallen ja sozusagen zwei Welten aufeinander.

Ich fühle mich einfach so wohl, wie es ist. Was ist daran nur verkehrt? Warum soll ich mich rechtfertigen, weil ich ganztags berufstätig bin, noch drei Nebenjobs habe und mir deshalb ab und zu mal was gönnen kann? Ich liebe die finanzielle Unabhängigkeit und der Neid ist die wohl aufrichtigste Form der Anerkennung.

Dafür musste ich aber auch hart arbeiten, mich viel weiterbilden und einfach sehr fleißig sein - geschenkt gab es das alles nicht.

Manchmal frage ich mich, ob ich gerne ein Kinde hätte, wenn ich ein Mann wäre. Die Antwort: Ich weiß es nicht. Vielleicht dann eher, weil ich als Mann weiter meinen Beruf uneingeschränkt ausüben kann und nicht dazu verurteilt bin, zu Hause zu bleiben. Stundenweise ein Kind zu haben, ist ja doch was Anderes. In unserer Gemeinde einen Kindergartenplatz zu ergattern, grenzt an ein Wunder. Kitas gibt es nicht (Mütter gehören nach Hause zu ihren Kindern...).

Ich will mein Leben so leben, wie ich will, und das, ohne mich rechtfertigen zu müssen!!! Wieso geht das nicht in manche Schädel?

Schön, dass ich mir das mal von der Seele schreiben konnte.

Eure nixmama

daxie
11.04.2007, 19:39
@Nixmama: So wie du es beschreibst, hilft in dieser Umgebung nur eines: Vorgeben ungewollt kinderlos zu sein und das so heftig zu vermitteln, dass sich keiner mehr traut zu fragen.

Ich hab inzwischen auch erkannt, dass nicht jeder mein Lebenskonzept verstehen kann oder will.

Manchmal hiflt dann, traurig aber wahr, nur die Notluege, damit man endlich seine Ruhe hat.

nixmama
12.04.2007, 10:01
Hallo Daxie,

da hast Du wohl Recht, aber wo soll das denn hinführen, wenn man hier nicht mehr seine Überzeugung äußern darf?

Tatsächlich hat man meinem Mann vom Kinder-zeugen tatsächlich aus medizinischen Gründen abgeraten. Da wir aber sowieso keine Kinder wollten, hatten wir nicht wirklich ein Problem damit.

Ich gebe zu, dass wir das in manchen Situationen auch schon vorgeschoben haben...:knatsch:

Mehr Toleranz wäre echt schön (auf beiden Seiten).

Das Thema, das hier auch noch angesprochen wurde, ist die Einsamkeit im Alter. Davor graust es mir auch, aber wie ich in meiner eigenen Familie sehen konnte:

Meine Oma hatte vier Kinder, neun Enkelkinder und noch einige Urenkel, als sie gestorben ist.

Drei von den Enkeln, mich eingeschlossen (obwohl ich am weitesten weg wohne), hatten sich noch ab und zu um die Oma gekümmert, allen vier Kindern und den meisten Enkeln ging sie schlichtweg auf die Nerven. Sie war hat in ihren letzten Jahren etwas schwierig, aber man sollte nicht vergessen, was sie in jüngeren Jahren für einen getan hat und das war eine Menge.

Da lohnt es sich wirklich nicht, sich lebenslang für Kinder und Enkel abzubuckeln!

Lieber habe ich später vielleicht mal ausreichend Geld für ein anständiges Altenheim, welches ich selbst aussuchen kann, und kann einigermaßen komfortabel leben. Irgendwelchen Anschluss wird man dort wohl finden, schließlich sind im Alter die meisten irgendwie alleine, ob sie nun Kinder haben oder nicht. Dies habe ich festgestellt, da ich mal etliche Jahre neben einem Altenheim gewohnt habe.

Das soll jetzt wirklich keine Verallgemeinerung sein, das sind nur meine persönlichen Beobachtungen! Die reichen allerdings für solche Gedanken.

Grüße von nixmama

Inaktiver User
12.04.2007, 11:02
So, was will ich hier? Den Punkt betonen, dass beinah alle, die die Normalbiografie verlassen sich irgendwie verteidigen müssen.

Ja, so ist es. Habe kürzlich erlebt, dass die Sache sogar völlig unabhängig von Kind oder Nicht-Kind sein kann. Um ein bisschen abzuschweifen: Ich werde bald Freiberuflerin sein. Da kommen auch solche Kommentare "Uh, bist du dir sicher?" "Uh, das ist aber ganz schön brotlos", "Hoppla, du bist ganz schön mutig, unsicherer Job" und so weiter, noch mehr werd ich schief angeschaut, wenn ich ma' erzähl' "Tja, wisst ihr, kann mir nicht mehr vorstellen von 8 bis 5 im Büro sitzen zu müssen" oder wenn ich sage, dass ich seit eh und je Schwierigkeiten hab, mich unterzuordnen und anzupassen.

Freidenker werden immer schief angeguckt.

Um den Link zu den Kindern wieder herzustellen: Die guten, alten Vorstellungen sind nun ma': Heiraten, Kinder. Je länger je mehr kommen wir aber von diesem Heiraten-Kinder-Lebensstil weg. Warum? Klimakatastrophen, unsichere Jobs, immer höhere Preise und -Kosten, immer höheres Armutsrisiko, teilw. immer höhere materielle Ansprüche, teilw. immer mehr Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung, teilw. immer mehr Konsumgier, immer mehr Scheidungen, immer mehr Singles, immer höhere Anforderungen (Job), immer weniger Zeit (Job, Weiterbildung & Co.), immer mehr Stress. Als Heiraten-Kinder der Standard war, konnte eine Familie sehr gut von nur einem Lohn leben. Damals blieb die Frau zu Hause (positiv? negativ? möge jeder für sich entscheiden). Heute werden immer mehr Entscheidungen für den Traumjob und gegen Kinder gefällt, weil Mann und Frau, beiden, die Berufswelt offen steht, aber weder Mann noch Frau Beruf und Familie optimal vereinbaren können. Das liebe Geld ist - wie ich oben erwähnt hab - auch nicht zu verachten: ein Kind kostet nun ma' Geld. Während die Chefetage in den Firmen Millionen pro Jahr einstreicht, gibt's für den "normalen Arbeiter" kaum Lohnerhöhungen. Die Preise aber steigen und steigen. Was nun? Wie n Kind finanzieren? Sich jeden Cent vom Mund absparen? Ne, oder?

Keine Kinder zu wollen wird vermutlich immer mehr der Standard. Die DINKi's (double income no kids) lösen die traditionelle Familie langsam langsam ab. Wir befinden uns in einem Wandel der Zeit, in einem Wandel der Werte. Wir befinden uns mittendrin, wo DINKi's die traditionelle Familie ablösen, also was ist nun Standard? Was ist "normal"?

Willst du Kinder? Ja?

Warum denn? Kinder in diese Welt setzen?

Willst du Kinder? Nein?

Ja warum denn nicht? Wer wird dich beerdigen? Bist du materialistisch? egoistisch?

Willst du Kinder, ist das nicht Recht. Willst du keine, auch nicht. Was soll der Käse eigentlich?

Ich mag jedem sein Familienglück gönnen und wenn dastin mit 21, 22 sagt, sie wolle Familie, dann warum nicht? Ich kann nur dazu sagen, dass wir eben andere Prioritäten im Leben haben, jeder hat seine Prioritäten und jeder muss selbst glücklich werden.

Etwas wirr, aber das sind so meine Gedanken zum Thema.

Inaktiver User
12.04.2007, 11:08
Davon sing ich auch mal n Liedchen, ok? :smile:
.... Bei manchen hab ich das Gefühl, dass sie außer den Kindern gar keine Interessen mehr haben.

Ich: "kennst du den Film xxx mit Oskarpreistäger y?"
Jemand: "Nö"
Ich: "Kennst du schon das Buch soundso?"
Jemand "Nö"
Ich: "Na gehst du ans Konzert der Red Hot Chilly Peppers?"
Jemand: "Nein, ich kann nicht, wegen den Kindern"
Ich: "Wie war dein Wochenende?"
Jemand "Aaaa, toll, wir waren mit den Kindern....und bla bla und die Kinder bla bla ..und die Kinder bla bla schwatz fasel"
Dann - ich komme zur berühmten Nerv-Frage Nr. 1 zurück:

Jemand: "fairy, wann möchtet ihr Kinder haben?"

:nudelholz: :nudelholz: :nudelholz: :nudelholz: :nudelholz:

oder auch

Ich: "Nach meiner Umschulung werde ich .....beruflich bla bla fasel schwatz und hoffentlich krieg ich ne Stelle in ....bla bla schwatz...Traumjob..bla bla "

Jemand: "und was ist mit Kindern?"

och, nö, aua, stöhn. :zahnschmerzen:

oh ja ! wie wahr, wie wahr !!!

:schild genau: :schild genau: :schild genau:

und DAS immer wieder auf's neue...:knatsch:

Inaktiver User
12.04.2007, 11:32
oh ja ! wie wahr, wie wahr !!!

:schild genau: :schild genau: :schild genau:

und DAS immer wieder auf's neue...:knatsch:

Nagt schon gewaltig an den Nerven. :knatsch:

Seit neulich kommt's bei mir ganz dicke :freches grinsen: . Wenn mein Magen (Nervosität) rebelliert und rumort, na? Was werd ich wohl gefragt?

- "Fairy, bist du schwanger?"

Wenn ich großen Hunger hab und ma' richtig zulange

- "Bist du schwanger?"

- "Na? N Kind unterwegs?"

Silencium est aureum. (Schweigen ist Gold). *Lateinisch übe* :freches grinsen:

Hab gar nix erwidert, Ohren auf Durchzug gestellt.

Inaktiver User
12.04.2007, 12:54
da hast Du wohl Recht, aber wo soll das denn hinführen, wenn man hier nicht mehr seine Überzeugung äußern darf?



Das frage ich mich auch! Ich lehne es auch ab, die Leute - nur um meine Ruhe zu haben- glauben zu lassen, ich könne keine Kinder bekommen. Das stimmt so nicht und entspricht auch nicht meiner Einstellung.

Das Ende vom Lied ist doch, dass man als Folge solcher falschen Annahmen auch noch Mitleid erntet. Das ist doch völlig absurd, anderen aufgrund des Nichtvorhandenseins von Kindern Leid zu tun, die man überhaupt nicht möchte.

Zumal auch ungewollt Kinderlose nicht von dummen Kommentaren und schlauen Tipps verschont bleiben.
Gruß, Spellbound

Lavendula
12.04.2007, 12:55
Freidenker werden immer schief angeguckt.

Ich mag jedem sein Familienglück gönnen und wenn dastin mit 21, 22 sagt, sie wolle Familie, dann warum nicht? Ich kann nur dazu sagen, dass wir eben andere Prioritäten im Leben haben, jeder hat seine Prioritäten und jeder muss selbst glücklich werden.


Naja, das klingt ja romatisch, aber ich denke, es geht auch nicht nur ums Normabweichen- denn wie wir schon herausgefunden haben, gibt es diese Einmischerei immer.
Speziell zum Kinderkriegen gehört schon auch eine etwas langfristige, realistische Sicht- Verantwortung eben. Ich verstehe den Kinderwunsch an sich sehr gut- aber wovon sollen zwei Studenten die nicht unerhebliche finanzielle Verantwortung tragen? Natürlich kann man nicht so einfach drei Jahre teilzeit studieren- wovon lebt man in der Zeit denn? Mag ja sein, dass man während sich des Studiums flexibel einteilen kann (unter Druck steht man dafür umso mehr, sollte man es mit dem Studium ernst meinen), aber was kommt danach, im Berufseinstieg?
Klar kann man aus jeder Situation das Beste machen, aber solange man planen kann, kann ein bißchen vernunft nicht schaden.

Früh Eltern zu werden ist ein Lebensmodell, für das man sich nicht rechtfertigen muss, aber dann halt auch die Konsequenzen tragen. Wenn jemand mit 18 weiß, dass er früh Kinder kriegen will, kann er sich eben für eine Ausbildung entscheiden, mit der er entsprechend früh auf eigenen Füßen steht.

Ich würde ganz genauso reagieren wie offensichtlich dastins Umgebung, wartet doch, bis ihr das selber tragen könnt, bis wenigstens einer einen Abschluss und einen Job hat.

Inaktiver User
12.04.2007, 14:01
Naja, das klingt ja romatisch, aber ich denke, es geht auch nicht nur ums Normabweichen- denn wie wir schon herausgefunden haben, gibt es diese Einmischerei immer.
Speziell zum Kinderkriegen gehört schon auch eine etwas langfristige, realistische Sicht- Verantwortung eben. Ich verstehe den Kinderwunsch an sich sehr gut- aber wovon sollen zwei Studenten die nicht unerhebliche finanzielle Verantwortung tragen? Natürlich kann man nicht so einfach drei Jahre teilzeit studieren- wovon lebt man in der Zeit denn? Mag ja sein, dass man während sich des Studiums flexibel einteilen kann (unter Druck steht man dafür umso mehr, sollte man es mit dem Studium ernst meinen), aber was kommt danach, im Berufseinstieg?
Klar kann man aus jeder Situation das Beste machen, aber solange man planen kann, kann ein bißchen vernunft nicht schaden.

Früh Eltern zu werden ist ein Lebensmodell, für das man sich nicht rechtfertigen muss, aber dann halt auch die Konsequenzen tragen. Wenn jemand mit 18 weiß, dass er früh Kinder kriegen will, kann er sich eben für eine Ausbildung entscheiden, mit der er entsprechend früh auf eigenen Füßen steht.

Ich würde ganz genauso reagieren wie offensichtlich dastins Umgebung, wartet doch, bis ihr das selber tragen könnt, bis wenigstens einer einen Abschluss und einen Job hat.

Ich habe zwar keine Kinder, aber hatte als Studentin sehr wenig bis gar kein Geld. Meine Erfahrungen von damals sind: Irgendwie geht's immer.

Ich kenne einige Leute, die während ihres Studiums Kinder bekamen (gewollt oder ungewollt). Die einen waren froh, wenn sie Ende des Monats nicht in der Kreide waren, hatten am Ende des Geldes meist zuviel Monat übrig. Aber irgendwie haben sie es gut auf die Reihe gekriegt: Überlebenskünstler, nenne ich diese Leute.

Voraussetzung dafür ist, dass die eigenen Prioritäten ganz und gar nicht auf dem Materiellem liegen, sondern dass man selbst sehr gut auf sehr viele Dinge verzichten kann und will.

Lavendula
12.04.2007, 14:15
Sorry- irgendwie ist beim Kinderkriegen eine ganz schlecht Startbedingung. Ich schreibe ja, man kann aus allem das Beste machen- aber dann eben das was gemacht werden MUSS und wenn das heißt, Papa arbeitet 60Stunden und Mama verliert den Anschluß, dann ist das eben so. Und wenn es heißt, Mama muss nach nem Jahr dann doch ihre 2 Jahre Praktikum machen wie alle anderen (!) und das Kind geht tagsüber in die KiTa dann ist das eben so.
Alles Lösungen, die man leben KANN. Die man sich aber vielleicht nicht aussuchen würde (und müsste) wenn man etwas bessere Startvoraussetzungen geschaffen hätte.

Prioritäten auf das nicht materielle setzen geht schlecht beim Kinderhaben. Abgesehen davon, erklär das mal deiner Vierjährigen oder 6 jährigen, die auch Ballett tanzen will.

Mich erinnert das an einen Vogel, der ein Ei legt, bevor er sich einen Baum zum Nisten ausgesucht hat. Das gehört eben auch schon dazu.

Inaktiver User
12.04.2007, 14:36
Sorry- irgendwie ist beim Kinderkriegen eine ganz schlecht Startbedingung. Ich schreibe ja, man kann aus allem das Beste machen- aber dann eben das was gemacht werden MUSS und wenn das heißt, Papa arbeitet 60Stunden und Mama verliert den Anschluß, dann ist das eben so. Und wenn es heißt, Mama muss nach nem Jahr dann doch ihre 2 Jahre Praktikum machen wie alle anderen (!) und das Kind geht tagsüber in die KiTa dann ist das eben so.
Alles Lösungen, die man leben KANN. Die man sich aber vielleicht nicht aussuchen würde (und müsste) wenn man etwas bessere Startvoraussetzungen geschaffen hätte.

Prioritäten auf das nicht materielle setzen geht schlecht beim Kinderhaben. Abgesehen davon, erklär das mal deiner Vierjährigen oder 6 jährigen, die auch Ballett tanzen will.

Mich erinnert das an einen Vogel, der ein Ei legt, bevor er sich einen Baum zum Nisten ausgesucht hat. Das gehört eben auch schon dazu.

Ja, viele Dinge KANN oder KÖNNTE man tun, wie ideal diese Lösungen sind, können nur die Betroffenen selbst entscheiden.

Wenn ich hier meine große Klappe aufreißen darf:

Ein Kind wird nicht sterben, wenn es in den (günstigen) Turnverein geht, statt ins Ballet.

Ein Kind wird nicht sterben, wenn es günstige Kleider kriegt statt "Dolce & Gabbana".

Ein Kind wird nicht sterben, wenn die Familie sich finanziell einschränken muss, im Gegenteil: das Kind lernt die Dinge wert zu schätzen. Es lernt, dass es eben nicht alles haben kann und dass manchmal (günstige) Alternativen nötig sind. Ich finde das eine sehr gute Schule für's Leben: lernen, dass man für das eine oder andere eben hart arbeiten muss.

Später wird das Kind ein Teenager und dieser Teenager wird für die "D&G"-Jeans eben babysitten müssen oder Zeitungen austragen.

In der heutigen Zeit ist ja eher das Gegenteil der Fall: verhätschelte Kinder, für die alles sooooo selbstverständlich ist, die mit Geld nicht mehr umgehen können, die gar nicht mehr verzichten können.

*große Klappe aus* :freches grinsen:

Soviel mal zu meinen Gegenargumenten betreffend Finanziellem.

Was den Zeitpunkt betrifft, geb ich dir natürlich Recht: Ich würde auch bis nach dem Studium warten, aber es ist und bleibt nun mal jedermanns eigene Entscheidung und jedermanns eigene Sache, die uns schlussendlich gar nix angeht.

Lavendula
12.04.2007, 14:48
nein, da geb ich dir recht. In fast allem :smirksmile: zwischen kein Eikommen haben und dolce und gabbana Kleidern liegen noch ein paar Welten und einem Kind immer nein sagen müssen weil kein Geld da ist, ist einfach nicht schön, aber grundsätzlich triffst dus schon.
Ich bin auch die letzte, die ein Kind im Studium für das ende der Welt hält- EMPFEHLEN würde ich es nur eben nicht.

Ich wehre mich nur dagegen, dass dieser Plan als Freidenken und so dargestellt wird, den der spießige Normalo eben nicht versteht.

Der Plan hat einen riesen Nachteil. Überhaupt, das gerne angeführte Argument mit der Flexibilität im Studium erscheint mir ziemlich kurzsichtig, da ein Studium schneller vorbei ist als das Kind groß.

parfum
12.04.2007, 15:14
Prioritäten auf das nicht materielle setzen geht schlecht beim Kinderhaben. Abgesehen davon, erklär das mal deiner Vierjährigen oder 6 jährigen, die auch Ballett tanzen will.


Doch, das geht.

Wir hatten auch nicht viel Geld. Wenn Sport, dann musste der kostenlos sein. Ich wollte Violine oder Klavier lernen. Konnte ich mir abschminken. Und? Ich habe trotzdem überlebt.
Es gab auch keine Markenjeans, sondern Hosen vom Discounter oder C&A. Oder gebrauchtes.

Bioware gab es damals auch nicht und ich hatte auch nicht die teuren Pampers am Hintern.
Wir sind alle großgeworden, oder?

Man sollte Kindern ein gesundes Selbstbewußtsein vermitteln und erklären, warum Ballettunterricht oder Musikunterricht nicht drin sind. Und das Nachbars Klara nichts besseres ist, nur weil sie reiche Eltern hat und zum Ballettunterricht gehen kann.

Doch, es geht. Und Kinder können das verstehen. Wenn es richtig vermittelt wird.

Inaktiver User
12.04.2007, 15:24
Nachbars 1of8 wäre dankbar gewesen, wäre ihr der Klavierunterricht erspart geblieben ...

Lavendula
12.04.2007, 15:33
Parfum,

es geht doch darum, ich kann mir aussuchen wann ich ein Kind kriege. Und wenn ich jetzt nichts habe- noch nicht mal eine Ausbildung- und in ein paar Jahren sehr viel besser da stehe, dann wäre es doch vernünftig, zu warten, oder? Ich meine, vielleicht MÖCHTE man seinem Kind ja gerne das ein oder andere ermöglichen? Und wenn die Möglichkeit dazu schon am Horizont ist, ist es da nicht selbstverständlich zu warten?

Im Übrigen hast du als Student normalerweise gar kein Einkommen, Jobben, Studium und Kind dürfte ja schwierig werden. Auch billig Windeln kosten Geld. Es geht nicht gleich um Überfluß, schon "das Nötigste" ist mit Kind geich ganz schön viel mehr, du kannst dich eben nicht mehr so einschränken wie zu zweit.

Inaktiver User
12.04.2007, 15:51
Doch, das geht.

Wir hatten auch nicht viel Geld. Wenn Sport, dann musste der kostenlos sein. Ich wollte Violine oder Klavier lernen. Konnte ich mir abschminken. Und? Ich habe trotzdem überlebt.
Es gab auch keine Markenjeans, sondern Hosen vom Discounter oder C&A. Oder gebrauchtes.

Bioware gab es damals auch nicht und ich hatte auch nicht die teuren Pampers am Hintern.
Wir sind alle großgeworden, oder?

Man sollte Kindern ein gesundes Selbstbewußtsein vermitteln und erklären, warum Ballettunterricht oder Musikunterricht nicht drin sind. Und das Nachbars Klara nichts besseres ist, nur weil sie reiche Eltern hat und zum Ballettunterricht gehen kann.

Doch, es geht. Und Kinder können das verstehen. Wenn es richtig vermittelt wird.

:schild genau:

An Lavendula:

Nein, das Freidenken bezog ich nicht auf Kinder während des Studiums sondern damit meine ich Dinge, die eben außerhalb der "Norm" liegen. Was ist heutzutage die "Norm"?

Familie & Kinder?

DINKi's?

Ich gebe dir vollkommen Recht: EMPFEHLEN würde ich Kinder während des Studiums auch nicht, es sei denn, man hat reiche Eltern, die einem unterstützen :zwinker: Aber vielleicht haben Leute, die bewusst früh ein Kind möchten und die Ausbildung noch nicht fertig haben eben andere Prioritäten? Erste Priorität ist das Kind und den Rest wollen sie dann irgendwie schon deichseln?

Jalinda
12.04.2007, 16:26
Hallo,

ich bin total froh, hier ähnlich wie ich Denkende zu treffen. Ich möchte auch unter keinen Umständen Kinder haben, halte das aber für vollkommen "normal" und mich spricht auch nie jemand drauf an.

Allerdings haben mich die Extrem-Kinderbefürworter in der BriCom schon zur Weißglut gebracht. Auf mich ziemlich unreif wirkende Frauen schreiben, dass sie in ungünstigen Umständen schwanger werden und alle applaudieren ihnen, malen ihnen in den rosigsten Farben aus, wie süß ihr Baby wird usw.

Ich habe überhaupt nichts dagegen, Kinder zu bekommen, aber dann sollte man doch auch ein Mindestmass an Fähigkeit zur Lebensplanung und einen gesunden Realismus besitzen.

Ich finde es schlimm, wenn Frauen, die eben dies nicht besitzen, schwanger werden, nur weil die Medien und ihr Umfeld ihnen das schmackhaft machen. Sie erhoffen sich dann oft, dass das Kind ihre Verzweiflung und innere Leere mildert. An das Wohl des Kindes wird dann leider oft vorher in keinster Weise gedacht, Hauptsache die eigenen Bedürfnisse werden befriedigt.

Vertritt man hier diese Meinung und holt die künftigen Mütter aus ihren rosa Wölkchen, indem man sie auffordert, sich mit den Optionen zu beschäftigen, reagieren viele ultra-aggressiv und beschimpfen einen als Miesmacherin.

Vielleicht geht es mich nichts an, aber mir tun dann manchmal die Kinder leid, die vielleicht darunter leiden werden.

Wie seht Ihr das?

Inaktiver User
12.04.2007, 16:31
Hallo,

ich bin total froh, hier ähnlich wie ich Denkende zu treffen. Ich möchte auch unter keinen Umständen Kinder haben, halte das aber für vollkommen "normal" und mich spricht auch nie jemand drauf an.

Allerdings haben mich die Extrem-Kinderbefürworter in der BriCom schon zur Weißglut gebracht. Auf mich ziemlich unreif wirkende Frauen schreiben, dass sie in ungünstigen Umständen schwanger werden und alle applaudieren ihnen, malen ihnen in den rosigsten Farben aus, wie süß ihr Baby wird usw.

Ich habe überhaupt nichts dagegen, Kinder zu bekommen, aber dann sollte man doch auch ein Mindestmass an Fähigkeit zur Lebensplanung und einen gesunden Realismus besitzen.

Ich finde es schlimm, wenn Frauen, die eben dies nicht besitzen, schwanger werden, nur weil die Medien und ihr Umfeld ihnen das schmackhaft machen. Sie erhoffen sich dann oft, dass das Kind ihre Verzweiflung und innere Leere mildert. An das Wohl des Kindes wird dann leider oft vorher in keinster Weise gedacht, Hauptsache die eigenen Bedürfnisse werden befriedigt.

Vertritt man hier diese Meinung und holt die Mütter aus ihren rosa Wölkchen, reagieren viele ultra-aggressiv und beschimpfen einen als Miesmacherin.

Wie seht Ihr das?

Genau so. :schild genau:

Jalinda
12.04.2007, 16:32
Genau so. :schild genau:
Klasse! Hätte nicht gedacht, hier nochmal so jemanden zu treffen!

Inaktiver User
12.04.2007, 18:56
@jalinda

Auch ich teile Deine Meinung weitestgehend. Aber speziell als kinderlose Frau ist man - so scheint es mir - so ziemlich die allerletzte, der es zugestanden wird, zum Thema unüberlegtes Kinderkriegen eine Meinung zu haben und diese auch noch zu äußern.

Ich schüttele manchmal auch nur noch den Kopf (natürlich heimlich, still und leise...) wenn ich manche Frauen erlebe. Die Voraussetzungen für ein Kind sind die denkbar schlechtesten und die Gründe, ausgerechnet jetzt schwanger zu werden, erinnern teilweise an die Argumente 6-jähriger, die ein neues Plüschtier wollen. Und genau wie Du es beschreibst, braust der Beifall aus allen Ecken auf, die Hirne scheinen ausgeschaltet oder nur noch auf rosarote Babywelt programmiert zu sein.
Über mögliche nicht ganz so rosarote Konsequenzen, vor allem für die Kinder, wird sich keine Gedanken gemacht. Hauptsache erstmal schwanger... Und wehe, man bringt auch nur die leiseste Kritik an...

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
12.04.2007, 21:36
sollte man doch auch ein Mindestmass an Fähigkeit zur Lebensplanung und einen gesunden Realismus besitzen.

Ich finde es schlimm, wenn Frauen, die eben dies nicht besitzen, schwanger werden, nur weil die Medien und ihr Umfeld ihnen das schmackhaft machen
Hast du das tatsächlich erlebt?
Dass also Frauen ohne Fähigkeit zur Lebensplanung aus diesen Gründen schwanger werden?
Und woraus leitest du ab, dass sie also keine Fähigkeit zur Lebensplanung besitzen?

Neugierig,
Yop

Inaktiver User
13.04.2007, 01:46
Na wenn du das aus deinem Umfeld nicht kennst: einfach hier lesen.
Wahlweise hat der künftige Vater schon x Kinder von x Frauen, Alkoholprobleme, die Beziehung läuft nicht, Hilfe, er will nicht heiraten, man kennt sich 3 Monate ... und oops: ich bin schwanger und weiß nicht weiter... Auch wenn das jeder passieren kann - teilweise langt man sich wirklich an den Kopf ob der Hirnlosigkeit, mit der da Kinder in die Welt gesetzt werden!!

Ich kenne genug Frauen, deren Partner explizit kein Kind wollte bzw nicht heiraten, und die dann alle rein zufällig schwanger wurden. So viele Verhütungspannen kann es gar nicht geben!!

Inaktiver User
13.04.2007, 07:55
Nachbars 1of8 wäre dankbar gewesen, wäre ihr der Klavierunterricht erspart geblieben ...

nachbars rocca ebenso...

dennoch überlege ich mir bereits jetzt, meiner klitzekleinen tochter irgendwann einmal klavierunterricht angedeihen zu lassen. warum soll sie es auch besser haben als ich?

Inaktiver User
13.04.2007, 08:02
nachbars rocca ebenso...

dennoch überlege ich mir bereits jetzt, meiner klitzekleinen tochter irgendwann einmal klavierunterricht angedeihen zu lassen. warum soll sie es auch besser haben als ich?

Boooaaahhh, das ist fies! :ooooh: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

xanidae
13.04.2007, 08:05
Boooaaahhh, das ist fies! :ooooh: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

irgendwie muss man sich ja über wasser halten - oder?

wir überlegen uns immer - nachdem wir um 6 uhr geweckt worden sind 'mama ich hab hunger' - dass wir später, wenn die kids in der pubertät sind, uns morgens um 6 (denn dann hat uns sicher die senile bettflucht ergriffen) ins kinderzimmer stellen und rufen 'das frühstück ist fertig!'. das hilft schon sehr... :freches grinsen:

Lavendula
13.04.2007, 09:00
Ich habe überhaupt nichts dagegen, Kinder zu bekommen, aber dann sollte man doch auch ein Mindestmass an Fähigkeit zur Lebensplanung und einen gesunden Realismus besitzen.

Vertritt man hier diese Meinung und holt die künftigen Mütter aus ihren rosa Wölkchen, indem man sie auffordert, sich mit den Optionen zu beschäftigen, reagieren viele ultra-aggressiv und beschimpfen einen als Miesmacherin.


Genau das meine ich an meinem Studentenbeispiel.

Klar können das die (Groß)Eltern finanzieren- aber müsste man sie dann nicht wenigstens vorher fragen? Und -will das jeder? Och wir wollen dch so gerne- zahlen dürft ihr. Ich wollte es nicht, selbst wenn meine Eltern könnten.

Fairy, jeder kann seine Prioritäten setzen wie er will. Ist ja kein Geheimnis- ich habe mein Kind auch "früh", nach dem Studium bekommen. Ich hätte auch früher schon gerne gewollt. Aber ganz klar, ich konnte vorher nicht dafür gerade stehen (zumindest finanziell), sondern hätte jemand anderen für mich bluten lassen müssen, also gings nicht.

Ich verlange weiß Gott nicht 3000Euro netto Lohn, ein Eigenheim, ein dickes Sparbuch und was weiß ich welche wasserdichten Pläne man so haben kann, bevor "man" Kinder kriegen "darf". Das muss jeder selbst wissen- aber so ein bißchen Bodenhaftung sollte man doch behalten. Man kann Kinder mit viel und weniger Geld großziehen, aber nicht mit gar keinem.

Ich frage mich auch, wenn man wirklich die Priorität "Kinder" hat, wartet oder schafft man dann nicht einen Zeitpunkt, an dem man am meisten Kapazitäten für die Kinder hat, möglichst wenig Druck hat finanziell, beruflich? Das ist nicht das Studium. Vielleicht kann man auch die Priorität "jung Mutter werden" haben? Reicht das fürs Kinderkriegen?

Inaktiver User
13.04.2007, 09:08
Wahlweise hat der künftige Vater schon x Kinder von x Frauen, Alkoholprobleme, die Beziehung läuft nicht, ... und oops: ich bin schwanger [...] teilweise langt man sich wirklich an den Kopf ob der Hirnlosigkeit, mit der da Kinder in die Welt gesetzt werden!
Ja, da geb ich Dir vollkommen recht!

Aber Jalinda schrieb
Ich finde es schlimm, wenn Frauen, die eben dies [=Fähigkeit zur Lebensplanung] nicht besitzen, schwanger werden, nur weil die Medien und ihr Umfeld ihnen das schmackhaft machen.
Das heißt ja, die Medien kommen erst trommelnd herbei, in der Folge kommen diese planungsunfähigen Frauen auf den Geschmack, und deshalb werden sie dann schwanger.

Diesen Ablauf halte ich für völlig unrealistisch, daher meine Frage an Jalinda, ob sie denn sowas schon erlebt hätte.

Jalinda
13.04.2007, 09:16
Auch ich teile Deine Meinung weitestgehend. Aber speziell als kinderlose Frau ist man - so scheint es mir - so ziemlich die allerletzte, der es zugestanden wird, zum Thema unüberlegtes Kinderkriegen eine Meinung zu haben und diese auch noch zu äußern.

Ich schüttele manchmal auch nur noch den Kopf (natürlich heimlich, still und leise...) wenn ich manche Frauen erlebe. Die Voraussetzungen für ein Kind sind die denkbar schlechtesten und die Gründe, ausgerechnet jetzt schwanger zu werden, erinnern teilweise an die Argumente 6-jähriger, die ein neues Plüschtier wollen. Und genau wie Du es beschreibst, braust der Beifall aus allen Ecken auf, die Hirne scheinen ausgeschaltet oder nur noch auf rosarote Babywelt programmiert zu sein.
Über mögliche nicht ganz so rosarote Konsequenzen, vor allem für die Kinder, wird sich keine Gedanken gemacht. Hauptsache erstmal schwanger... Und wehe, man bringt auch nur die leiseste Kritik an...

Du sagst es! Meldet man in der BriCom die leisesten Zweifel an, wird man als unzufriedene Frau bezeichnet, die neidisch ist, weil sie keine Kinder und massive Probleme hat (dabei könnte ich Kinder kriegen, wenn ich wollte). Außerdem hätte man von Kindern sowieso keine Ahnung und sollte still sein.

Gestärkt werden diese Leute noch von Medienkampagnen, die aggressiv fürs Kinderkriegen werben, damit später mehr Konsumenten auf dem Markt sind.

Jalinda
13.04.2007, 09:19
Ja, da geb ich Dir vollkommen recht!

Aber Jalinda schrieb
Das heißt ja, die Medien kommen erst trommelnd herbei, in der Folge kommen diese planungsunfähigen Frauen auf den Geschmack, und deshalb werden sie dann schwanger.

Diesen Ablauf halte ich für völlig unrealistisch, daher meine Frage an Jalinda, ob sie denn sowas schon erlebt hätte.
Ok, das "nur weil" war falsch. Vorrangiger Antrieb ist wahrscheinlich der Fortpflanzungstrieb. Diesen ungehemmt und ohne Rücksicht auf Verluste ausleben zu können, werden die Frauen vom Umfeld und den Medien unterstützt.

Inaktiver User
13.04.2007, 09:21
Guten Morgen zusammen,

dann kann ich meinen Senf ja auch mal dazuschmeißen :zwinker:

Ich wollte nie Kinder - ich hab auch nie meine biologische Uhr ticken gehört - ich stehe dazu und meinem Mann gehts es genauso (zum Glück)

Oh, das heißt nicht, daß ich Kinder nicht mag - ich finde Kinder klasse und komme mit (fremden) Kinder zurecht. Kann sie als kleine Erwachsene ernst nehmen und das scheint den meisten zu gefallen.

Bei Freunden/Verwandten sehe ich allerdings sehr häufig, daß deren Kinder total unerzogen sind - sie sagen antiautoritär . aber das Ergebnis ist das Gleiche *g*

Ich habe mir auch noch nie anhören müssen, daß ich egoistisch bin weil ich keine Kinder habe und hätte mir das sicher auch nicht bieten lassen - immerhin ist das eine persönliche Entscheidung.

Bei den ganzen schlimmen Nachrichten wo Mütter ihre Kinder aus Hochhäusern werefen, Junkies ihre Kinder in den Müll stopfen - dagegen dann die Paare sehe, die jahrelang versuchen mit allen Mitteln ein Kind zu bekommen oder zu adoptieren, frage ich mich wirklich ob wir nicht etwas falsch machen - hier in Bremen ist der Fall Kevin ja zu einer dramatischen Krise in der Behörde angewachsen - natürlich erst nachdem es zu spät war - aber ich glaube ich komme vom Thema ab - sorry

Also back to topic - ich bin Kinderlos sehr glücklich und habe/lasse mir nichts anderes einreden

schönen Freitagden13ten

Lilie

Jalinda
13.04.2007, 09:22
Ist ja kein Geheimnis- ich habe mein Kind auch "früh", nach dem Studium bekommen. Ich hätte auch früher schon gerne gewollt. Aber ganz klar, ich konnte vorher nicht dafür gerade stehen (zumindest finanziell), sondern hätte jemand anderen für mich bluten lassen müssen, also gings nicht.

Ich verlange weiß Gott nicht 3000Euro netto Lohn, ein Eigenheim, ein dickes Sparbuch und was weiß ich welche wasserdichten Pläne man so haben kann, bevor "man" Kinder kriegen "darf". Das muss jeder selbst wissen- aber so ein bißchen Bodenhaftung sollte man doch behalten. Man kann Kinder mit viel und weniger Geld großziehen, aber nicht mit gar keinem.

Lavendula, Respekt! Beruhigend zu wissen, dass es Mütter wie Dich mit Bodenhaftung gibt, die nicht alle anderen für ihre Kinder zahlen lassen wollen.

Jalinda
13.04.2007, 09:25
Bei den ganzen schlimmen Nachrichten wo Mütter ihre Kinder aus Hochhäusern werefen, Junkies ihre Kinder in den Müll stopfen - dagegen dann die Paare sehe, die jahrelang versuchen mit allen Mitteln ein Kind zu bekommen oder zu adoptieren, frage ich mich wirklich ob wir nicht etwas falsch machen - hier in Bremen ist der Fall Kevin ja zu einer dramatischen Krise in der Behörde angewachsen - natürlich erst nachdem es zu spät war
Was haltet Ihr von einer Art Kinderführerschein? Das heißt, werdende Eltern müssen einen Kurs mit Grundlagen der Kindererziehung belegen, wenn sie ihr Kind behalten wollen?

Lavendula
13.04.2007, 09:57
Danke, Jalinda. Aber eigentlich blieb mir doch nichts anderes übrig, oder? Wovon die billig Windeln zahlen? Ich hatte auch schwache Momente (ich versteh den Wunsch also sehr gut), mein Mann hat ja schon verdient.. aber letztlich muss man sich doch fragen, kann ICH die Konsequenzen tragen?
In den ganz schwachen Tagen hab ich dann schon mal einen Strampler für später gekauft :peinlich: und meinen Mann in leuchtenden Farben erzählen lassen, und ansonsten hab ich es absolut als Vorbereitung angesehen, mein Studium so schnell und gut wie möglich abzuschließen und mich früh drum gekümmert, dass ich danach einen kleinkindkompatiblen Job kriege. Nestbautrieb. Aber klar, kann man auch kritisieren.
Allgemein geht der Trend ja eher zu mehr Sicherheit, die erste Geburt hat eine Frau durchschnittlich mit 30- alo gibt es wohl noch eine Menge noch vernünftigere frauen als mich ;)

Kinderführerschein, in einigen Fällen wär der sicher angebracht. Aber eigentlich sollte ein erwachsener Mensch doch ein bißchen sich und seine Situation realistisch einschätzen können.
Ich fänds ein bißchen hart, normalen Eltern anzudrohen, ihnen direkt das Kind wegzunehmen, wenn sie sich nicht erziehen lassen. Das hört sich auch ein bißchen manpulationsgefährdet an, schließlich gibt es nicht die einzig wahre Erziehungform.
Und glaubst du, die Kevins könnten damit verhindert werden?
Ich würde mir eigentlich mehr Jugendamtpräsenz wünschen.

Vielleicht liegt es auch daran, dass es in unserer Gesellschaft nur das Rama-Familienmodell gibt. Es weiß doch fast keiner, wie Kinder wirklich sind, bevor er selbst welche hat, weil einem immer eingeredet wird, Kinder müssen sich zu benehmen wissen, und sollen möglichst wie Erwachsene funktionieren. Dann malt man sich halt irgendein zuckriges Bild mit einem süßen kooperativen Säugling aus, das natürlich nicht erfüllt werden kann.
Was einen dann dazu bringt, einem anderen mitgefühlslos solche Gewalt an tun zu können, ein Neugeborenes eher aus dem FEnster werfen zu können als es vors Krankenhaus oder irgendeine Haustür zu legen, da stimmt dann aber wahrscheinlich noch mehr nicht.

Jalinda
13.04.2007, 10:41
Was einen dann dazu bringt, einem anderen mitgefühlslos solche Gewalt an tun zu können, ein Neugeborenes eher aus dem FEnster werfen zu können als es vors Krankenhaus oder irgendeine Haustür zu legen, da stimmt dann aber wahrscheinlich noch mehr nicht.
Naja, vielleicht würde man bei der Durchführung solcher Kurse schon vorhr merken, dass die Eltern einen an der Klatsche haben oder auf Drogen sind?

Die Kursergebnisse müssten natürlich von mehreren unabhängigen Instanzen kontrolliert werden, damit die Willkürlichkeit minimiert werden kann.

Ich komme darauf, da ich oft Eltern sehe, die wirklich grundlegende Regeln der Erziehung nicht kennen (z. B. ein Verbot nicht konsequent durchziehen oder das Kind so mit Süßigkeiten vollstopfen, dass es nichts anderes mehr isst...). Ob sich solche Leute die Inhalte eines Kurses merken könnten, ist wieder die andere Frage.

Inaktiver User
13.04.2007, 10:50
Klasse! Hätte nicht gedacht, hier nochmal so jemanden zu treffen!

Na hier bin ich :freches grinsen: und genau DESWEGEN habe ich dieses Thema eröffnet. Diskussion plus Erfahrungsaustausch. :blumengabe:

Jalinda
13.04.2007, 11:03
Na hier bin ich :freches grinsen: und genau DESWEGEN habe ich dieses Thema eröffnet. Diskussion plus Erfahrungsaustausch. :blumengabe:
Ich finde übrigens auch Deine Antworten in "Du wolltest es ja so" klasse. Da gibt es ja wieder einige Kandidaten, die die Ultrabetroffenen spielen, wenn man Abtreibung als eine Option sieht und es grausam finden, von Kindern zu sprechen, die nicht in die Lebensplanung passen.

Was ist eigentlich genau deren Problem? Vielleicht ist es umgekehrt: Sie fühlen sich in ihrer Mutterrolle überfordert und sind daher superempfindlich, wenn sie mit der Realität konfrontiert werden, da sie sie ausgeblendet haben?

Inaktiver User
13.04.2007, 11:25
Ich finde übrigens auch Deine Antworten in "Du wolltest es ja so" klasse. Da gibt es ja wieder einige Kandidaten, die die Ultrabetroffenen spielen, wenn man Abtreibung als eine Option sieht und es grausam finden, von Kindern zu sprechen, die nicht in die Lebensplanung passen.

Was ist eigentlich genau deren Problem? Vielleicht ist es umgekehrt: Sie fühlen sich in ihrer Mutterrolle überfordert und sind daher superempfindlich, wenn sie mit der Realität konfrontiert werden, da sie sie ausgeblendet haben?

Hi

Ja, das hier


Da gibt es ja wieder einige Kandidaten, die die Ultrabetroffenen spielen, wenn man Abtreibung als eine Option sieht und es grausam finden, von Kindern zu sprechen, die nicht in die Lebensplanung passen.

Kommt nicht nur im Thema "Kinder ja oder nein?" vor, gibt hier im Forum immer wieder welche, die deine Aussagen total verdrehen, so interpretieren, dass sie die Gelegenheit haben, dich ordentlich anzuzicken.

Was ist deren Problem? :wie?: Tja, gute Frage. Wohl wirklich unglücklich und überfordert? Frustriert? Neidisch? Keine Ahnung, sollte auch nicht unbedingt unser Bier sein :zwinker: Zicken kommen bei mir auf "IGNORE" :zwinker: (Damit's nicht mein Problem wird, sondern ihres bleibt) :zwinker:

Danke fürs Kompliment, ich versuche auch möglichst sachlich zu bleiben und jemandem auf den Schlips treten ist (hier und auch real) ganz und gar nicht meine Absicht. :Sonne:

Schnorchel
13.04.2007, 14:24
Die schlauen Tips bleiben aber auch nicht aus, wenn man Kinder hat. Da wissen immer alle ganz genau, was gerade falsch läuft und wie sie das auf jeden Fall viel besser hinbekommen würden.

Inaktiver User
13.04.2007, 14:39
Die schlauen Tips bleiben aber auch nicht aus, wenn man Kinder hat. Da wissen immer alle ganz genau, was gerade falsch läuft und wie sie das auf jeden Fall viel besser hinbekommen würden.

In Extremfällen schon. :cool:

Sonst: Geht mich doch nix an.

Inaktiver User
13.04.2007, 15:00
Die schlauen Tips bleiben aber auch nicht aus, wenn man Kinder hat. Da wissen immer alle ganz genau, was gerade falsch läuft und wie sie das auf jeden Fall viel besser hinbekommen würden.

Eine absolute Unsitte. Ich saß neulich im Café mal neben einer Mütterunde, die sich in epischer Breite über eine offensichtlich abswesende Mitmutter und deren vermeintliche Erziehungsunfähigkeit ausliess. Jede wusste es besser und übertrumpfte wie beim Autoquartett in der Grundschule die Vorrednerin mit schlauen Ratschlägen. Ohne die abwesende Frau überhaupt zu kennen, tat sie mir schon Leid. Ist bestimmt kein Spaß, in der Mütterhackordnung seinen Platz behaupten zu müssen.

Ich persönlich halte mich mit Tipps grundsätzlich zurück, es sei denn, ich werde explizit gefragt. Wenn mir die Kinder anderer Leute tatsächlich mal massiv auf den Geist gehen, versuche ich, mit den Kindern selbst zu sprechen. Hat in aller Regel 1000x mehr Erfolg als den Eltern mit klugen Sprüchen zu kommen.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
13.04.2007, 15:11
Meistens denke ich mir meinen Teil :freches grinsen: wenn es um freche, "ungezogene" Kinder fremder Mütter geht. :freches grinsen:

Jalinda
13.04.2007, 15:14
Die schlauen Tips bleiben aber auch nicht aus, wenn man Kinder hat. Da wissen immer alle ganz genau, was gerade falsch läuft und wie sie das auf jeden Fall viel besser hinbekommen würden.
Vielleicht koommt das noch aus der Zeit, als die Menschen in Sippen gelebt haben - da fühlt man sich halt auch ein bischen für die Kinder der anderen Sippenmitglieder mit verantwortlich.

Aber wo würdest Du da die Grenze sehen? Was, wenn eine Bekannte ihre Kinder wirklich extrem schlecht behandelt? Würdest Du da nichts sagen?

Ein greuliches Erlebnis von mir war folgendes:
Eine damalige Freundin säugte ihr Kind alle 15 Minuten, das Kind kotzte die Milch die ganze Zeit wieder raus und war schon so dick, dass es nicht mehr zu den Augen rausschauen konnte. Das winzige Kind wurde grundsätzlich nur auf dem Arm getragen (nie im Kinderwagen, wie bei irgendwelchen Bergindianern), und das in einem vollen Biergarten. Vielleicht aus diesem Grunde heulte das winzige Baby fast die ganze Zeit und wurde dann extremst geschüttelt, weil es dann still war. Mir war Angst und Bange, dass der Wirbelsäule was passierte.

In meiner vorsichtigen Bemerkung wurde ich unterbrochen und sagte darauf hin auch nichts mehr. Es bringt ja nichts.

Inaktiver User
13.04.2007, 15:24
Ein greuliches Erlebnis von mir war folgendes:
Eine damalige Freundin säugte ihr Kind alle 15 Minuten,

Heisst das nicht "stillte" ?

xanidae
13.04.2007, 15:32
:freches grinsen:
hast du tatsächlich keine ahnung oder willst du nur provozieren?


schlimm finde ich die geschichte nicht (ich sehe täglich auf der arbeit schlimmeres) - aber dass diese handlungen auf eine unwissende (http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Erziehungsfragen/s_1156.html) wie quälerei (http://www.rabeneltern.org/tragen/ammenmaerchen/tragen-amm.shtml)wirken können... wieder was dazu gelernt.

Jalinda
13.04.2007, 15:38
:freches grinsen:
hast du tatsächlich keine ahnung oder willst du nur provozieren?


schlimm finde ich die geschichte nicht (ich sehe täglich auf der arbeit schlimmeres) - aber dass diese handlungen auf eine unwissende (http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Erziehungsfragen/s_1156.html) wie quälerei (http://www.rabeneltern.org/tragen/ammenmaerchen/tragen-amm.shtml)wirken können... wieder was dazu gelernt.
Ach, kommen wir wieder mit der arroganten "Du-weißt-nichts-weil-Du-keine-Mutter-bist-Tour". Schönes Beispiel dafür.

Lies mal meinen Beitrag aufmerksam, Deine Literaturhinweise passen nicht ganz dazu, auf was ich hinaus will. Da steht z. B. nichts von auf dem Arm in reich bevölkertem Biergarten tragen usw. Durch heftiges Schütteln ist, so viel ich im Fernsehen gesehen habe, neulich ein Baby zu Tode gekommen. Hast Du dazu auch einen Artikel zu bieten, der das Gegenteil beweisen soll?

Und was uns Gabriele Haug-Schnabel zum Stillverhalten sagen will, muss auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, solche Theorien ändern sich jedes Jahr.

Inaktiver User
13.04.2007, 16:01
Eine damalige Freundin säugte ihr Kind alle 15 Minuten, das Kind kotzte die Milch die ganze Zeit wieder raus und war schon so dick, dass es nicht mehr zu den Augen rausschauen konnte. Das winzige Kind wurde grundsätzlich nur auf dem Arm getragen (nie im Kinderwagen, wie bei irgendwelchen Bergindianern), und das in einem vollen Biergarten.

Deine Wortwahl spricht für sich. Für mich hört sich das sehr abfällig an. "Säugte" "Kotzte" "so dick, dass..."

Warum hast Du ein Problem damit, dass ein Kind in einem Biergarten getragen wird? Stört dich ein Kind, das im Kinderwagen liegt, weniger beim Biertrinken?

Genau solche Aussagen etc. lassen Mitmenschen am "kinderlos glücklich" zweifeln....

Ich war sehr lange kinderlos glücklich und bin jetzt schon lange mit Kindern glücklich. Nie wäre mir in den Sinn gekommen, über die jeweilige "Gegenseite" irgendwelche Sprüche zu machen oder ungebetene Ratschläge zu erteilen.

Ich verstehe die ganze Problematik nicht ganz. Menschen, die Dummsinn reden, gibt es viele, zu allen Lebensbereichen. Wenn ich hinter einer Entscheidung voll stehe, können doch andere sagen, was sie wollen....

Spannend ist der Vergleich von zwei Strängen hier. Diesem und dem Dossiertalk "ungewollt kinderlos"....

Inaktiver User
13.04.2007, 16:55
Warum hast Du ein Problem damit, dass ein Kind in einem Biergarten getragen wird? Stört dich ein Kind, das im Kinderwagen liegt, weniger beim Biertrinken?

Genau solche Aussagen etc. lassen Mitmenschen am "kinderlos glücklich" zweifeln....


Gerrimee, der Zusammenhang erstellt sich mir allerdings nicht. Ich gehe mal davon aus, dass damit nicht wieder die beinalte und klischeebehaftete "Die ist eigentlich nur neidisch auf Frauen mit Kindern und äussert sich deshalb abfällig über diese"- Leier gemeint ist.

Sich vermeintlich abfällig über ein Kind oder deren Mutter zu äußern ist definitv kein Symptom von Gebärneid. Manchmal nerven einen gewisse Dinge aber einfach und dann darf es doch wohl auch gestattet sein, sie zu äußern, oder? Und zwar auch mal in etwas direkterer Sprache.

Ich fühle mich zumindest mal wieder in meiner Einstellung bestätigt, grundsätzlich niemals nie auch nur ein ansatzweise böses oder kritisches Wort über Mütter, Kinder und Erziehung von mir zu geben, sondern mir meinen Teil zu denken. Alles andere endet leider sehr oft mit der "bist ja wohl doch nur neidisch"-Klatsche und schlauen Belehrungen. Und beides kann ich brauchen wie ein Loch im Kopf....


Gruß, Spellbound

Schnorchel
13.04.2007, 17:08
Das war also ein greuliches Erlebnis.
Das ist, was ich meine. Man kann ja durchaus geteilter Meinung darüber sein, ob ein Biergartenbesuch mit schreiendem Säugling das Wahre ist. Ich z.B. habe mir solche Sachen gespart, aber auch, weil ich keinen Bock auf die unvermeidlichen Belehrungen hatte. Selbst wenn die Frau sich nicht besonders geschickt angestellt haben mag, die sogenannten "vorsichtigen" Einwände ihrer Mitmenschen haben sicher nicht zur Entspannung der Situation beigetragen. Ja, ich finde, in solchen Situationen sollten Unbeteiligte einfach den Mund halten. BEsonders wenn sie Säuglinge nur in der Theorie ruhig kriegen. Extrem schlecht behandeln sieht anders aus.
Als ich noch keine Kinder hatte, hatte ich auch ganz eigene Vorstellungen davon, wie das zu laufen hat. Na ja, man wird demütiger. Heute tragen solche Szenen wie die im Biergarten eher noch zu meiner Entspannung bei. Ich bin dann heilfroh, dass ich für jenes schreiende Kind nicht zuständig bin und jetzt nicht aufstehen muss und irgendwas unternehmen.
Aber die Menschen sind halt wie die Leut'. Die einen können sich keinen Spruch verkneifen, wenn es um anderer Leute nicht-vorhandene Kinderwünsche geht. Andere evaluieren ungefragt Erziehungsleistungen.

Schnorchel
13.04.2007, 17:16
Das, was Du im Fernsehen gesehen hast, war wahrscheinlich ein Bericht übers Schütteltrauma. Das kriegt aber kein Baby, wenn es im Biergarten auf dem Arm geschaukelt wird. Sollte die Frau tatsächlich so neben sich gestanden haben, dass sie ihr Baby durchschüttelt, so dass innere Blutungen entstehen, dann hätte tatsächlich jemand was unternehmen müssen. Und nicht vorsichtig einwenden und es dann gut sein lassen. Aber wahrscheinlich hat sie versucht das Baby in den Schlaf zu schaukeln. Keine Sorge, davon gehen die nicht kaputt. Aber das zu wissen, hat überhaupt nichts mit Arroganz zu tun. Sondern damit, dass man gewisse ERfahrungen einfach machen muss, um sich kundig dazu zu äussern. Alles andere ist halt so daher gelabert. Von der Denke her nichts anderes, als das, was Dich an den Gebärfreudeinmischern so stört.

Inaktiver User
13.04.2007, 17:16
Deine Wortwahl spricht für sich. Für mich hört sich das sehr abfällig an. "Säugte" "Kotzte" "so dick, dass..."

Warum hast Du ein Problem damit, dass ein Kind in einem Biergarten getragen wird? Stört dich ein Kind, das im Kinderwagen liegt, weniger beim Biertrinken?

Genau solche Aussagen etc. lassen Mitmenschen am "kinderlos glücklich" zweifeln....

Ich war sehr lange kinderlos glücklich und bin jetzt schon lange mit Kindern glücklich. Nie wäre mir in den Sinn gekommen, über die jeweilige "Gegenseite" irgendwelche Sprüche zu machen oder ungebetene Ratschläge zu erteilen.

Ich verstehe die ganze Problematik nicht ganz. Menschen, die Dummsinn reden, gibt es viele, zu allen Lebensbereichen. Wenn ich hinter einer Entscheidung voll stehe, können doch andere sagen, was sie wollen....

Spannend ist der Vergleich von zwei Strängen hier. Diesem und dem Dossiertalk "ungewollt kinderlos"....


STOP!!!!!!!!!!!!!!!

Hier geht es nicht um Erziehungsfragen. Der Titel ist klar: Kinderlos glücklich. Ich suche hier primär den Erfahrungsaustausch mit bewusst kinderlosen Menschen und gute Pro- und Contra-Diskussionen mit allen, die gewillt sind, sachlich zu argumentieren.

Zum Ausdruck "säugte": Er ist wissenschaftlich korrekt, da der Mensch, homo sapiens zu den "Säugetieren" (Mammalia) zählt.

Wir wollen hier keine "Sprüche" machen a la "ne ne ne ne ne, ich bin besser als du weil ....." (dafür mögen Sie bitte den Kindergarten konsultieren, ja?). Wir wollen wir auch kein bashing und keine Fronten.

Hoffe, hab mich klar genug ausgedrückt. Diese ewige Pöbelei nervt. Es ist so schade! Ehrlich! :knatsch:

Kommen wir also wieder zurück zum Thema, ok? :blumengabe:

Inaktiver User
13.04.2007, 17:23
Das, was Du im Fernsehen gesehen hast, war wahrscheinlich ein Bericht übers Schütteltrauma. Das kriegt aber kein Baby, wenn es im Biergarten auf dem Arm geschaukelt wird. Sollte die Frau tatsächlich so neben sich gestanden haben, dass sie ihr Baby durchschüttelt, so dass innere Blutungen entstehen, dann hätte tatsächlich jemand was unternehmen müssen. Und nicht vorsichtig einwenden und es dann gut sein lassen. Aber wahrscheinlich hat sie versucht das Baby in den Schlaf zu schaukeln. Keine Sorge, davon gehen die nicht kaputt. Aber das zu wissen, hat überhaupt nichts mit Arroganz zu tun. Sondern damit, dass man gewisse ERfahrungen einfach machen muss, um sich kundig dazu zu äussern. Alles andere ist halt so daher gelabert. Von der Denke her nichts anderes, als das, was Dich an den Gebärfreudeinmischern so stört.

Viele Dinge des Lebens lassen sich auch mit dem "common sense", genannt "gesunder Menschenverstand" lösen :zwinker:

Mein gesunder Menschenverstand ist, dass "Baby schütteln, wiegen, säugen oder stillen" hier definitiv nicht zum Thema gehört, ne? :zwinker: :blumengabe:

Liebe Schnorchel, nicht alle Kinderlose sind gleich. Hat das überhaupt mit Kinder haben oder nicht zu tun? Oder um Menschen, die sich einfach gerne in fremde Angelegenheiten einmischen? :zwinker:

Manche Menschen empfinden das Kinder-haben als sehr positive Erfahrung, andere Menschen eher die Freiheit und den Wohlstand. Die anderen Meinungen muss man nicht zwangsläufig verstehen, aber tolerieren und wie ich erzählt hab in diesem Strang, mir gehen diese "Willst du mal Kinder?" und "Warum nicht?"-Fragen auch gehörig auf den Sender, aber irgendwann kommt der Punkt, wo man sich entscheidet, die Ohren einfach auf Durchzug zu stellen. :smile: Sei das bei Erziehungsbesserwisser oder bei "Du-bist-abnormal-weil-Kinderlos"-Besserwisser. :zwinker: Links rein, rechts raus oder vice versa. Ist gesünder für die Nerven. :blumengabe:

Schnorchel
13.04.2007, 17:24
Mir gehen diese gegenseitigen Neidvorwürfe auch auf den Keks. Ich glaube das auch nicht - kann mir durchaus vorstellen, dass jemand sein Leben ohne Kinder rumkriegt und dabei kein bisschen Langeweile hat. Aber wenn jemand schon für sich festgestellt hat, wie übergriffig Bemerkungen oder unaufgeforderte Psychoanalysen nerven, bisweilen verletzen - wie kann man sich dasselbe Verhalten dann herausnehmen, sobald es um die Erziehungsleistung anderer Leute geht? Entweder mich verletzt Übergriffigkeit, dann füge ich sie aber auch keinem anderen zu. Oder ich stecke ein, so wie ich auch austeile.

Schnorchel
13.04.2007, 17:29
Sag ich doch.
Nicht alle sind gleich. Aber alle Besserwisser sind gleich.

Was zum Thema gehört und was nicht, scheint sich für mich aus dem Verlauf des Gesprächs zu ergeben. Das kann sich ja durchaus mal anders entwickeln, als geplant. Aber wegen mir brauchen wir über Babysschütteln nicht zu sprechen, die ganze Situation war halt ein schönes Beispiel für Übergriffigkeit. Der eben nicht nur Gernekinderlose ausgesetzt sind.

Inaktiver User
13.04.2007, 17:35
Mir gehen diese gegenseitigen Neidvorwürfe auch auf den Keks. Ich glaube das auch nicht - kann mir durchaus vorstellen, dass jemand sein Leben ohne Kinder rumkriegt und dabei kein bisschen Langeweile hat. Aber wenn jemand schon für sich festgestellt hat, wie übergriffig Bemerkungen oder unaufgeforderte Psychoanalysen nerven, bisweilen verletzen - wie kann man sich dasselbe Verhalten dann herausnehmen, sobald es um die Erziehungsleistung anderer Leute geht? Entweder mich verletzt Übergriffigkeit, dann füge ich sie aber auch keinem anderen zu. Oder ich stecke ein, so wie ich auch austeile.

Schnorchel, völlig zutreffend. Wie ich ja bereits schrieb, halte ich daher generell die Klappe, wenn es um Erziehungsfragen geht. Denn davon habe ich in der Tat keine Ahnung und finde ungefragtes Schlausch... darüberhinaus in allen Lebenssituationen unerträglich.

Aber ich muss schon zugeben, dass es mit manchmal schwer fällt, still zu sein. Es gibt eben auch Situationen, da muss man sich schwer auf die Zunge beissen, damit nicht doch ein Kommentar über die Lippen kommt. Ich erspare mir hier Beispiele, ich denke, das hat jede von uns schon erlebt. Manchmal muss es halt raus, aber das erledigt man dann vielleicht besser bei gleichsinnten Freunden als in Gegenwart der Eltern (oder im umgekehrten Fall der gewollt kinderlosen Frau)

Wir sollten uns wirklich alle - kinderlos oder mit Kindern- immer wieder selbst zur Raison rurfen und versuchen, früh genug die Reißleine zu ziehen, BEVOR eine für die andere "Fraktion" unqualifizierte oder nervige Frage/Meinungsäußerung/Einmischung artikuliert wird.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
13.04.2007, 20:17
Mir ging es nicht um das Schütteln, sondern um die Wortwahl insgesamt.

ich habe da durchaus ein "Pöbeln" vermittelt bekommen.

Darüber, ob Jalinda neidisch ist oder nicht, bilde ich mir keine Meinung. Das ist ihr Problem.

Sie zeigt jedoch eindrucksvoll die Meinung von "Glücklich-Kinderlosen" gegenüber Frauen, die Kinder haben.

Was anderes, aber auch passend:

Frauen, die Kinder haben, wird ja oft "vorgeworfen" sie würden nicht mehr am aktuellen Leben teilnehmen, nicht mehr die aktuellsten Filme kennen, etc. Jetzt ist mal eine Mutter aktuell im Leben dabei, schon ist es wieder falsch.

Und dann regen sich Frauen wie Jalinda darüber auf, dass "andere" auch sie kritisieren.....

Inaktiver User
13.04.2007, 20:20
@Spellbound

Was ich schon alles gehört habe....

als Single... genau das gleiche wie Ihr

als Mutter mit Katze: Katze abgeben und alles was dazugehört

als stillende Mutter....

als "Hausfrau" ..... "da würde mir aber die Decke auf den Kopf fallen" (noch harmlos)

und jetzt aktuell:

als Getrennte mit zwei Kindern....

"wenn Du das vorher gewusst hättest, dann hättest Du bestimmt keine Kinder"

*würg*

Inaktiver User
13.04.2007, 20:38
Frauen, die Kinder haben, wird ja oft "vorgeworfen" sie würden nicht mehr am aktuellen Leben teilnehmen, nicht mehr die aktuellsten Filme kennen, etc. Jetzt ist mal eine Mutter aktuell im Leben dabei, schon ist es wieder falsch.



Das halte ich persönlich für absoluten Blödsinn. Ich kenne Frauen und Männer ohne Kinder, die was den "Zeitgeist" (aktuelle Filme, Bücher, Bands, Politik, Zeitgeschehen ect...) betrifft, den letzten Schuss schon vor Jahren nicht mehr gehört haben. Und eben auch Mütter, u.a. zwei meiner engsten Freundinnen, die ebenso wie ich ihre Interessen verfolgen und eigentlich immer gut informiert darüber sind, was grade so passiert.

Ich denke, das hat wenig damit zu tun, ob man kinder hat oder nicht, denn eine im Leben stehende und vielseitig interessierte Frau mutiert nicht automatisch zum blöden Muttchen, nur weil sie Kinder bekommt. Die für mich persönlich ziemlich unerträglichen Über- und Ausschließlichmuttis, die ausser Breichenthemen nix anderes im Repertoire haben, zählten auch vor ihrer Schwangerschaft nicht zu denen, mit denen interessante Gespräche stattfanden.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
13.04.2007, 21:08
Hallo Spellbound, mein Reden.

Aber hier in den Foren tauchen solcherlei "Vorurteile" schon mal auf. Im "echten" Leben sowieso.

Ich frage nur:

was ist denn schlimmer... (wenn überhaupt schlimm): "na, noch kein Nachwuchs geplant" oder Jalindas Kommentar über die erlebte Situation....

Sie relativert damit die Eingangsfrage.

Inaktiver User
13.04.2007, 21:36
Ja, das nervt zunehmend: für sich selber Mitgefühl einfordern ohne Ende, gleichzeitig aber mit Vorurteilen nur so um sich schlagen.

DAS fördert sicher kein Verständnis.

Aber anscheinend brauchen viele das Gefühl, das Elend der Welt gepachtet zu haben und wollen sich nur im Selbstmitleid suhlen. Ok, jeder wie er meint. Schade nur, wie manche sich selbst ihr Leben damit kaputtmachen anstatt es zu genießen (und dann biestig reagieren auf andere, die das offensichtlich können - ob mit oder ohne Kind oder wie auch immer...).

Ach ja, und was das "Mitleid mit den Armen angeht, die die Tür zum Elterndasein nicht aufmachen wollen und damit so viel versäumen": Ok, seh ich auch so, dass man da viel versäumt, deshalb hab ich auch Kinder. Aber ich kann auch akzeptieren, dass das für andere die Tür ins Gruselkabinett ist und sie gut dran tun, die schön zu zulassen. Und das spricht gegen niemand, das für sich so zu sehen!!

Flash-Finchen
13.04.2007, 22:16
Hallo,
ich bin die Neue und freue mich, dass ich hier Frauen gefunden habe, die ähnlich denken wie ich. Manchmal komme ich mir schon vor wie ein Alien!!!!!:ooooh:
Ich bin 35 und will keine Kinder. Da bin ich mir zu 99 Prozent sicher!!! Ich will beruflich voran kommen und habe einfach keinen Bezug zu Kindern. Ich hatte noch nie das Verlangen, ein Baby auf den Arm zu nehmen. Ich habe keine Lust und kein Interesse, meine Zeit mit Kindern zu verbringen. Ich kann gut ohne leben, ich vermisse nichts. Aber leider sieht mein Mann das anders: er wünscht sich Kinder! Wir sind schon seit 16 Jahren zusammen (seit 6 Jahren verheiratet) und ich habe nie direkt gesagt, dass ich keine Kinder will. Da wusste ich es auch noch nicht, es hat sich im Laufe der Jahre so entwickelt. Ich habe es also nicht bewusst verschwiegen, schön geredet etc. Ich bin glücklich mit ihm, meinem Leben und unseren drei Katzen. (Bei denen bin ich manchmal schlimmer als jede Mama!!!:smirksmile: ) Aber ich fühle mich innerlich richtig schuldig, weil ich ihm seinen Wunsch nicht erfülle! Versteht Ihr, was ich meine? Außerdem ist im Freundeskreis gerade der Babyboom ausgebrochen, dadurch fühle ich mich richtig unter Druck gesetzt. Blöd, ich weiß, die bekommen ja keine Babys um mich zu ärgern...:zwinker: - aber innerlich fühlt es sich für mich so an! Ich wünsche mir manchmal heimlich, dass ein Arzt mir sagt: Sie können keine Kinder bekommen! Das würde alle meine Probleme lösen. Keine nervige Nachfragen mehr, kein schlechtes Gewissen wegen "nicht wollen"...
Vor allem habe ich bei meinem Mann so das Gefühl, dass es nicht wirklich ein Herzenswunsch ist (was es für mich definitv sein muss, wenn man geplant Kinder bekommt!), sondern einfach "der Lauf der Dinge" ist. Er meint das nicht böse oder so, er denkt einfach anders als ich in diesem Punkt. Aber er ist nicht verrückt nach Kindern oder will sie knuddeln oder sucht die Nähe zu Kindern. Die Möglichkeiten hätten wir in unserem Umfeld mehr als genug. Und er gibt zu, dass ein Kind in erster Linie "an mir hängen bleibt". Finanziell muss er seinen Job behalten, ist von morgens bis abends unterwegs, bastelt viel am Haus in der Freizeit... Ich frage mich, wann er denn Zeit für ein Kind hätte!!!

Ihr seht, ist alles ziemlich konfus bei mir! Freut mich aber wirklich, auch andere gefunden zu haben, die ähnlich ticken wie ich!

Inaktiver User
13.04.2007, 22:29
@Gerrimee & einewiekeine

Ich wundere mich generell (hier im Forum und natürlich auch im echten Leben da draußen...) oft darüber, dass Menschen sich so intensiv mit Dingen beschäftigen, die sie nach eigener Aussage eigentlich nicht interessieren und die keinerlei Bezug zu ihrem Lebensumfeld haben.

Dass sind 9-5 Büroschläfer, die sich über die "karrieregeilen Idioten" ereifern, die selbst am Wochenden noch arbeiten, Kinderlose, die sich über die unmöglichen Blagen und die Erziehungsdefizite anderer Frauen aufregen und ungefragt einmischen sowie angeblich 100% in ihrer Rolle aufgehende Mütter, die bei jeder Gelegenheit eine bissige Bemerkung in Richtung von gewollt kinderlosen Frauen vom Stapel lassen oder ihren Neid auf deren vermeintliches Luxusleben artikulieren .

Ich habe mich neben vielen anderen Gründen auch deshalb gegen Kinder entschieden, weil ich nie das Bedürfnis verspürt habe, mich den weniger schönen Seiten des Mutterdaseins (z.B. dauerschreiende Babies, Grundschüler mit Lernproblemen und übelst pubertierende Teenies - um nur mal ein paar Schlagworte zu nennen) auszusetzen. Und deshalb habe ich auch keinerlei Bedürfnis, mich genau dann schlauschwätzerisch einzubringen, wenn andere Frauen mit eben diesen Problemen konfrontiert sind. Das sind eher die Momente in denen ich mich zurückziehe und mich in meiner ganz persönlichen Entscheidung bestätigt fühle.

Und so sollte es doch auch sein, oder? Wenn sich jemand permanent in genau die Dinge und Lebensplanungen einmischt bzw. sich über diejenigen aufregt, die es genau anders gemacht haben als sie selbst, kommen doch schon Zweifel auf, ob da wirklich alles so 100% im Reinen ist. Denn wenn ich mit meiner Lebensplanung im Einklang bin, dann habe ich es überhaupt nicht nötig, mich über Menschen, die einen anderen Weg eingeschlagen haben, zu echauffieren. Das gilt für Kinderlose UND für Menschen mit Kindern.

Gruß, Spellbound

Lakritze
14.04.2007, 08:25
Jetzt schreibe ich auch mal was dazu.
Wie wahrscheinlich dem Forum bekannt, will auch ich (werde heuer 31) keine Kinder.
Ich bin allerdings begeisterte Großcousine eines zweieinhalbjährigen Buben.
Also: Kinder - ja gerne, solange es keine Babies sind (bis er ca. ein Jahr alt war, konnte ich gar nichts mit ihm anfangen) und solange ich sie am Abend wieder zurückgeben kann :freches grinsen:
Die Umgebung reagiert auch bei mir mit Unverständnis (Hauptargument: Wer wird sich denn im Alter um Dich kümmern :knatsch:)
Noch mehr Unverständnis ernte ich, weil ich studiert habe, aber nicht auf Karriere aus bin.
Allerdings könnte ich mir auch nicht vorstellen, ein Jahr lang oder mehr bei einem Kind daheim zu bleiben.
Erst kürzlich wurde mir vor Augen geführt, welche Vorurteile bezüglich Kleinkind und Beruf in unserem Unternehmen bestehen: eine Kollegin ging vor gut einem Jahr in Mutterschutz und dann in Karenz. Sie wollte ursprünglich wieder zu arbeiten beginnen, wenn das Kind eineinhalb ist. Nun (sagt sie) ist es finanziell knapp, sie hat eine Tagesmutter, mit der sich das Kind (jetzt 11 Monate) gut versteht und sie beginnt schon jetzt wieder, in Teilzeit zu arbeiten. Die Kolleginnen akzeptierten ihr gegenüber die Entscheidung, aber untereinander ging es rund. Das arme Kind, die egoistische Frau, das kann man doch nicht tun.
Ich bin mit einer Mutter aufgewachsen, die immer voll berufstätig war, daher kam es mir nie in den Sinn, daß nur die Mutter eine geeignete Bezugsperson sein kann (ich hatte ja auch mehrere) Aber derartiges Verhalten verleidet mir die Lust auf ein Kind gleich noch viel mehr. :peinlich:

daxie
14.04.2007, 09:45
Ohhh ja, dieses "wer wird sich im Alter um dich kuemmern Argument" kenn ich auch.
Was fuer ein Quatsch. Wie kann man Kinder ernsthaft mit einer solchen Buerde belasten?
Oder sich als Eltern wirklich auf sowas verlassen?
Mal abgesehen davon, dass es ja auch selbst in den besten Familien nicht unbedingt funktioniert.
Gruselig, wirklich gruselig.

Inaktiver User
14.04.2007, 11:06
Die Kolleginnen akzeptierten ihr gegenüber die Entscheidung, aber untereinander ging es rund.

Du kannst Dir sicher sein, dass es auch über Dich rund geht. Ganz egal was wann wie und wo du etwas machst, sagst etc.

Es gibt sicher auch Menschen, die da Ausnahmen sind, aber die meisten reden doch am liebsten über die anderen. Das scheint irgendwie menschlich zu sein.

Meistens kann man noch froh sein, wenn man direkt auf irgendwas angesprochen wird. Dann hat man eine Chance, eine Antwort zu geben. Aber dieses Hinter-dem-Rücken-Reden über alles und jedes passiert nun mal.

Da kann sich der gleiche Club heute drüber mokieren, dass Frau L. gleich nach einem Jahr wieder arbeitet, diese Rabenmutter; und am sich am nächsten über Frau G. aufregen, die sechs Jahre ihre Kinder selbst betreut, die arbeitsfaule Socke.

Yana
14.04.2007, 11:20
Ich denke auch, dass es auf dasselbe rauskommt: ob du nun kinderlos bist, oder Kinder/Enkel hast, die dich nie besuchen.

Ich habe den Strang jetzt nicht weiter gelesen, weil mir momentan die Zeit fehlt.

Allerdings denke ich, dass es fast schlimmer ist im Alter einsam zu sein, obwohl man Kinder / Enkelkinder hat.
Meiner Meinaung nach leidet man dann erst so richtig, weil man dann eben sieht, dass man den Angehörigen gar nicht so viel bedeutet, wie man in jüngeren Jahren immer glaubte.

Das ist doch sicherlich deprimierender als wie wenn man keine Kinder hat. Da hofft man dann wenigstens nicht auf deren Besuche.

Inaktiver User
15.04.2007, 14:46
Ich habe den Strang jetzt nicht weiter gelesen, weil mir momentan die Zeit fehlt.

Allerdings denke ich, dass es fast schlimmer ist im Alter einsam zu sein, obwohl man Kinder / Enkelkinder hat.
Meiner Meinaung nach leidet man dann erst so richtig, weil man dann eben sieht, dass man den Angehörigen gar nicht so viel bedeutet, wie man in jüngeren Jahren immer glaubte.

Das ist doch sicherlich deprimierender als wie wenn man keine Kinder hat. Da hofft man dann wenigstens nicht auf deren Besuche.

Das kann ich mir sehr gut vorstellen.

Wie oft hab ich schon ältere Menschen jammern und klagen gehört ob ihrer "undankbaren Kinder/Enkel, für die sie alles aufgeopfert haben" und von denen sie nun höchstens alle 3 Monate nen kurzen Besuch erhalten.

Ich kenne eine 3fache Mom, die lebt sehr einfach, die Rente reicht so gerade mal knapp zum leben, einer ihrer Kinder lebt praktisch in Saus und Braus, geniesst Wohlstand. Aber würde dieses "Kind" der Mutter auch nur einen einzigen lausigen Cent abgeben??? Ja? Think again. Leider nein. :knatsch: Find ich - und jetzt muss ich mich entschuldigen - zum kotzen! Sowas find ich zum kotzen. Tschuldigung, es gibt kein anderes Wort, um meine Gefühle dafür zu beschreiben.

nixmama
16.04.2007, 11:28
@Gerrimee & einewiekeine

Ich wundere mich generell (hier im Forum und natürlich auch im echten Leben da draußen...) oft darüber, dass Menschen sich so intensiv mit Dingen beschäftigen, die sie nach eigener Aussage eigentlich nicht interessieren und die keinerlei Bezug zu ihrem Lebensumfeld haben.



Hallo Spellbound,

das kommt ganz einfach daher, weil man ständig mit dem "anderen" Lebensumfeld konfrontiert wird.

Nur zwei Beispiele:

Nach getaner Arbeit möchte man sich was gönnen und geht noch schnell was essen. Dabei möchte man sich unterhalten und ein wenig entspannen. Leider meinen gerade irgendwelche Kinder, ständig schreiend rund um den Tisch laufen zu müssen. Da hast Du drei Möglichkeiten: 1. Man sagt nichts und macht seinen Aufenthalt so kurz wie möglich 2. man wechselt den Platz (wenn möglich) oder 3. man bittet freundlich um etwas Rücksichtnahme. Leider artet Punkt 3 meistens aus, man wird als Kinderfeind usw. beschimpft. Der Abend endet damit, dass man über zwangsläufig über Erziehungsfragen diskutiert und sich sehr ärgert über die Rücksichtslosigkeit.

oder

Im Hotelzimmer nebenan herrscht ständig Halligalli und ein riesen Geschrei, weil sich zwei Erwachsene und zwei Kinder in ein 12 qm Zimmer quetschen müssen. Nun hat man auch für seinen Urlaub bezahlt. Auch hier bittet man um etwas Rücksichtnahme. Wenn man Glück hat, wird es dann nicht extra laut, um den kinderlosen Egoistens eins auszuwischen.

Leider bleiben nur die schlechten Beispiele im Gedächtnis und Gott sei Dank sind nicht alle so.

Daher wird auch als kinderloser kräftig gewettert. :smirksmile:

Grüße - nixmama

nixmama
16.04.2007, 11:32
Das kann ich mir sehr gut vorstellen.

Wie oft hab ich schon ältere Menschen jammern und klagen gehört ob ihrer "undankbaren Kinder/Enkel, für die sie alles aufgeopfert haben" und von denen sie nun höchstens alle 3 Monate nen kurzen Besuch erhalten.

Ich kenne eine 3fache Mom, die lebt sehr einfach, die Rente reicht so gerade mal knapp zum leben, einer ihrer Kinder lebt praktisch in Saus und Braus, geniesst Wohlstand. Aber würde dieses "Kind" der Mutter auch nur einen einzigen lausigen Cent abgeben??? Ja? Think again. Leider nein. :knatsch: Find ich - und jetzt muss ich mich entschuldigen - zum kotzen! Sowas find ich zum kotzen. Tschuldigung, es gibt kein anderes Wort, um meine Gefühle dafür zu beschreiben.


Genau - so was Ähnliches habe ich auch schon geschrieben. Das ist wirklich zum Kotzen!!!

nixmama

Inaktiver User
16.04.2007, 11:42
Ich kenne eine 3fache Mom, die lebt sehr einfach, die Rente reicht so gerade mal knapp zum leben, einer ihrer Kinder lebt praktisch in Saus und Braus, geniesst Wohlstand. Aber würde dieses "Kind" der Mutter auch nur einen einzigen lausigen Cent abgeben??? Ja? Think again. Leider nein. Find ich - und jetzt muss ich mich entschuldigen - zum kotzen! Sowas find ich zum kotzen. Tschuldigung, es gibt kein anderes Wort, um meine Gefühle dafür zu beschreiben.

Moment mal. Ihr habt doch überhaupt keinen Einblick, wie sich diese Eltern-Kind-Beziehung entwickelte.

Bei all dem, was in den Familien hinter geschlossenen Türen so passiert, das ganze Elend, das möglichst nicht nach aussen getragen wird, nach aussen soll ja immer alles wunderbar aussehen, kann man nicht beurteilen, warum sich dieses Kind so verhält.

Lavendula
16.04.2007, 11:43
Nach getaner Arbeit möchte man sich was gönnen und geht noch schnell was essen. Dabei möchte man sich unterhalten und ein wenig entspannen. Leider meinen gerade irgendwelche Kinder, ständig schreiend rund um den Tisch laufen zu müssen. Da hast Du drei Möglichkeiten: 1. Man sagt nichts und macht seinen Aufenthalt so kurz wie möglich 2. man wechselt den Platz (wenn möglich) oder 3. man bittet freundlich um etwas Rücksichtnahme. Leider artet Punkt 3 meistens aus, man wird als Kinderfeind usw. beschimpft. Der Abend endet damit, dass man über zwangsläufig über Erziehungsfragen diskutiert und sich sehr ärgert über die Rücksichtslosigkeit.


Das sehe ich anders. Auch Eltern können sich nach getaner Arbeit was gönnen wollen. Und es ist einfach albern, von Kindern zu verlangen, dass sie sich wie Erwachsene benehmen. Nein, schreiend um den Tisch laufen, das geht nicht. Aber Mütter und ihre Kinder zuhause einsperren auch nicht.

Man muss eben damit leben, nicht alleine auf der Welt zu sein.

Inaktiver User
16.04.2007, 11:56
Das sehe ich anders. Auch Eltern können sich nach getaner Arbeit was gönnen wollen. Und es ist einfach albern, von Kindern zu verlangen, dass sie sich wie Erwachsene benehmen. Nein, schreiend um den Tisch laufen, das geht nicht. Aber Mütter und ihre Kinder zuhause einsperren auch nicht.

Man muss eben damit leben, nicht alleine auf der Welt zu sein.

Wenn ich solche Statements lese, muß ich Bernhard Bueb zustimmen: es besteht in Deutschland kein Konsens mehr darüber, wie man Kinder erzieht, und die Erwachsenen sind einfach nur noch hilflos.

Inaktiver User
16.04.2007, 11:58
Man muss eben damit leben, nicht alleine auf der Welt zu sein.

Nö, sehe ich völlig anders.

Als kinderloses Paar ist man zumindest allein in den eigenen Wohnungen und kann sich die Termine der Belastung (und ich persönlich empfinde manche mit Kindern als solche) aussuchen!


Das sehe ich anders. Auch Eltern können sich nach getaner Arbeit was gönnen wollen.
Einige Paare mit kleinen Kindern um mich herum sind heute schon heiss darauf, dass sie sich als PAAR irgendwann mal wieder etwas wie ein Essen zu Zweit gönnen können.
(terminlich - nicht finanziell!)

Inaktiver User
16.04.2007, 11:59
Wenn ich solche Statements lese, muß ich Bernhard Bueb zustimmen: es besteht in Deutschland kein Konsens mehr darüber, wie man Kinder erzieht, und die Erwachsenen sind einfach nur noch hilflos.
Ich denke auch, dass es keinen Konsens geben muss - das sollte doch bitte jedem Paar individuell freigestellt sein.

Inaktiver User
16.04.2007, 12:04
Das sehe ich anders. Auch Eltern können sich nach getaner Arbeit was gönnen wollen. Und es ist einfach albern, von Kindern zu verlangen, dass sie sich wie Erwachsene benehmen. Nein, schreiend um den Tisch laufen, das geht nicht. Aber Mütter und ihre Kinder zuhause einsperren auch nicht.

Man muss eben damit leben, nicht alleine auf der Welt zu sein.

Lavendula :blumengabe: Ich finde es sehr schön, was Du geschrieben hast!

Inaktiver User
16.04.2007, 12:05
Ich denke auch, dass es keinen Konsens geben muss - das sollte doch bitte jedem Paar individuell freigestellt sein.

Ich habe Kassandra so verstanden, dass es gar keine Richtwerte mehr gibt, keine Vorbilder, nichts mehr, woran man sich bei der Kindererziehung orientieren kann. Das macht viele Eltern ganz schön hilflos!

Inaktiver User
16.04.2007, 12:05
doppelt!

Lavendula
16.04.2007, 12:18
Wenn ich solche Statements lese, muß ich Bernhard Bueb zustimmen: es besteht in Deutschland kein Konsens mehr darüber, wie man Kinder erzieht, und die Erwachsenen sind einfach nur noch hilflos.

Warum um Himmels willen muss es einen Konsens darüber geben, wie man Kinder erzieht?

Mir reicht es, wenn ich mit meinem Mann darüber einig bin und mein Kind lernt, gesellschaftsfähig zu sein. Nur muss es nicht so auf die Welt kommen.

Ich war neulich im Cafe, da kam eine Frau mit Freundin und zwei Kindern rein, eines davon schreiend, weil er nicht zwei Muffins essen durfe sondern sich entscheiden musste. Eine Situation, die vorkommt und die auch vorkommen DARF bei einem kleinen Kind. Die Mütter aber unter riesen Druck setzt. So auch diese Mutter, die ihrend Sohn dann erst ein paar mal richtig durchgeschüttelt hat, was sollen die Leute sagen, du kannst dich doch nicht so aufführen.

Ja, ich finde ein Kind hat absolut das Recht, sich mal daneben zu benehmen, sich im Supermarkt angesichts der eigens aufgetürmten Süßigkeitenberge und des mütterlichen Neins auf den Boden zu schmeißen. Und wenn nicht immer gleich ganze Heerscharen Besserwisser zur Stelle wären, die den Eltern das Gefühl vermittelten, dass das jetzt ein ganz besonders schlimmes VErgehen sei, gegen das man mit Gewalt und Strenge vorgehen müsse, würde man auch merken, die meisten Eltern haben das im Griff. Besonders wenn sie die Gelegenheit erhielten, halbwegs entspannt zu bleiben.

Lavendula
16.04.2007, 12:21
Ich habe Kassandra so verstanden, dass es gar keine Richtwerte mehr gibt, keine Vorbilder, nichts mehr, woran man sich bei der Kindererziehung orientieren kann. Das macht viele Eltern ganz schön hilflos!

Ich empfinde es genau aders herum, es gibt unzählige Bücher, Methoden, Tipps die einem Erfolg garantieren, wenn man es nur richtig anwendet. Und überhaupt kein Gespür mehr, was für ein Kind einfach normal ist.

Inaktiver User
16.04.2007, 12:57
Ja, ich finde ein Kind hat absolut das Recht, sich mal daneben zu benehmen, sich im Supermarkt angesichts der eigens aufgetürmten Süßigkeitenberge und des mütterlichen Neins auf den Boden zu schmeißen.
Meinetwegen - solange es mir nicht im Weg herumliegt und in mein Ohr schreit (insbesondere wenn ich gerade Migräne habe).
Ansonsten lernt das Kind von mir, dass es auch auf Mitmenschen Rücksicht nehmen muss.
Da nehme ich dann auch gerne mal eine Portion gesellschaftlicher Verantwortung in punkto Kindererziehung wahr; wenn die EWltern es nicht geregelt kriegen.

Inaktiver User
16.04.2007, 12:59
Ich hab drei Kinder, und ehrlich gesagt nervt es mich auch oft, wenn Leute ihre Kinder überall mithinschleifen müssen. Ich meine schon, es gibt ein Erwachsenenleben und ein Kinderleben, und die sind nicht 100% deckungsgleich.

Wenn Kinder im Biergarten rumdüsen oder bei McDonalds krakeelen, ist das völlig ok. Wenn ich aber für teuer Geld mal gut essen gehen will, will ich das bitte auch in Ruhe genießen und nicht mehr Stress haben als daheim. Und wenn ich in eine Ausstellung gehe, möchte ich mich bitteschön auf die Kunst konzentrieren und nicht zuschauen, wie Kleinkinder Fangen spielen, bis eines hinfällt und zu plärren anfängt. DAFÜR gibt es nämlich Spielplätze.

Das hat mit Kinderfeindlichkeit gar nichts zu tun, weil ich es nämlich auch nicht für kindgerecht halte, daß Kinder überall dabei sein müssen. Grad weil ihnen dabei oft stinklangweilig ist, ticken sie ja so aus!

Inaktiver User
16.04.2007, 13:15
@einewiekeine: Eltern wie Dich finde ich sehr sehr vorbildlich - da klappt das mit der Rücksichtnahme meinerseits auch irgendwie völlig easy!

nixmama
16.04.2007, 13:39
Das sehe ich anders. Auch Eltern können sich nach getaner Arbeit was gönnen wollen. Und es ist einfach albern, von Kindern zu verlangen, dass sie sich wie Erwachsene benehmen. Nein, schreiend um den Tisch laufen, das geht nicht. Aber Mütter und ihre Kinder zuhause einsperren auch nicht.

Man muss eben damit leben, nicht alleine auf der Welt zu sein.

Ich habe doch mit keiner Silbe verlangt, allein auf der Welt zu sein und ich habe auch nicht verlangt, dass Mütter und Kinder eingesperrt werden sollen. Bitte lege mir nicht solche Sachen in den Mund!

Es geht einfach nur um die Grundregeln der Rücksichtnahme, die vielen Kindern heute einfach nicht mehr vermittelt werden. Ich bin beileibe nicht die Einzige, die das nervt, wie Du sehen kannst.

Die Welt ist eben kein großer Kinderspielplatz und manchmal ist es eben auch für Eltern/Kinder angebracht, sich etwas anzupassen und sich vielleicht mal nicht an Ort und Stelle "auszuleben". Auch Familien sind nicht alleine auf der Welt...

Ich sage sicherlich nichts, wenn sich alles irgendwo im Rahmen hält, und Du sagst ja auch, dass es nicht geht, wenn die Kinder ständig um einen Tisch rumrennen. Also sind wir uns im Grunde doch einig.

Warum reagieren Eltern da eigentlich dermaßen überempfindlich?:wie?:

nixmama
16.04.2007, 13:41
Meinetwegen - solange es mir nicht im Weg herumliegt und in mein Ohr schreit (insbesondere wenn ich gerade Migräne habe).
Ansonsten lernt das Kind von mir, dass es auch auf Mitmenschen Rücksicht nehmen muss.
Da nehme ich dann auch gerne mal eine Portion gesellschaftlicher Verantwortung in punkto Kindererziehung wahr; wenn die EWltern es nicht geregelt kriegen.

Genau!

nixmama
16.04.2007, 13:42
@einewiekeine: Eltern wie Dich finde ich sehr sehr vorbildlich - da klappt das mit der Rücksichtnahme meinerseits auch irgendwie völlig easy!

Finde ich auch!

Inaktiver User
16.04.2007, 13:43
Warum reagieren Eltern da eigentlich dermaßen überempfindlich?
Vielleicht setzen wie einfach ein "manche" vor die Eltern und der Tag bleibt harmonisch.

Vielleicht reagieren manche Eltern empfindlich, weil sie in einer solchen Situation selbst auch gestresst sind und dann auch noch kritisiert werden.

Lavendula
16.04.2007, 14:08
Ich habe doch mit keiner Silbe verlangt, allein auf der Welt zu sein und ich habe auch nicht verlangt, dass Mütter und Kinder eingesperrt werden sollen. Bitte lege mich nicht solche Sachen in den Mund!

Es geht einfach nur um die Grundregeln der Rücksichtnahme, die vielen Kindern heute einfach nicht mehr vermittelt werden. Ich bin beileibe nicht die Einzige, die das nervt, wie Du sehen kannst.

Die Welt ist eben kein großer Kinderspielplatz und manchmal ist es eben auch für Eltern/Kinder angebracht, sich etwas anzupassen und sich vielleicht mal nicht an Ort und Stelle "auszuleben". Auch Familien sind nicht alleine auf der Welt...

Ich sage sicherlich nichts, wenn sich alles irgendwo im Rahmen hält, und Du sagst ja auch, dass es nicht geht, wenn die Kinder ständig um einen Tisch rumrennen. Also sind wir uns im Grunde doch einig.

Warum reagieren Eltern da eigentlich dermaßen überempfindlich?:wie?:

Empfindlich reagiert habe ich in dem Fall auf deinen Nebensatz "nach getaner Arbeit möchte man sich was gönnen"- Vollstes Verständnis, das geht uns als Eltern aber genauso. Und da es immer passieren kann, dass mein Kind ausgleist und dabei jemand anderen nervt, was ist die Konsequenz? Entweder einer muss zuhause bleiben, oder es müssen sich eben beide zusammenreißen. Die Eltern bringen den Kindern bei, nicht um den Tisch zu rasen und wenn mein Kind einen Anfall kriegt weil es den Nachtisch nicht mit der Zunge vom Teller lecken darf, stellen die Nichteltern mal zwei Minuten auf taub.

Ja, wir sind völlig einer Meinung, dass man Kindern Rücksicht beibringen muss und eben, wie man sich in den verschiedenen Situationen benimmt. (Auch kein Thema, dass es Orte und Zeiten gibt, die für Kinder nicht geeignet sind).
Ich empfinde die Erwartung, dass ein Kind erst hinzter verschlossenen Türen erzogen wird un ddraußen immer funktioniert als zu hoch. Gerade WEIL ich meine Kinder erziehe, kann ich nicht jeder Konfrontation immer ausweichen- siehe Supermarkt, siehe Nachtisch. Und dann muss man da eben durch, das Kind brüllt, du selbst bist genervt und dann kommt auch noch jemand, der dir erzählt was du falsch machst, weil er das so gelesen hat.

Wie die Frau, die aus lauter Rücksicht genau das Falsche getan hat und zu ihrem enttäuschten Sohn auch noch grob geworden ist.

Das ist in meinen Augen falsche Rücksichtnahme.

Inaktiver User
16.04.2007, 14:35
Ich empfinde die Erwartung, dass ein Kind erst hinzter verschlossenen Türen erzogen wird un ddraußen immer funktioniert als zu hoch. Gerade WEIL ich meine Kinder erziehe, kann ich nicht jeder Konfrontation immer ausweichen- siehe Supermarkt, siehe Nachtisch. Und dann muss man da eben durch, das Kind brüllt, du selbst bist genervt und dann kommt auch noch jemand, der dir erzählt was du falsch machst, weil er das so gelesen hat.

Ich vermute mal, dass die Anzahl und die Häufigkeit der "Aussetzer" eines konsequent und permanent mit bedachter Hand erzogenen Kindes sich auch unabhängig vom individuellen Temperament durchaus im Rahmen halten.
Selbstverständlich kann und soll man Kinder nicht zu Hause im Kämmerlein erziehen. Sie sind ein Teil unserer Gesellschaft.

Allerdings hatte ich in der ein oder anderen Situation im Leben bei so einem "Zwergen-Terroristen" den Eindruck, dass an dem Menschlein noch nie wirklich erzogen wurde.
Dann bin ich echt ausser mir - denn "nicht-erziehen" ist meiner Ansicht nach auch eine Form der Misshandlung.

Inaktiver User
16.04.2007, 14:40
Ich hab drei Kinder, und ehrlich gesagt nervt es mich auch oft, wenn Leute ihre Kinder überall mithinschleifen müssen. Ich meine schon, es gibt ein Erwachsenenleben und ein Kinderleben, und die sind nicht 100% deckungsgleich.

Wenn Kinder im Biergarten rumdüsen oder bei McDonalds krakeelen, ist das völlig ok. Wenn ich aber für teuer Geld mal gut essen gehen will, will ich das bitte auch in Ruhe genießen und nicht mehr Stress haben als daheim. Und wenn ich in eine Ausstellung gehe, möchte ich mich bitteschön auf die Kunst konzentrieren und nicht zuschauen, wie Kleinkinder Fangen spielen, bis eines hinfällt und zu plärren anfängt. DAFÜR gibt es nämlich Spielplätze.

Das hat mit Kinderfeindlichkeit gar nichts zu tun, weil ich es nämlich auch nicht für kindgerecht halte, daß Kinder überall dabei sein müssen. Grad weil ihnen dabei oft stinklangweilig ist, ticken sie ja so aus!

Vollste Zustimmung!!! Wobei ich mich immer wundere, was viele Leutedauernd für Horrorerfahrungen mit Kinder zu machen scheinen. Natürlich erlebe ich auch dann und wann den hohldrehenden 3-jährigen im Supermarkt oder das obernervige Quengelkind im ICE mit, aber in der Regel fühle ich mich sehr selten wirklich gestört. Und das liegt nun garantiert nicht daran, dass ich Nerven wie Drahtseile und eine besondere Affinität zu lautem Kindergeschrei habe - im Gegenteil.

Der wirkliche Großteil der Kinder, die mir im persönlichen Umfeld und im Alltagsleben begegnen, sind absolute normale, nette und offenbar vernünftig erzogene Mädels und Jungs, alterstypische Aussetzer inklusive. Und was die Nervensägen angeht: die begegnen mir unter Erwachsenen weit häufiger...

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
16.04.2007, 14:46
Und was die Nervensägen angeht: die begegnen mir unter Erwachsenen weit häufiger...

Dem stimme ich zu - für Kinder (bis etwa zur Mitte der Pupertät) habe ich deutlich mehr Verständnis als für andere Mitmenschen.


Natürlich erlebe ich auch dann und wann den hohldrehenden 3-jährigen im Supermarkt oder das obernervige Quengelkind im ICE mit, aber in der Regel fühle ich mich sehr selten wirklich gestört. Und das liegt nun garantiert nicht daran, dass ich Nerven wie Drahtseile und eine besondere Affinität zu lautem Kindergeschrei habe - im Gegenteil.

Vielleicht liegt es am Bewusstsein, dass es sich im ICE oder Supermarkt um sehr kurzfristige Ereignisse handelt und Du diese Exemplare nie mehr wiedersehen, geschweige denn mit nach Hause nehmen musst.
*kicher*

nixmama
16.04.2007, 16:18
Empfindlich reagiert habe ich in dem Fall auf deinen Nebensatz "nach getaner Arbeit möchte man sich was gönnen"- Vollstes Verständnis, das geht uns als Eltern aber genauso. Und da es immer passieren kann, dass mein Kind ausgleist und dabei jemand anderen nervt, was ist die Konsequenz? Entweder einer muss zuhause bleiben, oder es müssen sich eben beide zusammenreißen. Die Eltern bringen den Kindern bei, nicht um den Tisch zu rasen und wenn mein Kind einen Anfall kriegt weil es den Nachtisch nicht mit der Zunge vom Teller lecken darf, stellen die Nichteltern mal zwei Minuten auf taub.

Ja, wir sind völlig einer Meinung, dass man Kindern Rücksicht beibringen muss und eben, wie man sich in den verschiedenen Situationen benimmt. (Auch kein Thema, dass es Orte und Zeiten gibt, die für Kinder nicht geeignet sind).
Ich empfinde die Erwartung, dass ein Kind erst hinzter verschlossenen Türen erzogen wird un ddraußen immer funktioniert als zu hoch. Gerade WEIL ich meine Kinder erziehe, kann ich nicht jeder Konfrontation immer ausweichen- siehe Supermarkt, siehe Nachtisch. Und dann muss man da eben durch, das Kind brüllt, du selbst bist genervt und dann kommt auch noch jemand, der dir erzählt was du falsch machst, weil er das so gelesen hat.


Ich habe mit keiner Silbe die Erwartung geäußert, dass Kinder im stillen Kämmerlein erzogen werden sollen...:knatsch:

Wenn doch, bitte zitieren!

Warum Du auf meinen harmlosen Nebensatz "nach getaner Arbeit" empfindlich reagiert hast, verstehe ich auch nicht, ehrlich! Manchmal kommen bei mir mehr als 12 Stunden zusammen, da kann ich doch guten Gewissens von "Arbeit" sprechen! Ich hatte keine Hintergedanken bei der Formulierung, wie hier scheinbar angenommen wird...

Ich kann doch nichts für den Elternfrust, der sich offenbar manchmal aufbaut. Genau so wenig können die Eltern was für meinen gelegentlichen Steuerfrust :smirksmile:... Außerdem habe ich nicht gesagt, dass Eltern nicht arbeiten, oder doch?

Ich korrigiere auch meinen Satz dahingehend, dass MANCHE Eltern sehr empfindlich sind. Wollte hier nichts verallgemeinern, sorry dafür.

Aber lassen wir das doch einfach. :blumengabe: Peace!

Ist sowieso OT, hier geht es ja darum, ob man kinderlos glücklich sein kann oder nicht. Ich würde also gerne wieder zum Thema zurückkehren.

Ich freue mich, hier von vielen Frauen zu lesen, denen es genauso geht wie mir. Zumindest komme ich mir nicht mehr so exotisch vor.

Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich glatt eine eigene Website für solche Leute aufbauen, das haut aber leider nicht hin. Aber so eine lockere Interessensgemeinschaft für gleichgesinnte wäre wirklich eine feine Sache.

Grüße von nixmama

Jalinda
17.04.2007, 12:43
Das war also ein greuliches Erlebnis.
Das ist, was ich meine. Man kann ja durchaus geteilter Meinung darüber sein, ob ein Biergartenbesuch mit schreiendem Säugling das Wahre ist. Ich z.B. habe mir solche Sachen gespart, aber auch, weil ich keinen Bock auf die unvermeidlichen Belehrungen hatte. Selbst wenn die Frau sich nicht besonders geschickt angestellt haben mag, die sogenannten "vorsichtigen" Einwände ihrer Mitmenschen haben sicher nicht zur Entspannung der Situation beigetragen. Ja, ich finde, in solchen Situationen sollten Unbeteiligte einfach den Mund halten. BEsonders wenn sie Säuglinge nur in der Theorie ruhig kriegen. Extrem schlecht behandeln sieht anders aus.

Ich habe das Gefühl, man wird von den Kampf-Müttern gerne absichtlich falsch verstanden.

Ich fand nicht die Tatsache greulich, dass das Baby im Biergarten war, sondern dass es sich augenscheinlich nicht wohl fühlte (das kannst Du als Mutter natürlich aus der Ferne besser als ich, die dabei war, beurteilen).

Wenn ich das Bedürfnis habe, mich wo einzuschalten, dann bestimmt nicht, weil ich irgend welchen Müttern eins reinwürgen will, sondern weil mir die Kinder leid tun.

Im übrigen interessiert mich das Thema Kindererziehung, obwohl ich keine Kinder habe, da mir, wie gesagt, öfters Kinder leid tun, die von ihren Eltern schlecht behandelt werden. Immer den Mund zu halten, halte ich nicht unbedingt für ok, denn jeder trägt ein wenig Verantwortung für seine Mitmenschen.

Inaktiver User
17.04.2007, 13:01
Immer den Mund zu halten, halte ich nicht unbedingt für ok, denn jeder trägt ein wenig Verantwortung für seine
siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Zivilcourage

Inaktiver User
17.04.2007, 13:07
Ist sowieso OT, hier geht es ja darum, ob man kinderlos glücklich sein kann oder nicht. Ich würde also gerne wieder zum Thema zurückkehren.

Danke, nixmama! :blumengabe:

An alle: Kommen wir wieder zum Thema, okay?

Bisher habe ich von kinderlosen Paaren, soweit ich mich jetzt umgehört und "umgelesen" (in diesem Forum) hab, mehrheitlich sehr positive Erfahrungsberichte gehört/gelesen.

Genau so von Eltern.

Ich weiß nur soviel: Mit Kind könnte ich meinen Traumjob gleich vergessen, mit Kind müssten wir (obwohl gut verdienend) sehr genau aufs Geld schauen (Leben ist sehr teuer in CH). Bis zu einer gewissen Grenze sind wir zwar gerne bereit, uns finanziell einzuschränken, aber igendwo is' der Ofen aus, wenn man sich bei jeder Anschaffung fragen muss: Können wir uns das jetzt leisten? Nö. Es gibt so einige "Luxusgüter" (Urlaub, Auto, schöne Wohnung, Traumjob, weniger arbeiten), auf die wir wirklich auf keinen Fall verzichten möchten.

Ehrlich: Wir haben keinen Bock, unser Leben lang vollzeit schuften zu gehn' und wofür? Damit wir die Familie grad noch so durchbringen können? Ist das ein Leben? Ist das der Sinn? Immer nur das Allerbilligste und jeden Cent 10mal umdrehn'? Nein danke. Wir genießen gerne schönen Urlaub mit viel Sport und Wellness, n teures Hobby, ne schöne Wohnung, Auto(s). Nein, der Ferrari muss es nicht gleich sein, aber n gutes Auto, das fährt. Auch muss es nicht der Karibik-Urlaub sein, aber auf Campen in Italien haben wir auch weniger Bock. Wir spielen gerne Tennis, darauf wollen wir nicht verzichten. Zwei Mal im Jahr Tennis- und Wellness Urlaub: das muss schon sein. Für diesen ganzen Mammon reicht uns auch ohne Kinder ein Teilzeitjob, ER zu 80%, ich halbtags oder ganz Freiberuflerin. Ein Traum. Aber mehr als das brauchen wir nicht (obwohl nichts gegen nen Lottogewinn und finanzielle Sicherheit, haha), mit Kind wären diese Träume unmöglich, im Gegenteil. Da könnten wir froh sein, dass wir uns überhaupt Urlaub leisten könnten und müssten unser Leben lang vollzeit arbeiten. No thanks. Verzichte ganz freiwillig. Die fairyprincess und Angstellten-Verhältnis? Oh no. Das kam und kommt nicht gut, höchstens nen halben Tag.

Sorry, schrecklicher Beitrag, tönt unglaublich arrogant (ist es aber nicht), aber das sind offen und ehrlich meine Gedanken.

Inaktiver User
17.04.2007, 13:09
Aber allein an den Finanzen hängt doch die Entscheidung nicht, oder?
Also für mich ist das allenfalls einer von vielen Punkten.

Selbst mit nem Lottogewinn im Hintergrund und ohne beruflichen Sorgen wäre ich nicht zu einem Kind zu bewegen.

SerinaL
17.04.2007, 13:13
Warum um Himmels willen muss es einen Konsens darüber geben, wie man Kinder erzieht?

Mir reicht es, wenn ich mit meinem Mann darüber einig bin und mein Kind lernt, gesellschaftsfähig zu sein. Nur muss es nicht so auf die Welt kommen.

Ich war neulich im Cafe, da kam eine Frau mit Freundin und zwei Kindern rein, eines davon schreiend, weil er nicht zwei Muffins essen durfe sondern sich entscheiden musste. Eine Situation, die vorkommt und die auch vorkommen DARF bei einem kleinen Kind. Die Mütter aber unter riesen Druck setzt. So auch diese Mutter, die ihrend Sohn dann erst ein paar mal richtig durchgeschüttelt hat, was sollen die Leute sagen, du kannst dich doch nicht so aufführen.

Ja, ich finde ein Kind hat absolut das Recht, sich mal daneben zu benehmen, sich im Supermarkt angesichts der eigens aufgetürmten Süßigkeitenberge und des mütterlichen Neins auf den Boden zu schmeißen. Und wenn nicht immer gleich ganze Heerscharen Besserwisser zur Stelle wären, die den Eltern das Gefühl vermittelten, dass das jetzt ein ganz besonders schlimmes VErgehen sei, gegen das man mit Gewalt und Strenge vorgehen müsse, würde man auch merken, die meisten Eltern haben das im Griff. Besonders wenn sie die Gelegenheit erhielten, halbwegs entspannt zu bleiben.

Bingo!

SerinaL
17.04.2007, 13:17
Meinetwegen - solange es mir nicht im Weg herumliegt und in mein Ohr schreit (insbesondere wenn ich gerade Migräne habe).
Ansonsten lernt das Kind von mir, dass es auch auf Mitmenschen Rücksicht nehmen muss.
Da nehme ich dann auch gerne mal eine Portion gesellschaftlicher Verantwortung in punkto Kindererziehung wahr; wenn die EWltern es nicht geregelt kriegen.

Und wie würde diese gesellschaftliche Verantwortung aussehen? Ich finde schon, das alle Verantwortung tragen sollen.Aber wie willst du wissen, ob die Eltern es geregelt kriegen oder nicht? Weil das Kind nicht gleich aufhört zu brüllen?
Einem Kind, besonders den kleinen, können nicht nachempfinden was es heißt Migräne zu haben.Sie hören nicht auf zu brüllen,weil ihnen jemand sagt: ich habe Migräne.

Inaktiver User
17.04.2007, 13:23
Aber allein an den Finanzen hängt doch die Entscheidung nicht, oder?
Also für mich ist das allenfalls einer von vielen Punkten.

Selbst mit nem Lottogewinn im Hintergrund und ohne beruflichen Sorgen wäre ich nicht zu einem Kind zu bewegen.

Nein, die Finanzen sind nicht der alleinige Grund. Der Hauptgrund ist die Freiheit, die wir in vollen Zügen genießen.

Heute Abend Lust auf Kino? Na klar, spontan los.

Heute Abend Lust auf Tennis? Klaro, warum nicht?

Nicht noch Babysitter organisieren und dies und das und bli und bla.

Freiheit pur. :Sonne:

Der berufliche Faktor fließt eigentlich mit ins Finanzielle ein: Ich habe einen Traumjob (Freiberuflerin, höchstens zu Teilzeit angestellt), mit Kind ginge das aus zeitlichen- und finanziellen Gründen leider nicht. Als Angestellte verdiene ich noch recht gut, aber als Freischaffende/Teilzeitangest. wird es weniger Geld sein, dafür werde ich frei sein, das ist mir mehr Wert. Bezüglich arbeiten gehen wir nach dem Minimumprinzip: Soviel Geld muss rein, xxxx (Betrag), wie kriegen wir das mit möglichst wenig Arbeit hin? :zwinker: Mit Kind müssten wir Vollzeitangestellt, mind. aber 80% sein und bleiben (Geld, Sicherheit), Kind müsste in die Krippe (teuer!!!!), und meiner persönlichen Meinung nach ist nicht Sinn der Sache, dass ein Kind in der Krippe aufwächst. Genau so wenig Sinn der Sache ist es, dass jemand/beide Teilzeit arbeitet/arbeiten aber dafür die Familie auf jeden Cent gucken muss.

Alles spielt irgendwie ein bisschen zusammen.

Inaktiver User
17.04.2007, 13:26
Danke, nixmama! :blumengabe:

An alle: Kommen wir wieder zum Thema, okay?

Bisher habe ich von kinderlosen Paaren, soweit ich mich jetzt umgehört und "umgelesen" (in diesem Forum) hab, mehrheitlich sehr positive Erfahrungsberichte gehört/gelesen.

Genau so von Eltern.

Ich weiß nur soviel: Mit Kind könnte ich meinen Traumjob gleich vergessen, mit Kind müssten wir (obwohl gut verdienend) sehr genau aufs Geld schauen (Leben ist sehr teuer in CH). Bis zu einer gewissen Grenze sind wir zwar gerne bereit, uns finanziell einzuschränken, aber igendwo is' der Ofen aus, wenn man sich bei jeder Anschaffung fragen muss: Können wir uns das jetzt leisten? Nö. Es gibt so einige "Luxusgüter" (Urlaub, Auto, schöne Wohnung, Traumjob, weniger arbeiten), auf die wir wirklich auf keinen Fall verzichten möchten.

Ehrlich: Wir haben keinen Bock, unser Leben lang vollzeit schuften zu gehn' und wofür? Damit wir die Familie grad noch so durchbringen können? Ist das ein Leben? Ist das der Sinn? Immer nur das Allerbilligste und jeden Cent 10mal umdrehn'? Nein danke. Wir genießen gerne schönen Urlaub mit viel Sport und Wellness, n teures Hobby, ne schöne Wohnung, Auto(s). Nein, der Ferrari muss es nicht gleich sein, aber n gutes Auto, das fährt. Auch muss es nicht der Karibik-Urlaub sein, aber auf Campen in Italien haben wir auch weniger Bock. Wir spielen gerne Tennis, darauf wollen wir nicht verzichten. Zwei Mal im Jahr Tennis- und Wellness Urlaub: das muss schon sein. Für diesen ganzen Mammon reicht uns auch ohne Kinder ein Teilzeitjob, ER zu 80%, ich halbtags oder ganz Freiberuflerin. Ein Traum. Aber mehr als das brauchen wir nicht (obwohl nichts gegen nen Lottogewinn und finanzielle Sicherheit, haha), mit Kind wären diese Träume unmöglich, im Gegenteil. Da könnten wir froh sein, dass wir uns überhaupt Urlaub leisten könnten und müssten unser Leben lang vollzeit arbeiten. No thanks. Verzichte ganz freiwillig. Die fairyprincess und Angstellten-Verhältnis? Oh no. Das kam und kommt nicht gut, höchstens nen halben Tag.

Sorry, schrecklicher Beitrag, tönt unglaublich arrogant (ist es aber nicht), aber das sind offen und ehrlich meine Gedanken.

ja, princess, du klingst furchtbar arrogant. woher nimmst du den irrglauben, eltern müssten ständig jeden cent umdrehen, hätten keine schöne wohnung, könnten nicht in urlaub fahren etc. etc.???

bei uns ist dies ganz sicher nicht der fall. im gegenteil, uns geht es finanziell besser als den meisten singles in unserem umfeld. vielleicht auch, weil wir zielstrebiger sind, weil wir eher wissen, wofür wir arbeiten? weil wir einen sinn im leben haben, der über das rein materielle hinausgeht?

ehrlich, mir zieht es das herz zusammen, wenn ich deine auflistung dessen lese, was dein leben auszumachen scheint. man muss nicht kinder haben, um ein sinnvolles leben zu führen, aber so aufs materielle reduziert zu sein, finde ich sehr, sehr schade.

und ich dachte immer, dass unsere gesellschaft allmählich aus diesem rausch, alles auf geld zu reduzieren, aufwacht.

Inaktiver User
17.04.2007, 13:51
ja, princess, du klingst furchtbar arrogant. woher nimmst du den irrglauben, eltern müssten ständig jeden cent umdrehen, hätten keine schöne wohnung, könnten nicht in urlaub fahren etc. etc.???

bei uns ist dies ganz sicher nicht der fall. im gegenteil, uns geht es finanziell besser als den meisten singles in unserem umfeld. vielleicht auch, weil wir zielstrebiger sind, weil wir eher wissen, wofür wir arbeiten? weil wir einen sinn im leben haben, der über das rein materielle hinausgeht?

ehrlich, mir zieht es das herz zusammen, wenn ich deine auflistung dessen lese, was dein leben auszumachen scheint. man muss nicht kinder haben, um ein sinnvolles leben zu führen, aber so aufs materielle reduziert zu sein, finde ich sehr, sehr schade.

und ich dachte immer, dass unsere gesellschaft allmählich aus diesem rausch, alles auf geld zu reduzieren, aufwacht.

Die Sache ist die: MIT Kind müssten WIR persönlich jeden Cent umdrehen. Habe ich irgendwo geschrieben dass alle Eltern jeden Cent umdrehen müssen? :ooooh:

Finde ich sehr sehr schade, dass sich gleich mindestens jemand voll auf den Schlips getreten fühlt, wenn man seine Meinung offen und ehrlich äußert. :knatsch:

Wir sind nicht zielstrebig im klassischen- jedoch im minimalistischen Sinne. Wir arbeiten, um zu leben und leben nicht, um zu arbeiten. Bist du einverstanden, wenn ich behaupte, ein gewisser materieller Standard sollte schon sein? Ja? Oder kennst du jemanden, der null materialistisch ist, dem es egal ist, ob er in einer Bruchbude lebt oder in einer schönen Wohnung? Materialistisch sind wir doch alle bis zu einem gewissen Grad.

Wenn ich soooo materialistisch wäre, würde ich längst vollzeit bei einer Firma arbeiten, wo es viel Geld gibt und nicht als Teilzeitangestellte und Freiberuflerin. Oder hast du den Teil einfach überlesen? :zwinker: Hast du den Teil, wo ich schrieb, dass wir so wenig wie möglich arbeiten wollen, um einen gewissen (mittelständischen) Lebensstandard zu halten einfach überlesen? Hast du den Teil überlesen, wo ich schrieb, dass wir keinen Bock auf Vollzeitarbeit haben? Naja, ob das dann materialistisch ist, wenn man lieber mehr Zeit als mehr Geld hat?

Schade, dass gewisse Leute einem ständig das "Wort im Mund" umdrehen müssen. Schade.

Inaktiver User
17.04.2007, 13:59
Einem Kind, besonders den kleinen, können nicht nachempfinden was es heißt Migräne zu haben.Sie hören nicht auf zu brüllen,weil ihnen jemand sagt: ich habe Migräne.
Komisch - wenn ich es dem Menschlein erklärte, was das nie ein Problem.
Habe ich vor zwei Wochen erst wieder in einer Arztpraxis demonstriert.
Aber ich kann Dir das auch gerne mal zeigen.

Schnorchel
17.04.2007, 14:00
Meinst Du mich mit "Kampf-Mutter"? nein, oder, denn Du willst ja auf keinen Fall irgendwelchen Müttern eine reinwürgen.
Ich habe schon verstanden, was Dir an dieser Situation greulich erschien. Aus der Ferne beurteile ich das, was Du geschildert hast - und wenn das wirklich so greulich war, dass Zivilcourage erforderlich ist, dann hättest Du es nicht gut sein lassen dürfen.

Inaktiver User
17.04.2007, 14:01
Heute Abend Lust auf Kino? Na klar, spontan los.

Heute Abend Lust auf Tennis? Klaro, warum nicht?

Nicht noch Babysitter organisieren und dies und das und bli und bla.

Freiheit pur.

Das was Du als oben mit Freiheit umschreibst plus Beruf/Kohle reichen Dir als Gründe gegen Kinder aus?

Entschuldige, wenn ich das so sage - auch in Summe sind DAS aus meiner Sicht Oberflächlichkeiten.

Mehr fällt Dir nicht ein?

Inaktiver User
17.04.2007, 14:02
Meinst Du mich mit "Kampf-Mutter"? nein, oder, denn Du willst ja auf keinen Fall irgendwelchen Müttern eine reinwürgen.
Ich habe schon verstanden, was Dir an dieser Situation greulich erschien. Aus der Ferne beurteile ich das, was Du geschildert hast - und wenn das wirklich so greulich war, dass Zivilcourage erforderlich ist, dann hättest Du es nicht gut sein lassen dürfen.

Kampf-Mutti? Stop, oder meine Mami schießt? :freches grinsen: :blumengabe:

Jalinda
17.04.2007, 14:04
Nein, die Finanzen sind nicht der alleinige Grund. Der Hauptgrund ist die Freiheit, die wir in vollen Zügen genießen.
Heute Abend Lust auf Kino? Na klar, spontan los.
Heute Abend Lust auf Tennis? Klaro, warum nicht?
Nicht noch Babysitter organisieren und dies und das und bli und bla.
Freiheit pur. :Sonne:

Also, mir stellt sich eigentlich eher die Frage: "Mit Kindern glücklich?"

Schnorchel
17.04.2007, 14:05
Du meinst nicht, dass Du das ein bisschen hoch hängst?

Schnorchel
17.04.2007, 14:07
Nein, stop oder meine Mutti lässt das Baby im Biergarten schreien.

Inaktiver User
17.04.2007, 14:07
Nein, stop oder meine Mutti lässt das Baby im Biergarten schreien.

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Das Kind will auch n Bierchen.

Inaktiver User
17.04.2007, 18:47
kino und tennis spielen - das ist also freiheit pur??? auweia

Inaktiver User
17.04.2007, 18:57
kino und tennis spielen - das ist also freiheit pur??? auweia

Rocca: Du warst vor ca. 1 Jahr hier in der Community mit dem Problem Deiner Schwangerschaft. Dir wurde viel Feingefühl entgegengebracht. Tu uns einen Gefallen und gib uns das Feingefühl zurück, und zwar dahingehend, daß Du uns gewollt Kinderlose in Ruhe läßt und nicht dauernd auf unseren Wertvorstellungen herumhackst.

Danke

Inaktiver User
17.04.2007, 19:17
:wangenkuss:
Rocca: Du warst vor ca. 1 Jahr hier in der Community mit dem Problem Deiner Schwangerschaft. Dir wurde viel Feingefühl entgegengebracht. Tu uns einen Gefallen und gib uns das Feingefühl zurück, und zwar dahingehend, daß Du uns gewollt Kinderlose in Ruhe läßt und nicht dauernd auf unseren Wertvorstellungen herumhackst.

Danke

:wangenkuss: :blumengabe:

Inaktiver User
17.04.2007, 19:27
kino und tennis spielen - das ist also freiheit pur??? auweia

und? It's not your business!

Inaktiver User
17.04.2007, 20:26
Ich finde es eigentlich ganz schön mutig von Fairyprincess, sich ganz offen zu ihrer Werteverteilung in ihrem Leben zu stellen. Die meisten würden sich das gar nicht trauen.

Und es ist wirklich gut, dass Menschen mit solchen Gewichtungen eben keine Kinder haben.

Mal abgesehen davon, dass sich Werte, Wünsche und Lebenspläne durch ein Kind sehr sehr schnell ändern können.

Da kann dann jemand wie F. vielleicht gar nicht mehr verstehen, dass ihr jemals der Kinobesuch erstrebenswerter erschien, als das Lachen ihres Kindes.

Und jemand, der sich sehnlichst ein Kind wünschte und es dann endlich da ist, ist total frustiert, weil er nicht ins Kino kann....

:smile:

So ist das mit den Werten.....

Inaktiver User
17.04.2007, 20:40
Da kann dann jemand wie F. vielleicht gar nicht mehr verstehen, dass ihr jemals der Kinobesuch erstrebenswerter erschien, als das Lachen ihres Kindes.

Mir wird das auch berichtet und ich verstehe es.
Liegt aber am Freizeitvergnügen Kino - da kann ich ganzlich daruf verzichten.

Ich hätte mir vor 7 Jahren niemals vorstellen können, ein ganzes WE nicht auszugehen und in der Wohnung glücklich herumzulümmeln - würde solche WE´s mittlerweile nicht missen wollen.
Ja, Sichtweisen können sich durchaus ändern und das ist gut so.

Bei Lebensplanungen (die mal mit bedacht ausgetüftelt waren) bin ich nicht so sicher.
Wenn jemand schon immer Beklemmungsgefühle bei Familienveranstaltungen hatte, sollte er "Kinder" vielleicht nicht "ausprobieren".
Aus den Nummer kommt man einfach nicht mehr so leicht raus.........

Inaktiver User
17.04.2007, 21:25
Ja, Sichtweisen können sich durchaus ändern und das ist gut so.

Bei Lebensplanungen (die mal mit bedacht ausgetüftelt waren) bin ich nicht so sicher.
Wenn jemand schon immer Beklemmungsgefühle bei Familienveranstaltungen hatte, sollte er "Kinder" vielleicht nicht "ausprobieren".


Tristania, Du hast schon recht. Aber manchmal hat man ja auch gar keine Chance.... Manches "passiert" nun mal.

Und ich habe schon so oft, auch im Umfeld, mitbekommen, dass es Lebenssituationen gibt, vor denen man einfach mal stehen muss. Dann erst kann man sich eigentlich eine Meinung bilden. Ich sehe meine Schwägerin vor mir, die lauthals zum Besten gab, SIE würde sich selbstverständlich sofort trennen, sollte mein Bruder jemals fremdgehen. Später kam heraus, dass sie sich zusammen mit ihm danach sogar noch eine ETW gekauft hat....

Oder Thema Abtreibung. Die, die am lautesten dagegen schreien, sind vielleicht die ersten mit Termin und die, die absolut dafür sind, sieht man im Falle des Falles noch nicht mal bei der Familienberatung.

Ob das für das Thema "kinderlos glücklich" auch gilt? Ich denke schon.... So manche stellt irgendwann fest, sie wäre "kinderlos" doch vielleicht glücklicher gewesen. (Mal von der anderen Seite aus betrachtet). Männer sind da seltsamerweise skrupelloser. Sie ziehen ihr Ding durch und verlassen halt ihre Familie. Umgekehrt ist dann wieder manche, die sich das nie vorstellen konnte, eine tolle - und gerne - Mutter.

Inaktiver User
17.04.2007, 22:01
Und ich habe schon so oft, auch im Umfeld, mitbekommen, dass es Lebenssituationen gibt, vor denen man einfach mal stehen muss.
Ich denke schon lange darüber nach, vor welcher Situation ich "mal stehen müsste".
Bin nicht steinalt, aber es gibt nichts mehr, was mich schocken könnte.
Klingt blöd, aber so fühle ich...........

Inaktiver User
18.04.2007, 09:09
ähm, von dir habe ich, soweit ich mich erinnere, keine feinfühligen kommentare erhalten, oder doch? und gerade weil ich die zerrissenheit zwischen kind haben wollen und angst davor haben so gut verstehe, lese ich in der tat mit fassungslosigkeit, wie gefühlskalt viele menschen hier das thema angehen. ich kann ängste sehr gut verstehen, daher auch z.b. die bedenken des posters im nebenstrang (3tagebart). er hat(te) panik, hat dieser ausdruck gegeben. das ist völlig in ordnung für mich. war ja bei mir auch so.

und genauso ok ist es für mich, wenn man keine kinder haben möchte. aber dieses ständige minutiöse aufrechnen von materiellen einbußen, das finde ich einfach nur furchtbar. einfach deswegen, weil es für mich symptomatisch für diese unsere gesellschaft ist. so kleingeistig.

und wenn ich dann eben lese, dass für jemanden tennis und kino "freiheit pur" bedeutet - tja, dann muss ich eigentlich nur traurig schmunzeln. ich kann verstehen, dass man kein kind hat, weil man angst hat, weil man keine verantwortung übernehmen möchte, weil man einen job hat, der einen ausfüllt. aber weil man denkt, kino gehen wäre freiheit pur?

ich sehe das thema kinder kriegen nach wie vor sehr kontrovers. und wenn ich im freundeskreis diskutiere, höre ich viele interessante meinungen, warum manche leute kein kind haben wollen (wobei es bei den meisten ehrlich gesagt daran liegt, dass sie keinen geeigneten partner finden).

hier jedoch lese ich nur ein offensives beweihräuchern einer persönlichen entscheidung. ich weiß nicht, ich wäre nie auf die idee gekommen, ein forum mit dem titel zu eröffnen: "warum ich so wahnsinnig glücklich bin, mutter zu sein". fände ich, ehrlich gesagt, furchtbar peinlich.

und gerade in der -zufälligen - kombination mit dem für mich furchtbar gefühlskalten nebenstrang finde ich das auftreten so mancher kinderloser schon sehr, sehr bedenklich.

aber leider ist das das klima, das in diesem land vorherrscht. dieses klima, in dem kinder bestenfalls geduldet werden, wenn sie nicht stören. hier fahen autos mit 10 cm abstand an meinem kinderwagen vorbei, ohne mit der wimper zu zucken. hier darf mich eine nachbarin per öffentlichem aushang im hausflur als faul beschimpfen, weil ich nach der entbindung meinen kinderwagen im großen hausflur abstelle, anstatt ihn über die treppe in den keller zu tragen. hier muss ich voller angst in ein cafe gehen, weil die kleine ja anfangen könnte zu quengeln und sich jemand gestört fühlen könnte.

vielleicht reagiere ich deswegen auch leicht gereizt auf dieses zurschautragen der kinderlosigkeit, die wie gesagt, für mich, wie praktisch jede andere lebensentscheidung eines menschen, eine rein persönliche angelegenheit eines menschen darstellt. allerdings geht es mir bei dieser diskussion so ähnlich wie bei der debatte um kitaplätze, bei der sich die nur-hausfrauen plötzlich ach so diskriminiert fühlen: deutschland ist ein land, das geradezu auf kinderlosigkeit ausgerichtet ist. probleme haben eigentlich nur diejenigen, die sich für kinder entscheiden. was aber geschieht hier? es wird nur gejammert, wie schwer man an dieser entscheidung zu tragen habe, wie sehr man diskriminiert werde. und das schrammt m.e. heftig an unserer realität vorbei.

genießt doch euer leben ohne kinder - aber bitte, bitte, müsst ihr es wirklich ständig und jedem (so mein eindruck) auf die nase binden, dass euer leben sooo viel besser ist als das von eltern?

Inaktiver User
18.04.2007, 09:17
ähm, von dir habe ich, soweit ich mich erinnere, keine feinfühligen kommentare erhalten, oder doch?
Bitte vermische die Diskussionen verschiedener Stränge nicht miteinander - das bringt niemadem ausser Dir etwas.
Und unterlasse doch deine persönlichen Provokationen.

Ich unterstelle Dir einfach mal, dass Du überhaupt nicht nach in Deinen Augen sensiblen Beiträgen von mir suchst.
Aber Du darfst mich gerne vom Gegenteil überzeugen.



"warum ich so wahnsinnig glücklich bin, mutter zu sein". fände ich, ehrlich gesagt, furchtbar peinlich.

Sollen wir Dir entsprechende Stränge hier linken?

Schnorchel
18.04.2007, 09:36
Zumindest wird es dann schön ruhig und alle sind wieder friedlich.

Inaktiver User
18.04.2007, 09:40
Guten Morgen,

nun ist in diesem Strang auch schon Zickenalarm?

Immerhin war es aber doch die Frage dieses Stranges die es zu beantworten galt.

Ich stehe dazu, daß ich keine Kinder will und ich wollte auch nie welche.

Was ich sehe ist, das alle die die Kinder haben eben doch nicht mehr so flexibel sind, das ist nichts schlimmes, aber wenn ich abends mit meinem Mann noch essen gehen will, dann muß ich nicht erst einen Babysitter suchen, der so ad hoc kaum mehr zu beschaffen wäre. Das Kino etc. ist ja nur ein Beispiel dafür, was alles nicht mehr spontan geht, wenn frau Kinder hat.

Und wir rennen nicht durch die Gegend und erzählen jedem, daß wir kinderlos glücklich sind, das ist eine Lebenseinstellung und basta.

Allerdings spiele ich nicht Babysitter für Familie oder Freunde - wer Kinder hat muß dann auch bitte sehen, wo er mit ihnen bleibt, wenn er weg gehen will. DAS geht mir völlig am A... vorbei, wenn ich das mal sagen darf.

Und ich bin es leid von Leuten die Kinder haben dieses gejammer zu hören, Deutschland ist so Kinderfeindlich, Wohnung sind schwer zu bekommen, ich bekomme keinen Kitaplatz, ich kann nicht abeiten usw. - Was ich immer wieder sehe, sind Mütter die bereits mit dem ersten Kind völlig überfordert sind, weder das Kind noch den Haushalt unter einen Hut bekommen, ständig jammern wie schwer sie es haben und und und

Und ja, mich nervt es auch, wenn ich im Café sitze und nebenan blökt ein Gör!

Aber, DAS ist nur meine Meinung. Ich habe keine Kinder - nicht weil ich Angst habe (wovor auch) sondern weil ich einfach keine will.

Lilie

Inaktiver User
18.04.2007, 09:43
genießt doch euer leben ohne kinder - aber bitte, bitte, müsst ihr es wirklich ständig und jedem (so mein eindruck) auf die nase binden, dass euer leben sooo viel besser ist als das von eltern?

Rocca, niemand tut das. Das Leben ohne Kinder ist anders als mit ihnen, aber ob es besser oder schlechter ist, ist eine ganz individuelle Wahrnehmung. Es gibt auch zahlreiche Eltern, die Kinderlosen per se absprechen, einen lebenswertes Leben zu führen und den eigenen Lebensentwurf als den einzig glücklich machenden propagieren. Ich glaube, da nehmen sich beide Seiten wenig.

Ich habe nicht das Gefühl, dass hier irgendjemand quasi mit dem Megafon "durch die diversen Threads posaunt", dass ein Leben ohne Kinder ein gundsätzlich besseres ist. Aus der Perspektive gewollt Kinderloser ist es die für sie ideale Lösung. Nicht mehr und nicht weniger.

Was die Gründe angeht, die aufs Ganze betrachtet für eine gewollte Kinderlosigkeit angeführt werden, sind diese genauso individuell wie die Menschen, die dahinter stehen. Für den einen sind Tennis, Kinobesuche und ausreichend monitäre Freiheit der Inbegriff eines schönen kinderlosen Lebens, für die anderen spielen bei der Entscheidung gegen Kinder ganz andere Gründe eine Rolle. Da soll jeder handhaben wie er mag. Man hat nur ein Leben und das sollte man, wenn möglich, so gestalten, dass man glücklich damit ist.

Ich finde es etwas pharisäerhaft, hier zwischen guten und schlechten Gründen zu differenzieren.

Dieser Thread dient m.M. u.a. dem Gedanken- und Erfahrungsausstausch gewollt Kinderloser und nicht dazu, die eine oder andere Lebensform zu hypen und über die jeweils konträre zu stellen. Ich habe den Eindruck, dass die Frauen, die hier zu Wort kommen, ihre Entscheidung pro oder contra Kind längst getroffen haben und von daher nicht mehr davon überzeugt werden müssen, welche Entscheidung die bessere ist. Und es deshalb ihrerseits auch nicht nötig haben, die Entscheidungen anderer mies zu machen.

Du scheinst in Deinem Alltag nicht grade auf ein kinderfreundliches Umfeld zu treffen, wenn ich Deine Postings richtig interpretiere. Dass Dich das nervt, ist nachvollziehbar, aber daran sind nun nicht ausschließlich die Kinderlosen Schuld. Ich zähle mich zumindest nicht zu denjenigen, die sofort genervt losmotzen, wenn ein Kind mal Lärm macht und ein Kinderwagen im Flur steht. Und ich denke, damit bin ich nicht alleine.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
18.04.2007, 09:45
tristania, ich habe bewusst auf den anderen strang bezug genommen, da sich die meisten posterinnen, die hier schreiben, auch dort posten und es ganz offensichtlich eine wechselwirkung zwischen den beiden strängen gibt. dann darf das doch wohl hoffentlich erlaubt sein.

im übrigen kannst du gerne auch ach-wie-ist-das-toll-stränge von müttern hier verlinken, wenn dir das weiterhilft. ich finde es genauso wenig toll, wenn eltern ihre lebensentscheidung verherrlichen und über die anderer stellen, als wenn das kinderlose tun.

eigentlich verstehe ich nämlich das ganze bohei nicht, das hier veranstaltet wird. ich war 40 jahre lang nämlich auch nicht-mutter - und komischerweise wurde ich so gut wie nie danach gefragt, warum ich denn keine kinder hätte. woran mag das wohl liegen? und wenn ich doch danach gefragt wurde, dann fand ich das nicht dramatisch. vielleicht auch, weil ich dies nicht hochtrabend für einen, entsprechend angreifbaren "lebensentwurf" hielt, sondern einfach, weil mein leben halt so war, wie es war?

ich finde es traurig, wie hier glück an kinderlosigkeit gekoppelt wird - ebenso wie es bedenklich finde, wenn man sich glück über kinder verschaffen möchte.

generell würde ich gerne wissen, wer hier in diesem forum aus voller überzeugung sagen kann: ich bin glücklich - und dies im wirklichen sinne des wortes - und wirklich frei.
wirklich frei ist in unserer gesellschaft wohl niemand, und glücklich sind wir wohl in aller regel für nur wenige momente.

dazwischen liegen so viele abstufungen und schattierungen, bei uns allen. warum müssen wir uns dann auf etwas wie die frage, ob man kinder hat oder nicht, reduzieren?

Inaktiver User
18.04.2007, 09:49
tristania, ich habe bewusst auf den anderen strang bezug genommen, da sich die meisten posterinnen, die hier schreiben, auch dort posten und es ganz offensichtlich eine wechselwirkung zwischen den beiden strängen gibt. dann darf das doch wohl hoffentlich erlaubt sein.

Ich finde, dass das offensichtlich nichts miteinander zu tun hat und es wird in der Regel auch von den Moderatoren darauf hingeweisen, die Diskussionen der Stränge nicht miteinander zu verknüpfen; denn:

Dieser Thread dient m.M. vor allem dem Gedanken- und Erfahrungsausstausch gewollt Kinderloser




dazwischen liegen so viele abstufungen und schattierungen, bei uns allen. warum müssen wir uns dann auf etwas wie die frage, ob man kinder hat oder nicht, reduzieren?
Warum Du Dich auf diese Frage reduzieren lässt, weiss ich nicht.
Ich habe das nirgends propagiert.

nixmama
18.04.2007, 09:53
Guten Morgen,

nun ist in diesem Strang auch schon Zickenalarm?

Immerhin war es aber doch die Frage dieses Stranges die es zu beantworten galt.

Ich stehe dazu, daß ich keine Kinder will und ich wollte auch nie welche.

Was ich sehe ist, das alle die die Kinder haben eben doch nicht mehr so flexibel sind, das ist nichts schlimmes, aber wenn ich abends mit meinem Mann noch essen gehen will, dann muß ich nicht erst einen Babysitter suchen, der so ad hoc kaum mehr zu beschaffen wäre. Das Kino etc. ist ja nur ein Beispiel dafür, was alles nicht mehr spontan geht, wenn frau Kinder hat.

Und wir rennen nicht durch die Gegend und erzählen jedem, daß wir kinderlos glücklich sind, das ist eine Lebenseinstellung und basta.

Allerdings spiele ich nicht Babysitter für Familie oder Freunde - wer Kinder hat muß dann auch bitte sehen, wo er mit ihnen bleibt, wenn er weg gehen will. DAS geht mir völlig am A... vorbei, wenn ich das mal sagen darf.

Und ich bin es leid von Leuten die Kinder haben dieses gejammer zu hören, Deutschland ist so Kinderfeindlich, Wohnung sind schwer zu bekommen, ich bekomme keinen Kitaplatz, ich kann nicht abeiten usw. - Was ich immer wieder sehe, sind Mütter die bereits mit dem ersten Kind völlig überfordert sind, weder das Kind noch den Haushalt unter einen Hut bekommen, ständig jammern wie schwer sie es haben und und und

Und ja, mich nervt es auch, wenn ich im Café sitze und nebenan blökt ein Gör!

Aber, DAS ist nur meine Meinung. Ich habe keine Kinder - nicht weil ich Angst habe (wovor auch) sondern weil ich einfach keine will.

Lilie


Danke sehr für Deine Ausführungen, die ich weitgehend teile!

Dies ist ein Strang für Kinderlose und wer nicht lesen möchte, warum und wie man auch als kinderlose glücklich sein kann, der soll es halt auch nicht lesen.

Dieses ständig Gegenhalten der Mütter, a la, Kinderlose wären "oberflächlich", "arm" usw. lässt für mich eher den Schluss zu, dass das Leben mit Kindern eben nicht so glücklich sein könnte, wie sie es vielleicht gerne hätten. Denn wäre man selbst wirklich zufrieden, würde man nicht andere Einstellungen derart in Frage stellen sondern einfach mal akzeptieren.

Mal was zum Nachdenken und bewusst im Konjunktiv formuliert (und ich geh´schon mal in Deckung).

Inaktiver User
18.04.2007, 09:58
Denn wäre man selbst wirklich zufrieden, würde man nicht andere Einstellungen derart in Frage stellen sondern einfach mal akzeptieren.

Das sehe ich ähnlich.
Mein zwei "Problemchen" beim Thema Kinder ist meine Umwelt, die immer mal wieder dieses Thema mit mir diskutieren will.
Oder mir wahlweise Kinderfeindlichkeit unterstellt. Dabei mag ich manche der kleinen Menschen sogar sehr.

Ich besteige den Mount Everest nicht, weil ich überhaupt nicht auf die Idee komme, es keine innere Triebfeder dazu gibt.
Ebensowenig möchte ich ein Kind haben.

SerinaL
18.04.2007, 09:58
Lach...gute Antwort.

Und übrigens, die meisten Kinderfeindlichen Anfälle, erlebe ich bei Leuten die selber Kinder haben.

Inaktiver User
18.04.2007, 10:31
Ich finde es eigentlich ganz schön mutig von Fairyprincess, sich ganz offen zu ihrer Werteverteilung in ihrem Leben zu stellen. Die meisten würden sich das gar nicht trauen.

Und es ist wirklich gut, dass Menschen mit solchen Gewichtungen eben keine Kinder haben.

Mal abgesehen davon, dass sich Werte, Wünsche und Lebenspläne durch ein Kind sehr sehr schnell ändern können.

Da kann dann jemand wie F. vielleicht gar nicht mehr verstehen, dass ihr jemals der Kinobesuch erstrebenswerter erschien, als das Lachen ihres Kindes.

Und jemand, der sich sehnlichst ein Kind wünschte und es dann endlich da ist, ist total frustiert, weil er nicht ins Kino kann....

:smile:

So ist das mit den Werten.....

Gerrimee, so ist es. :schild genau:

Ich stehe offen dazu, dass mir der zB Kinobesuch, das Tennistraining, der schöne Urlaub, der Traumjob und nur schon in Ruhe ein Buch lesen zu können einfach wichtiger ist als das Lachen des Kindes, das ich hätte.

So ist das Leben: Entweder dies oder das, beides wollen geht nie gut. (Sehr selten). Jeder Mensch setzt in seinem Leben seine eigenen Prioritäten, die ihr ihn persönlich stimmen.

Traurig finde ich die Tatsache, dass sich kinderlose Frauen wie ich nicht immer offen dazu bekennen können, dass ihnen die Selbstverwirklichung wichtiger ist als Kinder zu haben. Aber darum hab ich diesen Strang ja gemacht :zwinker: damit Frauen wie ich sich offen dazu bekennen können, Erfahrungen austauschen können und für alle, die über dieses Thema mitdiskutieren wollen. :blumengabe:

Inaktiver User
18.04.2007, 10:36
Rocca, niemand tut das. Das Leben ohne Kinder ist anders als mit ihnen, aber ob es besser oder schlechter ist, ist eine ganz individuelle Wahrnehmung. Es gibt auch zahlreiche Eltern, die Kinderlosen per se absprechen, einen lebenswertes Leben zu führen und den eigenen Lebensentwurf als den einzig glücklich machenden propagieren. Ich glaube, da nehmen sich beide Seiten wenig.

Ich habe nicht das Gefühl, dass hier irgendjemand quasi mit dem Megafon "durch die diversen Threads posaunt", dass ein Leben ohne Kinder ein gundsätzlich besseres ist. Aus der Perspektive gewollt Kinderloser ist es die für sie ideale Lösung. Nicht mehr und nicht weniger.

Was die Gründe angeht, die aufs Ganze betrachtet für eine gewollte Kinderlosigkeit angeführt werden, sind diese genauso individuell wie die Menschen, die dahinter stehen. Für den einen sind Tennis, Kinobesuche und ausreichend monitäre Freiheit der Inbegriff eines schönen kinderlosen Lebens, für die anderen spielen bei der Entscheidung gegen Kinder ganz andere Gründe eine Rolle. Da soll jeder handhaben wie er mag. Man hat nur ein Leben und das sollte man, wenn möglich, so gestalten, dass man glücklich damit ist.

Ich finde es etwas pharisäerhaft, hier zwischen guten und schlechten Gründen zu differenzieren.

Dieser Thread dient m.M. u.a. dem Gedanken- und Erfahrungsausstausch gewollt Kinderloser und nicht dazu, die eine oder andere Lebensform zu hypen und über die jeweils konträre zu stellen. Ich habe den Eindruck, dass die Frauen, die hier zu Wort kommen, ihre Entscheidung pro oder contra Kind längst getroffen haben und von daher nicht mehr davon überzeugt werden müssen, welche Entscheidung die bessere ist. Und es deshalb ihrerseits auch nicht nötig haben, die Entscheidungen anderer mies zu machen.

Du scheinst in Deinem Alltag nicht grade auf ein kinderfreundliches Umfeld zu treffen, wenn ich Deine Postings richtig interpretiere. Dass Dich das nervt, ist nachvollziehbar, aber daran sind nun nicht ausschließlich die Kinderlosen Schuld. Ich zähle mich zumindest nicht zu denjenigen, die sofort genervt losmotzen, wenn ein Kind mal Lärm macht und ein Kinderwagen im Flur steht. Und ich denke, damit bin ich nicht alleine.

Gruß, Spellbound

:wangenkuss: :wangenkuss: :wangenkuss: :wangenkuss:

:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:


THANK YOU!

:schild genau:

Inaktiver User
18.04.2007, 10:41
warum müssen wir uns dann auf etwas wie die frage, ob man kinder hat oder nicht, reduzieren?

Das ist das Thema dieses Stanges.

Wir können gerne darüber diskutieren, ob wir glücklich sind im Leben oder nicht, aber dies in einem anderem Stang. :zwinker:

Jalinda
18.04.2007, 10:43
aber leider ist das das klima, das in diesem land vorherrscht. dieses klima, in dem kinder bestenfalls geduldet werden, wenn sie nicht stören. hier fahen autos mit 10 cm abstand an meinem kinderwagen vorbei, ohne mit der wimper zu zucken. hier darf mich eine nachbarin per öffentlichem aushang im hausflur als faul beschimpfen, weil ich nach der entbindung meinen kinderwagen im großen hausflur abstelle, anstatt ihn über die treppe in den keller zu tragen. hier muss ich voller angst in ein cafe gehen, weil die kleine ja anfangen könnte zu quengeln und sich jemand gestört fühlen könnte.

Ich glaube, ebendieses Gejammer kann so manche Kinderlose aggressiv auf Mütter machen. Ich halte es für nicht angebracht, sondern für negative selektive Wahrnehmung:

Im Fernsehen kommen von früh bis spät Sendungen über Großfamilien, in denen die Eltern von ihrem Nachwuchs schwärmen. In Tausenden von Werbespots wird einem das Glück der Erde mit Kindern versprochen. Die Politiker diskutieren über enorme Unterstützungen für Eltern, deren Finanzierung kompliziert ist. Es gibt den Mutterschutz, der einer Arbeitnehmerin ihren Arbeitsplatz garantiert. Es gibt Steuererleichterungen für Eltern, die ich nicht als unerheblich empfinde und finanzielle Unterstützung für Alleinerziehende.

Hebt eine Frau ihren Kinderwagen in den Bus, springen 10 Leute herbei, um ihr zu helfen und alle Frauen im Bus versuchen, einen Blick auf das Kleine zu erhaschen und bekommen Hormonschübe.

Wenn Du die Bedingungen in Deutschland so schlimm findest, dann solltest Du vielleicht in ein anderes Land ziehen, denn es gibt ja anscheinend überall bessere Bedingungen als hier. (Das haben schon viele gedacht und sind dann wieder reumütig zurück gekommen).

Aber sich ständig nur zu beschweren, obwohl man Unterstützung von der Gesellschaft bekommt, halte ich für undankbar. Denn ich als Kinderlose darf für all das Mitblechen.

nixmama
18.04.2007, 10:49
Ich glaube, ebendieses Gejammer kann so manche Kinderlose aggressiv auf Mütter machen. Ich halte es für nicht angebracht, sondern für negative selektive Wahrnehmung:

Im Fernsehen kommen von früh bis spät Sendungen über Großfamilien, in denen die Eltern von ihrem Nachwuchs schwärmen. In Tausenden von Werbespots wird einem das Glück der Erde mit Kindern versprochen. Die Politiker diskutieren über enorme Unterstützungen für Eltern, deren Finanzierung kompliziert ist. Es gibt den Mutterschutz, der einer Arbeitnehmerin ihren Arbeitsplatz garantiert. Es gibt Steuererleichterungen für Eltern, die ich nicht als unerheblich empfinde und finanzielle Unterstützung für Alleinerziehende.

Hebt eine Frau ihren Kinderwagen in den Bus, springen 10 Leute herbei, um ihr zu helfen und alle Frauen im Bus versuchen, einen Blick auf das Kleine zu erhaschen und bekommen Hormonschübe.

Wenn Du die Bedingungen in Deutschland so schlimm findest, dann solltest Du vielleicht in ein anderes Land ziehen, denn es gibt ja anscheinend überall bessere Bedingungen als hier. (Das haben schon viele gedacht und sind dann wieder reumütig zurück gekommen).

Aber sich ständig nur zu beschweren, obwohl man Unterstützung von der Gesellschaft bekommt, halte ich für undankbar. Denn ich als Kinderlose darf für all das Mitblechen.


Danke für diese Ausführungen. 100 % unterschreib!

Aber anstatt einfach mal andere Lebensformen zu tolerieren, wird man als kinderlose manchesmal sogar offen angefeindet und blöd angeredet.

Inaktiver User
18.04.2007, 10:53
genießt doch euer leben ohne kinder - aber bitte, bitte, müsst ihr es wirklich ständig und jedem (so mein eindruck) auf die nase binden, dass euer leben sooo viel besser ist als das von eltern?

Das tun wir gewollt Kinderlosen nicht. Wir tauschen einfach Erfahrungen aus. Diese Erfahrungen beinhalten eben auch Beobachtungen, daß wir das Leben von Eltern nicht führen wollen aus xyz Gründen. Wenn Du das nicht erträgst und schon als Angriff oder Abwertung Deiner Lebensform siehst, liegt das Problem ganz allein bei Dir.

PS: Als Du ein psychisches Problem mit Deiner ungeplanten Schwangerschaft hattest, habe ich sehr wohl versucht, Dir zu helfen. Wenn ich gewußt hätte, wie intolerant Du Dich hier gerierst, hätte ich Dir bestimmt nicht gepostet.

Nochmal: Jeder darf sich die Wertvorstellungen für sein Leben selbst definieren, solange sie in Einklang mit dem Grundgesetz und der restlichen Gesetzgebung stehen. Das gilt auch für uns gewollt Kinderlose.

Inaktiver User
18.04.2007, 10:57
Aber sich ständig nur zu beschweren, obwohl man Unterstützung von der Gesellschaft bekommt, halte ich für undankbar. Denn ich als Kinderlose darf für all das Mitblechen.
................das finde ich nicht so schlimm, ist gut angelegtes Geld.

Aber diese dauernde Nöhlerei über die angebliche Kinderfeindlichkeit geht mir auch auf die Nerven.

Ja, der Wagen meiner Nachbarin im engen Treppenhaus nervt mich, ich empfinde ihn sogar als gefährlich (im Falle eines Brandes). Ich käme aber nie auf die Idee, deswegen zu meckern - der wird da nicht mehr so lange stehen (der Kleine ist schon 14 Monate alt).
Ich öffne trotzdem die Türe wenn ich die Nachbarin mit Lümmelchen kommen höre und helfe ihr mit dem Kinderwagen.

Der Vater des Kindes geht übrigens fröhlich pfeiffend an mir vorbei, während ich alleine schwere Schrankteile alleine die Treppe hoch trage.


Ja, bin froh dass ich SA/SO/Feiertags ausschlafen kann ......während nebenan ein Baby krakelt und ich denke: zum Glück nicht meins, die Nachbarin wird "es" gleich abstellen.

Inaktiver User
18.04.2007, 11:01
Das tun wir gewollt Kinderlosen nicht. Wir tauschen einfach Erfahrungen aus. Diese Erfahrungen beinhalten eben auch Beobachtungen, daß wir das Leben von Eltern nicht führen wollen aus xyz Gründen. Wenn Du das nicht erträgst und schon als Angriff oder Abwertung Deiner Lebensform siehst, liegt das Problem ganz allein bei Dir.

PS: Als Du ein psychisches Problem mit Deiner ungeplanten Schwangerschaft hattest, habe ich sehr wohl versucht, Dir zu helfen. Wenn ich gewußt hätte, wie intolerant Du Dich hier gerierst, hätte ich Dir bestimmt nicht gepostet.

Nochmal: Jeder darf sich die Wertvorstellungen für sein Leben selbst definieren, solange sie in Einklang mit dem Grundgesetz und der restlichen Gesetzgebung stehen. Das gilt auch für uns gewollt Kinderlose.

Das ist so.

Ich kenne ein Paar, das tatsächlich aus purem Materialismus keine Kinder möchte: und? Ist doch okay. Jeder Mensch hat andere Werte im Leben.

Vom Aspekt des Glücklichsseins her ist es doch ein und dasselbe wenn Paar X 5 Kinder will und es ihnen egal ist, jeden Cent 50 mal umzudrehen oder wenn Paar Y keine Kinder will, dafür die Traumvilla. Man lebt nur einmal und muss selbst schauen, wie man persönlich glücklich wird.

Wir sind nicht dafür geboren worden, um ein Leben zu leben, das andere für uns vorgesehen haben.

Jalinda
18.04.2007, 11:01
Danke für diese Ausführungen. 100 % unterschreib!

Aber anstatt einfach mal andere Lebensformen zu tolerieren, wird man als kinderlose manchesmal sogar offen angefeindet und blöd angeredet.
Freut mich!

Kann ich ein Lied von singen. Aber eigentlich nur in der BriCom, ich bin hier in anderen Strängen so massiv angegangen worden, wie ich es noch nie erlebt habe. Vielleicht liegt es daran, dass sich hier viele "Problemmütter" tummeln, die daher extrem emotional auf andere Meinungen reagieren.

Inaktiver User
18.04.2007, 11:05
Ich glaube, ebendieses Gejammer kann so manche Kinderlose aggressiv auf Mütter machen. Ich halte es für nicht angebracht, sondern für negative selektive Wahrnehmung:

Im Fernsehen kommen von früh bis spät Sendungen über Großfamilien, in denen die Eltern von ihrem Nachwuchs schwärmen. In Tausenden von Werbespots wird einem das Glück der Erde mit Kindern versprochen. Die Politiker diskutieren über enorme Unterstützungen für Eltern, deren Finanzierung kompliziert ist. Es gibt den Mutterschutz, der einer Arbeitnehmerin ihren Arbeitsplatz garantiert. Es gibt Steuererleichterungen für Eltern, die ich nicht als unerheblich empfinde und finanzielle Unterstützung für Alleinerziehende.



Das sehe ich ähnlich. Ich nenne da nur mal als eines unter vielen Beispielen den aktuellen ARD-Schwerpunkt "Kinder sind Zukunft". Keine Radiostunde vergeht, ohne dass einem auf die eine oder andere Weise vermittelt wird, WIE glücklich das Leben mit Kindern macht. Auf der eigens ins Leben gerufenen Website werden reihenweise strahlende Eltern präsentiert, die über ihr Glück berichten. Ich erfahre über Zuschüsse, Erleichertungen und höre von begeisterten Menschen, die sich für Kinder engagieren.

Ich weiß nicht, ob das nun alles nur der Propaganda dafür dient, dass wir uns wieder zahlreicher vermehren, oder wirklich den Tatasachen entspricht.

Aus persönlicher Erfahrung und aus zahlreichen Gesprächen mit meinen bekinderten Freundinnen weiß ich aber auch, dass die fiesen Kinderhasser nicht allzu häufig auftauchen. Klar, Iditoen, die wegen jeder Kleinigkeit motzen gibt es immer, aber mit denen sind auch Kinderlose konfrontiert.

Und dann erlebe ich immer wieder Mütter (einige, wohlgemerkt nicht alle!!!!!), die permanent am jammern und sich beschweren sind, wie furchtbar kinderfeindlich die Welt doch ist und welche Qual das Leben mit Kind, der Umwelt sei Dank, sei. Nicht falsch verstehen, jeder Mensch hat mal den Kanal gestrichen voll und meckert über seine Situation. Das tun Berufstätige, Rentner, Studenten und Mütter - und das ist auch völlig legitim und absolut nachvollziehbar.

Wenn dann aber nonstop gejault wird, stellt sich bei mir doch manchmal der Eindruck ein, dass die angeblich so böse, kinderfeindliche Umwelt nur vorgeschoben wird um die eigene Unzufriedenheit mit der Situation und die Erfahrung, dass sich das Leben nicht zwangsläufig zum Besseren verändert, wenn man ein Kind bekommt, zu kompensieren.

Gruß, Spellbound